(19)
(11) EP 3 120 736 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
25.01.2017  Patentblatt  2017/04

(21) Anmeldenummer: 15177418.9

(22) Anmeldetag:  18.07.2015
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A47F 7/08(2006.01)
A47B 61/04(2006.01)
A43D 3/14(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
MA

(71) Anmelder: Schmitt, Daniel
69488 Birkenau (DE)

(72) Erfinder:
  • Schmitt, Daniel
    69488 Birkenau (DE)

(74) Vertreter: Staudt, Armin Walter 
Sandeldamm 24a
63450 Hanau
63450 Hanau (DE)

   


(54) MAGNETKRAFTGESTÜTZTES PRÄSENTATIONS- UND AUFBEWAHRUNGSSYSTEM FÜR SCHUHE UND DAFÜR GEEIGNETER SCHUHSPANNER


(57) Bisher bekannte magnetkraftgestützte Präsentations- und Aufbewahrungssysteme (1) für Schuhe (7) umfassen ein Basiselement (2) mit einer mindestens bereichsweise magnetisierbaren oder magnetischen, metallischen Fläche und ein Magnetelement (5, 35), das in elektromagnetischer Wechselwirkung mit der metallischen Fläche zur Fixierung des Schuhs (7) an dem Basiselement (2) beiträgt. Um hiervon ausgehend, eine ästhetisch ansprechende Halterung von Schuhen (7) verschiedener Schuhgrößen auf engem Raum auch ohne individuelle Anpassung der Halterung zu ermöglichen, wird vorgeschlagen, das Magnetelement (5, 35) so auszulegen, dass es gleichzeitig zur Anordnung innerhalb des Fuß-Aufnahmeraums des zu haltenden Schuhs (7) und zur Fixierung des Schuhs (7) geeignet ist.




Beschreibung

Technisches Gebiet



[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein magnetkraftgestütztes Präsentations- und Aufbewahrungssystem für einen Schuh mit Schuhboden, Schuhspitze, Schuhabsatz und einem Fuß-Aufnahmeraum, umfassend ein Basiselement, das mindestens bereichsweise eine magnetisierbare oder magnetische, metallische Fläche aufweist, und ein Magnetelement, das in elektromagnetischer Wechselwirkung mit der metallischen Fläche zur Fixierung des Schuhs an dem Basiselement beiträgt.

[0002] Außerdem betrifft die Erfindung einen Schuhspanner für den Einsatz in einem Präsentations- und Aufbewahrungssystem für einen Schuh, wobei der Schuhspanner ein in ein Schuhvorderteil einschiebbares vorderes Formstück umfasst.

[0003] Darüber hinaus betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Fixierung eines Schuhs mit Schuhboden, Schuhspitze, Schuhabsatz und einem Fuß-Aufnahmeraum auf einem Basiselement, das mindestens bereichsweise eine magnetisierbare oder magnetische, metallische Fläche aufweist, unter Einsatz eines Magnetelements, das in elektromagnetischer Wechselwirkung mit der metallischen Fläche zur Fixierung des Schuhs an dem Basiselement beiträgt.

Stand der Technik



[0004] Im gewerblichen Bereich werden derartige Einrichtungen typischerweise zur ansprechenden Präsentation von Schuhwaren in Schaufenstern, Verkaufsläden und Messeständen verwendet.

[0005] So schlägt beispielsweise die DE 92 05 043 U1 zur Darbietung von Schuhen auf Dekorationsflächen von Schaufenstern ein System vor, das eine Magnetwand aufweist, an der ein Trägerelement für den Schuh beliebig platziert werden kann. Zur Fixierung an der Magnetwand ist das Trägerelement mit einem Magneten ausgestattet.

[0006] Ein anderes Ladeneinrichtungssystem mit einem Ständer aus einem magnetisierbaren Material, auf welches Trägerelemente mittels Magneten aufsetzbar und fixierbar sind, ist aus der DE 10 2007 053 635 A1 bekannt. Die Trägerelemente dienen zur Halterung des zu präsentierenden Objektes, wie etwa Schuhwaren.

[0007] In der privaten Wohnung werden Schuhe häufig in mehr oder weniger sperrigen Regalen oder Schränken verstaut. Um den Platzbedarf zu verringern, lehrt die AT 12 823 U1 ein magnetisches Schuhaufbewahrungssystem, bei dem der Schuh auf einen modifizierten Spiralfederspanner aufgesteckt wird. Spiralfederspanner bestehen üblicherweise aus einem Formstück, das in ein Schuhvorderteil einschiebbar ist und aus einem Spannelement in Form einer metallischen Spiralfeder. Die AT 12 823 U1 schlägt vor, die metallische Spiralfeder zu entfernen und durch eine angeschraubte Magnetplatte zu ersetzen. Die Metallplatte wird anschließend an einer Metallwand fixiert und der zu haltende Schuh auf dem verbleibenden Schuhspanner-Formstück aufgesteckt. Der auf das Schuhspanner-Formstück aufgesteckte Schuh weist dabei jedoch - wenig ansehnlich - mit seiner Sohle nach außen.

[0008] Eine Verbesserung in dieser Hinsicht wird bei dem aus der JP H1037630 A bekannten Schuh-Haltesystem erreicht. Zur Halterung wird ein zweiteiliges Drahtbügelformteil eingesetzt, bei dem die einen freien Drahtenden einen Bügelbereich zum Eingriff in ein Schuhvorderteil formen und die anderen freien Drahtenden horizontal abgewinkelt in Bohrungen eines Magnetelements eingesteckt sind. Das Magnetelement ist an einer Metalltür fixiert. Der horizontal abgewinkelt verlaufende Abschnitt der Drahtenden hat eine Länge, die größer ist als die Höhe des Absatzes des zu haltenden Schuhs. Dadurch ist es möglich, dass der Absatz des Schuhs-mit auf dem Magnetelement anliegender Schuhsohle - von dem Drahtbügelformteil außen übergriffen und dadurch das Schuh-Vorderteil über den Bügelbereich gezogen werden kann.

