[0001] Die Erfindung betrifft eine Zündkerze mit einer Mittelelektrode und einer Außenelektrode,
welche durch einen Elektrodenspalt voneinander getrennt sind, wobei die Mittelelektrode
und die Außenelektrode eine Höhe aufweisen.
[0003] Wenn im Rahmen der Beschreibung und der Ansprüche dieser Erfindung von Mittelelektrode
und Außenelektrode gesprochen wird, bedeutet dies nicht zwingend, dass die Mittelelektrode
bei der Zündkerze räumlich weiter innen und die Masse- oder Außenelektrode räumlich
weiter außen liegen muss, wenngleich dies bei bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung
zutreffend sein kann. Die Begriffe Mittelelektrode und Außenelektrode sind vielmehr
so zu verstehen, dass die Mittelelektrode den Plus-Pol bildet und die Außenelektrode
die Masseelektrode bzw. den MinusPol, unabhängig von ihrer konkreten Lage bzw. Ausrichtung
an der Zündkerze.
[0004] In der Regel entsteht ein Funke an der kürzesten Strecke zwischen Mittelelektrode
und Außen- bzw. Masseelektrode. Jeder Funke verursacht einen Abtrag an beiden Elektroden.
Um diesen Abtrag zu verringern, werden Edelmetalle und Edelmetalllegierungen eingesetzt.
Weiters ist der Abtrag geringer je kälter die Elektrode ist. Im Normalfall werden
Zündkerzen mit einem Zündspalt von 0,2 mm bis 0,35 mm hergestellt. Mit dem Verschleiß
der Zündkerze nimmt dieser zu. Bei etwa 0,6 mm bis 0,8 mm wird die benötigte Zündspannung
zu groß und man muss die Zündkerze nachstellen oder tauschen. Es hat sich gezeigt,
dass die Masseelektrode viel schneller verschleißt als die Mittelelektrode.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Lebensdauer von Zündkerzen zu verlängern.
[0006] Gelöst wird diese Aufgabe bei einer Zündkerze der eingangs genannten Art dadurch,
dass die Höhe der Außenelektrode

ist, wobei Hm die Höhe der Mittelelektrode und Smax die Breite des maximal zulässigen
Elektrodenspalts ist.
[0007] Die Erfindung baut auf dem Konzept auf, dass bei einer Vergrößerung des Volumsanteils
der Masseelektrode die Lebensdauer einer Zündkerze essentiell erhöht werden kann.
Da der Volumsanteil aber nicht in Richtung des Abstandes zwischen den Elektroden vergrößert
werden kann, da dies bei zunehmendem Abbrand den Elektroden- bzw. Zündspalt unzulässig
stark vergrößern würde, wird der Volumsanteil erfindungsgemäß über die Höhe vergrößert.
Auf der anderen Seite führt eine übermäßige Vergrößerung der Höhe nicht zu einer weiteren
Verlängerung der Lebensdauer in entsprechendem Ausmaß, wodurch sich eine obere Grenze
für die Höhe der Außenelektrode ergibt. Des weiteren sind auch die Kosten für die
bei den Elektroden zu verwendenden Edelmetalle bzw. Edelmetalllegierungen zu berücksichtigen.
[0008] In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Höhe der Außenelektrode

[0009] Diese Dimensionierung stellt einen noch besseren Kompromiss zwischen der möglichen
Erhöhung der Lebensdauer und dem Materialeinsatz dar.
[0010] In einer weiteren, bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht die Außenelektrode
in Richtung ihrer Höhe aus zwei Teilen, die gegebenenfalls einen Abstand voneinander
aufweisen.
[0011] Diese Ausführungsformen bieten nicht nur einen fertigungstechnischen Vorteil, indem
die Außenelektrode aus Edelmetall oder einer Edelmetalllegierung in zwei Teilen hergestellt
werden kann, sondern auch den Vorteil, dass eine verbesserte Gemischzugänglichkeit
im Bereich des Elektrodenspaltes gegeben ist, wodurch die Zündwirkung verbessert werden
kann.
[0012] Im Rahmen der Erfindung wird davon ausgegangen, dass die Mittelelektrode den Pluspol
bildet und die Außenelektrode den Minuspol, was für die überwiegende Zahl von Zündkerzen
zutreffend sein wird. Die Erfindung ist aber auch für den umgekehrten Fall einsetzbar,
dass die Mittelelektrode den Minuspol und die Außenelektrode den Pluspol bildet, wobei
in diesem Fall die Mittelelektrode die erfindungsgemäß größere Höhe im Vergleich zur
Außenelektrode aufweist.
[0013] Weitere bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der übrigen Unteransprüche.
[0014] Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen beschrieben. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Zündkerze im Bereich der Elektroden, wobei die Größenverhältnisse der Elektroden
dem Stand der Technik entsprechen,
- Fig. 2
- eine erste Ausführungsform einer Zündkerze gemäß der Erfindung im Bereich der Elektroden,
- Fig. 3
- das Verschleißbild einer zweiten Ausführungsform einer Zündkerze gemäß der Erfindung
und
- Fig. 4
- eine Stirnansicht der Zündkerze von Fig 2 bis 3.
[0015] Fig. 1 zeigt den vorderen Teil einer Zündkerze, bei der die Größenverhältnisse der
Elektroden dem Stand der Technik entsprechen. Ein nicht Strom leitender Isolator 1,
bevorzugt aus Keramik, trennt ein Zündkerzengehäuse 2 und eine entlang einer Mittelachse
3 verlaufende Stabelektrode 4 baulich und elektrisch voneinander. Um die Zündkerze
bestimmungsgemäß einzubauen, befindet sich im vorderen Bereich am Zündkerzengehäuse
2 ein Zündkerzengewinde 5. In einem abgestuften Bereich 6 des Zündkerzengehäuses 2
ist eine Trägerplatte 7 für eine Masseelektrode 1 angebracht. An der Stabelektrode
4 ist eine Mittelelektrode 8 befestigt. Die Masseelektrode 9 bzw. Außenelektrode 9
und die Mittelelektrode 8 bestehen aus hochwertigem Elektrodenmaterial, beispielsweise
IrRh.
[0016] Bei dieser Anordnung bzw. diesen Größenverhältnissen gemäß Stand der Technik weist
die Außenelektrode 9 eine Höhe Ha auf, die in den meisten Fällen gleich groß oder
gegebenenfalls geringfügig größer als die Höhe Hm der Mittelelektrode 8 ist, um dem
erhöhten Verschleiß der Masseelektrode 1 Rechnung zu tragen.
[0017] Die beiden Elektroden 8, 9 sind durch einen Elektrodenspalt 10 voneinander getrennt,
der bei zunehmendem Verschleiß der Mittelelektrode 8 und insbesondere der Außenelektrode
9 größer wird, bis er einen Maximalwert erreicht, bei dem die Zündspannung über einen
zulässigen Wert steigt und die Zündkerze dann überarbeitet oder getauscht werden muss.
[0018] In Fig. 2 ist eine Elektrodenanordnung gemäß der Erfindung dargestellt, bei der die
Höhe Hm der Mittelelektrode 8 gegenüber dem Stand der Technik unverändert ist, die
Höhe Ha der Außenelektrode 11 allerdings größer als die Höhe Ha der Außenelektrode
9 des Standes der Technik ist.
[0019] Die Zündkerze ist in der dargestellten Ausführungsform von Fig. 2 und 3 so dimensioniert,
dass Hm = 0,4mm und Smax = 0,8mm ist, sodass sich für Ha = 2mm und für

[0020] Bei der bevorzugten Ausführungsform gemäß Fig. 2 besteht die Außenelektrode 11 aus
zwei Teilen 11a, 11b. Die beiden Teile 11a, 11b können unmittelbar aneinander anliegen.
Bevorzugt ist allerdings, wenn die beiden Teile 11a, 11b wie in Fig. 2 dargestellt
in Richtung der Längsachse 3 der Zündkerze einen Abstand voneinander aufweisen, da
in den Spalt 12 zwischen den beiden Teilen 11a, 11b Brennstoffgemisch gelangen kann,
womit die Zündung verbessert werden kann.
[0021] Die beiden Teile 11a, 11b sind auf einer Trägerplatte 7 aus einem geringerwertigen
Material angebracht, wobei die Trägerplatte 7 einen nicht dargestellen Vorsprung aufweisen
kann, der sich in den Spalt 12 erstreckt und der eine Montagehilfe für die beiden
Teile 11a, 11b bildet, indem er den Abstand zwischen den beiden Teilen 11a, 11b definiert.
[0022] Es könnten auch zwei voneinander beabstandete Trägerplatten, für jeden Teil 11a,
11b der Außenelektrode 11 eine, verwendet werden, was eine noch weiter verbesserte
Gemischzugänglichkeit im Bereich des Elektrodenspaltes 10 ergibt, wodurch die Zündwirkung
weiter verbessert werden kann.
[0023] In Fig. 3 ist eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Zündkerze dargestellt, bei
der die Außenelektrode 11 nur aus einem einzigen, ringförmigen Teil besteht.
[0024] In Fig. 3 ist zu sehen, dass sich bei der erfindungsgemäßen Zündkerze ein Verschleißbild
mit einem Zündspalt 10 ergibt, der auf Seite der Außenelektrode 11 eine bogenförmig
gekrümmte Stirnwand aufweist. Durch die vergrößerte Höhe Ha der Außenelektrode 11
ist allerdings eine höhere Materialreserve gegeben, wobei die Höhe Ha allerdings auf
ein Maß begrenzt ist, bei welcher eine nennenswerte Verlängerung der Lebensdauer zu
erwarten ist, jedoch die erhöhten Kosten durch die höhere Masse an hochwertigem Elektrodenmaterial
in vertretbaren Grenzen gehalten werden.
[0025] In Fig. 4 ist eine Stirnansicht der Zündkerzen mit einem ringförmigen Zündspalt 10
dargestellt, welche bei allen Varianten der Fig. 1 bis 3 gleich ist, da erfindungsgemäß
nur die Höhe der ringförmigen Außenelektrode 11 verändert wurde.
[0026] Bei der erfindungsgemäßen Zündkerze kann der Elektrodenspalt aber auch als Vieleck
ausgeführt sein. Generell ist die Geometrie der erfindungsgemäßen Zündkerze bzw. der
Elektroden nicht auf eine bestimmte Bauart beschränkt, sondern kann die Erfindung
bei allen Zündkerzenarten eingesetzt werden und daher auch bei Zündkerzen, bei denen
die Elektroden nicht im weitesten Sinne ringförmig um die Längsachse bzw. Mittelelektrode
der Zündkerze, sondern auch in anderen Richtungen oder Ebenen angeordnet sind.
[0027] Insbesondere ist es denkbar, die erfindungsgemäße Dimensionierung der Zündkerze bei
solchen Bauarten einzusetzen, bei denen eine einzige Mittelelektrode mit beispielsweise
rechteckiger oder runder Stirnfläche einer einzigen Mittelelektrode mit beispielsweise
rechteckiger oder runder Stirnfläche gegenüber liegt bzw. zwei oder mehrere derartige
Elektrodenpaare in einer einzigen Zündkerze vorhanden sind, wobei die Lage der Stirnfläche
mit Bezug zur Längsachse der Zündkerze nicht von wesentlicher Bedeutung für die Erfindung
ist.
[0028] Bei Elektroden mit einer runden Stirnfläche entspricht der Durchmesser der Elektroden
der erfindungsgemäßen Höhe Ha, Hm. Die Höhe der Elektroden kann weiters nicht nur
in Richtung der Längsachse 3 sondern auch quer dazu gemessen werden.
1. Zündkerze mit einer Mittelelektrode (8) und einer Außenelektrode (11), welche durch
einen Elektrodenspalt (10) voneinander getrennt sind, wobei die Mittelelektrode (8)
und die Außenelektrode (11) eine Höhe (Hm, Ha) aufweisen,
dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe (Ha) der Außenelektrode (11)

ist, wobei Hm die Höhe der Mittelelektrode (8) und Smax die Breite des maximal zulässigen
Elektrodenspalts (10) ist.
2. Zündkerze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittelelektrode (8) und die Außenelektrode (11) in Richtung ihrer Höhe (Hm, Ha)
symmetrisch angeordnet sind.
3. Zündkerze nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe (Ha) der Außenelektrode (11)

ist.
4. Zündkerze nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektrodenspalt (10) vieleckig ausgebildet ist.
5. Zündkerze nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektrodenspalt (10) ringförmig ausgebildet ist.
6. Zündkerze nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenelektrode (11) an einer Trägerplatte (7) montiert ist.
7. Zündkerze nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenelektrode (11) in Richtung ihrer Höhe (Ha) aus zwei Teilen (11a, 11b) besteht.
8. Zündkerze nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Teile (11a, 11b) einen Abstand voneinander aufweisen.
9. Zündkerze nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Teile (11a, 11b) an getrennten Trägerplatten montiert sind.
10. Zündkerze nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Zündkerze eine Längsachse (3) aufweist und dass die Höhe (Hm, Ha) in Richtung
der Längsachse (3) gemessen ist.
11. Zündkerze nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Zündkerze eine Längsachse (3) aufweist und dass die Höhe (Hm, Ha) quer zur Längsachse
(3) gemessen ist.