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EP 3 128 268 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.04.2025 Patentblatt 2025/17 |
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Anmeldetag: 14.06.2016 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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TRANSPORTBEHÄLTER ZUM TRANSPORT VON TEMPERATUREMPFINDLICHEM TRANSPORTGUT
TRANSPORT CONTAINER FOR TRANSPORTING TEMPERATURE-SENSITIVE PRODUCTS
CONTENEUR DE TRANSPORT POUR TRANSPORTER DES MARCHANDISES SENSIBLES À LA TEMPÉRATURE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
04.08.2015 AT 5182015
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.02.2017 Patentblatt 2017/06 |
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Patentinhaber: REP IP AG |
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6300 Zug (CH) |
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Erfinder: |
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- ROS, Nico
CH-4125 Riehen (CH)
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Vertreter: SONN Patentanwälte GmbH & Co KG |
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Riemergasse 14 1010 Wien 1010 Wien (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A1-2015/055836 DE-A1- 4 142 843 GB-A- 1 569 134 JP-A- H07 253 264 US-B2- 9 038 412
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WO-A2-02/37195 DE-C- 737 605 JP-A- H05 264 153 US-B1- 6 666 032
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Transportbehälter zum Transport von temperaturempfindlichem
Transportgut umfassend einen Innenraum zur Aufnahme des Transportguts und eine den
Innenraum umschließende Hülle, die eine Wärmedämmung umfasst, wobei wenigstens ein
Latentwärmespeicher und wenigstens ein aktives Temperierelement vorgesehen sind, um
den Innenraum zu temperieren.
[0002] Beim Transport von temperaturempfindlichem Transportgut, wie z.B. Arzneimitteln,
über Zeiträume von mehreren Stunden oder Tagen müssen vorgegebene Temperaturbereiche
bei der Lagerung und dem Transport eingehalten werden, um die Verwendbarkeit und die
Sicherheit des Arzneimittels zu gewährleisten. Für verschiedene Arzneimittel sind
Temperaturbereiche von 2 bis 25°C, insbesondere 2 bis 8°C als Lager- und Transportbedingungen
festgeschrieben.
[0003] Der gewünschte Temperaturbereich kann oberhalb oder unterhalb der Umgebungstemperatur
liegen, sodass entweder eine Kühlung oder eine Beheizung des Innenraums des Transportbehälters
erforderlich ist. Wenn sich die Umgebungsbedingungen während eines Transportvorgangs
ändern, kann die erforderliche Temperierung sowohl ein Kühlen als auch ein Beheizen
umfassen. Damit der gewünschte Temperaturbereich beim Transport permanent und nachweislich
eingehalten wird, werden Transportcontainer mit besonderem Isolationsvermögen eingesetzt.
Diese Container werden mit passiven oder aktiven Temperierelementen ausgestattet.
Passive Temperierelemente erfordern während der Anwendung keine externe Energiezufuhr,
sondern nützen ihre Wärmespeicherkapazität, wobei es je nach Temperaturniveau zu einer
Abgabe oder einer Aufnahme von Wärme an den bzw. aus dem zu temperierenden Transportbehälterinnenraum
kommt. Solche passiven Temperierelemente sind jedoch erschöpft, sobald der Temperaturausgleich
mit dem Transportbehälterinnenraum abgeschlossen ist.
[0004] Eine besondere Form von passiven Temperierelementen sind Latentwärmespeicher, die
thermische Energie in Phasenwechselmaterialien speichern können, deren latente Schmelzwärme,
Lösungswärme oder Absorptionswärme wesentlich größer ist als die Wärme, die sie aufgrund
ihrer normalen spezifischen Wärmekapazität speichern können. Nachteilig bei Latentwärmespeichern
ist der Umstand, dass sie ihre Wirkung verlieren, sobald das gesamte Material den
Phasenwechsel vollständig durchlaufen hat. Durch Ausführen des gegenläufigen Phasenwechsels
kann der Latentwärmespeicher jedoch wieder aufgeladen werden.
[0005] Aktive Temperierelemente benötigen für Ihren Betrieb eine externe Energiezufuhr.
Sie beruhen auf der Umwandlung einer nicht-thermischen Energieform in eine thermische
Energieform. Die Abgabe oder Aufnahme von Wärme erfolgt dabei zum Beispiel im Rahmen
eines thermodynamischen Kreisprozesses, wie z.B. mittels einer Kompressionskältemaschine.
Eine andere Ausbildung von aktiven Temperierelementen arbeitet auf Grundlage des thermoelektrischen
Prinzips, wobei sog. Peltier-Elemente eingesetzt werden.
[0006] Es sind bereits Transportcontainer bekannt geworden, bei denen aktive und passive
Temperierelemente so miteinander kombiniert werden, dass die aktiven Temperierelemente
dazu eingesetzt werden, um die Latentwärmespeicher bei Bedarf wieder aufzuladen. In
der
US 2015/166262 A1 wird ein Transportbehälter beschrieben, der in einem vom Aufnahmeraum für das Transportgut
gesonderten Containerbereich als Kühlelemente wirksame und als Heizelemente wirksame
Latentwärmespeicher angeordnet hat. Mittels eines Gebläses wird eine Luftzirkulation
erzeugt, bei der Luft wahlweise über die Oberfläche der als Kühlelemente oder über
die Oberfläche der als Heizelemente wirksamen Latentwärmespeicher geleitet wird und
die solcherart temperierte Luft in den Aufnahmeraum für das Transportgut transportiert
wird. In den Latentwärmespeicherelementen verlaufen Leitungen, die von aktiv gekühltem
oder erwärmtem Medium durchflossen werden können, um den Latentwärmespeicher wieder
aufzuladen. Die Leitungen sind Teil einer Kompressionskältemaschine, deren Komponenten
in einem eigenen Bereich des Transportcontainers angeordnet sein können.
[0007] Beim Gegenstand der
US 2004/226309 A1 wird Luft, die im Wärmeaustausch mit einer Kompressionskältemaschine gekühlt wurde,
in den Aufnahmeraum für das Transportgut geleitet, um das Transportgut dort zu kühlen.
Die gekühlte Luft kann dabei auch über Oberflächen eines Latentwärmespeichers geblasen
werden, um diesen aufzuladen, sodass eine Temperierung des Transportgutes auch nach
dem Abschalten des aktiven Temperierungssystems gewährleistet ist.
[0008] Die
WO 2004/080845 A1 beschreibt ebenfalls einen Transportcontainer mit aktiven und passiven Temperierelementen.
Die Hauptkühlung erfolgt mittels einer Kompressionskältemaschine. Als Backup-System
ist ein Latentwärmespeicher vorgesehen, der durch Wärmeaustausch mit der Kompressionskältemaschine
aufgeladen werden kann. Im passiven Backup-Betrieb wird Luft über Oberflächen des
Latentwärmespeichers geblasen, um mit der so temperierten Luft das Transportgut zu
temperieren.
[0009] US 9 038 412 B2 offenbart einen Kühlbehälter, der dafür ausgelegt ist, Eis zum Kühlen von Lebensmitteln
aufzunehmen. Um das Kühlelement für einen Verkaufszyklus aufzuladen, weist der Kühlbehälter
ein Kühlelement auf, in das Verdampferleitungen eines Kühlaggregats zur Kühlung des
Kühlelements eingelassen sind. Das Kühlelement ist weiters von einer Isolierung umgeben,
an deren Außenseite eine Kondensatorspule des Kühlaggregats angeordnet ist.
[0010] Ein Nachteil der beschriebenen Systeme liegt darin, dass die aktiven und/oder passiven
Temperierelemente in einem gesonderten, meist abgetrennten Bereich des Containers
angeordnet sind, sodass eine Luftzirkulation erzeugt werden muss, mit welcher der
Wärmetransport zwischen dem Aufnahmeraum für das Transportgut und den Temperierelementen
erfolgt. Zur Erzeugung der erforderlichen Luftzirkulation sind Gebläse notwendig,
die elektrische Energie verbrauchen, sodass entsprechende Speicherkapazitäten zur
Verfügung gestellt und mittransportiert werden müssen.
