[0001] Die Erfindung betrifft ein Schleifwerkzeug für ein Schleifgerät mit einem Oszillationsantrieb,
insbesondere einem Drehoszillationsantrieb, dessen Antriebswelle um ihre Längsachse
oszillierend antreibbar ist, wobei das Schleifwerkzeug einen Halter aufweist, der
eine Aufnahme zur Befestigung an der Antriebswelle des Oszillationsantriebs aufweist,
und an dem ein Formprofil mit einem Schleifmittel aufgenommen ist.
[0003] Mit einem derartigen Schleifwerkzeug ist ein Schleifen entlang von Längskanten, insbesondere
von Profilen und dergleichen, ermöglicht, obwohl zum Antrieb ein Oszillationsantrieb
verwendet wird, dessen Drehachse oszillierend angetrieben ist. Durch die Verwendung
eines elastischen Schleifkissens wird erreicht, dass trotz der zumindest in einer
Richtung geradlinig ausgebildeten Schleiffläche starke Vibrationen des Schleifwerkzeuges
vermieden werden. Ein Schleifmittel in Form eines Schleifpapiers kann mittels einer
geeigneten Klemmeinrichtung auf dem Schleifkissen befestigt werden.
[0004] Nachteilig ist das relativ umständliche Aufspannen des Schleifpapiers auf dem Schleifkissen.
Außerdem besteht das Schleifwerkzeug aus verschiedenen Einzelteilen, die zusammengesetzt
werden müssen.
[0005] Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes
Schleifwerkzeug für ein Schleifwerkzeug mit einem Oszillationsantrieb zu schaffen,
mit dem eine einfache und kostengünstige Herstellung gewährleistet ist und das eine
einfache Handhabung aufweist.
[0006] Diese Aufgabe wird bei einem Schleifwerkzeug gemäß der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dass der Halter eine Profilaufnahme zur lösbaren Befestigung des Formprofils
aufweist, und dass die Profilaufnahme einen Spannbereich aufweist, in den das Formprofil
mit einem Halteabschnitt einsetzbar und fixierbar ist, und der zur Freigabe des Formprofils
elastisch aufweitbar ist.
[0007] Die Aufgabe der Erfindung wird auf diese Weise gelöst.
[0008] Erfindungsgemäß besteht das Schleifwerkzeug lediglich aus dem Halter und dem Formprofil,
die aneinander befestigt werden können. Zusätzlich kann ein Schleifpapier auf dem
Formprofil befestigt werden. Alternativ kann das Formprofil mit einer abrasiven Oberfläche
ausgestattet sein.
[0009] Insgesamt ergeben sich auf diese Weise eine deutlich vereinfachte Ausführung, eine
kostengünstigere Herstellung und eine Austauschmöglichkeit für das Formprofil, sofern
dieses abgenutzt oder eine andere Profilform gewünscht ist. Ferner ergibt sich durch
die vereinfachte Ausgestaltung und den Verzicht auf aus Federstahl bestehenden Federelementen
eine deutliche Massenreduzierung gegenüber dem Stand der Technik. Auf diese Weise
kann durch ein geringeres Trägheitsmoment eine verbesserte Schleifleistung erzielt
werden.
[0010] In bevorzugter Ausführung der Erfindung ist am Spannbereich mindestens ein Griffteil
zur elastischen Aufweitung des Spannbereichs angeformt.
[0011] Auf diese Weise kann der Spannbereich einfach durch Aufbringung von Druck auf das
mindestens eine Griffteil elastisch aufgeweitet werden, um so auf besonders einfache
Weise das Formprofil und das Schleifpapier aus dem Spannbereich lösen zu können oder
in diesen einführen zu können.
[0012] Gemäß einer weiteren Ausführung der Erfindung weist der Spannbereich einen elastisch
aufweitbaren Hohlraum auf, in den das Formprofil mit seinem Halteabschnitt einsetzbar
und unter der Wirkung der Eigenspannung des Spannbereichs fixierbar ist
[0013] Auf diese Weise wird die Eigenspannung des Spannbereichs ausgenutzt, um eine sichere
Befestigung des Formprofils mit seinem Halteabschnitt am Spannbereich des Halters
zu ermöglichen.
[0014] Hierbei kann das Formprofil mit seinem Halteabschnitt im Hohlraum des Halters reibschlüssig
gehalten sein.
[0015] Auf diese Weise wird lediglich die Eigenspannung des Halters in seinem Spannbereich
ausgenutzt, um eine reibschlüssige Fixierung des Formprofils am Halter zu gewährleisten.
[0016] Alternativ oder zusätzlich kann das Formprofil mit seinem Halteabschnitt im Hohlraum
des Halters formschlüssig gehalten sein, vorzugsweise verrastbar sein, wobei der Formschluss
oder die Verrastung durch eine elastische Aufweitung des Hohlraums lösbar ist.
[0017] Auf diese Weise ist eine besonders sichere Fixierung des Formprofils am Halter gewährleistet.
[0018] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist der Spannbereich an beiden axialen
Enden des Hohlraums von Endabschnitten begrenzt, wobei sich zwischen den Endabschnitten
an beiden Seiten jeweils Seitenabschnitte erstrecken, die von den Endabschnitten beabstandet
sind.
[0019] Auf diese Weise können die Seitenabschnitte elastisch federnd ausgebildet sein, um
so eine hohe Eigenspannung zu ermöglichen, durch die eine sichere Fixierung des Formprofils
mit seinem Halteabschnitt in der Profilaufnahme ermöglicht ist.
[0020] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist der Hohlraum einen im Wesentlichen
U-förmigen Querschnitt auf.
[0021] Mit einer derartigen Ausgestaltung lässt sich eine Eigenspannung des Spannbereiches
zur Sicherung des Formprofils auf besonders einfache Weise gewährleisten.
[0022] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist an einem ersten der beiden Seitenabschnitte
mindestens ein Griffteil angeformt.
[0023] Vorzugsweise sind hierbei am ersten Seitenabschnitt zwei Griffteile angeformt, die
sich vom Seitenabschnitt aus schräg nach außen erstrecken.
[0024] Durch die Verwendung von einem oder mehreren Griffteilen am ersten Seitenabschnitt
kann einfach durch Ausüben eines Drucks eine elastische Verformung des Spannbereichs
gewährleistet werden, um ein Wechseln des Formprofils zu ermöglichen.
[0025] Hierbei kann der erste Seitenabschnitt ausgehend von einem gekrümmten Abschnitt in
einen ebenen Abschnitt übergehen, an dem das zumindest eine Griffteil außen angeformt
ist.
[0026] Der ebene Abschnitt dient hierbei vorzugsweise zur direkten Anlage am Formprofil.
Dagegen begünstigt der gekrümmte Abschnitt eine elastische Verformung bei Anwendung
einer entsprechenden Zug- oder Druckkraft.
[0027] Die Endabschnitte, die den Hohlraum an beiden axialen Enden begrenzen, weisen in
bevorzugter Weiterbildung der Erfindung jeweils eine Endfläche und damit jeweils zusammenhängende,
im Wesentlichen senkrecht dazu ausgebildete seitliche Ansätze auf, die von den benachbarten
ersten und zweiten Seitenabschnitten jeweils durch einen Schlitz beabstandet sind.
[0028] Eine derartige Ausgestaltung ermöglicht eine Aufnahme und Führung eines eingesetztes
Formprofils an den Endabschnitten, während durch die Beabstandung von den ersten und
zweiten Seitenabschnitten mittels eines Schlitzes deren Elastizität gewährleistet
werden kann, um eine elastische Aufweitung des umschlossenen Hohlraums zum Wechseln
des Formprofils zu ermöglichen.
[0029] In weiter bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung sind an den Endabschnitten Anschläge
zur Begrenzung der Einschubtiefe des Formprofils in den Hohlraum vorgesehen.
[0030] Auf diese Weise ist eine präzise Positionierung des Formprofils gewährleistet.
[0031] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist das Formprofil zumindest an
einem Teil seiner Außenoberfläche mit einem Schleifmittel beschichtet.
[0032] Auf diese Weise wird ein Schleifen direkt unter Einsatz der Außenoberfläche des Formprofils
ermöglicht.
[0033] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist das Formprofil zur Aufnahme
eines Schleifpapiers ausgebildet, das gemeinsam mit dem Formprofil im Hohlraum des
Halters fixierbar ist.
[0034] Auf diese Weise muss nach Abnutzung des Formprofils nicht das gesamte Formprofil
entsorgt werden. Stattdessen wird beim Schleifen das Schleifpapier abgenutzt, das
leicht auswechselbar ist.
[0035] Das Schleifpapier weist hierbei bevorzugt derart an die Außenoberfläche des Formprofils
angepasste Abmessungen auf, dass das Schleifpapier die Außenoberfläche des Formprofils
zumindest teilweise umschlingt und mit beiden Enden zwischen dem Halteabschnitt des
Formprofils und den Seitenabschnitten des Halters gehalten ist.
[0036] Auf diese Weise ist eine einfache Befestigung des Schleifpapiers ermöglicht.
[0037] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird das Schleifpapier im eingespannten
Zustand an seinen beiden dem Halter zugewandten Enden jeweils in eine Vertiefung gedrückt,
die in den zugeordneten Seitenabschnitten des Halters ausgebildet ist.
[0038] Auf diese Weise kann eine verbesserte Haltekraft für das Schleifpapier erzielt werden.
[0039] Das Formprofil besteht gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung aus einem
elastisch nachgiebigen Material, wie zum Beispiel aus einem Polyurethan-Schaum.
[0040] Durch eine derartige Materialgestaltung wird ein Schleifen entlang von Längskanten
und Längsprofilen erleichtert, da Vibrationen so teilweise aufgefangen werden können.
[0041] Der Halter ist gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung einstückig aus einem
Kunststoff hergestellt, vorzugsweise als Spritzgussteil ausgebildet.
[0042] Dies ermöglicht eine einfache und kostengünstige Herstellung und eine besonders günstige
Ausgestaltung des Spannbereiches der zur Freigabe des Formprofils elastisch aufweitbar
ist.
[0043] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind an den Seitenabschnitten des
Halters auf der jeweils dem Formprofil zugewandten Oberfläche Stege angeordnet, denen
Nuten am Formprofil zugeordnet sind.
[0044] Hierdurch wird eine formschlüssige Festlegung des Formprofils erreicht, so dass ein
seitliches Ausweichen während eines Schleifvorgangs vermieden wird.
[0045] Die Aufnahme des Halters ist vorzugweise zur formschlüssigen Verbindung mit der Antriebswelle
des Oszillationsantriebs ausgebildet.
[0046] Hierzu können geeignete Ausprägungen der Aufnahme oder auch zugeordnete Adapter vorgesehen
sein, um eine unmittelbare Anpassung an eine zugeordnete formschlüssige Aufnahme an
der Antriebswelle zu gewährleisten.
[0047] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung definiert die Aufnahme des Halters
eine Längsachse, wobei das Formprofil in mindestens einer Erstreckungsrichtung geradlinig
und senkrecht zur Längsachse der Aufnahme verläuft.
[0048] Durch eine derartige Anordnung wird das Schleifen entlang von Längsprofilen ermöglicht.
[0049] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale der Erfindung nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch
in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der
Erfindung zu verlassen.
