Gebiet der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein Reinigungsgerät, insbesondere ein Bodenreinigungsgerät,
mit einer rotierbar gelagerten Reinigungswalze zur Reinigung einer Fläche, welcher
Reinigungswalze ein Walzenmitnehmer zur Drehzusammenwirkung mit einer geräteseitig
angetriebenen Welle zugeordnet ist, welcher Walzenmitnehmer zumindest teilweise in
eine axiale Walzenaussparung der Reinigungswalze einführbar ist, und wobei an dem
Walzenmitnehmer und der Walzenaussparung in Zusammenwirkung bringbare Kupplungsmittel
ausgebildet sind.
Stand der Technik
[0002] Reinigungsgeräte der vorgenannten Art sind bekannt. Diese verfügen über eine oder
mehrere Reinigungswalzen, welche üblicherweise mit Flüssigkeit beaufschlagbar sind
und zum Feuchtwischen einer zu reinigenden Fläche dienen. Die Reinigungswalze ist
rotierbar innerhalb des Reinigungsgerätes gelagert.
[0003] Die Druckschrift
WO 1997/045052 A1 offenbart beispielsweise ein Reinigungsgerät mit einem röhrenartigen Bürstenkörper,
in welchen eine Welle des Reinigungsgerätes einsteckbar ist. Die drehfeste Kupplung
des Bürstenkörpers auf der Welle erfolgt über einen auf der Welle drehfest gehalterten
Mitnehmer, welcher mit radial nach innen vorspringenden Mitnahmevorsprüngen des Bürstenkörpers
zusammenwirkt.
[0004] Die korrespondierenden Vorsprünge sind für eine Drehmomentübertragung so ausgestaltet,
dass diese in Umfangsrichtung möglichst spielfrei aneinander liegen. Dadurch ergibt
sich ein relativ hoher Herstellungsaufwand sowie die Gefahr eines Verkantens der Vorsprünge
beim Verbinden der Reinigungswalze mit der Welle.
Zusammenfassung der Erfindung
[0005] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Reinigungsgerät mit einer davon abweichenden
Befestigung der Reinigungswalze an der Welle zu schaffen.
[0006] Zur Lösung schlägt die Erfindung vor, dass der Walzenmitnehmer eine Walzenmitnehmerfeder
aufweist, durch welche die Kupplungsmittel in einem Montagezustand zur Übertragung
eines Drehmomentes gegeneinander sicherbar sind.
[0007] Gemäß der Erfindung erfolgt die drehmomentübertragende Kopplung zwischen dem Walzenmitnehmer
und der Reinigungswalze nun nicht mehr (zumindest nicht ausschließlich) über einen
Eingriff der Kupplungsmittel in Umfangsrichtung. Vielmehr ist dem Walzenmitnehmer
eine Walzenmitnehmerfeder zugeordnet, deren Rückstellkraft das Kupplungsmittel des
Walzenmitnehmers in axialer Richtung der Reinigungswalze gegen das Kupplungsmittel
der Reinigungswalze drückt, oder umgekehrt. Dadurch erfolgt die Drehmomentübertragung
im Wesentlichen durch die Walzenmitnehmerfeder. Die miteinander verbundenen Kupplungsmittel
dienen als Anschlagflächen, gegen welche die Rückstellkraft der Walzenmitnehmerfeder
wirkt.
[0008] Es wird vorgeschlagen, dass die Walzenmitnehmerfeder eine koaxial an dem Walzenmitnehmer
angeordnete Schraubenfeder ist. Gemäß dieser Ausgestaltung ist die Walzenmitnehmerfeder
über den Walzenmitnehmer geschoben, so dass die Windungen der Walzenmitnehmerfeder
von außen an der Umfangsfläche des Walzenmitnehmers anliegen. Sofern der Innendurchmesser
der Walzenmitnehmerfeder dem Außendurchmesser des Walzenmitnehmers entspricht, ergibt
sich automatisch eine Zentrierung der Walzenmitnehmerfeder an dem Walzenmitnehmer
und innerhalb der Walzenaussparung der Reinigungswalze, so dass die Rückstellkraft
der Walzenmitnehmerfeder in Umfangsrichtung des Walzenmitnehmers im Wesentlichen gleich
verteilt ist und somit - je nach der geometrischen Form der Kupplungsmittel - in Umfangsrichtung
gleichmäßig gegen die Kupplungsmittel wirken kann. Somit kann das Drehmoment gegebenenfalls
über den gesamten Umfang des Walzenmitnehmers auf die Reinigungswalze übertragen werden.
