[0001] Die Erfindung betrifft eine Modulschnittstelle für ein Elektronikmodul.
[0002] Elektronikmodule der in Rede stehenden Art können generell Geräte für die Sicherheits-
und Automatisierungstechnik bilden, wobei diese insbesondere als Sicherheitsschalter
ausgebildet sein können.
[0003] Derartige Elektronikmodule können zu Modulanordnungen zusammengefasst werden, wobei
diese dann Sicherheitssysteme, beispielsweise Sicherheitszuhaltesysteme bilden. Ein
derartiges System ist beispielsweise von dem Sicherheitssystem MGB der Firma Euchner
gebildet. Dieses Sicherheitssystem gewährleistet ein sicheres Zuhalten von beweglich
trennenden Schutzeinrichtungen, insbesondere Schutztüren und somit einen gesicherten
Zugang zu eingezäunten sicherheitskritischen Gefahrenbereichen.
[0004] Dieses Sicherheitszuhaltesystem umfasst ein Zuhaltemodul, an welchem ein Griffmodul
angeordnet ist. Diese Module dienen zum sicheren Zuhalten der Schutztür. Der Türdrücker
des Griffmoduls kann durch Federkraft in zugehaltener Stellung gehalten werden und
durch Magnetkraft entsperrt werden. Alternativ kann der Türdrücker durch Magnetkraft
in zugehaltener Stellung gehalten werden und durch Federkraft entsperrt werden.
[0005] Das Sicherheitszuhaltesystem weist zudem als Funktionsmodule, die an das Zuhaltemodul
angeschlossen werden können, ein Bedienmodul und ein Busmodul auf. Das Bedienmodul
weist eine Bedieneinheit mit mehreren Tasten und Knöpfen auf. Das Busmodul dient zum
Anschluss des Sicherheitszuhaltesystems an ein externes Bussystem.
[0006] Die einzelnen Module sind über Anschlussmodule wie Stecker und Buchsen verbunden,
wobei von diesen Flachbandkabel ausgehen, die in den einzelnen Modulen verlaufen.
[0007] Ein wesentlicher Nachteil bei derartigen Sicherheitssystemen besteht darin, dass
deren Konfiguration, insbesondere auch durch die fest vorgegebenen Schnittstellen
in Form der Anschlussmodule, nicht oder nur in eingeschränktem Umfang geändert werden
kann. Eine Anpassung an unterschiedliche Applikationsoder Einsatzbedingungen ist somit
nur in eingeschränktem Umfang möglich.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Modulschnittstelle für Elek-tronikmodule
bereitzustellen, mittels derer eine hohe Flexibilität und variable Einsatzmöglichkeiten
für Elektronikmodule unterschiedlicher Ausprägungen ermöglicht werden.
[0009] Zur Lösung dieser Aufgabe sind die Merkmale des Anspruchs 1 vorgesehen. Vorteilhafte
Ausführungsformen und zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen beschrieben.
[0010] Die Erfindung betrifft eine Modulschnittstelle mit einem an einem Elektronikmodul
vorgesehenen geräteseitigen Steckverbinder mit einer Polzahl von Kontaktelementen,
die dazu ausgebildet sind, eine Steckverbindung mit mehreren korrespondierenden Steckverbindern
mit unterschiedlichen Polzahlen von Kontaktelementen auszubilden.
[0011] Der Grundgedanke der Erfindung besteht somit darin, das Elektronikmodul mit einem
Kombinations-Steckverbinder derart auszustatten, dass an diesem Kombinations-Steckverbinder
korrespondierende Steckverbinder mit unterschiedlichen Polzahlen von Kontaktelementen,
also unterschiedlichen Anschlussbildern von Kontaktelementen, angeschlossen werden
können.
[0012] Damit ist die erfindungsgemäße Modulschnittstelle nicht auf einen bestimmten, hardwaremäßig
vorgegebenen Typ festgelegt. Vielmehr können wahlweise unterschiedliche Steckverbinder-Typen
an den Kombinations-Steckverbinder des Elektronikmoduls angeschlossen werden.
[0013] Durch diese Variabilität der Modulschnittstelle werden auch die Einsatzmöglichkeiten
des Elektronikmoduls erweitert. Insbesondere kann das Elektronikmodul in unterschiedlichen
Modulanordnungen eingesetzt werden, ohne dass hierfür Hardwareänderungen am Elektronikmodul
oder an der Modulschnittstelle vorgenommen werden müssen. Mit der erfindungsgemäßen
Modulschnittstelle können insbesondere variable Sicherheitssysteme wie zum Beispiel
Sicherheitszuhaltesysteme realisiert werden.
[0014] Gemäß einem wesentlichen Aspekt der Erfindung ist durch Anschluss unterschiedlicher
korrespondierender Steckverbinder an den geräteseitigen Steckverbindern die Funktionalität
der Modulschnittstelle und/oder des Elektronikmoduls geändert.
[0015] Damit kann allein durch eine Auswahl eines an den Steckverbinder des Elektronikmoduls
aufgesteckten korrespondierenden Steckverbinders die Funktionalität der Modulschnittstelle
und/oder des Elektronikmoduls eingestellt werden. Dies stellt eine besonders anwenderfreundliche
Einstell-Möglichkeit dar, die vom Bedienpersonal schnell und einfach vorgenommen werden
kann.
[0016] Prinzipiell kann der geräteseitige Kombinations-Steckverbinder als Stecker ausgebildet
sein.
[0017] Besonders vorteilhaft ist der geräteseitige Steckverbinder eine Steckerbuchse. Die
korrespondierenden Steckverbinder sind als Stecker ausgebildet.
[0018] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung werden die Kontaktelemente
unterschiedlicher korrespondierender Steckverbinder an verschiedenen Kontaktelementen
des geräteseitigen Steckverbinders kontaktiert.
[0019] In diesem Fall weist der Kombinations-Steckverbinder Kontaktöffnungen auf, deren
räumliche Anordnung und Anzahl so gewählt sind, dass dort die Kontaktstifte unterschiedlicher
Stecker als korrespondierende Steckverbinder kontaktiert werden können. Durch die
so erhaltene räumliche Trennung von Bereichen der Kontaktelemente des Kombinations-Steckverbinders
wird bereits auf der Hardwareseite eine eindeutige Zuordnung zu unterschiedlichen
korrespondieren Steckverbindern geschaffen.
[0020] Ein vorteilhaftes Beispiel hierfür ist dadurch gegeben, dass der geräteseitige Steckverbinder
zum Anschluss eines fünfpoligen und eines achtpoligen korrespondierenden Steckverbinders
ausgebildet ist. Der geräteseitige Steckverbinder weist fünf Kontaktelemente zum Anschluss
des fünfpoligen korrespondierenden Steckverbinders und weitere acht Kontaktelemente
zum Anschluss des achtpoligen korrespondierenden Steckverbinders auf.
[0021] Bei dieser Ausführungsform kann der fünfpolige Steckverbinder ein Anschlussmittel
eines Bussystems ausbilden, das heißt über Kontaktelemente dieses Anschlussmittels
erfolgt eine serielle Übertragung von Busdaten. Der achtpolige Steckverbinder bildet
dagegen eine Parallelverdrahtung derart aus, dass über einzelne aneinander angeschlossene
Kontaktelemente der Modulschnittstelle jeweils gezielt ein bestimmtes Signal übertragen
wird. Je nachdem, ob ein fünfoder achtpoliger korrespondierender Steckverbinder an
den Kombinations-Steckverbinder angeschlossen wird, wird also die Art der Datenübertragung
über die Modulschnittstelle geändert.
[0022] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung bildet der geräteseitige Steckverbinder
ein Anschlussmodul, welches an dem Elektronikmodul anschließbar ist.
[0023] Das Elektronikmodul kann insbesondere ein Sicherheitsschalter oder allgemein eine
Komponente eines Sicherheitssystems bilden. Beispielsweise kann das Elektronikmodul
Bestandteil eines Sicherheitszuhaltesystems sein.
[0024] Vorteilhaft ist das Anschlussmodul an einer Leiterplatte des Elektronikmoduls kontaktierbar.
[0025] Prinzipiell kann dabei das Anschlussmodul fest mit dem Elektronikmodul verdrahtet
sein.
[0026] Besonders vorteilhaft bildet das Anschlussmodul eine am Elektronikmodul austauschbare
Einheit.
[0027] Dies kann beispielsweise durch steckbare Anschlusskontakte wie Federkontakte realisiert
werden.
[0028] Gemäß einer ersten Variante bildet der oder jeder korrespondierende Steckverbinder
ein Anschlussmodul, welches an einem Elektronikmodul kontaktierbar ist.
[0029] Damit können unterschiedliche Elektronikmodule direkt über die Steckverbinder der
Modulschnittstelle verbunden werden.
[0030] Gemäß einer zweiten Variante ist der oder jeder Steckverbinder Bestandteil eines
Anschlussmoduls zum Anschluss eines Kabels.
[0031] Mit derartigen Anschlussmodulen können Elektronikmodule, insbesondere von Sicherheitssystem
wie Sicherheitszuhaltesystem, über Kabelverbindungen verbunden werden. Generell können
damit auch einfachere Zubehörteile wie Schlüsselschalter, oder Betriebszustandsanzeigen
wie zum Beispiel sogenannte Stack-lights, in mit den erfindungsgemäßen Modulschnittstellen
arbeitenden Modulanordnungen integriert werden.
[0032] Das Anschlussmodul weist bei dieser Ausführungsform neben dem korrespondieren Steckverbinder,
der an einen Kombinations-Steckverbinder eines Elektronikmoduls angeschlossen werden
kann, auch einen Kabelanschluss in Form eines Kabelsteckers oder einer Kabelsteckerbuchse
auf.
[0033] Generell entspricht die Polzahl der Kontaktelemente des Kabelsteckers oder der Kabelsteckerbuchse
des Kabelanschlusses der Polzahl der Kontaktelemente des korrespondierenden Steckverbinders.
[0034] Gemäß einer ersten Variante weisen der Kabelstecker oder die Kabelsteckerbuchse des
Kabelanschlusses einerseits und der korrespondierende Steckverbinder andererseits
gleiche Anschlussbilder von Kontaktelementen auf. Jedes Kontaktelement des Kabelsteckers
oder der Kabelsteckerbuchse des Kabelanschlusses ist direkt mit einer Leitung eines
Kontaktelements des korrespondierenden Steckverbinders verbunden.
[0035] Gemäß einer zweiten Variante weisen der Kabelstecker oder die Kabelsteckerbuchse
des Kabelanschlusses einerseits Anschlussbilder von Kontaktelementen auf. Im Anschlussmodul
sind Umsetzmittel vorgesehen, mittels derer das Anschlussbild des Kabelsteckers oder
der Kabelsteckerbuchse des Kabelanschlusses auf das Anschlussbild des korrespondierenden
Steckverbinders umgesetzt ist.
[0036] Vorteilhaft weisen die Umsetzmittel eine Platine auf.
[0037] Damit erfolgt mit geringem konstruktivem Aufwand im Kabelanschluss eine Adaption
auf ein Anschlussbild des korrespondierenden Steckverbinders, welches direkt an einen
Kombinations-Steckverbinder angeschlossen werden kann.
[0038] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnungen erläuterst. Es zeigen:
- Figur 1:
- Erste Variante eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Modulanordnung.
- Figur 2:
- Zweite Variante der Modulanordnung gemäß Figur 1.
- Figur 3:
- Dritte Variante der Modulanordnung gemäß Figur 1.
- Figur 4:
- Schematische Darstellung der elektrischen Anschlüsse der einzelnen Anschlussmodule
der Modulanordnung gemäß Figur 1.
- Figur 5:
- Schematische Darstellung der elektrischen Anschlüsse der einzelnen Anschlussmodule
der Modulanordnung gemäß Figur 2.
- Figur 6:
- Schematische Darstellung eines Kombination-Steckverbinders der erfindungsgemäßen Modulschnittstelle
auf einer Leiterplatte.
- Figur 7:
- Zweite Ansicht der Anordnung gemäß Figur 6.
- Figur 8:
- Zuordnung eines ersten Kabelanschlussmoduls zu dem Kombinations-Steckverbinder der
Figuren 6 und 7 in einer ersten Ansicht.
- Figur 9:
- Zuordnung eines ersten Kabelanschlussmoduls zu dem Kombinations-Steckverbinder der
Figuren 6 und 7 in einer zweiten Ansicht.
- Figur 10:
- Darstellung des an den Kombinations-Steckverbinder angeschlossenen Kabelanschlussmoduls
der Figuren 8 und 9.
- Figur 11:
- Draufsicht auf die Vorderseite eines zweiten Kabelanschlussmoduls.
- Figur 12:
- Draufsicht auf die Rückseite des zweiten Kabelanschlussmoduls.
- Figur 13:
- Darstellung des an den Kombinations-Steckverbinder angeschlossenen zweiten Kabelanschlussmoduls.
- Figur 14:
- Darstellung von Umsetzmitteln des zweiten Kabelanschlussmoduls in einer ersten Ansicht.
- Figur 15:
- Draufsicht von Umsetzmitteln des zweiten Kabelanschlussmoduls in einer zweiten Ansicht.
[0039] Die Figuren 1 bis 3 zeigen als Anwendungsbeispiele für die erfindungsgemäße Modulschnittstelle
drei Varianten einer Modulanordnung 1. Die Modulanordnung 1 bildet im vorliegenden
Fall ein Sicherheitssystem, spezifisch ein Sicherheitszuhaltesystem, welches als Grundmodul
ein Zuhaltemodul 2 aufweist. Bei der Anordnung der Figur 1 ist am Zuhaltemodul 2 an
seiner rechten Seite ein rechtsseitiges Griffmodul 3 angeordnet. Bei der Anordnung
der Figur 2 ist an demselben Zuhaltemodul 2 an seiner linken Seite ein linksseitiges
Griffmodul 3' angeordnet. In beiden Fällen weist das Griffmodul 3, 3' einen Türdrücker
4 auf.
[0040] Das Zuhaltemodul 2 und das Griffmodul 3, 3' bilden eine Funktionseinheit, die ein
sicheres Zuhalten einer Schutztür oder dergleichen gewährleistet. Der Türdrücker 4
kann prinzipiell mit einer Federkraft in zugehaltener Stellung gehalten und durch
Magnetkraft entsperrt werden. Im vorliegenden Fall wird der Türdrücker 4 mittels einer
Magnetkraft, die mittels eines im Zuhaltemodul 2 angeordneten Magneten erzeugt wird,
in zugehaltener Stellung gehalten und durch eine Federkraft entsperrt.
[0041] Die Modulanordnung 1 der Figuren 1 bis 3 weist weiterhin als erstes Funktionsmodul
ein Bedienmodul 5 und als zweites Funktionsmodul ein Busmodul 6 auf. Das Bedienmodul
5 bildet eine Bedieneinheit und weist als Bedienelemente mehrere Tasten 7 auf. Das
Zuhaltemodul 2 selbst weist einen Nothalt-Taster 8 und weitere Tasten 9a, 9b für eine
Bedienung des Sicherheitssystems auf. Das Busmodul 6 dient zum Anschluss des Sicherheitssystems
an ein externes Bussystem.
[0042] Die Modulanordnung 1 der Figuren 1 bis 3 kann generell auch dahin erweitert sein,
dass diese mehrere Zuhaltemodule 2 mit Griffmodulen 3, 3' oder auch mehrere Funktionsmodule
wie Busmodule 6 oder Bedienmodule 5 aufweist.
[0043] Die elektrische Verbindung zwischen dem Grundmodul und dem Funktionsmodul wird durch
Anschlussmodule 10, 11 bewerkstelligt.
[0044] Ein derartiges Anschlussmodul 10, 11 wird zur Montage an dem Grundmodul oder einem
Funktionsmodul in eine Aussparung 12 in dessen Gehäuse 2a, 5a, 6a eingesetzt. Bei
Einsetzen des Anschlussmoduls 10, 11 wird dieses an einer nicht dargestellten Leiterplatte
im Grundmodul oder im Funktionsmodul elektrisch kontaktiert. In der Leiterplatte verlaufen
Busleitungen eines Datenbussystems, das ein internes Bussystem des Sicherheitssystems
bildet, welches unabhängig von externen Bussystemen arbeitet. Das Datenbussystem kann
insbesondere als CAN-Bus ausgebildet sein. Zur Kontaktierung an den Leiterplatten
weist jedes Anschlussmodul 10, 11 eine Kontaktschnittstelle auf.
[0045] Die Anschlussmodule 10, 11 bilden ein modulares System. Die Module der Modulanordnung
1 können mittels der Anschlussmodule 10, 11 direkt (Figuren 1 und 2) oder über Kabel
13, 14 (Figur 3) verbunden sein.
[0046] Vorteilhaft werden die Module des Sicherheitssystems an einer Profilschiene 15 befestigt,
die in Figur 3 dargestellt ist.
[0047] Das Zuhaltemodul 2 weist als Grundmodul der Modulanordnung 1 an gegenüberliegenden
Seiten zwei Anschlussmodule 10, 11 auf, die hinsichtlich ihrer elektrischen Anschlüsse
drehinvariant bezüglich einer Drehung des Zuhaltemoduls 2 um 180° sind. Dies bedeutet,
dass das Zuhaltemodul 2 sowohl in einer ersten Drehstellung (dargestellt in Figur
1) als auch in einer um 180° diesbezüglich gedrehten zweiten Drehstellung (dargestellt
in Figur 2) völlig identische Anschlussschnittstellen zum Bedienmodul 5 und zum Busmodul
6 ausbildet und damit ohne zusätzliche Busschaltungen in beiden Drehstellungen in
identischer Weise an das Bedienmodul 5 und das Busmodul 6 angeschlossen werden kann.
Dies wiederum bedeutet, dass ein und dasselbe Zuhaltemodul 2 sowohl zum Anschluss
des rechtsseitigen Griffmoduls 3 (Figur 1) als auch zum Anschluss des linksseitigen
Griffmoduls 3' (Figur 2) verwendet werden kann. Im ersten Fall (Figur 1) mündet eine
Aufnahme 16 des Zuhaltemoduls 2 rechts aus, um das rechtsseitige Griffmodul 3 aufzunehmen.
Im zweiten Fall (Figur 2) mündet die Aufnahme 16 links aus, um das linksseitige Griffmodul
3' aufzunehmen.
[0048] Die Drehinvarianz der elektrischen Anschlüsse der Anschlussmodule 10, 11 des Zuhaltemoduls
2 wird durch die in den Figuren 4 und 5 dargestellten Anschlussanordnungen erhalten.
[0049] Die Figuren 4 und 5 zeigen schematisch das Zuhaltemodul 2 mit zwei Steckermodulen
10a, 10b als Anschlussmodul 10, 11 und das Bedienmodul 5 und das Busmodul 6 mit jeweils
einem Buchsenmodul 11a, 11b als Anschlussmodule 10, 11. Alternativ könnte auch das
Zuhaltemodul 2 mit zwei Buchsen 11a, 11b ausgestattet sein. Dann wären im Bedienmodul
5 und im Busmodul 6 korrespondierend hierzu Steckermodule 10a, 10b vorgesehen.
[0050] Jedes Buchsenmodul 11a, 11b und jedes Steckermodul 10a, 10b der Anordnung der Figuren
4 und 5 weist außenliegende Anschlusskontakte A, B, C, D, E auf (jeweils mit I bezeichnet),
die dem jeweiligen Anschlusskontakt A, B, C, D, E des gegenüberliegenden, zugeordneten
Anschlussmoduls 10, 11 zugeordnet sind. Weiterhin weist jedes Buchsenmodul 11a, 11b
und jedes Steckermodul 10a, 10b der Anordnung der Figuren 4 und 5 innenliegende Anschlusskontakte
A, B, C, D, E auf (jeweils mit II bezeichnet), die jeweils an die innenliegende Leiterplatte
18 des Zuhaltemoduls 2, Bedienmoduls 5 beziehungsweise Busmoduls 6 angeschlossen sind.
[0051] Bei den im Bedienmodul 5 beziehungsweise Busmodul 6 integrierten Buchsenmodul 11a,
11b sind die innenliegenden Anschlusskontakte II und die außenliegenden Anschlusskontakte
I jeweils über geradlinig verlaufende Zuleitungen verbunden, so dass die Anordnung
A, B, C, D, E der innenliegenden Anschlusskontakte II der Anordnung A, B, C, D, E
der außenliegenden Anschlusskontakte I entspricht.
[0052] Bei den Steckermodulen 10a, 10b im Zuhaltemodul 2 sind jedoch die innenliegenden
Anschlusskontakte II mit den außenliegenden Anschlusskontakten I über gekreuzte Zuleitungen
verbunden, so dass die Reihenfolge der innenliegenden Anschlusskontakte II (A, B,
C, D, E) zu der Reihenfolge der außenliegenden Anschlusskontakte I (E, D, C, B, A)
umgekehrt ist. Weiterhin sind die innenliegenden Anschlusskontakte II der Steckermodulen
10a, 10b über gekreuzte Zuleitungen verbunden, wobei die Reihenfolge der Anschlusskontakte
II des Steckermoduls 10b (A, B, C, D, E) bezüglich der Reihenfolge der Anschlusskontakte
I des Steckers 10a (E, D, C, B, A) umgekehrt ist.
[0053] Durch diese Verdrahtung der Anschlusskontakte I, II der Steckermodule 10a, 10b sind
deren Anschlüsse drehinvariant bezüglich einer Drehung um 180°, wie der Vergleich
der Figuren 4 und 5 zeigt. Bei der Anordnung gemäß Figur 4 befindet sich das Zuhaltemodul
2 in einer ersten Drehposition, in der die Aufnahme 16 für den Anschluss eines rechtsseitigen
Griffmoduls 3 rechts liegt. Bei der Anordnung gemäß Figur 5 befindet sich das Zuhaltemodul
2 in einer um 180° zur ersten Drehposition gedrehten zweiten Drehposition, in der
die Aufnahme 16 für den Anschluss eines linksseitigen Griffmoduls 3' links liegt.
Bei beiden Anordnungen sind völlig identische Anschlüsse der Steckermodule 10a, 10b
zu den Buchsenmodulen 11a, 11b des Bedienmoduls 5 beziehungsweise Busmoduls 6 gegeben.
[0054] Die Figuren 7 bis 15 zeigen Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Modulschnittstellen
beziehungsweise Komponenten hiervon.
[0055] Die Figuren 6 und 7 zeigen einen Kombinations-Steckverbinder 17, das heißt einen
geräteseitigen Steckverbinder als Komponente der erfindungsgemäßen Modulschnittstelle.
Der Kombinations-Steckverbinder 17 bildet ein Anschlussmodul 10, 11, das in einem
Elektronikmodul integriert ist, wobei ein solches Elektronikmodul beispielsweise ein
Zuhaltemodul 2, ein Bedienmodul 5 oder Busmodul 6 gemäß den Beispielen der Figuren
1 bis 5 sein kann. Die Integration im Elektronikmodul erfolgt, wie die Figuren 6 und
7 zeigen, durch Anschluss des Kombinations-Steckverbinders 17 an einer Leiterplatte
18.
[0056] An seiner Frontseite weist der Kombinations-Steckverbinder 17 mehrere Kontaktelemente
in Form von Kontaktöffnungen 19 auf. An der Rückseite des Kombinations-Steckverbinders
17 münden Leitungen 20 aus, mit denen der Kombinations-Steckverbinder 17 an Kontakte
der Leiterplatte 18 angeschlossen ist. Dabei ist jeweils eine Leitung 20 einer Kontaktöffnung
19 des Kombinations-Steckverbinders 17 zugeordnet. Da die Frontseite mit den Kontaktöffnungen
19 senkrecht zur Ebene der Leiterplatte 18 angeordnet ist, sind die am Kombinations-Steckverbinder
17 ausmündenden Leitungen 20 um 90° umgelenkt, bevor sie auf die Leiterplatte 18 geführt
sind.
[0057] Die Polzahl, das heißt die Anzahl der Kontaktöffnungen 19 des Kombinations-Steckverbinders
17, sowie deren Anordnung, das heißt das Anschlussbild der Kontaktöffnungen 19, sind
erfindungsgemäß derart ausgebildet, dass unterschiedliche korrespondierende Steckverbinder
mit verschiedenen Polzahlen und Anschlussbildern an die Kontaktöffnungen 19 des Kombinations-Steckverbinders
17 angeschlossen werden können.
[0058] Unterschiedliche Beispiele für derartige geräteseitige Steckverbinder zeigen die
Figuren 8 bis 15.
[0059] Die Figuren 8 und 9 zeigen einen ersten korrespondierenden Steckverbinder als Bestandteil
eines ersten Kabelanschlussmoduls 21 a. Der korrespondierende Steckverbinder ist als
fünfpoliger Stecker 22a ausgebildet, das heißt der Stecker 22a weist fünf Kontaktstifte
23a auf. Die fünf Kontaktstifte 23a des Steckers 22a können durch Aufstecken des Steckers
22a auf den Kombinations-Steckverbinder 17 in die fünf zentralen Kontaktöffnungen
19 des Kombinations-Steckverbinders 17 eingeführt werden, wodurch die erfindungsgemäße
Modulschnittstelle gebildet wird. Figur 10 zeigt das so am Kombinations-Steckverbinder
17 kontaktierte Kabelanschlussmodul 21 a.
[0060] Das Kabelanschlussmodul 21 a weist neben dem Stecker 22a zum Anschluss an den Kombinations-Steckverbinder
17 auch einen Kabelanschluss zum Anschluss an ein Kabel 14 auf. Der Kabelanschluss
ist im vorliegenden Fall als genormter M12-Anschluss ausgebildet. Dabei ist der Kabelanschluss
in Form eines Kombinations-Steckverbinders 17 ausgebildet. Der Kombinations-Steckverbinder
17 ist wie der Stecker 22a des Kabelanschlussmoduls 21a fünfpolig ausgebildet, wobei
die fünf Kontaktstifte 25 des Kombinations-Steckverbinders 17 dasselbe Anschlussbild,
das heißt dieselbe Anordnung wie die Kontaktstifte 23a des Steckers 22a aufweisen.
In diesem Fall sind die Kontaktstifte 25 des Kombinations-Steckverbinders 17 jeweils
direkt über eine Leitung 26 mit einem Kontaktstift 23a des Steckers 22a verbunden.
[0061] Außer dem Stecker 22a des Kabelanschlussmoduls 21 a der Figuren 8 bis 10 kann auch
der Stecker 22b des Kabelanschlussmoduls 21b der Figuren 11 bis 15 an den Kombinations-Steckverbinder
17 der Figuren 6 und 7 angeschlossen werden. Der Stecker 22b des Kabelanschlussmoduls
21b ist achtpolig ausgebildet, das heißt er weist acht Kontaktstifte 23b auf. Die
acht Kontaktstifte 23b sind in zwei Vierergruppen unterteilt, die spiegelsymmetrisch
zur Mittelachse des Steckers 22b angeordnet sind. Bei Einstecken des Steckers 22b
am Kombinations-Steckverbinder 17 werden demzufolge die acht Kontaktstifte 23b in
die außenliegende Kontaktöffnung 19 des Kombinations-Steckverbinders 17 eingeführt.
[0062] Damit werden bei Kontaktierung des Steckers 22b am Kombinations-Steckverbinder 17
einerseits und bei Kontaktierung des Steckers 22a am Kombinations-Steckverbinder 17
angeordnet komplementäre Kontaktöffnungen 19 des Kombinations-Steckerbinders 17 genutzt,
das heißt jede Kontaktöffnung 19 des Kombinations-Steckverbinders 17 wird nur von
einem Stecker 22a oder 22b genutzt. Damit ergibt sich eine hardwaremäßig eindeutige
Zuordnung der Kontaktöffnungen 19 des Kombinations-Steckverbinders 17 zu den Kontaktstiften
23b jeweils nur eines der Stecker 22a, b.
[0063] Dementsprechend entspricht die Anzahl der Kontaktelemente des Kombinations-Steckverbinders
17 der Summe der Kontaktelemente der unterschiedlichen anzuschließenden Steckervarianten.
Da also im vorliegenden Fall achtpolige und fünfpoligen Steckervarianten an den Kombinations-Steckverbinder
17 anschließbar sind, weist dieser dreizehn Kontaktelemente auf.
[0064] Der Kabelanschlussmodul 21b weist neben dem Stecker 22b einen Kabelanschluss auf,
der im vorliegenden Fall als Kabelsteckerbuchse 27 ausgebildet ist. Diese bildet einen
genormten M12-Anschluss für ein Kabel 14. Diese Kabelsteckerbuchse 27 hat acht Kontaktöffnungen
19. Damit bildet die Kabelsteckerbuchse 27 ebenso wie der Stecker 22b des Kabelanschlussmoduls
21b ein achtpoliges Anschlusselement 30. Jedoch sind, wie der Vergleich der Figuren
11 und 12 zeigt, die Anschlussbilder der Kabelsteckerbuchse 27 und des Steckers 22b,
das heißt die geometrischen Anordnungen derer Kontaktelemente, verschieden.
[0065] Für die Umsetzung der Anschlussbilder sind Umsetzmittel in Form einer auf einem Halter
28 gelagerten Platine 29 vorgesehen. Diese Elemente sind im Innenraum des Kabelanschlussmoduls
21b angeordnet, wie Figur 13 zeigt. Die Kontaktstifte 23b des Steckers 22b sind auf
dem Halter 28 gelagert und auf die Platine 29 geführt, wie die Figuren 14 und 15 zeigen.
Die Anschlusselemente 30 zur Ausbildung der Kontaktöffnungen 19 der Kabelsteckerbuchse
27 sind direkt auf der Platine 29 angeordnet. Durch diese Umsetzung kann einerseits
das Kabelanschlussmodul 21b mit dem Stecker 22b direkt auf den Kombinations-Steckverbinder
17 aufgesteckt werden, da das Anschlussbild der Kontaktstifte 23b des Steckers 22b
zum Anschlussbild der Kontaktöffnung 19 des Kombinations-Steckverbinders 17 passt.
Andererseits kann direkt ein Kabel 14 auf die Kabelsteckerbuchse 27 aufgesteckt werden,
da auch hier beide Anschlussbilder zueinander passen.
Bezugszeichenliste
[0066]
- (1)
- Modulanordnung
- (2)
- Zuhaltemodul
- (2a)
- Gehäuse
- (3)
- Griffmodul rechtsseitig
- (3')
- Griffmodul linksseitig
- (4)
- Türdrücker
- (5)
- Bedienmodul
- (5a)
- Gehäuse
- (6)
- Busmodul
- (6a)
- Gehäuse
- (7)
- Tasten
- (8)
- Nothalt-Taster
- (9 a, b)
- Tasten
- (10)
- Anschlussmodul
- (10 a, b)
- Steckermodul
- (11)
- Anschlussmodul
- (11 a ,b)
- Buchsenmodul
- (12)
- Aussparung
- (13)
- Kabel
- (14)
- Kabel
- (15)
- Profilschiene
- (16)
- Aufnahme
- (17)
- Kombinations-Steckverbinder
- (18)
- Leiterplatte
- (19)
- Kontaktöffnung
- (20)
- Leitung
- (21a)
- Kabelanschlussmodul
- (21b)
- Kabelanschlussmodul
- (22a)
- Stecker
- (22b)
- Stecker
- (23a)
- Kontaktstift
- (23b)
- Kontaktstift
- (24)
- Kabelstecker
- (25)
- Kontaktstift
- (26)
- Leitung
- (27)
- Kabelsteckerbuchse
- (28)
- Halter
- (29)
- Platine
- (30)
- Anschlusselement
1. Modulschnittstelle mit einem an einem Elektronikmodul vorgesehenen geräteseitigen
Steckverbinder mit einer Polzahl von Kontaktelementen, die dazu ausgebildet sind,
eine Steckverbindung mit mehreren korrespondierenden Steckverbindern mit unterschiedlichen
Polzahlen von Kontaktelementen auszubilden.
2. Modulschnittstelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch Anschluss unterschiedlicher korrespondierender Steckverbinder an den geräteseitigen
Steckverbindern die Funktionalität der Modulschnittstelle und/oder des Elektronikmoduls
geändert ist.
3. Modulschnittstelle nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der geräteseitige Steckverbinder eine Steckerbuchse ist, und dass die korrespondierenden
Steckverbinder als Stecker (22a, 22b) ausgebildet sind.
4. Modulschnittstelle nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktelemente unterschiedlicher korrespondierender Steckverbinder an verschiedenen
Kontaktelementen des geräteseitigen Steckverbinders kontaktiert werden.
5. Modulschnittstelle nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der geräteseitige Steckverbinder zum Anschluss eines fünfpoligen und eines achtpoligen
korrespondierenden Steckverbinders ausgebildet ist, und dass der geräteseitige Steckverbinder
fünf Kontaktelemente zum Anschluss des fünfpoligen korrespondierenden Steckverbinders
und weitere acht Kontaktelemente zum Anschluss des achtpoligen korrespondierenden
Steckverbinders aufweist.
6. Modulschnittstelle nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der geräteseitige Steckverbinder ein Anschlussmodul (10, 11) bildet, welches an dem
Elektronikmodul anschließbar ist.
7. Modulschnittstelle nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlussmodul (10, 11) an einer Leiterplatte (18) des Elektronikmoduls kontaktierbar
ist.
8. Modulschnittstelle nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlussmodul (10, 11) eine am Elektronikmodul austauschbare Einheit bildet.
9. Modulschnittstelle nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der oder jeder korrespondierende Steckverbinder ein Anschlussmodul (10, 11) bildet,
welches an einem Elektronikmodul kontaktierbar ist.
10. Modulschnittstelle nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der oder jeder Steckverbinder Bestandteil eines Anschlussmoduls (10, 11) zum Anschluss
eines Kabels (14) ist.
11. Modulschnittstelle nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlussmodul (10, 11) einen Kabelanschluss in Form eines Kabelsteckers (24)
oder einer Kabelsteckerbuchse (27) aufweist.
12. Modulschnittstelle nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Polzahl der Kontaktelemente des Kabelsteckers (24) oder der Kabelsteckerbuchse
(27) des Kabelanschlusses der Polzahl der Kontaktelemente des korrespondierenden Steckverbinders
entspricht.
13. Modulschnittstelle nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Kabelstecker (24) oder die Kabelsteckerbuchse (27) des Kabelanschlusses einerseits
und der korrespondierende Steckverbinder andererseits gleiche Anschlussbilder von
Kontaktelementen aufweisen, und dass jedes Kontaktelement des Kabelsteckers (24) oder
der Kabelsteckerbuchse (27) des Kabelanschlusses direkt mit einer Leitung (20) eines
Kontaktelements des korrespondierenden Steckverbinders verbunden ist.
14. Modulschnittstelle nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Kabelstecker (24) oder die Kabelsteckerbuchse (27) des Kabelanschlusses einerseits
und der korrespondierende Steckverbinder andererseits unterschiedliche Anschlussbilder
von Kontaktelementen aufweisen, und dass im Anschlussmodul (10, 11) Umsetzmittel vorgesehen
sind, mittels derer das Anschlussbild des Kabelsteckers (24) oder der Kabelsteckerbuchse
(27) des Kabelanschlusses auf das Anschlussbild des korrespondierenden Steckverbinders
umgesetzt ist.
15. Modulschnittstelle nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzmittel eine Platine (29) aufweisen.