[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Justierung einer Heizungsanlage, wobei wenigstens
ein Abgasparameter eines Abgasstromes der Heizungsanlage mit Hilfe wenigstens eines
Abgassensors eines Abgasmessgerätes gemessen und die Heizungsanlage in Abhängigkeit
wenigstens eines ermittelten Messwerts in einen optimalen Betriebspunkt einjustiert
wird.
[0002] Die Erfindung betrifft ferner auch ein Abgasmessgerät: mit wenigstens einem Abgassensor
zur Bestimmung eines Messwertes wenigstens eines Abgasparameters, eine Heizungsanlage
mit einem Brenner, mit einer Regelungseinrichtung und mit wenigstens einem, mit der
Regelungseinrichtung verbundenen Aktuator, mit dem wenigstens ein Abgasparameter beeinflussbar
ist, sowie eine Justierungsanordnung mit einem Abgasmessgerät und mit einer Heizungsanlage.
[0003] Ein derartiges Verfahren, derartige Abgasmessgeräte, derartige Heizungsanlagen und
solche Justierungsanordnungen sind aus dem Stand der Technik bekannt.
[0004] Bei einem aus der Praxis bekannten Verfahren zur Justierung einer Heizungsanlage
ist es beispielsweise bekannt, bestimmte Abgasparameter des Abgasstromes der Heizungsanlage
von einem mit einem Abgasmessgerät ausgerüsteten Servicetechniker während der für
die Justierung erforderlichen manuellen Einstellung der Heizungsanlage zu überwachen.
Die manuelle Einstellung der Heizungsanlage wird dann solange betrieben, bis die überwachten
Abgasparameter definierte Sollwerte erreicht haben und die Heizungsanlage in ihren
optimalen Betriebspunkt einjustiert ist.
[0005] Da die Abgasmessung während der Justierung der Heizungsanlage fortlaufend durch den
Servicetechniker überwacht werden muss, er jedoch zeitgleich auch die Einstellung
an der Heizungsanlage vorzunehmen hat, ist dieses vorbekannte Verfahren einerseits
zeitaufwändig und andererseits auch fehleranfällig.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Verfahren der eingangs genannten Art, ein
Abgasmessgerät, eine Heizungsanlage sowie eine Justierungsanordnung bereitzustellen,
bei der die beispielsweise nach einer Reparatur oder Wartung erforderliche Justierung
einer Heizungsanlage mit Brenner effizienter vorgenommen werden kann.
[0007] Diese Aufgabe wird bei dem eingangs definierten Verfahren durch die Merkmale des
Patentanspruchs 1 gelöst. Hierbei können die ermittelten Messwerte an der Heizungsanlage
angezeigt werden. Es kann vorgesehen sein, dass diese Anzeige manuell bestätigt werden
muss, um eine Justierung zu starten. Die Justierung kann manuell oder automatisch
erfolgen, beispielsweise durch Differenzbildung zu Sollwerten. Es kann aber auch vorgesehen
sein, dass die ermittelten Messwerte lediglich in der Heizungsanlage gespeichert und
für spätere Verwendungen vorgehalten werden. Die Übertragung der ermittelten Messwerte
über die Datenverbindung kann automatisch oder durch manuelle Auslösung erfolgen.
Die Datenverbindung kann vor, während und/oder nach Messung der Messwerte aufgebaut
werden.
[0008] Die Erfindung ermöglicht somit eine direkte und quasi zeitgleiche Einstellung der
Heizungsanlage auf den Idealzustand. Heute muss der Techniker eine Messung/Einstellung
seriell, also eins nach dem anderen, machen, da er nicht gleichzeitig mehrere Hände
frei hat. Also stellt er beispielsweise den Gasdurchsatz ein, muss dann schauen wie
sich danach die Abgaswerte verhalten, dann gegebenenfalls die Verbrennungsluftzufuhr
nachregulieren usw. Durch die Automatisierung mit gleichzeitiger Messung ist es erstmals
möglich, den kompletten Einstellvorgang in einem Zug durchzuführen, vorzugsweise selbstregelnd.
[0009] Durch die zunehmende Komplexität der Heizungssysteme sowie das Aufkommen von neuen
Technologien wie z.B. auch Mikro-KWK (Kraft-Wärme-Kopplung), Stirling-Motoren etc.
wird das richtige Einstellen der Heizgeräte aufwendiger und erfordert immer mehr Spezialwissen
und Erfahrung. Da die Servicetechniker und Heizungsbauer an unterschiedlichsten Anlagen
Einstellund Servicearbeiten vornehmen müssen, ist es zunehmend schwieriger, das notwendige
Wissen zum richtigen Einstellen der Anlagen präsent und die notwendige Erfahrung für
alle unterschiedlichen Anlagen verfügbar zu haben. Durch die beschriebene Erfindung
wird dieses Problem gelöst. Es ist somit erreichbar, dass die Anlagen ideal eingestellt
werden können, ohne Detailwissen an und Erfahrung mit dem einzelnen System zu haben.
[0010] Insbesondere kann zu einer vollautomatisierten Justierung das Verfahren zur Justierung
einer Heizungsanlage dadurch gekennzeichnet sein, dass nachfolgende Verfahrensschritte
durchgeführt werden, bis der optimale Betriebspunkt der Heizungsanlage erreicht ist:
Zunächst erfolgt ein vorzugsweise automatisiertes Messen des wenigstens einen Abgasparameters
mit dem wenigstens einen Abgassensor des Abgasmessgeräts. Danach werden ermittelte
Daten und/oder Messwerte von dem Abgassensor an eine Steuereinheit übertragen. Anschließend
wird zumindest ein Stell- und/oder Steuersignals auf Basis der übertragenen Daten
und/oder Messwerte mithilfe der Steuereinheit erzeugt, um danach zumindest einen Aktuator
der Heizungsanlage, der den wenigstens einen Abgasparameter beeinflusst, gemäß dem
zumindest einen Stellund/oder Steuersignal zu betätigen und/oder einzustellen. Dabei
kann vorgesehen sein, dass der wenigstens eine Abgasparameter während der Justierung
der Heizungsanlage mit dem wenigstens einen Abgassensor des Abgasmessgerätes automatisiert
gemessen und ermittelte Messwerte von dem Abgasmessgerät automatisiert erfasst werden.
[0011] Zudem ist vorgesehen, dass von dem Abgasmessgerät ermittelte Messwerte und/oder Daten,
insbesondere während der Justierung der Heizungsanlage und/oder vorzugsweise automatisiert,
mit wenigstens einem abgasparameterspezifischen und/oder anlagen- spezifischen Sollwert,
insbesondere mittels eines Komparators, verglichen und eine Abweichung des wenigstens
einen Abgasparameters von dem Sollwert ermittelt wird. Dabei kann die Steuereinheit
in Abhängigkeit der ermittelten Abweichung das zumindest eine Stell- oder Steuersignal
erzeugen. Zur Justierung der Heizungsanlage kann der zumindest eine Aktuator der Heizungsanlage
anschließend gemäß dem zumindest einen Stell- und/oder Steuersignal betätigt werden,
bis die ermittelte Abweichung einen definierten Schwellwert erreicht oder überschreitet
oder unterschreitet. Sobald der definierte Schwellwert der Abweichung erreicht, überschritten
oder unterschritten ist, ist die Justierung der Heizungsanlage zumindest in Bezug
auf diesen einen Abgasparameter abgeschlossen.
[0012] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren werden also die Schritte, die zuvor von einem
Servicetechniker manuell ausgeführt werden mussten, nun teilweise oder vollständig
automatisiert und somit effizient und weniger fehleranfällig mit Hilfe eines Abgasmessgerätes
und einer Steuereinheit bewerkstelligt.
[0013] Das Abgasmessgerät kann bei einer vorteilhaften Ausgestaltung noch mehr Parameter
messen als nur Abgasparameter, die über eine Messung im Abgaskanal erfolgen. Beispielsweise
kann vorgesehen sein, dass das Abgasmessgerät einzelne oder mehrere Parameter aus
der Gruppe von Gasfließdruck, Düsendruck, andere Drücke, Temperaturen, insbesondere
Vorlauf- und/oder Rücklauftemperaturen, beispielsweise eines beheizten Wasserkreislaufs,
misst und hierzu entsprechend eingerichtet ist. Die erforderlichen Sensoren können
in das Abgasmessgerät integriert sein oder separat von diesem ausgebildet sein. Es
kann hierbei vorgesehen sein, dass die Sensoren in Messeinheiten oder Messgeräten
angeordnet sind, welche die aufgenommenen Messwerte an das Abgasmessgerät und/oder
die Heizungsanlage drahtlos und/oder drahtgebunden übermitteln.
[0014] Bei einer Ausführungsform des Verfahrens kann zudem vorgesehen sein, dass von dem
Abgassensor und/oder dem Abgasmessgerät erfasste Messwerte und/oder Daten, vorzugsweise
automatisiert, über eine Datenverbindung an die Steuereinheit übertragen werden.
[0015] Zweckmäßig kann es außerdem sein, wenn zwischen der Steuereinheit und der Heizungsanlage,
insbesondere zwischen der Steuereinheit und dem zumindest einen Aktuator und/oder
einer Regelungseinrichtung der Heizungsanlage, eine Steuerverbindung hergestellt wird
oder besteht, über die das zumindest eine Stell- und/oder Steuersignal zur Betätigung
des zumindest einen Aktuators übertragen wird. Dies kann eine automatisierte Justierung
der Heizungsanlage weiter vereinfachen.
[0016] Bei einer denkbaren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens kann vorgesehen
sein, dass zumindest der eine abgasparameterspezifische und/oder anlagenspezifische
Sollwert manuell in die Steuereinheit und/oder in das Abgasmessgerät und/oder in einen
oder den Komparator und/oder in die Heizungsanlage, insbesondere in eine oder die
Regelungseinrichtung der Heizungsanlage, eingegeben und dort gespeichert wird.
[0017] Es ist aber auch möglich, dass zumindest der eine abgasparameterspezifische und/oder
anlagenspezifische Sollwert, vorzugsweise automatisiert, von der Steuereinheit und/oder
von dem Abgasmessgerät und/oder von einem, beispielsweise dem zuvor erwähnten Komparator
und/oder von der Heizungsanlage, insbesondere von einer oder der Regelungseinrichtung
der Heizungsanlage, aus einer, vorzugsweise internetbasierten und/oder PC-basierten,
Datenbank ausgelesen und in der Steuereinheit und/oder in dem Abgasmessgerät und/oder
in der Heizungsanlage gespeichert wird.
[0018] Dann kann vorgesehen sein, dass in der Steuereinheit, die als separate Einheit, in
dem Abgasmessgerät oder beispielsweise auch in der Heizungsanlage ausgebildet sein
kann, in Abhängigkeit der Abweichung ein Stell- oder Steuersignal erzeugt wird, das
über eine, beispielsweise die bereits zuvor erwähnte, Steuerverbindung an die Heizungsanlage
übertragen und/oder in der Heizungsanlage ausgeführt wird, insbesondere an eine, beispielsweise
die bereits zuvor erwähnte Regelungseinrichtung und/oder an den zumindest einen Aktuator
der Heizungsanlage, um den wenigstens einen Aktuator der Heizungsanlage zumindest
mittelbar zu betätigen. Diese Betätigung oder auch Verstellung kann solange erfolgen,
bis die automatisiert ermittelte Abweichung einen definierten Schwellwert erreicht
oder überschreitet oder unterschreitet.
[0019] Bei dieser Ausführungsform des Verfahrens wird also das für die Betätigung, insbesondere
Verstellung, des wenigstens einen Aktuators erforderliche Stell- oder Steuersignal
von der Steuereinheit erzeugt und über die Steuerverbindung, die zwischen der Steuereinheit
und der Heizungsanlage oder der Regelungseinrichtung der Heizungsanlage oder dem wenigstens
einen Aktuator der Heizungsanlage ausgebildet ist, an die Heizungsanlage bzw. die
Regelungseinrichtung oder den wenigstens einen Aktuator übertragen.
[0020] Zweckmäßig kann es dabei sein, wenn eine Datenübertragung zwischen dem Abgasmessgerät
und/oder dem wenigstens einen Abgassensor und der Steuereinheit und/oder zwischen
der Steuereinheit und der Heizungsanlage, insbesondere einer, beispielsweise der bereits
zuvor erwähnten, Regelungseinrichtung der Heizungsanlage, drahtgebunden und/oder drahtlos
und/oder bidirektional erfolgt. Eine bidirektionale Datenübertragung insbesondere
zwischen dem Abgasmessgerät und/oder dem wenigstens einen Abgassensor und der Steuereinheit
kann für einen Datenaustausch zwischen dem Abgasmessgerät und/oder dem wenigstens
einen Abgassensor und der Steuereinheit von Vorteil sein.
[0021] Für eine zuverlässige Justierung der Heizungsanlage kann es außerdem zweckmäßig sein,
wenn mit dem wenigstens einen Abgassensor des Abgasmessgerätes ein Abgasverlust und/oder
eine Konzentration von Abgaskomponenten und/oder eine Abgastemperatur, eine Zulufttemperatur,
eine Verbrennungslufttemperatur, eine Taupunkttemperatur und/oder eine Verbrennungsluftverhältniszahl
gemessen und/oder ermittelt werden können. Gängige Abgaskomponenten, die von einem
Abgassensor gemessen werden können, sind beispielsweise eine O
2-Konzentration, eine CO-Konzentration, eine CO
2-Konzentration, eine Stickoxid-Konzentration, eine Rußzahl und/oder Ölderivate in
dem Abgasstrom. Zusätzlich oder alternativ kann vorgesehen sein, dass mit dem Abgasmessgerät
Zugmessungen, bei denen ein Unter- und/oder Überdruck im Abgaskanal herrscht, aufnehmbar
sind.
[0022] Vorteilhaft kann es zudem sein, wenn die Steuereinheit, insbesondere nach erfolgter
und erfolgreicher Justierung der Heizungsanlage in ihren optimalen Betriebspunkt,
zur Kontrolle des Regelverhaltens der Heizungsanlage eingerichtet ist. Zur Kontrolle
des Regelverhaltens der Heizungsanlage kann die Steuereinheit beispielsweise ein Steuer-
oder Stellsignal an die Heizungsanlage, insbesondere an die Regelungseinrichtung und/oder
an wenigstens einen Aktuator der Heizungsanlage, übertragen. Dieses Steuer- oder Stellsignal
kann eine zumindest mittelbare Betätigung, insbesondere eine Verstellung, wenigstens
einen Aktuators der Heizungsanlage bewirken. Nach einer Betätigung wenigstens eines
Aktuators kann wenigstens ein von einem Abgassensor der Heizungsanlage ermittelter
Messwert wenigstens eines Abgasparameters mit einem mittels des Abgassensors des Abgasmessgerätes
ermittelten Messwert desselben Abgasparameters verglichen werden. In Abhängigkeit
einer Abweichung des wenigstens einen mit Hilfe der Heizungsanlage ermittelten Messwerts
von dem mit Hilfe des Abgasmessgeräts ermittelten Messwert kann dann ein Abgleich
und/oder eine Nachführung und/oder eine Nachjustierung der Regelungseinrichtung und/oder
des wenigstens einen Abgassensors der Heizungsanlage vorgenommen werden.
[0023] Für einen Abgleich und/oder eine Nachführung und/oder eine Nachjustierung der Regelungseinrichtung
und/oder des wenigstens einen Abgassensors der Heizungsanlage kann es zudem vorteilhaft
sein, wenn, insbesondere mittels der Steuereinheit, ein Offsetwert in der Heizungsanlage
hinterlegt wird, der eine zuvor ermittelte Messabweichung des Abgassensors der Heizungsanlage
repräsentiert. Dieser Offsetwert kann vorzugsweise in der Regelungseinrichtung der
Heizungsanlage hinterlegt werden. Unter Offsetwert ist in diesem Zusammenhang sowohl
eine positive als auch eine negative Abweichung des mittels des wenigstens einen Abgassensors
der Heizungsanlage bestimmten Messwerts zu dem mittels des im Vergleich zu den in
der Regel in Heizungsanlagen verbauten Abgassensoren hochgenauen Abgassensors des
Abgasmessgerätes bestimmten Messwerts handeln. Ein solcher Offsetwert ist auch bezüglich
von Drucksensoren in der Heizungsanlage im Vergleich zu den genaueren Drucksensoren
des Abgasmessgeräts ermittelbar.
[0024] Anhand eines Beispiels soll die Funktionsweise dieses zuvor beschriebenen Testzyklus,
der einer Nachjustierung und/oder einem Abgleich der Regelungseinrichtung beziehungsweise
des wenigstens einen Abgassensors der Heizungsanlage dienen soll, beschrieben werden:
Nach erfolgreicher Justierung der Heizungsanlage wird beispielsweise von der Steuereinheit
ein Stell- oder Steuersignal, das auch als Kontrollstellsignal bezeichnet werden kann,
an die Regelungseinrichtung der Heizungsanlage gesendet. Dies kann über die zuvor
hergestellte Steuerverbindung zwischen dem Abgasmessgerät und der Heizungsanlage geschehen.
Das Stell- oder Steuersignal bewirkt zumindest mittelbar eine Verstellung wenigstens
eines Aktuators der Heizungsanlage. Dieser Aktuator kann die Verbrennung oder Reaktion
in der Heizungsanlage und damit zumindest einen Abgasparameter beeinflussen, der mit
einem geeigneten Abgassensor der Heizungsanlage gemessen werden kann. Nach Verstellung
des Aktuators wird dann mit Hilfe des Abgassensors der Heizungsanlage ein Istwert
dieses Abgasparameters ermittelt. Gleichzeitig wird dieser Abgasparameter auch mit
dem Abgassensor des Abgasmessgerätes gemessen. Dieser Abgassensor ist bevorzugt zur
Ermittlung absoluter Messwerte eingerichtet und verfügt über eine hochgenaue Sensorik,
die bei in Heizungsanlagen verbauten Sensoren so in der Regel nicht anzutreffen ist.
Die von den beiden unterschiedlichen Abgassensoren ermittelten Ist- bzw. Messwerte
werden verglichen und eine Abweichung des von dem Abgassensor der Heizungsanlage ermittelten
Messwerts von dem genaueren Messwert, der mit Hilfe des Abgassensors des Abgasmessgerätes
ermittelt wurde, bestimmt.
[0025] Alternativ oder zusätzlich kann das beschriebene Stell- oder Steuersignal auch in
der Heizungsanlage erzeugt werden. Die Heizungsanlage, genauer beispielsweise deren
Regelungseinrichtung oder eine Steuereinheit, die in der Heizungsanlage angeordnet
oder ausgebildet ist, vorzugsweise die ein Bestandteil der Regelungseinrichtung sein
kann, kann hierbei das Stell- oder Steuersignal auf Basis der übermittelten Messwerte
erzeugen, insbesondere durch die bereits erwähnte Abweichung zwischen den Mess- oder
Istwerten einerseits und den Sollwerten andererseits. In diesem Fall ist es nicht
erforderlich, dass das Abgasmessgerät anlagenspezifische Befehle zur Steuerung kennt.
[0026] So ist es beispielsweise möglich, dass ein Abgassensor der Heizungsanlage eine CO-Konzentration
von 300 ppm bei einer bestimmten Einstellung des entsprechenden Aktuators der Heizungsanlage
misst, während bei der gleichen Einstellung dieses Aktuators der Abgassensor des Abgasmessgerätes
diese Konzentration mit 200 ppm bestimmt. Nach Bestimmung der Abweichung kann dann
ein die Abweichung repräsentierender Offsetwert, der bei zukünftigen Messungen, die
für den Betrieb einer derartigen Heizungsanlage notwendig sein können, in der Heizungsanlage
hinterlegt und berücksichtigt werden.
[0027] Für die Anwendung des Verfahrens bei unterschiedlichen Heizungsanlagen kann es zudem
zweckmäßig sein, wenn der Datenaustausch zwischen dem Abgasmessgerät, der Steuereinheit
und/oder der Heizungsanlage über einen Anschlussadapter erfolgt. Dieser Anschlussadapter
oder auch Schnittstellenadapter kann Anschlussschnittstellen aufweisen, die zu Datenschnittstellen
des Abgasmessgeräts, der Steuereinheit und/oder der Heizungsanlage kompatibel sind.
Ferner kann der Anschlussadapter auch zur drahtlosen und/oder drahtgebundenen Übertragung
von Daten eingerichtet sein. Alternativ kann ein Anschlussadapter verzichtbar sein,
wenn die Datenverbindung drahtlos über eine standardisierte Drahtlosschnittstelle,
beispielsweise Bluetooth, Zigbee, Wifi/WLAN, Infrarotschnittstelle, hergestellt wird.
[0028] Auf diese Weise ist es möglich, das Abgasmessgerät mit Hilfe des Adapters auch an
eine Schnittstelle der Steuereinheit und/oder der Heizungsanlage anzuschließen, die
eigentlich nicht unmittelbar kompatibel zu der Datenschnittstelle des Abgasmessgerätes
ist.
[0029] Für eine noch einfachere und effizientere Justierung einer Heizungsanlage kann es
ferner zweckmäßig sein, wenn zur Justierung der Heizungsanlage ein Justierprogramm
verwendet wird, mit dem wenigstens zwei Aktuatoren der Heizungsanlage in Abhängigkeit
von dem Abgasmessgerät und/oder dem wenigstens einen Abgassensor ermittelter Messwerte
und/oder Daten unabhängig voneinander betätigbar oder einstellbar sind.
[0030] Um einen Hersteller und/oder Anbieter einer zu justierenden Heizungsanlage über den
Erfolg des Justiervorgangs, vorzugsweis in Echtzeit, informieren zu können, kann es
zweckmäßig sein, wenn das Abgasmessgerät und/oder die Steuereinheit zumindest für
die Dauer der Justierung der Heizungsanlage mit einem Datennetzwerk, insbesondere
mit dem Internet, verbunden bleiben und wenn ein Ergebnis der Justierung der Heizungsanlage
über das Datennetzwerk, insbesondere über das Internet, an den Hersteller und/oder
Anbieter der Heizungsanlage gemeldet wird.
[0031] Es sei erwähnt, dass die Steuereinheit in dem Abgasmessgerät, in der Heizungsanlage,
in einem Computer, insbesondere in einem Laptop, virtuell im Internet und/oder auf
einem Server ausgebildet sein kann. Es ist auch möglich, dass die Steuereinheit als
Modul in einer Regelungseinrichtung einer zu justierenden Heizungsanlage ausgebildet
ist. Zudem kann die Steuereinheit auch als separate Vorrichtung ausgebildet sein.
Diese kann dann, wie bereits zuvor ausgeführt, über eine Datenverbindung mit einem
Abgasmessgerät und über eine Steuerverbindung mit einer Heizungsanlage, insbesondere
mit einer Regelungseinrichtung und/oder mit wenigstens einem Aktuator der Heizungsanlage,
verbunden sein.
[0032] Bei dem eingangs definierten Abgasmessgerät wird die Aufgabe durch die Merkmale des
Patentanspruchs 14 gelöst. Insbesondere wird zur Lösung der Aufgabe bei dem Abgasmessgerät
vorgeschlagen, dass das Abgasmessgerät zur Durchführung des Verfahrens nach einem
der Ansprüche 1 bis 13 eingerichtet ist.
[0033] Dazu kann das Abgasmessgerät eine Datenschnittstelle aufweisen, über die eine Datenverbindung
zwischen dem Abgasmessgerät und einer Steuereinheit herstellbar ist, um mittels des
wenigstens einen Abgassensors ermittelte Messwerte und/oder Daten an die Steuereinheit
zu übertragen. Zweckmäßig kann es in diesem Zusammenhang sein, wenn die Steuereinheit
zur Erzeugung von Stell- oder Steuersignalen zur Justierung einer Heizungsanlage in
Abhängigkeit von dem Abgasmessgerät erfasster Messwerte und/oder Daten eingerichtet
ist.
[0034] Es ist aber auch möglich, dass das Abgasmessgerät eine Steuereinheit zur Erzeugung
von Stell- oder Steuersignalen zur Justierung einer Heizungsanlage in Abhängigkeit
von dem Abgasmessgerät, insbesondere von dem wenigstens einen Abgassensor, erfasster
Messwerte und/oder Daten und eine Datenschnittstelle aufweist. Über diese Datenschnittstelle
kann eine Steuerverbindung zwischen der Steuereinheit und einer Heizungsanlage, insbesondere
einer Regelungseinrichtung und/oder wenigstens einem Aktuator der Heizungsanlage,
hergestellt werden. Dies, um erzeugte Stell- oder Steuersignale zur Justierung der
Heizungsanlage von der Steuereinheit an die Heizungsanlage, insbesondere an die Regelungseinrichtung
und/oder einen Aktuator der Heizungsanlage zu übertragen und die Heizungsanlage in
ihren Idealzustand einzujustieren.
[0035] Vorteilhaft kann es dabei sein, wenn das Abgasmessgerät, insbesondere eine Steuereinheit,
die von dem Abgasmessgerät umfasst oder mit diesem zumindest zeitweise verbunden ist,
zur Erfassung und Speicherung wenigstens eines von dem Abgassensor ermittelten Messwerts
einen Datenspeicher aufweist. Ferner kann es zweckmäßig sein, wenn das Abgasmessgerät
und/oder die Steuereinheit auch einen Komparator aufweisen, der zur Bestimmung einer
Abweichung zwischen dem wenigstens einen erfassten Messwert und einem abgasparameterspezifischen
und/oder anlagenspezifischen Sollwert eingerichtet ist.
[0036] Wenn das Abgasmessgerät, insbesondere ein, beispielsweise der bereits zuvor erwähnte
Komparator des Abgasmessgerätes und/oder eine, beispielsweise die bereits zuvor erwähnte
Steuereinheit, zur Erzeugung eines zu der Heizungsanlage, insbesondere zu einer Regelungseinrichtung
und/oder zu wenigstens einem Aktuator der Heizungsanlage, kompatiblen Stell- oder
Steuersignals eingerichtet ist, können ein für die automatisierte Justierung der Heizungsanlage
erforderliches Stell- oder Steuersignal erzeugt und mit diesem die automatisierte
Justierung der Heizungsanlage vorgenommen werden. Der Komparator kann auch in der
Heizungsanlage ausgebildet sein.
[0037] Vorzugsweise kann das zu erzeugende Stell- oder Steuersignal dabei abhängig von einer
ermittelten Abweichung des wenigstens einen Messwerts zu seinem Sollwert sein.
[0038] Zweckmäßigerweise kann das an die Heizungsanlage übertragene Stell- oder Steuersignal
eine zumindest mittelbare Betätigung oder Verstellung wenigstens eines, den wenigstens
einen gemessenen Abgasparameter beeinflussenden Aktuators der Heizungsanlage bewirken,
um die Heizungsanlage zielgerichtet in ihren optimalen Betriebspunkt einzujustieren.
[0039] Dazu kann die Datenschnittstelle des Abgasmessgerätes mit einer an der Heizungsanlage
und/oder an einer, beispielsweise der bereits zuvor erwähnten, Steuereinheit vorhandenen
Gegenschnittstelle, insbesondere drahtlos und/oder drahtgebunden, zumindest mittelbar
verbindbar und in Gebrauchsstellung verbunden sein.
[0040] Um das Abgasmessgerät an unterschiedliche Heizungsanlagen und/oder Steuereinheiten
anschließen zu können, kann es zweckmäßig sein, wenn zur mittelbaren Verbindung des
Abgasmessgerätes mit der Heizungsanlage und/oder einer Steuereinheit ein Anschlussadapter
oder Schnittstellenadapter mit Anschlussschnittstellen vorgesehen ist, von denen wenigstens
eine kompatibel zu der Datenschnittstelle des Abgasmessgerätes und wenigstens eine
zweite kompatibel zu der Gegenschnittstelle der Heizungsanlage und/oder der Steuereinheit
ist. Mit diesem Anschlussadapter können dann die Datenschnittstellen des Abgasmessgerätes
und eine Gegenschnittstelle der jeweiligen Heizungsanlage und/oder Steuereinheit drahtgebunden
und/oder drahtlos verbindbar und in Gebrauchsstellung verbunden sein.
[0041] Vorteilhafterweise können die Datenschnittstelle des Abgasmessgerätes und/oder die
Anschlussschnittstellen des Anschlussadapters zur bidirektionalen Datenübertragung
eingerichtet sein.
[0042] Bei einer Ausführungsform des Abgasmessgerätes kann zudem vorgesehen sein, dass das
Abgasmessgerät wenigstens eine zweite Datenschnittstelle aufweist, über die wenigstens
ein abgasparameterspezifischer und/oder anlagenspezifischer Sollwert aus einer, insbesondere
internetbasierten oder PC-basierten, Datenbank in das Abgasmessgerät einlesbar und
in diesem speicherbar ist. Dabei kann dieser wenigstens eine Sollwert beispielsweise
in einem, insbesondere in dem bereits zuvor erwähnten, Datenspeicher einer oder der
Messwerterfassungseinheit und/oder in einen oder den Komparator des Abgasmessgerätes
und/oder in eine, beispielsweise die bereits zuvor erwähnte Steuereinheit eingelesen
und abgespeichert werden.
[0043] An dieser Stelle sei erwähnt, dass die einzelnen Komponenten des Abgasmessgerätes,
also beispielsweise eine oder die Messwerterfassungseinrichtung, ein oder der Komparator
und/oder die wenigstens eine Datenschnittstelle des Abgasmessgerätes und/oder eine,
beispielsweise die bereits zuvor erwähnte, Steuereinheit zum Datenaustausch untereinander
miteinander verbunden sein können.
[0044] Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Abgasmessgerätes
kann zudem vorgesehen sein, dass der wenigstens eine Abgassensor zur Bestimmung absoluter
Messwerte eingerichtet ist. Dabei kann der Abgassensor insbesondere zur Bestimmung
eines Abgasverlusts und/oder einer Konzentration von Abgaskomponenten und/oder zur
Bestimmung einer Abgastemperatur, einer Zulufttemperatur, einer Verbrennungslufttemperatur,
einer Taupunkttemperatur und/oder einer Verbrennungsluftverhältniszahl eingerichtet
sein. Das Abgasmessgerät kann zusätzlich zu einer Messung einzelner oder mehrerer
Parameter aus der Gruppe von Gasfließdruck, Düsendruck, andere Drücke, Temperaturen,
insbesondere Vorlaufund/oder Rücklauftemperaturen, beispielsweise eines beheizten
Wasserkreislaufs, eingerichtet sein. Die erforderlichen Sensoren können in das Abgasmessgerät
integriert sein oder separat von diesem ausgebildet sein. Es können auch bereits vorhandene
Sensoren über Datenverbindungen eingebunden werden.
[0045] Üblicherweise werden mit einem derartigen Abgassensor eine O
2-Konzentration, eine CO-Konzentration, eine CO
2-Konzentration, eine Stickoxid-Konzentration, eine Rußzahl- und/oder eine Konzentration
von Ölderivaten bestimmt und überwacht.
[0046] Bei der eingangs definierten Heizungsanlage wird die Aufgabe erfindungsgemäß durch
die Merkmale des Patentanspruchs 24 gelöst. Insbesondere wird bei einer Heizungsanlage
der eingangs definierten Art zur Lösung der Aufgabe vorgeschlagen, dass die Heizungsanlage
zur Justierung gemäß dem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13 mittels Stell-
und/oder Steuersignalen einer Steuereinheit unter Verwendung eines Abgasmessgerätes
nach einem der Ansprüche 14 bis 23 eingerichtet ist.
[0047] Dazu kann es zweckmäßig sein, wenn die Heizungsanlage zumindest zum Empfang von Messwerten
und/oder Steuersignalen eine Gegenschnittstelle aufweist, die zu einer Datenschnittstelle
eines Abgasmessgerätes nach einem der Ansprüche 14 bis 23 kompatibel ist.
[0048] Dabei kann vorgesehen sein, dass die Heizungsanlage, insbesondere die Regelungseinrichtung
der Heizungsanlage, eine, beispielsweise die bereits zuvor erwähnte, Steuereinheit
aufweist. Somit kann die Steuereinheit, die die von dem Abgasmessgerät erfassten Messwerten
und/oder Daten in Stell- oder Steuersignale umwandelt in der Heizungsanlage ausgebildet
sein. Es ist auch möglich, dass die Heizungsanlage, insbesondere die Regelungseinrichtung
der Heizungsanlage, einen Komparator zum Vergleich eines abgasparameterspezifischen
Messwerts mit einem abgasparameterspezifischen und/oder anlagenspezifischen Sollwert
aufweist. In diesem Komparator kann ein Vergleich der beiden Werte vorgenommen werden
kann. Somit kann der Komparator dann einer Kalibrierung des Abgassensors der Heizungsanlage
dienen.
[0049] Zudem kann die Heizungsanlage einen mit der Regelungseinrichtung und/oder zumindest
mittelbar mit der Gegenschnittstelle verbundenen Abgassensor aufweisen, der zur Messung
wenigstens eines Abgasparameters eingerichtet ist. Dabei kann wenigstens ein von dem
Abgassensor gemessener Messwert über die Gegenschnittstelle der Heizungsanlage an
ein an die Gegenschnittstelle angeschlossenes Abgasmessgerät, insbesondere ein solches
Abgasmessgerät, wie es in den Patentansprüchen 14 bis 23 beschrieben ist, und/oder
an eine, beispielsweise die bereits zuvor erwähnte, an diese Gegenschnittstelle angeschlossene
oder anschließbare Steuereinheit übertragen werden.
[0050] Um das in den Ansprüchen 1 bis 13 beschriebene Verfahren durchführen zu können, kann
es außerdem zweckmäßig sein, wenn in der Heizungsanlage, insbesondere in der Regelungseinrichtung
und/oder in einer, beispielsweise der bereits zuvor erwähnten, Steuereinheit der Heizungsanlage,
ein eine Messabweichung des wenigstens einen Abgassensors der Heizungsanlage repräsentierender
und diese kompensierender Offsetwert hinterlegbar ist.
[0051] Auch hier gilt, wie bereits zuvor ausgeführt, dass es sich bei dem Offsetwert um
eine positive oder aber auch negative Abweichung des mittels des Abgassensors der
Heizungsanlage bestimmten Messwerts von dem mittels des Abgassensors des Abgasmessgerätes
bestimmten Messwert handeln kann.
[0052] Günstig kann es sein, wenn in der Heizungsanlage, insbesondere in der Regelungseinrichtung,
wenigstens ein abgasparamaterspezifischer und/oder anlagenspezifischer Sollwert hinterlegt
ist. Auf diese Weise kann der abgasparameterspezifische und/oder anlagenspezifische
Sollwert für einen Vergleich mit dem, insbesondere mittels des Abgasmessgerätes bestimmten,
Messwert bereitgestellt werden. Dieser Sollwert kann auch in einer, beispielsweise
der bereits zuvor erwähnten, Steuereinheit hinterlegt werden oder sein.
[0053] Ferner kann vorgesehen sein, dass die Heizungsanlage, insbesondere die Regelungseinrichtung
und/oder eine, beispielsweise die bereits zuvor erwähnte, Steuereinheit der Heizungsanlage,
eine Datenschnittstelle aufweist, über die wenigstens ein abgasparameterspezifischer
und/oder anlagenspezifischer Sollwert manuell eingebbar ist.
[0054] Besonders vorteilhaft kann es aber sein, wenn dieser wenigstens eine abgasparameterspezifische
und/oder anlagenspezifische Sollwert automatisiert aus eine Datenbank, insbesondere
einer Internet- und/oder PC-basierten Datenbank, und/oder aus dem Abgasmessgerät,
insbesondere einem solchen nach einem der Ansprüche 14 bis 23 in die Heizungsanlage,
insbesondere in die Regelungseinrichtung und/oder in eine, beispielsweise die bereits
zuvor erwähnte, Steuereinheit der Heizungsanlage eingelesen werden kann.
[0055] Ferner kann vorgesehen sein, dass ein, beispielsweise der bereits zuvor erwähnte,
in der Heizungsanlage hinterlegte Sollwert über eine, beispielsweise die bereits zuvor
erwähnte, Datenverbindung und/oder über eine, beispielsweise die bereits zuvor erwähnte
Steuerverbindung an das Abgasmessgerät bzw. an einer, beispielsweise die bereits zuvor
erwähnte, Steuereinheit übertragbar ist.
[0056] Auf diese Weise kann der in der Heizungsanlage hinterlegte Sollwert, sollte ein Vergleich
im Abgasmessgerät und/oder in der Steuereinheit vorgenommen werden, über die Datenverbindung
und/oder über die Steuerverbindung von der Heizungsanlage an das Abgasmessgerät und/oder
die Steuereinheit übertragen und dort mit einem von dem Abgassensor des Abgasmessgerätes
bestimmten Messwert verglichen werden.
[0057] Bei der eingangs definierten Justierungsanordnung wird die Aufgabe durch die Merkmale
des Anspruchs 30 gelöst. Insbesondere wird zur Lösung der Aufgabe bei der eingangs
definierten Justierungsanordnung vorgeschlagen, dass diese ein Abgasmessgerät nach
einem der Ansprüche 14 bis 23 und eine Heizungsanlage nach einem der Ansprüche 24
bis 29 umfasst, wobei der Abgassensor des Abgasmessgerätes in Messstellung angeordnet
und das Abgasmessgerät zur Übertragung und/oder zum Austausch von für die Justierung
notwendigen Daten, Messwerten und/oder Stell- oder Steuersignalen mit einer Steuereinheit,
die zur Erzeugung wenigstens eines Stell- oder Steuersignals auf Basis von dem Abgasmessgerät
ermittelter Messwerte und/oder Daten eingerichtet ist, verbunden ist.
[0058] Dabei kann es zweckmäßig sein, wenn die Steuereinheit zumindest mittelbar mit wenigstens
einem Aktuator der Heizungsanlage zur Übertragung und/oder zum Austausch von für die
Justierung notwendigen Daten, Messwerten und/oder Stell- oder Steuersignalen verbunden
ist.
[0059] Erwähnt sei noch, dass die zuvor erwähnte Steuerverbindung, zumindest abschnittsweise
innerhalb der Heizungsanlage ausgebildet sein kann, insbesondere wenn die Heizungsanlage
die Steuereinheit aufweist, die Steuereinheit also an oder in der Heizungsanlage ausgebildet
ist.
[0060] Wenn die Steuereinheit in oder dem erfindungsgemäßen Abgasmessgerät ausgebildet ist,
kann die Datenverbindung zumindest abschnittsweise innerhalb des Abgasmessgeräts ausgebildet
sein.
[0061] Unter Datenverbindung wird in jedem Falle eine Verbindung verstanden, über die von
dem Abgasmessgerät erfasste Messwerte und/oder Daten an die Steuereinheit übertragen
werden.
[0062] Unter Steuerverbindung wird in jedem Falle eine Verbindung verstanden, über die Stell-
oder Steuersignale von der Steuereinheit an eine zu justierende Heizungsanlage und/oder
an eine Regelungseinrichtung und/oder an wenigstens einen Aktuator der Heizungsanlage
übertragen werden.
[0063] Es sei erwähnt, dass im Kontext dieser Ausführungen unter den synonym verwendeten
Begriffen Nachjustierung / Nachführung / Justage / Abgleich eine Anpassung des Verhaltens
einer Sensorik beziehungsweise der Regelungseinrichtung der Heizungsanlage zu verstehen
ist.
[0064] Als Kalibrierung wird im Kontext dieser Ausführungen ein Messprozess zur zuverlässig
reproduzierbaren Feststellung und Dokumentation der Abweichung eines Messgerätes,
hier wenigstens eines Abgassensors der Heizungsanlage, zu einem anderen Gerät oder
einer anderen Maßverkörperung, hier des genaueren Abgassensor des Abgasmessgerätes,
bezeichnet. Unter Kalibrierung ist somit ein Vergleich von zwei Messgrößen zu verstehen.
Dieser kann bei der vorliegenden Erfindung in dem Abgasmessgerät und/oder in der Heizungsanlage
erfolgen.
[0065] Nachfolgend sind Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Figuren näher beschrieben.
Es zeigen in teilweise stark schematisierter Darstellung:
- Fig. 1:
- eine stark schematisierte Ansicht einer erfindungsgemäßen Justierungsanordnung mit
einer Heizungsanlage und einem erfindungsgemäßen Abgasmessgerät, wobei das Abgasmessgerät
über eine Drahtlosverbindung mittels eines erfindungsgemäßen Anschlussadapters mit
der Heizungsanlage und mit einer in der Heizungsanlage vorhandenen Steuereinheit verbunden
ist und zudem eine Entnahmesonde aufweist, mit der Abgasproben aus einem Abgaskanal
der Heizungsanlage entnehmbar und über einen Schlauch an das Abgasmessgerät, das in
seinem Inneren wenigstens einen Abgassensor aufweist, eingeleitet werden können.
- Fig. 2:
- die in Fig. 1 dargestellte Justierungsanordnung, wobei hier das erfindungsgemäße Abgasmessgerät
über eine Schnittstellenverbindungsleitung an einen mit der Heizungsanlage verbundenen
Schnittstellenadapter angeschlossen ist,
- Fig. 3:
- eine schematisierte Darstellung einer weiteren erfindungsgemäßen Justierungsanordnung,
wobei hier das Abgasmessgerät mit der Heizungsanlage drahtlos über einen mit der Heizungsanlage
verbundenen, erfindungsgemäßen Adapter/Schnittstellenadapter verbunden ist und zudem
einen Messfühler aufweist, an dessen in einen Abgaskanal der Heizungsanlage eingeführten
Ende wenigstens ein Abgassensor des Abgasmessgerätes angeordnet ist, sowie
- Fig. 4:
- die in Fig. 3 dargestellte Justierungsanordnung, wobei hier das Abgasmessgerät über
eine Schnittstellenverbindungsleitung mit dem Schnittstellenadapter, der an die Heizungsanlage
angeschlossen ist, mit der Heizungsanlage verbunden ist.
[0066] Bei der nachfolgenden Beschreibung verschiedener Ausführungsformen der Erfindung
erhalten in ihrer Funktion übereinstimmende Elemente auch bei abweichender Gestaltung
oder Formgebung übereinstimmende Bezugszahlen.
[0067] Sämtliche Figuren zeigen eine mit 100 bezeichnete Justierungsanordnung mit einem
Abgasmessgerät 1 und mit einer Heizungsanlage 2.
[0068] Die Justierungsanordnung 100 dient dazu, die Heizungsanlage 2 mit Hilfe des Abgasmessgerätes
1 für eine Inbetriebnahme, sei es nach einer Installation der Heizungsanlage 2, sei
es nach einer Wartung der Heizungsanlage 2, automatisiert zu justieren, also die Heizungsanlage
2 in ihren für den ordnungsgemäßen Betrieb optimalen Betriebspunkt einzuregeln.
[0069] Im Folgenden werden zunächst das erfindungsgemäße Abgasmessgerät 1 und die erfindungsgemäße
Heizungsanlage 2 beschrieben. Danach folgt eine Beschreibung des erfindungsgemäßen
Verfahrens zur Justierung der Heizungsanlage 2, die im vorliegenden Ausführungsbeispiel
der Heizungsanlage 2, einen Brenner 3 aufweist.
[0070] Das Abgasmessgerät 1 weist wenigstens einen Abgassensor 4 zur Bestimmung eines Messwertes
wenigstens eines Abgasparameters auf. Dabei ist das Abgasmessgerät 1 zur Durchführung
des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 13 eingerichtet. Zur Durchführung des
erfindungsgemäßen Justierungsverfahrens ist das Abgasmessgerät 1 mit einer Datenschnittstelle
5 versehen, über die eine Datenverbindung 6 zwischen dem Abgasmessgerät 1 und einer
Steuereinheit 26 und/oder zu der zu justierenden Heizungsanlage 2 herstellbar ist.
Das Abgasmessgerät 1 ist dazu eingerichtet, mit Hilfe seines wenigstens einen Abgassensors
4 ermittelte Messwerte zu erfassen und die Messwerte und/oder wenigstens ein in Abhängigkeit
eines Messwerts gebildetes Stell- oder Steuersignal über seine Datenschnittstelle
5 zur automatisierten Justierung der Heizungsanlage 2 an die Heizungsanlage 2 zu übertragen.
[0071] Bei einer erfindungsgemäßen Ausführungsform des Abgasmessgerätes ist dabei vorgesehen,
dass das Abgasmessgerät 1 eine Datenschnittstelle 5 aufweist, über die eine Datenverbindung
6 zwischen dem Abgasmessgerät 1 und einer Steuereinheit 26 herstellbar ist, um mittels
des wenigstens einen Abgassensors 4 ermittelte Messwerte und/oder Daten an die Steuereinheit
26 zu übertragen. Dabei ist die Steuereinheit 26 zur Erzeugung von Stell- oder Steuersignalen
zur Justierung einer Heizungsanlage 2 in Abhängigkeit von dem Abgasmessgerät 1 erfasster
Messwerte und/oder Daten eingerichtet.
[0072] Erfindungsgemäß kann aber auch vorgesehen sein, dass das Abgasmessgerät 1 eine Steuereinheit
26 zur Erzeugung von Stelloder Steuersignalen zur Justierung einer Heizungsanlage
1 in Abhängigkeit von dem Abgasmessgerät 1 erfasster Messwerte und/oder Daten und
eine Datenschnittstelle 5 aufweist, wobei über die Datenschnittstelle 5 eine Steuerverbindung
27 zu einer Heizungsanlage 2 und hier insbesondere zu einer Regelungseinrichtung 10
und/oder zu wenigstens einem Aktuator 11 der Heizungsanlage 2 herstellbar ist, um
erzeugte Stell- oder Steuersignale zur Justierung der Heizungsanlage 2 von der Steuereinheit
26 an die Heizungsanlage 2, insbesondere an die Regelungseinrichtung 10 und/oder einen
Aktuator 11 der Heizungsanlage 2 zu übertragen.
[0073] Ferner ist auch möglich, dass das Abgasmessgerät 1 selbst eines Steuereinheit 26
aufweist, die dazu eingerichtet ist, aus den erfassten Messwerten und/oder Daten ein
Stell- oder Steuersignal zu erzeugen, das dann über eine Datenverbindung 6, die als
Steuerverbindung 27 ausgebildet ist, von der Steuereinheit 26 an die Heizungsanlage
2 übertragen wird, um die Heizungsanlage 2 in ihren optimalen Betriebspunkt oder Betriebszustand
einzujustieren.
Bei den in den Figuren dargestellten Ausführungsformen der Erfindung verläuft die
Steuerverbindung 27 zwischen der Steuereinheit 26 und der Regelungseinrichtung 10
und dem wenigstens einen Aktuator 10 innerhalb der Heizungsanlage 2.
[0074] Das Abgasmessgerät 1, insbesondere die Steuereinheit 26, weist zur Erfassung und
Speicherung wenigstens eines von dem Abgassensor 4 ermittelten Messwerts einen Datenspeicher
8 auf.
[0075] Ferner weist das Abgasmessgerät 1, insbesondere die Steuereinheit 26, einen Komparator
9 auf, der zur Bestimmung einer Abweichung zwischen wenigstens einem erfassten Messwert
und einem abgasparameterspezifischen und/oder anlagenspezifischen Sollwert eingerichtet
ist. Der Datenspeicher ist dabei in einer Messwerterfassungseinrichtung 7 vorgesehen.
[0076] Das Abgasmessgerät 1 ist, wie bereits zuvor erwähnt, durch die Steuereinheit 26 und/oder
auch durch den Komparator 9 zur Erzeugung eines zu einer Regelungseinrichtung 10 und/oder
zu wenigstens einem Aktuator 11 der Heizungsanlage 2 kompatiblen Stell- oder Steuersignals
eingerichtet. Dabei kann das erzeugte Stell- oder Steuersignal abhängig von einer
ermittelten Abweichung des wenigstens einen Messwerts zu seinem Sollwert sein.
[0077] Das an die Heizungsanlage 2 übertragene Steuersignal bewirkt dann eine zumindest
mittelbare Betätigung oder Verstellung wenigstens eines, den wenigstens einen gemessenen
Abgasparameter beeinflussenden Aktuators 11 der Heizungsanlage 2.
[0078] Alternativ ist auch die Heizungsanlage 2 mit ihrer Regelungseinrichtung 10 zu einer
Erzeugung des Stell- oder Steuersignals in der beschriebenen Weise anhand der im Abgasmessgerät
1 und/oder in der Heizungsanlage 2 ermittelten Abweichungen zwischen den Messwerten
- bzw. den mit der Heizungsanlage 2 erhaltenen ungenaueren Istwerten - einerseits
und den Sollwerten andererseits eingerichtet.
[0079] Die Datenschnittstelle 5 des Abgasmessgerätes 1 ist mit einer an der Heizungsanlage
2 und/oder an der Steuereinheit 26 vorhandenen Gegenschnittstelle 12 zumindest mittelbar
verbindbar und, wie in den Figuren dargestellt, in Gebrauchsstellung verbunden. Bei
den Ausführungsbeispielen der Justierungsanordnung 100 ist das Abgasmessgerät 1 über
seine Datenschnittstelle 5 drahtlos mit der Gegenschnittstelle 12 der Heizungsanlage
12 zumindest mittelbar verbunden. Hier sind die Datenverbindung 6 und/oder die Steuerverbindung
27 zumindest streckenweise drahtlos ausgebildet.
[0080] Bei den in den Figuren 2 und 4 dargestellten Ausführungsbeispielen der Justierungsanordnung
sind die Datenschnittstelle 5 des Abgasmessgerätes 1 und die Gegenschnittstelle 12
der Heizungsanlage 2 drahtgebunden über eine Schnittstellenverbindungsleitung 13 miteinander
verbunden. Hier wird also zumindest ein Teil der Datenverbindung 6 und/oder der Steuerverbindung
27 zwischen der Heizungsanlage 2 und dem Abgasmessgerät 1 von der Schnittstellenverbindungsleitung
13 gebildet.
[0081] Die in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele der Justierungsanordnung 100
sehen vor, dass ein Anschlussadapter 14 mit Anschlussschnittstellen 15 zur mittelbaren
Verbindung des Abgasmessgerätes 1 mit einer Heizungsanlage 2 und/oder mit der Steuereinheit
26 vorgesehen ist, von welchen Anschlussschnittstellen 15 wenigstens eine kompatibel
zu der Datenschnittstelle 5 des Abgasmessgerätes 1 und wenigstens eine zweite kompatibel
zu der Gegenschnittstelle 12 der Heizungsanlage 2 und/oder der Steuereinheit 26 ist.
Mit diesem Anschlussadapter 14 sind Datenschnittstelle 5 des Abgasmessgerätes 1 und
die jeweilige Gegenschnittstelle 12 drahtgebunden und/oder drahtlos verbindbar und
in Gebrauchsstellung verbunden.
[0082] Zur Überbrückung der Unterschiede der Datenschnittstelle 5 zu der Gegenschnittstelle
12 ist der Anschlussadapter beziehungsweise Schnittstellenadapter 14 mit Anschlussschnittstellen
15 versehen, von denen wenigstens eine kompatibel zu der Datenschnittstelle 5 des
Abgasmessgeräts 1 und wenigstens eine zweite kompatibel zu der Gegenschnittstelle
13 der Heizungsanlage 2 bzw. der Steuereinheit 26 ist.
[0083] Bei dem in den Figuren 1 und 3 dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine der Anschlussschnittstellen
15 des Schnittstellenadapters 14 zum drahtlosen Datenaustausch ausgebildet. Auf diese
Weise ist es möglich, eine Heizungsanlage 2, die möglicherweise selbst nicht zur drahtlosen
Übertragung von Daten eingerichtet ist, zumindest zeitweise durch Anschluss und Verwendung
des Anschlussadapters beziehungsweise Schnittstellenadapters 14 aufzurüsten und zur
drahtlosen Kommunikation zwischen einem Abgasmessgerät 1 und der Heizungsanlage 2
einzurichten.
[0084] Bei dem in den Figuren 2 und 4 dargestellten Ausführungsbeispiel der Justierungsanordnung
100 verläuft die Schnittstellenverbindungsleitung 13 zwischen der Datenschnittstelle
5 des Abgasmessgerätes und einer der beiden Anschlussschnittstellen 15 des Schnittstellenadapters
14. Der Schnittstellenadapter 14 ist wiederum über eine Adapterleitung 16 mit der
Gegenschnittstelle 12 der Heizungsanlage 2 und/oder der Steuereinheit 26 drahtgebunden
verbunden.
[0085] Die Datenschnittstelle 5 des Abgasmessgerätes 1 und die Anschlussschnittstellen 15
des Schnittstellenadapters 14 sind, ebenso wie die Gegenschnittstelle 12 der Heizungsanlage
2 und/oder der Steuereinheit 26, zur bidirektionalen Datenübertragung, also zu einem
Datenaustausch, eingerichtet.
[0086] Somit können Daten, seien es Messwerte oder seien es Stellund/oder Steuersignale,
seien es sonstige Daten, zwischen dem Abgasmessgerät 1 und der Heizungsanlage 2 und/oder
der Steuereinheit 26 ausgetauscht werden.
[0087] Das Abgasmessgerät 1 weist eine zweite Datenschnittstelle 17 auf, über die wenigstens
ein abgasparameterspezifischer und/oder heizungsanlagenspezifischer Sollwert aus einer,
insbesondere internetbasierten oder PC-basierten, Datenbank in das Abgasmessgerät
1 und/oder in die Steuereinheit 26 eingelesen werden kann, um in dem Abgasmessgerät
1 und/oder in der Steuereinheit 26 für eine Justierung einer Heizungsanlage 2 verwendet
zu werden.
[0088] Dieser wenigstens eine Sollwert kann vorzugsweise in dem Datenspeicher 8 der Messwerterfassungseinheit
7 und/oder in dem Komparator 9 des Abgasmessgerätes 1 abgespeichert werden.
[0089] Der wenigstens eine Abgassensor 4, die Messwerterfassungseinrichtung 7, der Komparator
9 und die beiden Datenschnittstellen 5 und 17 des Abgasmessgerätes 1 sind in Gebrauchsstellung
zum Datenaustausch untereinander verbunden.
[0090] Der Abgassensor 4 ist zur Bestimmung absoluter Messwerte eingerichtet. Bei den mit
dem Abgassensor 4 messbaren Abgasparametern kann es sich je nach Anwendungsfall um
einen Abgasverlust, eine Konzentration von Abgaskomponenten, wie beispielsweise eine
O
2-Konzentration, eine CO-Konzentration, eine CO
2Konzentration, eine Sickoxid-Konzentration, oder eine Rußzahl und/oder eine Konzentration
von Ölderivaten handeln. Es ist aber auch möglich, dass mit Hilfe eines Abgassensors
4 eine Abgastemperatur, eine Zulufttemperatur, eine Verbrennungslufttemperatur, eine
Taupunkttemperatur und/oder eine Verbrennungsluftverhältniszahl bestimmt werden können.
Mit weiteren Sensoren können einzelne oder mehrere Parameter aus der Gruppe von Gasfließdruck,
Düsendruck, andere Drücke, Temperaturen, insbesondere Vorlauf- und/oder Rücklauftemperaturen,
beispielsweise eines beheizten Wasserkreislaufs, gemessen werden.
[0091] Die Heizungsanlage 2 weist einen Brennraum 3a auf, in dem beispielsweise ein Brenner
3 vorgesehen sein kann. Es ist aber auch möglich, dass dieser Brennraum 3a in einem
Kolben eines Motors eines Blockkraftwerks oder in einer Brennstoffzelle ausgebildet
ist. Allen denkbaren Ausführungsformen von Brennräumen 3a ist jedoch gemein, dass
aus dem jeweiligen Brennraum 3a Abgase über einen Abgaskanal 18 abgeführt werden können.
Die Heizungsanlage 2 ist mit der Regelungseinrichtung 10 und mit wenigstens einem,
mit der Regelungseinrichtung 10 verbundenen Aktuator 11 ausgestattet. Mit diesem wenigstens
einen Aktuator 11 kann zumindest ein Abgasparameter des durch den Abgaskanal 18 abgeleiteten
Abgasstroms des Brenners 3 der Heizungsanlage 2 beeinflusst werden. Bei dem Aktuator
11 kann es sich beispielsweise um eine Drosselklappe, die die Brennstoff- oder Luftzufuhr
zu dem Brenner 3 regelt, handeln.
[0092] Erfindungsgemäß ist die Heizungsanlage 2 zur Justierung gemäß dem Verfahren nach
einem der Ansprüche 1 bis 13 mittels Stell- und/oder Steuersignalen einer Steuereinheit
26 unter Verwendung eines erfindungsgemäßen Abgasmessgerätes 1 eingerichtet.
[0093] Die Heizungsanlage 2 weist zumindest zum Empfang von Messwerten des Abgasmessgeräts
1 und/oder Stell- der Steuersignalen der Steuereinheit 26, die Gegenschnittstelle
12 auf, die mit der Datenschnittstelle 5 des Abgasmessgerätes 1 verbindbar ist. Dadurch
ist die Heizungsanlage 2 zur automatisierten: Justierung mit Hilfe des Abgasmessgerätes
1 eingerichtet.
[0094] Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist die Heizungsanlage 2, insbesondere die
Regelungseinrichtung 10 der Heizungsanlage 2, zum Vergleich eines abgasparameterspezifischen
Messwerts mit einem abgasparameterspezifischen und/oder anlagenspezifischen Sollwert
eingerichtet und weist zu diesem Zweck einen Komparator beziehungsweise eine Vergleichereinheit
19 auf.
[0095] Ferner ist bei der in den Figuren dargestellten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Heizungsanlage 2 vorgesehen, dass diese die Steuereinheit 26 zur Erzeugung von Stell-
und/oder Steuersignalen auf Basis von dem Abgasmessgerät 1 ermittelter Daten und/oder
Messwerte aufweist.
[0096] Die Heizungsanlage 2 ist zudem mit einem mit der Regelungseinrichtung 10 und zumindest
mittelbar mit der Gegenschnittstelle 12 verbundenen Abgassensor 20 ausgestattet. Ein
von diesem Abgassensor 20 gemessener oder ermittelter Messwert kann über die Gegenschnittstelle
12 der Heizungsanlage 2 an ein an die Gegenschnittstelle 12 angeschlossenes Abgasmessgerät
1 übertragen werden. Auf diese Weise kann eine Kalibrierung des Abgassensors 20 der
Heizungsanlage 2 mithilfe des Abgasmessgerätes 1 durchgeführt werden. In entsprechender
Weise sind auch die weiteren Sensoren zur Messung der oben erwähnten weiteren Parameter
kalibrierbar.
[0097] Es ist aber auch möglich, diese Kalibrierung mithilfe einer Steuereinheit 26 vorzunehmen
und einen von dem Abgassensor 20 gemessenen Messwert an eine an die Gegenschnittstelle
12 angeschlossene oder anschließbare Steuereinheit 26 zu übertragen.
[0098] In der Heizungsanlage 2, insbesondere in der Regelungseinrichtung 10 und/oder in
der Steuereinheit 26 der Heizungsanlage 2, ist ferner ein eine Messabweichung des
wenigstens einen Abgassensors 20 der Heizungsanlage 2 repräsentierender und diese
Abweichung kompensierender Offsetwert hinterlegbar. Mit Hilfe dieses Offsetwertes
kann dann eine Nachführung oder Nachjustierung der Sensorik, also des wenigstens einen
Abgassensors 20 der Heizungsanlage 2, vorgenommen werden, falls dies notwendig sein
sollte.
[0099] In der Regelungseinrichtung 10 der Heizungsanlage 2 kann wenigstens ein abgasparameterspezifischer
und/oder anlagenspezifischer Sollwert hinterlegt sein. Bei dem in den Figuren dargestellten
Ausführungsbeispiel der Heizungsanlage 2 weist die Heizungsanlage 2, insbesondere
die Regelungseinrichtung 10 der Heizungsanlage 2, eine Datenschnittstelle 21 auf,
über die wenigstens ein abgasparameterspezifischer und/oder anlagenspezifischer Sollwert
manuell eingebbar ist beziehungsweise, und dies bevorzugt, automatisiert aus einer
Datenbank, beispielsweise einer Internet- und/oder PC-basierten Datenbank, und/oder
aus einem mit der Heizungsanlage 2 verbundenen Abgasmessgerät 1, in die Heizungsanlage
2 eingelesen werden kann. Die Heizungsanlage 2 ist zudem dazu eingerichtet, einen
in der Heizungsanlage 2 hinterlegten Sollwert über die zwischen dem Abgasmessgerät
1 und der Heizungsanlage 2 hergestellte Datenverbindung 6 bei Bedarf an das Abgasmessgerät
1 zu übertragen. Es ist aber auch denkbar, einen in der Heizungsanlage 2 hinterlegten
Sollwert über die zuvor beschriebene Steuerverbindung 27 an die Steuereinheit 26 zu
übertragen.
[0100] Die installierte Justierungsanordnung 100 zeichnet sich somit dadurch aus, dass die
Datenschnittstelle 5 des Abgasmessgerätes 1 in Justierungsstellung mit der Gegenschnittstelle
12 der Heizungsanlage 2 zur Übertragung und/oder zum Austausch von für die Justierung
notwendigen Daten, Messwerten und/oder Stell- oder Steuersignalen verbunden ist.
[0101] Zudem ist der Abgassensor 4 des Abgasmessgerätes 1 dann in seine Messstellung, so
wie sie in den Figuren 1 bis 4 dargestellt ist, gebracht.
[0102] Nachfolgend soll das eigentliche Justierungsverfahren mit Hilfe der zuvor beschriebenen
Komponenten der Justierungsanordnung 100 beschrieben werden.
[0103] Zur Justierung der den Brenner 3 aufweisenden Heizungsanlage 2 wird wenigstens ein
Abgasparameter eines Abgasstromes der Heizungsanlage 2, der durch den Abgaskanal 18
abgeleitet wird, mit Hilfe des wenigstens einen Abgassensors 4 des Abgasmessgerätes
1 gemessen und die Heizungsanlage 2 in Abhängigkeit wenigstens eines ermittelten Messwerts
in einen optimalen Betriebspunkt eingeregelt. Erfindungsgemäß kann dies automatisiert
geschehen. Die automatisierte Justierung der Heizungsanlage 2 erfolgt dadurch, dass
nachfolgende Verfahrensschritte durchgeführt werden, bis der optimale Betriebspunkt
der Heizungsanlage 2 erreicht ist:
- Messen des wenigstens einen Abgasparameters mit dem wenigstens einen Abgassensor 4
des Abgasmessgeräts 1,
- Übertragung ermittelter Daten und/oder Messwerte von dem Abgassensor 4 an eine Steuereinheit
26,
- Erzeugung zumindest eines Stell- und/oder Steuersignals auf Basis der übertragenen
Daten und/oder Messwerte mithilfe der Steuereinheit 26 und
- Betätigen und/oder Einstellen zumindest eines Aktuators 11 der Heizungsanlage 2, der
den wenigstens einen Abgasparameter beeinflusst, gemäß dem zumindest einen Stellund/oder
Steuersignal.
[0104] Da wird eine Datenverbindung 6 zwischen dem Abgasmessgerät 1 und der Steuereinheit
26, sei es dass diese in der Heizungsanlage 2, in dem Abgasmessgerät selbst oder in
einer separaten Vorrichtung vorgesehen ist, hergestellt wird, über die zumindest von
dem Abgasmessgerät 1 zu der Steuereinheit 26 Daten, Messwerte übertragen und von der
Steuereinheit 26 in Stell- beziehungsweise Steuersignale zur automatisierten Justierung
der Heizungsanlage 2 umgewandelt werden. Dazu wird der wenigstens eine Abgasparameter
während der Justierung der Heizungsanlage 2 mit dem wenigstens einen Abgassensor 4
des Abgasmessgerätes 1 automatisiert gemessen und ermittelte Messwerte von dem Abgasmessgerät
1 automatisiert erfasst. Wenigstens ein von dem Abgasmessgerät 1 erfasster Messwert
wird dann während der Justierung automatisiert mit wenigstens einem abgasparameterspezifischen
und/oder anlagenspezifischen Sollwert verglichen und eine Abweichung des wenigstens
einen Abgasparameters von dem Sollwert von der Heizungsanlage 2 oder dem Abgasmessgerät
1 oder der Steuereinheit 26 ermittelt.
Dabei kann vorgesehen sein, dass von dem Abgasmessgerät 1 ermittelte Messwerte und/oder
Daten, insbesondere während der Justierung der Heizungsanlage 2 und/oder vorzugsweise
automatisiert, mit wenigstens einem abgasparameterspezifischen und/oder anlagenspezifischen
Sollwert, insbesondere mittels des Komparators 9, verglichen und eine Abweichung des
wenigstens einen Abgasparameters von dem Sollwert ermittelt werden. Dabei kann die
Steuereinheit 26 in Abhängigkeit der ermittelten Abweichung das zumindest eine Stell-
oder Steuersignal erzeugen. Der zumindest eine Aktuator 11 der Heizungsanlage 2 zur
Justierung der Heizungsanlage 2 wird gemäß dem zumindest einen Stell- und/oder Steuersignal
in einer solchen Weise oder solange betätigt, bis die ermittelte Abweichung einen
definierten Schwellwert erreicht oder überschreitet oder unterschreitet.
[0105] Das in den Figuren 1 und 2 dargestellte Abgasmessgerät 1 ist mit einer Entnahmesonde
22 ausgestattet, die über einen Schlauch 23 mit dem Abgasmessgerät 1 verbunden ist.
Mit Hilfe der Entnahmesonde 22 kann eine Abgasprobe aus dem Abgaskanal 18 der Heizungsanlage
2 entnommen und über den Schlauch 23 der wenigstens einen Abgassensors 4 umfassenden
Sensorik in dem Abgasmessgerät 1 zur Analyse und Messung zugeführt werden.
[0106] Das in den Figuren 3 und 4 dargestellte Abgasmessgerät 1 weist einen Messfühler 24
auf, an dessen freien Ende 25 eine wenigstens einen Abgassensor 4 des Abgasmessgerätes
1 umfassende Sensorik des Abgasmessgerätes 1 angeordnet ist. Bei dem in den Figuren
3 und 4 dargestellten Ausführungsbeispiel der Justierungsanordnung ist dieser Abgassensor
4 des Abgasmessgerätes 1 durch eine Öffnung in den Abgaskanal 18 der Heizungsanlage
eingeführt, kann also die erforderlichen Messungen direkt im Abgasstrom der Heizungsanlage
2 vornehmen.
[0107] Bei einer Ausführungsform des Verfahrens ist vorgesehen, dass von dem Abgasmessgerät
1 erfasste Messwerte des wenigstens einen Abgasparameters während der Justierung der
Heizungsanlage 2 über die Datenverbindung 6 automatisiert an die Steuereinheit 26
übertragen und mit einem abgasparameterspezifischen und/oder anlagenspezifischen Sollwert
verglichen und eine Abweichung des Abgasparameters von dem Sollwert ermittelt wird.
In Abhängigkeit der ermittelten Abweichung kann dann von der Steuereinheit 26 ein
Stell- oder Steuersignal erzeugt werden, mit dem zumindest ein Aktuator 11 der Heizungsanlage
2 zumindest mittelbar betätigt wird. Unter Betätigung ist hier, insbesondere wenn
es sich bei dem Aktuator 11 um eine Drosselklappe handelt, eine Verstellung zu verstehen.
[0108] Der Aktuator 11 wird solange betätigt, bis die automatisiert ermittelte Abweichung
den definierten Schwellwert erreicht oder überschreitet oder unterschreitet.
[0109] Bei einer anderen Ausführungsform des Verfahrens kann alternativ oder zusätzlich
vorgesehen sein, dass die von dem Abgasmessgerät 1 erfassten Messwerte des wenigstens
einen Abgasparameters während der Justierung der Heizungsanlage 2 in dem Abgasmessgerät
1 automatisiert mit einem abgasparameterspezifischen und/oder anlagenspezifischen
Sollwert verglichen und eine Abweichung des wenigstens einen Abgasparameters von dem
Sollwert ermittelt werden. Dann kann anschließende in der Steuereinheit 26, sei es
in dem Abgasmessgerät 1, in der Heizungsanlage 2 oder in einer separaten Steuereinheit
26, in Abhängigkeit der Abweichung ein Stell- oder Steuersignal erzeugt werden, das
von dem über die Datenverbindung 6 und/oder die Steuerverbindung 27 an die Heizungsanlage
2 übertragen wird, insbesondere an die Regelungseinrichtung 10 und/oder an den zumindest
einen Aktuator 11, um wenigstens den einen Aktuator 11 der Heizungsanlage 2 zumindest
mittelbar zu betätigen. Auch hier erfolgt die Betätigung des wenigstens einen Aktuators
11 der Heizungsanlage 2 solange, bis die automatisiert ermittelte Abweichung einen
definierten Schwellwert erreicht, überschreitet oder unterschreitet.
[0110] Bei beiden Verfahrensausführungsformen kann der wenigstens eine abgasparameterspezifische
und/oder anlagenspezifische Sollwert manuell in die Steuereinheit 26 und/oder in das
Abgasmessgerät 1 und/oder in den Komparator 9 und/oder in die Heizungsanlage 2, insbesondere
in eine oder die Regelungseinrichtung 10 der Heizungsanlage 2, eingegeben und dort
gespeichert werden.
[0111] Es ist aber auch vorgesehen, dass zumindest der eine abgasparameterspezifische und/oder
anlagenspezifische Sollwert, vorzugsweise automatisiert, von der Steuereinheit 26
und/oder von dem Abgasmessgerät 1 und/oder von dem Komparator 9 und/oder von der Heizungsanlage
2, insbesondere von der Regelungseinrichtung 10 der Heizungsanlage 2, aus einer, vorzugsweise
internetbasierten und/oder PC-basierten, Datenbank ausgelesen und in der Steuereinheit
26 und/oder in dem Abgasmessgerät 1 und/oder in der Heizungsanlage 2 gespeichert wird.
[0112] Eine Datenübertragung zwischen der Heizungsanlage 2 und dem Abgasmessgerät 1 kann
gemäß den Ausführungsbeispielen in den Figuren 1 und 3 drahtlos oder aber (vergleiche
Ausführungsbeispiele Figuren 2 und 4) auch drahtgebunden erfolgen.
[0113] Vorgesehen ist auch, dass eine Datenübertragung zwischen dem Abgasmessgerät 1 und/oder
dem wenigstens einen Abgassensor 4 und der Steuereinheit 26 und/oder zwischen der
Steuereinheit 26 und der Heizungsanlage 2, insbesondere der Regelungseinrichtung 10
der Heizungsanlage 2, drahtgebunden und/oder drahtlos und/oder bidirektional erfolgt.
[0114] In allen Fällen kann die Datenübertragung erfindungsgemäß selbstverständlich auch
bidirektional erfolgen.
[0115] Wie bereits zuvor ausgeführt, ist der Abgassensor 4 des Abgasmessgerätes 1 zur Bestimmung
unterschiedlicher Abgasparameter eingerichtet.
[0116] Je nach Anwendungsfall und Ausstattung des Abgasmessgerätes 1 können unterschiedliche
Abgassensoren 4 verbaut sein. Grundsätzlich ist es aber auch denkbar, eine Mehrzahl
von Abgassensoren 4 zu verwenden, um ein möglichst breites Spektrum an Abgasparametern
zur Justierung der Heizungsanlage 2 überwachen und auswerten zu können. Durch Einsatz
zusätzlicher Sensoren, zum Beispiel Druck-, Temperatur- und/oder Durchflusssensoren,
zur Messung weiterer Parameter kann dieses Spektrum nochmals verbreitert werden.
[0117] Nach einer erfolgten Justierung der Heizungsanlage 2 kann, falls gewünscht, eine
Art Testzyklus durchgeführt werden, der einer Kalibrierung und anschließen Nachführung
einer Sensorik der Heizungsanlage 2 dient und den eigentlichen Abschluss der Justierung
der Heizungsanlage 2 für einen ordnungsgemäßen Betrieb darstellt.
[0118] Zur Kontrolle des Regelverhaltens der Heizungsanlage 2 kann die Steuereinheit 26,
insbesondere nach erfolgter Justierung der Heizungsanlage 2 in ihren optimalen Betriebspunkt,
ein Kontrollstellsignal vorgeben, das eine Betätigung, insbesondere eine Verstellung,
wenigstens eines Aktuators 11 der Heizungsanlage 2 bewirkt. Danach kann wenigstens
ein von einem Abgassensor 20 der Heizungsanlage 2 ermittelter Messwert wenigstens
eines Abgasparameters mit einem mittels des Abgassensors 4 des Abgasmessgerätes 1
ermittelten Messwert desselben Abgasparameters verglichen und eine Abweichung des
wenigstens einen mithilfe des Abgassensors 20 der Heizungsanlage 2 ermittelten Messwerts
von dem mithilfe des Abgasmessgeräts 1 ermittelten Messwert bestimmt werden. In Abhängigkeit
der Abweichung ist es dann möglich, einen Abgleich und/oder eine Nachführung und/oder
eine Nachjustierung der Regelungseinrichtung 10 und/oder des wenigstens einen Abgassensors
20 der Heizungsanlage 2 vorzunehmen.
[0119] Zu diesem Zweck wird, insbesondere von der Steuereinheit 26, ein Offsetwert in der
Heizungsanlage 2, bevorzugt in der Regelungseinrichtung 10 der Heizungsanlage 2, hinterlegt,
der eine zuvor ermittelte Messabweichung des Abgassensors 20 der Heizungsanlage 2
repräsentiert. Auf diese Weise kann also das Regelungsverhalten der Heizungsanlage
2 abgeglichen, nachgeführt beziehungsweise nachjustiert werden.
[0120] Die Verwendung des Abgasmessgerätes 1 zur Durchführung dieses Abgleichs und/oder
zur Nachführung und/oder zur Nachjustierung der Regelungseinrichtung beziehungsweise
des wenigstens einen Abgassensors 11 der Heizungsanlage 2 ist vorteilhaft, weil der
Abgassensor 4 des Abgasmessgerätes 1 in der Regel ein besserer Abgassensor ist, als
ein solcher, der in einer Heizungsanlage 2 verbaut ist.
[0121] Zudem können auf diese Weise Messungenauigkeiten des wenigstens einen, in der Heizungsanlage
2 verbauten Abgassensors 20, die sich über die Zeit aufgrund von Alterungserscheinungen
bei dem Abgassensor 20 der Heizungsanlage 2 einstellen können, kompensiert werden.
[0122] Bei einer Ausführungsform des Verfahrens ist die Verwendung eines Justierprogramm
zur Justierung der Heizungsanlage 2 vorgesehen, bei dem wenigstens zwei Aktuatoren
11 der Heizungsanlage 2 in Abhängigkeit von dem Abgasmessgerät 1 ermittelter Messwerte
und/oder Daten unabhängig voneinander betätigt oder einstellt werden.
[0123] Zumindest für die Dauer der Justierung der Heizungsanlage 2 können das Abgasmessgerät
2 und/oder die Steuereinheit 26 mit einem Datennetzwerk, insbesondere mit dem Internet,
verbunden werden und bleiben. So ist es möglich, ein Ergebnis der Justierung der Heizungsanlage
2 über das Datennetzwerk, insbesondere über das Internet, an einen Hersteller und/oder
Anbieter der Heizungsanlage 2 zu melden.
[0124] Zur automatisierten Justierung der Heizungsanlage 2 wird zwischen dem Abgasmessgerät
1 und der Steuereinheit 26 die Datenverbindung 6 hergestellt, über die zumindest von
dem Abgasmessgerät 1 zu der Steuereinheit 26 Daten, Messwerte oder Steuer- beziehungsweise
Stellsignale zur Justierung der Heizungsanlage 2 übertragen werden. Während der Justierung
der Heizungsanlage 2 wird wenigstens ein Abgasparameter mit dem wenigstens einen Abgassensor
4 des Abgasmessgeräts 1 automatisiert gemessen und ermittelte Messwerte von dem Abgasmessgerät
1 automatisiert erfasst. Dann wird eine Abweichung des ermittelten Messwertes von
einem abgasparameterspezifischen und/oder anlagenspezifischen Sollwert ermittelt und
in Abhängigkeit der ermittelten Abweichung eine automatisierte Justierung der Heizungsanlage
2, die von der Steuereinheit 26 initiiert wird, vorgenommen.
1. Verfahren zur Justierung einer Heizungsanlage (2), wobei wenigstens ein Abgasparameter
eines Abgasstromes der Heizungsanlage (2) mithilfe wenigstens eines Abgassensors (4)
eines Abgasmessgerätes (1) gemessen und die Heizungsanlage (2) in Abhängigkeit wenigstens
eines ermittelten Messwerts in einen optimalen Betriebspunkt einjustiert wird,
dadurch gekennzeichnet, dass nachfolgende Verfahrensschritte durchgeführt werden, bis der optimale Betriebspunkt
der Heizungsanlage (2) erreicht ist:
- Messen des wenigstens einen Abgasparameters mit dem wenigstens einen Abgassensor
(4) des Abgasmessgeräts (1),
- Übertragung ermittelter Daten und/oder Messwerte von dem Abgassensor (4) an eine
Steuereinheit (26),
- Erzeugung zumindest eines Stell- und/oder Steuersignals auf Basis der übertragenen
Daten und/oder Messwerte mithilfe der Steuereinheit (26) und
- Betätigen und/oder Einstellen zumindest eines Aktuators (11) der Heizungsanlage
(2), der den wenigstens einen Abgasparameter beeinflusst, gemäß dem zumindest einen
Stell- und/oder Steuersignal.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass von dem Abgasmessgerät (1) ermittelte Messwerte und/oder Daten, insbesondere während
der Justierung der Heizungsanlage (2) und/oder vorzugsweise automatisiert, mit wenigstens
einem abgasparameterspezifischen und/oder anlagenspezifischen Sollwert, insbesondere
mittels eines Komparators (9), verglichen und eine Abweichung des wenigstens einen
Abgasparameters von dem Sollwert ermittelt wird, wobei die Steuereinheit (26) in Abhängigkeit
der ermittelten Abweichung das zumindest eine Stelloder Steuersignal erzeugt und der
zumindest eine Aktuator (11) der Heizungsanlage (2) zur Justierung der Heizungsanlage
(2) gemäß dem zumindest einen Stellund/oder Steuersignal betätigt wird, bis die ermittelte
Abweichung einen definierten Schwellwert erreicht oder überschreitet oder unterschreitet.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass von dem Abgassensor (4) erfasste Messwerte und/oder Daten, vorzugsweise automatisiert,
über eine Datenverbindung (6) an die Steuereinheit (26) übertragen werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Steuereinheit (26) und der Heizungsanlage (2), insbesondere zwischen
der Steuereinheit (26) und dem zumindest einen Aktuator (11) und/oder einer Regelungseinrichtung
(10) der Heizungsanlage (2), eine Steuerverbindung (27) hergestellt wird oder besteht,
über die das zumindest eine Stellund/oder Steuersignal zur Betätigung des zumindest
einen Aktuators (11) übertragen wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest der eine abgasparameterspezifische und/oder anlagenspezifische Sollwert
manuell in die Steuereinheit (26) und/oder in das Abgasmessgerät (1) und/oder in einen
oder den Komparator (9) und/oder in die Heizungsanlage (2), insbesondere in eine oder
die Regelungseinrichtung (10) der Heizungsanlage (2), eingegeben und dort gespeichert
wird und/oder dass zumindest der eine abgasparameterspezifische und/oder anlagenspezifische
Sollwert, vorzugsweise automatisiert, von der Steuereinheit (26) und/oder von dem
Abgasmessgerät (1) und/oder von einem oder dem Komparator (9) und/oder von der Heizungsanlage
(2), insbesondere von einer oder der Regelungseinrichtung (10) der Heizungsanlage
(2), aus einer, vorzugsweise internetbasierten und/oder PC-basierten, Datenbank ausgelesen
und in der Steuereinheit (26) und/oder in dem Abgasmessgerät (1) und/oder in der Heizungsanlage
(2) gespeichert wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Datenübertragung zwischen dem Abgasmessgerät (1) und/oder dem wenigstens einen
Abgassensor (4) und der Steuereinheit (26) und/oder zwischen der Steuereinheit (26)
und der Heizungsanlage (2), insbesondere einer oder der Regelungseinrichtung (10)
der Heizungsanlage (2), drahtgebunden und/oder drahtlos und/oder bidirektional erfolgt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem wenigstens einen Abgassensor (4) des Abgasmessgerätes (1) ein Abgasverlust
und/oder eine Konzentration von Abgaskomponenten, insbesondere eine O2-könzentration, eine CO-Konzentration, eine CO2-Konzentration, eine Stickoxid-Konzentration, eine Rußzahl und/oder Ölderivate, und/oder
eine Abgastemperatur, eine Zulufttemperatur, eine Verbrennungslufttemperatur, eine
Taupunkttemperatur und/oder eine Verbrennungsluftverhältniszahl gemessen und/oder
ermittelt werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (26), insbesondere nach erfolgter Justierung der Heizungsanlage
(2) in ihren optimalen Betriebspunkt, zur Kontrolle des Regelverhaltens der Heizungsanlage
(2) ein Kontrollstellsignal vorgibt, das eine Betätigung, insbesondere eine Verstellung,
wenigstens eines Aktuators (11) der Heizungsanlage (2) bewirkt, wonach wenigstens
ein von einem Abgassensor (20) der Heizungsanlage (2) ermittelter Messwert wenigstens
eines Abgasparameters mit einem mittels des Abgassensors (4) des Abgasmessgerätes
(1) ermittelten Messwert desselben Abgasparameters verglichen und eine Abweichung
des wenigstens einen mithilfe des Abgassensors (20) der Heizungsanlage (2) ermittelten
Messwerts von dem mithilfe des Abgasmessgeräts (1) ermittelten Messwert bestimmt werden
und in Abhängigkeit der Abweichung ein Abgleich und/oder eine Nachführung und/oder
eine Nachjustierung der Regelungseinrichtung (10) und/oder des wenigstens einen Abgassensors
(20) der Heizungsanlage (2) vorgenommen wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass, insbesondere mittels der Steuereinheit (26), ein Offsetwert in der Heizungsanlage
(2), insbesondere in einer oder der Regelungseinrichtung (10) der Heizungsanlage (2),
zum Abgleich und/oder zur Nachführung und/oder zur Nachjustierung der Regelungseinrichtung
(10) und/oder wenigstens eines Abgassensors (20) der Heizungsanlage (2) hinterlegt
wird, der eine zuvor ermittelte Messabweichung des Abgassensors (20) der Heizungsanlage
(2) repräsentiert.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Datenaustausch zwischen dem Abgasmessgerät (1), der Steuereinheit (26) und/oder
der Heizungsanlage (2) über einen, vorzugsweise an der Steuereinheit (26) ausgebildeten,
Anschlussadapter (14) erfolgt, dessen Anschlussschnittstellen (15) zu Datenschnittstellen
(5, 12) des Abgasmessgeräts (1) und/oder einer Gegenschnittstelle (12) der Heizungsanlage
(2) kompatibel sind und insbesondere der zur drahtlosen Übertragung von Daten eingerichtet
ist.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zur Justierung der Heizungsanlage (2) ein Justierprogramm verwendet wird, mit dem
wenigstens zwei Aktuatoren (11) der Heizungsanlage (2) in Abhängigkeit von dem Abgasmessgerät
(1) ermittelter Messwerte und/oder Daten unabhängig voneinander betätigt oder eingestellt
werden.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Abgasmessgerät (2) und/oder die Steuereinheit (26) zumindest für die Dauer der
Justierung der Heizungsanlage (2) mit einem Datennetzwerk, insbesondere mit dem Internet,
verbunden bleiben und dass ein Ergebnis der Justierung der Heizungsanlage (2) über
das Datennetzwerk, insbesondere über das Internet, an einen Hersteller und/oder Anbieter
der Heizungsanlage (2) gemeldet wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (26) in dem Abgasmessgerät (1), in der Heizungsanlage (2), in einem
Computer, insbesondere in einem Laptop, virtuell im Internet und/oder auf einem Server
ausgebildet ist.
14. Abgasmessgerät (1) mit wenigstens einem Abgassensor (4) zur Bestimmung eines Messwertes
wenigstens eines Abgasparameters, dadurch gekennzeichnet, dass das Abgasmessgerät (1) zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1
bis 13 eingerichtet ist.
15. Abgasmessgerät (1) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Abgasmessgerät (1) eine Datenschnittstelle (5) aufweist, über die eine Datenverbindung
(6) zwischen dem Abgasmessgerät (1) und einer Steuereinheit (26) herstellbar ist,
um mittels des wenigstens einen Abgassensors (4) ermittelte Messwerte und/oder Daten
an die Steuereinheit (26) zu übertragen, wobei die Steuereinheit (26) zur Erzeugung
von Stell- oder Steuersignalen zur Justierung einer Heizungsanlage (1) in Abhängigkeit
von dem Abgasmessgerät (1) erfasster Messwerte und/oder Daten eingerichtet ist, und/oder
dass das Abgasmessgerät (1) eine Steuereinheit (26) zur Erzeugung von Stell- oder
Steuersignalen zur Justierung einer Heizungsanlage (2) in Abhängigkeit von dem Abgasmessgerät
(1) erfasster Messwerte und/oder Daten und eine Datenschnittstelle (5) aufweist, wobei
über die Datenschnittstelle (5) eine Steuerverbindung (27) zwischen der Steuereinheit
(26) und einer Heizungsanlage (2), insbesondere einer Regelungseinrichtung (10) und/oder
wenigstens einem Aktuator (11) der Heizungsanlage (2), herstellbar ist, um erzeugte
Stell- oder Steuersignale zur Justierung der Heizungsanlage (2) von der Steuereinheit
(26) an die Heizungsanlage (2), insbesondere an die Regelungseinrichtung (10) und/oder
einen Aktuator (11) der Heizungsanlage (2) zu übertragen.
16. Abgasmessgerät (1) nach einem der Ansprüche 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Abgasmessgerät (1), insbesondere eine oder die Steuereinheit (26), zur Erfassung
und Speicherung wenigstens eines von dem Abgassensor (4) ermittelten Messwerts einen
Datenspeicher (8) aufweist und/oder dass das Abgasmessgerät (1), insbesondere eine
oder die Steuereinheit (26), einen Komparator (9) aufweist, der zur Bestimmung einer
Abweichung zwischen wenigstens einem erfassten Messwert und einem abgasparameterspezifischen
und/oder anlagenspezifischen Sollwert eingerichtet ist.
17. Abgasmessgerät (1) nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Abgasmessgerät (1), insbesondere ein oder der Komparator (9) und/oder eine oder
die Steuereinheit (26), zur Erzeugung eines zu einer Heizungsanlage (2), insbesondere
zu einer Regelungseinrichtung (10) und/oder zu wenigstens einem Aktuator (11) der
Heizungsanlage (2), kompatiblen Stell- oder Steuersignals eingerichtet ist, wobei
das erzeugte Stell- oder Steuersignal abhängig von einer ermittelten Abweichung des
wenigstens einen Messwerts zu einem oder dem abgasparameterspezifischen und/oder anlagenspezifischen
Sollwert ist.
18. Abgasmessgerät (1) nach einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass das an die Heizungsanlage (2) übertragene Stell- oder Steuersignal dazu eingerichtet
ist, eine zumindest mittelbare Betätigung oder Verstellung wenigstens eines, den wenigstens
einen gemessenen Abgasparameter beeinflussenden Aktuators (11) der Heizungsanlage
(2) zu bewirken.
19. Abgasmessgerät (1) nach einem der Ansprüche 14 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder die Datenschnittstelle (5) des Abgasmessgerätes (1) mit einer an einer
Heizungsanlage (2) und/oder an einer oder der Steuereinheit (26) vorhandenen Gegenschnittstelle
(12), insbesondere drahtlos und/oder drahtgebunden, zumindest mittelbar verbindbar
und in Gebrauchsstellung verbunden ist.
20. Abgasmessgerät (1) nach einem der Ansprüche 14 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass ein Anschlussadapter (14) mit Anschlussschnittstellen (15) zur mittelbaren Verbindung
des Abgasmessgerätes (1) mit einer Heizungsanlage (2) und/oder mit einer oder der
Steuereinheit (26) vorgesehen ist, von welchen Anschlussschnittstellen (15) wenigstens
eine kompatibel zu einer oder der Datenschnittstelle (5) des Abgasmessgerätes (1)
und wenigstens eine zweite kompatibel zu einer oder der Gegenschnittstelle (12) der
Heizungsanlage (2) und/oder der Steuereinheit (26) ist, und mit dem die Datenschnittstelle
(5) des Abgasmessgerätes (1) und die Gegenschnittstelle (12) drahtgebunden und/oder
drahtlos verbindbar und in Gebrauchsstellung verbunden sind.
21. Abgasmessgerät (1) nach einem der Ansprüche 14 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder die Datenschnittstelle (5) des Abgasmessgerätes (1) und/oder Anschlussschnittstellen
(15) des Anschlussadapters (14) und/oder eine Gegenschnittstelle (12) einer oder der
Heizungsanlage (2) und/oder einer oder der Steuereinheit (26) zur bidirektionalen
Datenübertragung eingerichtet sind.
22. Abgasmessgerät (1) nach einem der Ansprüche 14 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass das Abgasmessgerät (1) wenigstens eine zweite Datenschnittstelle (17) aufweist, über
die wenigstens ein abgasparameterspezifischer und/oder anlagenspezifischer Sollwert
aus einer, insbesondere internetbasierten oder PC-basierten, Datenbank in das Abgasmessgerät
(1), insbesondere in einen oder den Datenspeicher (8) und/oder in einen oder den Komparator
(9) und/oder in eine oder die Steuereinheit (26), einlesbar und speicherbar ist.
23. Abgasmessgerät (1) nach einem der Ansprüche 14 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Abgassensor (4) zur Bestimmung absoluter Messwerte und/oder zur
Bestimmung eines Abgasverlusts und/oder einer Konzentration von Abgaskomponenten,
insbesondere einer O2-Konzentration, einer CO-Konzentration, einer CO2-Konzentration, eine Stickoxid-Konzentration, einer Rußzahl und/oder einer Konzentration
von Ölderivaten, und/oder zur Bestimmung einer Abgastemperatur, einer Zulufttemperatur,
einer Verbrennungslufttemperatur, einer Taupunkttemperatur und/oder einer Verbrennungsluftverhältniszahl
eingerichtet ist.
24. Heizungsanlage (2) mit einer Regelungseinrichtung (10) und mit wenigstens einem, mit
der Regelungseinrichtung (10) verbundenen Aktuator (11), mit dem wenigstens ein Abgasparameter
eines Abgasstromes der Heizungsanlage (2) beeinflussbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizungsanlage (2) zur Justierung gemäß dem Verfahren nach einem der Ansprüche
1 bis 13 mittels Stell- und/oder Steuersignalen einer Steuereinheit (26) unter Verwendung
eines Abgasmessgerätes (1) nach einem der Ansprüche 14 bis 23 eingerichtet ist.
25. Heizungsanlage (2) nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizungsanlage (2) eine Gegenschnittstelle (12) zumindest zum Empfang von Messwerten
eines Abgasmessgeräts (1) und/oder Stell- der Steuersignalen einer Steuereinheit (26)
aufweist, insbesondere wobei die Gegenschnittstelle (12) zu einer Datenschnittstelle
(5) eines Abgasmessgerätes (1) nach einem der Ansprüche 14 bis 23 kompatibel ist.
26. Heizungsanlage (2) nach Anspruch 24 oder 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizungsanlage (2), insbesondere die Regelungseinrichtung (10) der Heizungsanlage
(2), eine oder die Steuereinheit (26) zur Erzeugung von Stell- und/oder Steuersignalen
auf Basis von dem Abgasmessgerät (1) ermittelter Daten und/oder Messwerte und/oder
einen Komparator (19) zum Vergleich eines abgasparameterspezifischen Messwerts mit
einem abgasparameterspezifischen und/oder anlagenspezifischen Sollwert aufweist.
27. Heizungsanlage (2) nach einem der Ansprüche 24 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizungsanlage (2) einen mit der Regelungseinrichtung (10) und/oder zumindest
mittelbar mit der Gegenschnittstelle (12) verbundenen Abgassensor (20) aufweist und/oder
dass wenigstens ein von dem Abgassensor (20) gemessener Messwert über die Gegenschnittstelle
(12) der Heizungsanlage (2) an ein an die Gegenschnittstelle (12) angeschlossenes
Abgasmessgerät (1), insbesondere ein Abgasmessgerät (1) nach einem der Ansprüche 14
bis 23, und/oder an eine oder die, an die Gegenschnittstelle (12) angeschlossene Steuereinheit
(26) übertragbar ist.
28. Heizungsanlage (2) nach einem der Ansprüche 24 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass in der Heizungsanlage (2), insbesondere in der Regelungseinrichtung (10) der Heizungsanlage
(2) und/oder in einer oder der Steuereinheit (26), ein eine Messabweichung des wenigstens
einen Abgassensors (1) der Heizungsanlage (2) repräsentierender und diese kompensierender
Offsetwert hinterlegbar ist.
29. Heizungsanlage (2) nach einem der Ansprüche 24 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass in der Heizungsanlage (2), insbesondere in der Regelungseinrichtung (10) und/oder
in einer oder der Steuereinheit (26), wenigstens ein abgasparameterspezifischer und/oder
anlagenspezifischer Sollwert hinterlegt ist und/oder dass die Heizungsanlage (2),
insbesondere die Regelungseinrichtung (10) und/oder eine oder die Steuereinheit (26)
der Heizungsanlage (2), eine Datenschnittstelle aufweist, über die wenigstens ein
abgasparameterspezifischer und/oder anlagenspezifischer Sollwert manuell eingebbar
und/oder, vorzugsweise automatisiert, aus einer Datenbank, insbesondere einer internet-
und/oder PC-basierten Datenbank, und/oder aus einem Abgasmessgerät (1), insbesondere
einem Abgasmessgerät (1) nach einem der Ansprüche 14 bis 23, in die Heizungsanlage
(2) einlesbar ist und/oder dass ein oder der in der Heizungsanlage (2) hinterlegte
Sollwert über eine oder die Datenverbindung (6) und/oder über eine oder die Steuerverbindung
(27) an das Abgasmessgerät (1) und/oder eine oder die Steuereinheit (26) übertragbar
ist.
30. Justierungsanordnung (100) mit einem Abgasmessgerät (1) nach einem der Ansprüche 14
bis 23 und mit einer Heizungsanlage (2) nach einem der Ansprüche 24 bis 29, wobei
der Abgassensor (4) des Abgasmessgerätes (1) in Messstellung angeordnet und das Abgasmessgerät
(1) zur Übertragung und/oder zum Austausch von für die Justierung notwendigen Daten,
Messwerten und/oder Stell- oder Steuersignalen mit einer Steuereinheit (26), die zur
Erzeugung wenigstens eines Stell- oder Steuersignals auf Basis von dem Abgasmessgerät
(1) ermittelter Messwerte und/oder Daten eingerichtet ist, verbunden ist.
31. Justierungsanordnung (100) nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (26) zumindest mittelbar mit wenigstens einem Aktuator (11) der
Heizungsanlage (2) zur Übertragung und/oder zum Austausch von für die Justierung notwendigen
Daten, Messwerten und/oder Stell- oder Steuersignalen verbunden ist.