[0001] Die Erfindung betrifft eine elektronische Steuerung für einen elektromotorischen
Antrieb einer Verschlussvorrichtung, insbesondere eines Rollladens. Gegenstand der
Erfindung ist auch ein Steuerungssystem für eine Verschlussvorrichtung, insbesondere
für einen Rollladen, mit einem elektromotorischen Antrieb und einer elektromotorischen
Steuerung.
[0002] Als Verschlussvorrichtung im Sinne der Lehre der vorliegenden Erfindung kommt primär
ein Rollladen in Frage. Die Lehre der Erfindung ist aber auch für andersartige Verschlussvorrichtungen,
beispielsweise ein Rolltor, ein Rollgitter, ein Sektionaltor, eine Jalousie, einen
Schwenkflügel, eine Schwenktür, ein Klappgitter etc. einsetzbar.
[0003] Bei der Lehre der Erfindung geht es darum, dass in einem Notfall, insbesondere in
einem Brandfall, eine durch die Verschlussvorrichtung an sich verschlossene Öffnung
freigegeben wird, so dass sich in einem entsprechenden Gebäude befindliche Personen
durch die nun nicht mehr von der Verschlussvorrichtung blockierte Öffnung, beispielsweise
ein Fenster oder eine Tür, das Gebäude verlassen können und/oder dass Rettungskräfte
durch die Öffnung Zugang zum Inneren des Gebäudes erlangen.
[0004] Verschlussvorrichtungen der in Rede stehenden Art sind, wie bereits angemerkt, insbesondere
Rollläden. Aus dem Stand der Technik, von dem die Erfindung ausgeht (
DE 20 2013 011 403 U1), ist ein Rollladen bekannt, der auf eine Rollladenwelle aufwickelbar ist. Die Rollladenwelle
wird mittels eines elektromotorischen Antriebs angetrieben. Der elektromotorische
Antrieb kann die Form eines Rohrmotors haben, der in der Rollladenwelle sitzt, es
kann aber auch ein an der Rollladenwelle angesetzter Getriebemotor sein. Eine Alternative
für einen Rollladen, die ebenfalls in dieser Quelle dargestellt ist, hat die Form
eines einbaufähigen oder anbaufähigen Rollladen-Gurtwicklers.
[0005] Vorgesehen ist generell, dass der elektromotorische Antrieb normalerweise an ein
Versorgungsnetz, regelmäßig die Hausstromversorgung, angeschlossen ist. Dem elektromotorischen
Antrieb ist eine elektronische Steuerung zugeordnet, mit deren Hilfe der elektromotorische
Antrieb willkürlich durch einen Benutzer oder beispielsweise abhängig von Tageszeit,
Sonnenstand oder anderen Kriterien, in der einen oder anderen Richtung in Gang gesetzt
werden kann.
[0006] Bei dem bekannten, zuvor erläuterten Stand der Technik ist die elektronische Steuerung
für den elektromotorischen Antrieb einer Verschlussvorrichtung, insbesondere eines
Rollladens, mit einer Empfangseinrichtung für Brandmeldesignale einer Sendeeinrichtung
eines Brandmelders versehen. Ein in einem Raum angeordneter Brandmelder hat eine elektronische
Sendeeinrichtung für Brandmeldesignale. Die Steuerung ist so ausgelegt und/oder programmiert,
dass im Betrieb die Sendeeinrichtung und die Empfangseinrichtung miteinander kommunizieren.
Wird von der Empfangseinrichtung der Steuerung des elektromotorischen Antriebs ein
Brandmeldesignal empfangen, so schaltet die Steuerung um, der Antrieb wird angesteuert
und die Verschlussvorrichtung wird geöffnet.
[0007] Im Stand der Technik, von dem die Erfindung ausgeht, ist der Steuerung und dem elektromotorischen
Antrieb für die Verschlussvorrichtung zusätzlich eine Batterie zugeordnet, vorzugsweise
eine wiederaufladbare Batterie. Die Kapazität der Batterie ist so bemessen, dass die
Verschlussvorrichtung vom elektromotorischen Antrieb rein batteriebetrieben mindestens
einmal komplett geöffnet werden kann. In diesem Stand der Technik werden dann verschiedene
Ausgestaltungen und Weiterbildungen dieses Konzepts dargestellt.
[0008] Eine Alarmvorrichtung, um die es im vorliegenden Fall geht, insbesondere ein Brand-
und/oder Rauchmelder, hat als wesentlichen Bestandteil einen Schallgeber zum Aussenden
eines lauten Alarmtones, um einen Alarmfall, insbesondere also einen Brand und/oder
eine Rauchentwicklung, zu signalisieren. Der laute hörbare Alarmton soll im Gebäude
befindliche Personen aufschrecken und warnen, so dass diese das Gebäude rechtzeitig
verlassen und/oder Maßnahmen zur Bekämpfung des Brandes und/oder der Rauchentwicklung
treffen können.
[0009] Im Stand der Technik, von dem die Erfindung ausgeht, hat die Alarmvorrichtung, insbesondere
also der Brand- und/oder Rauchmelder, neben dem Schallgeber zur Erzeugung des lauten
Alarmtones die dort zusätzlich erforderliche Sendeeinrichtung für Brandmeldesignale,
die mit der Empfangseinrichtung in der elektronischen Steuerung des Antriebs zusammenpasst.
Der Brandmelder muss also insoweit mit der elektronischen Steuerung kompatibel sein
oder auf die elektronische Steuerung eingestellt werden können. Es ist nicht möglich,
die bekannte elektronische Steuerung mit einem beliebigen Brandmelder zu betreiben.
[0010] Der Lehre der vorliegenden Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine elektronische
Steuerung für einen elektromotorischen Antrieb einer Verschlussvorrichtung, insbesondere
eines Rollladens, anzugeben, die mit jeder beliebigen einen hörbaren Alarmton abgebenden
Alarmvorrichtung, insbesondere einem Brand- und/oder Rauchmelder, kompatibel ist.
[0011] Das zuvor aufgezeigte Problem wird mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teils von
Anspruch 1 dadurch gelöst, dass die Steuerung einen Schallempfänger für hörbare Schallfrequenzen,
vorzugsweise eine dem Schallempfänger nachgeschaltete Filterstufe, sowie eine nachgeschaltete
Schallsignalauswertung aufweist und dass die Steuerung so ausgelegt und/oder programmiert
ist, dass bei betriebsbereiter Steuerung bei Empfang eines hörbaren Alarmtones einer
Alarmvorrichtung, insbesondere eines Brand- und/oder Rauchmelders, ein angeschlossener
Antrieb von der Steuerung zum Öffnen der Verschlussvorrichtung ansteuerbar ist.
[0012] Erfindungsgemäß wird der ohnehin von einer solchen Alarmvorrichtung, insbesondere
also von einem üblichen Brand- und/oder Rauchmelder, mittels des Schallgebers abgegebene,
laut hörbare Alarmton als solcher genutzt und mittels eines entsprechenden Schallempfängers
an der elektronischen Steuerung unmittelbar ausgewertet. Da der laute Alarmton sich
im Umfeld normaler Schallsignale befindet, wird erfindungsgemäß mit einer nachgeschalteten
Schallsignalauswertung, vorzugsweise außerdem mit einer dieser vorgeschalteten Filterstufe,
eine Analyse der Schallsignale in dem interessierenden Frequenzbereich vorgenommen,
so dass nur dann, wenn die Alarmvorrichtung, insbesondere also der Brand- und/oder
Rauchmelder, wirklich aktiv ist, die elektronische Steuerung auf den elektromotorischen
Antrieb im gewünschten Sinne einwirkt.
[0013] Die Schallsignalauswertung in der Steuerung kann in schaltungstechnischer Weise realisiert
sein. Sie kann aber auch oder zusätzlich in deren Computer-Software realisiert sein.
[0014] Die erfindungsgemäße elektronische Steuerung kann durch eine eigene, vorzugsweise
wiederaufladbare Batterie komplettiert werden.
[0015] Besonders bevorzugt ist eine Ausgestaltung der elektronischen Steuerung dahingehend,
dass die Filterstufe insbesondere einen Frequenzbereich von 2500 bis 4000 Hz erfasst
und/oder dass in der Filterstufe und/oder in der Schallsignalauswertung ein unterer
Grenzwert für die Lautstärke des Alarmtones, vorzugsweise ein unterer Grenzwert von
80 dB, vorgebbar ist.
[0016] Gegenstand der Erfindung ist auch ein Steuerungssystem, für eine Verschlussvorrichtung,
insbesondere einen Rollladen, mit mindestens einem elektromotorischen Antrieb, der
an ein Versorgungsnetz angeschlossen oder anschließbar und mit einer Verschlussvorrichtung
antriebstechnisch verbunden oder verbindbar ist, und mit einer elektronischen Steuerung
gemäß der Erfindung.
[0017] Das erfindungsgemäße Steuerungssystem für eine Verschlussvorrichtung, insbesondere
für einen Rollladen, kann in verschiedener Weise ausgestaltet und weitergebildet werden.
Dazu wird auf die weiteren Unteransprüche verwiesen.
[0018] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich Ausführungsbeispiele darstellenden
Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt
- Fig. 1
- in schematischer Darstellung ein Steuerungssystem mit einem Rollladen als Verschlussvorrichtung
mit einem Rohrmotor als elektromotorischem Antrieb,
- Fig. 2
- in schematischer Darstellung ein Steuerungssystem mit einem Rollladen als Verschlussvorrichtung
und einem in einer Wandausnehmung eingebauten Rollladen-Gurtwickler als elektromotorischem
Antrieb und
- Fig. 3
- in schematischer Darstellung einen Aufputz-Rollladen-Gurtwickler mit einer Steuerung
gemäß der Erfindung.
[0019] In der Zeichnung ist als Verschlussvorrichtung 1 nur ein Rollladen dargestellt. Es
gilt aber, dass, wie eingangs bereits erläutert worden ist, die vorliegende Erfindung
für alle Arten von Verschlussvorrichtungen, also insbesondere die in der Beschreibungseinleitung
aufgeführten Verschlussvorrichtungen bestimmt und geeignet ist.
[0020] Das in Fig. 1 dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt als bevorzugtes Beispiel einer
Verschlussvorrichtung 1 zunächst einen Rollladen 1 auf einer Wickelwelle 2. Die Wickelwelle
2 wird im dargestellten Ausführungsbeispiel mittels eines verdeckt angeordneten und
daher gestrichelt dargestellten Rohrmotors 3 angetrieben, um den Rollladen 1 auf der
Wickelwelle 2 aufzuwickeln oder von der Wickelwelle 2 abzuwickeln und damit eine von
dem Rollladen 1 zu schützende Öffnung eines Gebäudes zu öffnen oder zu verschließen.
[0021] Das dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt links am Rohrmotor 3 schematisch angedeutet
eine elektronische Steuerung 4 für den elektromotorischen Antrieb 3, der in diesem
Ausführungsbeispiel als Rohrmotor 3 ausgeführt ist. Der Rohrmotor 3 ist, wie angedeutet,
über die Steuerung 4 an ein Strom-Versorgungsnetz 5 angeschlossen.
[0022] In Fig. 1 ist unten strichpunktiert die Steuerung 4 für den elektromotorischen Antrieb
3 dieses Ausführungsbeispiels vergrößert dargestellt. Angedeutet ist, dass das Gehäuse
der Steuerung 4 an einer Wandung Durchbrechungen aufweist, so dass Schallwellen von
außerhalb des Gehäuses weitgehend ungehindert in das Innere des Gehäuses der Steuerung
4 eindringen können. Im Inneren des Gehäuses der Steuerung 4 befindet sich ein Schallempfänger
6 eingerichtet für den Empfang von hörbaren Schallfrequenzen. Das dargestellte und
bevorzugte Ausführungsbeispiel zeigt den Schallempfänger 6 als Mikrofon. Unter bestimmten
Bedingungen kann man zum Beispiel auch mit einem piezoelektrischen Schallwandler arbeiten.
[0023] Wichtig ist, dass der Schallempfänger 6 in der Lage ist, hörbare Schallfrequenzen
mit angemessener Empfindlichkeit zu empfangen und in elektrische Ausgangssignale umzuwandeln.
[0024] Im dargestellten und insoweit bevorzugten Ausführungsbeispiel ist dem Schallempfänger
6 in der Steuerung 4 eine Filterstufe 7 nachgeschaltet. Weiter nachgeschaltet ist
dem Schallempfänger 6 und hier der Filterstufe 7 eine Schallsignalauswertung 8. Ferner
weist die Steuerung 4 im dargestellten Ausführungsbeispiel eine zentrale Steuereinheit
9 auf, die die notwendigen Programme in entsprechenden Programmspeichern sowie alle
sonstigen notwendigen Komponenten für die Steuerung 4 enthält. Die Filterstufe 7 und
die Schallsignalauswertung 8, die hier als gesonderte Baueinheit dargestellt ist,
sind an die Steuereinheit 9 angeschlossen. Die Steuereinheit 9 ihrerseits ist über
eine externe Verbindung 10 beispielsweise an den elektromotorischen Antrieb 3 und/oder
an eine Betätigungseinrichtung für die Verschlussvorrichtung 1 angeschlossen. Insgesamt
darf auf den umfangreichen Stand der Technik verwiesen werden, der sich mit diesen
Besonderheiten von Steuerungssystemen für Verschlussvorrichtungen befasst.
[0025] In Fig. 1 ist ferner angedeutet, dass an einem Gebäudeteil, hier einer Decke 11 eines
Raumes des Gebäudes, eine Alarmvorrichtung 12, beispielsweise ein Brand- und/oder
Rauchmelder, angeordnet ist. Eine Alarmvorrichtung 12, beispielsweise ein Brand- und/oder
Rauchmelder, hat typischerweise die Funktion, bei Auftreten eines Alarmzustandes,
insbesondere eines Brandes und/oder bei Rauchentwicklung, rechtzeitig einen durchdringenden
hörbaren Alarmton abzugeben, um auf die bestehende Gefahr hinzuweisen. Die Alarmvorrichtung
12 hat im vorliegenden Fall angedeutet einen Schallsender 13, durch den der hörbare
Alarmton ausgesandt wird. Insbesondere ist dies ein Piezo-Schallwandler.
[0026] Bei der erfindungsgemäßen elektronischen Steuerung 4 ist durch den Schallempfänger
6, hier ausgeführt als Mikrofon, die Voraussetzung dafür geschaffen, dass der Alarmton,
der von der Alarmvorrichtung 12, hier also von dem Brand- und/oder Rauchmelder, bei
Gefahr abgegeben wird, empfangen wird. Die Steuerung 4 registriert den Alarmton und
kann dann entsprechende Maßnahmen auslösen, insbesondere die Verschlussvorrichtung
1 öffnen.
[0027] Um das zuvor dargestellte Ergebnis zu erzielen ist vorgesehen, dass die Steuerung
4 so ausgelegt und/oder programmiert ist, dass bei betriebsbereiter Steuerung 4 bei
Empfang eines hörbaren Alarmtones der Alarmvorrichtung 12, insbesondere des Brand-
und/oder Rauchmelders, der angeschlossene Antrieb 3 von der Steuerung 4 zum Öffnen
der Verschlussvorrichtung 1 ansteuerbar ist.
[0028] Anstelle eines Brand- und/oder Rauchmelders 12 können auch andere Alarmvorrichtungen
12 vorgesehen sein, die einen hörbaren Alarmton bei Vorliegen einer anderen Ursache
als eines Brandes oder einer Rauchentwicklung abgeben.
[0029] Entscheidend ist für die vorliegende elektronische Steuerung 4, dass sie mit jedweder
Alarmvorrichtung 12 in Verbindung eingesetzt werden kann, die einen hörbaren Alarmton
abgibt. Das ist die maßgebliche Funktion jeder derartigen Alarmvorrichtung 12. Die
Alarmvorrichtung 12 muss also nicht zusätzlich eine weitere elektronische Einrichtung
erhalten, um ein Signal an die Steuerung 4 abzugeben. Vielmehr kann das immer originär
von der Alarmvorrichtung 12 abgegebenes hörbare Signal, der Alarmton, selbst dazu
genutzt werden, die Steuerung 4 in dem gewünschten Sinne zu beeinflussen.
[0030] Das dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt eine Filterstufe 7 und eine Schallsignalauswertung
8. Die Filterstufe 7 kann auch in die Schallsignalauswertung 8 integriert sein, beispielsweise
durch eine entsprechende Software. Sowohl die Filterstufe 7 als auch die Schallsignalauswertung
8 können auch selbst wieder in der Steuereinheit 9 integriert sein, insbesondere auch
dort wieder durch eine entsprechende Software.
[0031] Dargestellt ist in Fig. 1 noch eine Option, nämlich dergestalt, dass dass die Steuerung
4 eine vorzugsweise wiederaufladbare Batterie 14 aufweist.
[0032] Typischerweise haben Brand- und/oder Rauchmelder, die die bevorzugten Alarmvorrichtungen
12 im Sinne der Lehre der vorliegenden Erfindung sind, einen hörbaren Alarmton im
Frequenzbereich von 2500 bis 4000 Hz. Es empfiehlt sich, dass die Steuerung 4 mit
ihrer Filterstufe 7 und ihrem Schallempfänger auf diesen Frequenzbereich abgestimmt
ist. Möglich ist auch eine Grenzwertbildung in der Filterstufe 7 oder in der Steuerung
4 insgesamt, beispielsweise bei einem untern Grenzwert von 80 dB für die Lautstärke
des Alarmtones. Auf diese Weise werden normale Geräusche im Gebäude, auch wenn sie
im betroffenen Frequenzbereich liegen, herausgefiltert und können nicht zur Auslösung
der Steuerung 4 führen.
[0033] Man kann auch vorsehen, dass die Batterie 14 oder eine zusätzliche Batterie sowohl
der Steuerung 4 als auch dem elektromotorischen Antrieb 3 zugeordnet ist und dass
die Kapazität der Batterie 14 dann so bemessen ist, dass die Verschlussvorrichtung
1 vom elektromotorischen Antrieb 3 allein batteriebetrieben mindestens einmal komplett
öffenbar ist.
[0034] Dargestellt ist in Fig. 1 auch der Anschluss an das Versorgungsnetz 5. Dazu kann,
hier beispielsweis integriert in die Steuereinheit 9, ein Netzteil vorgesehen sein.
Weiter bevorzugte Merkmale in diese Hinsicht finden sich in der eingangs genannte,
den Ausgangspunkt für die Lehre der vorliegenden Erfindung bildenden Druckschrift.
[0035] Fig. 2 zeigt ein im Grundsatz genauso wie bei Fig. 1 aufgebautes Steuerungssystem
für eine Verschlussvorrichtung 1, die auch hier durch einen Rollladen dargestellt
ist. Auch hier sieht man die Wickelwelle 2 für die Verschlussvorrichtung 1. Allerdings
ist der elektromotorische Antrieb 3 mit der Steuerung 4 kompakt als Gurtwickler 15
ausgeführt, und zwar hier als in eine Ausnehmung einer Wand eingebauter Gurtwickler
15. Angedeutet ist auch ein Rollladengurt 16, der vom Gurtwickler 15 nach oben zur
Wickelwelle 2 des Rollladens 1, führt.
[0036] Hinsichtlich der Alarmvorrichtung 12, hier auch in Form eines Brand- und/oder Rauchmelders,
des dortigen Schallsenders 13 und des Schallempfängers 6 in der Steuerung 4 entspricht
das Ausführungsbeispiel von Fig. 2 demjenigen von Fig. 1.
[0037] Fig. 3 zeigt ebenfalls einen Gurtwickler für einen Rollladengurt 16, jedoch einen
Aufputz-Rollladen-Gurtwickler 15', häufig auch als Schwenkwickler bezeichnet. Ähnlich
wie beim Rollladen-Gurtwickler 15 gemäß Fig. 2, der in eine Ausnehmung der Wand eingebaut
ist, befindet sich auch bei diesem Aufputz-Rollladen-Gurtwickler 15' der Schallempfänger
6, hier vorzugsweise in Form eines elektronischen Mikrofons, an der Stirnseite 15"
des Gehäuses des Aufputz-Rollladen-Gurtwicklers 15'. An dieser Stelle kann das Gehäuse
mit Durchbrechungen versehen sein, so dass die Schallwellen den Schallempfänger 6
leicht erreichen können. Die Lage des Schallempfängers 6 liegt hier oberhalb der Schaltungsplatine,
die die Steuereinheit 9 im Gurtwickler 15' bildet.
[0038] In Fig. 3 sieht man an dem dortigen Aufputz-Rollladen-Gurtwickler 15' rechts die
Wandbefestigung 17 mit zwei Befestigungsöffnungen 18, über die die Wandbefestigung
17 und damit der Gurtwickler 15' an einer Wand angeschraubt werden kann. Außerdem
sieht man unten am Gurtwickler 15' das dort austretende Anschlusskabel 19 für die
Stromversorgung und ein dort austretendes Anschlusskabel 20 für einen Lichtsensor.
All das sind aus dem Stand der Technik bekannte Konstruktionen und Funktionen.
Bezugszeichenliste:
[0039]
- 1
- Verschlussvorrichtung
- 2
- Wickelwelle
- 3
- elektromotorische Antrieb = Rohrmotor
- 4
- Steuerung
- 5
- Strom-Versorgungsnetz
- 6
- Schallempfänger
- 7
- Filterstufe
- 8
- Schallsignalauswertung
- 9
- Steuereinheit
- 10
- externe Verbindung
- 11
- Decke
- 12
- Brand- und/oder Rauchmelder
- 13
- Schallsender
- 14
- Batterie
- 15
- Gurtwickler
- 15'
- Aufputz-Rollladen-Gurtwickler
- 15"
- Stirnseite
- 16
- Rollladengurt
- 17
- Wandbefestigung
- 18
- Befestigungsöffnung
- 19
- Anschlusskabel für Stromversorgung
- 20
- Anschlusskabel für Lichtsensor
1. Elektronische Steuerung (4) für einen elektromotorischen Antrieb (3) einer Verschlussvorrichtung
(1), insbesondere eines Rollladens,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Steuerung (4) einen Schallempfänger (6) für hörbare Schallfrequenzen, vorzugsweise
eine dem Schallempfänger (6) nachgeschaltete Filterstufe (7), sowie eine nachgeschaltete
Schallsignalauswertung (8) aufweist und
dass die Steuerung (4) so ausgelegt und/oder programmiert ist, dass bei betriebsbereiter
Steuerung (4) bei Empfang eines hörbaren Alarmtones einer Alarmvorrichtung (12), insbesondere
eines Brand- und/oder Rauchmelders, ein angeschlossener Antrieb (3) von der Steuerung
(4) zum Öffnen der Verschlussvorrichtung (1) ansteuerbar ist.
2. Elektronische Steuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Steuerung (4) eine vorzugsweise wiederaufladbare Batterie (14) aufweist.
3. Elektronische Steuerung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die Filterstufe (7) insbesondere einen Frequenzbereich von 2500 bis 4000 Hz erfasst
und/oder
dass in der Filterstufe (7) und/oder in der Schallsignalauswertung (8) ein unterer Grenzwert
für die Lautstärke des Alarmtones, vorzugsweise ein unterer Grenzwert von 80 dB, vorgebbar
ist.
4. Steuerungssystem für eine Verschlussvorrichtung (1), insbesondere für einen Rollladen,
mit mindestens einem elektromotorischen Antrieb (3), der an ein Versorgungsnetz (5)
angeschlossen oder anschließbar und mit einer Verschlussvorrichtung (1) antriebstechnisch
verbunden oder verbindbar ist, und
mit einer elektronischen Steuerung (4) nach einem der Ansprüche 1 bis 3.
5. Steuerungssystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
dass der Steuerung (4) und dem elektromotorischen Antrieb (3) eine vorzugsweise wiederaufladbare
Batterie (14) zugeordnet ist, deren Kapazität so bemessen ist,
dass die Verschlussvorrichtung (1), insbesondere der Rollladen, vom Antrieb (3) nur batteriebetrieben
mindestens einmal komplett öffenbar ist.
6. Steuerungssystem nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet,
dass zum Anschluss an das Versorgungsnetz (5) ein Netzteil vorgesehen ist.
7. Steuerungssystem nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
dass der Antrieb (3) mit der Steuerung (4) und ggf. mit dem Netzteil und der Batterie
(14) kompakt als Rollladen-Gurtwickler (15) zum Einbau ausgeführt ist.
8. Steuerungssystem nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
dass der Antrieb (3) mit der Steuerung (4) und ggf. mit dem Netzteil und der Batterie
(14) kompakt als Aufputz-Rollladen-Gurtwickler (15') ausgeführt ist.
9. Steuerungssystem nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
dass der Antrieb (3) mit der Steuerung (4) und ggf. dem Netzteil und der Batterie (14)
als Antriebsblock eines Rohrmotors (3) ausgeführt ist.