[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Wabenplatten gemäß des Oberbegriffs
des Anspruchs 1. Weiterhin betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung
eines Verfahrens nach Anspruch 1 gemäß des Oberbegriffs des Anspruchs 6. Für die Gestaltung
mobiler und immobiler Interieurs ist eine Substitution konventioneller Werkstoffe
durch Leichtbau-Verbundwerkstoffe zur Reduzierung von Material-, Fertigungs-, und
Transportkosten notwendig.
[0002] Eine Minimierung des Materialeinsatzes kann sich zudem positiv auf die Reziklierbarkeit
der Baustoffe auswirken und somit einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Diese Baustoffe
gilt es jedoch auch bezahlbar und qualitativ hochwertig zu produzieren, sodass eine
automatisierte Herstellung anzustreben ist. Papierwaben z.B. basieren dabei überwiegend
auf dem nachwachsenden Rohstoff Holz und sind weniger von Ressourcenverknappung betroffen
als fossile Rohstoffe und Metallrohstoffe. Sie sind kostengünstig, haben bei geringem
Materialeinsatz sehr gute mechanische Eigenschaften und ermöglichen daher eine vergleichsweise
große Gewichtsreduktion. Die miteinander konkurrierenden Ausführungsformen sind zum
einen die klassische Bienenwabenkonstruktion (honeycomb) sowie zum anderen die (Steg)
Wabenplatte.
[0004] DE10305747 beschreibt ein Werkstück mehrlagigen Längsschnitts, sowie ein Verfahren und eine
Vorrichtung zur dessen Herstellung.
[0005] DE3644419 offenbart ein Laser-Schneidsystem zum Schneiden von Flachmaterial.
[0006] DE19913830 lehrt Faltwaben aus Wellpappe sowie ein Verfahren und eine Vorrichtung zu deren Herstellung.
[0007] Der
DE4215261 liegt ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung eines Wabenkörpers zugrunde.
Hierzu wird ein Wabenkörper geschnitten, der an einen neu geschnittenen Wabenkörper
geklebt wird.
[0008] DE 19654672 zeigt ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung eines Wellkarton Wabenkerns
wobei eine Trennung der Wellkartons in Vorschubrichtung vorgeschlagen wird.
[0009] Im Stand von Wissenschaft und Technik ist dabei der Produktion von Wabenplatten gemein,
dass ein Ausgangsprodukt zu einem mechanisch vereinzelbaren Zwischenprodukt gefügt
werden muss, anschließend eine Vereinzelung durch einen mechanischen Trennprozess
vorgenommen werden muss und anschließend ein Trocknungsprozess eingeleitet wird, um
das Endprodukt zu erhalten.
[0010] Aufgabe der Erfindung ist es, die Nachteile des Standes von Wissenschaft und Technik
zu überwinden.
Diese Aufgabe löst die Erfindung durch ein Verfahren zur Herstellung von Wabenplatten,
wobei ein wabenstrukturiertes Ausgangsmaterial in einer Transportebene transportiert
wird, anschließend entlang einer Trennebene getrennt wird, der erhaltene Wabenstreifen
als Basisstreifen zur Erzeugung der Wabenstruktur dient und wenigstens ein weiterer
Wabenstreifen auf den Basisstreifen gefügt und in einer Stapelebene gestapelt wird
und als neuer Basisstreifen für einen darauf folgenden Erweiterungsschritt zur Verfügung
steht, wobei Transport- und Stapelebene nahezu parallel verlaufen und beide nahezu
senkrecht zur Trennebene ausgerichtet sind und die vor dem Fügeprozess durch den Trennprozess
erzeugte Materialstärke der Endstärke der zu erzeugenden Wabenplatte entspricht.
[0011] Unter einer Wabenplatte ist dabei ein Sandwichbauteil aus Wabenstreifen zu verstehen,
bei dem parallel verlaufende Stegelemente durch hierzu nicht parallel verlaufende
Materialstreifen miteinander verbunden sind.
[0012] Unter wabenstrukturiertes Ausgangsmaterial ist dabei ein Ausgangsmaterial zu verstehen,
das aus wenigstens einem Stegelement besteht und hierauf nicht parallel verlaufende
Materialstreifen miteinander verbunden sind.
