| (19) |
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(11) |
EP 3 134 912 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.07.2020 Patentblatt 2020/30 |
| (22) |
Anmeldetag: 26.05.2015 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2015/061568 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2015/193065 (23.12.2015 Gazette 2015/51) |
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| (54) |
VAKUUMSCHALTRÖHRE UND VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINER VAKUUMSCHALTRÖHRE
VACUUM SWITCH AND METHOD OF PRODUCTION THEREOF
CONTACTEUR À VIDE ET MÉTHODE DE SON PRODUCTION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
20.06.2014 DE 102014211855
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.03.2017 Patentblatt 2017/09 |
| (73) |
Patentinhaber: Siemens Aktiengesellschaft |
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80333 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- EINSCHENK, Jürgen
16341 Panketal (DE)
- GRASKOWSKI, Frank
16348 Wandlitz (DE)
- RÖHLING, Christoph
10557 Berlin (DE)
- SCHÜMANN, Ulf
14624 Dallgow-Döberitz (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 2 620 968 WO-A1-2012/159675 JP-A- S6 074 213
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WO-A1-03/071567 DE-A1-102006 041 782 JP-A- S58 142 718
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Bemerkungen: |
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Die Akte enthält technische Angaben, die nach dem Eingang der Anmeldung eingereicht
wurden und die nicht in dieser Patentschrift enthalten sind. |
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vakuumschaltröhre mit einem aus Gehäusebauteilen gebildeten
Gehäuse sowie im Inneren des Gehäuses angeordneten, in einem geschlossenen Zustand
eines Kontaktsystems der Vakuumschaltröhre Strom führenden Teilen.
[0002] Derartige Vakuumschaltröhren sind aus dem landläufigen Stand der Technik bekannt
und weisen ein Gehäuse auf, welches aus Gehäusebauteilen, beispielsweise in Form von
Isolierstoff-gehäusebauteilen aus Keramik sowie aus metallischen Gehäusebauteilen,
beispielsweise in Form von metallischen Deckelteilen, gebildet ist. Im Inneren des
Gehäuses der Vakuumschaltröhre ist ein Kontaktsystem angeordnet, welches zum Schalten
bzw. zum Unterbrechen eines über die Vakuumschaltröhre geführten Stromes vorgesehen
ist, welches üblicherweise bestehend aus einem Bewegkontakt und einem Festkontakt
sowie mit dem Bewegkontakt bzw. Festkontakt elektrisch leitend verbundenen Bewegkontaktanschlussbolzen
und Festkontaktanschlussbolzen, die jeweils durch Gehäusebauteile der Vakuumschaltröhre
vakuumdicht aus dem Inneren des Gehäuses nach außen geführt sind, somit Strom führende
Teile aufweist.
[0003] Aus der
EP2620968A1 ist eine Vakuumschaltröhre bekannt, die verbesserte Energieaufnahme von Lichtbögen
aufweist.
[0004] Die
WO03/071567A1 offenbart eine Wärmeableitung über den Strom führenden Kontaktanschlussbolzen.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vakuumschaltröhre der eingangs genannten
Art weiterzubilden, welche über verbesserte Eigenschaften bezüglich der Stromtragfähigkeit
verfügt.
[0006] Erfindungsgemäß gelöst wird diese Aufgabe bei einer Vakuumschaltröhre der eingangs
genannten Art dadurch, dass die Strom führenden Teile derart oberflächenbehandelt
sind, dass sie eine erhöhte Wärmeabstrahlung aufweisen, wobei die Oberflächenbehandlung
durch Aufrauen oder Beschichtung der Oberflächen ausgeführt ist, wobei durch die Oberflächenbehandlung
mittels Aufrauen oder Beschichten die Wärmeabstrahlung der Strom führenden Teile erhöht
wird, weil sich die Oberflächeneigenschaften im Vergleich zu unbehandelten Oberflächen
der Strom führenden Teile entweder durch Vergrößerung der Oberfläche beim Aufrauen
oder durch Verwendung eines Materials mit höheren Wärmeabstrahlungskoeffizienten erhöht.
