[0001] Die Erfindung betrifft ein Rotorpaar für einen Verdichterblock einer Schraubenmaschine,
wobei das Rotorpaar aus einem um eine erste Achse rotierenden Hauptrotor und einem
um eine zweite Achse rotierenden Nebenrotor besteht nach den Merkmalen des Anspruchs
1. Weiterhin betrifft die Erfindung einen Verdichterblock mit einem entsprechenden
Rotorpaar.
[0002] Schraubenmaschinen, sei es als Schraubenverdichter oder als Schraubenexpander, sind
seit mehreren Jahrzehnten im praktischen Einsatz. Ausgestaltet als Schraubenverdichter
haben sie in vielen Bereichen Hubkolbenverdichter als Verdichterverdrängt. Mit dem
Prinzip des ineinandergreifenden Schraubenpaars lassen sich nicht nur Gase unter Aufwendung
einer bestimmten Arbeitsleistung komprimieren. Die Anwendung als Vakuumpumpe eröffnet
auch den Einsatz von Schraubenmaschinen zur Erzielung eines Vakuums. Schließlich kann
durch das Hindurchleiten von unter Druck stehenden Gasen anders herum auch eine Arbeitsleistung
erzeugt werden, so dass aus unter Druck stehenden Gasen mittels des Prinzips der Schraubenmaschine
auch mechanische Energie gewonnen werden kann.
[0003] Schraubenmaschinen weisen allgemein zwei parallel zueinander angeordnete Wellen auf,
auf denen einerseits ein Hauptrotor und andererseits ein Nebenrotor sitzen. Hauptrotor
und Nebenrotor greifen mit entsprechender schraubenförmiger Verzahnung ineinander.
Zwischen den Verzahnungen und einem Verdichtergehäuse, in dem Haupt- und Nebenrotor
aufgenommen sind, wird durch die Zahnlückenvolumina ein Verdichtungsraum (Arbeitskammern)
gebildet. Ausgehend von einem Ansaugbereich wird mit fortschreitender Drehung von
Haupt-und Nebenrotor die Arbeitskammer zunächst geschlossen und dann kontinuierlich
im Volumen verringert, so dass eine Verdichtung des Mediums eintritt. Schließlich
wird bei fortschreitender Drehung die Arbeitskammer zu einem Druckfenster hin geöffnet
und das Medium in das Druckfenster ausgeschoben. Durch diesen Vorgang der inneren
Verdichtung unterscheiden sich als Schraubenkompressoren ausgebildete Schraubenmaschinen
von Rootsgebläsen, die ohne innere Verdichtung arbeiten.
[0004] Je nach gefordertem Druckverhältnis (Verhältnis Ausgangsdruck zu Eingangsdruck) sind
für eine effiziente Verdichtung unterschiedliche Zähne-Zahlverhältnisse sinnvoll.
[0005] Ein Rotorpaar für einen Verdichterblock einer Schraubenmaschine, wobei das Rotorpaar
aus einem um eine erste Achse rotierenden Nebenrotor und einen um eine zweite Achse
rotierenden Hauptrotor besteht, wobei die Anzahl der Zähne beim Hauptrotor 3 und die
Anzahl der Zähne beim Nebenrotor 4 beträgt, ist beispielsweise aus der
US 2,622,787 A bekannt.
[0006] Typische Druckverhältnisse können je nach Zähne-Zahlverhältnis zwischen 1,1 und 20
liegen, wobei das Druckverhältnis das Verhältnis von Verdichtungsenddruck zu Ansaugdruck
ist. Die Verdichtung kann ein- oder mehrstufig erfolgen. Erzielbare Enddrücke können
beispielsweise im Bereich 1,1 bar bis 20 bar liegen. Soweit an dieser Stelle oder
nachfolgend in der vorliegenden Anmeldung auf Druckangaben in "bar" Bezug genommen
wird, so beziehen sich derartige Druckangaben jeweils auf Absolutdrücke.
[0007] Schraubenmaschinen können neben der bereits erwähnten Funktion als Vakuumpumpe oder
als Schraubenexpander auf unterschiedlichen Gebieten der Technik als Verdichter eingesetzt
werden. Ein besonders bevorzugtes Anwendungsgebiet liegt bei der Verdichtung von Gasen,
wie z.B. Luft oder inerten Gasen, (Helium, Stickstoff,...). Es ist aber auch möglich,
wenngleich dies im Speziellen baulich andere Anforderungen stellt, eine Schraubenmaschine
zur Verdichtung von Kältemitteln, beispielsweise für Klimaanlagen oder Kälteanwendungen,
einzusetzen. Bei der Verdichtung von Gasen gerade bei höheren Druckverhältnissen wird
meist mit einer fluideingespritzten Verdichtung, insbesondere einer öleingespritzten
Verdichtung gearbeitet; es ist aber auch möglich, eine Schraubenmaschinen nach dem
Prinzip der trockenen Verdichtung zu betreiben. Im Niederdruckbereich werden Schraubenverdichter
gelegentlich auch als Schraubengebläse bezeichnet.
[0008] Es sind in den vergangenen Jahrzehnten beträchtliche Erfolge hinsichtlich der Herstellbarkeit,
der Zuverlässigkeit, der Laufruhe sowie der Effizienz von Schraubenmaschinen erzielt
worden. Verbesserungen bzw. Optimierungen beziehen sich dabei häufig auf Optimierungen
des Wirkungsgrades in Abhängigkeit von Zähnezahl, Umschlingungswinkel und Längen-/Durchmesserverhältnis
der Rotoren. Die Hinzunahme der Stirnschnitte in den Optimierungsprozess findet man
erst in jüngster Zeit.
[0009] Versuche haben gezeigt, dass der Stirnschnitt der Rotoren, insbesondere der Stirnschnitt
des Nebenrotors, , einen wesentlichen Einfluss auf die Energieeffizienz hat. Zur Einhaltung
der Verzahnungsgesetze muss der Stirnschnitt des Nebenrotors seine Entsprechung im
Stirnschnitt des Hauptrotors finden. Als Stirnschnitt wird hierbei das Profil des
Rotors in einer zur Achse des Rotors senkrechten Ebene bezeichnet. Aus dem Stand der
Technik sind mittlerweile unterschiedliche Arten der Stirnschnitterzeugung wie beispielsweise
rotor- oder zahnstangenbasierte Stirnschnitt-Erzeugungsverfahren bekannt. Hat man
sich für ein bestimmtes Verfahren entschieden, so wird in einem ersten Schritt ein
erster Entwurfsstirnschnitt erzeugt. Dieser wird herkömmlicherweise in mehreren folgenden
(Überarbeitungs-)Schritten nach verschiedenen Kriterien weiter optimiert.
[0010] Hierbei sind sowohl die Optimierungsziele an sich (Energieeffizienz, Laufruhe, niedrige
Kosten) als auch die Tatsache, dass die Verbesserungen eines Parameters z.T. zwangsläufig
zur Verschlechterung eines anderen Parameters führen, bekannt. An einer konkreten
Lösung, wie ein gutes Gesamt-Optimierungsergebnis (d.h. ein Kompromiss zwischen den
verschiedenen Einzelparameter-Optimierungen) erzielt werden kann, mangelt es jedoch.
[0011] Beispielhaft sollen im Folgenden einige Optimierungsansätze, die im Hinblick auf
eine Verbesserung der Energieeffizienz, der Laufruhe und der Kosten im Stand der Technik
bekannt sind, erläutert werden. Weiterhin sollen Probleme benannt werden, die hierbei
auftreten können.
1 Energieeffizienz
[0012] Die Energieeffizienz von Verdichterblöcken lässt sich in bekannter Weise vorteilhaft
beeinflussen durch die Minimierung der inneren Leckagen im Verdichterblock und insbesondere
durch die Verringerung der Spalte zwischen Hauptrotor und Nebenrotor. Konkret sind
hier der Profilspalt und das Blasloch zu unterscheiden:
- Über den Profilspalt haben die druckseitigen Arbeitskammern direkte Verbindung zur
Ansaugseite und damit eine größtmögliche Druckdifferenz für Rückströmungen.
- Aufeinanderfolgende Arbeitskammern sind über einen theoretisch nicht notwendigen Durchlass
miteinander verbunden, der als Blasloch bezeichnet wird. Zum Teil wird dieser auch
als Kopfrundungsöffnung bezeichnet.Dieses Blasloch ergibt sich durch die Kopfrundung
der Profile, insbesondere des Profils des Nebenrotors. Druckseitige Arbeitskammern
sind über druckseitige Blaslöcher mit den jeweils benachbarten Arbeitskammern verbunden,
saugseitige Arbeitskammern sind über saugseitige Blaslöcher mit den jeweils benachbarten
Arbeitskammern verbunden. Soweit nicht anders angegeben ist im Folgenden der Begriff
"Blasloch" als "druckseitiges Blasloch" zu verstehen.
[0013] Idealerweise ist zur Minimierung der inneren Leckagen eine kurze Profilspaltlänge
mit einem kleinen (druckseitigen) Blasloch zu kombinieren. Die beiden Größen verhalten
sich jedoch grundsätzlich gegenläufig. D.h. je kleiner das Blasloch modelliert wird,
desto größer wird zwangsläufig die Profilspaltlänge. Umgekehrt wird das Blasloch umso
größer, je kürzer die Profilspaltlänge ist. Dies erläutert beispielsweise Helpertz
in seiner
Dissertation "Methode zur stochastischen Optimierung von Schraubenrotorprofilen",
Dortmund, 2003 auf Seite 162.
[0014] Die Forderung nach einer kurzen Profilspaltlänge lässt sich in bekannter Weise mit
einem flach ausgeführten Profil mit entsprechend kleiner relativer Profiltiefe des
Nebenrotors realisieren. Ob ein Profil eher flach (geringe Profiltiefe) oder tief
(große Profiltiefe) ausgeführt ist, lässt sich dabei mit der sog. "relativen Profiltiefe
des Nebenrotors" anschaulich quantifizieren, die die Differenz zwischen Kopf- und
Fußkreisradius auf den Kopfkreisradius des Nebenrotors bezieht. Je größer der Wert
ist, desto kompakter ist der Verdichterblock und hat beispielsweise mehr Liefermenge
als ein vergleichbarer Verdichterblock bei gleichen äußeren Abmessungen.
[0015] Sehr flach ausgeführte Profile weisen dementsprechend eine schlechte Bauvolumenausnutzung
auf, d.h. sie führen zu großen Verdichterblöcken mit vergleichsweise hohem Materialaufwand
bzw. vergleichsweise hohen Herstellkosten.
[0016] Druckseitige Blaslöcher dürfen wie oben beschrieben nicht zu groß ausgeführt werden,
um die Rückströmung von bereits verdichtetem Medium in vorhergehende Arbeitskammern
(d.h. in Arbeitskammern niedrigeren Drucks) zu minimieren. Solche Rückströmungen erhöhen
den Energieaufwand für die insgesamt erzielte Fördermenge und führen zu einem unerwünschten
Anstieg des Temperatur- und Druckniveaus während der Verdichtung, was insgesamt den
Wirkungsgrad reduziert. Die Fläche des Blaslochs (Blaslochfläche) kann klein gehalten
werden, indem die Kopfrundungen der Profile im Stirnschnitt klein ausgeführt werden.
Konkret kann dies durch eine starke Krümmung im Kopfbereich der vorlaufenden Zahnflanke
des Nebenrotors sowie im Kopfbereich der nachlaufenden Zahnflanke des Hauptrotors
bewirkt werden. Je stärker diese Krümmung allerdings ist, desto eher gerät man in
fertigungstechnische Grenzbereiche, da dies beispielsweise zu hohem Verschleiß an
Profilfräsern und Profilschleifscheiben bei der Herstellung von Hauptrotor und Nebenrotor
führt.
[0017] Saugseitig große Blaslöcher wirken sich dagegen nicht negativ auf die Energieeffizienz
aus, da über diese nur Arbeitskammern im Ansaugbereich bei gleichem Druck miteinander
verbunden sind.
[0018] Weitere Ursache für effizienzmindernde innere Leckagen ist das sogenannte Kammerzwickelvolumen,
das beim Ausschub der letzten Arbeitskammer (d.h. der Arbeitskammer, in der der höchste
Druck herrscht) in das Druckfenster entstehen kann. Die Arbeitskammer hat dann ab
einer bestimmten Drehwinkelstellung der Rotoren keine Verbindung mehr zum Druckfenster.
Es verbleibt ein sog. Kammerzwickelvolumen zwischen den beiden Rotoren und der druckseitigen
Gehäusestirnwand.
[0019] Dieses Kammerzwickelvolumen ist nachteilig, weil das eingeschlossene verdichtete
Medium nicht mehr ins Druckfenster ausgeschoben werden kann, bei der weiteren Drehung
der Rotoren noch weiter verdichtet wird, was zu unnötig hoher Leistungsaufnahme (für
die Überverdichtung), einem unnötig hohen zusätzlichen Wärmeeintrag, Geräuschentwicklung
und einer Reduzierung der Lebensdauer insbesondere der Wälzlager der Rotoren führt.
Darüber hinaus wird die spezifische Leistung dadurch verschlechtert, dass der im Kammerzwickelvolumen
eingeschlossene Anteil nach der Überverdichtung zurück zur Saugseite gelangt und somit
dem Druckluft-Anwender nicht zur Verfügung steht. Bei öleingespritzten Verdichtern
ist zusätzlich inkompressibles Öl in dem Kammerzwickel und wird gequetscht.
2 Laufruhe
[0020] Auf ein gutes Profil für Hauptrotor bzw. Nebenrotor haben allerdings noch weitere
Eigenschaften wie beispielsweise die Laufruhe entscheidenden Einfluss.
[0021] Neben guter Flankenschmiegung und geringen Relativgeschwindigkeiten zwischen den
Zahnflanken von Haupt- und Nebenrotor wirkt sich die Aufteilung des Antriebsmoments
auf die beiden Rotoren maßgeblich auf die Laufruhe aus. Eine ungünstige Aufteilung
führt bekannterweise häufig zu dem sog. Rotorklappern des Nebenrotors, bei dem der
Nebenrotor undefinierten Flankenkontakt mit dem Hauptrotor hat, und der Nebenrotor
in der Konsequenz abwechselnd Kontakt mit der vorlaufenden und mit der nachlaufenden
Hauptrotor-Flanke hat. Werden die beiden Rotoren über ein Synchrongetriebe auf Abstand
gehalten, so verlagert sich das o.g. Rotorklappern zwangsläufig ins Synchrongetriebe.
Gute Laufruhe gewährleistet nicht nur geringe Schallemissionen des Verdichterblocks
sondern sorgt beispielsweise auch für einen wenig schwingungsanfälligen Verdichterblock,
eine lange Lebensdauer der Wälzlager sowie geringen Verschleiß in der Verzahnung der
Rotoren.
3 Kosten
[0022] Auf die Material- und Fertigungskosten von Schraubenverdichterblöcken wirken sich
insbesondere die Fertigbarkeit sowie der Grad der Bauvolumenausnutzung aus.
[0023] Kompakte Verdichterblöcke mit einer hohen Bauvolumenausnutzung werden durch ein großes
Zahnlückenvolumen erreicht, das wiederum von der Profiltiefe und der Zahndicke abhängt.
[0024] Je weiter man die relative Profitiefe erhöht, desto höhere Bauvolumenausnutzung erreicht
man, desto höher ist gleichzeitig aber auch das Risiko von Problemen bei den Laufeigenschaften
und der Fertigbarkeit:
- Mit zunehmender Profiltiefe werden insbesondere die Zahnprofile des Nebenrotors zwangsläufig
immer dünner und demzufolge immer biegeweicher. Dies macht die Rotoren zunehmend temperaturempfindlicher
und wirkt sich insgesamt betrachtet ungünstig auf die Spalte im Verdichterblock aus.
Die Spalte haben erheblichen Einfluss auf die inneren Leckagen, d.h. Rückströmungen
von Verdichtungskammern höheren Drucks in Richtung Saugseite, und können damit die
Energieeffizienz des Verdichterblocks verschlechtern.
- Des Weiteren steigen bei biegeweichen Zähnen die Schwierigkeiten bei der Rotorfertigung.
∘ So steigt beispielsweise das Risiko, dass beim Profilschleifen die ohnehin schon
hohen Anforderungen insbesondere an die Formtoleranzen nicht eingehalten werden können.
∘ Weiterhin erfordern biegeweiche Zähne geringere Vorschub- und Schnittgeschwindigkeiten
sowohl beim Profilfräsen als auch beim anschließenden Profilschleifen und erhöhen
dadurch die Bearbeitungszeit und in der Folge die Herstellkosten.
- Eine zunehmende Profiltiefe führt auch dazu, dass der Rotor an sich biegeweicher wird.
Je biegeweicher die Rotoren ausgeführt sind, desto mehr nimmt die Gefahr zu, dass
die Rotoren untereinander bzw. im Verdichtergehäuse anlaufen. Zur Gewährleistung der
Betriebssicherheit auch bei hohen Temperaturen bzw. bei hohen Drücken müssen folglich
die Spalte größer dimensioniert werden. Dies wirkt sich wiederrum negativ auf die
Energieeffizienz des Verdichterblocks aus.
4 Fazit
[0025] Die obigen Erläuterungen sollen zeigen, dass eine Optimierung der einzelnen Kenngrößen
jeweils für sich genommen wenig zielführend ist, sondern für ein gutes Gesamtergebnis
ein Kompromiss zwischen den verschiedenen (und zum Teil widersprüchlichen) Anforderungen
gefunden werden muss.
[0028] Dementsprechend besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, ein Rotorpaar
für einen Verdichterblock einer Schraubenmaschine anzugeben, das bei hoher Betriebssicherheit
und vertretbaren Herstellungskosten sich durch hohe Laufruhe und eine besondere Energieeffizienz
auszeichnet.
[0029] Diese Aufgabe wird mit einem Rotorpaar nach den Merkmalen des Anspruchs 1, gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben. Weiter wird die
Aufgabe auch mit einem Verdichterblock gelöst, der ein entsprechend ausgebildetes
Rotorpaar umfasst.
[0031] In einer Stirnschnittbetrachtung weisen Nebenrotor bzw. Hauptrotor eine vorbestimmte,
oftmals unterschiedliche Anzahl pro Rotor gleichartig ausgebildeter Zähne auf. Der
um den durch die Achse C1 bzw. C2 gezogene äußerste Kreis über die Scheitelpunkte
der Zähne wird jeweils als Kopfkreis bezeichnet. Durch die der Achse nächsten Punkte
der Außenfläche der Rotoren wird im Stirnschnitt ein Fußkreis definiert. Die Rippen
werden als Zähne des Rotors bezeichnet. Die Nuten (bzw. Aussparungen) werden entsprechend
als Zahnlücken bezeichnet. Die Fläche des Zahns am und über dem Fußkreis definiert
das Zahnprofil. Die Kontur der Rippen definiert den Verlauf des Zahnprofils. Für das
Zahnprofil sind Fußpunkte F1 und F2 sowie ein Scheitelpunkt F5 definiert. Der Scheitelpunkt
F5 bzw. H5 ist durch den radial äußersten Punkt des Zahnprofils definiert. Weist das
Zahnprofil mehrere Punkte mit gleichem maximalem radialem Abstand vom durch die Achse
C1 bzw. C2 definierten Mittelpunkt auf, folgt also das Zahnprofil an seinem radial
äußeren Ende einem Kreisbogen auf dem Kopfkreis, so liegt der Scheitelpunkt F5 genau
in der Mitte dieses Kreisbogens. Zwischen zwei benachbarten Scheitelpunkten F5 wird
eine Zahnlücke definiert.
[0032] Die radial der Achse C1 bzw. C2 nächsten Punkte zwischen einem betrachteten und dem
jeweils benachbarten Zahn definieren Fußpunkte F1 und F2. Auch hier gilt für den Fall,
dass mehrere Punkte der Achse C1 bzw. C2 gleich nahe kommen, also das Zahnprofil an
seinem tiefsten Punkt abschnittsweise dem Fußkreis folgt, der entsprechende Fußpunkt
F1 bzw. F2 dann auf der Hälfte dieses auf dem Fußkreis liegenden Kreisbogens liegt.
[0033] Schließlich wird durch das Ineinandergreifen von Hauptrotor und Nebenrotor sowohl
für den Nebenrotor als auch für den Hauptrotor jeweils ein Wälzkreis definiert. Bei
Schraubenmaschinen als auch bei Zahnrädern oder Reibrädern, gibt es stets zwei Kreise
im Stirnschnitt der Verzahnung, die bei der Bewegung aneinander abrollen. Diese Kreise,
auf denen im vorliegenden Fall Hauptrotor und Nebenrotor aneinander abrollen, werden
als jeweilige Wälzkreise bezeichnet. Die Wälzkreisdurchmesser von Hauptrotor und Nebenrotor
können mit Hilfe von Achsabstand und Zähnezahlverhältnis bestimmt werden.
[0034] Auf den Wälzkreisen sind die Umfangsgeschwindigkeiten von Hauptrotor und Nebenrotor
identisch.
[0035] Schließlich sind noch Zahnlückenflächen zwischen den Zähnen und dem jeweiligen Kopfkreis
KK definiert, nämlich Zahnlückenfläche A6 zwischen dem Profilverlauf des Nebenrotors
NR zwischen zwei benachbarten Scheitelpunkten F5 und dem Kopfkreis KK
1 bzw. eine Fläche A7 als Zahnlückenfläche zwischen dem Profilverlauf des Hauptrotors
(HR) zwischen zwei benachbarten Scheitelpunkten H5 und dem Kopfkreis KK
2.
[0036] Das Zahnprofil des Nebenrotors (aber auch des Hauptrotors) weist eine in Drehrichtung
jeweils vorlaufende Zahnflanke als auch eine in Drehrichtung nachlaufende Zahnflanke
auf. Beim Nebenrotor (NR) wird die vorlaufende Zahnflanke im Folgenden mit F
V, die nachlaufende Zahnflanke mit F
N bezeichnet.
[0037] Die nachlaufende Zahnflanke F
N bildet in ihrem Abschnitt zwischen Kopfkreis und Fußkreis einen Punkt aus, in dem
sich die Krümmung des Verlaufs des Zahnprofils ändert. Dieser Punkt wird im Folgenden
mit F8 bezeichnet und unterteilt die nachlaufende Zahnflanke F
N in einen konvex gekrümmten Anteil zwischen F8 und dem Kopfkreis und einen konkav
gekrümmten Anteil zwischen dem Fußkreis und F8. Kleinteilige Profilveränderungen,
etwa durch Dichtleisten oder durch andere lokale Profilumbildungen, werden bei der
Betrachtung des vorstehend geschilderten Krümmungswechsels nicht berücksichtigt.
[0038] Über den reinen Stirnschnitt hinaus sind für die dreidimensionale Ausgestaltung noch
folgende Begriffe bzw. Parameter für einen Rotor, insbesondere den Nebenrotor maßgeblich:
Zunächst wird ein Umschlingungswinkel Φ definiert. Dieser Umschlingungswinkel ist
der Winkel, um den der Stirnschnitt von der saugseitigen zur druckseitigen Rotorstirnfläche
verdreht ist, vgl. hierzu auch die näheren Erläuterungen im Zusammenhang mit Figur
8.
[0039] Der Hauptrotor weist eine Rotorlänge L
HR auf, die als Abstand einer saugseitigen Hauptrotor-Rotorstirnfläche zu einer druckseitigen
Hauptrotor-Rotorstirnfläche definiert ist. Der Abstand der parallel zueinander verlaufenden
ersten Achse C1 des Nebenrotors zur zweiten Achse C2 des Hauptrotors wird im Folgenden
als Achsabstand a bezeichnet. Es wird darauf hingewiesen, dass in den meisten Fällen
die Länge des Hauptrotors L
HR der Länge des Nebenrotors L
NR entspricht, wobei auch beim Nebenrotor die Länge als Abstand einer saugseitigen Nebenrotor-Rotorstirnfläche
zu einer druckseitigen Nebenrotor-Rotorstirnfläche verstanden wird. Schließlich wird
ein Rotorlängenverhältnis L
HR/a definiert, also ein Verhältnis der Rotorlänge des Hauptrotors zum Achsabstand.
Das Verhältnis L
HR/a ist insofern ein Maß für die axiale Dimensionierung des Rotorprofils.
[0040] Die Eingriffslinie bzw. der Profilspalt entstehen durch das Zusammenwirken von Hauptrotor
und Nebenrotor miteinander. Dabei ergibt sich die Eingriffslinie wie folgt: Die Zahnflanken
von Hauptrotor und Nebenrotor berühren einander bei spielfreier Verzahnung abhängig
von der Drehwinkelstellung der Rotoren in bestimmten Punkten. Diese Punkte werden
als Eingriffspunkte bezeichnet. Der geometrische Ort aller Eingriffspunkte heißt Eingriffslinie
und lässt sich bereits anhand des Stirnschnitts der Rotoren im Zweidimensionalen berechnen,
vgl. Figur 7j.
[0041] Die Eingriffslinie wird in der Stirnschnittbetrachtung durch die Verbindungslinie
zwischen den beiden Mittelpunkten C1 und C2 in zwei Abschnitte geteilt, und zwar in
einen (vergleichsweise kurzen) saugseitigen und einen (vergleichsweise langen) druckseitigen
Abschnitt.
[0042] Bei zusätzlicher Angabe des Umschlingungswinkels und der Rotorlänge (= Abstand zwischen
der saugseitigen Stirnfläche und der druckseitigen Stirnfläche) lässt sich die Eingriffslinie
auch dreidimensional erweitern und entspricht der Berührlinie von Hauptrotor und Nebenrotor.
Die axiale Projektion der dreidimensionalen Eingriffslinie auf die Stirnschnittebene
ergibt wiederum die anhand von Figur 7j veranschaulichte zweidimensionale Eingriffslinie.
Der Begriff "Eingriffslinie" wird in der Literatur sowohl für die zweidimensionale
als auch die dreidimensionale Betrachtung verwendet. Im Folgenden soll, sofern nichts
anderes angegeben wird, unter "Eingriffslinie" allerdings die zweidimensionale Eingriffslinie,
also die Projektion auf den Stirnschnitt verstanden werden.
[0043] Der Profileingriffsspalt ist wie folgt definiert: Im realen Verdichterblock einer
Schraubenmaschine ist bei Einbauachsabstand von Hauptrotor und Nebenrotor Spiel zwischen
beiden Rotoren vorhanden. Der Spalt zwischen Hauptrotor und Nebenrotor wird als Profileingriffsspalt
bezeichnet und ist der geometrische Ort aller Punkt, in denen sich die beiden gepaarten
Rotoren gegenseitig berühren oder den geringsten Abstand zueinander haben. Durch den
Profileingriffsspalt stehen die verdichtenden sowie die ausschiebenden Arbeitskammern
in Verbindung zu Kammern, die noch Kontakt zur Saugseite haben. Am Profileingriffsspalt
liegt somit das gesamte maximale Druckverhältnis an. Durch den Profileingriffsspalt
wird bereits verdichtetes Arbeitsfluid wieder zur Saugseite zurücktransportiert und
reduziert damit die Effizienz der Verdichtung. Da es sich beim Profileingriffsspalt
bei spielfreier Verzahnung um die Eingriffslinie handeln würde, wird der Profileingriffsspalt
auch als "Quasi-Eingriffslinie" bezeichnet.
[0044] Blaslöcher zwischen Arbeitskammern entstehen durch Kopfrundungen der Zähne des Profils.
Über Blaslöcher sind die Arbeitskammern mit vorlaufenden und nachfolgenden Arbeitskammern
verbunden, so dass (im Gegensatz zum Profileingriffsspalt) an einem Blasloch nur die
Druckdifferenz von einer Arbeitskammer zur nächsten Arbeitskammer anliegt.
[0045] Weiterhin sind bekanntermaßen bei Schraubenmaschinen bestimmte Zahnpaarungen üblich,
beispielsweise ein Rotorpaar, bei dem der Hauptrotor 3 und der Nebenrotor 4 Zähne
oder eine Rotorpaarung, bei dem der Hauptrotor 4 Zähne und der Nebenrotor 5 Zähne
oder weiterhin eine Rotorpaargeometrie, bei dem der Hauptrotor 5 Zähne und der Nebenrotor
6 Zähne aufweist. Für unterschiedliche Anwendungsgebiete bzw. Einsatzzwecke kommen
unter Umständen Rotorpaare bzw. Schraubenmaschinen mit unterschiedlichem Zähne-Zahlverhältnis
zum Einsatz. Beispielsweise gelten Rotorpaaranordnungen mit einem Zähne-Zahlenverhältnis
4 / 5 (Hauptrotor mit 4 Zähnen, Nebenrotor mit 5 Zähnen) als geeignete Paarung für
öleingespritzte Verdichtungsanwendungen in moderaten Druckbereichen.
[0046] Insofern gibt die Zähne-Zahl bzw. das Zähne-Zahlverhältnis unterschiedliche Typen
von Rotorpaarungen und daraus resultierend auch unterschiedliche Typen von Schraubenmaschinen,
insbesondere Schraubenverdichtern, vor.
[0047] Für eine Schraubenmaschine bzw. ein Rotorpaar mit 3 Zähnen beim Hauptrotor und 4
Zähnen beim Nebenrotor wird eine Geometrie mit folgenden Vorgaben beansprucht, die
als besonders energieeffizient anzusehen ist:
Es wird eine relative Profiltiefe des Nebenrotors ausgebildet mit