[0050] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Zeichnung. Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Schleifwerkzeuges;
- Figur 2
- das Schleifwerkzeug gemäß Fig. 1, das in seiner Gebrauchslage an einer zugeordneten
Antriebswelle eines Oszillationsantriebs befestigt ist;
- Figur 3
- eine Explosionsdarstellung der Einzelteile des Schleifwerkzeuges mit einem Halter
gemäß Fig. 3a), einem Formprofil gemäß Fig. 3b) und einem zugeordneten Schleifpapier
gemäß Fig. 3c);
- Figur 4
- eine Aufsicht des Halters gemäß Fig. 3a);
- Figur 5
- einen Schnitt durch den Halter gemäß Fig. 4 längs der Linie V-V;
- Figur 6
- eine Ansicht des Halters gemäß Fig. 4 von unten;
- Figur 7
- einen Längsschnitt durch das Schleifwerkzeug gemäß Fig. 1; und
- Figur 8
- eine perspektivische Schnittansicht des Schleifwerkzeugs gemäß Fig. 7.
[0051] Ein erfindungsgemäßes Schleifwerkzeug ist in Fig. 1 perspektivisch dargestellt und
insgesamt mit der Ziffer 10 bezeichnet. Das Schleifwerkzeug 10 weist einen Halter
14 auf, an dem ein Formprofil 16 und ein Schleifmittel 18 in Form eines Schleifpapiers
aufgenommen sind.
[0052] Das Schleifwerkzeug 10 ist zur Verwendung mit einem Oszillationsantrieb bekannter
Bauart vorgesehen, wie in Fig. 2 schematisch dargestellt ist. Der Oszillationsantrieb
20 weist eine Antriebswelle 22 auf, die um ihre Längsachse 24 drehoszillierend mit
hoher Frequenz im Bereich von etwa 10.000 bis 25.000 Oszillationen pro Minute und
mit geringem Verschwenkwinkel von etwa ± 0,5 bis ± 5° antreibbar ist. Das Schleifwerkzeug
10 ist am äußeren Ende der Antriebswelle 22 mit einer geeigneten Aufnahme formschlüssig
befestigt und mittels eines Sicherungselementes 26 gesichert.
[0053] Das Schleifwerkzeug 10 dient insbesondere zum Schleifen von Längsprofilen und Längsausnehmungen.
Hierzu sind das Formprofil 16 und das zugeordnete Schleifmittel 18 auswechselbar am
Halter 12 aufgenommen, wie im Folgenden noch näher beschrieben wird. Die Form des
Formprofils 16 ist zweckmäßigerweise an das zu schleifende Längsprofil angepasst.
Es können somit verschiedene Formprofile mit unterschiedlichem Querschnitt vorgesehen
sein, die auswechselbar am Halter 12 befestigt sind. In dem in Fig. 1 dargestellten
Fall weist das Formprofil 16 mehrere eben ausgebildete Oberflächen auf, die winklig
zueinander angeordnet sind. Dabei verläuft eine eben ausgebildete Stirnfläche 19 des
Formprofils 16 senkrecht zur Längsachse 24 der Antriebswelle 22 und damit auch senkrecht
zu einer Längsachse 60, die durch die Aufnahme 14 des Halters 12 aufgespannt ist.
[0054] Der nähere Aufbau des Schleifwerkzeugs 10 wird nunmehr anhand der Fig. 3 bis 8 erläutert.
[0055] Aus Fig. 3 ist ersichtlich, dass das Schleifwerkzeug 10 aus zumindest zwei Teilen,
ggf. aus drei Teilen, zusammengesetzt ist. In jedem Falle ist hierzu ein Halter 12
mit einer Aufnahme 14 zur Verbindung mit der Antriebswelle 22 (Fig. 2) vorgesehen.
Am Halter 12 kann das Formprofil 16 zusammen mit einem entsprechend geformten Schleifmittel
18, das als Schleifpapier ausgebildet ist, befestigt werden. Das Formprofil 16 kann
gemäß einer ersten Ausführung an seiner Oberfläche mit einen Schleifmittel versehen
sein, um so ein Schleifen direkt mit dem Formprofil 16 zu ermöglichen. Alternativ
kann ein gesondertes Schleifmittel 18 in Form eines Schleifpapiers vorgesehen sein,
das in seiner Form auf die Form des Formprofils 16 abgestimmt ist und gemeinsam mit
diesem am Halter 12 befestigt werden kann.
[0056] Der Halter 12 besteht aus einem starren Kunststoffmaterial und weist einen Spannbereich
36 mit einem Hohlraum 38 auf, in dem das Formprofil 16 mit einem zugeordneten Halteabschnitt
40 eingesetzt und darin fixiert werden kann. Um eine Kraftübertragung zwischen Antriebswelle
22 und Halter 12 zu gewährleisten, ist in der Aufnahme 14 eine Mitnehmerscheibe 30
aus Metall, insbesondere aus Stahl, eingespritzt (vgl. Fig. 1, 3, 7, 8), die eine
formschlüssige Kraftübertragung zur Antriebswelle 22 erlaubt. Dazu sind geeignete
Ausnehmungen 32 an der Mitnehmerscheibe vorgesehen.
[0057] Der Spannbereich 36 weist zwei einander gegenüberliegende ebene Seitenabschnitte
46, 48 auf, die einstückig mit dem Halter 12 verbunden sind. Die axialen Enden des
Hohlraums 38 sind durch Endabschnitt 42, 44 abgeschlossen, wobei jeweils eine ebene
Endfläche 52 und zwei einander gegenüberliegende seitliche Ansätze 53, 54 vorgesehen
sind. Zwischen den Endabschnitten 43, 44 sind die Seitenabschnitte 46, 48 eingeschlossen,
die jeweils von den Endabschnitten 42, 44 durch einen Schlitz 66 abgetrennt sind.
Dies hat zur Folge, dass die beiden einander gegenüberliegenden Seitenabschnitte 46,
48, die nur an ihren inneren Enden mit dem Halter 12 verbunden sind, relativ zueinander
aufgeweitet werden können.
[0058] Hierzu sind am ersten Seitenabschnitt 46 zwei winklig schräg nach außen abstehende
Griffteile 50, 51 vorgesehen, Wird von außen Druck auf die Griffteile 50, 51 ausgeübt,
so kann der erste Seitenabschnitt 46 relativ zu dem zweiten Seitenabschnitt 48 etwas
nach außen aufgeweitet werden, um so ein Einsetzen des Formprofils 16 in den Hohlraum
38 des Halters 12 oder eine Entnahme des Formprofils 16 mit seinem Halteabschnitt
40 aus dem Hohlraum 38 zu erlauben.
[0059] Zusätzlich können an den Innenoberflächen des ersten Seitenabschnittes 46 und des
zweiten Seitenabschnittes 48 in Einschubrichtung des Formprofils 16 verlaufende Stege
56 vorgesehen sein, denen entsprechende Nuten 58 am Halteabschnitt 40 des Halters
12 zugeordnet sind.
[0060] Auf diese Weise wird beim Einsetzen des Formprofils 16 mit seinem Halteabschnitt
40 in den Hohlraum 38 des Halters 12 eine formschlüssige Aufnahme ermöglicht, die
ein Verschieben des Formprofils 16 in Längsrichtung verhindert.
[0061] Soll das Formprofil 16 mit seinem Halteabschnitt 40 in den Hohlraum 38 des Halters
12 eingesetzt werden, so muss lediglich Druck auf die beiden Griffteile 50, 51 ausgeübt
werden, wodurch sich der erste Seitenabschnitt 46 relativ zum zweiten Seitenabschnitt
48 nach außen aufweitet.
[0062] Das Formprofil 16 kann nunmehr mit seinem Halteabschnitt 40 in den Hohlraum 38 eingeschoben
werden und wird hierbei durch die Nuten 58 mit den zugeordneten Stegen 56 geführt.
Ist das Formprofil 16 ausreichend weit in den Hohlraum 38 eingeschoben bzw. kommt
dies darin zur Anlage, so werden die Griffteile 50, 51 losgelassen, wodurch das Formprofil
16 unter der Wirkung der Eigenspannung des Spannbereichs 36 sicher innerhalb des Spannbereichs
36 gehalten ist.
