[0001] Die Erfindung betrifft eine Sandstrahlanlage mit einem Schleuderrad, welches mittels
eines axialen Antriebsmotors angetrieben und um eine erste Drehachse, die ungefähr
senkrecht zu einer zur Motorachse des Antriebsmotors parallelen Achse verläuft, schwenkbar
auf einem Strahlsattel montiert ist, wobei die erste Drehachse auf dem Strahlsattel
unterhalb des Schleuderrads angeordnet ist, und wobei eine erste elektromechanische
Verstellvorrichtung vorhanden ist, mittels derer das Schleuderrad in verschiedene
gewünschte Verschwenkwinkel bezüglich der ersten Drehachse verfahrbar ist.
[0002] Eine derartige Sandstrahlanlage ist bekannt aus
US 3 604 157 A.
[0003] Sandstrahlen ist ein Verfahren zur Oberflächenbearbeitung, bei dem ein Werkstück
mit einem Strahlmittel wie Sand, aber etwa auch Stahl-, Keramik- oder Glaskügelchen
bestrahlt wird. Einfache Beispiele finden sich in der Natur: Ein Stein, der in der
Wüste liegt, wird mit der Zeit immer runder und glatter, weil der Wüstensand den Stein
abschleift. Liegt statt des Steins eine Glasscheibe in der Wüste, bekommt sie Schleifspuren
und wird immer matter und rauer. Je nachdem, wie stark der Wind und wie groß die Sandkörner
sind, unterscheiden sich die Ergebnisse.
[0004] Schon diese einfachen Beispiele zeigen, dass Sandstrahlen völlig unterschiedliche
Effekte erzielen kann. Es können Grate entfernt, Kanten verrundet, Oberflächen geglättet
oder aufgeraut werden. Ebenso können Teile gereinigt oder aus optischen Gründen gestrahlt
werden. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle: Strahlmittel, Material und
Beschaffenheit des Werkstücks, Arbeitsweise, sowie Intensität und Dauer des Strahlens.
[0005] Statt Wüstensand verwendet man beim industriellen Sandstrahlen -je nach Einsatzzweck-
unterschiedlichste Materialien. Dazu gehören Stahl, Edelstahl, Aluminium, Glasperlen,
Keramik, Granat oder Korund. Vereinzelt setzt man auch Nussschalen- oder Maiskolbengranulate
ein. Die Korngröße liegt dabei zwischen 0,1 mm und fast 8 mm. Das Strahlmittel kann
zudem kugelförmig oder kantig sein. Durch die unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften
dieser Materialien ergeben sich verschiedene Strahlergebnisse. Diese können zusätzlich
noch durch die Menge und die Geschwindigkeit beim Bestrahlen variiert werden. In einigen
Fällen werden auch Mischungen verschiedener Strahlmittel verwendet. Bei der Wahl des
Strahlmittels berücksichtigt man auch das Material des zu strahlenden Werkstückes.
Beispielsweise sollte ein Edelstahlteil nicht mit Normal-Stahl bearbeitet werden,
da sonst winzige Einschlüsse im Edelstahl zu Rostbildung führen können.
[0006] Das Sandstrahlverfahren kann beispielsweise eingesetzt werden für:
- Entfernen von Graten nach dem spanenden Bearbeiten von Werkstücken;
- Aufrauen von Oberflächen als Vorbereitung fürs Lackieren oder Kleben;
- Entfernen von Rost;
- Ausgleichen von Verfärbungen, z. B. durch Schweißen oder Erhitzen;
- Verfestigen von Oberflächen durch Kugelstrahlen.
[0007] Der Stein in der Wüste muss eine ganze Weile dort liegen, um vom Sand glatt abgeschliffen
zu werden. Beim professionellen Sandstrahlen sind wesentlich kürzere Bearbeitungszeiten
typisch, denn man kann die Menge des Strahlmittels und die Intensität (Geschwindigkeit),
mit der es auf das Werkstück trifft, ganz erheblich erhöhen. Um das zu erreichen,
werden im Wesentlichen drei verschiedene Methoden eingesetzt:
Injektorstrahlen mit Druckluft für leichtes Sandstrahlen:
[0008] Dies ist ein sehr einfaches Prinzip, das ohne großen technischen Aufwand umgesetzt
werden kann. Da das Strahlmittel allerdings erst in der Düse beschleunigt wird, ist
der Wirkungsgrad relativ gering. Nur wenn leichtes Strahlen ausreichend ist, können
hiermit die gewünschten Ergebnisse erzielt werden.
