[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf den Bereich der Schornsteintechnik. Im
Stand der Technik ist zum Ableiten von bei Verbrennungsvorgängen entstehenden Abgasen
und gleichzeitigem Zuführen von Frischluft eine Vielzahl von Schornsteinen bekannt.
Ein solcher kann beispielsweise aus so genannten Mantelsteinen gebildet sein, die
übereinander angeordnet werden und mindestens einen sich in Längsrichtung erstreckenden
Hohlraum ausbilden, in welchen ein Abzugsrohr eingebracht wird. Je nach Höhe des Schornsteins
ist für die Montage eine Vielzahl dieser Mantelsteine erforderlich, was sich ebenfalls
in der Montagezeit niederschlägt.
[0002] Eine Verkürzung der Montagezeit konnte im Stand der Technik durch das Anbieten einer
werkseitigen Komplettvormontage eines Schornsteins unter Berücksichtigung der kundenspezifischen
Anforderungen an Ausstattung und Maßen erzielt werden. Dies kann jedoch - je nach
Höhe des Schornsteins - mit einem vergleichsweise komplexen und aufwändigen Transport
verbunden sein. Zudem werden für jeden Schornstein die Maße einiger Elemente wie etwa
dem Abzugsrohr, aber auch die Positionierung eines Feuerstättenzugangs eigens an die
kundenspezifischen Vorgaben angepasst.
[0003] Demzufolge ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Bauweise, ein Bausystem
sowie ein hierfür entwickeltes Bauelement darzulegen, das sowohl eine schnelle und
passgenaue Montage, eine große Flexibilität hinsichtlich der Berücksichtigung kundenspezifischer
Vorgaben und zudem einen vereinfachten Transport der einzelnen Bauelemente des Schornsteins
zum Zielort ermöglicht.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Gegenstände der unabhängigen Patentansprüche
erreicht. Vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0005] Ein erfindungsgemäßer Schornstein in Modulbauweise umfasst ein Bodenmodul, mit insbesondere
mindestens einer Öffnung für eine Revisionsmöglichkeit und/oder vorteilhaft mindestens
einem Anschluss für einen Ofen bzw. eine Feuerstätte, und mindestens ein Schornsteinmodul,
welches eine Manteleinrichtung mit einer umlaufenden Wandung, die mindestens einen
sich in einer Längsrichtung erstreckenden Hohlraum begrenzt, und ein in diesem Hohlraum
aufgenommenes Rohr aufweist.
[0006] Erfindungsgemäß weist der zusammengesetzte Schornstein mindestens zwei, bevorzugt
mindestens drei, vorteilhaft mindestens vier und besonders bevorzugt mindestens fünf
dieser Schornsteinmodule auf.
[0007] Bevorzugt ist der Schornstein hinsichtlich seiner Längsrichtung aus dem Bodenmodul
und (insbesondere ausschließlich) aus derartigen Schornsteinmodulen zusammengesetzt.
Bevorzugt ist daher der Mantel des zusammengesetzten Schornsteins ausschließlich durch
die Manteleinrichtungen der Schornsteinmodule (und des Bodenmoduls) gebildet. Bevorzugt
ist ein Schornsteinmodul des Schornsteins als Kopfmodul ausgebildet, welches eine
Schornsteinmündung aufweist. Bevorzugt sind an das Kopfmodul eine Mündungshaube und/oder
eine Abdeckplatte und/oder Befestigungsmittel zur Befestigung an das Haus(-dach) bzw.
zur Befestigung einer Verkleidung anbringbar oder angebracht. Bevorzugt weist das
mindestens eine Schornsteinmodul und besonders bevorzugt weisen alle Schornsteinmodule
eine Dämmung des Rohres auf, die vorteilhaft die Rohraußenwandung vollumfänglich umgibt
und bevorzugt zwischen dem Rohr und dem Mantelstein angeordnet ist. Bevorzugt ist
die Dämmung direkt auf dem Rohr eines Schornsteinmoduls angebracht.
[0008] Die Erfindung ist weiterhin gerichtet auf ein Schornsteinmodul, welches eine Manteleinrichtung
mit einer umlaufenden Wandung, die mindestens einen sich in einer Längsrichtung erstreckenden
Hohlraum begrenzt, und ein in diesem mindestens einen Hohlraum aufgenommenes Rohr
aufweist, welches in der vorgegebenen Längsrichtung relativ zu der Manteleinrichtung
bewegbar ist.
[0009] Erfindungsgemäß weist das Schornsteinmodul eine Stoppeinrichtung und/oder ein Arretiermittel
auf, die einen in Längsrichtung gemessenen Abstand des Rohres relativ zur Manteleinrichtung
auf einen vorgegebenen Wert begrenzt.
[0010] Bevorzugt weist das Schornsteinmodul eine Dämmung für das Rohr auf, welche besonders
bevorzugt die Rohraußenwandung ganzflächig umhüllt. Vorteilhaft ist die Dämmung auf
dem Rohr angeordnet und bevorzugt fest auf diesem und insbesondere unbeweglich gegenüber
dem Rohr angeordnet. Besonders bevorzugt bewegt sich damit die Dämmung bei einer relativen
Bewegung des Rohres gegenüber der Manteleinrichtung mit dem Rohr mit. Insbesondere
ist damit die Dämmung gegenüber der Manteleinrichtung bewegbar.
[0011] Durch die erfindungsgemäße Modulbauweise wird vorgeschlagen, mit den Schornsteinmodulen
einzelne bereits vormontierte Abschnitte eines Schornsteins bereitzustellen, die eine
Unterteilung des Schornsteins in Längsrichtung darstellen und die zur Montage im Wesentlichen
lediglich aneinander befestigt werden können, um einen funktionstüchtigen Schornstein
zu erhalten. Insbesondere muss bei der Montage des Schornsteins aus den vormontierten
Schornsteinmodulen in die einzelnen Schornsteinmodule beispielsweise kein Rohr und
bevorzugt keine Dämmung des Rohres mehr eingebracht werden, wodurch die Endmontage
am angedachten Einsatzort erheblich beschleunigt wird.
