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EP 3 126 072 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.11.2019 Patentblatt 2019/46 |
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Anmeldetag: 17.03.2015 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/AT2015/000043 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2015/149089 (08.10.2015 Gazette 2015/40) |
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DRESSURVORRICHTUNG
DRESSING APPARATUS
DISPOSITIF DE DRESSAGE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
31.03.2014 AT 2332014
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.02.2017 Patentblatt 2017/06 |
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Patentinhaber: EVG Entwicklungs- u. Verwertungs-
Gesellschaft m.b.H. |
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8074 Raaba (AT) |
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Erfinder: |
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- TREMMEL, Robert
A-8042 Graz (AT)
- SCHWARZ, Wolfgang
A-8042 Graz (AT)
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Vertreter: Fox, Tobias |
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Patentanwälte Schütz u. Partner
Brigittenauer Lände 50 1200 Wien 1200 Wien (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A1-2012/049244
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WO-A1-2014/019000
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Dressurvorrichtung zum Bearbeiten von zwei gleichzeitig
parallel und nahe voneinander laufenden Drähten oder einem laufenden Draht. Der Bearbeitungsschritt
kann hierbei ein Geraderichten, Ziehen oder Vorschieben des Drahtes oder Profils sein,
und zwar insbesondere vor bzw. zu einer nachgeordneten anderen Bearbeitungseinrichtung,
insbesondere einer Bügelbiegemaschine für Betonbewehrungsmaterial aus Stahl.
[0002] Die Dressurvorrichtung weist mindestens zwei antreibbare, koaxial seitlich aneinander
angrenzende Rollen auf, die ein erstes von einer Welle antreibbares Rollenpaar bilden,
welchem gegenüber ein zweites Paar solcher Rollen unter Bildung zweier Bearbeitungsspalte
für je einen durchlaufenden Draht angeordnet ist, wobei die Rollen des zweiten Rollenpaares
auf einer zur Achse des ersten Paares parallelen Achse mittels einer zweiten Welle
gegenläufig antreibbar sind. Normalerweise sind drei oder vier solcher Doppelrollenpaare
knapp hintereinander angeordnet und bilden so die Dressurvorrichtung.
[0003] Nach dem Stand der Technik können die Rollenpaare jeweils fest miteinander verbunden
sein, d.h. die beiden Rollen eines Paares laufen gleich schnell. Aufgrund ungleichmäßiger
Abnützung einzelner Bearbeitungsspalte kann es hierbei zu verschiedenen Streckungen
bzw. Längungen der beiden nahe voneinander parallel durchlaufenden Drähte kommen,
die zu Problemen in der nachfolgenden Bearbeitungseinrichtung, insbesondere Bügelbiegemaschine,
führen, die zwei gleich lange, nahe beieinander laufende Drähte benötigt.
[0004] AT-A-512 898 beschreibt eine Dressurvorrichtung zum Richten von draht-, stab- oder bandförmigem
langgestrecktem Stahl- oder Stahlprofilmaterial mit einem gemeinsamen Antrieb für
alle Rollen, die zwangsweise antriebsmäßig aneinander gekoppelt sind. Hierbei treten
dieselben Nachteile auf wie beim vorher erwähnten Stand der Technik.
[0005] Die AT-A erwähnt zwar auch, daß je eine Rolle der beiden einander gegenüber angeordneten
zusammenwirkenden Rollenpaare frei von Antrieb und nur jeweils die andere Rolle der
Rollenpaare angetrieben sein kann, zeigt aber keine konstruktive Lösung hierfür.
[0006] WO-A-2012/049244 beschreibt ebenso eine Dressur- bzw. Ziehvorrichtung für zwei gleichzeitig parallel
und nahe voneinander laufende Metallprofile, wie sie eingangs beschrieben ist. Hierbei
ist jeweils eine der beiden in jedem Bearbeitungsspalt zusammenarbeitenden Rollen
frei von Antrieb und nur die andere Rolle jeden Rollenpaares angetrieben, indem je
eine der Rollen der beiden Rollenpaare mit der jeweiligen Antriebswelle fest ist und
die andere Rolle der beiden Rollenpaare auf der mit der Antriebswelle festen gelagert
ist. Hierbei können zwar die beiden Antriebswellen verschieden geregelt und damit
ungleichmäßige Verformungen der beiden Profile vermieden werden. Abgesehen von der
Aufwendigkeit dieser Bauart ist nachteilig, daß eine von zwei in einem Verformungsspalt
zusammenarbeitenden Rollen stets nur mitläuft und ihre Drehzahl so nicht von der Drehzahl
der anderen, angetriebenen Rolle abweichen kann.
