[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Druckgießen eines metallischen
Bauteils.
[0002] Der Druckguss ist ein industrielles Gießverfahren für die Massenproduktion von Bauteilen.
Hierfür kommen in der Regel metallische Werkstoffe mit niedrigem Schmelzpunkt, wie
beispielsweise Aluminium und Magnesium, zum Einsatz.
[0003] Beim Druckguss wird Metallschmelze unter hohem Druck von ca. 10 bis 200 MPa und mit
einer hohen Formfüllgeschwindigkeit von bis zu 120 m/s in die Kavität einer Druckgussform
gedrückt, wo diese dann erstarrt. Dabei wird mit einer Dauerform, d.h. ohne Modell,
gearbeitet.
[0004] Insbesondere vergleichsweise große und geometrisch komplex geformte Bauteile, die
mittels Druckguss hergestellt werden, benötigen ein vergleichsweise großes Angusssystem.
Darunter werden Zuführkanäle verstanden, die die Gießkammer mit der Kavität der Druckgussform
verbinden. Das in dem Angusssystem befindliche Material erstarrt gemeinsam mit dem
das eigentliche Bauteil ausbildenden Material und muss nachträglich entfernt werden.
Dies stellt einen erheblichen Bearbeitungsaufwand dar.
[0005] Vielfach beträgt das Verhältnis der Angussmasse zu der Masse des herzustellenden
Bauteils eins und größer. Beim Druckguss wird somit mehr Materialabfall erzeugt als
Material für das Bauteil genutzt wird. Dies ist aus mehreren Gründen unwirtschaftlich.
Zum einen muss für jedes Bauteil deutlich mehr Material eingeschmolzen werden, als
für das Bauteil eigentlich benötigt wird. Weiterhin muss der Materialabfall nach dem
Abtrennen entsorgt oder zur Wiederverwendung erneut eingeschmolzen werden. Weiterhin
werden die Zuführkanäle regelmäßig mit vergleichsweise großen Strömungsdurchmessern
ausgelegt, um die Abkühlung der Schmelze in dem Angusssystem sowie den Strömungswiderstand
möglichst gering zu halten. Infolge der großvolumigen Auslegung erstarrt die Schmelze
in dem Angusssystem jedoch regelmäßig deutlich später als in der Kavität der Druckgussform
selbst. Die erreichbaren Zykluszeiten werden somit durch die für das Erstarren des
Materials in dem Angusssystem benötigte Zeit beschränkt. Weiterhin wird durch das
Angusssystem die Größe der Druckgussform und die für das Schließen der zweiteiligen
Druckgussform benötigten Schließkräfte und damit der Anlagenaufwand erhöht.
[0006] Die durch das Angusssystem einer Druckgießvorrichtung hervorgerufenen Nachteile können
grundsätzlich auch beim technologisch ähnlichen Spritzgießen von Kunststoffen auftreten.
Vermieden werden kann dies jedoch durch eine Ausbildung einer Spritzgießvorrichtung
mit einem sogenannten Heißkanalsystem. Bei einer solchen Spritzgießvorrichtung ist
das Angusssystem gegenüber dem restlichen Spritzgusswerkzeug höher temperiert und
thermisch isoliert. Dadurch wird verhindert, dass das Material im Angusssystem erstarrt.
Somit steht es für das Spritzgießen eines darauffolgenden Bauteils zur Verfügung.
Ventile, die im Übergang von dem Angusssystem zur Kavität angeordnet sind, entkoppeln
das erstarrende Material in der Kavität von dem Material im Angusssystem und ermöglichen
die Entformung des erstarrten Bauteils ohne den Anguss. Durch den so erreichten Fortfall
eines erstarrten Angusses an dem Bauteil können die o.g. Nachteile vermieden werden.
[0007] Es wurde bereits angedacht, das vom Kunststoff-Spritzgießen bekannte Heißkanalsystem
auf eine Vorrichtung für das Druckgießen metallischer Bauteile zu übertragen, siehe
DE 44 44 092 A1. Eine praktische Umsetzung dieser Idee ist jedoch bislang gescheitert. Gründe dafür
liegen insbesondere in der erheblichen Beanspruchung der beteiligten Anlagenteile
durch die Metallschmelze. Dabei spielen insbesondere die hohen Temperaturen der Metallschmelze
von ca. 620°C bis 750°C und die teils erheblichen Temperaturunterschiede, sowohl zwischen
kaltem Nichtbetriebszustand und heißem Betriebszustand der gesamten Vorrichtung als
auch zwischen einzelnen Anlagenteilen im Betriebszustand, eine Rolle. Auch die Aggressivität
von beispielsweise einer Aluminiumschmelze gegenüber anderen Metallen erschwert eine
Umsetzung eines Heißkanalsystems für das Druckgießen von metallischen Bauteilen.
[0008] Ausgehend von diesem Stand der Technik hat der Erfindung die Aufgabe zugrunde gelegen,
eine Möglichkeit zur Umsetzung eines vom Kunststoff-Spritzgießen prinzipiell bekannten
und praktisch umgesetzten Heißkanalsystems beim Druckgießen von metallischen Bauteilen
anzugeben.
[0009] Voranstehende Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung zum Druckgießen eines metallischen
Bauteils mit einer Druckgussform mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Weitere Merkmale
und Details der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der Beschreibung und
den Zeichnungen.
[0010] Bei einer Vorrichtung zum Druckgießen eines metallischen Bauteils mit einer Druckgussform,
die eine das Bauteil ausformende Kavität aufweist, wobei die Kavität über mindestens
einen temperierten Zuführkanal mit einer Quelle für eine Metallschmelze verbunden
ist und wobei ein Einbringen der Metallschmelze in die Kavität über mindestens ein
Gießventil erfolgt, ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass der Zuführkanal einen Ringkanal
ausbildet, in dem Metallschmelze mittels einer Fördereinrichtung im Kreislauf permanent
förderbar ist.
[0011] Mit der Ausbildung des Zuführkanals als Ringkanal können eine Reihe von Vorteilen
generiert werden. Insbesondere ermöglicht dies die permanente Förderung des im Zuführkanals
befindlichen Materials und somit auch dann, wenn gerade kein Material in die Kavität
eingebracht wird, wie dies beispielsweise beim Aushärten des Materials in der Kavität
zur Ausbildung des Bauteils oder bei dem Entformen des Bauteils der Fall ist. Eine
permanente Förderung und damit Bewegung des Materials im Zuführkanal sorgt für eine
Durchmischung und verhindert dadurch auch ein lokales Aushärten des Materials im Zuführkanal.
[0012] Aus der
DE 103 59 692 A1 ist eine Vorrichtung zum Druckgießen eines metallischen Bauteils mit einer Druckgussform
offenbart, die eine das Bauteil ausformende Kavität aufweist, wobei die Kavität über
einen temperierten Zuführkanal [26] mit einer Quelle für eine Metallschmelze verbunden
ist und wobei ein Einbringen der Metallschmelze in die Kavität über mindestens ein
Gießventil erfolgt Aus der
EP 2 835 192 A1 (Stand der Technik nach Art. 54(3) EPÜ) ist eine Druckgießvorrichtung mit einer Ringleitung
offenbart, wobei Pumpmittel in Form von Spulen zum Fördern oder Erhitzen der Schmelze
vorgesehen sind.
[0013] Ein weiterer relevanter Vorteil, der durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der
Vorrichtung realisiert werden kann, liegt darin, dass die Druckverhältnisse im Zuführkanal
aufgrund der ringförmigen Ausgestaltung besser beeinflussbar sind. Dies gilt insbesondere
dann, wenn, wie vorzugsweise vorgesehen, mehr als eine Fördereinrichtung vorgesehen
ist. Eine Beeinflussung der Druckverhältnisse in dem Zuführkanal kann insbesondere
vorteilhaft sein, wenn, wie vorzugsweise vorgesehen, mehrere Gießventile entlang des
Zuführkanals verteilt angeordnet sind.
[0014] Bei der Metallschmelze kann es sich insbesondere um eine Schmelze eines Leichtmetalls,
insbesondere Aluminium oder Magnesium, oder einer ein solches Leichtmetall umfassenden
Legierung handeln.
[0015] Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass der Zuführkanal in einen stationären Teil
der Druckgussform integriert ist. Die Druckgussform weist dann noch mindestens einen
mobilen Teil auf, der von dem stationären Teil entfernbar ist, um ein Entformen des
Bauteils zu ermöglichen. Durch die Integration des Zuführkanals in den stationären
Teil kann vermieden werden, dass dieser zum Öffnen der Druckgussform von dieser entkoppelt
werden muss.
[0016] In einer bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann vorgesehen
sein, dass die Quelle für die Metallschmelze einen Vorhalteraum und ein trennbar mit
dem Vorhalteraum verbundenes Metallschmelzereservoir umfasst. Die Trennung der Quelle
für die Metallschmelze in einen Vorhalteraum und ein Metallschmelzereservoir ermöglicht,
eine definierte Menge der Metallschmelze zu isolieren, um anschließend eine entsprechende
Menge der Metallschmelze in die Kavität einzubringen, um das Bauteil druckzugießen.
[0017] Durch die Separierung der definierten Menge muss nur diese sowie die im Zuführkanal
enthaltene Metallschmelze für das Druckgießen unter Druck gesetzt werden, wohingegen
die gegebenenfalls deutlich größere, in dem Metallschmelzereservoir aufgenommene Menge
der Metallschmelze beispielsweise bei atmosphärischem Druck gelagert werden kann.
Dementsprechend ist in einer bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
vorgesehen, dass die in dem Vorhalteraum enthaltene Metallschmelze mittels Druckerzeugungsmitteln
in den Zuführkanal ausbringbar ist. Bei den Druckerzeugungsmitteln kann es sich vorzugsweise
um mindestens einen Kolben handeln, der insbesondere hydraulisch verschiebbar ausgeführt
sein kann, um das Volumen des Vorhalteraums zu verändern.
[0018] Um eine trennbare Verbindung zwischen dem Vorhalteraum und dem Metallschmelzereservoir
zu erhalten, kann ein ansteuerbares Ventil vorgesehen sein, das eine zwischen dem
Vorhalteraum und dem Metallschmelzereservoir ausgebildete Übergangsöffnung bedarfsweise
verschließt oder zumindest teilweise freigibt.
[0019] Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass der Zuführkanal an mindestens zwei Stellen
in den Vorhalteraum mündet. Dadurch kann der Vorhalteraum vorteilhaft in eine Kreislaufförderung
der Metallschmelze in dem Zuführkanal integriert werden. Dies kann insbesondere auch
ein Einbringen der Metallschmelze in die Kavität über mehrere Gießventile positiv
beeinflussen, da so die Fließwege der Metallschmelze von dem Vorhalteraum zu den einzelnen
Gießventilen vergleichsweise kurz gehalten werden können.
[0020] In einer weiterhin bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann
vorgesehen sein, dass der Zuführkanal in zumindest einem Abschnitt aus Rohrstücken,
insbesondere geraden Rohrstücken und aus die Rohrstücke verbindenden Verbindungsstücken
ausgebildet ist. Durch diese Ausgestaltung kann ein Zuführkanal ausgebildet werden,
der einfach aufgebaut ist und gleichzeitig die erheblichen Belastungen, die von der
Metallschmelze auf die den Zuführkanal ausbildenden Bauteile ausgeübt werden, insbesondere
die unterschiedlichen thermisch bedingten Längungen, kompensieren kann. Zur Verbindung
der Rohrstücke mit den Verbindungsstücken kann vorgesehen sein, dass die Enden der
Rohrstücke in entsprechende Aufnahmeöffnungen der Verbindungsstücke eingesteckt sind.
Dabei kann eine definierte Längsbeweglichkeit der Enden der Rohrstücke in den Aufnahmeöffnungen
vorgehsehen sein, um unterschiedliche thermisch bedingte Längungen der Rohrstücke
einerseits und der Verbindungsstücke andererseits ausgleichen zu können.
[0021] Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass zumindest einige der Verbindungsstücke einen
gekrümmt verlaufenden Kanalabschnitt und/oder ein Gießventil integrieren. Die Integration
gekrümmter Abschnitte des Zuführkanals und von Funktionselementen der Vorrichtung
erfolgt somit vorzugsweise in die gegebenenfalls großvolumiger ausgeführten Verbindungsstücke.
[0022] Diese bieten zudem die Möglichkeit einer guten Integration einer Heizvorrichtung,
um die Verbindungsstücke und damit die innerhalb des entsprechenden Zuführkanalabschnitts
geführte Metallschmelze aktiv zu beheizen und damit flüssig zu halten. Im Gegensatz
dazu kann vorgesehen sein, dass die Rohrstücke des Zuführkanals passiv, d.h. durch
die durch diese hindurchströmende Metallschmelze selbst beheizt werden.
[0023] Um die thermisch bedingte Längung der Rohrstücke einerseits und der Verbindungsstücke
andererseits möglichst gleich zu halten, kann vorzugsweise vorgesehen sein, die Rohrstücke
und die Verbindungsstücke jeweils zumindest zu einem Großteil aus demselben Werkstoff
auszubilden. Als Werkstoff für die Rohrstücke und/oder für die Verbindungsstücke kann
insbesondere ein Keramikwerkstoff, wie beispielsweise Aluminiumtitanat und/oder Siliziumnitrid,
genutzt werden.
[0024] In einer weiterhin bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann
vorgesehen sein, dass die Fördereinrichtung elektromagnetisch wirkend ausgebildet
ist. Diese ist somit derart ausgebildet, dass sich bewegende Magnetfelder erzeugt
werden, die durch magnetische Krafteinwirkung die Bewegung der Metallschmelze bewirken.
Dadurch wird ermöglicht, alle Teile der Fördereinrichtung außerhalb der Metallschmelze
zu positionieren. Eine Positionierung von Förderelementen, wie beispielsweise einem
Pumpenrad, innerhalb der Metallschmelze kann dadurch vermieden werden.