[0012] Ferner wird durch die Modularisierung des Schornsteins in einzelne Elemente, den
Schornsteinmodulen, ebenfalls eine flexible Anpassung an die kundenspezifischen Vorgaben
ermöglicht, da dieses Konzept gleichermaßen wie ein Baukastensystem das Zusammensetzen
eines Schornsteins durch vielfältige Kombinationen aus einigen verschiedenen, aber
miteinander kompatiblen Schornsteinmodulen erlaubt.
[0013] Bevorzugt weist ein zusammengesetzter Schornstein daher mehrere, also mehr als zwei,
bevorzugt drei und besonders bevorzugt vier Schornsteinmodule auf, die entweder identisch
zueinander sind oder sich lediglich in ihrer in Längsrichtung gemessenen Ausdehnung
voneinander unterscheiden.
[0014] Bevorzugt weist der zusammengesetzte Schornstein einen Luftschacht zur Verbrennungsluftzufuhr
auf. Dieser kann durch einen zwischen den Manteleinrichtungen der Schornsteinmodule
und den Rohren der Schornsteinmodule sich in Längsrichtung erstreckenden Hohlraum
gegeben sein.
[0015] Bevorzugt sind zudem ein Luftschacht und ein Abgaszug (welcher insbesondere durch
die Rohre der Manteleinrichtungen gegeben ist) konzentrisch zueinander angeordnet,
so dass die Verbrennungsluft auf ihrem Weg von außen zur Feuerstätte vorgewärmt wird.
Bevorzugt umgibt der Luftschacht den Abgaszug vollumfänglich.
[0016] Bevorzugt weist ein Schornsteinmodul, bevorzugt jedes Schornsteinmodul eines zusammengesetzten
Schornsteins, einen Luftschacht auf. Dieser kann durch einen zwischen den Manteleinrichtung
des Schornsteinmoduls und dem Rohr des Schornsteinmoduls sich in Längsrichtung erstreckenden
Hohlraum gegeben sein. Bevorzugt ist dieser Hohlraum durch den Raum zwischen der Manteleinrichtung
und dem Rohr bzw. zwischen der Dämmung des Rohres gegeben.
[0017] Optional ist insbesondere an das Bodenmodul, aber bevorzugt auch an wenigstens eines
und bevorzugt an jedes der Schornsteinmodule, mindestens ein weiterer und bevorzugt
mehrere weitere Feuerstättenanschlüsse anbringbar, bevorzugt ist in das Bodenmodul
bereits ein Ofen bzw. eine Feuerstätte eingebracht. Ebenfalls vorteilhaft ist im Bodenmodul
ein Kondensatbehälter nachrüstbar. Das Bodenmodul bildet bevorzugt das unterste Modul
des Schornsteins.
[0018] Bevorzugt bildet die Innenwandung der Manteleinrichtung einen rechteckigen und insbesondere
quadratischen Querschnitt, vorteilhaft mit abgerundeten Ecken.
[0019] In einer bevorzugten Ausführungsform überschreitet die in Längsrichtung gemessene
Höhe wenigstens eines Schornsteinmoduls und vorteilhaft jedes der Schornsteinmodule,
bevorzugt die Höhe der Manteleinrichtung, nicht eine vorgegebene Maximalhöhe von 4
m, bevorzugt von 3 m und besonders bevorzugt von 1,5 m.
[0020] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform unterschreitet die in Längsrichtung
gemessene Höhe wenigstens eines Schornsteinmoduls und vorteilhaft jedes der Schornsteinmodule,
bevorzugt die Höhe der Manteleinrichtung, nicht eine vorgegebene Minimalhöhe von 0,3
m, bevorzugt von 0,4 m und besonders bevorzugt von 0,5 m.
[0021] Bevorzugt gelten obig beschriebene maximale und minimale bevorzugte Höhenbegrenzungen
ebenfalls für das Bodenmodul.
[0022] Bevorzugt weisen nahezu alle Schornsteinmodule eine gleiche in Längsrichtung gemessene
Höhe auf. Unter nahezu wird dabei verstanden, dass alle Schornsteinmodule (gegebenenfalls
bis auf eines) eine gleiche Höhe aufweisen, wobei besonders bevorzugt auch das Bodenmodul
als Schornsteinmodul verstanden wird. Dieses eine in seiner Höhe abweichende Schornsteinmodul
dient bevorzugt zur Anpassung an die zu erreichende Gesamthöhe des Schornsteins.
[0023] Bevorzugt sind die Schornsteinmodule aus einer Gruppe von Schornsteinmodulen ausgewählt,
deren in Längsrichtung gemessenen Höhen (bzw. die Höhe von deren Manteleinrichtungen)
ein ganzzahliges Verhältnis mit einem "minimalen" Schornsteinmodul, dem Schornsteinmodul
mit der geringsten Höhe, bilden. Bevorzugt sind die Schornsteinmodule aus einer Gruppe
von Schornsteinmodulen ausgewählt, deren in Längsrichtung gemessenen Höhen (bzw. die
Höhe von deren Manteleinrichtungen) mit jeweils einem "minimalen" Schornsteinmodul
ein Verhältnis von entweder 1:1, 1:2, 1:3, oder 1:5 bilden. Eine Stückelung eines
Schornsteins in Module in derartige Längsabschnitte hat sich hinsichtlich einer weitest
gehenden Reduzierung der Gesamtstückzahl der für einen Schornstein benötigten Schornsteinmodule
bei gleichzeitiger Beschränkung der Anzahl der verschiedenen Schornsteinmodultypen
als besonders vorteilhaft herausgestellt. Bevorzugt sind die Schornsteinmodule aus
einer Gruppe von Schornsteinmodulen ausgewählt, deren Höhen (bzw. die Höhen von deren
Manteleinrichtungen) im Wesentlichen einem der Werte 0,5 m, 1 m oder 1,5 m entsprechen.
[0024] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform überschreitet das Gewicht eines Schornsteinmodules,
bevorzugt aller Schornsteinmodule, jeweils nicht ein Maximalgewicht von 500 kg, bevorzugt
400 kg, bevorzugt 300 kg, bevorzugt 250 kg und besonders bevorzugt 200 kg. Durch eine
derartige Gewichtsbeschränkung der einzelnen Schornsteinmodule wird gewährleistet,
dass diese jeweils mit denselben technischen Hilfsmitteln versetzt und aufgebaut werden
können.
In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist das Rohr wenigstens eines Schornsteinmoduls
bevorzugt jedes der Schornsteinmodule eines Schornsteins in der vorgegebenen Längsrichtung
relativ zu der Manteleinrichtung bewegbar und wenigstens ein, bevorzugt jedes, Schornsteinmodul
weist eine Stoppeinrichtung auf, die einen in Längsrichtung gemessenen Abstand des
Rohres relativ zur Manteleinrichtung auf einen vorgegebenen Wert begrenzt. Damit ist
das Rohr eines Schornsteinmoduls bevorzugt lediglich maximal um eine vorgegebene Distanz
aus dem Hohlraum der Manteleinrichtung heraus bewegbar. Bevorzugt ist dieser vorgegebene
Wert aus dem Bereich zwischen 0.5 mm und 10 mm, bevorzugt zwischen 1 cm und 8 cm und
besonders bevorzugt zwischen 1 cm und 5 cm gewählt.
[0025] Dabei kann die Stoppeinrichtung eine Bewegung des Rohres relativ zur Manteleinrichtung
entweder in Längsrichtung oder entgegengesetzt zur Längsrichtung, oder aber in beide
dieser Richtungen begrenzen. Die Stoppeinrichtung kann als bewegliche Sicherung beim
Anheben eines Schornsteinelementes an dessen Manteleinrichtung ein "Durchrutschen"
des Rohres verhindern.
[0026] In einer vorteilhaften Ausführungsform eines Schornsteinmoduls ist das Rohr des Schornsteinmoduls
sowohl in Längsrichtung als auch entgegengesetzt zur Längsrichtung relativ zur Manteleinrichtung
durch eine entsprechend auf das Rohr relativ zur Manteleinrichtung wirkende Kraft
bewegbar. Wird nun das Schornsteinmodul an seiner Manteleinrichtung angehoben, so
wirkt die Schwerkraft auf das in dem Schornsteinmodul angeordnete Rohr. Dadurch bewegt
sich das Rohr bevorzugt während des Anhebevorgangs nach unten aus der Manteleinrichtung
soweit heraus, wie es die Stoppeinrichtung erlaubt.
[0027] Insbesondere ist das Rohr eines Schornsteinmoduls damit bzw. wird dieses Rohr damit,
sobald die Manteleinrichtung des Schornsteinmoduls angehoben wird, bezüglich der Manteleinrichtung
in eine Position gebracht, in der es relativ zur Unterkante der Manteleinrichtung
aus der Manteleinrichtung (in Erdbodenrichtung hin) herausragt. Demzufolge nimmt das
Rohr eines Schornsteinmoduls damit während eines Anhebevorgangs des Schornsteinmoduls
bevorzugt automatisch bezüglich der Manteleinrichtung eine Position ein, in der es
am weitesten aus diesem nach unten herausragt, und ebenso bildet es damit vorteilhaft
automatisch und ohne weiteres Zutun das am weitesten unten (d.h. am nächsten zum Erdboden)
befindliche Teil des Schornsteinmoduls aus.
[0028] Die Stoppeinrichtung beruht bevorzugt auf rein mechanischer Funktionsweise etwa durch
eine Sperrwirkung bei bestimmter Position des Rohres bezüglich der Manteleinrichtung.
Dabei ist die Stoppeinrichtung bevorzugt dazu geeignet und fähig, die Begrenzung des
Rohres eigenständig auszulösen bzw. zu bewirken, d.h. es bedarf keiner externen Impulse,
die zu einer Auslösung der Stoppwirkung durch die Stoppeinrichtung führen. Ferner
ist bevorzugt durch die reine mechanische Funktionsweise auch keine Energiequelle
zum Antreiben der Stoppeinrichtung nötig.
[0029] Die Stoppeinrichtung ist bevorzugt so ausgebildet, dass ein Kragen am Innenrohr gegen
einen Vorsprung am Mantelstein trifft und so ein weiterrutschen verhindert wird. Die
Stoppeinrichtung ist daher bevorzugt so ausgestaltet, dass das Rohr eines Schornsteinmoduls
wenigstens einen (bevorzugt genau einen) Kragen und die Manteleinrichtung wenigstens
einen (und bevorzugt genau einen) Vorsprung aufweist. Weiterhin sind der wenigstens
eine Kragen am Rohr und dieser wenigstens eine Vorsprung an der Manteleinrichtung
dazu geeignet und bestimmt, derart zusammenzuwirken, dass, sobald der Kragen am Rohr
den Vorsprung an der Manteleinrichtung kontaktiert, ein Weiterrutschen des Rohres
relativ zur Manteleinrichtung (in Richtung dieses Vorsprungs) verhindert wird bzw.
gestoppt wird.
[0030] Beispielsweise kann die Stoppeinrichtung derart ausgebildet sein, dass sowohl die
Manteleinrichtung bzw. die Innenwand hiervon als auch das Rohr bzw. die Außenwand
hiervon oder die Außenwand der Dämmung, die auf dem Rohr angeordnet ist, jeweils einen
Kragen oder einen Vorsprung aufweisen und die so angeordnet sind, dass das Vorbeibewegen
des einen Kragen (oder Vorsprung) an dem anderen Kragen (oder Vorsprung) nicht möglich
ist.
[0031] Es ist aber auch möglich, dass die Außenwand des Rohres (bzw. der Dämmung hiervon)
wenigstens einen sich radial nach außen (in Richtung der Manteleinrichtung) erstreckenden
Vorsprung aufweist, der das Rohr vollumfänglich umfasst. Des Weiteren kann die Innenwandung
der Manteleinrichtung wenigstens einen sich radial nach innen (in Richtung des Rohres)
erstreckenden Vorsprung aufweisen. Wird nun das Rohr relativ zur Manteleinrichtung
so bewegt, dass sich der Vorsprung der Manteleinrichtung und der Vorsprung des Rohres
aufeinander zubewegen, dann sperrt, sobald sich die beiden Vorsprünge kontaktieren,
der Vorsprung der Manteleinrichtung eine Weiterbewegung des Vorsprungs des Rohres
an ihm vorbei. Um eine Stoppwirkung in beide Richtungen zu erhalten, kann beispielsweise
ein Vorsprung in der Nähe des oberen Endes der Manteleinrichtung und ein Vorsprung
in der Nähe der unteren Manteleinrichtung vorgesehen sein. Ebenfalls kann das Rohr
zwei sich radial nach außen (in Richtung der Manteleinrichtung) erstreckende Vorsprünge
aufweisen, die das Rohr vollumfänglich umfassen, so dass der eine Vorsprung eine Bewegung
des Rohres in Längsrichtung und der andere Vorsprung eine Bewegung des Rohres entgegen
der Längsrichtung begrenzen kann (jeweils in Zusammenwirkung mit einem Vorsprung der
Manteleinrichtung).
[0032] Alternativ kann die Stoppeinrichtung auch dergestalt ausgebildet sein, dass entweder
die (Innenwand der) Manteleinrichtung ein (sich in Längsrichtung erstreckendes) Langloch
aufweist, in das ein stiftartiges Element des Rohres eingreift und somit die Bewegungsfreiheit
des Rohres in (bzw. entgegen der) Längsrichtung durch die Länge des Langlochs begrenzt
wird.
[0033] Diese eigenständige bzw. automatische Positionierung des Rohres innerhalb des Schornsteinmoduls
während eines Anhebens ist insofern von Vorteil, als dadurch bei einem Aufeinandersetzen
dieses Schornsteinmoduls auf ein weiteres Schornsteinmoduls (oder auf ein anderes
Element) im Allgemeinen zuallererst das Rohr des Schornsteinmoduls dasjenige des weiteren
Schornsteinmoduls kontaktiert, noch bevor die Manteleinrichtung des Schornsteinmoduls
diejenige des weiteren Schornsteinmoduls kontaktiert.
[0034] Dadurch wiederum ist es möglich, dass zunächst das für gewöhnlich gänzlich in der
Manteleinrichtung innenliegende Rohr zuerst ausgerichtet und in die gewünschte Position
gebracht werden kann. Dieses hängende Rohr ermöglicht damit ein passgenaues Versetzen
der Schornsteinmodule. Dies ist insbesondere von Bedeutung, als eine exakte Anordnung
des Rohres eines Schornsteinmoduls auf dasjenige des Schornsteinmoduls, auf das es
aufgesetzt wird, von großer Wichtigkeit für die Gewährleistung eines dichten Überganges
von einem Rohr zum nächsten ist.
[0035] Bevorzugt ist das Schornsteinmodul des Weiteren derart ausgestaltet, dass sich beim
Aufsetzen des Schornsteinmoduls auf ein weiteres Schornsteinmodul, sobald das Rohr
dasjenige des weiteren Schornsteinmoduls kontaktiert hat, bei einem weiteren Absetzen
des Schornsteinmoduls (d.h. bei einem weiteren Absetzen dessen Manteleinrichtung)
das Rohr (automatisch) in die Manteleinrichtung hineinbewegt. Mit anderen Worten schiebt
sich beim Aufeinandersetzen das gesicherte Rohr relativ zur Manteleinrichtung nach
oben. Das heißt, dass nach dem Aufsetzen des Rohres die Manteleinrichtung an dem Rohr
entlang nach unten gleitet und so beispielsweise auf der Manteleinrichtung eines weiteren
Schornsteinmoduls abgesetzt werden kann.
[0036] Bevorzugt verjüngt sich wenigstens ein Rohrabschnitt zum Ende des Rohres hin. Damit
lässt sich dieser besonders vorteilhaft in ein weiteres Rohr einführen, so dass ein
dichter Übergang erhalten werden kann.
[0037] Bevorzugt weist ein Rohr an wenigstens einem Ende eine Nut auf und/oder an wenigstens
dem anderen Ende eine Feder zum Eingriff in die Nut bzw. zum Zusammenwirken mit der
Nut eines weiteren Rohres auf. Bevorzugt ist daher das Rohr dergestalt ausgebildet,
dass, bevorzugt beidseitig, mit (jeweils) einem Rohr eines weiteren Schornsteinmoduls
eine Nutund Federverbindung herstellbar ist.
[0038] Denkbar ist aber auch eine Ausgestaltung des Rohres eines Mantelsteins als Muffenrohr.
Bevorzugt ist dann das Rohr dieses Mantelsteins mit dem Rohr eines weiteren Mantelsteins
über eine Muffenverbindung verbindbar.
[0039] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist die umlaufende Wandung der Manteleinrichtung
aller Schornsteinmodule eines Schornsteins bzw. eines Schornsteinmoduls jeweils quaderförmig.
Dabei können die Kanten auch abgerundet sein. Die Wandung der Manteleinrichtung kann
aber auch zylindrisch sein, so dass ein Schornstein mit rundem Querschnitt gebildet
werden kann.
[0040] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die Manteleinrichtung des Schornsteinmoduls
mindestens zwei und bevorzugt genau zwei in der vorgegebenen Längsrichtung aneinander
befestigte identische Mantelelemente auf. Bevorzugt weist ein Schornsteinelement drei,
vier oder fünf dieser identischen Mantelelemente auf. Es müssen daher bei der Endmontage
des Schornsteins nicht mehr alle einzelnen Mantelelemente aufeinander aufgesetzt werden,
sondern bevorzugt sind zwei, drei oder mehrere Mantelelemente bereits zur Manteleinrichtung
eines Schornsteinmoduls vormontiert. Bevorzugt kann es sich dabei bei den Mantelelementen
um aus dem Stand der Technik bekannte Mantelsteine handeln. Besonders bevorzugt sind
allerdings (nahezu) nur Schornsteinmodule vorgesehen, die entweder zwei oder drei
oder aber fünf Mantelelemente aufweisen.
[0041] Denkbar ist aber auch, dass die Manteleinrichtung eines Schornsteinmoduls einteilig
ausgebildet ist, aber beispielsweise dennoch nur Schornsteinmodule vorgesehen sind,
deren Höhen (in Längsrichtung gesehen) entweder der zweifachen, der dreifachen oder
der fünffachen Höhe eines Mantelsteins entsprechen.