[0007] Durch eine derartige Oberflächenbehandlung der Strom führenden Teile derart, dass
sie eine erhöhte Wärmeabstrahlung aufweisen, wird in vorteilhafter Weise die Stromtragfähigkeit
der Vakuumschaltröhre insgesamt erhöht, weil durch die erhöhte Wärmeabstrahlung der
Strom führenden Teile im Inneren des Gehäuses der Vakuumschaltröhre dort durch den
Stromfluss über die Vakuumschaltröhre entstehende Wärme zumindest teilweise durch
Wärmeabstrahlung auch dort abgeführt wird, so dass an anderen Stellen eines Schaltgerätes,
in welchem die Vakuumschaltröhre eingesetzt ist, eine geringere Wärmeabfuhr nötig
ist. Somit sind insgesamt die Wärmeabfuhreigenschaften der Vakuumschaltröhre verbessert,
wodurch sich eine höhere Stromtragfähigkeit der Vakuumschaltröhre und damit eines
Schaltgerätes, in welchem die Vakuumschaltröhre eingesetzt wird, ergibt.
[0008] Die Vakuumschaltröhren können somit unterschiedlich ausgebildet sein. In einer vorteilhaften
Ausgestaltung der Erfindung umfassen die Gehäusebauteile ein zwischen Isolierstoff-Gehäusebauteilen
angeordnetes metallisches Gehäusebauteil, welches das Kontaktsystem umgibt. In einer
anderen vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung umfassen die Gehäusebauteile ein
zwischen Isolierstoff-Gehäusebauteilen befestigtes Schirmelement, welches im Inneren
des Gehäuses das Kontaktsystem umgibt. Mit dem zwischen Isolierstoff-Gehäusebauteilen
angeordneten metallischen Gehäusebauteil, typischerweise in Form einer metallischen
Schaltkammer, welche als metallisches Gehäusebauteil das Kontaktsystem umgibt und
die vom Kontaktsystem abgestrahlte Wärme aufnimmt und nach außen abführt, oder durch
ein zwischen Isolierstoff-Gehäusebauteilen befestigtes Schirmelement, welches im Inneren
des Gehäuses das Kontaktsystem umgibt, und welches zur Abschirmung der Isolierstoff-Gehäusebauteile
von bei einem Schaltvorgang entstehenden Metalldampf dient, aber auch zur Aufnahme
von vom Kontaktsystem bzw. den Strom führenden Teilen abgestrahlter Wärme dienen kann,
ist die Wärmeabfuhr der Vakuumschaltröhre verbessert. Vorteilhafterweise sind dabei
die Gehäusebauteile ebenfalls derart oberflächenbehandelt sind, dass sie eine erhöhte
Wärmeabstrahlung aufweisen.
[0009] Die Oberflächenbehandlung kann dabei unterschiedlich ausgeführt sein, beispielsweise
durch Aufrauen der Oberflächen oder durch Beschichtung der Oberflächen, wobei als
Beschichtungsmaterial besonders bevorzugt Chrom oder Ruthenium vorgesehen sind. Durch
derartige Oberflächenbehandlungen mittels Aufrauen oder Beschichten mit Chrom oder
Ruthenium wird die Wärmeabstrahlung der Strom führenden Teile erhöht, weil sich die
Oberflächeneigenschaften im Vergleich zu unbehandelten Oberflächen der Strom führenden
Teile entweder durch Vergrößerung der Oberfläche beim Aufrauen oder durch Verwendung
eines Materials mit höheren Wärmeabstrahlungskoeffizienten wie Chrom oder Ruthenium
erhöht.
[0010] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist außen am Gehäuse der Vakuumschaltröhre
ein Kühlelement wärmeleitend mit den Gehäusebauteilen verbunden angeordnet. Ein derartiges
Kühlelement, beispielsweise in Form eines Kühlkörpers mit Kühlrippen, welcher wärmeleitend
mit den Gehäusebauteilen, also dem metallischen Gehäusebauteil oder dem Schirmelement
wärmeleitend verbunden angeordnet ist, ist eine Wärmeabfuhr der durch Wärmestrahlung
von den Strom führenden Teilen an das Gehäusebauteil übertragenen Wärme in einfacher
und wirksamer Weise verbessert.
[0011] Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Herstellung einer Vakuumschaltröhre.
[0012] Ein derartiges Verfahren ist ebenfalls aus dem landläufigen Stand der Technik bekannt
und umfasst die Verfahrensschritte:
- Zusammenbauen von Bauteilen der Vakuumschaltröhre sowie
- Vakuumdichtes Verlöten des Gehäuses mit den Strom führenden Bauteilen.