wobei PT
rel mindestens 0,5, bevorzugt mindestens 0,515, und höchstens 0,65, bevorzugt höchstens
0,595, beträgt, wobei es sich bei PT
rel um die relative Profiltiefe, bei rk
1 um einen um den Außenumfang des Nebenrotors gezogenen Kopfkreisradius und bei rf
1 um einen am Profilgrund ansetzenden Fußkreisradius handelt. Weiterhin ist das Verhältnis
vom Achsabstand α der ersten Achse C1 zur zweiten Achse C2 und dem Kopfkreisradius
rk
1 
so festgelegt, dass

mindestens 1,636 und höchstens 1,8, bevorzugt höchstens 1,733, beträgt, wobei vorzugsweise
der Hauptrotor mit einem Umschlingungswinkel Φ
HR ausgebildet ist, für den gilt 240° ≤ Φ
HR ≤ 360°, und wobei vorzugsweise für ein Rotorlängenverhältnis L
HR/a gilt:

wobei das Rotorlängenverhältnis aus dem Verhältnis der Rotorlänge L
HR des Hauptrotors und dem Achsabstand a gebildet ist und die Rotorlänge L
HR des Hauptrotors durch den Abstand einer saugseitigen Hauptrotor-Rotorstirnfläche
zu einer gegenüberliegenden druckseitigen Hauptrotor-Rotorstirnfläche gebildet ist.
[0048] Liegen die Werte für die relative Profiltiefe einerseits und dem Verhältnis von Achsabstand
zum Kopfkreisradius des Nebenrotors andererseits für die angegebenen Zähne-Zahlverhältnisse
jeweils in den angegebenen vorteilhaften Bereichen, so werden dadurch die Grundvoraussetzungen
für ein gutes Nebenrotorprofil bzw. ein gutes Zusammenwirken von Nebenrotorprofil
und Hauptrotorprofil geschaffen, insbesondere wird hierdurch ein besonders günstiges
Verhältnis von Blaslochfläche zu Profilspaltlänge ermöglicht. Hinsichtlich der ausschlaggebenden
Parameter wird ergänzend auf die Veranschaulichung in Figur 7a verwiesen, in der schematisch
ein Rotorpaar mit einem nicht erfindungsgemäßen Zähne-Zahlverhältnis dargestellt ist.
Die relative Profiltiefe des Nebenrotors ist ein Maß dafür, wie tief die Profile geschnitten
sind. Mit zunehmender Profiltiefe steigt beispielsweise die Bauvolumenausnutzung,
allerdings auf Kosten der Biegesteifigkeit des Nebenrotors. Für die relative Profiltiefe
des Nebenrotors gilt:

mit PT
1 = rk
1 - rf
1 und rf
1 = a - rk
2 
[0049] Insofern besteht ein Zusammenhang mit dem Verhältnis von

