[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Spendersystem für Medikamente, mit einem Gehäuse,
in dem eine Vielzahl von mit mindestens einem Medikament befüllbaren Gefäßen angeordnet
sind, wobei das jeweils vorderste Gefäß an einer Entnahmestation entnehmbar ist.
[0002] Die
DE 102 12 711 A1 offenbart eine Tablettenbox, bei der eine kontrollierte Entnahme von Tabletten dadurch
gewährleistet werden soll, dass ein Einnahmezyklus gespeichert wird und ein Alarmzeichen
für eine Entnahme ausgegeben wird. Anschließend wird eine Tablette aus einer Blisterpackung
herausgedrückt, um dem Patienten die Einnahme zu ermöglichen. Bei dieser Tablettenbox
ist allerdings nachteilig, dass häufig nicht nur Tabletten eines bestimmten Typs eingenommen
werden müssen, sondern ein Tablettenmix, bei dem bestimmte Tabletten in unterschiedlichen
Intervallen eingenommen werden müssen. Wenn die Patienten einen Tablettenmix einnehmen
müssen, muss häufig der Pflegedienst einer ambulanten Pflegestelle den Tablettenmix
zusammenstellen und die Einnahme kontrollieren, was einen hohen Pflegeaufwand und
einen laufenden Eingriff in die Privatsphäre des Patienten darstellt.
[0003] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Spendersystem für Medikamente
zu schaffen, das flexibel an die zu verabreichenden Medikamente angepasst werden kann
und die Pflegedienste entlastet.
[0004] Diese Aufgabe wird mit einem Spendersystem für Medikamente mit den Merkmalen des
Anspruches 1 gelöst.
[0005] Bei dem erfindungsgemäßen Spendersystem werden zunächst Gefäße eingesetzt, die mit
einem oder mehreren Medikamenten befüllt werden können. In die Gefäße können die Medikamente
in unterschiedlichen Darreichungsformen, also als Tabletten, Dragees, Pulver oder
auch flüssig eingefüllt werden. Zudem kann die Art der Gefäße abhängig von der Krankheit
gewählt werden, wobei einfache Becher oder auch Schnabeltassen oder andere Gefäße
zum Einsatz kommen können. Das jeweils vorderste Gefäß an einem Vorschubkanal kann
dann an einer Entnahmestation vom Patienten entnommen werden, um dann die in dem Gefäß
befindlichen Medikamente einzunehmen. In dem Gehäuse ist dabei ein Vorschubsystem
vorgesehen, das bei einer Entnahme des vordersten Gefäßes dafür sorgt, dass die in
einem gemeinsamen Vorschubkanal angeordneten Gefäße in Richtung der Entnahmestation
gefördert werden. Dadurch kann eine Pflegestelle das Spendersystem mit einer Vielzahl
von Gefäßen und Medikamenten befüllen, die beispielsweise einer Tagesration entsprechen
und vom Patienten in einer vorbestimmten zeitlichen Abfolge entnommen werden können.
Eine Fehlbetätigung kann dadurch vermieden werden, dass die Gefäße nur an der Entnahmestation
zugänglich sind und entnommen werden können. Die übrigen Gefäße können geschützt innerhalb
des Gehäuses bzw. dem Vorschubkanal angeordnet werden.
[0006] Wenn in der Anmeldung Gefäße beschrieben werden, können diese als offene oder geschlossene
Behälter, Becher, Tassen, Schnabeltassen etc. ausgebildet sein. Ferner kann ein Gefäß
auch durch einen Gefäßträger und einem auf oder in dem Gefäßträger angeordneten Behälter
gebildet sein, beispielsweise kann ein Einweggefäß in oder auf dem Gefäßträger angeordnet
sein. Alle diese Varianten werden in der Anmeldung als "Gefäß" bezeichnet.
