[0001] Die Erfindung betrifft ein vormontiertes Rillengleitabschluss-System für Fensterbänke
und sonstige Brüstungs-, Parapet- und Mauerabdeckungen.
Ein Rillengleitabschluss im Sinne der gegenständlichen Erfindung ist ein Element,
auf welchem das Ende eines Abdeckelements aufliegt, wobei sich das Abdeckelement in
der Ebene der Auflagefläche bewegen kann, also über das Abschlusselement gleiten kann.
Erfindungsgemäße Rillengleitabschlüsse können einen Abschluss für das Abdeckelement
zu einer Wand oder einer Laibung bilden, oder den Abschluss bzw. die Verbindung eines
Abdeckelements zu einem benachbarten Abdeckelement. Alternativ könnte der Rillengleitabschluss
als Rillengleitelement Rillengleitprofil, Rillengleitverbinder etc. bezeichnet werden.
Bekannte Rillengleitabschluss-Systeme sind in Einzelschritten zu montieren. Das heißt
die Seitenabschlüsse, also die Gleitelemente, sind vorab zu montieren. Die Vormontage
ist aufwendig und zeitintensiv, daher auch kostenrelevant. Aufwendig ist vor allem,
dass die Seitenabschlüsse vorab montiert werden müssen und dabei sowohl horizontal
als auch vertikal exakt auszurichten sind. Auch der Winkel der Seitenabschlüsse zum
Fenster und der Fassade oder sonstigen Oberflächen muss vorab eingerichtet werden.
Zusätzlich ist der exakte Abstand zwischen den beiden angebrachten Abschlüssen zu
beachten. Ist das aufwändige Einrichten der einzelnen Abschlüsse und Verbinder geschehen
sind diese noch zu fixieren. Dafür können sie mit der Fensterlaibung oder der Brüstung
bzw. dem Parapet verklebt oder verschraubt werden, wobei dafür oft eine aufwendige
Montage von Winkeln oder Konsolen notwendig ist. Die Fensterbank wird dann auf die
montierten Rillengleitabschlüsse aufgelegt und kann sich dort "bewegen". Die thermisch
bedingte Längenänderung der Fensterbank ist somit von der Fassade entkoppelt. Nachteilig
an diesem Montagesystem ist zudem, dass bei Sonnenschutzsystemen die Führungsschienen
vom Behang oft über die Sohlbankkante hinunter ragen, wobei in diesem Fall bei bereits
montierten Rillengleitabschlüssen keine Fensterbank mehr eingeschoben werden kann.
Der Fensterbankanschraubsteg würde bei den Führungsschienen anstehen.
Herkömmliche Rillengleitabschlüsse mit den genannten Nachteilen sind beispielsweise
in der
DE7107653U und der
DE102013012374A1 gezeigt. Die Rillengleitabschlüsse bestehen aus einem im Wesentlichen L- oder T-förmigen
Profilelement, wobei die Fensterbank auf dem Fußsteg aufliegt, welcher zumindest eine
Rille aufweist. Die Rillen können als Vertiefungen im Fußsteg vorliegen, oder durch
zumindest zwei parallele beabstandete Stege am Fußsteg ausgeführt sein. Wie in der
DE7107653U gezeigt, ist üblicherweise in einer Rille ein Dichtstreifen angeordnet, beispielsweise
eingelegt und eine zweite Rille ist leer und dient zur Ableitung von Wasser, falls
dieses den Dichtstreifen überwinden könnte. Wie in der
DE102013012374A1 gezeigt, kann der Dichtstreifen, beispielsweise als Dichtlippe, mit dem Abschlusselement
verbunden sein, wobei im Fall der
DE102013012374A1 die Dichtlippe und das Abschlusselement aus unterschiedlichen einstückig miteinander
verbundenen Kunststoffen bestehen.
Ferner sind gesteckte Gleitabschlüsse bekannt, welche üblicherweise zwei- oder mehrteilig
aufgebaut sind. Ein Gehäuse umfasst üblicherweise eine Dichtung, in welche die Fensterbank
bei der Montage integriert wird. Durch die Dichtung wird üblicherweise die thermisch
bedingte Längenänderung der Fensterbank aufgefangen und somit von der Fassade bzw.
Anschlussbauteilen entkoppelt. Diese Gleitabschlüsse können auf die Fensterbank vormontiert
werden. Allerdings ist die Gleitfunktion durch die erforderliche Klemmwirkung der
erforderlichen Dichtung eingeschränkt. Weiters gibt es solche Abschlüsse üblicherweise
nur als Unterputzversion.