[0013] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein derartiges Verfahren weiterzubilden,
welches die Herstellung von Vakuumschaltröhren mit höherer Stromtragfähigkeit ermöglicht.
Erfindungsgemäß gelöst wird diese Aufgabe dadurch, dass das Verfahren zur Herstellung
der Vakuumschaltröhre vor den Verfahrensschritten des Zusammenbauens und vakuumdichten
Verlötens eines Gehäuses mit Strom führenden Bauteilen den Schritt:
- Oberflächenbehandlung von Strom führenden Bauteilen zur Erhöhung der Wärmeabstrahlung
umfasst.
[0014] Der Verfahrensschritt der Oberflächenbehandlung kann dabei durch Aufrauen oder durch
Beschichten mit einem Material erhöhter Wärmeabstrahlungsfähigkeit durchgeführt werden.
[0015] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnung sowie eines Ausführungsbeispiels
mit Bezug auf die beiliegenden Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1:
- ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vakuumschaltröhre; und
- Figur 2:
- ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vakuumschaltröhre.
[0016] Figur 1 zeigt eine Vakuumschaltröhre 1 mit einem Gehäuse 2, welches Isolierstoffgehäusebauteile
3 und 4 in Form von Keramikzylindern aufweist, zwischen denen ein metallisches Gehäusebauteil
5 angeordnet ist. Das Gehäuse 2 umfasst weiterhin einen ersten metallischen Deckel
6 sowie einen zweiten metallischen Deckel 7, so dass durch die Keramikzylinder 3 und
4, das metallische Gehäusebauteil 5 sowie den ersten metallischen Deckel 6 und den
zweiten metallischen Deckel 7 als Gehäusebauteilen das Gehäuse der Vakuumschaltröhre
1 gebildet ist. Durch den ersten metallischen Deckel 6 vakuumdicht hindurchgeführt
ist ein Festkontaktanschlussbolzen 8, welcher elektrisch leitend verbunden ist mit
einem Festkontakt 9, durch den zweiten metallischen Deckel 7 erstreckt sich ein Bewegkontaktanschlussbolzen
10 mittels eines Faltenbalges 11 vakuumdicht beweglich ins Innere des Gehäuses 2 der
Vakuumschaltröhre 1 und ist mit einem Bewegkontakt 12 elektrisch leitend verbunden.
Der Festkontakt 9 und der Bewegkontakt 12 bilden ein Kontaktsystem 13 der Vakuumschaltröhre
1, welches im Ausführungsbeispiel im geschlossenen Zustand dargestellt ist, so dass
über die Vakuumschaltröhre 1 ein Strom geführt werden kann, welcher durch Öffnen des
Kontaktsystems 13 im Falle beispielsweise einer Störung in einem Energieversorgungsnetz
unterbrochen werden kann. Ein Lager 14 ist dabei zur Führung des Bewegkontaktanschlussbolzens
10 vorgesehen, wenn im Falle eines solchen Störfalles eine Bewegung des Bewegkontaktanschlussbolzens
10 zum Öffnen des Kontaktsystems 13 erfolgt.
[0017] Der Festkontaktanschlussbolzen 8, der Festkontakt 9, der Bewegkontaktanschlussbolzen
10 und der Bewegkontakt 12 bilden somit im geschlossenen Zustand des Kontaktsystems
13 Strom führende Teile, welche derart oberflächenbehandelt sind, dass sie eine erhöhte
Wärmeabstrahlung aufweisen. Der Festkontakt 9 und der Festkontaktanschlussbolzen 8
weisen dazu im Ausführungsbeispiel der Figur 1 eine Beschichtung 15 auf, der Bewegkontaktanschlussbolzen
10 sowie der Bewegkontakt 12 weisen ebenfalls eine Beschichtung 16 auf, welche vorzugsweise
aus Chrom oder aus Ruthenium gebildet ist, wobei anstelle der Beschichtungen 15 bzw.
16 auch ein Aufrauen der entsprechenden Oberflächen von Festkontaktanschlussbolzen
8, Festkontakt 9, Bewegkontaktanschlussbolzen 10 und Bewegkontakt 12 möglich ist,
welches ebenso zu einer erhöhten Wärmeabstrahlung dieser Strom führenden Teile führt.
