| (19) |
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(11) |
EP 3 129 999 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.11.2017 Patentblatt 2017/46 |
| (22) |
Anmeldetag: 01.04.2015 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2015/057249 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2015/155102 (15.10.2015 Gazette 2015/41) |
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ELEKTRISCHER TASTSCHALTER UND BEDIENELEMENT MIT EINEM ELEKTRISCHEN TASTSCHALTER
ELECTRIC PUSH-BUTTON SWITCH, AND OPERATING ELEMENT HAVING AN ELECTRIC PUSH-BUTTON
SWITCH
BOUTON-POUSSOIR ÉLECTRIQUE ET ÉLÉMENT DE COMMANDE COMPORTANT UN TEL BOUTON-POUSSOIR
ÉLECTRIQUE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
08.04.2014 DE 102014005123
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.02.2017 Patentblatt 2017/07 |
| (73) |
Patentinhaber: Leopold Kostal GmbH & Co. KG |
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58513 Lüdenscheid (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BLECKMANN, Michael
58239 Schwerte (DE)
- HAFNER, Tobias
44139 Dortmund (DE)
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| (74) |
Vertreter: Kerkmann, Detlef |
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Leopold Kostal GmbH & Co. KG
An der Bellmerei 10 58513 Lüdenscheid 58513 Lüdenscheid (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 0 749 136 US-A1- 2013 292 235
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DE-C1- 4 425 154
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen elektrischen Tastschalter, aufweisend eine Taste mit
einer im Wesentlichen rechteckigen Betätigungsfläche, die durch eine Druckbetätigung
gegen ein Gehäuse verschiebbar ist, und dadurch das Auslösen eines elektrischen Schaltelements
bewirkt. Die Erfindung betrifft außerdem ein Bedienelement mit einem derartigen elektrischen
Tastschalter.
[0002] Problematisch besonders bei aus Führungsrippen und Führungsnuten bestehenden Tastenführungen
ist die Neigung zum Klemmen der Taste bei geringen Führungslängen. Bei einer langen
und schmalen Taste, die in einer Gehäuseöffnung gelagert ist, kann ein Verkippen der
Taste zu einem Verklemmen der Taste im Gehäuse führen. Dieses gilt besonders dann,
wenn die Längen von an den Schmalseiten der Taste angeformten Linearführungen kurz
im Vergleich zur Länge der Taste sind.
[0003] Unabhängig von einem möglichen Verklemmen bewirkt eine Tastenverkippung auch ein
verändertes Betätigungsgefühl durch veränderte Betätigungswege und Betätigungskräfte.
Erfahrungsgemäß ergeben sich bereits unkomfortabel hohe Reibungs- und Betätigungskräfte,
wenn die Länge einer aus Führungsrippen und Führungsnuten gebildeten Linearführung
kürzer als die halbe Länge der Taste ist. Um eine komfortabel betätigbare Taste mit
einer relativ großen Längserstreckung aufzubauen ist somit eine relativ große Führungslänge
erforderlich, aus der eine relativ große Bauhöhe des Tastschalters resultiert. Eine
große Bauhöhe ist aber in vielen Fällen unerwünscht.
[0004] Leerzeichentasten von Computertastaturen bilden Tasten mit einer im Vergleich zum
Betätigungsweg großen Längserstreckung aus. Bei solchen Tasten werden oftmals außermittig
gelagerte Drahtbügel eingesetzt, die die jeweilige Taste stabilisieren. Nachteilig
bei dieser Lösung ist einerseits die relativ geringe Biege- und Torsionssteifigkeit
solcher Drähte und andererseits die langen Wege in der Kraftwirkungskette. Beide Eigenschaften
führen bei höheren Betätigungskräften zu einem Verkippen der Taste. Das Dokument
EP 0 749 136 A2 beschreibt einen elektrischen Tastschalter mit einer beweglichen Taste zur Betätigung
eines Schaltorgans und mit einem Hebel, der unterhalb der Taste angeordnet ist und
mittels eines Schwenklagers gelagert ist.
[0005] Es stellte sich die Aufgabe, einen Tastschalter mit einer im Vergleich zur Bauhöhe
langen Taste zu schaffen, die weder zu einem Verkippen noch zu einem Verklemmen neigt.
