HINTERGRUND DER ERFINDUNG
GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Beschichtung mindestens einer
Dichtrippe eines Bauteils einer Strömungsmaschine und insbesondere einer Schaufelspitze
einer Schaufel einer Strömungsmaschine mit einer Panzerung. Darüber hinaus betrifft
die vorliegende Erfindung ein Bauteil und insbesondere eine Schaufel einer Strömungsmaschine
mit mindestens einer, vorzugsweise mehreren Dichtrippen an der Schaufelspitze mit
einer Panzerung auf der oder den Dichtrippen, wobei die Panzerung eine MCrAlY - Schicht
umfasst, wobei M Nickel und/oder Kobalt ist.
STAND DER TECHNIK
[0002] Bei Strömungsmaschinen, wie stationären Gasturbinen oder Flugtriebwerken, strömt
Fluid, wie Luft oder Verbrennungsgase, durch einen Strömungskanal, wobei das Fluid
auf dem Weg durch den Strömungskanal in Wechselwirkung mit Leit- und Laufschaufeln
tritt, die im Strömungskanal angeordnet sind. Während die Leitschaufeln ortsfest installiert
sind, sind die Laufschaufeln an einer drehbaren Welle angeordnet, sodass sie beim
Betrieb der Strömungsmaschine eine Drehbewegung mit der Welleausführen.
[0003] Um eine effiziente Wechselwirkung des strömenden Fluids mit den Laufschaufeln und
den Leitschaufeln der Strömungsmaschine zu gewährleisten, ist es erforderlich, dass
das Fluid nicht an Spalten zwischen Laufschaufel und einem umgebenden Gehäuse bzw.
den Leitschaufeln und der sich drehenden Welle der Strömungsmaschine vorbeifließen
kann. Entsprechend sollen die Spalte zwischen Laufschaufeln und dem umgebenden Gehäuse
und zwischen Leitschaufeln und der sich drehenden Welle möglichst klein gehalten werden.
Allerdings ergeben sich durch unterschiedliche Umgebungsparameter sowie verschiedene
Betriebsbedingungen Veränderungen hinsichtlich der Spaltbreite, sodass für eine effektive
Abdichtung zwischen den Laufschaufeln und dem umliegenden Gehäuse bzw. den Leitschaufeln
und der sich drehenden Welle sogenannte Labyrinthdichtungen bzw. Einlaufbeläge entwickelt
worden sind, die es ermöglichen, dass sich die drehenden Komponenten bei sich verringernder
Spaltbreite in die Dichtung bzw. den Einlaufbelag an den feststehenden Bauteilen einschleifen,
um so eine möglichst gute Abdichtung zwischen dem sich bewegenden Bauteil und dem
feststehenden Bauteil zu erzeugen.
[0004] Aus der
EP 2 604 797 A1 ist es beispielsweise bekannt, Laufschaufeln mit an der Laufschaufelspitze angeordneten
Dichtrippen, sogenannten Dichtfins, mit einer abrasiven Beschichtung an den Dichtrippen
zu versehen, um die Dichtrippen beim Einschleifen vor Verschleiß zu schützen. Hierzu
schlägt die
EP 2 604 797 A1 vor, die Dichtrippen der Laufschaufeln mittels einer aufgespritzten Beschichtung
zu schützen, wobei sich die Beschichtung in radialer Richtung der Laufschaufel bzw.
der Dichtrippen axial nach außen erweitert. Die axiale Richtung ist hierbei durch
die Drehachse bzw. Längsachse der Strömungsmaschine gegeben und die radiale Richtung
erstreckt sich senkrecht von dieser nach außen.
[0005] Obwohl damit bereits gute Ergebnisse bezüglich der Verschleißbestandigkeit erzielt
worden sind, besteht eine Problematik darin, dass derartige Laufschaufeln zur Erhöhung
des Wirkungsgrades bei höheren Betriebstemperaturen betrieben werden sollen, sodass
eine höhere Oxidationsbeständigkeit erforderlich ist.
