TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verbindungssystem für ein Gleitbrett, insbesondere für
ein Schneegleitbrett für den Skisport, mit welchem ein möglichst ungehindertes Biegen
des Gleitbretts realisierbar ist. Insbesondere betrifft die Erfindung ein Verbindungssystem
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Die Erfindung betrifft auch ein Gleitbrett mit einem Verbindungssystem zwischen einer
Bindung und dem Gleitbrett und wahlweise auch mit einem Dämpfungssystem. Das Verbindungssystem
ist vorzugsweise für Schneegleiter vorgesehen und dazu geeignet, einen Schuh auf dem
Schneegleiter zu befestigen, insbesondere bei AlpinSki, insbesondere auch Rennski,
insbesondere auch gemäß Weltcup-Sicherheitsnorm (FIS Equipment Rules). Das Dämpfungssystem
ist für dieselbe Art von Schneegleitern vorgesehen und dazu geeignet, eine Relativbewegung
zu dämpfen und/oder abzufedern. Das Verbindungssystem und/oder das Dämpfungssystem
ist beispielsweise auch für den Einsatz bei Freestyle- oder Rocker-Ski oder bei New
School- Ski eingerichtet.
[0003] Die Erfindung betrifft insbesondere auch ein System, welches das Gleitbrett im dynamischen
Zustand besonders gut und ungehindert frei flexen lässt. Das System kann zusätzlich
zum Verbindungssystem auch das Dämpfungssystem umfassen.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
[0004] Die Patentschrift
DE 10 2012 206 881 B3 beschreibt eine Vorrichtung zum Verbinden einer Grundplatte mit einem Ski, wobei
die Grundplatte eine Ausnehmung mit einer schlitzförmigen Öffnung aufweist.
[0005] Die Patentanmeldung
DE 10 2006 034 869 A1 beschreibt einen Ski mit zwei Profilschienen mit Unterbrechungen, in welchen eine
Bindung durch Verschieben verriegelbar ist.
[0006] Im Stand der Technik werden Verbindungssysteme für Gleitbretter mit einer Grundplatte
beschrieben, die fest auf dem Schneegleiter befestigt ist. Wird das Gleitbrett belastet,
biegt es sich im dynamischen Zustand beim Fahren je nach Beschaffenheit des Untergrunds
oder je nach Fahrweise durch, wobei jedoch im Bereich der festen Grundplatte eine
Biegung bisher weitgehend verhindert wird. Die vorliegende Erfindung bezieht sich
im Gegensatz dazu auf eine Vorrichtung oder ein System, welche(s) das Gleitbrett auch
im dynamischen Zustand freier flexen lässt als dies bisher möglich war.
[0007] Die Patentschrift
US 5,129,668 A beschreibt eine Mechanik mit einem Hebel, welcher eine Translation und eine Rotation
eines Montagepunktes einer Bindungsplatte relativ zum Ski ermöglicht. Die Bindungsplatte
kann dadurch vom Ski entkoppelt werden, jedoch wirkt der Hebel einem freien Flexen
des Skis entgegen und verhindert damit den gewünschten freien Flex im dynamischen
Zustand.
[0008] Die Patentanmeldung
EP 0 857 500 A2 beschreibt eine Hubplatte, die vorne und hinten gleitend an Keilflächen gelagert
ist. Die Gebrauchsmusterschrift
DE 201 10 039 U1 beschreibt eine Bindungsplatte, welche parallel zum Ski translatorisch verlagerbar
am Ski gelagert ist oder mittels eines Hebels an ein Langloch gekoppelt ist. Das als
nach Art. 54(3) EPÜ bestehenden Dokument
EP 2 859 924 A1 beschreibt eine zweiteilige Bindungsplatte, bei welcher an einem hinteren Montagepunkt
des hinteren Teils der Bindungsplatte ein in Richtung nach hinten ansteigender länglicher
Durchbruch vorgesehen ist.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
[0009] Aufgabe ist, ein Verbindungssystem wahlweise in Verbindung mit einem Dämpfungssystem
bereitzustellen, welches ein möglichst ungehindertes Flexen eines Gleitbretts beim
Fahren sicherstellen kann, insbesondere auch in Verbindung mit einer guten Steuerbarkeit
des Gleitbretts durch einen (Ski-)Fahrer. Insbesondere kann die Aufgabe auch darin
gesehen werden, ein System für ein Gleitbrett zu konzipieren, bei welchem ungehindertes
Flexen auch zu einem optimiertem Fahrverhalten führt, insbesondere auch zu höheren
Fahrgeschwindigkeiten im Rennsport. Denn das Fahrverhalten ist stark abhängig von
den Flex-Eigenschaften des Gleitbretts, und die Kontrolle des Gleitbretts soll nicht
dadurch erschwert werden, dass das Gleitbrett freier flexen kann. Dabei ist es vorteilhaft,
insbesondere auch in Hinblick auf eine Anwendung im Breitensport, wenn auch eine kostengünstige
Bauform bzw. Herstellung der Vorrichtung bzw. des Systems sichergestellt werden kann,
und/oder wenn die Teileanzahl niedrig gehalten werden kann, und/oder wenn das Verbindungssystem
auf einfache Weise an einen bestimmten Einsatzzweck oder Fahrer angepasst werden kann.
Letztlich ist auch ein einfacher Aufbau des Verbindungssystems bzw. eine hohe Robustheit
und damit Belastbarkeit vorteilhaft.
[0010] Diese Aufgabe wird durch ein Verbindungssystem gemäß Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung werden in den Unteransprüchen erläutert.
[0011] Ein Verbindungssystem für ein Gleitbrett, insbesondere für ein Schneegleitbrett für
den Skisport, umfasst dabei eine sich längs einer Längsachse des Gleitbretts erstreckende
Grundplatte mit einer Oberseite, auf welcher ein Schuh oder eine Bindung anordenbar
ist, und eine untere Schnittstelle zum Gleitbrett, an welcher die Grundplatte mit
dem Gleitbrett verbindbar ist, wobei die untere Schnittstelle für eine vordefinierbare
Relativbewegung zwischen der Grundplatte und dem Gleitbrett in Reaktion auf oder in
Abhängigkeit von einer Biegung des Gleitbretts durch eine relative Drehbewegung der
Grundplatte um mindestens einen Montagepunkt um eine Drehachse am Gleitbrett eingerichtet
ist.
[0012] Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, dass die untere Schnittstelle für eine Höhenanpassung
einer Höhenposition der Grundplatte in einer Höhenrichtung orthogonal zur Längsachse
eingerichtet ist, indem die Grundplatte in mindestens einem weiteren Montagepunkt
drehbar lagerbar ist und ferner längs der Längsachse in einer Kulissenführung bzw.
entlang einer Führungsbahn verlagerbar relativ zum Gleitbrett lagerbar ist, wobei
die Kulissenführung eine Kontur mit zumindest abschnittsweise gekrümmtem Bewegungspfad
aufweist, bei welcher die Höhenanpassung beim Biegen des Gleitbretts eine mit zunehmender
Biegung größer werdende Standhöhe bewirkt. Hierdurch kann zum einen sichergestellt
werden, dass das Gleitbrett sich im dynamischen Zustand über die gesamte Länge des
Gleitbrettes durchbiegen kann bzw. ungehindert frei flexen kann. Zum anderen kann
sichergestellt werden, dass ein Fahrer des Gleitbretts beim Biegen des Gleitbretts
in eine vorteilhafte Höhenposition gebracht wird. Durch diesen Höhenausgleich kann
der Schwerpunkt eines Fahrers des Gleitbretts in Höhenrichtung ausgeglichen werden,
und zwar automatisch mit dem Längenausgleich. Dank des Höhenausgleichs kann die Oberseite
der Grundplatte im dynamischen Fahr-Zustand mindestens 10mm oder sogar 15mm, 16mm
höher sein als ohne Höhenanpassung bzw. als im statischen Zustand. Ein Skischuh kann
dadurch deutlich besser von der Piste beabstandet angeordnet werden als bei einem
Verbindungssystem ohne Höhenausgleich. Durch die Kontur kann die Standhöhe eines Fahrers
beim Biegen erhöht werden, so dass eine größere Kurvenschräglage realisierbar ist.
Dabei wird auf ein Biegen um einen Punkt oberhalb des Untergrunds Bezug genommen.
Die Kontur kann an/in der Grundplatte oder an/in einer Montageplatte vorgesehen sein.
[0013] Im Rennsport ist die Höhe der Standposition in Bezug auf die Skipiste auf einen maximale
Wert unter statische Bedingungen limitiert (Weltcup-Sicherheitsnorm). Die erfindungsgemäß
Höhenanpassung kann im dynamischen Zustand beim Fahren eine über diesem maximalen
Wert liegende Standposition bewirken und ermöglicht daher z.B. stärkere Kurvenlagen.
Diese Art Kupplung oder Schnittstelle ermöglicht auch eine Art Kaskadensteuerung der
Position des Skifahrers, oder eine Art Kaskadensteuerung des Fahrverhaltens oder des
Gleitbretts durch den Fahrer, oder eine Kaskadensteuerung der Abhängigkeit zwischen
Längen- und Höhenausgleich. Die Kaskadensteuerung kann auch als Kulissensteuerung
beschrieben werden, da ein Montagepunkt in einer Kulisse, in einem Schlitz oder in
einer Nut oder entlang einer Kontur oder Kurve geführt werden kann. Der Begriff "Kaskadensteuerung"
kann sich dabei auch auf eine Kontrolle des Fahrverhaltens durch den Fahrer beziehen,
insbesondere da die Stärke der Biegung und damit die Translation und die Höhenposition
durch den Druck einstellbar ist, welchen der Fahrer auf das Gleitbrett ausübt. Dabei
kann der Begriff "Kaskade" auch auf eine schrittweise, aufeinanderfolgende Änderung
Bezug nehmen.
[0014] Die untere Schnittstelle kann dabei wenigstens zwei starre Drehachseneinheiten aufweisen,
wobei eine davon (bevorzugt die hintere Drehachseneinheit) über eine beliebige, sich
auch in Höhenrichtung erstreckende Kulisse oder Kontur eine translatorische Relativbewegung
zwischen dem flexenden Gleitbrett und der festen Grundplatte ausgleichen kann. Die
Bindung ist zwar fest mit dem Gleitbrett verbunden, gestattet jedoch über die gesamte
Länge des Gleitbrettes das Durchbiegen bzw. Flexen des Gleitbretts. Diese beliebige
Form/Kontur kann z.B. konkav oder konvex sein, eine Hyperbel, Ellipse oder ein Kreissegment
sein wie auch eine schiefe Ebene. Die Kontur erstreckt sich zumindest abschnittsweise
auch in Höhenrichtung, um die Höhenanpassung zu ermöglichen. Bei bisher bekannten
Systemen wird eine translatorische Relativbewegung ausschließlich über sich eindimensional
erstreckende Langlöcher ermöglicht, wodurch keine Höhenanpassung realisierbar ist
und zudem (insbesondere bei stärkerem Flex) eine hohe Reibung auftritt, welche das
freie Ausbilden einer Biegelinie behindert.
[0015] Der Schneegleiter, insbesondere Alpin Ski umfasst einen langgestreckten Skikörper
und kann ferner ein in die Grundplatte integriertes Dämpfungselement vorne und ein
weiteres Dämpfungselement für den hinteren Teil des Skikörpers mit unterschiedlicher
Charakteristik umfassen. Das Dämpfungssystem weist bevorzugt mindestens drei Funktionen
auf.
[0016] Im Stand der Technik sind meist nur Bindungsplatten beschrieben, die nur in Abhängigkeit
von der Schuhgröße oder der Länge der Bindungsplatte eine unterbrochene Biegelinie
bzw. einen beeinflussten oder behinderten Flex des Gleitbretts (Skis) ermöglichen,
d.h. je größer die Schuhgröße oder je länger die Bindungsplatte, desto länger die
Fläche, in der kein Flex im dynamischen Zustand möglich ist. Damit wird die Möglichkeit,
mit dem Gleitbrett bestimmte Kurvenradien zu fahren oder bestimmte Unebenheiten auszugleichen,
auf recht nachteilige Weise beschränkt. Beim Skifahren erfolgt die Lasteinleitung
über den Skischuh (bzw. die Sohle). Der Skischuh drückt vorne und hinten auf die Grundplatte
und versteift den Ski dadurch. Allein aufgrund der Steifigkeit des Skischuhs ist keinerlei
Verformung möglich, selbst wenn die Grundplatte flexibel wäre. Der von der Bindung
bedeckte Teil des Skis, in der Regel ca. 60cm, ist daher absolut steif. Nur vor oder
hinter der Bindung bzw. Grundplatte ist ein Flexen des Skis möglich. Bei herkömmlichen
Systemen wird der versteifende Einfluss der Bindung auf den Ski noch stärker und nachteiliger,
wenn der Ski kürzer wird.
[0017] Die vorliegende Erfindung hingegen ermöglicht einen freien dynamischen Flex des Schneegleitbrettes
über die gesamte Länge, unabhängig davon, wie groß/hart der Skischuh oder wie lang
die Bindungsplatte ist. Das Gleitbrett kann frei über die gesamte Länge biegen, so
dass das gesamte Gleitbrett einen einheitlichen Krümmungsradius aufweisen kann. Dies
ist auch bei großer Belastung des Gleitbretts möglich. Erfindungsgemäß kann eine Vorrichtung
bereitgestellt werden, welche das Schneegleitbrett auf der gesamten Länge weitgehend
unabhängig von einem Belastungszustand frei flexen lässt und dabei auch sehr gute
Fahreigenschaften ermöglicht und die Kontrolle über das Gleitbrett verbessert. Auch
kann das Gleitbrett flexibler und freier arbeiten, um Unebenheiten auszugleichen.
Dabei kann das freie Flexen unabhängig von der Länge des Gleitbretts auf dieselbe
vorteilhafte Weise sichergestellt werden. Die Festigkeit oder Steifigkeit der Grundplatte/Bindungsplatte
kann dabei weitgehend unabhängig von den gewünschten Biegeeigenschaften des Gleitbretts
gewählt werden.
[0018] Auch kann durch die höhere Höhenposition die Grundplatte besser vom Ski beabstandet
werden. Mit anderen Worten: Auch bei starker Biegung behindert die Grundplatte den
Ski nicht. Dies hat insbesondere auch in Hinblick auf eine Anordnung der Montagepunkte
innerhalb der Sohlenlänge Vorteile. Die Kraftübertragung zwischen Fahrer und Ski kann
unabhängig vom Grad der Biegung immer an denselben Kraftangriffspunkten erfolgen.
Die erfindungsgemäße Kulissenführung ermöglicht damit auch eine besonders vorteilhafte
Anordnung der Kraftangriffspunkte am Gleitbrett unterhalb der Sohle eines Fahrers.
[0019] Als "Verbindungssystem" ist dabei bevorzugt ein System zu verstehen, welches eine
Anbindung eines (Ski-)Schuhs an das Gleitbrett sicherstellen kann. Das Verbindungssystem
kann dabei wahlweise auch eine Dämpfung oder ein Dämpfungssystem umfassen oder damit
zusammenwirken, wie noch näher erläutert wird. Insbesondere kann das Verbindungssystem
zusammen mit einem Dämpfungssystem zu einem Gesamtsystem verbunden sein, welches an
der unteren Schnittstelle zwischen einem (Ski-)Schuh und dem Gleitbrett anordenbar
ist.
[0020] Als "Gleitbrett" ist dabei bevorzugt eine Vorrichtung zu verstehen, mittels welcher
sich ein Individuum auf einem Untergrund wie z.B. Schnee, Eis oder auch Sand gleitend
fortbewegen kann. Hierzu kann das Individuum wahlweise ein oder mehrere Gleitbretter
verwenden.
[0021] Als "Grundplatte" ist dabei bevorzugt eine Bindungsplatte oder eine Einrichtung zu
verstehen, die eingerichtet ist, eine Bindung oder sonstige Einrichtung zur Aufnahme
eines Schuhs oder Fußes in einer vordefinierbaren Position an ein Gleitbrett zu kuppeln.
Die Grundplatte kann dabei im Wesentlichen starr ausgebildet sein. Eine bestimmte
Biege- oder Dämpfungscharakteristik der Grundplatte ist dabei nicht erforderlich.
[0022] Als "Kulissenführung" ist dabei bevorzugt eine Einrichtung zu verstehen, mittels
welcher die Grundplatte entlang eines vordefinierbaren Bewegungspfades, z.B. entlang
einer abschnittsweise geraden Linie und entlang einer Kurve, relativ zum Gleitbrett
geführt und bevorzugt gleichzeitig auch gelagert werden kann. Gemäß einer bevorzugten
Variante gibt die Kulissenführung zum einen den Bewegungspfad vor und stellt zum anderen
auch ein Lagerelement bzw. eine Lagerung für eine Translation bereit.
[0023] Die Kulissenführung kann eine in der Grundplatte oder in einer Montageplatte vorgesehene
Führung, Kontur bzw. Langloch aufweisen. Ist die Führung bzw. das Langloch an einer
entsprechenden Montageplatte vorgesehen, so kann eine korrespondierende Achse in der
Grundplatte gelagert bzw. abgestützt sein. Ist die Führung bzw. das Langloch an der
Grundplatte vorgesehen, so kann eine korrespondierende Achse an einer entsprechenden
Montageplatte gelagert bzw. abgestützt sein.
[0024] Bevorzugt ist die untere Schnittstelle zusätzlich zum Höhenausgleich einer relativen
Höhenposition der Grundplatte in einer Höhenrichtung orthogonal zur Längsachse auch
für einen vorbestimmten Längenausgleich einer relativen Längsposition der Grundplatte
am Gleitbrett in einer Längsrichtung eingerichtet. Durch den Längenausgleich kann
der Schwerpunkt eines Fahrers des Gleitbretts in Längsrichtung verlagert werden, wobei
bei Kurvenfahrten eine Vorwärtsbewegung unterstützt werden kann. Dies liefert insbesondere
im Rennsport Vorteile. Der Fahrer kann aus der Kurve heraus beschleunigen, insbesondere
beim Carven, wenn Zentrifugalkräfte in Vortrieb umgewandelt werden. Die Erfindung
ermöglicht stärkere Schräglage, höhere Zentrifugalkräfte und damit ein stärkeres Beschleunigen
aus der Kurve.
[0025] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist der Grad der Höhenanpassung an eine
translatorische Bewegung zwischen der Grundplatte und dem Gleitbrett gekoppelt, wobei
die Kulissenführung dazu eingerichtet ist, die Höhenposition als Funktion der translatorischen
Bewegung abschnittsweise oder vollständig entlang der Kulissenführung unterproportional,
proportional oder überproportional einzustellen. Hierdurch kann das Fahrverhalten
individuell eingestellt werden, sei es auf einen Fahrer, sei es in Bezug auf bestimmte
Fahrsituationen oder Belastungszustände. Die Kulissenführung kann auf einfache Weise
mit einer spezifischen Kontur bzw. Geometrie bereitgestellt werden und ermöglicht
daher einen für bestimmte Fahrer oder Bedingungen spezifischen translatorischen Bewegungspfad.
Die Abhängigkeit kann dabei z.B. mittels einer geradlinig schrägen Kontur proportional
sein, oder mittels einer schräg angeordneten und zusätzlich gekrümmten Kontur über-
oder unterproportional.
[0026] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist die untere Schnittstelle derart ausgebildet,
dass die Grundplatte in Richtung der Längsachse translatorisch verlagerbar am Gleitbrett
montierbar ist, insbesondere in einem hinteren Montagepunkt. Hierdurch kann ein Längenausgleich
an einem vorteilhaften Montagepunkt erfolgen. Die Translation im hinteren Montagepunkt
begünstigt dabei auch eine Beschleunigung des Fahrers bzw. eine Führung des Skis,
insbesondere in Kurvenfahrten. Bei einer Translation am hinteren Montagepunkt wird
die Grundplatte bei einem Biegen des Gleitbretts nach hinten verlagert, da sich der
Abstand zwischen in Längsrichtung versetzt am Gleitbrett vorgesehenen Montagepunkten
verkleinert. Eine Drehachse verlagert sich dabei in der Kulissenführung nach vorne
(Kulissenführung in der Grundplatte). Ist die Kulissenführung an/in der Montageplatte
vorgesehen, verlagert sich die Drehachse beim Flexen nach hinten.
[0027] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist die untere Schnittstelle für eine unabhängig
von der Grundplatte dynamisch frei veränderbare Biegelinie des Gleitbretts eingerichtet
und derart mit dem Gleitbrett verbindbar, dass sich die Biegelinie entkoppelt von
der Grundplatte ausbilden kann, insbesondere mit einem einheitlichen Biegeradius entlang
des Gleitbretts. Die Biegelinie ist beim Fahren dynamisch frei veränderbar, ohne von
der Schnittstelle bzw. der Grundplatte beeinflusst zu werden. Ein einheitlicher Biegeradius
liefert ein ruhiges Fahrverhalten und kann auch eine Beschleunigung des Fahrers begünstigen,
insbesondere beim Fahren aus einer Kurve heraus. Dabei kann die Grundplatte an der
Unterseite hinten und/oder vorne geometrisch so ausgebildet sein, insbesondere nach
oben gewölbt oder angeschrägt, dass das Gleitbrett auch hinter dem hinteren oder vor
dem vorderen Drehpunkt/Montagepunkt frei nach oben flexen kann, ohne die Grundplatte
zu berühren. Insbesondere kann die Grundplatte am jeweiligen Ende verjüngt oder angefast
sein.
[0028] Bevorzugt ist die untere Schnittstelle derart ausgebildet, dass die Form der Grundplatte
unabhängig von einer Biegung des Gleitbretts im Bereich der Grundplatte konstant ist,
insbesondere eben ist, wobei sich das Gleitbrett unabhängig von einer Steifigkeit
der Grundplatte oder des Skischuhs durchbiegen kann. Die Biegelinie des Gleitbretts
wird nicht beeinflusst. Die Biegelinie kann sich weitgehend unabhängig vom Standgewicht
bzw. den vom Fahrer ausgeübten Kräften einstellen.
[0029] Die Grundplatte kann unabhängig von einer bestimmten Biegesteifigkeit des Gleitbretts
als eine im Wesentlichen starre, unflexible Grundplatte ausgebildet sein.
[0030] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist die Grundplatte an der unteren Schnittstelle
an einem ersten (bevorzugt vorderen) Montagepunkt ortsfest relativ zum Gleitbrett
am Gleitbrett drehbar lagerbar und an einem zweiten (bevorzugt hinteren) Montagepunkt
relativ zum Gleitbrett translatorisch verlagerbar, insbesondere axial in Längsrichtung
verlagerbar, am Gleitbrett lagerbar. Hierdurch kann zum einen eine feste Position
der Grundplatte am Gleitbrett sichergestellt werden, insbesondere am vorderen Montagepunkt,
zum anderen kann die Relativbewegung des Gleitbretts von der Grundplatte entkoppelt
werden. Dies kann auch eine besonders ruhige Position eines Fahrers sicherstellen.
Die Grundplatte muss keiner Bewegung/Biegung des Gleitbretts folgen. Im Gegensatz
dazu wird die Grundplatte bei einem Hebelmechanismus, wie in der Patentschrift
US 5,129,668 A beschrieben, beim dynamischen Arbeiten des Gleitbretts stark verlagert, was eine
unruhige Position und erschwerte Kontrolle zur Folge hat. Auch wirkt die Gewichtskraft
des Fahrers einem freien Flexen entgegen.
[0031] Bevorzugt bildet das Verbindungssystem mit dem Gleitbrett eine Mehrpunkt-Lagerung,
insbesondere Vierpunkt-Lagerung, bei welcher die Grundplatte nur an einzelnen Montagepunkten
mit dem Gleitbrett relativ zum Gleitbrett verlagerbar verbunden ist. Bevorzugt weist
die untere Schnittstelle des Verbindungssystems eine Mehrzahl dynamischer Lager für
jeweils einen Lagerpunkt auf, insbesondere vier dynamische Lager oder Gleitelemente.
[0032] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist die translatorische Lagerung der Grundplatte
in Höhenrichtung und in Längsrichtung durch die Kulissenführung sichergestellt. Mit
anderen Worten: Die Kulissenführung ermöglicht das Abstützen und Stabilisieren der
Grundplatte. Ein zusätzliche Hebel oder irgendeine Mechanik mit bewegten Teilen ist
nicht erforderlich. Dies ist insbesondere in Hinblick auf Schnee und Eis oder andere
Fremdkörper vorteilhaft. Das System ist dadurch besonders robust.
[0033] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform weist die Kulissenführung eine Kontur auf,
bei welcher die Höhenanpassung beim Biegen des Gleitbretts eine mit zunehmender Biegung
überproportional oder unterproportional größer werdende Standhöhe bewirkt. Durch die
zunehmende Höhenänderung in Grenzbereichen kann der Fahrer bei Kurvenfahrten mit hohen
Fliehkräften besonders gut beschleunigt werden.
[0034] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist die Kulissenführung eingerichtet, wenigstens
einem spezifischen Radius einer Biegelinie des Gleitbretts eine genaue Höhenposition
der Grundplatte relativ zum Gleitbrett zuzuordnen. Dies ermöglicht eine Kontrolle
der Fahreigenschaften in Bezug auf spezifische Belastungszustände oder Fahrsituationen.
Die Höhenposition kann gezielt in Abhängigkeit des Radius der Biegelinie vorgegeben
werden. Es kann z.B. eingestellt werden, dass ab einem bestimmten Betrag einer Biegung
die Höhenanpassung nur noch recht moderat sein soll, oder dass bis zu einem bestimmten
Betrag einer Biegung die Höhenanpassung vergleichsweise stark sein soll. Dies ermöglicht
beispielsweise, für bestimmte Fahrsituationen oder Fahrer-Gewichte einzustellen, wie
stark sich der Fahrer in die Kurve legen kann, also welche Schräglagen des Fahrers
in der Kurve möglich sind.
[0035] Bevorzugt sind ein erster (vorderer) Montagepunkt und ein zweiter (hinterer) Montagepunkt
der unteren Schnittstelle in einem Abstand zueinander angeordnet, welcher maximal
einer Länge eines Skischuhs entspricht oder einer Länge einer auf der Grundplatte
montierbaren Bindung entspricht. Dabei können z.B. drei unterschiedliche Bindungsplattengrößen
bzw. Grundplattengrößen vorgesehen sein, wobei der Abstand der Drehpunkte bzw. Montagepunkte
z.B. im Bereich von 200mm, 280mm und 350mm betragen kann.
[0036] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist der Abstand von zwei Montagepunkten
oder Drehachsen am Gleitbrett in Längsrichtung zueinander maximal so groß wie oder
kleiner als die Länge einer Sohle eines auf der Grundplatte montierbaren Schuhs. Die
Montagepunkte sind dann auf dem vom Skischuh begrenzten Längenabschnitt angeordnet,
also unter der Sohle des Skischuhs. Dies ermöglicht, Krafteinleitungspunkte in einem
kleinen Hebelarm am Gleitbrett anzuordnen, so dass die auf das Gleitbrett wirkenden
Kräfte das freie Flexen des Gleitbretts noch weniger behindern. Auch hat sich gezeigt,
dass sich sehr gute Fahreigenschaften realisieren lassen, wenn die Krafteinleitungspunkte
bzw. Montagepunkte möglichst unterhalb vom Ballen bzw. der Ferse eines Fuß des Fahrers
angeordnet sind. Gemäß einer Variante ist der Abstand kleiner als 90% der Sohlenlänge,
oder kleiner als 85% oder 80%, oder sogar kleiner als 70%. Je nachdem, welche Fahreigenschaften
erzielt werden sollen, kann der Abstand besonders klein gewählt werden. Die Grundplatte
kann dabei einstückig sein.
[0037] Die Grundplatte kann unabhängig vom jeweils gewählten Abstand ausschließlich an zwei
unterschiedlichen Längspositionen, insbesondere über die beiden Drehachsen bzw. Montagepunkte,
am Gleitbrett abgestützt sein. Dies liefert eine große Bewegungsfreiheit für das Gleitbrett.