[0007] Die Erfindung bezweckt die Vermeidung dieser Nachteile und die Bereitstellung einer
einfachen Dressurvorrichtung mit weitgehend unabhängig voneinander antreibbaren Rollen
und geht aus von einer Dressurvorrichtung gemäß der genannten WO-A, mit mindestens
zwei antreibbaren, koaxial seitlich aneinander angrenzenden Rollen, die ein erstes,
von einer Welle antreibbares Rollenpaar bilden, welchem gegenüber ein zweites Paar
solcher Rollen unter Bildung zweier Bearbeitungsspalte für je einen durchlaufenden
Draht angeordnet ist, wobei die Rollen des zweiten Rollenpaares auf einer zur Achse
des ersten Paares parallelen Achse mittels einer zur ersten Welle gegenläufigen zweiten
Welle antreibbar sind, wobei je eine der Rollen der mindestens zwei Rollenpaare mit
ihrer Antriebswelle fest verbunden und die andere Rolle der beiden Rollenpaare an
der mit der Antriebswelle festen Rolle gelagert ist. Sie besteht bei einer solchen
Dressurvorrichtung darin, daß jede der Rollen, welche an einer mit der Antriebswelle
festen Rolle drehbar gelagert sind, an der letzteren ankuppelbar ist. Somit können
entweder beide oder keine der an der anderen Rolle drehbar gelagerten Rollen mit der
anderen Rolle mitlaufen, oder es kann eine beliebige an der anderen Rolle drehbar
gelagerte Rolle mit der anderen Rolle mitlaufen.
[0008] Vorteilhaft drückt bei eingerückter Kupplung ein axial verschiebbares Kupplungsteil
mittels einer Druckfeder auf ein mit der ankuppelbaren Rolle festes Kupplungsteil,
welches die ankuppelbare Rolle mit einem mit der Antriebswelle festen Kupplungsteil
verbindet.
[0009] Bei einer weiteren Ausführungsform drückt bei eingerückter Kupplung ein axial verschiebbares
Kupplungsteil mittels eines hydraulischen oder elektrischen Stellgliedes auf ein mit
der ankuppelbaren Rolle festes Kupplungsteil, welches die ankuppelbare Rolle mit einem
mit der Antriebswelle festen Kupplungsteil verbindet.
[0010] Abermals vorteilhaft ist, daß das feste Kupplungsteil die ankuppelbare Rolle mit
einem mit der Antriebswelle festen Kupplungsteil mittels Reibungsschluß oder Verzahnung
verbindet.
[0011] Die auf das verschiebbare Kupplungsteil einwirkende Druckfeder stützt sich auf einem
an einem feststehenden Gehäuse axial festgehaltenen Widerlager ab, das sich bei eingerückter
Kupplung mit der ankuppelbaren Rolle ebenso wie die Druckfeder und das verschiebbare
Kupplungsteil mitdreht.
[0012] Dabei kann das axial verschiebbare Kupplungsteil verschoben werden mittels an einem
feststehenden Gehäuse abgestützter Zylinder-Kolben-Hydraulikeinheiten, deren Kolben
über axial verschiebbare Verbindungsteile an einer am axial verschiebbaren Kupplungsteil
angreifenden Zugstange angreift, die am feststehenden Gehäuse axial verschiebbar und
mit der ankuppelbaren Rolle nicht mitdrehend gelagert ist, wodurch die Kupplung gegen
die Wirkung der Druckfeder ausrückt.
[0013] Die Rollen sind zweckmäßig zur Anpassung an den Querschnitt des jeweils durchlaufenden
Drahtes profiliert.
[0014] Eine Vorschubeinheit gemäß der Erfindung kann in automatischen Biegemaschinen Verwendung
finden. Ebenso kann sie in Drahtrichtmaschinen oder für die Zuführung von Querdrähten
an automatischen Gitterschweißmaschinen eingesetzt werden.
[0015] Die Erfindung wird näher erläutert anhand eines in der einzigen Figur der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispieles einer Dressurvorrichtung. Von der Dressurvorrichtung,
die aus mehreren, z.B. drei, hintereinander angeordneten Einheiten mit je zwei Rollenpaaren
besteht, ist eine solche aus zwei Rollenpaaren bestehende Einheit gezeigt. Die beiden
Rollenpaare sind jeweils gleichachsig und in einem durch beide Achsen verlaufenden
Axialschnitt dargestellt.
[0016] Die beiden Paare seitlich aneinander angrenzender, jeweils koaxialer Rollen 2, 3
bzw. 2', 3' arbeiten zwecks Dressieren zweier Drähte 1 bzw. 1' zusammen, welche in
den zwischen den Rollenpaaren gebildeten Bearbeitungsspalten parallel nahe voneinander
durchlaufen. Die Nähe ist erforderlich, da die beiden zu bearbeitenden Drähte nachfolgend
gemeinsam gebogen und gemeinsam auf dieselbe Länge mittels einer einzigen Schere geschnitten
werden.
[0017] Die Rollen 2, 3 des ersten Paares sind von einer Welle 4 antreibbar. Die unterhalb
angeordneten Rollen 2', 3' des zweiten Paares sind auf einer zur Achse des ersten
Paares parallelen Achse gegenläufig mittels einer zweiten Welle 4' antreibbar.
[0018] Je eine 2 bzw. 2' der Rollen 2, 3; 2', 3' der mindestens zwei Rollenpaare sitzt auf
der Antriebswelle 4 bzw. 4' fest; die andere Rolle 3; 3' der beiden Rollenpaare ist
auf der mit der Welle 4 bzw. 4' festen Rolle 2 bzw. 2' über ein Kugellager 5 bzw.
5' drehbar gelagert. Jede der Rollen 3; 3', welche an einer mit der Welle 4 bzw. 4'
festen Rolle 2 bzw. 2' gelagert ist, ist an der letzteren ankuppelbar.
[0019] Die Zeichnung zeigt die eingerückte Stellung dieser Kupplung, wobei ein axial verschiebbares
Kupplungsteil 6 bzw. 6' mittels einer Druckfeder 7 bzw. 7' auf ein mit der ankuppelbaren
Rolle 3 bzw. 3' festes Kupplungsteil 8 bzw. 8' drückt. Das verschiebbare Kupplungsteil
6 bzw. 6' stützt sich auf einem an einem feststehenden Gehäuse 9 axial festgehaltenen
Widerlager 10 bzw. 10' ab, das sich bei eingerückter Kupplung mit der Rolle 3 bzw.
3' ebenso wie die Druckfeder 7 bzw. 7' und das verschiebbare Kupplungsteil 6 bzw.
6' mitdreht. Das Kupplungsteil 8 bzw. 8' verbindet die ankuppelbare Rolle 3 bzw. 3'
mittels Reibungsschluß mit einem mit der Antriebswelle 4 bzw. 4' festen Kupplungsteil
11 bzw. 11'. Die Verbindung kann auch durch Verzahnung dieser Teile hergestellt werden.
[0020] Das axial verschiebbare Kupplungsteil 6 bzw. 6' ist verschiebbar mittels an dem feststehenden
Gehäuse 9 abgestützter Zylinder-Kolben-Hydraulikeinheiten 12 bzw. 12'. Deren Kolben
greift über axial verschiebbare Verbindungsteile 13-16 bzw. 13'-16' an einer mit ihrem
Kopf am axial verschiebbaren Kupplungsteil 6 bzw. 6' anliegenden Zugstange 17 bzw.
17' an und kann so die Kupplung gegen die Wirkung der Druckfeder 7 bzw. 7' ausrücken.
Die Zugstange 17 bzw. 17' ist am feststehenden Gehäuse 9 axial verschiebbar und mit
der ankuppelbaren Rolle 3 bzw. 3' nicht mitdrehend gelagert. Die Druckfedern 7, 7'
sind als Tellerfedern ausgebildet. Alternativ oder ergänzend kann die Anpressung auch
hydraulisch oder elektrisch erfolgen.
[0021] Die Rollen 2, 2', 3, 3' sind zur Anpassung an den Querschnitt des jeweils durchlaufenden
Drahtes 1 bzw. 1' profiliert, können aber je nach dem genannten Querschnitt auch flach
ausgebildet sein.
[0022] Erfolgt die Bearbeitung des Drahtes oder Profils zum Herstellen einer geraden Anzahl
fertiger Bauteile, z.B. gebogener Bügel für das Bewehren von Beton, durchlaufen zwei
Drähte 1, 1' die Dressurvorrichtung. Wird eine ungerade Anzahl der fertigen Bauteile
benötigt, durchläuft zusätzlich nur ein Draht 1 den zwischen den Rollen 2, 2' gebildeten
Bearbeitungsspalt und stehen die Rollen 3, 3' bei ausgerückter Kupplung still. Dadurch
wird Energie und Drahtmaterial gespart.
1. Dressurvorrichtung zum Bearbeiten von zwei gleichzeitig parallel und nahe voneinander
laufenden Drähten oder einem laufenden Draht, mit mindestens zwei antreibbaren, koaxial
seitlich aneinander angrenzenden Rollen (2, 3), die ein erstes von einer Welle (4)
antreibbares Rollenpaar bilden, welchem gegenüber ein zweites Paar solcher Rollen
(2', 3') unter Bildung zweier Bearbeitungsspalte für je einen durchlaufenden Draht
(1, 1') angeordnet ist, wobei die Rollen des zweiten Rollenpaares auf einer zur Achse
des ersten Paares parallelen Achse gegenläufig mittels einer zweiten Welle (4') antreibbar
sind, wobei je eine (2, 2') der Rollen (2, 3; 2', 3') der mindestens zwei Rollenpaare
mit ihrer Antriebswelle (4; 4') fest verbunden und die andere Rolle (3; 3') der beiden
Rollenpaare an der mit der Antriebswelle (4; 4') festen Rolle (2; 2') drehbar gelagert
ist, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Rollen (3; 3'), welche an einer mit der Welle (4; 4') festen Rolle (2; 2')
gelagert ist, an der letzteren (2; 2') ankuppelbar ist.
2. Dressurvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei eingerückter Kupplung ein axial verschiebbares Kupplungsteil (6 bzw. 6') mittels
einer Druckfeder (7 bzw. 7') auf ein mit der ankuppelbaren Rolle (3; 3') festes Kupplungsteil
(8 bzw. 8') drückt, welches die ankuppelbare Rolle (3; 3') mit einem mit der Antriebswelle
(4 bzw. 4') festen Kupplungsteil (11 bzw. 11') verbindet.
3. Dressurvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei eingerückter Kupplung ein axial verschiebbares Kupplungsteil (6 bzw. 6') mittels
eines hydraulischen oder elektrischen Stellgliedes auf ein mit der ankuppelbaren Rolle
(3; 3') festes Kupplungsteil (8 bzw. 8') drückt, welches die ankuppelbare Rolle (3;
3') mit einem mit der Antriebswelle (4 bzw. 4') festen Kupplungsteil (11 bzw. 11')
verbindet.
4. Dressurvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das feste Kupplungsteil (8 bzw. 8') die ankuppelbare Rolle (3; 3') mit einem mit
der Antriebswelle (4 bzw. 4') festen Kupplungsteil (11 bzw. 11') mittels Reibungsschluß
oder Verzahnung verbindet.
5. Dressurvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich die auf das verschiebbare Kupplungsteil (6 bzw. 6') einwirkende Druckfeder (7
bzw. 7') auf einem an einem feststehenden Gehäuse (9) axial festgehaltenen Widerlager
(10 bzw. 10') abstützt, das sich bei eingerückter Kupplung mit der ankuppelbaren Rolle
(3 bzw. 3') ebenso wie die Druckfeder (7 bzw. 7') und das verschiebbare Kupplungsteil
(6 bzw. 6') mitdreht.
6. Dressurvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das axial verschiebbare Kupplungsteil (6 bzw. 6') verschiebbar ist mittels an einem
feststehenden Gehäuse (9) abgestützter Zylinder-Kolben-Hydraulikeinheiten (12 bzw.
12'), deren Kolben über axial verschiebbare Verbindungsteile (13-16 bzw. 13'-16')
an einer am axial verschiebbaren Kupplungsteil (6 bzw. 6') angreifenden Zugstange
(17 bzw. 17') angreift, die am feststehenden Gehäuse (9) axial verschiebbar und mit
der ankuppelbaren Rolle (3 bzw. 3') nicht mitdrehend gelagert ist, wodurch die Kupplung
gegen die Wirkung der Druckfeder (7 bzw. 7') ausrückt.
7. Dressurvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollen (2, 2', 3, 3') zur Anpassung an den Querschnitt des jeweils durchlaufenden
Drahtes (1 bzw. 1') profiliert sind.
1. Dressing apparatus for processing two wires simultaneously travelling in parallel
and close to one another or one travelling wire, the device comprising at least two
drivable rollers (2, 3) which coaxially laterally adjoin one another and form a first
roller pair which can be driven by a shaft (4), which roller pair is arranged opposite
a second pair of rollers (2', 3') of this kind thus forming two processing gaps for
each wire (1, 1') travelling through, it being possible to drive the rollers of the
second roller pair in an opposite direction on an axis parallel to the axis of the
first pair by means of a second shaft (4'), in each case one (2, 2') of the rollers
(2, 3; 2', 3') of the at least two roller pairs being fixedly connected to the drive
shaft (4; 4') thereof and the other roller (3; 3') of the two roller pairs being rotatably
mounted on the roller (2; 2') fixed to the drive shaft (4; 4'), characterised in that each of the rollers (3; 3') which is mounted on a roller (2; 2') fixed to the shaft
(4; 4') can be coupled to said roller (2; 2').
2. Dressing apparatus according to claim 1, characterised in that, when the coupling is engaged, an axially movable coupling part (6 or 6') presses,
by means of a compression spring (7 or 7'), on a coupling part (8 or 8') which is
fixed to the coupleable roller (3; 3') and connects the coupleable roller (3; 3')
to a coupling part (11 or 11') fixed to the drive shaft (4 or 4').
3. Dressing apparatus according to claim 1, characterised in that, when the coupling is engaged, an axially movable coupling part (6 or 6') presses,
by means of a hydraulic or electric actuator, on a coupling part (8 or 8') which is
fixed to the coupleable roller (3; 3') and connects the coupleable roller (3; 3')
to a coupling part (11 or 11') fixed to the drive shaft (4 or 4').
4. Dressing apparatus according to either claim 2 or claim 3, characterised in that, by means of frictional engagement or toothing, the fixed coupling part (8 or 8')
connects the coupleable roller (3; 3') to a coupling part (11 or 11') fixed to the
drive shaft (4 or 4').
5. Dressing apparatus according to any of claims 1 to 4, characterised in that the compression spring (7 or 7') acting on the movable coupling part (6 or 6') is
supported on an abutment (10 or 10') which is axially secured on a stationary housing
(9) and, when the coupling is engaged, rotates together with the coupleable roller
(3 or 3') in the same way as the compression spring (7 or 7') and the moveable coupling
part (6 or 6').
6. Dressing apparatus according to any of claims 1 to 5, characterised in that the axially movable coupling part (6 or 6') can be moved by means of cylinder-piston
hydraulic units (12 or 12') supported on a stationary housing (9), the piston of which
units engages, via axially movable connecting parts (13-16 or 13'-16'), with a tie
rod (17 or 17') which engages with the axially movable coupling part (6 or 6') and
is mounted on the stationary housing (9) so as to be axially movable and to not rotate
together with the coupleable roller (3 or 3'), as a result of which the coupling disengages
counter to the action of the compression spring (7 or 7').
7. Dressing apparatus according to any of claims 1 to 6, characterised in that the rollers (2, 2', 3, 3') are profiled in order to adapt to the cross section of
the wire (1 or 1') travelling through in each case.
1. Dispositif de dressage affecté à l'usinage de deux fils métalliques défilant simultanément
en parallèle et à proximité l'un de l'autre, ou d'un fil métallique en défilement,
équipé d'au moins deux rouleaux (2, 3) coaxialement et latéralement limitrophes l'un
de l'autre, qui peuvent être entraînés et forment une première paire de rouleaux pouvant
être entraînée par un arbre (4), en regard de laquelle une seconde paire de rouleaux
(2', 3') de ce type est disposée en réservant deux interstices d'usinage dévolus à
un fil métallique respectif (1, 1') en défilement, les rouleaux de ladite seconde
paire pouvant être entraînés dans des sens opposés au moyen d'un second arbre (4'),
sur un axe parallèle à l'axe de la première paire, sachant qu'un rouleau (2 ; 2')
respectif, au sein desdits rouleaux (2, 3 ; 2', 3') des deux paires à présence minimale,
est relié rigidement à son arbre d'entraînement (4 ; 4'), et que l'autre rouleau (3
; 3') des deux paires est monté à rotation sur ledit rouleau (2 ; 2') assujetti audit
arbre d'entraînement (4 ; 4'), caractérisé par le fait que chacun des rouleaux (3 ; 3'), monté sur un rouleau (2 ; 2') assujetti à l'arbre (4
; 4'), peut être couplé audit rouleau (2 ; 2').
2. Dispositif de dressage selon la revendication 1, caractérisé par le fait que, lorsque le couplage est instauré, une pièce de couplage (6, respectivement 6') pouvant
être déplacée axialement exerce, au moyen d'un ressort de pression (7, respectivement
7'), une pression sur une pièce de couplage (8, respectivement 8') qui est assujettie
au rouleau (3 ; 3') apte au couplage et qui relie ledit rouleau (3 ; 3'), apte au
couplage, à une pièce de couplage (11, respectivement 11') assujettie à l'arbre d'entraînement
(4, respectivement 4').
3. Dispositif de dressage selon la revendication 1, caractérisé par le fait que, lorsque le couplage est instauré, une pièce de couplage (6, respectivement 6') pouvant
être déplacée axialement exerce, au moyen d'un organe de manœuvre hydraulique ou électrique,
une pression sur une pièce de couplage (8, respectivement 8') qui est assujettie au
rouleau (3 ; 3') apte au couplage et qui relie ledit rouleau (3 ; 3'), apte au couplage,
à une pièce de couplage (11, respectivement 11') assujettie à l'arbre d'entraînement
(4, respectivement 4').
4. Dispositif de dressage selon l'une des revendications 2 ou 3, caractérisé par le fait que, par le biais d'une coopération par frottement ou d'une denture, la pièce fixe de
couplage (8, respectivement 8') relie le rouleau (3 ; 3'), apte au couplage, à une
pièce de couplage (11, respectivement 11') assujettie à l'arbre d'entraînement (4,
respectivement 4').
5. Dispositif de dressage selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé par le fait que le ressort de pression (7, respectivement 7'), agissant sur la pièce déplaçable de
couplage (6, respectivement 6'), est en appui sur une contre-butée (10, respectivement
10') qui est bloquée axialement à demeure sur un carter fixe (9) et qui, lorsque le
couplage est instauré, tourne conjointement au rouleau (3 ; 3') apte au couplage,
tout comme ledit ressort de pression (7, respectivement 7') et ladite pièce déplaçable
de couplage (6, respectivement 6').
6. Dispositif de dressage selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé par le fait que la pièce de couplage (6, respectivement 6'), apte au déplacement axial, peut être
déplacée au moyen de vérins (12, respectivement 12') prenant appui sur un carter fixe
(9) et dont le piston vient en prise, par l'intermédiaire de pièces de liaison (13-16,
respectivement 13'-16') axialement déplaçables, avec une tige de traction (17, respectivement
17') qui est en prise avec ladite pièce de couplage (6, respectivement 6') apte au
déplacement axial, peut être déplacée axialement sur ledit carter fixe (9) et est
montée sans faculté de rotation conjointe avec le rouleau (3 ; 3') apte au couplage,
le couplage s'en trouvant ainsi neutralisé en opposition à l'action du ressort de
pression (7, respectivement 7').
7. Dispositif de dressage selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé par le fait que les rouleaux (2, 3 ; 2', 3') sont profilés en vue de l'adaptation à la section transversale
du fil métallique (1, respectivement 1') défilant à chaque fois.

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