[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Einstellung von energiesparenden Heizungssystemen
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Im Stand der Technik werden zur Optimierung der Bedienung von Heizungsanlagen unterschiedliche
Systeme vorgeschlagen, wobei seit langem Verfahren zum Steuern und Regeln auf eine
Senkung des Energiebedarfs gerichtet sind. Gemäß einem Vorschlag in
DE 42 11 914 C2 ist vorgesehen, die Regelung einer Heizungsanlage dadurch zu beeinflussen, dass dem
System im Bereich einer Datenverarbeitungseinheit jeweils die pro Zeiteinheit vom
Wärmeerzeuger abgegebene Wärmemenge in Abhängigkeit von der Außentemperatur vorgegeben
wird. Damit soll auch mit Brennern mit nicht veränderbarer Leistung eine möglichst
lange Laufzeit erreicht werden. Die erforderliche Wärmemenge wird dabei aus einer
vorher ermittelten Kesselleistung und jeweiligen, als Zeiteinheit ermittelten Laufzeitintervallen
abgeleitet.
[0003] Unter Nutzung einer in Intervallen zu erfassenden Außentemperatur und jeweiligen
Messwerten der Rücklauftemperatur kann ein energiesparendes System erreicht werden.
Als nachteilig hat sich beim Einstellen der Anlage herausgestellt, dass ein Eingriff
in die Kesselleistung durch einmalige Veränderung der Düsen der Brenner erforderlich
ist, wobei eine an sich bekannte Heizpumpe für eine gleichmäßige Umwälzung des Wärmeübertragungsmediums
durch alle Heizkörper verwendet wird, nachdem ein DIN-gemäßer hydraulischer Abgleich
vorgenommen wurde.
[0004] In
DE 196 45 135 A1 wird ein Verfahren zur Steuerung einer Heizungsanlage vorgeschlagen, bei dem die
Steuerung nur mit einem aufwändigen Mischer in einer Bypassleitung zu realisieren
ist. Die zur Aktivierung des Kreislaufs notwendige Heizkreispumpe ist in Form einer
Umwälzpumpe in den Heizwasservorlauf integriert, so dass zwei Umwälzpumpen erforderlich
sind.
[0005] Aus
DE 44 19 941 A1 ist ein Verfahren zum Steuern einer Raumheizungsanlage bekannt, bei dem die im Vorlauf
befindliche Pumpe temperaturunabhängig auf 100 % der Leistung eingestellt werden kann.
Erst in einem Temperaturbereich mit kleinerem Wärmebedarf wird die Umwälzpumpe temperaturabhängig
gesteuert.
[0006] Aus der gattungsbildenden Schrift
DE 10 2010 052 677 A1 ist es bekannt, einen Heizwasservolumenstrom durch einen hydraulischen Abgleich der
Heizkörper auf einen benötigten Heizwasservolumenstrom einzuregeln. Dazu wird vorgeschlagen,
eine Heizungsanlage zunächst mit geöffneten Thermostatventilen zu betreiben, damit
diese die Durchflussmenge auf ein für ein gewünschtes Raumtemperaturniveau erforderliches
Volumen begrenzen. Die sich danach einstellenden Durchflussmengen werden gemessen
und über eine Rücklaufverschraubung eingestellt. Mit dieser Methode wird nur sichergestellt,
dass nicht alles Heizwasser durch den Heizkörper mit dem geringsten hydraulischen
Widerstand fließt, sondern die Fließwiderstände so aneinander angeglichen sind, dass
alle miteinander abgeglichenen Heizkörper Heizwasser aus dem Vorlauf erhalten.
[0007] Allgemein ist festzustellen, dass in der konventionellen Heizungstechnik komplette
Regelstrecken mit einer Vielzahl zusätzlicher Komponenten ausgerüstet sind. Neben
den üblicherweise im Zusammenhang mit den Heizkreispumpen eingesetzten Mischern sind
hydraulische Weichen in das System integriert. Außerdem werden Rücklaufanhebungen
und Überströmventile gemeinsam mit Strangregulierventilen so eingesetzt, dass insgesamt
aufwändige Heizungsregelungen erforderlich sind. Deren optimale Einstellung während
des an sich bekannten hydraulischen Abgleichs gemäß DIN führen zu einem hohen Fehlerpotential
und für den Praktiker kaum zu realisierenden Regelungsaufwendungen.
[0008] Die Erfindung befasst sich mit dem Problem, ein Verfahren zur energiesparenden Einstellung
von Heizungssystemen zu schaffen, womit sowohl an neu zu konzipierenden Anlagen als
auch an bereits vorhandenen Altanlagen mit geringerem technischen Aufwand eine Effizienzsteigerung
erreicht werden kann und das Einstellen des Systems auf energiesparende Verfahrensparameter
in vergleichsweise kurzer Zeit möglich ist.
[0009] Die Erfindung löst diese Aufgabe mit einem Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs
1. Hinsichtlich wesentlicher weiterer Ausgestaltungen wird auf die Ansprüche 2 bis
10 verwiesen.
[0010] Beim Betrieb von Heizungsanlagen ist vorgesehen, dass an diesen ein sogenannter hydraulischer
Abgleich vorgenommen wird, wobei die Vorschriften gemäß DIN 18380 einzuhalten sind.
Ausgehend von diesen DIN-gemäßen, praktikable Nachteile aufweisenden und in vorhandenen
Anlagen nur mit erhöhtem Aufwand realisierbaren Anpassungsforderungen sieht das erfindungsgemäße
System eine wesentliche Vereinfachung vor.
