[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Befestigen oder Fixieren einer Glasscheibe
oder eines flächigen Gebildes in einem Rahmen, insbesondere für Fixverglasungen, wobei
der Rahmen einen äußeren Glasanschlag, mit einer geringeren lichten Weite wie die
Glasscheibe, aufweist, auf den, gegebenenfalls über eine Dichtung, die Glasscheibe
zum Aufliegen gebracht wird.
[0002] Wie ja an sich bekannt, werden Fixverglasungen bei Passivhäusern gerne vorgeschlagen.
Die Fixierung der Glasscheibe ist dabei in Hinblick auf die Dichtigkeit von Bedeutung.
Um nun entsprechende Dichtwerte bei der in diesem Zusammenhang bevorzugt verwendeten
Trockenverglasung zu erreichen, wurden schon Verfahren und Konstruktionen vorgeschlagen.
[0003] So ist aus der
DE 10 2004 027 281 A1 ein Fensterelement mit einer Glasscheibe und einem die Glasscheibe umgebenden Rahmen
bekannt, in dem die Glasscheibe gehalten ist. An der Innenseite der Glasscheibe ist
eine Glasleiste und eine Rahmenleiste vorgesehen. Über die Rahmenleiste wird unabhängig
voneinander die Glasscheibe und die Glasleise gehalten.
[0004] Weiters ist aus der
AT 002 031 U1 ein Fenster mit einem Rahmen und einer Verglasung bekannt. Um eine Trockenverglasung
zu erreichen, umfasst eine Halterung einen rahmenfest einsetzbaren Glashalter. Dieser
Glashalter ist in einer Nut des Rahmens abgestützt.
[0005] Ferner ist aus der
AT 303 346 B1 eine Trockenverglasung für Fenster bekannt, die eine sich über die ganze Länge des
Holzrahmenprofils erstreckende Halteleiste aufweist. Diese Halteleiste ist als bandförmige
Federleiste ausgebildet.
[0006] Aus der
DE 84 27 908.7 U1 ist ein Holzrahmen für Fenster oder Türflügel bekannt, der die notwendigen Abdichtungen
über Druckausgleichskanäle zu erreichen versucht.
[0007] Es sind auch Verglasungshalter für Glasscheiben von Trockenverglasungen in Blechzargen
aus der
DE 87 08 954.8 bekannt. Dabei finden Federklemmen, die an der dem Verglasungsrahmen abgekehrten
Außenseite der Glasscheibe anliegen, Verwendung.
[0008] Weiters ist aus der
DE 297 17 821 U1 ein Holzfenster bekannt, bei dem sowohl die Nassverglasung als auch die Trockenverglasung
angewendet werden kann.
[0009] Bei der Trockenverglasung wird die Verglasung über Dichtprofile zum Flügelprofil
hin abgedichtet. Die Dichtigkeit muss dabei über einen entsprechenden Anpressdruck
auf die Dichtung sichergestellt werden können. Bestehende Systeme bauen den Anpressdruck
über den vorwiegend aus Holz bestehenden Glasstab auf. Nachteilig bei den bekannten
Systemen ist, dass es zu Schwund in den Holzteilen oder Nachlassen der Befestigung
kommen kann. Die bekannten Systeme verlieren damit Anpressdruck und können undicht
werden.
[0010] Aus der
WO 93/16802 ist ein Halter gemäß des einleitenden Teils des Anspruchs 1 bekannt.
[0011] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe ist darin zu sehen, dass ein Verfahren
geschaffen wird, das nicht nur einfach hinsichtlich der Montage ist, sondern eine
hohe Nachhaltigkeit punkto Dichtheit gewährleistet.
[0012] Aufgabe dieser Erfindung ist es auch, einen Glashalter zu schaffen, der einfach und
dadurch wirtschaftlich herstellbar ist.
[0013] Die Aufgabe wird durch ein Verfahren zum Befestigung oder Fixieren einer Glasscheibe
oder eines flächigen Gebildes in einem Rahmen gemäß Anspruch 6 und einen Glashalter
gemäß Anspruch 1 gelöst.
[0014] Mit der Erfindung ist es erstmals möglich eine verlässliche, mechanische Fixierung
der Glasscheibe, insbesondere bei Fixverglasungen, zu erreichen und die Dichtheit
auch über einen langen Zeitraum zu gewährleisten. Beim Anschrauben des Glashalters
wird die Glasscheibe nach außen, vorzugsweise etwa 1,6 mm, bewegt bzw. gedrückt und
ein dauerhafter konstanter Anpressdruck auf den Glasanschlag, gegebenenfalls über
die Trockenverglasungsdichtung, ausgeübt. Derartige Glashalter werden in vordefinierten
Abständen, vorzugsweise alle 20 cm, angeordnet. Ein weiterer gravierender Vorteil
ist darin zu sehen, dass der Glasstab keine glashaltende Funktion übernehmen muss.
[0015] Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich vorteilhaft insbesondere für Fixverglasungen,
wo Glasscheiben erst nach dem Versetzen des Fensterrahmens eingebaut werden können.
Mit dem dargestellten Verfahren kann die Befestigung der Glasscheibe problemlos auch
von der Innenseite des Gebäudes erfolgen. Bei herkömmlichen Verfahren kann der Einbau
nur von der Außenseite des Gebäudes erfolgen, was schon ab dem Einbau im ersten Obergeschoss
ein gesetzlich gefordertes Arbeitsgerüst zum sicheren Einbau der Glasscheibe erforderlich
macht. Wie bereits erwähnt, bevorzugen moderne Fensterbetriebe den Einsatz von Trockenverglasungsdichtungen.
[0016] Nach einem besonderen Merkmal der Erfindung beträgt der Winkel für den Eintritt der
Schraube in den Rahmen zwischen 15 und 35°, vorzugsweise zwischen 20 und 30° zur Glasebene.
Dadurch wird die Kraft für den Anpressdruck in geeigneter Stärke erreicht. Wie noch
später genauer ausgeführt, läuft die Schraubenführung über zwei aufeinander gleitende
Rampen im Glashaltekörper, welche die Kraft für den Anpressdruck in geeigneter Stärke
rechtwinkelig zum äußeren Glasanschlag umleitet. Die Richtungsachse des Anpressdruckes
und die Befestigungsachse der Schraube sind unterschiedlich und liegen in der für
das Gesamtsystem optimalen Richtung. Durch diesen Winkel ist auch eine einfache, komfortable
Montage mit einem Schraubendreher, einem Akkuschrauber oder einem anderen geeigneten
Werkzeug möglich, ohne dass eine Beschädigung der Glasscheibe befürchtet werden muss.
[0017] Mit dem erfindungsgemäßen Glashalter ist es erstmals möglich, bei Holz- oder Holz/Aluminiumkonstruktionen
eine dauerhaft dichte Verglasung herzustellen. Wie bereits kurz angerissen, wird beim
Anschrauben des Glashalters die Glasscheibe nach außen bewegt bzw. an den Glasanschlag
gedrückt und ein dauerhafter konstanter Anpressdruck auf den Glasanschlag, gegebenenfalls
über die Trockenverglasungsdichtung, ausgeübt.
[0018] Nach einer besonderen Weiterbildung der Erfindung schließen die Auflagefläche am
Glashalterkörper für den Rahmen und die Glasebene einen Winkel ein, der vorzugsweise
kleiner 90°, insbesondere zwischen 85 und 89°, ist. Durch diesen Winkel am Glashaltekörper
wird ein Druck auf die Glasleiste ausgeübt, so dass sie möglichst spaltfrei am Rahmen
anliegt.
[0019] Gemäß der Erfindung ist zur Erzeugung des Anpressdruckes die Führung der Schraube
als zweiteiliger Gleitkörper ausgebildet, wobei jeder Gleitkörperteil eine als schiefe
Ebene ausgebildete Gleitfläche aufweist, die aneinander gleiten und ein Gleitkörperteil
im Glashalterkörper vorgesehen ist und der andere Gleitkörperteil als Schraubenführung
ausgebildet ist. Die Schraubenführung läuft über zwei aufeinander gleitende Rampen
im Glashaltekörper, welche die Kraft für den Anpressdruck in geeigneter Stärke rechtwinkelig
zum äußeren Glasanschlag umleitet. Die Richtungsachse des Anpressdruckes und die Befestigungsachse
der Schraube sind unterschiedlich und liegen in der für das Gesamtsystem optimalen
Richtung.
[0020] Nach der Erfindung ist der zweite Gleitkörperteil über eine am Glashaltekörper vorgesehene
elastische Lasche angeordnet, wobei zur Montage die beiden Gleitkörperteile als Schraubenführung
mit der Bohrung korrespondieren. Dadurch ist eine äußerst einfache Handhabung bei
der Montage gegeben. Durch die elastische Lasche ist beim Montagevorgang an sich ein
Suchen oder ein Verlegen von den einzelnen Bauteilen ausgeschlossen.
[0021] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist an der der Anpressfläche
abgewandten Seite des Glashaltekörpers mindestens ein Steckfortsatz für eine Glasleiste
vorgesehen. Nachdem die Glasleiste vorwiegend dekorative Aufgaben erfüllt, ist eine
einfache Anordnung und Befestigung durch die Steckfortsätze gewährleistet. Die Glasleiste
kann last- und druckfrei angeordnet werden. Durch die Anordnung der Glasleiste können
Schrauben, Nägel oder Befestigungsteile abgedeckt werden. Ferner ist eine schnelle
und einfache Montage ohne Werkzeug möglich. Auch Kältebrücken werden somit vermieden.
Bei einer nachträglichen Demontage oder Wiedermontage, beispielsweise bei Glasbruch
oder Glasscheibentausch, werden die Glasleisten nicht zerstört. Dies ist ein gravierender
Vorteil, da es schwierig ist, neue Glasleisten farblich an die alten Fenster anzupassen.
[0022] Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Anpressfläche mit einer Schutzschicht
für die Glasoberfläche, wie beispielsweise mit einer Gummischicht, versehen. Dadurch
ist eine Schonung der Glasscheibe, insbesondere an der Fläche an der Kräfte ausgeübt
werden, gegeben.
[0023] Gemäß einem besonderen Merkmal der Erfindung ist dieser Glashalter aus Kunststoff
im Spritzgussverfahren hergestellt. Eine einfache und wirtschaftliche Herstellung
ist damit sichergestellt.
[0024] Die Erfindung wird an Hand eines Ausführungsbeispieles, das in der Zeichnung dargestellt
ist, näher erläutert.
[0025] Es zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt der Fixierung einer Glasscheibe
Fig. 2 den Glashalter in einer schaubildlichen Ansicht,
Fig. 3 den Glashalter in einer Draufsicht und
Fig. 4 den Glashalter in einer Untersicht.
[0026] Gemäß der Fig. 1 ist ein Glashalter 1 zum Befestigen oder Fixieren einer Glasscheibe
2, in diesem Fall eine Dreifach-Verbundscheibe in einer Holz-/Aluminium-Fensterkonstruktion
gezeigt. Dabei ist eine Aluminiumschale als Glasanschlag 4 am Rahmen 3 angebracht.
Der Glashalter 1 ist für alle Verglasungsarten geeignet. Insbesondere bei Fixverglasungen
kommt eine Wirtschaftlichkeit zum Tragen. Der Rahmen 3 weist einen äußeren Glasanschlag
4, mit einer geringeren lichten Weite wie die Glasscheibe 2, auf. Die Glasscheibe
2 liegt mit ihrem Randbereich an diesem Glasanschlag 4 auf und ist somit gegen ein
Herausfallen nach außen gesichert. Der Glasanschlag 4 kann sowohl als eigener Bauteil,
wie bei einer Holzfensterkonstruktion, als auch einstückig, wie die Aluminiumschale
einer Holz-/Aluminiumfensterkonstruktion, mit dem Rahmen 3 ausgeführt sein. Auf alle
Fälle ist der Glasanschlag 4 mit einer elastischen Dichtung 19, wie ein mind. 2 mm
starkes Vorlegeband oder ein anderes geeignetes Dichtungsprofil, zu unterlegen. Zur
Fixierung der Glasscheibe 2 in dem Rahmen 3 wird an der Rückseite der Glasscheibe
2, also an der dem Glasanschlag 4 abgewendeten Seite, der Glasscheibe 2 der Glashalter
1 vorgesehen.
[0027] Die Montage der Glasscheibe 2 in dem Rahmen 3 erfolgt derart, dass nach dem Auflegen
der Glasscheibe 2 an einer Dichtung 19, die im Glasanschlag 4 vorgesehen ist, mindestens
ein Glashalter 1, der auf der Oberfläche des Rahmens 3 aufliegt, angeordnet wird.
Mit einer Anpressfläche 5 liegt der Glashalter 1 am Randbereich der Glasscheibe 2
an. Dieser Glashalter 1 weist eine in einem Winkel zur Glasebene vorgesehene Bohrung
6 für eine Schraube 7 auf. Die Befestigung der Glasscheibe 2 erfolgt somit über den
Glashalter 1 und über die in der Bohrung 6 schräg geführte Schraube 7. Dabei wird
beim Hineindrehen bzw. Einschrauben oder Anziehen der Schraube 7 in den Rahmen 3 ein
Anpressdruck auf den äußeren Glasanschlag 4 über die Dichtung 19 erzeugt.
[0028] Der Winkel α für den Eintritt der Schraube 7 in den Rahmen 3 beträgt zwischen 15
und 35°, vorzugsweise zwischen 20 und 30° zur Glasebene. Wie bereits früher aufgezeigt,
ist durch diesen Winkel α auch eine einfache, komfortable Montage mit einem Akkuschrauber
möglich, ohne dass eine Beschädigung der Glasscheibe 2 befürchtet werden muss.
[0029] Um ein spaltfreies Anliegen der Glasleiste 4 auf dem Rahmen 3 zu erreichen. Schließen
die Auflagefläche am Glashalterkörper 8 für den Rahmen 3 und die Glasebene einen Winkel
β ein, der vorzugsweise kleiner 90°, insbesondere zwischen 85 und 89°, ist.
[0030] Gemäß der Fig. 3 und 4 besteht der Glashalter 1 aus einem Glashalterkörper 8, der
im Wesentlichen quaderförmige Konturen besitzt, wobei der Glashalter 1 eine auf die
Oberfläche des Rahmens 3 aufliegende Auflagefläche 9 und eine, vorzugsweise zur Auflagefläche
9 rechtwinkelig angeordnete, Anpressfläche 10 für die Glasscheibe 2 als vorspringende
Stufe zum Glashalterkörper 8 aufweist. Der Glashaltekörper 8 weist mittig eine Bohrung
11 zum Durchtritt einer Schraube 7 auf. Eine Führung für die Schraube 7 zum schrägen
Eintritt der Schraube 7 in den Rahmen 3 ist vorgesehen. Der Glashalterkörper 8 kann
aus Kunststoff im Spritzgussverfahren hergestellt werden. Natürlich sind auch andere
Materialien und Herstellverfahren möglich.
[0031] Zur Erzeugung des Anpressdruckes ist die Führung der Schraube 7 als zweiteiliger
Gleitkörper ausgebildet. Ein Gleitkörperteil 12 ist Teil des Glashaltekörpers 8 und
weist als Gleitfläche 13 die Form einer schiefen Ebene auf bzw. ist als schiefe Ebene
ausgebildet. Der andere Gleitkörperteil 14 ist eine Schraubenführung die ebenfalls
eine als schiefe Ebene ausgebildete Gleitfläche 15 aufweist. Die beiden Gleitflächen
14, 15 gleiten beim Anziehen der Schraube 7 aufeinander.