Die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe besteht darin, die Montage eines Rillengleitabschluss-Systems
zu vereinfachen und zu beschleunigen. Außerdem soll bei bereits montierten Sonnenschutz-Führungsschienen,
welche über die Sohlbankkante hinunter ragen die Möglichkeit geschaffen werden, ein
Rillengleitabschluss-System zu verwenden.
[0002] Zur Lösung der Aufgabe wird vorgeschlagen, mittels einer flexiblen Klebeverbindung
die seitlichen Rillengleitabschlüsse (Endstücke/Bordprofile/Abschlüsse) mit der Fensterbank
oder dem sonstigen Abdeckelement zu verkleben. Somit kann das gesamte und komplette
Abdeck- bzw. Fensterbanksystem als Einheit montiert werden, sodass sich die Ausrichtung
der Rillengleitabschlüsse maßgeblich vereinfacht. Diese "Einheit" ermöglicht es auch
das Abdeck- bzw. Fensterbanksystem unter Sonnenschutz-Führungsschienen, welche über
die Sohlbankkante ragen einzufädeln und ordnungsgemäß zu montieren.
In weiterer Folge wird die Erfindung am Beispiel Fensterbank beschrieben, welche im
Vergleich zu Brüstungs-, Parapet- oder Mauerabdeckungen oder Dachumrandungen den wohl
häufigsten Anwendungsfall darstellt.
Bevorzugt erfolgt das flexible Verkleben der Rillengleitabschlüsse mit der Fensterbank
durch die Dichtstreifen, indem diese elastisch und zumindest an deren Grund- und Deckfläche
klebend ausgeführt sind. Die Dichtstreifen sind also sowohl am Rillengleitabschluss
als auch an der Fensterbank angeklebt, sodass diese in der Lage zueinander fixiert
sind, wobei die geforderte Bewegbarkeit der Fensterbank bei montierten Rillengleitabschlüssen
über die elastische Verformbarkeit der flexiblen Klebeverbindung erhalten bleibt.
Eine flexible Verbindung ist erfindungsgemäß auch über einen Keder (verstärkter Rand
eines Stoffs, einer Plane oder einer Gummidichtung) möglich, welcher in den Rillengleitabschluss
bzw. Abdeckelement integriert ist. Der Keder kann in eine Schiene bzw. Nut im Abdeckelement
oder Gleitabschluss dichtend eingesetzt sein, und das an den Keder anschließende frei
Ende das dichten Stoffs, der Plane bzw. der Gummidichtung mit dem jeweils anderen
Element dichtend verbunden, insbesondere verklebt werden. Die Gummidichtung kann auch
an beiden Enden einen Keder aufweisen, wobei einer in eine Nut am Rillengleitabschluss
eingesetzt ist und der andere in eine Nut am Abdeckelement.
In einer erfindungsgemäßen Variante ist die Verklebung reversibel bzw. lösbar, wobei
bevorzugt die Klebeverbindung der Fensterbank mit dem Dichtstreifen weniger stark
ausgebildet ist, als die Klebeverbindung des Dichtstreifens mit dem Rillengleitabschluss.
Das Lösen der Klebeverbindung kann durch Krafteinsatz erfolgen oder durch einen gewollten,
allmählichen Verlust der Klebewirkung, beispielweise aufgrund der Witterung (Feuchtigkeit
und/oder Temperaturwechsel) oder aufgrund wiederholter Relativbewegung zwischen Fensterbank
und Rillengleitabschluss. Durch den Verlust der Klebewirkung ergibt sich eine echte
lose Lagerung der Fensterbank, sodass das flexible Klebematerial der Ausdehnung der
Fensterbank keinen Widerstand entgegen setzt.
Die Verklebung erfolgt bevorzugt dadurch, dass Schaumstoffe, oder elastische klemmbare
Gummiwerkstoffe, welche den Dichtstreifen bilden mit einer unteren und einer oberen
Klebeschicht versehen werden. Die Verklebung kann in einer zweiten bevorzugten Variante
durch elastische, spritzbare Klebe-Dichtstoffe erfolgen, welche beispielsweise in
Form einer Klebe-Raupe auf den Rillengleitabschluss aufgetragen werden und so bevorzugt
auch den Dichtstreifen bilden können.
Die Erfindung wird anhand von beispielhaften Zeichnungen näher erläutert.
