[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Auszugsführung, mit einer festlegbaren Führungsschiene
und einer verfahrbar gelagerten Laufschiene, zwischen denen optional eine Mittelschiene
angeordnet ist, wobei mindestens eine Rasteinrichtung zur lösbaren Fixierung der Laufschiene
an der Führungsschiene vorgesehen ist und die Rasteinrichtung ein Federelement und
ein Eingriffselement umfasst.
[0002] Aus der
WO 2010/060724 ist eine Auszugsführung bekannt, bei der ein oder mehrere Federelemente als Rastmittel
vorgesehen sind. Die Federelemente wirken dabei mit einer Profilierung oder Aussparung
an der Schiene zusammen. Diese Federelemente können zwar eine Rastfunktion bereitstellen,
liegen jedoch in der Innenseite bzw. im Innenbereich der Auszugsführung, wenn diese
in einer zusammengefahrenen Position ist. Dadurch sind sie schlecht zugänglich. Zudem
sind die Federelemente aufgrund der beengten Platzverhältnisse als filigrane Bauteile
ausgebildet, die im Dauerbetrieb beschädigt werden können.
[0003] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Auszugsführung zu schaffen,
die eine leicht zugängliche Rasteinrichtung umfasst, um die Laufschiene an der Führungsschiene
in mindestens einer Position zu verrasten.
[0004] Diese Aufgabe wird mit einer Auszugsführung mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
[0005] Erfindungsgemäß ist die mindestens eine Rasteinrichtung der Auszugsführung mit dem
Federelement und dem Eingriffselement an einer Außenseite der Auszugsführung in der
zusammengefahrenen Position angeordnet. Dadurch sind das Federelement und das Eingriffselement
von außen leicht zugänglich und können leicht montiert und im Schadensfall auch ausgetauscht
werden, sofern die Verbindungsstelle reversibel ausgeführt ist. Zudem können an der
Außenseite größere Bauteile montiert werden, die auch für den Dauerbetrieb geeignet
sind.
[0006] Erfindungsgemäß ist das Federelement biegbar und das Eingriffselement formsteif ausgebildet.
Das Federelement kann beispielsweise als v-förmig gebogener Streifen ausgebildet sein.
Auch eine Ausbildung als vertikaler Steg, der nach außen oder innen verschwenkt wird,
ist möglich.
[0007] In einer Ausführung ist die mindestens eine Rasteinrichtung bezogen auf die eingebaute
Position der Auszugsführung an einer Innenseite angeordnet. Eine Auszugsführung wird
meist in einem Möbelkorpus oder einem Haushaltsgerät verbaut und daher an einer Seitenwand,
einem Seitengitter oder an Befestigungselementen festgelegt. Die der Seitenwand zugewandte
Seite der Auszugsführung bildet die Außenseite, während die dem Innenraum zugewandte
Seite, die zu einem Schubkasten oder einem Gargutträger gerichtet ist, die Innenseite
bildet. Die Montage der Rasteinrichtung an der Innenseite führt zu dem Vorteil, dass
die Zugänglichkeit auch in der eingebauten Position gegeben ist.
[0008] Ferner ist das Federelement durch das Eingriffselement in eine Richtung senkrecht
zur Bewegungsrichtung der Laufschiene biegbar. Dabei kann das Federelement nach innen
oder nach außen gebogen werden, um eine Verrastung zu erreichen. Die Verrastung kann
dabei nur in eine Richtung wirken, also eine Bewegung der Laufschiene in eine Richtung
erschweren, oder beidseitig wirken, um eine Bewegung der Laufschiene an einer bestimmten
Rastposition bzw. über einen bestimmten Rastbereich hinaus zu verhindern.
[0009] Für die Ausbildung einer Rasteinrichtung mit wenigen Bauteilen ist das Eingriffselement
integral mit der Laufschiene oder der Führungsschiene ausgebildet. Hierfür kann das
Eingriffselement beispielsweise als v-förmiger Steg ausgebildet sein. Dies führt zu
dem Vorteil, dass durch die Einstellung der Neigungswinkel der Schenkel des v-förmigen
Steges die Rastkräfte eingestellt werden können. Ebenso über die Höhe bzw. die Durchstelltiefe
des v-förmigen Steges können die Rastkräfte variiert werden.
[0010] Gemäß einer Ausgestaltung ist eine Mittelschiene vorgesehen, die in der zusammengefahrenen
Position in einem Innenraum zwischen der Führungsschiene und der Laufschiene aufgenommen
ist. Die Führungsschiene und die Laufschiene sind dabei durch winkelförmige oder u-förmige
Profile ausgebildet, die zwischen sich einen Hohlraum ausbilden, so dass die Mittelschiene
geschützt angeordnet ist.
[0011] Beispielsweise sind das Federelement und/oder das Eingriffselement zumindest bereichsweise
mit einem Gleitmittel beschichtet. Dadurch kann für den dauerhaften Einsatz der Rasteinrichtung
eine leichtgängige Verrastung gewährleistet werden. Als Gleitmittel eignen sich Schmierstoffzusammensetzungen
mit einer organischen Siliziumverbindung, Bornitrid, Graphit, Silikonöl oder andere
Schmierstoffe.