Bei einer derartigen Montage wird die Biegelinie des Gleitbretts nicht spürbar beeinflusst.
[0038] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform überlappt ein vorderes und/oder hinteres
Ende der Grundplatte einen vorderen und/oder hinteren Montagepunkt am Gleitbrett,
insbesondere um mindestens die einfache oder 1.5fache Länge einer vorderen Bindungskupplung
(Bindungskopf/Bindungsvorderbacken) und/oder einer hinteren Bindungskupplung (Bindungsautomat/Bindungshinterbacken),
beispielsweise mindestens 10mm oder 15mm. Hierdurch kann sichergestellt werden, dass
ein vom Ballen oder der Ferse eines Fuß eines Fahrers ausgeübter Druck möglichst direkt
auf das Gleitbrett übertragen werden kann. Die Überlappung ermöglicht eine vorteilhafte
Anordnung der Montagepunkte und damit gute Fahreigenschaften bzw. eine sehr direkte
Rückkopplung zwischen Fuß und Untergrund bzw. Piste.
[0039] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist im belasteten Zustand ein Abstand zwischen
der unteren Schnittstelle und der Oberfläche des Gleitbretts einstellbar, insbesondere
ein Abstand von mindestens 15mm, beispielsweise ca. 20mm. Hierdurch kann sichergestellt
werden, dass eine Biegung des Gleitbretts nicht durch die Grundplatte beeinflusst
wird. Dabei kann in jenen Abschnitten der Grundplatte, welche die Montagepunkte vorne
bzw. hinten überlappen, jeweils auch im unbelasteten Zustand ein Abstand oder zumindest
ein Radius vorgesehen sein, insbesondere um einen Freiraum zu schaffen, in welchem
eine Relativbewegung des Gleitbretts erfolgen kann. Die Grundplatte kann dabei zwecks
Weiterleitung von Kräften und Stößen (dreibis fünffache Erdbeschleunigung bei Sprüngen)
direkt auf dem Gleitbrett aufliegen, zumindest seitlich außen insbesondere im Bereich
von Laschen, und kann eine Kavität zur Anordnung eines/des Dämpfers bereitstellen.
Nach oben und nach unten hin kann die Grundplatte im Bereich der Kavität offen sein.
[0040] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform weist die untere Schnittstelle der Grundplatte
mindestens eine vordere und mindestens eine hintere Lasche oder Hervorhebung oder
Führung auf, an welcher ein jeweiliger Montagepunkt zur beweglichen Lagerung der Grundplatte
am Gleitbrett angeordnet ist. Die Laschen können eine zweckdienliche Anordnung von
Montagepunkten oder von Drehachsen sicherstellen. Die Laschen ermöglichen, einen Abstand
zwischen der Grundplatte und dem Gleitbrett vorzusehen. Die Laschen ermöglichen eine
hohe Robustheit und können auch ein ruhiges relatives Verlagern der Grundplatte relativ
zum Gleitbrett sicherstellen.
[0041] Die Laschen können lateral außen an der Grundplatte angeordnet sein und von einer
Unterseite der Grundplatte nach unten hervorstehen. Bevorzugt sind zwei vordere und
zwei hintere Laschen vorgesehen, welche bevorzugt vergleichsweise weit seitlich exzentrisch
an der Grundplatte angeordnet sind. Dies kann die Stabilität der Anordnung und/oder
die Kontrolle über das Gleitbrett erhöhen.
[0042] Alternativ zu seitlich angeordneten und nach unten abstehenden, in Breitenrichtung
vergleichsweise schmalen Laschen können auch Hervorhebungen oder Führungen vorgesehen
sein, welche in die Grundplatte integriert sind, insbesondere wenn eine besonders
robuste Lagerung einer Achse oder eine Einhausung der Achse gewünscht ist.
[0043] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform weist die Kulissenführung, insbesondere
eine hintere Lasche, eine Kontur oder Ausnehmung oder Aussparung oder Kulisse auf,
mittels welcher eine Form einer Bewegung bzw. ein Bewegungspfad einer translatorischen
Relativbewegung zwischen der Grundplatte und dem Gleitbrett zum Einstellen der Höhenanpassung
in Abhängigkeit der Biegung definierbar ist. Die Kulissenführung kann eine Kontur
bereitstellen, bei welcher einem spezifischen Radius der Biegelinie des Gleitbretts
eine genaue Höhenposition zugeordnet ist. Mit anderen Worten: Dank einer geometrisch
vordefinierten Kontur kann die Grundplatte entlang eines vordefinierbaren Bewegungspfades
relativ zum Gleitbrett verlagert werden. Die Höhenänderung kann in Abhängigkeit der
Verlagerung in Längsrichtung eingestellt werden. Dabei ist die Form der Kontur mit
zumindest abschnittsweise gekrümmten Bewegungspfad so gewählt, dass die Höhenanpassung
beim Biegen des Gleitbretts eine mit zunehmender Biegung größer werdende Standhöhe
bewirkt. Der Bewegungspfad kann sich in einer Ebene in zwei Dimensionen erstrecken
und zumindest abschnittsweise gekrümmt sein.
[0044] Die Kontur kann dabei eine oder mehrere Formen aus der folgenden Gruppe aufweisen:
eine nach oben gekrümmte Form, eine in einer schiefen Ebene schräg zur Grundplatte
angeordnete Form, eine Hyperbel-Form, eine elliptische Form, oder eine Kreissegment-Form.
Die Form der Kontur, in welcher eine Drehachse einer Drehachseneinheit geführt werden
kann, kann sich dabei nach dem zu erzielenden Zweck richten. Bevorzugt ist die Geometrie
der Kontur derart, Gleitbretts erhöht wird. Entlang einer schiefen Ebene kann die
Standhöhe auf lineare Weise verändert werden. Entlang einer elliptischem Kontur kann
die Standhöhe derart verändert werden, dass in einem ersten Flexstadium nur eine geringe
Änderung der Standhöhe erfolgt, und dass sich die Standhöhe mit zunehmender Biegung
immer stärker verändert. Die Höhenanpassung kann also spezifisch in Abhängigkeit einer
spezifischen translatorischen Relativposition erfolgen. Durch die zunehmende Höhenänderung
in Grenzbereichen kann der Fahrer bei Kurvenfahrten mit hohen Fliehkräften besonders
gut beschleunigt werden, wobei die Höhenanpassung mit zunehmenden Kräften stärker
wird, insbesondere überproportional.
[0045] In einem nichterfindungsgemäßen Beispiel kann mit einer elliptischen Form die Standhöhe
derart verändert werden, dass in einem ersten Flexstadium eine vergleichsweise große
Änderung der Standhöhe erfolgt, und dass sich die Standhöhe dann mit zunehmender Biegung
immer weniger stark verändert. Hierdurch kann dem Fahrer auch im Grenzbereich eine
gute Kontrolle der Fahreigenschaften gegeben werden. Gleichzeitig wird der Skischuh
des Fahrers bereits bei kleinen Biegungen bzw. bei vergleichsweise großen Biegeradien
stark angehoben, so dass in vielen Fahrsituationen starke Kurvenlagen realisierbar
sind. Diese Einstellung kann z.B. auch auf einem Parcours vorteilhaft sein, welcher
vergleichsweise "langsam" ist, also bei welchem erfahrungsgemäß nicht besonders extreme
Fliehkräfte auftreten.
[0046] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform weist die Kulissenführung ein sich auch
in der Höhenrichtung erstreckendes Langloch auf, welches für die Höhenanpassung nach
oben gekrümmt ist und gegebenenfalls schräg zur Grundplatte ausgerichtet ist, oder
welches wenigstens einen Krümmungsradius aufweist und zu einem unterhalb von der Grundplatte
bzw. entsprechenden Montageplatte angeordneten Krümmungsmittelpunkt gekrümmt ist,
insbesondere mit einem Krümmungsradius größer 7mm. Der Krümmungsradius ist dabei bevorzugt
größer als ein Durchmesser eines Drehzapfens oder einer Drehachse der Kulissenführung.
Dabei kann auch ein kleinerer Krümmungsradius gewählt werden, falls eine besonders
starke Höhenanpassung gewünscht ist. Bevorzugt weist das Langloch in Richtung der
Längsachse eine Erstreckung auf, die mindestens dreimal so groß ist die Breite des
Langlochs oder wie der Durchmesser einer Rolleneinrichtung, welche eingerichtet ist,
im Langloch geführt zu werden. Hierdurch kann auch bei einem verhältnismäßig großen
Flex oder einem verhältnismäßig weichen Gleitbrett auch in einem Grenzbereich noch
einen Längen- oder Höhenanpassung der Position der Grundplatte bzw. des Schwerpunkts
eines Fahrers erfolgen.
[0047] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform weist das Verbindungssystem, insbesondere
die Kulissenführung, ein Gleitelement oder Gleitlager und/oder einen Rollen- oder
Kugelmechanismus auf, mittels welchem jeweils ein Längen- und Höhenausgleich erfolgen
kann, insbesondere in einem Langloch der Kulissenführung. Hierdurch kann eine reibungsarme
Translation erfolgen, und die Biegelinie wird nicht spürbar beeinflusst. Der Rollen-
oder Kugelmechanismus kann Rollenlager oder Kugellager aufweisen, in welchen eine
Drehachse oder ein Drehzapfen im jeweiligen Montagemittel lagerbar ist. Das Gleitelement
kann z.B. durch einen Bolzen mit geringer Haftreibung gebildet sein. Das Gleitlager
liefert hohe Robustheit, da nur zwischen wenigen Komponenten eine relative Bewegung
erfolgen muss. Das Gleitlager oder eine entsprechende Gleitbuchse kann z.B. durch
eine besonders leichtgängige, reibungsarme Materialpaarung gebildet sein, beispielsweise
POM oder PEEK. Dabei kann eine Kontur auch Gleitkanten bzw. Führungskanten des Gleitlagers
bilden.
[0048] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform weist der Rollenmechanismus eine Rolleneinrichtung
auf, welche geometrisch korrespondierend zur Kulissenführung oder zum Langloch ausgebildet
ist und an einer Drehachse oder einem Drehzapfen gelagert ist. Bevorzugt läuft die
Drehachse direkt auf Rollen der Rolleneinrichtung, also ohne einen zusätzlichen Käfig
für die Rollen.
[0049] Gemäß einer Ausführungsform ist die untere Schnittstelle der Grundplatte eingerichtet,
direkt am Gleitbrett befestigt zu werden. Das Verbindungssystem kann Montagemittel
aufweisen, welche am Gleitbrett fixierbar sind und eingerichtet sind, die Grundplatte
am Gleitbrett zu befestigen. Mit anderen Worten muss die Befestigung der Grundplatte
nicht notwendigerweise mittels separater Montagemittel oder Drehachseinheiten erfolgen,
sondern kann auch direkt/unmittelbar mittels der Grundplatte erfolgen, je nach Ausgestaltung
des Gleitbretts.
[0050] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform umfassen die Montagemittel eine vordere
Drehachseneinheit und eine hintere Drehachseneinheit, wobei jede Drehachseneinheit
eine Lagereinheit, insbesondere eine Durchführung oder Bohrung, für eine Drehachse
oder einen Drehzapfen aufweist, wobei die vordere Drehachseneinheit bevorzugt zusammen
mit der Grundplatte ein Drehlager bildet, und/oder wobei die hintere Drehachseneinheit
bevorzugt zusammen mit der Grundplatte ein Axial-Drehlager bildet, welches zusätzlich
zur relativen Drehbewegung auch eine translatorische Relativbewegung axial in Längsrichtung
von der Grundplatte relativ zum Gleitbrett und in Höhenrichtung sicherstellt.
[0051] Bevorzugt sind die Drehachseneinheiten derart auf dem Gleitbrett montiert und relativ
zur Grundplatte positioniert, dass eine jeweilige Drehachse im Bereich einer vorderen
bzw. hinteren Kupplung einer Bindung für einen Skischuh angeordnet ist, also in demselben
Längenabschnitt. Bevorzugt ist die jeweilige Drehachse an einem hinteren bzw. vorderem
Ende eines auf der Bindung bzw. Grundplatte montierten Skischuhs angeordnet, insbesondere
etwas weiter innen als das jeweilige Ende. Diese Anordnung der Drehachseinheiten relativ
zur Grundplatte oder zum Skischuh liefert den Vorteil, dass die vom Fuß ausgeübte
Lasteinleitung jeweils in der Nähe des Drehpunktes erfolgt. Hierdurch kann sichergestellt
werden, dass der Flex des Gleitbrettes in der Nähe der resultierenden wirkenden Gewichtskräfte
des (Ski-)Fahrers erfolgt. Mit anderen Worten: Eine Biegelinie verläuft ungestört
auch unterhalb vom Bereich, in welchem die Gewichts- und Fliehkräfte vom Fahrer auf
das Gleitbrett übertragen werden. Es entsteht dadurch ein wesentlich kürzerer Hebel
zwischen einem Hauptkraftangriffspunkt auf der Bodenoberfläche (insbesondere der Skipiste)
und dem Schwerpunkt des Fahrers, wodurch eine gute Haftung (ein guter "grip") des
Gleitbretts sichergestellt werden kann. Dadurch kann auch die Kontrolle des Gleitbretts
vereinfacht werden. Es hat sich zudem gezeigt, dass je näher dieser Punkt am Schwerpunkt
liegt, die Wahrscheinlichkeit desto kleiner ist, dass Bänder oder Sehnen eines Skifahrers
überbelastet werden. Mit anderen Worten: das erfindungsgemäße System ist besonders
fahrerfreundlich und körperlich weniger belastend als herkömmliche Systeme und kann
wahlweise auch eine Dämpfungswirkung bereitstellen.
[0052] Bevorzugt ist der Abstand der Drehachseinheiten in Längsrichtung zueinander maximal
so groß wie oder kleiner als die Länge einer Sohle eines Skischuhs. Dies liefert gute
Fahreigenschaften und eine noch weniger spürbare Einwirkung der Grundplatte auf die
Biegelinie.