Fig. 1: zeigt die erfindungsgemäßen Systembestandteile in perspektivischer Ansicht
in Explosionsdarstellung.
Fig. 2: zeigt die erfindungsgemäßen Systembestandteile in perspektivischer Ansicht
im vormontierten Zustand.
Fig. 3: zeigt in Detailansicht den vorderen Eckbereich des Montagesystems.
Fig. 4: die Fig. 4a-4c zeigen das Profil eines besonders bevorzugten Rillengleitabschlusses,
mit Darstellung der Fensterbank und der Dichtstreifen in drei unterschiedlichen Ausdehnungszuständen
der Fensterbank.
Fig. 5: die Fig. 5a-5d zeigen beispielhaft alternative Ausführungen erfindungsgemäß
einsetzbarer Gleitabschlüsse.
[0003] Wie in Fig. 1 gezeigt, weist das bevorzugte erfindungsgemäße vormontierte Rillengleitabschluss-System
zumindest zwei Rillengleitabschlüsse 1, ein Abdeckelement 2, welches beispielsweise
eine Fensterbank ist und zumindest zwei, vorzugsweise vier Dichtstreifen 3 auf, welche
bevorzugt als Klebedichtstreifen ausgeführt sind.
[0004] Zudem kann das Rillengleitabschluss-System bevorzugt zumindest zwei entfernbare Abstandhalter
umfassen, welche bis zur abgeschlossenen Montage in die Dehnfugen zwischen dem Abdeckelement
2 und den Rillengleitabschlüssen 1 eingesetzt sind, um eine mittige Montage des Abdeckelements
2 sicher zu stellen. Zudem kann das System bevorzugt zwei Dichtpflaster (Butylpflaster)
umfassen, welche je über alle drei angrenzenden Flächen je eines Eckbereichs der Anschlussleiste
2.1 des Abdeckelements 2 und einem Rillengleitabschluss 1 geklebt wird. Jeder Rillengleitabschluss
1 weist zumindest einen Auflageschenkel 1.1 auf, oder kann auch nur aus einem mit
Nuten bzw. Rillen versehenem Auflageschenkel 1.1 bestehen. Die beiden seitlichen Enden
des Abdeckelements 2 liegen auf den Auflageschenkeln 1.1 der beiden Rillengleitabschlüssen
1 auf.
Bei der Vormontage wird werkseitig zumindest je ein Dichtstreifen 3 in je eine Rille
bzw. Nut jedes der beiden Rillengleitabschlüsse 1 eingeklebt und die Rillengleitabschlüsse
1 in exakter Ausrichtung und Abstand zu einander auf das Abdeckelement 2 aufgeklebt,
wobei zur vereinfachten Ausrichtung die entfernbaren Abstandhalter bereits auf den
Rillengleitabschlüssen 1 aufgelegt sein können, wobei die Abstandhalter leicht klebend
ausgeführt sein können. Die Rillengleitabschlüsse 1 weisen an ihrem hinteren, dem
Gebäude zugewandten Ende bevorzugt ein parallel zur Anschlussleiste 2.1 liegendes
Flachstück 1.3 auf, welches den Eckbereich zwischen dem vertikalen Schenkel 1.2 und
dem Auflageschenkel 1.1 des Rillengleitabschlusses 1 abschließt. Alternativ kann dieser
Eckbereich offen sein und in Anlehnung an die
AT 11263 U1 durch ein Butylpflaster abgedichtet werden.
Zwischen dem Flachstück 1.3 und der Anschlussleiste 2.1 kann ein Dichtmaterial eingesetzt
werden, beispielsweise durch Beschichtung des Flachstücks 1.3. Alternativ kann beim
vormontierten System auf der Rückseite, also der dem Gebäude zugewandten Fläche, welche
durch die Anschlussleiste 2.1 und das Flachstück 1.3 gebildet ist, eine Dichtung meist
in Form eines Fugendichtbands aufgeklebt werden, beispielsweise über die gesamte Länge
oder nur im Eckbereich. Bevorzugt erstreckt sich das Fugendichtband auch zumindest
über eine Teillänge des vertikalen Schenkels 1.2.
