[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Suchgerät mit zumindest einer Kommunikationseinheit
und zumindest einer Schalteinheit, welche mit der zumindest einen Kommunikationseinheit
verbunden ist, wobei die Kommunikationseinheit eine Empfangseinheit zum Empfangen
zumindest eines Signals umfasst.
[0002] Das erfindungsgemäße Suchgerät, kann insbesondere zum Auffinden verschütteter Personen
genutzt werden. Bei einem derartigen Suchgerät handelt es sich in bekannter Weise
um ein Gerät, welches erlaubt eine verschüttete Person, welche mit einer entsprechenden
Kommunikationseinheit ausgestattet ist, zu orten.
[0003] Grundsätzlich weist ein Suchgerät zumindest eine Schalteinheit auf, die es ermöglicht
das Suchgerät, bzw. die Kommunikationseinheit in einen betriebsbereiten Zustand zu
versetzen. Auch kann eine derartige Schalteinheit dazu genutzt werden, zwischen unterschiedlichen
Betriebszuständen auszuwählen, falls solche vorgesehen sind.
[0004] Solche Betriebszustände können beispielsweise durch einen Sendemodus und/oder einen
Empfangsmodus gebildet sein. Unter Sendemodus ist dabei jener Zustand zu verstehen,
in welchem das Suchgerät, bzw. dessen Kommunikationseinheit, ein Signal aussendet.
Dies erlaubt es suchenden Personen das Signal zu orten, und die verschüttete Person
bergen zu können. Unter Empfangsmodus ist jener Zustand des Suchgeräts zu verstehen,
in welchem das Suchgerät Signale aus der Umgebung detektiert und in Abhängigkeit dieser
Signale das Auffinden verschütteter Personen ermöglicht. Üblicherweise werden dazu
an einem derartigen Suchgerät, welches das Signal empfängt, Richtung und Distanz zu
einem Suchgerät, welches das Signal sendet, angezeigt.
[0005] Es kann beispielsweise ein einfacher Kippschalter, zum Aktivieren der Kommunikationseinheit
oder zum Umschalten zwischen den beiden Betriebszuständen vorgesehen sein. Nachteilig
ist, dass es zu dem Umstand führen kann, dass der Schalter im entscheidenden Moment,
beispielsweise bei einer Verschüttung, in der falschen Stellung ist, bzw. nicht mehr
betätigt werden kann.
[0006] Beispielsweise zeigt die
US 2005 151 662 AA ein Lawinenverschüttetensuchgerät mit einem Klappdeckel. Der eben erwähnte Schalter,
wird dabei durch das Aufklappen des Klappdeckels betätigt. Im geschlossenen Zustand
befindet sich das Gerät im Sendemodus. Wird der Klappdeckel geöffnet, wird in den
Empfangsmodus geschalten. Zwar ist eine falsche Stellung des Schalters in diesem Fall
nahezu ausgeschlossen, als nachteilig ist aber der notwendige Bewegungsmechanismus
der Klappe zu sehen. Besonders bei Verschüttetensuchgeräten, welche im sportlichen
Umfeld Anwendung finden, ist jedoch auf entsprechende Robustheit zu achten.
[0007] Dazu sieht beispielsweise die
AT 376 050 B ein Verschüttetensuchgerät vor, welches durch das Eistecken eines Kopfhörers in eine
entsprechende Buchse am Gerät, dieses aus dem Sendemodus in den Empfangsmodus schaltet.
In bekannter Weise, wird über den Kopfhörer dann ein akustisches Signal ausgegeben,
welches sich abhängig von der Nähe zu einem weiteren Gerät im Sendemodus entsprechend
ändert. Nachteilig ist, dass ein passender Kopfhörer mitgeführt werden muss, ohne
dem ein Umschalten zwischen den Betriebszuständen nicht möglich ist.