[0012] Alternativ können das Federelement und/oder das Eingriffselement mit einem Gleitelement
aus einem hitzebeständigen Material mit guten Gleiteigenschaften versehen werden,
beispielsweise aus PEEK oder LCP.
[0013] Das Federelement und/oder das Eingriffselement werden an der Laufschiene oder der
Führungsschiene kraft-, form- oder stoffschlüssig festgelegt, vorzugsweise angeschweißt
und somit unlösbar festgelegt. Es sind auch weitere Fügeverfahren zum Festlegen des
Federelementes und/oder des Eingriffselementes denkbar, beispielsweise Schrauben,
Nieten oder Clipsen. Die Befestigungspunkte zum Festlegen des Federelementes und/oder
des Eingriffselementes können auch durch Laserschweißen erzeugt werden.
[0014] Bei der Auszugsführung können zwei Rastpositionen vorgesehen sein, eine Rastposition
in einer Schließposition und eine Rastposition in einer ausgefahrenen Position der
Auszugsführung. Hierfür können zwei Federelemente mit einem Eingriffselement oder
zwei Eingriffselemente mit einem Federelement zusammenwirken.
[0015] Auf dem gesamten Verfahrweg der Auszugsführung können beliebig definierte Rastpositionen
generiert werden durch das Zusammenspiel von erfindungsgemäßen Federelementen und/oder
Eingriffselementen.
[0016] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung wird das Federelement an der Laufschiene fixiert
und steht in Längsrichtung der Laufschiene über die Laufschiene hervor. Dadurch kann
die Auszugsführung als Überauszug ausgebildet sein, bei dem die Laufschiene in einer
vollständig ausgezogenen Position in Längsrichtung beabstandet von der Führungsschiene
angeordnet ist. Über das hervorstehende Federelement kann dennoch eine Verrastung
in der Öffnungsposition stattfinden. Alternativ kann das Federelement auch im Bereich
der Laufschiene angeordnet werden.
[0017] In einer weiteren Ausgestaltung ist das Federelement als winkelförmige Platte mit
einem biegbaren Federsteg und einem Halteabschnitt ausgebildet, wobei der Halteabschnitt
an der Laufschiene oder der Führungsschiene festgelegt ist. Dabei kann der Halteabschnitt
sich in Längsrichtung der Führungsschiene oder der Laufschiene erstrecken und nur
im Bereich auf des zu dem biegbaren Federsteg abgewandten Teils an der Führungsschiene
oder der Laufschiene festgelegt sein. Dadurch lässt sich ein besonders leichtgängiges
Verrasten realisieren, da das Federelement sich nicht nur im Bereich des biegbaren
Federsteges verbiegen kann, sondern zumindest teilweise auch im Bereich des Halteabschnittes.
Durch Verlagerung der Fixierposition (beispielsweise Schweißposition) am länglichen
Federteil in Längsrichtung kann somit die Federrate erhöht oder verringert werden.
[0018] Um die Haltekräfte in einer verrasteten Position zu erhöhen, sind vorzugsweise mindestens
zwei Rasteinrichtungen vorgesehen, um die Laufschiene in einer vorbestimmten Position
an der Führungsschiene zu verrasten, beispielsweise in einer herausgezogenen Auszugsposition.
Die Rasteinrichtungen können dabei an gegenüberliegenden Seiten der Laufschiene und/oder
der Führungsschiene angeordnet sein. Dies führt zu dem Vorteil, dass beim Verrasten
keine oder nur sehr geringe Torsionskräfte auf die Laufschiene wirken, so dass ein
Verdrehen der Schiene weitgehend vermieden wird. Dies mindert den Verschleiß und erhöht
die Laufruhe beim Verfahren der Laufschiene. Die Rasteinrichtungen können dabei mit
ihren Federelementen sowohl beide an der Laufschiene oder der Führungsschiene festgelegt
sein, aber auch eine Festlegung jeweils nur eines Federelementes an der Laufschiene
und eines Federelementes an der Führungsschiene ist möglich.
[0019] In einer Ausführung sind die Federelemente der beiden Rasteinrichtungen in Längsrichtung
der Laufschiene versetzt angeordnet, werden aber im Wesentlichen gleichzeitig verrastet.
Durch diese versetzt ausgestalteten Federelemente wird die Einbaubreite der Auszugsführung
wesentlich reduziert und wenig Bauraum beansprucht.
[0020] Die erfindungsgemäße Auszugsführung wird vorzugsweise bei einem Haushaltsgerät, wie
einem Backofen, eingesetzt, wobei an gegenüberliegenden Seiten der Backofenmuffel
jeweils mindestens eine Auszugsführung angeordnet ist.