Das vormontierte System, wie in Fig. 2 dargestellt, wird als Einheit an den Verwendungsort
geliefert und auf das vorbereitete Parapet aufgelegt und in der gewünschten Höhe parallel
zum Fenster ausgerichtet. Die Auflageschenkel 1.1 und das Abdeckelement 2 werden dabei
in der Regel leicht schräg vom Fenster weg abfallend montiert, beispielsweise in einem
Winkel von 5° zur Horizontalen. Die Auflageschenkel 1.1 und das Abdeckelement 2 können
auch einen anderen Winkel zur Horizontalen aufweisen, oder insbesondere im Fall von
Mauerabdeckungen horizontal montiert werden.
Die Anschlussleiste 2.1 weist zumindest zwei Langlöcher auf, durch welche sie am Basisprofil
bzw. Blendrahmen des Fensters verschraubt wird. Die Rillengleitabschlüsse 1 werden
üblicherweise am Parapet befestigt, beispielsweise mit Montagekleber oder Befestigungswinkel.
[0005] Bei Unterputzmontage werden die vertikalen Schenkel 1.2 der Rillengleitabschlüsse
1 in die Fensterlaibung eingeputzt und werden dabei häufig zunächst über Montagewinkel
oder durch Kleben in ihrer Lage fixiert.
Der Auflageschenkel 1.1 des Rillengleitabschlusses 1 ist bevorzugt an seinem vorderen
Ende nach unten abgewinkelt ausgeführt und steht beim fertiggestellten Gebäude über
die Fassade vor, um eine Abtropfkante zu bilden. Das Abdeckelement 2 weist an seinem
vorderen Ende ebenfalls einen nach unten abgewinkelten Abschnitt 2.2 auf, welcher
über die Abtropfkante des Rillengleitabschlusses 1 vorsteht und diese bevorzugt hakenförmig
untergreift wie in Fig. 3 dargestellt. Der vertikale Schenkel 1.2 des Rillengleitabschlusses
1 weist an seinem vorderen Ende einen nach unten vorstehend verbreiterten Abschnitt
1.2.1 auf, welcher seitlich das Abdeckelement 2 nach vorne und unten und den nach
unten abgewinkelten Abschnitt 1.1.1 des Auflageschenkels 1.1 nach hinten überragt.
Das in den Rillen des Gleitabschlusses 1 abrinnende Wasser gelang in die durch den
hakenförmigen unteren Rand des Abdeckelements 2 gebildete Rinne und läuft aus dieser
im Dehnungspalt zwischen dem Abdeckelement 2 und dem vertikalen Schenkel 1.2 ab.
[0006] In den Fig. 4a-4c ist das Profil eines besonders bevorzugten Rillengleitabschlusses
1 gezeigt, wobei in Fig. 4a die Fensterbank bzw. das Abdeckelement 2 und die Dichtstreifen
3 bei Vorliegen einer mittleren Temperatur dargestellt sind, in Fig. 4b bei kalter
Temperatur und in Fig. 4c bei warmer Temperatur. Der Rillengleitabschluss 1 weist
einen Auflageschenkel 1.1 und einen vertikalen Schenkel 1.2 auf, wobei diese im Beispiel
gemeinsam einen L-förmigen Querschnitt bilden. Der vertikale Schenkel 1.2 könnte auch
nach unten hin über den Auflageschenkel 1.1 vorstehen, wodurch sich ein T-Profil ergibt.
An der dem Abdeckelement 2 zugewandten Seite des Auflageschenkels 1.1 weist dieser
zumindest zwei Rillen bzw. Nuten auf, welche bevorzugt durch zumindest zwei Stege
1.4 gebildet sind. Zumindest in einer Nut ist ein Dichtstreifen 3 eingesetzt und zumindest
eine Nut bleibt frei, um das Abfließen von Wasser zu erleichtern. Die Stege 1.4 können
an ihrem oberen Ende einen in die Nut hineinragenden Vorsprung 1.4.1 aufweisen, sodass
in die Nut ein Keder eingesetzt werden kann.
Bevorzugt weist der Auflageschenkel 1.1 zumindest vier Nuten auf, wobei in zwei dieser
Nuten ein Dichtstreifen 3 eingesetzt ist und an den vertikalen Schenkel 1.2 zumindest
eine freie Nut anschließt und zwischen den Nuten mit Dichtstreifen zumindest eine
freie Nut angeordnet ist. Bevorzugt sind beide dieser Dichtstreifen 3 beidseitig klebend
ausgeführt, sodass das vormontierte System eine verbesserte Verwindungssteifigkeit
aufweist.
