[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Stereo-Mikrofoneinheit mit zwei Interferenzrohren
sowie eine Kameraeinheit.
[0002] Ein Interferenzmikrofon, auch bezeichnet als Richtrohrmikrofon oder Rohrrichtmikrofon,
stellt ein Mikrofon mit einem Interferenzrohr dar, welches vor einer Mikrofonkapsel
vorgesehen ist. Das Interferenzrohr kann an seinen beiden Enden offen sein und weist
eine Mehrzahl von seitlichen Schlitzen oder Bohrungen auf. Durch das Vorsehen der
Schlitze und/oder Bohrungen kann eine Richtwirkung insbesondere im Bereich mittlerer
und hoher Frequenzen des Interferenzmikrofons ermöglicht werden. Die Richtwirkung
kann hierbei insbesondere dadurch entstehen, dass durch die Ausgestaltung des Interferenzrohres
Schallwellen durch die seitlichen Schlitze oder Bohrungen in das Interferenzrohr hineingebeugt
werden können.
[0003] DE 1094803 zeigt ein Richtmikrofon mit einem Interferenzrohr, welches eine Mehrzahl von Längsschlitzen
aufweist. Die Mikrofonkapsel ist an einem Ende des Rohres vorgesehen.
[0004] Die
DE 3901158 A1 offenbart zwei in entgegengesetzte Richtungen weisende Richtmikrofone, die in einem
gemeinsamen Horngehäuse aufgenommen sind.
[0005] In der prioritätsbegründenden Patentanmeldung hat das Deutsche Patent- und Markenamt
die folgenden Dokumente recherchiert:
DE 197 03 311 A1;
US 2006 / 0 239 477 A1;
BRIXEN; E. B.: Microphones, High Wind and Rain. In: Audio Engineering Society, Convention
Paper 6624, 119th Convention, New York, 7.-10.10.2005;
GERLACH, H.: Stereo Sound Recording with Shotgun Microphones. In: J. Audio Eng. Soc.,
Vol. 37, No. 10, Oct. 1989, S.832-838;
WUTTKE, J.: Microphones and Wind. In: J. Audio Soc., Vol. 40 No. 10, 4.-8.10.1991,
S. 809-817 ;Wikipedia-Artikel "Mikrofon-Windschutz", Version vom 11.03.2014; Wikipedia-Artikel
"Richtrohrmikrofon", Version vom 08.01.2014
[0006] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Mikrofon mit einer Richtwirkung vorzusehen,
welche eine verbesserte Schallerfassung ermöglicht.
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine Mikrofoneinheit nach Anspruch 1 gelöst.
[0008] Somit wird eine Stereo-Mikrofoneinheit mit zwei Interferenzrohren sowie zwei Mikrofonkapseln
vorgesehen, welche jeweils an einem Ende der Interferenzrohre vorgesehen werden. Die
beiden Interferenzrohre werden in einer nicht parallelen Anordnung vorgesehen. Optional
ist ein Winkel zwischen dem ersten und zweiten Interferenzrohr vorgesehen, welcher
optional kleiner als 90 Grad ist. Ferner weist die Stereo-Mikrofoneinheit eine Befestigungseinheit
auf, die optional als eine gemeinsame ausgestaltet sein kann, über die beide Interferenzrohre
gemeinsam z. B. an einem mobilen Gerät befestigt werden können. Die Mikrofoneinheit
weist ein erstes und zweites Interferenzrohr bzw. ein erstes und zweites Richtrohr
auf, welche in einem Winkel zueinander angeordnet sind. Der Winkel zwischen dem ersten
und zweiten Interferenzrohr bestimmt die Basisbreite. Optional kann der Winkel zwischen
dem ersten und zweiten Interferenzrohr einstellbar sein. Die Mikrofoneinheit weist
eine schalldurchlässige Hülle als Windschutz auf, welche zumindest das erste und zweite
Interferenzrohr (komplett) umgibt. Der akustische Widerstand der Hülle kann derart
dimensioniert sein, dass hohe Frequenzanteile nur sehr wenig gedämpft werden. Ferner
ist der akustische Widerstand so ausgelegt, dass Turbulenzen gebremst werden können.