[0025] Ein Gießventil für eine erfindungsgemäße Vorrichtung kann vorzugsweise einen quer
und insbesondere senkrecht zu der Längsachse des Zuführkanals beweglichen Ventilkörper
aufweisen, der in einer geschlossenen Stellung eine den Zuführkanal mit der Kavität
verbindende Auslassöffnung verschließt und in einer geöffneten Stellung die Auslassöffnung
zumindest teilweise freigibt. Bei einem solchen Gießventil wird die Ausbildung von
"Totwasserstellen" vermieden, in denen sich Metallschmelze ansammeln kann, die von
der im Kreislauf geförderten Metallschmelze nicht mitgenommen würde.
[0026] In einer bevorzugten Ausgestaltung des Gießventils kann vorgesehen sein, dass ein
Ventilsitz für den Ventilkörper ausgebildet wird, der in Richtung des Zuführkanals
sich verbreiternd ausgebildet ist. Gleichzeitig kann ein Kopf des Ventilkörpers in
Richtung der Kavität sich verjüngend ausgebildet sein. Dadurch können sowohl vorteilhafte
Strömungsbedingungen in der geöffneten Stellung des Ventilkörpers als auch eine gute
Abdichtungswirkung in der geschlossenen Stellung des Ventilkörpers erreicht werden.
Gleichzeitig ist die Gefahr eines Verklemmens des Ventilkörpers in dem Ventilsitz
gering.
[0027] Durch eine Nachverdichtung der in die Kavität eingebrachten Metallschmelze kann in
bekannter Weise die Qualität des herzustellenden Bauteils positiv beeinflusst werden.
Insbesondere eine Verringerung von Poren und Lufteinschlüssen kann dadurch erreicht
werden. Grundsätzlich kann eine Vorrichtung zur Nachverdichtung der in die Kavität
eingebrachten Metallschmelze an mehreren geeigneten Stellen der Gussform erfolgen.
Vorteilhaft kann jedoch eine Integration eines in eine in die Kavität ragende Stellung
verfahrbaren Nachdrückkolbens in das Gießventil und insbesondere den Ventilkörper
sein. Dadurch kann beispielsweise der Nachdrückkolben in ein ohnehin zwischen dem
Auslass des Gießventils und der Kavität der Gussform vorhandenes (erfindungsgemäß
jedoch sehr kleinvolumiges) Angusssystem verfahren werden. Dadurch wird nicht nur
ein zusätzlicher, durch den Nachdrückkolben erzeugter Oberflächenfehler am Bauteil
vermieden, sondern gegebenenfalls auch das Volumen des Angusssystems und damit ein
am Bauteil verbleibender Anguss noch weiter reduziert.
[0028] Der Ventilkörper und/oder der Nachdrückkolben können vorzugsweise in beide Richtungen
(Ein- und Ausfahren) voneinander unabhängig aktiv betätigbar sein. Dazu kann mindestens
eine entsprechende Stellvorrichtung vorgesehen sein, die besonders bevorzugt hydraulisch
wirkend ausgebildet sein kann. Weiterhin bevorzugt kann vorgesehen sein, die Stellvorrichtung(en)
von dem Zuführkanal thermisch zu isolieren, um die thermische Belastung der Stellvorrichtung
durch eine Wärmeübertragung von der in dem Zuführkanal geführten Metallschmelze möglichst
gering zu halten. Das thermische Isolieren kann beispielsweise durch eine konstruktive
Trennung mit Zwischenanordnung von isolierenden Elementen oder auch luftgefüllten
Zwischenräumen erfolgen.
[0029] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigt jeweils schematisch:
- Figur 1:
- eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Druckgießen eines metallischen Bauteils in einer
Ansicht von oben,
- Figur 2:
- einen Teil der Vorrichtung gemäß der Fig. 1 in einem Längsschnitt,
- Figur 3:
- einen Querschnitt durch die Darstellung der Fig. 2 entlang der Schnittebene III -
III,
- Figur 4:
- einen Teil des Zuführkanals der Vorrichtung gemäß der Fig. 1 in einem Horizontalschnitt,
- Figur 5a bis 5f:
- verschiedene Stellungen eines Gießventils der Vorrichtung gemäß der Fig. 1 im Rahmen
des Druckgießens eines metallischen Bauteils,
- Figur 6:
- ein Gießventil für eine Vorrichtung gemäß der Fig. 1 in einer Seitenansicht,
- Figur 7:
- einen Schnitt durch das Gießventil gemäß der Fig. 6 entlang der Schnittebene VII -
VII,
- Figur 8:
- das Gießventil gemäß den Fig. 6 und 7 in einer Vorderansicht,
- Figur 9:
- einen Schnitt durch das Gießventil gemäß der Fig. 8 entlang der Schnittebene IX -
IX,
- Figur 10:
- einen Schnitt durch das Gießventil gemäß der Fig. 8 entlang der Schnittebene X - X,
- Figur 11:
- einen Schnitt durch das Gießventil gemäß der Fig. 8 entlang der Schnittebene XI -
XI,
- Figur 12a und 12b:
- einen Längsschnitt durch eine alternative Ausführungsform eines Gießventils für eine
Vorrichtung gemäß der Fig. 1 in zwei Schaltstellungen,
- Figur 13a und 13b:
- einen Längsschnitt durch eine alternative Ausführungsform eines Gießventils für eine
Vorrichtung gemäß der Fig. 1 in zwei Schaltstellungen,
- Figur 14a und 14b:
- einen Längsschnitt durch eine alternative Ausführungsform eines Gießventils für eine
Vorrichtung gemäß der Fig. 1 in zwei Schaltstellungen,
- Figur 15:
- eine Vorderansicht einer alternativen Ausführungsform eines Gießventils für eine Vorrichtung
gemäß der Fig. 1,
- Figur 16:
- das Gießventil gemäß der Fig. 15 in einem Längsschnitt
- Figur 17a und 17b:
- eine Vorderansicht durch eine alternative Ausführungsform eines Gießventils für eine
Vorrichtung gemäß der Fig. 1 in zwei Schaltstellungen,
- Figur 18a und 18b:
- Längsschnitte durch das Gießventil gemäß den Fig. 17a und 17b in den zwei Schaltstellungen
entlang der Schnittebene XVIII - XVIII,
- Figur 19a und 19b:
- eine Vorderansicht durch eine alternative Ausführungsform eines Gießventils für eine
Vorrichtung gemäß der Fig. 1 in zwei Schaltstellungen, und
- Fig. 20a und 20b:
- Längsschnitte durch das Gießventil gemäß den Fig. 17a und 17b in den zwei Schaltstellungen
entlang der Schnittebene XX -XX.
[0030] Die Fig. 1 zeigt schematisch eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Druckgießen eines
metallischen Bauteils. Die Vorrichtung umfasst eine Druckgussform 1, die auswechselbar
in einer Pressenvorrichtung 2 lagerbar ist. Zum Auswechseln kann die Druckgussform
1 beispielsweise entlang des Doppelpfeils 3 aus der Pressenvorrichtung heraus- oder
in diese hineinbewegt werden. Die Druckgussform 1 umfasst ein in der Fig. 1 dargestelltes
Unterteil, das fest mit einem in der Fig. 1 dargestellten stationären Teil der Pressenvorrichtung
2 verbindbar ist, sowie ein nicht dargestelltes Oberteil, das fest mit einem nicht
dargestellten mobilen Teil der Pressenvorrichtung 2 verbindbar ist. Durch ein Verfahren
des mobilen Teils der Pressenvorrichtung 2 mittels Hydraulikzylindern 4 kann die Druckgussform
geschlossen werden, wobei dann das Oberteil der Druckgussform 1 auf dem Unterteil
der Druckgussform 1 dichtend aufliegt. Dabei wird zentral innerhalb der Druckgussform
1 eine weitgehend geschlossene Kavität 5 ausgebildet, die die Negativform des herzustellenden
Bauteils darstellt. Durch ein Verfahren des mobilen Teils der Pressenvorrichtung 2
kann die Druckgussform 1 nach dem Druckgießen und Erstarren des Bauteils geöffnet
und das Bauteil somit entformt werden.
