[0001] Die Erfindung betrifft eine Beleuchtungseinrichtung für ein Kraftfahrzeug mit zumindest
einer Beleuchtungsformungseinheit umfassend eine Lichtquelle und eine Zusatz-Optikeinheit,
sowie mit einem der Beleuchtungsformungseinheit in optischer Strahlrichtung nachgeschalteten
optisch wirksamen Bauteil.
[0002] Der Einsatz lumineszierender Materialien bei Kraftfahrzeugen und Scheinwerfern (z.B.
fluoreszierende oder phosphoreszierende Leuchtplatten, Kennzeichenbeleuchtung, Designblendenbeleuchtung
etc.) zum Erzielen spezifischer Beleuchtungs- und Designeffekte ist an sich bekannt.
[0003] Die
DE 102012018292 A1 offenbart ein Kraftfahrzeug, bei welchem eine oder mehrere von außerhalb des Kraftfahrzeugs
sichtbare Bauteilflächen als fluoreszierende und/oder phosphoreszierende Leuchtflächen
ausgebildet sind. Die phosphoreszierenden bzw. fluoreszierenden Substanzen sind entweder
auf den Bauteilflächen aufgebracht oder in das Bauteil eingebettet.
[0004] Die
DE 10338826 A1 offenbart Leuchten für einen Kraftfahrzeugscheinwerfer mit Bauteilen als Träger für
lumineszierende Pigmente, wobei die Bauteile nicht zur lichttechnischen Umsetzung
einer Lichtfunktion beitragen, sondern nur dekorativen Zwecken dienen.
[0005] Die
DE 102004045221 A1 offenbart eine Beleuchtungsvorrichtung für ein Nummernschild, bei welcher die Ausleuchtung
des Kennzeichens mit Hilfe von durch Fluoreszenzsubstanzen erzeugtem Fluoreszenzlicht
erfolgt.
[0006] Die
EP 1577609 B1 offenbart einen Fahrzeugscheinwerfer mit einer Signaleinrichtung mit einer Leuchtstoffbeschichtung,
wobei die Oberflächen einer Lichtleitplatte mit einem fluoreszierenden Lack versehen
sind.
[0007] Die
DE 2361569 A1 offenbart sehr allgemein die Verwendung von fluoreszierenden, phosphoreszierenden
und reflektierenden Substanzen als Beimischung zu einem spritzgießbaren Kunststoffmaterial,
um damit Signal- und Warnmittel als Markierung oder Kennzeichnung von Fahrzeugen zu
erzeugen.
[0008] Es ist eine Aufgabe der Erfindung, eine Beleuchtungseinrichtung mit speziellen Beleuchtungseffekten
zur Verfügung zu stellen; insbesondere ist es eine Aufgabe der Erfindung, eine Beleuchtungseinrichtung
bereitzustellen, bei der das visuelle Erscheinungsbild nach dem Deaktivieren der eigentlichen
Lichtfunktion weiterhin gleichbleibend ist (Stylingeffekt, Nachglimmen) und mit der
eine zusätzliche Homogenisierung des Lichtaustritts erreicht wird.
[0009] Diese Aufgabe wird durch eine Beleuchtungseinrichtung wie eingangs genannt gelöst,
welche erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet ist, dass die Lichtquelle oder die Zusatz-Optikeinheit
zumindest teilweise Pigmente aus zumindest einem lumineszierenden Material umfassen,
und dass das optisch wirksame Bauteil den Lichtaustritt homogenisiert.
[0010] Im Gegensatz zum genannten Stand der Technik ist bei der Erfindung das lumineszierende
Element, d.h. die Lichtquelle oder die Zusatz-Optikeinheit, ein Teil im Inneren der
Beleuchtungseinrichtung, das nach außen hin durch das optisch wirkende Bauteil abgetrennt
und daher von außen nicht direkt sichtbar ist. Aufgrund dessen ist das visuelle Erscheinungsbild
dank der Erfindung nach dem Deaktivieren der Lichtfunktion weiterhin gleichbleibend.
In anderen Worten ausgedrückt, folgt das Erscheinungsbild des Nachglimmens dem der
eigentlichen Lichtfunktion der Beleuchtungseinrichtung, z.B. Signallicht (Tagfahrlicht
oder Begrenzungslicht) oder Abblendlicht. Das emittierte (Lumineszenz)Licht wird über
das optisch wirksame Bauteil bzw. über die Zusatz-Optikeinheit noch weiter geformt
bzw. zerstreut, weshalb außerdem eine zusätzliche Homogenisierung des austretenden
(Lumineszenz)Lichts erreicht wird.
[0011] Im oben genannten Stand der Technik hingegen ist das Erscheinungsbild im aktivierten
und deaktivierten Zustand der Lichtfunktion unterschiedlich bzw. nicht homogen, weil
das lumineszierende Material nicht Bestandteil eines optischen Elements (Lichtquelle
wie z.B. ein Lichtleiter oder eine LED; Zusatzoptikeinheit wie z.B. ein Reflektor)
ist und/oder für einen außenstehenden Betrachter direkt sichtbar ist.
[0012] Gemäß der Erfindung soll eine vorgegebene Lichtsignatur homogen ausgeleuchtet und
mit einem markanten Stylingeffekt versehen werden.
[0013] Der Begriff "optisch wirksames Bauteil, das den Lichtaustritt homogenisiert" bezieht
sich auf ein Bauteil, das den Lichtaustritt derart homogenisiert, dass bei aktivierter
Lichtquelle bzw. bei Emission von Licht durch die lumineszierenden Pigmente nach dem
Deaktivieren der Lichtquelle ein hinter dem Bauteil liegender Bereich der Beleuchtungseinrichtung
nicht direkt sichtbar ist, d.h. der direkte Blick auf den hinter dem Bauteil liegenden
Bereich wird verwehrt. Das "optisch wirksames Bauteil" kann, wie unten näher beschrieben,
zum Beispiel eine Abbildungslinse, eine Zwischenlichtscheibe oder eine Dickwandoptik
sein; es kann jedoch auch aus mehreren Komponenten zusammengesetzt sein (z.B. ein
Linsensystem aus mehreren Linsen), die zusammenwirkend die lichthomogenisierende Funktion
erfüllen. Das optisch wirksame Bauteil wirkt zudem lichtformend, um die geforderte
Lichtfunktion korrekt darzustellen und die räumliche Sichtbarkeit von Lichtfunktionen
sicherzustellen.
[0014] Um den Nachglimmeffekt anhand der Lichtfunktion der Beleuchtungseinrichtung (z.B.
eine Signallichtfunktion) darzustellen, werden nun erfindungsgemäß die Lichtquelle
oder die Zusatz-Optikeinheit zumindest teilweise mit Pigmenten aus zumindest einem
lumineszierenden Material versehen. Das lumineszierende Material ist zweckmäßigerweise
aus einem fluoreszierenden Material oder einem phosphoreszierenden Material ausgewählt.
Die Begriffe "Lumineszenz/lumineszierend", "Phosphoreszenz/phosphoreszierend" und
"Fluoreszenz/fluoreszierend" sowie deren Funktionsprinzip, nämlich die Emission von
optischer Strahlung beim Übergang von einem angeregten Zustand zurück in den Grundzustand,
werden als notorisch bekannt vorausgesetzt. Die Fluoreszenz und die Phosphoreszenz
sind besondere Formen der Lumineszenz, wobei die Fluoreszenz rasch abklingt, wohingegen
die Phosphoreszenz noch längere Zeit nachglimmt. Repräsentative Beispiele für lumineszierende/phosphoreszierende
Materialien sind die Pigmente 50101 (grün, für hohe Leuchtdichte), 50105 (grün, geringe
Leuchtdichte aber sehr geringe Pigmentgröße) und 50034 (blau) der Firma Honeywell.
[0015] Der hierin verwendete Ausdruck "die Pigmente aus dem zumindest einen lumineszierenden
Material weisen eine signalgebende Wirkung auf" bedeutet, dass die Lumineszenz bzw.
das Erscheinungsbild des Nachglimmens nach dem Deaktivieren der Lichtfunktion der
Beleuchtungseinrichtung dem der Lichtfunktion (z.B. Signallicht, Abblendlicht) folgt,
d.h. dass das Erscheinungsbild der Beleuchtungseinrichtung bei aktivierter und deaktivierter
Lichtfunktion für einen außenstehenden Betrachter vorzugsweise im Wesentlichen gleich
ist. Dies ist von der Wahl der Pigmente sowie von deren Menge abhängig, wobei ein
Fachmann auf dem Gebiet aufgrund seines Fachwissens, seines Könnens und mit Hilfe
einfacher Routineversuche dazu in der Lage ist, entsprechende Pigmente bzw. lumineszierende
Materialien auszuwählen und deren Menge zu bemessen. Die Lichtverteilung von Beleuchtungseinrichtungen
(z.B. ein Signallicht wie ein Begrenzungslicht oder ein Tagfahrlicht, Abblendlicht)
unterliegt üblicherweise gesetzlichen Anforderungen, die dem Fachmann notorisch bekannt
sind.
[0016] Durch die Wahl des lumineszierenden Materials (hierin auch als Luminophor oder Leuchtstoff
bezeichnet) kann ferner die Farbe der Lumineszenz entsprechend der Position am Kraftfahrzeug
angepasst werden und es können dadurch verschiedene Farbeindrücke generiert werden.
Der Farbbereich hängt von der Lichtfunktion ab und unterliegt gesetzlichen Vorgaben,
z.B. die derzeit geltenden ECE- bzw. SAE-Regelungen. Fahrtrichtungsanzeiger erfüllen
eine Signallichtfunktion und müssen nach derzeit geltenden Vorgaben im Gelb-Bereich
liegen, unabhängig davon, ob sie an der Fahrzeugfront, am Fahrzeugheck oder als Seitenmarkierungsleuchte
z.B. am Außenspiegel angebracht sind. Schlussleuchten, Bremsleuchten, Nebelschlussleuchten
und hintere Parkleuchten liegen im Rot-Bereich, während Tagfahrleuchten, vordere Begrenzungs-
oder Umrissleuchten und vordere Parkleuchten nach derzeit geltenden Regelungen im
Weiß-Bereich liegen. Der Blau-Bereich ist für Einsatzfahrzeuge vorgesehen. Die Auswahl
geeigneter Luminophore liegt wie erwähnt im Wissen eines Fachmanns auf dem Gebiet.
[0017] Bei bestimmten Weiterbildungen können die Pigmente zwei oder mehrere unterschiedliche
lumineszierende Materialien umfassen. Zum Beispiel können die jeweiligen Materialien
ein unterschiedliches Anregungsspektrum aufweisen. Beispielsweise kann ein Material
durch Licht im sichtbaren Wellenlängenbereich und ein weiteres Material durch Licht
im nicht-sichtbaren Wellenlängenbereich zur Emission von Lumineszenz (Fluoreszenz,
Phosphoreszenz) angeregt werden. Beispielsweise kann mit einer Blaulicht-emittierenden
LED oder einem Blaulicht-emittierenden Lasergezielt ein rötlicher Leuchtstoff und
durch eine UV-LED ein bläulicher Leuchtstoff angeregt werden.