[0042] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind die beiden Rohrenden des Rohres
eines Schornsteinmoduls (jeweils) derart korrespondierend zueinander ausgestaltet,
dass jeweils ein Rohrende dazu geeignet ist, beim Aufsetzen auf das jeweils andere
Rohrende eines weiteren Schornsteinmoduls in dieses einzugreifen und/oder einzurasten
und/oder mit diesem zusammenzuwirken.
[0043] Bevorzugt weist ein Rohrende eine radial bzw. in Umfangsrichtung umlaufende Nut auf.
Entsprechend weist das jeweils andere Rohrende bevorzugt einen radial bzw. einen in
Umfangsrichtung umlaufenden Vorsprung auf, der insbesondere mit der umlaufenden Nut
des anderen Rohrendes korrespondiert. Denkbar ist aber auch, dass ein Rohrende mindestens
einen Vorsprung und/oder mindestens eine Ausnehmung aufweist und das andere Rohrende
entsprechend mindestens eine dazu korrespondierende Ausnehmungen und/oder mindestens
einen Vorsprung. Ist die Ausnehmung bzw. die Nut und/oder der Vorpsrung nicht rotationssymmetrisch
ausgebildet, kann damit auch eine Verdrehsicherung eines Rohres gegenüber einem anderen
realisiert werden. Des Weiteren ist möglich, dass ein Rohrende radial nach innen abgeschrägt
ist, und bevorzugt das andere Rohrende radial nach außen abgeschrägt ist.
[0044] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist das Schornsteinmodul eine Befestigungseinrichtung
zur Befestigung an ein weiteres Schornsteinmodul auf.
[0045] Bevorzugt sind ähnlich wie die beiden Rohrenden auch die beiden Enden der Mantelsteineinrichtungen
jeweils derart korrespondierend zueinander ausgestaltet, dass jeweils ein Ende dazu
geeignet ist, beim Aufsetzen auf das jeweils andere Ende eines weiteren Schornsteinmoduls
in dieses einzugreifen und/oder einzurasten und/oder mit diesem zusammenzuwirken.
Dabei sind alle obig hinsichtlich des Rohres beschriebenen Ausgestaltungsmöglichkeiten
auch für die Enden der Manteleinrichtungen denkbar.
[0046] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist das Schornsteinmodul und bevorzugt
dessen Manteleinrichtung wenigstens eine Halteeinrichtung zum Heben des Schornsteinmoduls
auf.
[0047] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform eines Schornsteinmoduls sind mindestens
zwei Halteeinrichtungen vorgesehen und diese diagonal bzw. diametral relativ zueinander
angeordnet.
[0048] Bevorzugt sind in die Halteeinrichtungen jeweils Haltemittel anbringbar, so dass
damit ein Schornsteinmodul angehoben bzw. versetzt werden kann. Als Haltemittel können
beispielsweise Hebeösen verwendet werden. Bevorzugt sind diese Haltemittel nicht bereits
fest an ein Schornsteinmodul angebracht, sondern können bei Bedarf angebracht und
wieder abmontiert werden. Somit sind beispielsweise lediglich zwei Haltemittel erforderlich,
um mehrere Schornsteinmodule versetzen zu können.
[0049] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform eines Schornsteinmoduls sind die
Höhen (in Längsrichtung gemessen) des Rohres und der Manteleinrichtung gleich. Denkbar
wäre aber auch, dass die Höhe des Rohres größer oder kleiner als die der Manteleinrichtung
ist. Beispielsweise könnte die Höhe des Rohres des Bodenmoduls derart gewählt sein,
dass das Rohr aus diesem heraussteht. Damit könnte ein Aufsetzen des nächsten Schornsteinmoduls
nochmals erleichtert werden. Zudem ist bevorzugt die Höhe (in Längsrichtung gemessen)
des Rohres größer als die der Manteleinrichtung. Dass kann bevorzugt von Vorteil sein,
wenn sich beispielsweise das Rohr zu wenigstens einem Rohrende hin verjüngt, so dass
die Rohre zweier zusammengesteckter Schornsteinmodule etwas überlappen. Bevorzugt
ist daher die Höhe des Rohres um wenigstens 5 %, bevorzugt um wenigstens 10 % und
besonders bevorzugt um wenigstens 20 % größer als die der Manteleinrichtung.
[0050] Bevorzugt können die Manteleinrichtungen der jeweiligen Schornsteinmodule ebenso
einen in Längsrichtung erstreckenden zweiten oder dritten Hohlraum ausbilden, um etwa
nicht nur ein ein-zügiges, sondern ebenso ein zwei- oder mehr-zügiges Abgasabzugssystem
zu ermöglichen.
[0051] Bevorzugt handelt es sich bei dem Rohr um ein Keramikrohr, es sind aber auch andere
Materialien denkbar. Bevorzugt ist die Manteleinrichtung aus Leichtbeton gebildet
und vorteilhaft handelt es sich bei der Mündungshaube um eine Keramikmündungshaube,
wohingegen bevorzugt die Abdeckplatte aus Edelstahl gefertigt ist.
[0052] Bevorzugt weist das Rohr einen quadratischen Querschnitt mit besonders bevorzugt
lichten Weiten im Bereich von 12 - 22/12 - 22 cm, bevorzugt von 14 - 20/14 - 20 cm,
bevorzugt von 15 - 17/15 - 17 cm und besonders bevorzugt von 16/16 cm auf. Bei einem
Rohr mit rundem Querschnitt weist dieses bevorzugt einen Durchmesser im Bereich von
14 - 22cm, bevorzugt von 16 - 20cm, bevorzugt von 17 - 19 cm und besonders bevorzugt
von 18 cm auf.
[0053] Die Erfindung ist weiterhin auf ein Verfahren zum Aufbauen eines Schornsteins aus
Schornsteinmodulen, welche jeweils eine Manteleinrichtung mit einer umlaufenden Wandung,
die mindestens einen sich in einer Längsrichtung erstreckenden Hohlraum begrenzt,
und ein in diesem mindestens einen Hohlraum aufgenommenes Rohr aufweisen, welches
in der vorgegebenen Längsrichtung relativ zu der Manteleinrichtung des jeweiligen
Schornsteinmoduls bewegbar ist, gerichtet.