[0011] Das erfindungsgemäße Konzept ist im Anspruch 1 definiert und ist darauf gerichtet,
dass nunmehr sämtliche der einen Heizkreislauf bildenden Heizkörper entsprechend ihrem
einer jeweiligen Wärmekapazität zugeordneten Aufnahmevolumen nacheinander auf einen
konstanten Zulauf von Heizwasser eingestellt werden. Dabei wird in dem jeweils vorliegenden
Gesamtsystem nur noch mittels jeweiliger individueller Absperrungen im Rücklaufventil
gearbeitet. Ausgehend von diesem ersten Verfahrensschritt mit den an jeweils erforderliche
Heizleistungen angepassten Einstellungen kann dann ein Summenvolumen des in der Heizungsanlage
umlaufenden Heizwassers gebildet werden. Dabei wird dann das System über eine vergleichsweise
einfache Volumenstrommessung im Rücklauf des Leitungsnetzes kontrolliert. Aufgrund
dieser gezielten Einstellungen nur am Rücklauf ist es möglich, eine höhere Wärmekapazität
aus den Heizflächen zu erzielen und somit die Betriebsheiztemperatur der gesamten
Anlage abzusenken. Der Grundgedanke dieser Verfahrensführung zielt darauf ab, dass
erfindungsgemäß ein thermo-dynamisch-hydraulischer Abgleich durchgeführt wird. Das
bereits vorliegende oder in einer Planungsphase aufzubauende hydraulische System und
die jeweiligen optimalen Temperaturen im Kreislauf der Heizungsanlage werden mit einer
Einstellung so optimiert, dass auf zusätzliche Mischer, Heizkreispumpen, hydraulische
Weichen, Überströmventile und Rücklaufanhebungen am Heizkessel verzichtet werden kann.
Einzelne Bauteile für den thermo-dynamisch-hydraulischen Abgleich können vorteilhaft
durch eine Heizungspumpe im Rücklauf des Systems ersetzt werden. Diese thermo-dynamische
Voreinstellung ist dabei so ausgelegt, dass nachfolgend die Heizlasten durch entsprechende
Verfahrensparameter gebäude- und nutzerspezifisch gesteuert werden können.
[0012] Bei der konventionellen Einstellung von Heizungsanlagen mit "einfachem" hydraulischem
Abgleich gemäß DIN 18380 ist vorgesehen, die einzelnen Heizflächen der Räume am Vorlauf
von voreinstellbaren Thermostatventilen entsprechend anzupassen. Bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren mit der thermo-dynamisch-hydraulischen Einstellung ist vorgesehen, dass
nunmehr an jeweiligen absperrbaren Rücklaufverschraubungen o. dgl. Stellelementen
am Rücklauf der Heizflächen ein Einstellen und Abgleichen erfolgt. Mit diesem überraschend
effizienten Einstellungsprinzip - und den vergleichsweise wenigen Komponenten zur
Steuerung des "abgerüsteten" Wärmekreislaufs - wird erreicht, dass die Heizflächen
nunmehr - in Strömungsrichtung von oben nach unten - ein gleichmäßiges Wärmebild aufweisen.
Es hat sich gezeigt, dass mit der erfindungsgemäßen Einstellung der Temperaturunterschied
zwischen Vor- und Rücklauf am Heizkörper im Bereich von 1°C bis 4°C gehalten werden
kann. Nach dieser dynamischen Anpassung der gesamten Heizungsanlage in sämtlichen
Räumen kann die Heizbetriebstemperatur wesentlich verringert werden, und das System
wird insgesamt in einem energiesparend optimierten Zustand betrieben.
[0013] Ausgehend von einer vorteilhaft geringeren Heizbetriebstemperatur ist nunmehr eine
indirekte Berechnung der jeweils optimalen Raumtemperatur möglich, wobei bei bestehenden
Anlagen die jeweils im Raum installierte Heizfläche zu beachten ist. Auch eine variable
Regelung im Bereich der jeweiligen Heizflächen, beispielsweise am hier ggf. vorhandenen
Thermostatventil, kann nach dem thermo-dynamischen Abgleich so realisiert werden,
dass bei optimal durchströmten Heizkörpern die Energiebilanz positiv beeinflusst bleibt.
[0014] Es hat sich gezeigt, dass die Thermostatventile an den vorhandenen Heizflächen weitgehend
entbehrlich sind, da diese für eine Raumtemperaturregelung nur noch zu einem geringen
Teil benötigt werden. Bei der Planung neuer Heizungsanlagen kann ggf. auf diese Ventile
verzichtet werden.
[0015] Eine vorteilhafte Ausführung der Systemsteuerung sieht vor, dass die thermo-dynamisch-hydraulisch
abgeglichene Heizungsanlage mit einem witterungsgesteuerten System ausgerüstet wird.
Ein an dieses System speziell angepasster und damit verbessert wirksamer Regler ist
so konzipiert, dass die Heiztemperatur, die Heizzeiten, die Warmwasseraufbereitung,
die Heizzonen und die Heizpumpe mit effizienter Software eines Rechners gesteuert
werden können. Es hat sich gezeigt, dass die bei üblichen Brennern vorgesehenen Ein-
und Ausschalt-Intervalle von ca. 8 mal pro Stunde mit dem erfindungsgemäß eingestellten
System auf 1 mal pro Stunde reduziert werden können.