[0018] Bei bestimmten Ausführungsformen ist die Lichtquelle als Lichtleiter oder als LED
ausgebildet und die Zusatz-Optikeinheit ist als Reflektor mit einer lichtreflektierenden
Oberfläche ausgebildet, wobei der Lichtleiter oder der Reflektor zumindest teilweise
Pigmente aus zumindest einem lumineszierenden Material umfassen. Die Pigmente aus
dem zumindest einen lumineszierenden Material weisen vorteilhafterweise eine signalgebende
Wirkung auf.
[0019] Es hat sich bei diesen Ausführungsformen in der Praxis als günstig erwiesen, wenn
das optisch wirksame Bauteil eine Zwischenlichtscheibe oder eine Dickwandoptik ist.
Der Aufbau, die Ausgestaltung und die Anordnung einer Zwischenlichtscheibe bzw. einer
Dickwandoptik erfolgen nach dem einschlägigen Fachmann hinlänglich bekannten Prinzipien.
[0020] Die Erfüllung der Lichtfunktion (z.B. Tagfahrlicht oder Begrenzungslicht) wird bei
bestimmten Varianten mittels eines Lichtleiters erreicht. Der Lichtleiter ist typischerweise
stabförmig mit einer Lichteinkoppelfläche auf einer Stirnseite und einer quer zur
Längsachse abstrahlenden Lichtaustrittsfläche. Der Lichtaustritt wird durch eine Vielzahl
an Umlenkprismen erreicht, die gegenüberliegend der Lichtaustrittsfläche auf der Mantelfläche
des Lichtleiters angeordnet sind und der Längsachsenrichtung folgen. Hinter dem Lichtleiter
wird noch ein Reflektor angeordnet, der Licht, welches nach hinten aus dem Lichtleiter
austritt, mittels seiner lichtreflektierenden Oberfläche einfängt und nutzbringend
nach vorne (d.h. in optischer Strahlrichtung) lenkt.
[0021] Bei einer Ausführung sind die Pigmente aus dem zumindest einen lumineszierenden Material
in Form einer lumineszierenden Schicht zumindest bereichsweise auf der lichtreflektierenden
Oberfläche des Reflektors aufgebracht. Vorzugweise ist die gesamte lichtreflektierende
Oberfläche des Reflektors mit den Pigmenten beschichtet.
[0022] Bei einer weiteren Ausführung sind die Pigmente aus dem zumindest einen lumineszierenden
Material zumindest bereichsweise in den Reflektor eingebettet. Hierbei kann der Reflektor
bereits bei der Herstellung mit den Pigmenten dotiert werden; z.B. kann der Reflektor
aus einem Pigment-dotierten Kunststoffmaterial hergestellt sein.
[0023] Bei noch einer weiteren Ausführung sind die Pigmente aus dem zumindest einem lumineszierenden
Material zumindest bereichsweise in den Lichtleiter eingebettet. Hierbei kann der
Lichtleiter bereits bei der Herstellung mit den Pigmenten dotiert werden; z.B. kann
der Lichtleiter aus einem Pigment-dotierten lichtleitenden Kunststoffmaterial wie
z.B. PMMA oder Polycarbonat hergestellt sein.
[0024] Die Anregung/Aktivierung der Pigmente zur Emission von Lumineszenz kann bei einer
Weiterbildung durch das durch eine erste Lichtquelle in den Lichtleiter eingekoppelte
und durch den Lichtleiter ausgestrahlte Licht erfolgen, d.h. die Anregung erfolgt
durch das Licht bei aktivierter Lichtfunktion der Beleuchtungseinrichtung.
[0025] Bei einer weiteren Variante kann die Anregung/Aktivierung der Pigmente zur Emission
von Lumineszenz aktiv durch zusätzliche Lichtquellen erfolgen. Die Beleuchtungseinrichtung
kann daher zumindest eine weitere Lichtkomponente aufweisen, welche die Pigmente zur
Emission von Lumineszenz anregt. Die Lichtkomponente kann dabei zumindest eine Lichtquelle
für sichtbares Licht und/oder zumindest eine Lichtquelle für nicht sichtbares Licht,
insbesondere UV-Licht, umfassen. Die Lichtquelle kann beispielsweise eine LED, aber
auch ein Laser sein. Bei einer Untervariante umfasst die Lichtkomponente zumindest
eine Lichtquelle für sichtbares Licht und zumindest eine Lichtquelle für nicht sichtbares
Licht, insbesondere UV-Licht. Mit Vorteil ist die zumindest eine Lichtkomponente am
Lichtleiter positioniert. Vorzugsweise ist sie an zumindest einer Stirnfläche des
Lichtleiters positioniert. Da der Nachglimmeffekt bei lumineszenten Stoffen mit der
Zeit abnimmt, kann es in einem spezifischen Beispiel zweckmäßig sein, den Nachglimmeffekt
durch aktive Beleuchtung durch die zusätzliche Lichtquelle mit nicht-sichtbarem Licht
länger als natürlich gegeben und zeitlich kontrolliert aufrecht zu halten. Die Erfindung
kann auch beim Einschalten für spezielle Beleuchtungseffekte genutzt werden. Beispielsweise
kann beim Öffnen des Kraftfahrzeugs mittels einer Fernbedienung zuerst die Lichtquelle
für das nicht-sichtbare Licht aktiviert, welches die Lumineszenzschicht der Beleuchtungseinrichtung
zur Emission von Lumineszenz anregt und auf diese Weise zu einem Glimmen führt; wenig
später wird dann die Beleuchtungseinrichtung (z.B. Tagfahrlicht, Begrenzungslicht)
mit der eigentlichen Lichtfunktion (z.B. Leuchtstab, Reflektor) hochgedimmt.