[0031] In die Druckgussform 1 ist, die Kavität 5 umgebend, ein Zuführkanal 6 für Metallschmelze,
aus der das Bauteil druckgegossen werden soll, integriert. Dabei erfolgt die Integration
vorzugsweise in das stationäre Unterteil der Druckgussform 1. Die Integration des
Zuführkanals 6 in die Druckgussform 1 kann auswechselbar vorgesehen sein, beispielsweise
indem die entsprechenden Elemente (Rohrstücke 7 und Verbindungsstücke 8) des Zuführkanals
6 auswechselbar in entsprechenden Aufnahmeöffnungen oder -vertiefungen eines Grundkörpers
der Druckgussform 1 angeordnet sind.
[0032] Der Zuführkanal setzt sich zum einen aus gerade Rohrstücken 7 sowie Verbindungsstücken
8 zusammen. Wie sich aus der Fig. 4 ergibt, erfolgt die Verbindung zwischen den Rohrstücken
7 und den Verbindungsstücken 8 durch ein Einstecken eines Endes eines an ein Verbindungsstück
8 angrenzenden Rohrstücks 7 in eine entsprechende Aufnahmeöffnung dieses Verbindungsstücks
8. Dabei kann vorgesehen sein, dass die Aufnahmeöffnungen ein definiertes Übermaß
sowohl in radialer als auch längsaxialer Richtung der Rohrstücke 7 aufweisen, um eine
im Betrieb auftretende, thermisch bedingte Längung dieser Elemente auszugleichen.
Eine Abdichtung des zwischen der Außenseite der eingesteckten Enden der Rohrstücke
7 und der Innenwände der entsprechenden Aufnahmeöffnungen kann durch ein separates
Dichtelement 9, beispielsweise in Form eines Metall-O-Rings, insbesondere eines sogenannten
Wills-Rings erfolgen.
[0033] In die in den Ecken des umlaufenden Zuführkanals 6 angeordneten Verbindungsstücke
8 sind um 90° gekrümmt verlaufende Kanalabschnitte 10 integriert. In die zwei mittig
angeordneten Verbindungsstücke 8 ist jeweils ein Gießventil 11 integriert. Die Gießventile
11 dienen dazu, die in dem Zuführkanal 6 enthaltene Metallschmelze beim Druckgießen
des Bauteils definiert in die Kavität 5 einzubringen. Ist die Kavität 5 gefüllt, wird
diese durch ein Schließen der Gießventile 11 von dem Zuführkanal 6 abgetrennt. Dadurch
kann die in der Kavität 5 enthaltene Metallschmelze unabhängig von der in dem Zuführkanal
6 enthaltenen Metallschmelze aushärten, sowie das Bauteil nach dem Aushärten entformt
werden.
[0034] Um ein Aushärten der Metallschmelze in dem Zuführkanal 6 zu vermeiden, sind die Verbindungsstücke
8 aktiv beheizt. Hierzu umfassen diese jeweils eine nicht dargestellte Heizvorrichtung.
Diese kann insbesondere elektrisch betrieben sein. Für die Rohrstücke 7 ist dagegen
keine aktive Beheizung vorgesehen (aber möglich). Diese werden somit ausschließlich
passiv durch Wärmeübertragung von der Metallschmelze erwärmt und dadurch auf eine
Temperatur gebracht, die annähernd derjenigen der Verbindungsstücke 8 entspricht.
Um einen Wärmeübergang an die Umgebung zu verringern, können insbesondere die Rohrstücke
7, gegebenenfalls aber auch die Verbindungsstücke 8 außenseitig mit einer thermischen
Isolierung versehen werden. In der Fig. 4 ist auch ein Verbindungsstück 8 dargestellt,
das lediglich als Verbindungsmuffe 12 für zwei Rohrstücke dient, und somit weder einen
gekrümmten Kanalabschnitt 10 noch ein Gießventil 11 integriert. Ein solches Verbindungsstück
8 kann insbesondere dazu dienen, die Länge der einzelnen daran angeschlossenen Rohrstücke
7 gering zu halten.
[0035] Es kann vorzugsweise vorgesehen sein, die Rohrstücke 7 und die Verbindungsstücke
8 möglichst weitgehend aus demselben Material auszubilden. Hierfür kann sich insbesondere
ein Keramikwerkstoff, wie beispielsweise Aluminiumtitanat und/oder Siliziumnitrid,
eignen. Ein solcher Keramikwerkstoff kann sich insbesondere durch eine gute Hochtemperaturbeständigkeit
sowie eine gute chemische Beständigkeit gegenüber der Metallschmelze (insbesondere
bei einer Aluminium-Metallschmelze) auszeichnen.
[0036] Die erfindungsgemäße Vorrichtung umfasst weiterhin noch einen Vorhalte- und Zuführteil
13. In diesen ist eine Quelle für die Metallschmelze integriert. Die Quelle umfasst
einen durch insbesondere eine elektrische Heizvorrichtung temperierten Vorhalteraum
14 sowie ein Metallschmelzereservoir 15. Der Vorhalteraum 14 ist über eine Übertrittsleitung
16 mit dem Metallschmelzereservoir 15 fluidleitend verbunden, wobei die fluidleitende
Verbindung mittels eines ansteuerbaren Schmelzeventils 17 bedarfsweise verschließbar
ist, wodurch eine druckfeste Trennung zwischen dem Vorhalteraum 14 und dem Metallschmelzereservoir
15 erreicht werden kann.
[0037] Der Vorhalteraum 14 ist über zwei ebenfalls temperierte Verbindungsabschnitte 18
des Zuführkanals 6 mit dem in der Druckgussform 1 ausgebildeten Abschnitt des Zuführkanals
6 verbunden. In den Verbindungsabschnitten 18 ist jeweils eine Fördereinrichtung 19
intergiert, die als elektromagnetische Umlaufpumpen ausgebildet sind. Die Verbindungsabschnitte
18 sind über vorzugsweise automatisch lösbare Kupplungsvorrichtungen 20 mit dem in
der Druckgussform 1 integrierten Abschnitt des Zuführkanals 6 verbunden.
[0038] Das Metallschmelzereservoir 15 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel als an seiner
Oberseite geöffneter Behälter ausgebildet, der in bekannter Weise über beispielsweise
einen Dosierlöffel oder einen Dosierofen befüllt werden kann. Die Übertrittsleitung
16 geht am Boden des Metallschmelzereservoirs 15 ab und führt zu einer Übertrittsöffnung
21, die an tiefster Stelle in den zylindrisch ausgebildeten Vorhalteraum 14 mündet.
