[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schneidsatz für eine Haarschneidemaschine
nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1, eine Haarschneidemaschine nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 11, sowie ein Haartransportelement nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
12.
[0002] Haarschneidemaschinen sind im Stand der Technik in einer Vielzahl von Ausführungen
bekannt. So beschreibt beispielsweise die
DE 60 2005 003 368 T2 ein Haarschneidegerät mit einem Gehäuse und mindestens einer Schneideinheit, die
ein feststehendes Schneidbauteil und ein angetriebenes Schneidbauteil umfasst, das
in Bezug auf das feststehende Schneidbauteil eine Hin- und Herbewegung ausführt.
[0003] Auch Haarschneidemaschinen mit mehreren Schneideinheiten sind im Stand der Technik
bekannt. So offenbart beispielsweise die
DE 20 2013 103 187 U1 eine Haarschneidmaschine mit zwei Schneideinheiten.
[0004] In der
DE 10 2011 076 577 B3 ist eine Schneidsatzaufnahme für eine Haarschneidemaschine offenbart, mit einer Aufnahmebasis,
die an der Haarschneidemaschine befestigbar ist und einem schwenkbar an der Aufnahmebasis
gelagerten Aufnahmeschenkel, an dem ein auswechselbarer Schneidsatz anordnenbar ist,
wobei ein zwischen einer Schwenkstellung und einer Blockierstellung bewegbares Sperrelement
vorgesehen ist, das geeignet ausgebildet ist, eine Schwenkbewegung des Aufnahmeschenkels
in Richtung der Aufnahmebasis ohne an dem Aufnahmeschenkel angeordneten Schneidsatz
zu blockieren.
[0005] Eine Haarschneidemaschine mit einem auswechselbaren Schneidsatz, bestehend zumindest
aus einem Scherkamm und einem im Wesentlichen parallel zur Vorderkante des Scherkamms
über einen Mitnehmer in Querrichtung oszillierend antreibbaren Schermesser, sowie
einer Schnittlängenverstelleinrichtung, bestehend aus einem Betätigungselement, das
an einem Gehäuse der Haarschneidemaschine angelenkt ist und auf den Schneidsatz derart
einwirkt, daß eine relative Verschiebung zwischen dem Scherkamm und dem Schermesser
in Längsrichtung möglich ist, wird beispielsweise in der
DE 10 2009 015 276 A1 offenbart.
[0006] Die bekannten Haarschneidemaschinen und Schneidsätze für Haarschneidemaschinen weisen
jedoch einen gravierenden Nachteil auf:
[0007] So kommt es beim Schneiden von Haaren mit den im Stand der Technik bekannten Schneidsätzen
für Haarschneidemaschinen, je nach Schneidposition zu einer Anhäufung von Haarabschnitten
auf der Haarschneidemaschine. Diese Anhäufung von Haarabschnitten versperrt zum einen
die Sicht auf den Schneidbereich und verschlechtert zum anderen die Zufuhr noch nicht
geschnittener Haare. Der Friseur muss daher nach jeder Anhäufung von Haaren die Maschine
zur Seite kippen, bzw. die Haare vom Schneidsatz der Maschine abschütteln. Dies ist
insbesondere dann lästig, wenn ein letzter Haarfeinschnitt erfolgen soll.
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen Schneidsatz für eine Haarschneidemaschine
bereitzustellen, der diesen Nachteil nicht aufweist, sowie eine Haarschneidemaschine
mit einem solchen Schneidsatz bereitzustellen.
[0009] Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Schneidsatz nach Patentanspruch 1, durch eine
Haarschneidemaschine nach Patentanspruch 11, sowie durch ein Haartransportelement
nach Patentanspruch 12. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den jeweiligen Unteransprüchen
angegeben.