, Achsabstand a zum Nebenrotor-Kopfkreisradius rk
1.
[0050] Die angegebenen Werte für das Rotorlängenverhältnis L
HR/a sowie den Umschlingungswinkel Φ
HR stellen für das jeweils angegebene Zähne-Zahlverhältnis vorteilhafte bzw. zweckmäßige
Werte dar, um in der axialen Dimension eine vorteilhafte Rotorpaarung festzulegen.
1. Bevorzugte Ausgestaltungen für ein Rotorpaar mit Zähne-Zahlverhältnis 3 / 4
[0051] Nachstehend werden bevorzugte Ausgestaltungen für ein Rotorpaar mit Zähne-Zahlverhältnis
3 / 4, also für ein Rotorpaar, bei dem der Hauptrotor 3 Zähne und der Nebenrotor 4
Zähne aufweist, dargelegt:
Eine erste bevorzugte Ausgestaltungsform sieht vor, dass in einer Stirnschnittbetrachtung
innerhalb eines Nebenrotorzahns verlaufende Kreisbögen B
25, B
50, B
75, deren gemeinsamer Mittelpunkt durch die Achse C1 gegeben ist, definiert sind, wobei
der Radius r
25 von B
25 den Wert r
25 = rf
1 + 0,25 * (rk
1 - rf
1) hat, der Radius r
50 von B
50 den Wert r
50 = rf
1 + 0,5 * (rk
1 - rf
1) hat und der Radius r
75 von B
75 den Wert r
75 = rf
1 + 0,75 * (rk
1 - rf
1) hat, und wobei die Kreisbögen B
25, B
50, B
75 jeweils durch die vorlaufende Zahnflanke F
V und die nachlaufende Zahnflanke F
N begrenzt werden, wobei Zahndickenverhältnisse als Verhältnisse der Bogenlängen b
25, b
50, b
75 der Kreisbögen B
25, B
50, B
75 mit ε
1 = b
50/b
25 und ε
2 = b
75/b
25 definiert sind und folgende Bemessung eingehalten ist:
0,65 ≤ ε
1 < 1,0 und/oder 0,50 ≤ ε
2 ≤ 0,85, bevorzugt 0,80 ≤ ε
1 < 1,0 und/oder 0,50 ≤ ε
2 ≤ 0,79.
[0052] Ziel ist es, ein kleines Blasloch mit kurzer Länge des Profileingriffsspalts zu kombinieren.
Die beiden Parameter verhalten sich jedoch gegenläufig, d.h. je kleiner das Blasloch
modelliert wird, desto größer wird zwangsläufig die Länge des Profileingriffsspalts.
Umgekehrt wird das Blasloch umso größer, je kürzer die Länge des Profileingriffsspalts
ist. In den beanspruchten Bereichen wird eine besonders günstige Kombination der beiden
Parameter erzielt. Gleichzeitig wird eine ausreichend hohe Biegesteifigkeit des Nebenrotors
gewährleistet. Darüber hinaus stellen sich auch Vorteile, was den Kammerausschub anbelangt,
und beim Nebenrotor-Drehmoment ein. Hinsichtlich der Veranschaulichung der Parameter
wird ergänzend auch auf die Figur 7c verwiesen.
[0053] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass in einer Stirnschnittbetrachtung
zwischen dem betrachteten Zahn des Nebenrotors (NR) und dem jeweils benachbarten Zahn
des Nebenrotors Fußpunkte F1 und F2 am Fußkreis und am radial äußersten Punkt des
Zahns ein Scheitelpunkt F5 definiert sind, wobei durch F1, F2 und F5 ein Dreieck D
Z definiert ist und wobei in einem radial äußeren Bereich der Zahn mit seiner zwischen
F5 und F2 ausgebildeten vorlaufenden Zahnflanke F
V mit einer Fläche A1 und mit seiner nachlaufenden zwischen F1 und F5 ausgebildeten
Zahnflanke F
N mit einer Fläche A2 über das Dreieck D
Z übersteht und wobei 8 ≤ A2/A1 ≤ 60 eingehalten ist.
[0054] Die Zahnteilfläche A1 an der vorlaufenden Zahnflanke F
V des Nebenrotors hat wesentlichen Einfluss auf die Blaslochfläche. Die Zahnteilfläche
A2 an der nachlaufenden Zahnflanke F
N des Nebenrotors hat hingegen wesentlichen Einfluss auf die Länge des Profileingriffsspalts,
den Kammerausschub sowie das Nebenrotordrehmoment. Für das Zahnteilflächenverhältnis
A2/A1 gibt es einen vorteilhaften Bereich, der einen guten Kompromiss zwischen Länge
des Profileingriffsspalts einerseits und Blasloch andererseits ermöglicht. Hinsichtlich
der Veranschaulichung der Parameter wird ergänzend auch auf Figur 7d verwiesen.
[0055] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist das Rotorpaar einen Nebenrotor
auf, bei dem in einer Stirnschnittbetrachtung zwischen dem betrachteten Zahn des Nebenrotors
(NR) und dem jeweils benachbarten Zahn des Nebenrotors Fußpunkte F1 und F2 und am
radial äußersten Punkt des Zahns ein Scheitelpunkt F5 definiert sind, wobei durch
F1, F2 und F5 ein Dreieck D
Z definiert ist und wobei die zwischen F5 und F2 ausgebildete vorlaufende Zahnflanke
F
V in einem radial äußeren Bereich des Zahns mit einer Fläche A1 über das Dreieck D
Z übersteht und in einem radial inneren Bereich gegenüber dem Dreieck D
Z mit einer Fläche A3 zurücktritt und wobei 7,0 ≤ A3/A1 ≤ 35 eingehalten ist. Hinsichtlich
der Veranschaulichung der Parameter wird ergänzend auch auf die Figur 7d verwiesen.
[0056] Weiterhin wird es bezüglich der Gestaltung des Nebenrotors als vorteilhaft angesehen,
wenn in einer Stirnschnittbetrachtung zwischen dem betrachteten Zahn des Nebenrotors
(NR) und dem jeweils benachbarten Zahn des Nebenrotors (NR) Fußpunkte F1 und F2 und
am radial äußersten Punkt des Zahns ein Scheitelpunkt F5 definiert sind, wobei durch
F1, F2 und F5 ein Dreieck D
Z definiert ist und wobei die zwischen F5 und F2 ausgebildete vorlaufende Zahnflanke
F
V in einem radial äußeren Bereich des Zahns mit einer Fläche A1 über das Dreieck D
Z übersteht, wobei der Zahn selbst eine durch den zwischen F1 und F2 verlaufenden Kreisbogen
B um den durch die Achse C1 definierten Mittelpunkt begrenzte Querschnittsfläche A0
aufweist und wobei 0,5 % ≤ A1/A0 ≤ 4,5 % eingehalten ist. Hinsichtlich der Veranschaulichung
der Parameter wird ergänzend auch auf die Figuren 7d sowie 7e verwiesen.
[0057] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass in einer Stirnschnittbetrachtung
zwischen dem betrachteten Zahn des Nebenrotors (NR) und dem jeweils benachbarten Zahn
des Nebenrotors (NR) Fußpunkte F1 und F2 und am radial äußersten Punkt des Zahns ein
Scheitelpunkt F5 definiert sind, wobei der zwischen F1 und F2 verlaufende Kreisbogen
B um den durch die Achse C1 definierten Mittelpunkt einen Zahnteilungswinkel γ entsprechend
360°/Zahl der Zähne des Nebenrotors (NR) definiert, wobei auf dem halben Kreisbogen
B zwischen F1 und F2 ein Punkt F11 definiert ist, wobei ein vom durch die Achse C1
definierten Mittelpunkt des Nebenrotors (NR) durch den Scheitelpunkt F5 gezogener
Radialstrahl R den Kreisbogen B in einem Punkt F12 schneidet, wobei ein Versatzwinkel
β durch den in Rotationsrichtung des Nebenrotors (NR) betrachteten Versatz von F11
zu F12 definiert wird und wobei 14 % ≤ δ ≤ 25 eingehalten ist, mit

.
[0058] Zunächst wird nochmals klargestellt, dass der Versatzwinkel bevorzugtermaßen stets
positiv ist, also stets der Versatz in Richtung auf die Rotationsrichtung gegeben
ist und nicht entgegen. Der Zahn des Nebenrotors ist insofern zur Rotationsrichtung
des Nebenrotors hin gekrümmt. Allerdings sollte der Versatz sich in dem als vorteilhaft
angegebenen Bereich halten, um einen günstigen Kompromiss zwischen der Blaslochfläche,
der Form der Eingriffslinie, der Länge und der Form des Profileingriffsspalts, dem
Nebenrotordrehmoment, der Biegesteifigkeit der Rotoren sowie dem Kammerausschub ins
Druckfensterzu ermöglichen. Hinsichtlich einer Veranschaulichung der Parameterwird
ergänzend auf Figur 7f verwiesen.
[0059] Es wird als vorteilhaft angesehen, wenn in einer Stirnschnittbetrachtung die zwischen
F1 und F5 ausgebildete nachlaufende Zahnflanke F
N eines Zahns des Nebenrotors (NR) einen konvexen Längenanteil von mindestens 45 %
bis höchstens 95 % aufweist.
[0060] Der mit dem Bereich festgelegte, relative lange konvexe Längenanteil der nachlaufenden
Zahnflanke F
N eines Zahn des Nebenrotors erlaubt einen guten Kompromiss zwischen Länge des Profileingriffsspalts,
Kammerausschub, Nebenrotordrehmoment einerseits und Biegesteifigkeit des Nebenrotors
andererseits. Hinsichtlich der Veranschaulichung der Parameter wird ergänzend auch
auf Figur 7g verwiesen.
[0061] Bevorzugtermaßen ist der Nebenrotor derart ausgestaltet, dass in einer Stirnschnittbetrachtung
der von der Achse C1 des Nebenrotors (NR) durch F5 gezogene Radialstrahl R das Zahnprofil
in einen der vorlaufenden Zahnflanke F
V zugeordneten Flächenanteil A5 und einen der nachlaufenden Zahnflanke F
N zugeordneten Flächenanteil A4 teilt und wobei

eingehalten ist. Es sei an dieser Stelle nochmals darauf hingewiesen, dass das Zahnprofil
nach radial innen zur Achse C1 hin durch den Fußkreis FK
1 begrenzt ist. Hierbei kann es auftreten, dass der Radialstrahl R das Zahnprofil derart
teilt, dass zwei disjunkte Flächenanteile mit einem Gesamtflächenanteil A5, die der
vorlaufenden Zahnflanke F
V zugeordnet sind, entstehen, vgl. Figur 7g. Würde der Scheitelpunkt F5 derart zur
vorlaufenden Zahnflanke hin versetzt sein, dass der Radialstrahl R die vorlaufende
Zahnflanke F
V nicht nur berührt, sondern in zwei Punkten schneidet, so sind wiederum zwei der vorlaufenden
Zahnflanke zugeordnete disjunkte Flächenanteile mit einem Gesamtflächenanteil A5 definiert.
Der der nachlaufenden Zahnflanke F
N zugeordnete Flächenanteil A4 wird dann zum einen durch den Radialstrahl R und abschnittsweise,
nämlich zwischen den zwei Schnittpunkten der vorlaufenden Zahnflanke F
V mit dem Radialstrahl R, zum anderen auch durch die vorlaufende Zahnflanke F
V begrenzt.
[0062] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform weist ein Rotorpaar auf, das dadurch gekennzeichnet
ist, dass der Hauptrotor HR mit einem Umschlingungswinkel Φ
HR ausgebildet ist, für den gilt: 290° ≤ Φ
HR ≤ 360°, vorzugsweise 320° ≤ Φ
HR ≤ 360°.
[0063] Mit zunehmendem Umschlingungswinkel kann bei gleichem eingebautem Volumenverhältnis
die Druckfensterfläche größer gestaltet werden. Zusätzlich verkürzt sich dadurch auch
die axiale Erstreckung der auszuschiebenden Arbeitskammer, die sog. Profiltaschentiefe.
Dies reduziert insbesondere bei größeren Drehzahlen die Ausschiebedrosselverluste
und ermöglicht damit eine bessere spezifische Leistung. Ein zu großer Umschlingungswinkel
wirkt sich allerdings wiederum nachteilig auf das Bauvolumen aus und führt zu größeren
Rotoren.
[0064] Darüber hinaus ist in einer vorteilhaften Ausführungsform ein Rotorpaar vorgesehen,
das derart ausgebildet ist und miteinander zusammenwirkt, dass ein Blaslochfaktor
µ
BI mindestens 0,02 % und höchstens 0,4 %, bevorzugtermaßen höchstens 0,25 % beträgt,
wobei

und
wobei A
BI eine absolute druckseitige Blaslochfläche und A6 und A7 Zahnlückenflächen des Nebenrotors
(NR) bzw. des Hauptrotors (HR) bezeichnen, wobei die Fläche A6 in einer Stirnschnittbetrachtung
die zwischen dem Profilverlauf des Nebenrotors (NR) zwischen zwei benachbarten Scheitelpunkten
F5 und den Kopfkreis KK
1 eingeschlossene Fläche und die Fläche A7 in einer Stirnschnittbetrachtung die zwischen
dem Profilverlauf des Hauptrotors (HR) zwischen zwei benachbarten Scheitelpunkten
H5 und dem Kopfkreis KK
2 eingeschlossene Fläche bezeichnen.
[0065] Während die absolute Größe des druckseitigen Blaslochs alleine noch keine sinnvolle
Aussage über die Wirkung auf die Leckmassenströme ermöglicht, ist ein Verhältnis von
absoluter druckseitiger Blaslochfläche A
Bl zur Summe aus der Zahnlückenfläche A6 des Nebenrotors sowie der Zahnlückenfläche
A7 des Hauptrotors wesentlich aussagekräftiger. Hinsichtlich der weiteren Veranschaulichung
der Parameter wird hierbei ergänzend auch auf Figur 7b verwiesen. Je kleiner der Zahlenwert
µ
Bl ist, umso geringer ist der Einfluss des Blaslochs auf das Betriebsverhalten. Dies
erlaubt einen Vergleich unterschiedlicher Profilformen. Die druckseitige Blaslochfläche
lässt sich damit unabhängig von der Baugröße der Schraubenmaschine darstellen.
[0066] In einer weiterhin bevorzugten Ausführungsform ist ein Rotorpaar derart ausgebildet
und aufeinander abgestimmt, dass für einen Blasloch-/Profilspaltlängenfaktor µ
I ∗ µ
Bl 
eingehalten ist mit

wobei I
sp die Länge des räumlichen, also dreidimensionalen Profileingriffspalts einer Zahnlücke
des Nebenrotors und PT
1 die Profiltiefe des Nebenrotors mit PT
1 = rk
1 - rf
1 bezeichnen
und

wobei A
Bl eine absolute druckseitige Blaslochfläche und A6 und A7 Zahnlückenflächen des Nebenrotors
(NR) bzw. des Hauptrotors (HR) bezeichnen, wobei die Fläche A6 in einer Stirnschnittbetrachtung
die zwischen dem Profilverlauf des Nebenrotors (NR) zwischen zwei benachbarten Scheitelpunkten
F5 und den Kopfkreis KK
1 eingeschlossene Fläche und die Fläche A7 in einer Stirnschnittbetrachtung die zwischen
dem Profilverlauf des Hauptrotors (HR) zwischen zwei benachbarten Scheitelpunkten
H5 und dem Kopfkreis KK
2 eingeschlossene Fläche bezeichnen.
[0067] µ
I bezeichnet einen Profilspaltlängenfaktor, wobei die Länge des Profileingriffsspalts
einer Zahnlücke ins Verhältnis zur Profiltiefe PT
1 gesetzt wird. Damit lässt sich ein Maß für die Länge des Profileingriffspalts festlegen
unabhängig von der Baugröße der Schraubenmaschine. Je kleiner der Zahlenwert der Kennzahl
µ
I ist, umso kürzer ist bei gleicher Profiltiefe der Profilspalt einer Zahnteilung und
damit umso geringer der Leckvolumenstrom zurück auf die Saugseite. Aus dem Faktor
µ
I * µ
Bl ergibt sich das Ziel, ein kleines druckseitiges Blasloch mit einem kurzen Profilspalt
zu kombinieren. Die beiden Kennzahlen verhalten sich, wie bereits erwähnt, jedoch
gegenläufig.
[0068] Es wird darüber hinaus als vorteilhaft angesehen, wenn Hauptrotor (HR) und Nebenrotor
(NR) derart ausgebildet und aufeinander abgestimmt sind, dass eine trockene Verdichtung
mit einem Druckverhältnis Π von bis zu 3, insbesondere mit einem Druckverhältnis Π
von größer 1 und bis zu 3, erzielbar ist, wobei das Druckverhältnis das Verhältnis
von Verdichtungsenddruck zu Ansaugdruck bezeichnet.
[0069] Eine weiterhin bevorzugte Ausführungsform sieht ein Rotorpaar vor, derart, dass der
Hauptrotor (HR) bezogen auf einen Kopfkreis KK
2 mit einer Umfangsgeschwindigkeit in einem Bereich von 20 bis 100 m/s betreibbar ausgebildet
ist.
[0070] Eine weitere Ausführungsform weist ein Rotorpaar auf, das dadurch gekennzeichnet
ist, dass für ein durch das Verhältnis der Kopfkreisradien von Hauptrotor (HR) und
Nebenrotor (NR) definierte Durchmesserverhältnis

eingehalten ist, wobei Dk
1 den Durchmesser des Kopfkreises KK
1 des Nebenrotors (NR) und Dk
2 den Durchmesser des Kopfkreises KK
2 des Hauptrotors (HR) bezeichnen.
[0071] Eine weitere Ausführungsform weist ein Rotorpaar auf, das dadurch gekennzeichnet
ist, dass für ein durch das Verhältnis der Kopfkreisradien von Hauptrotor (HR) und
Nebenrotor (NR) definierte Durchmesserverhältnis

eingehalten ist, wobei Dk
1 den Durchmesser des Kopfkreises KK
1 des Nebenrotors (NR) und Dk
2 den Durchmesser des Kopfkreises KK2 des Hauptrotors (HR) bezeichnet.
2. Bevorzugte Ausgestaltung für ein Rotorpaar mit Zähne-Zahlverhältnis 3/4
[0072] Allgemein wird es als bevorzugt angesehen, dass in einer Stirnschnittbetrachtung
sich die Zähne des Nebenrotors nach außen hin verjüngen, d.h. alle zu einem vom durch
die Achse C1 definierten Mittelpunkt ausgehenden, durch den Punkt F5 gezogenen Radialstrahl
senkrecht verlaufenden Kreisbögen von der nachlaufenden Zahnflanke F
N zur vorlaufenden Zahnflanke F
V ausgehend von F1 nach F2 in der Abfolge nach radial außen abnehmen (oder abschnittsweise
zumindest gleichbleiben). Mit anderen Worten gilt in einer Stirnschnittbetrachtung
für alle innerhalb eines Zahns des Nebenrotors verlaufenden Bogenlängen b(r) der jeweils
zugehörigen konzentrischen Kreisbögen mit dem Radius rf
1 < r < rk
1 und dem gemeinsamen, durch die Achse C1 definierten Mittelpunkt, die jeweils durch
die vorlaufende Zahnflanke F
V und die nachlaufende Zahnflanke F
N begrenzt werden, dass die Bogenlängen b(r) mit zunehmendem Radius r monoton abnehmen.
[0073] Die Zähne des Nebenrotors sind in dieser bevorzugten Ausgestaltung also derart ausgebildet,
dass sich keine Einschnürungen ergeben, also die Breite eines Zahns des Nebenrotors
an keiner Stelle zunimmt, sondern nach radial außen abnimmt oder maximal gleichbleibt.
Dies wird als sinnvoll angesehen, um ein einerseits kleines druckseitiges Blasloch
bei einer dennoch kurzen Profileingriffsspaltlänge zu erzielen.
[0074] Vorteilhafterweise ist die Stirnschnittgestaltung des Nebenrotors (NR) derart vorgenommen,
dass die Wirkrichtung des Drehmoments, das aus einem Referenzdruck auf die eine Arbeitskammer
begrenzende Teiloberfläche des Nebenrotors resultiert, entgegen der Drehrichtung des
Nebenrotors gerichtet ist.
[0075] Eine derartige Stirnschnittgestaltung bewirkt, dass das gesamte Drehmoment aus den
Gaskräften auf den Nebenrotor der Drehrichtung des Nebenrotors entgegen gerichtet
ist. Dadurch wird ein definierter Flankenkontakt zwischen der nachlaufenden Nebenrotorflanke
F
N und der vorlaufenden Hauptrotorflanke erzielt. Dies trägt dazu bei, das Problem des
sog. Rotorklapperns zu vermeiden, welches in ungünstigen, insbesondere instationären
Betriebssituationen auftreten kann. Unter Rotorklappern wird ein der gleichförmigen
Drehbewegung überlagertes Vor- und Nacheilen des Nebenrotors um seine Drehachse verstanden,
welches mit einem schnell wechselnden Aufprallen der nachlaufenden Nebenrotorflanken
an den vorlaufenden Hauptrotorflanken und anschließend der vorlaufenden Nebenrotorflanken
an den nachlaufenden Hauptrotorflanken usw. einhergeht. Dieses Problem tritt insbesondere
dann auf, wenn das Moment aus den Gaskräften zusammen mit anderen Momenten (z.B. aus
Lagerreibung) auf den Nebenrotor undefiniert (z.B. nahe Null) ist, was durch die vorteilhafte
Stirnschnittgestaltung wirksam vermieden wird.
[0076] In einer konkret möglichen, fakultativen Ausgestaltung sind Hauptrotor (HR) und Nebenrotor
(NR) zum Fördern von Luft oder inerten Gasen, wie Helium oder Stickstoff, ausgebildet
und aufeinander abgestimmt.
[0077] Bevorzugtermaßen ist in einer Stirnschnittbetrachtung das Profil eines Zahns des
Nebenrotors bezogen auf den vom Mittelpunkt, der durch die Achse C1 definiert ist,
durch den Scheitelpunkt F5 gezogenen Radialstrahl R asymmetrisch ausgebildet. Beim
Nebenrotor sind somit vorlaufende Zahnflanke und nachlaufende Zahnflanke jedes Zahns
zueinander unsymmetrisch ausgebildet. Diese unsymmetrische Ausbildung ist per se für
Schraubenverdichter bereits bekannt. Sie trägt aber wesentlich zu einer effizienten
Verdichtung bei.
[0078] Eine weiterhin bevorzugte Ausgestaltung sieht vor, dass in einer Stirnschnittbetrachtung
ein Punkt C auf der Verbindungsstrecke
C1
C2 zwischen der ersten Achse C1 und der zweiten Achse C2 definiert ist, wo sich die
Wälzkreise WK
1 des Nebenrotors (NR) und WK
2 des Hauptrotors (HR) berühren, dass K5 den Schnittpunkt des Fußkreises FK
1 des Nebenrotors (NR) mit der Verbindungsstrecke
C1
C2 definiert, wobei r
1 den Abstand zwischen K5 und C bemisst, und dass K4 den Punkt des saugseitigen Teils
der Eingriffslinie bezeichnet, der am weitesten von der Verbindungsstrecke
C1
C2 zwischen C1 und C2 beabstandet liegt, wobei r
2 den Abstand zwischen K4 und C bemisst und wobei gilt:

