[0001] Die Erfindung betrifft einen Bauwerkbereich mit einer Wandöffnung und einem in die
Wandöffnung eingesetzten Rahmenbauteil sowie einem die Fuge zwischen Wandlaibung und
Rahmenbauteil abdichtenden Dichtband nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 bzw. einem
Dichtband nach Anspruch 18.
[0002] Bei der Montage von Rahmenbauteilen in einer Wandöffnung ist zum einen das Rahmenbauteil
in einer ausgerichteten Solllage in der Mauerwerksöffnung anzuordnen, zum anderen
ist eine Lastabtragung von dem Rahmenbauteil auf das Mauerwerk sicherzustellen. Diese
Lastabtragung gründet sich zum einen auf dem Eigengewicht des Rahmenbauteils, zum
anderen auf die auf das Rahmenbauteil wirkenden Kräfte, beispielsweise beim Öffnen
des jeweiligen Fenster- bzw. Türflügels, wobei dann an den Befestigungspunkten des
Rahmenbauteils in der Wandöffnung erhebliche Zug-, Schub- und Druckkräfte wirken.
Oft-mals erfolgt bei der Montage des Rahmenbauteils zunächst eine Fixierung (Vorfixierung)
des Rahmenbauteils in seiner Solllage in der Wandöffnung durch geeignete Mittel wie
Fixierungsschrauben, welche aber noch keine ausreichende Lastabtragung bewirken, wobei
dann anschließend nach Einbringung der jeweiligen Dichtung Lastabtragungsmittel zwischen
Rahmenbauteil und Wandlaibung angeordnet werden. Hierbei ist gleichzeitig zu gewährleisten,
dass durch die jeweiligen Lastabtragungsmittel die Dichtungsfunktion des Dichtbandes
nicht beeinträchtigt oder gar das Dichtband beschädigt wird.
[0003] Die Lastabtragung mittels Distanzmontageschrauben bzw. Dübeln zwischen Rahmenbauteil
und Wand ist mit dem Problem verbunden, dass diese in den Wandaufbau eingreifen, beispielsweise
durch entsprechende Bohrlöcher. Die Bauteile zum Aufbau der Wand wie Hohlziegel, Porenbetonsteine
oder dergleichen sind jedoch oftmals im Hinblick auf andere Eigenschaften optimiert,
beispielsweise im Hinblick auf eine hohe Wärmedämmung. Die entsprechenden Bauteile
weisen dann zwar die zum Aufbau der Wand notwendige Druckfestigkeit auf, die durch
die Lastabtragungsmittel über die Wandlaibung einwirkenden Zug-, Schub- und Druckkräfte
können jedoch oftmals dann nur unzureichend aufgenommen werden, da die jeweiligen
Wandelemente diesbezüglich nur eine unzureichende Festigkeit aufweisen, was oftmals
zum Ausbrechen der Bauelemente im Eingriffsbereich der genannten Lastabtragungsmittel
in diese oder zum "Ausschlagen" der Bohrlöcher bzw. der Bauwerksaufnahmen für die
Lastabtragungselemente durch oftmalige Lastwechsel führt. Zwar können die Bauelemente
bereichsweise mit verstärkten Bereichen ausgeführt werden, die Herstellung der Bauelemente
wird hierdurch jedoch sehr aufwändig und zum anderen ist der Eingriffsbereich des
Lastabtragungsmittels in das Bauelement örtlich nicht immer vordefiniert.
[0004] Eine andere Möglichkeit der Lastabtragung zwischen Rahmenbauteil und Wandbereich
besteht darin, beim Rahmeneinbau zwischen Mauerlaibung und Rahmenbauteil geeignete
Klötze oder Keile anzuordnen. Dies ist jedoch sehr aufwändig, da diese Klötze oder
Keile in ihrer Solllage schwer zu fixieren sind und insbesondere bei einer Nachjustierung
der Solllage des Rahmenbauteils oft verrutschen oder aus der Fuge herausfallen. Ferner
wird hierdurch oftmals die Dichtigkeit der Fuge beeinträchtigt, da der Übergangsbereich
zwischen Klotz und Dichtband nur schwer ordnungsgemäß abzudichten ist, insbesondere
auch bezüglich Schlagregen, so dass leicht Feuchtigkeit von außen in den Übergangsbereich
eindringen kann. Ferner ist eine Abdichtung des Klotzes zum Rahmenbauteil bzw. zur
Wandlaibung hin oftmals nur unzureichend bzw. schwer realisierbar. Andererseits muss
für eine ausreichend sichere und lastabtragende Anordnung des Klotzes in der Fuge
das Dichtband zumeist durchtrennt werden, was die weitere Gefahr von Undichtigkeiten
zur Folge hat. Ferner ergibt sich bei der Anordnung von mechanischen Klötzen oftmals
das Problem, dass diese dann in Richtung auf die Innen- oder Außenseite des Rahmenbauteils
von diesem vorstehen, was die Gefahr einer unbeabsichtigten Lageänderung der Klemmklötze
bedingt und die ordnungsgemäße Fugenabdichtung zusätzlich erschwert.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Bauwerkbereich mit eingesetztem und
mittels Dichtband gegenüber der Mauerwerkslaibung abgedichtetem Rahmenbauteil zu schaffen,
welches eine einfache und lastabtragende Lagefixierung des Rahmenbauteils in der Mauerwerksöffnung
ermöglicht und zum anderen eine hohe Dichtigkeit der Fugenabdichtung gewährleistet.
[0006] Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand des Anspruchs 1 bzw. des Anspruchs 18 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0007] Erfindungsgemäß weist das Dichtband- mindestens eine oder mehrere Ausnehmungen auf,
wobei die Ausnehmung zumindest teilweise oder vollständig mit einer bei Raumtemperatur
(23°C) spritzfähigen Füllmasse ausgefüllt ist, wobei die Füllmasse lastabtragend unter
Ausbildung des Lastabtragungsmittels für das Rahmenbauteil gegenüber der Wandlaibung
aushärtbar ist. lastabtragend aushärtbar" heißt, dass die ausgehärtete (vollständig
abgebundene) Füllmasse lastabtragende Eigenschaften aufweist und in der Fuge eine
lastabtragende Funktion in Bezug auf eine Lastabtragung vom Rahmenbauteil zur Wandlaibung
erfüllt. Die in die Dichtbandausnehmung eingebrachte spritzfähige Füllmasse wird dann
anschließend bei permanenter Anordnung in der Fuge zur Aushärtung gebracht. Durch
die erfindungsgemäßen Maßnahmen kann ein Ausschlagen oder Ausbrechen des Mauerwerks
wirksam vermieden werden, insbesondere an den Eingriffsbereichen von Befestigungs-oder
Lastabtragungselementen in das Mauerwerk wie an Bohrlöchern, indem diese Elemente
durch die ausgehärtete Füllmasse entlastet werden oder die Anordnung derartiger Eingriffsbereiche
minimiert oder vermieden wird. Dies gilt insbesondere bei auf das Rahmenbauteil wirkenden
Lastwechseln wie beim Öffnen eines Flügels des Rahmenbauteils, welcher an diesem angelenkt
ist, wie einem Fenster- oder Türflügel, wobei auf das Rahmenbauteil angesichts des
Flügelgewichtes beträchtliches Kippkräfte in Richtung des offenen Flügels bzw. senkrecht
zur Rahmenbauteilhauptebene wirken, oder beim Schließen des Flügels, wobei insbesondere
bei einem Zuschlagen des Flügels, z.B. durch Windeinwirkung, beträchtliche Kräfte
auf das Rahmenbauteil wirken. Auch bei derartigen Krafteinwirkungen, wird das Rahmenbauteil
spielfrei oder zumindest im Wesentlichen spielfrei durch die ausgehärtete Füllmasse,
welche eine Verkeilung des Rahmenbauteils in der Wandöffnung bewirkt, in der Wandöffnung
gehalten. Durch die ausgehärtete Füllmasse werden somit Druckkräfte auf das Rahmenbauteil
aufgefangen bzw. auf die Wandlaibung übertragen. Ferner können durch die ausgehärtete
Füllmasse Zug- und/oder Schubkräfte auf das Rahmenbauteil aufgefangen bzw. auf die
Wandlaibung übertragen werden. Dies ist bereits in nennenswerten Umfang gegeben, wenn
die ausgehärtete Füllmasse in Hinterschnitte, auch bspw. in Form von Poren, des Rahmenbauteils
und/oder der Wandlaibung eingreift, bspw. in Vertiefungen wie Rillen oder Nuten an
der Seitenfläche des Rahmenbauteils oder in Poren von porösem Material der Wandlaibung
oder sonstige Oberflächenunregelmäßigkeiten derselben. In besonderem Maße werden Schub-
und/oder Zugkräfte von der Füllmasse aufgefangen bzw. übertragen, wenn wie unten beschrieben
die Füllmasse einen Haftvermittler enthält oder ein solcher auf das Rahmenbauteil
und/oder die Wandlaibung aufgebracht wird.
Die Füllmasse weist somit im ausgehärteten Zustand lastabtragende Eigenschaften auf
und bewirkt eine Lastabtragung von dem Rahmenbauteil auf die Wandlaibung hin, und
weist hierzu eine ausreichende Druckfestigkeit auf sowie eine ausreichende Erstreckung
in der Fuge. Die auf das in die Wandöffnung eingesetzte Rahmenbauteil wirkenden Kräfte
werden somit von der ausgehärteten Füllmasse zumindest teilweise oder vollständig
aufgefangen bzw. auf die Wandlaibung übertragen, vorzugsweise ohne dass die Füllmasse
sich visuell erkennbar deformiert, beispielsweise unter Ermöglichung einer Lageveränderung
des Rahmenbauteils aus der Ausnehmung herausgedrückt wird.
