Gebiet der Erfindung
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Bügelvorrichtung gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zum Betreiben einer solchen Bügelvorrichtung gemäß
dem Oberbegriff von Anspruch 13 und eine Verwendung der Bügelvorrichtung gemäß Anspruch
15.
Hintergrund der Erfindung
[0002] Noch vor nicht allzu langer Zeit wurde die Haushaltswäsche bei hohen Temperaturen
gewaschen und gebügelt. Im Laufe der achtziger Jahre hat sich allerdings eine Tendenz
zu niedrigeren Temperaturen - zwischen 30 °C und 60 °C - hin entwickelt. Diese Situation
besteht bis zum heutigen Tage. Der Statistik entsprechend werden heutzutage in Deutschland
nur noch 9 % der Wäsche bei Temperaturen von 90 °C gewaschen. Entsprechend entfallen
35 % der Hauswäsche auf 60 °C und ca. 53 % der Gesamtmenge der Wäsche auf 40 °C. Es
gibt zwei wesentliche Aspekte, die für diese Änderung verantwortlich sind. Zum einen
hat das allgemeine Umweltbewusstsein zu Haushaltsgeräten geführt, die besonders energieeffizient
betrieben werden und zum anderen hat der Anteil feiner und empfindlicher Textile bzw.
Stoffe und Gewebe stark zugenommen. Allerdings hat diese Situation zu einer unzureichenden
Keimreduzierung bzw. Reduzierung von Mikroorganismen geführt, sodass eine zusätzliche
Nachbehandlung der Wäsche bzw. Kleidungsstücke notwendig wird, um diese zu dekontaminieren.
Dazu wird gewöhnlich auf chemische Mittel zurückgegriffen, die allerdings umweltbelastend
wirken können. Das Bügeln der Wäsche, dass selbst ein nachgeschalteter Prozess bei
der Behandlung der Haushaltswäsche ist, kann unter Berücksichtigung seiner Eigenschaften,
hohe Temperaturen und/oder Wasserdampf, als eine mögliche Alternative zur Dekontaminierung
von Kleidungsstücken und Haushaltswäsche in Frage kommen. Bis heute ist der Bereich
einer antimikrobiellen bzw. keimtötenden Wirkung beim Bügeln nicht in Betracht gezogen
worden.
[0003] Eine bekannte Bügelvorrichtung ist beispielsweise ein Dampfbügeleisen. Das Dampfbügeleisen
ist ein elektrisch betriebenes Gerät zum Glätten von Kleidungsstücken. Im Gegensatz
zu herkömmlichen Bügeleisen sind Dampfbügeleisen mit einem Wassertank ausgestattet
und unterscheiden sich durch eine mehr oder weniger konstante Dampfzufuhr während
des Bügelvorgangs. Der Dampf entsteht direkt an der Bügelsohle und strömt ab etwa
130°C durch die Sohlenöffnungen. Durch das Dampfbügeln gelangt Feuchtigkeit in das
Gewebe des Kleidungsstücks und lässt die Fasern leicht aufquellen, was den Glättungsprozess
erleichtert.
Der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe
[0004] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung und ein Verfahren
bereitzustellen, dass eine wirksame Reduzierung von Mikroorganismen bei der Behandlung
von Haushaltswäsche ermöglicht, die umweltschonend und besonders energieeffizient
ist.
Erfindungsgemäße Lösung
[0005] Diese Aufgabe wird mittels einer Bügelvorrichtung gelöst, die eine beheizbare Bügelsohle
und ein damit koppelbares Dampferzeugungssystem mit einem beheizbaren Dampfkessel
zum Erzeugen von Wasserdampf aufweist, wobei der Wasserdampf über ein Dampfdruckventil
mittels Dampfleitungen zu Dampfaustrittslöchern in der beheizbaren Bügelsohle der
Bügelvorrichtung führbar und abgebbar ist. Des Weiteren umfasst die Bügelvorrichtung
eine Steuerungseinrichtung. Die Steuerungseinrichtung ist eingerichtet, den Wasserdampf
automatisch in vorgegebenen intermittierenden Dampfabgabe-Intervallen abzugeben. Bei
einem intermittierenden Dampfabgabe-Intervall wird die Dampfabgabe in zeitlichen Abständen
unterbrochen. Dadurch wird ein starkes Abkühlen der Bügelsohle verhindert und gegenüber
einer kontinuierlichen Dampfabgabe erheblich Energie eingespart. Der Energieverbrauch
eines Dampfbügeleisens kann zu etwa 90% der Umwandlung von Wasser in Dampf zugeschrieben
werden.
[0006] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben der vorstehend
genannten Bügelvorrichtung, die eine Bügelsohle und ein daran koppelbares Dampferzeugungssystem
mit einem beheizbaren Dampfkessel zum Erzeugen von Wasserdampf aufweist, wobei der
Wasserdampf im Dampfkessel über ein Dampfdruckventil mittels Dampfleitungen zu Dampfaustrittslöchern
in einer elektrischen beheizbaren Bügelsohle der Bügelvorrichtung führbar und auf
ein Bügelgut bzw. Textil abgebbar ist. Das Verfahren ermöglicht es, mittels einer
Steuerungseinrichtung der Bügelvorrichtung den Wasserdampf bei einem vorgegebenen
Dampfdruck-Wert des Dampferzeugungssystems und einem vorgegebenen Temperatur-Wert
der Bügelsohle der Bügelvorrichtung automatisch in vorgegebenen intermittierenden
Dampfabgabe-Intervallen abzugeben. Dadurch kann besonders effektiv und energieeffizient
die gewünschte Temperatur auf ein Textil bzw. Stoff/ Gewebe übertragen und darin aufrechterhalten
werden. Besonders zweckdienlich dabei ist, dass mittels des erhitzten und unter Druck
austretenden Wasserdampfes die Temperatur besonders schnell in das zu bügelnde Textil
übertragen und gleichzeitig den Wasserdampf über die Dauer eines Bügel-Zyklus hinweg
auf der gewünschten Temperatur erhalten werden kann. Unter einem Bügel-Zyklus ist
im Folgenden die Dauer zu verstehen, während der die Bügelsohle der Bügelvorrichtung
auf im Wesentlichen dieselbe Fläche eines Textils einwirkt.
[0007] Bei Vorversuchen hat sich gezeigt, dass beim alleinigen Erhitzen der Bügelsohle beim
Bügeln ein Temperaturverlust von bis zu 40 °C bei der Übertragung der Temperatur auf
das Textil in Kauf genommen werden muss. Zum Erreichen der erforderlichen Temperatur
auf bzw. im Textil wäre demnach eine längere Verweildauer der Bügelsohle der Bügelvorrichtung
auf dem Textil von Nöten. Des Weiteren hat sich gezeigt, dass auch bei kontinuierlichem
Einsatz von Wasserdampf zwar die erforderliche Temperatur im Textil erreicht werden
kann, dies aber nicht energieeffizient ist, da der Wasserdampf der Bügelsohle der
Bügelvorrichtung zu viel Wärmeenergie entzieht, um aus dem Textil anschließend verdampfen
zu können.
[0008] Noch ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft eine Verwendung des oben genannten
Verfahrens, das bei einer ebenfalls oben beschriebenen Bügelvorrichtung zum Entkeimen/Desinfizieren
von Textilien bzw. Stoffen/Geweben eingesetzt wird. Hitze lässt sich besonders vorteilhaft
als zuverlässiges Mittel für eine Inaktivierung beziehungsweise Beseitigung von Mikroorganismen
verwenden, wobei einem Anspruch des Benutzers auf Hygiene der Textilien Rechnung getragen
werden kann. Die Mikroorganismen beginnen schon bei einer Temperatur von ca. 50 bis
60 °C abzusterben. Bei dieser Temperatur setzt eine Denaturierung einer nativen Proteinstruktur
der Mikroorganismenzellen ein. Unter Denaturierung ist der irreversible Prozess zu
verstehen, der bei den Mikroorganismenzellen zu einem Verlust ihrer jeweiligen biologischen
Aktivität führt. Beim Entkeimen/Desinfizieren handelt es sich um ein physikalisches
Inaktivierungsverfahren, d.h., ein Verlust der biologischen Aktivität, bei dem Mikroorganismen
mittels Hitze abgetötet werden.
Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung
[0009] Vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen, welche einzeln oder in Kombination miteinander
eingesetzt werden können, sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche. Die im Folgenden
für Ausführungsformen der Bügelvorrichtung zutreffenden Vorteile sind gleichermaßen
für das Verfahren und die Verwendung des Verfahrens der Bügelvorrichtung gültig.
[0010] Eine automatische Abgabe des Wasserdampfs in vorgegebenen intermittierenden Dampfabgabe-Intervallen
ist gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform vor allem bei einem vorgegebenen Dampfdruck-Wert
des Dampferzeugungssystems und einem vorgegebenen Temperatur-Wert der Bügelsohle von
hohem Nutzen. Schließlich kann damit ein optimales Gleichgewicht der sich in der Bügelsohle
einstellenden Temperatur und der Temperatur in dem Bügelgut besonders energieeffizient
gesteuert werden. Ein Benutzer wäre nicht in der Lage dies selbst manuell zu steuern.
[0011] Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist die Steuerungseinrichtung für die Bügelvorrichtung
eingerichtet, bei einem maximal abgebbaren Dampfdruck in dem Dampferzeugungssystem
betrieben zu werden; d.h., dass der vorgegebene Dampfdruck-Wert einem von dem Dampferzeugungssystem
maximal erzeugbaren Dampfdruck des Wasserdampfs entspricht. Durch den hohen Dampfdruck
des aufgeheizten Wasserdampfs, der aus Dampfaustrittslöchern in der Bügelsohle der
Bügelvorrichtung austritt, wird gewährleistet, dass eine erforderliche Temperaturverteilung
in dem zu bügelnden/entkeimenden Textil unterhalb der Bügelsohle der Bügelvorrichtung
eingestellt und aufrechterhalten werden kann. Versuche haben gezeigt, dass ohne eine
Verwendung von Wasserdampf eine durchschnittliche Temperaturdifferenz zwischen einer
unmittelbar mit der Bügelsohle in Kontakt stehenden Textilfläche und einer Temperatur
einer in normaler Richtung dazu abgewandten Textilfläche ca. 60 °C beträgt - dieses
betrifft Stoffe/Gewebe von Textilien einer durchschnittlichen Dicke.
[0012] Besonders bevorzugt ist dabei der mittels der Steuerungseinrichtung der Bügelvorrichtung
einstellbare Dampfdruck-Wert des Wasserdampfs aus einem Intervall größer 1 bar und
kleiner 7 bar oder aus einem Intervall größer 3 bar und kleiner 7 bar auswählbar.
Der maximal abgebbare Dampfdruck ist von einem Druckaufbau- Vermögen im Dampfkessel
der Bügelvorrichtung oder einem Pumpen-Leistungs-Vermögen des Dampferzeugungssystems
abhängig.
[0013] Zweckmäßigerweise entspricht der vorgegebene Temperatur-Wert der Bügelsohle der Bügelvorrichtung
einem Temperatur-Wert aus einem Intervall größer 110°C und kleiner 190°C oder einen
Temperatur-Wert aus einem Intervall größer 150°C und kleiner 190°C oder dem Temperatur-Wert
180°C. Demnach kann die Bügelvorrichtung gezielt auf Randbedingungen einer zulässigen
Bügel-Temperatur des Textils abgestimmt werden. Es hat sich in unterschiedlichen versuchen
gezeigt, dass insbesondere eine Temperatur der Bügelsohle von ca. 180°C bei gleichzeitigem
Einsatz von Wasserdampf zum Bügeln fast aller Textilien geeignet ist.
[0014] Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform entspricht ein Tastgrad des vorgegebenen
intermittierenden Dampfabgabe-Intervalls einem Tastgrad aus einem Intervall größer
10% und kleiner 90% oder einem Tastgrad aus einem Intervall größer 40% und kleiner
80%. Bei einer noch vorteilhafteren Ausführungsform ist die Steuerungseinrichtung
eingerichtet, einen Frequenz-Wert eines Dampfabgabe-Zyklus einzustellen, wobei der
Frequenz-Wert aus einem Intervall größer 0,5 Dampfabgabe-Intervallen pro Sekunde und
kleiner 5 Dampfabgabe-Intervallen pro Sekunde oder einem Frequenz-Wert aus einem Intervall
größer 0,8 Dampfabgabe-Intervallen pro Sekunde und kleiner 2 Dampfabgabe-Intervallen
pro Sekunde entspricht. Der Tastgrad gibt für eine periodische Folge von Dampfabgabe-Impulsen
das Verhältnis einer Impulsdauer zu einer Periodendauer an. Der Tastgrad wird als
dimensionslose Verhältniszahl mit einem Wertebereich von 0 bis 1 oder 0 bis 100 %
angegeben. Die Dampfabgabe-Impulse können beispielsweise Impulse darstellen, die eine
Rechteckschwingung bilden.
[0015] Abhängig vom Tastgrad der Dampfabgabe und/oder der Einstellung des Frequenz-Werts
eines Dampfabgabe-Zyklus kann eine optimale Temperatur-Verteilung und Temperatur-Erhaltung
im Textil gewährleistet werden. Damit ist eine kontinuierliche Abgabe von Wasserdampf
nicht notwendig, die zum einen der Bügelsohle der Bügelvorrichtung viel Energie entziehen
würde und zum Weiteren, beim Bereitstellend des Wasserdampfes durch das Dampferzeugungssystem
viel Energie in Anspruch nehmen würde. Demnach ist mittels der vorstehend beschriebenen
Ausführungsform eine wesentliche Steigerung der Energieeffizienz und Kostenersparnis
erreichbar.
[0016] Je nach Ausführungsform ist die Bügelvorrichtung eingerichtet, einen Dampfdruck-Wert
aufzubauen, der von einer vorgegebenen/eingestellten Temperatur-Wert der Bügelsohle
abhängt. Damit die Bügelvorrichtung besonders energieeffizient betrieben werden kann
und gleichzeitig die Dauer des Bügel-Zyklus reduziert werden kann, ist es notwendig,
den Dampfdruck und/oder die Dampftemperatur derart einzustellen, dass die in dem Textil
erforderliche Temperatur unterhalb der Bügelsohle über die Dauer des Bügel-Zyklus
hinweg aufrechterhalten werden kann, ohne dass dabei Wasserdampf an der Bügelsohle
kondensiert. Deswegen ist in einer besonders vorteilhaften Ausführungsform die Steuerungseinrichtung
derart eingerichtet, dass die Temperatur der Bügelsohle mindestens so hoch wie die
Temperatur des Wasserdampfes eingestellt ist. Dadurch kann sichergestellt werden,
dass der Wasserdampf an der Bügelsohle nicht kondensiert und das Gewebe/der Stoff
des Textils nicht feucht bleibt, wenn der Bügelvorgang abgeschlossen ist.