[0016] Bei konventionellen Heizungssystemen wird die im Heizkessel erzeugte Nutzwärme zu
einem großen Prozentsatz auf Vorhaltung erzeugt und dabei mit Hilfe von Thermostatventilen
im Bereich der Heizkörper eine Regelung erreicht. Bei diesen Systemen wird entsprechend
zu viel Wärme produziert, so dass mit der erfindungsgemäßen Regelung eines permanenten
Systemumlaufs im Heizkreislauf - der thermo-dynamisch hydraulisch abgeglichen ist
- eine erhebliche Energieeinsparung erreicht wird. Dazu ist in das System eine witterungsgesteuerte
Heizungsregelung mit objekt- und kundenspezifischer Software integriert.
[0017] Es hat sich gezeigt, dass der das gesamte Leitungsnetz von Vor- und Rücklauf einschließende
Heizkreislauf nach dem thermo-dynamisch-hydraulischen Abgleich ohne Wärmevorhaltung
mit einem optimal auslastbaren Heizkessel betrieben werden kann. Dazu ist der Heizkessel
auf das Summenvolumen der in den Heizkörpern und den Leitungen bewegten Flüssigkeitsströme
kontrolliert eingemessen.
[0018] Es ist prinzipiell davon auszugehen, dass zur vorbeschriebenen Verfahrensführung
die Thermostatventile im Bereich der Heizkörper - wie bereits erwähnt - nicht in jedem
Falle notwendig sind. Für eine energieoptimale Einstellung hat es sich gezeigt, dass
jeweilige, im Bereich der Heizkörper vorgesehene Thermostatventile zumindest in der
Einstellphase auf im Wesentlichen gleiche Vorlauftemperaturen eingestellt werden sollten.
Damit werden auf direktem Wege die gleichmäßigen Temperaturverteilungen im Bereich
der Heizkörper erreicht.
[0019] Die individuellen Einstellungen der beim nachfolgenden erfindungsgemäßen Abgleich
benutzten Absperrungen im Bereich der jeweiligen Heizkörper sind darauf gerichtet,
dass nunmehr bei dem thermo-dynamisch-hydraulisch abgeglichenen System eine Minimierung
des Temperaturgefälles in jedem der Heizkörper erreicht und nachgewiesen wird. In
den Phasen jeweiliger Einstellungen der Systemkomponenten ist deshalb vorgesehen,
dass an jedem Heizkörper mittels eines Temperatur-Messgerätes eine gleichmäßige Verteilung
der Abstrahltemperatur kontrolliert wird und ggf. entsprechende Anpassungen des Durchflussvolumens
erfolgen. Insbesondere ist vorgesehen, dass an jedem Heizkörper mittels eines Temperatur-Messgerätes
der Wärmeverteilungszustand geprüft werden kann.
[0020] Ausgehend von dieser Prüfsituation ist vorgesehen, dass der Temperatur- und/oder
Wärmeverteilungszustand nach einer Aufheizphase der Heizungsanlage geprüft wird und
danach eine Abstimmung auf die Heizleistung des Heizkessels so erfolgt, dass dieser
in jedem, beispielsweise von der Außentemperatur abhängenden Betriebsfalle in einem
optimalen Bereich arbeitet.
[0021] Ausgehend von der vorbeschriebenen Vorgehensweise bei der thermo-dynamisch-hydraulischen
Ausführung des Abgleichs und einer dabei vorgesehenen Volumenstrommessung kann die
Genauigkeit der individuellen Einstellungen des Systems zusätzlich im Nahbereich der
Rücklauf-Pumpe über eine thermische Lastgangmessung kontrolliert werden. Aus einem
Vergleich der Messwerte aus Volumenstrommessung und thermischer Lastgangmessung mit
dem erfassbaren Verbrauch an Primärenergie des Heizkessels kann die Effizienz der
Heizungsanlage insgesamt mit geringem Aufwand berechnet und auf optimale Verbrauchswerte
eingestellt werden.
[0022] Bei Anlagen mit konventioneller Heizungstechnik werden bereits Auswertungen zur Ermittlung
des Anlagenwirkungsgrades vorgenommen. Dazu sind jedoch die entsprechenden Messwerte
über den Zeitbereich eines Jahres oder zumindest einer definierten Heizperiode zu
erfassen. Es ist bekannt, dass diese Auswertungen aufwändig und ungenau sind. Bei
der erfindungsgemäßen Einstellung der Anlage kann der Wirkungsgrad verbessert dadurch
bestimmt werden, dass die Lastgangmessung genauere Werte liefert. Ähnlich einer TÜV-Prüfung
im Bereich eines Wärmeerzeugers kann nunmehr sofort nach Umbau oder Neuinstallation
einer Heizungsanlage der Anlagenwirkungsgrad bestimmt bzw. gemessen werden. Damit
ist die Beobachtung einer gesamten Heizungsperiode nicht mehr erforderlich. Eine erfolgreiche
Lastgang-Wirkungsgrad-Erfassung kann sofort nach dem Umbau des Heizungsnetzes dann
durchgeführt werden, wenn jeweilige Raumtemperaturen von weniger als 20°C, insbesondere
16°C, als Ausgangswert bereitgestellt sind.
[0023] Aus ersten Tests des erfindungsgemäßen Einstellsystems mit thermo-dynamisch-hydraulischer
Vorbereitung ergibt sich eine wesentliche Verbesserung des Normnutzungsgrades einer
den Heizkessel einschließenden Heizungsanlage. Dabei wurden in dem neu konzipierten
System erstmals Werte des Anlagen-Normnutzungsgrades von 90 % bis 95 % erreicht.