Dies ist insbesondere dann gegeben, wenn sowohl das Kupplungsmittel des Walzenmitnehmers
als auch das Kupplungsmittel der Reinigungswalze bezogen auf einen radialen Querschnitt
ringförmig ausgebildet sind.
[0009] Es wird vorgeschlagen, dass die Walzenmitnehmerfeder in dem Montagezustand der Kupplungsmittel
so an einem Kupplungsmittel der Reinigungswalze angreift, dass die Rückstellkraft
der Walzenmitnehmerfeder den Walzenmitnehmer aus der Walzenaussparung herauszudrücken
sucht. Die Walzenmitnehmerfeder wirkt somit gegen das Kupplungsmittel der Reinigungswalze.
Dadurch drückt die Walzenmitnehmerfeder einerseits die Kupplungsmittel der Reinigungswalze
und des Walzenmitnehmers gegeneinander und zum andern den Walzenmitnehmer gegen eine
Kupplungseinrichtung des Reinigungsgerätes, welche den Walzenmitnehmer mit einer Antriebswelle
eines Elektromotors des Reinigungsgerätes verbindet. Hierdurch ergeben sich bei der
Montage bzw. Demontage der Reinigungswalze Vorteile, da der Nutzer die Länge der Reinigungswalze
mit zumindest teilweise darin eingeführtem Walzenmitnehmer durch Spannen bzw. Entspannen
der Walzenmitnehmerfeder, d.h. durch eine axiale Bewegung des Walzenmitnehmers relativ
zu der Reinigungswalze, variieren kann. Durch den bei Kompression der Walzenmitnehmerfeder
geschaffenen Abstand zwischen der Reinigungswalze und der Kupplungseinrichtung und/oder
einem weiteren Lager für den gegenüberliegenden Endbereich der Reinigungswalze ist
es möglich, die Reinigungswalze plus den Walzenmitnehmer aus dem Reinigungsgerät zu
entfernen. In dem Montagezustand der Kupplungsmittel wirkt die Walzenmitnehmerfeder
aufgrund ihrer Rückstellkraft gegen zumindest eines der Kupplungsmittel, so dass die
Drehmomentübertragung von der Welle auf die Reinigungswalze möglich ist.
[0010] Des Weiteren ist vorgesehen, dass ein Kupplungsmittel der Reinigungswalze in dem
Montagezustand bezogen auf eine axiale Richtung der Reinigungswalze zwischen einem
Kupplungsmittel des Walzenmitnehmers und der Walzenmitnehmerfeder angeordnet ist.
In dem Montagezustand der Kupplungsmittel wirkt die Walzenmitnehmerfeder von der dem
Kupplungsmittel des Walzenmitnehmers abgewandten Seite gegen das Kupplungsmittel der
Reinigungswalze, so dass die gespannte Walzenmitnehmerfeder einerseits zur Drehmomentübertragung
gegen die korrespondierenden Kupplungsmittel wirkt, und zum anderen den Walzenmitnehmer
gegen eine Kupplungseinrichtung der geräteseitig angetriebenen Welle presst und somit
die Rotation der Reinigungswalze ermöglicht. Diese Ausbildung ermöglicht gleichzeitig
eine besonders komfortable Montage und Demontage der Reinigungswalze innerhalb des
Reinigungsgerätes. Zur Montage der Reinigungswalze wird der Walzenmitnehmer in die
Walzenaussparung eingeschoben bis das Kupplungsmittel des Walzenmitnehmers in axialer
Richtung der Reinigungswalze hinter das Kupplungsmittel der Reinigungswalze greift.
Dabei wird die Walzenmitnehmerfeder gespannt, so dass sich die axiale Gesamtlänge
der Reinigungswalze inklusive Walzenmitnehmer reduziert und eine komfortable Montage
zur drehmoment-übertragenden Kopplung der Reinigungswalze mit der Welle möglich ist.
Zur Entnahme der Reinigungswalze aus dem Reinigungsgerät ergreift der Nutzer die Reinigungswalze
und verlagert diese entgegen der Rückstellkraft der Walzenmitnehmerfeder. Dadurch
schiebt sich der Walzenmitnehmer weiter in die Reinigungswalze hinein, bis das Kupplungsmittel
des Walzenmitnehmers um einen gewissen Betrag von dem Kupplungsmittel der Reinigungswalze
beabstandet ist. In dieser Position ist die Gesamtlänge von Reinigungswalze und Walzenmitnehmer
so verringert, dass die Reinigungswalze aus dem Reinigungsgerät entnommen werden kann.