[0010] Der erfindungsgemäße Schneidsatz weist zumindest einen feststehenden oder einen verstellbaren
Scherkamm und ein im Wesentlichen parallel zur Vorderkante des Scherkamms in Querrichtung
oszillierend antreibbares Schermesser auf, sowie ein Haartransportelement, welches
eine Transportzahnung mit Zähnen aufweist, die im Wesentlichen entlang der und beabstandet
zur Schneidkante des Schermessers angeordnet sind. Das Haartransportelement kann dabei
Teil des Schneidsatzes sein, beispielsweise wenn der gesamte Schneidsatz austauschbar
ist. Das Schermesser ist zwischen dem Scherkamm und dem Haartransportelement angeordnet,
wobei die Schneidkante des Schermessers die von den Spitzen der Zähne der Transportzahnung
gebildete Vorderkante des Haartransportelements überragt. Bei einem verstellbaren
Scherkamm bleibt der Abstand der Haartransporteinrichtung relativ zu einem Gehäuse
der Haarschneidemaschine gleich.
[0011] Vorzugsweise ist der erfindungsgemäße Schneidsatz als ein austauschbarer Kopf einer
Haarschneidemaschine ausgebildet, bei welchem vorteilhafterweise Schermesser, Scherkamm
und Haartransportelement bereits miteinander verbunden sind, so daß er gegen einen
gewöhnlichen im Stand der Technik bekannten Schneidsatz, der kein Haartransportelement
aufweist, schnell ausgetauscht werden kann.
[0012] Die Transportzahnung weist vorteilhafterweise ein im Wesentlichen sägezahnförmiges
Querschnittsprofil auf. Unter einem "im Wesentlichen sägezahnförmigen Profil" soll
hier ein Querschnittsprofil verstanden werden, bei dem die Zähne jeweils eine Steilflanke
und eine flache Flanke aufweisen. Die Steilflanke ist dabei dadurch bestimmt, daß
ihr Anstiegswinkel relativ zur Grundlinie der Transportzahnung, also zu der Linie,
auf und entlang der die Zähne der Transportzahnung angeordnet sind, steiler ist, als
der Anstiegswinkel zwischen der flachen Flanke und der Grundlinie. Die Spitzen der
Zähne können dabei auch abgeflacht und / oder abgerundet sein. Die Steilflanken der
Zähne weisen vorzugsweise Winkel von im Wesentlichen 90° relativ zur Grundlinie auf,
wobei der Begriff "im Wesentlichen 90°" in diesem Zusammenhang Winkel zwischen 80°
und 100° einschließen soll.
[0013] Das Haartransportelement ist entweder fest mit dem Schermesser verbunden, wobei es
vorzugsweise flächig mit dem Schermesser verbunden ist, oder es wirkt mit der Bewegung
des Schermessers relativ zum Scherkamm über ein Verbindungselement zusammen. Das Haartransportelement
kann dann beispielsweise über einen Mitnehmer mit dem Schermesser oszillierend antreibbar
verbunden sein. Dadurch, daß sich das Schermesser mit dem Haartransportelement beim
Schneiden der Haare schnell auf dem Scherkamm hin und her bewegt, werden die Haare
abgeschnitten und an den sich ebenfalls hin- und her bewegenden Steilflanken der Sägezähne
des Haartransportelements in Richtung der Hin- und Her-Bewegung des Schermessers,
also in Querrichtung zur Schnittrichtung, beschleunigt, von der Haarschneidemaschine
wegbewegt und entfernt. Die Schnittrichtung ist eine Richtung senkrecht zur Schneidkante
des Schermessers.
[0014] Da entlang der gesamten Schneidkante Haare abgeschnitten werden, erstreckt sich die
Transportzahnung in vorteilhaften Ausbildungen im Wesentlichen entlang der gesamten
Schneidkante des Schermessers, so daß die Zähne der Transportzahnung im Wesentlichen
entlang der gesamten Schneidkante des Schermessers verlaufend an dem Haartransportelement
angeordnet sind, um möglichst alle abgeschnittenen Haare zu erfassen und von der Haarschneidemaschine
zu entfernen.
