(19)
(11) EP 3 130 725 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
13.06.2018  Patentblatt  2018/24

(21) Anmeldenummer: 16182155.8

(22) Anmeldetag:  01.08.2016
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E04F 21/22(2006.01)

(54)

HAMMERANORDNUNG ZUR PARKETT- ODER PANEELVERLEGUNG

HAMMER ASSEMBLY FOR PARQUET OR PANEL LAYING

SYSTÈME DE MARTEAU POUR LA POSE DE PANNEAU OU DE PARQUET


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 10.08.2015 DE 102015113152

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
15.02.2017  Patentblatt  2017/07

(73) Patentinhaber: Wolfcraft GmbH
56746 Kempenich (DE)

(72) Erfinder:
  • Noniewicz, Zbigniew
    56746 Kempenich (DE)
  • Woick, Lothar
    53506 Hönningen (DE)

(74) Vertreter: Grundmann, Dirk et al
Rieder & Partner mbB Patentanwälte - Rechtsanwalt Corneliusstrasse 45
42329 Wuppertal
42329 Wuppertal (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A2- 1 832 694
DE-U1-202008 006 646
US-A1- 2013 008 290
DE-U1- 29 907 351
JP-U- H0 596 299
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung

    Gebiet der Technik



    [0001] Die Erfindung betrifft eine Hammeranordnung mit einer längs einer Führung in einer Schlagrichtung auf einem Amboss verlagerbaren Schlagmasse und einem Schlagübertragungselement, welches eine sich in der Schlagrichtung erstreckende, eine Randkante aufweisende Schlagübertragungsflanke zur Anlage an einer Schlagbeaufschlagungsseite eines Werkstücks und eine Auflageflanke zur Auflage auf einer Auflageseite des Werkstücks aufweist, wobei der Abstand der Randkante der Schlagübertragungsflanke von der Auflageflanke 7 verstellbar ist.

    Stand der Technik



    [0002] Die EP 1832 694 A2 beschreibt eine gattungsgemäße Hammeranordnung, bei der eine Schlagmasse entlang einer Führung verlagerbar ist, um in Schlagrichtung gegen einen Amboss bewegt zu werden. Der Amboss befindet sich am ersten Ende der Führung. Am zweiten Ende der Führung befindet sich ein Schlagübertragungselement in Form einer Platte, die mittels Langlöcher durchgreifenden Schrauben mit dem Amboss verbunden ist, so dass der Abstand einer Randkante der Schlagübertragungsflanke von der Anlagefläche verstellbar ist.

    [0003] Bei der Verlegung von Parkettplatten, Paneelplatten oder Laminatplatten mit Nut und Feder wird eines der oben beschriebenen Verlegegeräte verwendet. Dabei kommt die Schlagübertragungsflanke in Anlage an eine Schmalseite der Parkett-, Laminat- oder Paneelplatte. Handelt es sich bei dieser Schlagbeaufschlagungsseite um die Schmalseite der Platte, welche die Feder aufweist, darf die Schlagübertragungsflanke nicht an der Schmalseite der Feder anliegen, sondern muss an dem zwischen Feder und Sichtoberfläche der Platte liegenden Abschnitt der Plattenschmalseite anliegen, da ansonsten die Gefahr des Bruchs der Feder besteht. Es werden Parkett-, Laminat- oder Paneelplatten mit voneinander verschiedenen Materialstärken auf dem Markt angeboten, wobei sich die voneinander verschiedenen Platten durch unterschiedliche Abstände zwischen Feder und Sichtseite unterscheiden.

    Zusammenfassung der Erfindung



    [0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Hammeranordnung der vorbezeichneten Art gebrauchsvorteilhaft weiterzubilden.

    [0005] Gelöst wird die Aufgabe durch die im Anspruch 1 angegebene Erfindung.

    [0006] Zunächst und im Wesentlichen wird vorgeschlagen, dass die Auflageflanke von einem Auflagekörper gebildet ist, der in einer Verstellrichtung lageverstellbar mit dem Schlagübertragungselement verbunden ist. Hierdurch lässt sich die quer zur Schlagrichtung gerichtete Höhe der Schlagübertragungsflanke verstellen. Erfindungsgemäß ist somit das Maß der Schlagübertragungsflanke, welches sich in Richtung der Flächennormalen der Sichtseite der Paneelplatte erstreckt, an den Abstand zwischen Feder und Sichtseite der Paneelplatte einstellbar. Hierdurch kann durch eine Voreinstellung der Höhe der Schlagübertragungsflanke das Werkzeug an die Materialstärke der zu verlegenden Platten angepasst werden, sodass einerseits sichergestellt ist, dass die Schlagübertragungsflanke nicht an der Feder angreift, andererseits aber die Schlagübertragungsflanke mit maximalem Abstand gegenüber der Auflageflanke am Werkstück angreift. Die Schlagübertragungsflanke kann in Flächenanlage an der Schlagbeaufschlagungsseite des Werkstücks anliegen. Bevorzugt ist die Schlagübertragungsflanke aber eine Abwinklung des Schlagübertragungselementes. Zwischen Schlagbeaufschlagungsseite und Schlagübertragungsflanke bildet sich dann ein keilförmiger Spalt aus, weil lediglich die Randkante der Schlagübertragungsflanke an der Schlagbeaufschlagungsseite des Werkstücks anliegt. Hierdurch wird die Kante des Werkstücks zwischen Schlagbeaufschlagungsseite und Auflageseite geschützt. Diese Kante kann an der bevorzugt schräg verlaufenden Auflageflanke anliegen. Die Randkante der Schlagübertragungsflanke kann in eine derartige Abstandslage zur Auflageflanke gebracht werden, dass sie lediglich geringfügig oberhalb der Feder an der Schlagbeaufschlagungsseite des Werkstücks angreift. In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung wird die Auflageflanke von einem Auflagekörper gebildet, der lageverstellbar mit dem Schlagübertragungselement verbunden ist. Das bevorzugt von einer Stahlplatte ausgebildete Schlagübertragungselement kann dann fest mit der Führung, die bspw. von einem Rohr gebildet sein kann, verbunden sein. Besonders bevorzugt ist der Auflagekörper stufenweise höhenverstellbar der Hammeranordnung zugeordnet. Er kann unmittelbar mit dem Schlagübertragungselement, aber auch unmittelbar mit der Führung verbunden sein. Er ist bevorzugt zumindest mittelbar mit dem Schlagübertragungselement verstellbar verbunden. Es ist bevorzugt vorgesehen, dass sich die Auflageflanke, die sich im Wesentlichen quer, ggf. leicht angeschrägt zur Schlagübertragungsflanke erstreckt, in definierten Abständen zur Randkante der Schlagübertragungsflanke fixieren lässt. Hierzu kann der Auflagekörper eine Verzahnung ausbilden, die in eine Gegenverzahnung des Schlagübertragungselementes eingreift. Die Gegenverzahnung des Schlagübertragungselementes kann von einem Rand einer Öffnung des Schlagübertragungselementes ausgebildet sein. In diese Öffnung kann ein Fortsatz des Auflagekörpers eingreifen, welcher die Verzahnung ausbildet. Die Befestigung des Auflagekörpers am Schlagübertragungselement kann mittels Befestigungselementen erfolgen, die bspw. von Schrauben und Muttern gebildet sind. Durch Lösen der Befestigungselemente kann die Verzahnung aus der Gegenverzahnung gebracht werden, sodass sich der Anschlagkörper gegenüber dem Schlagübertragungselement verlagern lässt. In einer bevorzugten Ausgestaltung besitzt die Hammeranordnung eine im Wesentlichen T-förmige Gestalt, wobei der T-Steg von der Führung und die beiden T-Schenkel von dem Schlagübertragungselement ausgebildet werden. Das Schlagübertragungselement ist bevorzugt eine Stahlplatte und die Führung ein Rohr. Innerhalb des Rohres ist eine zylindrische Schlagmasse längsverschieblich angeordnet. Die Schlagmasse kann mit einem Griffstück verbunden sein. Das Verbindungselement, mit dem das Griffstück mit der Schlagmasse verbunden ist, kann einen Längsschlitz des Rohres durchgreifen. Ein erstes Ende des Rohres ist mit dem Amboss verbunden. Der Amboss wird bevorzugt von einem zylindrischen Stahlkörper ausgebildet, der innerhalb des Rohres steckt und mit Hilfe einer quer zur Erstreckungsrichtung des Rohres ausgerichteten Schraube am Rohr befestigt sein kann. Mit derselben Schraube kann auch ein Stützelement am Rohr befestigt sein, welches Füße ausbildet, die sich auf der Sichtseite des Werkstücks abstützen können. Das zweite Ende des Rohres ist mit dem Schlagübertragungselement verbunden. Es kann sich um eine stoffschlüssige oder formschlüssige Verbindung handeln. Bevorzugt sind Bogenabschnitte des Randes des zweiten Endes vorgesehen, die in Bogenschlitze des Schlagübertragungselementes eingreifen. Sie können über eine Schweißverbindung fest mit dem Schlagübertragungselement verbunden sein. Während der Amboss, die Führung und das Schlagübertragungselement bevorzugt aus Metall, besonders bevorzugt aus Stahl gefertigt sind, können der Auflagekörper und das Griffstück aus Kunststoff bestehen. Zwischen der Schlagfläche der Schlagmasse und der Gegenschlagfläche des Amboss kann ein Dämpfungselement, bspw. eine Filzscheibe angeordnet sein.

    Kurze Beschreibung der Zeichnungen



    [0007] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
    Fig. 1
    eine erste perspektivische Darstellung des Ausführungsbeispiels der Erfindung,
    Fig. 2
    eine zweite perspektivische Darstellung des Ausführungsbeispiels mit teilgeschnittener Führung,
    Fig. 3
    die Seitenansicht gemäß Pfeil III in Figur 2,
    Fig. 4
    eine Explosionsdarstellung der Hammeranordnung,
    Fig. 5
    einen Schnitt gemäß der V - V in Figur 3,
    Fig. 6a
    eine Darstellung gemäß Figur 5 in einer auf eine Paneelplattenanordnung aufgesetzter Funktionsstellung, bei der die Randkante der Schlagübertragungsflanke einen ersten Abstand von der Auflageflanke besitzt,
    Fig. 6b
    eine vergrößerte Darstellung des Bereichs VI b in Figur 3, wobei die Hammeranordnung auf eine Paneelanordnung aufgesetzt ist,
    Fig. 7a
    eine Darstellung gemäß Figur 6a, jedoch mit einem anderem Abstand zwischen Randkante und Auflageflanke,
    Fig. 7b
    eine Darstellung gemäß Figur 6b, jedoch mit einem Abstand,
    Fig. 8a
    eine Darstellung gemäß Figur 7a, jedoch mit einem weiter vergrößerten Abstand und
    Fig. 8b
    eine Darstellung gemäß Figur 7b mit einem Abstand.

    Beschreibung der Ausführungsformen



    [0008] Eine als Rohr ausgebildete Führung 1 besitzt ein erstes Ende 1' und ein zweites Ende 1" sowie einen zwischen den beiden Enden verlaufenden, ringsumschlossenen Längsschlitz 15. Innerhalb der Höhlung 14 des Rohres 1 befindet sich in Schlagrichtung S, die der Erstreckungsrichtung des Rohres 1 entspricht, eine verlagerbare Schlagmasse 2, die die Funktion eines Hammers ausübt. Über eine Schraube 17 ist die Schlagmasse 2 mit einem Griffstück 16 verbunden, welches außerhalb des Rohres 1 angeordnet ist. Die Schraube 17 durchgreift dabei den Schlitz 15. Eine gewölbte Unterseite 16' des Griffstücks 16 überfängt Abschnitte der beiden Längsränder des Schlitzes 15. Von der Unterseite 16' des Griffstücks abragende Vorsprünge greifen zur axialen Verbindung in Umfangsnuten der Schlagmasse 2 ein. Durch Verschieben des Griffstücks 16 lässt sich die Schlagmasse 2 in Schlagrichtung S innerhalb des Rohres 1 gleitend verlagern. Ein im Wesentlichen zylindrischer Amboss 3 steckt im Bereich des ersten Ende 1' in der Höhlung 14 des Rohres 1. Das Rohr besitzt dort eine Bohrung 23, mit der eine Bohrung 24 des Ambosses 3 fluchtet. Durch die beiden sich in Querrichtung zur Schlagrichtung S erstreckenden Bohrungen 23, 24 ist eine Schraube 21 gesteckt, die in einer Mutter 22 eingeschraubt ist. Die Schraube 21 fixiert nicht nur den Amboss 3 am Rohr 1, sondern auch ein Stützelement 19 am Rohr 1.

    [0009] Bei dem Stützelement 19 handelt es sich um einen bügelförmigen Körper mit seitlich abragenden Flügeln 19', in denen Füße 20 stecken, die sich bei der Verwendung der Hammeranordnung auf der Auflageseite 33 eines Werkstücks 30 abstützen.

    [0010] Zwischen einer Schlagfläche 2' der Schlagmasse 2 und einer Gegenschlagfläche 3' des Ambosses 3 befindet sich ein insbesondere von einer Filzscheibe gebildetes Dämpfungselement 18. Wird die Schlagmasse 2 gegen den Amboss 3 bewegt, so dämpft die Filzscheibe die Impulsübertragung von der Schlagmasse 2 auf den Amboss 3.

    [0011] Das zweite Ende 1" des Rohres 1 besitzt einen Rand, der zwei von einer Ausnehmung getrennte Randabschnitte 12 ausbildet. Die Randabschnitte 12 dienen der Befestigung des Rohres 1 an einem Schlagübertragungselement 4.

    [0012] Das Schlagübertragungselement 4 besteht ebenso wie das Rohr 1 aus Stahl. Es besitzt zur Befestigung mit dem Rohr 1 zwei Bogenschlitze 13, in die die Randabschnitte 12 eingreifen, um mit dem Schlagübertragungselement 4 verschweißt zu werden. Das Schlagübertragungselement 4 wird von einer länglichen Platte ausgebildet, deren Flächennormale in Richtung der Schlagrichtung S weist. Der bei der Verlegung von Parkett- oder Laminatplatten nach unten weisende Randabschnitt des Schlagübertragungselementes 4 bildet eine Schlagübertragungsflanke 5, die in Flächenanlage an eine Schlagbeaufschlagungsseite 32 des Werkstücks 30 bringbar ist. Beim Ausführungsbeispiel ist die Schlagübertragungsflanke 5 leicht gegenüber der Flächenerstreckung des Schlagübertragungselementes 4 abgewinkelt, sodass im Wesentlichen lediglich die Randkante 5' an der Schlagbeaufschlagungsseite 32 des Werkstücks 30 anliegt.

    [0013] An der Breitseite des Schlagübertragungselementes 4, an welcher die Führung 1 befestigt ist, befindet sich ein Auflagekörper 6. Der Auflagekörper 6 wird von einem Kunststoffteil ausgebildet und besitzt eine in der Gebrauchsstellung nach unten weisende Auflageflanke 7, die sich im Wesentlichen quer zur Schlagübertragungsfläche erstreckt. Im Wesentlichen quer bedeutet hier, dass die Auflageflanke 7 auch einen Winkel größer 90 Grad zur Schlagübertragungsflanke 5 einnehmen kann. Es ist sogar bevorzugt vorgesehen, dass die Auflageflanke 7 schräg zu einer Flächennormalen zur Schlagübertragungsflanke 5 verläuft, sodass sich in der Gebrauchsstellung zwischen Auflageseite 33 des Werkstücks 30 und Auflageflanke 7 ein Keilspalt ausbildet und nur der Bereich der Auflageflanke 7 sich auf der Auflageseite 33 abstützt, der der Schlagübertragungsflanke 5 unmittelbar benachbart ist. Eine Übergangskante zwischen Auflageseite 33 und Schlagbeaufschlagungsseite 32 des Werkstücks 30 liegt dann lediglich an der Auflageflanke 7 an. Die Auflageflanke 7 stützt sich andererseits lediglich auf dieser Übergangskante des Werkstücks 30 ab, sodass diese bei der Impulseinleitung geschont wird.

    [0014] Der Auflagekörper 6 kann in einer Verstellrichtung V, die senkrecht zur Schlagrichtung S und senkrecht zur Randkante der Schlagübertragungsflanke 5 gerichtet ist, höhenverstellt werden. Der Anschlagkörper 6 kann stufenweise höhenverstellt werden. Hierzu besitzt der Anschlagkörper 6 Vorsprünge, die eine Verzahnung 8 ausbilden. Diese Vorsprünge greifen in Öffnungen 26 des Schlagübertragungselementes 4 ein. Die Öffnungen 26 besitzen eine Gegenverzahnung 9, in die die Verzahnung 8 eingreift. Es sind Befestigungsmittel vorgesehen, um den Auflagekörper 6 an dem Schlagübertragungselement 4 lösbar zu befestigen. Die Befestigungselemente bestehen aus einer Schraube 10, die in eine Mutter 11 eingeschraubt werden kann. Hierzu durchgreift die Schraube 10 ein Langloch 27 des Schlagübertragungselementes 4 und durchdringt eine Bohrung 28 des Auflagekörpers 6.

    [0015] Beim Ausführungsbeispiel kann der Abstand H1, H2, H3 von der Randkante 5' der Schlagübertragungsflanke 5 zur Auflageflanke 7 in drei Stufen verstellt werden, nämlich derart, dass der Höhenüberstand der Schlagübertragungsflanke 5 sieben, zehn oder dreizehn Millimeter betragen kann. Die Höhe der Schlagübertragungsflanke 5 lässt sich somit an das Abstandsmaß zwischen einer Feder 31 und der Auflageseite 33 des Werkstücks 30 derart einstellen, dass die Randkante 5' der Schlagübertragungsflanke 5 unmittelbar oberhalb der Feder 31 an der Schlagbeaufschlagungsseite 32 anliegt, wenn gleichzeitig die Auflageflanke 7 auf der Auflageseite, also der Sichtseite 33 des Werkstücks 30 aufliegt. Bei dem Werkstück 30 kann es sich um eine Parkettplatte, eine Laminatplatte, eine Paneelplatte oder dergleichen handeln.

    [0016] Der Auflagekörper 6 besitzt eine Einbuchtung 29, die das zweite Ende 1" der Führung 1 aufnimmt. In den beiden der Einbuchtung 29 benachbarten Endabschnitten des Auflagekörpers 6 sind die Befestigungselemente 10, 11 und die Verzahnung 8 angeordnet. Der Auflagekörper 6 erstreckt sich im Wesentlichen über die gesamte Länge des Schlagübertragungselementes 4, wobei die Auflageflanke 7 parallel zur Randkante 5' der Schlagübertragungsflanke 5 verläuft.

    [0017] Die Funktionsweise der Vorrichtung ist die Folgende:
    Zunächst wird das Abstandsmaß H1, H2, H3 der Randkante 5' der Schlagübertragungsflanke 5 von der Auflageflanke 7 auf den Abstand zwischen Feder 31 und Auflageseite 33 des Werkstücks 30 eingestellt. Sodann wird die Hammeranordnung auf die Auflageseite 33 des Werkstücks 30 aufgelegt, sodass sich die Füße 20 und die Auflageflanke 7 auf der Auflageseite 33 abstützen. Die Schlagübertragungsflanke 5 wird in Anlage zur Schlagbeaufschlagungsseite 32 gebracht. Sodann wird mittels des Griffstücks 16 die Schlagmasse 2 in Schlagrichtung bewegt, sodass die Schlagfläche 2' gegen die Gegenschlagfläche 3'anschlägt. Der derart auf den Amboss 3 übertragene Impuls wird über das Rohr 1 auf das Schlagübertragungselement 4 übertragen. Die Schlagübertragungsflanke 5 leitet den Impuls in das Werkstück 30 ein, sodass eine der Feder 31 gegenüberliegende Nut in Richtung auf eine ihr zugeordnete Feder eines benachbarten Werkstücks schlagbeaufschlagt wird.

    [0018] In der in den Figuren 6a und 6b dargestellten Betriebsstellung hat die Randkante 5' der Schlagübertragungsflanke 5 einen Abstand H1 von sieben Millimetern zur Auflageflanke 7 und greift unmittelbar oberhalb einer Feder 31 an einer Schmalseite des Werkstücks 30 an, bei der es sich um die Schlagsübertragungsseite 32 handelt.

    [0019] Die Betriebsstellung der Figuren 7a und 7b zeigt die Verwendung der Hammeranordnung an einer Parkettplatte mit einer größeren Materialstärke. Hier beträgt der Abstand H2 zwischen Randkante 5' der Schlagübertragungsflanke 5 und der Auflageflanke 7 zehn Millimeter. Auch hier greift die Randkante 5' unmittelbar oberhalb der Feder 31 an der Schmalseite des Werkstücks 30 an.

    [0020] Bei der in den Figuren 8a und 8b dargestellten Betriebsstellung wird die Hammeranordnung an einer Parkettplatte verwendet, die eine noch größere Materialstärke besitzt. Hier besitzt die Randkante 5' einen Abstand H3 von dreizehn Millimetern zur Auflageflanke 7 und greift ebenfalls unmittelbar oberhalb der Feder 31 an der Schmalseite des Werkstücks 30 an.

    [0021] Die Figur 5 zeigt mit der Bezugsziffer 25 ein Transportsicherungselement, welches in eine Öffnung des Rohres 1 einsteckbar ist, um eine Verlagerbarkeit der Schlagmasse 2 innerhalb des Rohres 1 zu unterbinden. Die Schlagmasse muss hierzu entweder bis in eine Endstellung in Richtung des ersten Rohrendes 1' oder in Richtung des zweiten Rohrendes 1" verlagert sein. Das Transportsicherungselement 25 ist ein Kunststoffstopfen, der in die Rohröffnung eingreift.

    [0022] Die vorstehenden Ausführungen dienen der Erläuterung der von der Anmeldung insgesamt erfassten Erfindungen, die den Stand der Technik zumindest durch die folgenden Merkmalskombinationen jeweils auch eigenständig weiterbilden, nämlich:

    [0023] Eine Hammeranordnung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass der Abstand H1, H2, H3 der Randkante 5' der Schlagübertragungsflanke 5 von der Auflageflanke 7 verstellbar ist;

    [0024] Eine Hammeranordnung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Auflageflanke 7 von einem Auflagekörper 6 gebildet ist, der in einer Verstellrichtung V lageverstellbar mit dem Schlagübertragungselement 4 verbunden ist;

    [0025] Eine Hammeranordnung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass der Auflagekörper 6 stufenweise gegenüber dem Schlagübertragungselement 4 verstellbar ist;

    [0026] Eine Hammeranordnung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass der Auflagekörper 6 eine Verzahnung 8 aufweist, die in eine Gegenverzahnung 9 des Schlagübertragungselementes 4 eingreift;

    [0027] Eine Hammeranordnung, die dadurch gekennzeichnet, dass die Hammeranordnung im Wesentlichen T-förmig ausgebildet ist, wobei der T-Steg von der Führung 1 und die T-Schenkel von dem Schlagübertragungselement 4 ausgebildet sind, wobei sich der Auflagekörper 6 im Wesentlichen über die gesamte Länge der T-Schenkel erstreckt;

    [0028] Eine Hammeranordnung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Führung 1 von einem Rohr ausgebildet ist, in dessen Höhlung 14 die Schlagmasse 2 verschieblich geführt ist und der Auflagekörper 6 eine Ausbuchtung 29 ausbildet, welche das Rohr aufnimmt;

    [0029] Eine Hammeranordnung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass ein erstes Ende 1' der als Rohr ausgebildeten Führung 1 den Amboss 3 aufnimmt und das zweite Ende 1" der Führung 1 fest mit dem Schlagübertragungselement 4 verbunden ist;

    [0030] Eine Hammeranordnung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass das zweite Ende 1" der Führung 1 Randabschnitte 12 ausbildet, die in Bogenschlitze 13 des plattenförmigen Schlagübertragungselementes 4 eingreifen;

    [0031] Eine Hammeranordnung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Führung 1, der Amboss 3 und das Schlagübertragungselement 4 aus Metall, insbesondere Stahl bestehen und der Auflagekörper 6 ein Kunststoffteil ist.

    [0032] Alle offenbarten Merkmale sind (für sich, aber auch in Kombination untereinander) erfindungswesentlich. In die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit aufzunehmen. Die Unteransprüche charakterisieren mit ihren Merkmalen eigenständige erfinderische Weiterbildungen des Standes der Technik, insbesondere um auf Basis dieser Ansprüche Teilanmeldungen vorzunehmen.
    Liste der Bezugszeichen
    1 Führung, Rohr 24 Bohrung
    1' erstes Rohrende 25 Transportsicherungselement
    1" zweites Rohrende 26 Öffnung
    2 Schlagmasse 27 Langloch
    2' Schlagfläche 28 Bohrung
    3 Amboss 29 Einbuchtung
    3' Gegenschlagfläche 30 Werkstück, Laminatplatte
    4 Schlagübertragungselement 31 Feder
    5 Schlagübertragungsflanke 32 Schlagbeaufschlagungsseite
    5' Randkante 33 Auflageseite
    6 Auflagekörper    
    7 Auflagefläche H1 Höhe, Abstand
    8 Verzahnung H2 Höhe, Abstand
    9 Gegenverzahnung H3 Höhe, Abstand
    10 Schraube    
    11 Mutter S Schlagrichtung
    12 Randabschnitt    
    13 Bogenschlitz V Verstellrichtung
    14 Höhlung    
    15 Schlitz    
    16 Griffstück    
    17 Schraube    
    18 Dämpfungselement    
    19 Stützelement    
    20 Fuß    
    21 Schraube    
    22 Mutter    
    23 Bohrung    



    Ansprüche

    1. Hammeranordnung mit einer längs einer Führung (1) in einer Schlagrichtung (S) auf einem Amboss (3) verlagerbaren Schlagmasse (2) und einem Schlagübertragungselement (4), welches eine sich in der Schlagrichtung (S) erstreckende, eine Randkante (5') aufweisende Schlagübertragungsflanke (5) zur Anlage an einer Schlagbeaufschlagungsseite (32) eines Werkstücks (30) und eine Auflageflanke (7) zur Auflage auf einer Auflageseite (33) des Werkstücks (30) aufweist, wobei der Abstand (H1, H2, H3) der Randkante (5') der Schlagübertragungsflanke (5) von der Auflageflanke (7) verstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflageflanke (7) von einem Auflagekörper (6) gebildet ist, der in einer Verstellrichtung (V) lageverstellbar mit dem Schlagübertragungselement (4) verbunden ist.
     
    2. Hammeranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Auflagekörper (6) stufenweise gegenüber dem Schlagübertragungselement (4) verstellbar ist.
     
    3. Hammeranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Auflagekörper (6) eine Verzahnung (8) aufweist, die in eine Gegenverzahnung (9) des Schlagübertragungselementes (4) eingreift.
     
    4. Hammeranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hammeranordnung im Wesentlichen T-förmig ausgebildet ist, wobei der T-Steg von der Führung (1) und die T-Schenkel von dem Schlagübertragungselement (4) ausgebildet sind, wobei sich der Auflagekörper (6) im Wesentlichen über die gesamte Länge der T-Schenkel erstreckt.
     
    5. Hammeranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (1) von einem Rohr ausgebildet ist, in dessen Höhlung (14) die Schlagmasse (2) verschieblich geführt ist.
     
    6. Hammeranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet, dass der Auflagekörper (6) eine Ausbuchtung (29) ausbildet, welche die Führung (1), insbesondere das Rohr aufnimmt.
     
    7. Hammeranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein erstes Ende (1') der als Rohr ausgebildeten Führung (1) den Amboss (3) aufnimmt und das zweite Ende (1") der Führung (1) fest mit dem Schlagübertragungselement (4) verbunden ist.
     
    8. Hammeranordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Ende (1") der Führung (1) Randabschnitte (12) ausbildet, die in Bogenschlitze (13) des plattenförmigen Schlagübertragungselementes (4) eingreifen.
     
    9. Hammeranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (1), der Amboss (3) und das Schlagübertragungselement (4) aus Metall, insbesondere Stahl bestehen und der Auflagekörper (6) ein Kunststoffteil ist.
     


    Claims

    1. Hammer assembly comprising an impact mass (2) which can be shifted along a guide (1) in an impact direction (S) on an anvil (3), and an impact-transmission element (4) which has an impact-transmission edge (5) that extends in the impact direction (S) and has a marginal edge (5') and is intended to be placed against an impact-application face (32) of a workpiece (30), and a contact edge (7) for making contact with a contact face (33) of the workpiece (30), the spacing (H1, H2, H3) between the marginal edge (5') of the impact-transmission edge (5) and the contact edge (7) being adjustable, characterised in that the contact edge (7) is formed by a contact body (6) that is connected to the impact-transmission element (4) so as to be position-adjustable in an adjustment direction (V).
     
    2. Hammer assembly according to claim 1, characterised in that the contact body (6) can be adjusted in stages relative to the impact-transmission element (4).
     
    3. Hammer assembly according to either of the preceding claims, characterised in that the contact body (6) comprises toothing (8) that engages in counter-toothing (9) of the impact-transmission element (4).
     
    4. Hammer assembly according to any of the preceding claims, characterised in that the hammer assembly is substantially T-shaped, the bar of the T being formed by the guide (1) and the leg of the T being formed by the impact-transmission element (4), the contact body (6) extending substantially across the entire length of the leg of the T.
     
    5. Hammer assembly according to any of the preceding claims, characterised in that the guide (1) is formed by a tube, in the cavity (14) of which tube the impact mass (2) is displaceably guided.
     
    6. Hammer assembly according to any of the preceding claims, characterised in that the contact body (6) forms a bulge (29) that receives the guide (1), in particular the tube.
     
    7. Hammer assembly according to any of the preceding claims, characterised in that a first end (1') of the guide (1) in the form of a tube receives the anvil (3), and the second end (1") of the guide (1) is rigidly connected to the impact-transmission element (4).
     
    8. Hammer assembly according to claim 7, characterised in that the second end (1") of the guide (1) forms rim portions (12) that engage in arcuate slots (13) in the planar impact-transmission element (4).
     
    9. Hammer assembly according to any of the preceding claims, characterised in that the guide (1), the anvil (3) and the impact-transmission element (4) consist of metal, in particular steel, and the contact body (6) is a plastics part.
     


    Revendications

    1. Système de marteau comportant une masse de percussion (2) pouvant être déplacée le long d'un guide (1) dans une direction de percussion (S) jusque sur une enclume (3) et avec un élément de transmission de percussion (4) comprenant un flanc de transmission de percussion (5) pour venir en appui contre un côté d'application de percussion (32) d'une pièce d'oeuvre (30) lequel flanc s'étend dans la direction de percussion (S) et présente un bord périphérique (5'), et un flanc d'appui (7) pour venir en un appui sur un côté d'appui (33) de la pièce d'oeuvre (30), dans lequel la distance (H1, H2, H3) du bord périphérique (5') du flanc de transmission de percussion (5) par rapport au flanc d'appui (7) est réglable, caractérisé en ce que le flanc d'appui (7) est formé par un corps d'appui (6) qui est lié à l'élément de transmission de percussion (4) en étant réglable en position dans une direction de réglage (V).
     
    2. Système de marteau selon la revendication 1, caractérisé en ce que le corps d'appui (6) est réglable graduellement par rapport à l'élément de transmission de percussion (4).
     
    3. Système de marteau selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le corps d'appui (6) présente une denture (8) qui est en prise avec une contre-denture (9) de l'élément de transmission de percussion (4).
     
    4. Système de marteau selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le système de marteau est réalisé sensiblement en forme de T, dans lequel la barre du T est formée par le guide (1) et les branches du T sont formées par l'élément de transmission de percussion (4), dans lequel le corps d'appui (6) s'étend sensiblement sur toute la longueur des branches de T.
     
    5. Système de marteau selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le guide (1) est formé par un tube dans la cavité (14) duquel la masse de percussion (2) est guidée de manière déplaçable.
     
    6. Système de marteau selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le corps d'appui (6) forme une courbure (29) qui reçoit le guide (1), en particulier le tube.
     
    7. Système de marteau selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une première extrémité (1') du guide (1) en forme de tube reçoit l'enclume (3) et en ce que la deuxième extrémité (1") du guide (1) est reliée de manière fixe à l'élément de transmission de percussion (4).
     
    8. Système de marteau selon la revendication 7, caractérisé en ce que la deuxième extrémité (1") du guide (1) forme des parties de bord (12) qui viennent en engagement dans des fentes en arc (13) de l'élément de transmission de percussion en forme de plaque (4).
     
    9. Système de marteau selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le guide (1), l'enclume (3) et l'élément de transmission de percussion (4) sont en métal, en particulier en acier, et en ce que le corps d'appui (6) est une pièce en matière plastique.
     




    Zeichnung
































    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente