[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Ausgabe und Annahme von Gegenständen
wie Schlüssel oder Dokumente an eine autorisierte Person nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
[0002] Eine Vorrichtung der eingangs genannten Art ist aus der
DE 203 02 458 U1 bekannt. Ein Schlüsselsicherungs- und Ausgabedepot weist als umgebendes Gehäuse einen
sicheren Tresorschrank mit einer gepanzerten Systemöffnung auf. Durch die Systemöffnung
kann eine gesicherte Systemschublade rausgezogen und eingeschoben werden, wobei die
Schublade zwei Funktionen erfüllt, nämlich den Abwurf von vorzugsweise Autoschlüsseln
in den sicheren Tresorschrankbereich und auch die berechtigte Entnahme von Autoschlüsseln
aus dem sicheren Tresorschrankbereich nach Vereinzelung.
[0003] Die Schublade hat ein einziges Fach mit einem nach unten wegklappbarem Boden, der
beim "Bring-Vorgang" nach oben geklappt ist und das Fach zum Einlegen bildet. Nach
dem Einschieben der Schublade klappt der Boden nach unten und der eingelegte Schlüssel
fällt in den gesicherten Tresorschrankbereich. In der eingeschobenen Position verbleibt
der Boden in der geöffneten Stellung.
[0004] Durch Verwendung nur eines einzigen Faches in der Schublade ist es zwingend erforderlich,
dass der Boden geschlossen wird, um den Gegenstand aufzunehmen. Bei der beschriebenen
Ausführungsform ist vorgesehen, dass der wegklappbare Boden nach Eingabe eines Codes
mittels einer Motorspindel oder eines Magneten oder eines hydraulischen oder pneumatischen
Zylinders geschlossen wird. Anschließend wird der Gegenstand in das geschlossene Fach
abgelegt und die Schublade kann herausgezogen werden. Diese Ausführungsform ist mit
erhöhten Kosten für Herstellung und Instandhaltung verbunden.
[0005] Die
DE 298 06 298 U1 betrifft eine Vorrichtung zur gesicherten Aufbewahrung und für individueller Ausgabe
einer Mehrzahl von Gegenständen. Um ohne zusätzlichen Personalaufwand einen Übergabeservice
für zum Beispiel Fahrzeugschlüssel und -papiere an Fahrzeughalter zu verwirklichen,
bei dem aus einer Mehrzahl von Kunden einem speziellen Kunden seine speziellen Fahrzeugschlüssel
und -papiere übergeben werden sollen, sind nach der
DE 298 06 298 U1 eine Mehrzahl von Behältern zur Einzelaufnahme einzelner oder mehrere Gegenstände
vorgesehen. Die Behälter sind jeweils mit einer Schließeinrichtung versehen und die
Schließeinrichtungen sind über eine programmierbare Zentraleinheit einzeln adressierbar
sind. Die Behälter sind als Fächer in einem Schrank angeordnet und mittels Einzeltüren
verschließbar, die mit den Ihnen zugeordneten Schließeinrichtungen zusammenwirken.
Die Behälter können jeweils Schubladen aufweisen.
[0006] Des Weiteren ist eine Einwurfeinrichtung für Gegenstände in Form einer Schublade
vorgesehen Diese ist mit einem Sammelraum gekoppelt, der seinerseits mit einer weiteren
Sicherheitstüre versehen und deren Verschließeinrichtung ebenfalls über die Zentraleinheit
adressierbar ist.
[0007] Da bei der bekannten Vorrichtung eine Mehrzahl von Fächern und zusätzlich eine Schublade
zur Einzelaufnahme von Gegenständen vorgesehen sind, ist die Handhabung und die Herstellung
mit einem erheblichen Aufwand verbunden.
[0008] Die
DE 101 01 342 A1 betrifft ein Verfahren zur Einreichung und zum Umtausch von Geld. Dabei wird die
umzutauschende Geldmenge einer ersten Währung von einem Bankangestellten in einem
Umschlag in einen Einzahlbehälter gegeben. Beim Schließen des Einzahlbehälters fällt
dieser Umschlag automatisch und unter Einwirkung der Gravitationskraft durch eine
Abgabeöffnung in einen Tresor, aus dem er auch später entnommen werden kann. Nach
dem Hineinfallen wird eine Geldmenge einer zweiten Währung von dem Bankangestellten
aus einem Auszahlungsbehälter entnommen und dem Bankkunden ausgehändigt, und/oder
es erfolgt eine Gutschrift auf einem Konto, dass in der zweiten Währung geführt wird.
