[0001] Die Erfindung betrifft ein Halteteil zur Befestigung von Sichtprofilen, mit einer
Grundplatte, die mindestens eine Befestigungsöffnung für Befestigungsmittel zur Montage
des Halteteils aufweist, und mit zwei von der Grundplatte abstehenden und nebeneinander
vorgesehenen Haltestegen, die gegenläufig wirkend in eine Ausnehmung am jeweiligen
Sichtprofil eingreifbar ausgebildet sind.
[0002] Halteteile zur Befestigung von Sichtprofilen an einer Unterkonstruktion sind aus
dem Stand der Technik (
DE102007009477B3) bekannt. Solche Halteteile weisen eine Grundplatte mit zwei Haltestegen für je ein
Sichtprofil und eine Befestigungsöffnung für Befestigungsmittel zur Montage des Halteteils
an der Unterkonstruktion auf. Die beiden von der Grundplatte abstehenden Haltestege
sind gegenläufig wirkend und nebeneinander vorgesehen, um beidseitig des Halteteils
in jeweils ein Ausnehmung eines Sichtprofils eingreifen zu können. Die starr mit der
Grundplatte verbundenen Haltestege können den Belastungen durch Ausdehnung oder Schrumpfung
der Sichtprofile jedoch nur eingeschränkt standhalten bzw. Größenänderungen folgen.
Daher ist mit einem Lösen der Verbindung zwischen Sichtprofil und Halteteil zu rechnen
- eine standfeste Befestigung der Sichtprofile kann derart also nicht garantieren
werden.
[0003] Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, ein Halteteil zur Befestigung von Sichtprofilen
zu schaffen, welches diese besonders standfest befestigt. Zudem soll das Halteteil
konstruktiv einfach ausgebildet und einfach handzuhaben sein.
[0004] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass einerseits für eine fixe Lagerung
des ersten Sichtprofils am Halteteil der erste Haltesteg mit der Grundplatte einen
starren Strukturabschnitt am Halteteil ausbildet und andererseits für eine bewegliche
Lagerung des anderen zweiten Sichtprofils am Halteteil der zweite Haltesteg mit der
Grundplatte einen elastischen Strukturabschnitt am Halteteil ausbildet.
[0005] Bildet der erste Haltesteg mit der Grundplatte einen starren Strukturabschnitt am
Halteteil und der zweite Haltesteg mit der Grundplatte einen elastischen Strukturabschnitt
am Halteteil aus, so kann auf konstruktiv einfache Art und Weise ein Halteteil mit
einem Festlager als auch mit einem Loslager zum Halten der Sichtprofile geschaffen
werden. Mit letzterer Lagerung können beispielsweise Bewegungen des zweiten Sichtprofils,
insbesondere durch dessen thermische Ausdehnung oder durch dessen Schwinden bzw. Quellen,
sicher ausgeglichen werden. Der Haltesteg am elastischen Strukturabschnitt kann nämlich
den Bewegungen des zweiten Sichtprofils folgen - womit beispielsweise verhindert werden
kann, dass sich der Haltesteg von der Ausnehmung am Sichtprofil löst und damit einzelne
Sichtprofile lose am Halteteil aufliegen. Das erfindungsgemäße Halteteil kann daher
zuverlässig und standfest veränderlichen Temperatur- und Witterungsbedingungen trotzen.
Zudem ermöglicht das Fixlager am Halteteil für das erste Sichtprofil handhabungsfreundlich
eine abstandsgenaue Verlegung der Sichtprofile. Das erfindungsgemäße Halteteil kann
sich daher nicht nur durch seine Standfestigkeit auszeichnen, sondern auch die Montage
der Sichtprofile erheblich erleichtern.
[0006] Die Standfestigkeit der beweglichen Lagerung des zweiten Sichtprofiles am Halteteil
kann weiter verbessert werden, wenn der zweite Haltesteg unter elastischer Vorspannung
in die Ausnehmung am zweiten Sichtprofil eingreifbar ausgebildet ist. Damit kann nicht
nur eine einfache Montage erfolgen, beispielsweise kann auch einem erhöhten Schwinden
am zweiten Sichtprofil vom Haltesteg gefolgt - und ein Lösen des zweiten Sichtprofils
vom Halteteil verhindern werden.