[0011] Weiters ist zu berücksichtigen, dass der Energieeintrag in den Transportbehälter
während des Transportes heterogen ist. Wird der Behälter Wärmestrahlung ausgesetzt,
ist der Energieeintrag im Bereich der Strahlungseinwirkung deutlich größer als in
den Bereichen, in welchen keine Strahlung auf den Behälter einwirkt. Dennoch muss
die Temperatur im Inneren des Behälters konstant und homogen innerhalb einer zulässigen
Bandbreite gehalten werden. Bei inhomogenem Energieeintrag besteht das Problem, dass
der Latentwärmespeicher nicht homogen aufgebraucht wird. Somit kommt es im Innenraum
des Transportbehälters nach einer gewissen Zeit zu lokalen Temperaturveränderungen.
Wenn die lokalen Temperaturveränderungen einen gewissen Schwellenwert über- oder unterschreiten,
ist das Transportgut nicht mehr geschützt.
[0012] Die Erfindung zielt daher darauf ab, die oben genannten Nachteile zu überwinden und
einen Transportbehälter dahingehend zu verbessern, dass der Stromverbrauch verringert,
ein kompakter und einfacher Aufbau geschaffen und die Fehleranfälligkeit reduziert
wird. Weiters sollen lokale Temperaturunterschiede im Innenraum des Transportbehälters
möglichst vermieden werden.
[0013] Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung bei einem Transportbehälter der eingangs
genannten Art im Wesentlichen vor, dass die Hülle mehrschichtig ausgebildet ist, wobei
die Wärmedämmung, der Latentwärmespeicher und das aktive Temperierelement als voneinander
gesonderte, übereinander liegende Schichten der Hülle ausgebildet sind. Der erfindungsgemäße
Schichtaufbau erlaubt es, den Latentwärmespeicher und die aktive Temperierung direkt
in die den Innenraum begrenzenden Wandelemente zu integrieren, wobei die einzelnen
Schichten durch Wärmeleitung mit dem Innenraum in Kontakt stehen, um diesen samt dem
darin befindlichen Transportgut zu temperieren. Eine Wärmeübertragung durch Konvektion,
d.h. durch aktives Umwälzen von Luft, ist daher nicht erforderlich, sodass auf die
hierfür notwendigen Gebläse und dgl. verzichtet werden kann. Dadurch können der Stromverbrauch
und die Fehleranfälligkeit reduziert werden. Weiters kann auf das Vorsehen eines gesonderten
Bereichs des Containers für die Anordnung von Kälteaggregaten und dgl. verzichtet
werden. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Dämmschicht zwischen der weiter außen
liegenden aktiven Temperierschicht und der weiter innen liegenden Latentwärmespeicherschicht
angeordnet ist. Diese Bauart mit einer außen angeordneten aktiven Temperierschicht
hat besondere Vorteile, wenn die aktive Temperierschicht Peltierelemente umfasst,
da diese eine starke externe Energieabgabe benötigen.
[0014] Die Integration des Latentwärmespeichers und des aktiven Temperierelements in Schichten
der den Innenraum begrenzenden Wände erleichtert weiters den Aufbau des Containers.
Die mehrschichtigen Wände können als vorgefertigte Module bereitgestellt werden, sodass
ein modulartiges Zusammensetzen von Transportbehältern ermöglicht wird.
[0015] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Ausbildung liegt in der gleichmäßigen
Wärmeeinbringung in den Innenraum und in der großen Oberfläche, die für die Wärmeübertragung
zur Verfügung steht. Eine bevorzugte Ausführung sieht in diesem Zusammenhang vor,
dass die Latentwärmespeicherschicht, die Dämmschicht und die aktive Temperierschicht
den Innenraum jeweils vollständig umschließen.
[0016] Die mit dem aktiven Temperierelement versehene Schicht, d.h. die Temperierschicht,
kann eingesetzt werden, um die Latentwärmespeicherschicht bei Bedarf aufzuladen. Alternativ
oder zusätzlich kann die Latentwärmespeicherschicht aber auch dazu eingesetzt werden,
um den Innenraum des Behälters direkt zu temperieren.
[0017] Im Rahmen der Erfindung ist es nicht zwingend, dass die drei Schichten, d.h. die
Dämmschicht, die Latentwärmespeicherschicht und die aktive Temperierschicht unmittelbar
aufeinander angeordnet sind, d.h. direkt aufeinanderliegen. Jeweils zwei Schichten
können auch unter Zwischenschaltung einer weiteren Schicht miteinander verbunden sein.
Bei der weiteren Schicht kann es sich um eine Klebstoffschicht handeln, die dazu dient
die zwei Schichten miteinander zu verbinden, oder um eine funktionale Schicht.