[0013] Unter Transportebene ist die Ebene zu verstehen, in der das Ausgangsmaterial bewegt
wird. Unter Stapelebene ist die Ebene zu verstehen, auf der die Wabenstreifen durch
ein Aufeinanderfügen die Wabenplatte bilden.
[0014] Der Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, dass kein vereinzelbares Zwischenprodukt
gefügt werden muss, sodass auch nichtmechanische Trennprozesse eingesetzt werden können
und ein anschließender Trocknungsprozess entfällt. Dem Stand von Wissenschaft und
Technik folgend werden entsprechende Wabenplatten zu einem Block gefügt, der dann
durch einen mechanischen Sägeprozess vereinzelt wird. Der Wegfall dieses produktionstechnischen
Zwischenschritts hat dabei nicht nur den Vorteil dass ein solcher Block erst einmal
nicht erzeugt werden muss, sondern den zusätzlichen Vorteil, dass ein nicht zu erzeugender
Block als solcher auch nicht vereinzelt werden muss; -denn die Vereinzelung eines
solchen Blockes kann wirtschaftlich nur durch mechanische Trennprozesse, wie zum Beispiel
dem eines Sägens, vorgenommen werden.
[0015] Dadurch, dass auf eine solche Blockherstellung verzichtet wird, können somit Trennprozesse,
wie zum Beispiel der Einsatz eines Lasers, eines Elektronenstrahls, Plasmas oder eines
Wasserstrahls realisiert werden.
[0016] Besonders vorteilhaft ist es somit einen Trennprozess vorzunehmen, der durch ein
nichtmechanisches Trennverfahren durchgeführt wird.
[0017] Der Einsatz dieser nichtmechanischen Trennprozesse hat den Vorteil, im Gegensatz
zu den mechanischen Trennprozessen nahezu kraftfrei Schnittflächen erzeugen zu können.
Hierdurch können Quetschungen der Wabenstrukturen verhindert werden. Grate in den
Trennzonen entstehen zudem nur in minimalster Form. Hinzu kommt, dass beim Einsatz
eines mechanischen Trennprozesses das Trennwerkzeug verschleißt, was eben beim Einsatz
nichtmechanischer Trennprozesse entfällt. Vorzugsweise ist dabei der Trennprozess
durch einen Laserstrahl vorzunehmen, da ein solcher nahezu gratfreie Schnittflächen
erzeugt. Zudem ist eine entsprechende Laserschneidtechnologie vergleichsweise preiswert
und kann im Gegensatz zur Verwendung mechanischer Trennprozesse spanlos vorgenommen
werden.
[0018] Den erfindungsgemäßen Verfahren immanent ist dabei, dass der erzeugte Wabenstreifen
nach dem Trennprozess auf den vorherig erzeugten und mit Fügematerial (z.B. Klebstoff)
versehenen Wabenstreifen gepresst wird. Unter "pressen" in diesem Sinne ist dabei
jede Form des Aufeinanderzuführens zweier Fügeflächen bis zum physischen Kontakt zu
verstehen. Dies hat den Vorteil, dass unmittelbar nach dem Trennprozess ein Fügeprozess
vorgenommen wird, der die Grundlage der Herstellung der Wabenplatte darstellt. Hierdurch
wird einem Verrutschen der einzelnen Wabenstreifen entgegengewirkt und durch die Druckbeaufschlagung
zusätzlich eine Zentrierung des Wabenstreifens vorgenommen.
[0019] Selbstverständlich kann hierdurch die Positionierung zweier aufeinanderfolgender
Wabenstreifen so vorgenommen werden, dass diese innerhalb des Herstellungsprozesses
definiert wechselnd vorgenommen werden kann. Zum Beispiel können die Streifen so ausgerichtet
werden, dass Höhen und Täler einer Welle so aufeinander ausgerichtet werden, dass
Höhen und Täler nahezu in einer Ebene liegen. Selbstverständlich ist auch eine beliebig
definierte Phasenverschiebung von Höhen und Tälern realisierbar.
[0020] Durch die reproduzierbare Ausrichtung der einzelnen Wabenstreifen zueinander kann
die Steifigkeit und damit die Belastbarkeit des erzeugten Endprodukts erhöht werden
und damit die mechanischen Eigenschaften optimiert werden. So können Knick- und Biegefestigkeiten
gezielt beeinflusst werden.
[0021] Nach einem weiteren Aspekt überwindet die Erfindung die Nachteile von Wissenschaft
und Technik durch eine Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens aus einer Transportvorrichtung,
die wiederum aus einer Schub- und oder Zugeinheit besteht, einer Anpresseinheit, einer
Trenneinheit, einer Fügeeinheit und einer Führungseinheit, bei der die Anpresseinheit
aus wenigstens zwei starr miteinander verbundenen Führungselementen besteht.
[0022] Unter Transportvorrichtung ist dabei eine Vorrichtung zu verstehen die aus einer
Schub- und oder Zugeinheit sowie einer Auflagefläche für das Ausgangsmaterial besteht.
Dabei kann nur eine Einheit richtungsabhängig gleichzeitig ziehen und schieben.
[0023] Unter Zugeinheit ist eine Vorrichtung zu verstehen, die das Ausgangsmaterial in Richtung
der Förderrichtung zieht. Eine solche Zugeinheit kann dabei aus einer tangential zur
Stegfläche des Ausgangsmaterials verlaufenden Walze oder einem mit einer Walze angetriebenen
Band bestehen, die durch eine, von der gegenüberliegenden Seite in ein Wellental mündende
Antriebseinheit, gekontert wird. Um horizontale Verschiebungen der Transportvorrichtung
realisieren zu können, ist diese natürlich auch in der Transportebene horizontal verschiebbar.
[0024] Unter Schubeinheit ist eine Vorrichtung zu verstehen, die das Ausgangsmaterial in
Förderrichtung schiebt. Eine Schubeinheit kann in der gleichen Form ausgeführt werden
wie eine Zugeinheit.
[0025] Unter Trenneinheit ist wiederum eine Vorrichtung zur verstehen, die beweglich zur
Transportvorrichtung ist und mit einem Trennwerkzeug ausgestattet ist.
[0026] Unter Fügeeinheit ist eine Vorrichtung zu verstehen, die beweglich zur Transportvorrichtung
Wabenstreifen miteinander verfügt. Dies kann im jeweiligen Fall eine Rolle sein, die
kontinuierlich Klebstoff auf die Stege der Wabenstreifen aufbringt.
[0027] Unter Führungseinheit ist eine Vorrichtung zu verstehen, die die zu bildende Wabenplatte
führt und geometriebedingt formt. Diese kann als Schacht ausgeführt werden. Die Breite
des Schachts wiederum kann durch eine Justiervorrichtung bestimmt werden.
[0028] Unter Anpresseinheit ist eine, zur Transportvorrichtung bewegliche Vorrichtung zu
verstehen, die aus wenigstens zwei Führungselementen besteht und eine Kraft auf diese
überträgt.
[0029] Unter einem Führungselement ist dabei eine Vorrichtung zu verstehen, die Eingangs-
und Ausgangsmaterial im Hinblick auf deren Verarbeitung ausrichtet und führt.
[0030] Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist dabei ein solches Führungselement drehbar
ausgeführt. An der Kontaktfläche zwischen Führungselement und entstehender Wabenplatte
kann die Oberfläche des Führungselementes geometriebedingt in das Wellenprofil der
entstehenden Wabenplatte greifen. Aber auch ein Abrollvorgang des Führungselements
auf den Wellenhöhen kann zielführend sein. Hierbei kann eine entsprechend starre Verbindung
zwischen den Führungselementen Kräfte in allen drei Fertigungsachsen übertragen, so
dass nicht nur Antriebskräfte, sondern auch Zentrierkräfte gleichmäßig auf die Führungselemente
übertragen werden können. Durch die Ausführung als starre Verbindung zwischen den
Führungselementen besteht die Möglichkeit diese in einem definierten Abstand mit der
Trennvorrichtung zu koppeln.
[0031] Vorzugsweise sind dabei beide Führungselemente drehbar und nahezu gleich ausgeführt
und mit der sie verbindenden Vorrichtung so gelagert, dass beide Führungselemente
sich gegenüber ihrer Lagerung im statischen Gleichgewicht befinden. Hierdurch besteht
die Möglichkeit die Führungselemente als Führungsrolle für einen richtungsabhängigen
Fertigungsprozess einzusetzen. Das jeweilige Führungselement kann dabei richtungsabhängig
eingesetzt werden. D.h. Während des Fertigungsprozesses, der von der linken zur rechten
Seite vorgenommen wird, ist immer das gleiche Führungselement im Eingriff, während
von der rechten zur linken Seite ein anderes Führungselement aktiv am Fertigungsprozess
beteiligt ist.
[0032] Ein weiterer Vorteil der symmetrischen Ausführung ist, dass eine Krafteinbringung
in den statischen Mittelpunkt der Verbindung der Führungselemente vorgenommen werden
kann und hierdurch, unabhängig vom sich im Fertigungsprozess befindenden Führungselement,
jeweils dieselbe Kraft bzw. dasselbe Moment auf das sich im Fertigungsprozess befindenden
Führungselement übertragen werden kann. Dabei kann vorzugsweise im statischen Mittelpunkt
der starr miteinander verbundenen Führungselemente ein Drehmomentgeber vorgesehen
werden, der je nach Bedarf eine Kraft bzw. ein Drehmoment in die Führungselemente
einleitet.
[0033] Vorteilhaft hat sich dabei eine Ausführung in Rollenform bewährt. Aber auch verzahnte
Ausführungsformen, bei denen jeder einzelne Zahn in Höhen und oder Täler der Eingangs-
und Ausgansmaterialien greifen sind denkbar. Bei einer Ausführungsform als Zahnrad
können dessen Zähne in Strukturierungen z.B. Höhen und Täler des Ausgangsmaterials
eingreifen und hierdurch Zentrierungen und Verschiebungen in Form von horizontalen
Ausrichtungen realisieren.
[0034] Ganz besonders vorteilhaft ist dabei, wenn Anpress-, Trenn-, Füge- und Führungseinheit
starr miteinander verbunden sind und sie sich relativ zur Transportvorrichtung verschieben
lassen. Hierdurch können Anpress-, Trenn- und Fügeeinheit durch eine Vorrichtung gelagert,
geführt und angetrieben werden. Dadurch, dass diese gegenüber der Transportvorrichtung
verschiebbar ausgeführt ist, kann eine streifenförmige Vereinzelung realisiert werden,
die das Ausgangsprodukt der Wabenplatte darstellt.
[0035] Wird dabei die Führungseinheit als Schacht vorgesehen, der als führende Aufnahme
für die zu erzeugende Wabenplatte ausgeführt ist, kann sogar abhängig vom Gewicht
des Streifens nur durch dessen Schwerkraft ein Stapelprozess vorgenommen werden, indem
die Anpresseinheit den vereinzelten Wabenstreifen auf einer Ablagefläche ablegt. Eine
besonders bevorzugte Ausführung besteht darin, die Justiervorrichtung und die Führungseinheit
relativ zueinander verfahrbar zu gestalten. So kann dabei eine entsprechende Ablagefläche
senkrecht zur Stapelebene verschiebbar ausgeführt werden, sodass die oberste Lage
einer nach jedem Vereinzelungsschritt wachsende Wabenplatte stets den gleichen Abstand
zur Anpresseinheit aufweist.
[0036] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Beispielen und zugehörigen Abbildungen
näher erläutert. Dies dient allein der Veranschaulichung der Erfindung ohne Beschränkung
der Allgemeinheit.
Figur 1 veranschaulicht das grundsätzliche Prinzip der Erzeugung der Wabenplatten
in einer dreidimensionalen Zeichnung.
Figur 2 zeigt eine dreidimensionale Ansicht der Wabenplattenerzeugung durch die Vorrichtung.
Figur 3 zeigt eine dreidimensionale Ansicht der Vorrichtung mit Ausgangsmaterial und
verfahrbarem Trennwerkzeug, Führungselementen und Fügeeinheit.
Figur 4 zeigt eine Seitenansicht der gesamten Vorrichtung der Transportvorrichtung
mit Antriebseinheit.
Figur 5 zeigt eine Vorderansicht der Vorrichtung mit gekippten Führungselementen.
FIG 6 zeigt dieselbe Ansicht wie Figur 5 mit entgegengesetzt gekippten Führungselementen.
[0037] In Figur 1 wird ein Ausgangsmaterial (2) mit ausgerichtetem Stegelement (3) dreidimensional
gezeigt. Auf dem Stegelement (3) sind wellenförmige Wabenstrukturen (1) aufgebracht.
Ein Wabenstreifen (4) wird vom Ausgangsmaterial (2) zur zu generierenden Wabenplatte
(5) geführt. Wellentäler und Höhen liegen bei der zu generierenden Wabenplatte jeweils
in einer Ebene.
[0038] Die Kombination aus Trenn- und Stapelvorgang (Transformation) wird durch den vom
Ausgangsmaterial (2) abgetrennten Wabenstreifen (4), der auf der Wabenplatte (5) abgelegt
wird veranschaulicht.
[0039] In Figur 2 werden das Ausgangsmaterial und die zu generierende Wabenplatte aus Fig.
1 gezeigt. Hinzu kommen eine Anpresseinheit (10) aus zwei rollenförmigen, starr miteinander
verbundenen Führungselementen (8), eine Trenneinheit (6), und eine Fügeeinheit (9).
Die Trenneinheit (6) ist hier über eine lineare Führung (7) parallel zur Fördervorrichtung
(F) positioniert und mit einem Laserschneidkopf ausgeführt. Die starre Verbindung
der Führungselemente (8) ist mittig gelagert. Das Ausgangsmaterial (2) wird horizontal
rechtwinklig zur zu erzeugenden Wabenplatte (5) geschoben.
[0040] In Figur 3 wird eine dreidimensionale Ansicht der Vorrichtung mit Ausgangsmaterial
(2) und verfahrbarer Trenneinheit (6), Führungselementen (8), Auflagefläche (11) und
Fügeeinheit (9) gezeigt.
[0041] In Figur 4 sind die Zug- u.o. Schub- (12), - und Führungseinheit (15) der Vorrichtung
dargestellt. Dabei wird das Ausgangsmaterial (2) über eine Auflagefläche (11) an die
Zug- o. Schubeinheit (12) herangeführt, welche das Ausgangsmaterial (2) in Richtung
Trenneinheit (6) fördert. Hier drückt ein Führungselement (8) mit einer Kontaktfläche,
die der Breite des Streifens entspricht auf das Ausgangsmaterial (2), während gleichzeitig
die Trenneinheit (6) den Wabenstreifen (4) abtrennt. Die Anpresseinheit (10) fährt
bis zum Ende des Ausgangsmaterials (2) und trennt einen Wabenstreifen (4) ab. Die
Fügeeinheit (9) verfügt den abgetrennten Wabenstreifen (4) und die Wabenplattentransporteinheit
(14) und fördert die entstehende Wabenplatte (5) von Trenn (6)-, Füge (9) -, und Anpresseinheit
(10) zur Generierung der Wabenplatte (5) in eine Führungseinheit (15), die hier schachtförmig
ausgebildet ist. Dabei wird die zu generierende Wabenplatte (5) durch eine Wabenplattentransporteinheit
(14) vom Trennbereich wegbewegt. Dabei ist die Transporteinheit (14) in Rollen und
oder Walzenform vorgesehen. Die schachtförmige Führungseinheit (15) ist im Hinblick
auf ihre Führungsbreite durch eine Justiervorrichtung (13) justierbar ausgeführt,
was so viel bedeutet, dass eine Schachtwand verfahrbar ausgeführt ist.
Hierdurch können verschieden dicke Wabenplatten (5) mit ein und derselben Maschine
erstellt werden. Aber auch während des Generierungsprozesses kann zu Zentrierungszwecken
durch die Justiervorrichtung (13) ein horizontaler Anpressdruck auf die zu generierende
Wabenplatte (2) ausgeübt werden. Sodass zunächst das Abtrennen des Wabenstreifens
(4) erfolgt, dieser auf bestehende Wabenstreifen (4) gefügt wird, die Justiervorrichtung
(13) den Anpressdruck auf die Wabenplatte (5) reduziert, durch die Wabenplattentransporteinheit
(14) vom Trennbereich wegbewegt wird, die Justiervorrichtung (13) den Druck wieder
aufbaut und ein weiterer Streifen (4) vom Ausgangsmaterial getrennt wird.
[0042] In Figur 5 und Figur 6 wird der Fertigungsprozess aus der Vorderansicht gezeigt.
[0043] Dabei fährt die mit der Anpresseinheit (10) gekoppelte Trenneinheit (6), Fügeeinheit
(9) und Führungseinheit (15) entlang der Führung (7) über das Ausgangsmaterial (2),
während die Trenneinheit (6) einen Wabenstreifen (4) abtrennt. Indem dieser vom Ausgangsmaterial
(2) gelöst wurde, wird er durch den Druck des Führungselements (8) auf die bestehenden,
bereits gefügten Wabenstreifen (4) gedrückt und durch die Fügeeinheit (9) mit den
bestehenden Wabenstreifen (4) verfügt. Die Anpresseinheit (10) fährt bis zum Ende
des Ausgangsmaterials (2) und wird durch die Einbringung eines Kippmoments im Schwerpunkt
der Anpresseinheit (10) gekippt, sodass nunmehr das andere Führungselement (8) auf
dem "Rückweg" den gleichen Fertigungsprozess vornehmen kann, sodass Leerfahrten entfallen.
[0044] In Figur 6 wird die "Rückfahrt" von Anpress (10)- Trenn (6)- Führungs (7)- und Fügeeinheit
(9) gezeigt. Für die Einzelheiten des Fertigungsprozesses gelten die gleichen Bedingungen
wie die unter FIG 5 beschriebenen.
Bezugszeichenliste:
[0045]
- F
- Förderrichtung
- T
- Transportebene
- t
- Trennebene
- S
- Stapelebene
- 1
- wellenförmige Wabenstruktur
- 2
- Ausgangsmaterial
- 3
- Stegelement
- 4
- Wabenstreifen
- 5
- Wabenplatte
- 6
- Trenneinheit
- 7
- Führung
- 8
- Führungselement
- 9
- Fügeeinheit
- 10
- Anpresseinheit
- 11
- Auflagefläche
- 12
- Zug- o. Schubeinheit
- 13
- Justiervorrichtung
- 14
- Wabenplattentransporteinheit
- 15
- Führungseinheit
1. Verfahren zur Herstellung von Wabenplatten (5) wobei ein wabenstrukturiertes Ausgangsmaterial
(2) in einer Transportebene (T) transportiert wird, anschließend entlang einer Trennebene
(t) getrennt wird, der erhaltene Wabenstreifen (4) als Basisstreifen zur Erzeugung
der Wabenstruktur (1) dient und wenigstens ein weiterer Wabenstreifen (4) auf den
Basisstreifen gefügt und in einer Stapelebene (S) gestapelt wird und als neuer Basisstreifen
für einen darauf folgenden Erweiterungsschritt zur Verfügung steht,
wobei Transport (T)- und Stapelebene (S) nahezu parallel verlaufen und beide nahezu
senkrecht zur Trennebene (t) ausgerichtet sind dadurch gekennzeichnet, dass
die vor dem Fügeprozess durch den Trennprozess erzeugte Materialstärke der Endstärke
der zu erzeugenden Wabenplatte (5) entspricht.
2. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch
dadurch gekennzeichnet, dass
der Trennprozess durch ein nichtmechanisches Trennverfahren durchgeführt wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, dass
der Trennprozess durch einen Laserstrahl vorgenommen wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, dass
der erzeugte Wabenstreifen (4) nach dem Trennprozess auf den vorherig erzeugten und
mit Fügematerial versehenen Wabenstreifen (4) gepresst wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, dass
die Positionierung zweier aufeinanderfolgender Wabenstreifen (4) innerhalb des Herstellungsprozesses
definiert wechselnd vorgenommen werden kann.
6. Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche
bestehend aus:
einer Transportvorrichtung bestehend aus Schub- und oder Zugeinheit (12), einer Anpresseinheit
(10), einer Trenneinheit (6), einer Fügeeinheit (9), einer Führungseinheit (15)
dadurch gekennzeichnet, dass
die Anpresseinheit (10) aus wenigstens zwei starr miteinander verbundenen Führungselementen
(8) besteht.
7. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch
dadurch gekennzeichnet, dass
beide Führungselemente (8) drehbar und nahezu gleich ausgeführt sind und die verbindende
Vorrichtung so gelagert ist, dass beide Führungselemente (8) sich gegenüber ihrer
Lagerung im statischen Gleichgewicht befinden.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, dass
Anpress- (10) Trenn- (6) und Fügeeinheit (9) starr miteinander verbunden sind und
sich relativ zur Zug- und oder Schubeinheit (12) bewegen lassen.
9. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch
dadurch gekennzeichnet, dass
die Führungseinheit (15) als Schacht vorgesehen ist, der als führende Aufnahme für
die zu erzeugende Wabenplatte (5) ausgeführt ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, dass
die Justiervorrichtung (13) und Führungseinheit (15) relativ zueinander verfahrbar
ausgeführt sind.