[0053] Bevorzugt weist die jeweilige Drehachseneinheit eine Montageplatte mit mehreren,
insbesondere vier, Befestigungspunkten zum ortsfesten Befestigen der Drehachseneinheit
am Gleitbrett auf. Die Befestigungspunkte sind je nach Skibreite etwa mindestens 35mm
in Breitenrichtung voneinander beabstandet, und in Richtung der Längsachse mindestens
etwa 70mm voneinander beabstandet. Die Montageplatten können dabei in Breitenrichtung
quer zur Längsrichtung möglichst breit sein, insbesondere um einen guten Kantengriff
zu ermöglichen. In Längsrichtung können die Montageplatten dabei möglichst kurz sein,
insbesondere um das freie Flexen des Gleitbretts nicht zu beeinträchtigen. Bevorzugt
sind die Montageplatten in Längsrichtung kürzer als 80mm, 70mm, 60mm oder sogar kürzer
als 50mm.
[0054] Bevorzugt weist die jeweilige Drehachseneinheit eine Drehachse oder einen Drehzapfen
auf, welche(r) die Grundplatte relativ drehbar zur Drehachseinheit lagert. Dabei ist
ein Längenausgleich zwischen dem Gleitbrett und der Grundplatte im durchgebogenen
bzw. geflexten Zustand des Gleitbretts auch durch eine relative Drehung an der Drehachse
der Drehachseneinheit ausgleichbar, und ebenso durch eine translatorische Bewegung
der Drehachse bzw. einer der Drehachsen relativ zur Grundplatte.
[0055] Gemäß einer Variante überlappt die untere Schnittstelle der Grundplatte die Montagemittel
lateral außen und/oder umgrenzt diese lateral außen. Dies liefert auch eine gute Robustheit.
[0056] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst das Verbindungssystem
auch ein Dämpfungssystem. Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform weist das Verbindungssystem
ein Dämpfungssystem auf, welches umfasst: ein oder zwei Dämpfer oder Dämpfungselemente,
mindestens eine Schubstange, und ein Federelement; wobei der Dämpfer oder das Dämpfungssystem
als ein Drei-Funktions-Dämpfer ausgebildet ist, welcher eine Feder-Funktion und zwei
Dämpfungs-Funktionen erfüllt, wobei die Dämpfungsfunktionen bevorzugt unabhängig voneinander
sind oder einstellbar sind.
[0057] Mit anderen Worten kann der Höhenausgleich in Verbindung mit einem Dämpfungssystem
eingesetzt werden. Ein Drei-Funktions-Dämpfer kann dabei in die Grundplatte integriert
sein oder mit der Grundplatte verbunden sein, wobei der Drei-Funktions-Dämpfer wenigstens
eine Schubstange bedient, die im vorderen und hinteren Ende des Schneegleitbrettes
axial fixiert sein kann. Der Drei-Funktions-Dämpfer ist dabei eingerichtet, die drei
Funktionen Dämpfung eines Flex im vorderen Teil des Gleitbretts, Dämpfung eines Flex
im hinteren Teil des Gleitbretts, und Abfedern sicherzustellen. Der Drei-Funktions-Dämpfer
weist bevorzugt eine der folgenden oder mindestens die folgenden drei Komponenten
auf: ein vorderes Dämpfungselement bzw. eine vordere Dämpfungskavität mit Hubkolben,
ein hinteres Dämpfungselement bzw. eine hintere Dämpfungskavität mit Hubkolben, sowie
ein Federelement zwischen den beiden Dämpfungselementen. Dabei kann eine Dämpfungscharakteristik
am vorderen Dämpfungselement unabhängig von einer Dämpfungscharakteristik am hinteren
Dämpfungselement eingestellt werden, so dass von drei Funktionen gesprochen werden
kann, nämlich zwei voneinander separaten Dämpfungsfunktionen und einer Abfederungs-Funktion.
[0058] Im Stand der Technik sind hingegen Dämpfer zu finden, die insbesondere entweder lasteinleitend
oder lastausleitend dämpfen können. Der erfindungsgemäße Drei-Funktions-Dämpfer hingegen
kann wahlweise lasteinleitend und/oder lastausleitend dämpfen. Dabei kann sich der
Drei-Funktions-Dämpfer durch ein membrangesteuertes Dämpfungssystem auszeichnen. Das
Dämpfungssystem kann basierend auf unterschiedlichen Dämpfungsfluiden aufgebaut sein.
Beispielsweise kann der Drei-Funktions-Dämpfer als Dämpfungsfluid ein Gas, ein Gel,
oder Öl, oder auch sonstige Flüssigkeiten aufweisen.
[0059] Der Drei-Funktions-Dämpfer bildet vorzugsweise mit der Grundplatte ein Funktionselement.
Der Drei-Funktions-Dämpfer kann über mindestens eine Schubstange vorne und mindestens
eine Schubstange hinten im dynamischen Zustand bedient werden. Der weitere Aspekt
betrifft insbesondere ein Dämpfungssystem, bei welchem mindestens eine Schubstange
in Längsrichtung des Gleitbrettes über eine beliebige Länge zwischen der Bindung und
des vorderen Gleitbrettes beweglich gelagert ist, und bei welchem eine weitere Schubstange
in Längsrichtung des Gleitbrettes über eine beliebige Länge des hinteren Gleitbrettes
beweglich gelagert ist. Die Länge der jeweiligen Schubstange kann möglichst groß sein,
entsprechend insbesondere zumindest annähernd einer Länge entsprechend der Hälfte
der Länge des Gleitbretts. Die Länge liegt z.B. im Bereich von 70% bis 80% der Hälfte
der Länge des Gleitbretts, z.B. im Bereich von 35% bis 45% der absoluten Länge des
Gleitbretts.
[0060] Im Folgenden werden einzelne bevorzugte Merkmale des Drei-Funktions-Dämpfers beschrieben.
[0061] Das Dämpfungssystem weist bevorzugt eine jeweils am hinteren und vorderen Ende am
Schneegleitbrett befestige Schubstange auf. Die Schubstangen sind bevorzugt jeweils
an einem Ende mit dem Drei-Funktions-Dämpfer an die Grundplatte gekuppelt. Gemäß einer
Variante ist der Drei-Funktions-Dämpfer ein Öldämpfer, der über eine Membrane steuerbar
ist. Bevorzugt ist der Drei-Funktions-Dämpfer lasteinleitend leerhubfrei mit der vorderen
Schubstange verbunden und hat eine ungedämpfte Funktion. Als "ungedämpfte Funktion"
kann dabei eine Anordnung beschrieben werden, bei welcher eine Kolbenstange einen
Hubkolben in einer Dämpfungskavität (insbesondere einem Dämpfungszylinder) mit geringem
Widerstand und ohne Dämpfung betätigt. Eine lasteinleitend ungedämpfte Anordnung hat
den Vorteil, dass das Gleitbrett schneller über ein Hindernis (z.B. eine Schneewehe,
ein Huckel) geführt werden kann. Ein Impuls des Gleitbretts wird vollständig erhalten
und nicht gedämpft, um das Gleitbrett schnell zu halten. Dies hat insbesondere im
Rennsport Vorteile.
[0062] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform weist der Drei-Funktions-Dämpfer mindestens
eine Membran auf und ist mittels der mindestens einen Membran steuerbar oder einstellbar.
[0063] Bevorzugt weist die Membran eine Durchführung für eine Kolbenstange auf, so dass
die Membran an der Kolbenstange angeordnet und geführt werden kann. Bevorzugt weist
die Membran einen Durchlass, insbesondere eine Öffnung, für das Dämpfungsmedium auf.
Die Membran kann Durchführungen oder Öffnungen oder Löcher aufweisen, welche deckungsgleich
zu entsprechenden Durchführungen, Öffnungen oder Löchern im entsprechenden Hubkolben
des Drei-Funktions-Dämpfers ausgebildet sind.
[0064] Bevorzugt weist der Drei-Funktions-Dämpfer zwei Membranen auf, bei welchen die vordere
und die hintere Membran gleich große Öffnungen für den Durchlass des Dämpfungsmediums
aufweisen, um gedämpft einzufedern. Wenn der Hubkolben in Richtung der Membran-Seite
bewegt wird, kann die Membran das größere Durchflussloch des Hubkolbens schließen/abdichten.
Wird der Hubkolben in die andere Richtung bewegt, so drückt das Dämpfungsmedium die
Membran vom Hubkolben weg, so dass das Dämpfungsmedium ungehindert durch den Hubkolben
fließen kann und ungedämpft und mit geringem Widerstand bewegt werden kann.
[0065] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform weist der Drei-Funktions-Dämpfer eine richtungsabhängige
und/oder bewegungsabhängige Dämpfungscharakteristik auf, insbesondere eine in entgegengesetzten
Richtungen unterschiedliche Dämpfungscharakteristik, welche bevorzugt mittels zweier
Dämpfungselemente eingestellt ist.
[0066] Bevorzugt weist das Dämpfungssystem eine Ventilsteuerung auf, mittels welcher eine
Härte der Dämpfung des Drei-Funktions-Dämpfers einstellbar und regelbar ist, insbesondere
manuell oder für oder durch den Fahrer des Gleitbretts.
[0067] Bevorzugt weist der Drei-Funktions-Dämpfer zwei unabhängig voneinander arbeitende
Dämpfungselemente, insbesondere Öldruckdämpfer, mit jeweils spezifischer Dämpfungscharakteristik
auf.
[0068] Bevorzugt ist der Drei-Funktions-Dämpfer leerhubfrei mit der mindestens einen Schubstange
verbunden, insbesondere mit zwei Schubstangen. Der Dämpfer kann insbesondere mittels
einer Membran oder Ventilsteuerung leerhubfrei ausgebildet sein. Eine leerhubfreie
(d.h. spielfreie) Integration des Dämpfers in das Gesamtsystem hat den Vorteil, dass
der Dämpfer sofort wirkt. Dies ist insbesondere bei den kleinen Weglängen beim Durchbiegen
des Gleitbretts von Vorteil. Bisherige Maßnahmen zum Erhöhen der Weglängen bestanden
in besonders lange Schubstangen oder auch in einer Hebelmechanik, wie sie z.B. aus
der Offenlegungsschrift
DE 199 40 182 A1 bekannt ist. Eine leerhubfreie Integration des Dämpfers ermöglicht daher nicht nur
Vorteile bei den Fahreigenschaften, sondern die Schubstangen können wahlweise auch
kürzer ausgebildet sein. Eine Hebelmechanik im Dämpfer ist nicht erforderlich. Als
"leerhubfrei" ist dabei eine Dämpfung zu verstehen, bei welcher unverzüglich, d.h.
bereits bei kleinstem Hub, eine Dämpfungswirkung erzielt werden kann. Der Begriff
"leerhubfrei" kann auch als "spielfrei" verstanden werden, also ohne Spiel bzw. mit
keinem Spiel. Sofern überhaupt ein Leerhub auftritt, so beträgt er in Bezug auf den
absoluten Hub maximal einige Prozent, bevorzugt unter 10% oder 5%.
[0069] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist der Drei-Funktions-Dämpfer eingerichtet,
wahlweise nur lasteinleitend oder lastausleitend gedämpft zu sein, insbesondere jeweils
spezifisch in Bezug auf eine der Schubstangen. Insbesondere kann die Dämpfungscharakteristik
durch eine 180°-Drehung des Drei-Funktions-Dämpfers oder durch eine 180°-Drehung des
Hubkolbens in Verbindung mit einer Membran oder auch durch Verzicht auf einen Durchlass
bzw. eine Öffnung im Hubkolben eingestellt werden. Im letztgenannten Fall arbeitet
die Dämpfung sowohl lasteinleitend als auch lastausleitend.
[0070] Der Drei-Funktions-Dämpfer ist beispielsweise lastausleitend leerhubfrei mit der
hinteren Schubstange verbunden und hat eine ungedämpfte Funktion, und/oder lastausleitend
leerhubfrei mit der vorderen Schubstange verbunden und hat eine gedämpfte Funktion,
und/oder lasteinleitend leerhubfrei mit der hinteren Schubstange verbunden und hat
eine gedämpfte Funktion. Der Drei-Funktions-Dämpfer kann wahlweise lasteinleitend
oder lastausleitend leerhubfrei mit der vorderen oder hinteren Schubstange verbunden
sein und eine gedämpfte Funktion haben. Bevorzugt ist der Dämpfer lastausleitend gedämpft.
[0071] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform weist der Drei-Funktions-Dämpfer zwei Hubkolben
auf, zwischen welchen ein/das Federelement angeordnet ist, wobei mittels des Federelements
die Härte oder Biegesteifigkeit des Schneegleitbretts manuell einstellbar ist, insbesondere
durch Einstellen der relativen Position der mindestens einen Schubstange in Längsrichtung
relativ zum Federelement.
[0072] Bevorzugt weist die Schubstange ein Gewinde, insbesondere ein Innengewinde auf, welches
geometrisch korrespondierend zu einem Gewinde, insbesondere einem Außengewinde der
Kolbenstange ausgebildet ist. Dies ermöglicht auf einfache Weise eine Einstellbarkeit
der Dämpfungscharakteristik.
[0073] Bevorzugt weist die Schubstange eine Mehrzahl von Bohrungen und/oder ein Langloch
auf, mittels welchen/welchem die Schubstange in unterschiedlichen Relativpositionen
in Längsrichtung relativ zum Gleitbrett am Gleitbrett fixierbar ist. Dies ermöglicht
auf einfache Weise eine Einstellbarkeit der Dämpfungscharakteristik.
[0074] Bevorzugt ist der Drei-Funktions-Dämpfer an zwei freien Enden derart symmetrisch
ausgebildet, dass der Drei-Funktions-Dämpfer um 180° gedreht mit dem jeweils anderen
freien Ende montierbar ist und dadurch die Dämpfungseigenschaften umkehrbar sind.
Mit anderen Worten: Wenn zuvor das vordere Dämpfungselement lasteinleitend nicht dämpft
und das hintere Dämpfungselement lasteinleitend dämpft, ist die Dämpfungscharakteristik
bei umgedrehtem Drei-Funktions-Dämpfer genau umgekehrt, d.h., nun kann der Drei-Funktions-Dämpfer
vorne lasteinleitend dämpfen und lastausleitend ungedämpft eingesetzt werden. Auf
diese Weise können die Vorteile einer lastausleitend ungedämpften Anordnung für einen
jeweiligen Einsatzfall genutzt werden.
[0075] Bevorzugt weist der Drei-Funktions-Dämpfer ein Federelement auf, welches bevorzugt
zwischen den beiden Hubkolben vorne und hinten angeordnet ist. Das Federelement kann
dabei z.B. eine Schraubenfeder oder ein elastisch verformbares Elastomer oder auch
ein anderes geeignetes elastisches Federmaterial sein, z.B. ein elastisch federnder
Schaumstoff.
[0076] Wahlweise können zwei getrennte Dämpfungselemente, beispielsweise Öldämpfer mit unterschiedlichen
Dämpfungscharakteristiken eingesetzt werden.
[0077] Bevorzugt ist der Dämpfungsgrad des Drei-Funktions-Dämpfers einstellbar, insbesondere
indem eine Membran in einer bestimmten Drehposition relativ zum Hubkolben derart positioniert
wird, dass ein Durchlass für das Dämpfungsfluid reguliert werden kann. Durch Drehen
einer Kolbenstange kann die Öffnung des Durchlasses vergrößert oder verkleinert werden.
[0078] Vorzugsweise weist das Dämpfungssystem eine Ventilsteuerung auf, welche eingerichtet
ist, die Härte des Drei-Funktions-Dämpfers zu regeln. Dabei kann an einer Wand (Dämpfungswand)
der Dämpfungskavität (insbesondere des Dämpfungszylinders) eine Erhebung oder ein
Absatz oder eine hervorstehende Nase oder ein Rastvorsprung vorgesehen sein, die/der
bei eingefahrenem Hubkolben in einen Durchlass bzw. eine Öffnung der Membran einrastet.
Die Wand ist bevorzugt eine Stirnwandung oder eine Stirnfläche der Dämpfungskavität.
Durch Drehen der Kolbenstange kann die Öffnung des Durchlasses vergrößert oder verkleinert
werden. Dabei kann die jeweilige Membrane auf der Kolbenstange über eine formschlüssige
Verbindung oder eine Passung verdrehfest angebracht sein. Der Hubkolben wird im Betrieb
bevorzugt nicht gedreht, sondern nur rein und raus geschoben, so dass die Membran
an einer konstanten Position angeordnet bleibt. Die jeweilige Membran kann je nach
gewünschter Dämpfungscharakteristik am Hubkolben angeordnet werden, z.B. vorne. Ist
die Membran an einer vorderen Seite vorne am Hubkolben angeordnet, kann die Membran
beim Ausfedern einen vergleichsweise großen Durchlass (Durchflussöffnung) schließen/abdichten,
so dass eine Dämpfung besonders wirksam wird. Es stellt sich lastausleitend eine vergleichsweise
starke Dämpfung ein. Beim Einfedern vorne wird die Membran durch den Fluss des Dämpfungsfluids
geöffnet, und das Dämpfungsfluid kann durch den großen Durchlass fließen, so dass
keine Dämpfung oder nur eine wesentlich schwächere Dämpfung bewirkt wird, wie im Detail
in Bezug auf Figur 7 erläutert wird. Es stellt sich lasteinleitend eine vergleichsweise
schwache Dämpfung ein (lasteinleitend ungedämpft).
[0079] Insbesondere kann durch eine Drehung der Kolbenstange oder des Drei-Funktions-Dämpfers
um 180° bewirkt werden, dass die Dämpfungscharakteristiken derart verändert werden,
dass sich die Dämpfung von lasteinleitend dämpfend in lastausleitend dämpfend umkehrt,
und vice versa. Die Dämpfung kann hierdurch insbesondere manuell auf einfache Weise
eingestellt werden.
[0080] Mit anderen Worten ist die Härte des Drei-Funktions-Dämpfers manuell einstellbar.
Die Härte kann durch den Fahrer selbst eingestellt werden. Der Fahrer ist nicht auf
Werkseinstellungen beschränkt.
[0081] Bevorzugt ist der Drei-Funktions-Dämpfer form- und kraftschlüssig mit der Grundplatte
des Verbindungssystems verbunden. Der Kraftschluss kann dabei z.B. durch eine Montageverbindung
zwischen dem Dämpfer und der Grundplatte sichergestellt werden. Der Formschluss kann
z.B. durch eine entsprechende Ausnehmung in der Grundplatte erzielt werden, insbesondere
um alle über die Schubstange eingeleiteten Kräfte direkt auf den Dämpfer zu übertragen.
[0082] Bevorzugt ist der Drei-Funktions-Dämpfer aus zwei einzelnen Dämpfern gebildet, welche
jeweils membrangesteuert sind.
[0083] Bevorzugt weist der jeweilige Hubkolben Abdichtungsmittel auf, insbesondere einen
an einer Außenmantelfläche des Hubkolben ortsfest, z.B. in einer entsprechenden Nut,
angeordneten O-Ring. Hierdurch kann eine Abdichtung einer jeweiligen das Dämpfungsmedium
aufnehmenden Kammer oder eines Kompartiments der Kammer erfolgen.
[0084] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist der Drei-Funktions-Dämpfer leerhubfrei,
insbesondere lastausleitend leerhubfrei, insbesondere durch die Verwendung von einer
oder mehreren Membranen. Dies liefert Vorteile bei den Fahreigenschaften und auch
bei der Ausgestaltung der auf den Dämpfer wirkenden Elemente, insbesondere bei der
Anordnung oder Auswahl einer geeigneten Länge der Schubstangen. Ohne Leerhub oder
dank stark vermindertem Leerhub kann eine Schubstange kürzer gehalten werden.
[0085] Die zuvor genannte Aufgabe wird auch durch ein Gleitbrett, insbesondere Schneegleitbrett
für den Skisport, mit einem erfindungsgemäßen Verbindungssystem gelöst. Dabei ist
das Verbindungssystem bevorzugt derart ausgebildet, dass eine Biegelinie des Schneegleitbrettes
unabhängig von der Grundplatte oder der Länge der Grundplatte dynamisch frei veränderbar
ist, insbesondere schuhgrößen- oder schuhärtenunabhängig. Die Biegelinie ist frei
veränderbar, insbesondere auf dynamische Weise während der Fahrt, und kann sich stetig
entlang des Gleitbretts ausbilden, ohne von der Grundplatte beeinflusst zu werden.
[0086] Die vorliegende Erfindung wirkt sich dabei in vielerlei Hinsicht vorteilhaft aus.
Eine Biegelinie kann sich ungestört ausbilden. Der Fahrer kann eine stärkere Schräglage
einnehmen. Der Fahrer wird aus der Kurve effektiv beschleunigt. Das Verbindungssystem
kann sehr einfach und robust ausgestaltet werden. Sowohl die Höhenanpassung als auch
eine optionale Dämpfung können auf einfache Weise an bestimmte Fahrer oder Bedingungen
angepasst werden.
KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0087] In den nachfolgenden Zeichnungsfiguren wird die Erfindung noch näher beschrieben,
wobei für Bezugszeichen, die nicht explizit in einer jeweiligen Zeichnungsfigur beschrieben
werden, jeweils auf die anderen Zeichnungsfiguren Bezug genommen wird. Dabei zeigen:
Figur 1 in einer Seitenansicht in schematischer Darstellung einen Ski (ein Gleitbrett)
in durchgebogenem (geflexten) Zustand mit einem darauf in einer Bindung befestigten
Skischuh, wobei die Bindung mittels eines Verbindungssystems gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung auf dem Ski montiert ist;
Figur 2 in einer Draufsicht in schematischer Darstellung einen Ski, auf welchem eine
Grundplatte des in der Figur 1 gezeigten Verbindungssystems montiert ist, wobei auch
einzelne Komponenten eines optionalen Dämpfungssystems gezeigt sind;
Figur 3 in einer Seitenansicht in schematischer Explosions-Darstellung einzelne Komponenten
eines Verbindungssystems gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung
sowie einzelne Komponenten eines optionalen Dämpfungssystems, wobei Montagemittel
zusätzlich zur Seitenansicht auch in einer Draufsicht gezeigt sind;
Figur 3A in einer Seitenansicht in schematischer Darstellung eine alternative Kontur
bzw. ein alternatives Langloch einer Kulissenführung gemäß einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
Figur 4A in einer vergrößerten Seitenansicht sowie in einer vergrößerten Draufsicht
einen ersten Typ eines Montagemittels (einer Drehachseneinheit) eines Verbindungssystems
gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;
Figur 4B in einer vergrößerten Querschnittsansicht zum einen das/die in Figur 4A gezeigte
Montagemittel, zum anderen eine Grundplatte eines Verbindungssystems gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung, wobei auch eine Rolle bzw. eine Komponente eines Rollensystems
in unterschiedlichen Ansichten dargestellt ist;
Figur 5 in einer Seitenansicht in schematischer Darstellung einzelne Komponenten eines
Verbindungssystems gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung im zusammengebauten
Zustand auf einem Ski in durchgebogenem (geflextem) Zustand sowie Komponenten eines
optionalen Dämpfungssystems;
Figur 6 in einer Seitenansicht in schematischer Darstellung einzelne Komponenten eines
Verbindungssystems gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung sowie
einzelne Komponenten eines optionalen Dämpfungssystems im zusammengebauten Zustand
auf einem Ski in durchgebogenem (geflexten) Zustand, wobei Montagemittel zusätzlich
zur Seitenansicht auch in einer Draufsicht gezeigt sind, und wobei Komponenten des
Dämpfungssystems zusätzlich auch isoliert in einer weiteren Seitenansicht gezeigt
sind;
Figur 7 in einer vergrößerten Seitenansicht in schematischer Darstellung einzelne
Komponenten eines Verbindungssystems gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung sowie einzelne Komponenten eines optionalen Dämpfungssystems im zusammengebauten
Zustand auf einem Ski in durchgebogenem (geflextem) Zustand, wobei Komponenten des
Dämpfungssystems in einer Variante in leichter Abwandlung zusätzlich auch isoliert
in einer weiteren Seitenansicht gezeigt sind; und
Figuren 8A, 8B, 8C, 8D in unterschiedlichen Ansichten eine Montageplatte bzw. eine
Kulissenführung gemäß einem nichterfindungsgemäßen Beispiel der Erfindung.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0088] In der Fig. 1 ist ein Alpinski (Gleitbrett) 1 gezeigt, auf welchem ein Verbindungssystem
10 und ein Skischuh 2 montiert sind. Der Skischuh 2 ist in einer Skibindung 3 befestigt.
Die Skibindung 3 ist auf einer Grundplatte 12 des Verbindungssystems 10 befestigt.
Zwischen dem Verbindungssystem 10 und dem Alpinski 1 ist ein Dämpfungssystem 20 angeordnet.
Das Dämpfungssystem 20 ist am Verbindungssystem 10 befestigt. Das Dämpfungssystem
20 und das Verbindungssystem 10 bilden zusammen ein (Gesamt-)System 30 oder ein hier
so genanntes Frei-Flex-System 30, welches eingerichtet ist, ein Gleitbrett mit besonders
freiem Flex oder besonders ungehinderten Biegeeigenschaften bereitzustellen, und welches
dabei auch auf besonders effektive Weise kontrollierbare Fahreigenschaften sicherstellen
kann. Die gezeigte Dämpfung ist optional vorgesehen.
[0089] Der in Fig. 1 erkennbare Abstand von Montagepunkten zueinander ist im dargestellten
Beispiel etwa so groß wie die Sohle des Skischuhs 2, wird aber bevorzugt kleiner gewählt,
so dass der eine Montagepunkt im Bereich der Ferse und der andere Montagepunkt im
Bereich des Ballens eines im Schuh 2 gehaltenen Fuß angeordnet ist.
[0090] In der Figur 2 ist ein Alpinski 1 gezeigt, auf welchem eine Grundplatte 12 eines
Verbindungssystems montiert ist, wobei in unterschiedlichen Abschnitten unter der
Grundplatte 12 eine erste (vordere) Schubstange 24 sowie eine zweite (hintere) Schubstange
26 eines Dämpfungssystems angeordnet sind. Die Schubstangen 24, 26 sind jeweils bis
nahe an ein entsprechendes freies Ende des Alpinskis 1 geführt und im Bereich des
freien Endes am Alpinski 1 befestigt. Der Alpinski 1 erstreckt sich längs einer Längsachse
L entsprechend einer x-Richtung des angedeuteten Koordinatensystems. Ferner sind Bohrungen
26.2 oder ein oder mehrere Langlöcher in der Schubstange vorgesehen, welche für eine
Härteregulierung eines Dämpfungssystems bestimmte Positionen der Schubstange relativ
zum Ski 1 definieren können.
[0091] In der Figur 3 sind Komponenten eines Verbindungssystems in Verbindung mit Komponenten
eines Dämpfungssystems gezeigt. Das Verbindungssystem weist eine Grundplatte 12 mit
einer Oberseite 12a und einer unteren Schnittstelle 12b auf. Von der Grundplatte 12
stehen Laschen 12.1, 12.2 nach unten ab, insbesondere zwei vordere Laschen 12.1 und
zwei hintere Laschen 12.2 (in der gezeigten Seitenansicht is jeweils nur eine Lasche
sichtbar), wobei sich die Laschen 12.1, 12.2 jeweils von einer Seitenfläche 12c der
Grundplatte 12 erstrecken oder möglichst weit außen nahe zu der entsprechenden Seitenfläche
12c angeordnet sind. Die jeweilige vordere Lasche 12.1 weist eine Bohrung oder Öffnung
12.1a auf. Die jeweilige hintere Lasche 12.2 ist Teil einer Kulissenführung mit einer
Kontur 12.3, welche eine längliche Geometrie hat. Die Kontur 12.3 weist eine Erstreckung
in Längsrichtung auf, welche größer ist als eine entsprechende Abmessung der Öffnung
12.1a oder als eine entsprechende Abmessung der Kontur 12.3 in einer Höhenrichtung
entsprechend einer z-Richtung des in Figur 2 angedeuteten Koordinatensystems. Die
Kontur 12.3 ist in diesem Ausführungsbeispiel nach unten gekrümmt, d.h., von oben
nach unten betrachtet konkav nach unten gewölbt. Die Kontur 12.3 weist z.B. einen
Krümmungsradius im Bereich von unendlich (d.h., die Kontur wäre dann ein zumindest
annähernd gerades Langloch) bis minimal etwa 10mm, 9mm, 8mm, oder auch nur 7mm auf,
sei es einheitlich, sei es abschnittsweise. Bei kleiner werdendem Krümmungsradius
wird die bei einer translatorischen Relativbewegung induzierte Höhenveränderung entsprechend
größer. Von dieser Kontur sind abweichende Konturen möglich, insbesondere schräg angeordnete,
wahlweise gekrümmte Langlöcher, elliptische oder nur abschnittsweise kreissegmentförmige
Geometrien.
[0092] Die Kulissenführung kann alternativ zum gezeigten Ausführungsbeispiel (Kontur in
Grundplatte bzw. Lasche und Achse in Montageplatte) auch durch eine in einer Montageplatte
angeordnete Kontur und eine in der Grundplatte, also getrennt von der Montageplatte
abgestützte Achse gebildet sein. Beispielsweise ist die Montageplatte einstückig und
weist eine schräg ausgerichtet und nach oben und/oder unten gekrümmte Kontur auf.
Die Montageplatte kann einzige robustes, massives Teil sein.
[0093] Die Grundplatte 12 kann mittels der gezeigten Montagemittel 14, 16 auf dem Gleitbrett
1 montiert werden. Die Montagemittel 14, 16 sind jeweils als hier so genannte Drehachseneinheit
ausgebildet und weisen jeweils eine Montageplatte 14.1, 16.1 und eine Lagereinheit
14.2, 16.2, insbesondere Lagerbuchse oder Durchführung oder Bohrung auf, in welcher
eine Drehachse oder irgendeine Bolzenverbindung (jeweils nicht dargestellt) gelagert
werden kann. Die Drehachse oder die Bolzenverbindung ermöglicht eine relative Drehbewegung
der Drehachseneinheiten 14, 16 relativ zur Grundplatte 12. Die hintere Drehachseneinheit
16 kann dabei eine Art Rollensystem 15 oder Komponenten eines Rollenmechanismus umfassen,
welches geometrisch korrespondierend zur Kontur 12.3 ausgebildet ist. Das Rollensystem
15 kann einzelne Rolleneinrichtungen mit Rollen oder Kugeln (jeweils nicht dargestellt)
aufweisen, die eingerichtet sind, in der Kontur 12.3 geführt zu werden und in der
Kontur 12.3 zwischen mindestens einer vorderen Anschlagsposition und einer hinteren
Anschlagsposition in eine Vielzahl unterschiedlicher Fahrzustands- oder Kontrollpositionen
verlagert zu werden. Alternativ oder zusätzlich kann ein Gleitlager vorgesehen sein.
[0094] Die Kontur 12.3, der Rollenmechanismus 15 und die damit korrespondierenden Teile
der entsprechenden Montageplatte bilden eine Kulissenführung K.
[0095] Die jeweilige Drehachseneinheit 14, 16 kann in Befestigungspunkten P ortsfest mit
dem Gleitbrett 1 verbunden werden. Im Gegensatz zu den Befestigungspunkten P, welche
keine Relativbewegung zulassen, bilden die Öffnungen 12.1a in den Laschen 12.1 bzw.
die Durchführungen in der jeweiligen Drehachseneinheit jeweils Montagepunkte M, in
welchen eine Montage oder Lagerung derart erfolgen kann, dass eine relative Drehbewegung
ermöglicht werden kann.
[0096] Die jeweilige Drehachseneinheit 14, 16 weist eine Kavität 14.4, 16.4 zur Anordnung
einer Schubstange auf, wie in Verbindung mit Figur 6 noch näher erläutert wird. Die
jeweilige Kavität 14.4, 16.4 ist zwischen zwei Stegen 14.5, 16.5 oder Stützflächen
gebildet, an welchen die Lagereinheiten 14.2, 16.2 vorgesehen sind.
[0097] In der Figur 3 ist eine Drehachse oder ein Drehzapfen 14.3 angedeutet, welche(r)
in der jeweiligen Öffnung bzw. Durchführung 12.1a, 14.2 anordenbar ist. Ferner ist
eine Drehachse oder ein Drehzapfen 16.3 angedeutet, welche(r) in der jeweiligen Kontur
12.3 bzw. Durchführung 16.2 anordenbar ist, und welche(r) auch in Längsrichtung verlagerbar
ist. Der Drehzapfen verlagert sich beim Biegen des Gleitbretts dabei in der Kulissenführung
nach vorne. In der gezeigten Anordnung befindet sich der Drehzapfen in einer maximalen
Höhenposition.
[0098] Die jeweilige Drehachse oder der jeweilige Drehzapfen muss nicht über die gesamte
Breite der jeweiligen Drehachseneinheit 14, 16 vorgesehen sein. Vielmehr kann es zwecks
einer platzsparenden Anordnung der in Figur 6 gezeigten Schubstangen zweckdienlich
sein, wenn die jeweilige Drehachse oder der jeweilige Drehzapfen nur im Bereich der
Laschen vorgesehen ist, also jeweils nur seitlich außen an der Grundplatte oder an
der Drehachseneinheit.
[0099] Die Grundplatte 12 wird lediglich in den beiden in Längsrichtung voneinander beabstandeten
Montagepunkten M bzw. Drehachsen an das Gleitbrett gekuppelt. Jeder Montagepunkt kann
dabei einen oder mehrere Durchführungen oder Bohrungen mit derselben Längsposition
umfassen.
[0100] Ebenfalls angedeutet ist ein Drei-Funktions-Dämpfer 22 eines Dämpfungssystems, welcher
im Folgenden noch näher beschrieben wird. Der Drei-Funktions-Dämpfer 22 kann mit der
Grundplatte 12 gekuppelt werden, um ein Frei-Flex-System zum Bereitstellen eines frei
flexenden Gleitbretts mit besonders guten Fahreigenschaften zu bilden.
[0101] In der Figur 3A ist ein Langloch 12.3 gezeigt, welches schräg angeordnet ist und
nach unten gekrümmt ist. Das Langloch 12.3 kann auch geradlinig ausgebildet sein oder
zumindest abschnittsweise auch nach oben gekrümmt sein.
[0102] In der Figur 4A ist eine Drehachseneinheit 16 in einer Draufsicht und in einer Seitenansicht
gezeigt, wobei auch die Montageplatte 16.1, die jeweilige Durchführung 16.2 mit dem
jeweiligen darin angeordneten Drehzapfen 16.3, die jeweiligen Stege 16.5 und die dadurch
gebildeten Kavitäten 16.4 gezeigt sind. Die Drehachseneinheit 16 weist vier Befestigungspunkte
P auf.
[0103] Die Figur 4B zeigt die Grundplatte 12 in einer Hinteransicht mit dem Rollenmechanismus
15 und den beiden hinteren Laschen 12.2 sowie eine Dreiseitenansicht der hintere Montageplatte
16.1 mit den entsprechendem Drehzapfen 16.3. Der entsprechende Drehzapfen 16.3 kann
dabei auch als eine Komponente des Rollenmechanismus 15 aufgefasst werden. Der Durchmesser
des Drehzapfens 16.3 ist korrespondierend zu einem Innendurchmesser einer Rolleneinrichtung
15.1 (insbesondere Rollenlager) des Rollenmechanismus 15 ausgebildet, so dass die
Rolleneinrichtung auf dem Drehzapfen 16.3 angeordnet und fixiert werden kann, insbesondere
spielfrei, z.B. durch eine spielfreie Passung.
[0104] In der Figur 5 sind Komponenten eines Verbindungssystems in Verbindung mit Komponenten
eines Dämpfungssystems gezeigt. Der Drei-Funktions-Dämpfer 22 weist eine erste (vordere)
Dämpfungskavität (insbesondere Ölkammer) 22.1 und eine zweite (hintere) Dämpfungskavität
(insbesondere Ölkammer) 22.2 auf. Ferner weist der Drei-Funktions-Dämpfer 22 ein zwischen
den Dämpfungskavitäten angeordnetes Federelement 27 auf. An jedem freien Ende des
Federelements 27 greift jeweils eine Kolbenstange 28d an, an welchen ein Hubkolben
28.1, 28.2 befestigt ist. Die Kolbenstange vorne und die Kolbenstange hinten betätigen
beide das Federelement 27. Bei beidseitigem Flex des Gleitbretts vorne und hinten
wird das Federelement beidseitig zusammengedrückt.
[0105] An der vorderen Seite des jeweiligen Hubkolbens 28.1, 28.2 ist eine Membran 29.1,
29.2 angeordnet. Die Membranen 29.1, 29.2 können gleich aufgebaut sein. Die vordere
Membran 29.1 und die hintere Membran 29.2 weist jeweils eine zentrisch angeordnete
Durchführung 29b für die Kolbenstange 28d auf und weist einen Durchlass 29a, insbesondere
eine verhältnismäßig kleine Öffnung, für gedämpften Fluss (insbesondere Ölfluss) eines
Dämpfungsmediums auf. Der Durchlass 29a kann geometrisch korrespondierend zu einem
entsprechenden Durchlass 28b im entsprechenden Hubkolben 28.1 ausgebildet sein, was
ein genaues Einstellen begünstigt. Je nach Dämpfungsmedium weist der Durchlass bevorzugt
einen Durchmesser von 0.1mm bis max. 1mm auf. Der Durchlass kann dabei auch mit einer
von der kreisrunden Geometrie abweichenden Geometrie bereitgestellt werden, z.B. mit
elliptischer Geometrie, insbesondere um beim Verdrehen auf bestimmte Art und Weise,
insbesondere besonders fein justieren zu können.
[0106] Der jeweilige Hubkolben 28, 28.1, 28.2 weist einen ersten Durchlass 28a, insbesondere
eine (größere) Bohrung, für ungedämpften Fluss auf, und einen zweiten Durchlass 28b,
insbesondere eine (kleinere) Bohrung, für gedämpften Fluss. Ferner weist der jeweilige
Hubkolben 28, 28.1, 28.2 eine Durchführung 28c für die entsprechende Kolbenstange
auf. Eine Drehposition der jeweiligen Membran kann dabei z.B. dadurch fixiert werden,
dass an der Kolbenstange 28d ein Gewinde vorgesehen wird und mit einer Kontermutter
die Drehposition der Kolbenstange fixiert wird.
[0107] In der Figur 6 sind Komponenten eines Verbindungssystems 10 in Verbindung mit Komponenten
eines Dämpfungssystems 20 gezeigt. Entsprechende Komponenten des Verbindungssystems
10 wurden bereits zuvor beschrieben. Das Dämpfungssystem 20 weist eine vordere Schubstange
24 und eine hintere Schubstange 26 auf, welche jeweils mit einer entsprechenden Kolbenstange
des Drei-Funktions-Dämpfers 22 verbunden sind, nämlich in den Kupplungspunkten 28.1a,
28.2a. Die Schubstangen 24, 26 verlaufen unter der Grundplatte 12 und neben oder oberhalb
von den Drehachseneinheiten 14, 16 durch entsprechende Kavitäten 14.4, 16.4 der Drehachseinheiten
14, 16. Die jeweilige Schubstange hat dank der Kavitäten ausreichend Platz, insbesondere
in Verbindung mit hinteren Drehzapfen 16.3 und vorderen Drehzapfen 14.3, welche jeweils
nur im Bereich von Stegen 14.5, 16.5 vorgesehen sind. Für den Fall dass die Grundplatte
ohne Schubstangen bzw. Dämpfung zum Einsatz kommen soll, können alternativ auch durchgehende
Drehachsen vorne und hinten verwendet werden. In den Figuren ist jeweils nur ein Steg
16.5 mit einem Bezugszeichen angedeutet, jedoch kann jede Drehachseinheit 14, 16 zwei
Paare von Stegen aufweisen.
[0108] In der Figur 7 ist der Ski 1 in geflextem Zustand gezeigt. Die Grundplatte 12 ist
im Wesentlichen starr und unverbogen, erstreckt sich also im Wesentlichen in einer
Ebene unabhängig von der Biegung des Skis 1. Der Drei-Funktions-Dämpfer 22 weist ein
erstes (vorderes) Dämpfungselement 23 und ein zweites (hinteres) Dämpfungselement
25 auf. Durch den Flex wird die Grundplatte bzw. der Drei-Funktions-Dämpfer 22 nach
oben angehoben und vom Ski 1 beabstandet. Durch den mit zunehmender Biegung größer
werdenden Abstand erhöht sich die Wirkung (der Hebelarm) des Dämpfungssystems 20 auf
den Ski 1. Der Drei-Funktions-Dämpfer 22 ist an der Grundplatte 12 befestigt. Eine
Befestigung kann dabei z.B. mittels einer Klemmschelle oder einer Klemmlasche erfolgen,
welche direkt am Drei-Funktions-Dämpfer angebracht ist. Wahlweise kann der Drei-Funktions-Dämpfer
auch in die Grundplatte integriert sein.
[0109] In einer Variante in Abwandlung zum am Ski 1 montierten Dämpfungssystem 20 weist
das isoliert dargestellte Dämpfungssystem eine Einstellmöglichkeit in Form einer Gewindekupplung
auf. Mittels der Gewindekupplung kann die Skihärte auf einfache Weise manuell eingestellt
werden, wie im Folgenden beschrieben. Zumindest eine der Kolbenstangen 28d weist ein
Gewinde 28d.1 auf, insbesondere ein Außengewinde an einem freien Ende. Zumindest eine
der Schubstangen weist ein Gewinde 24.1 auf, insbesondere ein Innengewinde an einem
freien Ende. Das Gewinde 24.1 der Schubstange 24 ist geometrisch korrespondierend
zum Gewinde 28d.1 der Kolbenstange 28d ausgebildet. Die jeweilige Kolbenstange 28d
kann längenvariabel in das Innengewinde 24.1 eingeschraubt und relativ zur Schubstange
positioniert werden. Beispielsweise kann das Federelement 27 durch relatives Auseinanderschrauben
stärker zusammengedrückt (komprimiert) werden, wodurch eine höhere Federkraft auf
die jeweilige Schubstange 24, 26 übertragen wird, so dass der Ski 1 härter wird und
weniger flext. Mittels der Gewindekupplung kann somit die Härte des Skis 1 über eine
Vorspannung des Federelements 27 eingestellt werden, insbesondere manuell.
[0110] Ferner kann, wie in Figur 2 gezeigt, zumindest eine der Schubstangen 24, 26 alternativ
oder zusätzlich eine Mehrzahl von Bohrungen oder ein Langloch aufweisen, insbesondere
an einem freien (vom Federelement abgewandten) Ende, mittels welchen/welchem die Schubstange
24, 26 in unterschiedlichen Relativpositionen in Längsrichtung relativ zum Gleitbrett
am Gleitbrett fixierbar ist, so wie in Figur 2 gezeigt. An der Schubstange 26 sind
z.B. drei Bohrungen 26.2 vorgesehen, mittels welchen die Position der Schubstange
relativ zum Ski 1 eingestellt werden kann, so dass die Vorspannung des Federelements
indirekt variiert werden kann. Am Ski 1 ist eine korrespondierende Kupplung oder irgendein
korrespondierendes Befestigungsmittel (nicht dargestellt) vorgesehen. Die drei Bohrungen
26.2 können auch ein Langloch sein. Ein Langloch kann eine kontinuierliche/stufenlose
Härteneinstellung sicherstellen. Die Längenanpassung der Schubstange ermöglicht beispielsweise,
auf ein bestimmtes Fahrergewicht zu reagieren. Mit anderen Worten kann die Skihärte
wahlweise über wenigstens zwei Einrichtungen eingestellt werden, die unabhängig voneinander
sind. Diese Einstellmöglichkeit liefert eine große Flexibilität oder Variationsmöglichkeit.
[0111] In der Figur 7 ist ferner ein Formschlusselement, insbesondere eine Erhebung, ein
Verstellzapfen oder ein Rastvorsprung 22.1a, 22.2a an einer Stirnfläche einer jeweiligen
Dämpfungskavität 22.1, 22.2 angedeutet. An einer Wand (Dämpfungswand) der Dämpfungskavität
(insbesondere des Dämpfungszylinders) kann also eine Erhebung oder ein Absatz oder
eine hervorstehende Nase oder ein Rastvorsprung vorgesehen sein, die/der bei eingefahrenem
Hubkolben in einen Durchlass bzw. eine Öffnung der Membran einrastet. Die Wand ist
bevorzugt eine Stirnwandung oder eine Stirnfläche der Dämpfungskavität. Hierdurch
kann ein jeweiliger Dämpfer festgestellt werden bzw. eine Dämpfungsfunktion zu- oder
ausgeschaltet werden.
[0112] Insbesondere kann durch eine Drehung der Kolbenstange oder des Drei-Funktions-Dämpfers
um 180° bewirkt werden, dass die Dämpfungscharakteristiken derart verändert werden,
dass sich die Dämpfung von lasteinleitend dämpfend in lastausleitend dämpfend umkehrt,
und vice versa. Dies ist auch jeweils in Bezug auf eine der Schubstangen möglich.
[0113] Bei dem in Figur 7 gezeigten Ausführungsbeispiel ist die jeweilige Membran 29.1,
29.2 auf der jeweiligen Kolbenstange 28d über eine formschlüssige Verbindung oder
eine Passung verdrehfest angebracht. Der Hubkolben 28.1, 28.2 wird im Betrieb nicht
gedreht, sondern nur rein und raus geschoben, so dass die Membran 29.1, 29.2 an einer
konstanten Drehposition angeordnet bleibt. Die jeweilige Membran kann je nach gewünschter
Dämpfungscharakteristik angeordnet werden, z.B. vorne. Ist die Membran 29.1, 29.2,
wie dargestellt, an einer vorderen Seite vorne am Hubkolben angeordnet, kann die Membran
beim Ausfedern einen vergleichsweise großen Durchlass (Durchflussöffnung) 28a schließen/abdichten,
wie in Figur 5 gezeigt, so dass eine Dämpfung besonders wirksam wird. Beim Einfedern
vorne wird die Membran durch den Fluss des Dämpfungsfluids geöffnet, und das Dämpfungsfluid
kann durch den großen Durchlass 28a fließen, so dass keine Dämpfung oder nur eine
wesentlich schwächere Dämpfung bewirkt wird.
[0114] Ist die/eine Membran hingegen an einer hinteren Seite hinten am entsprechenden Hubkolben
angeordnet, so verschließt die Membran beim Einfedern den großen Durchlass derart,
dass die Dämpfung (besonders) wirksam ist. Beim Ausziehen bzw. Verlängern des Dämpfers
öffnet die Membran dann den großen Durchlass im Hubkolben, so dass die Dämpfung nicht
wirksam ist. Sollte eine umgekehrte Dämpfungscharakteristik erwünscht sein, so besteht
die Möglichkeit, den Dämpfer um 180° zu drehen. Das Dämpfungssystem kann somit auf
besondere einfache und auch für einen Fahrer verständliche Weise eingestellt und justiert
werden, so dass der Fahrer selbst seine beste Einstellung ermitteln kann, insbesondere
im Rennsport. Werkseinstellungen sind nicht erforderlich bzw. können abgeändert werden.
Dies kann z.B. auch bei sich schlagartig ändernden Bedingungen wie z.B. bei einem
Temperatursturz von Interesse sein.
[0115] In den Figuren 8A, 8B, 8C, 8D ist eine Montageplatte 14.1 gezeigt, welche ein schräg
angeordnetes Langloch 12.3 aufweist, das zusammen mit einer Achse 14.3 und einem Gleitelement
15A eine Kulissenführung K bildet. Die Montageplatte 14.1 kann einstückig und aus
einem massiven Material ausgeführt sein. Das Gleitelement 15A weist eine Durchführung
für die Achse 14.3 sowie einen Absatz auf, welcher zwischen einer Seitenwange und
einem geometrisch mit dem Langloch korrespondierenden Teil gebildet ist.
Bezugszeichenliste
[0116]
- 1
- Gleitbrett, insbesondere Schneegleitbrett für den Skisport
- 2
- Skischuh
- 3
- Bindung für Skischuh
- 10
- Verbindungs system
- 12
- Grundplatte
- 12a
- Oberseite
- 12b
- untere Schnittstelle
- 12c
- Seitenfläche bzw. Lateralfläche
- 12.1
- vordere Lasche
- 12.1a
- Bohrung in vorderer Lasche
- 12.2
- hintere Lasche
- 12.3
- Kontur, z.B. Langloch, insbesondere in hinterer Lasche
- 14
- Montagemittel, insbesondere erste (vordere) Drehachseneinheit
- 14.1, 16.1
- Montageplatte
- 14.2, 16.2
- Lagereinheit, insbesondere Durchführung oder Bohrung
- 14.3
- Drehachse oder Drehzapfen für eine relative Drehbewegung
- 14.4, 16.4
- Kavität zur Anordnung einer Schubstange
- 14.5, 16.5
- Steg oder Stützfläche
- 15
- Rollenmechanismus
- 15.1
- Rolleneinrichtung mit Rollen oder Kugeln, insbesondere Rollenlager oder Kugellager
- 15A
- Gleitelement
- 16
- Montagemittel, insbesondere zweite (hintere) Drehachseneinheit
- 16.3
- Drehachse oder Drehzapfen, welche(r) auch in Längsrichtung verlagerbar ist
- 20
- Dämpfungssystem
- 22
- Drei-Funktions-Dämpfer
- 22.1
- erste Dämpfüngskavität für Dämpfungsmedium, insbesondere Ölkammer
- 22.1a, 22.2a
- Erhebung oder Rastvorsprung an Stirnfläche der Dämpfüngskavität
- 22.2
- zweite Dämpfüngskavität für Dämpfungsmedium, insbesondere Ölkammer
- 23
- erstes (vorderes) Dämpfungselement
- 24
- erste (insbesondere vordere) Schubstange
- 24.1
- Gewinde, insbesondere Innengewinde an Schubstange
- 25
- zweites (hinteres) Dämpfungselement
- 26
- zweite (insbesondere hintere) Schubstange
- 26.2
- Bohrung oder Langloch in Schubstange
- 27
- Federelement
- 28
- Hubkolben
- 28a
- erster Durchlass, insbesondere (größere) Bohrung, für ungedämpften Fluss
- 28b
- zweiter Durchlass, insbesondere (kleinere) Bohrung, für gedämpften Fluss
- 28c
- Durchführung für Kolbenstange
- 28d
- Kolbenstange
- 28d.1
- Gewinde, insbesondere Außengewinde an Kolbenstange
- 28.1
- erster Hubkolben
- 28.1a
- Kupplung oder Kupplungspunkt für erste Schubstange
- 28.2
- zweiter Hubkolben
- 28.2a
- Kupplung oder Kupplungspunkt für zweite Schubstange
- 29
- Membran
- 29a
- Durchlass bzw. Öffnung für gedämpften Fluss des Dämpfungsmediums
- 29b
- Durchführung für Kolbenstange
- 29.1
- erste (vordere) Membran
- 29.2
- zweite (hintere) Membran
- 30
- Gesamtsystem, insbesondere Frei-Flex-System
- K
- Kulissenführung
- L
- Längsachse
- M
- Montagepunkt
- P
- Befestigungspunkt
1. Verbindungssystem (10) für ein Gleitbrett (1), insbesondere für ein Schneegleitbrett
für den Skisport, umfassend:
- eine sich längs einer Längsachse (L) des Gleitbretts erstreckende Grundplatte (12)
mit einer Oberseite (12a), auf welcher ein Schuh (2) oder eine Bindung anordenbar
ist, und eine untere Schnittstelle (12b) zum Gleitbrett, an welcher die Grundplatte
mit dem Gleitbrett verbindbar ist;
wobei die untere Schnittstelle für eine vordefinierbare Relativbewegung zwischen der
Grundplatte und dem Gleitbrett in Abhängigkeit von einer Biegung des Gleitbretts durch
eine relative Drehbewegung der Grundplatte um mindestens einen Montagepunkt um eine
Drehachse am Gleitbrett eingerichtet ist;
wobei die untere Schnittstelle (12b) für eine Höhenanpassung einer Höhenposition der
Grundplatte in einer Höhenrichtung orthogonal zur Längsachse (L) eingerichtet ist,
indem die Grundplatte (12) in mindestens einem weiteren Montagepunkt (M) drehbar lagerbar
ist und ferner längs der Längsachse in einer Kulissenführung verlagerbar relativ zum
Gleitbrett lagerbar ist, wobei die Kulissenführung eine Kontur mit zumindest abschnittsweise
gekrümmtem Bewegungspfad aufweist, bei welcher die Höhenanpassung beim Biegen des
Gleitbretts eine mit zunehmender Biegung größer werdende Standhöhe bewirkt.
2. Verbindungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Höhenanpassung an eine translatorische Bewegung zwischen der Grundplatte und
dem Gleitbrett gekoppelt ist, wobei die Kulissenführung dazu eingerichtet ist, die
Höhenposition als Funktion der translatorischen Bewegung abschnittsweise oder vollständig
entlang der Kulissenführung unterproportional, proportional oder überproportional
einzustellen.
3. Verbindungssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Schnittstelle für eine unabhängig von der Grundplatte dynamisch frei veränderbare
Biegelinie des Gleitbretts eingerichtet ist und derart mit dem Gleitbrett verbindbar
ist, dass sich die Biegelinie entkoppelt von der Grundplatte ausbilden kann.
4. Verbindungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Schnittstelle (12b) derart ausgebildet ist, dass die Grundplatte (12)
in Richtung der Längsachse (L) translatorisch verlagerbar am Gleitbrett (1) montierbar
ist, insbesondere im weiteren, hinteren Montagepunkt (M).
5. Verbindungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die translatorische Lagerung oder Führung der Grundplatte in Höhenrichtung und in
Längsrichtung durch die Kulissenführung sichergestellt ist.
6. Verbindungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontur beim Biegen des Gleitbretts eine mit zunehmender Biegung überproportional
oder unterproportional größer werdende Standhöhe bewirkt.
7. Verbindungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kulissenführung eingerichtet ist, wenigstens einem spezifischen Radius einer
Biegelinie des Gleitbretts eine genaue Höhenposition der Grundplatte relativ zum Gleitbrett
zuzuordnen; oder dass im belasteten Zustand ein Abstand zwischen der unteren Schnittstelle
und der Oberfläche des Gleitbretts einstellbar ist.
8. Verbindungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand von zwei Montagepunkten (M) oder Drehachsen (14.3, 16.2) am Gleitbrett
in Längsrichtung zueinander maximal so groß wie oder kleiner als die Länge einer Sohle
eines auf der Grundplatte montierbaren Schuhs ist.
9. Verbindungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kulissenführung ein sich auch in der Höhenrichtung erstreckendes Langloch aufweist,
welches jeweils für die Höhenanpassung nach oben und/oder nach unten gekrümmt ist
und/oder schräg zur Grundplatte ausgerichtet ist, oder welches wenigstens einen Krümmungsradius
aufweist und zu einem unterhalb von der Grundplatte (12) angeordneten Krümmungsmittelpunkt
gekrümmt ist.
10. Verbindungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungssystem ein Gleitelement oder Gleitlager und/oder einen Rollen- oder
Kugelmechanismus (15) aufweist, mittels welchem jeweils ein Längen- und Höhenausgleich
erfolgen kann.
11. Verbindungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungssystem (10) ein Dämpfungssystem (20) aufweist, wobei das Dämpfungssystem
umfasst: einen Dämpfer (22), mindestens eine Schubstange (24, 26), und ein Federelement
(27); wobei der Dämpfer als ein Drei-Funktions-Dämpfer ausgebildet ist, welcher eine
Feder-Funktion und zwei Dämpfungs-Funktionen erfüllt, wobei die Dämpfungsfunktionen
unabhängig voneinander sind oder einstellbar sind.
12. Verbindungssystem nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Drei-Funktions-Dämpfer mindestens eine Membran (29.1, 29.2) aufweist und mittels
der mindestens einen Membran steuerbar oder einstellbar ist; oder dass der Drei-Funktions-Dämpfer
(22) eine richtungsabhängige und/oder bewegungsabhängige Dämpfungscharakteristik aufweist;
oder dass der Drei-Funktions-Dämpfer zwei Hubkolben (28.1, 28.2) aufweist, zwischen
welchen das Federelement (27) angeordnet ist, wobei mittels des Federelements die
Härte oder Biegesteifigkeit des Gleitbretts (1) einstellbar ist.
13. Verbindungssystem nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Dämpfungscharakteristik des Drei-Funktions-Dämpfers (22) durch mindestens eine
der folgenden Anordnungen festgelegt ist: eine vordere der Schubstangen (24) ist lasteinleitend
ungedämpft am Drei-Funktions-Dämpfer gelagert; und/oder die vordere Schubstange (24)
ist lastausleitend gedämpft am Drei-Funktions-Dämpfer gelagert; und/oder eine hintere
der Schubstangen (26) ist lasteinleitend gedämpft am Drei-Funktions-Dämpfer gelagert;
und/oder die hintere Schubstange (26) ist lastausleitend ungedämpft am Drei-Funktions-Dämpfer
gelagert.
14. Verbindungssystem nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Drei-Funktions-Dämpfer form- und kraftschlüssig mit der Grundplatte verbunden
ist; oder dass der Drei-Funktions-Dämpfer leerhubfrei ist, insbesondere lastausleitend
leerhubfrei.
15. Gleitbrett (1), insbesondere Schneegleitbrett für den Skisport, mit einem Verbindungssystem
(10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Verbindungssystem (10) derart
ausgebildet ist, dass eine Biegelinie des Gleitbrettes unabhängig von der Grundplatte
oder der Länge der Grundplatte (12) dynamisch frei veränderbar ist.
1. Connecting system (10) for a gliding board (1), especially for a snow gliding board
for skiing, comprising:
- a base plate (12) extending along a longitudinal axis (L) of the gliding board with
a top side (12a), on which a shoe (2) or a binding can be arranged, and a lower coupling
interface (12b) to the gliding board, at which the base plate can be connected with
the gliding board;
wherein the lower coupling interface is configured for a predefinable relative movement
between the base plate and the gliding board in dependence on a curvature of the gliding
board by a relative rotation of the base plate around at least one mounting point
around a pivot on the gliding board;
wherein the lower coupling interface (12b) is configured for a height adjustment of
a height position of the base plate in a height direction perpendicular to the longitudinal
axis (L), while the base plate (12) is pivotably supportable in at least one further
mounting point (M) and further is movably supportable along the longitudinal axis
in a guiding motion link and relative to the gliding board, wherein the guiding motion
link exhibits a contour with a trajectory curved at least in sections, by which, during
flexing of the gliding board, with increasing curvature, the height adjustment effects
an increasing standing position.
2. Connecting system according to claim 1, characterized in that
the height adjustment is coupled to a translational movement between the base plate
and the gliding board, wherein the guiding motion link is configured for adjusting,
in sections or completely along the guiding motion link, the height position as a
function of the translational movement in a disproportionally low, proportional or
disproportionally high manner.
3. Connecting system according to claim 1 or 2, characterized in that
the lower coupling interface is configured for a dynamically freely modifiable deflection
curve of the gliding board irrespective of the base plate and is connectable to the
gliding board such that the deflection curve may shape/form itself decoupled from
the base plate.
4. Connecting system according to any preceding claim, characterized in that
the lower coupling interface (12b) is configured such that in the direction of the
longitudinal axis (L), the base plate (12) is mountable translatively movable on the
gliding board (1), especially in the further, rear mounting point (M).
5. Connecting system according to any preceding claim, characterized in that
translational support or guiding of the base plate in the height direction and in
longitudinal direction is ensured by the guiding motion link.
6. Connecting system according to any preceding claim, characterized in that
the contour effects, during flexing of the gliding board, with increasing curvature,
an increasing standing position in a disproportionally low or disproportionally high
manner.
7. Connecting system according to any preceding claim, characterized in that
the guiding motion link is configured to correlate at the least one specific radius
of a deflection curve of the gliding board with an exact height position of the base
plate relative to the gliding board; or in that in a loaded state, a distance between the lower coupling interface and the top surface
of the gliding board is adjustable.
8. Connecting system according to any preceding claim, characterized in that
the distance between two mounting points (M) or pivots (14.3, 16.2) on the gliding
board in longitudinal direction is at most as large as or smaller than the length
of a sole of a shoe mountable on the base plate.
9. Connecting system according to any preceding claim, characterized in that
the guiding motion link exhibits an elongated guide which also extends in height direction
and which is curved upwards and/or downwards and/or which is diagonally aligned with
respect to the base plate, respectively for the height adjustment, or which exhibits
at the least one radius of curvature and which is curved to a center of curvature
arranged below the base plate (12).
10. Connecting system according to any preceding claim, characterized in that
the connecting systemexhibits a sliding element or slide bearing and/or a roller mechanism
or ball mechanism (15), by which a length and height compensation may be ensured,
respectively.
11. Connecting system according to any preceding claim, characterized in that
the connecting system (10) exhibits a damping system (20), wherein the damping system
comprises: a damper (22), at least one push rod (24, 26), and a spring element (27);
wherein the damper is configured as a three functions damper fulfilling a spring function
and two damping functions, wherein the damping functions are independent from each
other or independently adjustable.
12. Connecting system according to claim 11, characterized in that the three functions damper exhibits at least one diaphragm (29.1, 29.2) and is controllable
or adjustable by the at least one diaphragm; or in that the three functions damper (22) exhibits a damping characteristic depending on direction
and/or on movement; or in that the three functions damper exhibits two pistons (28.1, 28.2), the spring element
(27) being arranged between them, wherein the rigidity or flexural stiffness of the
gliding board (1) is adjustable by the spring element.
13. Connecting system according to claim 11 or 12, characterized in that a damping characteristic of the three functions dampers (22) is defined by at least
one of the following arrangements: a fore of the push rods (24) is supported in an
undamped manner for incoming increasing loading at the three functions damper; and/or
the fore push rod (24) is supported in a damped manner for outgoing decreasing loading
at the three functions damper; and/or a rear of the push rods (26) is supported in
a damped manner for incoming increasing loading at the three functions damper; and/or
the rear push rod (26) is supported in an undamped manner for outgoing decreasing
loading at the three functions damper.
14. Connecting system according to any of claims 11 to 13, characterized in that the three functions damper is connected with the base plate in a form-locking and
force-fitting manner; or in that the three functions damper is free of no-load strokes, especially with respect to
outgoing decreasing loading.
15. Gliding board (1), especially snow gliding board for skiing, with a connecting system
(10) according to any of the preceding claims, wherein the connecting system (10)
is configured such that a deflection curve of the gliding board is dynamically freely
modifiable irrespective of the base plate or the length of the base plate (12).
1. Système de liaison (10) pour une planche de glisse (1), en particulier pour une planche
de glisse de neige pour le ski, comprenant:
- une plaque de base (12) s'étendant le long d'un axe longitudinal (L) de la planche
de glisse, avec un côté supérieur (12a) sur lequel une chaussure (2) ou une fixation
peut être arrangée, et une jonction d'interface inférieure (12b) vers la planche de
glisse, par laquelle la plaque de base peut être associée à la planche de glisse;
pendant que la jonction d'interface inférieure est configurée pour un déplacement
relatif prédéfinissable entre la plaque de base et la planche de glisse en dépendance
d'une courbure de la planche de glisse par un déplacement rotatif relatif de la plaque
de base autour d'au moins un point de montage et autour d'un axe de rotation à la
planche de glisse;
pendant que la jonction d'interface inférieure (12b) est configurée pour un ajustement
d'hauteur d'une position d'hauteur de la plaque de base dans une direction d'hauteur
perpendiculaire à l'axe longitudinal (L), pendant que la plaque de base (12) est appuyable
d'une manière rotative dans au moins un autre point de montage et en outre appuyable
le long de l'axe longitudinal dans un guidage de coulisse d'une manière deplacable
relatif à la planche de glisse, pendant que le guidage de coulisse présente un contour
avec une trajectoire incurvée au moins en sections, par laquelle l'ajustement d'hauteur
effectue une position d'hauteur qui devient plus haute durant la croissance de la
courbure.
2. Système de liaison selon la revendication 1, charactérisé en ce que l'ajustement d'hauteur
est couplé à un déplacement translationnel entre la plaque de base et la planche de
glisse, pendant que le guidage de coulisse est configuré pour ajuster la position
d'hauteur en fonction du déplacement translationnel en sections ou complètement le
long du guidage de coulisse d'une manière sous-proportionnelle, proportionnelle ou
disproportionnée.
3. Système de liaison selon la revendication 1 ou 2, charactérisé en ce que la jonction
d'interface inférieure est configurée pour une courbe de flexion de la planche de
glisse qui est modifiable d'une manière dynamique et libre, indépendamment de la plaque
de base, pendant que la jonction d'interface inférieure peut être associée à la planche
de glisse d'une manière telle que la courbe de flexion peut se faconner indépendamment
de la plaque de base.
4. Système de liaison selon une des revendications précédentes, charactérisé en ce que
la jonction d'interface inférieure (12b) est configurée à tel point que la plaque
de base (12) peut être montée à la planceh de glisse d'une manière déplacable en translation
en direction de l'axe longitudinal (L), en particulier dans l'autre point de montage
arrière (M).
5. Système de liaison selon une des revendications précédentes, charactérisé en ce que
l'appui ou le guidage translationnel de la plaque de base en direction d'hauteur et
en direction longitudinale est assuré par le guidage de coulisse.
6. Système de liaison selon une des revendications précédentes, charactérisé en ce que
le contour, durant le courbement de la planche de glisse, effectue une position d'hauteur
qui devient plus haute durant la croissance de la courbure d'une manière disproportionnée
ou sous-proportionnelle.
7. Système de liaison selon une des revendications précédentes, charactérisé en ce que
le guidage de coulisse est configuré d'attribuer une position d'hauteur exacte de
la plaque de base, en relation à la planche de glisse, à au moins un rayon spécifique
d'une courbe de flexion de la planche de glisse; ou que dans l'état chargé, une distance
entre la jonction d'interface inférieure et la surface suérieure de la planche de
glisse peut être ajustée.
8. Système de liaison selon une des revendications précédentes, charactérisé en ce que
la distance entre deux points de montage (M) ou axes de rotaion (14.3, 16.2) à la
planche de glisse, en direction longitudinale, est au maximum aussi grand comme ou
est plus petite que la longuer d'une semelle d'une chaussure qui peut être montée
sur la plaque de base.
9. Système de liaison selon une des revendications précédentes, charactérisé en ce que
le guidage de coulisse présente un trou oblong s'étendant aussi en direction d'hauteur,
lequel est respectivement courbé vers le haut et/ou vers le bas et/ou lequel est penché
par rapport à la plaque de base, pour l'ajustement d'hauteur; ou lequel présente au
moins un rayon de courbure et lequel est courbé vers un centre de courbure disposé
au-dessous de la plaque de base (12).
10. Système de liaison selon une des revendications précédentes, charactérisé en ce que
le système de liaison présente un élément de glisse ou un palier lisse et/ou un mécanisme
à rouleaux ou à billes (15), par lequel un ajustement en longeur et en hauteur peut
s'effectuer respectivement.
11. Système de liaison selon une des revendications précédentes, charactérisé en ce que
le système de liaison (10) présente un système d'amortissement (20), pendant que le
système d'amortissement comprend: un amortisseur (22), au moins une barre de poussée
(24, 26), et un élément de suspension (27); pendant que l'amortisseur est arrangé
comme un amortisseur en trois fonctions qui réalise une fonction de suspension et
deux fonctions d'amortissement, pendant que les fonction d'amortissement sont ou indépendantes
peuvent être ajustées d'une manière indépendante l'une de l'autre.
12. Système de liaison selon la revendication 11, charactérisé en ce que l'amortisseur
en trois fonctions présente au moins un diaphragme (29.1, 29.2) et peut être ajusté
ou réglé par l'au moins un diaphragme; ou que l'amortisseur en trois fonctions (22)
présente une charactéristique d'amortissage dépendante en direction et/ou dépendante
d'un déplacement; ou que l'amortisseur en trois fonctions présente deux pistons (28.1,
28.2) entre lesquels est disposé l'élément de suspension (27), pendant que la dureté
ou la rigidité de flexion de la planche de glisse (1) peut être ajustée par l'élément
de suspension.
13. Système de liaison selon la revendication 11 ou 12, charactérisé en ce qu'une charactéristique
de suspension de l'amortisseur en trois fonctions (22) est définie par au moins une
des trois arrangements suivantes: une barre de poussée antérieure (24) des barres
de poussée est appuyée sur l'amortisseur en trois fonctions d'une manière non amortie
pour une force entrante croissante; et/ou la barre de poussée antérieure (24) est
appuyée sur l'amortisseur en trois fonctions d'une manière amortie pour une force
dénouante décroissante; et/ou une barre de poussée arrière (26) des barres de poussée
est appuyée sur l'amortisseur en trois fonctions d'une manière amortie pour une force
entrante croissante; et/ou la barre de poussée arrière (26) est appuyée sur l'amortisseur
en trois fonctions d'une manière non amortie pour une force dénouante décroissante.
14. Système de liaison selon une des revendications 11 à 13, charactérisé en ce que l'amortisseur
en trois fonctions est associé à la plaque de base par complémentarité de forme et
d'une manière solidaire; ou que l'amortisseur en trois fonctions est libre de course
à vide, en particulier libre de course à vide pour une force dénouante décroissante.
15. Planche de glisse (1), en particulier planche de glisse pour le ski, avec un système
de liaison (10) selon une des revendications précédentes, le système de liaison (10)
étant arrangé tel qu'une courbe de flexion de la planche de glisse est modifiable
indépendamment de la plaque de montage ou de la longuer de la plaque de montage (12),
d'une manière libre et dynamique.