Das durch die Hülle eingeschlossene Volumen ist so ausgelegt, dass dieses Volumen
als Beruhigungszone dienen kann, in welcher sich Turbulenzen abbauen bzw. beruhigen
können. Dadurch dass das erste und zweite Interferenzrohr bzw. Richtrohr in einer
Hülle angeordnet ist, kann das Volumen der benötigten Hülle reduziert werden im Vergleich
zu zwei einzelnen Interferenzrohren, ohne dass die Winddämpfung verschlechtert wird.
[0009] Optional kann die Mikrofoneinheit eine Befestigungseinheit zur Befestigung an einem
mobilen Gerät, wie beispielsweise eine Kamera, oder an einem Stativ aufweisen. Die
Befestigungseinheit kann dabei fest mit der Hülle und optional mit den Interferenzrohren
verbunden sein, so dass die gesamte Mikrofoneinheit über eine gute Stabilität verfügen
kann. Die Befestigungseinheit kann optional als ein Blitzschutzadapter ausgestaltet
sein.
[0010] Die Erfindung betrifft ebenfalls eine Kameraeinheit mit einer Kamera und einer Stereo-Mikrofoneinheit
mit einem ersten und zweiten Interferenzrohr, welche in einem Winkel zueinander angeordnet
sind und jeweils ein erstes und zweites Ende aufweisen. Eine erste und zweite Mikrofonkapsel
zum Erfassen eines Audiosignals ist jeweils an einem Ende des ersten und zweiten Interferenzrohres
vorgesehen. Optional kann die Stereoeinheit fest an der Kameraeinheit befestigt werden.
[0011] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0012] Vorteile und Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen näher erläutert.
- Fig. 1
- zeigt eine schematische Darstellung einer Mikrofoneinheit mit zwei Interferenzrohren
gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,
- Fig. 2 bis 4
- zeigen jeweils eine schematische Darstellung einer Mikrofoneinheit gemäß einem zweiten
Ausführungsbeispiel,
- Fig. 5
- zeigt eine schematische Darstellung einer Mikrofoneinheit gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel,
und
- Fig. 6
- zeigt eine schematische Darstellung einer Mikrofoneinheit gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel.
[0013] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Mikrofoneinheit mit zwei Interferenzrohren
gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel. Die Mikrofoneinheit 100 weist zwei Interferenzrohre
oder Richtrohre 110, 120 auf, welche in einem Winkel α zueinander angeordnet sind.
Das erste und zweite Interferenzrohr 110, 120 weist jeweils ein erstes Ende 111, 121,
ein zweites Ende 112, 122, eine Mantelfläche 113, 123, eine Mehrzahl von Bohrungen
oder Schlitzen 114, 124 auf. An den jeweiligen zweiten Enden 112, 122 des ersten und
zweiten Interferenzrohres 110, 120 ist eine erste und zweite Mikrofonkapsel MK1, MK2
vorgesehen, um ein Audiosignal zu erfassen. In Fig. 1 sind lediglich die Interferenzrohre
110, 120 gezeigt. Die elektrischen Anschlüsse an die Interferenzrohre 110, 120 sind
nicht dargestellt.
[0014] Fig. 2 bis Fig. 4 zeigen jeweils eine schematische Darstellung einer Mikrofoneinheit
gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel. Die Mikrofoneinheit 100 gemäß dem zweiten
Ausführungsbeispiel kann auf der Mikrofoneinheit 100 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel
beruhen. Die Mikrofoneinheit 100 weist somit ein erstes und zweites Interferenzrohr
110, 120 jeweils mit einem ersten Ende 111, 121, einem zweiten Ende 112, 122, einer
Mantelfläche 113, 123 sowie einer Mehrzahl von Bohrungen oder Schlitzen 114, 124 auf.
Zwischen den ersten und zweiten Interferenzrohren 110, 120 ist ein Winkel α vorgesehen.
An dem zweiten Ende 112, 122 des ersten und zweiten Interferenzrohres 110, 120 ist
jeweils eine Mikrofonkapsel MK1, MK2 vorgesehen.
[0015] Um das erste und zweite Interferenzrohr 110, 120 ist eine Hülle 130 (als Windschutz)
vorgesehen, welche das erste und zweite Interferenzrohr 110, 120 vollständig umgeben.
Die Hülle 130 weist ein erstes Ende 131, ein zweites Ende 132, eine erste Seitenfläche
133 und eine zweite Seitenfläche 134 sowie eine Oberseite 136 und eine Unterseite
135 auf. Das zweite Ende 132 weist eine größere Breite auf als das erste Ende 131,
was durch die Ausgestaltung des ersten und zweiten Interferenzrohres 110, 120 sowie
des dazwischen befindlichen Winkels α hervorgerufen wird. Die Hülle 130 weist einen
akustischen Widerstand auf, durch den hohe Frequenzanteile nur wenig gedämpft werden,
während trotzdem Turbulenzen, welche beispielsweise durch Wind erzeugt werden können,
gebremst bzw. gedämpft werden können. Das Volumen der Hülle 130 kann als Beruhigungszone
ausgestaltet sein, so dass Turbulenzen da drin abgebaut bzw. beruhigt werden können.
Je größer das Volumen der Hülle 130 desto besser oder stärker die Dämpfung der durch
Wind erzeugten Störgeräusche.
[0016] Das Vorsehen einer einzigen Hülle 130 (als Windschutz) zur Umhüllung des ersten und
zweiten Interferenzrohres 110, 120 kann zu einer erheblichen Platzeinsparung der Hülle
130 führen im Vergleich zu jeweils einer Hülle um eines der Interferenzrohre. Diese
Platzreduzierung von beispielsweise 50 % hat hierbei keinen negativen Einfluss auf
die Winddämpfung. Entscheidend für die Reduzierung von Windgeräuschen ist die Größe
des Volumens der Hülle, in welcher sich ein Richtrohrmikrofon befindet. Die Volumenersparnis
ergibt sich also durch eine gemeinsame Nutzung des Volumens der Hülle für beide Interferenzrohre.
[0017] Die Hülle 130 kann somit als Windschutz für das Mikrofon ausgestaltet sein.
[0018] Durch den Winkel α zwischen dem ersten und zweiten Interferenzrohr 110, 120 kann
eine Basisbreite bestimmt werden. Optional kann der Winkel zwischen dem ersten und
zweiten Interferenzrohr einstellbar ausgestaltet sein.
[0019] Fig. 5 zeigt eine schematische Darstellung einer Mikrofoneinheit gemäß einem dritten
Ausführungsbeispiel. Die Mikrofoneinheit 100 gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel
kann auf einer Mikrofoneinheit gemäß dem ersten oder zweiten Ausführungsbeispiel beruhen.
Die Ausgestaltung des ersten und zweiten Interferenzrohres 110, 120 entspricht dabei
der Ausgestaltung der ersten und zweiten Interferenzrohre 110, 120 gemäß dem ersten
oder zweiten Ausführungsbeispiel. Um die beiden Interferenzrohre 110, 120 herum ist
eine Hülle 130 vorgesehen, bei welcher im Gegensatz zu der Hülle gemäß dem zweiten
Ausführungsbeispiel eine Ausnehmung 139 zwischen den ersten Enden 111, 121 des ersten
und zweiten Interferenzrohres 110, 120 vorgesehen ist. Durch das Vorsehen der Ausnehmung
139 umschließt ein erster Hüllenabschnitt 137 das erste Ende 111 des ersten Interferenzrohres
und ein zweiter Hüllenabschnitt 138 umschließt das erste Ende 121 des zweiten Interferenzrohres
120.
[0020] Durch die Ausgestaltung der Hülle gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel kann das
Volumen der Hülle reduziert werden, ohne dass sich dies negativ auf die Dämpfungseigenschaften
der Hülle auswirkt. Dies kann insbesondere dadurch erreicht werden, dass ein Mindestabstand
zwischen den Interferenzrohren 110, 120 und der Hülle vorgesehen ist.
[0021] Die Mikrofoneinheit gemäß dem ersten, zweiten oder dritten Ausführungsbeispiel weist
ferner eine Befestigungseinheit 150 auf, welche an der Unterseite 135 der Hülle vorgesehen
werden kann und welche fest mit der Hülle und/oder dem ersten und zweiten Interferenzrohr
110, 120 verbunden ist, um eine stabile Mikrofoneinheit vorsehen zu können. Diese
Befestigungseinheit 150 kann z.B. an einem Blitzschutz einer Digitalkamera befestigt
werden.
[0022] Die Mikrofoneinheit gemäß der Erfindung ist insbesondere ausgestaltet, um mit einem
mobilen Gerät wie beispielsweise einer Digitalkamera, einem Camcorder oder dergl.
verwendet zu werden. Dadurch, dass zwei Interferenzrohre 110, 120 vorgesehen sind
und dass jeweils eine Mikrofonkapsel MK1, MK2 an einem der Enden der Interferenzrohre
vorgesehen ist, kann die Mikrofoneinheit dazu ausgestaltet sein, ein Stereo-Signal
zu erfassen.
[0023] Wenn die Mikrofoneinheit fest mit einer Digitalkamera oder einem Camcorder oder einer
anderen Videokamera befestigt ist und das zweite Ende der Hülle mit der optischen
Achse der Kamera ausgerichtet ist, dann wird die Mikrofoneinheit immer in diejenige
Richtung zeigen, in welche die Kamera gerichtet ist und kann dann somit das Audio-Signal
aus dieser Richtung empfangen.
[0024] Somit kann durch die Mikrofoneinheit ein Audio-Signal erfasst werden, welches mit
einem Bildausschnitt eines mit einer Kamera aufgenommenen Videos oder Films übereinstimmt.
Ferner kann somit erreicht werden, dass Schallquellen, welche sich außerhalb des Bildes
befinden mit einem deutlich geringeren Pegel aufgenommen werden. Ferner kann eine
Stereoortung zur Darstellung des Videos aufgezeichnet werden.
[0025] Die erfindungsgemäße Mikrofoneinheit kann somit als eine Stereo-Mikrofoneinheit ausgestaltet
sein und kann auch an ein mobiles Gerät wie beispielsweise eine Digitalkamera, einen
Camcorder, eine Videokamera oder dergl. montiert werden. Durch die Ausgestaltung der
beiden Interferenzrohre bzw. Richtrohre können Stereoaufnahmen zur gleichen Zeit erfolgen,
wie die Kamera ein Video-Signal aufzeichnet. Damit kann ein Stereo-Audio-Signal erhalten
werden, welches zu der Bewegung des mobilen Gerätes, nämlich der Kamera passt.
[0026] Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Mikrofoneinheit vorgesehen,
welche auf eine Kamera aufsteckbar ist und ein Stereo-Signal durch die zwei Richtrohrmikrofone
erfassen kann. Die Mikrofoneinheit weist eine gemeinsame Befestigungseinheit zur Befestigung
oder zum Aufstecken auf die Kamera auf. Somit wird eine Mikrofoneinheit vorgesehen,
welche auf eine Kamera aufsteckbar ist und ein Stereo-Signal erfassen kann, ohne dass
dabei zwei einzeln befestigte Richtrohrmikrofone vorgesehen werden müssen. Durch die
Verbindung der Stereo-Mikrofoneinheit mit der Kamera kann durch die Stereo-Mikrofoneinheit
ein Stereo-Audio-Signal aufgezeichnet werden, welches ein zu der Bewegung der Kamera
passendes Stereo-Signal erzeugt.
[0027] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung sind die beiden Richtrohr-
bzw. Interferenzrohrmikrofone von einer gemeinsamen Hülle umgeben. Die gemeinsame
Hülle dient einem verbesserten Windschutz, da den von dem Wind angeregten Turbulenzen
in dem vergrößerten Volumen der Hülle mehr Raum zur Verfügung steht, um sich zu beruhigen.
[0028] Fig. 6 zeigt eine schematische Darstellung einer Mikrofoneinheit gemäß einem vierten
Ausführungsbeispiel. Die Mikrofoneinheit 100 weist ein erstes und zweites Interferenzrohr
110, 120 auf. Die Interferenzrohre weisen jeweils ein erstes Ende 111, 121, ein zweites
Ende 112, 122 und eine Mehrzahl von Öffnungen oder Löchern 114, 124 auf. An den zweiten
Enden 112, 122 des ersten und zweiten Interferenzrohres 110, 120 ist jeweils eine
Mikrofonkapsel MK1, MK2 vorgesehen, welche mit einer Audioverarbeitungseinheit 160
gekoppelt sein kann, in welcher eine Audioverarbeitung der erfassten Audiosignale
erfolgen kann.
[0029] Die Mikrofoneinheit weist eine Hülle 130, auf welche V-förmig ausgestaltet sein kann
und das erste und zweite Interferenzrohr 110, 120 vollkommen umgibt. Ferner kann die
Mikrofoneinheit 100 eine Befestigungseinheit 150 aufweisen. Optional kann die Befestigungseinheit
150 einen Blitzschuhadapter 151 darstellen, der eine Rändelschraube 152 aufweist.
[0030] Die Mikrofoneinheit gemäß der Erfindung kann eine Befestigungseinheit 150, vorzugsweise
an der Unterseite 135 der Hülle 130 aufweisen. Die Befestigungseinheit 150 kann optional
einen Blitzschuhadapter 151 mit einer Rändelschraube 152 aufweisen. Mittels dieses
Blitzschuhadapters 151 kann die Mikrofoneinheit 100 beispielsweise auf einer Kamera,
einer Videokamera, einem Camcorder oder dergl. befestigt werden.
[0031] Alternativ dazu kann die Befestigungseinheit 150 dazu ausgestaltet sein, die Mikrofoneinheit
an einem Stativ zu befestigen.
[0032] Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung kann eine Audio-Verarbeitungseinheit
160 in der Mikrofoneinheit vorgesehen sein, welche die Ausgangs-Signale der Mikrofonkapseln
MK1, MK2 empfängt und einer Audio-Verarbeitung unterzieht. Ferner können Filter vorhanden
sein, welche die Ausgangs-Signale der Mikrofonkapseln MK1, MK2 einer Hochpass- oder
Tiefpassfilterung unterziehen.
[0033] Optional kann die Mikrofoneinheit eine Energieversorgung beispielsweise in Form einer
Batterie oder eines Akkumulators aufweisen.
[0034] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung kann die Mikrofoneinheit als
eine Surround-Mikrofoneinheit vorgesehen sein, welche mindestens zwei Interferenzrohre
bzw. Richtrohre sowie mindestens zwei Mikrofonkapseln aufweist. Die Surround-Mikrofoneinheit
weist dann ebenfalls eine Befestigungseinheit 150 sowie eine entsprechende Hülle 130
auf. Optional können weitere Mikrofonkapseln in der Mikrofoneinheit vorgesehen sein.
[0035] Durch die Ausgestaltung der Mikrofoneinheit mit den mindestens zwei Interferenzrohren
und dem Winkel α zwischen diesen beiden Interferenzrohren werden durch die Mikrofoneinheit
lediglich die Audio-Signale vor der Mikrofoneinheit erfasst. Dies wird insbesondere
durch die Richtcharakteristik der Mikrofoneinheit bestimmt.
[0036] Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung können die Audio-Signale der Mikrofonkapseln
MK1, MK2 über ein Kabel nach außen geführt werden. Alternativ bzw. zusätzlich dazu
kann eine Buchse in der Mikrofoneinheit vorgesehen sein, an welcher ein entsprechendes
Kabel angeschlossen werden kann.
[0037] Die Interferenzrohre gemäß der Erfindung sind als Rohre ausgestaltet und weisen Öffnungen,
Bohrungen oder Schlitze auf. Die Interferenzrohre gemäß der Erfindung können auch
aus einer Gaze hergestellt sein. Wichtig hierbei ist, dass die Interferenzrohre nicht
dicht sind.
1. Stereo-Mikrofoneinheit, mit einem ersten und zweiten Interferenzrohr (110, 120), weiche
in einem Winkel (α) zueinander angeordnet sind und jeweils ein erstes Ende (111, 121)
und ein zweites Ende (112, 122) aufweisen,
einer ersten und zweiten Mikrofonkapsel (MK1, MK2) zur Erfassung eines Audiosignals,
welche jeweils an einem Ende (112, 122) des ersten und zweiten Interferenzrohres (110,
120) vorgesehen ist, und
einer Befestigungseinheit (150, 151, 152) zum gemeinsamen Befestigen des ersten und
zweiten Interferenzrohres (110, 120), insbesondere an einem mobilen Gerät oder an
einem Stativ, und
einer Hülle (130) als Windschutz, welche mit der Befestigungseinheit (150) verbunden
ist und das erste und zweite Interferenzrohr (110, 120) in einem zusammenhängenden
Volumen vollkommen umgibt,
wobei die Hülle (130) so ausgestaltet ist, dass eine gemeinsame Nutzung des Gesamtvolumens
als Beruhigungszone für Windturbulenzen für das erste und zweite Interferenzrohr dient,
wobei die Hülle (130) ein erstes und zweites Ende (131, 132) aufweist, wobei das zweite
Ende (132) breiter ist als das erste Ende (131),
wobei die zweiten Enden (112, 122) des ersten und zweiten Interferenzrohres (110,
120) im Bereich des ersten Endes (131) der Hülle (130) vorgesehen sind.
2. Stereo-Mikrofoneinheit nach Anspruch 1, wobei der Winkel (α) zwischen dem ersten und
zweiten Interferenzrohr (110, 120) einstellbar ist.
3. Stereo-Mikrofoneinheit nach Anspruch 2, wobei
die Hülle (130) an ihrem zweiten Ende (132) eine Ausnehmung (139) aufweist, so dass
um die ersten Enden (111, 121) des ersten und zweiten Interferenzrohres (110, 120)
eine Hülle (130) mit einem Mindestabstand zu dem ersten und zweiten Ende zwischen
den ersten Enden (111, 121) des ersten und zweiten Interferenzrohres (110, 120) vorgesehen
ist.
4. Stereo-Mikrofoneinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Befestigungseinheit
(150) als ein Blitzschuhadapter (151) ausgestaltet ist.
5. Kameraeinheit, mit
einer Kamera und
einer Stereo-Mikrofoneinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 4, weiche mittels der
Befestigungseinheit an der Kamera montiert ist.
1. Stereo microphone unit comprising
a first and a second interference tube (110, 120) which are arranged at an angle (α)
relative to each other and respectively have a first end (111, 121) and a second end
(112, 122),
a first and a second microphone capsule (MK1, MK2) for detecting an audio signal,
which are respectively provided at an end (112, 122) of the first and second interference
tube (110, 120),
a securing unit (150, 151, 152) for jointly securing the first and second interference
tubes (110, 120) in particular to a mobile device or to a stand, and
a cover (130) as a wind protector which is connected to the securing unit (150) and
which completely encloses the first and second interference tubes (110, 120) in an
intercommunicating volume,
wherein the cover (130) is configured such that a joint use of the overall volume
serves as a calming zone for wind turbulences for the first and second interference
tube (110, 120), wherein the cover (130) has a first and a second end (131, 132),
wherein the second end (132) is wider than the first end (131),
wherein the second ends (112, 122) of the first and second interference tubes (110,
120) are provided in the region of the first end (131) of the cover (130).
2. A stereo microphone unit as set forth in claim 1 wherein
the angle (α) between the first and second interference tubes (110, 120) is adjustable.
3. Stereo microphone unit as set forth in claim 2 wherein
at its second end (132) the cover (130) has a recess (139) so that provided around
the first ends (111, 121) of the first and second interference tubes (110, 120) is
a cover (130) having a minimum spacing relative to the first and second ends between
the first ends (111, 121) of the first and second interference tubes (110, 120).
4. A stereo microphone unit as set forth in one of claims 1 through 3 wherein
the securing unit (150) is in the form of a hot shoe adaptor (151).
5. A camera unit comprising
a camera, and
a stereo microphone unit as set forth in one of claims 1 through 4, which is mounted
to the camera by means of the securing unit.
1. Unité de microphone stéréophonique, avec
un premier et un second tube d'interférence (110, 120), qui sont disposés en formant
un angle (α) l'un par rapport à l'autre et qui comprennent chacun une première extrémité
(111, 121) et une seconde extrémité (112, 122),
une première et une seconde capsule de microphone (MK1, MK2) pour détecter un signal
audio, qui sont prévues respectivement au niveau d'une extrémité (112, 122) du premier
et du second tube d'interférence (110, 120), et
une unité de fixation (150, 151, 152) pour fixer ensemble le premier et le second
tube d'interférence (110, 120), en particulier au niveau d'un appareil mobile ou au
niveau d'un trépied, et
un manchon (130) en tant que protection contre le vent, qui est relié à l'unité de
fixation (150) et qui entoure complètement le premier et le second tube d'interférence
(110, 120) dans un volume contigu,
dans laquelle le manchon (130) est conçu de sorte qu'une utilisation commune du volume
total sert de zone d'affaiblissement pour des turbulences de vent pour le premier
et le second tube d'interférence,
dans laquelle le manchon (130) comprend une première et une seconde extrémité (131,
132), dans laquelle la seconde extrémité (132) est plus large que la première extrémité
(131),
dans laquelle les secondes extrémités (112, 122) du premier et du second tube d'interférence
(110, 120) sont prévues dans la zone de la première extrémité (131) du manchon (130).
2. Unité de microphone stéréophonique selon la revendication 1, dans laquelle
l'angle (α) entre le premier et le second tube d'interférence (110, 120) est réglable.
3. Unité de microphone stéréophonique selon la revendication 2, dans laquelle
le manchon (130) comprend, au niveau de sa seconde extrémité (132), un évidement (139)
de sorte que, autour des premières extrémités (111, 121) du premier et du second tube
d'interférence (110, 120), un manchon (130) est prévu à une distance minimale par
rapport à la première et à la seconde extrémité entre les premières extrémités (111,
121) du premier et du second tube d'interférence (110, 120).
4. Unité de microphone stéréophonique selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
dans laquelle
l'unité de fixation (150) est conçue en tant qu'adaptateur de sabot de flash (151).
5. Unité de caméra, avec
une caméra et
une unité de microphone stéréophonique, selon l'une quelconque des revendications
1 à 4, qui est montée sur la caméra au moyen de l'unité de fixation.