mit z
1: Zahl der Zähne beim Nebenrotor (NR) und z
2: Zahl der Zähne beim Hauptrotor (HR).
[0079] Über den Verlauf des saugseitigen Teils der Eingriffslinie zwischen dem Geradenabschnitt
C1
C2 und der saugseitigen Verschneidungskante lassen sich unter anderem das Nebenrotordrehmoment
(= Drehmoment auf den Nebenrotor) und der Kammerausschub ins Druckfenster beeinflussen.
Charakteristische Merkmale des o.g. Verlaufs des saugseitigen Teils der Eingriffslinie
lassen sich anhand des Radienverhältnisses r
1/r
2 zweier konzentrischer Kreise um den Punkt C (= Berührpunkt von Wälzkreis WK
1 des Nebenrotors und Wälzkreis WK
2 des Hauptrotors) beschreiben. Liegt das Radienverhältnis r
1/r
2 in dem angegebenen Bereich, wird die Arbeitskammer im Wesentlichen vollständig ins
Druckfenster ausgeschoben.
[0080] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist das Rotorpaar derart ausgebildet und ausgestaltet,
dass für ein Rotorlängenverhältnis L
HR/a gilt:

bevorzugt

mit z
1: Zahl der Zähne beim Nebenrotor (NR) und z
2: Zahl der Zähne beim Hauptrotor (HR), wobei das Rotorlängenverhältnis L
HR/a das Verhältnis der Rotorlänge L
HR zum Achsabstand a angibt und Rotorlänge L
HR der Abstand der saugseitigen Hauptrotor-Rotorstirnfläche zur druckseitigen Hauptrotor-Rotorstirnfläche
ist.
[0081] Je kleiner der Wert von L
HR/a wird, desto höher wird (bei gleichem Schluckvolumen) die Biegesteifigkeit der Rotoren.
In dem beanspruchten Bereich ist die Biegesteifigkeit der Rotoren ausreichend hoch,
so dass sich die Rotoren im Betrieb nicht nennenswert durchbiegen und daher die Spalte
(zwischen den Rotoren bzw. zwischen Rotoren und Verdichtergehäuse) verhältnismäßig
eng ausgeführt werden können, ohne dass dadurch das Risiko entsteht, dass die Rotoren
bei ungünstigen Betriebsbedingungen (hohe Temperaturen und/oder hohe Drücke) aneinander
anlaufen bzw. im Verdichtergehäuse anlaufen. Enge Spalte bieten den Vorteil von geringen
Rückströmungen und tragen damit zur Energieeffizienz bei. Gleichzeitig ist trotz kleiner
Spaltmaße die Betriebssicherheit gewährleistet. Auch bei der Rotorfertigung ist eine
hohe Biegesteifigkeit der Rotoren zur Einhaltung der hohen Anforderungen an die Formtoleranzen
vorteilhaft.
[0082] Andererseits ist das Verhältnis von L
HR/a aber so groß bemessen, dass der Achsabstand a im Verhältnis zur Rotorlänge L
HR nicht übermäßig groß ist. Vorteilhaft ist dies, da in der Konsequenz auch die Rotordurchmesser
und ganz konkret die Stirnflächen der Rotoren nicht übermäßig groß sind. Hierdurch
können einerseits die Spaltlängen klein gehalten werden; dadurch Minderung der Rückströmung
in vorhergehende Arbeitskammern und dadurch wiederum Verbesserung der Energieeffizienz.
Andererseits können durch klein dimensionierte Stirnflächen auch die aus den druckbeaufschlagten
druckseitigen Stirnflächen der Rotoren resultierenden Axialkräfte vorteilhaft klein
gehalten werden, diese Axialkräfte wirken im Betrieb auf die Rotoren und insbesondere
auf die Rotorlagerung. Durch eine Minimierung dieser Axialkräfte kann die Belastung
der (Wälz)lager minimiert, bzw. können die Lager kleiner dimensioniert werden.
[0083] Es kann vorteilhafterweise weiterhin vorgesehen sein, dass in einer Stirnschnittbetrachtung
das Zahnprofil des Nebenrotors (NR) an seinem radial äußeren Abschnitt abschnittsweise
einem Kreisbogen mit Radius rk
1 folgt, also mehrere Punkte der vorlaufenden Zahnflanke F
V und der nachlaufenden Zahnflanke F
N auf dem Kreisbogen mit Radius rk
1 um den durch die Achse C1 definierten Mittelpunkt liegen, wobei bevorzugtermaßen
der Kreisbogen ARC
1 einen Winkel bezogen auf die Achse C1 zwischen 0,5° und 5°, weiter vorzugsweise zwischen
0,5° und 2,5° einschließt, wobei F10 der von F5 am weitest beabstandete Punkt auf
der vorlaufenden Zahnflanke auf diesem Kreisbogen ist und wobei der zwischen F10 und
den durch die Achse C1 definierten Mittelpunkt des Nebenrotors (NR) gezogene Radialstrahl
R
10 die vordere Zahnflanke F
V in mindestens einem Punkt berührt oder in zwei Punkten schneidet, vgl. insbesondere
die Veranschaulichung in Fig. 7h.
[0084] Die vorbeschriebene Ausgestaltung des Zahnprofils des Nebenrotors ist vor allem für
ein Zähne-Zahlverhältnis von 3/4 bzw. 4/5 relevant. Bei einem derartigen Zähne-Zahlverhältnis
kann durch das Einhalten der oben wiedergegebenen Bedingung die Blaslochfläche reduziert
werden. Beim Zähne-Zahlverhältnis 5/6 erscheint ein vorgenannter Berührungspunkt bzw.
vorgenannte Schnittpunkte mit der vorlaufenden Zahnflanke F
V hingegen nicht erstrebenswert, da die Zähne des Nebenrotors dann möglicherweise zu
dünn und in Konsequenz zu biegeweich werden.
[0085] Weiterhin wird noch ein Verdichterblock umfassend ein Verdichtergehäuse sowie ein
Rotorpaar wie vorstehend beschrieben als erfindungsgemäß beansprucht, wobei das Rotorpaar
einen Hauptrotor HR und einen Nebenrotor NR umfasst, die jeweils rotierbar im Verdichtergehäuse
gelagert sind.
[0086] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist der Verdichterblock derart ausgestaltet, dass
die Stirnschnittgestaltung derart vorgenommen ist, dass die zwischen den Zahnprofilen
von Hauptrotor (HR) und Nebenrotor (NR) gebildete Arbeitskammer im Wesentlichen komplett
ins Druckfenster ausgeschoben werden kann.
[0087] Allgemein wird es auch als vorteilhaft angesehen, dass bei der hier propagierten
Wahl der Profile von Nebenrotor und Hauptrotor es möglich ist, auf eine Entlastungsnut/Geräuschnut
gänzlich zu verzichten bzw. diese kleiner auszuführen.
[0088] Durch die Stirnschnittgestaltung der beiden Rotoren wird vorteilhaft erreicht, dass
sich beim Ausschieben der Arbeitskammer in das Druckfenster kein Kammerzwickelvolumen
zwischen den beiden Rotoren bildet. Die Verdichtung kann besonders effizient erfolgen,
da keine Rückströmung von bereits verdichtetem Medium auf die Ansaugseite stattfindet,
und hiermit auch kein zusätzlicher Wärmeeintrag anfällt. Darüber hinaus kann das gesamte
verdichtete Volumen von nachgeordneten Druckluftverbrauchern genutzt werden. Dadurch,
dass eine Überverdichtung vermieden wird, ergeben sich Vorteile für die Energieeffizienz,
für die Laufruhe des Verdichterblocks und für die Lebensdauer der Rotor-Lager. Bei
öleingespritzten Verdichtern wird ein Quetschen des Öls verhindert, und somit die
Laufruhe des Verdichters verbessert, die Belastung der Rotor-Lagerung verringert und
die Beanspruchung des Öls reduziert.
[0089] In einer weiterhin bevorzugten Ausgestaltung ist ein Wellenende des Hauptrotors aus
dem Verdichtergehäuse herausgeführt und zur Anbindung an einen Antrieb ausgebildet,
wobei vorzugsweise beide Wellenenden des Nebenrotors vollständig innerhalb des Verdichtergehäuses
aufgenommen sind.
[0090] Die Erfindung wird nachstehend auch hinsichtlich weiterer Merkmale und Vorteile anhand
der Beschreibung von Ausführungsbeispielen noch näher erläutert. Hierbei zeigen:
- Figur 1
- einen Stirnschnitt einer ersten Ausführungsform mit einem Zähne-Zahlverhältnis 3/4.
- Figur 2
- einen Stirnschnitt einer zweiten Ausführungsform mit einem Zähne-Zahlverhältnis 3/4.
- Figur 3
- einen Stirnschnitt eines ersten Vergleichsbeispiels mit einem Zähne-Zahlverhältnis
4/5.
- Figur 4
- ein zweites Vergleichsbeispiel in einer Stirnschnittbetrachtung mit einem Zähne-Zahlverhältnis
5/6.
- Figur 5
- eine Veranschaulichung des isentropen Blockwirkungsgrads für das zweite Ausführungsbeispiel
zum 3/4 Zähne-Zahlverhältnis im Vergleich zum Stand der Technik.
- Figur 6
- eine Veranschaulichung des isentropen Blockwirkungsgrads für das zweite Vergleichsbeispiel
zum 5/6 Zähne-Zahlverhältnis im Vergleich zum Stand der Technik.
- Figur 7a - 7k
- Veranschaulichungsdiagramme für die verschiedenen Parameter der Geometrie des Nebenrotors
bzw. des Rotorpaars bestehend aus Hauptrotor und Nebenrotor mit einem nicht erfindungsgemäßen
Zähne-Zahlverhältnis.
- Figur 8
- eine Veranschaulichung des Umschlingungswinkels beim Hauptrotor.
- Figur 9
- eine schematische Schnittzeichnung einer Ausführungsform eines Verdichterblocks.
- Figur 10
- eine Ausführungsform für ein miteinander verzahntes Rotorpaar bestehend aus einem
Hauptrotor und einem Nebenrotor in dreidimensionaler Darstellung.
- Figur 11
- eine perspektivische Darstellung einer Ausführungsform eines Nebenrotors zur Veranschaulichung
der räumlichen Eingriffslinie.
- Figuren 12a, 12b
- eine Veranschaulichung der für die Drehmomentwirkungen relevanter Flächen bzw. Teilflächen
einer Arbeitskammer einer Ausführungsform des Nebenrotors.
- Figur 13
- den Stirnschnitt der Ausführungsform nach Figur 1 zur Erläuterung des Profilverlaufs
von Haupt- und Nebenrotor bei dieser Ausführungsform.
- Figur 14
- den Stirnschnitt der Ausführungsform nach Figur 2 zur Erläuterung des Profilverlaufs
von Haupt- und Nebenrotor bei dieser Ausführungsform.
- Figur 15
- den Stirnschnitt der Ausführungsform nach Figur 3 zur Erläuterung des Profilverlaufs
von Haupt- und Nebenrotor bei diesem Vergleichsbeispiel.
- Figur 16
- den Stirnschnitt der Ausführungsform nach Figur 4 zur Erläuterung des Profilverlaufs
von Haupt- und Nebenrotor bei diesem Vergleichsbeispiel.
[0091] Im Folgenden sollen die Ausführungsbeispiele nach den Figuren 1 bis 2 sowie die Vergleichsbeispiele
nach den Figuren 3 bis 4 erläutert werden. Alle zwei Ausführungsbeispiele stellen
taugliche Profile dar im Sinne der vorliegenden Erfindung.
[0092] Die entsprechenden geometrischen Vorgabewerte für den Hauptrotor HR bzw. den Nebenrotor
NR sind in den nachstehend wiedergegebenen Tabellen 1 bis 4 angegeben.
Tabelle 1
| |
Ausführungsbeispiel 1 |
Ausführungsbeispiel 2 |
Vergleichsbeispiel 1 |
Vergleichsbeispiel 2 |
| Zähnezahl HR z2 |
3 |
3 |
4 |
5 |
| Zähnezahl NR z1 |
4 |
4 |
5 |
6 |
| PTrel [-] |
0,588 |
0,54 |
0,528 |
0,455 |
| a/rk1 [-] |
1,66 |
1,72 |
1,764 |
1,78 |
Tabelle 2
| Die Profile wurden mit folgenden Achsabständen a erstellt: |
| |
Ausführungsbeispiel 1 |
Ausführungsbeispiel 2 |
Vergleichsbeispiel 1 |
Vergleichsbeispiel 2 |
| Achsabstand a[mm] |
127 |
111 |
Tabelle 3
| Damit ergeben sich folgende Stirnschnitt-Hauptabmessungen: |
| |
Ausführungsbeispiel 1 |
Ausführungsbeispiel 2 |
Vergleichsbeispiel 1 |
Vergleichsbeispiel 2 |
| Dk2 [mm] |
191 |
186,1 |
186 |
154 |
| Dk1 [mm] |
153 |
147,7 |
144 |
124,7 |
| rw2 [mm] |
54,4 |
56,4 |
50,5 |
| rw1 [mm] |
72,6 |
70,6 |
60,5 |
Tabelle 4
| Weitere Hauptabmessungen der Rotoren: |
| |
Ausführungsbeispiel 1 |
Ausführungsbeispiel 2 |
Vergleichsbeispiel 1 |
Vergleichsbeispiel 2 |
| Rotorlänge LHR[mm] |
307 |
293 |
235,5 |
[0093] Es ergeben sich bei den dargestellten Ausführungsbeispielen die folgenden erfindungsgemäßen
Merkmale und Kenngrößen, die in Tabelle 5 zusammengestellt sind:
Tabelle 5
| Zusammenstellung der weiteren Merkmale und Kenngrößen: |
| Merkmal |
Ausführungsbeispiel 1 |
Ausführungsbeispiel 2 |
Vergleichsbeispiel 1 |
Vergleichsbeispiel 2 |
| |
Zahndickenverhältnis ε1 [-] |
0,85 |
0,82 |
0,80 |
0,79 |
| |
Zahndickenverhältnis ε2 [-] |
0,74 |
0,64 |
0,69 |
0,65 |
| |
Flächenverhältnis A2/A1 [-] |
15,7 |
37,8 |
10,0 |
6,2 |
| |
Flächenverhältnis A1/A0 [%] |
2,3 |
1,1 |
2,2 |
2,3 |
| |
Flächenverhältnis A3/A1 [-] |
9,9 |
19,6 |
12,6 |
11,6 |
| |
Zahnkrümmungsverhältnis δ [%] |
18,5 |
21,1 |
15,7% |
15,2 |
| |
|
|
|
|
|
| |
Konvexer Längenanteil [%] |
66,9% |
71,2% |
62,7% |
- |
| |
Radialer Zahndickenverlauf |
Die Zahndicke der Nebenrotorzähne nimmt vom Fußkreisradius rf1 bis zum Kopfkreisradius rk1 monoton ab. |
| |
Radialstrahl R10 |
Radialstrahl R10 hat 2 Schnittpunkte mit der vorlaufenden Zahnflanke Fv |
|
| |
|
|
|
|
|
| |
Flächenverhältnis A4/A5 [-] |
7,5 |
10,1 |
5,5 |
- |
| |
Umschlingungswinkel ΦHR |
334 7° |
330,3 |
330,3 |
| |
µBl [%] |
0,159 |
0,086 |
0,106 |
0,18 |
| |
|
|
|
|
|
| |
µBl*µl [%] |
0,94 |
0,53 |
0,631 |
1,058 |
| |
Profilstirnschnittgestaltung bzgl. Kammerausschub |
Die Arbeitskammer kann im Wesentlichen komplett ins Druckfenster ausgeschoben werden. |
| |
Profilstirnschnittgestaltung bzgl. Nebenrotor-Drehmoment |
Die Wirkrichtung des aus den Gaskräften resultierenden NR-Drehmoments ist entgegen
der Drehrichtung des Nebenrotors gerichtet. |
| |
Form der Eingriffslinie r1/r2 |
1,037 |
1,044 |
0,984 |
1,0 |
| |
Durchmesserverhältnis Dv |
1,248 |
1,26 |
1,292 |
1,235 |
| |
Rotorlängenverhältnis LHR/a |
2,42 |
2,42 |
2,31 |
2,12 |
[0094] Der isentrope Blockwirkungsgrad im Vergleich zum Stand der Technik ist für das zweite
Ausführungsbeispiel zum 3/4 Zähne-Zahlverhältnis in Figur 5 veranschaulicht. Wiedergegeben
sind dort zwei Kurven gleichen Druckverhältnisses. Das konkret wiedergegebene Druckverhältnis
beträgt 2,0 (Verhältnis Ausgangsdruck zu Eingangsdruck). Der isentrope Blockwirkungsgrad
konnte gegenüber den mit dem Stand der Technik erreichbaren Werten deutlich verbessert
werden.
[0095] In Figur 6 ist der isentrope Blockwirkungsgrad im Vergleich zum Stand der Technik
beim zweiten Vergleichsbeispiel (nicht erfindungsgemäßes 5/6 Zähne-Zahlverhältnis)
veranschaulicht. Auch hier sind zwei Kurven gleichen Druckverhältnisses wiedergegeben.
Das hier wiedergegebene Druckverhältnis beträgt 9,0 (Verhältnis Ausgangsdruck zu Eingangsdruck).
Auch hier konnte der isentrope Blockwirkungsgrad gegenüber den mit dem Stand der Technik
erzielbaren Werten deutlich verbessert werden.
[0096] Die in den Figuren 5 und 6 jeweils angegebene Liefermenge entspricht dem Fördervolumenstrom
des Verdichterblocks bezogen auf den Ansaugzustand.
[0097] Figur 7a zeigt in einer Stirnschnittbetrachtung eine Ausführungsform mit nicht erfindungsgemäßem
Zähne-Zahlverhältnis für Nebenrotor NR und Hauptrotor HR mit den durch die entsprechenden
Achsen C1 und C2 gegebenen Mittelpunkten. Weiterhin sind die geometrischen Hauptabmessungen
bzw. Hauptparameter der Stirnschnittbetrachtung dargestellt:
- Kopfkreis KK1 des Nebenrotors mit zugehörigem Kopfkreisradius rk1 bzw. Kopfkreisdurchmesser Dk1
- Kopfkreis KK2 des Hauptrotors mit zugehörigem Kopfkreisradius rk2 bzw. Kopfkreisdurchmesser Dk2
- Fußkreis FK1 des Nebenrotors mit zugehörigem Fußkreisradius rf1 bzw. Fußkreisdurchmesser Df1
- Fußkreis FK2 des Hauptrotors mit zugehörigem Fußkreisradius rf2 bzw. Fußkreisdurchmesser Df2
- Achsabstand a zwischen der ersten Achse C1 und der zweiten Achse C2
- Wälzkreis WK1 des Nebenrotors mit zugehörigem Wälzkreisradius rw1 bzw. Wälzkreisdurchmesser Dw1
- Wälzkreis WK2 des Hauptrotors mit zugehörigem Wälzkreisradius rw2 bzw. Wälzkreisdurchmesser Dw2
[0098] Weiterhin dargestellt sind auch die Drehrichtung 24 des Nebenrotors sowie die sich
zwangsläufig ergebende Drehrichtung des Hauptrotors bei Betrieb als Verdichter.
[0099] Stellvertretend für alle Zähne des Nebenrotors sind an einem Nebenrotorzahn die vorlaufende
Zahnflanke F
V sowie die nachlaufende Zahnflanke F
N gekennzeichnet. Stellvertretend für alle Zahnlücken des Nebenrotors ist eine Zahnlücke
23 gekennzeichnet. Der anhand von Figur 7a dargestellte Profilverlauf der vorlaufenden
Zahnflanke F
V sowie der nachlaufenden Zahnflanke F
N entspricht dem anhand der Figur 4 für ein nicht erfindungsgemäßes Zähnezahlverhältnis
von 5/6 erläuterten Vergleichsbeispiel.
[0100] Figur 7b zeigt in einer Stirnschnittbetrachtung die Zahnlückenflächen A6 und A7 sowie
eine Seitenansicht eines Blaslochs. Die in Figur 7b zur Erläuterung der Zahnlückenflächen
A6 und A7 dargestellten Profilverläufe entsprechen dem für ein Zähnezahlverhältnis
von 3/4 anhand von Figur 1 veranschaulichten Ausführungsbeispiel.
[0101] Weiterhin zeigt Fig. 7b die Lage des Koordinatensystems der in Fig. 7k dargestellten
Blaslochfläche A
Bl in Relation zum Rotorpaar.
[0102] Das Koordinatensystem wird aufgespannt durch die zu den Rotorstirnflächen parallele
u-Achse entlang der druckseitigen Verschneidungskante 11.
[0103] Das druckseitige Blasloch liegt in dem beschriebenen Koordinatensystem und ganz konkret
in einer zu den Rotor-Stirnflächen senkrechten Ebene zwischen der druckseitigen Verschneidungskante
11 und einem Eingriffslinienpunkt K2 des druckseitigen Teils der Eingriffslinie.
[0104] In einer Stirnschnittbetrachtung wird die Eingriffslinie 10 durch die Verbindungslinie
zwischen den beiden Mittelpunkten C1 und C2 in zwei Abschnitte geteilt: Der saugseitige
Teil der Eingriffslinie ist unterhalb, der druckseitige Teil oberhalb der Verbindungslinie
dargestellt.
[0105] K2 bezeichnet den Punkt des druckseitigen Teils der Eingriffslinie 10, der am weitesten
von der Geraden durch C1 und C2 hindurch beabstandet liegt.
Durch die Verschneidung der Kopfkreise der beiden Rotoren entstehen eine druckseitige
Verschneidungskante 11 und eine saugseitige Verschneidungskante 12. In Fig. 7b ist
die druckseitige Verschneidungskante 11 in einer Stirnschnittbetrachtung als Punkt
dargestellt. Entsprechendes gilt für die Darstellung der saugseitigen Verschneidungskante
12.
[0106] Die u-Achse ist eine Parallele zu den Rotorstirnflächen und entspricht in einer Stirnschnittbetrachtung
dem Vektor vom Eingriffslinienpunkt K2 zu der druckseitigen Verschneidungskante 11.
Weitere Details zur druckseitigen Blaslochfläche A
Bl ergeben sich aus Figur 7k.
[0107] Figur 7c zeigt in einer Stirnschnittbetrachtung einen Zahn des Nebenrotors mit einer
nicht erfindungsgemäßen Zähnezahl mit den innerhalb des Rotorzahns verlaufenden konzentrischen
Kreisbögen B
25, B
50, B
75 um den Mittelpunkt C1 mit den zugehörigen Radien r
25, r
50, r
