[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Bauelement zur Wärmedämmung nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
[0002] Im Stand der Technik sind bereits verschiedene Ausführungsformen von Bauelementen
zur Wärmedämmung mit einem separaten Druckkraftverteilungselement bekannt, das dafür
sorgt, dass die Druckkraft über eine möglichst große Oberfläche zwischen Druckelement
und angrenzendem Bauteil übertragen werden kann. So wiesen in den Anfängen derartiger
Bauelemente zur Wärmedämmung Druckelemente einen die Isolierkörperebene durchquerenden
Druckstab auf und endständig an den Druckstab angeschweißte Druckplatten, siehe beispielsweise
DE-A-41 03 278.
[0003] In der Folgezeit wurden jedoch auch Bauformen vorgeschlagen, bei denen die Druckstege
und die Druckkraftverteilungselemente zueinander beweglich angeordnet waren, wie es
beispielsweise in der
DE-A-40 09 987 beschrieben ist, wo der Drucksteg aus einem Metallstab besteht, an den sich stirnseitige
manschettenartige Druckkraftverteilungselemente anschließen und den Drucksteg sowie
die beiden Druckkraftverteilungselemente miteinander gelenkig verbunden sind - zumindest
nachdem eine zu Montagezwecken vorgesehene gegenseitige Lagesicherung beseitigt ist.
Diese Lagesicherung besteht aus stirnseitigen Fortsätzen des Druckstegs, die sich
in entsprechende Öffnungen der manschettenartigen Druckkraftverteilungselemente erstrecken
und dort nietenförmig festgelegt sind. Dadurch ist sichergestellt, dass diese drei
Elemente, also das Drucksteg sowie die endständigen Druckkraftverteilungselemente
die ihnen vorgegebene bzw. zugedachte Position beibehalten bis nach dem Anfügen der
angrenzenden Bauteile und bis zum ersten tatsächlichen Belastungsfall, der zu einer
seitlichen Abscherbewegung dieser nietenartigen Fortsätze führt. Nachteilig ist dabei
jedoch, dass das Abscheren keinesfalls bündig mit der stirnseitigen Oberfläche des
Druckelements erfolgen kann und dass auch die Öffnung für den Lagesicherungsvorsprung
genau im Anlagebereich des Druckstegs an das Druckkraftverteilungselement vorgesehen
ist, also dort ebenfalls keine optimale Bewegungs- und Krafteinleitungsfläche zur
Verfügung steht. Folglich kann bei dieser aus der
DE-A-40 09 987 bekannten Ausführungsform zwar das Druckkraftverteilungselement großflächig Druckkräfte
übertragen und in einen entsprechend hinsichtlich der Wärmedämmung optimierten Drucksteg
mit möglichst minimalem Querschnitt einleiten und ebenso können Druckkraftverteilungselemente
und Druckstege gegenseitige Relativbewegungen durch die gelenkige Verbindung nahezu
querkraftfrei mitmachen, ohne dass es zu einer Beeinträchtigung der Funktion bei der
Druckkraftübertragung kommt. Jedoch ist die Druckkraftübertragung durch die gestörten
bzw. wenig optimierten einander zugewandten Anlageflächen verbesserungsbedürftig.
[0004] Im Stand der Technik ist aus der
DE-A-196 27 342 eine weitere Ausführungsform eines Druckelements mit Druckkraftverteilungselement
bekannt, bei dem das Druckkraftverteilungselement aus einem plattenförmigen Bauteil
besteht, das durch eine schwalbenschwanzförmige formschlüssige Verbindung mit der
Stirnseite eines zugeordneten Druckstegs verbunden ist und so in Horizontalrichtung
verlaufenden Relativbewegungen nahezu querkraftfrei folgen kann, bei gleichzeitiger
Aufrechterhaltung der Druckkraftübertragungsfunktion. Die genannte schwalbenschwanzförmige
Ausbildung der formschlüssigen Verbindung zwischen Druckkraftverteilungselement und
Drucksteg sorgt einerseits zwar für eine gute Lagesicherung im Einbau- und Transportzustand,
sie führt jedoch aufgrund der zahlreichen großflächigen Anlagebereiche zwischen Druckkraftverteilungselement
und Drucksteg sehr schnell zu Zwängungen, vor allem wenn keine exakt horizontale Relativbewegung
zwischen Druckelement und zugeordnetem Bauteil stattfindet, sondern eine beispielsweise
leichte Neigung oder Schrägstellung. Die dabei entstehenden Zwängungen führen zu entsprechenden
Querkräften bis hin zu Zerstörungen des Druckstegs oder des Druckkraftverteilungselementes
im gegenseitigen Anlagebereich.
[0005] Des Weiteren ist festzustellen, dass es inzwischen durch die bekannten Lösungen mit
zusätzlichem Druckkraftverteilungselement gelungen ist, die Druckkraftübertragung
durch gattungsgemäße Bauelemente zur Wärmedämmung zu optimieren und dennoch temperaturbedingte
Relativbewegungen zwischen den angrenzenden Bauteilen nicht bzw. nur kaum zu behindern.
Bei aller angestrebter Optimierung der Druckkraftübertragung und gleichzeitiger Aufrechterhaltung
der Beweglichkeit ist jedoch in der Vergangenheit eine weitere Optimierung hinsichtlich
der Wärmedämmung etwas aus dem Fokus gerückt, welche seit Beginn der Hauptgrund für
die Entwicklungen auf dem Gebiet der Bauelemente zur Wärmedämmung war. Die querschnittsreduzierten
Druckstege des Standes der Technik entsprangen gründeten dabei bereits auf der Erkenntnis,
dass eine bessere Wärmedämmung mit einer möglichst geringen Querschnittsfläche im
Bereich des Drucksteges einhergeht. Mit anderen Worten, je kleiner der Querschnitt
bei einem gegebenen Druckstegmaterial ist, desto geringer ist auch der Wärmedurchgang,
also die durch den Drucksteg übertragene Wärme.
[0006] Gleichwohl ist jedoch zur Aufrechterhaltung der erforderlichen Druckkraftübertragung
ein gewisses Maß an stirnseitiger Krafteinleitungsfläche erforderlich. Aus diesem
Grund sind im Stand der Technik Druckelemente bekannt, bei denen die Druckstege bei
reduzierter Querschnittsfläche in einem mittleren Bereich endständig wieder mit einem
größeren Querschnitt versehen sind, siehe z.B.
EP 1 225 283 A2.
[0007] In der
WO-A-2008 113348 wird ein Bauelement zur Wärmedämmung mit integrierten Druckelementen vorgeschlagen,
die aus mehreren fest miteinander verbundenen Teilstücken bestehen, um die einzelnen
Teilstücke an verschiedenste Anforderungen anpassen zu können. Dabei können beispielsweise
die jeweiligen stirnseitigen Teilstücke, die als Druckkraftverteilungselement fungieren,
zur Verbesserung der Wärmedämmung aus einem Material mit geringer Wärmeleitfähigkeit,
z.B. aus Schaum- oder Leichtbeton bestehen und eine Wärmeleitfähigkeit zwischen etwa
0,2 und 2,0 W/mK aufweisen.
[0008] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Bauelement
der eingangs genannten Art zur Verfügung zu stellen, das hinsichtlich der Druckkraftübertragung
einerseits und der Wärmedämmung andererseits optimiert ist bei Beibehaltung der Aufnahme
von Relativbewegungen im Bereich des Druckelements.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Bauelement zur Wärmedämmung mit
den Merkmalen des Patentanspruchs 1.
[0010] Erfindungsgemäß steht das Druckkraftverteilungselement zumindest mit seiner dem Drucksteg
abgewandten Stirnfläche in das angrenzende Bauteil vor und weist an dieser abgewandten
Stirnfläche eine Oberfläche auf mit einem insbesondere durch eine Profilierung vergrößerten
Reibbeiwert. Hierdurch wird der Verbund zwischen Druckkraftverteilungselement und
angrenzendem Bauteil verbessert, wodurch sich der wesentliche Vorteil ergibt, dass
sich die Druckkraftverteilungselemente innerhalb des Bauteils bis weit nach unten
bis fast oder ganz an dessen Unterkante erstrecken dürfen, ohne die sonst zu berücksichtigende
Mindestbetonüberdeckung einhalten zu müssen. Dadurch darf das Druckelement weit nach
unten innerhalb des Bauelements zur Wärmedämmung angeordnet werden, was einen größeren
Hebelarm gegenüber der Zugbewehrung als in vergleichbaren Fällen, insbesondere mit
Druckelementen aus Stahl, ergibt.
[0011] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind jeweils Gegenstand von Unteransprüchen,
deren Wortlaut hiermit durch ausdrückliche Bezugnahme in die Beschreibung aufgenommen
wird, um unnötige Textwiederholungen zu vermeiden.
[0012] Erfindungsgemäß ist das Druckkraftverteilungselement aus einem Material hergestellt,
das eine Wärmeleitfähigkeit λ aufweist, die niedriger ist als 2,0 W/mK, so dass es
eine Wärmeleitfähigkeit aufweist, die niedriger, d.h. besser ist als der üblicherweise
verwendete Stahlbeton. Dieser Anforderung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass dem
angrenzenden Bauteil, welches üblicherweise aus einem Stahlbeton, insbesondere aus
einem Beton der Festigkeitsklasse C20/25 nach DIN 1045-1 oder höher besteht, ein Druckkrafteinleitungsbereich
für das Druckelement vorgeschaltet werden soll, der gleichzeitig eine deutliche verbesserte
Wärmedämmeigenschaft aufweist. Das heißt, das erfindungsgemäße Druckelement liefert
einen Druckkrafteinleitungsbereich für das angrenzende Bauteil in Form des Druckkraftverteilungselements
mit, ersetzt also den entsprechenden Bereich des angrenzenden Bauteils durch einen
eigenen Bereich mit optimierten Eigenschaften. Und damit dies nicht nur zu einer verbesserten
Druckkrafteinleitung führt, sondern auch zu verbesserten Wärmedämmeigenschaften, ist
das Druckkraftverteilungselement erfindungsgemäß mit einer Wärmeleitfähigkeit λ von
unter 2,0 W/mK ausgestaltet.
[0013] Besonders bevorzugt ist es, wenn das Material des Druckkraftverteilungselements eine
Wärmeleitfähigkeit λ aufweist, die niedriger als 1,6 W/mK und insbesondere niedriger
als 1,0 W/mK ist. Dabei ist es bereits aus dem Stand der Technik bekannt, anstelle
herkömmlicher Druckelemente aus Stahl, insbesondere Edelstahl, zur Optimierung der
Wärmedämmung hochfeste oder ultrahochfeste Betone zu verwenden, die nicht nur eine
bessere Tragfähigkeit aufweisen und damit einen geringeren Querschnitt zur geforderten
Druckkraftübertragung benötigen, sondern auch eine geringere Wärmeleitfähigkeit als
Stahl. Wird also für nicht nur als Material der Druckstege, sondern auch noch für
das Material der Druckkraftverteilungselement hochfester oder ultrahochfester Beton
oder Mörtel verwendet, so lässt sich nicht nur über die verbesserte Druckkrafteinleitung
in die angrenzenden Bauteile die Tragfähigkeit verbessern, sondern gleich auch die
Wärmedämmung im Krafteinleitungsbereich.
[0014] Besonders vorteilhaft für die Bestückung und die Montage des Bauelements zur Wärmedämmung
ist es, wenn das Druckelement ein Lagesicherungselement aufweist und das Druckkraftverteilungselement
über das Lagesicherungselement am Drucksteg positionierbar ist. Dadurch ist es in
besonders vorteilhafter Art und Weise möglich, die durch das separate Druckkraftverteilungselement
bereits begonnene Funktionentrennung weiter zu betreiben und ein zusätzliches Lagesicherungselement
vorzusehen, so dass also weder der Drucksteg noch das Druckkraftverteilungselement
selbst für die Lagesicherung sorgen müssen, sondern dass diese über ein separates
Bauteil erfolgt.
[0015] Damit können Drucksteg und Druckkraftverteilungselement weiter hinsichtlich der ihnen
zugedachten Druckkraftübertragungsfunktion optimiert sein. Beispielsweise kann das
Druckelement einen möglichst minimalen Querschnitt aufweisen, der zu einer demgemäß
reduzierten Wärme- bzw. Kälteübertragung durch die Bauteilfuge bzw. den darin angeordneten
Isolierkörper führt. Um aber gleichzeitig die Druckkraftübertragung zu verbessern,
muss der Drucksteg stirnseitig nicht selbst eine möglichst große Druckkrafteinleitungsfläche
aufweisen, sondern kann dies durch das Verwenden des separaten Druckkraftverteilungs-elements
gewährleisten, das entsprechend großflächig ausgebildet sein kann. Damit nun die Druckkraftübertragung
zwischen Drucksteg und separatem Druckkraftverteilungselement in optimaler Art und
Weise erfolgen kann, sorgt das erfindungsgemäß vorgesehene Lagesicherungselement dafür,
dass beide Bauteile in der ihnen zugedachten gegenseitigen Orientierung und Position
eingebaut werden, wobei dieses Lagesicherungselement auch für eine etwaige gewünschte
Relativbeweglichkeit zwischen Druckkraftverteilungselement und Drucksteg sorgen kann.
[0016] Vorteilhafterweise sind also die Druckkraftverteilungselemente durch jeweils ein
Lagesicherungselement im Bereich der Stirnseite am Drucksteg festlegbar, wobei zweckmäßigerweise
die eigentliche Festlegung außerhalb des Druckkraftübertragungsbereichs, also insbesondere
außerhalb der Stirnseiten erfolgt.
[0017] Ein besonderer Vorteil ergibt sich dann, wenn das Lagesicherungselement aus einer
Gießform besteht und das Druckkraftverteilungselement und/oder der Drucksteg aus einem
in die Gießform einbringbaren aushärtenden und/oder abbindfähigen Füllstoff besteht,
insbesondere aus einem zementhaltigen, faserbewehrten Baustoff wie Beton, wie hochfester
oder ultrahochfester Beton oder wie hochfester oder ultrahochfester Mörtel oder aus
einem Kunstharzgemisch oder aus einem Reaktionsharz. Dadurch ist sichergestellt, dass
das Lagesicherungselement und das Druckkraftverteilungselement einerseits und/oder
das Lagesicherungselement und der Drucksteg andererseits passgenau zueinander angeordnet
sind. Wird dann die Gießform in einem bevorzugten Ausführungsbeispiel zusammen mit
dem Druckkraftverteilungselement und/oder dem Drucksteg eingebaut, bildet also das
Lagesicherungselement eine verlorene Gießform, so lässt sich sicherstellen, dass die
optimale Anlage des Druckkraftverteilungselements und/oder des Druckstegs am Lagesicherungselement
auch nach dem Einbau beibehalten wird und die Gießform eine toleranzfreie an die Oberfläche
des Druckkraftverteilungselements und/oder den Drucksteg optimal angepasste Oberfläche
zur Verfügung stellt.
[0018] Weitere Vorteile ergeben sich dadurch, dass das Lagesicherungselement eine Gleitschicht
zwischen dem Drucksteg und dem Druckkraftverteilungselement bildet; wenn also bereits
das Lagesicherungselement ohnehin vorhanden ist, kann es in erfindungsgemäßer Art
und Weise auch die Funktion einer Gleitschicht übernehmen, die bei beweglich gelagerten
Druckelementen ohnehin oft vorhanden ist. Da auch dort bei den üblichen Anwendungsfällen
die Gleitschicht lagegesichert am Druckelement festgelegt werden muss, ist es vorliegend
besonders vorteilhaft, wenn dies durch das erfindungsgemäße Lagesicherungselement
erfolgen kann, die Gleitschicht also selbst aus dem Lagesicherungselement besteht.
Als Gleitschicht ist in diesem Zusammenhang nicht eine etwaige dünnschichtige Auftragung
einer Beschichtung auf Drucksteg und/oder Druckkraftverteilungselement zu verstehen,
sondern eine körperliche Schicht, die erfindungsgemäß aus dem Lagesicherungselement
und insbesondere der genannten Gießform bestehen kann. Die Gleitschicht weist dabei
üblicherweise eine Schichtdicke in der Größenordnung von wenigen Zehntel Millimeter
und bevorzugt 0,5 mm und darüber auf.
[0019] Es liegt dabei im Rahmen der vorliegenden Erfindung, wenn das Lagesicherungselement
aus einer Gießform für das Druckelement besteht, wie es beispielsweise aus der
EP-A-1 225 282 A2 bekannt ist, nur dass nunmehr die Gießform die weitere Funktion des Lagesicherungselements
erfüllen und hierzu an ein separates Druckkraftverteilungselement angeschlossen sein
muss.
[0020] Dabei ist es möglich und regelmäßig auch sinnvoll, sowohl Drucksteg als auch Druckkraftverteilungselement
durch ein und dieselbe Gießform herzustellen. Ebenso ist es aber natürlich auch möglich,
nur eines der beiden Elemente durch die Gießform herzustellen und das jeweils andere
Element beispielsweise vorzufertigen.
[0021] Wie bereits erwähnt, können der Drucksteg und das Druckkraftverteilungselement miteinander
unter Zwischenfügen des Lagesicherungselements gelenkig verbunden sein, wobei dann
das Lagesicherungselement eine Gleitschicht für die Pendel- bzw. Schwenkbewegung zwischen
Drucksteg und Druckkraftverteilungselement bilden kann.
[0022] In diesem Zusammenhang empfiehlt es sich, dass der Drucksteg an seiner Stirnseite
ein dem Bauteil zugewandtes im Vertikalschnitt und/oder im Horizontalschnitt konkav
oder konvex gewölbtes Kontaktprofil aufweist und dass das Druckkraftverteilungselement
eine im Vertikalschnitt und/oder im Horizontalschnitt in der Form an das Kontaktprofil
entgegengesetzt angepasste konvex oder konkav gewölbte Krafteinleitungsfläche aufweist,
so dass Drucksteg und Druckkraftverteilungselement flächig entlang einer gewölbten
Oberfläche aneinander anliegen. Wenn diese Wölbung eine Kreisbogenform aufweist, lässt
sich hierdurch eine gelenkige Bewegung des Druckstegs gegenüber dem Druckkraftverteilungselement
entlang der kreisbogenförmigen gewölbten Oberfläche zur Verfügung stellen.
[0023] Besonders empfehlenswert ist es, wenn das Druckkraftverteilungselement vollständig
oder zumindest überwiegend im angrenzenden Bauteil angeordnet ist; dann kann sich
der Drucksteg auf den Bereich des Isolierkörpers beschränken und das Druckkraftverteilungselement
durch form- bzw. stoffschlüssige Verbindung mit dem angrenzenden Bauteil mitbewegt
werden, so dass dann die Relativbewegung vorzugsweise im Randbereich des Isolierkörpers,
also in der Trennfläche zwischen Isolierkörper und Bauteil erfolgt. Dazu empfiehlt
es sich also, dass der Drucksteg mit seiner dem benachbarten Bauteil zugewandten Stirnfläche
zumindest in etwa bündig mit der Isolierkörperseitenfläche abschließt.
[0024] Alternativ dazu kann natürlich das Druckkraftverteilungselement auch im Bereich der
Bauteilfuge, also im Isolierkörperbereich angeordnet sein, wobei es dennoch auch bei
dieser Ausführungsform vorteilhaft wäre, das Druckkraftverteilungselement mit dem
angrenzenden Bauteil derart fest zu verbinden, dass eine etwaige Relativbewegung zwischen
den angrenzenden Bauteilen vom Druckkraftverteilungselement auf den Anlagebereich
zwischen Drucksteg und Druckkraftverteilungselement übertragen wird und so im vom
Lagesicherungselement gebildeten Gleitschichtbereich stattfindet, der hinsichtlich
der Beweglichkeit und Passgenauigkeit optimiert ist.
[0025] In diesem Zusammenhang empfiehlt es sich, dass das Lagesicherungselement aus Kunststoff,
insbesondere aus HD-Polyethylen besteht, welches optimale Festigkeitswerte bei entsprechend
optimalen Oberflächen-/Gleiteigenschaften aufweist.
[0026] Weiterhin liegt es im Rahmen der vorliegenden Erfindung, dass die den beiden einander
gegenüberliegenden Stirnseiten eines Druckstegs zugeordneten Lagesicherungselemente
miteinander beispielsweise über ein Verbindungselement verbunden sind, so dass hierdurch
eine Einheit aus Drucksteg, stirnseitig jeweils angeschlossenen Druckkraftverteilungselementen
und zugehörigen Lagesicherungselementen mit Verbindungselement zur Verfügung gestellt
und diese Einheit gemeinsam in den Isolierkörperbereich eingesetzt werden kann, der
für sie vorgesehen ist. Alternativ dazu ist es natürlich aber auch möglich, die Einzelteile
nacheinander im Isolierkörper anzuordnen, beispielsweise wenn das Lagesicherungselement
aus einer Gießform besteht und das jeweilige Element erst im eingesetzten Zustand
des Lagesicherungselements in den Isolierkörper hergestellt werden soll. Schließlich
ist es durch die vorliegende Erfindung auch möglich, ein gemeinsames Lagesicherungselement
für zwei zueinander horizontal benachbarte, insbesondere nebeneinander angeordnete
Druckstege vorzusehen, wobei durch das gemeinsame Lagesicherungselement entweder für
jeden Drucksteg ein separates Druckkraftverteilungselement zur Verfügung gestellt
werden kann oder auch ein gemeinsames Druckkraftverteilungselement für die zwei benachbarten
Druckstege.
[0027] Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung; hierbei zeigen
- Figur 1a-1e
- ein Lagesicherungselement für ein erfindungsgemäßes Bauelement zur Wärmedämmung in
Figur 1d in perspektivischer Draufsicht, in Figur 1b im Vertikalschnitt, in Figur
1a im Horizontalschnitt entlang der Ebene B-B aus Figur 1b, in Figur 1c im Horizontalschnitt
entlang der Ebene A-A aus Figur 1b und in Figur 1e in perspektivischer Draufsicht
auf einen Schnitt entlang der Ebene A-A aus Figur 1 b;
- Figur 2
- ein Druckelement eines erfindungsgemäßen Bauelements zur Wärmedämmung in Seitenansicht
mit Drucksteg, stirnseitig angeschlossenen Druckkraftverteilungselementen und Lagesicherungselementen;
- Figur 3
- das Druckelement aus Figur 2 mit Drucksteg, Lagesicherungselementen und Druckkraftverteilungselementen
in Draufsicht;
- Figur 4
- eine alternative Ausführungsform eines Druckelements eines erfindungsgemäßen Bauelements
zur Wärmedämmung in Draufsicht;
- Figur 5
- eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Bauelements zur Wärmedämmung in Seitenansicht;
- Figuren 6 - 8
- verschiedene Ausführungsformen eines Druckelements eines erfindungsgemäßen Bauelements
zur Wärmedämmung in perspektivischer Seitenansicht; und
- Figur 9
- das Druckelement aus Figur 8 in geschnittener Seitenansicht.
[0028] In den Figuren 2 und 3 ist der untere Teilbereich eines erfindungsgemäßen Bauelements
10 dargestellt mit einem quaderförmigen Isolierkörper 16 und durch den Isolierkörper
in Horizontalrichtung und senkrecht zu dessen Längserstreckung verlaufenden Druckstegen
19a, 19b, wobei die in den Figuren 2 und 3 gestrichelt dargestellten Druckstege 19a,
19b parallel zueinander in Horizontalrichtung benachbart angeordnet sind, sich von
einem angrenzenden Bauteil A, beispielsweise einer Deckenplatte zu einem gegenüberliegenden
angrenzenden Bauteil B, beispielsweise einer Balkonplatte erstrecken und zur gegenseitigen
Druckkraftübertragung mit kreisbogenförmig gewölbten Stirnseiten 22a, 22b, 22c, 22d
geringfügig gegenüber der Isolierkörperebene in die Ebenen der Bauteile A, B vorstehen.
[0029] Erfindungsgemäß ist nun im Bereich der Bauteile A, B im Bereich der Stirnseiten der
Druckelemente 19a, 19b jeweils ein Druckkraftverteilungselement 20a, 20b vorgesehen,
welches zur Druckkrafteinleitung bzw. Druckkraftausleitung zwischen den Druckelementen
19a, 19b und den angrenzenden Bauteilen A, B, dient. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
bilden zwei Druckstege 19a, 19b und zwei Druckkraftverteilungselemente 20a, 20b zusammen
ein Druckelement 12. Der Vollständigkeit halber sei hierzu angemerkt, dass es ebenso
im Rahmen der Erfindung liegt, dass Druckelemente nur einen Drucksteg und insgesamt
zwei jeweils stirnseitig an den Drucksteg angeschlossene Druckkraftverteilungselemente
aufweisen.
[0030] Die Druckkraftverteilungselemente 20a, 20b schließen im Wesentlichen bündig mit den
Seitenflächen der Bauteile A, B ab und verlaufen somit im eingebauten Zustand entlang
der Seitenflächen 21 a, 21 b des Isolierkörpers 16. Lediglich im Bereich der Druckelemente
springen sie etwas aus dieser bündigen Erstreckung zurück und sind dort angepasst
an die kreisbogenförmig gewölbten Stirnseiten 22a, 22b, 22c, 22d der Druckelemente
19a, 19b und weisen somit hieran angepasste komplementäre kreisbogenförmig Rücksprünge
23a bis 23d auf.
[0031] Wie insbesondere aus der Draufsicht in Figur 3 ersichtlich ist, liegen die Druckelemente
mit ihren kreisbogenförmig ausgebildeten konvexen Stirnseiten flächig an den genannten
Rücksprüngen der Druckkraftverteilungselemente an und gehen mit diesen eine gelenkige
Verbindung ein, durch die es möglich ist, dass sich die Bauteile A und B parallel
zueinander in Horizontalrichtung verschieben und hierbei die Druckelemente 19a, 19b
der Verschiebebewegung durch leichte Schrägstellung nahezu querkraftfrei folgen.
[0032] Erfindungswesentlich ist nun, dass die Druckkraftverteilungselemente aus einem Material
bestehen, das eine Wärmeleitfähigkeit λ aufweist, die niedriger ist als 2,0 W/mK.
Beim in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine Ausführungsform gezeigt
mit Druckkraftverteilungselementen, die aus hochfestem Beton bestehen und somit eine
Wärmeleitfähigkeit in der Größenordnung von nur 0,8 W/mK. Der Ortbeton des hieran
angrenzenden Betonbauteils A, B hat demgegenüber eine Wärmeleitfähigkeit λ von etwa
2,1 W/mK. Hieraus ist schnell und unschwer erkennbar, dass das erfindungsgemäße Druckkraftverteilungselement
eine Isolierschicht für das angrenzende Bauteil darstellt, es also die im Bereich
des Druckstegs bereits deutlich reduzierte Wärmeleitfähigkeit (im vorliegenden Ausführungsbeispiel
bestehen auch die Druckstege aus hochfestem Beton mit einer Wärmeleitfähigkeit in
der Größenordnung von nur 0,8 W/mK) bis in den Bereich des angrenzenden Bauteils aufrechterhält.
[0033] Erfindungswesentlich ist außerdem, dass zwischen den Druckelementen 19a, 19b und
den Druckkraftverteilungselementen 20a, 20b Lagesicherungselemente 11a, 11b angeordnet
sind, die die Druckstege 19a, 19b und die Druckkraftverteilungselemente 20a, 20b gegenseitig
positionieren und vorzugsweise auch festlegen. Diese Lagesicherungselemente 11 a,
11 b bestehen im gezeigten Ausführungsbeispiel aus einer Gießform für die Druckstege
19a, 19b und für die Druckkraftverteilungselemente 20a, 20b und sie entsprechen den
Lagesicherungselementen 1a, 1b aus Figur 1, welche nachfolgend im Detail beschrieben
werden.
[0034] Im Ausführungsbeispiel aus den Figuren 2 und 3 bilden die Lagesicherungselemente
eine Gleitschicht zwischen den zwischen den Druckelementen 19a, 19b und den Druckkraftverteilungselementen
20a, 20b, durch die die Haftreibung im gegenseitigen Anlagebereich der Druckstege
und der Druckkraftverteilungselemente deutlich reduziert wird, so dass eine gleitende
Schwenkbewegung ohne größere Hafteffekte und dadurch verursachte Querkräfte möglich
ist.
[0035] In den Figuren 2 und 3 sind die als Gießform für die Druckkraftverteilungselemente
fungierenden Lagesicherungselemente 11a, 11b lediglich als Umrisslinien der Druckkraftverteilungselemente
20a, 20b erkennbar, wobei ersichtlich ist, dass diese insgesamt eine etwa quaderförmige
Außenkontur aufweisen mit den als Gleitschichten 14a, 14b, 14c, 14d dienenden kreisbogenförmigen
Rücksprüngen, an denen die entsprechenden Stirnseiten 22a bis 22d der Druckelemente
19a, 19b einerseits und die gegenüberliegenden Rücksprünge der Druckkraftverteilungselemente
20a, 20b, nämlich die dortigen Oberflächen 23a bis 23d anliegen.
[0036] In Figur 1 ist ein Teil eines erfindungsgemäßen Bauelements zur Wärmedämmung dargestellt,
nämlich ein Lagesicherungselement 1a, 1b, welches aus einer Gießform 13 besteht mit
einem Hohlraum 2a, 2b, in welchen Beton, insbesondere hochfester oder ultrahochfester
Beton für ein nicht in Figur 1 nicht dargestelltes Druckkraftverteilungselement eingefüllt
werden kann, sowie mit einem Hohlraum 7a, 7b, in welchen Beton, insbesondere hochfester
oder ultrahochfester Beton für einen in Figur 1 nicht dargestellten Drucksteg eingefüllt
werden kann.
[0037] Die Gießform 13 weist nicht nur die Hohlräume 2a, 2b, 7a, 7b des Lagesicherungselements
auf, sondern auch gekrümmte Oberflächen 3a, 3b, 3c, 3d, die als Gießform-Teil zweier
in Figur 1 nicht dargestellter Druckelemente fungieren, genauer gesagt für die Stirnseiten
der beiden Druckelemente. In diesem gekrümmten Oberflächenbereich 3a - 3d bildet das
Lagesicherungselement 1a, 1 b somit eine Gleitschicht 4a, 4b, 4c, 4d für den Kraftübertragungs-
und - anlagebereich zwischen Druckkraftverteilungselement einerseits und den einzelnen
Stirnseiten des Drucksteges andererseits. Durch die gekrümmte Kreisbogenform dieser
Gleitschichten 4a bis 4d sowohl auf der den Druckstegen zugewandten Oberflächen 3a
bis 3d als auch auf den gegenüberliegenden, dem Druckkraftverteilungselement zugeordneten
Oberflächen 5a bis 5d liegen die Druckstege und die zugehörigen Druckkraftverteilungselemente
gelenkig aneinander an und können entlang der Kreisbogenform zueinander Relativbewegungen
durchführen und dadurch sicherstellen, dass die Druckkräfte weiterhin querkraftfrei
über die Gleitschicht zwischen Drucksteg und Druckkraftverteilungselement übertragen
werden können.
[0038] Weiter ist in Figur 1 ein Isolierkörperteilbereich 6 dargestellt, der die in Figur
1 nicht dargestellten Druckstege vor allem auf ihrer Unterseite trägt und teilweise
durch entsprechende Aussparungen 7a, 7b ebenfalls als Gießform für die Druckstege
fungieren kann, indem die Aussparungen 7a, 7b der den Druckstege zugedachten Form
entsprechen. Die Gießform für die sich oberhalb des Isolierkörperteilbereichs 6 erstreckenden
Bereiche der Druckstege sind in Figur 1 ebenfalls nicht dargestellt. In der Zeichnung
nicht dargestellt ist ein Verbindungselement, welches dazu dient, die beiden Lagesicherungselemente
1a, 1b miteinander zu verbinden. Dieses kann sich beispielsweise in Horizontalrichtung
stabförmig vom einen Lagesicherungselement 1a zum anderen Lagesicherungselement 1
b durch den Isolierkörper 6 erstrecken. Dadurch wird der Abstand zwischen den stirnseitigen
Gießformoberflächen 3a bis 3d und somit die Länge der zugehörigen Druckstege vorgegeben,
was etwa der Breite des Isolierkörpers 6 entspricht.
[0039] Dem in Figur 1 nicht dargestellten Verbindungssteg entspricht in Figur 3 ein Verbindungssteg
18, der zwischen den beiden Lagesicherungselementen 11 a, 11 b angeordnet ist und
durch den die Druckstege 19a, 19b zwischen den Lastverteilungselementen 11a, 11 b
während der Herstellung, des Transports und des Einbaus gehalten und so in der vorgegebenen
Orientierung und Position gegenüber den Druckkraftverteilungselementen 20a, 20b angeordnet
werden.
[0040] Figur 4 zeigt des Weiteren Teile einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Bauelements zur Wärmedämmung mit alternativen Lagesicherungselementen 31 a, 31 b,
mit einem aus zwei parallelen Druckstegen 39a, 39b und zwei stirnseitigen Druckkraftverteilungselementen
30a, 30b bestehenden Druckelement 32 sowie mit einem Isolierkörper 36 in geschnittener
Draufsicht. Zwar dienen dabei die alternativen Lagesicherungselemente 31 a, 31 b ebenfalls
als Gießform 33a, 33b mit Hohlräumen 34a, 34b für die Druckkraftverteilungselemente
30a, 30b, allerdings nicht für die Druckstege 39a, 39b. Jedes Lagesicherungselement
ist dabei mehrteilig ausgebildet und besteht aus einer entlang der Isolierkörperaußenseite
36 verlaufenden Wandung 41a, 41b, aus die Druckstege 39a, 39b stirnseitig beaufschlagenden
Gleitschichten 42a, 42b, 42c, 42d sowie aus einem zusätzlichen im Horizontalschnitt
U-förmigen Profilkörper 43a, 43b. Auf der Unterseite werden schließlich die Hohlräume
von einer in Fig. 4 nicht dargestellten Bodenfläche begrenzt.
[0041] Die Druckstege hingegen bestehen aus ohne Beteiligung der Gießform 33 bzw. der Lagesicherungselemente
31 a, 31 b vorgefertigten Betonelementen. Sie werden im Bereich seitlich ihrer Stirnseiten
42a, 42b, 42c, 42d von den Lagesicherungselementen 31 a, 31 b umgriffen und so in
der vorgegebenen Position gegenüber den Druckkraftverteilungselementen 30a, 30b festgelegt.
[0042] In Figur 5 ist nun ein erfindungsgemäßes Bauelement zur Wärmedämmung 51 vollständig
in Seitenansicht dargestellt mit einem quaderförmigen Isolierkörper 56, der sich entlang
der zwischen zwei Bauteilen A und B belassenen Fuge in Horizontalrichtung erstreckt,
sowie mit Bewehrungselementen in Form von Zugstäben 52, Querkraftstäben 53 und Druckelementen
58. Die Zugstäbe und die Querkraftstäbe bestehen in der üblichen Art und Weise aus
Stahl, nämlich im Bereich der Fuge zwischen den beiden Bauteilen A und B, d.h. im
Bereich des Isolierkörpers 56 aus nichtrostendem Stahl und im Bereich weit außerhalb
des Isolierkörpers, also im Bereich der Bauteile A und B aus Betonstahl, wie durch
die unterschiedlichen Schraffuren der beiden Bewehrungsstäbe in Figur 5 angedeutet
ist. Sie sind in der im Stand der Technik üblichen Art und Weise relativ zum Bauelement
zur Wärmedämmung angeordnet, nämlich im Fall der Zugstäbe in einem oberen Bereich
des Isolierkörpers, der sogenannten Zugzone, in horizontaler Richtung senkrecht zur
Längserstreckung des Isolierkörpers und im Fall der Querkraftstäbe ausgehend von der
Zugzone des tragenden Bauteils schräg geneigt nach unten durch den Isolierkörper bis
in die untere Druckzone und von dort außerhalb des Isolierkörpers wieder vertikal
nach oben bis zur Zugzone des getragenen Bauteils.
[0043] Im Gegensatz dazu sind die Druckelemente 58 unterschiedlich im Vergleich zu den bekannten
Druckelementen ausgebildet. Sie bestehen aus durch den Isolierkörper 56 in Horizontalrichtung
und senkrecht zu dessen Längserstreckung verlaufenden Druckstegen 59, die sich in
Horizontalrichtung von einem angrenzenden Bauteil A, beispielsweise einer Deckenplatte
zu einem gegenüberliegenden angrenzenden Bauteil B, beispielsweise einer Balkonplatte,
erstrecken, sowie aus stirnseitig an den Druckstegen 59 angeordneten Druckkraftverteilungselementen
60a, 60b. Das dem Bauteil B zugeordnete Druckkraftverteilungselement 60b dient dazu,
die Druckkraft des getragenen Bauteils B aufzunehmen und in den Drucksteg 59 einzuleiten,
wohingegen das dem Bauteil A zugeordnete Druckkraftverteilungselement 60a dazu dient,
die Druckkraft aus dem Drucksteg 59 in das Bauteil A zu übertragen und dort einzuleiten.
[0044] Die Druckkraftverteilungselemente sind aus hochfestem oder ultrahochfestem Beton
ausgebildet und weisen somit die erfindungsgemäße günstige Wärmeleitfähigkeit auf.
Im Ausführungsbeispiel aus Figur 5 ist auch der Drucksteg 59 aus demselben Material
wie die Druckkraftverteilungselemente 60a, 60b ausgebildet.
[0045] Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass die Querkraftstäbe 53 in an sich
bekannter Weise in ihrem geneigten Verlauf eine Lagefixierungsmanschette 54 aufweisen,
über welches sie gegenüber dem Isolierkörper 56 und/oder dem Drucksteg 59 festgelegt
sind, um so ein unbeabsichtigtes Ändern ihrer Einbauposition, insbesondere ein Verschieben
oder Verdrehen zu verhindern.
[0046] Die Figuren 6, 7, 8 und 9 zeigen alternative Ausführungsformen von Druckelementen
68, 78 und 88, die der Ausführungsform des Druckelements 58 von Figur 5 mehr oder
weniger entsprechen bzw. ähneln. Das in Figur 6 dargestellte Druckelement 68 mit dem
Vierkant-Drucksteg 69 sowie den an dessen freien Enden angeschlossenen Druckkraftverteilungselementen
70a, 70b entspricht der Ausführungsform des Druckelements 58 aus Figur 5, wobei die
Druckkraftverteilungselemente 60a, 60b, 70a, 70b jeweils plattenförmig ausgebildet
sind. Dabei beeinflusst die Plattendicke das Isolierverhalten, indem in diesem Bereich
- wie aus Figur 5 ersichtlich ist - das Material des Bauteils A, B, also insbesondere
der Ortbeton mit seiner schlechten Wärmeleitfähigkeit durch das isolierendere Material
der Druckkraftverteilungselemente ersetzt ist.
[0047] Figur 7 zeigt ein Druckelement 78 entsprechend dem Druckelement 58 aus Figur 5 mit
dem einzigen unterschied, dass das Druckelement 78 aus zwei parallelen Druckstegen
79a und 79b besteht, die mit endständigen gemeinsamen Druckkraftverteilungselementen
80a, 80b zusammenwirken.
[0048] In Figur 8 ist ein Druckelement 88 dargestellt, bei dem ebenfalls ein Vierkant-Drucksteg
89, also ein zylindrischer Drucksteg mit quadratischem Vertikalquerschnitt mit plattenförmigen
Druckkraftverteilungselementen 90a, 90b zusammenwirkt. Der Unterschied gegenüber den
Druckelementen 58, 68 besteht nun darin, dass der Drucksteg 89 an seinen endständigen
freien Enden 94a, 94b Querschnittsvergrößerungen aufweist, um so ein größeres Kontaktprofil
93a, 93b für das angrenzende Druckkraftverteilungselement 90a, 90b zu bilden. Aus
dem Vertikalschnitt in Figur 9 ist dabei eine Kreissegmentform im gegenseitigen Anlagebereich
zwischen dem konvex gewölbtem Kontaktprofil 93a, 93b des Druckstegs 89 und der entgegengesetzt
konkav gewölbtem Krafteinleitungsfläche des Druckkraftverteilungselements 90a, 90b
zu erkennen, die eine gelenkige bewegliche Anlage und Druckkraftübertragung in diesen
Bereichen ermöglicht.
[0049] Aus dem Vertikalschnitt kann man darüber hinaus auch Profilierungen 91 an den dem
jeweiligen Bauteil zugewandten Stirnseiten der Druckkraftverteilungselement erkennen,
die für einen verbesserten Verbund zwischen Druckkraftverteilungselement und zugehörigem
Bauteil sorgen. Dadurch ergibt sich der wesentliche Vorteil, dass sich die Druckkraftverteilungselemente
innerhalb des Bauteils bis weit nach unten bis fast oder ganz an dessen Unterkante
erstrecken dürfen, ohne die sonst zu berücksichtigende Mindestbetonüberdeckung einhalten
zu müssen. Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass das Druckelement weit nach unten
innerhalb des Bauelements zur Wärmedämmung angeordnet werden darf mit einem größeren
Hebelarm gegenüber der Zugbewehrung als in vergleichbaren Fällen, insbesondere mit
Druckelementen aus Stahl.
[0050] Zusammengefasst bietet die vorliegende Erfindung den Vorteil, Druckelemente mit zusätzlichen
separaten Druckkraftverteilungselementen zur Verfügung zu stellen, die für eine optimale
Druckkrafteinleitung bzw. -übertragung sorgen bei gleichzeitig optimaler bzw. deutlich
verbesserter Wärmedämmung, indem sie aus einem Material hergestellt sind, das eine
Wärmeleitfähigkeit λ aufweist, die niedriger ist als 2,0 W/mK, bevorzugt niedriger
als 1,6 W/mK und insbesondere niedriger als 1,0 W/mK.
1. Bauelement zur Wärmedämmung zwischen zwei Bauteilen, insbesondere zwischen einem Gebäude
(A) und einem vorkragendem Außenteil (B), bestehend aus einem zwischen den beiden
Bauteilen anzuordnenden Isolierkörper (16) und aus Bewehrungselementen in Form von
zumindest einem Druckelement (19a, 19b), das im eingebauten Zustand des Bauelementes
(10) im Wesentlichen horizontal und quer zur im wesentlichen horizontalen Längserstreckung
des Isolierkörpers durch diesen hindurchverläuft und jeweils an beide Bauteile zumindest
mittelbar anschließbar ist, wobei das Druckelement (12, 32, 58, 68, 78, 88) mehrteilig
ausgebildet ist und zumindest einen Drucksteg (19a, 19b, 39a, 39b, 59, 69, 79a, 79b,
89) sowie an zumindest einer seiner einem der beiden Bauteile zugewandten Stirnseiten
(22a, 22b, 22c, 22d, 93a, 93b) ein separates Druckkraftverteilungselement (20a, 20b,
30a, 30b, 60a, 60b, 70a, 70b, 80a, 80b, 90a, 90b) aufweist, wobei das Druckkraftverteilungselement
(20a, 20b, 30a, 30b, 60a, 60b, 70a, 70b, 80a, 80b, 90a, 90b) aus einem Material hergestellt
ist, das eine Wärmeleitfähigkeit λ aufweist, die niedriger ist als 2,0 W/mK,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Druckkraftverteilungselement (60a, 60b, 70a, 70b, 90a, 90b) zumindest mit seiner
dem Drucksteg (59, 69, 89) abgewandten Stirnfläche in das angrenzende Bauteil (A,
B) vorsteht und an dieser abgewandten Stirnfläche eine Oberfläche aufweist mit einem
insbesondere durch eine Profilierung (91) vergrößerten Reibbeiwert.
2. Bauelement zur Wärmedämmung nach zumindest Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Material des Druckkraftverteilungselements (20a, 20b, 30a, 30b, 60a, 60b, 70a,
70b, 80a, 80b, 90a, 90b) eine Wärmeleitfähigkeit λ aufweist, die niedriger als 1,6
W/mK und insbesondere niedriger als 1,0 W/mK ist.
3. Bauelement zur Wärmedämmung nach zumindest Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Druckelement ein Lagesicherungselement (1 a, 1 b, 11a, 11 b, 31 a, 31 b) aufweist
und dass das Druckkraftverteilungselement (20a, 20b, 30a, 30b) über das Lagesicherungselement
am Drucksteg (19a, 19b, 39a, 39b) positionierbar ist.
4. Bauelement nach zumindest Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Druckkraftverteilungselement (20a, 20b, 30a, 30b, 60a, 60b, 70a, 70b, 80a, 80b,
90a, 90b) und/oder der Drucksteg (19a, 19b, 39a, 39b, 59, 69, 79a, 79b, 89) aus einem
aushärtenden und/oder abbindfähigen Füllstoff besteht, insbesondere aus einem zementhaltigen,
faserbewehrten Baustoff wie Beton, wie hochfester oder ultra-hochfester Beton oder
wie hochfester oder ultra-hochfester Mörtel oder aus einem Kunstharzgemisch oder aus
einem Reaktionsharz.
5. Bauelement nach zumindest Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Lagesicherungselement eine Gleitschicht (4a, 4b, 4c, 4d, 11a, 11 b, 42a, 42b,
42c, 42d) zwischen dem Drucksteg (19a, 19b, 39a, 39b) und dem Druckkraftverteilungselement
(20a, 20b, 30a, 30b) bildet.
6. Bauelement nach zumindest Anspruch 3 und Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Lagesicherungselement (1 a, 1 b, 11a, 11b) zumindest teilweise aus einer Gießform
(13, 13) besteht und dass der Füllstoff zur Herstellung des Druckstegs (19a, 19b)
und/oder des Druckkraftverteilungselements (20a, 20b, 30a, 30b) in die Gießform einbringbar
ist.
7. Bauelement nach zumindest Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Drucksteg (19a, 19b, 39a, 39b) und das Druckkraftverteilungselement (20a, 20b,
30a, 30b) miteinander unter Zwischenfügen des Lagesicherungselements (11 a, 11 b,
31 a, 31 b) gelenkig verbunden sind.
8. Bauelement nach zumindest Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Drucksteg (19a, 19b, 89) an seiner Stirnseite (22a, 22b, 22c, 22d, 93a, 93b)
ein dem Bauteil (A, B) zugewandtes im Vertikalschnitt und/oder im Horizontalschnitt
konkav oder konvex gewölbtes Kontaktprofil aufweist und dass das Druckkraftverteilungselement
(20a, 20b, 90a, 90b) eine im Vertikalschnitt und/oder im Horizontalschnitt in der
Form an das Kontaktprofil entgegengesetzt angepasste konvex oder konkav gewölbte Krafteinleitungsfläche
(23a, 23b, 23c, 23d, 92a, 92b) aufweist.
9. Bauelement nach zumindest Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Druckkraftverteilungselement (20a, 20b, 60a, 60b) zumindest teilweise, vorzugsweise
überwiegend oder vollständig gegenüber dem Isolierkörper (16, 56) in Richtung eines
angrenzenden Bauteils (A, B) vorsteht und somit dazu angepasst ist, zumindest teilweise,
vorzugsweise überwiegend oder vollständig in das angrenzende Bauteil (A, B) vorzustehen.
10. Bauelement nach zumindest Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Drucksteg (19a, 19b, 59) mit seiner Stirnseite (22a, 22b, 22c, 22d) zumindest
in etwa bündig mit der Isolierkörperseitenfläche (21a, 21b) abschließt.
11. Bauelement nach zumindest Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Lagesicherungselement (11 a, 11 b, 31 a, 31 b) aus Kunststoff, insbesondere aus
HD-Polyethylen besteht.
12. Bauelement nach zumindest Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die den beiden einander gegenüberliegenden Stirnseiten (22a, 22b, 22c, 22d) eines
Druckstegs (19a, 19b) zugeordneten Lagesicherungselemente (11 a, 11 b) miteinander
insbesondere über ein Verbindungselement (18) verbunden sind.
13. Bauelement nach zumindest Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwei horizontal benachbarte Druckstege (19a, 19b) ein gemeinsames Druckkraftverteilungselement
(20a, 20b) und/oder Lagesicherungselement (11a, 11b) aufweisen.