[0007] Weisen die Haltestege gegenläufig wirkende Backen auf, die in die Ausnehmung am jeweiligen
Sichtprofil formschlüssig eingreifbar ausgebildet sind, kann dies die Montage der
Sichtprofile erleichtern und die Handhabungsfreundlichkeit der Halteteile verbessern.
Zudem können solche Backen das Verrasten der Sichtprofile am Halteteil - und in weiterer
Folge auch die Standfestigkeit oder die Verbindung des Halteteils mit einem Untergrund
etc. verbessern.
[0008] Vorzugsweise sind die Backen im Querschnitt gleich ausgebildet, damit das Halteteil
zu den Sichtprofilen frei ausgerichtet bzw. diese eingerichtet werden können. Auch
sind auf diese Weise die Anforderungen hinsichtlich der Sichtprofile - bzw. deren
Ausnehmungen für ein Eingreifen der Haltestege vereinfacht.
[0009] Weisen die Backen eine im Querschnitt kreisbogenförmige Anlagefläche für die Ausnehmung
am jeweiligen Sichtprofil auf, kann nicht nur eine passgenaue und exakte Positionierung
der Sichtprofile am Halteteil erfolgen, sondern damit auch eine vergleichsweise große
Kupplungsfläche - und also eine besonders standfeste Verbindung - mit den Sichtprofilen
ausgebildet werden. Vorteilhaft weisen hierzu die Ausnehmungen der Sichtprofile eine
zu den Backen inverse Kreisbogenform auf. Eine kreisbogenförmige Anlagefläche kann
zudem Kanten und damit ein ungewolltes Verhaken zwischen Halteteil und Sichtprofil
vermeiden.
[0010] Enden die Haltestege an ihren Backen, kann ein in seiner Höhe schlank ausgeführtes
Halteteil geschaffen werden - das damit selbst bei beengten Anschlussverhältnissen
zwischen den Sichtprofilen bzw. bei vergleichsweise dünnen Sichtprofilen einsetzbar
ist.
[0011] Die Flexibilität des Haltestegs gegenüber der Grundplatte kann verbessert und/oder
sichergestellt werden, wenn die Grundplatte eine Materialausdünnung aufweist, an die
der zweite Haltesteg anschließt. Entsprechend der Tiefe bzw. der Ausgestaltung dieser
Materialausdünnung kann auf konstruktiv einfache Weise die Elastizität des elastischen
Strukturabschnitts am Halteteil eingestellt werden. Zudem ist es dadurch diese Materialausdünnung
möglich, den Biegebereich in den Bereich der Grundplatte zu verlagern - womit etwa
störende Anschläge im Bewegungsbereich des gehaltenen Sichtprofils vermeidbar sind.
Herstellung und Handhabung des Halteteils sind erfindungsgemäß daher besonders verbessert.
[0012] Schließt die Grundplatte in Längsrichtung beidseitig an den ersten Haltesteg und
einseitig an den zweiten Haltesteg an, so kann auf einfache Weise eine größere Biegefreiheit
für den zweiten Haltesteg geschaffen werden. Zudem kann ein modulares Halteteil geschaffen
werden, das abhängig von der Einbaurichtung unterschiedlichen Funktionen dienen kann.
[0013] Stehen die beiden Haltestege von der Grundplatte voneinander weg verlaufend ab, so
kann ein Halteteil zur Verfügung gestellt werden, das an einem Sichtprofil eine elastische
Vorspannung anliegt. Dadurch kann also insbesondere der zweite Haltesteg eine Federkraft
auf das jeweilige Sichtprofil ausüben, um dessen Bewegungen folgen und zugleich das
Sichtprofil sicher fixieren zu können.
[0014] Steht der erste Haltesteg senkrecht von der Grundplatte ab, so kann ein nichtbeweglicher
Fixpunkt geschaffen werden, welcher als Anschlag für die Sichtprofile dienen kann.
Dadurch kann die Montage der Sichtprofile erleichtert werden.
[0015] Weist das Halteteil vor dem ersten Haltesteg einen von der Grundplatte abstehenden
Montageanschlag für das zweite Sichtprofil auf, kann eine Überspannung und damit eventuellen
Beschädigung des zweiten Haltestegs bei der Montage vermieden werden. Die Standfestigkeit
des Halteteils kann damit weiter erhöht werden. Zudem kann damit die Montage erleichtert
werden, weil über den Montageanschlag die elastische Vorspannung des zweite Haltestegs
reproduzierbar fesgelegt werden kann.