[0024] Weitere Einzelheiten und vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung und den Zeichnungen. Darin sind mehrere Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen
Verfahrens zum optimalen Einmessen von Heizungsanlagen gezeigt. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- eine Prinzipdarstellung einer Heizungsanlage mit erfindungsgemäß vorgesehenen Mess-
und Regelpunkten für einen thermo-dynamisch-hydraulischen Abgleich,
- Fig. 2
- eine Einzeldarstellung eines die Temperaturverteilung zeigenden Heizkörpers in der
Heizphase,
- Fig. 3
- eine Einzeldarstellung ähnlich Fig. 2 in der Abkühlphase,
- Fig. 4
- eine Darstellung des Regelverhaltens einer konventionellen Anlage,
- Fig. 5
- eine Darstellung des Regelverhaltens der erfindungsgemäßen Einrichtung,
- Fig. 6
- eine Prinzipdarstellung ähnlich Fig. 1 mit einem erweiterten Bereich mit Heizkörpern,
und
- Fig. 7
- eine erweiterte Heizungsanlage mit mehreren Heizkreisen, die mit dem erfindungsgemäßen
System zum thermo-dynamisch-hydraulischen Abgleich verbunden sind.
[0025] In Fig. 1 ist ein ausschnittsweise dargestelltes Heizungssystem mit einer Heizungsanlage
1 dargestellt, die beispielsweise in einem Eigenheim o. dgl. Gebäude installiert sein
kann. Eine derartige vorhandene oder zu planende Heizungsanlage 1 ist mit einem verzweigte
Vorlaufleitungen 2 aufweisenden Leitungsnetz 3 versehen, mit dem das Heizwasser jeweiligen
Heizkörpern HK zugeführt wird. Aus diesen Heizkörpern HK kann das abgekühlte Heizwasser
über einstellbare Absperrungen AV zu einem Heizkessel 4 zurückgeführt werden (Pfeil
R).
[0026] Bei dem erfindungsgemäßen Konzept zur Einstellung des Heizungssystems auf einen energiesparenden
Funktionsmodus ist vorgesehen, dass sämtliche der einen Heizkreislauf bildenden Heizkörper
HK entsprechend ihrem einer jeweiligen Wärmekapazität zugeordneten Aufnahmevolumen
eingestellt werden. Dazu reicht es aus, dass nunmehr nur die jeweiligen individuellen
Absperrungen AV im Rücklauf 5 der Heizkörper HK genutzt werden. In einem ersten Verfahrensschritt
werden dabei die Heizkörper HK nacheinander auf einen konstanten Zulauf von Heizwasser
eingestellt, wobei die jeweiligen Zulaufventile TV zu 100 % geöffnet sind.
[0027] Ausgehend von dieser ersten Einstellphase kann das erforderliche Summenvolumen des
Heizwassers über eine Volumenstrommessung VM im Rücklauf 5 des Leitungsnetzes 3 kontrolliert
werden (bei 7, Fig. 1). Mit dieser Prüfung wird sichergestellt, dass die an jeweilige
erforderliche Heizleistungen im Bereich des Heizkessels 4 anzupassenden Anlagen für
sämtliche der Heizkörper HK eine optimale Einstellung zur Abgabe aufweisen.
[0028] Aus der Prinzipdarstellung gemäß Fig. 1 wird auch deutlich, dass der das Leitungsnetz
3 einschließende Heizkreislauf der Anlage 1 ohne Wärmevorhaltung auf einen optimal
auslastbaren Heizkessel 4 gerichtet ist. Dazu wird der Heizkessel 4 auf das Summenvolumen
der Anzahl der Heizkörper HK kontrolliert eingemessen. Dabei ist das erfindungsgemäße
System so ausgelegt, dass ein thermo-dynamisch-hydraulischer Abgleich an der Heizungsanlage
1 realisiert werden kann und damit die Effizienz nachweislich gesteigert wird.
[0029] Mit dem thermo-dynamisch-hydraulischen Abgleichsverfahren wird eine langzeitige Regelung
des Systems vorbereitet, wobei die Leistung des zumindest einen Heizungskessels o.
dgl. Wärmelieferanten auf das Wasservolumen des aus Rohrleitungen und Heizkörpern
bestehenden Summenvolumens eingestellt wird und danach in Abhängigkeit von den Leitungsdurchmessern
eine optimale Fließgeschwindigkeit eingeregelt werden kann.
[0030] Die Prinzipdarstellung gemäß Fig. 1 zeigt, dass der das Leitungsnetz 3 einschließende
Heizkreislauf ohne Wärmevorhaltung mit einem optimal auslastbaren Heizkessel 4 betrieben
wird. Dieser Heizkessel 4 ist dabei auf das im System vorhandene Summenvolumen der
Heizkörper HK und der entsprechenden Leitungen in Vorlauf 2 und Rücklauf 5 eingemessen.
Im Bereich der dargestellten drei Heizkörper HK sind die jeweiligen Thermostatventile
TV in einer vollständigen Öffnungsstellung gezeigt, so dass zumindest in der erfindungsgemäßen
thermo-dynamisch-hydraulischen Einstellphase des Abgleichs in sämtlichen Heizkörpern
HK die im Wesentlichen gleiche Vorlauftemperatur wirksam ist. Zur angepassten Rücklaufregelung
ist im Bereich des Heizkörpers HK1 (50 Liter/h) beispielhaft ein Öffnungszustand bei
AV von 7 % gezeigt, der Heizkörper HK2 (30 Liter/h) weist eine Offenstellung von 4
% auf, und der Heizkörper HK3 (100 Liter/h) ist beispielhaft auf 13 % gestellt.
[0031] Für diese optimale Durchführung einer thermo-dynamisch-hydraulischen Einmessung ist
das System 1 mit einer einen konstanten hydraulischen Druck P - zumindest während
der Einstellphase der Absperrungen AV - gewährleistenden Pumpe 6 versehen. In zweckmäßiger
Ausführung ist diese Pumpe 6 im Bereich des das Rücklaufwasser aufnehmenden Rücklaufs
5 in das System integriert.
[0032] In Fig. 2 und Fig. 3 ist die Wirkung der individuellen Einstellung der Absperrung
AV beispielhaft im Bereich eines Heizkörpers HK4 dargestellt. Aus der Darstellung
gemäß Fig. 2 wird die Temperaturverteilung in der Heizphase deutlich, wobei ausgehend
von der oberen Zuführleitung 2 über den gesamten Heizkörper HK eine weitgehend gleichmäßige
Temperaturverteilung erreicht wird und zum Rücklauf 5 hin eine Minimierung des Temperaturgefälles
angestrebt wird. Ausgehend von dieser mit einer Förderleistung von beispielsweise
70 L/Stunde erfolgende Aufheizphase ist das System im Bereich der Absperrung AV durch
die vorherige thermo-dynamisch-hydraulische Abgleicheinstellung so in den Volumenstrom
integriert, dass nunmehr mit verminderter Förderleistung im Bereich der Pumpe 6 eine
lang anhaltende Abkühlphase (hier: Förderleistung 35 L/Stunde) erreicht wird.
[0033] Es hat sich gezeigt, dass diese thermo-dynamische Optimierung der Heizkörper HK durch
deren individuelle Anpassung im Bereich der Absperrung AV an jedem der Heizkörper
HK mittels eines Temperatur-Messgerätes geprüft werden kann. Die in Fig. 2 und Fig.
3 beispielhaft dargestellten Wärmeverteilungszustände können dabei mit einer Wärmebildkamera
o. dgl. Gerät erfasst werden. Daraus ergibt sich, dass nach einer Aufheizphase der
Heizungsanlage 1 der Temperatur- und/oder Wärmeverteilungszustand auf die jeweilige
Heizleistung des Heizkessels 4 fachgemäß auf einen effizienten Energieeinsatz abgestimmt
ist.
[0034] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Verfahrensführung sieht vor, dass die
individuellen Einstellungen des Systems zusätzlich zur bereits beschriebenen Volumenstrommessung
(bei 7, Fig. 1, Ultraschallmesspunkte) auch im Nahbereich der Rücklauf-Pumpe 6 über
eine thermische Lastgangmessung 8 kontrolliert werden kann. Damit wird es möglich,
dass aus einem Vergleich der Messwerte aus Volumenstrommessung 7 und thermischer Lastgangmessung
8 mit den Verbrauchswerten an Primärenergie im Bereich des Gaszählers 9 die Effizienz
der Heizungsanlage 1 insgesamt berechnet werden kann.
[0035] Ausgehend von Fig. 2 und Fig. 3 wird deutlich, dass das erfindungsgemäße System -
im Unterschied zur bekannten Verfahrensführung der Heiztechnik - nicht mehr von einem
vergleichsweise großen Temperaturunterschied in den Heizflächen HK ausgeht. Vielmehr
ist vorgesehen, dass bei dem thermo-dynamisch-hydraulisch abgeglichenen System in
den Heizflächen HK ein sehr kleiner Temperaturunterschied im Bereich von 1°C bis 4°C
(Fig.2), realisiert wird. Das Einstellverfahren ist darauf gerichtet, dass die Heizflächentemperatur
in der Aufheizphase (Fig. 2) und die Heizflächentemperatur in der Abkühlphase (Fig.
3) in einem zeitlichen Verhältnis optimiert werden. Damit kann erreicht werden, dass
die gesamte Heizungsanlage 1 mit einem Temperaturunterschied - von aufgeheizter Heizfläche
zu abgekühlter Heizfläche - so arbeitet, dass entsprechend den jeweiligen Außentemperaturen
beispielsweise nur mit einem Unterschied von 15°C gearbeitet wird. Daraus ergibt sich
dann, dass in der Heizphase das Summenvolumen der Anlage 1 nur einmal pro Stunde aufgeheizt
werden muss. Diese effiziente Verfahrensführung nach optimalem thermo-dynamisch-hydraulischen
Abgleich wird insbesondere dann erreicht, wenn ca. 80 % der zu beheizenden Heizflächen
auf Soll-Temperatur des jeweiligen Raumes eingestellt sind.
[0036] In Fig. 4 und Fig. 5 ist eine Gegenüberstellung der bei konventionellen Heizungssystemen
erfassbaren Schaltphasen (Fig. 4) und der nach dem erfindungsgemäßen thermo-dynamisch-hydraulischen
Abgleich (Fig. 5) zu erfassenden Schaltzeiten ersichtlich. Aus der Schaltkurve 10
(für eine Vorlauftemperatur von 80°C) und der Kurve 11 (Rücklauftemperatur 60°C) wird
deutlich, dass bei einer Außentemperatur von beispielsweise -20°C innerhalb einer
Stunde bis zu sechs Schaltzyklen erforderlich sind, um die Raumtemperatur zu halten.
Dies ist auch bei höheren Außentemperaturen festzustellen, wobei auch mehr als zehn
Schaltzyklen erforderlich sein können. Dazu im Vergleich zeigt die Darstellung in
Fig. 5, dass nach thermo-dynamisch-hydraulischer Einstellung der Anlage ausgehend
von einer ca. 30 Minuten andauernden Aufheizphase nur noch ein Schaltvorgang pro Stunde
erforderlich ist (Temperaturverläufe 10' und 11').
[0037] In Fig. 6 ist eine insgesamt mit 1' bezeichnete Heizungsanlage dargestellt, die mit
dem erfindungsgemäßen System an die vorhandene Installation von sechszehn Heizkörpern
HK angepasst ist. Eine optimale Durchführung und Kontrolle des thermo-dynamisch-hydraulischen
Abgleichs ist an den Heizkörpern HK durch eine Schallmessung vorgesehen. In Fig. 6
ist gezeigt, dass unter Nutzung jeweiliger Messpunkte M16 eine zusätzliche Schallmessung
zur Kontrolle des thermo-dynamisch-hydraulischen Abgleichs durchgeführt wird. Dabei
ist gezeigt, dass durch Anwendung einer hier als lastabhängig regelbares Aggregat
ausgebildeten Heizpumpe 6' (mit einem Druckunterschied von P=150 bis 500 mbar) eine
effiziente Regelung für die Komponenten im Bereich des Heizkessels 4 erreicht wird.
Bei dieser Konstruktion ist vor der Pumpe 6' im Rücklauf 4 ein zusätzlicher Absperrschieber
13 (bzw. 13' im Vorlauf 2) vorgesehen, so dass das System im Bedarfsfall vollständig
vom Heizkessel 4 getrennt werden kann. Das System arbeitet zusätzlich mit zumindest
einem Vorlauffühler 14, einem Außenfühler 15 und einem Raumfühler 17 zusammen. Zur
Steuerung dieser Komponenten im Bereich der lastabhängig geregelten Heizpumpe 6' und
des Vorlauffühlers 14 ist der insgesamt mit 16 bezeichnete, computergesteuerte Heizungsregler
vorgesehen. Dieser Heizungs-Regler 16 regelt vorzugsweise den tatsächlichen, stündlichen
und/oder objektbezogenen Wärmebedarf. Auch hier ist keine Wärmevorhaltung (siehe Fig.
1) vorgesehen bzw. erforderlich.
[0038] Bei diesem System erfolgt im Bereich des Heizkessels 4 eine Abgasmessung (bei 18),
wobei beispielsweise eine Abgastemperatur von 65°C eingestellt wird. Jeweilige Messfühler
M13 und M14 sind bei dem thermo-dynamisch-hydraulischen Abgleich zur Temperatur-Differenzmessung
vorgesehen. Nach dem Einmessen der Anlage 1' können dann die beiden Fühler M13 und
M14 entfernt werden. Der bereits in Fig. 1 ersichtliche Messpunkt 7' im Bereich des
Schallmessgerätes VM wird bei dieser Anlage 1' in Zusammenhang mit den jeweiligen
Schallmessungen bei M16 an den Heizkörpern HK zur Durchflussmessung genutzt. Es hat
sich gezeigt, dass diese Einrichtung 1' - trotz der Komplexität und Größe mit einer
Vielzahl von Heizkörpern HK - unter normalen Temperaturbedingungen - beispielsweise
auch im Winterbetrieb - nur zehn bis dreißig Mal pro Tag eine Schaltoperation ausführen
muss.
[0039] In Fig. 7 ist eine weitere Anwendung des erfindungsgemäßen Systems im Bereich einer
Großanlage (beispielsweise: Schul- oder Bürogebäude) dargestellt, wobei nach Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens zum thermo-dynamisch-hydraulischen Abgleich jeweilige
Wärmeleistungen von mehr als 100 KW bis 8000 KW steuerbar sind. Auch bei diesem System
kann nur ein einziger Wärmeerzeuger in Form des Heizkessels 4 eingesetzt werden. Denkbar
ist dabei, dass auch eine kaskadenartige Anordnung mehrerer Heizkessel verwendet wird
(nicht dargestellt). Hier wird vorteilhaft am Rücklauf 5 eine Hocheffizienz-Heizungspumpe
6' installiert, wobei diese Pumpe 6' zusätzlich mit einem Frequenzumrichter 21 zu
versehen ist. Im Stand der Technik werden druckgeregelte Heizpumpen eingesetzt, die
auf eine - erfindungsgemäß nicht vorgesehene - Druckdifferenzmessung am Vorlauf angewiesen
sind. Die erfindungsgemäße Volumenstrommessung (bei 20) ist darauf gerichtet, dass
bei sich verändernden Heizzonen Z' über den Regler 16 eine Anpassung des Fördervolumens
der mit gleichem Druck arbeitenden Pumpe 6' erfolgt. Hinzu kommt, dass über den Regler
16 die Heizzeit im Bereich des Heizkessels 4 entsprechend der Zonenveränderung Z'
angepasst wird.
[0040] Für die hier vorgesehene thermo-dynamisch-hydraulische Abgleichseinstellung ist bei
VM das bekannte Ultraschallmessgerät 7" vorgesehen, das zeitweise an der Rücklaufleitung
5 ansetzbar ist. Im Bereich der Messpunkte 22 und 23 (entsprechend ΔT bei 8, Fig.
1) erfolgt eine Temperatur-Differenzmessung, und zur vorgesehenen Druckmessung P werden
die Messpunkte 24 und 25 genutzt. Die bereits beschriebene Wärmeerzeuger-Leistungsmessung
erfolgt im Bereich des Messpunktes 18'. Der Volumenstromzähler 20 wirkt über den Regler
16 mit dem Frequenzumrichter 21 der Pumpe 6' zusammen, so dass entsprechende Leistungssteigerungen
oder -absenkungen des Heizkessels 4 optimal realisierbar sind.
[0041] Das erfindungsgemäße System nutzt die an sich bekannte Lastgangmessung 8 für eine
schnelle Erfassung des Anlagenwirkungsgrades. Diese Messung kann sofort nach dem Umbau
einer Anlage durchgeführt werden, so dass der sich bei konventionellen Anlagen über
einen Jahresverlauf oder eine Heizperiode erstreckende Messzyklus wesentlich verkürzt
ist und eine sofortige Bewertung für den Anlagennutzer vorliegt. Die Messung ist insbesondere
dann erfolgreich, wenn die Raumtemperaturen weniger als 20°C, vorzugsweise weniger
als 16°C, betragen.
1. Verfahren zur Einstellung von energiesparenden Heizungssystemen, wobei in vorhandenen
Heizungsanlagen (1) mit einem verzweigte Vorlaufleitungen (2) aufweisenden Leitungsnetz
(3) das Heizwasser jeweiligen Heizkörpern (HK) zugeführt und aus diesen über einstellbare
Absperrungen (AV) das abgekühlte Heizwasser in einer Rücklaufleitung (5) zu einem
Heizkessel (4) zurückgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche der einen Heizkreislauf bildenden Heizkörper (HK) entsprechend ihrem einer
jeweiligen Wärmekapazität zugeordneten Aufnahmevolumen nur mittels jeweiliger individueller
Absperrungen (AV) im Rücklauf (5) nacheinander auf einen konstanten Zulauf von Heizwasser
eingestellt werden, bei dem der Temperaturunterschied zwischen Vor- und Rücklauf am
Heizkörper im Bereich von 1° C bis 4° C gehalten wird, danach diese an jeweils erforderliche
Heizleistungen der Räume anpassbaren Einstellungen zumindest über eine ein Summenvolumen
erfassende Volumenstrommessung (VM) im Rücklauf (5) des Leitungsnetzes (3) kontrolliert
werden und damit ein thermo-dynamisch-hydraulischer Abgleich an der Heizungsanlage
(1) realisiert wird, derart, dass ohne Wärmevorhaltung im Heizungssystem bei dem auf
das Summenvolumen der in den Heizkörpern und den Leitungen bewegten Flüssigkeitsströme
kontrolliert eingemessenen und optimal auslastbaren Heizkessel mit einer Minimierung
des Temperaturgefälles in jedem der Heizkörper eine höhere Wärmekapazität aus den
Heizflächen erzielt und dabei die erforderliche Betriebsheiztemperatur abgesenkt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der das Leitungsnetz einschließende Heizkreislauf ohne Wärmevorhaltung mit einem
optimal auslastbaren Heizkessel (4) betrieben wird, derart, dass der Heizkessel (4)
auf das Summenvolumen kontrolliert eingemessen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeweilige im Bereich der Heizkörper (HK) vorgesehene Thermostatventile (TV) zumindest
in der Einstellphase auf im Wesentlichen gleiche Vorlauftemperaturen eingestellt werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das System mit einer einen konstanten hydraulischen Druck (P) während der Einstellphase
der Absperrungen (AV) gewährleistenden und das Heizwasser im Rücklauf (5) aufnehmenden
Pumpe (6, 6') betrieben wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die individuelle Einstellung der Absperrung (AV) im Bereich der jeweiligen Heizkörper
(HK) auf eine Minimierung des Temperaturgefälles in jedem der Heizkörper (HK) gerichtet
wird und dieses an jedem Heizkörper (HK) mittels eines Temperatur-Messgerätes kontrolliert
wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an jedem Heizkörper (HK) mittels eines Temperatur-Messgerätes der Wärmeverteilungszustand
geprüft wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Temperatur- und/oder Wärmeverteilungszustand nach einer Aufheizphase der Heizungsanlage
(1) auf die Heizleistung des Heizkessels (4) abgestimmt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die individuellen Einstellungen des Systems zusätzlich zur Volumenstrommessung (VM)
im Nahbereich der Rücklauf-Pumpe (6, 6') über eine thermische Lastgangmessung (8)
kontrolliert werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass aus einem Vergleich der Messwerte aus Volumenstrommessung (VM) und thermischer Lastgangmessung
(8) mit dem Verbrauch an Primärenergie (9) des Heizkessels (4) die Effizienz der Heizungsanlage
(1) berechnet wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Anlagenwirkungsgrad unmittelbar nach der Einstellung sämtlicher Komponenten mittels
der Lastgangmessung (8) bestimmbar und dabei die Raumtemperatur auf weniger als 20°C,
vorzugsweise weniger als 16°C, abgesenkt ist.
1. Method for adjusting energy-saving heating systems, the heating water being supplied
to respective heating elements (HK) in present heating systems (1) having a pipe network
(3) that comprises branched supply pipes (2), and the cooled heating water being returned
from said heating elements to a boiler (4) in a return pipe (5) by means of adjustable
shut-off devices (AV), characterised in that all of the heating elements (HK) that form a heating circuit are adjusted to a constant
supply of heating water in succession, according to the intake volume thereof associated
with a particular heat capacity, only by means of individual shut-off devices (AV)
in the return line (5), during which supply the temperature difference between the
feed line and the return line to the heating element is kept in the range of 1°C to
4°C, and then these adjustments, which can be adapted to the required heating output
of the spaces, are monitored at least by means of a volume flow measurement (VM) that
determines a total volume in the return line (5) of the pipe network (3) and thus
thermo-dynamic-hydraulic balancing is carried out on the heating system (1), such
that, by minimising the temperature gradient in each of the heating elements, a higher
heat capacity is achieved from the heating surfaces in the boiler which is calibrated
in a controlled manner to the total volume of the liquid flows moving in the heating
elements and in the pipes and which can be utilised optimally, and the required operating
heating temperature is at the same time lowered, without heat being stored in the
heating system.
2. Method according to claim 1, characterised in that the heating circuit that includes the pipe network is operated by a boiler (4) that
can be utilised optimally without heat being stored, such that the boiler (4) is calibrated
in a controlled manner to the total volume.
3. Method according to either claim 1 or claim 2, characterised in that thermostatic valves (TV) that are provided in the region of each of the heating elements
(HK) are adjusted to substantially the same flow temperatures at least in the adjustment
phase.
4. Method according to any of claims 1 to 3, characterised in that the system is operated by means of a pump (6, 6') which ensures a constant hydraulic
pressure (P) during the adjustment phase of the shut-off devices (AV) and receives
the heating water in the return line (5).
5. Method according to any of claims 1 to 4, characterised in that individually adjusting the shut-off device (AV) in the region of the respective heating
elements (HK) is aimed at minimising the temperature gradient in each of the heating
elements (HK) and this is monitored at each heating element (HK) by means of a temperature
measuring device.
6. Method according to claim 5, characterised in that the heat distribution state is verified at each heating element (HK) by means of
a temperature measuring device.
7. Method according to either claim 5 or claim 6, characterised in that the temperature distribution state and/or heat distribution state is matched with
the heating output of the boiler (4) after a heating phase of the heating system (1).
8. Method according to any of claims 1 to 7, characterised in that the individual adjustments of the system are monitored in the vicinity of the return
pump (6, 6') by a thermal load profile measurement (8) in addition to the volume flow
measurement (VM).
9. Method according to any of claims 1 to 8, characterised in that the efficiency of the heating system (1) is calculated from a comparison of the measured
values from the volume flow measurement (VM) and the thermal load profile measurement
(8) with the use of primary energy (9) from the boiler (4).
10. Method according to claim 9, characterised in that the system efficiency can be determined immediately after all components have been
adjusted by means of the load profile measurement (8) and the room temperature is
in this case reduced to less than 20°C, preferably less than 16°C.
1. Procédé de réglage de systèmes de chauffage à économie d'énergie, dans lequel dans
des installations de chauffage présentes (1) avec un réseau de conduites (3) présentant
des conduites aller ramifiées (2) l'eau chaude est amenée aux corps de chauffage (HK)
respectifs et à partir de ceux-ci par des barrières (AV) réglables l'eau chaude refroidie
est ramenée dans une conduite retour (5) à une chaudière (4), caractérisé en ce que tous les corps de chauffage (HK) formant un circuit de chauffage sont réglés selon
leur volume de réception associé à une capacité thermique respective seulement au
moyen de barrières (AV) individuelles respectives dans la conduite retour (5) les
uns après les autres à une arrivée constante d'eau chaude, pour lequel la différence
de température entre la conduite aller et la conduite retour est maintenue au niveau
du corps de chauffage dans la plage de 1 °C à 4 °C, puis ces réglages adaptables aux
puissances de chauffage nécessaires respectivement des espaces sont commandés au moins
par une mesure de courant volumique (VM) détectant un volume total dans la conduite
retour (5) du réseau de conduites (3) et ainsi un équilibrage hydraulique thermodynamique
est réalisé au niveau de l'installation de chauffage (1) de telle manière que sans
dérivation de chaleur dans le système de chauffage pour la chaudière chargeable de
manière optimale et mesurée de manière commandée sur le volume total des courants
de liquide déplacés dans les corps de chauffage et les conduites avec une minimisation
de la chute de température dans chacun des corps de chauffage une capacité thermique
supérieure est obtenue à partir des surfaces de chauffage et la température de chauffage
de fonctionnement nécessaire est abaissée.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le circuit de chauffage incluant le réseau de conduites est actionné sans dérivation
de chaleur avec une chaudière (4) pouvant être chargée de manière optimale de telle
manière que la chaudière (4) soit mesurée de manière commandée sur le volume total.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que des vannes thermostatiques (TV) respectives prévues dans la zone des corps de chauffage
(HK) sont réglées au moins dans la phase de réglage à des températures de conduite
aller sensiblement identiques.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le système est actionné avec une pompe (6, 6') garantissant une pression hydraulique
(P) constante pendant la phase de réglage des barrières (AV) et recevant l'eau chaude
dans la conduite retour (5).
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le réglage individuel de la barrière (AV) est dirigé dans la zone du corps de chauffage
(HK) respectif sur une minimisation de la chute de température dans chacun des corps
de chauffage (HK) et celle-ci est commandée au niveau de chaque corps de chauffage
(HK) au moyen d'un appareil de mesure de température.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'état de répartition de chaleur est vérifié au niveau de chaque corps de chauffage
(HK) au moyen d'un appareil de mesure de température.
7. Procédé selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que l'état de répartition de température et/ou de chaleur est adapté après une phase
de chauffage de l'installation de chauffage (1) à la puissance de chauffage de la
chaudière (4).
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que les réglages individuels du système sont commandés en outre pour la mesure de courant
volumique (VM) dans la zone proche de la pompe de conduite de retour (6, 6') par une
mesure de courbe de charge (8) thermique.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'efficience de l'installation de chauffage (1) est calculée à partir d'une comparaison
des valeurs de mesure de la mesure de courant volumique (VM) et la mesure de courbe
de charge (8) thermique avec la consommation d'énergie primaire (9) de la chaudière
(4).
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que le rendement de l''installation peut être directement déterminé après le réglage
de tous les composants au moyen de la mesure de courbe de charge (8) et la température
ambiante est abaissée à moins de 20 °C, de préférence moins de 16 °C.