[0001] Die Erfindung betrifft einen Beutel, bestehend aus mindestens zwei Folienflächen,
die randseitig unter Freilassen einer Beutelöffnung und eines Beutel-Aufnahmeraums
zumindest teilweise miteinander verbunden sind. Insbesondere bezieht sich die Erfindung
auf einen sog. Snack-Beutel.
[0002] In weiter Verbreitung kommen solche Beutel als funktionale Verpackung für Nahrungsmittel
zum Einsatz, die als Snacks in der Regel für einen unmittelbaren Verzehr aus dem Beutel
heraus bestimmt sind. Vielfach dienen diese Beutel der Aufnahme von Snacks, wie belegten
Brötchen, Pizzaschnitten, Hamburger, Bagels, Donuts und anderes mehr. Die Beutel werden
von der Verkäuferseite her beispielsweise in Bäckereien, Supermärkten oder Tankstellen
befüllt oder auch als Bestandteile von Lunchpaketen an Fluggäste oder Schiffspassagiere
abgegeben. Wegen der weiten Verbreitung, die die Snack-Beutel gefunden haben, ergeben
sich bei der Herstellung beachtlich hohe Stückzahlen, so dass von der Herstellerseite
her niedrige Fertigungskosten anzustreben sind. Des Weiteren sollen derartige Beutel,
obwohl sie einen sicheren Einschluss des Inhalts gewährleisten, vom Benutzer einfach
und bequem für die Entnahme des Inhalts handhabbar sein.
[0003] Im Hinblick auf diese Problematik stellt sich die Erfindung die Aufgabe, einen Beutel
zur Verfügung zu stellen, der den sowohl an die Herstellung als auch an die Benutzung
zu stellenden Anforderungen in besonderem Maße gerecht wird.
[0004] Erfindungsgemäß ist diese Aufgabe durch einen Beutel gelöst, der die Merkmale des
Patentanspruchs 1 in seiner Gesamtheit aufweist.
[0005] Gemäß dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 besteht eine wesentliche Besonderheit
der Erfindung darin, dass zumindest eine der Folienflächen derart mit einer Perforation
versehen ist, dass bei deren Auftrennen zumindest ein Folienteil diese Folienfläche
unter Freigabe des Beutel-Aufnahmeraums unterbricht. Durch die Perforation mindestens
einer der Folienflächen, die das Auftrennen und damit das Öffnen des Aufnahmeraums
innerhalb einer Folienfläche ermöglicht, steht ein Beutel zur Verfügung, der nicht
nur aus einem Folienmaterial, wie einer Polyethylenfolie, besonders rationell und
kostengünstig herstellbar ist, sondern der dem Benutzer eine besonders einfache und
bequeme Entnahme des Behälterinhalts ermöglicht, weil der Aufnahmeraum nicht nur über
die Beutelöffnung, sondern auch durch Auftrennen der Perforation innerhalb einer Folienfläche
zugänglich ist. Für die Entnahme steht daher ein großflächiger Bereich zur Verfügung,
so dass der Inhalt nicht nur durch Herausziehen aus der Beutelöffnung entnehmbar ist.
[0006] Mit Vorteil kann die Anordnung so getroffen sein, dass bei einem Beutel, bei dem
die eine Folienfläche die Vorderseite und die andere Folienfläche die Rückseite des
Beutels bildet, beim Auftrennen der Perforation der einen Folienfläche zumindest ein
Folienteil dieser Folienfläche, das aufgestellt und umgelegt ist, die andere Folienfläche,
in diesem Fall die Rückseite des Beutels, um ein seine Fläche vergrößerndes Flächenstück
ergänzt.
[0007] Mit besonderem Vorteil kann die Anordnung hierbei so getroffen sein, dass die beiden
Folienflächen entlang von parallel zueinander verlaufenden Längsrändern miteinander
verbunden sind, entlang denen das jeweilige aufgetrennte und aufgestellte Folienteil
der ersten Folienfläche derart umlegbar ist, dass es einen Fortsatz der anderen Folienfläche
bildet. Zusammen mit der Behälterrückseite ist daher eine vergrößerte Auflagefläche
für den freigelegten Beutelinhalt ausbildbar.
[0008] In besonders vorteilhafter Weise kann beim Ablegen der anderen Folienfläche, als
der Beutelrückseite, auf einer Ebene das jeweils umgelegte Folienteil der einen, also
der vorderen, Folienfläche mit der anderen Folienfläche im Wesentlichen gleichfalls
eine Ebene ausbilden. Der Benutzer kann dadurch mit dem geöffneten Beutel eine Art
Tablett formen, das für den Verzehr des Inhalts an Örtlichkeiten, an denen keine Einrichtung,
wie ein Tisch oder dergleichen, zur Verfügung steht, beispielsweise bei einem Aufenthalt
des Benutzers im Freien, eine saubere Unterlage für den Verzehr des Snacks bildet.
[0009] Die Perforation kann sich H-förmig oder kreuzförmig über die eine Folienfläche erstrecken,
wobei die Anordnung mit Vorteil so getroffen sein kann, dass bei der H-förmig ausgebildeten
Perforation sich eine Perforationslinie parallel zu den Beutel-Längsrändern und mittig
auf der einen Folienfläche erstreckt und das jeweilige Ende dieser Perforationslinie
in eine parallel zur Beutelöffnung sich erstreckende Perforationslinie übergeht, die
jeweils bis zu den Längsrändern reicht. Dadurch lässt sich im voll geöffneten Zustand
des Beutels ein Tablett ausbilden, dessen Fläche der Gesamtsumme der Flächenteile
der einen Folienfläche zuzüglich der Gesamtfläche der anderen Folienfläche entspricht.
[0010] Bei besonders vorteilhaften Ausführungsbeispielen kann parallel zur Beutelöffnung
verlaufend ein Klebstreifen angeordnet sein, der vorzugsweise von einem ablösbaren
Abdeckband abgedeckt ist und durch den ein weiteres umlegbares Folienteil der anderen
Folienfläche an der einen Folienfläche befestigbar ist. Durch die Möglichkeit des
Wiederverschlusses hat der Benutzer die Möglichkeit, den Snack für einen Teilverzehr
über die Beutelöffnung zu entnehmen und den restlichen Teil für späteren Verzehr im
geschlossenen Beutel aufzubewahren.
[0011] In besonders vorteilhafter Weise kann das freie Ende des weiteren umlegbaren Folienteils
der anderen Folienfläche im ebenen Zustand in eine Perforationslinie ausmünden, an
die sich ein Abreißstreifen als Teil der anderen Folienfläche anschließt, der über
Aufnahmeöffnungen verfügt, mit denen sich ein gestapelter Vorrat der Beutel zwecks
Vereinzeln an Kunststoffhülsen einer Abgabeeinrichtung für solche Beutel fixieren
lässt. Dadurch erleichtert sich das schnelle und einfache Bestücken der Beutel, die
für das Verpacken der Snacks seitens des Bäckers oder eines anderen Bestückers einfach
von dem an den Aufnahmehülsen hängenden Abreißstreifen abgerissen werden können.
[0012] Mit Vorteil können benachbart zu den Längsrändern und parallel zu diesen verlaufend
in zumindest einer Folienfläche Belüftungslöcher eingebracht sein. Dadurch kann der
Snack "atmen" und bleibt so länger frisch, während die Verpackung trotz einiger vorhandener
Belüftungslöcher fett- und feuchtigkeitsundurchlässig und dadurch "tropfsicher" verbleibt.
[0013] Für die Aufnahme von Verzehrgut, wie Snacks oder vorzugsweise belegten Brötchen,
sind die Folienflächen vorzugsweise rechteckförmig. Bei Ausbildung des Beutels aus
durchsichtigem Kunststoffmaterial, vorzugsweise aus durchsichtigem Polyethylenmaterial
niedriger Dichte (LDPE), ist durch eine 100%ige Visibilität die optimale Präsentation
des im Beutel befindlichen Snacks für den Kunden gewährleistet.
[0014] Nachstehend ist die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
im Einzelnen erläutert.