[0018] Weiters ist die Erfindung nicht darauf beschränkt, dass der Schichtaufbau der Hülle
lediglich eine einzige Latentwärmespeicherschicht, Dämmschicht und aktive Temperierschicht
umfasst. Vielmehr sind auch Ausführungen denkbar, bei der zwei oder mehrere Latentwärmespeicherschichten,
zwei oder mehrere Dämmschichten und/oder zwei oder mehrere aktive Temperierschichten
vorgesehen sind.
[0019] Eine bevorzugte Ausbildung sieht vor, dass wenigstens zwei der drei Schichten (Latentwärmespeicherschicht,
Dämmschicht, Temperierschicht), insbesondere alle drei übereinander liegende Schichten,
in wärmeleitender Verbindung zueinander, insbesondere in vollflächigem Kontakt miteinander
stehen.
[0020] In besonders einfacher Weise ist der Transportbehälter quaderförmig ausgebildet und
die Hülle besteht aus sechs Wänden, von denen jede Wand wenigstens dreischichtig ausgebildet
ist und eine Latentwärmespeicherschicht, eine Dämmschicht und eine aktive Temperierschicht
umfasst. Eine der sechs Wände kann hierbei als Tür ausgebildet sein.
[0021] Der erfindungsgemäße Transportbehälter kann als genormter ISO-Container (20 oder
40 Fuß) oder als Luftfrachtcontainer, insbesondere als genormtes "Unit Load Device"
ausgebildet sein, wobei die Containerwände, d.h. die Außenwände des Behälters den
erfindungsgemäßen Schichtaufbau aufweisen.
[0022] Bei der aktiven Temperierschicht handelt es sich bevorzugt um eine solche zur Umwandlung
von elektrischer Energie in abzugebende oder aufzunehmende Wärme. Zum Zwecke der Zufuhr
der erforderlichen elektrischen Energie ist der Transportbehälter an seiner Außenseite
bevorzugt mit Verbindungsmitteln, insbesondere einer Steckdose, zum elektrischen Verbinden
einer externen Stromquelle ausgestattet. Sobald eine externe Stromquelle zur Verfügung
steht, kann die aktive Temperierschicht somit in Betrieb genommen werden.
[0023] Weiters kann vorgesehen sein, dass der Transportbehälter einen elektrischen Energiespeicher,
wie z.B. einen Akkumulator, aufweist, der von einer externen Stromquelle speisbar
ist. Der elektrische Energiespeicher kann dabei angeordnet sein, um die Steuerungs-
und ggf. Temperaturüberwachungselektronik des Transportbehälters mit elektrischer
Energie zu versorgen. Weiters kann der elektrische Energiespeicher mit der aktiven
Temperierschicht verbunden sein, um diese bei Bedarf mit elektrischer Energie zu versorgen.
Dadurch wird ein zumindest kurzzeitiger Betrieb der aktiven Temperierschicht auch
während des Transports möglich, wenn keine externe Stromquelle vorhanden ist.
[0024] Eine bevorzugte Ausbildung sieht vor, dass die aktive Temperierschicht Peltierelemente,
einen mit einem thermodynamischen Kreisprozess, insbesondere einer Kompressionskältemaschine
zusammenwirkenden Wärmetauscher oder eine Magnetkühlung aufweist. Besonders bevorzugt
kommen Peltierelemente zum Einsatz, weil diese kleinbauend ausgeführt werden können
und in einfacher Weise in die Temperierschicht integriert werden können. Die Temperierschicht
umfasst bevorzugt eine Mehrzahl von Peltierelementen, deren kalte und warme Seite
jeweils mit einem gemeinsamen plattenförmigen Wärmeleitelement verbunden ist. Die
plattenförmigen Wärmeleitelemente bilden somit die Ober- und die Unterseite der Temperierschicht
und tragen dazwischen angeordnete Peltierelemente.
[0025] Als zusätzliche Maßnahme, um die negativen Effekte von heterogen von außen einwirkender
Energie zu vermeiden, kann bevorzugt vorgesehen sein, dass weiters eine Energieverteilschicht
aus einem stark wärmeleitenden Material zur gleichmäßigen Verteilung von von außen
auf den Behälter einwirkender thermischer Energie innerhalb der Energieverteilschicht
angeordnet ist, wobei die Energieverteilschicht bevorzugt weiter außen als die Latentwärmespeicherschicht
angeordnet ist. Die Energieverteilschicht hat bevorzugt eine Wärmeleitfähigkeit von
λ > 100 W/(m.K), bevorzugt
λ > 200 W/(m.K).
[0026] Um eine Homogenisierung der im Innenraum des Transportbehälters herrschenden Temperatur
zu erreichen, kann alternativ oder zusätzlich eine Energieverteilschicht an der dem
Innenraum zugewandten Seite der Latentwärmespeicherschicht angeordnet sein. Die Energieverteilschicht
hat bevorzugt eine Wärmeleitfähigkeit von
λ > 100 W/(m.K), bevorzugt
λ > 200 W/(m.K).
[0027] Um eine möglichst gleichmäßige Energieverteilung im Innenraum zu begünstigen, ist
die innerste Schicht der Behälterwandung bevorzugt mit einem hohen Emissionsgrad und/oder
einer hohen Wärmeleitfähigkeit ausgebildet. Hinsichtlich der Wärmeleitfähigkeit kann
die innerste Schicht als Energieverteilschicht wie oben erwähnt ausgebildet sein (Wärmeleitfähigkeit
von
λ > 100 W/(m.K), bevorzugt
λ > 200 W/(m.K)). Bei der innersten Schicht handelt es sich um die direkt mit dem Innenraum
in Kontakt befindliche bzw. diesen begrenzende Schicht. Um die Energieentnahme aus
dem Innenraum bzw. die Energiezufuhr in den Innenraum hierbei in genügendem Umfang
gegen zu gewährleisten so, dass z.B. zu warm eingeladenes Transportgut ohne Konvektion
heruntergekühlt werden kann oder der ganze Innenraum für das Transportgut genutzt
werden kann, ist die Beschaffenheit der innersten Sicht maßgebend. Diese kann so behandelt
sein, dass die Wärmestrahlung erhöht wird, wobei das Erzielen eines Emissionsgrads
von >0.1, bevorzugt zwischen 0,5 und 1 bevorzugt ist. Die Erhöhung des Emissionsgrads
kann durch eine Behandlung der Oberfläche erfolgen, z.B. bei Metallen durch Anschleifen
oder Lackierung, bei Aluminium durch Chromatierung. Alternativ oder zusätzlich kann
die Wärmeübertragung zwischen der innersten Sicht und dem Transportgut bzw. der Innraumluft
erhöht werden, indem die Oberfläche durch Strukturen vergrößert wird, wie z.B. Wellen
mit einem Radius von min. 5mm, idealerweise sollte die Oberfläche um mindestens 30%
vergrößert werden.
[0028] Die Latentwärmespeicherschicht ist bevorzugt als flächiger chemischer Latentwärmespeicher
ausgebildet, wobei bezüglich des den Latentwärmespeicher bildenden Mediums herkömmliche
Ausbildungen verwendbar sind. Bevorzugte Medien für die Latentwärmespeicher sind Paraffine
und Salzmischungen. Der Phasenübergang des Mediums liegt vorzugsweise im Temperaturbereich
von 0-10°C oder zwischen 2-25°C.
[0029] Die Dämmschicht ist bevorzugt als Vakuumdämmung ausgebildet. Die Dämmschicht umfasst
hierbei bevorzugt wenigstens einen Hohlraum, der evakuiert ist. Alternativ kann der
wenigstens eine Hohlraum mit einem Gas gefüllt sein, dass schlecht wärmeleitend ist.
Weiters kann die Dämmschicht eine wabenartige Struktur aufweisen. Eine vorteilhafte
Ausbildung ergibt sich, wenn die Dämmschicht eine Vielzahl von insbesondere wabenförmigen
Hohlkammern aufweist, wobei ein Wabenstrukturelement gemäß der
WO 2011/032299 A1 besonders vorteilhaft ist.
[0030] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten
Ausführungsbeispiels näher erläutert.
[0031] In Fig. 1 ist ein quaderförmiger Transportbehälter 1 dargestellt, dessen Wände mit
2, 3, 4, 5 und 6 bezeichnet sind. An der sechsten Seite ist der Transportbehälter
1 offen dargestellt, damit der Schichtaufbau der Wände ersichtlich wird. Die offene
Seite kann beispielsweise mittels einer Tür geschlossen werden, die denselben Schichtaufbau
aufweist wie die Wände 2, 3, 4, 5 und 6. Die sechs Wände des Transportbehälters 1
wiesen alle denselben Schichtaufbau auf. Der Schichtaufbau umfasst eine äußere Schicht
7, eine mittlere Schicht 8 und eine innere Schicht 9.
[0032] Gemäß der Erfindung ist die Schicht 7 ein aktives Temperierelement, wie z.B. eine
mit Peltierelementen versehene Schicht, die Schicht 8 eine Dämmschicht und die Schicht
9 eine Latentwärmespeicherschicht.
1. Transportbehälter zum Transport von temperaturempfindlichem Transportgut umfassend
einen Innenraum zur Aufnahme des Transportguts und eine den Innenraum umschließende
Hülle, die eine Wärmedämmung umfasst, wobei wenigstens ein Latentwärmespeicher und
wenigstens ein aktives Temperierelement vorgesehen sind, um den Innenraum zu temperieren,
wobei die Hülle mehrschichtig ausgebildet ist, wobei die Wärmedämmung, der Latentwärmespeicher
und das aktive Temperierelement als voneinander gesonderte, übereinander liegende
Schichten (7, 8, 9) der Hülle ausgebildet sind und die Dämmschicht (8) zwischen der
weiter außen liegenden aktiven Temperierschicht (7) und der weiter innen liegenden
Latentwärmespeicherschicht (9) angeordnet ist.
2. Transportbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei, insbesondere alle drei, übereinander liegende Schichten (7, 8, 9)
in wärmeleitender Verbindung zueinander, insbesondere in vollflächigem Kontakt miteinander
stehen.
3. Transportbehälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Latentwärmespeicherschicht (9), die Dämmschicht (8) und die aktive Temperierschicht
(7) den Innenraum jeweils vollständig umschließen.
4. Transportbehälter nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Transportbehälter (1) quaderförmig ausgebildet ist und die Hülle aus sechs Wänden
(2, 3, 4, 5, 6) besteht, von denen jede Wand (2, 3, 4, 5, 6) wenigstens dreischichtig
ausgebildet ist und eine Latentwärmespeicherschicht (9), eine Dämmschicht (8) und
eine aktive Temperierschicht (7) umfasst.
5. Transportbehälter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine der sechs Wände (2, 3, 4, 5, 6) als Tür ausgebildet ist.
6. Transportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die aktive Temperierschicht (7) zur Umwandlung von elektrischer Energie in abzugebende
oder aufzunehmende Wärme ausgebildet ist.
7. Transportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die aktive Temperierschicht (7) Peltierelemente, einen mit einem thermodynamischen
Kreisprozess, insbesondere einer Kompressionskältemaschine zusammenwirkenden Wärmetauscher
oder eine Magnetkühlung aufweist.
8. Transportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass weiters eine Energieverteilschicht aus einem stark wärmeleitenden Material zur gleichmäßigen
Verteilung von außen auf den Behälter einwirkender thermischer Energie innerhalb der
Energieverteilschicht angeordnet ist, wobei die Energieverteilschicht bevorzugt weiter
außen als die Latentwärmespeicherschicht (9) angeordnet ist.
9. Transportbehälter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine weitere Energieverteilschicht vorgesehen ist, wobei je eine Energieverteilschicht
zu beiden Seiten der Latentwärmespeicherschicht (9) angeordnet ist.
1. Transport container for transporting temperature-sensitive goods to be transported,
comprising an interior space for receiving the goods to be transported and a shell
which encloses the interior space and comprises a thermal insulation, at least one
latent heat storage and at least one active temperature control element being provided
in order to control the temperature of the interior space, the shell being of multilayer
design, wherein the thermal insulation, the latent heat storage and the active temperature
control element are formed as layers (7, 8, 9) of the shell which are separate from
one another and superimposed, and the insulating layer (8) is arranged between the
active temperature control layer (7) lying further outward and the latent heat storage
layer (9) lying further inward.
2. Transport container according to claim 1, characterised in that at least two, in particular all three, superimposed layers (7, 8, 9) are in thermally
conductive contact with one another, in particular in full-surface contact with one
another.