[0008] Die ausgehärtete Füllmasse erstreckt sich also in Bezug auf das Rahmenbauteil in
lastabtragender Funktion zwischen Rahmenbauteil und Wandlaibung, die ausgehärtete
Füllmasse fungiert somit als Lastabtragungsmittel bzw. -element. Die ausgehärtete
Füllmasse kann das Rahmenbauteil gegenüber der Wandlaibung abstützen. Vorzugsweise
liegt die ausgehärtete Füllmasse unmittelbar lastabtragend an Rahmenbauteil und/oder
Wandlaibung an. Gegebenenfalls (weniger bevorzugt) kann zwischen der Füllmasse einerseits
und dem Rahmenbauteil und/oder der Wandlaibung andrerseits ein weiteres lastabtragendes
Element wie eine Zarge oder dergleichen angeordnet sein.
[0009] Die Aushärtung der Füllmasse kann hierbei gegebenenfalls ohne besondere Maßnahmen
des Anwenders erfolgen, wie beispielsweise durch Aufnahme von Feuchtigkeit und/oder
Sauerstoff durch die Füllmasse aus der Umgebung, oder auch durch besondere Maßnahmen
wie durch Strahlungsaushärtung, z.B. durch Bestrahlung mit UV- oder IR-Strahlung,
im Falle einer durch Strahlung aushärtbaren Füllmasse, oder auf andere geeignete Weise.
[0010] Die spritzfähige Füllmasse kann insbesondere bei Raumtemperatur und Normaldruck (23°C
/ 1013 hPa) fließfähig, insbesondere hochviskos, oder pastös sein. Die spritzfähige
Füllmasse ist besonders bevorzugt bei Raumtemperatur und Normaldruck (23°C / 1013
hPa) standfest.
[0011] Die in die Ausnehmung eingebrachte frische Füllmasse (also die Füllmasse in nicht
ausgehärtetem Zustand) ist bei Raumtemperatur spritztähig, insbesondere fließfähig
oder pastös, also ausreichend leicht verformbar, um sich an die Form der Ausnehmung
anpassen zu können ohne das Dichtband, insbesondere einen Weichschaumstoffkorpus desselben,
bei der Einbringung in die Ausnehmung in seiner Dichtfunktion wesentlich oder überhaupt
zu beeinträchtigen. Die Füllmasse kann auch pastös sein, bspw. als Spachtelmasse verarbeitbar
sein. Die Fließfähigkeit der Füllmasse kann unter geeignetem Druck gegeben sein, so
dass die Füllmasse mittels einer Spritze wie beispielsweise einer einer Kartuschenpresse
oder Auspresspistole, welche jeweils vorzugsweise manuell betätigbar ist, oder durch
manuelle Druckausübung, in die Ausnehmung eingebracht werden kann, bspw. bei einem
Druck von ≤ 10 bar oder ≤ 5 bar oder auch insbesondere oder ≤ 3 bar oder bspw. auch
≤ 2 bar oder auch nur ≤ 1,5 bar.
[0012] Die spritzfähige Füllmasse passt sich beim Einbringen in die Ausnehmung der Formgestalt
der Ausnehmung an. Die spritzfähige Füllmasse ist vorzugsweise durch leichte Druckausübung
in die Ausnehmung einbringbar, so dass der Spritzdruck derart niedrig ist, dass die
Solllage des Dichtbandes im Bereich der Ausnehmung durch das Einbringen der Füllmasse
nicht verändert wird und das Dichtband seine Dichtfunktion beibehält.
[0013] Im speziellen wird die Füllmasse derart in die Ausnehmung eingebracht, dass diese
die Ausnehmung vorzugsweise zumindest im Wesentlichen vollständig oder vollständig
ausfüllt.
[0014] Die Einbringung der Ausnehmung in das Dichtband kann an jeder geeigneten Stelle des
Dichtbandes erfolgen, an welcher eine Lastabtragung zu bewirken ist, so dass der erfindungsgemäße
Bauwerkbereich flexibel und an die jeweiligen Gegebenheiten des Bauwerks angepasst
werden kann. Die mit der Füllmasse versehenen Ausnehmungen des Dichtbandes können
an geeigneter Stelle und geeigneter Anzahl an dem Dichtband angeordnet sein, um eine
teilweise oder vollständige Lastabtragung des Rahmenbauteils gegenüber der Wandlaibung
mittels der ausgehärteten Füllmasse zu bewirken.
[0015] Durch die Anordnung der Füllmasse in der Ausnehmung ist ferner ein Eingriff in die
Struktur des die Wandlaibung bereitstellenden Bauteils wie beispielsweise eines Bausteines
(z.B. Hohlziegel, Porenbetonsteines oder dergleichen nicht gegeben. Die erfindungsgemäße
Ausbildung des Baubereichs kann somit unabhängig von dem Material, welches die jeweilige
Wand mit Wandlaibung bereitstellt, eingesetzt werden. Ferner ist die Erstellung des
Baubereichs wesentlich vereinfacht, da aufwändige Arbeiten wie das Einbringen von
Bohrungen in das Mauerwerk zur Lastabtragung des Rahmenbauteils nicht erforderlich
sind. Allgemein im Rahmen der Erfindung können jedoch gegebenenfalls - falls geeignet
und/oder gewünscht - bei der Erstellung des Bauwerkbereichs Befestigungsmittel wie
Schrauben oder Dübel in Eingriff mit der Wand, gegebenenfalls auch in den jeweiligen
Korpus des die Wand aufbauenden Bauteils wie Baustein usw., eingebracht werden, beispielsweise
zur Vorfixierung, zur Lagefixierung und/oder zur (zusätzlichen) Lastabtragung zwischen
Rahmenbauteil und Wandlaibung. Insbesondere kann durch die Anordnung der genannten
Fixierungsmittel das Rahmenbauteil in seiner Solllage in der Wandöffnung vorfixiert
werden, bevor die Ausnehmungen des Dichtbandes mit der erfindungsgemäß einzusetzenden
Füllmasse zumindest teilweise oder bevorzugt vollständig zur Lastabtragung ausgefüllt
werden. Gegebenenfalls wird die überwiegende oder gesamte Lastabtragung des Rahmenbauteils
zur Wandlaibung durch die erfindungsmäßen mit ausgehärteter Füllmasse zumindest teilweise
ausgefüllten Dichtbandausnehmungen bewirkt. Gegebenenfalls können, ergänzend weitere
Lastabtragungsmittel vorgesehen sein, welche ggf. auch in den Wandaufbau eingreifen
können, bspw. um die Lastabtragung durch die ausgehärtete Füllmasse zu unterstützen,
je nach Anwendungsfall sind diese weiteren Lastabtragungsmittel jedoch nicht vorgesehen.
[0016] Die ausgehärtete Füllmasse ist vorzugsweise massiv ausgebildet, weist also zumindest
im Wesentlichen keine Hohlräume auf. Vorzugsweise nimmt die ausgehärtete Füllmasse
eine blockförmige Gestalt ein, wodurch eine gute Lastabtragung bzw. Aufnahme von Schub-
und Zugkräften gegeben ist.
[0017] Vorzugsweise sind bei einem Rahmenbauteil mit seitlich angelenktem und seitlich öffenbaren
Flügel die mit Füllmasse zu befüllenden Dichtbandausnehmungen zumindest an der Anschlagseite
des Flügels im unteren Bereich, bspw. am unteren Fugeneck der mit dem Dichtband abgedichteten
Fuge, und an der gegenüberliegenden Öffnungsseite des Flügels im oberen Bereich, bspw.
am oberen Fugeneck, angeordnet, jeweils bevorzugt bezogen auf den in Raumrichtung
vertikal verlaufenden Fugenabschnitt. Alternativ oder gegebenenfalls in Kombination
mit obiger Anordnung können bei einem Rahmenbauteil mit seitlich angelenktem und seitlich
öffenbaren Flügel die mit Füllmasse zu befüllenden Dichtbandausnehmungen zumindest
an der Anschlagseite des Flügels im oberen Bereich, bspw. am oberen Fugeneck der mit
dem Dichtband abgedichteten Fuge, und an der gegenüberliegenden Öffnungsseite des
Flügels im unteren Bereich, bspw. am unteren Fugeneck, angeordnet, jeweils bevorzugt
bezogen auf den in Raumrichtung vertikal verlaufenden Fugenabschnitt. Das oben Gesagte
gilt jeweils auch für mit Füllmasse zumindest teilweise oder vollständig befüllten
Ausnehmungen. Allgemein können die mit Füllmasse befüllten Dichtbandausnehmungen an
dem Rahmenbauteil auf gegenüberliegenden Seiten und vorzugsweise einander diametral
gegenüberliegend, also wechelseitig oben und unten, angeordnet sein.
[0018] Vorzugsweise ist die Füllmasse in mehreren in Umfangsrichtung des Rahmenbauteils
voneinander beabstandeten Ausnehmungen des Dichtbandes angeordnet ist, unter Ausbildung
getrennter Füllmassenbereiche.
Allgemein im Rahmen der Erfindung können an dem Umfang des Rahmenprofils ≥ 2 oder
≥ 3 oder auch ≥ 4 oder ≥ 5 Dichtbandausnehmungen mit aushärtender oder ausgehärteter
Füllmasse verteilt angeordnet sein, aber auch nur beispielsweise 2 oder 3.
[0019] Die einzelnen getrennten Füllmassenbereiche können über den Rahmenbauteilumfang einen
Abstand von ≥ 30 cm oder ≥ 40 cm aufweisen, vorzugsweise ≥ 50 cm, bspw. ca. 50-70
cm. Hierdurch ist eine gute Lastabtragung (auch in Bezug auf Zugund Schubkräfte) bei
zugleich geringem Arbeitsaufwand gegeben. Der genannte Abstand der Füllmassenbereiche
kann ≤ 80 cm oder ≤ 100 cm betragen, ohne hierauf beschränkt zu sein, unter Umständen
auch ≤ 120 cm, wodurch in der Regel noch eine gute Lastabtragung gewährleistet wird.
[0020] Vorzugsweise münden sämtliche der Ausnehmungen des Dichtbandes in derselben Dichtbandschmalseite,
was die die Einbringung der Ausnehmungen in das Dichtband und die Anordnung der Füllmasse
in den Dichtbandausnehmungen erleichtert. Gegebenenfalls können die Dichtbandausnehmungen
auch in verschiedenen Schmalseiten des Dichtbandes ausmünden.
[0021] Es versteht sich allgemein im Rahmen der Erfindung, dass die Füllmasse, welche in
die Ausnehmung eingebracht wird, sich in ihrem nicht ausgehärteten, spritzfähigem
wie beispielsweise fließfähigem oder pastösen, Zustand befindet, wobei die Füllmasse
in deren lastabtragender Funktion sich in ausgehärtetem Zustand befindet.
[0022] Vorzugsweise ist die Ausnehmung in einer Schmalseite des Dichtbandes mündend angeordnet,
wobei sich die Ausnehmung durchgehend von der Wandlaibung bis zum Rahmenbauteil erstreckt.
Hierdurch wird die Einbringung der Füllmasse in die Ausnehmung erleichtert und eine
lastabtragende Anordnung derselben sichergestellt.
[0023] Vorzugsweise erstreckt sich die in der Ausnehmung eingebrachte Füllmasse, insbesondere
in ausgehärtetem Zustand, durchgehend von der Wandlaibung bis zum Rahmenbauteil und
füllt die Ausnehmung zumindest teilweise oder vollständig aus.
[0024] Vorzugsweise werden die Ausnehmungen bauseits in das Dichtband eingebracht. Die Einbringung
der Ausnehmungen in das Dichtband erfolgt vorzugsweise an dem Dichtband, welches an
dem Rahmenbauteil lose vorfixiert ist, wodurch die Handhabung des Dichtbandes durch
die eingebrachte Schwächung durch die Ausnehmung nicht beeinträchtigt wird, oder gegebenenfalls
auch bereits vor der Montage des Dichtbandes an dem Rahmenbauteil, also allgemein
vor Einbringung des Rahmenbauteils in die Wandöffnung, unter Umständen auch erst an
dem in der Fuge zwischen Rahmenbauteil und Wandlaibung eingesetztem Dichtband. Besonders
bevorzugt wird das Rahmenbauteil mit dem an diesem vormontierten, mit der oder den
Ausnehmung(en) versehenen Dichtband in die Wandöffnung eingesetzt.
[0025] Besonders bevorzugt wird die Füllmasse in die Dichtbandausnehmung(en) eingebracht,
wenn das Dichtband abdichtend an dem Rahmenbauteil und der Wandlaibung anliegt, sich
also beispielsweise bei einem zur verzögerten Rückstellung imprägnierten Dichtband
das Dichtband in seinem in der Fuge vollständig zurückgestellten Zustand befindet.
[0026] Allgemein im Rahmen der Erfindung weist das Dichtband vorzugsweise einen Schaumstoffkorpus
auf oder das Dichtband besteht aus einem Schaumstoffkorpus, insbesondere jeweils aus
Weichschaumstoffmaterial. Der Schaumstoffkorpus liegt in Montageanordnung des Dichtbandes
vorzugsweise abdichtend an der Wandlaibung und an dem Rahmenbauteil an. Der Schaumstoffkorpus
ist vorzugsweise reversibel komprimierbar. Der Schaumstoffkorpus ist vorzugsweise
einteilig ausgebildet, da hierdurch auch die Einbringung der Ausnehmungen in den Korpus
erleichtert und vermieden wird, dass Füllmasse zwischen verschiedene Bereiche eines
mehrteiligen Korpus eindringt, was einen Mehrverbrauch an Füllmasse bedingen würde.
Gegebenenfalls kann der Schaumstoffkorpus aber auch mehrteilig ausgebildet sein, beispielsweise
durch mehrere Abschnitte aus Schaumstoffmaterial, welche sich vorzugsweise in Dichtbandlängsrichtung
erstrecken. Der Schaumstoffkorpus besteht vorzugsweise aus einem Polyurethan-Material.
Vorzugsweise ist das Dichtband, bzw. der Schaumstoffkorpus desselben, mit einem Imprägniermittel
imprägniert. Die Imprägnierung kann insbesondere zur verzögerten Rückstellung des
Dichtbandes ausgebildet sein, gegebenenfalls alternativ oder zusätzlich auch eine
Verbesserung der Schlagregendichtigkeit und/oder Verminderung der Luftdurchlässigkeit
des Dichtbandes bewirken. Das Imprägniermittel umfasst oder besteht vorzugsweise aus
einem Acrylatpolymer in Bezug auf die organischen Bestandteile des Imprägniermittels.
Das Imprägniermittel kann bezogen auf dessen Trockensubstanz aus ≥ 50 Gew.-% oder
≥ 75 Gew.-% Acrylatpolymer bestehen. Durch die Verwendung derartiger Imprägniermittel
ist auch bei unterschiedlichen Anwendungstemperaturen eine zuverlässige Rückstellung
des Dichtbandes ermöglicht, derartige Imprägniermittel sind an sich bekannt.
[0027] Gegebenenfalls, wenn auch weniger bevorzugt, kann der Schaumstoffkorpus auch zumindest
teilweise aus einem Ortsschaum bestehen, welcher vor Ort erzeugt und in nicht ausgehärtetem
Zustand in die abzudichtenden Fuge eingebracht wird oder durch andere geeignete Dichtungsmaterialien.
Alternativ kann der Schaumstoffkorpus auch teilweise aus einem vorkonfektionierten,
bspw. zur Rückstellverzögerung ausgerüsteten Dichtband, und teilweise durch andere
Dichtungsmaterialien wie einen Ortschaum in Kombination bestehen.
[0028] Das in der Fuge abdichtend angeordnete Dichtband ist vorzugsweise auf 15-50 % seiner
Ausgangshöhe in vollständig frei entspanntem Zustand komprimiert, vorzugsweise auf
20-40% oder seiner Ausgangshöhe.
[0029] Von der Erfindung ferner umfasst ist ein Dichtband zur Abdichtung oder in abdichtender
Anordnung in einer Fuge eines Bauwerkbereichs, insbesondere wie allgemein im Rahmen
der Erfindung beschrieben. Auf Anspruch 18 sei diesbezüglich verwiesen. Die ausgehärtete
Füllmasse kontaktiert bzw. ist verbunden mit dem in der Fuge abdichtend angeordneten,
komprimierten Dichtband.
[0030] Vorzugsweise ist die Füllmasse im ausgehärteten Zustand abdichtend mit der Wandlaibung
und/oder mit dem Rahmenbauteil in Kontakt, grenzt also abdichtend an die Wandlaibung
und/oder das Rahmenbauteil an. Die ausgehärtete Füllmasse passt sich hierbei der Kontur
der Kontaktfläche (Seitenfläche) des Rahmenbauteils und/oder der Wandlaibung an, aufgrund
der Einbringung der Füllmasse in spritzfähigem wie bspw. fließfähigem oder pastösem
Zustand. Hierdurch übernimmt die Füllmasse in Bezug auf die Abdichtung der Fuge zwischen
Wandlaibung und Rahmenbauteil eine Funktion des Dichtbandes, welches ebenfalls die
genannte Fuge abdichtet. Im Gegensatz zu Keilen oder anderen starren Lastabtragungsmitteln,
welche herkömmlicherweise in die Fuge eingebracht werden, übernimmt die Füllmasse
neben der Lagefixierung somit zugleich auch eine Dichtungsfunktion in der Fuge. Besonders
bevorzugt ist die Füllmasse im ausgehärteten Zustand abdichtend mit der Wandlaibung,
und/oder dem Rahmenbauteil verbunden, beispielsweise durch Adhäsivkräfte verklebt,
welche beim Aushärten der Füllmasse zwischen dieser und dem angrenzenden Bereich von
Laibung bzw. Rahmenbauteil ausgebildet werden. Hierdurch ist zum einen eine verbesserte
Abdichtung gegeben, zum anderen die Füllmasse auch zusätzlich durch die Adhäsivkräfte
an dem jeweiligen Bereich lagefixiert.
[0031] Besonders bevorzugt ist ferner die Füllmasse im ausgehärteten Zustand abdichtend
mit dem Dichtband in Kontakt und besonders vorteilhaft abdichtend mit dem Dichtband
verbunden, bspw. durch Adhäsivkräfte mit diesem verklebt, welche beim Aushärten der
Füllmasse ausgebildet werden. Hierdurch ist sichergestellt, dass Medien wie Luft oder
Feuchtigkeit nicht in einen Zwischenraum zwischen Füllmasse und Dichtband eindringen
können und sich beispielsweise Feuchtigkeit auch nicht in der Ausnehmung bzw. einem
Freiraum zwischen Füllmasse und Dichtband ansammeln kann. Die besonders bevorzugte
Verbindung von Füllmasse und Dichtband kann auch hier alternativ oder zusätzlich neben
den Adhäsivkräften durch ein gewisses Eindringen der Füllmasse in die Porenstruktur
des Dichtbandes erfolgen, wobei dieses Eindringen sich gegebenenfalls auch nur auf
eine oder weniger als eine Porenlage des Dichtbandes beschränken kann. Auch dieses
geringe Eindringen kann jedoch eine gewisse Verzahnung der Füllmasse mit dem Dichtbandkorpus
bzw. Schaumstoffkorpus des Dichtbandes bewirken.
[0032] Vorzugsweise ist der abdichtende Kontakt bzw. die abdichtende Verbindung der ausgehärteten
Füllmasse mit der Wandlaibung und/oder dem Rahmenbauteil derart ausgebildet, dass
die Luftdurchlässigkeit in dem Kontakt- bzw. Verbindungsbereich von Füllmasse und
dem an diese angrenzenden Bereich des Bauwerkes derart ausgebildet, dass die Luftdichtigkeit
zumindest gleich oder kleiner ist als die des Dichtbandes, vorzugsweise um ≥ 25% oder
≥ 50% gegenüber dieser vermindert, bezogen auf die Dichtigkeit des Dichtbandes.
[0033] Die Luftdichtigkeit des Dichtbandes, insbesondere die Luftdurchlässigkeit des Weichschaumstoffmaterials
des Dichtbandes, kann ≤ 1000 l/m
2s ader ≤ 800 l/m
2s betragen, vorzugsweise ≤ 600 l/m
2s oder ≤ 500 l/m
2s, besonders bevorzugt ≤ 400 l/m
2s oder ≤ 300 l/m
2s, insbesondere bevorzugt ≤ 250 l/m
2s oder ≤ 200 l/m
2s. Allgemein im Rahmen der Erfindung wird die Luftdurchlässigkeit unter den Normbedingungen
bestimmt, mit einem 10mm dicken Schaumstück (vollständig entspannt) bei einem Mess-Unterdruck
von 0,5 mbar, Prüffläche 100 cm
2, Frank-Gerät 21443, DIN EN ISO 9237.
[0034] Vorzugsweise ist der abdichtende Kontakt bzw. die abdichtende Verbindung der ausgehärteten
Füllmasse mit der. Wandlaibung und/oder dem Rahmenbauteil derart ausgebildet, dass
die Schlagregendichtigkeit in dem Kontakt- bzw. Verbindungsbereich von Füllmasse und
dem an diese angrenzenden Bereich des Bauwerkes derart ausgebildet, dass die Schlagregendichtigkeit
in diesem Bereich zumindest gleich oder kleiner ist als an dem Bereich der Fuge, welche
nur durch das Dichtband abgedichtet wird, vorzugsweise um ≥ 25% oder ≥ 50% gegenüber
dieser vermindert.
[0035] Die Schlagregendichtigkeit der mit dem Dichtband abgedichteten Fuge kann ≥ 600 Pa,
vorzugsweise ≥ 750 Pa oder insbesondere ≥ 900 Pa betragen, gegebenenfalls auch ≥ 450
Pa. Die Schlagregendichtigkeit wird allgemein im Rahmen der Erfindung nach DIN EN
1027 bestimmt.
[0036] Vorzugsweise erstreckt sich das Dichtband in der Fuge durchgehend über den Bereich
der Füllmasse entlang der Fugenlänge, so dass also das in der Fuge angeordnete Dichtband
auf Höhe der Füllmasse nicht durchtrennt ist. Das Dichtband erstreckt sich somit auf
Höhe der Füllmasse durchgehend über die gesamte Fugenbreite und die gesamte Erstreckung
der Füllmasse in Richtung der Fugenlänge. Hierdurch wird eine zuverlässige Abdichtung
der Fuge, insbesondere auch in Bezug auf Luftdurchlässigkeit und Schlagregendichtigkeit,
gewährleistet.
[0037] Vorzugsweise ist die Füllmasse an der Dichtbandschmalseite, in welcher die die Füllmasse
aufnehmende Dichtbandausnehmung mündet, zumindest im Wesentlichen bündig mit der Dichtbandschmalseite
angeordnet. Vorzugsweise steht die Füllmasse von der Schmalseite, in welcher die die
Füllmasse aufnehmende Dichtbandausnehmung mündet, nicht von dem Dichtband nach außen
vor, so dass die Füllmasse also funktionell als Teilbereich des Dichtbandes wirkt
und die Anordnung weiterer Materialien oder Elemente, welche das Dichtband auf der
die Ausnehmung aufweisenden Schmalseite überdecken, nicht behindert. Vorzugsweise
ist die Ausnehmung vollständig mit der Füllmasse im ausgehärteten Zustand ausgefüllt,
so dass also im Bereich der Füllmasse nicht eine Vertiefung gegenüber der Dichtbandseitenfläche
ausgebildet wird, was eine optimale Fugenabdichtung sicherstellt und die zuverlässige
Anordnung einer Fugenabdeckung, welche das Dichtband übergreift, ermöglicht wird.
Eine derartige Fugenabdeckung kann beispielsweise als Wandputz, Fassadenelement oder
dergleichen ausgebildet sein. Hierdurch werden somit Ungleichmäßigkeiten im Putz oder
Hohlräume zwischen der Füllmasse und dem Abdeckungselement wie beispielsweise einem
Fassadenelement vermieden.
[0038] Vorzugsweise erstreckt sich die Füllmasse über ≥ 20% oder ≥ 25%, insbesondere ≥ 33%
oder ≥ 40% über die Dichtbandbreite, also die Erstreckung des in der Fuge angeordneten
Dichtbandes in Richtung der Fugentiefe. Hierdurch ist eine zuverlässige Lastabtragung
des Rahmenbauteils gegenüber der Laibung durch die ausgehärtete Füllmasse gegeben.
Vorzugsweise erstreckt sich die Füllmasse über ≤ 95% oder ≤3 90%, vorzugsweise ≤ 80%
oder ≤ 70%, besonders bevorzugt ≤ 65% über die Dichtbandbreite (die oben angegebene
Definition der Dichtbandbreite ist allgemein im Rahmen der Erfindung gegeben). Hierdurch
ist sichergestellt, dass durch das Dichtband auch auf Höhe der ausgehärteten Füllmasse
eine ausreichende Fugenabdichtung aber auch ein ausreichender Abtransport von Feuchtigkeit
durch das Dichtband durch Diffusion ermöglicht ist, gerade auch auf Höhe der Füllmasse.
[0039] Vorzugsweise verjüngt sich die Ausnehmung ausgehend von der Dichtbandschmalseite,
in welcher die Ausnehmung mündet, kontinuierlich zu der gegenüberliegenden Dichtbandschmalseite
hin. Hierdurch wird eine einfache und zuverlässige Befüllung der Ausnehmung mit der
frischen (nicht-ausgehärteten) Füllmasse ermöglicht. Vorzugsweise weist die Ausnehmung
in Richtung der Fugentiefe, ausgehend von der Dichtbandschmalseite, in welcher die
die Füllmasse aufnehmende Ausnehmung mündet, keine Hinterschneidung auf. Auch hierdurch
wird eine zuverlässige und vollständige Ausfüllung der Ausnehmung durch die Füllmasse
gewährleistet, was die Gefahr von Hohlräumen zwischen Füllmasse und Dichtband minimiert
bzw. ausschließt.
[0040] Die die Füllmasse aufnehmende Ausnehmung des Dichtbandes kann einen Öffnungswinkel
im Bereich von 30°-140° oder 45°-120° aufweisen, vorzugsweise im Bereich von 60°-120°,
bspw. ca. 90°, was die Einbringung von Füllmasse in die Ausnehmung erleichtert und
zudem eine ausreichende Anlagefläche der Füllmasse an der Wandlaibung bzw. dem Rahmenbauteil
und damit eine gute Lastabtragung ermöglicht.
[0041] Allgemein im Rahmen der Erfindung ist die Dichtbandausnehmung vorzugsweise nur lokal
oder punktuell an dem Dichtband angeordnet, erstreckt sich also für jede einzelne
Ausnehmung nur über einen kleinen Teil der Dichtbandlänge, bspw. ≤ 20% oder ≤ 15%
oder vorzugsweise ≤ 10% oder ≤ 5% derselben. Gegebenenfalls kann die Ausnehmung auch
eine größere Erstreckung über die Dichtbandlänge aufweisen.
[0042] Der Anlagebereich der Füllmasse an der Wandlaibung und/oder dem Rahmenbauteil kann
für die jeweilige Dichtbandausnehmung eine Fläche von ≥ 2 cm
2, vorzugsweise ≥ 4 cm
2 oder besonders bevorzugt ≥ 6 cm
2 betragen, bspw. ca. 8-12 cm
2, wodurch eine gute Lastabtragung ermöglicht wird. Der Anlagebereich der Füllmasse
an der Wandlaibung und/oder dem Rahmenbauteil kann für die jeweilige Dichtbandausnehmung
≤ 50 cm
2 oder ≤ 30 cm
2, vorzugsweise ≤ 20 cm
2 oder ≤ 15 cm
2, betragen. Hierdurch wird eine zuverlässige Fugenabdichtung durch das Dichtband trotz
Anordnung der Füllmasse in der Fuge ermöglicht.
[0043] Vorzugsweise weist die ausgehärtete Füllmasse eine Druckfestigkeit von ≥ 0,2 N/mm
2 oder ≥ 0,3 N/mm
2, vorzugsweise ≥ 0,4 N/mm
2 oder ≥ 0,5 N/mm
2. Hierdurch ist gewährleistet, dass die die Füllmasse aufnehmende Ausnehmung des Dichtbandes
nicht zu groß bemessen werden muss, um eine ausreichende Lastabtragung durch die ausgehärtete
Füllmasse zu gewährleisten, so dass die Dichtbandfunktion auch im Bereich der Füllmasse
gewährleistet wird. Die Druckfestigkeit der ausgehärteten Füllmasse kann ≤ 3 N/mm
2 oder ≤ 2 N/mm
2 betragen, gegebenenfalls auch ≤ 1,5 N/mm
2 oder ≤ 1,0 N/mm
2, beispielsweise im Bereich von 0,75 N/mm
2. Die Druckfestigkeit wird allgemein im Rahmen der Erfindung bestimmt bei einer Verformung
von 1 mm. Die Druckfestigkeit wird nach dem Hausverfahren des Instituts für Fenstertechnik
e.V., Rosenheim, Deutschland, gültig im Juni 2014, bestimmt. Die Probekörper haben
eine Nenndicke von 10 mm, die Probenkörper können beispielsweise die Abmessungen 32,7mm
x 32,1mm bzw. eine Fläche von ca. 1000 mm2 aufweisen. Die Probekörper werden einer
Zugprüfmaschine nach DIN EN ISO 7500-1 zwischen 2 ebene Flächen eingelegt und durch
einen Druckstempel mit einem Durchmesser von 50 mm bei Raumtemperatur (23°C) mit einer
konstanten Vorschubgeschwindigkeit (weggesteuert) von 1 mm/min belastet. Der Kraft-Weg-Verlauf
wird kontinuierlich aufgezeichnet. Die Wegmessung erfolgt über den Traversenweg s,
welcher auf 6 mm begrenzt ist. Die ermittelten Kräfte werden als Mittelwert mit einer
Standardabweichung und als 5% Fraktile mit einer Aussagewahrscheinlichkeit von 90%
ausgewertet und zusammengefasst, beispielsweise mit einer Anzahl von 11 Proben zur
Bestimmung des Mittelwertes.
[0044] Vorzugsweise ist die ausgehärtete Füllmasse in der jeweiligen als Lastabtragungsbereich
wirkenden, gefüllten Ausnehmung derart ausgebildet, dass die Füllmasse einen Lastabtragung
von ≥ 10 kg oder ≥ 20 kg, vorzugsweise 30 kg oder ≥ 40 kg, besonders bevorzugt ≥ 50
kg auf die Wandlaibung bewirkt. Die ausgehärtete Füllmasse hat somit eine ausreichende
mechanische Festigkeit und eine ausreichende Anlagefläche an Rahmenbauteil und Wandlaibung,
dass der genannte Lastabtrag bewirkt werden kann. Die Lastabtragung kann insbesondere
ohne visuell sichtbare bleibende Deformation der ausgehärteten Füllmasse bei der genannten
Lastbeanspruchung erfolgen. Die Lastabtragung wirkt jeweils in Richtung der Fugenbreite,
also senkrecht zur Seitenfläche der Rahmenbauteils bzw. der Wandlaibung.
[0045] Besonders bevorzugt weist die Füllmasse im ausgehärteten Zustand eine Zugfestigkeit
von ≥ 0,5 N/mm
2 oder ≥ 1,0 N/mm
2 auf, vorzugsweise ≥ 2,0 N/mm
2 oder ≥ 2,5 N/mm
2, die Zugfestigkeit kann allgemein ≤ 15 N/mm
2 oder ≤ 10 N/mm
2 betragen, beispielsweise ≤ 7 N/mm
2 oder ≥ 5 N/mm
2, beispielsweise ca. 3,0 N/mm
2. Hierdurch ist eine sichere aber für Lastwechsel wie Temperaturschwankungen oder
Erschütterungen ausreichend flexible Halterung des Rahmenbauteil in der Wandöffnung
gefördert.
[0046] Die Bruchdehnung der ausgehärteten Füllmasse kann ≥ 50% oder ≥ 100% oder ≥ 200% betragen,
vorzugsweise ≥ 300% oder ≥ 350%, insbesondere bevorzugt ≥ 400%. Die Bruchdehnung kann
insbesondere ≤ 800% oder ≥ 700% betragen, beispielsweise auch ≤ 600% oder ≤ 550%,
beispielsweise im Bereich von ca. 475%. Auch hierdurch ist eine sichere aber für Lastwechsel
wie Temperaturschwankungen oder Erschütterungen ausreichend flexible Halterung des
Rahmenbauteils in der Wandöffnung gefördert.
[0047] Die ausgehärtete Füllmasse kann eine Shore A-Härte von ≥ 10° oder ≥ 20° aufweisen,
vorzugsweise oder ≥ 30° oder ≥ 40°, beispielsweise im Bereich von 50-60°, was eine
gute Lastabtragung fördert. Allgemein kann die Shore A-Härte ≤ 70° oder ≤ 80° betragen,
insbesondere auch ≤ 100°, wodurch bei Lastwechseln Beschädigungen des Rahmenbauteils
aufgrund zu starrer Lastabtragungsbereiche vermieden werden.
[0048] Die Zugfestigkeit, Bruchdehnung und Shore A-Härte werden im Rahmen der Erfindung
gemäß EN 53504 S2 bestimmt.
[0049] Es gelten im Rahmen der Erfindung jeweils die am 1.6.2014 gültigen Fassungen der
jeweiligen Normen bzw. Prüfbestimmungen.
[0050] Durch die oben beschriebene Bruchdehnung und Shore A-Härte, unabhängig voneinander,
ist neben einer ausreichenden Lastabtragung auch eine ausreichende Elastizität der
ausgehärteten Füllmasse gegeben, so dass diese Schwankungen einer Last auf das Rahmenbauteil
oder Schwankungen der Fugenbreite, beispielsweise aufgrund von Temperaturschwankungen
der angrenzenden Bauteile, Erschütterungen oder dergleichen, wie diese bei Bauwerken
oftmals auftreten, ausgleichen kann. Eine absolut starre Verbindung des Rahmenbauteils
mit der Wandlaibung, welche beispielsweise Temperaturschwankungen oder Erschütterungen
nicht ausgleichen bzw. vermindern könnte, wird somit vermieden. Hierdurch werden zugleich
Beschädigungen des Rahmens minimiert.
[0051] Ferner wird durch die genannten Materialeigenschaften der ausgehärteten Füllmasse,
insbesondere Druckfestigkeit, Zugfestigkeit, Bruchdehnung und/oder Shore A-Härte bevorzugt
gewährleistet, dass eine ausreichende Gebrauchstauglichkeit des die ausgehärtete Füllmasse
umfassenden Befestigungssystems des Rahmenbauteils in der Wandöffnung gewährleistet
ist, beispielsweise auch bleibende Lageveränderungen des Rahmenbauteils gemäß MO-02/1-Bedingungen
(Entwurf) des Instituts für Fenstertechnik e.V. von ≤ 1mm, vorzugsweise ≤ 0,9mm oder
≤ 0,8mm, gegebenenfalls auch ≤ 0,6mm gewährleistet werden.
[0052] Die Füllmasse kann allgemein beispielsweise eine Kunststoffmasse auf Silikonbasis
oder PU-Basis, MS-Polymer, Hybridpolymer, PUSI, SPUR oder auch ein aushärtender Dispersionsklebstoff
sein, wobei auch andere geeignete Füllmassen, vorzugsweise auf Basis von aushärtenden
Kunststoffen einsetzbar sind. Die Füllmasse kann eine Ein-Komponenten- oder auch Zwei-Komponenten-Masse
sein. Die aushärtenden Kunststoffe der Füllmasse bilden vorzugsweise eine durchgehende
Matrix, welche die Lastabtragung bewirkt. Es versteht sich, dass die Kunststoffmassen
Füllstoffe, auch anorganische Füllstoffe, aufweisen können. Gegebenenfalls können
auch mineralische Füllmassen eingesetzt werden, vorzugsweise mit Kunststoffanteilen,
um eine bevorzugte Flexibilität der ausgehärteten, lastabtragenden Masse zu gewährleisten.
[0053] Die Füllmasse kann insbesondere allgemein im Rahmen der Erfindung einen Haftvermittler
aufweisen, wodurch eine besonders gute Haftung der Füllmasse mit den angrenzenden
Bereichen von Wandlaibung, Rahmenbauteil und/oder Dichtband erzielt werden kann.
[0054] In Bezug auf die Erfüllung besonders geeigneter mechanischer Eigenschaften als auch
einer guten Anhaftung an die angrenzenden Bereiche von Wandlaibung, Rahmenbauteil
und Dichtband, insbesondere in Bezug auf eine abdichtende Verbindung mit diesen, haben
sich Polyurethane und Polyether, einschließlich Mischungen derselben, besonders bewährt.
Insbesondere kann die Füllmasse silikonfrei sein oder einen Silikongehalt von ≥ 5
Gew.-% oder ≤ 2 Gew.-%, vorzugsweise ≤ 1 Gew.-% bezogen auf die ausgehärtete Füllmasse
(23°C/50% relative Luftfeuchtigkeit) aufweisen. Als besonders bewährt haben sich Silan-modifizierte
Polyether oder Silan-modifizierte Polyurethane, einschließlich Gemische derselben
erwiesen. Als Haftvermittler sind beispielsweise aminische Haftvermittler einsetzbar
wie aminische Silan- oder Siloxan-Verbindungen. Allgemein kann die Füllmasse ein kristallwasserhaltiges
Salz enthalten, welches ein saures oder basisches kristallwasserhaltiges Salz sein
kann, bspw. ein Hydroxidphosphat. Das Silan-modifizierte Polymer, insbesondere als
Polyether, Polyurethan oder Gemisch derselben, kann die allgemeine Struktur (Alkyl-O)
3Si-X-Polymer-X-Si-(O-Alkyl)
3 oder (Alkyl-O)
2(Alkyl)-Si-X-Polymer-X-Si-(Alkyl)(O-Alkyl)
2 mit X als Alkylen-Verbindungsgruppe, darstellen. Derartige härtbare Massen weisen
besonders bevorzugte mechanische Eigenschaften in Kombination mit besonders bevorzugter
Anhaftung an die angrenzenden Bereiche von Wandlaibung und Rahmenbauteil und gegebenenfalls
auch Dichtband auf. Derartige härtbare Füllmassen sind beispielsweise aus der
WO 2012/065716 bekannt, deren Offenbarungsgehalt hiermit voll inhaltlich mit umfasst ist.
[0055] Alternativ oder zusätzlich zu dem in der Füllmasse enthaltenen Haftvermittler ist
bevorzugt die Füllmasse mittels eines Haftvermittlers an dem Rahmenbauteil und/oder
der Wandlaibung angehaftet. Der Haftvermittler kann vor Einbringung der frischen Füllmasse
in die Dichtbandausnehmung jeweils an Stelle des Rahmenbauteils und/oder der Wanderlaibung
aufgebracht werden, an welcher die Füllmasse positioniert werden soll. Für die jeweiligen
Füllmassen in Frage kommenden Haftvermittler sind an sich bekannt. Hierdurch können
besonders hohe Schub- und/oder Zugkräfte auf das Rahmenbauteil aufgenommen werden,
ohne Lageveränderung des Rahmenbauteils und der ausgehärteten Füllmasse.
[0056] Allgemein im Rahmen der Erfindung kann die Füllmasse eine Härterkomponente aufweisen,
welcher eine schnelle Aushärtung der Füllmasse in der Ausnehmung ermöglicht.
[0057] Allgemein kann die Füllmasse derart eingestellt sein, dass diese innerhalb von bis
zu 4 Stunden oder bis zu 3 Stunden, vorzugsweise bis zu 2 Stunden oder bis zu 1 Stunde,
gegebenenfalls auch bis zu 30 Minuten, derart ausgehärtet ist, dass diese schneidbar
ist, wobei unter Schneidbarkeit verstanden wird, dass an dem Schneidwerkzeug keine
Füllmasse anhaftet und die Füllmasse oberflächlich klebfrei ist.
[0058] Die Härtungsreaktion der frischen Füllmasse kann allgemein durch Zutritt von Wasser
und/oder Sauerstoff erfolgen, bspw. verbunden mit einer Alkoholabspaltung von einem
Precursor der organischen Bestandteile der Füllmasse wie einem Silan-modifizierten
Polymer. Die Härtungsreaktion kann allgemein unter Vernetzung der Precursor-Komponenten
der Füllmasse erfolgen. Gegebenenfalls kann die Härtung auch durch andere Mechanismen
erfolgen, bspw. durch Strahlung wie UV- oder IR-Bestrahlung, wenn auch nicht bevorzugt.
[0059] Besonders vorteilhaft weist die Füllmasse eine Verarbeitungsviskosität auf, welche
nach EN 27 390 als "standfest" zu klassifizieren ist. Hierdurch wir sichergestellt,
dass die frische, in die Ausnehmung eingebrachte Füllmasse nicht verläuft, bevor diese
ausgehärtet ist. Gegebenenfalls kann unter Umständen die frische Füllmasse auch ein
geringeres Standvermögen aufweisen, bspw. ein Standvermögen nach EN 27 390 von ≤ 5mm
oder ≤ 3mm, vorzugsweise ≤ 2 mm oder ≥ 1mm, falls für den jeweiligen Anwendungsfall
akzeptabel. Allgemein sollte die Standfestigkeit der frischen, in die Ausnehmung eingebrachte
Füllmasse derart hoch sein, dass diese nicht oder nur in akzeptablem Umfang aus der
Ausnehmung ausläuft, bevor diese ausgehärtet ist. Beispielsweise kann die frische,
in die Ausnehmung eingebrachte Füllmasse, eine Viskosität (23°C, 1013 hPa) von ≥ 10
4 mPa/s oder ≥ 10
5 mPa/s oder ≥ 10
6 mPa/s oder auch ≥ 10
7 mPa/s aufweisen, fall im jeweiligen Anwendungsfall praktikabel, beispielsweise ≤
10
9 mPa/s oder 10
8 mPa/s oder ≤ 10
7 mPa/s.
[0060] Allgemein im Rahmen der Erfindung kann das Rahmenbauteil in seiner Solllage mit seinem
Querschnitt vollständig in der Wandöffnung eingesetzt sein. Das Rahmenbauteil kann
aber auch von der Wand vorkragen, wobei an dem vorkragenden Rahmenbauteilbereich seitlich
Montageplatten vorgesehen sein können. Vorzugsweise ist die ausgehärtete Füllmasse
dann überwiegend (bezogen auf deren der Wandlaibung zugewandten Fläche) oder vollständig
an dem nicht von der Wand auskragenden Bereich des Rahmenbauteils angeordnet, um Last
auf die Wand abzutragen.
[0061] Die Erfindung wird nachfolgend beispielhaft beschrieben und anhand des Ausführungsbeispiels
beispielhaft erläutert. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine schematische Darstellung eines Rahmenbauteils mit Lastabtragungsbereichen,
- Figur 2:
- eine perspektivische Darstellung eines Rahmenbauteils mit Dichtband und in diesem
eingebrachter Ausnehmung,
- Figur 3:
- eine Darstellung des Rahmenbauteils mit Dichtband nach Figur 2 und in der Ausnehmung
eingebrachter Füllmasse.
- Figur 4:
- eine weitere Darstellung einer Einbausituation eines Rahmenbauteils mit erfindungsgemäßen
Lastabtragungsbereichen.
[0062] Figur 1 zeigt einen Bauwerksbereich 1 mit einer Wandöffnung 2, welche eine Wandlaibung
2A ausbildet. In der Wandöffnung 2 ist ein Rahmenbauteil 3 beispielsweise in Form
eines Fensterrahmens eingesetzt. Das Rahmenbauteil 3 weist einen öffenbaren Flügel
3F auf, was allgemein im Rahmen der Erfindung gelten kann. Das Rahmenbauteil 3 weist
ferner eine umlaufende Seitenfläche 3B auf. Die Fuge 4 (überproportional breit dargestellt)
zwischen Wandlaibung 2A und Rahmenbauteil 3 ist mittels eines Dichtbandes 5 (Fig.
2,3) abgedichtet, welches sowohl abdichtend an der Wandlaibung 2A als auch der Seitenfläche
3B des Rahmenbauteils anliegt, im montierten Zustand des Rahmenbauteils. Zur Vormontage
bzw. Vorfixierung des Rahmenbauteils in der Wandöffnung 2 sind Fixierungsmittel 7
beispielsweise in Form von Fixierungsschrauben vorgesehen, welche eine Lagefixierung
des Rahmenbauteils in einer definierten räumlichen Ausrichtung bzw. Justierung gegenüber
der die Wandöffnung 2 bereitstellenden Wand bewirken.
[0063] Das Dichtband 5 ist in den Figuren 2 und 3 in vormontiertem Zustand an dem Rahmenbauteil
3 dargestellt, gegebenenfalls kann jedoch das Dichtband 5 auch unabhängig von dem
Rahmenbauteil in die Fuge 4 eingebracht werden. Das Dichtband 5 weist an Wandlaibung
2A und Seitenfläche 3B des Rahmenbauteils anlegbare bzw. im Montagezustand anliegende
Breitseiten 5A, 5B auf, sowie raumauswärts und raumeinwärts ausrichtbare bzw. im Montagezustand
ausgerichtete Schmalseiten 5C, 5D.
[0064] Erfindungsgemäß wird zur Montage des Rahmenbauteils in das Dichtband 5 eine Ausnehmung
6 eingebracht, welche in einer Schmalseite 5C des Dichtbandes mündet, beispielsweise
der rauminnenseitigen Schmalseite. Allgemein ist dies die Schmalseite, von welcher
aus her das Rahmenbauteil in die Mauerwerksöffnung eingesetzt wird. Die Ausnehmung
6 erstreckt sich hierbei über die gesamte Dichtschmalseite, also im Montagezustand
des Rahmenbauteils durchgehend von der Wandlaibung 2A bis zur Seitenfläche 3B des
Rahmenbauteils. Die Ausnehmung 6 kann vor Ort bei Montage des Fensters durch ein geeignetes
Werkzeug in das Dichtband eingebracht werden oder auf andere geeignete Art und Weise.
Die Ausnehmung 6 ist hierbei hinterschneidungsfrei ausgeführt. Die Ausnehmung 6 erweitert
sich kontinuierlich von dem Grund 6A der Ausnehmung hin zu der Ausmündungsschmalseite
5C. Die Ausnehmung 6 erstreckt sich nach dem Ausführungsbeispiel über in etwa die
halbe Breite des Dichtbandes 5 und somit auch die halbe Fugentiefe im Montagezustand
des Rahmenbauteils 3. Durch die Ausnehmung 6 kann eine Fläche von ca. 8 cm
2 bereitgestellt werden, welche an die Wandlaibung 2A bzw. die Seitenfläche 3B angrenzt.
Es versteht sich, dass die Ausnehmung in Bezug auf deren Erstreckung zwischen Wandlaibung
und Rahmenbauteilseitenfläche einen gleichbleibenden Querschnitt aufweisen kann.
[0065] Erfindungsgemäß wird in die Ausnehmung 6, wenn das Rahmenbauteil in der Wandöffnung
eingebracht und vorzugsweise mittels der Fixierungsmittel 7 vorfixiert ist, eine spritzfähige
wie bspw. fließfähige oder pastöse und aushärtbare Füllmasse 8 eingebracht. Die frische
Füllmasse ist nach dem Ausführungsbeispiel standfest. Die Einbringung der Füllmasse
8 erfolgt insbesondere dann, wenn das Dichtband abdichtend an der Wandlaibung 2A und
der Rahmenbauteilseitenfläche 3B anliegt, d.h. die Fuge ausfüllend expandiert ist.
Die frische (nicht ausgehärtete) Füllmasse befindet sich bei Raumtemperatur in einem
spritzfähigen Zustand, so dass diese unter vollständiger Ausfüllung der Ausnehmung
in diese eingebracht werden kann, auch wenn die Ausnehmung unterschiedliche bzw. unregelmäßige
Geometrien aufweist. Die Füllmasse 8 kann beispielsweise durch eine Kartusche 9, welche
manuell druckbeaufschlagt wird, beispielsweise mittels einer bekannten Kartuschenpresse,
in die Ausnehmung 6 eingebracht werden, oder auf andere geeignete Weise. Hierdurch
können bauseits Ausnehmungen unterschiedlicher Geometrien zuverlässig und zumindest
im Wesentlichen vollständig mittels der frischen Füllmasse ausgefüllt werden.
[0066] Im ausgehärteten Zustand ist die Füllmasse 8 in Kontakt mit der Seitenfläche 3B des
Rahmenbauteils sowie auch der Wandlaibung 2A, um eine Lastabtragung von dem Rahmenbauteil
auf die Wandlaibung zu ermöglichen bzw. bei Last auf das Rahmenbauteil zu bewirken.
Die Füllmasse ist hierbei durch Klebkräfte wie Adhäsivkräfte mit dem Rahmenbauteil
3 und der Wandlaibung 2A verbunden. Hierdurch ist zugleich bewirkt, dass zwischen
der ausgehärteten Füllmasse 8 und der Wandlaibung 2A sowie auch der Seitenfläche 3B
des Rahmenbauteils eine hohe Luftdichtigkeit und Schlagregendichtigkeit bewirkt wird
und etwaige Spalte oder Freiräume zwischen der Füllmasse 8 und dem Rahmenbauteil 3
sowie der Wandlaibung 2 vermieden werden. Ferner werden durch die Adhäsivkräfte, insbesondere
auch aufgrund eines Haftvermittlers, welcher in der Füllmasse vorhanden oder als separater
Primer auf die Haftflächen der Bauteile aufgebracht werden kann, die Übertragung hoher
Schub- und Zugkräfte vom Rahmenbauteil auf die Laibung ermöglicht. Die Füllmasse 8
kann hierbei über die gesamte Fläche der Ausnehmung an Wandlaibung 2A und Rahmenbauteilseitenfläche
3B anliegen bzw. adhäsiv mit diesen verbunden sein. Ferner ist die Füllmasse vollflächig
in Kontakt mit dem Dichtband bzw. mit dem Dichtband verbunden, so dass zwischen Füllmasse
8 und Dichtband 5 keine Hohlräume verbleiben, in welchen sich beispielsweise Feuchtigkeit
ansammeln könnte. Die Füllmasse 8 ist hierbei auch mit dem Dichtband 5 adhäsiv verbunden
und/oder greift in die Porenstruktur des Dichtbandes 5 zumindest geringfügig ein,
um sich an den Porenstegen des Dichtbandes zu verkrallen. Hierdurch wird auch im Bereich
der Füllmasse 8 eine hohe Luftdichtigkeit und Schlagregendichtigkeit der Dichtbandabdichtung
gegeben. Die ausgehärtete Füllmasse ist massiv (hohlraumfrei).
[0067] Das Dichtband 5 erstreckt sich hierbei durchgehend im Bereich der Füllmasse 8 über
die gesamte Fugenbreite, was allgemein im Rahmen der Erfindung gelten kann, wodurch
eine zuverlässige Fugenabdichtung durch das Dichtband 5 gegeben ist, gegebenenfalls
in Kombination mit der Füllmasse 8.
[0068] Das Dichtband 5 ist nach dem Ausführungsbeispiel zur verzögerten Rückstellung imprägniert,
auch wenn dies nicht immer erforderlich ist. Das Dichtband 5 weist eine Luftdurchlässigkeit
von ca. 250 l/ms
2 auf. Die Fugenabdichtung, auch im Bereich der Füllmasse 8, weist eine Schlagregendichtigkeit
von ≥ 600 Pa auf.
[0069] Die Füllmasse 8 weist im ausgehärteten Zustand eine Druckfestigkeit von ca. 0,75
N/mm
2, eine Shore A-Härte von ca. 50°, eine Bruchdehnung von ca. 400% und eine Zugfestigkeit
von ca. 1,5 N/mm
2 auf. Die Füllmasse weist somit einerseits eine geeignete, gewisse Elastizität auf,
so dass diese auch in bewegten Fugen einsetzbar ist, zum anderen eine ausreichend
hohe Lastabtragung bewirkt wird.
[0070] Durch die jeweilige in der jeweiligen Ausnehmung 5 angeordnete Füllmasse 8 wird somit
ein Lastabtragungsbereich 10 vom Rahmenbauteil 3 zur Wandlaibung 2A hin bewirkt (in
Fig. 1 sind aus zeichentechnischen Gründen die Lastabtragungsbereiche beabstandet
von Laibung und Rahmenbauteil dargestellt). Durch den jeweiligen Lastabtragungsbereich
wird ein Lastabtrag von ca. 60 kg vom Rahmenbauteil auf die Wandlaibung hin ermöglicht,
was sich aus der Druckfestigkeit der ausgehärteten Füllmasse in Kombination mit der
zur Wandlaibung bzw.
[0071] Seitenfläche 3B hin gerichteten Querschnittsfläche der Ausnehmung ergibt.
[0072] Die Füllmasse 8 besteht nach dem Ausführungsbeispiel besonders vorteilhaft aus einem
Silan-modifizierten Polyether. Die Füllmasse weist einen Haftvermittler, auch allgemein
haftmittel" genannt, auf, was allgemein im Rahmen der Erfindung bevorzugt ist, um
eine gute Anhaftung an der Wandlaibung und dem Rahmenbauteil sowie auch dem Dichtband
zu bewirken und hierdurch auch Zug- und Schubkräfte auf das Rahmenbauteil in besonderem
Maße auf die Wandlaibung übertragen zu können. Der Haftvermittler ist hier, und vorzugsweise
allgemein im Rahmen der Erfindung, in der Füllmasse eingearbeitet, insbesondere homogen
eingearbeitet. Die einzelnen Lastabtragungsbereiche 10, welche durch die in den Ausnehmungen
6 angeordnete ausgehärtete Füllmasse 8 bewirkt werden, können in bekannter Weise an
dem Rahmenbauteil angeordnet sein, beispielsweise auch an benachbarten oder gegenüberliegenden
Seiten des Rahmenbauteils, wie beispielsweise in Figur 1 dargestellt ist.
[0073] Die Füllmasse ist somit in mehreren in Umfangsrichtung des Rahmenbauteils voneinander
beabstandeten Ausnehmungen des Dichtbandes angeordnet, unter Ausbildung getrennter
Füllmassenbereiche.
[0074] Die einzelnen getrennten Füllmassenbereiche können über den Rahmenbauteilumfang bzw.
die Erstreckung einer Rahmenbauteilkante, insbesondere einer vertikalen Rahmenbauteilkante
einen Abstand von ≥ 40cm, zumeist 50 - 100cm oder 50 - 80cm aufweisen. Bei PVC-Rahmen
sind meist maximal 70cm gegeben, bei steifen Rahmen wie Alu oder Holz meist ca. 80cm,
ohne hierauf beschränkt zu sein. Die genannten Abstände können allgemein im Rahmen
der Erfindung gelten. Es wird jeweils zur Abstandsbestimmung auf die Mitte der Erstreckung
der Füllmassenbereiche abgehoben. Dies gilt jeweils entsprechend auch für andere Abstände
der Füllmassenbereiche wie bspw. Rahmenbauteilinnenecken.
[0075] Gegebenenfalls können weitere übliche Lastabtragungsmittel zur Befestigung des Rahmenbauteils
in der Laibung eingesetzt werden (nicht dargestellt).
[0076] Nach Aushärten der Füllmasse können die Vorfixierungsmittel gegebenenfalls entfernt
werden, sofern zulässig, die Vorfixierungsmittel können aber auch in ihrer Fixierungsposition
oder allgemein verbleiben und das Rahmenbauteil zusätzlich zu den Füllmassenbereichen
in der Mauerwerksöffnung halten und auch Kräfte vom Rahmenbauteil auf die Laibung
übertragen. Füllmasse und Vorfixierungsmittel ergänzen sich somit. Die Vorfixierungsmittel
können wie allgemein im Rahmen der Erfindung auch als übliche Fensterbefestigungsmittel
wie Schraubbolzen ausgeführt sein. Die "Vorfixierungsmittel" fallen hierbei, wie allgemein
im Rahmen der Erfindung, unter den allgemeinen Begriff der "Fixierungsmittel". Die
Vorfixierungsmittel aber auch ansonsten Fensterbefestigungsmittel zur dauerhaften
Fensterfixierung können zusätzlich zu den ausgehärteten Füllmassenbereichen zur Lagefixierung
des Rahmenbauteils vorgesehen sein.
[0077] Die Vorfixierungsmittel, welche insbesondere auch in Form üblicher Lastabtragungs-
bzw. Fensterbefestigungsmittel wie Sicherungsschrauben ausgebildet sein können, wie
sie beispielsweise bei herkömmlicher dauerhafter Rahmenbefestigung einsetzbar sind,
können von den Rahmeninnenecken des Rahmenbauteils jeweils einen Abstand von ca. 15
cm aufweisen, bspw. im Bereich von 10-20 cm, jeweils bezogen auf die Rahmenhöhe, und
somit auch die übliche Funktion von Fensterbefestigungsmitteln übernehmen. Vorzugsweise
sind diese Fixierungsmittel an den in Einbaulage vertikal angeordneten Seitenflächen
des Rahmenbauteils angeordnet. Bei einflügligen Rahmen sind vorzugsweise drei solche
Fixierungsmittel/Befestigungsmittel vorgesehen (2 oben, eines unten), bei zweiflügeligen
Rahmen vier derselben. Die Füllmassenbereiche können dann von den Fixierungsmitteln/Befestigungsmitteln
über den Rahmenumfang beabstandet sein, wie die Füllmassenbereiche untereinander.
Es versteht sich, dass die Füllmassenbereiche dann zwischen den derartigen Fixierungsmitteln
angeordnet sind bzw. auf der von der Rahmenecke abgewandten Seite der Fixierungsmittel.
[0078] Figur 4 zeigt eine Abwandlung der im vorherigen Absatz beschriebenen Einbausituation
des Rahmenbauteils mit Lastabtragungsbereichen aus ausgehärteter Füllmasse, wobei
im Übrigen vollinhaltlich die Ausführungen zu den anderen Ausführungsbeispielen gelten
können. Anstelle der Vorfixierungsmittel bzw. üblichen Fensterbefestigungsmittel sind
Lastabtragungsbereiche 10(RI) aus ausgehärteter Füllmasse in einem Abstand d1 von
10 - 20cm, bspw. ca. 15cm, von den Rahmeninnenecken RI, bezogen auf die Rahmenhöhe
angeordnet. Zu den Abständen weiterer Lastabtragungsbereiche 10 von den Bereichen
10(RI) sei auf das oben Gesagte verwiesen (Abstand d2 der einzelnen Füllmassenbereiche
10 von einander entlang Rahmenbauteilumfang bzw. Rahmenbauteilkante). Bei der dargestellten
Befestigungssituation kann somit gegebenenfalls auf übliche Fensterbefestigungsmittel
verzichtet werden, welche hier durch die Füllmassenbereiche 10(RI) ersetzt werden.
Die oben beschriebene Anordnung der Fixierungsmittel/Befestigungsmittel bei einflügeligen
oder zweiflügeligen Rahmen bezieht sich dann hier entsprechend auf die Anordnung der
Füllmassenbereiche 10 bzw. 10(RI)
[0079] In einer Abwandlung ist die Füllmasse (für einige oder sämtliche der Füllmassenbereiche)
mittels eines Haftvermittlers (Primer) an dem Rahmenbauteil und/oder der Wandlaibung
angehaftet.
1. Bauwerkbereich mit einer Wandöffnung, welche eine Wandlaibung ausbildet, und mit einem
in der Wandöffnung eingesetzten Rahmenbauteil wie einem Fenster- oder Türrahmen, sowie
mit einem Dichtband, welches eine Fuge zwischen Wandlaibung und Rahmenbauteil abdichtet,
wobei das Dichtband der Mauerwerkslaibung und dem Rahmenbauteil zugewandte Breitseiten
und raumauswärts und rauminnenwärts gerichtete Schmalseiten aufweist, wobei ferner
Lastabtragungsmittel vorgesehen sind, welche eine Lastabtragung von dem Rahmenbauteil
zur Wandlaibung bewirken, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtband mindestens eine Ausnehmung aufweist, dass die Ausnehmung mit einer
bei Raumtemperatur spritzfähigen Füllmasse zumindest teilweise oder vollständig ausgefüllt
ist, und dass die Füllmasse lastabtragend unter Ausbildung eines Lastabtragungsmittels
für das Rahmenbauteil gegenüber der Wandlaibung aushärtbar ist.
2. Bauwerkbereich nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Füllmasse in einem bei Raumtemperatur ausgehärteten Zustand lastabtragend ausgehärtet
ist.
3. Bauwerkbereich nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung in einer Schmalseite des Dichtbandes mündet.
4. Bauwerkbereich nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Füllmasse in der Ausnehmung durchgehend von der Wandlaibung bis zum Rahmenbauteil
hin erstreckt.
5. Bauwerkbereich nach einem der Ansprüche 1-4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Füllmasse im ausgehärtetem Zustand
- Schub- und/oder Zugkräfte aufnehmend an dem Rahmenbauteil und der Wandlaibung festgelegt
ist und/oder
- abdichtend mit der Wandlaibung und/oder abdichtend mit dem Rahmenbauteil verbunden
oder verklebt ist und/oder
- abdichtend mit dem Dichtband verbunden oder verklebt ist.
6. Bauwerkbereich nach einem der Ansprüche 1-5,
dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtband
- sich im Bereich der Füllmasse durchgehend entlang der Fugenlänge erstreckt und/oder
- zur verzögerten Rückstellung imprägniert ist.
7. Bauwerkbereich nach einem der Ansprüche 1-6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Füllmasse im ausgehärteten Zustand
- eine Druckfestigkeit von ≥ 0,2 N/mm2 aufweist und/oder
- elastisch deformierbar ist und/oder
- eine Zugfestigkeit von ≥ 0,5 N/mm2 und/oder eine Bruchdehnung von ≥ 50% aufweist und/oder
- eine Shore A-Härte von ≥ 10° aufweist.
8. Bauwerkbereich nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, dass die in der jeweiligen Ausnehmung angeordnete ausgehärtete Füllmasse eine Lastabtragung
von ≥ 10 kg von dem Rahmenbauteil zur Wandlaibung erbringt.
9. Bauwerkbereich nach einem der Ansprüche 1-8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Füllmasse
- auf Basis eines silanterminierten Monomers, insbesondere silanterminierten Polyether
oder silanterminierten Polyurethan, ausgebildet ist und/oder
- einen Haftvermitteler zur Verbesserung der Haftfähigkeit an dem Rahmenbauteil und/oder
der Wandlaibung aufweist und/oder
- mittels eines Haftvermittelers an dem Rahmenbauteil und/oder der Wandlaibung angehaftet
ist und/oder
- in mehreren in Umfangsrichtung des Rahmenbauteils voneinander beabstandeten Ausnehmungen
des Dichtbandes angeordnet ist.
10. Bauwerkbereich nach einem der Ansprüche 1-9, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung des Dichtbandes sich von der Dichtbandschmalseite, in welche die Ausnehmung
mündet, in Richtung der Fugentiefe hinterschneidungsfrei ausgebildet ist.
11. Bauwerkbereich nach einem der Ansprüche 1-10, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere lastabtragend mit Füllmasse zumindest teilweise ausgefüllte Ausnehmungen
des Dichtbandes vorgesehen sind, welche vorzugsweise an benachbarten und/oder gegenüberliegenden
Seiten des Rahmenbauteils angeordnet sind.
12. Bauwerkbereich nach einem der Ansprüche 1-11, dadurch gekennzeichnet, dass die frische Füllmasse bei Raurntemperatur und Normaldruck standfest ist.
13. Bauwerkbereich nach einem der Ansprüche 1-12, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich Fixierungsmittel zur Lagefixierung des Rahmenbauteils in der Wandöffnung
vorgesehen sind.
14. Dichtband zur Abdichtung oder in abdichtender Anordnung in einer Fuge eines Bauwerkbereichs,
vorzugsweise nach einem der Ansprüche 1-13, wobei die Fuge zwischen einer Wandlaibung
einer Wandöffnung und einem Rahmenbauteil ausbildet ist, wobei das Dichtband der Mauerwerkslaibung
und dem Rahmenbauteil zugewandte oder jeweils an diese anlegbare Breitseiten und raumauswärts
und rauminnenwärts gerichtete oder anordenbare Schmalseiten aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtband mindestens eine Ausnehmung aufweist, dass die Ausnehmung mit einer
bei Raumtemperatur spritzfähigen Füllmasse zumindest teilweise oder vollständig ausgefüllt
ist, so dass sich die Füllmasse durchgehend von einer Dichtbandbreitseite zu der gegenüberliegenden
Dichtbandbreitseite erstreckt, dass die Füllmasse lastabtragend unter Ausbildung eines
Lastabtragungsmittels für das Rahmenbauteil in der Wandöffnung aushärtbar ist, und
dass das Dichtband auf 15-50% seiner Ausgangshöhe in völlig frei entspanntem Zustand
komprimiert ist.
15. Dichtband nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Füllmasse in einem bei Raumtemperatur ausgehärteten Zustand lastabtragend ausgehärtet
ist.