[0015] Damit die abgeschnittenen Haare nicht nur in eine der beiden Querrichtungen der Hin-
und Her-Bewegung des Schermessers relativ zum Scherkamm beschleunigt werden, sondern
ein Teil der Haarabschnitte in die eine Querrichtung und der andere Teil der Haarabschnitte
in die andere Querrichtung beschleunigt wird, so daß die Haarabschnitte sowohl nach
links, als auch nach rechts von der Haarschneidemaschine abgeworfen werden, weist
die Transportzahnung einen ersten und einen zweiten Teilabschnitt auf, wobei die Steilflanken
der Sägezähne des ersten Teilabschnitts der Transportzahnung und die Steilflanken
der Sägezähne des zweiten Teilabschnitts der Transportzahnung in im Wesentlichen einander
entgegengesetzte Richtungen weisen. Der Winkel zwischen den beiden im Wesentlichen
einander entgegengesetzten Richtungen beträgt vorzugsweise zwischen 160° und 200°.
[0016] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind die Sägezähne im ersten Teilabschnitt
der Transportzahnung spiegelsymmetrisch zu den Sägezähnen im zweiten Teilabschnitt
der Transportzahnung ausgebildet, wobei die Spiegelachse senkrecht zur Grundlinie
der Transportzahnung und mittig durch die Transportzahnung verläuft, so daß der erste
Teilabschnitt und der zweite Teilabschnitt zur Bildung der Transportzahnung spiegelsymmetrisch
so aneinander grenzen, daß die Steilflanken der Zähne der Transportzahnung in einander
entgegengesetzte Richtungen weisen. Dadurch können abgeschnittene Haare zu beiden
Seiten der Haarschneidemaschine abgeworfen werden.
[0017] Die Transportzahnung weist in einer vorteilhaften Ausbildung mittig einen Mittelzahn
auf, der beispielsweise dreieckartig oder dreieckig ausgebildet sein kann, wobei er
bevorzugt zwei Steilflanken aufweist. Der Mittelzahn kann aber beispielsweise auch
rechteckig oder trapezförmig ausgebildet sein. Im Falle einer spiegelsymmetrischen
Anordnung der Zähne der Transportzahnung erstreckt sich die Spiegelachse durch die
Mitte des Mittelzahns hindurch, so daß beide Teilabschnitte der Transportzahnung jeweils
einen halben Mittelzahn aufweisen.
[0018] Die Zähne der Transportzahnung weisen im Wesentlichen dreieckförmige oder dreieckige
Querschnittsprofile auf.
[0019] Die Hüllkurve der Transportzahnung weist im Wesentlichen vier miteinander verbundene
Abschnitte auf, die die Transportzahnung umschließen bzw. umhüllen. Der erste Abschnitt
der Hüllkurve wird gebildet durch die Vorderkante des Haartransportelements, welche
durch die Gesamtzahl der kürzesten Verbindungen zwischen einander benachbarter Spitzen
einzelner Zähne der Transportzahnung definiert ist. Der zweite Abschnitt wird gebildet
durch die Grundlinie der Transportzahnung, also durch die Linie, auf der die den Spitzen
der Zähne gegenüber liegenden Basisflächen der Zähne angeordnet sind. Der dritte und
vierte Abschnitt der Hüllkurve wird von den beiden seitlichen Begrenzungen der Transportzahnung
gebildet.
[0020] Die Spitzen der Zähne der Transportzahnung spannen somit den ersten Teil der Hüllkurve
auf. Vorteilhafterweise begrenzt der erste Teil der Hüllkurve die Transportzahnung
konvex, wobei auch eine geradlinige Begrenzung in dieser Offenbarung als eine konvexe
Begrenzung bezeichnet werden soll. Bevorzugt ist die Transportzahnung dabei so ausgebildet,
daß die Hüllkurve der Transportzahnung die gesamte Transportzahnung konvex umschließt.