[0009] Es ist vorgesehen, dass der Boden des Einzahlbehälters eine verschließbare Abgabeöffnung
besitzt, wobei unterhalb des Einzahlbehälters ein Tresor mit deckelseitiger Eingangsöffnung
angeordnet ist. Ferner sind Mittel zum Verschließen der Abgabeöffnung des Einzahlbehälters
nach Eingabe der Geldmenge der ersten Währung vorgesehen, die Mittel zum Verschließen
mindestens eine schwenkbare Klappe umfassen. Der Einzahlbehälter umfasst eine Schublade
mit Handgriff, wobei die Oberseite der Schublade eine Einzahlöffnung bildet. In dem
Boden der Schublade ist die Ausgabeöffnung in Form einer verschwenkbaren Klappe angeordnet.
Bei dem Auszahlbehälter handelt es sich ebenfalls um eine Schublade, so dass die Vorrichtung
sowohl zur Einzahlung als auch zur Auszahlung jeweils eine Schublade aufweist, was
mit erhöhtem Aufwand verbunden ist.
[0010] Davon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zu Grunde, eine Vorrichtung
der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, dass die Ausgabe und Annahme von
Gegenständen vereinfacht wird.
[0011] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0012] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass das Behältnis ein separates zweites Fach zur
Entgegennahme des zumindest einen Gegenstandes in der geschlossenen Position und zur
Ausgabe des Gegenstandes in einer zweiten geöffneten Position aufweist, wobei der
bodenseitige Verschluss des ersten Faches durch Verschieben oder Verschwenken des
Behältnisses aus der ersten oder zweiten geöffneten Position in die geschlossene Position
und umgekehrt mechanisch auf und zu steuerbar ist.
[0013] Durch das separate zweite Fach (Ausgabefach) wird gegenüber dem Stand der Technik
der Vorteil erreicht, dass die bodenseitige Klappe des ersten Faches (Annahmefach)
in geschlossener Position nicht durch aktive elektromechanische oder pneumatisch/hydraulische
Mittel geschlossen werden muss. Vielmehr kann die bodenseitige Klappe auch in geschlossener
Position des Behältnisses in einem geöffneten Zustand verbleiben, da der Gegenstand
in der geschlossenen Position des Behältnisses in das separate zweite Fach (Ausgabefach)
abgelegt wird.
[0014] In bevorzugter Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Verschluss als eine in einer
Austrittsöffnung des ersten Faches gelenkig angeordnete Klappe ausgebildet ist. Dabei
ist vorgehsehen, dass die Klappe schwerkraftbedingt auf einer rampenförmigen Führung
gleitet, wobei die Führung einen horizontalen Abschnitt und einen in eine Eintrittsöffnung
der Annahmeeinrichtung schräg verlaufenen Abschnitt aufweist.
[0015] Durch die Ausführungsform ist sichergestellt, dass die Klappe z.B. beim Herausziehen
des Behältnisses aus der Vorrichtung in eine geschlossene Stellung bewegt wird und
dass die Klappe beim Hineinschieben des Behältnisses in die Vorrichtung entlang des
schräg verlaufenden Abschnitts der Führung schwerkraftbedingt in eine offene Stellung
bewegt wird.
[0016] Um ein einfaches Gleiten der Klappe auf der Oberfläche der Führung zu gewährleisten,
ist vorgesehen, dass auf einer Unterseite der Klappe ein Gleitelement wir Dorn ausgebildet
ist.
[0017] Zur Sicherstellung, dass die bodenseitige Austrittsöffnung des Faches in der ersten
bzw. zweiten geöffneten Position sicher geschlossen ist, ist vorgesehen, dass die
Klappe eine Länge aufweist, die länger ist als eine Länge der bodenseitige Austrittsöffnung
des ersten Faches.
[0018] Des Weiteren ist vorgesehen, dass das zweite Fach als Ausgabefach in einer Oberseite
der Schublade angeordnet ist und zwar in Auszugsrichtung der Schublade hinter dem
ersten Fach als Annahmefach.
[0019] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass das Annahmefach
zwischen einer Annahmeöffnung in der Oberseite der Schublade und der bodenseitigen
Austrittsöffnung schräg verläuft, wobei die Annahmeöffnung in Auszugsrichtung vor
dem Ausgabefach und die Austrittsöffnung in vertikaler Richtung unterhalb des Ausgabefachs
positioniert ist. Hierdurch wird sichergestellt, dass in der ersten geöffneten Position,
in der das Annahmefach für die autorisierte Person frei zugänglich ist, sowohl das
Ausgabefach als auch die bodenseitige Austrittsöffnung des Annahmefachs in einem gesicherten
Bereich einer Einschuböffnung für die Schublade liegen, der von außen nicht zugänglich
ist.