Die mit Dichtstreifen 3 versehenen Nuten sind breiter als die Dichtstreifen 3 ausgeführt,
um die Beweglichkeit der Dichtstreifen nicht einzuschränken. Die Dichtstreifen 3 werden
in die Nuten eingeklebt und stehen etwas aus diesen vor, wobei die Dichtstreifen 3
bevorzugt durch das Gewicht des auf diesen aufgeklebten Abdeckelements 2 soweit komprimiert
werden, dass das Abdeckelement 2 auf den Stegen 1.4 aufliegt.
Die erste an den vertikalen Schenkel 1.2 anschließende Nut kann bevorzugt in die Dehnfuge
zwischen Abdeckelement 2 und vertikalem Schenkel 1.2 hineinragen.
Der Dichtstreifen 3 kann einen beliebigen Querschnitt aufweisen, beispielsweise rund,
oval oder vieleckig, wie dargestellt weist der Dichtstreifen 3 bevorzugt einen rechteckigen
Querschnitt auf, welcher bei Längenänderung des Abdeckelements 2 wie in Fig. 4b und
4c dargestellt zu einem Parallelogramm verformt wird.
Bei Unterputzmontage weist der vertikale Schenkel 1.2 an seinem oberen Endbereich
einen weiteren Schenkel auf, welcher sich bevorzugt parallel zum Abdeckelement erstreckt
und welcher als Unterkante für die Putzschicht der Fensterlaibung dient und der bevorzugt
optional als Aufsteckwinkel 4 anbringbar ist, wie in Fig. 4c dargestellt.
[0007] Als Material für das Abdeckelement 2 und die Abschlusselemente 1 eignen sich beispielsweise
Bleche, Kunststoffe oder lackierte oder beschichtete Bleche oder Kunststoffe. Das
Abdeckelement 2 kann weiters aus Natur- oder Kunststein oder Holzwerkstoffen bestehen.
Das erfindungsgemäße System ist zwar für den Außenbereich eines Gebäudes bestimmt,
aufgrund der dort auftretenden Temperaturunterschiede und des Niederschlags, jedoch
spricht auch nichts dagegen, dass erfindungsgemäße System im Innenbereich einzusetzen.
Als Verallgemeinerung ist anzumerken, dass einer oder seltener beide Rillengleitabschlüsse
1 als Verbinder vorliegen können, welche bei langen Abdeckungen benötigt werden, um
mehrere aneinander folgende Abdeckelemente 2 untereinander zu verbinden. Solche als
Verbinder ausgeführten Rillengleitabschlüsse 1 sind in den Fig. 5a-c beispielhaft
dargestellt. Bei diesen als Verbinder ausgeführten Rillengleitabschlüssen würden die
beiden Abdeckelemente 2 links und rechts der gedachten Mittellinie mit Spiel zueinander
aufgelegt bzw. aufgeklebt. Dabei kann es insbesondere vorteilhaft sein, die jeweils
an einer Laibung oder Wand anliegenden Rillengleitanschlüsse 1 mit dem zugehörigen
Abdeckelement 2 und dem nächsten als Verbinder ausgeführten Rillengleitabschluss 1
als erfindungsgemäßes vormontiertes System auszuführen.
Die Fig. 5a zeigt einen als Eck-Verbinder ausgeführten Rillengleitabschluss 1 für
ein außenliegendes Gebäudeeck, welcher zwei in einem Winkel von 90° zueinander liegende
Abdeckelemente 2 verbinden kann, wobei wie dargestellt kein vertikaler Schenkel 1.2
vorhanden ist. Die Flachstücke 1.3 der beiden Abschlussseiten weisen Bohrungen zur
Befestigung am Gebäude bzw. am Blendrahmen auf.
Die Fig. 5b zeigt einen als Stoßverbinder ausgeführten Rillengleitabschluss 1 für
zwei Abdeckelemente 2, welcher am hinteren Ende einen Anschlusssteg zur Befestigung
an einer Wand oder einem Blendrahmen aufweist.
[0008] Die Fig. 5c zeigt die einfachste Form eines als Stoßverbinder ausgeführten Rillengleitabschlusses
1, welcher ausschließlich aus einem Auflageschenkel 1.1 mit Stegen 1.4 besteht.
Fig. 5d zeigt einen Rillengleitabschluss 1 für ein offenes Ende eines Abdeckelements
2 (liegt beispielsweise vor, wenn eine Fensteröffnung in eine Türöffnung übergeht),
bei welchem sich der vertikale Schenkel 1.2 hauptsächlich nach unten erstreckt um
die unter dem Rillengleitabschluss 1 liegende Montagefuge abzudecken.