[0026] Vorzugsweise weist der Reflektor an seiner lichtreflektierenden Oberfläche lichthomogenisierende
Strukturen auf, vorzugsweise rillenförmige Strukturen, um die Inhomogenität des Lichtleiters
bzw. der LED zu kaschieren. Um die Leuchtdichte weiter zu homogenisieren bzw. um die
leuchtende Fläche zu vergrößern ist dem Lichtleiter/LED in optischer Strahlrichtung
wie oben beschrieben ein optisch wirksames Bauteil nachgeschaltet.
[0027] Bei einer weiteren Ausführungsform der Beleuchtungseinrichtung ist die Beleuchtungsformungseinheit
als eine Kollimatoroptik ausgebildet, wobei die Zusatz-Optikeinheit einen Kollimator
aufweist, wobei der Kollimator (Primäroptik) zumindest teilweise Pigmente aus zumindest
einem lumineszierenden Material umfasst. Beleuchtungseinrichtungen, die auf einer
Kollimatoroptik basieren, und deren konstruktiver Aufbau sind dem einschlägigen Fachmann
hinlänglich bekannt. Das optisch wirksame Bauteil ist bei dieser Ausführungsform zweckmäßigerweise
eine Abbildungslinse (Sekundäroptik). Bei Weiterbildungen kann die Abbildungslinse
nach an sich bekannter Art mit zusätzlichen Mitteln, welche die Homogenisierung des
Lichtaustritts verstärken, versehen werden, beispielsweise mit Mikrostrukturen.
[0028] Die Pigmente sind vorzugsweise auf Umlenkflankenbereichen des Kollimators aufgebracht
oder in diese eingebettet. Die Umlenkflankenbereiche befinden sich auf der Rückfläche
des Kollimators. Die Pigmente sind daher bei einer Variante auf der Rückfläche des
Kollimators, dort, wo sich die Umlenkflankenbereiche befinden, als Oberflächenschicht
aufgebracht. Bei der anderen Variante können die Pigmente lokal in die Umlenkflankenbereiche
eingebettet sein.
[0029] Die aufgebrachten oder eingebetteten Pigmente aus dem zumindest einen lumineszierenden
Material weisen mit Vorteil eine signalgebende Wirkung auf.
[0030] Zweckmäßigerweise bildet das von der erfindungsgemäßen Beleuchtungseinrichtung ausgesandte
Licht die Lichtverteilung eines Signallichts, insbesondere eines Tagfahrlichts oder
eines Begrenzungslichts oder eines Fahrtrichtungsanzeigers, oder eines Abblendlichts
und/oder Fernlichts, wobei die Lichtverteilung der jeweiligen Lichter wie oben erwähnt
gesetzlichen Anforderungen unterliegt, die dem Fachmann bekannt sind.
[0031] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Kraftfahrzeugscheinwerfer, der zumindest
ein eine erfindungsgemäße Beleuchtungseinrichtung wie hierin offenbart umfasst. Moderne
Kraftfahrzeugscheinwerfer weisen häufig mehrere Lichtmodule auf, die für sich genommen
oder im Zusammenwirken einzelne Lichtfunktionen übernehmen können. Diese Lichtmodule
sind häufig in unmittelbarer Nähe zueinander in einem Scheinwerfergehäuse angeordnet.
[0032] Zweckmäßigerweise ist der Kraftfahrzeugscheinwerfer nach an sich bekannten Scheinwerferbauprinzipien
aufgebaut und umfasst ein Gehäuse mit einer Lichtaustrittsöffnung, die mit einer Abschlussscheibe
verdeckt ist, wobei die zumindest eine Beleuchtungseinrichtung (sowie gegebenenfalls
die weiteren vorgesehenen Lichtmodule) in dem Gehäuse angeordnet sind.
[0033] Ist die erfindungsgemäße Beleuchtungseinrichtung eine Signalleuchte, so kann sie
beispielsweise so ausgestaltet oder angeordnet sein, dass sie der Linsenapertur eines
Lichtmoduls oder bestimmten Designlinien folgt.
[0034] Der Kraftfahrzeugscheinwerfer kann beispielsweise die Form eines Frontscheinwerfers
haben. Der Aufbau eines Frontscheinwerfers ist dem einschlägigen Fachmann bekannt.
Frontscheinwerfer umfassen häufig mehrere Lichtmodule, z.B. eine Tagfahrlichteinheit,
eine Abblendlichteinheit, eine Fernlichteinheit, eine Fahrtrichtungszeigereinheit
etc. Dementsprechend können die jeweiligen Lichtmodule des Frontscheinwerfers die
Lichtverteilung einer Tagfahrleuchte, eines Abblendlichts, eines Fernlichts, eines
Fahrtrichtungsanzeigers usw. bilden. Ein erfindungsgemäßer Frontscheinwerfer umfasst
daher neben den an sich bekannten Lichtmodulen noch zumindest eine erfindungsgemäße
Beleuchtungseinrichtung. Der Kraftfahrzeugscheinwerfer kann in einem anderen Beispiel
eine Heckleuchte sein. Der Aufbau einer Heckleuchte ist dem einschlägigen Fachmann
bekannt. Heckleuchten umfassen häufig mehrere Lichtmodule, z.B. eine Schlußleuchteneinheit,
eine Bremsleuchteneinheit, eine Fahrtrichtungsanzeigereinheit etc. Dementsprechend
können die jeweiligen Lichtmodule der Heckleuchte die Lichtverteilung eines Schlußlichts,
eines Bremslichts, eines Fahrtrichtungsanzeigers usw. bilden. Eine erfindungsgemäße
Heckleuchte umfasst daher neben den an sich bekannten Lichtmodulen noch zumindest
eine erfindungsgemäße Beleuchtungseinrichtung.
[0035] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von nicht einschränkenden Beispielen und beiliegenden
Zeichnungen näher beschrieben, wobei die Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch eine Ausführungsform einer Beleuchtungseinrichtung gemäß
der Erfindung,
Fig. 2 einen Schnitt durch eine weitere Ausführungsform einer Beleuchtungseinrichtung
gemäß der Erfindung,
Fig. 3 den Leuchteindruck der Beleuchtungseinrichtung aus Fig. 1 von vorne gesehen
(Ansicht ohne Zwischenlichtscheibe),
Fig. 4 eine Anordnung mit einem Lichtleiter mit darin eingebetteten lumineszierenden
Partikeln,
Fig. 5a einen Schnitt durch Fig. 3 entlang der Linie A-A mit einer Detailansicht zur
Anregung der Lumineszenz durch das Lichtleiterlicht,
Fig. 5b einen Schnitt durch Fig. 3 entlang der Linie A-A mit einer Detailansicht zur
Lumineszenz,
Fig. 6a einen Schnitt durch eine weitere Ausführungsform einer Beleuchtungseinrichtung
gemäß der Erfindung mit Kollimatoroptik, mit einer Detailansicht zur Anregung der
Lumineszenz durch die Kollimatoroptik, und
Fig. 6b den Schnitt aus Fig. 6a mit einer Detailansicht zur Lumineszenz.
[0036] Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Beleuchtungseinrichtung, hier
eine Signalleuchte 1 für ein Kraftfahrzeug. Die Signalleuchte 1 umfasst einen im Wesentlichen
stabförmigen Lichtleiter 20 und einen hinter dem Lichtleiter 20 angeordneten Reflektor
10. Die lichtreflektierende Oberfläche des Reflektors 10 ist mit einer lumineszierenden
Schicht 12 bedeckt. Die lumineszierende Schicht 12 ist aus Pigmenten aus einem lumineszierenden
Material (oder auch mehreren lumineszierenden Materialien) zusammengesetzt. Im gezeigten
Beispiel handelt es sich um Pigmente aus einem phosphoreszierenden Material. Die Schicht
12 kann jedoch auch aus fluoreszierenden Pigmenten oder aus einer Mischung von mehreren
unterschiedlichen lumineszierenden (fluoreszierenden und/oder phosphoreszierenden)
Materialien/Pigmenten zusammengesetzt sein. Die Signalleuchte 1 weist ferner eine
dem Lichtleiter 20 in optischer Strahlrichtung nachgeschaltete
[0037] Zwischenlichtscheibe 30 auf. Die Zwischenlichtscheibe 30 ist nach an sich bekannten
Prinzipien ausgeführt und wirkt lichtformend, stellt die räumliche Sichtbarkeit von
Signallichtfunktionen sicher, homogenisiert die Leuchtdichte und verhindert den direkten
Einblick von außen auf die dahinter liegenden Komponenten (Lichtleiter 20, Reflektor
10). Die Zwischenlichtscheibe 30 kann klar oder "milchig" sein.
[0038] Der Lichtaustritt aus dem Lichtleiter 20 wird durch eine Vielzahl an Umlenkprismen
21 erreicht, die gegenüberliegend der Lichtaustrittsfläche auf der Mantelfläche des
Lichtleiters 20 angeordnet sind und der Längsachsenrichtung folgen (siehe auch Fig.
3). Der Reflektor 10 lenkt das Licht, welches nach hinten aus dem Lichtleiter 20 austritt,
mittels seiner lichtreflektierenden Oberfläche nutzbringend nach vorne. Der nach vorne
in Strahlrichtung gerichtete Lichtabstrahlkegel 25 aus dem Lichtleiter 20 sowie der
Lichtabstrahlkegel 24 aus dem Lichtleiter 20 nach hinten in Richtung Reflektor 10
sind in Fig. 1 schematisch dargestellt. Das durch den Lichtabstrahlkegel 24 dargestellte
Licht 24 aus dem Lichtleiter 20 regt die lumineszierende Pigmentschicht 12 zur Emission
von Lumineszenzlicht 15 an (durch Pfeile 15 schematisch dargestellt).
[0039] Die Signalleuchte 1 ist in einem Kraftfahrzeugscheinwerfer angeordnet, der nach an
sich bekannten Scheinwerferbauprinzipien aufgebaut ist und ein Gehäuse mit einer Lichtaustrittsöffnung,
die mit einer Abschlussscheibe verdeckt ist, umfasst. In Fig. 1 ist nur die Abschlussscheibe
50 schematisch eingezeichnet. Der Kraftfahrzeugscheinwerfer weist neben der Signalleuchte
nach an sich bekannter Art noch ein oder mehrere Lichtmodule auf.
[0040] Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch eine weitere erfindungsgemäße Beleuchtungseinrichtung,
hier eine Signalleuchte 2. Der Aufbau der Signalleuchte 2 entspricht dem Aufbau der
Signalleuchte aus Fig. 1, mit dem einzigen Unterschied, dass sie anstelle einer Zwischenlichtscheibe
30 eine in optischer Strahlrichtung nachgeschaltete Dickwandoptik 40 aufweist. Das
vom Lichtleiter 20 ausgestrahlte Licht 25 wird durch die Dickwandoptik 40 geformt
und homogenisiert. Die Dickwandoptik 40 ist ebenfalls nach an sich bekannten Prinzipien
ausgeführt und wirkt lichtformend, stellt die räumliche Sichtbarkeit von Signallichtfunktionen
sicher, homogenisiert die Leuchtdichte und verhindert den direkten Einblick von außen
auf die dahinter liegenden Komponenten (Lichtleiter 20, Reflektor 10). In Bezug auf
alle anderen Komponenten der Signalleuchte 2 (d.h. Lichtleiter 20, Reflektor 10, lumineszierende
Schicht 12 etc.) wird auf die obige Beschreibung der Signalleuchte 1 (Fig. 1) verwiesen.
[0041] In Fig. 3 ist der Leuchteindruck der Signalleuchte 1 aus Fig. 1 in Vorderansicht
und ohne Zwischenlichtscheibe 30 dargestellt. Das von einer Lichtquelle 22, z.B. eine
450nm-Laserdiode oder InGaN(Indiumgalliumnitrid)-LEDs, erzeugte Licht tritt an einer
Stirnseite 26 des im Wesentlichen stabförmigen und einer Designlinie folgenden Lichtleiters
20 ein. Die Farbemission der Lichtquelle 22 ist auf die entsprechende Signallichtfunktion
abgestimmt. Ist die Lichtquelle 22 als Laserdiode ausgebildet, dann wird, um das Laserlicht
für eine KFZ-Beleuchtungseinrichtung nutzbar zu machen, dabei mit dem Laserlicht ein
Leuchtelement, ein sog. Phosphor-Konverter, bestrahlt, der dadurch zur Abstrahlung
von sichtbarem Licht angeregt wird; der Phosphor-Konverter ist dabei auf die gewünschte
Farbe der Signallichtfunktion abgestimmt. Dazu sind verschiedene Materialien bekannt
bzw. in Verwendung. InGaN-LEDs sind zum Beispiel in blau, gelb, rot oder UV erhältlich.
Der Lichtaustritt aus dem Lichtleiter 20 wird durch eine Vielzahl an Umlenkprismen
21' erreicht, die gegenüberliegend der Lichtaustrittsfläche auf der Mantelfläche des
Lichtleiters 20 angeordnet sind und der Längsachsenrichtung folgen (die Striche 21'
symbolisieren die durchscheinenden, d.h. von vorne sichtbaren, Kanten der Umlenkprismen
21). Das aus dem Lichtleiter 20 austretende und nach hinten auf den Reflektor 10 auftreffende
Licht 24 trifft wie oben beschrieben auf die lumineszierende Schicht 12 aus phosphoreszierenden
Pigmenten auf, wodurch die Pigmente zur Emission von Lumineszenz 15 (Phosphoreszenz)
angeregt werden. Der Reflektor 10 weist an seiner lichtreflektierenden Oberfläche
zudem lichthomogenisierende rillenförmige Strukturen 13 auf, welche die Inhomogenität
des Lichtleiters 20 kaschieren.
[0042] Fig. 4 zeigt eine alternative Ausführungsform der Erfindung, bei der die lumineszierenden
Pigmente 11 nicht wie in den übrigen Figuren gezeigt als lumineszierende Schicht auf
dem Reflektor aufgebracht, sondern in den Lichtleiter 20, der wie beschrieben eine
Vielzahl an Umlenkprismen 21 aufweist, eingebettet sind. Hierfür wird der Lichtleiter
20 bereits bei der Herstellung mit den lumineszierenden Pigmenten 11 dotiert; z.B.
kann der Lichtleiter 20 aus einem Pigment-dotierten lichtleitenden Kunststoffmaterial
wie z.B. PMMA oder Polycarbonat hergestellt sein. Dem Lichtleiter 20 ist, so wie in
Fig. 2 dargestellt, eine Dickwandoptik 40 in optischer Strahlrichtung des aus der
Signalleuchte austretenden Lichts nachgeschaltet. An oder in unmittelbarer Nähe einer
Stirnseite des Lichtleiters 20 sind Lichtquellen 22 und 23 angeordnet. Bei der Lichtquelle
22 als Primärlichtquelle handelt es sich beispielsweise um eine 450nm-Laserdiode oder
um Indiumgalliumnitrid(InGaN)-LEDs, deren Farbemission auf die entsprechende Signallichtfunktion
abgestimmt ist. Die Lichtquellen 23 können beispielsweise UV-LEDs oder 405nm-Laserdioden
(sichtbares Licht im blauen Wellenlängenbereich) sein. Sind die Lichtquelle 22 bzw.
die Lichtquellen 23 als Laserdiode ausgebildet, dann wird, um das Laserlicht für eine
KFZ-Beleuchtungseinrichtung nutzbar zu machen, dabei mit dem Laserlicht ein Leuchtelement,
ein sog. Phosphor-Konverter, bestrahlt, der dadurch zur Abstrahlung von sichtbarem
Licht angeregt wird; der Phosphor-Konverter ist dabei auf die gewünschte Farbe der
Signalfunktion abgestimmt. Dazu sind verschiedene Materialien bekannt bzw. in Verwendung.
InGaN-LEDs sind zum Beispiel in blau, gelb, rot oder UV erhältlich. Bei dieser Ausführungsform
erfolgt die Anregung/Aktivierung der lumineszierenden Pigmente 11, alternativ oder
zusätzlich zur Lichtquelle 22, durch die Lichtquellen 23. Durch aktive Beleuchtung
durch die zusätzlichen Lichtquellen mit nicht-sichtbarem UV-Licht kann beispielsweise
der Nachglimmeffekt länger als natürlich und zeitlich kontrolliert aufrechterhalten
werden. Beim Einschalten der Signalleuchte kann diese Variante außerdem für spezielle
Beleuchtungseffekte genutzt werden. Beispielsweise wird beim Öffnen des Kraftfahrzeugs
mittels einer Fernbedienung zuerst die Lichtquelle 23 für das nicht-sichtbare UV-Licht
bzw. für das blaue 405nm-Licht aktiviert, welche die eingebetteten Pigmente 11 zur
Emission von Lumineszenz anregt und auf diese Weise zu einem Glimmen führt; wenig
später wird dann die Signalleuchte (Tagfahrlicht, Begrenzungslicht) mit der eigentlichen
Lichtfunktion durch Einschalten der Lichtquelle 22 für sichtbares Licht hochgedimmt.
Bei vorteilhaften Weiterbildungen können die eingebetteten Pigmente 11 zwei oder mehrere
unterschiedliche lumineszierende Materialien umfassen. Zum Beispiel können die jeweiligen
Materialien ein unterschiedliches Anregungsspektrum aufweisen. Beispielsweise kann
ein erstes Material durch die Lichtquelle 22, die Licht im sichtbaren Wellenlängenbereich
ausstrahlt, und ein weiteres Material durch die Lichtquellen 23, die Licht im nicht-sichtbaren
Wellenlängenbereich (z.B. UV) ausstrahlen können, zur Emission von Lumineszenz (Fluoreszenz,
Phosphoreszenz) angeregt werden.
[0043] Fig. 5a zeigt einen Schnitt durch Fig. 3 entlang der Linie A-A mit einer Detailansicht
hinsichtlich der Anregung der lumineszierenden Schicht 12, die auf dem Reflektor 10
angeordnet ist, durch das vom Lichtleiter 20 nach hinten in Richtung Reflektor 10
ausgestrahlte Licht 24 (siehe auch Beschreibung zu Fig. 1 und Fig. 3). Die emittierte
Lumineszenz 15 wird mittels des Reflektors 10 in Strahlrichtung des aus der Signalleuchte
1 austretenden Lichts 25 gelenkt.
[0044] Fig. 5b zeigt einen Schnitt durch Fig. 3 entlang der Linie A-A mit einer Detailansicht
hinsichtlich der Lumineszenz 15, die von der lumineszierenden Schicht 12 nach dem
Deaktivieren der durch den Lichtleiter 20 bewirkten eigentlichen Signallichtfunktion
emittiert wird. Im konkreten Beispiel ist die lumineszierende Schicht 12 wie oben
erwähnt aus Pigmenten aus einem phosphoreszierenden Material zusammengesetzt. Fig.
5b veranschaulicht daher das für einen außenstehenden Betrachter sichtbare "Nachglimmen"
aufgrund der, durch die Schicht 12 emittierten Phosphoreszenz 15.
[0045] Fig. 6a zeigt einen Schnitt durch eine weitere Ausführungsform einer Beleuchtungseinrichtung
3 gemäß der Erfindung mit Kollimatoroptik, mit einer Detailansicht zur Anregung der
Lumineszenz durch die Kollimatoroptik. Die Beleuchtungseinrichtung 3 umfasst als Primäroptik
eine Kollimatoroptik mit einer Lichtquelle 22a in Form einer LED für sichtbares Licht
und einem Kollimator 60. Der Kollimator 60 ist nach an sich bekannten Prinzipien aufgebaut
und weist einen Einspeisebereich 61 für das von der Lichtquelle 22a ausgestrahlte
Licht, eine Lichtaustrittsfläche 63 sowie Umlenkflankenbereiche 62, an denen das Licht
nach vorne in Richtung Lichtaustrittsfläche 63 gelenkt wird, auf. Die Primärabstrahlung
nach Austritt des Lichts aus der Primäroptik (Kollimatoroptik) ist durch das Referenzzeichen
66 gekennzeichnet. Auf den Umlenkflankenbereichen 62 des Kollimators 60 ist eine lumineszierende
Schicht 12 aus Pigmenten aus einem lumineszierenden Material (oder auch mehreren lumineszierenden
Materialien) aufgebracht. Alternativ dazu können die Pigmente auch lokal in die Umlenkflankenbereiche
62 eingebettet sein (nicht gezeigt). Im gezeigten Beispiel handelt es sich um Pigmente
aus einem phosphoreszierenden Material. Die Schicht 12 kann jedoch auch aus fluoreszierenden
Pigmenten oder aus einer Mischung von mehreren unterschiedlichen lumineszierenden
(fluoreszierenden und/oder phosphoreszierenden) Materialien/Pigmenten zusammengesetzt
sein. Die Beleuchtungseinrichtung 3 weist ferner eine der Kollimatoroptik (Primäroptik)
in optischer Strahlrichtung nachgeschaltete Abbildungslinse 65 (Sekundäroptik) auf.
Die Abbildungslinse 65 verhindert den direkten Einblick von außen auf den dahinter
liegenden Bereich und homogenisiert die Leuchtdichte bzw. den Lichtaustritt. Bei Weiterbildungen
kann die Abbildungslinse nach an sich bekannter Art mit zusätzlichen Mitteln, welche
die Homogenisierung des Lichtaustritts weiter verstärken, versehen werden, beispielsweise
mit Mikrostrukturen. Die Lichtverteilung der Beleuchtungseinrichtung 3 ist mit dem
Referenzzeichen 66' gekennzeichnet. Anstelle einer einzelnen Abbildungslinse 65 kann
als Sekundäroptik natürlich auch ein (nicht dargestelltes) Linsensystem eingesetzt
werden, welches die den Lichtaustritt homogenisierende Funktion erfüllt. Die Anregung
der lumineszierenden Schicht 12 zur Emission von Lumineszenz 15 erfolgt durch das
von der Lichtquelle 22a ausgestrahlte und an den Umlenkflankenbereichen 62 umgelenkte
Licht. Die emittierte Lumineszenz 15 tritt durch den Kollimator 60 und die Abbildungslinse
65 nach außen.
[0046] Fig. 6b zeigt den Schnitt aus Fig. 6a mit einer Detailansicht hinsichtlich der Lumineszenz
15, die von der lumineszierenden Schicht 12 nach dem Deaktivieren der durch die Kollimatoroptik
(Lichtquelle 22a, Kollimator 60) bewirkten Lichtfunktion emittiert wird. Im konkreten
Beispiel ist die lumineszierende Schicht 12 wie oben erwähnt aus Pigmenten aus einem
phosphoreszierenden Material zusammengesetzt. Fig. 6b veranschaulicht daher das für
einen außenstehenden Betrachter sichtbare "Nachglimmen" aufgrund der, durch die Schicht
12 emittierten Phosphoreszenz 15.
1. Beleuchtungseinrichtung (1, 2, 3) für ein Kraftfahrzeug mit zumindest einer Beleuchtungsformungseinheit
umfassend eine Lichtquelle (20, 22a) und eine Zusatz-Optikeinheit (10, 60), sowie
mit einem der Beleuchtungsformungseinheit in optischer Strahlrichtung nachgeschalteten
optisch wirksamen Bauteil (30, 40, 65),
dadurch gekennzeichnet, dass
die Lichtquelle (20) oder die Zusatz-Optikeinheit (10, 60) zumindest teilweise Pigmente
(11, 12) aus zumindest einem lumineszierenden Material umfassen, und dass das optisch
wirksame Bauteil (30,40, 65) den Lichtaustritt homogenisiert.
2. Beleuchtungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das lumineszierende Material aus einem fluoreszierenden Material oder einem phosphoreszierenden
Material ausgewählt ist.
3. Beleuchtungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Pigmente (11, 12) zwei oder mehrere unterschiedliche lumineszierende Materialien
umfassen.
4. Beleuchtungseinrichtung (1, 2) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (20) als Lichtleiter (20) oder als LED ausgebildet ist und dass die
Zusatz-Optikeinheit (10) als Reflektor (10) mit einer lichtreflektierenden Oberfläche
(14) ausgebildet ist, wobei der Lichtleiter (20) oder der Reflektor (10) zumindest
teilweise Pigmente (11,12) aus zumindest einem lumineszierenden Material umfassen.
5. Beleuchtungseinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das optisch wirksame Bauteil eine Zwischenlichtscheibe (30) oder eine Dickwandoptik
(40) ist.
6. Beleuchtungseinrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Pigmente (12) aus dem zumindest einen lumineszierenden Material in Form einer
lumineszierenden Schicht (12) zumindest bereichsweise auf der lichtreflektierenden
Oberfläche (14) des Reflektors (10) aufgebracht sind.
7. Beleuchtungseinrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Pigmente aus dem zumindest einen lumineszierenden Material zumindest bereichsweise
in den Reflektor (10) eingebettet sind.
8. Beleuchtungseinrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Pigmente (11) aus dem zumindest einem lumineszierenden Material zumindest bereichsweise
in den Lichtleiter (20) eingebettet sind.
9. Beleuchtungseinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Pigmente (11, 12) mittels des durch eine erste Lichtquelle (22) in den Lichtleiter
(20) eingekoppelten und durch den Lichtleiter (20) ausgestrahlten Lichts (24) zur
Emission von Lumineszenz (15) angeregt werden.
10. Beleuchtungseinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 9, gekennzeichnet durch zumindest eine weitere Lichtkomponente (23), welche die Pigmente zur Emission von
Lumineszenz anregt.
11. Beleuchtungseinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtkomponente (23) zumindest eine Lichtquelle für sichtbares Licht und/oder
zumindest eine Lichtquelle für nicht sichtbares Licht, insbesondere UV-Licht, umfasst.
12. Beleuchtungseinrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Lichtkomponente (23) am Lichtleiter (20), insbesondere an zumindest
einer Stirnfläche (26) des Lichtleiters (20), positioniert ist.
13. Beleuchtungseinrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Reflektor (10) an seiner lichtreflektierenden Oberfläche (14) rillenförmige Strukturen
(13) aufweist.
14. Beleuchtungseinrichtung (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungsformungseinheit als eine Kollimatoroptik ausgebildet ist, wobei die
Zusatz-Optikeinheit einen Kollimator (60) aufweist, wobei der Kollimator (60) zumindest
teilweise Pigmente (12) aus zumindest einem lumineszierenden Material umfasst und
wobei das optisch wirksame Bauteil insbesondere eine Abbildungslinse (65) ist.
15. Beleuchtungseinrichtung (3) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Pigmente (12) auf den Umlenkflankenbereichen (62) des Kollimators (60) aufgebracht
oder in diese eingebettet sind.
16. Beleuchtungseinrichtung (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Pigmente (12) aus dem zumindest einen lumineszierenden Material eine signalgebende
Wirkung aufweisen.
17. Beleuchtungseinrichtung (1, 2, 3) nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das von ihr ausgesandte Licht die Lichtverteilung eines Signallichts, insbesondere
eines Tagfahrlichts oder eines Begrenzungslichts oder eines Fahrtrichtungsanzeigers,
oder eines Abblendlichts und/ oder Fernlichts bildet.
18. Kraftfahrzeugscheinwerfer, umfassend zumindest eine Beleuchtungseinrichtung (1, 2,
3) nach einem der Ansprüche 1 bis 17.