[0016] Die Montage der Halteteile kann zudem vereinfacht werden, wenn die Befestigungsöffnung
einen dem zweiten Haltesteg in Längsrichtung des Halteteils schräg zulaufenden Verlauf
aufweist. Dadurch kann durch den Vorschub der schräg geführten Befestigungsöffnung
während der Befestigung des Halteteils der zweite Haltesteg gegen das Sichtprofil
gepresst werden.
[0017] Weist die Grundplatte eine, insbesondere nutförmige, Sollbruchstelle auf, so kann
die Grundplatte in zwei Abschnitte zerteilt werden, wobei ein erster Abschnitt die
beiden Haltestege aufweist und ein zweiter Abschnitt als Distanz- und Befestigungsstück
verwendbar ist. Dadurch können auf konstruktiv einfache Art und Weise Montagemöglichkeiten
für das erste und das letzte Sichtprofil geschaffen werdenund zwar ohne hierfür speziell
ausgeführte Halteteile anfertigen zu müssen. Ein kostengünstigeres und variabel einsetzbares
Halteteil kann somit zur Verfügung gestellt werden.
[0018] Vorteilhaft kann das erfindungsgemäße Halteteil bei einem Terrassensystem mit mindestens
zwei Sichtprofilen zur Befestigung der Sichtprofile verwendet werden.
[0019] In den Figuren ist beispielsweise der Erfindungsgegenstand anhand einer Ausführungsvariante
näher dargestellt. Es zeigen
- Fig. 1
- eine abgerissene Querschnittsansicht auf ein Terrassensystem mit mehreren Sichtprofilen
und einem Halteteil,
- Fig. 2
- eine Querschnittsansicht zum Halteteil nach Fig. 1 und
- Fig. 3
- eine dreidimensionale Ansicht auf das Halteteil nach Fig. 2.
[0020] Gemäß Fig. 1 wird ein Terrassensystem 100 mit einem Halteteil 1 zur Befestigung von
zwei Sichtprofilen 101, 102 an einer Unterkonstruktion 103 gezeigt. Das Halteteil
1 weist eine Grundplatte 2 auf, von der zwei Haltestege 3, 4 abstehen. Zudem ist in
der Grundplatte 2 eine Befestigungsöffnung 5 für Befestigungsmittel 6 vorgesehen,
um das Halteteil 1 an der Unterkonstruktion 103 zu verankern. Als Befestigungsmittel
6 ist in Fig. 1 eine selbstschneidende Senkkopfschraube darstellbar. Als Befestigungsmittel
6 ist jedoch jede andere Schraubverbindung, Schraube, Niete etc. vorstellbar, was
nicht näher dargestellt worden ist.
[0021] Die Haltestege 3, 4 sind in Querrichtung 24 des Halteteils 1 (siehe Fig. 3) nebeneinander
zur Befestigung von Sichtprofilen 101, 102 in entgegengesetzte Richtungen wirkend
ausgebildet. Dabei greifen die Haltestege 3, 4 in entsprechende Ausnehmungen 7 in
den Sichtprofilen 101, 102 ein, um diese am Halteteil 1 zu halten.
[0022] Der erste Haltesteg 3 dient dazu, das erste Sichtprofil 101 am Halteteil 1 fix zu
lagern. Hierfür bildet der Haltesteg 3 mit der Grundplatte 2 am Halteteil 1 einen
starren Strukturabschnitt 8 aus, wie dies im Detail in Fig. 2 erkannt werden kann.
Der zweite Haltesteg 4 hingegen bildet mit der Grundplatte 2 einen elastischen Strukturabschnitt
9 am Halteteil 1 aus, um damit das andere zweite Sichtprofil 102 am Halteteil 1 beweglich
zu lagern. Damit kann ein Schwinden und Quellen des zweiten Sichtprofils 102 vom Halteteil
1 aufgenommen werden, ohne eine Beschädigung am Halteteil 1 oder ein Lösen der Befestigung
des zweiten Sichtprofiles 102 am Halteteil 1 befürchten zu müssen.
[0023] Durch Fortsetzen dieses Befestigungsschemas in Querrichtung der Sichtprofile 101,
102 - also in Längsrichtung 23 der Halteteile 1 - wird erreicht, dass jedes Sichtprofil
101, 102 mit jeweils zwei Halteteilen 1 befestigt wird, wobei jeweils an einer Seite
des Sichtprofils 101, 102 ein starrer Haltesteg 3 und an der anderen Seite des Sichtprofils
101, 102 ein beweglicher Haltesteg 4 in dieses eingreift.