75 und den zugehörigen Bogenlängen b
25, b
50, b
75.
[0108] Die Kreisbögen B
25, B
50, B
75 werden jeweils durch die vorlaufenden Zahnflanke F
V und die nachlaufende Zahnflanke F
N begrenzt. Der anhand von Figur 7c dargestellte Profilverlauf der vorlaufenden Zahnflanke
F
V sowie der nachlaufenden Zahnflanke F
N entspricht dem anhand der Figur 4 für ein Zähnezahlverhältnis von 5/6 erläuterten
Ausführungsbeispiel.
[0109] Figur 7d zeigt in einer Stirnschnittbetrachtung zwischen dem betrachteten Zahn des
Nebenrotors und dem jeweils benachbarten Zahn des Nebenrotors Fußpunkte F1 und F2
am Fußkreis sowie am radial äußersten Punkt des Zahns einen Scheitelpunkt F5. Weiterhin
ist das durch die Punkte F1, F2 und F5 definierte Dreieck D
Z dargestellt, wobei der Nebenrotor mit einer nicht erfindungsgemäßen Zähnezahl dargestellt
ist.
[0110] Figur 7d zeigt folgende (Zahnteil-)Flächen:
Zahnteilfläche A1 entspricht der Fläche, mit der der betrachtete Zahn mit seiner zwischen
F5 und F2 ausgebildeten vorlaufenden Zahnflanke FV über das Dreieck DZ in einem radial äußeren Bereich übersteht.
Zahnteilfläche A2 entspricht der Fläche, mit der der betrachtete Zahn mit seiner zwischen
F5 und F1 ausgebildeten nachlaufenden Zahnflanke FN über das Dreieck DZ in einem radial äußeren Bereich übersteht.
Fläche A3 entspricht der Fläche, mit der der betrachtete Zahn mit seiner zwischen
F5 und F2 ausgebildeten vorlaufenden Zahnflanke gegenüber dem Dreieck DZ zurücktritt.
[0111] Weiterhin dargestellt ist der Zahnteilungswinkel γ entsprechend 360°/Zahl der Zähne
des Nebenrotors. Der anhand von Figur 7d dargestellte Profilverlauf der vorlaufenden
Zahnflanke F
V sowie der nachlaufenden Zahnflanke F
N entspricht dem anhand der Figur 4 für ein Zähnezahlverhältnis von 5/6 erläuterten
Ausführungsbeispiel.
[0112] Figur 7e zeigt in einer Stirnschnittbetrachtung die Querschnittsfläche A0 eines Zahns
des Nebenrotors, die durch den zwischen F1 und F2 verlaufenden Kreisbogen B um den
Mittelpunkt C1 begrenzt wird. Der anhand von Figur 7e dargestellte Profilverlauf der
vorlaufenden Zahnflanke F
V sowie der nachlaufenden Zahnflanke F
N entspricht dem anhand der Figur 4 für ein nicht erfindungsgemäßes Zähnezahlverhältnis
von 5/6 erläuterten Vergleichsbeispiel.
[0113] Figur 7f zeigt in einer Stirnschnittbetrachtung eines Nebenrotors, der mit nicht
erfindungsgemäßer Zähnezahl dargestellt ist, den Versatzwinkel β. Dieser ist definiert
durch den in Rotationsrichtung des Nebenrotors betrachteten Versatz von Punkt F11
zu Punkt F12. F11 ist ein Punkt auf dem halben Kreisbogen B zwischen F1 und F2 um
den Mittelpunkt C1 und entspricht demzufolge dem Schnittpunkt der Winkelhalbierenden
des Zahnteilungswinkels γ mit dem Kreisbogen B.
F12 ergibt sich aus dem Schnittpunkt des vom Mittelpunkt C1 zum Scheitelpunkt F5 gezogenen
Radialstrahls R mit dem Kreisbogen B. Der anhand von Figur 7f dargestellte Profilverlauf
der vorlaufenden Zahnflanke F
V sowie der nachlaufenden Zahnflanke F
N entspricht dem anhand der Figur 4 für ein nicht erfindungsgemäßes Zähnezahlverhältnis
von 5/6 erläuterten Vergleichsbeispiel.
[0114] Figur 7g zeigt in einer Stirnschnittbetrachtung den Wendepunkt F8 auf der nachlaufenden
Zahnflanke F
N des Nebenrotors, in dem sich die Krümmung des Verlaufs des Zahnprofils zwischen Kopf-
und Fußkreis ändert.
[0115] Die nachlaufende Zahnflanke F
N des Nebenrotors wird durch den Punkt F8 in einen im Wesentlichen konvex gekrümmten
Anteil zwischen F8 und dem Scheitelpunkt F5 sowie einen im Wesentlichen konkav gekrümmten
Anteil zwischen F8 und dem Fußpunkt F1 unterteilt.
[0116] Figur 7h zeigt in einer Stirnschnittbetrachtung zwei Schnittpunkte des Radialstrahls
R
10 von C1 zu F10 mit der vorlaufenden Zahnflanke F
V des Nebenrotors, wobei der Punkt F10 denjenigen Punkt der vorlaufenden Zahnflanke
F
V bezeichnet, der auf dem Kopfkreis KK
1 mit rk
1 liegt und am weitesten von F5 beabstandet ist. Die Zahnflanke folgt radial außen
also über einen definierten Abschnitt einem Kreisbogen ARC
1 mit Radius rk
1 um den durch die Achse C1 definierten Mittelpunkt des Nebenrotors. Die anhand von
Figur 7h erläuterten Profilverläufe der vorlaufenden Zahnflanke F
V und der nachlaufenden Zahnflanke F
N entsprechen dem für ein Zähnezahlverhältnis von 3/4 beschriebenen Ausführungsbeispiel
nach Figur 1.
[0117] Figur 7i zeigt in einer Stirnschnittbetrachtung das durch den von C1 zu F5 gezogenen
Radialstrahl R geteilte Zahnprofil.
[0118] Konkret wird in der dargestellten Ausführungsform das Zahnprofil in einen der nachlaufenden
Zahnflanke F
N zugeordneten Flächenanteil A4 sowie einen der vorlaufenden Zahnflanke F
V zugeordneten Flächenanteil A5 geteilt. Die anhand von Figur 7i erläuterten Profilverläufe
der vorlaufenden Zahnflanke F
V und der nachlaufenden Zahnflanke F
N entsprechen dem für ein nicht erfindungsgemäßes Zähnezahlverhältnis von 5/6 beschriebenen
Vergleichsbeispielnach Figur 4.
[0119] Figur 7j zeigt in einer Stirnschnittbetrachtung die Eingriffslinie 10 zwischen Haupt-
und Nebenrotor mit einem nicht erfindungsgemäßen Zähne-Zahlverhältnis sowie die beiden
konzentrischen Kreise um den Punkt C mit den Radien r
1 und r
2 zur Beschreibung der charakteristischen Merkmale des Verlaufs des saugseitigen Teils
der Eingriffslinie.
[0120] Die Eingriffslinie 10 wird durch die Verbindungsstrecke zwischen der ersten Achse
C1 und der zweiten Achse C2 in zwei Abschnitte geteilt: Der saugseitige Teil der Eingriffslinie
ist unterhalb, der druckseitige Teil oberhalb der Verbindungsstrecke
C1
C2 dargestellt.
[0121] Punkt C ist der Berührpunkt des Wälzkreises WK
1 des Nebenrotors mit dem Wälzkreis WK
2 des Hauptrotors.
[0122] K4 bezeichnet den Punkt des saugseitigen Teils der Eingriffslinie, der am weitesten
von der Verbindungsstrecke zwischen C1 und C2 beabstandet liegt.
[0123] Radius r
1 ist der Abstand zwischen K5 und C, Radius r
2 bezeichnet den Abstand zwischen K4 und C.
Figur 7k:
[0124] Figur 7k zeigt eine druckseitige Blaslochfläche A
Bl einer Arbeitskammer und zwar in einer Schnittansicht senkrecht zu den Rotorstirnflächen.
Die Begrenzung der Blaslochfläche A
Bl entsteht dabei aus der Schnittlinie 27 der oben beschriebenen gedachten ebenen Fläche
mit der vorlaufenden Nebenrotor-Flanke F
V, der Schnittlinie 26 der Ebene mit der nachlaufenden HR-Flanke und einem Geradenabschnitt
[K1 K3] der druckseitigen Verschneidungskante 11.
[0125] Das Koordinatensystem des druckseitigen Blaslochs liegt in der in Fig. 7b beschriebenen
ebenen Fläche und wird aufgespannt durch
- die zu den Rotorstirnflächen parallele u-Achse (Vektor vom Eingriffslinienpunkt K2
zu der druckseitigen Verschneidungskante 11) und
- die druckseitige Verschneidungskante 11.
[0126] In Figur 8 ist der bereits mehrfach angesprochene Umschlingungswinkel Φ nochmals
bildlich veranschaulicht. Konkret handelt es sich um den Winkel Φ, um den der Stirnschnitt
von der saugseitigen zur druckseitigen Rotorstirnfläche verdreht ist. Dies ist vorliegend
durch die Verdrehung des Profils zwischen einer druckseitigen Stirnfläche 13 und einer
saugseitigen Stirnfläche 14 um den Winkel Φ
HR beim Hauptrotor HR veranschaulicht.
[0127] Figur 9 zeigt eine schematische Schnittansicht eines Verdichterblocks 19 umfassend
ein Gehäuse 15 sowie darin gelagert zwei miteinander paarweise verzahnte Rotoren,
nämlich einen Hauptrotor HR und einen Nebenrotor NR. Hauptrotor HR und Nebenrotor
NR sind jeweils über geeignete Lager 16 drehbar im Gehäuse 15 gelagert. Eine Antriebsleistung
kann auf eine Welle 17 des Hauptrotors HR, beispielsweise mit einem Motor (nicht dargestellt)
über eine Kupplung 18 aufgebracht werden.
[0128] Bei dem dargestellten Verdichterblock handelt es sich um einen öleingespritzten Schraubenverdichter,
bei dem die Drehmomentübertragung zwischen Hauptrotor HR und Nebenrotor NR direkt
über die Rotorflanken erfolgt. Im Gegensatz dazu kann bei einem trockenen Schraubenverdichter
eine Berührung der Rotorflanken mittels eines Synchronisationsgetriebes (nicht dargestellt)
vermieden werden.
[0129] Weiterhin nicht dargestellt sind ein Ansaugstutzen zum Ansaugen des zu komprimierenden
Mediums sowie ein Auslass für das komprimierte Medium.
[0130] In Figur 10 sind noch ein miteinander verzahnter Hauptrotor HR sowie Nebenrotor NR
in einer perspektivischen Ansicht dargestellt.
[0131] Figur 11 zeigt die räumliche Eingriffslinie 10 genau einer Zahnlücke 23. Die Profilspaltlänge
I
sp ist die Länge der räumlichen Eingriffslinie genau einer Zahnlücke 23. Dies entspricht
demzufolge der Profilspaltlänge genau einer Zahnteilung.
[0132] Das gesamte Drehmoment aus den Gaskräften auf den Nebenrotor setzt sich zusammen
aus der Summe der Drehmomentwirkungen der Gasdrücke in allen Arbeitskammern auf die
die jeweiligen Arbeitskammern begrenzenden Teiloberflächen des Nebenrotors. In Fig.
12a ist eine solche, eine Arbeitskammer begrenzende Teiloberfläche (22) des Nebenrotors
beispielhaft schraffiert dargestellt.
[0133] Figur 12b zeigt die Aufteilung der in Figur 12a dargestellten eine Arbeitskammer
begrenzende Teiloberfläche (22) in eine gepunktet dargestellte Fläche (28) und eine
kreuzschraffiert dargestellte Fläche (29). Nur die kreuzschraffiert dargestellte Fläche
(29) leistet einen Beitrag zum Drehmoment.
[0134] Die Teiloberfläche (22) ergibt sich aus der konkreten Stirnschnittgestaltung und
der Steigung des Nebenrotors. Die Steigung des Nebenrotors bezieht sich auf die Steigung
der schraubenförmigen Verzahnung des Nebenrotors. Die in Fig. 12a ebenfalls dargestellte,
die Teiloberfläche begrenzende dreidimensionale Eingriffslinie (10) wird ebenfalls
durch die Stirnschnittgestaltung des Nebenrotors und die Steigung festgelegt.
[0135] Teiloberfläche (22) wird außerdem begrenzt durch Schnittlinie (27). Details zu Schnittlinie
(27) wurden bereits im Rahmen der Figuren 7b und 7k dargestellt und beschrieben. Gleiches
gilt für den Eingriffslinienpunkt K2.
[0136] Die von der Winkelstellung des Nebenrotors zum Hauptrotor abhängige konkrete Länge
einer Arbeitskammer in Richtung der Rotorachse zwischen der Nebenrotorstirnfläche
(20) einerseits und der Begrenzung durch die dreidimensionale Eingriffslinie (10)
und Schnittlinie (27) andererseits spielt hierbei keine wesentliche Rolle, weil -
wie in der einschlägigen Literatur beschrieben wird - die Gasdrücke auf Bereiche der
Rotoroberfläche, die in einer Schnittebene senkrecht zur Achse des Rotors vollständigen
Zahnlücken entsprechen (in Fig. 12b gepunktet dargestellt), keinen Beitrag zum Drehmoment
leisten. Die Steigung des Nebenrotors wirkt sich nur auf den Betrag, jedoch nicht
auf die Wirkrichtung des Drehmoments aus.
[0137] Die in Fig. 12b gepunktet dargestellte Fläche (28) und die in Fig. 12b kreuzschraffiert
dargestellte Fläche (29) bilden zusammen die Teiloberfläche (22).
[0138] Nur die in Fig. 12b kreuzschraffiert dargestellte Fläche (29) leistet einen Beitrag
zum Drehmoment.
[0139] Somit wird in jeder Arbeitskammer die Wirkrichtung des Drehmoments, das der Gasdruck
in der Arbeitskammer (bzw. ein beliebiger Referenzdruck) auf die die Arbeitskammer
begrenzende Teiloberfläche des Nebenrotors bewirkt, durch die Stirnschnittgestaltung
des Nebenrotors festgelegt.
[0140] Die oben beschriebene vorteilhafte Stirnschnittgestaltung des Nebenrotors (NR) führt
deshalb für jede eine Arbeitskammer begrenzende Teiloberfläche (22) des Nebenrotors
und somit für den gesamten Nebenrotor zu einer Wirkrichtung (25) des Drehmoments aus
den Gaskräften, die entgegen der Drehrichtung (24) des Nebenrotors gerichtet ist,
wodurch das Rotorklappern wirksam vermieden wird.
[0141] Die dargestellten Ausführungsbeispiele belegen, dass mit der vorliegenden Erfindung
eine erhebliche Effizienzsteigerung für ein in Schraubenmaschinen eingesetztes Rotorpaar
bestehend aus Hauptrotor und Nebenrotor mit entsprechender Profilgeometrie erzielt
werden konnte.
[0142] Mit der vorliegenden Erfindung ist es gelungen, unabhängig von einer konkret beanspruchten
Profildefinition die Effizienz und Laufruhe von Rotorprofilen gegenüber dem Stand
der Technik noch weiter zu verbessern.
[0143] Obwohl es dem Fachmann anhand der angegebenen Parameterwerte ohne weiteres möglich
sein wird, mit den im Stand der Technik üblichen Methoden geeignete Profilverläufe
zu erzeugen, werden nachstehend rein exemplarisch die Profilverläufe bei den vorstehend
abgehandelten Ausführungsbeispielen nach den Figuren 1 bis 4 näher erläutert. Zur
Generierung von Profilverläufen können - wie dem auf dem vorliegenden Gebiet tätigen
Fachmann bestens bekannt - Profilverläufe auch mittels öffentlich zugänglicher Computerprogramme
erzeugt werden.
[0144] Rein exemplarisch wird in diesem Zusammenhang SV_Win, ein Projekt der TU Wien, wobei
diese Software in der eingangs genannten Habilitationsschrift von Grafinger sehr ausführlich
beschrieben wird, genannt. Ein alternatives, öffentlich zugängliches Computerprogramm
stellt darüber hinaus die DISCO-Software und insbesondere das Modul SCORPATH der City
University London (Centre for Positive Displacement Compressor Technology) dar. Allgemeine
Informationen ergeben sich hierzu aus http://www.city-compressors.co.uk/. Infos zur
Installation der Software ergeben sich aus http://www.staff.city.ac.uk/∼ra600/DISCO/DISCO/Instalation%20instructions.pdf.
Ein Preview zur DISCO-Software kann unter http://www.staff.city.ac.uk/∼ra600/DISCO/DISCO%20Preview.htm
gefunden werden.
[0146] In den Figuren 13 bis 16 wird ein Zahn mit nachlaufender Rotorflanke FN und vorlaufender
Rotorflanke F
V konkret wie folgt erzeugt, wobei die Figuren 15 und 16 Vergleichsbeispiele mit einem
nicht erfindungsgemäßen Zähne-Zahlverhältnis zeigen: Der Abschnitt S1 bis S2 ergibt
sich aus einem Kreisbogen auf dem Nebenrotor NR um den Mittelpunkt C1, erzeugt durch
den Kreisbogenabschnitt T1 bis T2 um den Mittelpunkt C2 auf dem Hauptrotor HR. Der
Abschnitt S2 bis S3 ergibt sich aus einer Hüllkurve zu einer Trochoiden, erzeugt von
Kreisbogenabschnitt T2 bis T3 um den Mittelpunkt M4 auf dem Hauptrotor HR. Der Abschnitt
S3 bis S4 ist durch einen Kreisbogen um den Mittelpunkt M1 definiert. Der Abschnitt
S4 bis S5 ist durch einen Kreisbogen um den Mittelpunkt M2 vorgegeben.
[0147] Der Abschnitt S5 bis S6 ist durch einen Kreisbogen um den Mittelpunkt C1 festgelegt.
Der sich anschließende Abschnitt S6 bis S7 wird durch einen Kreisbogen um den Mittelpunkt
M3 vorgegeben. Der Abschnitt S7 bis S1 schließlich ist durch eine Hüllkurve zu einer
Trochoiden, erzeugt vom Kreisbogenabschnitt T7 bis T1 um den Mittelpunkt M5 auf dem
Hauptrotor HR vorgegeben. Die vorbeschriebenen Abschnitte schließen jeweils in der
angegebenen Reihenfolge nahtlos aneinander an. Die Tangenten am Ende eines Abschnitts
und am Beginn des benachbarten Abschnitts sind jeweils gleich. Die Abschnitte gehen
insofern unmittelbar, stufenlos sowie knickfrei ineinander über.
[0148] Der Profilverlauf der Zähne des Hauptrotors HR wird für das Ausführungsbeispiel nach
den Figuren 1 und 2 sowie die Vergleichsbeispiele nach den Figuren 3 bis 4 ebenfalls
anhand der Figuren 13 bis 16 nachstehend kurz erläutert, wobei Figuren 15 und 16 nicht
erfindungsgemäße Vergleichsbeispiele zeigen. Der Abschnitt T1-T2 ergibt sich durch
einen Kreisbogen auf dem Hauptrotor HR um den Mittelpunkt C2 auf dem Hauptrotor HR.
Der Abschnitt T2-T3 wird durch den Kreisbogen auf dem Hauptrotor HR um den Mittelpunkt
M4 definiert. Der Abschnitt T3-T4 ergibt sich aus einer Hüllkurve zu einer Trochoiden,
erzeugt vom Abschnitt S3-S4 auf dem Nebenrotor NR. Der Abschnitt T4-T5 ist durch eine
Hüllkurve zu einer Trochoiden, erzeugt vom Abschnitt S4-S5 auf dem Nebenrotor vorgegeben.
Der Abschnitt T5-T6 ist durch einen Kreisbogen um den Mittelpunkt C2, erzeugt durch
den Kreisbogenabschnitt S5-S6 um den Mittelpunkt C1 auf dem Nebenrotor NR definiert.
Der Abschnitt T6-T7 ergibt sich durch eine Hüllkurve zu einer Trochoiden, erzeugt
vom Abschnitt S6-S7 auf dem Nebenrotor NR. Der Abschnitt T7-T1 schließlich ist durch
einen Kreisbogen um den Mittelpunkt M5 festgelegt. Auch hier gilt: Die vorbeschriebenen
Abschnitte schließen jeweils in der angegebenen Reihenfolge nahtlos aneinander an.
Die Tangenten am Ende eines Abschnitts und am Beginn des benachbarten Abschnitts sind
jeweils gleich. Die Abschnitte gehen insofern unmittelbar, stufenlos sowie knickfrei
ineinander über.
[0149] Generell ist festzuhalten, dass die Profilverläufe von Nebenrotor NR und Hauptrotor
HR natürlich aufeinander abgestimmt sind und insofern die Hüllkurven zu einer Trochoiden
jeweils Kreisbogenabschnitten auf dem Gegenrotor entsprechen. Darüber hinaus ist jeweils,
wie bereits erwähnt, ein tangentialer Übergang von einem zum nächsten Abschnitt gewährleistet.
Eine generelle Vorgehensweise bei der Berechnung des Profilverlaufs des Gegenrotors
ist beispielsweise in der
Dissertation von Helpertz, "Methode zur stochastischem Optimierung von Schraubenrotorprofilen",
Dortmund, 2003, S. 60 ff. beschrieben.
1. Rotorpaar für einen Verdichterblock einer Schraubenmaschine, wobei das Rotorpaar aus
einem um eine erste Achse (C1) rotierenden Nebenrotor (NR) und einen um eine zweite
Achse (C2) rotierenden Hauptrotor (HR) besteht,
wobei die Anzahl der Zähne (z2) beim Hauptrotor (HR) 3 und die Anzahl der Zähne (z1) beim Nebenrotor (NR) 4 beträgt,
dadurch gekennzeichnet,
dass die relative Profiltiefe des Nebenrotors

mindestens 0,5, bevorzugt mindestens 0,515, und höchstens 0,595 beträgt, wobei es
sich bei rk1 um einen um den Außenumfang des Nebenrotors (NR) gezogenen Kopfkreisradius und bei
rf1 um einen am Profilgrund des Nebenrotors ansetzenden Fußkreisradius handelt,
wobei das Verhältnis vom Achsabstand α der ersten Achse (C1) zur zweiten Achse (C2)
und dem Kopfkreisradius rk1

mindestens 1,636, und höchstens 1,8, bevorzugt höchstens 1,733, beträgt,
wobei vorzugsweise der Hauptrotor mit einem Umschlingungswinkel ΦHR ausgebildet ist, für den gilt 240° ≤ ΦHR ≤ 360°, und wobei für ein Rotorlängenverhältnis LHR/a gilt:

wobei das Rotorlängenverhältnis aus dem Verhältnis der Rotorlänge LHR des Hauptrotors und dem Achsabstand a gebildet ist und die Rotorlänge LHR des Hauptrotors durch den Abstand einer saugseitigen Hauptrotor-Rotorstirnfläche
zu einer gegenüberliegenden druckseitigen Hauptrotor-Rotorstirnfläche gebildet ist.
2. Rotorpaar nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einer Stirnschnittbetrachtung innerhalb eines Nebenrotorzahns verlaufende Kreisbögen
B25, B50, B75, deren gemeinsamer Mittelpunkt durch die Achse C1 gegeben ist, definiert sind, wobei
der Radius r25 von B25 den Wert r25 = rf1+0.25∗(rk1-rf1) hat, der Radius r50 von B50 den Wert r50 = rf1+0.5∗(rk1-rf1) hat und der Radius r75 von B75 den Wert rf1+0.75∗(rk1-rf1) hat, und wobei die Kreisbögen B25, B50, B75 jeweils durch die vorlaufende Zahnflanke FV und nachlaufenden Zahnflanke FN begrenzt werden,
wobei Zahndickenverhältnisse als Verhältnisse der Bogenlängen b25, b50, b75 der Kreisbögen B25, B50, B75 mit ε1 = b50/b25 und ε2 = b75/b25 definiert sind und folgende Bemessung eingehalten ist:
0,65 ≤ ε1 < 1,0 und/oder 0,50 ≤ ε2 ≤ 0,85, bevorzugt 0,80 ≤ ε1 < 1,0 und/oder 0,50 ≤ ε2 ≤ 0,79.
3. Rotorpaar nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass in einer Stirnschnittbetrachtung zwischen dem betrachteten Zahn des Nebenrotors (NR)
und dem jeweils benachbarten Zahn des Nebenrotors Fußpunkte F1 und F2 und am radial
äußersten Punkt des Zahns ein Scheitelpunkt F5 definiert sind,
wobei durch F1, F2 und F5 ein Dreieck DZ definiert ist und
wobei in einem radial äußeren Bereich der Zahn mit seiner zwischen F5 und F2 ausgebildeten
vorlaufenden Zahnflanke FV mit einer Fläche A1 und mit seiner nachlaufenden zwischen F1 und F5 ausgebildeten
Zahnflanke FN mit einer Fläche A2 über das Dreieck DZ übersteht und
wobei 8 ≤ A2/A1 ≤ 60 eingehalten ist.
4. Rotorpaar nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einer Stirnschnittbetrachtung zwischen dem betrachteten Zahn des Nebenrotors (NR)
und dem jeweils benachbarten Zahn des Nebenrotors Fußpunkte F1 und F2 und am radial
äußersten Punkt des Zahns ein Scheitelpunkt F5 definiert sind,
wobei durch F1, F2 und F5 ein Dreieck DZ definiert ist und
wobei die zwischen F5 und F2 ausgebildete vorlaufende Zahnflanke FV in einem radial äußeren Bereich des Zahns mit einer Fläche A1 über das Dreieck DZ übersteht und in einem radial inneren Bereich gegenüber dem Dreieck Dz mit einer
Fläche A3 zurücktritt und wobei 7,0 ≤ A3/A1 ≤ 35 eingehalten sind.
5. Rotorpaar nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einer Stirnschnittbetrachtung zwischen dem betrachteten Zahn des Nebenrotors (NR)
und dem jeweils benachbarten Zahn des Nebenrotors (NR) Fußpunkte F1 und F2 und am
radial äußersten Punkt des Zahns ein Scheitelpunkt F5 definiert sind,
wobei durch F1, F2 und F5 ein Dreieck DZ definiert ist und
wobei die zwischen F5 und F2 ausgebildete vorlaufende Zahnflanke FV in einem radial äußeren Bereich des Zahns mit einer Fläche A1 über das Dreieck DZ übersteht,
wobei der Zahn selbst eine durch den zwischen F1 und F2 verlaufenden Kreisbogen B
um den durch die Achse C1 definierten Mittelpunkt begrenzte Querschnittsfläche A0
aufweist und
wobei 0,5 % ≤ A1/A0 ≤ 4,5 % eingehalten ist.
6. Rotorpaar nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einer Stirnschnittbetrachtung zwischen dem betrachteten Zahn des Nebenrotors (NR)
und dem jeweils benachbarten Zahn des Nebenrotors (NR) Fußpunkte F1 und F2 und am
radial äußersten Punkt des Zahns ein Scheitelpunkt F5 definiert sind,
wobei der zwischen F1 und F2 verlaufende Kreisbogen B um den durch die Achse C1 definierten
Mittelpunkt einen Zahnteilungswinkel γ entsprechend 360°/Zahl der Zähne des Nebenrotors
(NR) definiert,
wobei auf dem halben Kreisbogen B zwischen F1 und F2 ein Punkt F11 definiert ist,
wobei ein vom durch die Achse C1 definierten Mittelpunkt des Nebenrotors (NR) durch
den Scheitelpunkt F5 gezogener Radialstrahl R den Kreisbogen B in einem Punkt F12
schneidet,
wobei ein Versatzwinkel β durch den in Rotationsrichtung des Nebenrotors (NR) betrachteten
Versatz von F11 zu F12 definiert wird und
wobei

eingehalten ist, mit

.
7. Rotorpaar nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Stirnschnittbetrachtung die zwischen F1 und F5 ausgebildete nachlaufende
Zahnflanke FN eines Zahns des Nebenrotors (NR) einen konvexen Längenanteil von mindestens 45 %
bis höchstens 95 % aufweist.
8. Rotorpaar nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass in einer Stirnschnittbetrachtung der von der Achse C1 des Nebenrotors (NR) durch
F5 gezogene Radialstrahl das Zahnprofil in einen der vorlaufenden Zahnflanke F
V zugeordneten Flächenanteil A5 und einen der nachlaufenden Zahnflanke F
N zugeordneten Flächenanteil A4 teilt und wobei

eingehalten ist.
9. Rotorpaar nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Hauptrotor HR mit einem Umschlingungswinkel ΦHR ausgebildet ist, für den gilt: 290° ≤ ΦHR ≤ 360°, vorzugsweise 320° ≤ ΦHR ≤ 360°.
10. Rotorpaar nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Blaslochfaktor µ
Bl mindestens 0,02 % und höchstens 0,4 %, bevorzugtermaßen höchstens 0,25 % beträgt,
wobei

und
wobei ABl eine absolute druckseitige Blaslochfläche und A6 und A7 Zahnlückenflächen des Nebenrotors
(NR) bzw. des Hauptrotors (HR) bezeichnen, wobei die Fläche A6 in einer Stirnschnittbetrachtung
die zwischen dem Profilverlauf des Nebenrotors (NR) zwischen zwei benachbarten Scheitelpunkten
F5 und dem Kopfkreis KK1 eingeschlossene Fläche und die Fläche A7 in einer Stirnschnittbetrachtung die zwischen
dem Profilverlauf des Hauptrotors (HR) zwischen zwei benachbarten Scheitelpunkten
H5 und dem Kopfkreis KK2 eingeschlossene Fläche bezeichnen.
11. Rotorpaar nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass für einen Blasloch-/Profilspaltlängenfaktor µ
I ∗ µ
BI 
eingehalten ist mit
wobei Isp die Länge des Profileingriffspalts einer Zahnlücke des Nebenrotors und PT1 die Profiltiefe des Nebenrotors mit PT1 = rk1 - rf1 bezeichnet
und

wobei ABl eine absolute Blaslochfläche und A6 und A7 Profilflächen des Nebenrotors (NR) bzw.
des Hauptrotors (HR) bezeichnen, wobei die Fläche A6 in einer Stirnschnittbetrachtung
die zwischen dem Profilverlauf des Nebenrotors (NR) zwischen zwei benachbarten Scheitelpunkten
F5 und dem Kopfkreis KK1 eingeschlossene Fläche und die Fläche A7 in einer Stirnschnittbetrachtung die zwischen
dem Profilverlauf des Hauptrotors (HR) zwischen zwei benachbarten Scheitelpunkten
H5 und dem Kopfkreis KK2 eingeschlossene Fläche bezeichnen.
12. Rotorpaar nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass Hauptrotor (HR) und Nebenrotor (NR) derart ausgebildet und aufeinander abgestimmt
sind, dass eine trockene Verdichtung mit einem Druckverhältnis Π von bis zu 3, insbesondere
mit einem Druckverhältnis Π größer als 1 und bis zu 3, erzielbar ist, wobei das Druckverhältnis
das Verhältnis von Verdichtungsenddruck zu Ansaugdruck ist, erzielbar ist.
13. Rotorpaar nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Hauptrotor (HR) bezogen auf einen Kopfkreis KK2 mit einer Umfangsgeschwindigkeit in einem Bereich von 20 bis 100 m/s betreibbar ausgebildet
ist.
14. Rotorpaar nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass für ein durch das Verhältnis der Kopfkreisradien von Hauptrotor (HR) und Nebenrotor
(NR) definierte Durchmesserverhältnis

eingehalten ist, wobei Dk
1 den Durchmesser des Kopfkreises KK
1 des Nebenrotors (NR) und Dk
2 den Durchmesser des Kopfkreises KK
2 des Hauptrotors (HR) bezeichnen.
15. Rotorpaar nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Stirnschnittbetrachtung die innerhalb eines Zahns des Nebenrotors verlaufenden
Bogenlängen b(r) der jeweils zugehörigen konzentrischen Kreisbögen mit dem Radius
rf1 < r < rk1 und dem gemeinsamen, durch die Achse C1 definierten Mittelpunkt jeweils durch die
vorlaufende Zahnflanke FV und die nachlaufende Zahnflanke FN begrenzt werden und die Bogenlängen b(r) mit zunehmendem Radius r monoton abnehmen.
16. Rotorpaar nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnschnittgestaltung des Nebenrotors (NR) derart vorgenommen ist, dass die
Wirkrichtung des Drehmoments, das aus einem Referenzdruck auf die eine Arbeitskammer
begrenzende Teiloberfläche des Nebenrotors resultiert, entgegen der Drehrichtung des
Nebenrotors gerichtet ist.
17. Rotorpaar nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass Hauptrotor (HR) und Nebenrotor (NR) zum Fördern von Luft oder inerten Gasen, wie
Helium oder Stickstoff, ausgebildet und aufeinander abgestimmt sind.
18. Rotorpaar nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Stirnschnittbetrachtung das Profil eines Zahns des Nebenrotors bezogen auf
den vom Mittelpunkt, der durch die Achse C1 definiert ist, durch den Scheitelpunkt
F5 gezogenen Radialstrahl R asymmetrisch ausgebildet ist.
19. Rotorpaar nach einem der Ansprüche 1 bis 18,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einer Stirnschnittbetrachtung ein Punkt C auf der Verbindungsstrecke (C1C2) zwischen der ersten Achse (C1) und der zweiten Achse (C2) definiert ist, wo sich
die Wälzkreise WK1 des Nebenrotors (NR) und WK2 des Hauptrotors (HR) berühren, dass K5 den Schnittpunkt des Fußkreises FK1 des Nebenrotors (NR) mit der Verbindungsstrecke (C1C2) definiert, wobei r1 den Abstand zwischen K5 und C bemisst,
und dass K4 den Punkt des saugseitigen Teils der Eingriffslinie bezeichnet, der am weitesten
von der Verbindungsstrecke C1C2 zwischen C1 und C2 beabstandet liegt, wobei r2 den Abstand zwischen K4 und C bemisst und wobei gilt:

mit z1: Zahl der Zähne beim Nebenrotor (NR) und z2: Zahl der Zähne beim Hauptrotor (HR).
20. Rotorpaar nach einem der Ansprüche 1 bis 19,
dadurch gekennzeichnet, dass für ein Rotorlängenverhältnis L
HR/a gilt:
bevorzugt 0,89 ∗ (z1/z2) + 0,94 ≤ LHR/a ≤ 1,05 ∗ (z1/z2) + 1,22,
mit z1: Zahl der Zähne beim Nebenrotor (NR) und z2: Zahl der Zähne beim Hauptrotor (HR), wobei das Rotorlängenverhältnis LHR/a das Verhältnis der Rotorlänge LHR zum Achsabstand a angibt und Rotorlänge LHR der Abstand der saugseitigen Hauptrotor-Rotorstirnfläche zur druckseitigen Hauptrotor-Rotorstirnfläche
ist.
21. Rotorpaar nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einer Stirnschnittbetrachtung das Zahnprofil des Nebenrotors (NR) an seinem radial
äußeren Abschnitt abschnittsweise einem Kreisbogen ARC1 mit Radius rk1 folgt, also mehrere Punkte der vorlaufenden Zahnflanke FV und der nachlaufenden Zahnflanke FN auf dem Kreisbogen mit Radius rk1 um den durch die Achse C1 definierten Mittelpunkt liegen,
wobei bevorzugtermaßen der Kreisbogen ARC1 einen Winkel bezogen auf die Achse C1 zwischen 0,5° und 5°, weiter vorzugsweise zwischen
0,5° und 2,5° einschließt,
wobei F10 der von F5 am weitest beabstandete Punkt auf der vorlaufenden Zahnflanke
auf diesem Kreisbogen ist und
wobei der zwischen F10 und den durch die Achse C1 definierten Mittelpunkt des Nebenrotors
(NR) gezogene Radialstrahl R10 die vorlaufende Zahnflanke FV in mindestens einem Punkt berührt oder in zwei Punkten schneidet.
22. Verdichterblock umfassend ein Verdichtergehäuse (15) sowie ein Rotorpaar nach einem
der Ansprüche 1 bis 21, wobei das Rotorpaar einen Hauptrotor (HR) und einen Nebenrotor
(NR) umfasst, die jeweils rotierbar im Verdichtergehäuse (15) gelagert sind.
23. Verdichterblock nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnschnittgestaltung derart vorgenommen ist, dass die zwischen den Zahnprofilen
von Hauptrotor (HR) und Nebenrotor (NR) gebildete Arbeitskammer im Wesentlichen komplett
ins Druckfenster ausgeschoben werden kann.
24. Verdichterblock nach Anspruch 22 oder 23,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Wellenende des Hauptrotors aus dem Verdichtergehäuse herausgeführt ist und zur
Anbindung an einen Antrieb ausgebildet ist, wobei vorzugsweise beide Wellenenden des
Nebenrotors vollständig innerhalb des Verdichtergehäuses aufgenommen sind.
1. Rotor pair for a compressor block of a screw machine, wherein the rotor pair is comprised
of a secondary rotor (NR) that rotates about a first axis (C1) and a main rotor (HR)
that rotates about a second axis (C2),
wherein the number of teeth (z2) in the main rotor (HR) is 3 and the number of teeth (z1) in the secondary rotor (NR) is 4,
characterized in that
the relative profile depth of the secondary rotor

is at least 0.5, preferably at least 0.515, and at most 0.595, wherein rk1 is an addendum circle radius drawn around the outer circumference of the secondary
rotor (NR) and rf1 is a dedendum circle radius starting at the profile base of the secondary rotor,
wherein the ratio of an axis distance α of of the first axis (C1) to the second axis
(C2) and the addendum circle radius rk1

is at least 1.636 and at most 1.8, preferably at most 1.733, wherein preferably the
main rotor is configured with a wrap-around angle ΦHR for which it holds that 240° ≤ ΦHP ≤ 360°, and wherein it holds for a rotor length ratio LHR/α:

wherein the rotor length ratio is formed from the ratio of the rotor length LHR of the main rotor and the axis distance α, and the rotor length LHR of the main rotor is formed by a distance of a suction-side main-rotor rotor end
face to an opposite pressure-side main-rotor rotor end face.
2. Rotor pair according to claim 1,
characterized in that in a transverse sectional view, circular arcs B
25, B
50, B
75 extending within a secondary tooth are defined, a common center point of which is
given by the axis C1, wherein the radius r
25 of B
25 has the value r
25 = rf
1+0.25
∗(rk
1-rf
1), the radius r
50 of B
50 has the value r
50 = rf
1+0.5
∗(rk
1-rf
1), and the radius r
75 of B
75 has the value r
75 = rf
1+0.75
∗(rk
1-rf
1), and
wherein the circular arcs B25, B50, B75 are each delimited by the leading tooth flank FV and trailing tooth flank FN,
wherein tooth thickness ratios are defined as the ratios of the arc lengths b25, b50, b75 of the circular arcs B25, B50, B75 with ε1 = b50/b25 and ε2 = b75/b25, and the following rating is satisfied:
0.65 ≤ ε1 < 1.0 and/or 0.50 ≤ ε2 ≤ 0.85, preferably 0.80 ≤ ε1 < 1.0 and/or 0.50 ≤ ε2 ≤ 0.79.
3. Rotor pair according to claim 1 or 2,
characterized in that in a transverse sectional view, foot points F1 and F2 are defined between the observed
tooth of the secondary rotor (NR) and the respectively adjacent tooth of the secondary
rotor, and an apex point F5 is defined at a radially outermost point of the tooth,
wherein a triangle Dz is defined by F1, F2 and F5, and
wherein in a radially outer region, the tooth projects beyond the triangle Dz with
its leading tooth flank FV formed between F5 and F2 with an area A1 and with its trailing tooth flank FN formed between F1 and F5 with an area A2, and
wherein 8 ≤ A2/A1 ≤ 60 is satisfied.
4. Rotor pair according to any one of claims 1 to 3,
characterized in that in a transverse sectional view, foot points F1 and F2 are defined between the observed
tooth of the secondary rotor (NR) and the respectively adjacent tooth of the secondary
rotor, and an apex point F5 is defined at a radially outermost point of the tooth,
wherein a triangle Dz is defined by F1, F2 and F5, and
wherein in a radially outer region of the tooth, the leading tooth flank Fv formed
between F5 and F2 projects with an area A1 beyond the triangle DZ and in a radially inner region is set back with respect to the triangle DZ with an area A3, and wherein 7.0 ≤ A3/A1 ≤ 35 is satisfied.
5. Rotor pair according to any one of claims 1 to 4,
characterized in that in a transverse sectional view, foot points F1 and F2 are defined between the observed
tooth of the secondary rotor (NR) and the respectively adjacent tooth of the secondary
rotor (NR), and an apex point F5 is defined at a radially outermost point of the tooth,
wherein a triangle Dz is defined by F1, F2 and F5, and
wherein in a radially outer region of the tooth, the leading tooth flank Fv formed
between F5 and F2 projects with an area A1 beyond the triangle DZ,
wherein the tooth itself has a cross-sectional area A0 delimited by the circular arc
B extending between F1 and F2 around the center point defined by the axis C1, and
wherein 0.5 % ≤ A1/A0 ≤ 4.5 % is satisfied.
6. Rotor pair according to any one of claims 1 to 5,
characterized in that in a transverse sectional view, foot points F1 and F2 are defined between the observed
tooth of the secondary rotor (NR) and the respectively adjacent tooth of the secondary
rotor (NR), and an apex point F5 is defined at a radially outermost point of the tooth,
wherein the circular arc B extending between F1 and F2 around the center point defined
by the axis C1 defines a tooth partition angle γ corresponding to 360°/number of teeth
of the secondary rotor (NR),
wherein a point F11 is defined on the half circular arc B between F1 and F2,
wherein a radial line R drawn from the center point of the secondary rotor (NR) defined
by the first axis C1 through the apex point F5 intersects the circular arc B at a
point F12,
wherein an offset angle β is defined by an offset of F11 to F12 viewed in the direction
of rotation of the secondary rotor (NR), and wherein

is satisfied with

.
7. Rotor pair according to any one of claims 1 to 6, characterized in that in a transverse sectional view, the trailing tooth flank FN of a tooth of the secondary rotor (NR) formed between F1 and F5 has a convex length
component of at least 45 % to at most 95 %.
8. Rotor pair according to any one of claims 1 to 7,
characterized in that in a transverse sectional view, a radial line drawn from the axis C1 of the the secondary
rotor (NR) through F5 divides the tooth profile into an area component A5 assigned
to the leading tooth flank F
V and an area component A4 assigned to the trailing tooth flank F
N, and
wherein

is satisfied.
9. Rotor pair according to any one of claims 1 to 8, characterized in that the main rotor (HR) is formed with a wrap-around angle ΦHR for which it holds that 290° ≤ ΦHR ≤ 360°, preferably 320° ≤ ΦHR ≤ 360°.
10. Rotor pair according to any one of claims 1 to 9,
characterized in that a blow hole factor µ
Bl is at least 0.02 % and at most 0.4 %, preferably at most 0.25 %,
wherein

and
wherein ABl designates an absolute pressure-side blow hole area and A6 and A7 designate tooth
gap areas of the secondary rotor (NR) and the main rotor (HR), respectively, wherein
the area A6 in a transverse sectional view is the area enclosed between the profile
course of the secondary rotor (NR) between two adjacent apex points F5 and the addendum
circle KK1, and the area A7 in a transverse sectional view is the area enclosed between the
profile course of the main rotor (HR) between two adjacent apex points H5 and the
addendum circle KK2.
11. Rotor pair according to any one of claims 1 to 10,
characterized in that for a blow hole/profile gap length factor µ
l ∗ µ
Bl 
is satisfied with
wherein Isp designates the length of the profile engagement gap of a tooth gap of the secondary
rotor and PT1 designates the profile depth of the secondary rotor with PT1 = rk1 - rf1,
and

wherein ABl designates an absolute blow hole area and A6 and A7 designate profile areas of the
secondary rotor (NR) and the main rotor (HR), respectively, wherein the area A6 in
a transverse sectional view designates the area enclosed between the profile course
of the secondary rotor (NR) between two adjacent apex points F5 and the addendum circle
KK1, and the area A7 in a transverse sectional view designates the area enclosed between
the profile course of the main rotor (HR) between two adjacent apex points H5 and
the addendum circle KK2.
12. Rotor pair according to any one of claims 1 to 11, characterized in that the main rotor (HR) and the secondary rotor (NR) are configured and tuned to one
another in such a manner that a dry compression with a pressure ratio Π of up to 3,
in particular with a pressure ratio Π of greater than 1 and up to 3 can be achieved,
wherein the pressure ratio is the ratio of compression end pressure to suction pressure.
13. Rotor pair according to any one of claims 1 to 12, characterized in that the main rotor (HR) is configured to be operated relative to an addendum circle KK2 at a circumferential speed in a range from 20 to 100 m/s.
14. Rotor pair according to any one of claims 1 to 13,
characterized in that for a diameter ratio defined by the ratio of the addendum circle radii of main rotor
(HR) and secondary rotor (NR)

is satisfied, wherein Dk
1 designates the diameter of the addendum circle KK
1 of the secondary rotor (NR) and Dk
2 designates the diameter of the addendum circle KK
2 of the main rotor (HR).
15. Rotor pair according to anyone of claims 1 to 14, characterized in that in a transverse sectional view, the arc lengths b(r), extending inside a tooth of
the secondary rotor, of the respective associated concentric circular arcs having
a radius rf1 < r < rk1 and the common center point defined by the axis C1 are each delimited by the leading
tooth flank FV and the trailing tooth flank FN and the arc lengths b(r) decrease monotonically with increasing radius r.
16. Rotor pair according to anyone of claims 1 to 15, characterized in that the transverse sectional configuration of the secondary rotor (NR) is implemented
in such a manner that the direction of action of the torque which results from a reference
pressure on a partial surface of the secondary rotor delimiting a working chamber
is directed contrary to the direction of rotation of the secondary rotor.
17. Rotor pair according to anyone of claims 1 to 16, characterized in that the main rotor (HR) and the secondary rotor (NR) are configured and tuned to one
another for conveying air or inert gases such as helium or nitrogen.
18. Rotor pair according to anyone of claims 1 to 17, characterized in that in a transverse sectional view, the profile of a tooth of the secondary rotor relative
to the radial line R drawn from the center point defined by the axis C1 through the
apex point F5 is configured to be asymmetrical.
19. Rotor pair according to anyone of claims 1 to 18,
characterized in that in a transverse sectional view, a point C is defined on a connecting distance (
C1
C2) between the first axis (C1) and the second axis (C2) where the pitch circles WK
1 of the secondary rotor (NR) and WK
2 of the main rotor (HR) contact, that K5 defines the point of intersection of the
dedendum circle FK
1 of the secondary rotor (NR) with the connecting distance (
C1
C2), wherein r
1 determines the distance between K5 and C, and that K4 designates the point of the
suction-side part of the line of engagement which lies farthest spaced apart from
the connecting section (
C1
C2) between C1 and C2, wherein r
2 determines the distance between K4 and C, and wherein it holds that:

with z
1: number of the teeth in the secondary rotor (NR) and z
2: number of the teeth in the main rotor (HR).
20. Rotor pair according to anyone of claims 1 to 19,
characterized in that it holds for a rotor length ratio L
HR/α:

with z
1: number of the teeth in the secondary rotor (NR) and z
2: number of the teeth in the main rotor (HR), wherein the rotor length ratio L
HR/α gives the ratio of the rotor length L
HR to the axial distance α, and the rotor length L
HR is the distance of the suction-side main-rotor rotor end face to the pressure-side
main-rotor rotor end face.
21. Rotor pair according to anyone of claims 1 to 14,
characterized in that in a transverse sectional view, the tooth profile of the secondary rotor (NR), on
its radially outer section, in sections follows a circular arc ARC
1 having a radius rk
1, thus a plurality of points of the leading tooth flank Fv and the trailing tooth
flank F
N lie on the circular arc having the radius rk
1 around the center point defined by the axis C1,
wherein preferably the circular arc ARC1 encloses an angle relative to the axis C1 of between 0.5° and 5°, further preferably
of between 0.5° and 2.5°,
wherein F10 is the point on the leading tooth flank on this circular arc that is farthest
spaced apart from F5, and
wherein the radial line R10 drawn between F10 and the center point of the secondary rotor (NR) defined by the
axis C1 contacts the leading tooth flank FV at least at one point or intersects the leading tooth flank Fv at least at two points.
22. Compressor block, comprising a compressor housing (15) and a rotor pair according
to anyone of claims 1 to 21, wherein the rotor pair comprises a main rotor (HR) and
a secondary rotor (NR) which are each mounted to be rotatable in the compressor housing
(15).
23. Compressor block according to claim 22, characterized in that the transverse sectional configuration is implemented in such a manner that the working
chamber formed between the tooth profiles of the main rotor (HR) and secondary rotor
(NR) can be displaced substantially completely into the pressure window.
24. Compressor block according to claim 22 or 23,
characterized in that
a shaft end of the main rotor is guided out from the compressor housing and configured
for connection to a drive, wherein preferably both shaft ends of the secondary rotor
are accommodated completely inside the compressor housing.
1. Paire de rotors pour un bloc compresseur d'une machine à vis, sachant que la paire
de rotors est composée d'un rotor secondaire (NR) tournant autour d'un premier axe
(C1) et d'un rotor principal (HR) tournant autour d'un deuxième axe (C2), sachant
que le nombre de dents (z
2) pour le rotor principal (HR) est de 3 et le nombre de dents (z
1) pour le rotor secondaire (NR) est de 4,
caractérisée en ce que
la profondeur de profil relative du rotor secondaire

est d'au moins 0,5, de préférence d'au moins 0,515, et d'au plus 0,595, sachant que
rk1 est un rayon de cercle de tête tracé autour de la circonférence extérieure du rotor
secondaire (NR) et rf1 est un rayon de cercle de base partant de la base de profil du rotor secondaire,
sachant que le rapport de l'entraxe α du premier axe (C1) au deuxième axe (C2) et
du rayon de cercle de tête rk1

est d'au moins 1,636 et d'au plus 1,8, de préférence d'au plus 1,733,
sachant que le rotor principal est de préférence constitué avec un angle d'enveloppement
ΦHR conforme à 240° ≤ ΦHR ≤ 360°, et sachant qu'un rapport de longueur de rotor LHR/α est conforme à :

sachant que le rapport de longueur de rotor est formé à partir du rapport de la longueur
de rotor LHR du rotor principal et de l'entraxe α, et la longueur de rotor LHR du rotor principal est formée par la distance d'une face frontale de rotor principal
côté aspiration à une face frontale de rotor principal opposée côté refoulement.
2. Paire de rotors selon la revendication 1,
caractérisée en ce que, dans une vue en coupe frontale, des arcs de cercle B
25, B
50, B
75 passant à l'intérieur d'une dent de rotor secondaire, dont le centre commun est donné
par l'axe C1, sont définis, sachant que le rayon r
25 de B
25 a la valeur r
25 = rf
1+0,25
∗(rk
1-rf
1), le rayon r
50 de B
50 a la valeur r
50 = rf
1+0,5
∗(rk
1-rf
1), et le rayon r
75 de B
75 a la valeur rf
1+0,75
∗(rk
1-rf
1), et sachant que les arcs de cercle B
25, B
50, B
75 sont délimités respectivement par le flanc de dent d'attaque F
V et le flanc de dent de fuite F
N,
sachant que des rapports d'épaisseur de dent sont définis comme rapports des longueurs
d'arc b25, b50, b75 des arcs de cercle B25, B50, B75 avec ε1 = b50/b25 et ε2 = b75/b25 et le dimensionnement suivant est respecté :
0,65 ≤ ε1 < 1,0 et/ou 0,50 ≤ ε2 ≤ 0,85, de préférence 0,80 ≤ ε1 < 1,0 et/ou 0,50 ≤ ε2 ≤ 0,79.
3. Paire de rotors selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que, dans une vue en coupe frontale, des bases F1 et F2 sont définies entre la dent considérée
du rotor secondaire (NR) et la dent respectivement voisine du rotor secondaire et
un sommet F5 est défini au point radialement le plus extérieur de la dent,
sachant qu'un triangle DZ est défini par F1, F2 et F5, et
sachant que dans une zone radialement extérieure, la dent dépasse du triangle DZ à raison d'une aire A1 par son flanc de dent d'attaque Fv constitué entre F5 et F2
et à raison d'une aire A2 par son flanc de dent de fuite FN constitué entre F1 et F5 et sachant que 8 ≤ A2/A1 ≤ 60 est respecté.
4. Paire de rotors selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisée en ce que, dans une vue en coupe frontale, des bases F1 et F2 sont définies entre la dent considérée
du rotor secondaire (NR) et la dent respectivement voisine du rotor secondaire et
un sommet F5 est défini au point radialement le plus extérieur de la dent,
sachant qu'un triangle DZ est défini par F1, F2 et F5, et
sachant que le flanc de dent d'attaque FV constitué entre F5 et F2 dépasse du triangle Dz à raison d'une aire A1 dans une zone
radialement extérieure de la dent et est en retrait par rapport au triangle Dz à raison
d'une aire A3 dans une zone radialement intérieure et sachant que 7,0 ≤ A3/A1 ≤ 35
est respecté.
5. Paire de rotors selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisée en ce que, dans une vue en coupe frontale, des bases F1 et F2 sont définies entre la dent considérée
du rotor secondaire (NR) et la dent respectivement voisine du rotor secondaire (NR)
et un sommet F5 est défini au point radialement le plus extérieur de la dent,
sachant qu'un triangle DZ est défini par F1, F2 et F5, et
sachant que le flanc de dent d'attaque FV constitué entre F5 et F2 dépasse du triangle Dz à raison d'une aire A1 dans une zone
radialement extérieure de la dent,
sachant que la dent elle-même présente une aire de coupe transversale A0 délimitée
par l'arc de cercle B passant entre F1 et F2 autour du centre défini par l'axe C1
et sachant que 0,5 % ≤ A1/A0 ≤ 4,5 % est respecté.
6. Paire de rotors selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisée en ce que, dans une vue en coupe frontale, des bases F1 et F2 sont définies entre la dent considérée
du rotor secondaire (NR) et la dent respectivement voisine du rotor secondaire (NR)
et un sommet F5 est défini au point radialement le plus extérieur de la dent,
sachant que l'arc de cercle B passant entre F1 et F2 autour du centre défini par l'axe
C1 définit un angle de pas de dent γ correspondant à 360°/nombre de dents du rotor
secondaire (NR),
sachant qu'un point F11 est défini sur le demi-arc de cercle B entre F1 et F2, sachant
qu'une projection radiale R tracée depuis le centre défini par l'axe C1 du rotor secondaire
(NR) par le sommet F5 croise l'arc de cercle B en un point F12, sachant qu'un angle
de décalage β est défini par le décalage de F11 par rapport à F12 considéré dans le
sens de rotation du rotor secondaire (NR), et sachant que

est respecté, avec

.
7. Paire de rotors selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que, dans une vue en coupe frontale, le flanc de dent de fuite FN constitué entre F1 et F5 d'une dent du rotor secondaire (NR) présente une part de
longueur convexe d'au moins 45 % à au plus 95 %.
8. Paire de rotors selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisée en ce que, dans une vue en coupe frontale, la projection radiale tracée depuis l'axe C1 du
rotor secondaire (NR) par F5 divise le profil de dent en une part d'aire A5 associée
au flanc de dent d'attaque Fv et une part d'aire A4 associée au flanc de dent de fuite
F
N, et sachant que

est respecté.
9. Paire de rotors selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que le rotor principal (HR) est constitué avec un angle d'enveloppement ΦHR conforme à 290° ≤ ΦHP ≤ 360°, de préférence 320° ≤ ΦHR ≤ 360°.
10. Paire de rotors selon l'une des revendications 1 à 9,
caractérisée en ce qu'un facteur de trou de soufflage µ
Bl est d'au moins 0,02 % et d'au plus 0,4 %, de préférence d'au plus 0,25 %,
sachant que

et
sachant que ABl désigne une aire absolue de trou de soufflage côté refoulement et A6 et A7 désignent
respectivement des aires d'entre-dents du rotor secondaire (NR) et du rotor principal
(HR), sachant que l'aire A6, dans une vue en coupe frontale, désigne l'aire comprise
entre le tracé de profil du rotor secondaire (NR) entre deux sommets F5 voisins et
le cercle de tête KK1, et l'aire A7, dans une vue en coupe frontale, désigne l'aire comprise entre le tracé
de profil du rotor principal (HR) entre deux sommets H5 voisins et le cercle de tête
KK2.
11. Paire de rotors selon l'une des revendications 1 à 10,
caractérisée en ce que, pour un facteur trou de soufflage / longueur d'entrefer µ
l ∗ µ
Bl,

est respecté, avec
sachant que Isp désigne la longueur de l'entrefer d'un entre-dent du rotor secondaire et PT1 désigne la profondeur de profil du rotor secondaire avec PT1 = rk1 - rf1,
et

sachant que ABI désigne une aire absolue de trou de soufflage et A6 et A7 désignent respectivement
des aires de profil du rotor secondaire (NR) et du rotor principal (HR), sachant que
l'aire A6, dans une vue en coupe frontale, désigne l'aire comprise entre le tracé
de profil du rotor secondaire (NR) entre deux sommets F5 voisins et le cercle de tête
KK1, et l'aire A7, dans une vue en coupe frontale, désigne l'aire comprise entre le tracé
de profil du rotor principal (HR) entre deux sommets H5 voisins et le cercle de tête
KK2.
12. Paire de rotors selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisée en ce que le rotor principal (HR) et le rotor secondaire (NR) sont constitués et adaptés l'un
à l'autre de telle façon qu'une compression sèche soit réalisable avec un rapport
de pression Π allant jusqu'à 3, en particulier avec un rapport de pression Π supérieur
à 1 et allant jusqu'à 3, sachant que le rapport de pression est le rapport de la pression
finale de compression à la pression d'aspiration.
13. Paire de rotors selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisée en ce que le rotor principal (HR), relativement à un cercle de tête KK2, est constitué pour pouvoir fonctionner à une vitesse circonférentielle comprise
dans une plage de 20 à 100 m/s.
14. Paire de rotors selon l'une des revendications 1 to 13,
caractérisée en ce que, pour un rapport de diamètre défini par le rapport des rayons de cercle de tête du
rotor principal (HR) et du rotor secondaire (NR),

est respecté, sachant que Dk
1 désigne le diamètre du cercle de tête KK
1 du rotor secondaire (NR) et Dk
2 désigne le diamètre du cercle de tête KK
2 du rotor principal (HR).
15. Paire de rotors selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisée en ce que, dans une vue en coupe frontale, les longueurs d'arc b(r) passant à l'intérieur d'une
dent du rotor secondaire des arcs de cercle concentriques respectivement associés
présentant le rayon rf1 < r < rk1 et le centre commun défini par l'axe C1 sont délimités respectivement par le flanc
de dent d'attaque Fv et le flanc de dent de fuite FN et les longueurs d'arc b(r) diminuent de façon monotone au fur et à mesure que le
rayon r augmente.
16. Paire de rotors selon l'une des revendications 1 à 15, caractérisée en ce que la configuration en coupe frontale du rotor secondaire (NR) est réalisée de telle
façon que le sens d'action du couple qui résulte d'une pression de référence sur la
surface partielle du rotor secondaire qui délimite une chambre de travail est contraire
au sens de rotation du rotor secondaire.
17. Paire de rotors selon l'une des revendications 1 à 16, caractérisée en ce que le rotor principal (HR) et le rotor secondaire (NR) sont constitués et adaptés l'un
à l'autre pour le refoulement d'air ou de gaz inertes tels que l'hélium ou l'azote.
18. Paire de rotors selon l'une des revendications 1 à 17, caractérisée en ce que, dans une vue en coupe frontale, le profil d'une dent du rotor secondaire est constitué
de façon asymétrique relativement à la projection radiale R tracée depuis le centre
qui est défini par l'axe C1 par le sommet F5.
19. Paire de rotors selon l'une des revendications 1 à 18,
caractérisée en ce que, dans une vue en coupe frontale, un point C est défini sur le trajet de liaison (
C1
C2) entre le premier axe (C1) et le deuxième axe (C2), où les cercles primitifs WK
1 du rotor secondaire (NR) et WK
2 du rotor principal (HR) se touchent,
en ce que K5 définit le point d'intersection du cercle de base FK
1 du rotor secondaire (NR) avec le trajet de liaison (
C1
C2), sachant que r
1 équivaut à la distance entre K5 et C, et
en ce que K4 désigne le point de la partie côté aspiration de la ligne d'engrènement qui est
la plus distante du trajet de liaison (
C1
C2) entre C1 and C2, sachant que r
2 équivaut à la distance entre K4 et C, et sachant que :

avec z
1 : nombre de dents pour le rotor secondaire (NR) et z
2 : nombre de dents pour le rotor principal (HR).
20. Paire de rotors selon l'une des revendications 1 à 19,
caractérisée en ce que le rapport de longueur de rotor est conforme à :

de préférence 0,89
∗ (z
1/z
2) + 0,94 ≤ L
HR/α ≤ 1,05
∗ (z
1/z
2) + 1,22,
avec z
1 : nombre de dents pour le rotor secondaire (NR) et z
2 : nombre de dents pour le rotor principal (HR), sachant que le rapport de longueur
de rotor L
HR/α indique le rapport de la longueur de rotor L
HR à l'entraxe a et la longueur de rotor L
HR est la distance de la face frontale de rotor principal côté aspiration à la face
frontale de rotor principal opposée côté refoulement.
21. Paire de rotors selon l'une des revendications 1 à 14,
caractérisée en ce que, dans une vue en coupe frontale, le profil de dent du rotor secondaire (NR) suit,
sur sa partie radialement la plus extérieure, un arc de cercle ARC
1 de rayon rk
1, donc plusieurs points du flanc de dent d'attaque Fv et du flanc de dent de fuite
F
N se situent sur l'arc de cercle de rayon rk
1 autour du centre défini par l'axe C1, sachant que l'arc de cercle ARC
1 inclut de préférence un angle, relativement à l'axe C1, compris entre 0,5° et 5°,
de façon plus préférentielle entre 0,5° et 2,5°,
sachant que F10 est le point le plus distant de F5 sur le flanc de dent d'attaque
sur cet arc de cercle et
sachant que la projection radiale R10 tracée entre F10 et le centre défini par l'axe C1 du rotor secondaire (NR) touche
le flanc de dent d'attaque FV en au moins un point ou le croise en deux points.
22. Bloc compresseur comprenant un carter de compresseur (15) ainsi qu'une paire de rotors
selon l'une des revendications 1 à 21, sachant que la paire de rotors comprend un
rotor principal (HR) et un rotor secondaire (NR) qui sont logés respectivement de
façon tournante dans le carter de compresseur (15).
23. Bloc compresseur selon la revendication 22, caractérisé en ce que la configuration en coupe frontale est réalisée de telle façon que la chambre de
travail formée entre les profils de dent du rotor principal (HR) et du rotor secondaire
(NR) puisse être décalée de manière sensiblement intégrale dans la fenêtre de pression.
24. Bloc compresseur selon la revendication 22 ou 23,
caractérisé en ce que
un bout d'arbre du rotor principal est conduit hors du carter de compresseur et est
constitué pour la liaison à un entraînement, sachant que les deux bouts d'arbre du
rotor secondaire sont de préférence intégralement logés à l'intérieur du carter de
compresseur.