Erwünscht ist zudem eine einheitliche Schalthaptik der Taste, die von der gewählten
Betätigungsstelle unabhängig ist.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass unterhalb der Taste eine
im Wesentlichen kastenförmig ausgebildete Wippe angeordnet ist, die mittels mindestens
eines Schwenklagers an einer inneren Längswand des Gehäuses gelagert ist, und dass
die Wippe durch die Betätigung der Taste verschwenkbar ist und die Taste über annähernd
deren gesamte Längserstreckung abstützt. Erfindungsgemäß ist die Wippe als ein kastenförmiger
Körper ausgebildet, dessen Länge und Breite annähernd genauso groß wie die entsprechenden
Abmessungen der Taste sind und daher die Taste über annähernd deren gesamte Länge
abstützen kann. Die Einschränkung "annähernd" ergibt sich dabei allein aus der Anforderung,
dass die Wippe unterhalb der Taste anzuordnen ist, wobei die Wippe von den Seitenwänden
der Taste, an welchen Führungsrippen oder Führungsnuten angeformt sein können, übergriffen
wird. Die Wippe ist somit in ihrer Längserstreckung etwa um das Maß der Dicke der
beiden Seitenwände kürzer auszubilden als die Taste. Wesentlich ist, dass es durch
die Abstützung für die Taste keine mögliche Drehachse in der zu ihrer Längstreckung
senkrechten Querrichtung mehr gibt, um die die Taste verkippen könnte.
[0007] Zur Abstützung berührt die Taste die Wippe entweder entlang einer schmalen Kontaktkante
parallel zur Längserstreckungsrichtung der Taste oder an mindestens zwei Kontaktstellen,
die entlang einer Linie parallel zur Längserstreckungsrichtung der Taste angeordnet
sind. Der Abstand zwischen den zueinander entferntest gelegenen Kontaktstellen beziehungsweise
die Länge der Kontaktkante entspricht dabei möglichst genau der Länge der Wippe. Bevorzugt
liegen die Kontaktstellen zwischen Wippe und Taste daher an den äußersten Enden einer
Längskante der Wippe, wodurch die Taste über nahezu ihre gesamte Länge durch die Wippe
abgestützt und ein Verkippen der Taste sicher unterbunden wird.
[0008] Die Lagerung der Wippe am Gehäuse kann auf vorteilhafte Weise durch ein oder mehrere
Filmscharniere ausgeführt werden.
[0009] Eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Tastschalters besteht in einer
Ausgestaltung als Bedienelement mit mehreren kapazitiven Sensoren. Die Sensorfelder
der kapazitiven Sensoren sind längs der Oberfläche einer Tastenkappe angeordnet, die
mit einem kastenartigen Tastenkörper verbunden ist und mit diesem zusammen eine in
einem Gehäuse geführte Taste ausbildet. Die leichte Berührung eines kapazitiven Sensorfelds
dient zur Vorauswahl einer Schaltfunktion, die durch einen Druck auf die Taste bestätigt
und damit ausgelöst wird. Üblicherweise erfolgt ein Bestätigungsdruck zumeist auf
der Teilfläche der Tastenkappe, welche zuvor zur Auswahl der Funktion berührt wurde.
Da situationsbedingt unterschiedliche Betätigungsstellen gewählt werden können, ist
es vorteilhaft, dass sich unabhängig von der Betätigungsstelle immer eine gleichartige
Bewegung der Taste und damit ein gleichartiges Schaltgefühl ergibt.
[0010] Nachfolgend soll ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Tastschalters und
eines Bedienelements mit einem Tastschalter anhand der Zeichnung dargestellt und näher
erläutert werden. Es zeigen
- Figur 1
- eine Explosionsansicht eines erfindungsgemäßen Tastschalters,
- Figur 2
- eine Draufsicht auf einen Tastenkörper innerhalb eines Gehäuses,
- Figur 3
- eine Explosionsansicht eines Bedienelements mit einem Tastschalter.
[0011] Die Figur 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Tastschalters in
einer Explosionsansicht. Der Tastschalter weist eine Taste 1 auf, die aus einer deckelartigen
Tastenkappe 10 und einem Tastenkörper 9 besteht, welche über Rastelemente, die hier
als Rastlaschen 12 und Rastnasen 11 ausgeführt sind, miteinander verbunden sind.
[0012] Der Tastenkörper 9 weist an seinen beiden Schmalseiten Seitenwände 25 mit angeformten
Führungsrippen 6 auf, was besonders deutlich in der Figur 2 erkennbar ist. Die Führungsrippen
6 bilden zusammen mit Führungsnuten 7, die an inneren Wänden des Gehäuses 3 angeformt
sind, zwei Linearführungen A, B für die Taste 1 aus.
[0013] Unterhalb der Taste 1 ist eine kastenförmige Wippe 2 angeordnet, die etwas kürzer
und schmaler ausgeführt ist als der Tastenkörper 9, so dass die Seitenwände 25 des
Tastenkörpers 9 die Wippe 2 übergreifen. Im montierten Zustand sind zwei an der Wippe
2 angeformte Filmscharniere 19 in Führungsschienen 20 eingeschoben, die an einer inneren
Längswand des Gehäuses 3 angebracht sind. Die derart befestigten Filmscharniere 19
bilden zwei Schwenklager 8 aus, um die die Wippe 2 verschwenkbar ist.
[0014] Die Unterseite des Tastenkörpers 9 liegt an zwei oder mehr Kontaktstellen 22 an der
Wippe 2 an. Sind mehr als zwei Kontaktstellen 22 vorgesehen, so liegen diese auf einer
einzigen Verbindungslinie, damit die Verbindungslinien der Kontaktstellen 22 keine
Fläche zwischen der Taste 1 und der Wippe 2 aufspannen können. Läge nämlich die Taste
1 flächig an der Wippe 2 an, so könnte die Taste 1 keine Verschwenkung der Wippe 2
bewirken, da in diesem Fall die Taste 1 selbst eine Kippbewegung ausführen müsste,
was erstens nicht erwünscht und zweitens durch die Linearführungen A, B auch ausgeschlossen
ist.
[0015] Die Kontaktstellen 22 sind hier durch zwei an der Oberseite der Wippe 2 angeformte
Vorsprünge dargestellt. Diese können - anders als hier dargestellt - entlang der Längserstreckungsrichtung
der Taste auch soweit verbreitert sein, dass sie insgesamt eine einzige schmale und
erhabene Kontaktkante ausbilden, die sich über die Gesamtlänge der Wippe 2 und damit
auch über annähernd die gesamte Länge der Taste 1 erstreckt.
[0016] Alternativ können die Kontaktstellen 22 oder die hier nicht dargestellte Kontaktkante
auch an der Unterseite des Tastenkörpers 9 angebracht sein. Die Kontaktstellen 22
sind also entweder fest an der Wippe 2 oder aber an der Taste 1 angeformt und liegen
lose an dem jeweiligen Gegenpart 1, 2 an, was bei einer Verschiebebewegung der Taste
1 entlang der Linearführungen A, B ein Verschwenken der Wippe 2 ermöglicht.
[0017] In der Figur 1 sind die die Kontaktstellen 22 ausbildenden Vorsprünge an den äußeren
Enden einer oberen Längskante der Wippe 2 angeordnet. Dadurch erfolgt bei einem Druck
auf die Betätigungsfläche 21 der Tastenkappe 10, unabhängig von der gewählten Betätigungsstelle
die Krafteinleitung auf die Wippe 2 immer zwischen den Kontaktstellen 22, wodurch
ein Verkippen der Taste 1 um einen der Vorsprünge 22 ausgeschlossen ist. Der Abstand
S zwischen den zueinander entferntest gelegenen Kontaktstellen beziehungsweise die
Länge der Kontaktkante entspricht dabei genau der Länge der Wippe.
[0018] An der vorderen Längswand der Wippe 2 ist eine Anformung 17 erkennbar, die sich auf
einem Schaltelement 5 abstützt und bei einem Verschwenken der Wippe 2 das Schaltelement
5 auslöst. Das Schaltelement 5 ist beispielsweise ein Schaltdom einer Silikonschaltmatte,
eine Schnappscheibe oder ein Kurzhubtaster und erlaubt eine Druckbetätigung über einen
relativ kurzen Betätigungsweg. Das Schaltelement 5 ist dabei entweder elastisch ausgebildet
oder weist eine Feder auf und erzeugt so bei einer Druckeinwirkung eine auf die Wippe
2 wirkende Rückstellkraft.
[0019] Das Schaltelement 5 ist auf einem Schaltungsträger 4 befestigt, über den die hier
nicht näher beschriebene elektrische Anbindung des Schaltelements 5 erfolgt. Das Auslösen
des Schaltelements 5 durch eine Druckeinwirkung schließt oder öffnet einen elektrischen
Kontakt.
[0020] In der Figur 2 sind die Führungen der Taste 1 innerhalb des Gehäuses 3 weiter verdeutlicht.
Dargestellt ist eine Draufsicht auf den innerhalb des Gehäuses 3 angeordneten Tastenkörper
9. An den beiden Schmalseiten des Tastenkörpers 9 und des Gehäuses 3 sind die Linearführungen
A, B erkennbar, die jeweils aus einer Führungsrippe 6 an einer Schmalseite des Tastenkörpers
9 und einer Führungsnut 7 an einer Innenseite des Gehäuses 3 bestehen. Umgekehrt zur
hier dargestellten Ausführung kann auch die Anordnung der Führungsrippen am Gehäuse
3 und der Führungsnuten am Tastenkörper 9 vorgesehen werden.
[0021] Bezüglich der in den Figuren eingezeichneten Koordinatenachsen x, y, z positionieren
die Linearführungen A und B die Lage der Taste 1 bezüglich der y-Achse und verhindern
zugleich Verdrehungen der Taste 1 um die x-Achse sowie um die Hochachse z. Eine an
einer Längsseite des Gehäuses 3 angeformte Positionierungsnut 23 und eine am Tastenkörper
9 angeformte Positionierungsrippe 24, welche in die Positionierungsnut 23 eingreift,
verhindern zudem Verschiebungen des Tastenkörpers 9 entlang der x-Achse.
[0022] Durch die erfindungsgemäß vorgesehene, am Gehäuse 3 schwenkbar gelagerte massive
Wippe 2 wird die Taste 1 in jeder Betätigungsphase über annähernd ihre gesamte Länge
abgestützt. Die Wippe 2 verkippt um ihre Schwenklager 8 ein Stück weit um die x-Achse
und bewegt sich zugleich in der z-Richtung nach unten, verdreht sich dabei jedoch
nicht um die y-Achse, so dass die auf der Wippe 2 sich abstützende Taste 1 ebenfalls
nicht um die y-Achse verschwenken kann. Die Taste 1 bewegt sich bei einer Betätigung
somit sehr präzise parallel zu den Wänden des Gehäuses 3 nach unten und zwar unabhängig
davon, an welcher Stelle der Betätigungsdruck auf die Betätigungsfläche 21 der Taste
1 einwirkt.
[0023] Die Figur 3 skizziert ein Bedienelement als ein vorteilhaftes Anwendungsbeispiel
des zuvor beschriebenen Tastschalters. Das Bedienelement, welches beispielsweise in
Kraftfahrzeugen eingesetzt werden kann, weist auf der Tastenkappe 10 mehrere, hier
beispielhaft vier, kapazitive Sensorfelder 13 auf. Zur Ausbildung von - hier nicht
dargestellten - kapazitiven Sensoren können Sensorfelder auf einem flexiblen Schaltungsträger,
beispielsweise einer dünnen Leiterfolie angeordnet sein, die zwischen der Tastenkappe
10 und dem Tastenkörper 9 eingefasst ist. Die Leiterfolie kann zusätzlich die Bauelemente
einer Auswerteelektronik tragen oder mit einer an einem anderen Ort, beispielsweise
auf dem Schaltungsträger 4, befindlichen Auswerteelektronik in Verbindung stehen.
Die Berührung eines der Sensorfelder 13 ermöglicht die Vorauswahl einer von mehreren
Funktionen, die dann durch eine Druckbetätigung der Taste 1 bestätigt und damit ausgelöst
wird. Üblicherweise wird die Taste 1 an der Stelle gedrückt, an der sich auch das
zur aktuell ausgewählten Funktion gehörende Sensorfeld 13 befindet. Um ein von der
jeweiligen Funktionsauswahl unabhängiges Betätigungsgefühl beim Drücken der Taste
1 zu erhalten, ist es erwünscht, dass die Betätigungshaptik unabhängig von der Betätigungsstelle
der Taste 1 ist, was durch die erfindungsgemäße Ausführung des Tastschalters erreicht
wird.
[0024] In einer vorteilhaften Weiterbildung sind die auf der Tastenkappe 10 angeordneten
Sensorfelder 13 beleuchtbar ausgeführt, um die vorausgewählte oder durch die Tastenbetätigung
ausgelöste Funktion anzuzeigen. Hierzu sind auf dem Schaltungsträger 4 vier Leuchtelemente
14 entsprechend der Anzahl der auf der Taste 1 vorgesehenen Sensorfelder 13 angeordnet.
Damit das Licht der Leuchtelemente 14 bis zur Tastenkappe 10 gelangen kann, ist in
die Oberseite des Tastenkörpers 9 in Längsrichtung eine Ausnehmung 18 eingebracht.
Die Wippe 2 weist vorteilhafterweise mehrere Zwischenwände 15 auf. Durch die Zwischenwände
15 werden innerhalb der Wippe 2 mehrere oben und unten offene Kammern 16 gebildet,
welche die Funktion einer Blende übernehmen, um das Licht der Leuchtelemente 14 jeweils
auf den Bereich einzelner zugehöriger Sensorfelder 13 zu begrenzen. Die Zwischenwände
15 bewirken darüber hinaus ein Versteifung und damit stabilere Ausgestaltung der Wippe
2.
Bezugszeichen
[0025]
- 1
- Taste
- 2
- Wippe
- 3
- Gehäuse
- 4
- Schaltungsträger (Leiterplatte)
- 5
- Schaltelement
- 6
- Führungsrippen
- 7
- Führungsnuten
- 8
- Schwenklager
- 9
- Tastenkörper
- 10
- Tastenkappe
- 11
- Rastnasen
- 12
- Rastlaschen
- 13
- Sensorfelder
- 14
- Leuchtelemente
- 15
- Zwischenwände
- 16
- Kammern
- 17
- Anformung
- 18
- Ausnehmung
- 19
- Filmscharnier
- 20
- Führungsschienen
- 21
- Betätigungsfläche
- 22
- Kontaktstellen (Vorsprünge)
- 23
- Positionierungsnut
- 24
- Positionierungsrippe
- 25
- Seitenwände
- A, B
- Linearführungen
- L
- Längserstreckung
- S
- Abstand
- x, y, z
- (Koordinaten-)Achsen
1. Elektrischer Tastschalter,
aufweisend eine Taste (1) mit einer im Wesentlichen rechteckigen Betätigungsfläche
(21),
die durch eine Druckbetätigung gegen ein Gehäuse (3) verschiebbar ist, und dadurch
das Auslösen eines elektrischen Schaltelements (5) bewirkt, wobei unterhalb der Taste
(1) eine Wippe (2) angeordnet ist, die mittels mindestens eines Schwenklagers (8)
an einer inneren Längswand des Gehäuses (3) gelagert ist, und wobei die Wippe (2)
durch die Betätigung der Taste (1) verschwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Wippe (2) kastenförmig ausgebildet ist und die Taste (1) über annähernd deren
gesamte Längserstreckung (L) abstützt.
2. Elektrischer Tastschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schmalseiten der Taste (1) Seitenwände (25) mit angeformten Führungsrippen (6)
bzw. Führungsnuten aufweisen, die mit Führungsnuten (7) bzw. Führungsrippen zusammenwirken,
die an Innenseiten des Gehäuses (3) angeformt sind.
3. Elektrischer Tastschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (25) der Taste (1) die Wippe (2) übergreifen.
4. Elektrischer Tastschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Taste (1) die Wippe (2) entlang einer Kontaktkante oder an mindestens zwei Kontaktstellen
(22) berührt, die entlang einer Linie parallel zur Längserstreckungsrichtung der Taste
(1) angeordnet sind.
5. Elektrischer Tastschalter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungslinie zwischen den äußersten Kontaktstellen (22) parallel zur Richtung
der Längserstreckung (L) der Wippe (2) ausgerichtet ist.
6. Elektrischer Tastschalter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass genau zwei Kontaktstellen (22) vorgesehen sind, die auf der dem Schwenklager (8)
abgewandten oberen Längskante der Wippe (2) angeordnet sind.
7. Elektrischer Tastschalter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktstellen (22) als angeformte erhabene Vorsprünge ausgebildet sind.
8. Elektrischer Tastschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Längseite des Gehäuses (3) eine Positionierungsnut (23) oder Positionierungsrippe
angeformt ist, die mit einer Positionierungsrippe (24) oder Positionierungsnut an
der Taste (1) zusammenwirkt.
9. Elektrischer Tastschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schwenklager (8) mindestens ein Filmscharnier (19) aufweist.
10. Elektrischer Tastschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Taste (1) aus einer deckelartigen Tastenkappe (10) und einem kastenartigen Tastenkörper
(9) gebildet ist, die über Rastelemente (11, 12) miteinander verbunden sind.
11. Elektrischer Tastschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wippe (2) auf das Schaltelement (5) einwirkt.
12. Elektrischer Tastschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltelement (5) ein Schaltdom, eine Schnappscheibe, oder ein Kurzhubtaster
ist.
13. Bedienelement mit einem elektrischen Tastschalter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Tastenkappe (10) mehrere kapazitive Sensorfelder (13) aufweist.
14. Bedienelement nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Berührung einer der Sensorfelder (13) eine Schaltfunktion vorwählbar und
durch Druck auf die Tastenkappe (10) auslösbar ist.
1. Electrical momentary-contact switch,
having a key (1) with an essentially rectangular actuating surface (21) which is displaceable
against a housing (3) by means of pressure actuation, thus causing an electrical contact
element (5) to trigger,
for which purpose a rocker (2) is located below the key (1), supported on an internal
longitudinal wall of the housing (3) by means of at least one pivot bearing (8), and
whereby the rocker (2) is pivotable by operating the key (1),
characterised in that the rocker (2) is of a box-shaped design and supports the key (1) along almost its
entire longitudinal extension (L).
2. Electrical momentary-contact switch according to Claim 1, characterised in that the narrow ends of the key (1) have lateral walls (25) with moulded-on guide fins
(6) or guide grooves, as the case may be, which interact with guide grooves (7) or
guide fins, as the case may be, which are moulded onto the insides of the housing
(3).
3. Electrical momentary-contact switch according to Claim 1, characterised in that the lateral walls (25) of the key (1) cover the rocker (2).
4. Electrical momentary-contact switch according to Claim 1, characterised in that the key (1) comes into contact with the rocker (2) along a contact edge or at least
at two contact points (22) located along a line parallel to the direction of longitudinal
extension of the key (1).
5. Electrical momentary-contact switch according to Claim 4, characterised in that the connecting line between the outermost contact points (22) is aligned parallel
to the direction of the longitudinal extension (L) of the rocker (2).
6. Electrical momentary-contact switch according to Claim 4, characterised in that exactly two contact points (22) are provided which are located on the upper longitudinal
edge of the rocker (2) facing away from the pivot bearing (8).
7. Electrical momentary-contact switch according to Claim 4, characterised in that the contact points (22) are designed as moulded-on, raised projections.
8. Electrical momentary-contact switch according to Claim 1, characterised in that a positioning groove (23) or positioning fin is moulded onto the longitudinal side
of the housing (3) and interacts with a positioning fin (24) or positioning groove
on the key (1).
9. Electrical momentary-contact switch according to Claim 1, characterised in that the pivot bearing (8) has at least one integral hinge (19).
10. Electrical momentary-contact switch according to Claim 1, characterised in that the key (1) is composed of a lid-like key cap (10) and a box-like key body (9) which
are connected to each other by way of snap-in elements (11, 12).
11. Electrical momentary-contact switch according to Claim 1, characterised in that the rocker (2) acts upon the contact element (5).
12. Electrical momentary-contact switch according to Claim 1, characterised in that the contact element (5) is a dome switch, a metal dome, or a tactile switch.
13. Operating element having an electrical momentary-contact switch according to Claim
1, characterised in that the key cap (10) has a plurality of capacitive sensor fields (13).
14. Operating element according to Claim 13, characterised in that a switching function can be pre-selected by touching one of the sensor fields (13)
and can be triggered by pressing on the key cap (10).
1. Bouton-poussoir électrique présentant une touche (1) dotée d'une surface d'actionnement
(21) essentiellement rectangulaire,
qui peut être déplacée par pression contre un boîtier (3), et provoque ainsi le déclenchement
d'un élément de commutation électrique (5),
sachant que, sous la touche (1), est disposée une bascule (2), qui est montée sur
une paroi longitudinale intérieure du boîtier (3) au moyen d'un palier pivotant (8),
et
sachant que la bascule (2) peut être pivotée par actionnement de la touche (1), caractérisé en ce que
la bascule (2) est réalisée en forme caisson et supporte la touche (1) approximativement
sur toute l'étendue longitudinale (L) de celle-ci.
2. Bouton-poussoir électrique selon la revendication 1, caractérisé en ce que les côtés étroits de la touche (1) présentent des parois latérales (25) dotées de
nervures de guidage (6), respectivement de rainures de guidage, qui coopèrent avec
des rainures de guidage (7), respectivement avec des nervures de guidage, qui sont
formées sur les faces intérieures du boîtier (3).
3. Bouton-poussoir électrique selon la revendication 1, caractérisé en ce que les parois latérales (25) de la touche (1) recouvrent la bascule (2).
4. Bouton-poussoir électrique selon la revendication 1, caractérisé en ce que la touche (1) contacte la bascule (2) le long d'un bord de contact ou au moins sur
deux points de contact (22), qui sont disposés le long d'une ligne parallèle au sens
de la longueur de la touche (1).
5. Bouton-poussoir électrique selon la revendication 4, caractérisé en ce que la ligne de liaison entre les points de contact les plus extérieurs (22) est orientée
parallèlement à la direction de l'étendue longitudinale (L) de la bascule (2).
6. Bouton-poussoir électrique selon la revendication 4, caractérisé en ce que sont prévus exactement deux points de contact (22), qui sont disposés sur le bord
longitudinal, supérieur de la bascule (2) orienté à l'opposé du palier pivotant (8).
7. Bouton-poussoir électrique selon la revendication 4, caractérisé en ce que les points de contact (22) sont réalisés en forme de saillies convexes.
8. Bouton-poussoir électrique selon la revendication 1, caractérisé en ce que, sur le côté longitudinal du boîtier (3), est formée une rainure de positionnement
(23) ou une nervure de positionnement, qui coopère avec une nervure de positionnement
(24) ou une rainure de positionnement sur la touche (1).
9. Bouton-poussoir électrique selon la revendication 1, caractérisé en ce que le palier pivotant (8) présente au moins une charnière pelliculaire (19).
10. Bouton-poussoir électrique selon la revendication 1, caractérisé en ce que la touche (1) est composée d'un capuchon (10) en forme de couvercle et d'un corps
de touche (9) en forme de caisson, lesquels sont reliés ensemble par l'intermédiaire
d'éléments d'enclenchement (11, 12).
11. Bouton-poussoir électrique selon la revendication 1, caractérisé en ce que la bascule (2) agit sur l'élément de commutation électrique (5).
12. Bouton-poussoir électrique selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de commutation (5) est un dôme de commutation, un disque à déclic ou une
touche à faible course.
13. Bouton-poussoir électrique selon la revendication 1, caractérisé en ce que le capuchon (10) de la touche présente plusieurs champs de détection (13).
14. Bouton-poussoir électrique selon la revendication 13, caractérisé en ce que, par l'entrée en contact tactile avec un champ de détection (13), une fonction de
commutation peut être présélectionnée et peut être déclenchée par pression exercée
sur le capuchon (10) de la touche.
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