[0011] Es wird vorgeschlagen, dass die Kupplungsmittel nach der Art einer Rastverbindung
in Zusammenwirkung bringbar sind. Dies ermöglicht die zuvor beschriebene, insbesondere
verliersichere, Kopplung der Kupplungsmittel.
[0012] Es wird vorgeschlagen, dass das Kupplungsmittel der Reinigungswalze ringförmig ausgebildet
ist. Zum Herstellen einer Eingriffsstellung zwischen dem Kupplungsmittel der Reinigungswalze
und dem Kupplungsmittel des Walzenmitnehmers gleitet das Kupplungsmittel des Walzenmitnehmers
über das Kupplungsmittel der Reinigungswalze bis das Kupplungsmittel des Walzenmitnehmers
hinter das Kupplungsmittel der Reinigungswalze schnappt. Vorteilhaft weist das Kupplungsmittel
des Walzenmitnehmers dazu elastische Materialeigenschaften und die Form eines Hakens
auf.
[0013] Schließlich wird vorgeschlagen, dass eine Kupplungseinrichtung der geräteseitig angetriebenen
Welle und der Walzenmitnehmer korrespondierende Kupplungselemente zur drehmomentübertragenden
Verbindung aufweisen, wobei ein Kupplungselement des Walzenmitnehmers an dem von einem
Kupplungsmittel des Walzenmitnehmers abgewandten Endbereich des Walzenmitnehmers ausgebildet
ist. Der Walzenmitnehmer ist somit von der Kupplungseinrichtung bzw. der geräteseitig
angetriebenen Welle trennbar ausgebildet, so dass eine besonders einfache Entnahme
des Walzenmitnehmers bzw. der Reinigungswalze aus dem Reinigungsgerät möglich ist.
Zur Entnahme wird der Walzenmitnehmer axial in die Reinigungswalze hineinverlagert,
so dass neben der Reinigungswalze ein Freiraum entsteht, der eine bequeme Entnahme
der Reinigungswalze inklusive Walzenmitnehmer ermöglicht. Die korrespondierenden Kupplungselemente
können nach der Art von in axialer Richtung des Walzenmitnehmers vorstehenden Vorsprüngen
ausgebildet sein, welche formkorrespondierend ineinandergreifen können und somit die
Drehmomentübertragung bewirken.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0014] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- ein erfindungsgemäßes Reinigungsgerät,
- Fig. 2
- eine Reinigungswalze mit einem Walzenmitnehmer in einer perspektivischen Außenansicht,
- Fig. 3
- die Reinigungswalze mit dem Walzenmitnehmer in einem Längsschnitt,
- Fig. 4
- eine Kupplungseinrichtung,
- Fig. 5
- einen Walzenmitnehmer in einer ersten Ansicht,
- Fig. 6
- den Walzenmitnehmer in einer zweiten Ansicht.
Beschreibung der Ausführungsformen
[0015] Dargestellt und beschrieben ist zunächst mit Bezug zu Figur 1 ein Reinigungsgerät
1 in Form eines Feuchtreinigungsgerätes zur Feuchtreinigung einer zu reinigenden Fläche.
Das Reinigungsgerät 1 weist ein Vorsatzgerät 13 auf, welches bei einem Reinigungsvorgang
in Kontakt mit der zu reinigenden Fläche steht. Das Vorsatzgerät 13 weist hierbei
beispielsweise zwei Reinigungswalzen 2 auf, welche mit Flüssigkeit, beispielsweise
Wasser, beaufschlagt werden können. Hierzu können die Reinigungswalzen 2 beispielsweise
mit der Flüssigkeit besprüht werden oder mit einem feuchten Walzenbelag 15 ummantelt
werden. Das Reinigungsgerät 1 stützt sich über die beiden Reinigungswalzen 2 auf der
zu reinigenden Fläche ab. Die Reinigungswalzen 2 erstrecken sich quer zu einer üblichen
Verfahrrichtung r des Reinigungsgerätes 1, welche aus einer üblichen Arbeitsbewegung
eines Nutzers des Reinigungsgerätes 1 resultiert, nämlich generell abwechselnd vor
und zurück, dies gegebenenfalls weiter unter Ausweichen in eine nächstliegende, parallele
Reinigungsbahn. Die Reinigungswalzen 2 erstrecken sich hier annähernd über die gesamte
quer zur Verfahrrichtung r stehende Breite des Reinigungsgerätes 1. Entsprechend der
gezeigten Anordnung ist jeweils eine Reinigungswalze 2 bei einer Bewegung des Reinigungsgerätes
1 in Verfahrrichtung r vorne bzw. hinten an dem Vorsatzgerät 13 angeordnet. Die Reinigungswalzen
2 sind über einen Elektromotor antreibbar, d. h. um eine Drehachse rotierbar. Während
eines üblichen Verfahrvorgangs des Reinigungsgerätes 1, ohne Bearbeitung einer zu
reinigenden Fläche, sind die Reinigungswalzen 2 vorteilhaft nicht aktiv angetrieben.