Es liegt im Belieben des Fachmanns die in den Fig. 5a-5d offenbarten Merkmale der
Rillengleitabschlüsse 1 nach Belieben zu kombinieren, bzw. einen oder mehrerer dieser
im erfindungsgemäßen vormontierten Rillengleitabschluss-System vorzusehen.
1. Vormontiertes Rillengleitabschluss-System für Fensterbänke und sonstige Brüstungs-,
Parapet- und Mauerabdeckungen umfassend zwei Rillengleitabschlüsse (1), ein Abdeckelement
(2) und zumindest zwei Dichtstreifen (3), wobei jeder Rillengleitabschluss (1) zumindest
einen Auflageschenkel (1.1) aufweist, je ein seitliches Ende des Abdeckelements (2)
auf einem Auflageschenkel (1.1) eines Rillengleitabschlusses (1) aufliegt und sich
zumindest je ein Dichtstreifen (3) zwischen jedem Auflageschenkel (1.1) und dem Abdeckelement
(2) befindet, dadurch gekennzeichnet, dass die Rillengleitabschlüsse (1) mit einer Klebeverbindung am Abdeckelement (2) befestigt
sind.
2. Vormontiertes Rillengleitabschluss-System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebeverbindung durch zumindest je einen elastischen Dichtstreifen (3) pro Rillengleitabschluss
(1) gebildet ist, wobei der Dichtstreifen (3) an seiner Unter- und Oberseite mit Klebstoff
versehen ist oder selbst aus klebendem elastischen Dichtmaterial besteht.
3. Vormontiertes Rillengleitabschluss-System nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtstreifen (3) in einer Nut des Auflageschenkels (1.1) eingesetzt ist, die
breiter als der Dichtstreifen (3) ist und der Dichtstreifen (3) bevorzugt einen rechteckigen
Querschnitt aufweist.
4. Vormontiertes Rillengleitabschluss-System nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Auflageschenkel (1.1) zumindest zwei Nuten aufweist, wobei zumindest in einer
Nut ein Dichtstreifen (3) eingesetzt ist und zumindest eine Nut frei von Dichtstreifen
(3) ist.
5. Vormontiertes Rillengleitabschluss-System nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Auflageschenkel (1.1) zumindest drei Nuten aufweist, wobei in zwei Nuten ein
Dichtstreifen (3) eingesetzt ist und zwischen den Nuten mit Dichtstreifen (3) zumindest
eine freie Nut angeordnet ist.
6. Vormontiertes Rillengleitabschluss-System nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Rillengleitabschluss (1) einen L oder T-förmigen Querschnitt aufweist, welcher
durch den Auflageschenkel (1.1) und den vertikale Schenkel (1.2) gebildet ist.
7. Vormontiertes Rillengleitabschluss-System nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Rillengleitabschluss (1) an seinem hinteren, dem Gebäude zugewandten Ende ein
Flachstück (1.3) aufweist, welches den Eckbereich zwischen dem vertikalen Schenkel
(1.2) und dem Auflageschenkel (1.1) des Rillengleitabschlusses (1) abschließt.
8. Vormontiertes Rillengleitabschluss-System nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckelement (2) an seinem dem Gebäude zugewandt liegenden Ende eine abgewinkelte
Anschlussleiste (2.1) aufweist, über welche es am Gebäude insbesondere am Blendrahmen
bzw. am Basisprofil eines Fensters befestigbar ist.
9. Vormontiertes Rillengleitabschluss-System nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass in die zwischen dem Abdeckelement (2) und den vertikalen Schenkeln (1.2) liegenden
Dehnfugen entnehmbare Abstandhalter eingesetzt sind.
10. Vormontiertes Rillengleitabschluss-System nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckelement (2) und der Auflageschenkel (1.1) an ihrem vorderen Ende nach unten
abgewinkelt ausgeführt sind, wobei der abgewinkelte Abschnitt (2.2) des Abdeckelements
(2) den abgewinkelten Abschnitt (1.1.1) des Auflageschenkels (1.1) hakenförmig untergreift
und der vertikale Schenkel (1.2) an seinem vorderen Ende einen breiteren nach unten
vorstehend Abschnitt (1.2.1) aufweist, welcher seitlich den abgewinkelten Abschnitt
(2.2) der Fensterbank (2) nach vorne und unten überragt und den abgewinkelten Abschnitt
(1.1.1) des Auflageschenkels (1.1) nach hinten überragt.