[0020] Vorzugsweise ist eine Auszugsstellung der Schublade in die erste geöffnete Position
(Annahmeposition) oder in die zweite geöffnete Position (Ausgabeposition) mittels
einer durch eine Code-Eingabeeinheit steuerbaren Verriegelung einstellbar.
[0021] Eine Ausgabeeinrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass die Gegenstände hängend fixiert
und durch Eingabe eines Codes durch eine autorisierte Person in die Code-Eingabeeinheit
individuell freigebbar sind, wobei die Gegenstände schwerkraftbedingt in das zweite
Fach fallen.
[0022] In bevorzugter Ausführungsform sind die Gegenstände über jeweils einen Magnetbolzen
fixiert, wobei die Stellung des Magnetbolzens mittels der Code-Eingabeeinheit steuerbar
ist.
[0023] Zur Führung der Gegenstände in der Ausgabeeinrichtung sind Leitbleche sowie ein Ausgabetrichter
vorgesehen.
[0024] Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich nicht nur
aus den Ansprüchen den diesen zu entnehmenden Merkmalen - für sich/oder in Kombination
-, sondern auch aus der nachfolgenden Beschreibung eines den Zeichnungen zu entnehmenden
bevorzugten Ausführungsbeispiels.
[0025] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht einer Vorrichtung zur Ausgabe und Annahme von Gegenständen, teilweise
geschnitten, wobei sich eine Schublade in einer ersten geschlossenen Position befindet,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht der Vorrichtung gemäß Fig. 1, wobei sich die Schublade in einer
zweiten geöffneten Position (Ausgabeposition) befindet,
- Fig. 3
- eine Seitenansicht der Vorrichtung gemäß Fig. 1, wobei sich die Schublade in einer
geöffneten Position (Annahmeposition) befindet,
- Fig. 4
- eine Seitenansicht einer Ausgabeeinrichtung in Schnittdarstellung und
- Fig. 5
- eine Vorderansicht der Ausgabeeinrichtung in Schnittdarstellung
[0026] Fig. 1 zeigt rein schematisch eine Seitenansicht, teilweise geschnitten, einer Vorrichtung
10 zur Ausgabe und Annahme von Gegenständen 11 wie Schlüssel oder Dokumente an eine
autorisierte Person. Die Gegenstände 11 sind in einer Ausgabeeinrichtung 12 bevorratet.
Durch Eingabe eines Codes der autorisierten Person mittels einer Code-Eingabeeinheit
14 wird der Gegenstand 11 wie Schlüssel freigegeben und fällt schwerkraftbedingt durch
eine vorzugsweise trichterförmige Austrittsöffnung 16 in ein unterhalb der Austrittsöffnung
16 angeordnetes vorzugsweise wannenförmiges Ausgabefach 18, welches in einer Oberseite
20 einer Schublade 22 angeordnet ist.
[0027] Die Schublade 22 ist in einer Führungsaufnahme 24 verschiebbar gelagert. Die Führungsaufnahme
24 ist in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel in einem Wandabschnitt 26 angeordnet.
Im eingeschobenen Zustand der Schublade 22 liegt eine Frontseite 28 dieser in einer
von der Vorderseite des Wandabschnitts 26 aufgespannten Ebene, wobei das wannenförmige
Ausgabefach 18 vertikal unterhalb der Austrittsöffnung 16 von außen unzugänglich positioniert
ist.
[0028] Gemäß der Erfindung ist vorgesehen, dass die Schublade 22 sowohl das Ausgabefach
18 als auch ein Annahmefach 30 aufweist. Das Annahmefach 30 erstreckt sich von einer
Annahmeöffnung 32 in der Oberseite 20 der Schublade bis zu einer bodenseitigen Austrittsöffnung
34. Die Annahmeöffnung 32 ist in Auszugsrichtung gemäß Pfeil 36 vor dem Ausgabefach
18 angeordnet, während die Austrittsöffnung 34 in vertikaler Richtung unterhalb des
Ausgabefaches 18 positioniert ist. Die Austrittsöffnung 34 des Annahmefaches 30 ist
mittels eines bodenseitigen Verschlusses 38 verschließbar. Der Verschluss ist als
Klappe 38 ausgebildet, die über eine Gelenk 40 gelenkig mit einem Boden 42 der Schublade
verbunden ist.