[0009] Bügelbereich und horizontal abgewinkelt verlaufender Abschnitt des Drahtbügelformteils sind jeweils an die Abmessungen des zu haltenden Schuhpaares anzupassen. Das als Träger dienende Magnetelement ist sichtbar.

[0010] Ein ähnliches Erscheinungsbild ergibt sich auch bei dem häuslichen Aufbewahrungssystem, wie es aus der JP 2011-000213 A bekannt ist. Die Schuhe werden dabei ebenfalls an einem Träger so gehalten, dass sie mit ihrer Sohle (dem Schuhboden) gegen eine metallische Wandung weisen, wie etwa gegen eine Tür oder die Verkleidung eines Schreibtisches. Der Träger ist dabei als umlaufender Rechteckrahmen ausgeführt, dessen eine Längsseite zwecks lösbarer Verbindung mit der metallischen Wandung mit einem Magneten versehen ist. Der Rechteckrahmen ist an der Wandung so zu orientieren, dass sich eine in vertikaler Richtung durchgängige Öffnung ergibt, durch die hindurch ein Schuhpaar von oben und mit den Schuhspitzen nach unten weisend eingeführt werden kann.

[0011] Der als Träger dienende umlaufende Rechteckrahmen ist sichtbar. Seine Öffnungsweite ist so an die Abmessungen des jeweilig zu haltenden Schuhpaares angepasst, dass dieses nicht durch die Durchgangsöffnung hindurchrutschen kann. Die Halterung unterschiedlich großer Schuhe erfordert daher eine gewisse Individualisierung des Trägers, was entweder mit Fertigungsaufwand für die nachträgliche Anpassung oder mit aufwändiger Lagerhaltung gefragter Trägergrößen einhergeht.

Technische Aufgabe



[0012] Die bisher bekannten magnetkraftgestützten Schuh-Präsentations- und Aufbewahrungssysteme sind mit Schuh-Trägern ausgestattet, die entweder eine individuelle Anpassung an die Größen der zu haltenden Schuhe erfordern, für einen Betrachter sichtbar sind oder eine unvorteilhafte Orientierung der zu haltenden Schuhe erzwingen.

[0013] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Schuh-Präsentations- und Aufbewahrungssystem bereitzustellen, das eine ästhetisch ansprechende Halterung von Schuhen verschiedener Schuhgrößen auf engem Raum auch ohne individuelle Anpassung ermöglicht.

[0014] Weiterhin liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Schuhspanner bereitzustellen, der für den Einsatz in einem derartigen magnetkraftgestützten Schuh-Präsentations- und Aufbewahrungssystem vorteilhaft ausgelegt ist.

[0015] Darüber hinaus soll Verfahren angegeben werden, das eine ästhetisch ansprechende Halterung von Schuhen verschiedener Schuhgrößen auf engem Raum auch ohne individuelle Anpassung ermöglicht.

Allgemeine Beschreibung der Erfindung



[0016] Hinsichtlich des Schuh-Präsentations- und Aufbewahrungssystems wird diese Aufgabe ausgehend von einem System der eingangs genannten Gattung erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Magnetelement zur Anordnung innerhalb des Fuß-Aufnahmeraums und zur Fixierung des Schuhs an dem Basiselement ausgelegt ist.

[0017] Die magnetkraftgestützte Halterung des Schuhs beruht auf elektromagnetischer Wechselwirkung zwischen dem Magnetelement und der metallischen Fläche des Basiselements. Zur Ausbildung der elektromagnetischen Wechselwirkung genügt es, wenn entweder das Magnetelement oder die metallische Fläche als Permanent- oder als Elektromagnet wirkt; das jeweils andere Element kann lediglich magnetisierbar sein, also beispielsweise aus einem ferromagnetischen aber nicht unbedingt magnetischen Werkstoff bestehen.

[0018] Im Unterschied zu den bekannten magnetkraftgestützten Schuhhalterungen ist bei der Erfindung mindestens ein Magnetelement vorgesehen und so ausgelegt, dass es beim bestimmungsgemäßen Einsatz innerhalb des Fuß-Aufnahmeraums angeordnet ist. Die Feldlinien des zur Schuhhalterung beitragenden Magnetfeldes verlaufen somit vom Magnetelement zum Basiselement durch eine Schuhwandung hindurch; beispielsweise durch den Schuhboden, wenn die Schuhsohle am Basiselement anliegt. Das dafür ausgelegte Magnetelement hat einerseits eine geringe Größe, die eine Anordnung im Fuß-Aufnahmeraum erlaubt. Andererseits ist es zur Fixierung des Schuhs an dem Basiselement ausgelegt, so dass es in Kombination mit dem Basiselement über eine magnetische Energiedichte verfügt, die ausreicht, um den Schuh durch die Schuhwandung hindurch zu fixieren. Die magnetische Energiedichte ist die auf das Volumen des Magnetelements bezogene magnetische Energie. Ein für die vorliegende Anwendung angepasstes Maß für die magnetische Energie ist die Zugkraft, die erforderlich ist, um Magnetelement und Basiselement voneinander zu lösen. Sie skaliert in erster Näherung mit dem Volumen des Magnetelements. Je größer das Volumen, umso höher ist die Zugkraft (bei gleicher magnetischer Energiedichte). Die magnetische Feldstärke (die Magnetfeldlinien) und damit die Zugkraft werden durch die Schuhwandung - je nach Art und Dicke - geschwächt.

[0019] Das Magnetelement-Volumen kann nicht beliebig groß sein, sondern es ist durch den zur Verfügung stehenden Fuß-Aufnahmeraum begrenzt. In Anbetracht dieser Volumenbegrenzung und der genannten Schwächung der Feldstärke ist die magnetische Energiedichte handelsüblicher Permanentmagnete aus Stahl, hartmagnetischen Ferriten oder Aluminium-Nickel-Kobalt-Legierungen in der Regel zu gering, um eine sichere Schuhhalterung zu gewährleisten. Magnetwerkstoffe mit hoher magnetischer Energiedichte sind beispielsweise Selten-erd-Magnetlegierungen mit den typischen Legierungsbestandteilen Eisen, Kobalt, Nickel und Seltenerdmetall (Neodym, Samarium, Praseodym, Dysprosium, Terbium, Gadolinium, Yttrium), dabei insbesondere Zusammensetzungen aus Neodym-Eisen-Bor und Samarium-Kobalt-Eisen, sowie Legierungen aus Wismut, Mangan und Eisen (bekannt als "Bismano").

[0020] Die Anordnung des Magnetelements im Fuß-Aufnahmeraum ermöglicht es, auf einen separaten magnetgestützten Träger zur Halterung des Schuhs zu verzichten. Verschwindet das Magnetelement vollständig im Fuß-Aufnahmeraum, ist für einen Betrachter die Halterung nicht sichtbar und für ihn scheint der Schuh am Basiselement zu kleben.

[0021] Das Basiselement besteht aus einem Teil oder aus mehreren Teilen. Die metallische Fläche ist integraler Bestandteil des Basiselements oder sie bildet eine Schicht auf einem Grundkörper. Im zuerst genannten Fall ist das Basiselement aus einem magnetischen oder magnetisierbaren Metall ausgeführt, im letztgenannten Fall wird das Basiselement von Grundkörper und metallischer, magnetischer oder magnetisierbarer Schicht, die geschlossen oder unterbrochen sein kann, gebildet. Die metallische Fläche bildet gleichzeitig eine Oberfläche des Basiselements oder sie ist von einem Film überdeckt, wie etwa einer Lackschicht.

[0022] Das Basiselement stellt nicht nur die metallische Fläche zur Fixierung, sondern auch eine Aufnahme oder Standfläche für den zu haltenden Schuh beziehungsweise für mehrere zu haltende Schuhen bereit. Es bestimmt maßgeblich die Position und Orientierung des gehaltenen Schuhs. Geometrie und designierte räumliche Anordnung des Basiselements sind im Hinblick auf einen geringen Platzbedarf so aufeinander abgestimmt, dass die vom Basiselement bereitgestellte Standfläche für den Schuh vertikal oder in einem spitzen Winkel (< 45°) geneigt zur Vertikalebene verläuft. Der Winkelbereich zwischen 0 und 45 Grad für die Orientierung der Standfläche in Bezug zur Vertikalebene wird im Folgenden der Einfachheit halber als "Vertikalorientierung" bezeichnet.

[0023] Im Hinblick auf die Eignung des Basiselements für den Einsatz im erfindungsgemäßen Präsentations- und Aufbewahrungssystem gilt: es hat in Kombination mit dem Magnetelement eine magnetische Energiedichte, die ausreicht, um den Schuh durch die Schuhwandung hindurch zu fixieren. Geeignete permanentmagnetische Legierungen sind weiter oben im Zusammenhang mit dem Magnetelement erläutert.

[0024] Es hat sich besonders bewährt, wenn das Magnetelement zur Anordnung auf dem Schuhboden im Bereich der Schuhspitze ausgelegt ist.

[0025] Zur Halterung des Schuhs genügt ein Magnetelement, das unmittelbar oder mittelbar- über einen Zwischenelement - auf dem Schuhboden aufliegt. Die Feldlinien der elektromagnetischen Wechselwirkung verlaufen somit durch den Schuhboden im Bereich der Schuhspitze. Dort ist der Schuhboden in der Regel dünn im Vergleich zum Schuh-Absatz, so dass die Magnetfeldstärke durch den Schuhboden vergleichsweise wenig abgeschwächt wird. Die punktuelle Fixierung mittels Magnetelement an der Schuhspitze lässt eine Drehbewegung um den Fixierungspunkt zu. Da der Massenschwerpunkt eines Schuhs grundsätzlich näher am Schuhabsatz als an der Schuhspitze liegt, führt die alleinige drehbare Fixierung an der Schuhspitze bei "Vertikalorientierung" des Schuhs dazu, dass infolge der Schwerkraft die Schuhspitze nach oben und der Schuhabsatz nach unten weisen.

[0026] Die erforderliche hohe Zugkraft zwischen Basiselement und Magnetelement kann dazu führen, dass das Abnehmen des Magnetelements vom Basiselement schwierig und unter Umständen sogar nur mit einem Werkzeug zu bewerkstelligen ist. Dies gilt besonders dann, wenn Magnetelement und Basiselement unmittelbar in Kontakt miteinander gelangen, also ohne Zwischenlage eines Schuhbodens oder einer anderen Unterlage, wie es etwa bei der Ablage des Magnetelements auf der Metallfläche des Basiselements zur späteren Verwendung geschehen kann.

[0027] Im Hinblick darauf ist das Magnetelement vorzugsweise mit einem Handhabungselement verbunden.

[0028] Das Handhabungselement erleichtert das Einsetzen des Magnetelements in den Fuß-Aufnahmeraum und insbesondere das Abnehmen des Magnetelements vom Basiselement. Es ist beispielsweise als Griffstück ausgeführt, das den eigentlichen Magnetkörper teilweise umschließt.

[0029] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Präsentations- und Aufbewahrungssystems ist vorgesehen, dass das Handhabungselement als Schuhspanner ausgelegt ist.

[0030] Das Magnetelement ist dabei fester oder lösbarer Bestandteil eines Schuhspanners zum Einsatz in dem zu haltenden Schuh. Der Schuhspanner umfasst ein auch als Vorderblatt bezeichnetes Formstück, das in das Schuhvorderteil eingeschoben wird. Durch Einschieben des Formstücks in den Schuh gelangt gleichzeitig das daran oder darin fixierte Magnetelement reproduzierbar an ein und dieselbe Position innerhalb des Fuß-Aufnahmeraums.

[0031] Vorzugsweise ist dabei das Magnetelement zur Aufnahme in einer Ausnehmung des Schuhspanners ausgelegt. Schuhspanner-Aufnahme und Magnetelement sind entweder lösbar und bilden gegebenenfalls eine form- oder reibschlüssig aufeinander abgestimmte Fügeverbindung, oder das Magnetelement ist integraler Bestandteil des Schuhspanners und beispielsweise in die Aufnahme fest eingeklebt. Die Aufnahme befindet sich dabei bevorzugt in einem Bereich des Schuhspanners, der beim bestimmungsgemäßen Einsatz am Schuboden anliegt.

[0032] Zur Aufbewahrung für den bestimmungsgemäßen Einsatz kann das Magnetelement oder es können mehrere Magnetelemente am Basiselement sichtbar gehalten werden. Auch beim Einsatz zur Schuhhalterung selbst kann das Magnetelement mindestens teilweise für einen Betrachter sichtbar sein. Für ein ästhetisch besonders ansprechendes Haltesystem ist das Magnetelement bevorzugt als Schmuckelement ausgeführt. Zu diesem Zweck wird die nach außen weisende Oberfläche des Magnetelements beispielsweise von einer farblich gestalteten oder strukturierten Abdeckung gebildet. Alternativ oder ergänzend dazu zeigt das Magnetelement optische Markierungen oder Kennzeichnungen, die beispielsweise Lage, Orientierung oder Eignung beim Einsatz oder Informationen zu seiner Magnetstärke oder Größe anzeigen oder repräsentieren.

[0033] Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Präsentations- und Aufbewahrungssystems ist das Basiselement als selbsttragender Hohlkörper ausgebildet.

[0034] Auf eine separate Befestigung des Basiselements an Boden, Wand oder Decke kann dabei verzichtet werden. Das Basiselement ist beispielsweise als Kubus, Hohlzylinder, Pyramide oder Gestell ausgelegt und kann nach Bedarf auf dem vorgesehenen Platz positioniert oder von dort entfernt werden. Die Ausführung als Hohlkörper ergibt eine im Vergleich zum massiven Vollkörper filigranere Erscheinung und ein geringeres Gewicht.

[0035] Andererseits erfordert die selbsttragende Ausführung des Basiselements ein gewisses Volumen und einen dementsprechenden Raumbedarf.

[0036] Diesen Nachteil vermeidet eine andere geeignete Ausführungsform des Präsentations- und Aufbewahrungssystem, bei der das Basiselement als Platte ausgebildet ist.

[0037] Das plattenförmige Basiselement beansprucht wenig Platz. Es besteht aus magnetischem oder magnetisierbarem Metall oder es weist eine magnetische oder magnetisierbare, metallische Fläche auf, die ist einseitig oder beidseitig ausgeführt ist. Abgesehen von etwaigen Kanten oder Rastmitteln ist die Platte eben oder gewölbt. Optional ist sie ist mit Befestigungs- oder Stützmitteln zur hängenden oder stehenden Lagerung oder zur Befestigung an einer vertikalen Wand- oder Möbelfläche ausgelegt. In der Regel ergibt sich eine vertikale oder annähernd vertikale Orientierung der Planseiten und damit der metallischen Fläche und damit einhergehend eine "Vertikalorientierung" für den zu haltenden Schuh.

[0038] Eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Präsentations- und Aufbewahrungssystem zeichnet sich dadurch aus, dass das Basiselement als faltbarer oder rollbarer Behang ausgeführt ist.

[0039] Der Behang umfasst mindestens eine metallische Schicht, die entweder magnetisierbar oder magnetisch ist, wie etwa eine Magnetfolie, und die die metallische Fläche bildet. Der Behang kann in dem zur Verfügung stehenden Raum relativ einfach so ausgelegt, aufgehängt, aufgespannt oder ausgebreitet werden, dass sich eine vertikale oder annähernd vertikale Orientierung der metallischen Oberfläche ergibt. Im gefalteten oder aufgerollten Zustand erfordert er wenig Stauraum.

[0040] Es hat sich auch als günstig erwiesen, wenn das Basiselement mit einer Rastkontur zur Abstützung des Schuh-Absatzes versehen ist.

[0041] Die Rastkontur trägt zur Stützung des Schuhs von unten und zur Einhaltung einer vorgegebenen Orientierung bei. Dies ist insbesondere hilfreich, wenn der Schuh um einen Lagerpunkt verdrehbar ist, wie etwa im Fall der Fixierung des Schuhs an dem Basiselement mit nur einem Magnetelement. Die Rastkontur kann mehrere punktuelle oder gestreckte Rastelemente umfassen, die auf dem Basiselement in einem vorgegebenen Muster verteilt sind. Die Rastkontur ist entweder fest vorgegeben oder sie wird individuell an den Bedarf angepasst, wobei die Rastelemente im letztgenannten Fall auf dem Basiselement versetzbar sind.

[0042] Bevorzugt umfasst die Rastkontur eine waagerecht verlaufende und auf das Basiselement aufgesetzte Absatzstützleiste oder eine in das Basiselement eingearbeitete Kante.

[0043] Die mindestens eine Leiste beziehungsweise die mindestens eine Kante bewirken eine optische Aufteilung einer ansonsten ebenen metallischen Fläche des Basiselements, so dass den Rastelementen neben der Stützfunktion auch eine ästhetische Wirkung zukommt.

[0044] Beim erfindungsgemäßen Präsentations- und Aufbewahrungssystem ist das Basiselement bevorzugt mit einem Anschluss an eine elektrische Stromversorgung ausgestattet.

[0045] Die Stromversorgung dient beispielsweise dazu, die metallische Fläche des Basiselements als Elektromagnet betreiben zu können, zur Beleuchtung des Präsentations- und Aufbewahrungssystems oder zur Installation eines Alarmsystems.

[0046] Hinsichtlich des Schuhspanners wird die oben genannte Aufgabe ausgehend von einem Schuhspanner der eingangs genannten Gattung erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das vordere Formstück eine Ausnehmung aufweist, in die ein Magnetelement eingesetzt ist.

[0047] Übliche Schuhspanner sind aus mehreren Teilen zusammengesetzt. Das vordere Formstück wird in das Schuhvorderteil unter leichtem Druck mittels eines Spannelements, das mit dem Vorderblatt verbunden ist, eingeschoben. Das Spannelement ist beispielsweise als Spiralfeder ausgeführt, bei hochwertigen Schuhspannern auch als Teleskopfeder oder Gewindeelement zwischen dem Vorderblatt und einem optionalen hinteren Formstück (Fersenstück).

[0048] Von den bekannten Schuhspannern unterscheidet sich der Schuhspanner gemäß der Erfindung dadurch, dass das vordere Formstück mit mindestens einem Magnetelement form-, kraft- oder stoffschlüssig verbunden ist. Das Magnetelement umfasst einen Magneten oder ein Bauteil aus einem ferromagnetischen Werkstoff und ist in Zusammenspiel mit einem Basiselement aus einem magnetischen oder magnetisierbaren Werkstoff geeignet, einen Schuh an dem Basiselement zu fixieren. Zu diesem Zweck wird der Magnet zusammen mit dem Schuhspanner in den Fuß-Aufnahmeraum des zu haltenden Schuhs eingeführt. Durch Einschieben des vorderen Formstücks in den Schuh gelangt gleichzeitig das daran oder darin fixierte Magnetelement reproduzierbar an ein und dieselbe Position innerhalb des Fuß-Aufnahmeraums.

[0049] Das Magnetelement hat eine Größe, die eine Anordnung im Fuß-Aufnahmeraum erlaubt, und er hat in Kombination mit dem Basiselement eine magnetische Energiedichte, die ausreicht, um den Schuh durch die Schuhwandung hindurch auf dem Basiselement zu fixieren.

[0050] Zur Aufnahme des Magnetelements hat der Schuhspanner eine Ausnehmung, die vorzugsweise eine Öffnung in Richtung des Schuhbodens des zu haltenden Schuhs aufweist. Diese Richtung ist durch die Konstruktion des Schuhspanners eindeutig festgelegt. Die Ausnehmung befindet sich dabei bevorzugt in einem Bereich des Schuhspanners, der beim bestimmungsgemäßen Einsatz am Schuhboden anliegt. Schuhspanner-Ausnehmung und Magnetelement sind entweder lösbar und bilden gegebenenfalls eine form- oder reibschlüssig aufeinander abgestimmte Fügeverbindung, oder das Magnetelement ist integraler Bestandteil des Schuhspanners und beispielsweise in die Ausnehmung eingeklebt.

[0051] Hinsichtlich des Verfahren wird die oben angegebene Aufgabe ausgehend von einem Verfahren der eingangs genannte Gattung erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Magnetelement innerhalb des Fuß-Aufnahmeraums angeordnet wird.

[0052] Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird das Magnetelement innerhalb des Fuß-Aufnahmeraums angeordnet, so dass die Feldlinien des zur Schuhhalterung beitragenden Magnetfeldes vom Magnetelement zum Basiselement durch eine Schuhwandung hindurch verlaufen. Dadurch kann auf einen separaten magnetgestützten Träger zur Halterung des Schuhs (wie bei den bekannten Haltemethoden) verzichtet werden. Der Schuh wird dabei so auf dem Basiselement fixiert, dass seine Standfläche auf dem Basiselement vertikal oder in einem spitzen Winkel (< 45°) geneigt zur Vertikalebene verläuft.

[0053] Das erfindungsgemäße Präsentations- und Aufbewahrungssystem ist für den

[0054] Einsatz in diesem Verfahren ausgelegt. Die spezifischen und bevorzugten Ausgestaltungen dieses Systems sind auch spezifische und bevorzugte Ausgestaltungen des Verfahrens und die oben zu diesem System gegebenen Erläuterungen gelten auch für das erfindungsgemäße Verfahren.

Ausführungsbeispiel



[0055] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen und einer Zeichnung näher erläutert. Im Einzelnen zeigt dabei in schematischer Darstellung:
Figur 1
eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Präsentations- und Aufbewahrungssystems mit vertikaler Ausrichtung des Basiselements in einer Seitenansicht,
Figur 2
die Ausführungsform des erfindungsgemäßen Präsentations- und Aufbewahrungssystems von Figur 1 aber mit einer zur Vertikalen geneigten Ausrichtung des Basiselements in einer Seitenansicht,
Figur 3
eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Präsentations- und Aufbewahrungssystems mit einem Magnetelement, das in einem Schuhspanner aufgenommen ist,
Figur 4
einen Schuhspanner mit integriertem Magneten gemäß der Erfindung in einer Draufsicht,
Figur 5
den Schuhspanner von Figur 4 in einem Schnitt entlang der Linie A-A,
Figur 6
einen Schuhspanner mit integrierten ferromagnetischen Metallelementen gemäß der Erfindung in einer Draufsicht eine und,
Figur 7
das erfindungsgemäße Präsentations- und Aufbewahrungssystems in Frontalansicht.


[0056] Bei dem in den Figuren 1 und 2 dargestellten Schuh-Aufbewahrungssystem 1 ist ein Basiselement in Form einer 1,5 mm dicken Platte 2 aus ferritischem, magnetisierbarem Edelstahl vorgesehen. Im Bereich der unteren Plattenkante 4 ist eine Stützleiste 3 aus magnetischem Werkstoff abnehmbar aufgesetzt. Die Stützleiste 3 hat Rechteckquerschnitt (2 mm x 3 mm) und sie erstreckt sich über die gesamte Breite der Platte 2 (wie auch in Figur 7 gezeigt).

[0057] Außerdem umfasst das Schuh-Aufbewahrungssystem 1 eine Vielzahl von Neodym-Permanentmagneten 5 (siehe auch Figur 5), die aus einer Legierung aus Eisen, Bor und Neodym bestehen und die mit einer glänzenden Nickelschicht überzogen sind. Die Neodym-Magnete 5 sind in unterschiedlichen Größen und Formen, insbesondere in Scheiben- und Quaderform vorhanden. Einer der Neodym-Magnete 5 ist im Fuß-Aufnahmeraum 6 eines Halbschuhs 7 mit Schuhgröße 45 angeordnet, der mit seiner Schuhsohle 8 an der Edelstahlplatte 2 anliegt und mit seinem Absatz 9 an der Oberkante des Stützleiste 3 aufliegt.

[0058] Nachfolgend werden die Funktionen der einzelnen Bestandteile (2, 3, 5) des Schuh-Aufbewahrungssystems 1 erläutert.

[0059] Die Edelstahlplatte 2 stellt eine Standfläche 10 für eine Vielzahl von zu haltenden Schuhen 7 auf engem Raum sowie eine metallische Oberfläche für deren Fixierung bereit. Je nach Orientierung der Edelstahlplatte 2 - sie ist beispielsweise an einer vertikalen Wand befestigt (wie in Figur 1 gezeigt) oder sie ist auf dem Boden stehend gegen eine Wand gelehnt (wie in Figur 2 gezeigt) - ist die Standfläche 10 vertikal oder annähernd vertikal orientiert. Im letztgenannten Fall beträgt der Winkel zwischen der Standfläche 10 in Bezug zur Vertikalebene maximal 45 Grad; wie dies der in Figur 2 eingetragene Winkel α andeutet.

[0060] Der Neodym-Permanentmagnet 5 ist am Schuhboden aufliegend im Bereich der Schuhspitze angeordnet. Er ist so klein, dass er in den Fuß-Aufnahmeraum 6 des zu haltenden Schuhs 7 passt und darin vollständig verschwindet. Die zur Halterung des Schuhs 7 erforderliche Zugkraft hängt vom Gewicht des Schuhs 7 und von der Dicke und Art der Schuhsohle 8 ab. Im Ausführungsbeispiel ist ein Schuh 7 mit einem Gewicht etwa 450 g und einer Ledersohle 8 mit einer Dicke von etwa 3 mm zu halten. Der Magnet 5 ist als Rundscheibe mit einem Durchmesser von 25 mm und einer Dicke von 7 mm ausgelegt, dessen nominale Zugkraft etwa 12 kg beträgt. Diese Zugkraft genügt zur punktuellen Fixierung des Schuhs 7 an der Standfläche 10.

[0061] Die Stützleiste 3 dient zur Ausrichtung und ergänzenden Abstützung des Schuh-absatzes 9.

[0062] Die Anordnung des Neodym-Permanentmagneten 5 im Fuß-Aufnahmeraum 6 ermöglicht es, auf einen separaten magnetgestützten Träger zur Halterung des Schuhs zu verzichten. Der Magnet 5 ist für einen Betrachter nicht sichtbar und für ihn scheint der Schuh an der Edelstahlplatte 2 zu kleben. Insgesamt ergibt sich dadurch eine optisch-ästhetisch ansprechende Art und Weise der Schuhhalterung auf engem Raum.

[0063] Bei dem in Figur 3 gezeigten Präsentations- und Aufbewahrungssystem 31 für Schuhe sind für gleiche oder äquivalente Bestandteile und Bauteile des Systems die gleichen Bezugsziffern verwendet wie in Figur 1. Eine Besonderheit des Systems 31 liegt darin, dass in den zu haltenden Schuh 7 ein Schuhspanner 30 für Schuhgröße 45 eingeschoben ist, der eine Ausnehmung aufweist, in die ein Neodym-Permanentmagnet 35 eingeklebt ist.

[0064] Bei dem Schuhspanner 30 ist ein Vorderblatt 34 über eine metallische Spiralfeder 32 mit einem Fersenstück 33 verbunden. In üblicher Weise wird das Vorderblatt 34 mittels der Spiralfeder 32 unter leichtem Druck in das Schuh-Vorderteil und das Fersenstück 33 gegen die Innenseite der Schuh-Hinterkappe gepresst. Die Ausnehmung zur Aufnahme des Permanentmagneten 35 ist an der Unterseite des Vorderblatts 34 vorgesehen, so dass es möglichst dicht am Schuhboden anliegt. Da bei üblichen Schuhspannern die dem Schuhboden 41 (siehe Figur 5) zugewandte Vorderblatt-Unterseite 37 (siehe Figur 5) eine Auskehlung oder Auswölbung nach oben hat, kann sich zwischen Schuhboden 51 und Magnet 35 ein Spalt ergeben.

[0065] Der Schuhspanner 30 wird anhand der Figuren 4 und 5 noch näher erläutert. Er erfüllt mehrere Funktionen. Zum einen stabilisiert er die Form des Schuhs 7, wie auch sonst üblich, und zum anderen nimmt er den Magneten 35 auf und gewährleistet reproduzierbar dessen korrekte Positionierung innerhalb des Fuß-Aufnahmeraums, um den optimalen Kraftschluss zur Edelstahlplatte 2 sicher zu stellen.

[0066] Das Gesamtgewicht von Schuh 7 und Schuhspanner 30 liegt bei 650 g. Zur Halterung dieses Gewichts (bei einer Sohlendicke von 3 mm und einem Spalt zwischen Magnet 35 und Schuhboden von 1 mm) ist der Magnet 35 als Rundscheibe mit einem Durchmesser von 30 mm und einer Dicke von 15 mm ausgelegt, dessen nominale Zugkraft etwa 23 kg beträgt. Diese Zugkraft genügt zur punktuellen Fixierung des Schuhs 7 mittels des Schuhspanners 30 an der Standfläche 10. Figur 4 zeigt den Schuhspanner 30, in welchen der Magnet 35 integriert ist. Größe, Kraft und Position des Magneten 35 sind so gewählt, dass der Schuh 7 optimal an der Edelstahlplatte 2 haftet. Der Schuhspanner 30 setzt sich aus drei Teilen zusammen, nämlich dem aus Buchenholz gefertigten Vorderblatt 34, das über eine metallische Spiralfeder 32 mit dem Fersenstück 33 verbunden ist, das ebenfalls aus Buchenholz besteht. Die beim bestimmungsgemäßen Einsatz zur Schuhstraffung auf dem Schuhboden 41 aufliegende Unterseite 37 des Vorderblatts 34 ist mit einer im Querschnitt runden Ausnehmung 36 mit einem Durchmesser von 30,5 mm versehen, die eine nach unten (in Richtung des Schuhbodens 41) weisende Öffnung hat, in die der Magnet 35 eingeklebt ist.

[0067] Die Querschnittsdarstellung von Figur 5 zeigt schematisch die Auflage der Unterkante 38 des Vorderblatts 34 auf dem Schuhboden 41 (im Ausschnitt und lediglich angedeutet). Die Tiefe der Ausnehmung 36 und die Höhe des darin eingeklebten Magneten 35 sind dabei so aufeinander abgestimmt, dass sich zwischen dem Magneten 35 und dem Schuhboden 41 ein möglichst kleiner Spalt ergibt; im Idealfall liegen Unterkante 38 und Unterseite 39 des Magneten 35 auf derselben Höhenebene, so dass überhaupt kein Spalt vorhanden ist. Beim dem in Figur 5 gezeigten Ausführungsbeispiel ist außerdem die Tiefe der Ausnehmung 26 so gewählt, dass der Neodym-Permanentmagnet 35 mit seiner halben Höhe darin aufgenommen wird.

[0068] Bei einer alternativen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schuhspanners ist anstelle des Magneten 35 ein Magnetelement aus einem nicht-magnetischen, aber ferromagnetischen Werkstoff in den Schuhspanner eingesetzt, wobei in dem Fall anstelle der magnetisierbaren Edelstahlplatte 2 ein Basiselement aus einem magnetischen Werkstoff zur Aufnahme und Halterung des Schuhs vorgesehen ist, um die zur Schuh-Halterung erforderliche elektromagnetische Wechselwirkung mit dem Magnetelement zu erzielen..

[0069] Figur 6 zeigt eine dafür geeignete Ausführungsform des erfindungsgemäßen Schuhspanners 60 in einer Ansicht auf dessen Unterseite (dem Schuhboden zugewandt), Im Unterschied zu der in Figur 4 gezeigten Ausführungsform ist diese mit zwei Ausnehmungen 66, 68 versehen, in die jeweils ein ferromagnetisches Metallteil 65, 67 eingeklebt ist. Eine der Ausnehmungen (66) hat einen runden Querschnitt und ist entsprechend der Aufnahme 36 der Ausführungsform von Figur 4 ausgeführt. Diese (66) dient zur Aufnahme eines zylinderförmigen Metallteils 65 mit rundem Querschnitt mit einem Außendurchmesser von 30 mm und einer Dicke von 15 mm. Die andere Ausnehmung 68 ist an der Spitze des Schuhspanners 60 in U-Form ausgeführt. Sie dient zur Aufnahme eines U-förmigen Metallteils 67 mit einer Breite von 10 mm und einer Dicke von 10 mm. Die Tiefen der beiden Ausnehmungen 66 und 68 sowie die Dicken der darin eingeklebten Metalteile 65; 67 sind so aufeinander abgestimmt, dass die nach außen weisenden, freien Stirnseiten der Metallteile 65, 67 in etwa der gleichen Höhen-Ebene wie die Unterkante 38 des Vorderblatts 34 verlaufen.

[0070] Der Schuhspanner 60 ist für den Einsatz mit einem Basiselement ausgelegt, das vollständig oder bereichsweise aus magnetischem Werkstoff besteht, so dass die ferromagnetischen Metallteile 65: 67 des erfindungsgemäßen Schuhspanners 60 durch elektromagnetische Wechselwirkung an dem magnetischen Basiselement fixiert und gehalten werden.

[0071] Figur 7 zeigt exemplarisch eine Frontalansicht des Präsentations- und Aufbewahrungssystems 1 zur magnetkraftgestützten Halterung einer Vielzahl von Schuhen 7. Das Basiselement besteht vollständig aus ferromagnetischem Edelstahl oder es weist an definierten Stellen magnetische oder ferromagnetische Flächenbereiche auf, die mit den Magneten wechselwirken, die in den jeweiligen Fuß-Aufnahmeräumen des Schuhs eingesetzt sind und die den Schuh in der gewünschten Position halten. Form, Größe und Material des Basiselementes, der Rastelemente und der Magnete sind einerseits an die gewünschte Anzahl von zu haltenden Schuhen und andererseits an Designanforderungen anpassbar. Eine Anzahl von Magneten 42 unterschiedlicher Stärken und Formen, Farben und Größen werden auf der Edelstahlplatte 2 auf Vorrat für ihren Einsatz bereitgestellt. Die Magnete 42 sind so stark, dass sie bei direktem Kontakt mit der Edelstahlplatte 2 nicht ohne weiteres von ihr abgenommen werden können. Sie sind daher mit einem überstehenden Oberrand versehen, der zum Abnehmen des Magneten von einem Griffstück oder eine anderen Handhabe untergriffen werden kann. Ergänzend dazu sind scheibenförmige Unterlagen (nicht dargestellt) aus Leder oder Filz vorgesehen, die das Abnehmen zusätzlich erleichtern.


Ansprüche

1. Magnetkraftgestütztes Präsentations- und Aufbewahrungssystem (1) für einen Schuh (7) mit Schuhboden (41), Schuhspitze, Schuhabsatz (9) und einem Fuß-Aufnahmeraum (6), umfassend ein Basiselement (2), das mindestens bereichsweise eine magnetisierbare oder magnetische, metallische Fläche aufweist, und ein Magnetelement (5; 35), das in elektromagnetischer Wechselwirkung mit der metallischen Fläche zur Fixierung des Schuhs (7) an dem Basiselement (2) beiträgt, dadurch gekennzeichnet, dass das Magnetelement (5; 35) zur Anordnung innerhalb des Fuß-Aufnahmeraums (6) und zur Fixierung des Schuhs (7) an dem Basiselement (2) ausgelegt ist.
 
2. Präsentations- und Aufbewahrungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Magnetelement (5; 35) zur Anordnung auf dem Schuhboden (41) im Bereich der Schuhspitze ausgelegt ist.
 
3. Präsentations- und Aufbewahrungssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Magnetelement (5; 35) oder das Basiselement (2) einen Magneten aus einer Seltenerd-Magnetlegierung oder aus einer Wismut-Mangan-Eisen-Legierung enthält.
 
4. Präsentations- und Aufbewahrungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Magnetelement (5; 35) mit einem Handhabungselement verbunden ist.
 
5. Präsentations- und Aufbewahrungssystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Handhabungselement als Schuhspanner (30) ausgelegt ist.
 
6. Präsentations- und Aufbewahrungssystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Magnetelement (35) in einer Ausnehmung (36) des Schuhspanners (30) aufgenommen ist.
 
7. Präsentations- und Aufbewahrungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Magnetelement (5; 35) als Schmuckelement ausgeführt ist.
 
8. Präsentations- und Aufbewahrungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Basiselement als selbsttragender Hohlkörper ausgebildet ist.
 
9. Präsentations- und Aufbewahrungssystem, nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Basiselement (2) als Platte ausgebildet ist.
 
10. Präsentations- und Aufbewahrungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Basiselement (2) mit einer Rastkontur (3) zur Abstützung des Schuh-Absatzes (9) versehen ist.
 
11. Präsentations- und Aufbewahrungssystem nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastkontur (3) eine waagerecht verlaufende und auf das Basiselement (2) aufgesetzte Absatzstützleiste oder eine in das Basis-element eingearbeitete Kante umfasst.
 
12. Präsentations- und Aufbewahrungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Basiselement mit einem Anschluss an eine elektrische Stromversorgung ausgestattet ist.
 
13. Schuhspanner für den Einsatz in einem Präsentations- und Aufbewahrungssystem für einen Schuh, wobei der Schuhspanner ein in ein Schuhvorderteil einschiebbares vorderes Formstück (34) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass das Formstück (34) eine Ausnehmung (36) aufweist, in die ein Magnetelement (35) eingesetzt ist.
 
14. Schuhspanner nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (36) eine Öffnung in Richtung eines Schuhbodens (41) aufweist.
 
15. Verfahren zur Fixierung eines Schuhs (7) mit Schuhboden (41), Schuhspitze, Schuhabsatz (9) und einem Fuß-Aufnahmeraum (6) auf einem Basiselement (2), das mindestens bereichsweise eine magnetisierbare oder magnetische, metallische Fläche aufweist, unter Einsatz eines Magnetelements (5; 35), das in elektromagnetischer Wechselwirkung mit der metallischen Fläche zur Fixierung des Schuhs (7) an dem Basiselement (2) beiträgt, dadurch gekennzeichnet, dass das Magnetelement (5; 35) innerhalb des Fuß-Aufnahmeraums (6) angeordnet wird.
 




Zeichnung










Recherchenbericht









Recherchenbericht




Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente