Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben eines handgeführten oder halbstationären
Setzgeräts zum Eintreiben von Befestigungselementen mit Hilfe eines Arbeitskolbens
in einen Untergrund, mit einer Vorsatzeinrichtung an einem Austrittsende. Die Erfindung
betrifft auch ein derartiges handgeführtes oder halbstationäres Setzgerät.
Stand der Technik
[0002] Aus der deutschen Offenlegungsschrift
DE 28 50 273 A1 ist ein pulverkraftbetriebenes Setzgerät zum Eintreiben von Befestigungselementen
mit einem Gehäuse und einem darin angeordneten Lauf bekannt, wobei der Lauf gegenüber
einem ein Kartuschenlager enthaltenden Teil axial verschiebbar ist, wobei der Lauf
in seinem rückwärtigen Bereich eine der Eintreibrichtung abgewandte, von den Verbrennungsgasen
beaufschlagbare Schulterfläche aufweist, wobei der Lauf im vorderen Bereich eine Auflageschulter
zur axialen Abstützung einer auf das Aufnahmematerial aufsetzbaren Abstützmasse aufweist,
und wobei zwischen der Auflageschulter des Laufes und der Abstützmasse ein elastisches
Glied vorgesehen ist.
Darstellung der Erfindung
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, den Betrieb eines handgeführten oder halbstationären
Setzgeräts zum Eintreiben von Befestigungselementen mit Hilfe eines Arbeitskolbens
in einen Untergrund, mit einer Vorsatzeinrichtung an einem Austrittsende, zu vereinfachen.
[0004] Die Aufgabe ist bei einem Verfahren zum Betreiben eines handgeführten oder halbstationären
Setzgeräts zum Eintreiben von Befestigungselementen mit Hilfe eines Arbeitskolbens
in einen Untergrund, mit einer Vorsatzeinrichtung an einem Austrittsende, dadurch
gelöst, dass bei einem Setzvorgang aus einer Brennkammer austretendes Abgas verwendet
wird, um die Vorsatzeinrichtung gegen den Untergrund vorzuspannen. Der Arbeitskolben
wird, zum Beispiel durch in der Brennkammer expandierendes Gas, über eine definierte
Distanz beschleunigt, um ein Befestigungselement in den Untergrund einzutreiben. Nach
der Überwindung der definierten Distanz durch den Arbeitskolben wird das noch in der
Brennkammer enthaltene Abgas, das mit einem Restdruck beaufschlagt ist, bei herkömmlichen
Setzgeräten in die Umgebung abgeblasen. Gemäß einem wesentlichen Aspekt der Erfindung
wird das aus der Brennkammer austretende Abgas verwendet, um die Vorsatzeinrichtung
gegen den Untergrund vorzuspannen.
[0005] Erfindungsgemäß ist das Verfahren dadurch gekennzeichnet, dass die Brennkammer mit
einem Zusatzraum verbunden wird, sobald der Arbeitskolben einen Beschleunigungsweg
zurückgelegt hat. Die definierte Distanz, über welche der Arbeitskolben beschleunigt
wird, um ein Befestigungselement einzutreiben, wird auch als Beschleunigungsweg bezeichnet.
Wenn der Arbeitskolben den Beschleunigungsweg zurückgelegt hat, dann bewegt sich der
beschleunigte Arbeitskolben weiter, bis der Setzvorgang abgeschlossen ist. Wenn der
Setzvorgang abgeschlossen ist, wird der Arbeitskolben, zum Beispiel mit Hilfe einer
geeigneten Puffereinrichtung, abgebremst.
[0006] Bei einem handgeführten oder halbstationären Setzgerät zum Eintreiben von Befestigungselementen
mit Hilfe eines Arbeitskolbens in einen Untergrund, mit einer Vorsatzeinrichtung an
einem Austrittsende, wobei das Setzgerät gemäß einem vorab beschriebenen Verfahren
betrieben wird, ist die oben angegebene Aufgabe alternativ oder zusätzlich dadurch
gelöst, dass der Zusatzraum eine Überströmöffnung aufweist, die am Ende des Beschleunigungswegs
von dem Arbeitskolben freigegeben wird. Das handgeführte oder halbstationäre Setzgerät
wird zum Beispiel mit Brenngas betrieben. Die zum Eintreiben der Befestigungselemente
benötigte Energie wird über den Arbeitskolben auf die Befestigungselemente übertragen.
Im Unterschied zu herkömmlichen Lösungen, wie sie zum Beispiel aus der deutschen Offenlegungsschrift
DE 28 50 273 A1 bekannt sind, wird nur aus der Brennkammer austretendes Abgas verwendet, um die Vorsatzeinrichtung
gegen den Untergrund vorzuspannen. Das hat den Vorteil, dass beim Zurücklegen des
Beschleunigungswegs, das heißt beim Beschleunigen des Arbeitskolbens, keine Energie
aus der Brennkammer für die Vorsatzeinrichtung entnommen werden muss.
[0007] Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet,
dass der Zusatzraum von einer mit Druck beaufschlagbaren Fläche begrenzt wird, die
mit der Vorsatzeinrichtung gekoppelt ist. Über die Überströmöffnung wird die vorab
genannte Fläche mit dem Restdruck des nach dem Beschleunigen des Arbeitskolbens noch
in der Brennkammer enthaltenen Abgases beaufschlagt.
[0008] Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet,
dass die mit Druck beaufschlagbare Fläche an einem Zusatzkolben ausgebildet ist, der
mit der Vorsatzeinrichtung gekoppelt ist. Über den Zusatzkolben kann eine von dem
Restdruck des Abgases auf die Fläche wirkende Druckkraft auf einfache Art und Weise
auf die Vorsatzeinrichtung übertragen werden.
[0009] Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet,
dass der Zusatzkolben als Ringkolben ausgeführt ist. Der Ringkolben ist vorzugsweise
koaxial zu dem Arbeitskolben, aber unabhängig von diesem, hin und her bewegbar geführt.
[0010] Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet,
dass der Zusatzkolben über ein elastisches Zwischenelement mit der Vorsatzeinrichtung
gekoppelt ist. Das elastische Zwischenelement umfasst zum Beispiel eine Federeinrichtung,
über welche der Verlauf der von dem Zusatzkolben auf die Federeinrichtung übertragenen
Kraft angepasst werden kann. Dadurch ist es zum Beispiel möglich, die Vorspannkraft
der Vorsatzeinrichtung zu dosieren und/oder zeitlich zu verzögern.
[0011] Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet,
dass das elastische Zwischenelement so ausgeführt und angeordnet ist, dass eine maximale
Vorspannkraft auf die Vorsatzeinrichtung aufgebracht wird, wenn ein Eintreibvorgang
beginnt. Über eine geeignete Abstimmung mit der Überströmöffnung und der mit Druck
beaufschlagten Fläche des Zusatzkolbens ergibt sich unter anderem auch die Möglichkeit,
die Vorspannkraft oder Anpresskraft der Vorsatzeinrichtung regulierbar zu gestalten,
indem zum Beispiel nur ein Teil des Abgases aus dem Brennraum verwendet wird. Ein
nicht verwendeter Teil des Abgases kann dann, wie bei herkömmlichen Setzgeräten, in
die Umgebung abgeblasen werden. Der nicht benötigte Teil des Abgases kann zum Beispiel
über eine zusätzliche Ventileinrichtung kontrolliert abgeblasen werden.
[0012] Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet,
dass der Zusatzraum als Ringraum ausgeführt ist. Der Ringraum ist vorzugsweise radial
außerhalb einer Kolbenführung angeordnet, in welcher der Arbeitskolben hin und her
bewegbar geführt ist.
[0013] Eine Vorsatzeinrichtung mit dem Zusatzkolben und gegebenenfalls mit dem elastischen
Zwischenelement ist separat handelbar.
[0014] Bei dem erfindungsgemäßen Setzgerät handelt es sich vorzugsweise um ein Setzgerät
zum Setzen von Befestigungselementen, wie Bolzen. Daher wird ein derartiges Setzgerät
auch als Bolzensetzgerät bezeichnet. Das Setzgerät wird zum Beispiel mit Gas als Brennstoff
betrieben. Das Gas wird zum Beispiel in einer Gasdose oder Gaskartusche bereitgestellt,
die in das Setzgerät eingesetzt wird.
[0015] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnung verschiedene Ausführungsbeispiele
im Einzelnen beschrieben sind.
Ausführungsbeispiele
[0016] In der einzigen beiliegenden Figur ist ein erfindungsgemäßes Setzgerät vereinfacht
im Längsschnitt dargestellt.
[0017] In der beiliegenden Figur 1 ist ein Setzgerät 1 stark vereinfacht im Längsschnitt
dargestellt. Das Setzgerät 1 umfasst ein nicht näher bezeichnetes Gehäuse mit einem
Handgriff, an dem das Setzgerät 1 zum Eintreiben eines Befestigungselements 18 in
einen Untergrund 3 anpackbar ist. Das Befestigungselement 18 tritt an einem Setzende
oder Austrittsende 5 aus dem Setzgerät 1 aus.
[0018] Die verwendeten Befestigungselemente 18 werden vorzugsweise über ein geräteinternes
Magazin bereitgestellt, das in der Nähe des Austrittsendes oder Setzendes 5 des Setzgeräts
1 angebracht ist. Aus dem Magazin werden die Befestigungselemente 18, vorzugsweise
einzeln, automatisch entnommen und am Setzende 5 bereitgestellt.
[0019] Die zum Eintreiben der Befestigungselemente 18 in der Untergrund 3 benötigte Energie
wird zum Beispiel in einem Brennstoffbehälter im Inneren des Setzgeräts 1 bereitgestellt.
Bei dem Brennstoff in dem Brennstoffbehälter handelt es sich zum Beispiel um Flüssiggas.
Daher wird der Brennstoffbehälter auch als Gasdose oder Gaskartusche bezeichnet.
[0020] Der Brennstoffbehälter ist über eine verstellbare beziehungsweise regelbare Dosiereinrichtung
mit einer Brennkammer 22 verbindbar, die auch als Brennraum bezeichnet wird. Die Dosiereinrichtung
ist vorzugsweise als Dosierventil ausgeführt.
[0021] In dem Brennraum beziehungsweise der Brennkammer 22 wird Brennstoff, also Gas, aus
dem Brennstoffbehälter mit Luft zu einem brennfähigen Gemisch vermischt, das durch
eine Zündeinrichtung gezündet wird, um ein Befestigungselement 18, wie einen Bolzen
oder einen Nagel, in den Untergrund 3 einzutreiben. Die zum Eintreiben benötigte Energie
wird beim Betätigen eines Abzugs oder Triggers des Setzgeräts 1 über einen Arbeitskolben
8 von dem gezündeten Gemisch in der Brennkammer auf das Befestigungselement 18 am
Setzende 5 übertragen.
[0022] Der Arbeitskolben 8 umfasst einen Grundkörper 9, von dem ein Stößel 10 ausgeht. Das
Setzgerät 1 umfasst des Weiteren eine Vorsatzeinrichtung 14, die vor dem Eintreiben
eines Befestigungselements 18 auf den Untergrund 3 aufgesetzt wird. Die Vorsatzeinrichtung
14 umfasst einen Vorsatzteller 15, der an dem Untergrund 3 zur Anlage gebracht wird.
[0023] Der Vorsatzteller 15 kann einstückig mit einem Führungskörper für das Befestigungselement
18 ausgeführt sein. Der Führungskörper kann zum Beispiel als Führungshülse ausgeführt
sein, die einstückig mit dem Vorsatzteller 15 verbunden ist. Durch das gezündete Gemisch
im Brennraum 22 wird der Arbeitskolben 8 beschleunigt. Der beim Beschleunigen zurückgelegte
Weg des Arbeitskolbens 8 wird auch als Beschleunigungsweg bezeichnet.
[0024] Zum Eintreiben des Befestigungselements 18 in den Untergrund 3 wird der Arbeitskolben
8 mit dem Stößel 10 weiter auf den Untergrund 3 zu bewegt, bis er einen zum sicheren
Setzen des Befestigungselements 18 benötigten Setzweg zurückgelegt hat. Nach dem Zurücklegen
des Setzwegs kommt der Arbeitskolben 8 mit dem Grundkörper 9 an einer Puffereinrichtung
30 zur Anlage und wird abgebremst.
[0025] Beim Setzen von Befestigungselementen, wie Nägel oder Bolzen, mit herkömmlichen Setzgeräten
auf Beton kommt es aufgrund der Beschaffenheit des Untergrunds 3 häufig zu Abplatzungen.
Diese Abplatzungen können die Haltekraft des Befestigungselements 18 im Untergrund
3 herabsetzen. Zudem wird das Erscheinungsbild der Haltepunkte auf der ansonsten relativ
glatten Untergrundoberfläche, zum Beispiel einer Betonoberfläche, negativ beeinflusst
und mindert das Vertrauen in den Befestigungspunkt.
[0026] Durch die Vorsatzeinrichtung 14 können diese unerwünschten Abplatzungen in ihrem
Ausmaß und der Häufigkeit vermindert werden. Gemäß einem wesentlichen Aspekt der Erfindung
wird die Energie, die benötigt wird, um die Vorsatzeinrichtung 14 gegen den Untergrund
3 vorzuspannen oder zu drücken beziehungsweise zu pressen, über mit einem Restdruck
beaufschlagtes Abgas bereitgestellt, das nach dem Überwinden des Beschleunigungswegs
des Arbeitskolbens 8 noch in der Brennkammer 22 enthalten ist. Dieses Abgas enthält
einen relativ hohen Anteil an Energie, die ganz oder teilweise verwendet werden kann,
um die Vorsatzeinrichtung 14 gegen den Untergrund 3 zu drücken.
[0027] Die Brennkammer 22 wird in radialer Richtung von einer im Wesentlichen kreiszylindermantelförmigen
Brennkammerwand 24 begrenzt. In axialer Richtung wird die Brennkammer 22 an ihrem
dem Arbeitskolben 8 abgewandten Ende von einem Brennkammerdeckel 25 begrenzt.
[0028] Die Brennkammerwand 24 ist über eine Durchmesserstufe 26 einstückig mit einem Kolbenführungskörper
28 verbunden. Der Kolbenführungskörper 28 hat ebenfalls die Gestalt eines Kreiszylindermantels,
der aber einen kleineren Durchmesser als die Brennkammerwand 24 hat. Der Kolbenführungskörper
28 bildet an seinem dem Untergrund 3 zugewandten Ende einen Anschlag 29, dem die Puffereinrichtung
30 zugeordnet ist.
[0029] Der Anschlag 29 mit der Puffereinrichtung 30 begrenzt die Bewegung des Arbeitskolbens
8 in Richtung Setzende 5. In der entgegengesetzten Richtung wird der Weg des Arbeitskolbens
8 von einem Anschlagelement 32 begrenzt, das im Bereich der Durchmesserstufe 26 an
dem Kolbenführungskörper 28 angebracht ist.
[0030] Der an dem Anschlagelement 32 anliegende Arbeitskolben 48 ist mit dem Grundkörper
49 und dem Stößel 50 in der beiliegenden Figur gestrichelt angedeutet. Die gestrichelte
Darstellung des Arbeitskolbens 48 entspricht seiner Ruhestellung, zum Beispiel vor
dem Auslösen eines Eintreibvorgangs.
[0031] Radial außerhalb des Kolbenführungskörpers 28 ist eine Zusatzwand 35 angeordnet.
Die Zusatzwand 35 hat im Wesentlichen die Gestalt eines Kreiszylindermantels, der
koaxial zu dem Kolbenführungskörper 28 angeordnet ist. Die Zusatzwand 35 begrenzt
mit dem Kolbenführungskörper 28 und der Durchmesserstufe 26 einen als Ringraum ausgeführten
Zusatzraum 36.
[0032] Der Zusatzraum 36 ist über eine Überströmöffnung 38 mit der Brennkammer 22 verbindbar.
Die Verbindung zwischen dem Zusatzraum 36 und der Brennkammer 22 durch die Überströmöffnung
38 wird auf einfache Art und Weise ventilartig durch den Arbeitskolben 48 geregelt.
[0033] Der Zusatzraum 36 wird des Weiteren durch eine Fläche 40 begrenzt, die an einem Zusatzkolben
45 ausgebildet ist. Der Zusatzkolben 45 ist als Ringkolben ausgeführt und in dem als
Ringraum ausgeführten Zusatzraum 36 hin und her bewegbar. Der Begriff hin und her
bewegbar bezieht sich auf eine strichpunktiert angedeutete Längsachse 46 des Setzgeräts
1.
[0034] Der Zusatzkolben 45 ist über das elastische Zwischenelement 20 mit der Vorsatzeinrichtung
14 gekoppelt. Im Betrieb des Setzgeräts 1 kann der Zusatzkolben 45 über die Überströmöffnung
38 mit dem Restdruck aus der Brennkammer 22 beaufschlagt werden, sobald sich der Arbeitskolben
8 mit seinem Grundkörper 9 in Richtung Setzende 5 an der Überströmöffnung 38 vorbei
bewegt hat. Dabei funktioniert der Arbeitskolben 8 wie ein Schieberventil.
[0035] Im Betrieb des Setzgeräts 1 findet in der Brennkammer 22 die Verbrennung statt. Der
bei der Verbrennung auftretende Gasdruck beschleunigt den Arbeitskolben 48. Nach einer
gewissen Relativverschiebung überfährt der Arbeitskörper 8 mit dem Grundkörper 9 die
Überströmöffnung 38 und ein Teil des dann mit einem Restdruck beaufschlagten Abgases
strömt in den Zusatzraum 36. Dort beschleunigt der Restgasdruck den Zusatzkolben 45.
Die Beschleunigung des Zusatzkolbens 45 wird über das elastische Zwischenelement 20
auf den Vorsatzteller 15 der Vorsatzeinrichtung 14 übertragen.
1. Verfahren zum Betreiben eines handgeführten oder halbstationären Setzgeräts (1) zum
Eintreiben von Befestigungselementen (18) mit Hilfe eines Arbeitskolbens (8;48) in
einen Untergrund (3), mit einer Vorsatzeinrichtung (14) an einem Austrittsende (5),
wobei bei einem Setzvorgang aus einer Brennkammer (22) austretendes Abgas verwendet
wird, um die Vorsatzeinrichtung (14) gegen den Untergrund (3) vorzuspannen, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennkammer (22) mit einem Zusatzraum (36) verbunden wird, sobald der Arbeitskolben
(8;48) einen Beschleunigungsweg zurückgelegt hat.
2. Handgeführtes oder halbstationäres Setzgerät (1) zum Eintreiben von Befestigungselementen
(18) mit Hilfe eines Arbeitskolbens (8;48) in einen Untergrund (3), mit einer Vorsatzeinrichtung
(14) an einem Austrittsende (5), dadurch gekennzeichnet, dass das Setzgerät (1) mit einem Zusatzraum (36) versehen ist, welcher eine Überströmöffnung
(38) aufweist, die am Ende des Beschleunigungswegs von dem Arbeitskolben (8;48) freigegeben
wird.
3. Handgeführtes oder halbstationäres Setzgerät (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatzraum (36) von einer mit Druck beaufschlagbaren Fläche (40) begrenzt wird,
die mit der Vorsatzeinrichtung (14) gekoppelt ist.
4. Handgeführtes oder halbstationäres Setzgerät (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die mit Druck beaufschlagbare Fläche (40) an einem Zusatzkolben (45) ausgebildet
ist, der mit der Vorsatzeinrichtung gekoppelt ist.
5. Handgeführtes oder halbstationäres Setzgerät (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatzkolben (45) als Ringkolben ausgeführt ist.
6. Handgeführtes oder halbstationäres Setzgerät (1) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatzkolben (45) über ein elastisches Zwischenelement (20) mit der Vorsatzeinrichtung
(14) gekoppelt ist.
7. Handgeführtes oder halbstationäres Setzgerät (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Zwischenelement (20) so ausgeführt und angeordnet ist, dass eine maximale
Vorspannkraft auf die Vorsatzeinrichtung (14) aufgebracht wird, wenn ein Eintreibvorgang
beginnt.
8. Handgeführtes oder halbstationäres Setzgerät (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatzraum (45) als Ringraum ausgeführt ist.
1. Method for operating a hand-guided or semi-fixed setting tool (1) for driving fastening
elements (18) into a substrate (3) using a working piston (8; 48), with an attachment
(14) at an outlet end (5), in which during a setting operation exhaust gas coming
from a combustion chamber (22) is used in order to pretension the attachment (14)
against the substrate (3), characterised in that the combustion chamber (22) is connected to an additional space (36), as soon as
the working piston (8; 48) has covered an acceleration distance.
2. Hand-guided or semi-fixed setting tool (1) for driving fastening elements (18) into
a substrate (3) using a working piston (8; 48), with an attachment (14) at an outlet
end (5), characterised in that the setting tool (1) is provided with an additional space (36), which has an overflow
opening (38), which is released by the working piston (8; 48) at the end of the acceleration
distance.
3. Hand-guided or semi-fixed setting tool (1) according to claim 2, characterised in that the additional space (36) is limited by a surface (40) that may have pressure applied
to it, which is connected to the attachment (14).
4. Hand-guided or semi-fixed setting tool (1) according to claim 3, characterised in that the surface (40) that may have pressure applied to it is formed on an additional
piston (45), which is connected to the attachment.
5. Hand-guided or semi-fixed setting tool (1) according to claim 4, characterised in that the additional piston (45) is made as an annular piston.
6. Hand-guided or semi-fixed setting tool (1) according to claim 4 or 5, characterised in that the additional piston (45) is connected to the attachment (14) through an elastic
intermediate element (20).
7. Hand-guided or semi-fixed setting tool (1) according to claim 6, characterised in that the elastic intermediate element (20) is made and arranged so that a maximum pretensioning
force is applied to the attachment (14), if a driving in operation begins.
8. Hand-guided or semi-fixed setting tool (1) according to one of claims 2 to 7, characterised in that the additional space (45) is made as an annular space.
1. Procédé pour faire fonctionner un appareil de pose (1) tenu à la main ou semi-stationnaire,
afin d'enfoncer des éléments de fixation (18) à l'aide d'un piston de travail (8 ;
48) dans une surface sous-jacente (3), comportant un dispositif de fixation (14) à
une extrémité de sortie (5), dans lequel des gaz d'échappement sortant d'une chambre
de combustion (22) sont utilisés lors d'une opération de pose afin de précharger le
dispositif de fixation (14) contre la surface sous-jacente (3), caractérisé en ce que la chambre de combustion (22) est reliée à un espace supplémentaire (36) dès que
le piston de travail (8 ; 48) a parcouru un trajet d'accélération.
2. Appareil de pose (1) tenu à la main ou semi-stationnaire pour enfoncer des éléments
de fixation (18) à l'aide d'un piston de travail (8 ; 48) dans une surface sous-jacente
(3), comportant un dispositif de fixation (14) à une extrémité de sortie (5), caractérisé en ce que l'appareil de pose (1) est pourvu d'un espace supplémentaire (36) comportant une
ouverture de trop-plein (38) qui est libérée par le piston de travail (8 ; 48) à la
fin du trajet d'accélération.
3. Appareil de pose (1) tenu à la main ou semi-stationnaire selon la revendication 2,
caractérisé en ce que l'espace supplémentaire (36) est limité par une surface (40) soumise à une pression,
laquelle surface est couplée au dispositif de fixation (14).
4. Appareil de pose (1) tenu à la main ou semi-stationnaire selon la revendication 3,
caractérisé en ce que la surface (40) soumise à une pression est formée sur un piston supplémentaire (45)
qui est couplé au dispositif de fixation.
5. Appareil de pose (1) tenu à la main ou semi-stationnaire selon la revendication 4,
caractérisé en ce piston supplémentaire (45) est réalisé sous la forme d'un piston
annulaire.
6. Appareil de pose (1) tenu à la main ou semi-stationnaire selon la revendication 4
ou 5, caractérisé en ce que le piston supplémentaire (45) est couplé au dispositif de fixation (14) par un élément
intermédiaire élastique (20).
7. Appareil de pose (1) tenu à la main ou semi-stationnaire selon la revendication 6,
caractérisé en ce que l'élément intermédiaire élastique (20) est conçu et agencé de manière à appliquer
une force de précharge maximale sur le dispositif de fixation (14) lorsqu'une opération
d'enfoncement débute.
8. Appareil de pose (1) tenu à la main ou semi-stationnaire selon l'une des revendications
2 à 7, caractérisé en ce que l'espace supplémentaire (45) est réalisé sous la forme d'un espace annulaire.