Die Übertrittsöffnung 21 wird mittels eines Gießkolbens 22 in Abhängigkeit von der
Schaltstellung des Schmelzeventils 17 verschlossen oder freigegeben.
[0039] In einer Ausgangsstellung der Vorrichtung, in der der Zuführkanal 6 noch nicht mit
Metallschmelze befüllt ist, wird zunächst der Vorhalteraum 14 vorbefüllt. Dazu wird
das Schmelzeventil 17 geöffnet, wodurch der Vorhalteraum 14 durch den hydrostatischen
Druck der in dem Metallschmelzereservoir 15 enthaltenen Metallschmelze gefüllt wird.
Dazu sollte, um eine möglichst vollständige Füllung des Vorhalteraums 14 zu erreichen,
der Füllstand im Metallschmelzereservoir 15 stets mindestens so hoch wie die höchste
Stelle des Vorhalteraums 14 sein. Ein Entlüften des Vorhalteraums 14 bei dem Vorbefüllen
mit Metallschmelze kann über den Zuführkanal 6 und die geöffneten Gießventile 11 (oder
ein oder mehrere separate (nicht dargestellte) Entlüftungsventile) erfolgen. Weiterhin
kann ein Betrieb der Fördereinrichtungen 19, bei dem beide in Richtung des Vorhalteraums
14 (d.h. "rückwärts") fördern, ein Überlaufen von aus dem Metallschmelzereservoir
15 in den Vorhalteraum 14 eintretender Metallschmelze über die Verbindungsabschnitte
18 in den in die Druckgussform 1 integrierten Abschnitt des Zuführkanals 6 verhindert
und damit ein weitgehend vollständiges Vorbefüllen des Vorhalteraums 14 erreicht werden.
[0040] Anschließend kann der Zuführkanal 6 mit der Metallschmelze befüllt werden. Dazu wird
das Schmelzeventil 17 erneut geöffnet und gleichzeitig die beiden Fördereinrichtungen
19 derart geschaltet, dass diese Metallschmelze in Richtung des Zuführkanals 6 (d.h.
"vorwärts") fördern. Dabei sorgt die Vorbefüllung des Vorhalteraums 14 für ein ununterbrochenes
Ansaugen von Metallschmelze aus dem Metallschmelzereservoir 15. Beim Befüllen des
Zuführkanals 6 können die Fördereinrichtungen 19 mit voller Leistung gefahren werden,
was zu einem Befüllen des Zuführkanals 6 mit der Metallschmelze unter einem Druck
von beispielsweise maximal 5 bar führen kann. Sobald der Zuführkanal 6 befüllt ist,
wird eine der Fördereinrichtungen 19 mit einer reduzierten Leistung von beispielsweise
20% weiter vorwärts betrieben, während die zweite Fördereinrichtung 19 mit erhöhter,
beispielsweise voller Leistung weiter vorwärts fördert. Diese Schaltung der Fördereinrichtungen
19 wird nachfolgend als "Umlaufschaltung" bezeichnet. Durch die Umlaufschaltung der
Fördereinrichtungen 19 entsteht eine Druckdifferenz zwischen den zwei Verbindungsabschnitten
18 des Zuführkanals 6, die für einen ständigen Umlauf der Metallschmelze in dem (gemeinsam
mit dem Vorhalteraum 14) einen Ringkanal ausbildenden Zuführkanal 6 sorgt.
[0041] Zum Druckgießen eines Bauteils wird ein Gießkolben 22 bei befülltem Vorhalteraum
14 und Zuführkanal 6 mittels eines insbesondere hydraulischen Antriebs 23 derart ausgefahren,
dass die in dem Vorhalteraum 14 und dem Zuführkanal 6 enthaltene Metallschmelze unter
Druck gesetzt wird. Dann werden die Gießventile 11 geöffnet und die für den Abguss
erforderliche Menge an Metallschmelze über den Gießkolben 22 in den Zuführkanal 6
nachgeschoben. Nach einem vollständigen Befüllen der Kavität 5 mit der Metallschmelze
schließen die Gießventile 11 wieder. Während des Druckgießens bleibt die Umlaufschaltung
der Fördereinrichtungen 19 aktiviert.
[0042] Der Vorhalteraum 14 kann daraufhin wieder befüllt werden, um das Druckgießen eines
weiteren Bauteils vorzubereiten. Dazu wird das Schmelzeventil 17 geöffnet und der
Gießkolben 22 zurückgefahren, so dass Metallschmelze - unterstützt durch den hydrostatischen
Druck - aus dem Metallreservoir 15 in den Vorhalteraum 14 nachgesaugt wird. Dabei
wird der Vorhalteraum 14 mit einer Menge an Metallschmelze befüllt, die in etwa der
Menge des für das Bauteil benötigten Materials entspricht. Das Volumen und damit die
in den Vorhalteraum 14 einbringbare Menge an Metallschmelze sind über die Stellung
des zurückgefahrenen Gießkolbens 22 einstellbar. Ist der Vorhalteraum 14 vollständig
befüllt, wird das Schmelzeventil 17 geschlossen. Beim Wiederbefüllen des Vorhalteraums
14 bleibt die Umlaufschaltung der Fördereinrichtungen 19 ebenfalls aktiviert. Durch
das dabei erfolgende vorwärts Fördern beider Fördereinrichtungen 19 kann vermieden
werden, dass der Zuführkanal 6 beim Wiederbefüllen des Vorhalteraums 14 teilweise
entleert wird und die zum Füllen des Vorhalteraums 14 benötigte Schmelze vielmehr
ausschließlich aus dem Metallschmelzereservoir 15 nachgesaugt wird.
[0043] Vor einer länger andauernden Betriebsunterbrechung der Vorrichtung sollte der Zuführkanal
6, der Vorhalteraum 14 und gegebenenfalls auch das Metallschmelzereservoir 15 entleert
werden. Dazu werden beide Fördereinrichtungen 19 rückwärts geschaltet und das Schmelzeventil
17 sowie zur Belüftung die Gießventile 11 (oder die separaten Entlüftungsventile)
geöffnet. Mittels der Fördereinrichtungen 19 wird die Metallschmelze dann in das Metallschmelzereservoir
15 gefördert. Über das Öffnen eines in die Übertrittsleitung 16 integrierten Ablassventils
24 kann das Metallschmelzereservoir 15 und auch der Vorhalteraum 14 vollständig entleert
werden. Die entleerte Druckgussform 1 kann automatisch entkuppelt und aus der Pressenvorrichtung
2 gefahren werden.
[0044] Die Betätigung eines Gießventils 11 im Rahmen des Druckgießens eines Bauteils ist
in den Fig. 5a bis 5f in sechs Schritten beziehungsweise Schaltstellungen dargestellt.
[0045] Dabei zeigt die Fig. 5a die Schaltstellung des Gießventils 11, in der sich dieses
befindet, während die Kavität 5 der Druckgussform 1 für das Druckgießen vorbereitet
wird. Dabei kann diese gereinigt und mit einem Trennmittel besprüht werden. Ein Ventilkörper
25 des Gießventils 11 befindet sich dabei in einer eine Auslassöffnung 26 des Gießventils
11 verschließenden Stellung. Weiterhin ist ein Nachdrückkolben 27 in einer in Richtung
der Kavität 5 ausgefahrenen Stellung positioniert. Dabei ragt der Nachdrückkolben
27 über den Ventilkörper 25 hinaus in einen Angussabschnitt 28 der Kavität 5.