3. Transport container according to claim 1 or 2, characterised in that the latent heat storage layer (9), the insulating layer (8) and the active temperature
control layer (7) each completely enclose the interior.
4. Transport container according to claim 1, 2 or 3, characterised in that the transport container (1) is cuboidal and the shell consists of six walls (2, 3,
4, 5, 6), of which each wall (2, 3, 4, 5, 6) is formed in at least three layers and
comprises a latent heat storage layer (9), an insulating layer (8) and an active temperature
control layer (7).
5. Transport container according to claim 4, characterised in that one of the six walls (2, 3, 4, 5, 6) is designed as a door.
6. Transport container according to one of claims 1 to 5, characterised in that the active temperature control layer (7) is designed to convert electrical energy
into heat to be emitted or absorbed.
7. Transport container according to one of claims 1 to 6, characterised in that the active temperature control layer (7) comprises Peltier elements, a heat exchanger
interacting with a thermodynamic cycle, in particular a compression refrigeration
machine, or a magnetic cooling system.
8. Transport container according to one of claims 1 to 7, characterised in that, furthermore, an energy distribution layer made of a highly thermally conductive
material for the uniform distribution of thermal energy acting externally on the container
is arranged within the energy distribution layer, the energy distribution layer preferably
being arranged further ward than the latent heat storage layer (9).
9. Transport container according to claim 8, characterised in that a further energy distribution layer is provided, one energy distribution layer being
arranged on each side of the latent heat storage layer (9).
1. Conteneur de transport pour le transport de marchandises thermosensibles, comprenant
un espace intérieur destiné à recevoir les marchandises à transporter et une enveloppe
entourant l'espace intérieur, qui comprend une isolation thermique, au moins un accumulateur
de chaleur latente et au moins un élément de régulation de température actif étant
prévus pour réguler la température de l'espace intérieur, l'enveloppe étant constituée
de plusieurs couches, l'isolation thermique, l'accumulateur de chaleur latente et
l'élément de régulation de température actif étant conçus sous forme de couches (7,
8, 9) de l'enveloppe séparées les unes des autres et superposées, et la couche d'isolation
(8) étant agencée entre la couche de régulation de température active (7) située plus
à l'extérieur et la couche d'accumulation de chaleur latente (9) située plus à l'intérieur.
2. Conteneur de transport selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins deux, mais en particulier les trois, couches superposées (7, 8, 9) sont en
liaison thermoconductrice les unes avec les autres, en particulier en contact sur
toute leur surface.
3. Conteneur de transport selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la couche d'accumulation de chaleur latente (9), la couche d'isolation (8) et la
couche de régulation de température active (7) entourent complètement l'espace intérieur.
4. Conteneur de transport selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce que le conteneur de transport (1) est de forme parallélépipédique et que l'enveloppe
est constituée de six parois (2, 3, 4, 5, 6), dont chaque paroi (2, 3, 4, 5, 6) est
constituée d'au moins trois couches et comprend une couche d'accumulation de chaleur
latente (9), une couche d'isolation (8) et une couche de régulation de température
active (7).
5. Conteneur de transport selon la revendication 4, caractérisé en ce que l'une des six parois (2, 3, 4, 5, 6) est conçue comme une porte.
6. Conteneur de transport selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la couche de régulation de température active (7) est conçue pour convertir l'énergie
électrique en chaleur à fournir ou à absorber.
7. Conteneur de transport selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la couche de régulation de température active (7) présente des éléments Peltier,
un échangeur de chaleur coopérant avec un cycle thermodynamique, en particulier une
machine frigorifique à compression, ou un refroidissement magnétique.
8. Conteneur de transport selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'est en outre prévue une couche de distribution d'énergie en un matériau fortement
thermoconducteur pour répartir uniformément l'énergie thermique agissant de l'extérieur
sur le conteneur à l'intérieur de la couche de distribution d'énergie, la couche de
distribution d'énergie étant agencée de préférence plus à l'extérieur que la couche
d'accumulation de chaleur latente (9).
9. Récipient de transport selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'une couche de distribution d'énergie supplémentaire est prévue, une couche de distribution
d'énergie étant agencée de chaque côté de la couche d'accumulation de chaleur latente
(9).

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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