[0017] Zweckentsprechend ist bei noch einer weiteren Ausführungsform die Steuerungsvorrichtung
derart eingerichtet, den Dampfdruck-Wert und/oder den Dampftemperatur-Wert des Wasserdampfs
und/oder den Temperatur-Wert der Bügelsohle in Abhängigkeit einer Stoff- und/oder
einer Faserzusammensetzung des Textils einzustellen. Dies ist besonders wichtig, um
einer Hitze-Empfindlichkeit der unterschiedlichen Textilien bzw. Wäsche- und Kleidungsstücke
Rechnung zu tragen.
[0018] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform ist die Steuerungseinrichtung eingerichtet,
den Frequenz-Wert des Dampfabgabe-Zyklus und/oder den Dampfdruck-Wert und/oder den
Dampftemperatur-Wert des Wasserdampfs und/oder den Temperatur-Wert der Bügelsohle
in Abhängigkeit einer Dicke des Textils und/oder in Abhängigkeit einer Widerstandsfähigkeit
von Mikroorganismen abzustimmen und zu optimieren. Auf diese Weise kann sichergestellt
werden, dass eine optimale und gleichmäßige Temperaturverteilung innerhalb des Textils
unterhalb der Bügelsohle der Bügelvorrichtung vorliegt und damit gleichzeitig eine
gewünschte keimtötende Wirkung in dem Textil erreicht wird.
[0019] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Bügelvorrichtung sind das Dampferzeugungssystem
und/oder die Steuerungseinrichtung und/oder die Bügelsohle eingerichtet, als integrierte
Bestandteile einer Einheit einer Bügelvorrichtung oder als separate, miteinander koppelbare
Einheiten einer Bügelvorrichtung hergestellt zu werden. Im Falle einer in einer Einheit
ausgeführten Bügelvorrichtung lässt sich eine kompakte Ausführungsform der Bügelvorrichtung
realisieren, die wenig Platz beansprucht. Bei einer Ausführungsform mit separaten
Einheiten, bei denen die Bügelsohle beispielsweise in ein Dampfbügeleisen integriert
ist und das daran koppelbare Dampferzeugungssystem zusammen mit der Steuerungseinrichtung
in einer davon getrennten Einheit, können Dampferzeugungssysteme zum Nachrüsten oder
solche Dampferzeugungssysteme hergestellt werden, die nicht auf Randbedingungen der
daran koppelbaren Bügelsohle oder des Dampfbügeleisens beschränkt sind. Bei separaten
Dampferzeugungssystemen können darüber hinaus im Vergleich zu solchen, die in einem
kompakten Dampfbügeleisen integriert sind, viel höhere Dampfdrücke realisiert werden.
Zusätzlich können separate Dampferzeugungssysteme einen erzeugten Dampfdruck über
einen längeren Dampfabgabe-Zeitraum zur Verfügung stellen.
[0020] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform des Verfahrens stellt die Steuerungseinrichtung
einen Frequenz-Wert eines Dampfabgabe-Zyklus und/oder einen Dampfdruck-Wert und/oder
einen Dampftemperatur-Wert des Wasserdampfs und/oder einen Temperatur-Wert der Bügelsohle
in Abhängigkeit einer Widerstandsfähigkeit von Mikroorganismen ein. Je nach Art der
Mikroorganismen ist eine vorgegebene Temperatur notwendig, die zur Inaktivierung oder
Abtötung der Mikroorganismen führt. Diese kann von 50 °C bis hin zu über 150 °C betragen.
[0021] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Verwendung des Verfahrens wird die Temperatur-Wert
und/oder Dampfdruck-Wert des Wasserdampfs in Abhängigkeit der Widerstandsfähigkeit
der Mikroorganismen eingestellt. Damit eine zuverlässige Temperaturverteilung innerhalb
eines Textils gewährleistet werden kann, muss sichergestellt werden, dass die Temperatur
und/oder der Dampfdruck des Wasserdampfs ausreicht, um die Mikroorganismen unterhalb
der Bügelsohle der Bügelvorrichtung zuverlässig zu inaktivieren oder abzutöten. Bei
einer weiteren besonders vorteilhaften Ausführungsform wird die Dauer des Bügel-Zyklus
unter Verwendung des Verfahrens bei der Steuerungseinrichtung für die Bügelvorrichtung
in Abhängigkeit der Widerstandsfähigkeit der Mikroorganismen eingestellt. Damit kann
eine Zeit der Einwirkung der Temperatur berücksichtigt werden, die spezifisch für
die Inaktivierung oder Abtötung von vorbestimmten Mikroorganismen erforderlich ist.
[0022] Mittels der beschriebenen Bügelvorrichtung gelingt es gleichzeitig mit dem energieeffizienten
Bügeln bzw. Glätten des Textils auch eine Desinfektion der darin enthaltenen Mikroorganismen
vorzunehmen.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
[0023] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend
bezugnehmend auf eine einzige Figur näher erläutert. Dabei zeigt die Fig. 1 eine skizzenhafte
Darstellung einer Bügelvorrichtung gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform .
[0024] Anhand der skizzenhaften Darstellung einer Bügelvorrichtung 1 in Fig. 1, in diesem
Fall eines Dampfbügeleisens 13 mit einem daran gekoppelten Dampferzeugungssystem 3,
soll das Funktionsprinzip eines Ausführungsbeispiels einer Bügelvorrichtung 1 mit
einer Steuerungseinrichtung 10 gemäß einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel erläutert
werden. Unter der Bügelvorrichtung 1 ist nicht nur ein Dampfbügeleisen 13 im engeren
Sinne zu verstehen, sondern auch ein damit betreibbares/koppelbares Dampferzeugungssystem
3, d.h., eine sogenannte Bügelstation.
[0025] Die in der Fig. 1 dargestellte Bügelvorrichtung 1 umfasst ein Dampfbügeleisen 13
mit einer beheizbaren Bügelsohle 2 und ein damit koppelbares Dampferzeugungssystem
3. Das Dampferzeugungssystem 3 umfasst einen Dampfkessel 4 zum Erzeugen von Wasserdampf
5, der über ein Dampfdruckventil 6 mittels Dampfleitungen 7 zu Dampfaustrittslöchern
8 in der beheizbaren Bügelsohle 2 des Dampfbügeleisens 13 geführt wird. Über die Dampfaustrittslöcher
8 gelangt der unter Druck stehende heiße Wasserdampf 5 auf beziehungsweise in ein
Bügelgut oder zu glättendes Textil. Die Bügelvorrichtung 1 verfügt über eine Steuerungseinrichtung
10, die mit Reglern für ein Bügelprogramm 11 und/oder einem Hygieneprogramm 12 versehen
ist. Bei der in der Fig. 1 dargestellten Ausführungsform ist die Steuerungseinrichtung
10 über einen Anschluss 9 mit dem Dampferzeugungssystem 3 verbunden. Bei einer weiteren,
hier nicht dargestellten Ausführungsform, ist die Steuerungseinrichtung 10 im Dampfbügeleisen
13 integriert beziehungsweise mit diesem direkt verbunden.
[0026] Die Steuerungseinrichtung 10 ist derart eingerichtet, dass bei einem vorgegebenen
Dampfdruck-Wert des Dampferzeugungssystems 3 und einem vorgegebenen Temperatur-Wert
der Bügelsohle 2 der Wasserdampf 5 automatisch in vorgegebenen intermittierenden Dampfabgabe-Intervallen
abgegeben wird. Bei einem intermittierenden Dampfabgabe-Intervall wird die Abgabe
des Wasserdampfs 5 aus dem Dampferzeugungssystem 3 in zeitlichen Abständen unterbrochen.
Auf diese Weise kann ein vorgegebener Temperatur-Wert des aus der Bügelvorrichtung
1 in das zu bügelnde Textil austretenden Wasserdampfes 5 im Textil leicht aufrechterhalten
werden. Bei der vorliegenden Ausführungsform wird der Wasserdampf 5 im Dampfkessel
4 mittels eines Wasserboilers 14 erzeugt. Ein Druckventil 6 gewährleistet, dass der
Wasserdampf erst bei einem vorgegebenen gewünschten Druck kontinuierlich oder intermittierend
zur Bügelsohle 2 des Dampfbügeleisens 13 mittels Dampfleitungen 7 geführt wird. Der
unter Druck stehende Wasserdampf 5 wird durch die Dampfaustrittslöcher 8 in der Bügelsohle
2 auf das Textil übertragen.
[0027] Das Dampferzeugungssystem 3 aus Fig. 1 weist außerdem einen von dem Wasserboiler
14 getrennten Tank für Wasser 15 auf. Das Wasser 15 wird mittels einer Pumpe 16 zum
Dampfkessel 4 geleitet. Dadurch kann sichergestellt werden, dass nicht ständig Wasser
15 nachgeschüttet werden muss, damit ein unterbrechungsfreies Bügeln des Bügelguts
beziehungsweise der Textile gewährleistet werden kann. Bei einer vorteilhaften Ausführungsform
der Erfindung verfügt das Dampferzeugungssystem 3 zusätzlich über eine extra Pumpe
- hier nicht gezeigt - um den Wasserdampf 5 auf einen gewünschten Dampfdruck-Wert
anheben zu können. Je höher der Dampfdruck-Wert ist, desto besser kann ein Textil
mit Wasserdampf 5 durchströmt werden. Mittels des aufgeheizten und unter Druck stehenden
Wasserdampfs 5 kann gewährleistet werden, dass eine einheitliche Temperatur des Bügelguts
unter der Bügelsohle 2 erreicht wird. Dadurch ist es möglich sicherzustellen, dass
eine energieeffiziente Glättung des Textils einer unterschiedlichen Materialzusammensetzung
und/oder Gewebestruktur erreicht sowie einer bestimmten Stärke bzw. Dicke des Textils
berücksichtigt werden kann.
[0028] Die in der Fig. 1 dargestellte Bügelvorrichtung 1 stellt eine Dampfbügelstation dar.
Dampfbügelstationen sind eine erweiterte Form der Dampfbügeleisen 13. Sie arbeiten
ebenfalls mit Wasserdampf 5, wobei der dafür notwendige Tank für das Wasser 15 jedoch
nicht direkt im Dampfbügeleisen 13 integriert ist. Ein Schlauch - Dampfleitungen 7
- dient dabei als Beförderungsmittel des Wasserdampfs 5 vom Tank mit Wasser 15 über
die Pumpe 16 zu dem Dampfkessel 4 und weiter über das Druckventil 6 zur Bügelsohle
2. Besonders vorteilhaft ist eine Dampfbügelstation, weil auch der Dampfdruck selbst
weitaus höher als bei einem einfachen Dampfbügeleisen 13 eingestellt werden kann.
Aufgrund des hoch einstellbaren Dampfdruck-Werts von bis zu 7 bar kann der aus der
Bügelsohle 2 austretende Wasserdampf 5 durch mehrere Lagen eines Textils dringen.
Je nach Gewebe und Stoffzusammensetzung des Bügelguts kann jedoch bereits ein erheblich
geringerer Dampfdruckwert ausreichen; beispielsweise ein Dampfdruck-Wert aus einem
Intervall größer 1 bar und kleiner 6 bar.
[0029] Bei einer weiteren Ausführungsform der Bügelvorrichtung 1 - hier nicht gezeigt -
kann das gesamte Dampferzeugungssystem 3 kompakt in einem Dampfbügeleisen 13 untergebracht
werden. Somit benötigt eine solche Bügelvorrichtung1 verhältnismäßig wenig Platz,
ist jedoch nur für ein mittelgroßes Bügelaufkommen geeignet, da sonst ständig Wasser
nachgefüllt werden muss.
[0030] Das in der Fig. 1 dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt des Weiteren eine Steuerungsvorrichtung
10 die über einen Anschluss 9 an das Dampferzeugungssystem 3 gekoppelt ist. Die Steuerungsvorrichtung
10 verfügt über einen Regler 11 zum Einstellen von unterschiedlichen Bügelprogrammen.
Anhand der unterschiedlichen Einstellungen * -** - *** des Reglers 11, vgl. Fig. 1,
kann die Bügelvorrichtung 1 auf physikalische Randbedingungen des zu bügelnden Textils
beziehungsweise Bügelguts optimal eingestellt werden. Darüber hinaus verfügt die Steuerungseinrichtung
10 über einen Regler 12, der ein Hygieneprogramm der Bügelvorrichtung 1 schaltet bzw.
einleitet. Das Hygieneprogramm gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ermöglicht
eine Abgabe von Wasserdampf 5 bei einem maximal einstellbaren Dampfdruck-Wert der
Bügelvorrichtung 1 und bei einer voreingestellten Temperatur des Wasserdampfs 5 beziehungsweise
der Bügelsohle 2.
[0031] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform sieht die Einstellung des Hygieneprogramms
12 der Steuerungseinrichtung 10 vor, dass der Druck des Wasserdampfs 6 bar beziehungsweise
7 bar beträgt. Besonders bevorzugt weist die Bügelsohle 2 dabei einen Temperatur-Wert
um die 190 °C besonders bevorzugt 180 °C auf. Damit kann sichergestellt werden, dass
nicht nur ein Großteil der zu glättenden Textilien gebügelt werden kann, sondern,
dass auch mögliche Mikroorganismen abgetötet werden können, die sich im Stoff beziehungsweise
den Fasern des Textils befinden.
[0032] Bei einer weiteren besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung lässt sich
der Regelkopf des Hygieneprogramms 12 in Kombination mit dem Regelkopf 11 der Bügelprogramme
* -** - *** hinzuschalten, wobei der in dem Dampferzeugungssystem 3 erzeugte Dampfdruck
des Wasserdampfs 5 und die Temperatur der Bügelsohle 2 des Dampfbügeleisens 13 der
Bügelvorrichtung 1 auf die speziellen physikalischen Randbedingungen der unter dem
Bügelprogramm 11 wählbaren Textileigenschaften eingestellt werden kann. Ein Verknüpfen
der beiden Programme: Regler Bügelprogramm 11 mit dem Regler Hygieneprogramm 12 ermöglicht
somit eine optimale Einstellung auf das zu glättende Bügelgut. Dabei wird bei dem
Hygieneprogramm 12 im Wesentlichen der maximale Dampfdruck-Wert des Dampferzeugungssystems
3 von der Steuerungseinrichtung 10 eingestellt. Bei einem vorgegebenen Temperatur-Wert
der Bügelsohle 2 der Bügelvorrichtung 1 wird der Temperatur-Wert aus einem Intervall
größer 110°C und kleiner 190°C oder besonders bevorzugt aus einem Intervall größer
150°C und kleiner 190°C gewählt. Es hat sich gezeigt, dass ein besonders bevorzugter
Wert dem Temperatur-Wert von 180°C entspricht, der bei maximal einstellbarem Dampfdruck-Wert
des Wasserdampfs 5 zum Bügeln fast jedes Stoffes oder Faser des Textils geeignet ist.
[0033] Da eine kontinuierliche Abgabe des Wasserdampfs 5 einen sehr hohen Energieaufwand
erfordert, ermöglicht es die Steuerungseinrichtung 10 den Wasserdampf 5 in intermittierenden
Intervallen auf das Bügelgut abzugeben. Dadurch wird zum einen ein Kondensieren des
Wasserdampfs 5 an der abkühlenden Bügelsohle 2 vermieden und gleichzeitig sichergestellt,
dass das Bügelgut auf dem Temperatur-Wert des Wasserdampfs 5 aufrechterhalten werden
kann. Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform wird ein Tastgrad des vorgegebenen
intermittierenden Dampfabgabe-Intervalls aus einem Intervall größer 10 % und kleiner
90% oder einem Tastgrad aus einem Intervall größer 40 % und kleiner 80 % gewählt.
[0034] Darüber hinaus kann bei einer noch bevorzugteren Ausführungsform die Steuerungseinrichtung
10 einen Frequenzwert eines Dampfabgabe-Zyklus derart einstellen, dass der Frequenzwert
aus einem Intervall größer 0,5 Dampfabgabe-Intervallen pro Sekunde und kleiner 5 Dampfabgabe-Intervallen
pro Sekunde oder einem Frequenzwert aus einem Intervall größer 0,5 Dampfabgabe-Intervallen
pro Sekunden und kleiner 2 Dampfabgabe-Intervallen pro Sekunde entspricht. Bei einer
besonders bevorzugten Ausführungsform können sowohl der Frequenzwert des Dampfabgabe-Zyklus
des vorgegebenen intermittierenden Dampfabgabe-Intervalls können anhand der beiden
Regler 11 und 12 für das Bügelprogramm beziehungsweise das Hygieneprogramm optimal
auf das zu bügelnde Textil eingestellt werden. Darüber hinaus lässt sich das Dampfabgabe-Intervall
beziehungsweise der Frequenz-Wert des Dampfabgabe-Zyklus auch in Abhängigkeit einer
Widerstandsfähigkeit von Mikroorganismen einstellen. Auf diese Weise kann sichergestellt
werden, dass die Mikroorganismen in der Faser oder dem Stoff des Textils auch abgetötet
werden und somit das Textil sterilisiert wird.
[0035] Demnach erlaubt die vorliegende Bügelvorrichtung 1 nicht nur Bügelgut unterschiedlicher
Art von Stoffen und Geweben energieeffizient zu glätten sondern darüber hinaus auch
dieses effektiv zu sterilisieren.
Bezugszeichenliste
[0036]
- 1
- Bügelvorrichtung
- 2
- Bügelsohle
- 3
- Dampferzeugungssystem
- 4
- Dampfkessel
- 5
- Wasserdampf
- 6
- Dampfdruckventil
- 7
- Dampfleitungen
- 8
- Dampfaustrittslöcher
- 9
- Anschluss
- 10
- Steuerungseinrichtung
- 11
- Bügelprogramm
- 12
- Hygieneprogramm
- 13
- Dampfbügeleisen
- 14
- Wasserboiler
- 15
- Wasser
- 16
- Pumpe
1. Eine Bügelvorrichtung (1) umfassend eine beheizbare Bügelsohle (2) und ein damit koppelbares
Dampferzeugungssystem (3) mit einem beheizbaren Dampfkessel (4) zum Erzeugen von Wasserdampf
(5), der über ein Dampfdruckventil (6) mittels Dampfleitungen (7) zu Dampfaustrittslöchern
(8) in der beheizbaren Bügelsohle (2) der Bügelvorrichtung (1) führbar und abgebbar
ist, sowie eine Steuerungseinrichtung (10), dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinrichtung (10) eingerichtet ist, den Wasserdampf (5) automatisch
in vorgegebenen intermittierenden Dampfabgabe-Intervallen abzugeben.
2. Bügelvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinrichtung (10) eingerichtet ist, den Wasserdampf (5) bei einem vorgegebenen
Dampfdruck-Wert des Dampferzeugungssystems (3) und einem vorgegebenen Temperatur-Wert
der Bügelsohle (2) abzugeben.
3. Bügelvorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der vorgegebene Dampfdruck-Wert einem von dem Dampferzeugungssystem (3) maximal erzeugbaren
Dampfdruck des Wasserdampfs (5) in dem Dampferzeugungssystem (3) entspricht.
4. Bügelvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der vorgegeben Dampfdruck-Wert des Wasserdampfs (5) aus einem Intervall größer 1
bar und kleiner 7 bar oder aus einem Intervall größer 3 bar und kleiner 7 bar auswählbar
ist.
5. Bügelvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der vorgegebene Temperatur-Wert der Bügelsohle (2) der Bügelvorrichtung (1) einem
Temperatur-Wert aus einem Intervall größer 110°C und kleiner 190°C oder einem Temperatur-Wert
aus einem Intervall größer 150°C und kleiner 190°C oder dem Temperatur-Wert 180°C
entspricht.
6. Bügelvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Tastgrad des vorgegebenen intermittierenden Dampfabgabe-Intervalls einem Tastgrad
aus einem Intervall größer 10% und kleiner 90% oder einem Tastgrad aus einem Intervall
größer 40% und kleiner 80% entspricht.
7. Bügelvorrichtung (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinrichtung (10) eingerichtet ist, einen Frequenz-Wert eines Dampfabgabe-Zyklus
einzustellen, wobei der Frequenz-Wert aus einem Intervall größer 0,5 Dampfabgabe-Intervallen
pro Sekunde und kleiner 5 Dampfabgabe-Intervallen pro Sekunde oder einem Frequenz-Wert
aus einem Intervall größer 0,8 Dampfabgabe-Intervallen pro Sekunde und kleiner 2 Dampfabgabe-Intervallen
pro Sekunde entspricht.
8. Bügelvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinrichtung (10) eingerichtet ist, den Dampfdruck-Wert und/oder einen
Dampftemperatur-Wert, abhängig von dem vorgegebenen Temperatur-Wert der Bügelsohle
(2) einzustellen.
9. Bügelvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinrichtung (10) eingerichtet ist, den Temperatur-Wert der Bügelsohle
(2) mindestens so hoch wie den Dampftemperatur-Wert einzustellen.
10. Bügelvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinrichtung (10) eingerichtet ist, den Dampfdruck-Wert und/oder den
Dampftemperatur-Wert des Wasserdampfs (5) und/oder Frequenz-Wert des Dampfabgabe-Zyklus
und/oder der Tastgrad des vorgegebenen intermittierenden Dampfabgabe-Intervalls und/oder
den Temperatur-Wert der Bügelsohle (2) in Abhängigkeit einer Stoff- und/oder einer
Faserzusammensetzung eines Bügelguts/Textils einzustellen.
11. Bügelvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinrichtung (10) eingerichtet ist, den Frequenz-Wert des Dampfabgabe-Zyklus
und/oder der Tastgrad des vorgegebenen intermittierenden Dampfabgabe-Intervalls und/oder
den Dampfdruck-Wert und/oder den Dampftemperatur-Wert des Wasserdampfs (5) und/oder
den Temperatur-Wert der Bügelsohle (2) in Abhängigkeit einer Dicke des Textils und/oder
in Abhängigkeit einer Widerstandsfähigkeit von Mikroorganismen einzustellen.
12. Bügelvorrichtung (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Dampferzeugungssystem (3) und/oder die Steuerungseinrichtung (10) und/oder die
Bügelsohle (2) eingerichtet sind, als integrierte Bestandteile einer Einheit der Bügelvorrichtung
(1) oder als separate miteinander koppelbare Einheiten der Bügelvorrichtung (1) ausgeführt
zu werden.
13. Verfahren zum Betreiben einer Bügelvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
umfassend eine Bügelsohle (2) und ein daran koppelbares Dampferzeugungssystem (3)
mit einem beheizbaren Dampfkessel (4) zum Erzeugen von Wasserdampf (5), der über ein
Dampfdruckventil (6) mittels Dampfleitungen (7) zu Dampfaustrittslöchern (8) in einer
beheizbaren Bügelsohle (2) der Bügelvorrichtung (1) führbar und abgebbar ist, sowie
eine Steuerungsvorrichtung (10), dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinrichtung (10) den Wasserdampf (5) automatisch in vorgegebenen intermittierenden
Dampfabgabe-Intervallen abgibt.
14. Verfahren nach Anspruch13, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinrichtung (10) einen Frequenz-Wert eines Dampfabgabe-Zyklus und/oder
ein Tastgrad des vorgegebenen intermittierenden Dampfabgabe-Intervalls und/oder einen
Dampfdruck-Wert und/oder einen Dampftemperatur-Wert des Wasserdampfs (5) und/oder
einen Temperatur-Wert der Bügelsohle (2) in Abhängigkeit einer Widerstandsfähigkeit
von Mikroorganismen einstellt.
15. Verwendung des Verfahrens nach Anspruch13 und 14 bei einer Bügelvorrichtung (1) nach
einem der Ansprüche 1 bis 12 zum Entkeimen von Textilien.