[0008] Auch Verschüttetensuchgeräte, welche anhand von Sensorik erfassen, dass das Verschüttetensuchgerät
nicht mehr bewegt wird und infolge dessen vom Empfangsmodus in den Sendemodus schalten,
sind bekannt. Nachteilig ist jedoch, dass derartige Geräte, um ein ständiges Umschalten
zu vermeiden, erst nach einer gewissen Zeitverzögerung, also wenn das Verschüttetensuchgerät
"längere" Zeit nicht bewegt wird, in den Sendemodus schalten. Es ist jedoch nachvollziehbar,
dass ein entsprechendes Umschalten zwischen den beiden Moden, möglichst ohne Zeitverzögerung
ermöglicht werden soll, um im Falle einer Verschüttung keine wertvolle Zeit zu vergeuden.
[0009] US 4,850,031 offenbart ein Lawinensuchgerät, das mittels an der Außenseite eines Skianzugs angeordneter
Helligkeitssensoren erkennt, ob der Benutzer von einer Lawine verschüttet ist, und
in diesem Fall ein Suchsignal aussendet.
[0010] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher darin, ein Suchgerät zur Verfügung
zu stellen, welches möglichst robust und verschleißfest ausgeführt ist und ohne Zeitverzögerung
sicher in den richtigen Betriebszustand versetzt werden kann.
[0011] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Schalteinheit durch einen
Näherungsschalter mit einem Erkennungsbereich gebildet ist, wobei die Schalteinheit
innerhalb des Erkennungsbereichs Objekte detektiert, wobei die Empfangseinheit der
Kommunikationseinheit bei einem detektierten Objekt im Erkennungsbereich durch die
Schalteinheit deaktiviert ist und wobei die Empfangseinheit durch die Schalteinheit
aktiviert ist, wenn kein Objekt im Erkennungsbereich detektiert wird.
[0012] Als "Erkennungsbereich" wird dabei insbesondere ein räumlicher Bereich um die Schalteinheit
herum, insbesondere oberhalb und außerhalb des Gehäuses, an dem die Schalteinheit
angeordnet ist, betrachtet. Beispielsweise kann der Erkennungsbereich durch einen
in etwa sphärenartig ausgebildeten, von der Schalteinheit ausgehenden und sich um
diese erstreckenden Raumbereich gebildet sein.
[0013] Dies erlaubt es, das Suchgerät, bzw. dessen Kommunikationseinheit, ohne manuelles
Schalten, bzw. ohne das Betätigen eines Mechanismus, zu aktivieren oder zu deaktivieren.
Wird beispielsweise das Suchgerät in die üblicherweise dafür vorgesehene Tasche, in
der Tasche eines Kleidungsstücks, in einem Rucksack oder ähnlichen verstaut, wird
dies von der Schalteinheit in Form des Näherungsschalters detektiert. Infolge, wird
die Kommunikationseinheit des Suchgeräts entsprechend aktiviert oder deaktiviert.
Dadurch, dass zum Aktivieren bzw. zum Deaktivieren keine Mechanismen oder bewegte
Kontakte genutzt werden, ergibt sich eine entsprechend hohe Verschleißfestigkeit.
Die Schalteinheit bzw. der Näherungsschalter aktiviert oder deaktiviert die Kommunikationseinheit
ohne Zeitverzögerung. Sobald das Suchgerät aus der Tasche genommen wird, befindet
sich kein Objekt mehr im Erkennungsbereich und das Suchgerät wird automatisch auf
den Empfangsmodus eingestellt, sodass ohne manuellen Schaltvorgang sofort mit der
Suche nach Verschütteten begonnen werden kann.
[0014] In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die zumindest eine Kommunikationseinheit
zumindest eine Sendeeinheit zum Senden zumindest eines Signals umfasst. In diesem
Fall wird von der Kommunikationseinheit, bzw. von der Sendeeinheit im aktiven Zustand
zumindest ein Signal gesendet. Dieses ausgesendete Signal erlaubt es suchenden Personen
jene Person, welche das Suchgerät mit der sendenden Kommunikationseinheit bzw. Sendeeinheit
bei sich trägt, aufzufinden. In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen,
dass die Sendeeinheit bei einem detektierten Objekt im Erkennungsbereich durch die
Schalteinheit aktiviert ist. Dadurch ist gewährleistet, dass das die Sendeeinheit
aktiv ist, wenn das Suchgerät vom Benutzer mitgeführt wird.