[0054] Erfindungsgemäß kontaktiert beim Aufsetzen eines zweiten Schornsteinmoduls auf ein
erstes Schornsteinmodul zuerst das Rohr des zweiten Schornsteinmoduls das Rohr des
ersten Schornsteinmoduls (und greift bevorzugt in dieses ein), noch bevor sich die
beiden Manteleinrichtungen berühren.
[0055] Bevorzugt wird das Absenken bzw. Aufsetzen der Manteleinrichtung unterbrochen, sobald
das Rohr des zweiten Schornsteinmoduls das Rohr des ersten Schornsteinmoduls kontaktiert.
Bevorzugt kann (dann) ein passgenaues Ausrichten bzw. Aufeinandersetzen der beiden
Rohre aufeinander erfolgen, woraufhin bevorzugt der Absenkvorgang wieder fortgesetzt
wird.
[0056] Bevorzugt wird im Anschluss daran die Manteleinrichtung des zweiten Schornsteinmoduls
auf die Manteleinrichtung des ersten Schornsteinmoduls abgesenkt und während dieses
Absenkvorgangs bewegt sich das Rohr des zweiten Schornsteinmoduls in Längsrichtung
relativ zur Manteleinrichtung des zweiten Schornsteinmoduls. Bevorzugt bewegt sich
damit die Manteleinrichtung nach unten (in Richtung Erdboden), besonders bevorzugt
entlang des Rohres. Mit anderen Worten schiebt sich das Rohr dann (automatisch) relativ
zur Manteleinrichtung nach oben.
[0057] Bevorzugt werden vor dem Versetzen bzw. Absenken an mindestens eine, bevorzugt an
zwei Halteeinrichtung(en) des zu versetzenden Schornsteinmoduls Haltemittel wie etwa
Schraubösen angebracht, so dass das Schornsteinmodul bevorzugt mittels an den Schraubösen
angehängten Seilschlaufen versetzt werden kann. Diese Haltemittel werden bevorzugt
nach dem erfolgreichen Aufsetzen des Schornsteinmoduls wieder entfernt werden und
besonders bevorzugt für das nächste zu versetzende Schornsteinmodul verwendet werden.
[0058] Gegebenenfalls muss nach dem Aufsetzen eines Schornsteinmoduls die Innenwand des
Rohres gereinigt werden. Des Weiteren werden bevorzugt die Übergänge der Schornsteinelemente,
insbesondere der jeweiligen Manteleinrichtungen, sauber verarbeitet. Zur Anbringung
des Kopfmoduls sind bevorzugt zuvor Kopfversteifungen anzubringen, bevor das Kopfmodul
aufgesetzt wird. Ferner werden daran anschließend bevorzugt eine Abdeckplatte und/oder
eine Mündungshaube montiert. Für einen formschönen Abschluss kann eine bauseitige
Wetterschutzverkleidung an das Kopfmodul angebracht werden.
[0059] Ein Bausatz von Modulen für einen Schornstein kann ebenfalls ein Bewehrungsset enthalten.
[0060] Weitere Vorteile und Ausführungsformen ergeben sich aus den beigefügten Zeichnungen.
Darin zeigen:
- Fig. 1
- Eine Ausführungsform eines Schornsteins in Modulbauweise entsprechend der vorliegenden
Erfindung;
- Fig. 2
- schematische Darstellungen dreier Ausführungsformen eines Schornsteinmoduls entsprechend
der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung einer Draufsicht auf eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Schornsteinmoduls;
- Fig. 4
- eine Veranschaulichung des relativ zur Manteleinrichtung bewegbaren Rohres und die
Wirkung der Stoppeinrichtung eines erfindungsgemäßen Schornsteinmoduls;
- Fig. 5
- eine Veranschaulichung einer korrespondierenden Ausgestaltung der beiden Rohrenden
einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schornsteinmoduls; und
- Fig. 6
- eine Darstellung einer kompakten Transportmöglichkeit der einzelnen Schornsteinmodule
einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schornsteins in Modulbauweise.
[0061] Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schornsteins 10 in Modulbauweise.
Dargestellt sind Schornsteinmodule 1, die jeweils eine Manteleinrichtung 2 sowie ein
Rohr 4, welches in einem Hohlraum 6 der Manteleinrichtung 2 angeordnet ist. An der
Außenwand des Rohres 4 ist bevorzugt vollumfänglich eine Dämmung 8 angebracht, welche
sich damit zwischen dem Rohr 4 und der Manteleinrichtung 2 befindet.
[0062] Gezeigt ist ebenfalls ein Kopfmodul 12 mit einer daran angeordneten Mündungshaube
124 sowie einer Abdeckplatte 122 und Befestigungsmittel 126. Das unterste Modul des
Schornsteins 10 ist durch ein Bodenmodul 14 gegeben. An diesem ist typischerweise
mindestens ein Anschluss 142 für einen Ofen bzw. eine Feuerstätte bzw. eine Öffnung
für eine Revisionsmöglichkeit angeordnet. Ein solcher Feuerstättenanschluss 142 bzw.
eine Öffnung für eine Revisionsmöglichkeit ist bevorzugt an vier Seiten der Manteleinrichtung
2 bzw. des Bodenmoduls 14 oder aber eines Schornsteinmoduls 1 möglich. Des Weiteren
kann ein Bodenmodul 14 optional einen Kondensatbehälter 144 aufweisen. Ebenfalls möglich
ist es, dass in das Bodenmodul 14 bereits eine Feuerstätte eingebaut ist.
[0063] Erfindungsgemäß kann ein Schornstein 10 aus einem Bodenmodul 14 und mindestens zwei
Schornsteinmodulen 1 zusammengesetzt werden, wobei bevorzugt davon eines das Kopfmodul
12 ist bzw. dieses bevorzugt zusätzlich vorhanden ist.
[0064] Die einzelnen Schornsteinmodule 1 können dabei wie in einem Baukastensystem jeweils
aufeinander gesteckt werden. Wie ebenfalls in Fig. 1 gezeigt sind Schornsteinmodule
1 unterschiedlicher Höhe H vorgesehen, um aus den Schornsteinmodulen 1 Schornsteine
10 unterschiedlicher Höhe zusammensetzen zu können.
[0065] Letzteres wird noch einmal schematisch in Fig. 2 veranschaulicht. Gezeigt sind drei
verschiedene Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Schornsteinmoduls 1 in jeweils
unterschiedlichen Höhen H, welche in einer Längsrichtung L gemessen wird. Der in der
Figur 2 links dargestellte Schornsteinmodul 1 ist dabei in einer Schrägansicht gezeigt,
während die beiden anderen Schornsteinmodule 1 in einer Ansicht von Vorne gezeigt
sind.
[0066] Dargestellt ist, dass bevorzugt die Manteleinrichtung 2 eines Schornsteinmoduls 1
wiederum aus Mantelelementen 24 aufgebaut sein kann. Um eine beschleunigte Endmontage
des Schornsteins 10 zu erreichen besteht eine Manteleinrichtung 2 bevorzugt aus mindestens
zwei Mantelelementen 24. Vorteilhaft sind Schornsteinmodule 1 vorgesehen, die entweder
aus zweien, aus dreien oder aus fünf dieser Mantelelemente 24 bestehen. Denkbar wären
aber auch Manteleinrichtungen 2, die selbst aus vier oder sechs Mantelelementen 24
zusammengesetzt bzw. vormontiert sind.
[0067] Fig. 3 zeigt eine schematische Draufsicht auf eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Schornsteinmoduls. Man erkennt dabei die Manteleinrichtung 2, deren Außenwandung im
Querschnitt quadratisch und deren Innenwandung im Querschnitt ebenfalls quadratisch,
mit der Ausnahme von ihren abgerundeten Ecken. In den von der Innenwandung der Manteleinrichtung
2 gebildeten Hohlraum 6, der sich in Längsrichtung L erstreckt (was in dieser Darstellung
nicht erkennbar ist), ist das Rohr 4 eingebracht. Wie bereits erwähnt, kann um dieses
(bevorzugt vollumfänglich) ebenfalls eine Dämmung 8 (hier nicht dargestellt) angebracht
sein.
[0068] Gezeigt sind in Fig. 3 zwei diagonal zueinander auf der Manteleinrichtung 2 angeordnete
Halteeinrichtungen 22. Diese können beispielsweise durch Bohrungen, etwa Gewindebohrungen,
gegeben sein. An diese Halteeinrichtungen 22 lassen sich Haltemittel wie etwa Schraubösen
befestigen. Vorteilhaft sind an allen vier Ecken einer Manteleinrichtung 2 Halteeinrichtungen
22 angeordnet.
[0069] In den drei Abbildungen der Fig. 4 (jeweils in Längsschnittdarstellung) wird schematisch
veranschaulicht, dass das Rohr 4 nicht unbeweglich in der Manteleinrichtung 2 eines
Schornsteinmoduls 1 angeordnet ist, sondern, dass es in Längsrichtung L und/oder entgegengesetzt
zur Längsrichtung L relativ zur Manteleinrichtung 2 bewegbar ist. In der mittleren
Darstellung ragt das Rohr 4 um den Abstand A aus der Manteleinrichtung 2 heraus. Die
Stoppeinrichtung kann diesen relativen Abstand A des Rohres 4 zur Manteleinrichtung
2 auf einen vorgegebenen Wert begrenzen. Damit lässt sich das Rohr 4 nur bis zu einem
vorgegebenen Abstand A aus der Manteleinrichtung 2 herausbewegen. Ein vollständiges
Herausrutschen des Rohres 4 aus der Manteleinrichtung 2 wird damit durch die Stoppeinrichtung
unterbunden.
[0070] Fig. 5 zeigt eine schematische Darstellung zweier Rohre 4 im Längsschnitt. Dabei
wird veranschaulicht, dass die beiden Rohrenden eines Rohres 4 bevorzugt einander
korrespondierende Ausnehmungen oder Vorsprünge 44 aufweisen. Das in der Fig. 5 links
dargestellte Rohr 4 weist beispielsweise an seinem rechten Rohrende eine umlaufende
Nut 42 auf, die mit dem in Fig. 5 rechts dargestellten Rohr 4 bzw. dessen Rohrende
insofern besonders gut zusammenwirken kann, als der Vorsprung 44 des linken Rohrendes
des rechten Rohres 4 mit der Nut 42 des rechten Rohrendes des linken Rohres 4 eingreifen
und einrasten kann.
[0071] Fig. 6 stellt die kompakte Transportmöglichkeit der einzelnen Schornsteinmodule 1
einer Ausführungsform eines Schornsteins 10 in Modulbauweise dar, die die vorliegende
Erfindung ermöglicht. Im gezeigten Beispiel wird gezeigt, dass durch die Modulbauweise
ein neun Meter langer Schornstein 10 auf einer einzigen Palette raumsparend transportiert
werden kann. Dabei können wie im gezeigten Beispiel alle verwendeten Schornsteinmodule
1 die gleiche Höhe H aufweisen, wie etwa 1,5 m. Das Bodenmodul 14 weist bevorzugt
ebenfalls die gleiche Höhe wie die anderen Schornsteinmodule 1 auf. Damit werden insgesamt
sechs Module benötigt. Um die Montagereihenfolge der einzelnen Module schnell erfassen
zu können, können diese bevorzugt nummeriert werden und diese Nummer beispielsweise
auf deren Manteleinrichtung 2 aufgebracht sein.
[0072] Die Anmelderin behält sich vor, sämtliche in den Anmeldungsunterlagen offenbarten
Merkmale als erfindungswesentlich zu beanspruchen, sofern sie einzeln oder in Kombination
gegenüber dem Stand der Technik neu sind. Es wird weiterhin darauf hingewiesen, dass
in den einzelnen Figuren auch Merkmale beschrieben wurden, welche für sich genommen
vorteilhaft sein können. Der Fachmann erkennt unmittelbar, dass ein bestimmtes in
einer Figur beschriebenes Merkmal auch ohne die Übernahme weiterer Merkmale aus dieser
Figur vorteilhaft sein kann. Ferner erkennt der Fachmann, dass sich auch Vorteile
durch eine Kombination mehrerer in einzelnen oder in unterschiedlichen Figuren gezeigter
Merkmale ergeben können.
Bezugszeichenliste:
[0073]
- 1
- Schornsteinmodul
- 2
- Manteleinrichtung
- 4
- Rohr
- 6
- Hohlraum
- 8
- Dämmung
- 10
- Schornstein
- 12
- Kopfmodul
- 14
- Fußmodul
- 22
- Halteeinrichtung
- 24
- Mantelelement
- 42
- Nut
- 44
- Vorsprung
- 122
- Abdeckplatte
- 124
- Mündungshaube
- 126
- Befestigungsmittel
- 142
- Anschluss für einen Ofen bzw. eine Feuerstätte bzw. Öffnung für eine Revisionsmöglichkeit
- 144
- Kondensatbehälter
- A
- Abstand
- H
- Höhe
- L
- Längsrichtung
1. Schornstein (10) in Modulbauweise umfassend ein Bodenmodul, mit insbesondere mindestens
einer Öffnung für eine Revisionsmöglichkeit, und mindestens ein Schornsteinmodul (1),
welches eine Manteleinrichtung (2) mit einer umlaufenden Wandung, die mindestens einen
sich in einer Längsrichtung (L) erstreckenden Hohlraum (6) begrenzt, und ein in diesem
Hohlraum (6) aufgenommenes Rohr (4) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der zusammengesetzte Schornstein (10) mindestens zwei dieser Schornsteinmodule (1)
aufweist.
2. Schornstein (10) gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die in Längsrichtung (L) gemessene Höhe (H) wenigstens eines Schornsteinmoduls (1)
eine vorgegebene Maximalhöhe von 4 m, bevorzugt 3 m und besonders bevorzugt 1,5 m
nicht überschreitet.
3. Schornstein (10) gemäß wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die in Längsrichtung (L) gemessene Höhe (H) wenigstens eines Schornsteinmoduls (1)
eine vorgegebene Minimalhöhe von 0,3 m, bevorzugt 0,4 m und besonders bevorzugt 0,5
m nicht unterschreitet.
4. Schornstein (10) gemäß wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
jedes der Schornsteinmodule (1) in der vorgegebenen Längsrichtung (L) relativ zu der
Manteleinrichtung (2) bewegbar ist und das Schornsteinmodul (1) eine Stoppeinrichtung
und/oder ein Arretiermittel aufweist, die einen in Längsrichtung (L) gemessenen Abstand
(A) des Rohres (4) relativ zur Manteleinrichtung (2) auf einen vorgegebenen Wert begrenzt.
5. Schornstein (10) gemäß wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die umlaufende Wandung der Manteleinrichtung (2) der Schornsteinmodule (1) jeweils
quaderförmig ist.
6. Schornsteinmodul (1), welches eine Manteleinrichtung (2) mit einer umlaufenden Wandung,
die mindestens einen sich in einer Längsrichtung (L) erstreckenden Hohlraum (6) begrenzt,
und ein in diesem mindestens einen Hohlraum (6) aufgenommenes Rohr (4) aufweist, welches
in der vorgegebenen Längsrichtung (L) relativ zu der Manteleinrichtung (2) bewegbar
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Schornsteinmodul (1) eine Stoppeinrichtung und/oder ein Arretiermittel aufweist,
die einen in Längsrichtung (L) gemessenen Abstand (A) des Rohres (4) relativ zur Manteleinrichtung
(2) auf einen vorgegebenen Wert begrenzt.
7. Schornsteinmodul (1) gemäß dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Rohr (4) sowohl in Längsrichtung (L) als auch entgegengesetzt zur Längsrichtung
(L) relativ zur Manteleinrichtung (2) durch eine entsprechend auf das Rohr (4) relativ
zur Manteleinrichtung (2) wirkende Kraft bewegbar ist.
8. Schornsteinmodul (1) gemäß wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche 6 - 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Manteleinrichtung (2) mindestens zwei in der vorgegebenen Längsrichtung (L) aneinander
befestigte identische Mantelelemente (24) aufweist.
9. Schornsteinmodul (1) gemäß wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche 6 - 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die beiden Rohrenden des Rohres (4) jeweils derart korrespondierend zueinander ausgestaltet
sind, dass jeweils ein Rohrende dazu geeignet ist, beim Aufsetzen auf das jeweils
andere Rohrende eines weiteren Schornsteinmoduls (1) in dieses einzugreifen und/oder
einzurasten und/oder mit diesem zusammenzuwirken.
10. Schornsteinmodul (1) gemäß wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche 6 - 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
es, bevorzugt die Manteleinrichtung (2), wenigstens eine Halteeinrichtung (22) zum
Heben des Schornsteinmoduls (1) aufweist.
11. Schornsteinmodul (1) gemäß wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche 6 - 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens zwei Halteeinrichtungen (22) vorgesehen sind und diese diagonal bzw. diametral
relativ zueinander angeordnet sind.
12. Schornsteinmodul (1) gemäß wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche 6 - 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
es eine Befestigungseinrichtung zur Befestigung an ein weiteres Schornsteinmodul (1)
aufweist.
13. Verfahren zum Aufbauen eines Schornsteins (10) aus Schornsteinmodulen (1), welche
jeweils eine Manteleinrichtung (2) mit einer umlaufenden Wandung, die mindestens einen
sich in einer Längsrichtung (L) erstreckenden Hohlraum (6) begrenzt, und ein in diesem
mindestens einen Hohlraum (6) aufgenommenes Rohr (4) aufweisen, welches in der vorgegebenen
Längsrichtung (L) relativ zu der Manteleinrichtung (2) des jeweiligen Schornsteinmoduls
(1) bewegbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
beim Aufsetzen eines zweiten Schornsteinmoduls (1) auf ein erstes Schornsteinmodul
(1) zuerst das Rohr (4) des zweiten Schornsteinmoduls (1) das Rohr (4) des ersten
Schornsteinmoduls (1) kontaktiert (und bevorzugt in dieses eingreift), noch bevor
sich die beiden Manteleinrichtungen (2) berühren.