[0001] Die Erfindung betrifft eine Rollladenkasten-Statikkonsole für einen Rollladenkasten
mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
[0002] Fenster, die mit einem Rollladen ausgerüstet sind, besitzen einen auf dem oberen
Querriegel des Blendrahmens angebrachten Rollladenkasten, der bei modernen Fenstern
insbesondere aus Kunststoffprofilen vorgefertigt ist und direkt mit dem Blendrahmen
verbunden werden kann, sodass er nicht mehr bauseits durch Holzarbeiten hergestellt
zu werden braucht. Der Bereich des oberen Blendrahmens wird als Riegel betrachtet.
Dieser, und die Befestigung nach oben in den Baukörper, müssen so ausgelegt sein,
dass alle statischen und dynamischen Lasten aufgenommen werden können. Ist dies nicht
der Fall, kann es aufgrund der verstärkten Durchbiegung des Blendrahmens zu Undichtigkeiten
im Bereich der Bauwerksabdichtung und zur Einschränkung der Funktion des Fensters
führen.
[0003] Um dem entgegenzuwirken, sind metallische Verstärkungselemente bekannt, die als Rollladenkasten-Statikkonsolen
bezeichnet werden. Sie besitzen eine insgesamt L-, U- oder C-förmige Konfiguration,
damit sie um den auf einer Rollladenwelle aufgewickelten Rollladenpanzer herumgreifen
können. Sie werden mit ihrer Bodenbefestigungslasche mit der Unterseite des Rollladenkastens
und dem Blendrahmen verbunden und mit ihrer Deckenbefestigungslasche mit dem Bauwerk
verbunden, insbesondere mit einem Fenstersturz oder einer Decke. Dabei muss die Befestigung
entweder durch das obere Deckelteil des Rollladenkastens hindurch erfolgen oder es
ist sogar eine Ausfräsung am Rollladenkasten erforderlich, damit die Rollladenkasten-Statikkonsole
mit ihrer Deckenanschlusslasche mit dem Deckensturz oder anderen Bauwerksteilen direkt
verbunden werden kann. Durch die Ausfräsung entstehen jedoch zusätzliche Wärmebrücken.
[0004] Zudem ist die Montage der Deckenanschlusslasche in jedem Fall schwierig, da dazu
allein innerhalb des geöffneten Rollladenkastens gearbeitet werden kann und mit ausgebautem,
zumindest vollständig abgewickeltem Rollladenpanzer gearbeitet werden muss. Bei Rollladenkästen,
die von der Rauminnenseite geöffnet werden können, ist zwar gegenüber von unten zu
öffnenden Rollladenkästen eine bessere Zugänglichkeit gegeben, jedoch können die üblichen
Elektrowerkzeuge von der Innenraumseite her mangels ausreichender Höhe schlecht angesetzt
werden. Bei von unten zu öffnenden Rollladenkästen reicht die Höhe zwar, um eine Bohrmaschine
in Anschlag zu bringen, jedoch ist der Zugriff nur durch die relativ schmale Öffnung
möglich. Der Befestigungspunkt an der Deckenanschlusslasche ist zudem aus statischen
Gründen möglichst weit zur Mitte des Rollladenkastens hin angeordnet, liegt also in
der Regel nicht in vertikaler Flucht mit der Öffnung an der unteren Revisionsklappe.
Die Befestigung der Deckenanschlusslasche ist daher sehr schwierig und zeitaufwändig,
sodass entgegen den anerkannten Regeln der Technik in der Praxis Rollladenkästen oftmals
ohne Rollladenkasten-Statikkonsolen eingebaut werden, wobei die oben beschriebenen
Nachteile und Folgeschäden durch Windlasten auftreten. Auch die Einbruchhemmung ist
ohne Rollladenkasten-Statikkonsole deutlich schlechter, da der obere Riegel des Blendrahmens
leicht verformbar ist, so dass ein Ausheben der Aufnahmen am Blendrahmen aus den Verschlusselementen
am Flügel möglich ist.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung besteht somit darin, eine Rollladenkasten-Statikkonsole
für einen Rollladenkasten so zu verbessern, dass eine leichtere und schnellere Montage
möglich ist.