[0015] Vorteilhafter Weise, ist bei einer Kombination der oben angeführten Varianten vorgesehen,
dass durch die zumindest eine Schalteinheit entweder die zumindest eine Sendeeinheit
oder die zumindest eine Empfangseinheit aktiviert ist. Auf diese Weise ermöglicht
das Suchgerät, bei aktiver Sendeeinheit, das Aufgefunden werden, sollte die Person,
welche das Suchgerät bei sich trägt, verschüttet werden. Weiters ermöglicht das Suchgerät
auch das Auffinden von verschütteten Personen, wenn eine verschüttete Person ein Suchgerät
mit zumindest einer Sendeeinheit bei sich trägt und die Sendeeinheit ein Signal aussendet.
Dieses kann dann von der Empfangseinheit im Suchgerät einer "suchenden" Person geortet
werden. Dadurch, dass in diesem Fall beide Funktionen in einem Suchgerät vereint sind,
ergibt sich ein bedarfsweiser Einsatz des Suchgeräts, je nach momentanen Erfordernissen.
Dadurch, dass eine bereits beschriebene Schalteinheit vorgesehen ist, ergibt sich
das bedarfsweise Umschalten zwischen Senden und Empfangen. Schon alleine durch das
Verwahren des Suchgerätes in einer Tasche oder ähnlichen, oder durch das Herausnehmen
des Suchgerätes aus seiner Verwahrung kommt es zum entsprechenden Aktivieren oder
Deaktivieren der Sendeeinheit oder der Empfangseinheit.
[0016] Natürlich muss die zumindest eine Schalteinheit nicht zwangsläufig alleine für die
Aktivierung bzw. Deaktivierung von Sende- und Empfangseinheit vorgesehen sein. Natürlich
kann auch vorgesehen sein, dass die zumindest eine Sendeeinheit und die zumindest
eine Empfangseinheit jeweils mit einer eigenen Schalteinheit verbunden ist und entweder
die zumindest eine Empfangseinheit oder die zumindest eine Sendeeinheit aktiviert
ist. In dieser Variante werden somit die Sendeeinheit und die Empfangseinheit unabhängig
voneinander, von einer eigenen Schalteinheit aktiviert bzw. deaktiviert. Bei einem
Defekt an einer der Schalteinheiten, ist somit lediglich die Sende oder die Empfangseinheit
vom Defekt betroffen.
[0017] Besonders vorteilhaft ist vorgesehen, dass bei einem detektierten Objekt im Erkennungsbereich
zumindest einer Schalteinheit die zumindest eine Sendeeinheit aktiviert und die zumindest
eine Empfangseinheit deaktiviert ist. Wird, wie zuvor bereits beschrieben, das Suchgerät
in die üblicherweise dafür vorgesehene Tasche, in der Tasche eines Kleidungsstücks,
in einem Rucksack oder ähnlichen verstaut, wird dies von der Schalteinheit in Form
des Näherungsschalters detektiert. Dadurch wird die Sendeeinheit aktiviert. Kommt
es tatsächlich zu einer Verschüttung, beispielsweise eines Wintersportlers, ist das
Suchgerät bereits im "richtigen" Modus und sendet ein entsprechendes Signal aus.
[0018] Die Aufgabe wird weiters durch ein entsprechendes Verfahren zum Betreiben eines Suchgeräts,
welches den obigen Ausführungen entspricht, gelöst.
[0019] Die gegenständliche Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Figuren 1
bis 5 näher erläutert, die beispielhaft, schematisch und nicht einschränkend vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung zeigen. Dabei zeigt
Fig.1 eine Vorteilhafte Ausgestaltung des Suchgerätes mit aktiver Sendeeinheit,
Fig.2 eine Vorteilhafte Ausgestaltung des Suchgerätes mit aktiver Empfangseinheit,
Fig.3 die Wechselwirkung zwischen zwei Verschüttetensuchgeräten,
Fig.4 eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung des Suchgerätes,
Fig.5 eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des Suchgerätes.
