[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Handmontagewerkzeug zum Verbinden eines Motorflansches
mit und zum Trennen des Motorflansches von einem Handwerkzeuggetriebe. Das Handwerkzeuggetriebe
kann beispielsweise ein Getriebe eines Bohrhammers, Kombihammers oder einer Vorschubeinrichtung
für ein Kernbohrgerät sein. Der Motorflansch weist wenigstens eine Federlasche auf,
mittels derer der Motorflansch an dem Handwerkzeuggetriebe verriegelt oder entriegelt
werden kann. Die Erfindung betrifft ebenfalls ein System mit einem Handmontagewerkzeug
und mit einem Motorflansch.
[0002] Ein Handmontagewerkzeug der eingangs genannten Art ist beispielsweise eine Zange
oder ähnliches, die allerdings zum Verbinden beziehungsweise Lösen eines Motorflansches
von einem Handwerkzeuggetriebe denkbar ungeeignet ist.
[0003] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Handmontagewerkzeug bereitzustellen,
das einfach und sicher handhabbar ist.
[0004] Bezüglich des Handmontagewerkzeugs wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass das Handmontagewerkzeug
in einer Ansetzposition koaxial zu einer Rotationsachse des Motorflansches an den
Motorflansch angesetzt werden kann, derart, dass die Federlasche innerhalb eines Volumens
des Handmontagewerkzeugs aufgenommen ist. Das Handmontagewerkzeug weist wenigstens
eine innerhalb des Volumens angeordnete Rampe auf, die ausgebildet ist, im Zuge einer
Drehung des Handmontagewerkzeugs um die Rotationsachse des Motorflansches und in Richtung
einer Löseposition, die Federlasche des Motorflansches axial zur Rotationsachse auszulenken
und den Motorflansch über eine an der Rampe ausgebildete Drehmitnahme zu entriegeln.
[0005] Die Erfindung schließt die Erkenntnis ein, dass ein Handwerkzeuggetriebe lieferantenbedingt
typischerweise als Baugruppe mit montiertem Motorflansch angeliefert wird. Da sich
ein Handwerkzeugmotor typischerweise nur von der verdeckten Rückseite her auf den
Motorflansch montieren lässt, muss der Motorflansch zuerst demontiert werden. Dazu
werden zwei Federlaschen, die aus Kunststoff bestehen können, angehoben und der Motorflansch
gedreht, bis er sich axial vom Handwerkzeuggetriebe abnehmen lässt.
[0006] Die Erfindung schließt dabei weiterhin die Erkenntnis ein, dass durch manuelles Anheben
und Halten der Federlaschen mit den Fingern bei gleichzeitiger Drehbewegung des Motorflansches
eine Handhabung äußerst schwierig und für die Serienmontage ungeeignet ist. Weiterhin
besteht die Gefahr, dass die typischerweise aus Kunststoff gefertigten Federlaschen
überdehnt und dadurch vorgeschädigt werden. Dies kann nachteiligerweise zu einem Ausfall
einer Handwerkzeugmaschine führen, in der der Motorflansch eingebaut ist.
[0007] Durch das erfindungsgemäß bereitgestellte Handmontagewerkzeug werden die beschriebenen
Nachteile vermieden. Erfindungsgemäß wird ein Handmontagewerkzeug im Sinne einer Montagehilfe
bereitgestellt, die dazu dient, den Motorflansch einfach und schnell mit einem Handwerkzeuggetriebe
zu verbinden und wieder zu lösen. Dabei erfolgt die Bedienung des Handmontagewerkzeugs
manuell, das heißt, das Handmontagewerkzeug wird per Hand auf den Motorflansch aufgesetzt
und mittels einer Drehbewegung auf einer Stirnseite des Handwerkzeuggetriebes befestigt.
Somit ist das Handmontagewerkzeug sowohl einfach als auch sicher zu handhaben.
[0008] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist die Drehmitnahme als Stufe ausgebildet. Die
Stufe kann als Anschlag für die Federlasche und/oder als Anschlag für einen starren
Abschnitt der Federlasche dienen. Eine als Stufe ausgebildete Drehmitnahme kann die
Rampe in einen unteren Rampenabschnitt und einen oberen Rampenabschnitt unterteilen.
Bevorzugt ist die Rampe spiralförmig bezogen auf die Rotationsachse des Motorflansches
ausgebildet.
[0009] Durch Drehen des in der Ansetzposition angesetzten Handmontagewerkzeugs wird die
Federlasche durch die Rampe graduell ausgelenkt. Durch die an der Rampe ausgebildete
Drehmitnahme erfolgt letztendlich ein Lösen beziehungsweise Entriegeln der Federlasche
von einem korrespondierenden Gegenstück des Handwerkzeuggetriebes.
[0010] In einer besonders bevorzugten Weiterbildung ist der obere Abschnitt dazu ausgebildet,
die Federlasche auszulenken. Der untere Rampenabschnitt kann dazu ausgebildet sein,
einen starren Abschnitt, über den die Federlasche an den Motorflansch angeformt ist,
im Zuge der Drehung des Handmontagewerkzeugs abzustützen. Mit anderen Worten kann
eine zweigeteilte Rampe also zum einen die Auslenkung der Federlasche, die zum Entriegeln
des Motorflansches erforderlich ist, bewirken. Zum anderen kann durch eine zweigeteilte
Rampe der starre Abschnitt der Federlasche gestützt werden, sodass ein besonders sicheres
und schädigungsfreies Entfernen des Motorflansches möglich ist.
[0011] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung weist der untere Rampenabschnitt eine
geringere Steigung auf als der obere Rampenabschnitt. Der untere Rampenabschnitt und/oder
der obere Rampenabschnitt können eine progressive Steigung aufweisen. Eine progressive
Steigung ist vorliegend auf eine Drehung bezogen, die dem Lösen des Motorflansches
von dem Handwerkzeuggetriebe dient.
[0012] Bevorzugt ist das Handmontagewerkzeug derart ausgebildet, dass eine gegen den Uhrzeigersinn
gerichtete Drehung des Handmontagewerkzeugs um die Rotationsachse des Motorflansches
ein Lösen des Motorflansches bedeutet.
[0013] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung ist das Handmontagewerkzeug zylinderförmig
ausgebildet. Der Durchmesser des zylinderförmig ausgebildeten Handmontagewerkzeugs
ist bevorzugt doppelt so groß wie die Höhe des zylinderförmig ausgebildeten Handmontagewerkzeugs.
Bevorzugt beträgt der Durchmesser des zylinderförmig ausgebildeten Handmontagewerkzeugs
zwischen 7 cm und 10 cm. Die Höhe kann zwischen 2 cm und 4 cm betragen. Besonders
bevorzugt ist der Durchmesser des Handmontagewerkzeugs größer als der Durchmesser
des Motorflansch, bevorzugt bezogen jeweils auf die bestimmungsgemäße Rotationsachse.
[0014] In einer bevorzugten Ausgestaltung besteht das Handmontagewerkzeug aus Kunststoff
oder weist einen solchen auf.
[0015] Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn im Handmontagewerkzeug ein zentraler
Stützring ausgebildet ist, der als Gleitlager zwischen dem Handmontagewerkzeug und
dem Motorflansch dient. Der zentrale Stützring kann beispielsweise durch Freistellen
einer Oberfläche des Handmontagewerkzeugs vorgesehen sein. Dies kann beispielsweise
durch ein oder mehrere bogenförmige Abschnitte bzw. Ausnehmungen auf der Oberseite
Handmontagewerkzeugs realisiert sein.
[0016] Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn das Handmontagewerkzeug zwei Rampen,
bevorzugt genau zwei Rampen aufweist. Die Rampen können diametral zueinander angeordnet
sein. Bevorzugt weist der Motorflansch zwei, insbesondere genau zwei Federlaschen
auf, die diametral zueinander angeordnet sein können.
[0017] Die Federlasche kann mit einem zu der Federlasche korrespondierenden Gegenstück des
Handwerkzeuggetriebes verriegelt sein, wenn der Motorflansch an dem Handmontagewerkzeuggetriebe
befestigt ist. Die Federlasche und das korrespondierende Gegenstück bilden bevorzugt
eine Verbindung im Sinne eines Bajonettverschlusses.
[0018] Bezüglich des Systems wird die Aufgabe gelöst durch ein System mit einem vorbeschriebenen
Handmontagewerkzeug und mit einem Motorflansch, wobei der Motorflansch wenigstens
eine Federlasche aufweist, mittels derer der Motorflansch an dem Handwerkzeuggetriebe
verriegelt oder entriegelt werden kann. Das System kann durch die mit Bezug auf das
Handmontagewerkzeug beschriebenen Merkmale weitergebildet sein.
[0019] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Figurenbeschreibung. In den Figuren
ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung dargestellt. Die
Figuren, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination.
Der Fachmann wird die Merkmale zweckmässigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen
weiteren Kombinationen zusammenfassen.
[0020] In den Figuren sind gleiche und gleichartige Komponenten mit gleichen Bezugszeichen
beziffert.
[0021] Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Handmontagewerkzeugs;
- Fig. 2
- das Handmontagewerkzeug der Figur 1 in Ansetzposition;
- Fig. 3
- das Handmontagewerkzeug der Figur 1 kurz vor der Löseposition;
- Fig.4
- eine typische Abfolge beim Trennen des Motorflansches von einem Handwerkzeuggetriebe.
Ausführungsbeispiel:
[0022] Im oberen Teil von Figur 1 ist ein erfindungsgemäßes Handmontagewerkzeug 10 in perspektivischer
Ansicht von oben dargestellt. Das Handmontagewerkzeug 10 ist zum Verbinden eines Motorflansches
20 mit und zum Trennen des Motorflansches 20 von einem Handwerkzeuggetriebe 30 vorgesehen.
Im vorliegend dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Motorflansch 20 am Handwerkzeuggetriebe
30 befestigt. Das Handmontagewerkzeug 10, das vorliegend zylinderförmig ausgebildet
ist, weist an einem äußeren Umfang einen Griffabschnitt 17 auf, der zum Halten mittels
einer menschlichen Hand bestimmt ist. Der Griffabschnitt 17 ist geriffelt um die Bedienung
zu erleichtern.
[0023] Wie ebenfalls der Figur 1 entnommen werden kann, ist im Handmontagewerkzeug 10 ein
zentraler Stützring 15 ausgebildet, der als Gleitlager zwischen dem Handmontagewerkzeug
10 und dem Motorflansch 20 dient, wenn das Handmontagewerkzeug 10 auf dem Motorflansch
20 aufgesetzt ist. Dabei liegt der zentrale Stützring 15 auf einem Auflagebereich
25 des Motorflansches 20 auf.
[0024] Der Motorflansch 20 weist genau zwei Federlaschen 21, 23 auf. Die Federlaschen 21,
23 sind diametral zueinander angeordnet. Dabei sind die Federlaschen 21, 23 über jeweils
einen starren Abschnitt 21', 23' an dem Motorflansch 20 angeformt.
[0025] Im vorliegend dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Motorflansch 20 aus Kunststoff
gefertigt. Die Federlaschen 21, 23 sind axial zur Rotationsachse R des Motorflansches
20 auslenkbar. Dies ist durch jeweilige Pfeile an der ersten Federlasche 21 und der
zweiten Federlasche 23 angedeutet. Eine axiale Auslenkung der Federlaschen 21, 23
erfolgt elastisch. In Figur 1 befinden sich die Federlaschen 21, 23 des Motorflansches
20 in nicht ausgelenktem Zustand.
[0026] Wie ebenfalls der Figur 1 entnommen werden kann, weist das Handwerkzeuggetriebe 30
an seinem Umfang zu den Federlaschen 21, 23 korrespondierende Gegenstücke 31, 33 auf,
mittels derer der Motorflansch 20 an dem Handwerkzeuggetriebe 30 im Sinne eines Bajonettverschlusses
verriegelt ist. Dabei ist in Figur 1 der verriegelte Zustand gezeigt.
[0027] In Figur 2a ist das Handmontagewerkzeug 10 in einer Draufsicht dargestellt. Dabei
ist in Figur 2a die Schnittlinie A - A eingezeichnet. Figur 2b zeigt den entsprechenden
Schnitt A - A.
[0028] In Figur 2 ist das Handmontagewerkzeug 10 in der sogenannten Ansetzposition AP dargestellt.
Die gezeigte Ansetzposition AP ermöglicht ein Ansetzen des Handmontagewerkzeugs 10
auf den Motorflansch 20, sodass die Federlaschen 21, 23 innerhalb eines Volumens des
vorliegend zylinderförmig ausgebildeten Handmontagewerkzeugs 10 aufgenommen sind.
[0029] Vorliegend sind in Figur 2a die Federlaschen 21, 23 durch zwei bogenförmige Abschnitte
15' in der Oberseite des Handmontagewerkzeugs 10 hindurch erkennbar. Durch die bogenförmigen
Abschnitte 15' wird gleichsam der zentrale Stützring 15 ausgebildet, der als Gleitlager
zwischen dem Handmontagewerkzeug 10 und dem Motorflansch 20 fungiert.
[0030] Durch die bogenförmigen Abschnitte 15' hindurch zu erkennen sind zwei an dem Handmontagewerkzeug
10 ausgebildete Rampen 11, 13. Die Rampen 11, 13 dienen dem aus axialen Auslenken
der Federlaschen 21, 23.
[0031] Innerhalb der bogenförmigen Abschnitte 15' erkennbar sind ebenfalls an den Rampen
11, 13 ausgebildete Drehmitnahmen 12, 14. Die Drehmitnahmen bilden dabei Anschläge
für die Federlaschen 21, 23 beziehungsweise deren starre Abschnitte 21', 23'. Dies
wird später mit Bezug auf Figur 3 genauer ausgeführt.
[0032] In Figur 2a dargestellte Ausführungsbeispiele sind die Drehmitnahmen 12, 14 als Stufe
ausgebildet, die die Rampen 11, 13 in einen unteren Rampenabschnitt 11', 13' und einen
oberen Rampenabschnitt 11", 13" unterteilen. Dabei dienen die oberen Rampenabschnitte
11", 13" zum Auslenken der Federlaschen 21, 23. Die unteren Rampenabschnitte 11',
13' sind ausgebildet, die starren Abschnitte 21', 23' abzustützen. Die Federlaschen
21, 23 über die starren Abschnitte 21', 23' an den Motorflansch 20 angeformt.
[0033] In der Schnittdarstellung A - A in Figur 2b ist gut zu erkennen, wie die zweite Federlasche
23 mit dem korrespondierenden Gegenstück 33 des Handwerkzeuggetriebes 30 verriegelt
ist. Dabei befindet sich das korrespondierende Gegenstück 33 zwischen der zweiten
Federlasche 23 und dem zweiten starren Abschnitt 23'.
[0034] Ebenfalls aus Figur 2b ersichtlich ist der untere Rampenabschnitt 11' der ersten
Rampe 11.
[0035] Die Drehrichtung DR, in der das Handmontagewerkzeug zum Lösen des Motorflansches
20 entgegen des Uhrzeigersinns gedreht werden muss, ist mit dem entsprechenden Pfeil
bezeichnet.
[0036] Figur 3 zeigt nunmehr das Ausführungsbeispiel der Figuren 1 und 2, wobei eine Drehung
DR des Handmontagewerkzeugs 10 um die Rotationsachse R in Richtung einer Löseposition
LP erfolgt ist. Dabei zeigt Figur 3 nicht die endgültige Löseposition, sondern eine
Drehlage des Handmontagewerkzeugs 10 kurz bevor dies die Löseposition einnimmt. Dies
ist beispielsweise in Figur 3b dadurch zu erkennen, dass der zweite starre Abschnitt
23' des Motorflansches 20 noch nicht an der als Stufe ausgebildeten Drehmitnahme 14
anliegt. Dies wäre der Fall, würde das in Figur 3 gezeigte Handmontagewerkzeug 10
weiter in Drehrichtung DR gedreht werden.
[0037] In Figur 3a ist eine Schnittlinie B - B eingezeichnet, deren Schnitt B - B in Figur
3b gezeigt ist. Wie der Figur 3b entnommen werden kann, ist die zweite Federlasche
23 des Motorflansches 20 bereits auf dem oberen Rampenabschnitt 13" befindlich und
dementsprechend axial zur Rotationsrichtung R ausgelenkt.
[0038] Durch weitere Drehung des Handmontagewerkzeugs 10 in Drehrichtung DR würde die zweite
Federlasche 23 weiter in Pfeilrichtung ausgelenkt, da die zweite Federlasche 23 weiter
entlang des aufsteigenden oberen Rampenabschnitts 13" bewegt werden würde. Kommt,
durch weitere Drehung des Handmontagewerkzeugs 10 in Drehrichtung DR die Drehmitnahme
14 in Kontakt mit dem starren Abschnitt 23' des Motorflansches 20, so wird der Motorflansch
20 vollständig entriegelt und kann axial in Pfeilrichtung vom Handwerkzeuggetriebe
abgenommen werden.
[0039] Figur 4 zeigt schließlich ein typisches Vorgehen beim Trennen des Motorflansches
20 vom Handwerkzeuggetriebe 30 mittels des erfindungsgemäßen Handmontagewerkzeugs
10.
[0040] Zunächst wird das Handmontagewerkzeug 10 in Ansetzposition AP axial auf den Motorflansch
aufgesetzt beziehungsweise aufgesteckt. Dabei wird der Motorflansch 20 innerhalb eines
Volumens des Handmontagewerkzeugs 10 aufgenommen.
[0041] Wie in Figur 4b gezeigt, wird durch Drehen des Handmontagewerkzeugs 10 in Drehrichtung,
die entgegen dem Uhrzeigersinn entspricht, der Motorflansch 20 von dem Handwerkzeuggetriebe
entriegelt. Dies erfolgt wie vorbeschrieben dadurch, dass die beiden Federlaschen
21, 23 über die spiralförmig und diametral zueinander angeordneten Rampen 11, 13 beziehungsweise
deren obere Rampenabschnitte 11", 13" angehoben werden und über die an den Rampen
11, 13 ausgebildeten Drehmitnahmen 12, 14 entriegelt werden (vergleiche Figur 3).
[0042] Anschließend kann, dies ist in Figur 4c gezeigt, das Handmontagewerkzeug 10 in Pfeilrichtung
axial nach oben abgehoben werden, wobei der getrennte Motorflansch 20 aufgrund der
entsprechend ausgestalteten Rampen 11, 13 innerhalb des Handmontagewerkzeugs 10 verbleibt.
[0043] Schließlich kann, wie aus Figur 4d ersichtlich, der Motorflansch 20 durch eine Gegendrehung
aus dem Handmontagewerkzeug 10 entnommen werden.
[0044] Gleichsam ist durch eine entgegengesetzte Vorgehensweise, das heißt beginnend mit
Figur 4d und einem Einlegen des Motorflansches 20 in das Handmontagewerkzeug 10 ein
Verbinden des Motorflansches 20 mit dem Handmontagewerkzeug 30 möglich.
Bezugszeichenliste
[0045]
- 10
- Handmontagewerkzeug
- 11
- Erste Rampe
- 12
- Erste Drehmitnahme
- 13
- Zweite Rampe
- 14
- Zweite Drehmitnahme
- 15
- Zentraler Stützring
- 17
- Griffabschnitt
- 20
- Motorflansch
- 21
- Erste Federlasche
- 23
- Zweite Federlasche
- 25
- Auflagebereich
- 30
- Handwerkzeuggetriebe
- 31
- Erstes Gegenstück
- 33
- Zweites Gegenstück
- 11'
- Erster unterer Rampenabschnitt
- 21'
- Erster starrer Abschnitt
- 13'
- Zweiter unterer Rampenabschnitt
- 15'
- bogenförmige Abschnitte
- 23'
- Zweiter starrer Abschnitt
- 11"
- Erster oberer Rampenabschnitt
- 13"
- Zweiter oberer Rampenabschnitt
- D
- Durchmesser
- H
- Höhe
- R
- Rotationsachse des Motorflansches
- AP
- Ansetzposition
- DR
- Drehrichtung
- LP
- Löseposition
1. Handmontagewerkzeug (10) zum Verbinden eines Motorflansches (20) mit und zum Trennen
des Motorflansches (20) von einem Handwerkzeuggetriebe (30), wobei der Motorflansch
(20) wenigstens eine Federlasche (21, 23) aufweist mittels derer der Motorflansch
(20) an dem Handwerkzeuggetriebe (30) verriegelt oder entriegelt werden kann,
dadurch gekennzeichnet, dass das Handmontagewerkzeug (10) in einer Ansetzposition (AP) koaxial zu einer Rotationsachse
(R) des Motorflansches (20) an den Motorflansch (20) angesetzt werden kann, derart,
dass die Federlasche (21, 23) innerhalb eines Volumens des Handmontagewerkzeugs (10)
aufgenommen ist, wobei das Handmontagewerkzeug (10) wenigstens eine innerhalb des
Volumens angeordnete Rampe (11, 13) aufweist, die ausgebildet ist, im Zuge einer Drehung
(DR) des Handmontagewerkzeugs (10) um die Rotationsachse (R) des Motorflansches (20)
und in Richtung einer Löseposition (LP), die Federlasche (21, 23) des Motorflansches
(20) axial zur Rotationsachse (R) auszulenken und den Motorflansch (20) über eine
an der Rampe (11, 13) ausgebildete Drehmitnahme (12, 14) zu entriegeln.
2. Handmontagewerkzeug nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Drehmitnahme (12, 14) als Stufe ausgebildet ist, die Rampe (11, 13) in einen
unteren Rampenabschnitt (11', 13') und einen oberen Rampenabschnitt (11", 13") unterteilt.
3. Handmontagewerkzeug nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der obere Rampenabschnitt (11 ", 13") dazu ausgebildet ist die Federlasche (21, 23)
auszulenken und der untere Rampenabschnitt (11', 13') dazu ausgebildet ist einen starren
Abschnitt (21', 23'), über den die Federlasche (21, 23) an den Motorflansch (20) angeformt
ist, im Zuge der Drehung des Handmontagewerkzeugs (10) abzustützen.
4. Handmontagewerkzeug nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass der untere Rampenabschnitt (11', 13') eine geringere Steigung aufweist als der obere
Rampenabschnitt (11", 13").
5. Handmontagewerkzeug nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass der untere Rampenabschnitt (11', 13') und/oder der obere Rampenabschnitt (11", 13")
eine progressive Steigung aufweist.
6. Handmontagewerkzeug nach Anspruch einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Handmontagewerkzeug (10) zylinderförmig ausgebildet ist, wobei der Durchmesser
(D) des zylinderförmig ausgebildeten Handmontagewerkzeugs (10) bevorzugt doppelt so
groß ist wie die Höhe (H).
7. Handmontagewerkzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass im Handmontagewerkzeug (10) ein zentraler Stützring (15) ausgebildet ist, der als
Gleitdrehlager zwischen dem Handmontagewerkzeug (10) und dem Motorflansch (20) dient.
8. Handmontagewerkzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Federlasche (21, 23) mit einem zu der Federlasche korrespondierenden Gegenstück
(31, 33) des Handwerkzeuggetriebe (30) verriegelt ist, wenn der Motorflansch (20)
an dem Handwerkzeuggetriebe (30) befestigt ist
9. Handmontagewerkzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Handmontagewerkzeug (10) genau zwei Rampen (11, 13) aufweist, die diametral zueinander
angeordnet sind und/oder der Motorflansch (20) genau zwei Federlasche (21, 23) aufweist,
die diametral zueinander angeordnet sind.
10. System mit einem Handmontagewerkzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche und mit
einem Motorflansch, wobei der Motorflansch (20) wenigstens eine Federlasche (21, 23)
aufweist mittels derer der Motorflansch (20) an dem Handwerkzeuggetriebe (30) verriegelt
werden kann.