[0032] Wie auch schon kurz angesprochen, läuft die Führung der Schraube 7 über zwei aufeinander
gleitende Rampen im Glashaltekörper 8, welche die Kraft für den Anpressdruck in geeigneter
Stärke rechtwinkelig zum äußeren Glasanschlag 4 umleitet. Die Richtungsachse des Anpressdruckes
und die Befestigungsachse der Schraube 7 sind unterschiedlich und liegen in der für
das Gesamtsystem optimalen Richtung.
[0033] Der zweite Gleitkörperteil 14, also quasi die Schraubenführung, ist über eine am
Glashaltekörper 8 vorgesehene elastische Lasche 16 angeordnet, wobei zur Montage die
beiden Gleitkörperteile 12, 14 als Schraubenführung mit der Bohrung 11 korrespondieren.
[0034] Der Glashalter 1 weist an der der Anpressfläche 5 abgewandten Seite des Glashaltekörpers
8 mindestens ein Steckfortsatz 17 für eine Glasleiste auf. Dadurch kann die Glasleiste
last- und druckfrei angeordnet werden.
[0035] Wie noch später aufgezeigt wird, kann zur Schonung der Glasfläche die Anpressfläche
5 mit einer Schutzschicht, wie beispielsweise mit einer Gummischicht 18, versehen
werden. Die Löcher 20 in der Anpressfläche 5 können zur Anordnung dieser Schutzschicht
dienen.
[0036] Gemäß der Fig. 4 ist der Glashalter 1 - ohne Glasscheibe 2 und Rahmen 3 - im Montagezustand
dargestellt. Über die elastische Lasche 16 ist der zweite Gleitkörperteil 14 korrespondierend
zum - nicht ersichtlichen Gleitkörperteil 12 - geklappt und bildet so die Schraubenführung
für die Schraube 7. Durch die schräge Führung der Schraube 7 im Glashalter 1 wird
beim Anschrauben des Glashalters 1 die Glasscheibe 2 nach außen bewegt bzw. gegen
den Glasanschlag 4 gedrückt und ein dauerhafter konstanter Anpressdruck auf den Glasanschlag,
gegebenenfalls über die - nicht gezeigte - Trockenverglasungsdichtung oder ein Vorlegeband,
ausgeübt.
[0037] Zur Schonung der Glasfläche ist die Anpressfläche 5 mit einer Schutzschicht, wie
beispielsweise mit einer Gummischicht 18, versehen.
1. Glashalter (1) zum Befestigen oder Fixieren einer Glasscheibe (2) oder eines flächigen
Gebildes in einem Rahmen, insbesondere für Fixverglasungen, wobei der Glashalter (1)
aus einem Glashalterkörper (8) besteht, wobei der Glashalterkörper (8) eine auf der
Oberfläche des Rahmens (3) aufliegende Auflagefläche und eine Anpressfläche (5) für
die Glasscheibe (2) als vorspringende Stufe zum Glashalterkörper (8) aufweist und
der Glashalterkörper (8) mittig eine Bohrung (11) zum Durchtritt einer Schraube (7)
aufweist und eine Führung für die Schraube (7) zum schrägen Eintritt der Schraube
(7) in den Rahmen (3) vorgesehen ist, wobei zur Erzeugung des Anpressdruckes die Führung
der Schraube (7) als zweiteiliger Gleitkörper ausgebildet ist, wobei jeder Gleitkörperteil
(12, 14) eine als schiefe Ebene ausgebildete Gleitfläche (13, 15) aufweist, die aneinander
gleiten, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gleitkörperteil (12) im Glashalterkörper (8) vorgesehen ist und der andere Gleitkörperteil
(14) über eine am Glashaltekörper (8) vorgesehene elastische Lasche (16) angeordnet
ist, wobei zur Montage die beiden Gleitkörperteile (12, 14) als Schraubenführung mit
der Bohrung (11) korrespondieren.
2. Glashalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflagefläche am Glashalterkörper (8) für den Rahmen (3) und die Glasebene einen
Winkel (β) einschließen, der vorzugsweise kleiner 90°, insbesondere zwischen 85 und
89°, ist.
3. Glashalter nach einem Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an der der Anpressfläche (5) abgewandten Seite des Glashaltekörpers (8) mindestens
ein Steckfortsatz (17) für eine Glasleiste vorgesehen ist.
4. Glashalter nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anpressfläche (5) mit einer Schutzschicht für die Glasoberfläche, wie beispielsweise
mit einer Gummischicht (18), versehen ist.
5. Glashalter nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass dieser aus Kunststoff im Spritzgussverfahren hergestellt ist.
6. Verfahren zum Befestigen oder Fixieren einer Glasscheibe (2) oder eines flächigen
Gebildes in einem Rahmen, insbesondere für Fixverglasungen, unter Verwendung eines
Glashalters (1) gemäß einem oder mehrerer der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Rahmen
einen äußeren Glasanschlag, mit einer geringeren lichten Weite wie die Glasscheibe,
aufweist, auf den, gegebenenfalls über eine Dichtung, die Glasscheibe zum Aufliegen
gebracht wird, wobei nach dem Auflegen der Glasscheibe (2) am Glasanschlag (4) mindestens
ein Glashalter (1), der auf der Oberfläche des Rahmens (3) aufliegt und mit einer
Anpressfläche (5) am Randbereich der Glasscheibe (2) an dieser anliegt, angeordnet
wird und wobei dieser Glashalter (1) eine in einem Winkel (α) zur Glasebene vorgesehene
Bohrung (6) für eine Schraube (7) aufweist, wobei die Befestigung der Glasscheibe
(2) über den Glashalter (1) erfolgt und ein Anpressdruck auf den äußeren Glasanschlag
(4) durch die im Glashalter (1) vorgesehene, über die Bohrung (6) schräg geführte,
Schraube (7), die in den Rahmen (3) eingeschraubt wird, erzeugt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel (α) für den Eintritt der Schraube (7) in den Rahmen (3) zwischen 15 und
35°, vorzugsweise zwischen 20 und 30° beträgt zur Glasebene.
1. Glass holder (1) for fastening or fixing a glass pane (2) or a sheet-like structure
in a frame (3), in particular for fixed glazing units, wherein the glass holder (1)
consists of a glass holder body (8), wherein said glass holder body (8) comprises
a bearing area lying on the surface of the frame (3) and a pressing face (5) for the
glass pane (2) as projecting step to the glass holder body (8), and said glass holder
body (8) includes a centred bore (11) for passage of a screw (7) and a guide for the
screw (7) is provided for oblique entry of said screw (7) into the frame (3), wherein
said guide of the screw (7) is designed as a two-part sliding body for producing the
contact pressure, wherein each sliding body part (12, 14) comprises a sliding surface
(13, 15) designed as inclined plane, which slide on each other, characterized in that one sliding body part (12) is provided in the glass holder body (8) and the other
sliding body part (14) is arranged via an elastic tab (16) provided on the glass holder
body (8), whereby the two gliding body parts (12, 14) correspond with the bore (11)
as screw guide for mounting.
2. Glass holder in accordance with claim 1, characterized in that the bearing area on the glass holder body (8) for the frame (3) and the glass plane
form an angle (β), which is preferably smaller than 90°, in particular between 85
and 89°.
3. Glass holder in accordance with claim 1 or 2, characterized in that at least one plug-in extension (17) for a glass strip is provided on the side of
the glass holder body (8) facing away from the pressing face (5).
4. Glass holder in accordance with one or more of claims 1 to 3, characterized in that the pressing face (5) is provided with a protective layer for the glass surface,
such as for example with a rubber layer (18).
5. Glass holder in accordance with one or more of claims 1 to 4, characterized in that it is made of plastic by injection moulding.
6. Method for fastening or fixing a glass pane (2) or a sheet-like structure in a frame,
in particular for fixed glazing units, using a glass holder (1) in accordance with
one or more of claims 1 to 5, wherein the frame has an outer glass stop with a smaller
clear width than the glass pane, on which stop the glass pane is placed, if appropriate
via a seal, wherein after placing the glass pane (2) on the glass stop (4), there
is arranged at least one glass holder (1) which lies on the surface of the frame (3)
and bears by way of a pressing face (5) against the glass pane (2) at the edge region
of the latter and wherein this glass holder (1) has a bore (6) which is provided at
an angle (α) to the glass plane and is intended for a screw (7), wherein the fastening
of the glass pane (2) is effected via the glass holder (1) and a contact pressure
on the outer glass stop (4) is produced by the screw (7) which is provided in the
glass holder (1), is guided obliquely via the bore (6) and is screwed into the frame
(3).
7. Method in accordance with claim 6, characterized in that the angle (α) for entry of the screw (7) into the frame (3) is between 15 and 35°,
preferably between 20 and 30° in relation to the glass plane.
1. Support de verre (1) pour stabiliser ou fixer une vitre en verre (2) ou un objet large
dans un cadre, notamment pour des baies vitrées. Le support de verre (1) se compose
d'un corps de support de verre (8), ce corps de support (8) présente une surface de
contact reposant sur la surface du cadre (3) et une surface de pression (5) pour la
vitre en verre (2) en tant que cran proéminent du corps de support (8). Le corps de
support (8) présente en son centre un alésage (11) pour y faire passer une vis (7).
Un guidage de vis (7) est prévu pour la pénétration oblique de la vis (7) dans le
cadre (3). Le guidage de la vis (7) est conçu comme élément coulissant en deux parties
pour générer la force de pression. Chaque élément coulissant (12, 14) présente une
surface de coulissage conçue comme une surface oblique (13, 15), qui coulisse l'une
sur l'autre, caractérisé par le fait qu'un élément coulissant (12) soit prévu dans le corps de support (8) et que l'autre
élément coulissant (14) soit placé au-dessus d'une languette élastique (16) prévue
sur le corps de support (8). Pour le montage, les deux éléments coulissants (12, 14)
servent de guidage de vis correspondent à l'alésage (11).
2. Support de verre selon la revendication 1, caractérisé par le fait que la surface de contact du corps de support (8) inclue un angle (β), de préférence
inférieur à 90°, plus précisément entre 85° et 89°, pour le cadre (3) et pour le pan
de verre.
3. Support de verre selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait qu'au moins un prolongement insérable (17) sur le côté opposé à la surface de pression
(5) sur le corps de support (8) soit prévu pour une parclose.
4. Support de verre selon une ou plusieurs des revendications 1 à 3, caractérisé par le fait que la surface de pression (5) soit dotée d'une couche de protection pour le pan de verre,
comme par exemple une couche de caoutchouc (18).
5. Support de verre selon une ou plusieurs des revendications 1 à 4, caractérisé par le fait qu'il soit fabriqué en plastique par un procédé de moulage par injection.
6. Procédé de fixation d'une vitre en verre (2) ou d'un objet large dans un cadre, notamment
pour les baies vitrées, en utilisant un support de verre (1) selon une ou plusieurs
des revendications 1 à 5. Le cadre présente une butée extérieure de vitre ayant une
largeur intérieure inférieure à la largeur de la vitre en verre. Sur cette butée extérieure
de vitre (4) sera posée la vitre en verre, si besoin avec un joint d'étanchéité. Après
avoir posé la vitre en verre (2) sur la butée extérieure (4), au moins un support
de verre (1), reposant sur la surface du cadre (3) et sur la zone du bord de la vitre
(2) grâce à la surface de pression (5), sera placé. Ce support de verre (1) présente
un alésage (6) prévu pour une vis (7) à un angle (α) par rapport au pan de verre.
La fixation de la vitre en verre (2) est effectuée à travers le support de verre (1)
et une force de pression est générée sur la butée extérieure de verre (4) par la vis
(7) prévue dans le support de verre (1), guidée obliquement par l'alésage (6) et vissée
dans le cadre (3).
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé par le fait que l'angle (α) ait une valeur comprise entre 15° et 35°, de préférence entre 20° et
30° par rapport au pan de verre, pour la pénétration de la vis (7) dans le cadre (3).