[0046] Für das Druckgießen wird zunächst der Nachdrückkolben 27 in eine zurückgezogene Stellung
verfahren (vgl. Fig. 5b) und anschließend auch der Ventilkörper 25 in eine geöffnete
Stellung bewegt (vgl. Fig. 5c).
[0047] Nach dem vollständigen Befüllen der Kavität 5 mit der Metallschmelze wird zunächst
der Ventilkörper 25 geschlossen (vgl. Fig. 5d) und anschließend der Nachdrückkolben
27 ausgefahren (vgl. Fig. 5e). Dadurch wird die Metallschmelze in der Kavität 5 nachverdichtet,
was in bekannter Weise der Qualität des druckgegossenen Bauteils zugute kommt.
[0048] Die Schaltstellung gemäß der Fig. 5e wird solange beibehalten, bis das Material in
der Kavität 5 erstarrt und definiert abgekühlt ist und somit entformt werden kann.
Für das Entformen wird der Nachdrückkolben 27 in die zurückgezogene Position verfahren
(vgl. Fig. 5f).
[0049] Eine mögliche Ausgestaltung des Gießventils 11 ist in den Fig. 6 bis 11 in verschiedenen
Ansichten und Schnittdarstellungen gezeigt.
[0050] Das Gießventil 11 umfasst ein Gehäuse 29, bei dem es sich auch um ein Gehäuse des
entsprechenden Verbindungsstücks 8 des Zuführkanals 6 handeln kann oder das in ein
zusätzliches Gehäuse eines solchen Verbindungsstücks 8 integriert ist. Das Gehäuse
29 umfasst zwei Gehäuseteile 30, 31.
[0051] Ein erster Gehäuseteil 30 integriert eine erste Durchgangsöffnung, die einen Abschnitt
des Zuführkanals 6 ausbildet und zwei Aufnahmeöffnungen 32, die zur Aufnahme von jeweils
einem Ende eines Rohrstücks 7 des Zuführkanals 6 dienen (vgl. Fig. 4), umfasst. Weiterhin
ist in diesen ersten Gehäuseteil 30 eine zweite Durchgangsöffnung integriert, die
senkrecht zu der ersten Durchgangsöffnung verläuft und in einem Abschnitt die Auslassöffnung
26 des Gießventils 11 ausbildet und in einem anderen Abschnitt der Führung des beweglichen
Ventilkörpers 25 dient. Ein der ersten Durchgangsöffnung benachbart liegender Abschnitt
der Auslassöffnung 26 ist in Richtung der Kavität 5 konisch zulaufend ausgebildet.
Dieser Abschnitt der Auslassöffnung 26 dient als Ventilsitz für den Ventilkörper 25.
Dessen vorderes, der Auslassöffnung 26 zugewandtes Ende ist ebenfalls konisch zulaufend
ausgebildet. Dabei kann vorgesehen sein, dass der Winkel, den die konische Mantelfläche
des Ventilkörpers 25 mit der Längsachse des Ventilkörpers 25 einschließt, kleiner
als der Winkel, den der konische Wandabschnitt der Auslassöffnung 26 mit der Längsachse
der Auslassöffnung einschließt, ist. Weiterhin kann vorgesehen sein, dass der konische
Abschnitt der Mantelfläche des Ventilkörpers 25 und/oder der konische Wandabschnitt
der Auslassöffnung 26 einen leicht gekrümmten Verlauf aufweisen, wodurch ein sicheres,
vollumfängliches Anliegen des Ventilkörpers 25 in dem Ventilsitz gewährleistet werden
kann.
[0052] Ein zweiter Gehäuseteil 31 umfasst zwei Stellvorrichtungen in Form von koaxial ausgerichteten
Hydraulikzylindern. Ein erster, dem ersten Gehäuseteil näher gelegener Hydraulikzylinder
dient dem Verfahren des Ventilkörpers 25, während der Nachdrückkolben 27 über den
zweiten Hydraulikzylinder verfahrbar ist. Dazu ist das von der Kavität 5 beabstandete
Ende des Nachdrückkolbens 27 direkt mit einem Kolben 33 verbunden, der innerhalb eines
Zylinderrohrs 34 durch das Erzeugen einer Druckdifferenz auf den beiden von dem Kolben
33 getrennten Seiten verschoben werden kann. Der erste Hydraulikzylinder umfasst ebenfalls
einen Kolben 35, der durch die Erzeugung einer Druckdifferenz innerhalb eines Zylinderrohrs
41 des ersten Hydraulikzylinders verschiebbar ist. Der ringscheibenförmige Kolben
35 ist dabei beweglich auf dem Nachdrückkolben 27 geführt, der sich somit durch den
ersten Hydraulikzylinder erstreckt, ohne diesen jedoch funktional zu beeinflussen.
Eine Verbindung des Kolbens 35 des ersten Hydraulikzylinders mit dem Ventilkörper
25 erfolgt über drei, in gleichmäßiger Teilung um den Nachdrückkolben 27 positionierte
Stangen 36.
[0053] Über ein die zwei Gehäuseteile 30, 31 verbindendes Zwischenstück 37 aus einem thermisch
vergleichsweise gut isolierenden Werkstoff wird eine Wärmeübertragung von der in dem
ersten Gehäuseteil 30 geführten Metallschmelze über den ersten Gehäuseteil 30 auf
den zweite Gehäuseteil 31 und die darin integrierten Hydraulikzylinder gering gehalten.
[0054] Die Fig. 12 bis 20 zeigen noch verschiedene alternative Ausführungsformen für Gießventile
11, die bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß der Fig. 1 zum Einsatz kommen
können.
[0055] Dabei zeigen die Fig. 12a und 12b ein Gießventil 11, bei dem ein zylindrischer Ventilkörper
25 senkrecht zu der Längsachse des von einem Gehäuse 29 des Gießventils 11 ausgebildeten
Abschnitts des Zuführkanals 6 beweglich gelagert ist. Die Auslassöffnung 26 des Gießventils
11 ist zylindrisch mit einem in etwa dem Außendurchmesser des Ventilkörpers 25 entsprechenden
Innendurchmesser ausgeführt. In der geschlossenen Stellung verschließt der Ventilkörper
25 die Auslassöffnung 26 durch einen radialen Kontakt mit deren Innenwand (vgl. Fig.
12b).
[0056] Das in den Fig. 13a und 13b dargestellte Gießventil 11 unterscheidet sich von dem
in den Fig. 12a und 12b dargestellten Gießventil 11 in der Ausgestaltung der Auslassöffnung
26 und des von dieser ausgebildeten Ventilsitzes. Die Auslassöffnung 26 ist abgestuft
ausgebildet und umfasst einen ersten, der Kavität 5 benachbarten Abschnitt, in der
der Innendurchmesser kleiner als der Außendurchmesser des Ventilkörpers 25 ist. Dem
Zuführkanal 6 benachbart gelegen ist ein zweiter Abschnitt der Auslassöffnung 26,
in dem der Innendurchmesser geringfügig größer als der Außendurchmesser des Ventilkörpers
25 ist. In der geschlossenen Stellung des Ventilkörpers 25 liegt dieser somit stirnseitig
an dem zwischen den zwei Abschnitten der Auslassöffnung 26 ausgebildeten Absatz an.
[0057] Bei dem in den Fig. 14a und 14b dargestellten Ventil ist der Ventilkörper 25 um eine
senkrecht zu der Längsachse des von dem Gehäuse 29 ausgebildeten Abschnitts des Zuführkanals
6 angeordnet. Der Ventilkörper 25 umfasst eine sich in Richtung der Längsachse des
Abschnitts des Zuführkanals 6 erstreckende erste Durchgangsöffnung 38. Von dieser
ersten Durchgangsöffnung 38 geht in exzentrischer Anordnung eine zweite Durchgangsöffnung
39 mit sich senkrecht zur Längsachse der ersten Durchgangsöffnung 38 erstreckender
Ausrichtung ab. Diese zweite Durchgangsöffnung 39 geht in der geöffneten Drehstellung
des Ventilkörpers 25 in die Auslassöffnung 26 über, wodurch der Zuführkanal 6 über
die zwei Durchgangsöffnungen 38, 39 mit der Auslassöffnung 26 fluidleitend verbunden
ist.
[0058] Bei allen der in den Fig. 5 bis 14 dargestellten Gießventilen 11 ist der maximale
Au-ßendurchmesser des Ventilkörpers 25 kleiner als die Breite oder der Durchmesser
des von dem Gießventil 11 ausgebildeten Abschnitts des Zuführkanals 6. Dadurch kann
der Ventilkörper 11 stets von der Metallschmelze umströmt werden, wodurch ein stetiger
Umlauf der Strömung der Metallschmelze in dem einen Ringkanal ausbildenden Zuführkanal
6 ermöglicht wird.
[0059] Das in den Fig. 15 und 16 dargestellte Gießventil 11 umfasst einen Ventilkörper 25
in Form einer außenseitig an dem Gehäuse 29 des Gießventils 11 angeordneten, verschiebbaren
Ventilplatte. Für dieses Gießventil 11 sind, lediglich beispielhaft, zwei in Richtung
der Längsachse des von dem Gießventil 11 ausgebildeten Abschnitts des Zuführkanals
6 versetzt angeordnete Auslassöffnungen 26 vorgesehen, die in einer geöffneten Stellung
der Ventilplatte mit jeweils einer Durchgangsöffnung 40 in der Ventilplatte in Überdeckung
sind. Ein Verschieben der Ventilplatte in eine geschlossene Stellung führt zu einem
Abdecken der Auslassöffnungen 26 durch die Ventilplatte.
[0060] Bei dem in den Fig. 17 und 18 dargestellten Gießventil 11 kommt ein buchsenförmiger
Ventilkörper 25 zum Einsatz, der an der Wand des von dem Gießventil 11 ausgebildeten
Abschnitts des Zuführkanals 6 anliegt. Der buchsenförmige Ventilkörper 25 umfasst
eine radial verlaufende Durchgangsöffnung 40, die in einer (Öffnungs-)Drehstellung
in Überdeckung mit der Auslassöffnung 26 ist. Durch ein Verdrehen des buchsenförmigen
Ventilkörpers 25 um die Längsachse des Abschnitts des Zuführkanals 6 um beispielsweise
ca. 30° wird die Durchgangsöffnung 40 aus der Überdeckung mit der Auslassöffnung 26
gebracht und das Gießventil somit geschlossen.
[0061] Das in den Fig. 19 und 20 dargestellte Gießventil 11 umfasst ebenfalls einen buchsenförmigen
Ventilkörper 25 mit einer in Überdeckung mit der Auslassöffnung 26 bringbaren Durchgangsöffnung
40, wobei in diesem Fall das Öffnen beziehungsweise Schließen des Gießventils 11 durch
ein Verschieben des buchsenförmigen Ventilkörpers 25 in Richtung der Längsachse des
von dem Gießventil 11 ausgebildeten Abschnitts des Zuführkanals 6 bewirkt wird.
Bezugszeichenliste
[0062]
- 1
- Druckgussform
- 2
- Pressenvorrichtung
- 3
- Bewegungsrichtungen beim Auswechseln der Druckgussform
- 4
- Hydraulikzylinder
- 5
- Kavität
- 6
- Zuführkanal
- 7
- Rohrstück
- 8
- Verbindungsstück
- 9
- Dichtelement
- 10
- gekrümmter Kanalabschnitt
- 11
- Gießventil
- 12
- Verbindungsmuffe
- 13
- Vorhalte- und Zuführteil
- 14
- Vorhalteraum
- 15
- Metallschmelzereservoir
- 16
- Übertrittsleitung
- 17
- Schmelzeventil
- 18
- Verbindungsabschnitt
- 19
- Fördereinrichtung
- 20
- Kupplungsvorrichtung
- 21
- Übertrittsöffnung
- 22
- Gießkolben
- 23
- Antrieb des Gießkolbens
- 24
- Ablassventil
- 25
- Ventilkörper des Gießventils
- 26
- Auslassöffnung
- 27
- Nachdrückkolben
- 28
- Angussabschnitt
- 29
- Gehäuse des Gießventils
- 30
- erster Gehäuseteil
- 31
- zweiter Gehäuseteil
- 32
- Aufnahmeöffnungen
- 33
- Kolben des zweiten Hydraulikzylinders
- 34
- Zylinderrohr des zweiten Hydraulikzylinders
- 35
- Kolben des ersten Hydraulikzylinders
- 36
- Stange
- 37
- Zwischenstück
- 38
- erste Durchgangsöffnung
- 39
- zweite Durchgangsöffnung
- 40
- Durchgangsöffnung
- 41
- Zylinderrohr des ersten Hydraulikzylinders
1. Vorrichtung zum Druckgießen eines metallischen Bauteils mit einer Druckgussform (1),
die eine das Bauteil ausformende Kavität (5) aufweist, wobei die Kavität (5) über
mindestens einen temperierten Zuführkanal (6) mit einer Quelle für eine Metallschmelze
verbunden ist und wobei ein Einbringen der Metallschmelze in die Kavität (5) über
mindestens ein Gießventil (11) erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass der Zuführkanal (6) einen Ringkanal ausbildet, in dem Metallschmelze mittels einer
Fördereinrichtung (19) im Kreislauf permanent förderbar ist.
2. Vorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zuführkanal (6) in einen stationären Teil der Druckgussform (1) integriert ist.
3. Vorrichtung gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Quelle für die Metallschmelze einen Vorhalteraum (14) und ein trennbar mit dem
Vorhalteraum (14) verbundenes Metallschmelzereservoir (15) umfasst.
4. Vorrichtung gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Vorhalteraum (14) enthaltene Metallschmelze mittels Druckerzeugungsmitteln
in den Zuführkanal (6) ausbringbar ist.
5. Vorrichtung gemäß Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Zuführkanal (6) an mindestens zwei Stellen in den Vorhalteraum (14) mündet.
6. Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Zuführkanal (6) in zumindest einem Abschnitt aus Rohrstücken (7) und die Rohrstücke
(7) verbindenden Verbindungsstücken (8) ausgebildet ist.