[0020] Figur 1 zeigt lediglich schematisch eine vorteilhafte Ausgestaltung eines Suchgeräts
1. Derartige Suchgeräte 1 finden häufig bei Wintersportlern, wie beispielsweise bei
Skitourengehern Verwendung, da das Risiko von einer Lawine erfasst und verschüttet
zu werden insbesondere im freien Gelände entsprechend hoch ist. Oftmals werden Suchgeräte
1 in derartigen Zusammenhang auch als Lawinenverschüttetensuchgerät, kurz LVS, bezeichnet.
Das erfindungsgemäße Suchgerät 1 ist selbstverständlich nicht auf dieses Anwendungsgebiet
beschränkt. Auch für Arbeiter in schwierigem Gelände, Einsatzkräfte usw., ist die
Verwendung derartiger Suchgeräte 1 durchaus denkbar.
[0021] Wie in Figur 1 erkennbar ist, weist das Suchgerät 1 zumindest eine Kommunikationseinheit
2 und eine Schalteinheit 3 auf, wobei die zumindest eine Schalteinheit 3 durch einen
Näherungsschalter mit einem Erkennungsbereich 4 gebildet ist. Innerhalb dieses Erkennungsbereichs
4 werden durch die Schalteinheit 3 Objekte detektiert. Wird ein Objekt innerhalb des
Erkennungsbereichs 4 detektiert, wird die zumindest eine Kommunikationseinheit 2 durch
die zumindest eine Schalteinheit 3 aktiviert oder deaktiviert. Der Erkennungsbereich
erstreckt sich vorzugsweise sphärenartig in den freien Raum oberhalb der Schalteinheit
3.
[0022] Als Objekt im Erkennungsbereich 4, im Sinne der vorliegenden Erfindung, kann beispielsweise
die Innenseite einer Schutzhülle oder Tasche in der Bekleidung einer Person, einem
Rucksack oder ähnlichen, worin das Suchgerät 1 verstaut werden kann, gesehen werden.
Als Erkennungsbereich 4 kann daher ein Bereich von wenigen Zentimetern um die entsprechende
Schalteinheit 3 gesehen werden. Wird also das Suchgerät 1 in einer Tasche oder ähnlichem
verstaut, kommt es zum Schaltvorgang und die Kommunikationseinheit 2 wird aktiviert
oder deaktiviert. Die Schalteinheit 3 ist dabei selbstverständlich so am Suchgerät
1 angeordnet, dass es beispielsweise durch das Tragen des Suchgerätes 1 in der Hand
einer Person nicht zu einem Schaltvorgang kommt. Die Schalteinheit 5 ist also derart
ausgestaltet, dass das Bedienen des Suchgerät 1 möglich ist, ohne einen beschriebenen
Schaltvorgang auszulösen. Lediglich beispielhaft ist denkbar, dass ein Mitglied von
Einsatzkräften, sobald das Suchgerät in dessen Jackentasche verstaut ist, die Kommunikationseinheit
2 aktiviert und so Kontakt, beispielsweise in Form einer Sprechverbindung, mit zumindest
einer weiteren Person ermöglicht ist.
[0023] Wie betont, ist der Aufbau einer Sprechverbindung lediglich beispielhaft zu sehen.
Es kann auch vorgesehen sein, dass die zumindest eine Kommunikationseinheit 2 zumindest
eine Sendeeinheit 5 zum Senden zumindest eines Signals 6 umfasst. Das gesendete Signal
6 wird in Figur 1 lediglich schematisch in Form von Pfeilen dargestellt. Wiederum
kann es durch das bereits beschriebene "Verstauen" des Suchgerätes 1 zu einer Aktivierung
der Kommunikationseinheit 2, bzw. der Sendeeinheit 5 kommen, wobei bei aktivierter
Kommunikationseinheit 2 zumindest ein Signal 6 gesendet wird. Ein derartiger Zustand
des Suchgerätes 1 ist lediglich beispielhaft in Figur 1 dargestellt. Durch die Schalteinheit
3 wurde die Kommunikationseinheit, bzw. im dargestellten Fall die Sendeeinheit 5 aktiviert,
wobei das Objekt im Erkennungsbereich 4, welches zur Betätigung der Schalteinheit
3 geführt hat, nicht weiter dargestellt ist.