Druckstrahlen für zielgerichtetes Sandstrahlen:
[0009] Eine weitere Technik des Sandstrahlens mit Luftdruck ist das Druckstrahlen. Hierbei
wird das Strahlmittel zunächst in einem Druckbehälter gesammelt und dann zum Strahlen
in einen Schlauch gepresst. Gleichzeitig wird Druckluft durch den Schlauch geleitet,
die das Strahlmittel mitreißt. Am Schlauchende befindet sich eine Düse, die ein zielgerichtetes
Strahlen ermöglicht. Über den Durchmesser der Düse kann die Menge des Strahlmittels
eingestellt werden.
Die vorliegende Erfindung hingegen verwendet
Schleuderräder für effizientes, automatisches Sandstrahlen:
[0010] Schleuderräder eignen sich zur Strahlmittelbeschleunigung in stationären Anlagen
für automatisches Sandstrahlen. Dabei handelt es sich um eine Scheibe, auf der mehrere
Wurfschaufeln angebracht sind. Das Strahlmittel fällt durch ein Rohr in die Mitte
der Scheibe und wird dann von den Schaufeln erfasst. Die Zentrifugalkraft beschleunigt
das Strahlmittel und schleudert es auf das zu strahlende Objekt. In der Regel wird
eine Leithülse verwendet, die sich in der Mitte des Schleuderrades befindet, um die
Richtung des Strahlmittels festzulegen. Diese Technik verwendet keine Druckluft zur
Strahlmittelbeschleunigung und hat so einen deutlich höheren und effizienteren Durchsatz.
Es können weit über 100 kg Strahlmittel pro Minute beschleunigt werden. An Schleuderrad-Strahlanlagen
werden zudem meist mehrere Schleuderräder gleichzeitig eingesetzt. Sandstrahlanlagen
mit derartigen Schleuderrädern, welche die eingangs definierten Merkmale aufweisen,
sind auf der oben zitierten Internet-Seite der Firma AGTOS gezeigt und beschrieben.
[0011] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es demgegenüber daher, eine gattungsgemäße
Sandstrahlanlage mit Schleuderrad der eingangs beschriebenen Art mit möglichst simplen
technischen Mitteln und wirtschaftlich preisgünstig dahingehend zu verbessern, dass
ein erheblich größerer Winkelbereich auf dem zu bearbeitenden Werkstück simultan sandgestrahlt
werden kann. Außerdem soll die erfindungsgemäß verbesserte Konstruktion eine erhöhte
mechanische Stabilität besitzen und schließlich auch noch einen zumindest ferngesteuerten,
besser noch einen automatisierten Betrieb der Sandstrahlanlage ermöglichen, wobei
das Schleuderrad -simultan oder nacheinandersogar in 2 Achsen verfahren werden kann,
damit auch dreidimensionale Kurven auf der Werkstück-Oberfläche "abgefahren" werden
können.
[0012] Erfindungsgemäß wird diese - vielleicht einfach klingende, aber bei genauerer Betrachtung
doch relativ anspruchsvolle - Aufgabe auf ebenso überraschend einfache wie wirkungsvolle
Art und Weise ausgehend von einer Sandstrahlanlage mit den eingangs definierten Merkmalen
dadurch gelöst, dass das Schleuderrad um eine weitere Drehachse verschwenkbar ist,
die parallel zur Motorachse des Antriebsmotors und mit Abstand von dieser verläuft,
und dass eine weitere elektromechanische Verstellvorrichtung vorhanden ist, mittels
derer das Schleuderrad in verschiedene gewünschte Verschwenkwinkel auch bezüglich
der weiteren Drehachse verfahren werden kann.
[0013] Auf diese Weise entsteht aufgrund der tiefen Anordnung der ersten Drehachse auf der
Höhe des Strahlsattels unterhalb des Schleuderrads -Gegensatz zu dem oben zitierten
nächstkommenden Stand der Technik, wo die erste Drehachse oberhalb des Strahlsattels
mitten durch das Schleuderrad verläuft- ein mechanisch besonders stabiler Aufbau und
eine im Hinblick auf die Dauerhaltbarkeit der Befestigung erheblich verbesserte Anordnung.
[0014] Vor allem aber kann mittels der erfindungsgemäß vorgeschriebenen ersten elektromechanischen
Verstellvorrichtung das Schleuderrad in verschiedene gewünschte Verschwenkwinkel bezüglich
der ersten Drehachse verfahren werden, so dass letztlich ein deutlich größerer Winkelbereich
zur Bearbeitung überstrichen werden kann, wodurch erheblich größere Flächen eines
Werkstücks in der gleichen Zeiteinheit bearbeitet werden können, was im Ergebnis zu
einer viel wirtschaftlicheren Betriebsweise der Sandstrahlanlage führt.
[0015] Außerdem ermöglicht die Einführung einer elektromechanischen Verstellvorrichtung
eine ferngesteuerte und permanente, insbesondere kontinuierliche Verstellung des Verschwenkwinkels
des Schleuderrads bezüglich der ersten Drehachse, so dass ein automatisierter Betrieb
der Sandstrahlanlage mit -im Prinzip sogar ständig wechselndenunterschiedlichen Strahlwinkeln
und damit eine gleichmäßige und vollständige Bearbeitung der gewünschten Werkstückflächen
ein verbessertes Arbeitsergebnis bei geringerem Zeit- und Kostenaufwand gegenüber
den aus dem Stand der Technik bekannten Anlagen erbringt.
[0016] Die Firma Wheelabrator Group GmbH in D-48629 Metelen bietet zwar auch ein sogenanntes
oszillierendes Schleuderrad an. Hier ist jedoch nicht -wie der Titel vermuten ließe-
das Schleuderrad selbst oszillierend, sondern der komplette Strahlsattel oszilliert.
Eine derartige Konstruktion ist natürlich sehr aufwändig und kostenintensiv in der
Herstellung, benötigt erheblich mehr Platz und ist schon deshalb von der oben beschriebenen
Erfindung sehr verschieden.
[0017] Indem das Schleuderrad um eine weitere Drehachse verschwenkbar ist, die parallel
zur Motorachse des Antriebsmotors und mit Abstand von dieser verläuft, kann das Schleuderrad
-simultan oder nacheinandersogar in 2 Achsen verfahren werden. Aufgrund der dadurch
erzielbaren Strahlwirkung kann also von einem "3D Schleuderrad" gesprochen werden,
weil damit auch dreidimensionale Kurven auf der Werkstück-Oberfläche "abgefahren"
werden können.
[0018] Diese Art der Bewegung des Schleuderrades hat den Vorteil, dass der Strahlwinkel
zusätzlich zur oben beschriebenen vertikalen Verschwenkung nunmehr auch in horizontaler
Richtung verschwenkt werden kann.
[0019] Dadurch, dass auch die weitere Drehachse auf dem Strahlsattel wiederum unterhalb
des Schleuderrads angeordnet ist, wird eine besonders hohe mechanische Stabilität
erzielt. Zusätzlich ist eine weitere elektromechanische Verstellvorrichtung vorhanden,
mittels derer das Schleuderrad in verschiedene gewünschte Verschwenkwinkel auch bezüglich
der weiteren Drehachse und unabhängig von der ersten Verschwenkbewegung verfahren
werden kann.
[0020] Eine Klasse von besonders bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung zeichnet sich
dadurch aus, dass die elektromechanischen Verstellvorrichtungen den jeweiligen Verschwenkwinkel
des Schleuderrads kontinuierlich verstellen können. Damit lässt sich eine nahezu beliebig
wählbare Flächenabdeckung zur Bearbeitung von Werkstück-Oberflächen erreichen.
[0021] Eine dazu alternative Klasse von Ausführungsformen der Erfindung zeichnet sich dadurch
aus, dass die elektromechanischen Verstellvorrichtungen den jeweiligen Verschwenkwinkel
des Schleuderrads in diskreten Schritten verstellen können. Damit können bestimmte
vorgegebene Winkelbereiche besser bearbeitet werden.
[0022] Bei bevorzugten Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Sandstrahlanlage sind die
elektromechanischen Verstellvorrichtungen elektrisch beziehungsweise elektronisch
ansteuerbar, insbesondere regelbar Auf diese Weise kann der gewünschte Strahlwinkelbereich
individuell je nach der entsprechenden Geometrie der zu bearbeitenden Oberfläche(n)
des Werkstücks programmiert und eingegeben werden, um eine automatisierte Bearbeitung
zu ermöglichen.
[0023] Vorteilhaft sind Weiterbildungen dieser Ausführungsformen, bei welchen die elektromechanischen
Verstellvorrichtungen jeweils mit einer vorwärts und rückwärts laufenden Antriebseinheit,
insbesondere einer Antriebsspindel, zur mechanischen Drehachsenverstellung des Schleuderrads
sowie mit einem elektromotorischen Antrieb versehen sind, wobei der elektromotorische
Antrieb vorzugsweise getaktet ansteuerbar ist. Ein derartiger Antrieb ist verschleißarm
und gewährleistet eine hohe Dauerhaltbarkeit sowie einen störungsarmen, meist sogar
störungsfreien Betrieb zwischen den Wartungsintervallen. Der mögliche Grad an Prozess-Automatisierung
steigt und die erfindungsgemäße Sandstrahlanlage kann schon von daher besonders kostengünstig
betrieben werden.
[0024] Ganz besonders bevorzugt sind Ausführungsformen der Erfindung, die sich dadurch auszeichnen,
dass die elektromechanischen Verstellvorrichtungen jeweils eine kontinuierliche, insbesondere
in Vorwärts- und Rückwärts-Richtung oszillierende, Verschwenkung des Schleuderrads
bewirken können. Damit lässt sich eine weitere, ganz erhebliche Zeitersparnis bei
der Bearbeitung von Werkstück-Oberflächen realisieren. Durch die daraus sich ergebende
Möglichkeit zur Bearbeitung von größeren Oberflächenflächenanteilen des Werkstücks
in gleichen Zeiteinheiten ergibt sich zudem eine deutliche Reduzierung der unerwünschten
"Wolkenbildung" (=Schatten durch nicht-angestrahlte Flächenbereiche). Das Arbeitsergebnis
wird also auch noch viel gleichmäßiger.
[0025] Eine Gruppe von Weiterbildungen dieser von Ausführungsformen ist dadurch gekennzeichnet,
dass die elektromechanischen Verstellvorrichtungen jeweils einen einstellbaren Frequenzregler
aufweisen, der die gewünschte Oszillationsgeschwindigkeit der oszillierenden Verschwenkwinkel-Verstellung
des Schleuderrads regelt. So können die jeweils gerade bestrahlten Bereiche der zu
bearbeitenden Werkstück-Oberfläche(n) schneller oder auch langsamer mit dem Strahlmittel
überstrichen werden. Dies ermöglicht eine sehr individuelle Einstellung des aktuell
angewandten Arbeitsmodus, je nach Eigenart des Werkstücks und auch abhängig vom erwünschten
Arbeitsergebnis.
[0026] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung zeichnen sich dadurch aus, dass
die erste elektromechanische Verstellvorrichtung parallel zur Motorachse des Antriebsmotors
angeordnet ist. Dadurch kann die Anlage äußerst kompakt und platzsparend gestaltet
werden.
[0027] Ebenso sind Ausführungsformen vorteilhaft, bei denen die weitere elektromechanische
Verstellvorrichtung längs einer Achse angeordnet ist, die senkrecht zu einer zur Motorachse
des Antriebsmotors parallelen Achse verläuft, so dass komplizierte Kraft-Umlenkungsmechanismen
nicht erforderlich sind.
[0028] Vorteilhaft sind auch Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Sandstrahlanlage, bei
weichen der Strahlsattel zur Vermeidung von Beschädigungen und mit dem Ziel einer
möglichst langen Dauerhaltbarkeit im Betrieb gegen herausschleudernde Strahlpartikel
abgedichtet ist.
[0029] Diese Ausführungsformen lassen sich noch dadurch vorteilhaft weiterbilden, indem
der Strahlsattel eine Labyrinth-Dichtung aufweist, welche konstruktiv besonders einfach,
im Prinzip wartungsfrei und somit extrem dauerhaltbar gestaltet werden kann.
[0030] Vorteilhaft sind schließlich auch Weiterbildungen aller oben beschriebenen Ausführungsformen
der erfindungsgemäßen Sandstrahlanlage, bei welchen der Strahlsattel und gegebenenfalls
seine Dichtung aus hochlegiertem Werkzeugstahl hergestellt sind um eine besonders
hohe Verschleißfestigkeit gegen Strahimittel-Partikel zu erzielen, welche im Betrieb
in der Regel mit hoher kinetischer Energie auf die betreffenden Oberflächen der Anlage
auftreffen.
[0031] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden detaillierten
Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung anhand der Figuren der Zeichnung,
die erfindungswesentliche Einzelheiten zeigt, sowie aus den Ansprüchen. Die einzelnen
Merkmale können je einzeln für sich oder zu mehreren in beliebigen Kombinationen bei
Varianten der Erfindung verwirklicht sein. In der schematischen Zeichnung sind Ausführungsbeispiele
der Erfindung dargestellt, welche in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert
werden.
[0032] Im Einzelnen zeigen:
- Fig. 1
- eine räumliche Darstellung einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Sandstrahlanlage
mit einem um eine erste Drehachse verschwenkbaren Schleuderrad;
- Fig. 2a
- die Ausführungsform nach Fig. 1 in schematischer Ansicht von der Seite;
- Fig. 2b
- die Ausführungsform nach Fig. 1 in schematischer Ansicht von oben;
- Fig. 3
- die Ausführungsform nach Fig. 2a in schematischem Vertikalschnitt durch die Sandstrahlanlage;
- Fig. 4
- eine räumliche Darstellung einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Sandstrahlanlage
mit einem sowohl um eine erste als auch um eine weitere Drehachse verschwenkbaren
Schleuderrad;
- Fig. 5a
- die Ausführungsform nach Fig. 4 in schematischer Ansicht von der Seite; und
- Fig. 5b
- die Ausführungsform nach Fig. 4 in schematischer Ansicht von vorn in Blickrichtung
der Motorachse des Antriebsmotors.
[0033] Die in den Figuren der Zeichnung schematisch im Detail dargestellten Ausführungsformen
zeigen jeweils eine erfindungsgemäß ausgestaltete
Sandstrahlanlage 10; 40 mit verschwenkbarem
Schleuderrad 11. Dieses ist mittels eines axialen
Antriebsmotors 12 angetrieben und um eine
erste Drehachse 13, die senkrecht zu einer zur Motorachse des Antriebsmotors 12 parallelen Achse verläuft,
schwenkbar auf einem
Strahlsattel 14 montiert. Erfindungsgemäß ist die Sandstrahlanlage 10; 40 dadurch gekennzeichnet,
dass die erste Drehachse 13 auf dem Strahlsattel 14
unterhalb des Schleuderrads 11 angeordnet ist, und dass eine
erste elektromechanische Verstellvorrichtung 15 vorhanden ist, mittels derer das Schleuderrad 11 in verschiedene gewünschte Verschwenkwinkel
bezüglich der ersten Drehachse 13 verfahrbar ist.
[0034] In den Figuren 1, 2a, 2b und 3 ist eine derartige erfindungsgemäße Sandstrahlanlage
10 mit einer einzigen Verschwenkachse für das Schleuderrad 11 von verschiedenen Seiten
im Detail dargestellt.
[0035] Die Figuren 4, 5a und 5b hingegen zeigen eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Sandstrahlanlage 40, welche sich dadurch auszeichnet, dass das Schleuderrad 11 um
eine
weitere Drehachse 43 verschwenkbar ist, die parallel zur Motorachse des Antriebsmotors 12 und mit Abstand
von dieser verläuft. Auch diese weitere Drehachse 43 ist wieder auf dem Strahlsattel
14
unterhalb des Schleuderrads 11 angeordnet. Außerdem ist eine
weitere elektromechanische Verstellvorrichtung 45 vorhanden, mittels derer das Schleuderrad 11 in verschiedene gewünschte Verschwenkwinkel
auch bezüglich der weiteren Drehachse 43 verfahren werden kann.
[0036] Bei sämtlichen Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Sandstrahlanlage 10; 40 können
die elektromechanischen Verstellvorrichtungen 15; 45 den jeweiligen Verschwenkwinkel
des Schleuderrads 11 kontinuierlich oder aber in diskreten Schritten verstellen.
[0037] Die elektromechanischen Verstellvorrichtungen 15; 45 sind in der Regel elektrisch
beziehungsweise elektronisch ansteuerbar, insbesondere regelbar, und jeweils mit einer
vorwärts und rückwärts laufenden Antriebseinheit, insbesondere einer Antriebsspindel,
zur mechanischen Drehachsenverstellung des Schleuderrads 11 sowie mit einem elektromotorischen
Antrieb versehen, wobei der elektromotorische Antrieb vorzugsweise getaktet ansteuerbar
ist.
[0038] Bei besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Sandstrahlanlage
10; 40 sind die elektromechanischen Verstellvorrichtungen 15; 45 so ausgelegt, dass
sie jeweils eine kontinuierliche, insbesondere in Vorwärts- und Rückwärts-Richtung
oszillierende, Verschwenkung des Schleuderrads 11 bewirken können. Insbesondere weisen
sie jeweils einen -in der Zeichnung nicht eigens dargestellteneinstellbaren, elektronischen
Frequenzregler auf, der die gewünschte Oszillationsgeschwindigkeit der oszillierenden
Verschwenkwinkel-Verstellung des Schleuderrads 11 regelt.
[0039] Die erste elektromechanische Verstellvorrichtung 15 ist parallel zur Motorachse des
Antriebsmotors 12 angeordnet, während die weitere elektromechanische Verstellvorrichtung
45 längs einer Achse angeordnet ist, die senkrecht zu einer zur Motorachse des Antriebsmotors
12 parallelen Achse verläuft.
[0040] Der Strahlsattel 14 ist in der Regel gegen herausschleudernde Strahlpartikel abgedichtet
und weist bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform der Erfindung eine Labyrinth-Dichtung
auf.
Bezugszeichenliste:
[0041]
- 10; 40
- Sandstrahlanlage
- 11
- Schleuderrad
- 12
- Antriebsmotor
- 13
- erste Drehachse
- 14
- Strahlsattel
- 15
- erste elektromechanische Verstellvorrichtung
- 43
- weitere Drehachse
- 45
- weitere elektromechanische Verstellvorrichtung
1. Sandstrahlanlage (10; 40) mit einem Schleuderrad (11), welches mittels eines axialen
Antriebsmotors (12) angetrieben und um eine erste Drehachse (13), die senkrecht zu
einer zur Motorachse des Antriebsmotors (12) parallelen Achse verläuft, schwenkbar
auf einem Strahlsattel (14) montiert ist, wobei die erste Drehachse (13) auf dem Strahlsattel
(14) unterhalb des Schleuderrads (11) angeordnet ist, und wobei eine erste elektromechanische
Verstellvorrichtung (15) vorhanden ist, mittels derer das Schleuderrad (11) in verschiedene
gewünschte Verschwenkwinkel bezüglich der ersten Drehachse (13) verfahrbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Schleuderrad (11) um eine weitere Drehachse (43) verschwenkbar ist, die parallel
zur Motorachse des Antriebsmotors (12) und mit Abstand von dieser verläuft,
dass auch die weitere Drehachse (43) auf dem Strahlsattel (14) unterhalb des Schleuderrads
(11) angeordnet ist,
und dass eine weitere elektromechanische Verstellvorrichtung (45) vorhanden ist, mittels derer
das Schleuderrad (11) in verschiedene gewünschte Verschwenkwinkel auch bezüglich der
weiteren Drehachse (43) verfahren werden kann.
2. Sandstrahlanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die elektromechanischen Verstellvorrichtungen (15; 45) den jeweiligen Verschwenkwinkel
des Schleuderrads (11) kontinuierlich verstellen können.
3. Sandstrahlanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die elektromechanischen Verstellvorrichtungen (15; 45) den jeweiligen Verschwenkwinkel
des Schleuderrads (11) in diskreten Schritten verstellen können.
4. Sandstrahlanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die elektromechanischen Verstellvorrichtungen (15; 45) elektrisch beziehungsweise
elektronisch ansteuerbar, insbesondere regelbar sind.
5. Sandstrahlanlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die elektromechanischen Verstellvorrichtungen (15; 45) jeweils mit einer vorwärts
und rückwärts laufenden Antriebseinheit, insbesondere einer Antriebsspindel, zur mechanischen
Drehachsenverstellung des Schleuderrads (11) sowie mit einem elektromotorischen Antrieb
versehen sind, wobei der elektromotorische Antrieb vorzugsweise getaktet ansteuerbar
ist.
6. Sandstrahlanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die elektromechanischen Verstellvorrichtungen (15; 45) jeweils eine kontinuierliche,
insbesondere in Vorwärts- und Rückwärts-Richtung oszillierende, Verschwenkung des
Schleuderrads (11) bewirken können.
7. Sandstrahlanlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die elektromechanischen Verstellvorrichtungen (15; 45) jeweils einen einstellbaren
Frequenzregler aufweisen, der die gewünschte Oszillationsgeschwindigkeit der oszillierenden
Verschwenkwinkel-Verstellung des Schleuderrads (11) regelt.
8. Sandstrahlanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste elektromechanische Verstellvorrichtung (15) parallel zur Motorachse des
Antriebsmotors (12) angeordnet ist.
9. Sandstrahlanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die weitere elektromechanische Verstellvorrichtung (45) längs einer Achse angeordnet
ist, die senkrecht zu einer zur Motorachse des Antriebsmotors (12) parallelen Achse
verläuft.
10. Sandstrahlanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Strahlsattel (14) gegen herausschleudernde Strahlpartikel abgedichtet ist.
11. Sandstrahlanlage nach Anspruch 10 dadurch gekennzeichnet, dass der Strahlsattel (14) eine Labyrinth-Dichtung aufweist.
12. Sandstrahlanlage nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Strahlsattel (14) und seine Dichtung aus hochlegiertem Werkzeugstahl hergestellt
sind.
1. Sandblasting system (10; 40) comprising an impeller (11) driven by means of an axial
drive motor (12) and mounted on a support (14) in such a manner that it is pivotable
about a first axis of rotation (13) extending perpendicularly to an axis parallel
to the motor axis of the drive motor (12), wherein the first axis of rotation (13)
is arranged on the support (14) below the impeller (11) and wherein a first electromechanical
adjusting device (15) by means of which the impeller (11) can be positioned at different
desired pivot angles in relation to the first axis of rotation (13) is provided, characterised in that the impeller (11) is pivotable about a further axis of rotation (43) extending parallel
to the motor axis of the drive motor (12) and at a distance therefrom, that the further
axis of rotation (43) is also arranged on the support (14) below the impeller (11)
and that a further electromechanical adjusting device (45) by means of which the impeller
(11) can be positioned at different desired pivot angles also in relation to the further
axis of rotation (43) is provided.
2. Sandblasting system according to claim 1, characterised in that the electromechanical adjusting devices (15; 45) can adjust the respective pivot
angle of the impeller (11) continuously.
3. Sandblasting system according to claim 1, characterised in that the electromechanical adjusting devices (15; 45) can adjust the respective pivot
angle of the impeller (11) in discrete steps.
4. Sandblasting system according to one of the preceding claims, characterised in that the electromechanical adjusting devices (15; 45) can be actuated, in particular controlled,
electrically or electronically.
5. Sandblasting system according to claim 4, characterised in that the electromechanical adjusting devices (15; 45) are each provided with a forward
and backward running drive unit, in particular a drive spindle, for mechanical adjustment
of the axis of rotation of the impeller (11), as well as with an electromotive drive,
wherein the electromotive drive can preferably be actuated in a synchronised manner.
6. Sandblasting system according to one of the preceding claims, characterised in that the electromechanical adjusting devices (15; 45) can each effect continuous pivoting
of the impeller (11), in particular oscillating in a forward and backward direction.
7. Sandblasting system according to claim 6, characterised in that the electromechanical adjusting devices (15; 45) each have an adjustable frequency
controller that controls the desired oscillation speed for the oscillating adjustment
of the pivot angle of the impeller (11).
8. Sandblasting system according to one of the preceding claims, characterised in that the first electromechanical adjusting device (15) is arranged parallel to the motor
axis of the drive motor (12).
9. Sandblasting system according to one of the preceding claims, characterised in that the further electromechanical adjusting device (45) is arranged along an axis extending
perpendicularly to an axis parallel to the motor axis of the drive motor (12).
10. Sandblasting system according to one of the preceding claims, characterised in that the support (14) is sealed off from ejected sandblasting particles.
11. Sandblasting system according to claim 10, characterised in that the support (14) has a labyrinth seal.
12. Sandblasting system according to either of claims 10 or 11, characterised in that the support (14) and its seal are produced from high-alloy tool steel.
1. Installation de sablage (10; 40) comprenant une turbine (11), laquelle est entraînée
à l'aide d'un moteur d'entraînement axial (12) et qui est montée de manière pivotante
sur un étrier de sablage (14) autour d'un premier axe de rotation (13), perpendiculaire
à un axe parallèle à l'axe du moteur d'entraînement (12), dans lequel le premier axe
rotatif (13) est disposé sur l'étrier de sablage (14) sous la turbine (11), et dans
lequel il existe un premier dispositif de déplacement électromécanique (15) permettant
de déplacer la turbine (11) selon différents angles de pivotement souhaités par rapport
au premier axe de rotation (13),
caractérisée en ce
que la turbine (11) peut pivoter autour d'un axe de rotation supplémentaire (43), qui
est parallèle à l'axe du moteur d'entraînement (12) et qui est espacé de celui-ci,
en ce que l'axe de rotation supplémentaire (43) est disposé sur l'étrier de sablage
(14) sous la turbine (11), et en ce qu'il existe un dispositif de déplacement électromécanique
supplémentaire (45), permettant également de déplacer la turbine (11) selon différents
angles de pivotement souhaités par rapport à l'axe de rotation supplémentaire (43).
2. Installation de sablage selon la revendication 1, caractérisée en ce que les dispositifs de déplacement électromécaniques (15; 45) peuvent déplacer en continu
l'angle de pivotement respectif de la turbine (11).
3. Installation de sablage selon la revendication 1, caractérisée en ce que les dispositifs de déplacement électromécaniques (15; 45) peuvent déplacer l'angle
de pivotement respectif de la turbine (11) par pas discrets.
4. Installation de sablage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que les dispositifs de déplacement électromécaniques (15; 45) peuvent être commandés,
en particulier peuvent être régulés, électriquement ou électroniquement.
5. Installation de sablage selon la revendication 4, caractérisée en ce que les dispositifs de déplacement électromécaniques (15; 45) sont dotés respectivement
d'une unité d'entraînement marchant vers l'avant et vers l'arrière, en particulier
d'une broche d'entraînement, pour le déplacement mécanique de l'axe rotatif de la
turbine (11) et d'un entraînement électromotorisé, dans lequel l'entraînement électromotorisé
peut être commandé de préférence de manière cadencée.
6. Installation de sablage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que les dispositifs de déplacement électromécaniques (15 ; 45) peuvent entraîner respectivement
un pivotement continu de la turbine (11), en particulier d'oscillation dans le sens
avant et arrière.
7. Installation de sablage selon la revendication 6, caractérisée en ce que les dispositifs de déplacement électromécaniques (15 ; 45) présentent respectivement
un régulateur de fréquence réglable qui régule la vitesse d'oscillation souhaitée
du déplacement d'angle de pivotement oscillant de la turbine (11).
8. Installation de sablage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le premier dispositif de déplacement (15) électromécanique est disposé parallèlement
à l'axe du moteur d'entraînement (12).
9. Installation de sablage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le dispositif de déplacement (45) électromécanique supplémentaire est disposé le
long d'un axe, perpendiculaire à un axe parallèle à l'axe du moteur d'entraînement
(12).
10. Installation de sablage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'étrier de sablage (14) est étanchéifié contre les particules de sablage projetées.
11. Installation de sablage selon la revendication 10, caractérisée en ce que l'étrier de sablage (14) présente un joint labyrinthe.
12. Installation de sablage selon l'une quelconque des revendications 10 ou 11, caractérisée en ce que l'étrier de sablage (14) et son joint sont fabriqués en acier à outils fortement
allié.