[0006] Zwar ist es aus der
EP 2 796 588 A1 bekannt, bei Schaufelblättern Hochtemperaturschutzbeschichtungen aus einer MCrAlY
- Legierung vorzusehen, bei der M durch Eisen, Kobalt, Nickel oder Kombinationen daraus
gebildet sein kann. Allerdings weisen derartige Schichten keine ausreichend Verschleißbestandigkeit
auf.
[0007] Entsprechend sind derartige MCrAlY - Schichten mit Hartstoffpartikeln als Verschleißschutzschichten
modifiziert worden, bei denen die Hartstoffpartikel in eine MCrAlY - Matrix eingebettet
sind, wie dies in den Dokumenten
EP 1 042 541 B1,
DE 10 2005 038 374 A1 und
EP 0 686 229 B1 beschrieben ist. Zur Herstellung derartiger Schichten mit eingebetteten Hartstoffpartikeln
werden üblicherweise galvanische Abscheideverfahren eingesetzt, um zumindest die Matrix
um die Hartstoffpartikel abzuscheiden. Derartige Verfahren sind jedoch bei der Beschichtung
von nach außen hervorstehenden Dichtrippen an Schaufelspitzen schwer durchführbar.
OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
AUFGABE DER ERFINDUNG
[0008] Es ist deshalb Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Verfahren zur Beschichtung
einer Dichtrippe an einem Bauteil einer Strömungsmaschine bzw. ein entsprechendes
Bauteil einer Strömungsmaschine mit einer gepanzerten Dichtrippe bereitzustellen,
wobei die Herstellung bzw. das Verfahren einfach und zuverlässig durchführbar sein
soll und die gepanzerte Dichtrippe eine ausreichende Verschleißbestandigkeit bei hoher
Oxidationsbeständigkeit aufweisen soll.
TECHNISCHE LOSUNG
[0009] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren zur Beschichtung einer Dichtrippe mit
den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie ein Bauteil einer Strömungsmaschine mit den Merkmalen
des Anspruchs 8. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0010] Die Erfindung schlägt ausgehend von der
EP 2 604 797 A1 vor, statt der Spritzbeschichtung der Dichtrippen eine Aufbringung einer Beschichtung
mittels eines Schlickers vorzusehen. Die Aufbringung einer Beschichtung mittels eines
Schlickers auf den Dichtrippen hat sich als praktikabel und vorteilhaft erwiesen,
da dadurch eine oxidationsbeständige MCrAlY - Schicht, bei der M Nickel und/oder Kobalt
ist, aufgebracht und mittels eins Alitierprozesses mit Aluminium angereichert werden
kann, sodass in der Randschicht der MCrAlY - Schicht ein hoher Aluminiumgehalt vorhanden
ist, der für eine gute Oxidationsbeständigkeit sorgt.
[0011] In dem Schlicker können Hartstoffpartikel eingelagert sein, sodass die aufgebrachte
MCrAlY - Schicht neben der Oxidationsbeständigkeit auch gleichzeitig die Funktion
der Verschleißschutzschicht erfüllen kann.
[0012] Alternativ oder zusätzlich kann auf der MCrAlY - Schicht mit einer im Randbereich
vorliegenden Anreicherung von Aluminium eine Hartstoffschicht abgeschieden werden,
und zwar insbesondere durch ein Spritzverfahren, wie thermisches Spritzen, Flammspritzen,
Geschwindigkeitsflammspritzen, Lichtbogenspritzen, Kaltgasspritzen, Detonationsspritzen,
Laserspritzen und/oder Plasmaspritzen. Damit lässt sich eine vorteilhafte Gestaltung
mit einer abrasiven Beschichtung, die durch ein Spritzverfahren aufgebracht wird,
mit einer Beschichtung mit guter Oxidationsbeständigkeit kombinieren.
[0013] Die Hartstoffschicht kann aus einem oder mehreren Bestandteilen gebildet sein und
Oxide, Karbide und/oder Nitride umfassen. Insbesondere kann die Hartstoffschicht aus
Aluminiumoxid und/oder Titanoxid gebildet sein.
[0014] Die Hartstoffpartikel, die in der MCrAlY - Schicht eingelagert sein können, können
ebenfalls durch Oxide, Karbide, Nitride und/oder Mischungen daraus gebildet sein und
insbesondere Bornitrid, kubisches Bornitrid, Aluminiumoxid, Titanoxid, Titankarbid,
Wolframkarbid, Chromkarbid und Zirkonoxid umfassen.
[0015] Bei der Herstellung der MCrAlY - Schicht wird zunächst ein Schlicker bereitgestellt,
der Partikel aus MCrAlY oder Partikel zur Bildung einer MCrAlY - Schicht, d.h. Partikel,
die Chrom, Aluminium, Yttrium und/oder entsprechende Metalle, wie Nickel und/oder
Kobalt umfassen, aufweist, die zur Bildung einer entsprechenden Schlicker - Suspension
mit einem üblichen Bindemittel, wie beispielsweise einem anorganischen Bindemittel
oder einem organischen Bindemittel, wie Öl, insbesondere Siebdrucköl und/oder Wasser
gemischt sind.
[0016] Die Korngrößen der Partikel können im Bereich zwischen 1 und 200 µm, insbesondere
zwischen 5 und 120 µm liegen. Der Schlicker, der die entsprechenden Hartstoffpartikel
mit einer ähnlichen Komgröße aufweisen kann, wird durch Streichen, Tauchen oder Spritzen
auf die Dichtrippen aufgebracht, um anschließend bei einer Temperatur von 100 bis
200 Grad, insbesondere 120 bis 150 Grad Celsius für eine Zeitdauer von einer halben
bis drei Stunden und insbesondere ein bis zwei Stunden an Luft oder in einer Inertgas
- Atmosphare getrocknet zu werden.
[0017] Nach dem Trocknen erfolgt ein Diffusionsglühen des Schlickers, um eine feste MCrAlY
- Schicht mit oder ohne eingelagerten Hartstoffpartikeln auszubilden, wobei zumindest
teilweise gleichzeitig eine Alitierung erfolgt. Beispielsweise kann die Dichtrippe
mit dem aufgebrachten Schlicker zunächst für einige Zeit bei einer Temperatur von
ca. 1000 Grad einem Diffusionsglühprozess im Vakuum ausgesetzt werden, um anschließend
bei einer Temperatur von 1100° C für vier Stunden in einer Alitieratmosphäre weiterbehandelt
zu werden.
[0018] Fur das Alitieren, insbesondere das Gasphasenalitieren, werden in einer entsprechenden
Reaktionskammer ein Aluminiumspender, wie beispielsweise technisch reines Aluminiummetall,
und ein Aktivator, wie beispielsweise ein halogenhaltiger Aktivator, insbesondere
chlor- oder fluorhaltige Aktivator bereitgestellt, sodass Aluminium über die Gasphase
in den Randbereich der MCrAlY - Schicht eingebracht werden kann.
[0019] Auf dieser MCrAlY - Schicht mit äußerer Aluminiumanreicherung kann dann durch einen
Spritzprozess eine entsprechende Hartstoffschicht abgeschieden werden.
KURZBESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0020] Die beigefügten Zeichnungen zeigen in rein schematischer Weise in
- Fig. 1
- einen teilweisen Längsschnitt entlang der Rotationsachse einer Strömungsmaschine,
- Fig. 2
- einen teilweisen Schnitt durch eine Dichtrippe gemäß einer zweiten Ausführungsform
der Erfindung, und in
- Fig. 3
- einen teilweisen Schnitt durch eine Dichtrippe gemäß einer zweiten Ausführungsform
der Erfindung.
AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
[0021] Weitere Vorteile, Kennzeichen und Merkmale der vorliegenden Erfindung werden bei
der nachfolgenden, detaillierten Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung
deutlich. Allerdings ist die Erfindung nicht auf diese Ausführungsbeispiele beschränkt.
[0022] Die Figur 1 zeigt einen Ausschnitt einer Strömungsmaschine in einem Längsschnitt
entlang der Drehachse der Strömungsmaschine. In dem gezeigten Ausschnitt ist eine
Laufschaufel 1 zu sehen, die sich sowohl in axialer x-Richtung entlang der Drehachse
der Strömungsmaschine als auch in radialer Richtung r erstreckt, wobei die axiale
Richtung x und die radiale Richtung r durch entsprechende Pfeile gezeigt sind.
[0023] Die Laufschaufel 1 ist benachbart zu einer Vielzahl von Laufschaufeln (nicht gezeigt),
die um eine Drehwelle angeordnet sind, sodass sich beim Betrieb der Strömungsmaschine
die Laufschaufel 1 um eine Drehachse parallel zur axialen Richtung dreht. Das Fluid
der Strömungsmaschine strömt in axialer Richtung durch einen Strömungskanal, der durch
ein Gehäuse 5 begrenzt ist. Um möglichst das gesamte strömende Fluid zu nutzen, soll
der Spalt zwischen der Schaufelspitze 6 und dem Gehäuse 5 möglichst klein gehalten
werden. Um die Variationen der Spaltbreite durch unterschiedliche thermische Bedingungen,
Druckbedingungen und Betriebsbedingungen auszugleichen, sind an der Schaufelspitze
6 der Schaufel 1 mehrere Dichtrippen 2 vorgesehen, die beabstandet zueinander in radialer
Richtung von der Schaufelspitze 6 hervorstehen und in Umfangsrichtung um die Drehachse
der Strömungsmaschine entlang der Schaufelspitze 6 verlaufen. Den Dichtrippen 2 gegenüberliegend
angeordnet ist ein Einlaufbelag 4, beispielsweise in Form einer Honigwabenstruktur,
wobei der Einlaufbelag 4 an dem Gehäuse 5 angeordnet ist. Die Dichtrippen 2 sind so
ausgebildet, dass sie sich in den Einlaufbelag 4 einschleifen, um eine sogenannte
Labyrinthdichtung auszubilden. Um einen Verschleiß der Dichtrippen 2 zu vermeiden
und die Lebensdauer der Schaufel bzw. Laufschaufel zu erhöhen, weisen die Dichtrippen
2 eine Panzerung 3 auf, die die Verschleißbeständigkeit beim Einschleifen der Dichtrippen
2 in den Einlaufbelag 4 verbessert.
[0024] Die Figur 2 zeigt in einem Querschnitt durch eine Dichtrippe 2 eine Ausführungsform
einer Panzerung 30, wie sie bei der Panzerung 3 der Laufschaufel 1 aus Figur 1 eingesetzt
werden kann. Die Panzerung 30 umfasst eine MCrAlY - Grundschicht 31, die durch den
oben beschriebenen Schlickerprozess auf der Dichtrippe 2 abgeschieden worden ist.
Im Randbereich der MCrAlY - Grundschicht ist eine aluminiumreiche Teilschicht 32 ausgebildet,
die durch einen Alitierprozess, beispielsweise eine Gasphasenalitierung mit einem
halogenhaltigen Aktivator, wie beispielsweise einem fluor - oder chlorhaltigem Aktivator,
gebildet worden ist. Vorzugsweise ist die aluminiumreiche Teilschicht 32 gleichzeitig
mit der Diffusionsglühung des Schlickers zur Ausbildung der MCrAlY - Schicht 31 erzeugt
worden, bei der der in flüssiger oder pastöser Form aufgebrachte Schlicker mit MCrAlY
- Partikeln oder entsprechenden Partikeln zur Bildung von MCrAlY - Schichten nach
einer Trocknung einer geeigneten Temperaturbehandlung ausgesetzt worden ist, um durch
die Diffusionsvorgänge die MCrAlY - Schicht zu bilden. Bei der kombinierten Diffusionsglühbehandlung
mit Alitierung zur Bildung der im Randbereich mit Aluminium angereicherten MCrAlY
- Schicht wird ein Aluminium - Spender sowie eine oder mehrere Aktivatorsubstanzen
fur die Gasphasenalitierung in einer entsprechend hergerichteten Behandlungskammer
vorgesehen, sodass sich Aluminium in einer Teilschicht 32 im Randbereich der MCrAlY
- Schicht 31 anreichern kann. Zur Vermeidung einer Alitierung der Dichtrippe 2 kann
diese während des Diffusionsglühens und des Alitierens abgedeckt sein.
[0025] Auf die so erzeugte MCrAlY - Grundschicht 31 mit der aluminiumreichen Teilschicht
32 wird mittels eines Spritzverfahrens, wie beispielsweis thermisches Spritzen oder
Plasmaspritzen, eine Hartstoffschicht aufgebracht, wie beispielsweise eine oxidkeramische
Schicht mit Titanoxid und Aluminiumoxid. Die gespritzte Hartstoffschicht 33 kann beispielsweise
durch zwei entsprechend winkelig angeordnete Beschichtungsquellen so aufgebracht werden,
dass die Hartstoffschicht 33 in radialer Richtung r axial zunehmend ausgebildet wird,
sodass sich eine keilförmige Hartstoffschicht 33 ergibt, die in radialer Richtung
in ihrer Breite zunimmt.
[0026] Die Figur 3 zeigt eine zweite Ausführungsform einer Panzerung 300 auf einer Dichtrippe
2, die ebenfalls über den oben beschriebenen Schlickerprozess hergestellt worden ist.
Die Panzerung 300 umfasst eine MCrAlY - Grundschicht 301, die sich gegenüber der MCrAlY
- Grundschicht 31 der Ausführungsform der Figur 2 dadurch unterscheidet, dass in der
MCrA-lY - Grundschicht 301 Hartstoffpartikel 302 eingelagert sind, wie beispielsweise
Partikel aus Bornitrid, Wolframkarbid, Aluminiumoxid, Titanoxid und dergleichen. Dies
wird dadurch erreicht, dass in den flüssigen bzw. pastösen Schlicker mit MCrAlY -
Partikeln oder Partikeln, die eine MCrAlY - Schicht bilden können, zusätzlich Hartstoffpartikel
eingelagert sind, die nach dem Trocknen des Schlickers und der Diffusionsglühung zur
Schichtbildung in der so gebildeten MCrAlY - Grundschicht 301 eingelagert sind.
[0027] Genauso wie bei der Herstellung der MCrAlY - Grundschicht 31 des Ausführungsbeispiels
der Figur 2 kann auch die Diffusionsglühung zur Herstellung der MCrAlY - Grundschicht
301 des Ausführungsbeispiels der Figur 3 gleichzeitig mit einem Alitierprozess verbunden
werden, indem in einer Behandlungskammer zumindest während eines Teils der Diffusionsgluhung
ein Aluminium - Spendermaterial und entsprechende Aktivatoren, beispielsweise halogenhaltige
Aktivatoren, bereitgehalten werden, um eine Alitierung der Randschicht der MCrAlY
- Grundschicht zu bewirken. Entsprechend weist die Panzerung 300 eine aluminiumreiche
Teilschicht 303 im Randbereich der MCrAlY - Grundschicht 301 auf, welche die Oxidationsbeständigkeit
der Dichtrippe 2 mit der Panzerung 300 erhöht.
[0028] Obwohl die vorliegende Erfindung anhand der Ausführungsbeispiele detailliert beschrieben
worden ist, ist für den Fachmann selbstverständlich, dass die Erfindung nicht auf
diese Ausführungsbeispiele beschränkt ist, sondern dass vielmehr Abwandlungen in der
Weise möglich sind, dass einzelne Merkmale weggelassen oder andersartige Kombinationen
von Merkmalen verwirklicht werden können, solange der Schutzbereich der beigefügten
Ansprüche nicht verlassen wird. Die vorliegende Offenbarung schließt sämtliche Kombinationen
der vorgestellten Einzelmerkmale mit ein.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0029]
- 1
- Schaufel
- 2
- Dichtrippe
- 3
- Panzerung
- 4
- Einlaufbelag
- 5
- Gehäuse
- 6
- Schaufelspitze
- 30
- Panzerung
- 31
- MCrAlY - Grundschicht
- 32
- aluminiumreiche Teilschicht
- 33
- Hartstoffschicht
- 300
- Panzerung
- 301
- MCrAlY - Grundschicht
- 302
- Harstoffpartikel
- 303
- aluminiumreiche Teilschicht
1. Verfahren zur Beschichtung einer Dichtrippe (2) an einem Bauteil einer Strömungsmaschine,
insbesondere an einer Schaufelspitze (6) einer Schaufel (1) einer Strömungsmaschine,
mit einer Panzerung (3, 30, 300), bei welchem eine Schaufel (1) mit mindestens einer
Dichtrippe (2) bereitgestellt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Schlicker bereitgestellt wird, der Partikel aus MCrAlY oder Partikel zur Bildung
einer MCrAlY - Schicht (31, 301) umfasst, wobei M Nickel und/oder Kobalt ist, und
wobei der Schlicker auf der Dichtrippe aufgebracht und getrocknet wird, und wobei
die Dichtrippe mit dem aufgebrachten Schlicker einem Alitierprozess unterzogen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Schlicker Hartstoffpartikel (302) umfasst.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
nach dem Alitierprozess auf der Beschichtung eine Hartstoffschicht (33) abgeschieden
wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Abscheidung der Hartstoffschicht (33) durch eines der Verfahren erfolgt, die aus
der Gruppe ausgewählt sind, die Spritzen, thermisches Spritzen, Flammspritzen, Hochgeschwindigkeitsflammspritzen,
Lichtbogenspritzen, Kaltgasspritzen, Detonationsspritzen, Laserspritzen und Plasmaspritzen
umfasst.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Hartstoffschicht (33) aus einem oder mehreren Bestandteilen aus der Gruppe gebildet
ist, die Aluminiumoxid und Titanoxid umfasst.
6. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Hartstoffpartikel (302) mindestens ein Bestandteil der Gruppe umfassen, die Oxide,
Karbide, Nitride, Bornitrid, kubisches Bornitrid, Aluminiumoxid, Titanoxid, Titankarbid,
Wolframkarbid, Chromkarbid und Zirkonoxid umfasst.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Schlicker vor dem Alitieren getrocknet wird und/oder die Alitierung mit einem
Halogen - haltigen Aktivator erfolgt.
8. Bauteil einer Strömungsmaschine, insbesondere Schaufel einer Strömungsmaschine, vorzugsweise
hergestellt mit einem Verfahren nach einem der vorhergehenden Anspruche, mit mindestens
einer Dichtrippe (2) an der Schaufelspitze (6) mit einer Panzerung (3,30,300) auf
der oder den Dichtrippen, wobei die Panzerung eine MCrAlY - Schicht (31, 301) umfasst,
wobei M Nickel und/oder Kobalt ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
auf der MCrAlY - Schicht (31) eine Hartstoffschicht (33) abgeschieden ist und dass
im Grenzbereich der MCrAlY - Schicht zur Hartstoffschicht eine Al - reiche Schicht
(32) in der MCrAlY - Schicht ausgebildet ist.
9. Bauteil nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schaufel an der Schaufelspitze mehrere Dichtrippen (2) aufweist.
10. Bauteil nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Hartstoffschicht (33) aus einem oder mehreren Bestandteilen aus der Gruppe gebildet
ist, die Aluminiumoxid und Titanoxid umfasst.