Vielmehr ergibt sich dann allein aufgrund des Reibschlusses zu der zu reinigenden
Fläche eine passive Rotation der Reinigungswalzen 2. Während eines Reinigungsvorgangs
der Fläche mittels der Reinigungswalzen 2 werden diese hingegen aktiv mittels des
Elektromotors rotiert. Dabei stellt sich eine Wischkante entlang der Berührungslinie
zwischen der Reinigungswalze 2 und der zu reinigenden Fläche ein. Diese Wischkante
ermöglicht die Reinigung der Fläche durch Bewegung relativ zu der Fläche, wodurch
Schmutz gelöst wird.
[0016] Figur 2 zeigt eine Reinigungswalze 2, welche mit einem Walzenmitnehmer 3 verbunden
ist, der zur Übertragung eines Drehmomentes von einer Welle (nicht dargestellt) des
Elektromotors auf die Reinigungswalze 2 dient. Hierzu ist der Walzenmitnehmer 3 mit
einer Kupplungseinrichtung 4 verbunden, welche wiederum über einen Zahnriemen 14 mit
der Welle des Elektromotors gekoppelt ist. Auf der der Kupplungseinrichtung 4 entgegen
gesetzten Seite der Reinigungswalze 2 ist ein Lager 5 angeordnet, welches zusammen
mit der Kupplungseinrichtung 4 zur Halterung der Reinigungswalze 2 in dem Reinigungsgerät
1 dient. Der Walzenmitnehmer 3 ist in die Reinigungswalze 2 eingeführt.
[0017] Figur 3 zeigt die Reinigungswalze 2, den Walzenmitnehmer 3, die Kupplungseinrichtung
4 und das Lager 5 in einem Längsschnitt. Der Walzenmitnehmer 3 weist an seinem freien
Endbereich eine Kulisse aus mehreren Kupplungsmitteln 8 auf, welche in Umfangsrichtung
des Walzenmitnehmers 3 nebeneinander angeordnet und durch Freiräume 10 voneinander
beabstandet sind. Die Kupplungsmittel 8 sind hakenförmig ausgebildet und weisen radial
nach außen, d. h. in Richtung der den Walzenmitnehmer 3 koaxial umgebenden Reinigungswalze
2. Die Reinigungswalze 2 weist eine den Walzenmitnehmer 3 aufnehmende Walzenaussparung
6 auf, welche zumindest teilweise in axialer Richtung innerhalb der Reinigungswalze
2 ausgebildet ist. Die Walzenaussparung 6 weist ein ringförmiges, nach radial innen,
d. h. in Richtung des Walzenmitnehmers 3, weisendes Kupplungsmittel 7 auf. In der
dargestellten Eingriffsstellung greifen die Kupplungsmittel 8 des Walzenmitnehmers
3 hinter das Kupplungsmittel 7 der Reinigungswalze 2, so dass der Walzenmitnehmer
3 verliersicher mit der Reinigungswalze 2 verbunden ist.
[0018] Der Walzenmitnehmer 3 trägt auf seiner Umfangsfläche eine Walzenmitnehmerfeder 9,
welche hier als Schraubenfeder ausgebildet ist. Die Walzenmitnehmerfeder 9 liegt formkorrespondierend
an dem Walzenmitnehmer 3 an, so dass eine koaxiale Zentrierung gegeben ist. An der
den Kupplungsmitteln 8 entgegengesetzten Seite weist der Walzenmitnehmer 3 Kupplungselemente
12 auf, welche sich in Eingriff mit Kupplungselementen 11 der Kupplungseinrichtung
4 befinden. Die Kupplungselemente 11, 12 sind als formkorrespondierende Vorsprünge
ausgebildet, so dass ein Drehmoment von der Kupplungseinrichtung 4 auf den Walzenmitnehmer
3 übertragen werden kann. Die Kupplungseinrichtung 4 ist mittels des Zahnriemens 14
mit dem Elektromotor des Reinigungsgerätes 1 verbunden, so dass bei einer Rotation
der Welle des Elektromotors ebenfalls die Kupplungseinrichtung 4 und damit auch der
damit verbundene Walzenmitnehmer 3 rotiert. An dem der Kupplungseinrichtung 4 abgewandten
Endbereich ist die Reinigungswalze 2 mit einem Lager 5 verbunden, welches hier beispielsweise
als Kugellager ausgebildet ist und somit die Rotation der Reinigungswalze 2 ermöglicht.
Auf der Umfangsfläche der Reinigungswalze 2 ist ein Walzenbelag 15 angeordnet, welcher
als Schwammkörper und/oder Reinigungstuch oder ähnliches ausgebildet sein kann.
[0019] Figur 4 zeigt die Kupplungseinrichtung 4, welche zur drehmomentübertragenden Verbindung
mit dem Walzenmitnehmer 3 dient. Zu erkennen sind die Kupplungselemente 11, welche
zur formkorrespondierenden Verbindung mit den Kupplungselementen 12 des Walzenmitnehmers
3 ausgebildet sind. Die gezeigte Kupplungseinrichtung 4 ist nur exemplarisch. Grundsätzlich
können auch andere Arten von Kupplungseinrichtungen 4 vorgesehen sein, welche eine
Drehmomentübertrag ermöglichen und zudem als Lager für den Walzenmitnehmer 3 in dem
Reinigungsgerät geeignet sind.
[0020] Die Figuren 5 und 6 zeigen zwei unterschiedliche Ansichten des Walzenmitnehmers 3.
Figur 5 zeigt insbesondere die vier Kupplungsmittel 8, welche in einem Querschnitt
des Walzenmitnehmers 3 im Wesentlichen auf einer Kreisbahn angeordnet sind. Figur
6 zeigt insbesondere den der Kulisse abgewandten Endbereich des Walzenmitnehmers 3,
an welchem die Kupplungselemente 12 zur drehmomentübertragenden Verbindung mit den
Kupplungselementen 11 der Kupplungseinrichtung 4 angeordnet sind.
[0021] Die Erfindung funktioniert nun so, dass ein Nutzer des Reinigungsgerätes 1 für eine
Installation einer Reinigungswalze 2 in dem Reinigungsgerät 1 den Walzenmitnehmer
3 in die Walzenaussparung 6 der Reinigungswalze 2 einführt. Dadurch wird die den Walzenmitnehmer
3 umgebende Walzenmitnehmerfeder 9 gespannt, so dass sich die Rückstellkraft bei fortschreitender
axialer Bewegung des Walzenmitnehmers 3 erhöht. Die axiale Verschiebung wird soweit
fortgesetzt, bis sich die Kupplungsmittel 8 des Walzenmitnehmers 3 über das Kupplungsmittel
7 der Reinigungswalze 2 schieben und schließlich dahinter verrasten. Im gezeigten
Fall weisen die Kupplungsmittel 8 des Walzenmitnehmers 3 eine pfeilförmige Flanke
auf, um das Überwinden des Kupplungsmittels 7 der Reinigungswalze 2 zu erleichtern.
In dieser Stellung befindet sich das Kupplungsmittel 7 der Reinigungswalze 2 in axialer
Richtung der Reinigungswalze 2 zwischen der Walzenmitnehmerfeder 9 und dem korrespondierenden
Kupplungsmittel 8 des Walzenmitnehmers 3. Dadurch drückt die Walzenmitnehmerfeder
9 mit ihrer Rückstellkraft gegen das Kupplungsmittel 7 der Reinigungswalze 2 und an
dem gegenüberliegenden Endbereich des Walzenmitnehmers 3 in Richtung der Kupplungseinrichtung
4, so dass die Kupplungselemente 11, 12 zur Drehmomentübertragung bereitstehen. Die
Reinigungswalze 2 kann nunmehr mittels der Welle des Elektromotors rotiert werden.
[0022] Zur Demontage der Reinigungswalze 2, beispielsweise für einen Austausch einer mit
Schmutz belegten Reinigungswalze 2, ergreift der Nutzer des Reinigungsgerätes 1 die
Reinigungswalze 2 und verschiebt diese axial in Richtung der Kupplungseinrichtung
4, so dass die Walzenmitnehmerfeder 9 weiter gestaucht wird und sich der Walzenmitnehmer
3 tiefer in die Walzenaussparung 6 der Reinigungswalze 2 hineinbewegt. Dadurch wird
das Kupplungsmittel 8 des Walzenmitnehmers 3 von dem Kupplungsmittel 7 der Reinigungswalze
2 beabstandet, so dass die Gesamtlänge von Reinigungswalze 2 und Walzenmitnehmer 3
reduziert wird und die Reinigungswalze 2 mitsamt des Walzenmitnehmers 3 aus dem Reinigungsgerät
1 entnommen werden kann. Dies erfolgt in Richtung der Rückstellkraft der Walzenmitnehmerfeder
9. Es empfiehlt sich, die Kupplungselemente 11,12 der Kupplungseinrichtung 4 und des
Walzenmitnehmers 3 voneinander zu trennen, so dass die Reinigungswalze 2 zwischen
der Kupplungseinrichtung 4 und dem Lager 5 entnommen werden kann. Ebenso ist es alternativ
oder zusätzlich selbstverständlich auch möglich, eine Entnahme der Reinigungswalze
2 aus dem Reinigungsgerät 1 durch eine Trennung des der Kupplungseinrichtung 4 gegenüberliegenden
Endbereiches der Reinigungswalze 2 von dem korrespondierenden Lager 5 zu bewirken.
Liste der Bezugszeichen
[0023]
- 1
- Reinigungsgerät
- 2
- Reinigungswalze
- 3
- Walzenmitnehmer
- 4
- Kupplungseinrichtung
- 5
- Lager
- 6
- Walzenaussparung
- 7
- Kupplungsmittel
- 8
- Kupplungsmittel
- 9
- Walzenmitnehmerfeder
- 10
- Freiraum
- 11
- Kupplungselement
- 12
- Kupplungselement
- 13
- Vorsatzgerät
- 14
- Zahnriemen
- 15
- Walzenbelag
- r
- Verfahrrichtung
1. Reinigungsgerät (1), insbesondere Bodenreinigungsgerät, mit einer rotierbar gelagerten
Reinigungswalze (2) zur Reinigung einer Fläche, welcher Reinigungswalze (2) ein Walzenmitnehmer
(3) zur Drehzusammenwirkung mit einer geräteseitig angetriebenen Welle zugeordnet
ist, welcher Walzenmitnehmer (3) zumindest teilweise in eine axiale Walzenaussparung
(6) der Reinigungswalze (2) einführbar ist und, wobei an dem Walzenmitnehmer (3) und
der Walzenaussparung (6) in Zusammenwirkung bringbare Kupplungsmittel (7, 8) ausgebildet
sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Walzenmitnehmer (3) eine Walzenmitnehmerfeder (9) aufweist, durch welche die
Kupplungsmittel (7, 8) in einem Montagezustand zur Übertragung eines Drehmomentes
gegeneinander sicherbar sind.
2. Reinigungsgerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Walzenmitnehmerfeder (9) eine koaxial an dem Walzenmitnehmer (3) angeordnete
Schraubenfeder ist.
3. Reinigungsgerät (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Walzenmitnehmerfeder (9) in dem Montagezustand der Kupplungsmittel (7, 8) so
an einem Kupplungsmittel (7) der Reinigungswalze (2) angreift, dass die Rückstellkraft
der Walzenmitnehmerfeder (9) den Walzenmitnehmer (3) aus der Walzenaussparung (6)
herauszudrücken sucht.
4. Reinigungsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kupplungsmittel (7) der Reinigungswalze (2) in dem Montagezustand bezogen auf
eine axiale Richtung der Reinigungswalze (2) zwischen einem Kupplungsmittel (8) des
Walzenmitnehmers (3) und der Walzenmitnehmerfeder (9) angeordnet ist.
5. Reinigungsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungsmittel (7, 8) nach der Art einer Rastverbindung in Zusammenwirkung bringbar
sind.
6. Reinigungsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kupplungsmittel (7) der Reinigungswalze ringförmig ausgebildet ist.
7. Reinigungsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kupplungseinrichtung (4) der geräteseitig angetriebenen Welle und der Walzenmitnehmer
(3) korrespondierende Kupplungselemente (11, 12) zur drehmomentübertragenden Verbindung
aufweisen, wobei ein Kupplungselement (12) des Walzenmitnehmers (3) an dem von einem
Kupplungsmittel (8) des Walzenmitnehmers (3) abgewandten Endbereich des Walzenmitnehmers
(3) ausgebildet ist.