[0007] Das Vorschubsystem umfasst vorzugsweise einen mit einer Feder vorgespannten Schieber,
mittels dem die Gefäße entlang des Vorschubkanals verschiebbar sind. Dadurch erfolgt
ein automatisches Fördern der Gefäße, nachdem das vorderste Gefäß aus einem Vorschubkanal
entnommen wurde. Der Patient kann somit nur auf das vorderste Gefäß zurückgreifen,
und die zeitliche Abfolge der Entnahme wir durch die Positionierung der Gefäße innerhalb
des Vorschubkanals vorgegeben. Dabei sind die Gefäße durch ein Führungsprofil oder
die Wände des Vorschubkanals zu der Entnahmestation geführt, und der mindestens eine
Vorschubkanal ist im Wesentlichen geschlossen ausgebildet. Es ist natürlich für den
Befüllvorgang optional möglich, beispielsweise einen Deckel von dem Gehäuse abzunehmen,
um den Vorschubkanal von oben befüllen zu können. Die Gefäße können dann beim Einfügen
des Vorschubsystems spannen und geben den zeitlichen Ablauf der Medikamentenzuführung
vor.
[0008] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind an dem Gehäuse Mittel zur Erfassung
der Anzahl an Gefäßen innerhalb des Vorschubkanals vorgesehen. Dadurch kann kontrolliert
werden, ob ein Gefäß zur vorbestimmten Einnahmezeit aus dem Vorschubkanal entnommen
wurde.
[0009] Ferner kann eine Steuerung vorgesehen sein, mittels der ein Signal für eine vorzunehmende
Entnahme des vordersten Gefäßes an optische und/oder akustische Mittel aussendbar
ist. Beispielsweise können optische Mittel vorgesehen sein, die eine Anzeige aufweisen,
die Informationen zu dem vordersten Gefäß, wie Einnahmezeitpunkt, Inhalt des Gefäßes,
Art der Einnahme oder dergleichen, anzeigen kann. Alternativ oder zusätzlich können
auch akustische Mittel vorgesehen sein, die ein Warnsignal ausgeben, wenn das vorderste
Gefäß nach einer vorbestimmten Zeit nicht aus dem Gehäuse entnommen wurde.
[0010] In einer weiteren Ausgestaltung können Kommunikationsmittel vorgesehen sein, mittels
denen ein Signal oder eine Nachricht an eine Pflegestelle aussendbar ist, wenn das
vorderste Gefäß nach einer vorbestimmten Zeit nicht aus dem Gehäuse entnommen wurde.
Dann kann die Pflegestelle über einen Besuch vor Ort prüfen, was die Ursache für die
fehlende Entnahme ist.
[0011] Ferner ist es möglich, das Spendersystem mit einer Kamera auszustatten, mittels der
nach der Entnahme des vordersten Gefäßes eine Einnahme des Medikamentes oder der Medikamente
aufnehmbar ist, insbesondere zur Beobachtung durch eine Pflegestelle. Dann kann nicht
nur die Entnahme des Gefäßes, sondern auch die Einnahme des Inhaltes kontrolliert
werden, was dem Patienten die Sicherheit gibt, dass die Medikamente in jedem Fall
zuverlässig eingenommen werden müssen und ansonsten eine Pflegekraft vorbeikommen
kann.
[0012] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist an der Entnahmestation ein Anschlag zur Begrenzung
des Vorschubweges der Gefäße vorgesehen, so dass eine exakte Positionierung des vordersten
Gefäßes gewährleistet wird. An dem Gehäuse können dabei zwei Vorschubkanäle vorgesehen
sein, wobei in dem ersten Vorschubkanal Gefäße mit mindestens einem Medikament und
in einem zweiten Vorschubkanal beispielsweise Gefäße mit Hilfsmitteln zur Einnahme
der Medikamente, insbesondere Flüssigkeit und/oder Lebensmittel, vorgesehen sind.
[0013] Ferner können an den Gefäßen Markierungen zur Einnahmezeit vorgesehen sein, so dass
sowohl bei der Entnahme als auch beim Befüllvorgang Fehler vermieden werden.
[0014] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels mit Bezug auf die
beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Spendersystems;
- Figur 2
- eine Draufsicht auf das Spendersystem der Figur 1;
- Figur 3
- eine geschnittene Draufsicht auf das Spendersystem der Figur 1;
- Figuren 4 bis 6
- mehrere Ansichten des Spendersystems der Figur 1, und
- Figur 7
- eine perspektivische Detailansicht des Vorschubsystems des Spendersystems der Figur
1.
[0015] Ein Spendersystem 1 umfasst ein Gehäuse 2, das über einen Deckel 20 verschlossen
ist, der von dem Gehäuse 2 für einen Befüllvorgang abnehmbar ist. In dem Gehäuse 2
ist ein erster Vorschubkanal 3 für Gefäße 5 und ein zweiter Vorschubkanal 4 für Gefäße
5 ausgebildet. Es ist auch möglich, an dem Gehäuse 2 nur einen einzigen Vorschubkanal
oder mehr als zwei Vorschubkanäle vorzusehen. Wie oben ausgeführt ist, können als
Gefäße 5 auch Einheiten aus einem Gefäßträger und einem aus oder in dem Gefäßträger
angeordneten Behältnis verwendet werden.
[0016] Jeder Vorschubkanal 3 und 4 besitzt an dem Gehäuse 2 eine Entnahmestation 6, an der
das jeweils vorderste Gefäß 5 der in dem Vorschubkanal 3 positionierten Gefäße 5 von
außen zugänglich und entnehmbar ist. Die übrigen Gefäße 5 sind innerhalb des Gehäuses
2 geschützt angeordnet. Die Gefäße 5 werden dabei über ein Vorschubsystem automatisch
zu der Entnahmestation 6 gefördert, wobei an der Vorderseite ein Anschlag 7 vorgesehen
ist, der die Position des vordersten Gefäßes 5 vorgibt. Das Vorschubsystem umfasst
dabei einen zur Entnahmestation 6 vorgespannten Schieber 8, der dafür sorgt, dass
die Gefäße 5 zu dem Anschlag 7 geschoben werden. Die Gefäße 5 werden dabei innerhalb
des Vorschubkanals 3 oder 4 durch die Wände des Gehäuses oder eine Trennwand 21 zwischen
den zwei Vorschubkanälen 3 und 4 geführt, so dass diese durch den Schieber 8 nur nach
vorne gedrückt werden können.
[0017] An dem Gehäuse 2 ist an einer Vorderseite ein Anzeigefeld 9 vorgesehen, das als stationäre
Anzeige oder als digitale Anzeige ausgebildet sein kann und dazu dient, dem Patienten
Informationen zu geben, beispielsweise über die Entnahmezeit, die Medikamente oder
weitere Informationen. In jedem Gefäß 5 können sich eines oder mehrere Medikamente
befinden, die von dem Benutzer zu einem bestimmten Zeitpunkt eingenommen werden müssen.
Zu einer bestimmten Uhrzeit muss daher der Benutzer das vorderste Gefäß 5 an der Entnahmestation
6 herausnehmen, und nach der Herausnahme werden die anderen Gefäße 5, die in dem Vorschubkanal
3 oder 4 angeordnet sind, über den Schieber 8 nach vorne geschoben, so wie dies anhand
der Figuren 2 und 3 erkennbar ist. In jedem Vorschubkanal 3 oder 4 befindet sich dabei
ein Führungsprofil 10, an der ein Vorschubsystem geführt läuft und an der eine Rollfeder
11 zum Vorspannen des Schiebers 8 in Richtung der Entnahmeposition 6 vorgesehen ist.
Die Rollfeder 11 kann bandförmige ausgebildet sein und an dem Schieber 8 aufgewickelt
werden. Die Bewegung des Schiebers 8 kann dabei auch gedämpft erfolgen, um mit langsamer
Geschwindigkeit die Gefäße 5 zu der Entnahmestation 6 und dem Anschlag 7 an der Front
zu bewegen.
[0018] Wie in Figur 4 gezeigt ist, besitzen die Vorschubkanäle 3 oder 4 eine Breite, die
an die Breite der Gefäße 5 angepasst ist, so dass eine Kippbewegung verhindert wird.
Die Gefäße 5 können als geschlossene Schnabeltassen oder andere Gefäße ausgebildet
sein. Bodenseitig stehen die Gefäße 5 auf dem Führungsprofil 10 auf, die beispielsweise
eine Gleitoberfläche besitzt, damit ein leichtgängiges Verschieben der Gefäße 5 ermöglicht
wird. Jedes Führungsprofil 10 besitzt mindestens eine Führungsleiste 12, um das Gefäß
5 oder einen Gefäßträger zu der Entnahmeposition verschieben zu können.
[0019] In Figur 7 ist das Vorschubsystem im Detail dargestellt. Das Vorschubsystem umfasst
das Führungsprofil 10, entlang der ein Schieber 8 geführt ist. Der Schieber 8 ist
dabei durch die Feder 11 in Vorschubrichtung vorgespannt, um Gefäße 5 zu dem Anschlag
7 zu schieben, der im unteren Bereich der Gefäße 5 angeordnet ist, so dass die Gefäße
5 an der Entnahmestation 6 bequem gegriffen und entnommen werden können.
[0020] Das Spendersystem 1 kann ferner eine Steuerung aufweisen, die Mittel zur Erfassung
der Anzahl an Gefäßen 5 innerhalb eines Vorschubkanals 3 oder 4 aufweist. Dadurch
kann der Füllstand bestimmt werden. Sollte zu einer vorbestimmten Entnahmezeit kein
Gefäß 5 an der Entnahmestation 6 entnommen werden, können optische oder akustische
Signale ausgegeben werden. Beispielsweise kann an dem Anzeigefeld 9 eine Information
für den Patienten ausgegeben werden, dass die nächste Medikamenteneinnahme erfolgen
soll. Falls dies nach einer vorbestimmten Zeit nicht erfolgt, können ergänzend zu
den optischen Mitteln auch akustische Mittel eingesetzt werden, die dem Patienten
signalisieren, dass die Einnahme der Medikamente überfällig ist. Sollte nach einer
vorbestimmten Zeit immer noch keine Entnahme des vordersten Gefäßes erfolgt sein,
kann über Kommunikationsmittel eine Pflegestelle verständigt werden, damit diese überprüfen
kann, welches die Gründe für die mangelnde Entnahme eines Gefäßes 5 sind. Alternativ
oder zusätzlich kann das Spendersystem auch eine Kamera aufweisen, die zumindest bei
Entnahme eines Gefäßes 5 eingeschaltet wird, um dann aufzunehmen, ob die in dem Gefäß
5 befindlichen Medikamente auch eingenommen werden. Die entsprechenden Aufnahmen können
dann einer Pflegestelle übermittelt werden, so dass diese ohne Besuch vor Ort die
Einnahme der Medikamente überprüfen kann. Dadurch kann dem Patienten ein Leben in
der eigenen Wohnung ermöglicht werden, ohne ein Risiko hinsichtlich mangelhafter Medikamenteneinnahme
einzugehen.
[0021] In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind zwei Vorschubkanäle 3 und 4 als Vorschublinien
vorgesehen, wobei in der zweiten Vorschublinie wahlweise Gefäße 5 mit Medikamenten
oder Gefäße 5 mit Hilfsmitteln für die Einnahme vorgesehen sein können. Beispielsweise
können die Gefäße 5 mit Wasser befüllt sein, um die Einnahme der Medikamente aus dem
anderen Gefäß 5 zu erleichtern. Alternativ können auch Lebensmittel oder andere Gegenstände
in den Gefäßen 5 in der zweiten Vorschublinie vorgesehen sein.
[0022] In dem dargestellten Ausführungsbeispiel werden acht Gefäße 5 in einem Vorschubkanal
3 oder 4 angeordnet. Die Anzahl der Gefäße 5 kann in weiten Teilen frei gewählt werden,
je nach Anzahl der einzunehmenden Medikamente oder der Einnahmeintervalle.
Bezugszeichenliste
[0023]
- 1
- Spendersystem
- 2
- Gehäuse
- 3
- Vorschubkanal
- 4
- Vorschubkanal
- 5
- Gefäß
- 6
- Entnahmestation
- 7
- Anschlag
- 8
- Schieber
- 9
- Anzeigefeld
- 10
- Führungsprofil
- 11
- Feder
- 12
- Führungsleiste
- 20
- Deckel
- 21
- Trennwand
1. Spendersystem (1) für Medikamente, mit einem Gehäuse (2), in dem eine Vielzahl von
mit mindestens einem Medikament befüllbaren Gefäßen (5) angeordnet sind, wobei das
jeweils vorderste Gefäß (5) an einer Entnahmestation (6) entnehmbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Gehäuse (2) ein Vorschubsystem vorgesehen ist, das bei einer Entnahme des
vordersten Gefäßes (5) dafür sorgt, dass die in einem gemeinsamen Vorschubkanal (3,
4) angeordneten Gefäße (5) in Richtung der Entnahmestation (6) gefördert werden.
2. Spendersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorschubsystem einen mit einer Feder (11) vorgespannten Schieber (8) aufweist,
mittels der die Gefäße (5) entlang des Vorschubkanals (3, 4) verschiebbar sind.
3. Spendersystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gefäße (5) durch ein Führungsprofil (10) oder Wände des Vorschubkanals (3, 4)
zu der Entnahmestation (6) geführt sind und der mindestens eine Vorschubkanal (3,
4) im Wesentlichen geschlossen ausgebildet ist.
4. Spendersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Gehäuse (2) Mittel zur Erfassung der Anzahl an Gefäßen (5) innerhalb eines
Vorschubkanals (3, 4) vorgesehen sind.
5. Spendersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuerung vorgesehen ist, mittels der ein Signal für eine vorzunehmende Entnahme
des vordersten Gefäßes (5) an optische und/oder akustische Mittel aussendbar ist.
6. Spendersystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass optische Mittel vorgesehen sind, die eine Anzeige (9) aufweisen, die Informationen
zu dem vordersten Gefäß (5), wie dem Einnahmezeitpunkt, dem Inhalt des Gefäßes, die
Art der Einnahme oder dergleichen umfassen.
7. Spendersystem nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass akustische Mittel vorgesehen sind, die ein Warnsignal ausgeben, wenn das vorderste
Gefäß (5) nach einer vorbestimmten Zeit nicht aus dem Gehäuse (2) entnommen wurde.
8. Spendersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Kommunikationsmittel vorgesehen sind, mittels denen ein Signal oder eine Nachricht
an eine Pflegestelle aussendbar sind, wenn das vorderste Gefäß (5) nach einer vorbestimmten
Zeit nicht aus dem Gehäuse (2) entnommen wurde.
9. Spendersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kamera vorgesehen ist, mittels der nach Entnahme des vordersten Gefäßes (5)
eine Einnahme des Medikaments oder der Medikamente aufnehmbar ist, gegebenenfalls
zur Beobachtung durch eine Pflegestelle.
10. Spendersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Entnahmestation (6) ein Anschlag (7) zur Begrenzung des Vorschubweges der
Gefäße (5) vorgesehen ist.
11. Spendersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Gehäuse (2) zwei Vorschubkanäle (3, 4) vorgesehen sind und in dem ersten Vorschubkanal
(3) Gefäße (5) mit mindestens einem Medikament und in dem zweiten Vorschubkanal (4)
Gefäße mit Hilfsmitteln zur Einnahme der Medikamente, insbesondere Flüssigkeit und/oder
Lebensmittel, vorgesehen sind.
12. Spendersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gefäße (5) mit einer Markierung zur Einnahmezeit versehen sind.