[0021] Die Erfindung wird nachfolgend anhand mehrerer Ausführungsbeispiele mit Bezug auf
die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figuren 1 bis 6
- mehrere Ansichten eines ersten Ausführungsbeispiels einer Auszugsführung;
- Figuren 7 und 8
- zwei Ansichten einer zweiten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Auszugsführung;
- Figuren 9 bis 11
- Detailansichten einer modifizierten Ausführungsform;
- Figuren 12 und 13
- Ansichten einer modifizierten Ausführungsform;
- Figuren 14 und 15
- zwei Ansichten einer weiteren Ausführungsform;
- Figuren 16 und 17
- zwei Ansichten einer weiteren Ausführungsform;
- Figur 18
- eine Ansicht eines an einer Auszugsführung montierbaren Federelementes;
- Figuren 19 bis 21
- Ansichten einer weiteren Ausführungsform eines Eingriffselementes;
- Figuren 22 und 23
- zwei Ansichten einer weiteren Ausführungsform einer Auszugsführung;
- Figur 24
- eine perspektivische Ansicht des Federelementes der Figur 22;
- Figur 25
- eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform einer Auszugsführung;
- Figuren 26 und 27
- zwei perspektivische Ansichten einer Auszugsführung gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel
in einer ausgezogenen Position;
- Figur 28
- eine perspektivische Ansicht der Auszugsführung der Figur 26 in der eingefahrenen
Position;
- Figur 29
- eine Vorderansicht der Auszugsführung der Figur 28 ohne Platte;
- Figur 30
- eine perspektivische Ansicht der Auszugsführung der Figur 26, und
- Figur 31
- eine Rückansicht der Auszugsführung der Figur 30.
[0022] Eine Auszugsführung 1 umfasst eine verfahrbar gelagerte Laufschiene 2 und eine festlegbare
stationäre Führungsschiene 4, zwischen denen ein Hohlraum ausgebildet ist, in dem
eine Mittelschiene 3 angeordnet ist, die in einer zusammengefahrenen Position weitgehend
verdeckt angeordnet ist. An der Führungsschiene 4 sind im unteren Bereich eine vordere
Klammer 5 und eine hintere Klammer 6 festgelegt, die an einem Seitengitter für einen
Backofen fixierbar sind. Die Auszugsführung 1 kann aber auch für andere Haushaltsgeräte
oder Möbel eingesetzt werden, so dass statt der Klammern 5 und 6 andere Befestigungsmittel
zur Festlegung der Führungsschiene 4 eingesetzt werden.
[0023] An der Laufschiene 2 ist an der Vorderseite ein plattenförmiger Anschlag 7 festgelegt,
während rückseitig ein nach oben hervorstehender Zapfen 8 angeordnet ist. Durch die
über die Laufschiene 2 nach oben hervorstehende Platte 7 und den Zapfen 8 können Gargutträger
oder andere Bauteile an der Laufschiene 2 definiert positioniert werden.
[0024] Um die Auszugsführung in der zusammengefahrenen Position (Figur 1) und in einer ausgefahrenen
Öffnungsposition (Figur 5) jeweils lösbar zu fixieren, sind Rasteinrichtungen vorgesehen.
Eine erste Rasteinrichtung umfasst ein Federelement 10, das mit einem flachen Steg
11 an der Führungsschiene 4 festgelegt ist, beispielsweise durch Schweißen oder Kleben.
Das Federelement 10 umfasst einen von der Laufschiene 4 v-förmig oder u-förmig hervorstehenden
biegbaren Abschnitt 12, der mit einem Eingriffselement 20 zusammenwirkt. Das Eingriffselement
20 ist als metallische Platte ausgebildet, die mit einem ebenen vertikalen Abschnitt
an der Laufschiene 2 festgelegt ist. Das Eingriffselement 20 umfasst eine nach außen
hervorstehende Stufe 21, an der zwei nach unten gerichtete Zapfen 22 hervorstehen,
zwischen denen der bogenförmige Abschnitt 12 des Federelementes 10 einfügbar ist.
In der verrasteten Position (Figur 2) ist die Laufschiene 2 über das Eingriffselement
20 an dem Federelement 10 lösbar fixiert, wobei sowohl in Öffnungsrichtung als auch
in Schließrichtung das Federelement 10 in eine Richtung senkrecht zur Bewegungsrichtung
der Laufschiene 2 zu der Führungsschiene 4 gedrückt werden muss, um das Eingriffselement
20 freizugeben.
[0025] Die Laufschiene 2 kann dann nach der Entriegelung in eine Öffnungsposition verfahren
werden, wobei dann die Mittelschiene 3 zwischen der Laufschiene 2 und der Führungsschiene
4 sichtbar wird. In einer Öffnungsposition greift das Eingriffselement 20 mit den
nach unteren gerichteten Zapfen 22 an einem zweiten Federelement 30 ein, das an einem
vorderen Bereich der Führungsschiene 4 festgelegt ist. Das Federelement 30 umfasst
einen streifenförmigen Abschnitt 31, der an der Führungsschiene 4 kraft-, form- oder
stoffschlüssig, beispielsweise durch Schweißen oder Kleben festgelegt ist, sowie einen
gebogenen nach innen hervorstehenden Abschnitt 32. Der bogenförmige Abschnitt 32 kann
wie bei dem Federelement 10 zwischen die beiden Zapfen 22 für die gerastete Position
bewegt werden. Bei dem Federelement 30 ist ferner ein nach innen von der Führungsschiene
4 hervorstehender Anschlag 33 ausgebildet, der verhindert, dass das Eingriffselement
20 über die Öffnungsposition hinaus bewegt wird. Dadurch kann die Laufschiene 2 aus
der verrasteten Öffnungsposition nur in Schließrichtung bewegt werden. Ein solcher
Anschlag 33 kann auch bei dem Federelement 10 vorgesehen werden, so dass Anschläge
an der Führungsschiene 4, der Mittelschiene 3 und der Laufschiene 2 weggelassen werden
können. Durch manuelles Niederdrücken des Federelementes 30 kann der Anschlag überwunden
werden um die Auszugsführung, falls gewünscht, noch weiter herauszuziehen.
[0026] Bei der Beschreibung der nachfolgenden Ausführungsformen werden dieselben Bezugszeichen
wie bei den Figuren 1 bis 6 für gleiche oder funktionsgleiche Bauteile verwendet.
[0027] Bei dem in den Figuren 7 und 8 gezeigten Ausführungsbeispiel ist eine Auszugsführung
1 gezeigt, bei der an der Laufschiene 2 und der Führungsschiene 4 ein Mittelabschnitt
nicht dargestellt ist, so dass die Wälzkörper 15 sichtbar sind, die an einem Wälzkörperkäfig
gehalten sind. Die Laufschiene 2, die Mittelschiene 3 und die Führungsschiene 4 sind
jeweils über Wälzkörper 15 relativ zueinander verfahrbar gelagert. Im eingeschobenen
Zustand liegen die Wälzkörperkäfige mit den Wälzkörpern 15 weit von der Einrastposition
entfernt und erfordern zum Ausgleich von radialen Bewegungstoleranzen möglicherweise
eine andere Rasthöhe als in ausgefahrener Rastposition.
[0028] Bei dem in Figur 7 und 8 gezeigten Ausführungsbeispiel sind ebenfalls Rasteinrichtungen
an der Außenseite der Auszugsführung 1 vorgesehen, wobei die Rasteinrichtung ein Federelement
40 umfasst, das an der Laufschiene 2 festgelegt ist und einen biegbaren vertikalen
Steg 41 umfasst, der an Eingriffselementen 50 verrastbar ist. Die Eingriffselemente
sind durch v-förmige gebogene Stege gebildet, die an der Innenseite der Führungsschiene
4 hervorstehen. Dabei ist ein Eingriffselement 40 in der Schließposition wirksam,
während das andere, im vorderen Bereich angeordnete, Eingriffselement 40 in der Öffnungsposition
wirksam ist. Die Eingriffselemente 50 ermöglichen ein Verrasten nur in eine Richtung,
so dass die Anschläge zur Begrenzung der Öffnungsbewegung der Laufschiene 2 sowie
Anschläge zur Begrenzung der Schließbewegung der Laufschiene 2 an der Laufschiene
2, der Mittelschiene 3 und/oder der Führungsschiene 4 angeordnet sind. Wie in Figur
8 gezeigt ist, befinden sich die Wälzkörper 15 in der ausgefahrenen Position der Auszugsführung
1 unmittelbar im Bereich des Federelementes 40 und des Eingriffselementes 50, so dass
die Verrastung in diesem Bereich mit besonderer Genauigkeit erfolgen kann, da die
benachbarten Wälzkörper 15 für eine exakte Positionierung der Laufschiene 2, der Mittelschiene
3 und der Führungsschiene 4 in diesem Bereich sorgen.
[0029] In den Figuren 9 bis 11 ist die in den Figuren 7 und 8 dargestellte Rasteinrichtung
in leicht modifizierter Ausgestaltung gezeigt. Das Federelement 40 umfasst den vertikal
nach unten gerichteten biegbaren Steg 41, wie dies schon in den Figuren 7 und 8 gezeigt
ist. Zusätzlich umfasst das Federelement 40 einen oberen horizontalen Abschnitt 42
sowie einen von der Laufschiene 2 nach oben hervorstehenden Anschlag 43, der mit einem
Bauteil zusammenwirkt, das auf die Laufschiene 2 aufgesetzt wird, beispielsweise einem
Backblech. Dadurch hat das Federelement 40 an der Laufschiene mehrere Funktionen.
Das Federelement 40 lässt sich auf einfache Weise durch Stanzen und Biegen eines Metallbleches
herstellen.
[0030] Für die Verrastung an dem Eingriffselement 50 wird dieses integral mit der Führungsschiene
4 gestanzt und gebogen, wobei das Eingriffselement 50 als v-förmiger Steg ausgebildet
ist mit einer Spitze 51 und zwei Schenkeln 52. Beim Schließen und Öffnen der Auszugsführung
1 wird das Federelement 40 mit dem biegbaren Steg 41 entlang der Schenkel 52 über
die Spitze 51 für ein Verrasten verfahren.
[0031] In den Figuren 12 und 13 ist eine zu den Figuren 9 bis 11 modifizierte Rasteinrichtung
gezeigt, wobei das Federelement 40 mit dem vertikalen Steg 41 baugleich ausgebildet
ist. Lediglich das Eingriffselement 50' ist modifiziert, da die Schenkel 52', die
an einer Spitze 51' miteinander verbunden sind, in einem anderen Winkel relativ zur
Längsrichtung der Führungsschiene 4 ausgerichtet sind. Der Winkel α zwischen der Längsrichtung
der Führungsschiene 4 und den Schenkeln 52' ist größer als bei dem vorangegangenen
Ausführungsbeispiel, so dass die Rastkräfte beim Überfahren der Eingriffselemente
50' durch das Federelement 40 größer sind, das heißt es erfolgt eine stärkere Verrastung
in der Öffnungs- bzw. Schließposition. Sowohl bei dem Ausführungsbeispiel der Figuren
9 bis 11 als auch bei den Figuren 12 und 13 ist das Eingriffselement 50 bzw. 50' symmetrisch
zu einer durch die Spitze 51 bzw. 51' laufenden Mittelebene ausgebildet, das heißt
die Schenkel 52 und 52' sind im gleichen Winkel zur Führungsschiene 4 ausgerichtet.
[0032] Bei dem in den Figuren 14 und 15 gezeigten Ausführungsbeispiel ist ein Eingriffselement
50" dargestellt, das eine Spitze 51" umfasst, die einen flacheren Schenkel 52" mit
einem steileren Schenkel 53" verbindet. Das Eingriffselement 50" ist integral mit
der Führungsschiene 4 ausgebildet, wobei der Schenkel 52" in einem Winkel β zu der
Längsachse der Führungsschiene 4 ausgerichtet ist und der Schenkel 53" in einem Winkel
δ. Der Winkel β liegt in einem Bereich von beispielsweise 20° bis 50°, während der
Winkel δ größer ausgebildet ist und in einem Bereich von 35° bis 75° liegt. Dadurch
können die Rastkräfte beim Überfahren des Federelementes 40 des Eingriffselementes
50" unterschiedlich groß ausgestaltet werden. Beispielsweise wird das Überfahren des
Schenkels 53" schwergängiger erfolgen als beim flacheren Schenkel 52", so dass die
Haltekräfte beim Öffnen und Schließen der Laufschiene unterschiedlich groß sind.
[0033] In den Figuren 16 und 17 ist eine weitere Ausführungsform eines Eingriffselementes
50"' gezeigt, das als streifenförmiger Steg integral mit der Führungsschiene 4 ausgebildet
ist. Auch bei dieser Ausführungsform ist ein flacherer Schenkel 52"' vorgesehen, der
sich in einem Winkel zwischen 15° bis 30° zur Längsachse der Führungsschiene 4 erstreckt,
während ein gegenüberliegender Schenkel 53"' steiler ausgebildet ist und sich in einem
Winkel zwischen 20° und 35° zur Längsachse der Führungsschiene 4 erstreckt. Die Schenkel
52"' und 53"' sind in dem aufeinandertreffenden Bereich an einer Spitze 51"' miteinander
verbunden.
[0034] In Figur 18 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Federelementes 60 dargestellt,
das einen biegbaren Steg 61 umfasst, der in der Einbauposition vertikal ausgerichtet
ist. Der biegbare Steg 61 ist über einen Stufenabschnitt 62 mit einem vertikalen Haltesteg
63 verbunden, der über einen gebogenen Abschnitt 64 mit einer Hülse 65 verbunden ist.
Die Hülse 65 wird wahlweise auf der Oberseite der Laufschiene 2 fixiert und bildet
einen Anschlag aus, wie der Anschlag 8 bei der Laufschiene 2 der Figur 1. Alternativ
kann die Hülse 65 auf einen solchen Anschlagbolzen 8 zur Montage des Federelementes
60 aufgesteckt werden.
[0035] In den Figuren 19 bis 21 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel für ein Federelement
70 oder ein Eingriffselement gezeigt, bei dem ein flacher streifenförmiger Abschnitt
71 an einer Laufschiene 2 oder einer Führungsschiene 4 festlegbar ist. Von diesem
flachen Abschnitt 71 erstreckt sich ein gebogener Abschnitt 72 zu einem Aufnahmeabschnitt
73, der über eine Stufe 74 mit dem Abschnitt 72 verbunden ist. An dem Aufnahmeabschnitt
73 ist eine Abdeckung 75 montiert, die aus einem Material mit geringem Reibungskoeffizienten
hergestellt ist. Die Abdeckung 75 umfasst einen Zapfen 76, der in eine Öffnung 77
an dem gebogenen Aufnahmeabschnitt 73 des Federelementes 70 eingefügt ist. Das Federelement
70 bildet einen Teil einer Rasteinrichtung aus, bei der an der Abdeckung 75 eine Gleitfläche
für das Zusammenwirken des Federelementes 70 mit einem Eingriffselement ausgebildet
ist.
[0036] In den Figuren 22 und 23 ist eine weitere Ausführungsform einer Auszugsführung gezeigt,
bei der ein Federelement 80 an der Laufschiene 2 fixiert ist. Das Federelement 80
wirkt mit zwei Eingriffselementen 50 zusammen, die als winkelförmige Vorsprünge integral
mit der Führungsschiene 4 ausgebildet sind. Das Federelement 80 ist dabei so an der
Laufschiene 2 montiert, dass es in Längsrichtung der Laufschiene 2 rückseitig hervorsteht.
Dadurch kann in einer vollständigen Auszugsposition die Laufschiene 2 in Längsrichtung
beabstandet von der Führungsschiene 4 angeordnet sein, wobei dennoch über das Federelement
80 ein Verrasten ermöglicht wird. Die Eingriffselemente 50 können dabei entsprechend
den Figuren 9 bis 17 ausgebildet sein.
[0037] In Figur 24 ist das Federelement 80 im Detail dargestellt. Das Federelement 80 ist
als winkelförmige Platte mit einem nach unten hervorstehenden Federsteg 81 und einem
in Längsrichtung verlaufenden leistenförmigen Halteabschnitt 82 gebildet. Die Länge
L des Halteabschnittes 82 kann wesentlich größer sein als die Höhe H des Federsteges
81. Zur Einstellung der Rastkräfte ist es möglich, bei dem Federsteg 81 eine Festlegung
des Halteabschnittes 82 an der Laufschiene 2 beabstandet von dem Federsteg 81 vorzunehmen,
beispielsweise nur auf der linken Hälfte des Halteabschnittes 82. Dadurch würde als
Hebellänge für das Biegen des Federsteges 81 zusätzlich die halbe Länge des Halteabschnittes
82 zur Verfügung stehen. Die Festlegung des Halteabschnittes 82 an der Laufschiene
2, durch Kraft-, Form- oder Stoffschluss beispielsweise durch Kleben oder Schweißen,
kann entsprechend zur Einstellung der gewünschten Rastkraft gewählt werden.
[0038] In Figur 25 ist eine modifizierte Ausführungsform einer Auszugsführung gezeigt, bei
der das vorstehend beschriebene Federelement 80 im Bereich der Laufschiene 2 festgelegt
ist, also nicht nach hinten hervorsteht. Diese Anordnung des Federelementes 80 hat
den Vorteil, dass die Mittelschiene 3 durch die Laufschiene 2 noch besser geschützt
ist und eine ansprechendere Optik gegeben ist und die Feder durch unbeabsichtigtes
Verbiegen geschützt ist. Die Verlängerung der Laufschiene im der Rückwand der Offenmuffel
zugewandten Bereich erfolgt vorteilhaft um den Betrag des Überstandes des Halteabschnittes
82 in Richtung des der Rückwand der Offenmuffel zugewandten Bereichs.
[0039] In den Figuren 26 bis 31 ist eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Ausziehführung gezeigt, bei der für gleiche Bauteile dieselben Bezugszeichen verwendet
werden. Die Auszugsführung umfasst eine an einem Seitengitter einer Auszugsführung
oder einem anderen Element festlegbare Führungsschiene 4, eine Mittelschiene 3 sowie
eine verfahrbare Laufschiene 2, die in einer Auszugsposition durch zwei Rasteinrichtungen
verrastbar ist. In der Einzugsposition ist keine Rasteinrichtung vorgesehen, allerdings
können natürlich ebenfalls ein oder zwei Rasteinrichtungen die Laufschiene 2 in der
Einzugsposition verrasten.
[0040] Jede Rasteinrichtung weist ein Federelement 80 auf, das entsprechend Figur 24 ausgebildet
ist und eine im Wesentlichen L-förmige Kontur besitzt. Dabei sind ein länglicher Halteabschnitt
82 und ein winklig hervorstehender Federsteg 81 ausgebildet, wobei der Federsteg 81
mit einem Eingriffselement 50 verrastbar ist. Das Eingriffselement 50 ist als V-förmiger
Steg ausgebildet, der vorzugsweise aus einer Seitenwand der Laufschiene 2 oder der
Führungsschiene 4 gestanzt und geprägt ist. Der Halteabschnitt 82 ist über Befestigungspunkte
84, in diesem Ausführungsbeispiel als Schweißpunkte ausgeführt, an der Laufschiene
2 bzw. der Führungsschiene 4 festgelegt, wobei die Befestigungspunkte 84 die Länge
des Hebelweges im Hinblick auf die Bewegung des Federsteges 81 und des nicht festgelegten
Halteabschnittes 82 bestimmen und somit die Rastkräfte beim Überfahren des Eingriffselementes
50 vorgeben.
[0041] Bei dem in den Figuren 26 bis 31 gezeigten Ausführungsbeispiel ist an gegenüberliegenden
Seiten die eine Rasteinrichtung angeordnet, wobei eine erste Rasteinrichtung ein Federelement
80 aufweist, das an der Laufschiene 2 festgelegt ist, während an der gegenüberliegenden
Seite ein Federelement 80 an der Führungsschiene 4 festgelegt ist. Die Federelemente
80 sind dabei in Längsrichtung der Laufschiene 2 versetzt zueinander angeordnet und
sorgen dabei für eine reduzierte Einbaubreite der Auszugsführung. Es ist natürlich
auch möglich, die Federelemente 80 beide an der Laufschiene 2 oder der Führungsschiene
4 festzulegen.
[0042] Durch die Rasteinrichtungen an gegenüberliegenden Seiten der Laufschiene 2 erfolgt
eine in Wesentlichen symmetrische Krafteinleitung, was eine Drehbewegung um eine Achse
parallel zur Laufschiene 2 weitgehend vermeidet.
[0043] Wie in den Figuren 29 und 31 gezeigt ist, besitzen die Laufschiene 2 und die Führungsschiene
4 einen im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt, wobei ein Schenkel des U länger ausgebildet
ist und einen nach innen abgewinkelten Endabschnitt ausbildet. Dabei werden drei Laufbahnen
für Sätze an kugelförmigen Wälzkörpern 15 geschaffen, die entlang eines Wälzkörperkäfigs
16 gehalten sind. Die Mittelschiene 3 weist im Querschnitt im Wesentlichen die Form
einer "8" auf, die zur Ausbildung von Laufbahnen für die kugelförmigen Wälzkörper
15 nach innen gerundete Abschnitte aufweist.
[0044] Wie in den Figuren 29 und 31 gezeigt ist, werden beim Überfahren der V-förmig nach
außen hervorstehenden Eingriffselemente 50 mit den schräg zu einer Spitze 51 hervorstehenden
Schenkeln 52 die Federstege 81 nach außen, also weg von der Laufschiene 2 oder der
Führungsschiene 4, gebogen. Dabei sind die Federstege 81 in einem Winkel W zu einer
benachbarten Oberfläche der Laufschiene 2 oder der Führungsschiene 4 angeordnet, an
dem das nach außen hervorstehende Eingriffselement 50 ausgebildet ist. Der Winkel
W liegt vorzugsweise in einem Bereich zwischen 1° und 10° und sorgt für eine definierte
Gleitfläche des Federsteges 81 über die Spitze 51 des Eingriffselementes 50. Die Anpresskräfte
des Federsteges 81 gegen das Eingriffselement 50 dürfen dabei nicht so hoch sein,
dass ein vorzeitiger Verschleiß auftritt und auf der anderen Seite nicht so niedrig
sein, dass zu geringe Rastkräfte vorhanden sind.
[0045] Um die winklige Anordnung des Federsteges 81 zu ermöglichen, ist zwischen dem Halteabschnitt
82 und dem Federsteg 81 eine nach außen hervorstehende Wölbung 83 ausgeformt, die
dafür sorgt, dass der Federsteg 81 benachbart zu dem Halteabschnitt 82 weiter außen
angeordnet ist als an dem hervorstehenden Ende.
[0046] Die Führungsschiene 4 ist vorzugsweise an einem Seitengitter festgelegt, das in einem
Backofen montiert wird. Das Seitengitter kann dabei mit der Führungsschiene 4 verschweißt
werden. Vorzugsweise erfolgt das Verschweißen so, dass gleichzeitig der Halteabschnitt
82 mit den Befestigungspunkten 84 an der Führungsschiene 4 festgelegt wird.
[0047] In dem dargestellten Ausführungsbeispiel können die Federelemente und die Eingriffselemente
zumindest in Kontaktbereichen mit einer Beschichtung versehen sein, insbesondere einem
Schmierstoff oder einem Gleitmittel, um ein leichtgängiges Rasten zu ermöglichen.
Die Rasteinrichtungen können so ausgebildet sein, dass sie hitzebeständig sind und
Temperaturen von bis zu 250° ohne Beeinträchtigung der Rastfunktion überstehen. Für
den Pyrolysebetrieb eines Backofens können die Auszugsführungen auch bis 500° C ausgelegt
sein. Die erfindungsgemäße Auszugsführung wird insbesondere an einem Seitengitter
eines Backofens festgelegt, wobei auch andere Verwendungszwecke möglich sind, beispielsweise
für Möbel oder andere Haushaltsgeräte.
Bezugszeichenliste
[0048]
- 1
- Auszugsführung
- 2
- Laufschiene
- 3
- Mittelschiene
- 4
- Führungsschiene
- 5
- Klammer
- 6
- Klammer
- 7
- Anschlag / Platte
- 8
- Zapfen
- 10
- Federelement
- 11
- Steg
- 12
- Abschnitt
- 15
- Wälzkörper
- 16
- Wälzkörperkäfig
- 20
- Eingriffselement
- 21
- Stufe
- 22
- Zapfen
- 30
- Federelement
- 31
- Abschnitt
- 32
- Abschnitt
- 33
- Anschlag
- 40
- Eingriffselement
- 41
- Steg
- 42
- Abschnitt
- 43
- Anschlag
- 50
- Eingriffselement
- 50'
- Eingriffselement
- 50"
- Eingriffselement
- 50"'
- Eingriffselement
- 51
- Spitze
- 51'
- Spitze
- 51"
- Spitze
- 51"'
- Spitze
- 52
- Schenkel
- 52'
- Schenkel
- 52"
- Schenkel
- 52"'
- Schenkel
- 53
- Schenkel
- 53'
- Schenkel
- 53"
- Schenkel
- 53"'
- Schenkel
- 60
- Federelementes
- 61
- Steg
- 62
- Stufenabschnitt
- 63
- Haltesteg
- 64
- Abschnitt
- 65
- Hülse
- 70
- Federelement
- 71
- Abschnitt
- 72
- Abschnitt
- 73
- Aufnahmeabschnitt
- 74
- Stufe
- 75
- Abdeckung
- 76
- Zapfen
- 77
- Öffnung
- 80
- Federelement
- 81
- Federsteg
- 82
- Halteabschnitt
- 83
- Wölbung
- 84
- Befestigungspunkt
- L
- Länge des Halteabschnittes
- H
- Höhe des Federsteges
- W
- Winkel
- α
- Winkel
- β
- Winkel
- δ
- Winkel
1. Auszugsführung (1), mit einer festlegbaren Führungsschiene (4) und einer verfahrbar
gelagerten Laufschiene (2), zwischen denen optional eine Mittelschiene (3) angeordnet
ist, wobei mindestens eine Rasteinrichtung zur lösbaren Fixierung der Laufschiene
(2) an der Führungsschiene (4) vorgesehen ist und die Rasteinrichtung ein Federelement
(10, 30, 40, 60, 70, 80) und ein Eingriffselement (20, 50, 50', 50", 50"') umfasst,
wobei die mindestens eine Rasteinrichtung mit dem Federelement (10, 30, 40, 60, 70,
80) und dem Eingriffselement (20, 50, 50', 50", 50"') an einer Außenseite der Auszugsführung
(1) in einer definierten Position angeordnet ist, und das Federelement (10, 30, 40,
60, 70, 80) biegbar ist und das Eingriffselement (20, 50, 50', 50", 50"') formsteif
ausgebildet ist, wobei das Federelement (10, 30, 40, 60, 70, 80) durch das Eingriffselement
(20, 50, 50', 50", 50"') in eine Richtung senkrecht zur Bewegungsrichtung der Laufschiene
(2) biegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingriffselement (20, 50, 50', 50", 50"') als v-förmiger Steg integral mit der
Führungsschiene (4) oder der Laufschiene (2) ausgebildet ist.
2. Auszugsführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Rasteinrichtung bezogen auf die eingebaute Position der Auszugsführung
(1) an einer Innenseite angeordnet ist.
3. Auszugsführung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (40, 60, 70, 80) als vertikaler Steg ausgebildet ist.
4. Auszugsführung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (10, 30, 40, 60, 70, 80) und/oder das Eingriffselement (20, 50,
50', 50", 50"') zumindest teilweise mit einem Gleitmittel beschichtet sind.
5. Auszugsführung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (10, 30, 40, 60, 70, 80) an der Laufschiene (2) stoffschlüssig festgelegt
ist.
6. Auszugsführung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Rastpositionen vorgesehen sind und zwei Federelemente (10, 30, 40, 60, 70, 80)
mit einem Eingriffselement (20, 50, 50', 50", 50"') oder zwei Eingriffselemente (20,
50, 50', 50", 50"') mit einem Federelement (10, 30, 40, 60, 70, 80) zusammenwirken.
7. Auszugsführung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (80) an der Laufschiene (2) fixiert ist und in Längsrichtung der
Laufschiene (2) über die Laufschiene (2) hervorsteht.
8. Auszugsführung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (80) als winkelförmige Platte mit einem biegbaren Federsteg (81)
und einem Halteabschnitt (82) ausgebildet ist und der Halteabschnitt (82) an der Laufschiene
(2) oder der Führungsschiene (4) festgelegt ist.
9. Auszugsführung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Halteabschnitt (82) sich in Längsrichtung der Führungsschiene (4) oder der Laufschiene
(2) erstreckt und nur im Bereich auf der zu dem biegbaren Federsteg (81) abgewandten
Hälfte an der Führungsschiene (4) oder der Laufscheine (2) festgelegt ist.
10. Auszugsführung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Federsteg (81) in einem Winkel zwischen 0,5° bis 15°, insbesondere 1° bis 10°,
zur Oberfläche der Laufschiene (2) oder der Führungsschiene (4) ausgerichtet ist,
an der das Eingriffselement (50) angeordnet ist.
11. Auszugsführung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Rasteinrichtungen vorgesehen sind, um die Laufschiene (2) in einer
vorbestimmten Position an der Führungsschiene (4) zu verrasten.
12. Auszugsführung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Rasteinrichtungen an gegenüberliegenden Seiten der Laufschiene (2) und/oder der
Führungsschiene (4) angeordnet sind.
13. Auszugsführung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Federelemente (80) der Rasteinrichtungen beide an der Laufschiene (2) festgelegt
sind.
14. Auszugsführung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass ein Federelement (80) der Rasteinrichtungen an der Laufschiene (2) und ein Federelement
(80) an der Führungsschiene (4) festgelegt ist.
15. Auszugsführung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Federelemente (80) in Längsrichtung der Laufschiene (2) versetzt angeordnet sind,
aber im Wesentlichen gleichzeitig verrastbar sind.
16. Backofen, mit einer Backofenmuffel, dadurch gekennzeichnet, dass an gegenüberliegenden Seiten der Backofenmuffel mindestens eine Auszugsführung nach
einem der vorhergehenden Ansprüche angeordnet ist, insbesondere an einem Seitengitter
festgelegt ist.