[0024] Mit geeigneten Mitteln kann das Signal 6 nun geortet werden und beispielsweise die
verschüttete Person, welche das Suchgerät 1 trägt, geborgen, oder dessen Position
von Einsatzkräften bestimmt werden.
[0025] Analog kann, wie in Figur 2 schematisch dargestellt ist, auch vorgesehen sein, dass
die zumindest eine Kommunikationseinheit 2 zumindest eine Empfangseinheit 7 zum Empfangen
zumindest eines Signals 6 umfasst. Wiederum ist das Signal 6 in Form von Pfeilen dargestellt.
Dabei kann vorgesehen sein, dass die Empfangseinheit 7 aktiviert ist, wenn kein Objekt
im Erkennungsbereich 4 der Schalteinheit 3 detektiert wird. Beispielsweise wird das
Suchgerät aus einer bereits erwähnten Tasche entnommen. Dadurch wird kein Objekt,
in Form der Tascheninnenseite, im Erkennungsbereich 4 der Schalteinheit 3 mehr detektiert.
Folglich wird die Kommunikationseinheit 2, bzw. in diesem Fall die Empfangseinheit
7, aktiviert. Bei aktivierter Kommunikationseinheit 2 wird daher vom Suchgerät 1 zumindest
ein Signal 6 empfangen.
[0026] Üblicherweise werden dazu an einem Suchgerät 1, welches ein Signal 6 empfängt, Richtung
und Distanz zu einem Sender bzw. zu einem weiteren Suchgerät 1, welches mittels Sendeeinheit
5 das Signal 6 sendet, angezeigt. Auf diese Weise wird einer suchenden Person das
Auffinden einer weiteren Person, welche möglicherweise verschüttet, oder zumindest
nicht ohne weiteres auffindbar ist, ermöglicht.
[0027] Das Zusammenspiel zweier Suchgeräte 1 und 11, wird lediglich schematisch in Figur
3 dargestellt. Dabei umfasst die Kommunikationseinheit 2 des Suchgerätes 1 die zumindest
eine Sendeeinheit 5, und die Kommunikationseinheit 2 des in Figur 3 beispielhaft dargestellten,
weiteren Suchgerätes 11 die zumindest eine Empfangseinheit 7. Beispielsweise ist das
Suchgerät 1 in einer dafür vorgesehenen Tasche verstaut. Die Tascheninnenseite befindet
sich somit im Erkennungsbereich 4 der Schalteinheit 3 des Suchgerätes 1. Beispielsweise
ist dadurch die Kommunikationseinheit 2 des Suchgerätes 1 aktiviert und die Sendeeinheit
5 sendet zumindest ein Signal 6. Das in Figur 3 dargestellte, weitere Suchgerät 11
wird beispielsweise von einer Person in deren Händen getragen. Erfindungsgemäß wird
dabei durch die Schalteinheit 3 des weiteren Suchgerätes 11 kein Objekt im Erkennungsbereich
4 der Schalteinheit 3 des weiteren Suchgerätes 11 detektiert. In diesem Fall ist die
Empfangseinheit 7 des weiteren Suchgerätes 11 aktiviert, und kann das von der Sendeeinheit
5 des Suchgeräts 1 gesendete Signal 6 empfangen. Wird wie üblich, und bereits zuvor
angemerkt, am weiteren Suchgerät 11 Richtung und Distanz zum Suchgerät 1 dessen Sendeeinheit
5 das Signal 6 sendet, angezeigt, wird mithilfe des weiteren Suchgerätes 11 das Auffinden
des Suchgerätes 1, bzw. einer Person die das Suchgerätes 1 bei sich trägt, ermöglicht.
[0028] Figur 4 zeigt eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung des Suchgerätes 1, wobei
die zumindest eine Kommunikationseinheit 2 die zumindest eine Sendeeinheit 5 zum Senden
zumindest eines Signals 6 und die zumindest eine Empfangseinheit 7 zum Empfangen zumindest
eines Signals 6 umfasst. Die zumindest eine Schalteinheit 3 aktiviert in diesem Fall
entweder die zumindest eine Sendeeinheit 5 oder die zumindest eine Empfangseinheit
7.
[0029] Diese Variante des Suchgeräts 1 ermöglicht, wie bei derartigen Geräten meist üblich,
sowohl das Senden als auch das Empfangen von Signalen 6. Dies ermöglicht dem Träger
des Suchgeräts 1 die Suche nach Personen, und unterstützt das gefunden werden, falls
der Träger selbst gesucht wird.
[0030] Das Suchgerät 1 weist also zumindest eine aktivierbare Sendeeinheit 5 auf, die im
aktiven Zustand zumindest ein Signal 6 aussendet, so dass suchende Personen das Signal
6 orten und die beispielsweise verschüttete Person, welche das signalaussende Suchgerät
1 bei sich trägt, bergen können. Weiters weist das Suchgerät 1 die aktivierbare Empfangseinheit
7 auf. Ist die Empfangseinheit 7 aktiviert, kann ein von der Sendeeinheit 5 eines
weiteren Suchgerätes 11 ausgesendetes Signal 6 empfangen werden.
[0031] Wie bereits zuvor erwähnt, ist vorgesehen, dass durch die zumindest eine Schalteinheit
3 entweder die zumindest eine Sendeeinheit 5 oder die zumindest eine Empfangseinheit
7 aktiviert oder deaktiviert ist. Dies soll sicherstellen, dass durch die Schalteinheit
3 nicht sowohl Sendeeinheit 5 als auch Empfangseinheit 7 gleichzeitig aktiviert sind.
Ein von der Sendeeinheit 5 gesendete Signal 6 würde dabei umgehend durch die Empfangseinheit
7 detektiert bzw. empfangen werden. Ein von einem weiteren Suchgerät 11 ausgesendetes
Signal 6 würde dadurch möglicherweise verfälscht werden und die Ortung wäre in unerwünschter
Weise zumindest erschwert.
[0032] Bei der Nutzung der eben beschriebenen Variante des Suchgerätes 1 ist vorgesehen,
dass einem detektierten Objekt im Erkennungsbereich 4 der zumindest einen Schalteinheit
3 die zumindest eine Sendeeinheit 5 aktiviert und die zumindest eine Empfangseinheit
7 deaktiviert ist.
[0033] Beispielsweise ist in Figur 4 dieser Zustand dargestellt. Um zu kennzeichnen, dass
im dargestellten Zustand Sendeeinheit 5 der Kommunikationseinheit 2 bzw. des Suchgerätes
1 aktiviert ist, ist die Verbindung zwischen der zumindest einen Schalteinheit 3 unter
Sendeeinheit 5 durchgehend dargestellt. Im Gegensatz dazu ist die Verbindung zwischen
der Empfangseinheit 7 der Kommunikationseinheit 2 bzw. des Suchgerätes 1 unterbrochen
dargestellt. Die Empfangseinheit 7 ist im dargestellten Zustand daher als deaktiviert
anzusehen.
[0034] Wenn beispielsweise ein Wintersportler das Suchgerät 1 in einer Tasche verstaut,
ist daher automatisch die Sendeeinheit 5 aktiviert. Wird der Wintersportler eine Lawine
verschüttet, findet sich das Suchgerät 1 somit im richtigen "Betriebsmodus". Vom Suchgerät
1, bzw. dessen Sendeeinheit 5, wird das Signal 6 gesendet, und suchende Personen haben
durch dessen Detektion die Möglichkeit dem verschütteten Wintersportler aufzufinden
bzw. in Folge zu bergen. Weiters sieht die eben beschriebene Variante des Suchgerätes
1 vor, dass wenn kein Objekt im Erkennungsbereich 4 der zumindest einen Schalteinheit
3 detektiert wird, die Empfangseinheit 7 des Suchgerätes 1 aktiviert ist.
[0035] Sobald also das Suchgerät 1 beispielsweise seiner Tasche entnommen wird, wird somit,
wie bereits beschrieben, kein Objekt im Erkennungsbereich 4 der zumindest einen Schalteinheit
3 detektiert. Das Suchgerät 1 kann nun mit der aktivierten Empfangseinheit 7 zur Ortung
eines beispielsweise weiteren Suchgerätes 11 genutzt werden. Auf diese Weise kann
also, sobald das Suchgerät 1 entnommen wurde, umgehend und ohne Zeitverzögerung mit
der Suche nach Personen bzw. Verschütteten begonnen werden. Wie bereits zuvor angemerkt
ist an dieser Stelle nochmals zu betonen, dass erfindungsgemäß das Tragen des Suchgerätes
1 beispielsweise in der Hand einer Person nicht zur Detektion eines Objekts im Erkennungsbereich
4 der zumindest einen Schalteinheit 3 führt. Die Schalteinheit 3 ist also derart ausgestaltet,
dass das Bedienen des Suchgerät 1 möglich ist, ohne einen beschriebenen Schaltvorgang
der Schalteinheit 3 auszulösen.
[0036] Wie die Figur 5 zeigt, kann natürlich auch vorgesehen sein, dass anstelle einer Schalteinheit
3 zum "Umschalten" zwischen Sendeeinheit 5 und Empfangseinheit 7, zwei Schalteinheiten
3 genutzt werden. Figur 5 zeigt eine Variante des Suchgerätes 1, bei welcher die zumindest
eine Sendeeinheit 5 und die zumindest eine Empfangseinheit 7 jeweils mit einer eigenen
Schalteinheit 3 verbunden sind und entweder die zumindest eine Empfangseinheit 7 oder
die zumindest eine Sendeeinheit 5 aktiviert ist. Dadurch werden, im Gegensatz zur
zuvor beschriebenen Variante, bei der lediglich die zumindest eine Schalteinheit 3
"gemeinsam" genutzt wird, die Sendeeinheit 5 und die Empfangseinheit 7 durch ihre
jeweiligen Schalteinheiten 3 unabhängig voneinander aktiviert. Bei einem Defekt an
einer der Schalteinheiten 3 ist somit lediglich die Sendeeinheit 5 oder die Empfangseinheit
7 vom Defekt betroffen.
[0037] Bis jetzt wurde lediglich beschrieben, dass entweder die Sendeeinheit 5 oder die
Empfangseinheit 7 aktiviert ist und somit nicht beide Einheiten 5, 7 gleichzeitig
aktiviert sein können. Selbstverständlich kann in bekannter Weise am Suchgerät 1 eine
von der oder den Schalteinheiten 3 unabhängige Vorrichtung 8 vorgesehen sein, welche
lediglich in den Figuren 4 und 5 schematisch dargestellt wird.
[0038] Diese Vorrichtung 8 erlaubt es, die Kommunikationseinheit 2, bzw. das Suchgerätes
1 vollkommen zu deaktivieren bzw. abzuschalten. Sollte das Suchgerät 1 nicht verwendet
werden, kann das Suchgerät 1 und somit sowohl Sendeeinheit 5 als auch Empfangseinheit
7 deaktiviert werden, um entsprechend Energie, welche üblicherweise über eine Batterie
oder ähnliches zur Verfügung gestellt wird, einzusparen. Bei der eben erwähnten, von
der Schalteinheit 3 unabhängigen Vorrichtung 8 kann es sich in bekannter Weise um
einen Kippschalter, Taster oder ähnliches handeln.
[0039] Durch die eben beschriebenen Ausführungsvarianten eines Suchgerätes 1 wird dieses
möglichst robust und verschleißfest ausgeführt, da die Schalteinheit 3 keine beweglichen
Teile aufweist. Weiters ist durch die Verwendung der beschriebenen Schalteinheit 3
gewährleistet, dass das Suchgerätes 1 ohne Zeitverzögerung sicher in den richtigen
Betriebszustand versetzt werden kann. Eine Fehlbedienung, also dass sich das Suchgerätes
1 fälschlicherweise im falschen, bzw. unerwünschten Betriebszustand befindet, ist
dabei nahezu ausgeschlossen.
1. Suchgerät (1) mit zumindest einer Kommunikationseinheit (2) und zumindest einer Schalteinheit
(3), welche mit der zumindest einen Kommunikationseinheit (2) verbunden ist, wobei
die Kommunikationseinheit (2) eine Empfangseinheit (7) zum Empfangen zumindest eines
Signals (6) umfasst dadurch gekennzeichnet, dass die Schalteinheit (3) durch einen Näherungsschalter mit einem Erkennungsbereich (4)
gebildet ist, wobei die Schalteinheit (3) innerhalb des Erkennungsbereichs (4) Objekte
detektiert, und wobei die Empfangseinheit (7) der Kommunikationseinheit (2) bei einem
detektierten Objekt im Erkennungsbereich (4) durch die Schalteinheit (3) deaktiviert
ist und wobei die Empfangseinheit (7) durch die Schalteinheit (3) aktiviert ist, wenn
kein Objekt im Erkennungsbereich (4) detektiert wird.
2. Suchgerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Kommunikationseinheit (2) zumindest eine Sendeeinheit (5) zum Senden
zumindest eines Signals (6) umfasst.
3. Suchgerät (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sendeeinheit (5) bei einem detektierten Objekt im Erkennungsbereich (4) durch
die Schalteinheit (3) aktiviert ist.
4. Suchgerät (1) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass durch die zumindest eine Schalteinheit (3) entweder die zumindest eine Sendeeinheit
(5) oder die zumindest eine Empfangseinheit (7) aktiviert ist.
5. Suchgerät (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Sendeeinheit (5) und die zumindest eine Empfangseinheit (7) jeweils
mit einer eigenen Schalteinheit (3) verbunden sind und entweder die zumindest eine
Empfangseinheit (7) oder die zumindest eine Sendeeinheit (5) aktiviert ist.
6. Suchgerät (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem detektierten Objekt im Erkennungsbereich (4) zumindest einer Schalteinheit
(3) die zumindest eine Sendeeinheit (5) aktiviert und die zumindest eine Empfangseinheit
(7) deaktiviert ist.
7. Verfahren zum Betreiben eines Suchgerätes (1) welches durch eine erste Kommunikationseinheit
(2) und zumindest einer ersten Schalteinheit (3) gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Schalteinheit (3) durch die Detektion eines Objekts in einem Erkennungsbereich
(4) der zumindest einen Schalteinheit (3) geschalten wird, wobei bei Detektion eines
Objekts im Erkennungsbereich (4) der Schalteinheit (5) eine Empfangseinheit (7) der
Kommunikationseinheit (2) deaktiviert wird und wobei die Empfangseinheit (7) durch
die Schalteinheit (3) aktiviert wird, wenn kein Objekt im Erkennungsbereich (4) detektiert
wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Kommunikationseinheit (2) zumindest eine Sendeeinheit (5) aufweist,
wobei bei Detektion eines Objekts im Erkennungsbereich (4) der Schalteinheit (5) die
Sendeeinheit (5) zum Senden eines Signals (6) aktiviert wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass durch die zumindest eine Schalteinheit (3) entweder die zumindest eine Sendeeinheit
(5) oder die zumindest eine Empfangseinheit (7) aktiviert wird.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Sendeeinheit (5) und die zumindest eine Empfangseinheit (7) jeweils
mit einer eigenen Schalteinheit (3) verbunden werden und entweder die zumindest eine
Empfangseinheit (7) oder die zumindest eine Sendeeinheit (5) aktiviert wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem detektierten Objekt im Erkennungsbereich (4) zumindest einer Schalteinheit
(3) die zumindest eine Sendeeinheit (5) aktiviert und die zumindest eine Empfangseinheit
(7) deaktiviert wird.