[0024] In Fig. 2 ist weiter zu erkennen, dass die Haltestege 3, 4 gegenläufig wirkende Backen
11, 12 aufweisen, um jeweils in unterschiedlichen Richtungen in die Sichtprofile 101,
102 einzugreifen bzw. diese mit dem Halteteil 1 zu verbinden. Diese Backen 11, 12
sind im Querschnitt gleich - sie formen eine im Querschnitt kreisbogenförmige Anlagefläche
10 für die Ausnehmung 7 am jeweiligen Sichtprofil 101, 102 aus. Dadurch ist eine äußerst
stabile und standfeste Verbindung zwischen Halteteil 1 und den Sichtprofilen 101,
102 gegeben. Die Haltestege 3, 4 enden zudem an ihren Backen 11, 12, womit das Halteteil
1 - nicht zuletzt auch aufgrund der großen Anlagefläche mit den Sichtprofilen aufgrund
der Form der Haltestege 3, 4 - selbst dünn ausgeführte Sichtprofile 101, 102 sicher
an einer Unterkonstruktion 103 befestigen kann.
[0025] Die Grundplatte 2 des Halteteils 1 weist weiter eine Materialausdünnung 14 auf, über
welche der zweite Haltesteg 4 an die Grundplatte 2 anschließt. Die Materialausdünnung
14 erstreckt sich dabei von einem Ende der Grundplatte 2 entlang des zweiten Haltestegs
4 bis zur Mitte der Grundplatte 2, an welcher der erste Haltesteg 3 anschließt. Durch
die Materialausdünnung 14 wird auf einfache Weise eine erhöhte Biegeflexibilität des
Haltestegs 4 erreicht. Durch den Kreisbogenabschnitt 12 im Zusammenwirken mit der
Materialausdünnung 14 kann ein besonders flexibler Haltesteg 4 geschaffen werden.
[0026] Wie in Fig. 2 und 3 zu erkennen, weist die Grundplatte 2 zudem an ihrer Rückseite
16 eine Nut 15 auf, die eine Sollbruchstelle 17 in der Grundplatte 2 ausbildet. Entlang
der Sollbruchstelle 17 kann das Halteteil 1 entsprechend zerteilt werden. Das abgetrennte
Einzelteil kann beispielsweise als Distanzstück zum Einrichten des Abstands zwischen
den beiden angrenzenden Sichtprofilen 101, 102 verwendet werden. Vorteilhaft kann
damit das Halteteil 1 zudem gekürzt werden, falls es am Anfang oder Ende des Trassensystems
100 zur Anwendung kommt.
[0027] Wie in Fig. 3 außerdem erkannt werden kann, schließt die Grundplatte 2 in Längsrichtung
23 des Halteteils 1 beidseitig an den ersten Haltesteg 3 an. An den zweiten Haltesteg
4 schließt die Grundplatte 2 jedoch nur einseitig an. Dies ist insbesondere von Vorteil,
da auf der, dem Sichtprofil 102 zugewandten Seite des zweiten Haltestegs 4 aufgrund
dessen Flexibilität ein höherer Bedarf an Bewegungsfreiheit für den zweiten Haltesteg
4 besteht.
[0028] Die beiden Haltestege 3, 4 verlaufen zudem von der Grundplatte 2 aus voneinander
weg. Die Haltestege 3, 4 schließen demnach einen Vorspannwinkel 18 ein. Der erste
Haltesteg 3 steht der Grundplatte 2 senkrecht, also in rechtem Winkel ab. Der zweite
Haltesteg 4 ist demnach gegenüber dem ersten Haltesteg 3 um den Vorspannwinkel 18
geneigt. Dadurch kann der zweite Haltesteg 4 unter elastischer Vorspannung auf das
zu haltende zweite Sichtprofil 102 wirken.