7. Vorrichtung (1) gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsstücke (8) gekrümmt verlaufende Kanalabschnitte (10) und/oder ein
Gießventil (11) integrieren.
8. Vorrichtung gemäß Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrstücke (7) und die Verbindungsstücke (8) aus demselben Werkstoff ausgebildet
sind.
9. Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsstücke (8) beheizbar sind.
10. Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fördereinrichtung (19) elektromagnetisch wirkend ausgebildet ist.
11. Vorrichtung gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gießventil (11) einen quer zu der Längsachse des Zuführkanals (6) beweglichen
Ventilkörper (25) aufweist, der in einer geschlossenen Stellung eine den Zuführkanal
(6) mit der Kavität (5) verbindende Auslassöffnung (26) verschließt und in einer geöffneten
Stellung die Auslassöffnung (26) zumindest teilweise freigibt.
12. Vorrichtung gemäß Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslassöffnung (26) in Richtung des Zuführkanals (6) sich verbreiternd und ein
Abschnitt des Ventilkörpers (25) in Richtung der Kavität (5) sich verjüngend ausgebildet
ist.
13. Vorrichtung gemäß Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Gießventil (11) einen Nachdrückkolben (27) integriert, der in eine in die Kavität
(5) ragenden Stellung verfahrbar ist.
14. Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine Stellvorrichtung für den Ventilkörper (25) und/oder den Nachdrückkolben (27)
von dem Zuführkanal thermisch isoliert ist.
15. Vorrichtung gemäß Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellvorrichtung hydraulisch wirkend ausgebildet ist.
1. Device for die casting a metal component, comprising a die casting mould (1) which
has a cavity (5) moulding the component, wherein the cavity (5) is connected to a
source for a metal melt via at least one temperature-controlled supply channel (6),
and wherein the metal melt is introduced into the cavity (5) via at least one casting
valve (11), characterized in that the supply channel (6) forms an annular channel in which metal melt can be permanently
circulated by means of a conveying apparatus (19).
2. Device according to Claim 1, characterized in that the supply channel (6) is integrated in a stationary part of the die casting mould
(1).
3. Device according to Claim 1 or 2, characterized in that the source for the metal melt comprises a holding chamber (14) and a metal melt reservoir
(15) connected separably to the holding chamber (14).
4. Device according to Claim 3, characterized in that metal melt contained in the holding chamber (14) can be discharged into the supply
channel (6) by means of pressure-generating means.
5. Device according to Claim 3 or 4, characterized in that the supply channel (6) leads into the holding chamber (14) at at least two points.
6. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the supply channel (6) is formed in at least one portion from pipe pieces (7) and
connecting pieces (8) connecting the pipe pieces (7).
7. Device (1) according to Claim 6, characterized in that the connecting pieces (8) integrate channel portions (10) with a curved profile and/or
a casting valve (11).
8. Device according to Claim 6 or 7, characterized in that the pipe pieces (7) and the connecting pieces (8) are formed from the same material.
9. Device according to one of Claims 6 to 8, characterized in that the connecting pieces (8) are heatable.
10. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the conveying apparatus (19) is designed so as to act electromagnetically.
11. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the casting valve (11) has a valve body (25) which is movable transversely with respect
to the longitudinal axis of the supply channel (6) and, in a closed position, closes
an outlet opening (26) connecting the supply channel (6) to the cavity (5) and, in
an open position, at least partially opens up the outlet opening (26).
12. Device according to Claim 11, characterized in that the outlet opening (26) is designed so as to widen in the direction of the supply
channel (6), and a portion of the valve body (25) is designed so as to taper in the
direction of the cavity (5).
13. Device according to Claim 11 or 12, characterized in that the casting valve (11) integrates a squeezing plunger (27) which is movable into
a position projecting into the cavity (5).
14. Device according to one of Claims 11 to 13, characterized in that a regulating device for the valve body (25) and/or for the squeezing plunger (27)
is thermally insulated from the supply channel.
15. Device according to Claim 14, characterized in that the regulating device is designed so as to act hydraulically.
1. Arrangement de moulage sous pression d'un élément structural métallique avec un moule
de moulage sous pression (1) qui possède une cavité (5) donnant sa forme à l'élément
structural, la cavité (5) étant reliée par le biais d'un canal d'amenée (6) à température
équilibrée à une source d'un métal fondu et une introduction du métal fondu dans la
cavité (5) s'effectuant par le biais d'au moins une vanne de coulée (11), caractérisé en ce que le canal d'amenée (6) forme un canal annulaire dans lequel le métal fondu peut être
transporté en permanence en un mouvement circulaire au moyen d'un dispositif de transport
(19).
2. Arrangement selon la revendication 1, caractérisé en ce que le canal d'amenée (6) est intégré dans une partie fixe du moule de moulage sous pression
(1).
3. Arrangement selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la source de métal fondu comporte un espace de maintien (14) et un réservoir à métal
fondu (15) relié de manière séparable à l'espace de maintien (14).
4. Arrangement selon la revendication 3, caractérisé en ce que le métal fondu contenu dans l'espace de maintien (14) peut être extrait dans le canal
d'amenée (6) par le biais de moyens de génération de pression.
5. Arrangement selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que le canal d'amenée (6) débouche en au moins deux endroits dans l'espace de maintien
(14).
6. Arrangement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le canal d'amenée (6), dans au moins une portion, est constitué de pièces tubulaires
(7) et de pièces de connexion (8) qui relient les pièces tubulaires (7).
7. Arrangement (1) selon la revendication 6, caractérisé en ce que les pièces de connexion (8) intègrent des portions de canal (10) au tracé curviligne
et/ou une vanne de coulée (11).
8. Arrangement selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que les pièces tubulaires (7) et les pièces de connexion (8) sont constituées du même
matériau.
9. Arrangement selon l'une des revendications 6 à 8, caractérisé en ce que les pièces de connexion (8) peuvent être chauffées.
10. Arrangement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif de transport (19) est configuré à effet électromagnétique.
11. Arrangement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la vanne de coulée (11) possède un corps de vanne (25) mobile transversalement par
rapport à l'axe longitudinal du canal d'amenée (6), lequel, dans une position fermée,
ferme une ouverture de sortie (26) qui relie le canal d'amenée (6) à la cavité (5)
et, dans une position ouverte, libère au moins partiellement l'ouverture de sortie
(26).
12. Arrangement selon la revendication 11, caractérisé en ce que l'ouverture de sortie (26) s'élargit en direction du canal d'amenée (6) et une portion
du corps de vanne (25) est configurée en se rétrécissant en direction de la cavité
(5).
13. Arrangement selon la revendication 11 ou 12, caractérisé en ce que la vanne de coulée (11) intègre un piston de maintien de pression (27) qui peut être
déplacé dans une position faisant saillie dans la cavité (5).
14. Arrangement selon l'une des revendications 11 à 13, caractérisé en ce qu'un arrangement de commande pour le corps de vanne (25) et/ou le piston de maintien
de pression (27) est isolé thermiquement du canal d'amenée.
15. Arrangement selon la revendication 14, caractérisé en ce que l'arrangement de commande est réalisé à effet hydraulique.