[0006] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Rollladenkasten-Statikkonsole mit den
Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Erfindungswesentlich ist die Anordnung eines Führungselements für ein Befestigungselement
im rückwärtigen Bereich der Rollladenkasten-Statikkonsole. Das Führungselement liegt
also in vertikaler Ausrichtung und an der zur Gebäudeinnenseite gewandten Seite des
Rollladenkastens, außerdem in vertikaler Flucht mit einer unteren Revisionsklappe
des Rollladenkastens. Die Montage der erfindungsgemäßen Rollladenkasten-Statikkonsole
ist hinsichtlich des Deckenanschlusses gegenüber dem Stand der Technik deutlich erleichtert
und bleibt hinsichtlich der Verbindung mit dem Blendrahmen bzw. dem Bodenprofil des
Rollladenkastens unverändert.
[0008] Die erfindungsgemäße Rollladenkasten-Statikkonsole ist insbesondere zur dübellosen
Montage an Betondecken geeignet, indem ein Schraubbolzen verwendet wird, der einen
großen Kerndurchmesser und einen im Vergleich dazu relativ kleinen Flankendurchmesser
eines insbesondere selbstschneidenden Gewindes besitzt. Es kann so einfach durch das
Führungselement der Rollladenkasten-Statikkonsole hindurch in das angrenzende Bauwerksteil
gebohrt werden. Nachdem die Rollladenkasten-Statikkonsole mit ihrem unteren Ende am
Blendrahmen und/oder Rollladenkasten befestigt worden ist, ist eine vorherige Ausrichtung
oder ein Anzeichnen des oberen Befestigungspunktes an der Decke nicht mehr erforderlich,
Es braucht dann nur noch das Bolzenelement durch das Führungselement hindurch in die
Bohrung eingetrieben werden.
[0009] Der besondere Vorteil der Erfindung liegt neben der erleichterten Montage darin,
dass eine momentensteife Anbindung der Rollladenkasten-Statikkonsole an die Decke
oder sonstige Teile des Bauwerks bewirkt wird, wenn nur die bauwerksseitige Bohrung
ausreichend tief ausgeführt wird und ein entsprechend langes Bolzenelement zur Befestigung
verwendet wird. Vorzugsweise erfolgt die Montage dübellos, so dass der Schraubbolzen
direkt in den Beton des Sturzes bzw. in andere Bauteile eingreift.
[0010] Damit ist dann der Deckenanschlussbereich nicht nur in den drei Raumkoordinaten formschlüssig
am Befestigungspunkt festgelegt, sondern es werden auch auf den Befestigungspunkt
wirkende Momente vermieden. Als einziger mechanische Freiheitsgrad verbleibt die Rotation
senkrecht zur Anschlussebene, also um die Achse des Bolzenelements, die aber bei Fenstern
und Rollläden keine Rolle spielt, da zum einen zusätzlich eine Festlegung der Rollladenkasten-Statikkonsole
am Bauwerk durch Reibschluss bewirkt wird, da ein Fenster durch mehrere in Linie liegende
Befestigungspunkte mit dem Bauwerk verbunden ist und da zum anderen Windlasten immer
senkrecht zur Fensterebene wirken.
[0011] Bis auf die Befestigungsbohrung, die durch einen Deckelteil oben am Rollladenkasten
geführt wird, ist zur Montage der Rollladenkasten-Statikkonsole keine weitere Ausnehmung
im Deckelteil erforderlich.
[0012] Eine abgewinkelte Deckenanschlusslasche ist nach der Erfindung nicht unbedingt erforderlich.
Durch sie kann aber eine ausreichend breite Abstützfläche zur Anlage an den Rollladenkasten
geschaffen werden. Um den Rollladenkasten in sich auszusteifen, kann eine Verschraubung
zwischen einer Deckenanschlusslasche und dem oberen Deckel des Rollladenkastens vorgenommen
werden; zur statischen Funktion der erfindungsgemäßen Rollladenkasten-Statikkonsole
ist dies jedoch nicht erforderlich.
[0013] Eine Rollladenkasten-Statikkonsole im Sinne der vorliegenden Erfindung umfasst auch
ein sogenanntes Mittellager, in welchem Wellen von geteilten Rollläden abgestützt
werden. Auch dieses besitzt erfindungsgemäß eine Boden- und eine Deckenbefestigungslasche
und ein Führungselement an dem dazwischen liegenden Verbindungsbereich und kann über
ein Bolzenelement mit dem Bauwerk verbunden werden.
[0014] Das erfindungsgemäß vorgesehene Führungselement dient dazu, die beschriebene Festlegung
des bolzenförmigen Befestigungselements an der Rollladenkasten-Statikkonsole in mehreren
Freiheitsgraden zu bewirken. Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung sieht vor,
das Führungselement als eine rohrförmige Führungshülse auszubilden, die durch ein
angeschweißtes Rohrprofil oder einen gerollten Blechabschnitt gebildet ist. Das eingesetzte
Befestigungselement ist dort über den gesamten Montageweg sicher geführt.
[0015] Vorteilhaft ist es, die erfindungsgemäße Rollladenkasten-Statikkonsole mit einem
genau abgestimmten Bolzenelement zu einem Rollladenkasten-Statikkonsolen-Montageset
zu ergänzen. Insbesondere ist dabei die Verwendung eines Schraubbolzens günstig, der
eingeschlagen oder eingeschraubt werden kann oder der nach Art eines Nageldübels nach
dem Einschlagen später durch Schrauben wieder entfernbar ist. Der Aufnahmedurchmesser
des Bolzens und der Außendurchmesser des Bolzenelements bzw. der Kerndurchmesser bei
einem schraubbaren Bolzenelement mit Gewindeflanken sind vorzugsweise aufeinander
abgestimmt. Möglich ist auch, die Führungshülse mit einem Innengewinde zu versehen
und einen Schraubbolzen mit passendem Außengewinde auszuwählen.
[0016] Weitere Vorteile der Erfindung und weitere vorteilhafte Ausgestaltungen werden nachfolgend
mit Bezug auf die in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele der Erfindung
näher erläutert. Die Figuren zeigen im Einzelnen:
- Fig. 1a
- eine Rollladenkasten-Statikkonsole gemäß einer ersten Ausführungsform in perspektivischer
Ansicht;
- Fig. 1b
- die Rollladenkasten-Statikkonsole nach Figur 1a in Draufsicht;
- Fig. 1b
- die Rollladenkasten-Statikkonsole nach Figur 1a in Ansicht von unten;
- Fig. 2
- eine Rollladenkasten-Statikkonsole gemäß einer zweiten Ausführungsform in perspektivischer
Ansicht;
- Fig. 3
- einen Rollladenkasten mit der eingebauten Rollladenkasten-Statikkonsole nach Fig.
1a-1c im Schnitt;
- Fig. 4
- eine Rollladenkasten-Statikkonsole gemäß einer dritten Ausführungsform in perspektivischer
Ansicht;
- Fig. 5
- eine Rollladenkasten-Statikkonsole gemäß einer vierten Ausführungsform in perspektivischer
Ansicht;
- Fig. 6a
- eine Rollladenkasten-Statikkonsole gemäß einer fünften Ausführungsform in perspektivischer
Ansicht und
- Fig. 6b
- Teile der Rollladenkasten-Statikkonsole gemäß der fünften Ausführungsform in perspektivischer
Ansicht.
[0017] In Figur 1a ist eine erfindungsgemäße Rollladenkasten-Statikkonsole 10 gemäß einer
ersten Ausführungsform gezeigt. Sie besteht aus einem Metallblechzuschnitt und umfasst
zumindest:
- einen Bodenanschlussbereich 11 mit einer Bodenbefestigungslasche 11.1,
- einen Bügelbereich 12 mit einem Aussteifungssteg 12.1 und
- einen Deckenanschlussbereich 13 mit einer Deckenbefestigungslasche 13.1
[0018] Eine Führungshülse 14 für ein Bolzenelement 20 ist aus einem Rohrprofil gebildet
und ist in der Kehle zwischen dem Bügelbereich 12 und dem sich an dessen rückwärtigen
Kante anschließenden Aussteifungssteg 12.1 angeschweißt. Neben der Aufnahme und Führung
eines Bolzenelements 20 bewirkt die Führungshülse 14 auch eine Biegeaussteifung des
Bügelbereichs 12. Sie kann in ihrer Längserstreckung sogar soweit an den Bodenanschlussbereich
11 reichen, dass der Aussteifungssteg 12.1 im Bügelbereich 12 entfallen kann.
[0019] Wie die Draufsicht in Figur 1b und die Ansicht von unten auf die Aussteifungskonsole
in Figur 1c jeweils zeigen, endet die Bodenbefestigungslasche 11.1 mit einem solchen
seitlichen Abstand zum Aussteifungssteg 12.1, dass in der Flucht der Führungshülse
14 ein freier Zugang mit Bohrern und Schraubwerkzeugen von der Unterseite der Rollladenkasten-Statikkonsole
10 gegeben ist.
[0020] Zudem liegt eine Ausnehmung 11.2 in der Bodenbefestigungslasche 11.1 mit einer Ausnehmung
13.2 in der Deckenbefestigungslasche 13 in Flucht, so dass darüber von einer unteren
Revisionsklappe eines Rollladenkastens her eine Verschraubung des Deckelteils des
Rollladenkastens mit einer Geschossdecke oder einem anderen Bauteil möglich ist.
[0021] Die Ansicht von unten in Figur 1c zeigt zudem, dass zwischen der Ebene des Bügelbereichs
12 und dem Zentrum der Führungshülse 14 nur ein sehr kleiner Abstand besteht. Damit
wird die Belastung der Rollladenkasten-Statikkonsole durch zusätzliche Biegemomente
außerhalb der Hauptbelastungsrichtung, die aus einem Versatz der Befestigungspunkte
in Bezug auf die Ebene des Bodenanschlussbereichs 11, des Verbindungsbereichs 12 und
des Deckenanschlussbereichs 13 entstehen, reduziert.
[0022] Figur 2 zeigt eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Rollladenkasten-Statikkonsole
10' in perspektivischer Ansicht, die im Vergleich zu der ersten Ausführungsform gemäß
den Figuren 1a bis 1c nur hinsichtlich einer Führungshülse 14' unterschiedlich gestaltet
ist. Die Führungshülse 14' ist hierbei aus einem Abschnitt 16' eines Blechzuschnitts
durch Rollen gebildet, so dass sich eine vereinfachte Fertigung ergibt. Schweißarbeiten
und Nachbesserungen an Korrosionsschutzbeschichtungen des Blechs können entfallen.
[0023] Figur 3 zeigt in einer perspektivischen Ansicht eine Rollladenkasten-Statikkonsole
10" in einer dritten Ausführungsform, die in Form eines Rollladen-Mittellagers ausgebildet
ist. Ein Bügelbereich 12" erstreckt sich zwischen einem Bodenanschlussbereich 11"
mit einer Bodenbefestigungslasche 11.1" und einem Deckenanschlussbereich 13" mit einer
Deckenbefestigungslasche 13.1". Allerdings erstreckt sich der Bügelbereich 12" im
Vergleich zu den anderen Ausführungsformen überwiegend entlang der vorderen Seite
des Rollladenkastens, damit von der Rauminnenseite her ein Einschieben einer Rollladenwelle
in die Lageraufnahme 17" möglich ist. An der rückwärtigen, zur Rauminnenseite zu wendenden
Kante ist eine kurze Führungshülse 14" für eine Schraube oder ein Bolzenelement angebracht.
[0024] Figur 4 zeigt die Rollladenkasten-Statikkonsole 10 gemäß den Figuren 1a bis 1c, die
in einem Rollladenkasten 40 eingebaut ist. Der Rollladenkasten 40 ist aus Kunststoffhohlprofilen
gebildet und umfasst eine Vorderwand 41, eine Rückwand 43, ein Deckelteil 42 sowie
ein Bodenteil 44, das teilweise als Revisionsklappe dient und geöffnet werden kann.
Im Inneren des Rollladenkastens 200 ist ein Rollladenpanzer 30 auf einer Rollladenwelle
31 aufgewickelt. Teile des Rollladens 32 hängen herab und laufen in eine Führung an
einem Blendrahmen 50. An der Oberseite des Blendrahmens ist ein Montageprofil befestigt,
an dem eine Verschraubung mit der Bodenbefestigungslasche der Rollladenkasten-Statikkonsole
10 erfolgt.
[0025] Im oberen Bereich stützt sich die Deckenbefestigungslasche 13.1 von innen an dem
Rollladenkastens 40 ab. Zwischen dem rückwärtigen Teil des Bügelbereichs 12 mit der
Aussteifungssteg 12.1 besteht ein Abstand zur Rückwand 43 des Rollladenkastens 40,
so dass dort noch ein Wärmedämmelement platzierbar ist. Das Bolzenelement 20 ragt
nach oben hin weit aus der Führungshülse 14 heraus und über die Oberseite des Deckelteil
42 hinweg in eine bauwerksseitige Bohrung 60.
[0026] In Figur 5 ist eine vierte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Rollladenkasten-Statikkonsole
110 abgebildet, die hinsichtlich eines Bodenanschlussbereichs 111 mit einer Bodenbefestigungslasche
11.1, einem Bügelbereich 112 mit einem Aussteifungssteg 112.1 und einem Deckenanschlussbereich
113 mit einer Deckenbefestigungslasche 113.1 mit der ersten Ausführungsform der RollladenkastenStatikkonsole
10 nach den Figuren 1a bis 1c übereinstimmt. Im Vergleich dazu ist unterschiedlich,
dass ein Führungselement für ein Bolzenelement 120 durch zwei Führungslaschen 114,
115 gebildet ist.
[0027] Die erste Führungslasche 115 ist aus dem Aussteifungssteg 112.1 ausgestanzt und rechtwinklig
zur Innenseite des Bügelbereichs 112 der RollladenkastenStatikkonsole 110 abgebogen.
Sie besitzt eine Bolzendurchführungsausnehmung 115.1. Eine zweite Führungslasche 114
mit einer Bolzendurchführungsausnehmung 114.1 ist direkt neben der Deckenbefestigungslasche
113.1 angeordnet. Auch bei dieser Ausführungsform der Rollladenkasten-Statikkonsole
110 wird das Bolzenelement 120 während der Montage durch die zueinander beabstandeten
Führungslaschen 114, 115 sicher geführt, und auch die mehrachsige Festlegung der Rollladenkasten-Statikkonsole
110 durch eine Deckenbefestigung kann bei dieser besonders kostengünstig herstellbaren
Variante erreicht werden.
[0028] Die in Figur 6a gezeigte fünfte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Rollladenkasten-Statikkonsole
210 ist vom Grundprinzip wie die RollladenkastenStatikkonsole 110 nach der vierten
Ausführungsform gemäß Figur 5 aufgebaut und besitzt ebenfalls ein Führungselement
für ein Bolzenelement 220, welches durch zwei zueinander beabstandete Führungslaschen
214, 215 gebildet ist.
[0029] Unterschiedlich ist, wie insbesondere Figur 6b zeigt, dass der Deckenbefestigungsbereich
hier in einem gesonderten Deckenbefestigungselement 113 ausgebildet ist, das mit einem
Bügelelement 212 verschraubbar ist. Das Bügelelement 212 umfasst einen mittleren Bügelbereich,
der an einem Aussteifungssteg 212.1 endet. Nach unten schließt sich ein Bodenbefestigungsbereich
211 mit einer Bodenbefestigungslasche 211.1 an. Im oberen Teil besitzt das Bügelelement
212 mehrere Bohrungen 212.3 übereinander.
[0030] Die eine Führungslasche 215, welche eine Bolzendurchführungsausnehmung 215.1 besitzt,
bildet den unteren Abschluss des Deckenbefestigungselements 213. Eine zweite Führungslasche
214 mit einer Bolzendurchführungsausnehmung 214.1 ist direkt neben einer Deckenbefestigungslasche
213.1 des Deckenbefestigungselements 213 angeordnet.
[0031] Der Vorteil bei der Rollladenkasten-Statikkonsole 210 besteht insbesondere darin,
dass zunächst nur das Deckenbefestigungselement 213 mit seiner Deckenbefestigungslasche
213.1 an der Gebäudedecke oder anderen angrenzenden Bauteilen oberhalb des Rollladenkastens
40 (vgl. Fig. 4) montiert werden kann. Das Bügelelement 212 mit dem sich anschließenden
Bodenanschlussbereich 211 kann zunächst beiseitegelegt werden, so dass es angesichts
der beengten Platzverhältnisse in dem Rollladenkasten bei der Montage des Deckenbefestigungselements
213 an der Decke nicht hinderlich ist. Es wird dann nachträglich mit dem Bügelelement
212 über wenigstens eine Verschraubung verbunden.
[0032] Es ist zudem eine Anpassung der Rollladenkasten-Statikkonsole 210 an unterschiedliche
Höhen innerhalb des Rollladenkastens möglich, wenn an dem Bügelelement 212 mehrere
Bohrungen 212.3 und/oder an dem Deckenbefestigungselement 213 mehrere Bohrungen 213.3
vorgesehen sind, so dass diese Elemente in verschiedener Weise miteinander kombinierbar
sind.
1. Rollladenkasten-Statikkonsole (10; 10'; 10"; 110; 210), wenigstens umfassend:
- einen Bodenanschlussbereich (11; 11 "; 111; 211) mit einer Bodenbefestigungslasche
(11.1; 11.1"; 111.1; 211.1), die mit einem Blendrahmen (50) eines Fensters oder einer
Tür zu verbinden ist;
- einen Deckenanschlussbereich (13; 13"; 113; 213);
- und einen Bügelbereich (12; 12"; 112; 212), der sich zwischen dem Boden-anschlussbereich
(11; 11 "; 111; 211) und dem Deckenanschlussbereich (13; 13"; 113; 213) erstreckt,
dadurch gekennzeichnet, dass im Bügelbereich (12; 12"; 112; 212) wenigstens ein Führungselement (14; 14'; 14";
114, 115; 214, 215) für ein Bolzenelement (20; 120; 220) angeordnet ist.
2. Rollladenkasten-Statikkonsole (10; 10'; 10"; 110; 210) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement (14; 14'; 14"; 114, 115; 214, 215) an der rückwärtigen Kante
des Bügelbereichs (12; 12"; 112; 212), die im Rollladenkasten (40) einer Gebäudeinnenseite
zuzuwenden ist, angeordnet ist.
3. Rollladenkasten-Statikkonsole (210) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Bodenanschlussbereich (211) und/oder der Deckenanschlussbereich als separates
Bodenanschlusselement oder Deckenanschlusselement (213) ausgebildet und mit einem
Bügelelement (212) lösbar verbunden ist.
4. Rollladenkasten-Statikkonsole (10; 10'; 10") nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement als eine rohrförmige Führungshülse (14; 14'; 14") ausgebildet
ist, die sich über mehr als die Hälfte der Höhe des Bügelbereichs (12; 12') erstreckt.
5. Rollladenkasten-Statikkonsole (10; 10") nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungshülse (14; 14") aus einem Rohrprofil gebildet ist, das mit dem Bügelbereich
(12; 12") verbunden ist.
6. Rollladenkasten-Statikkonsole (10') nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollladenkasten-Statikkonsole (10') aus einem Blechzuschnitt eines Metallblechs
gebildet ist und dass die Führungshülse (14') durch einen gerollten Abschnitt (16')
des Blechzuschnitts gebildet ist.
7. Rollladenkasten-Statikkonsole (10; 10') nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungshülse (14; 14') an einem sich an der rückwärtigen Kante des Bügelbereichs
(12) anschließenden Aussteifungssteg (12.1) anliegt oder mit dieser verbunden ist.
8. Rollladenkasten-Statikkonsole (110) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement durch wenigstens zwei zueinander beabstandete Führungslaschen
(114, 115) mit miteinander fluchtenden Bolzendurchführungsausnehmungen (114.1, 115.1)
gebildet ist.
9. Rollladenkasten-Statikkonsole (110) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Führungslasche (114) aus einem sich an der rückwärtigen Kante des Bügelbereichs
(112) anschließenden Aussteifungssteg (112.1) ausgestanzt ist und rechtwinklig zu
diesem angestellt ist.
10. Rollladenkasten-Statikkonsole (210) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement durch wenigstens zwei zueinander beabstandete Führungslaschen
(214, 215) mit miteinander fluchtenden Bolzendurchführungsausnehmungen (214.1, 215.1)
gebildet ist, wobei die Führungslaschen (214, 215) an dem Deckenanschlusselement (213)
ausgebildet sind.
11. Rollladenkasten-Statikkonsole (110; 210) nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Führungslasche (115; 215) an der Oberkante des Deckenanschlussbereichs (113;
213) angeordnet ist oder Teil einer Deckenschlusslasche (113.1; 213.1) ist.
12. Rollladenkasten-Statikkonsole (10; 10'; 110; 210) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenbefestigungslasche (11.1; 111.1; 211.1) außerhalb der Flucht der Führungshülse
(14; 14') oder der Führungslaschen (114, 115; 214, 215) endet oder dort eine Ausnehmung
(11.2) aufweist.
13. Statikkonsolen-Montageset wenigstens umfassend eine RollladenkastenStatikkonsole (10;
10'; 10"; 110; 210) nach einem der vorhergehenden Ansprüche sowie ein in dem (den)
Führungselement(en) (14; 14'; 14"; 114, 115; 214, 215) aufnehmbares Bolzenelement
(20; 120; 220).
14. Statikkonsolen-Montageset nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Bolzenelement (20; 120; 220) ein Schraubbolzen mit selbstschneidendem Gewinde
ist.
15. Statikkonsolen-Montageset nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement (14; 14'; 14"; 114, 115; 214, 215) ein Innengewinde aufweist
und dass das Bolzenelement (20; 120; 220) ein Schraubbolzen mit einem Außengewinde
ist.