[0029] Wie in Fig. 1 gezeigt, ist die Befestigungsöffnung 5 insbesondere derart in die Grundplatte
2 eingebracht, dass diese in Richtung des zweiten Haltestegs 4 schräg verläuft. Das
in die Befestigungsöffnung 5 eingebrachte Befestigungsmittel 6 kann demnach in einem
Winkel 20 zur Vertikalen in die Unterkonstruktion 6 eingebracht werden, wodurch sich
während der Befestigung eine Vortriebskraft des Halteils 1 ergibt. Durch diese Vortriebskraft
wird der zweite Haltesteg 4 automatisch vorgespannt, um den optimalen Bewegungsspielraum
für eine Ausdehnung oder Kontraktion der Sichtprofile 101, 102 zu schaffen. Diese
elastische Vorspannung lässt sich zwischen der Lage des Sichtprofils 102 und der Ruhelage
des Haltestegs 4 als Vorspannweg 21 erkennen.
[0030] Um diesen Vorspannweg 21 des zweiten Haltestegs 4 zu begrenzen, weist der erste Haltesteg
3 einen Montageanschlag 22 für das beweglich gelagerte Sichtprofil 102 auf. Während
des Vortriebs des Halteteils 1 durch das Befestigungsmittel 6 wird der Haltesteg 4
demnach nur so weit vorgespannt, bis das Sichtprofil am Montageanschlag 22 anschlägt.
Dadurch kann sichergestellt werden, dass der Haltesteg 4 stets im richtigen Ausmaß
vorgespannt ist, wodurch Standfestigkeit und Flexibilität des Halteteils 1 weiter
erhöht werden.
1. Halteteil zur Befestigung von Sichtprofilen (101, 102), mit einer Grundplatte (2),
die mindestens eine Befestigungsöffnung (5) für Befestigungsmittel (6) zur Montage
des Halteteils (1) aufweist, und mit zwei von der Grundplatte (2) abstehenden und
nebeneinander vorgesehenen Haltestegen (3, 4), die gegenläufig wirkend in eine Ausnehmung
(7) am jeweiligen Sichtprofil (101, 102) eingreifbar ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, dass einerseits für eine fixe Lagerung des ersten Sichtprofils (101) am Halteteil (1)
der erste Haltesteg (3) mit der Grundplatte (2) einen starren Strukturabschnitt (8)
am Halteteil (1) ausbildet und andererseits für eine bewegliche Lagerung des anderen
zweiten Sichtprofils (102) am Halteteil (1) der zweite Haltesteg (4) mit der Grundplatte
(2) einen elastischen Strukturabschnitt (9) am Halteteil (1) ausbildet.
2. Halteteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Haltesteg (4) unter elastischer Vorspannung in die Ausnehmung (7) am zweiten
Sichtprofil (102) eingreifbar ausgebildet ist.
3. Halteteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltestege (3, 4) gegenläufig wirkende Backen (11, 12) aufweisen, die in die
Ausnehmung (7) am jeweiligen Sichtprofil (101, 102) formschlüssig eingreifbar ausgebildet
sind.
4. Halteteil nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Backen (11, 12) im Querschnitt gleich ausgebildet sind.
5. Halteteil nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Backen (11, 12) eine im Querschnitt kreisbogenförmige Anlagefläche (10) für die
Ausnehmung (7) am jeweiligen Sichtprofil (101, 102) aufweisen.
6. Halteteil nach Anspruch 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltestege (3, 4) an ihren Backen (11, 12) enden.
7. Halteteil nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (2) eine Materialausdünnung (14) aufweist, an die der zweite Haltesteg
(4) anschließt.
8. Halteteil nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (2) in Längsrichtung (23) beidseitig an den ersten Haltesteg (3)
und einseitig an den zweiten Haltesteg (4) anschließt.
9. Halteteil nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Haltestege (3, 4) von der Grundplatte (2) voneinander weg verlaufend abstehen.
10. Halteteil nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Haltesteg (3) senkrecht von der Grundplatte (2) absteht.
11. Halteteil nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Halteteil (1) vor dem ersten Haltesteg (3) einen von der Grundplatte (2) abstehenden
Montageanschlag (22) für das zweite Sichtprofil (102) aufweist.
12. Halteteil nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsöffnung (5) einen dem zweiten Haltesteg (4) in Längsrichtung des
Halteteils (1) schräg zulaufenden Verlauf aufweist.
13. Halteteil nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (2) eine, insbesondere nutförmige, Sollbruchstelle (17) aufweist.
14. Terrassensystem mit mindestens zwei Sichtprofilen (101, 102) und mit mindestens einem
Halteteil (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13 zur Befestigung dieser Sichtprofile
(101, 102).