[0015] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Schrägansicht eines an Aufnahmehülsen aufgehängten Vorratsstapels
unbenutzter Beutel gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung;
- Fig. 2
- eine Vorderansicht eines einzelnen Beutels gemäß dem Ausführungsbeispiel der Erfindung;
- Fig. 3
- die Rückansicht des Beutels von Fig. 2;
- Fig. 4
- die Vorderansicht des Ausführungsbeispiels im Zustand nach Abtrennen des Abreißstreifens;
- Fig. 5
- eine Vorderansicht des Ausführungsbeispiels im Zustand mit durch Adhäsionsverschluss
geschlossener Beutelöffnung und mit zur Bildung einer Flächenöffnung teilweise aufgetrennten
Perforationslinien in einer Folienfläche;
- Fig. 6
- eine Vorderansicht des Ausführungsbeispiels nach vollständigem Auftrennen der Perforationslinien;
- Fig. 7
- eine Rückansicht des Ausführungsbeispiels in dem Zustand von Fig. 6, jedoch mit abgetrennter,
verschlossener Beutelöffnung;
- Fig. 8
- eine vergrößert gezeichnete perspektivische Schrägansicht einer Aufnahmehülse zum
Aufhängen eines Vorratsstapels der Beutel; und
- Fig. 9a und 9b
- perspektivische Schrägansichten einer Aufnahmehülse und ihrer Verschlusskappe.
[0016] Die Fig. 1 zeigt einen Stapel 2 unbestückter Beutel, die aus einem Folienmaterial
aus Kunststoff bestehen. Der Stapel 2 ist an zwei Aufnahmehülsen 4 aufgehängt, von
denen eine in den Fig. 8 und 9 gesondert dargestellt ist. Diese Aufnahmehülsen 4,
die vorzugsweise aus einem duroplastischen Kunststoff bestehen, weisen von einem runden
Fußteil 6 ausgehend einen zylindrischen, hohlen Aufnahmeschaft 8 auf, an dessen freiem
Ende eine Verschlusskappe 10 durch Verclipsen befestigbar ist. Die hohlen Aufnahmehülsen
4 lassen sich an gabel- oder zinkenförmigen Halteteilen (nicht dargestellt), die an
einer Wand im Verkaufsraum stationär angeordnet sind, mit dem Beutelverbund 2 gemäß
der Darstellung nach der Fig. 1 gemeinsam aufhängen, so dass bei Verbrauch der Beutel
die Aufnahmehülsen 4 sich mit den verbliebenen Streifenresten 18 als Abfall von den
Halteteilen entfernen lassen, und ein neuer Beutelstapel 2 lässt sich dann mit seinem
Paar Aufnahmehülsen 4 über die Halteteile an der Wand für weitere Beutel-Abreißvorgänge
festlegen. Die Beutel können aber auch anders, beispielsweise an einer Ladentheke,
festgelegt werden oder für eine Einzelverwendung vorgesehen sein, wobei dann die Aufnahmehülsen
4 mit dem oberen Streifen 18 auch ganz entfallen können.
[0017] Das Folienmaterial der Beutel besteht beim vorliegenden Ausführungsbeispiel aus dünnem
Polyethylenmaterial niedriger Dichte (LDPE), wobei zur Bildung eines im Umriss rechteckförmigen
Beutels eine erste Folienfläche 12, die die Beutelvorderseite bildet, und eine zweite
Folienfläche 14 vorgesehen sind, die, siehe Fig. 3, die Beutelrückseite bildet. Diese
zweite Folienfläche 14 hat eine Rechteckform der gleichen Breite wie die erste Folienfläche
12, ist jedoch demgegenüber um ein Klappenteil 16 verlängert, an das sich wiederum
ein Abreißstreifen 18 anschließt. Dieser weist für jede Aufnahmehülse 4 eine Aufnahmeöffnung
20 auf. Eine zwischen Abreißstreifen 18 und Klappenteil 16 verlaufende Perforationslinie
22 ermöglicht ein bequemes Entnehmen eines Beutels vom aufgehängten Beutelstapel 2
durch Abreißen an der Perforationslinie 22.
[0018] Erste Folienfläche 12 und zweite Folienfläche 14 sind entlang der in Fig.1 bis 5
vertikal verlaufenden Längsränder 24 sowie entlang einem den Beutelboden bildenden
Endrand 26 miteinander verbunden, so dass zwischen erster Folienfläche 12 und zweiter
Folienfläche 14 ein Aufnahmeraum 40 (siehe Fig. 5) gebildet ist, wobei sich am oberen
Rand der ersten Folienfläche 12 eine Beutelöffnung 28 befindet, die gemäß der Darstellung
nach der Fig. 5 jedoch von dem Klappenteil 16 als weiterem Folienteil durch Umklappen
desselben auf die Beutelvorderseite verschlossen ist. Ferner ist die Beutelöffnung
28 auf der rückwärtigen Seite des Beutels von der hinteren Folienfläche 14 begrenzt.
Hierfür ist von der Beutelöffnung 28 in Richtung auf den unteren Endrand 26 hin um
eine Strecke versetzt, die etwas geringer als die Breite des Klappenteils 16 der hinteren,
zweiten Folienfläche 14 ist, über die gesamte Breite der ersten Folienfläche 12 ein
Klebstreifen 30 aufgetragen, der von einem ablösbaren Abdeckband 32 bedeckt ist. Nach
dem Ablösen des Abdeckbandes 32, wie es in Fig. 4 angedeutet ist, wo der Beginn des
Ablösens dargestellt ist, ist das Klappenteil 16 am Rand der Beutelöffnung 28 umklappbar
und an den Klebstreifen 30 anklebbar, so dass, wie in Fig. 5 dargestellt ist, ein
die Beutelöffnung 28 verschließender Adhäsionsverschluss gebildet ist, der bei Bedarf
wieder geöffnet werden kann.
[0019] Der erfindungsgemäße Beutel ist nicht nur durch Lösen des Adhäsionsverschlusses an
der Beutelöffnung 28 zu öffnen, sondern ermöglicht es, durch Öffnen der ersten Folienfläche
12 einen großflächigen, bequemen Zugang zum Beutel-Aufnahmeraum 40 zu bilden. Hierfür
ist die erste Folienfläche 12 mit einer Anordnung von Perforationen versehen, wobei
beim gezeigten Ausführungsbeispiel eine H-förmige Perforation gebildet ist, die eine
erste Perforationslinie 34 aufweist, die sich in Vertikalrichtung, also zu den Längsrändern
24 parallel verlaufend, in der Folienfläche 12 mittig erstreckt. An das untere Ende
der ersten Perforationslinie 34, das sich in geringem Abstand vom unteren Endrand
26 befindet, schließt sich eine zweite Perforationslinie 36 an, die sich zum Endrand
26 parallel verlaufend bis zu den seitlichen Längsrändern 24 erstreckt. Am gegenüberliegenden
oberen Ende der ersten Perforationslinie 34 schließt sich eine dritte Perforationslinie
38 an, die sich, zur zweiten Perforationslinie 36 parallel verlaufend, bis zu den
beiden Längsrändern 24 erstreckt und sich vom Klebstreifen 30 in einem Abstand befindet,
der in etwa dem Abstand der zweiten Perforationslinie 36 vom unteren Endrand 26 entspricht.
Wie in Fig. 5 verdeutlicht, wo der Beginn eines Öffnungsvorgangs gezeigt ist, lässt
sich durch Auftrennen der Perforationslinien 34, 36, 38 ein großflächiger Zugang zum
Beutel-Aufnahmeraum 40 ausbilden.
[0020] Nach vollständiger Trennung der Perforationslinien 34, 36 und 38 sind die Folienteile
42 und 44 frei, um aufgestellt und um die seitlichen Längsränder 24 umgelegt zu werden,
so dass sich die Folienteile 42 und 44 der ersten, vorderen Folienfläche 12 seitlich
über den Bereich der hinteren, zweiten Folienfläche 14 hinaus erstrecken, siehe Fig.
6 und 7, wo der ausgebreitete Zustand in Vorderansicht bzw. Rückansicht gezeigt ist.
Wie ersichtlich, ist dadurch eine Art Tablett mit freiliegendem Beutel-Aufnahmeraum
40 gebildet, das als ebene Verzehrfläche dienen kann, wenn der so geöffnete Beutel
mit der in Fig. 7 sichtbaren Rückseite auf eine ebene Unterlage aufgelegt ist.
[0021] Ein besonders guter Öffnungsvorgang für die vordere Beutelseite lässt sich auch erreichen,
wenn man die Perforationslinie 34 entgegen der Darstellung nach der Fig. 4 nicht an
ihrem oberen Ende an der Perforationslinie 38 öffnet, sondern vielmehr mittig, so
dass zunächst die mittlere Perforationslinie 34 durchreißt, wobei damit nahezu zeitglich
die beiden Folienteile 42, 44 entlang der beiden Perforationslinien 36, 38 umgelegt
und unter Bildung der Tablettfläche nach den Figuren 6 und 7 aufgeklappt werden.
[0022] Da gemäß der Darstellung nach den Figuren 3 und 6 die obere Perforationslinie 38
sich auch über die hintere Folienfläche 14 erstreckt, kann der Beutel, beispielsweise
in seinem verpackten Zustand gemäß der Darstellung nach der Fig. 5, auch ausschließlich
über die Perforationslinie 38 wieder geöffnet werden, so dass sich analog zu der Beutelöffnung
28 eine vergleichbare, aber nicht-wiederschließbare Beutelöffnung unterhalb derselben
ergibt.
[0023] Auch kann man durch Trennen der Perforationslinie 38 auf der Rückseite der Folienfläche
14 gemäß der Darstellung nach der Fig. 6 die Teile 16, 30 mit der geschlossenen Beutelöffnung
28 entfernen, so dass man ein Tablett gemäß der Darstellung nach der Fig. 7 erhält.
Man kann aber auch die Perforationslinie 38 auf der Rückseite des Beutels, also entlang
der hinteren Folienfläche 14 entfallen lassen, so dass die Teile 16, 30 gemäß der
Darstellung nach der Fig. 6 auch rückwärtig verbleiben. Anstelle von H-förmig verlaufenden
Perforationslinien 34, 36, 38 können diese auch in Form eines x-förmigen Kreuzes (nicht
dargestellt) auf der vorderen Folienfläche 12 verlaufen, wobei dann nur zwei Perforationslinien
benötigt werden, die mit ihren Enden jeweils an gegenüberliegenden Längsrändern 24
des Beutels ausmünden.
[0024] Alternativ kann auch vorgesehen sein, zwischen der Perforationslinie 38, die diesmal
nur auf der Vorderseite des Snack-Beutels verläuft, und der darüberliegend angeordneten
Klebstoffbahn 30 eine weitere Perforationslinie (nicht dargestellt) sowohl auf der
Vorderseite als auch auf der Rückseite des Beutels durchgehend verlaufen zu lassen,
was vorzugsweise einen in Längsrichtung gesehen etwas längeren Beutel voraussetzt,
so dass neben der Beutelöffnung 28 oberhalb der Klebstoffbahn 30 eine unterhalb derselben
liegende vergleichbare Beutelöffnung geschaffen ist, sobald die durchgehend umlaufende
Perforationslinie, vorzugsweise beginnend an einem der beiden Längsränder 24 des Beutels,
von Hand durchtrennt wird.
[0025] Wie bereits erwähnt, können die Folienflächen 12, 14 aus einem dünnen Kunststoffmaterial
gebildet sein, das durchsichtig ist und dem Benutzer eine unbehinderte Sicht auf den
Behälterinhalt bietet. Bei dünn ausgebildetem Folienmaterial, beispielsweise mit einer
Dicke im Bereich von 30
µm, sind die Beutel kostengünstig mit geringem Materialaufwand herstellbar, wobei für
den Benutzer eine geringe Menge an Abfall zu entsorgen ist, der zudem umweltfreundlich
kompostierbar sein kann. Bei der Herstellung der Beutel ist das Format auf einfache
Weise an die Art des vorgesehenen Füllguts anpassbar. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel
sind in beiden Folienflächen 12 und 14 jeweils sechs Belüftungslöcher 48 ausgebildet,
die im Bereich des Beutel-Aufnahmeraums 40 benachbart zu den Längsrändern 24 in gleichen
Abständen voneinander angeordnet sind und im Durchmesser so bemessen sind, dass der
im Beutel befindliche Snack "atmen" kann, um länger frisch zu bleiben, dass jedoch
der Beutel im Wesentlichen fett- und feuchtigkeitsundurchlässig und "tropfsicher"
verbleibt. Wenn gewünscht, kann die Außenseite der Folienflächen 12, 14 mit einem
dekorativen und/oder informativen Aufdruck versehen sein.
1. Beutel, bestehend aus mindestens zwei Folienflächen (12, 14), die randseitig unter
Freilassen einer Beutelöffnung (28) und eines Beutel-Aufnahmeraums (40) zumindest
teilweise miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine (12) der Folienflächen (12, 14) derart mit einer Perforation (34,
36, 38) versehen ist, dass bei deren Auftrennen zumindest ein Folienteil (42, 44)
diese Folienfläche (12) unter Freigabe des Beutel-Aufnahmeraums (40) unterbricht.
2. Beutel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beim Auftrennen der Perforation (34, 36, 38) der einen Folienfläche (12) zumindest
ein Folienteil (42, 44) dieser Folienfläche (12), das aufgestellt und umgelegt ist,
die andere Folienfläche (14) um ein seine Fläche vergrößerndes Flächenstück ergänzt.
3. Beutel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Folienflächen (12, 14) entlang von parallel zueinander verlaufenden Längsrändern
(24) miteinander verbunden sind, entlang denen das jeweilig aufgetrennte und aufgestellte
Folienteil (42, 44) derart umlegbar ist, dass es einen die andere Folienfläche (14)
vergrößernden Fortsatz bildet.
4. Beutel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beim Ablegen der anderen Folienfläche (14) auf einer Ebene das jeweilig umgelegte
Folienteil (42, 44) der einen Folienfläche (12) mit der anderen Folienfläche (14)
im Wesentlichen gleichfalls eine Ebene ausbildet.
5. Beutel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Perforation (34, 36, 38) H-förmig oder kreuzförmig sich über die eine Folienfläche
(12) erstreckt.
6. Beutel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei der H-förmig ausgebildeten Perforation (34, 36, 38) sich eine Perforationslinie
(34) parallel zu den Beutel-Längs-rändern (24) und mittig auf der einen Folienfläche
(12) erstreckt und dass die Enden dieser Perforationslinie (34) in je eine parallel
zur Beutelöffnung (28) sich erstreckende Perforationslinie (36, 38) übergehen, die
jeweils bis zu den Längsrändern (24) reicht.
7. Beutel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zur Beutelöffnung (28) verlaufend ein Klebstreifen (30) angeordnet ist,
der vorzugsweise von einem ablösbaren Abdeckband (32) abgedeckt ist und durch den
ein weiteres umlegbares Folienteil (16) der anderen Folienfläche (14), vorzugsweise
in wieder lösbarer Weise, an der einen Folienfläche (12) befestigbar ist.
8. Beutel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das freie Ende des weiteren umlegbaren Folienteils (16) der anderen Folienfläche
(14) im ebenen Zustand in eine Perforationslinie (22) ausmündet, an die sich ein Abreißstreifen
(18) als Teil der anderen Folienfläche (14) anschließt, der über Aufnahmeöffnungen
(20) verfügt, mit denen sich ein Vorratsstapel (2) der Beutel zwecks Vereinzeln an
Kunststoffhülsen (4) einer Abgabeeinrichtung für solche Beutel fixieren lässt.
9. Beutel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass benachbart zu den Längsrändern (24) und auf einer parallel zu diesen verlaufenden
Linie in zumindest einer Folienfläche (12, 14) Belüftungslöcher (48) eingebracht sind.
10. Beutel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Folienflächen (12, 14) rechteckförmig sind und dass der Beutel-Aufnahmeraum (40)
der Aufnahme von Verzehrgut, wie Snacks oder vorzugsweise belegten Brötchen, dient.
11. Beutel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er aus durchsichtigem Kunststoffmaterial besteht, vorzugsweise aus durchsichtigem
LDPE-Material.