[0063] Wird ein separates Schleifmittel 18 in Form eines Schleifpapiers gemäß Fig. 3c) verwendet,
so weist dieses eine ebene Kontur gemäß Fig. 3c) auf, die vorzugsweise auf beiden
einander gegenüberliegenden Seitenflächen jeweils in eine Vertiefung 64 (Fig. 1) gedrückt
wird, die derart geformt ist, dass die beiden Seitenabschnitte 46, 48 des Halters
12 unmittelbar eingreifen können, um so eine sichere Fixierung des Schleifmittels
18 zu gewährleisten. Das Schleifmittel wird hierzu auf das Formprofil 16 aufgesetzt
und gemeinsam mit diesem aufgeweiteten Spannbereich 36 in den Hohlraum 38 eingesetzt
und so gemeinsam mit dem Formprofil 16 fixiert. Die Form des Schleifmittels 18 passt
sich hierbei an die Außenkontur des Formprofils 16 an.
[0064] Das Formprofil 16 besteht vorzugsweise aus einem nachgiebigen Kunststoffschaum, beispielsweise
einem Polyurethan-Schaum, um eine gewisse Nachgiebigkeit des Formprofils beim Schleifen
zu gewährleisten.
[0065] Während Fig. 6 den Halter 12 von unten ohne den Adapter 30 zeigt, ist aus Fig. 7
ein Längsschnitt und aus Fig. 8 ein perspektivischer Längsschnitt durch das Schleifwerkzeug
10 zu erkennen.
[0066] Wie insbesondere aus Fig. 5 bis 8 erkennbar, ist der erste Seitenabschnitt 46 am
Korpus des Halters 14 mit einem gekrümmten Abschnitt 68 aufgenommen, der anschließend
in einen ebenen Abschnitt 70 übergeht. Der gegenüberliegende zweite Seitenabschnitt
48 weist einen dem ersten ebenen Abschnitt 70 gegenüberliegenden ebenen Abschnitt
72 auf und besitzt an seinem inneren Ende einen rechtwinklig daran angeformten Anschlag
74, der als Anschlag beim Einschieben des Formprofils 16 dient.
[0067] Der Halter 12 ist als Spritzgussteil einstückig aus einem starren Kunststoffmaterial
(z.B. PVC) hergestellt. So ist eine kostengünstige Herstellung von hohen Stückzahlen
ermöglicht und gleichzeitig eine Elastizität des Spannbereichs 36.
1. Schleifwerkzeug für ein Schleifgerät mit einem Oszillationsantrieb (20), insbesondere
einem Drehoszillationsantrieb, dessen Antriebswelle (22) um ihre Längsachse (24) oszillierend
antreibbar ist, wobei das Schleifwerkzeug (10) einen Halter (12) aufweist, der eine
Aufnahme (14) zur Befestigung an der Antriebswelle (22) des Oszillationsantriebs (20)
aufweist, und an dem ein Formprofil (16) mit einem Schleifmittel (18) aufgenommen
ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (12) eine Profilaufnahme (35) zur lösbaren Befestigung des Formprofils
(16) aufweist, und dass die Profilaufnahme (35) einen Spannbereich (36) aufweist,
in den das Formprofil (16) mit einem Halteabschnitt (40) einsetzbar und fixierbar
ist, und der zur Freigabe des Formprofils (16) elastisch aufweitbar ist.
2. Schleifwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Spannbereich (36) mindestens ein Griffteil (50, 51) zur elastischen Aufweitung
des Spannbereichs (36) angeformt ist.
3. Schleifwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannbereich (36) einen elastisch aufweitbaren Hohlraum (38) aufweist, in den
das Formprofil (16) mit seinem Halteabschnitt (40) einsetzbar und unter der Wirkung
der Eigenspannung des Spannbereichs (36) fixierbar ist.
4. Schleifwerkzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Formprofil (16) mit seinem Halteabschnitt (40) im Hohlraum (38) des Halters (12)
reibschlüssig gehalten ist.
5. Schleifwerkzeug nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Formprofil (16) mit seinem Halteabschnitt (40) im Hohlraum (38) des Halters (12)
formschlüssig gehalten, vorzugsweise verrastbar ist, wobei der Formschluss oder die
Verrastung durch eine elastische Aufweitung des Hohlraums (38) lösbar ist.
6. Schleifwerkzeug nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Spannbereich (36) an beiden axialen Enden des Hohlraums von Endabschnitten (42,
44) begrenzt ist, und dass sich zwischen den Endabschnitten (42, 44) an beiden Seiten
jeweils Seitenabschnitte (46, 48) erstrecken, die von den Endabschnitten (42, 44)
beabstandet sind, wobei der Hohlraum (38) vorzugsweise einen im Wesentlichen U-förmigen
Querschnitt aufweist.
7. Schleifwerkzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass an einem ersten (46) der Seitenabschnitte (46, 48) mindestens ein Griffteil (50,
51) angeformt ist, vorzugsweise zwei Griffteile (50, 51) angeformt sind, die sich
vom Seitenabschnitt (46) aus schräg nach außen erstrecken.
8. Schleifwerkzeug nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Seitenabschnitt (46) ausgehend von einem gekrümmten Abschnitt (68) in einen
ebenen Abschnitt (70) übergeht, an dem das zumindestens eine Griffteil (50, 51) außen
angeformt ist.
9. Schleifwerkzeug nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Endabschnitte (42, 44) jeweils eine Endfläche (52) und damit jeweils zusammenhängende,
im Wesentlichen senkrecht dazu ausgebildete seitliche Ansätze (53, 54) aufweisen,
die von den benachbarten ersten und zweiten Seitenabschnitten (46, 48) jeweils durch
einen Schlitz (66) beabstandet sind, wobei vorzugsweise an den Endabschnitten (42,
44) mindestens ein Anschlag (70) zur Begrenzung einer Einschubtiefe des Formprofils
(16) in den Hohlraum (38) vorgesehen ist.
10. Schleifwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Formprofil (16) zumindest an einem Teil seiner Außenoberfläche mit einem Schleifmittel
beschichtet ist, oder dass das Formprofil (16) zur Aufnahme eines Schleifpapiers (18)
ausgebildet ist, das gemeinsam mit dem Formprofil (16) im Hohlraum (38) des Halters
(12) fixierbar ist.
11. Schleifwerkzeug nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Schleifpapier (18) derart an die Außenoberfläche des Formprofils (16) anpassbar
ist, dass das Schleifpapier (18) die Außenoberfläche des Formprofils (16) zumindest
teilweise umschlingt und mit beiden Enden (70, 72) zwischen einem Halteabschnitt (40)
des Formprofils (16) und den Seitenabschnitten (46, 48) des Halters (12) gehalten
ist.
12. Schleifwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Formprofil (16) aus einem elastisch nachgiebigen Material besteht, wobei der
Halter (12) vorzugsweise einstückig aus einem Kunststoff hergestellt ist, vorzugsweise
als Spritzgussteil.
13. Schleifwerkzeug nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass an den Seitenabschnitten (46, 48) des Halters (12) auf der jeweils dem Formprofil
(16) zugewandten Oberfläche Stege (56) angeordnet sind, denen Nuten (58) am Formprofil
(16) zugeordnet sind.
14. Schleifwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (14) zur formschlüssigen Verbindung mit der Antriebswelle (22) des Oszillationsantriebs
(20) ausgebildet ist.
15. Schleifwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (14) eine Längsachse (60) definiert und dass das Formprofil (16) in
mindestens einer Erstreckungsrichtung geradlinig und senkrecht zur Längsachse (60)
der Aufnahme (14) verläuft.