[0029] In der in Fig. 1 dargestellten Stellung der Schublade 22, das heißt dann, wenn die
Schublade 22 vollständig in der Führungsaufnahme 24 aufgenommen ist, erstreckt sich
die Klappe 38 schwerkraftbedingt in einen Schacht 44, der das Aufnahmefach 30 über
die Austrittsöffnung 34 mit einer gesicherten Annahmeeinrichtung wie Tresor 46 verbindet,
in dem die Gegenstände 11 sicher gelagert werden.
[0030] Fig. 2 zeigt eine erste geöffnete Position (Ausgabeposition) der Schublade 22, in
die die Schublade mittels eines Griffes 48 zur Abgabe eines Gegenstandes ohne Eingabe
eines Codes herausgezogen werden kann. In dieser Position ist die Annahmeöffnung 32
für den autorisierten Benutzer frei zugänglich und wird durch die Verriegelungseinrichtung
50 gegen einen Anschlag 52 arretiert, um ein weiteres Herausziehen der Schublade 22
zu verhindern. Des Weiteren ist in dieser Position die Austrittsöffnung 34 durch die
Klappe 36 verschlossen, so dass Gegenstände 11 angenommen werden kann.
[0031] Beim Einschieben der Schublade 22 aus der in Fig. 2 dargestellten Position in die
Führungsaufnahme 24 gleitet die geschlossene Klappe 38 mittels eines Dorns 54 zunächst
über einen horizontalen Führungsabschnitt 56 gefolgt von einem schrägen Führungsabschnitt
58 in die in Fig. 1 dargestellte Endposition. Dabei wird die Klappe entlang der des
schrägen Führungsabschnitts 58 schwerkraftbedingt in den Schacht 44 geführt und die
Austrittsöffnung 34 wird freigegeben, so dass der Gegenstand 11 schwerkraftbedingt
in die Annahmevorrichtung 46 fällt.
[0032] Zur Entnahme eines Gegenstandes muss eine auotrisierte Person einen Code in die Codeeingabe
14 eingeben. Nach Eingabe des Codes durch die autorisierte Person fällt der Gegenstand
11 schwerkraftbedingt aus der Ausgabeeinrichtung 12 in das Ausgabefach 18. Gleichzeitig
wird die Verriegelung 50 der Schublade 22 derart angesteuert, dass die Schublade 22
an dem Griff 48 herausgezogen werden kann.
[0033] Fig. 2 zeigt die Schublade 22 in einer zweiten geöffneten Position (Ausgabeposition)
, in der der Gegenstand 11 entnommen werden kann. In der dargestellten Ausgabeposition
liegen seitliche Vorsprünge 60 der Schublade 22 gegen einen Anschlag 62 der Führungsaufnahme
24 an und begrenzen den Auszug. In dieser Position kann der Gegenstand 11 aus dem
Ausgabefach 18 entnommen werden.
[0034] Des Weiteren weist die Schublade 22 ein Magazinfach 64 auf, beispielsweise zur Aufnahme
von Umschlägen, in welche die aufzunehmenden Gegenstände 11 wie Schlüssel und Dokumente
aufgenommen werden können. Der Umschlag mit dem Gegenstand kann sodann in das Annahmefach
30 abgelegt und durch Einschieben der Schublade 22 über den Schacht 44 in das Auffangbehältnis
abgelegt werden.
[0035] Fig. 4 und Fig. 5 zeigen die Ausgabeeinrichtung 12, die im dargestellten Ausführungsbeispiel
als Schlüsselausgabe ausgebildet ist. In der Ausgabeeinrichtung 12 sind in unterschiedlichen
Ebenen und zueinander versetzt Magazine 66, 68, 70 angeordnet, wobei ein Schlüssel
11 durch jeweils einen Magnetbolzen 72 fixiert ist. Ferner ist eine Steuereinheit
74 vorgesehen, welche durch die Code-Eingabe 14 ansteuerbar ist. Durch Eingabe eines
Codes durch die autorisierte Person kann individuell ein Magnetbolzen 72 angesteuert
werden, um einen der Schlüssel 11 freizugeben. Schwerkraftbedingt fällt der Schlüssel
11 vorzugsweise über Leitbleche 72, 74, 76 geführt in den Ausgabetrichter 16 und schließlich
in das Ausgabefach 18. Dabei ist vorgesehen, dass der Ausgabetrichter 16 vertikal
oberhalb des Schachtes 44 angeordnet ist, so dass sichergestellt ist, dass bei einer
Fehlstellung der Schublade 22 beziehungsweise Fehlfunktion der Ausgabeeinrichtung
12 der Schlüssel 11 in das Auffangbehältnis 46 fällt.
1. Vorrichtung (10) zur Ausgabe und Annahme von Gegenständen (11) wie Schlüssel oder
Dokumente an eine autorisierte Person, umfassend ein Behältnis (22), welches aus einer
geschlossenen Position in eine erste geöffnete Position verschieb- oder verschwenkbar
angeordnet ist, wobei das Behältnis (22) zur Entgegennahme von zumindest einem der
Gegenstände (11) aus einer Ausgabeeinrichtung (12) in einer geschlossenen Position
und zur Ausgabe des entgegengenommenen Gegenstandes (11) an die autorisierte Person
in der ersten geöffneten Position ausgebildet ist, wobei das Behältnis (22) ein erstes
Fach zur Aufnahme von zumindest einem Gegenstand (11) in der ersten geöffneten Position
aufweist und wobei das erste Fach einen bodenseitigen Verschluss (38) aufweist, der
in der ersten geöffneten Position in einer geschlossen Stellung und in der geschlossenen
Position zur Übergabe des aufgenommenen Gegenstandes (11) an eine Annahmeeinrichtung
(46) in einer geöffneten Stellung ist,
dadurch gekennzeichnet ,
dass das Behältnis (22) ein separates zweites Fach (18) zur Entgegennahme des zumindest
einen Gegenstandes (11) in der geschlossenen Position und zur Ausgabe des Gegenstandes
(11) in einer zweiten geöffneten Position aufweist, und dass die Stellung des bodenseitigen
Verschlusses (38) des ersten Faches durch Verschieben oder Verschwenken des Behältnisses
(22) aus der ersten oder zweiten geöffneten Position in die geschlossene Position
und umgekehrt mechanisch steuerbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Verschluss (38) als eine an einer Austrittsöffnung (34) des ersten Faches gelenkig
angeordnete Klappe ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Klappe (38) schwerkraftbedingt auf einer rampenförmigen Führung (58) gleitet,
wobei die Führung (58) einen horizontalen Abschnitt und einen in eine Eintrittsöffnung
(44) der Annahmeeinrichtung (46) schräg verlaufenden Abschnitt aufweist.
4. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet ,
dass auf einer Unterseite der Klappe (38) ein Gleitelement (54) wie Dorn ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet ,
dass die Klappe (38) eine Länge aufweist, die länger ist als eine Länge der bodenseitigen
Austrittsöffnung (34) des ersten Faches (30).
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zweite Fach als Ausgabefach (18) in einer Oberseite (20) der Schublade (22) angeordnet
ist und dass das Ausgabefach (18) in Auszugsrichtung (36) der Schublade hinter dem
ersten Fach als Annahmefach (30) angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet ,
dass das Annahmefach (30) zwischen einer Annahmeöffnung (32) in der Oberseite der Schublade
(22) und der bodenseitigen Austrittsöffnung (34) schräg verläuft, wobei die Annahmeöffnung
(32) in Auszugsrichtung (36) vor dem Ausgabefach (18) und die Austrittsöffnung (34)
in vertikaler Richtung unterhalb des Ausgabefachs (18) positioniert ist.
8. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet ,
dass eine Auszugsstellung der Schublade (22) in die erste geöffnete Position (Annahmeposition)
oder in die zweite geöffnete Position (Ausgabeposition) mittels einer durch eine Code-Eingabeeinheit
(14) steuerbaren Verriegelung (30) einstellbar ist.
9. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet ,
dass die Gegenstände (11) in der Ausgabeeinrichtung (12) hängend fixiert und durch Eingabe
eines Codes in die Code-Eingabeeinheit (14) individuell freigebbar sind und schwerkraftbedingt
in das zweite Fach (18) fallen.
10. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet ,
dass die Gegenstände (11) über jeweils einen Magnetbolzen (72) fixiert sind, wobei der
Magnetbolzen (72) mittels der Code-Eingabeeinheit (14) ansteuerbar ist.
11. Vorrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet ,
dass die Ausgabeeinrichtung (12) Leitbleche (74, 76, 78) sowie einen Ausgabetrichter (16)
zur Führung des Gegenstandes (11) in das Ausgabefach (18) aufweist.