[0021] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform verläuft die Vorderkante des Haartransportelements
parallel zur Schneidkante des Schermessers. Der Abstand zwischen der Vorderkante des
Haartransportelements, also der Vorderkante der Transportzahnung und der Schneidkante
des Schermessers beträgt bevorzugt zwischen 1 mm und 5 mm. So kann in optimaler Weise
dafür gesorgt werden, daß die abgeschnittenen Haare von dem Haartransportelement von
der Mitte der Haarschneidemaschine seitlich wegbewegt werden.
[0022] Der Abstand zwischen der Vorderkante des Scherkamms und der Schneidkante des Schermessers
ist vorzugsweise mit einem Betätigungselement einstellbar, das entweder an den Schneidsatz
gekoppelt ist und somit Teil des Schneidsatzes sein kann oder an die Haarschneidemaschine.
Bevorzugt bleibt die relative Position der Schneidkante des Schermessers zu der Vorderkante
des Haartransportelements gleich, wenn der Abstand zwischen der Vorderkante des Scherkamms
und der Schneidkante des Schermessers geändert wird, es sind jedoch auch Ausbildungen
vorstellbar, bei denen dieser Abstand variiert werden kann, um, je nach Anforderung
an die Länge der Haarabschnitte ein optimales Abwerfen der Haare von der Haarschneidmaschine
zu ermöglichen.
[0023] Die erfindungsgemäße Haarschneidemaschine ist bevorzugt elektrisch angetrieben. Sie
weist, neben dem erfindungsgemäßen Schneidsatz, vorteilhafterweise ein Gehäuse auf,
das beispielsweise mit dem Scherkamm fest verbunden ist und einen Elektromotor zum
oszillierenden Antreiben des Schermessers umschließt. Sie weist vorzugsweise weiterhin
einen Mitnehmer auf, der mit dem Elektromotor und dem Schermesser so verbunden ist,
daß er das Schermesser oszillierend, bevorzugt in Querrichtung zur Schnittrichtung,
antreibt, wenn der Elektromotor eingeschaltet ist. Der Scherkamm kann optional an
dem Gehäuse befestigt sein. Vorteilhafterweise ist jedoch das Haartransportelement
entweder mit dem Schermesser fest verbunden oder mit dem Schermesser so verbunden,
daß sich das Haartransportelement mit dem Schermesser mitbewegt, wenn das Schermesser
oszillierend angetrieben wird, damit die Anhäufung der Haarabschnitte nicht die Sicht
auf den Schneidebereich versperrt und die Zufuhr zu schneidender Haare nicht verschlechtert
oder blockiert. Das Haartransportelement des Schneidsatzes der Haarschneidemaschine
weist in einer möglichen Ausführungsform einen Eingriff zur Aufnahme des Mitnehmers
auf.
[0024] Die in der nachfolgenden Beschreibung verwendeten Bezeichnungen, wie oben, unten,
links und rechts und ähnliches beziehen sich auf die Figuren und sollen in keiner
Weise einschränkend sein, auch dann nicht, wenn sie sich auf bevorzugte Ausführungsformen
beziehen. Die Formulierung "im Wesentlichen" bezogen auf Winkel und Anordnungen, soll
Abweichungen bis 20°, vorzugsweise bis 10° umfassen, sofern nicht andere Angaben gemacht
werden.
[0025] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Haarschneidemaschine,
- Fig. 2
- einen Schneidsatz einer Haarschneidemaschine mit einem erfindungsgemäßen Haartransportelement,
- Fig. 3
- ein Beispiel des erfindungsgemäßen Haartransportelements,
- Fig. 4
- vier weitere Beispiele erfindungsgemäßer Haartransportelemente,
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Haartransportelements,
- Fig. 6
- die Hüllkurve einer möglichen Transportzahnung relativ zur Schneidkante des Schermessers.
[0026] Figur 1 zeigt eine Haarschneidemaschine 1 mit einem Schneidsatz 2, sowie einem Gehäuse
4, in welchem ein Elektromotor (nicht dargestellt) angeordnet ist. Der Elektromotor
kann mit einem elektrischen Schalter 6 ein- oder ausgeschaltet werden.
[0027] Figur 2 zeigt einen Teil des Schneidsatzes 2 von Figur 1 mit einem Schermesser 8
und einem Haartransportelement 10, welches eine Transportzahnung 12 aufweist, die
vorliegend einstückig mit dem Haartransportelement 10 ausgebildet ist. Das Haartransportelement
10 ist fest mit dem Schermesser 8 verbunden und bewegt sich mit diesem hin und her,
sodaß die Transportzahnung 12 abgeschnittene Haare 14 nach links und nach rechts abwirft
und so die Haarabschnitte 14 automatisch vom Schneidsatz 2 wegbewegt und sowohl die
Sicht auf die noch abzuschneidenden Haare freigibt, als auch die Zufuhr neuer Haarabschnitte
erleichtert.
[0028] Das Haartransportelement 10 weist eine Grundlinie 16 auf, auf der die Transportzahnung
12 sitzt, bzw. auf der die einzelnen Zähne der Transportzahnung 12 angeordnet sind.
Parallel zur Schneidkante 18 des Schermessers 8, die ebenfalls als gestrichelte Linie
in Figur 2 dargestellt ist, ist die Vorderkante 20 des Haartransportelements 12 angeordnet
und als gestrichelte Linie 20 dargestellt. Die Vorderkante 20 des Haartransportelements
12 definiert zusammen mit der Grundlinie 16 der Transportzahnung 12 und den beiden
seitlichen Begrenzungen der Transportzahnung 12 eine Hüllkurve 21, welche die Transportzahnung
12 konvex umhüllt. Der in Figur 2 dargestellte Schneidsatz 2 weist weiterhin einen
Scherkamm 24 auf, dessen Vorderkante 22 ebenfalls als gestrichelte Linie angedeutet
ist.
[0029] In Figur 3 ist ein Beispiel eines Haartransportelements 10 nochmals vergrößert dargestellt.
Die Transportzahnung 12 weist einen Mittelzahn 26 auf, zwei Durchbohrungen 28, die
der Befestigung des Haartransportelements 10 an dem Schermesser 8 dienen, sowie einen
Eingriff 30 für einen Mitnehmer (nicht dargestellt). Die Haare 14, die rechts von
dem Mittelzahn 26 des Haartransportelements 10 abgeschnitten werden, werden durch
die Hin- und Herbewegung des Haartransportelements 10, die mit der Hin- und Herbewegung
des Schermessers 8 relativ zu dem Scherkamm 24 korreliert ist, von Sägezähnen 32,
die rechts von dem Mittelzahn 26 angeordnet sind, nach rechts transportiert und in
Richtung der rechten Seite des Haartransportelements 10 abgeworfen. Die Haare 14,
die links von dem Mittelzahn 26 von dem Schermesser 8 abgeschnitten werden, werden
von den Sägezähnen 32, die links vom Mittelzahn 26 an dem Haartransportelement 10
angeordnet sind, nach links transportiert und in Richtung der linken Seite des Haartransportelements
10 abgeworfen.
[0030] Figur 4 zeigt vier weitere Beispiele von Haartransportelementen 10.
[0031] Wie insbesondere in Figur 4a zu sehen ist, weist die Transportzahnung 12 des Haartransportelements
10 neben einem Mittelzahn 26 Sägezähne 32 auf, welche jeweils eine Steilflanke 34
und eine flache Flanke 36 aufweisen. Die Steilflanken 34 der Sägezähne 32, die links
vom Mittelzahn 26 angeordnet sind, weisen nach links, während die Steilflanken 34,
der Sägezähne 32, die rechts vom Mittelzahn 26 angeordnet sind, nach rechts weisen.
Dadurch, daß die Steilflanken 34 an beiden Seiten der Transportzahnung 12 jeweils
nach außen, also in im wesentlichen entgegengesetzte Richtungen weisen, kann sichergestellt
werden, daß abgeschnittene Haare 14, die an der linken Seite der Haarschneidemaschine
1 abgeschnitten werden, durch die Hin- und Herbewegung des Haartransportelements 10
nach links abgeworfen werden, während Haare 14, die an der rechten Seite der Haarschneidemaschine
1 abgeschnitten werden, nach rechts abgeworfen werden.
[0032] Figur 4b zeigt ein Haartransportelement 10, ähnlich wie Figur 4a, mit einem Mittelzahn
26 und Sägezähnen 32, die Steilflanken 34 und flachen Flanken 36 aufweisen, jedoch
weniger und dafür größere Sägezähne 32. Es ist jedoch auch möglich, Haartransportelemente
10 bereitzustellen, die die abgeschnittenen Haare 14 nur in eine Richtung abwerfen.
[0033] Figur 4c zeigt ein Haartransportelement 10, ohne Mittelzahn 26, bei dem die Haare
nach links abgeworfen werden. Figur 4d zeigt ein entsprechendes Haartransportelement
10, bei welchem die Haare nach rechts abgeworfen werden. Die Transportzahnung 12 verläuft
in beiden Fällen schräg zur Grundlinie 16, und zwar von links nach rechts von der
Grundlinie 16 weg nach oben, wenn die Haare nach links abgeworfen werden, wie dies
in Figur 4c dargestellt ist, und von links nach rechts auf die Grundlinie 16 nach
unten zu, wenn, im Fall von Figur 4d, die Haare nach rechts abgeworfen werden.
[0034] Ein schräger Verlauf der Transportzahnung 12 relativ zur Grundlinie 16 entspricht
einem schrägen Verlauf der Transportzahnung 12 relativ zur Schneidkante 18 der Haarschneidmaschine.
Dies hat den Vorteil, daß die nach links oder rechts abgeworfenen Haare nicht mehrfach
an Zähnen 32 der Transportzahnung 12 in Abwurfrichtung beschleunigt werden und sorgt
so für einen über eine breitere Querschnittsfläche verteilten Haarabwurf. Bei einem
Haartransport nach links sind die rechts an der Transportzahnung 12 angeordneten Zähne
32 näher an der Schneidkante 18 der Haarschneidemaschine angeordnet, als die links
an der Transportzahnung 12 angeordneten Zähne 36, wie in Figur 4c dargestellt ist.
[0035] Bei einem Transport abgeschnittener Haare 14 nach rechts sind die links an der Transportzahnung
12 angeordneten Zähne 32 näher an der Schneidkante 18 der Haarschneidemaschine angeordnet,
als die rechts an der Transportzahnung 12 angeordneten Zähne 36, wie aus Figur 4d
ersichtlich wird.
[0036] Figur 5 zeigt ein Haartransportelement 10 in schematischer Darstellung mit einer
weiteren Ausformung der Transportzahnung 12. Die Sägezähne 32 sind spiegelsymmetrisch
zu einer Mittelachse 37, die auch als Spiegelachse 37 bezeichnet wird und die durch
den Mittelzahn 26 verläuft, angeordnet. Die links vom Mittelzahn 26 in einem ersten
Teilabschnitt 38 angeordneten Sägezähne 32 sind mit ihren flachen Flanken 36 in Richtung
auf die Mittelachse 37 der Haarschneidemaschine 1 gerichtet und weisen mit ihren Steilflanken
34 nach links, von der Mittelachse 37 weg. Die rechts vom Mittelzahn 26 in einem zweiten
Teilabschnitt 40 angeordneten Sägezähne 32 sind mit ihren flachen Flanken 36 in Richtung
auf die Mittelachse 37 der Haarschneidemaschine 1 gerichtet und weisen mit ihren Steilflanken
34 nach rechts, von der Mittelachse 37 weg. Die gestrichelt dargestellte Hüllkurve
21 begrenzt und umrandet die Transportzahnung 12. Die Hüllkurve 21 umschließt dabei
die Zähne 26, 32 der Transportzahnung 12 konvex. Die in Figur 5 gestrichelt dargestellte
Schneidkante 18 des Schermessers 8 verläuft beabstandet zu der Vorderkante 20 des
Haartransportelements 10 und somit zu dem ersten Abschnitt der Hüllkurve 21.
[0037] Figur 6 zeigt eine konkav-konvex ausgebildete Hüllkurve 21, welche die Zähne 26,
32 der Transportzahnung 12 umschließt. Der erste Abschnitt der Hüllkurve 21, verläuft
benachbart zur Schneidkante 18 und begrenzt die Transportzahnung 12 dabei konvex so,
daß die Spitzen der Zähne 32, 26 die mehr in der Mitte der Transportzahnung 12 angeordnet
sind, einen geringeren Abstand zur Schneidkante 18 aufweisen, als die Zähne 26, die
näher an den beiden Rändern der Transportzahnung 12 angeordnet sind. Dies hat den
Vorteil, daß Haarabschnitte 14, die bereits von einer Steilflanke 34 eines Zahns 26,
32 in eine Richtung seitlich nach außen bewegt worden sind, nicht durch eine flache
Flanke eines Zahns 32 eine erneute Richtungsänderung erfahren. Dadurch können, ähnlich
wie bei dem Beispiel in Figur 5, bei welchem die Hüllkurve 21 die gesamte Transportzahnung
12 konvex umschließt, Haarabschnitte 14 von der Haarschneidemaschine 1 rasch und effektiv
entfernt werden. Die Grundlinie 16 der Transportzahnung 12, also der zweite Abschnitt
der Hüllkurve 21, begrenzt die Transportzahnung 12 in diesem Beispiel konkav.
[0038] Die Erfindung wurde anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele erläutert, ohne auf diese
Beispiele beschränkt zu sein. Einzelne Merkmale der jeweils dargestellten Ausführungsbeispiele
sind auch untereinander kombinierbar oder mit anderen, gleichwirkenden Merkmalen austauschbar,
sofern Kompatibilität vorliegt. So können beispielsweise die Zähne der Transportzahnung
so ausgebildet sein, daß sich die Tangentialwinkel der flachen Flanken von der Grundlinie
aus in Richtung auf die Spitze des einzelnen Zahns hin verringern, bis sie beispielsweise
mit der Grundlinie einen Winkel von nahezu Null Grad aufweisen. Auch derart geformte
Zahnprofile sollen in dieser Schrift als "sägezahnförmig" bezeichnet werden.
Bezugszeichenliste
[0039]
- 1
- Haarschneidemaschine
- 2
- Schneidsatz
- 4
- Gehäuse
- 6
- elektrischer Schalter
- 8
- Schermesser
- 10
- Haartransportelement
- 12
- Transportzahnung
- 14
- Haare, Haarabschnitte
- 16
- Grundlinie der Transportzahnung
- 18
- Schneidkante
- 20
- Vorderkante des Haartransportelements
- 21
- Hüllkurve
- 22
- Vorderkante des Scherkamms
- 24
- Scherkamm
- 26
- Zahn, Mittelzahn
- 28
- Durchbohrungen
- 30
- Eingriff
- 32
- Zahn, Sägezahn
- 34
- Steilflanke
- 36
- flache Flanke
- 37
- Mittelachse
- 38
- erster Teilabschnitt
- 40
- zweiter Teilabschnitt
1. Schneidsatz (2) einer Haarschneidemaschine (1), aufweisend
- einen, vorzugsweise feststehenden, Scherkamm (24),
- ein im wesentlichen parallel zur Vorderkante (22) des Scherkamms (24) in Querrichtung
oszillierend antreibbares Schermesser (8),
dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidsatz ein Haartransportelement (10) aufweist, das eine Transportzahnung
(12) mit nebeneinander angeordneten Zähnen (26, 32) aufweist, welche im Wesentlichen
entlang der Schneidkante des Schermessers (8), beabstandet zur Schneidkante (18) des
Schermessers (8) angeordnet sind, wobei das Schermesser (8) zwischen dem Scherkamm
(24) und dem Haartransportelement (10) angeordnet ist und wobei die Schneidkante (18)
des Schermessers (8) die Vorderkante (20) des Haartransportelements (10) überragt.
2. Schneidsatz (2) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Transportzahnung (12) ein im Wesentlichen sägezahnförmiges Profil aufweist, wobei
die Sägezähne (32) des sägezahnförmigen Profils jeweils eine Steilflanke (34) und
eine flache Flanke (36) aufweisen.
3. Schneidsatz (2) nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Transportzahnung (12) des Haartransportelements (10) im Wesentlichen entlang
der gesamten Schneidkante (18) des Schermessers (8) verlaufend an dem Haartransportelement
(10) angeordnet ist.
4. Schneidsatz (2) nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorderkante (20) des Haartransportelements (10) im Wesentlichen parallel zur
Schneidkante (18) des Schermessers (8) ist.
5. Schneidsatz (2) nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Spitzen der Zähne (26, 32) der Transportzahnung (12) so relativ zueinander angeordnet
sind, daß sie einen ersten Teilabschnitt einer Hüllkurve (21) definieren, der die
Transportzahnung (12) konvex begrenzt.
6. Schneidsatz (2) nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Haartransportelement (10) mit dem Schermesser (8) fest, vorzugsweise flächig,
verbunden ist oder daß das Haartransportelement (10) über einen Mitnehmer mit dem
Schermesser (8) oszillierend antreibbar ist.
7. Schneidsatz (2) nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Transportzahnung (12) einen ersten Teilabschnitt (38) und einen zweiten Teilabschnitt
(40) aufweist, wobei die Steilflanken (34) der Sägezähne (32) des ersten Teilabschnitts
(38) der Transportzahnung (12) und die Steilflanken (34) der Sägezähne (32) des zweiten
Teilabschnitts (40) der Transportzahnung (12) in im Wesentlichen einander entgegengesetzte
Richtungen weisen.
8. Schneidsatz (2) nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der erste Teilabschnitt (38) der Transportzahnung (12) spiegelsymmetrisch zu dem
zweiten Teilabschnitt (40) der Transportzahnung (12) ausgebildet ist.
9. Schneidsatz (2) nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Transportzahnung (12) mittig einen Mittelzahn (26) mit vorzugsweise zwei Steilflanken
(34) aufweist.
10. Schneidsatz (2) nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen der Vorderkante (22) des Scherkamms (24) und der Schneidkante
(18) des Schermessers (8), vorzugsweise mit einem Betätigungselement, einstellbar
ist, wobei die relative Position der Schneidkante (18) des Schermessers (8) zu der
Vorderkante (21) des Haartransportelements (10) gleich bleibt, wenn der Abstand zwischen
der Vorderkante (22) des Scherkamms (24) und der Schneidkante (18) des Schermessers
(8) geändert wird.
11. Haarschneidemaschine (1), aufweisend
- einen Schneidsatz nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
- ein Gehäuse (4), das einen Elektromotor zum oszillierenden Antreiben des Schermessers
(8) umschließt,
- sowie einen Mitnehmer, der mit dem Elektromotor und dem Schermesser (8) so verbunden
ist, daß er das Schermesser (8) oszillierend antreibt, wenn der Elektromotor eingeschaltet
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass das Haartransportelement (10) entweder mit dem Schermesser (8) fest verbunden ist,
oder mit dem Schermesser (8) so verbunden ist, daß sich das Haartransportelement (10)
mit dem Schermesser (8) mitbewegt, wenn das Schermesser (8) oszillierend angetrieben
wird.
12. Haartransportelement (10) eines Schneidsatzes (2) einer Haarschneidemaschine (1) nach
Anspruch 11, aufweisend einen Eingriff (30) zur Aufnahme des Mitnehmers.