Das metallische Gehäusebauteil 5 ist im Ausführungsbeispiel mit einer inneren Beschichtung
17 sowie einer äußeren Beschichtung 18 versehen, so dass die von den Strom führenden
Teilen abgestrahlte Wärme am metallischen Gehäusebauteil 5 besser aufgenommen und
nach außen abgestrahlt wird, da das metallische Gehäusebauteil 5 die oberflächenbehandelten
Strom führenden Teile umgibt, so dass die dort abgestrahlte Wärme am metallischen
Gehäusebauteil 5 gut aufgenommen wird. Die innere und äußere Beschichtung 17 bzw.
18 des metallischen Gehäusebauteiles 5 ist dabei optional, ebenso wie der im Ausführungsbeispiel
gezeigte Kühlkörper 19, welcher anstelle der äußeren Beschichtung 18 oder zusätzlich
zur äußeren Beschichtung 18 am metallischen Gehäusebauteil 5 wärmeleitend verbunden
mit diesem angeordnet sein kann.
[0018] Figur 2 zeigt eine gegenüber der Vakuumschaltröhre 1 der Figur 1 geringfügig abgewandelte
Vakuumschaltröhre 1', wobei Bauteile, welche bei der Vakuumschaltröhre 1 der Figur
1 dargestellt sind, mit gleichem Bezugszeichen versehen sind. Anstelle des metallischen
Gehäusebauteiles 5 der Vakuumschaltröhre 1 der Figur 1, welches bei der Vakuumschaltröhre
1' der Figur 2 nicht vorgesehen ist, weist die Vakuumschaltröhre 1' ein Schirmelement
20 auf, welches zwischen den Keramikzylindern 3 und 4 des Gehäuses 2 der Vakuumschaltröhre
1' befestigt ist und im Inneren des Gehäuses 2 der Vakuumschaltröhre 1' angeordnet
ist. Das Schirmelement 20, welches typischerweise aus einem Metall, beispielsweise
Kupfer oder Edelstahl, gebildet ist, ist dabei dazu vorgesehen, den bei einem Schaltvorgang
des Kontaktsystems 13 auf Grund eines Lichtbogens entstehenden Metalldampf davon abzuhalten,
sich auf den Keramikzylindern 3 bzw. 4 abzusetzen. Im Ausführungsbeispiel der Figur
2 sind die Strom führenden Teile ebenfalls mit Beschichtungen wie in der Figur 1 versehen.
Das Schirmelement 20 weist ebenfalls eine optionale innere Beschichtung 21 auf und
ist über eine Befestigung 22, welche zwischen den Keramikzylindern 3 und 4 zur Befestigung
des Schirmelementes 20 am Gehäuse 2 vorgesehen ist, mit einem ebenfalls optionalen,
außen am Gehäuse angeordneten Kühlkörper 23 wärmeleitend verbunden.
[0019] Die oberflächenbehandelten Strom führenden Teile der Vakuumschaltröhren 1 bzw. 1'
der Figuren 1 bzw. 2, welche eine erhöhte Wärmeabstrahlung dieser Strom führenden
Teile ermöglichen, führen somit zusammen mit den optionalen inneren Beschichtungen
des metallischen Gehäusebauteiles 5 bzw. des Schirmelementes 20 sowie den ebenfalls
optionalen außen angeordneten Kühlkörpern 19 bzw. 23 zu einer insgesamt verbesserten
Wärmeabfuhr der Vakuumschaltröhren 1 bzw. 1', woraus sich eine erhöhte Stromtragfähigkeit
derartig ausgebildeter Vakuumschaltröhren ergibt.
Bezugszeichenliste
[0020]
- 1, 1'
- Vakuumschaltröhre
- 2
- Gehäuse
- 3, 4
- Keramikzylinder
- 5
- metallisches Gehäusebauteil
- 6
- erster metallischer Deckel
- 7
- zweiter metallischer Deckel
- 8
- Festkontaktanschlussbolzen
- 9
- Festkontakt
- 10
- Bewegkontaktanschlussbolzen
- 11
- Faltenbalg
- 12
- Bewegkontakt
- 13
- Kontaktsystem
- 14
- Lager
- 15
- Beschichtung
- 16
- Beschichtung
- 17
- innere Beschichtung
- 18
- äußere Beschichtung
- 19
- Kühlkörper
- 20
- Schirmelement
- 21
- Beschichtung
- 22
- Befestigung
- 23
- Kühlkörper
1. Vakuumschaltröhre (1, 1') mit einem aus Gehäusebauteilen (3, 4, 5, 6, 7, 20) gebildeten
Gehäuse (2) sowie im Inneren des Gehäuses angeordneten, in einem geschlossenen Zustand
eines Kontaktsystems (13) der Vakuumschaltröhre (1, 1') Strom führenden Teilen (8,
9, 10, 12),
dadurch gekennzeichnet, dass
die Strom führenden Teile (8, 9, 10, 12) derart oberflächenbehandelt sind, dass sie
eine erhöhte Wärmeabstrahlung aufweisen, wobei die Oberflächenbehandlung durch Aufrauen
oder Beschichtung der Oberflächen ausgeführt ist, wobei durch die Oberflächenbehandlung
mittels Aufrauen oder Beschichten die Wärmeabstrahlung der Strom führenden Teile (8,
9, 10, 12) erhöht wird, weil sich die Oberflächeneigenschaften im Vergleich zu unbehandelten
Oberflächen der Strom führenden Teile (8, 9, 10, 12) entweder durch Vergrößerung der
Oberfläche beim Aufrauen oder durch Verwendung eines Materials mit höheren Wärmeabstrahlungskoeffizienten
erhöht.
2. Vakuumschaltröhre (1, 1') nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Gehäusebauteile (3, 4, 5, 6, 7, 20) ein zwischen Isolierstoff-Gehäusebauteilen
(3, 4) angeordnetes metallisches Gehäusebauteil (5), welches das Kontaktsystem (13)
umgibt, umfassen.
3. Vakuumschaltröhre (1, 1') nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Gehäusebauteile (3, 4, 5, 6, 7, 20) ein zwischen Isolierstoff-Gehäusebauteilen
(3, 4) befestigtes Schirmelement (20), welches das Kontaktsystem (13) umgibt, umfassen.
4. Vakuumschaltröhre (1, 1') nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Gehäusebauteile (5, 6, 7, 20) derart oberflächenbehandelt sind, dass sie eine
erhöhte Wärmeabstrahlung aufweisen.
5. Vakuumschaltröhre (1, 1') nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Oberflächen aufgeraut sind.
6. Vakuumschaltröhre (1, 1') nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Oberflächen beschichtet sind.
7. Vakuumschaltröhre (1, 1') nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Material der Beschichtung Chrom aufweist.
8. Vakuumschaltröhre (1, 1') nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Material der Beschichtung Ruthenium aufweist.
9. Vakuumschaltröhre (1, 1') nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
außen am Gehäuse (2) der Vakuumschaltröhre (1, 1') ein Kühlelement (19, 23) wärmeleitend
mit den Gehäusebauteilen (5, 20) verbunden angeordnet ist.
10. Verfahren zur Herstellung einer Vakuumschaltröhre (1, 1'), welches vor den Verfahrensschritten
des Zusammenbauens und vakuumdichten Verlötens eines Gehäuses (2) mit Strom führenden
Teilen (8, 9, 10, 12) den Schritt:
- Oberflächenbehandlung von Strom führenden Teilen (8, 9, 10, 12) zur Erhöhung der
Wärmeabstrahlung umfasst, wobei die Oberflächenbehandlung durch Aufrauen oder Beschichtung
der Oberflächen ausgeführt wird, wobei durch die Oberflächenbehandlung mittels Aufrauen
oder Beschichten die Wärmeabstrahlung der Strom führenden Teile (8, 9, 10, 12) erhöht
wird, weil sich die Oberflächeneigenschaften im Vergleich zu unbehandelten Oberflächen
der Strom führenden Teile (8, 9, 10, 12) entweder durch Vergrößerung der Oberfläche
beim Aufrauen oder durch Verwendung eines Materials mit höheren Wärmeabstrahlungskoeffizienten
erhöht.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Schritt der Oberflächenbehandlung durch Aufrauen ausgeführt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Schritt der Oberflächenbehandlung durch Beschichten ausgeführt wird.
1. Vacuum interrupter (1, 1') comprising a housing (2), which is formed from housing
components (3, 4, 5, 6, 7, 20), and also parts (8, 9, 10, 12) which are arranged in
the interior of the housing and carry current in a closed state of a contact system
(13) of the vacuum interrupter (1, 1'),
characterized in that
the current-carrying parts (8, 9, 10, 12) are surface-treated in such a way that they
exhibit increased thermal irradiation, wherein the surface-treatment is performed
by roughening or coating the surfaces, wherein the thermal irradiation of the current-carrying
parts (8, 9, 10, 12) is increased by the surface-treatment by means of roughening
or coating because the surface properties are increased in comparison to untreated
surfaces of the current-carrying parts (8, 9, 10, 12) either by increasing the size
of the surface during the roughening or by using a material with a higher coefficient
of thermal irradiation.
2. Vacuum interrupter (1, 1') according to Claim 1,
characterized in that
the housing components (3, 4, 5, 6, 7, 20) comprise a metal housing component (5)
which is arranged between the insulating-material housing components (3, 4) and surrounds
the contact system (13).
3. Vacuum interrupter (1, 1') according to Claim 1,
characterized in that
the housing components (3, 4, 5, 6, 7, 20) comprise a shielding element (20) which
is fastened between the insulating-material housing components (3, 4) and surrounds
the contact system (13) .
4. Vacuum interrupter (1, 1') according to one of Claims 1 to 3,
characterized in that
the housing components (5, 6, 7, 20) are surface-treated in such a way that they exhibit
increased thermal irradiation.
5. Vacuum interrupter (1, 1') according to one of Claims 1 to 4,
characterized in that
the surfaces are roughened.
6. Vacuum interrupter (1, 1') according to one of Claims 1 to 4,
characterized in that
the surfaces are coated.
7. Vacuum interrupter (1, 1') according to Claim 6,
characterized in that
the material of the coating contains chromium.
8. Vacuum interrupter (1, 1') according to Claim 6,
characterized in that
the material of the coating contains ruthenium.
9. Vacuum interrupter (1, 1') according to one of Claims 1 to 8,
characterized in that
a cooling element (19, 23) is arranged on the outside of the housing (2) of the vacuum
interrupter (1, 1') in a manner thermally conductively connected to the housing components
(5, 20) .
10. Method for producing a vacuum interrupter (1, 1') which, before the method steps of
assembly and vacuum-tight soldering of a housing (2) with current-carrying parts (8,
9, 10, 12), comprises the step of:
- surface-treating current-carrying parts (8, 9, 10, 12) for increasing the thermal
irradiation, wherein the surface-treatment is performed by roughening or coating the
surfaces, wherein the thermal irradiation of the current-carrying parts (8, 9, 10,
12) is increased by the surface-treatment by means of roughening or coating because
the surface properties in comparison to untreated surfaces of the current-carrying
parts (8, 9, 10, 12) are increased either by increasing the size of the surface during
the roughening or by using a material with a higher coefficient of thermal irradiation.
11. Method according to Claim 10,
characterized in that
the step of surface-treatment is performed by roughening.
12. Method according to Claim 10,
characterized in that
the step of surface-treatment is performed by coating.
1. Tube (1, 1') interrupteur à vide, comprenant un boîtier (2) formé de composants (3,
4, 5, 6, 7, 20) de boîtier, ainsi que des parties (8, 9, 10, 12), qui sont disposées
à l'intérieur du boîtier et qui, dans un état fermé d'un système (13) de contact du
tube (1, 1') interrupteur à vide, conduisent le courant,
caractérisé en ce que
les parties (8, 9, 10, 12) conduisant le courant sont traitées en surface de manière
à en augmenter la dissipation de chaleur par rayonnement, le traitement de surface
étant réalisé en rendant rugueux ou en revêtant les surfaces, dans lequel, par le
traitement de surface, au moyen d'une rugosité ou d'un revêtement, on augmente la
dissipation de chaleur par rayonnement des parties (8, 9, 10, 12) conduisant le courant,
parce que les propriétés de surface, par rapport à des surfaces non-traitées, des
parties (8, 9, 10, 12) conduisant le courant augmente par agrandissement de la surface
en la rendant rugueuse ou par l'utilisation d'un matériau ayant des coefficients plus
grands de dissipation de la chaleur par rayonnement.
2. Tube (1, 1') interrupteur à vide suivant la revendication 1, caractérisé en ce que
les composants (3, 4, 5, 6, 7, 20) du boîtier comprennent un composant (5) métallique
du boîtier, qui est disposé entre des composants (3, 4) du boîtier en matière isolante
et qui entoure le système (13) de contact.
3. Tube (1, 1') interrupteur à vide suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que
les composants (3, 4, 5, 6, 7, 20) du boîtier comprennent un élément (20) formant
écran, qui est fixé entre des composants (3, 4) du boîtier en une matière isolante
et qui entoure le système (13) de contact.
4. Tube (1, 1') interrupteur à vide suivant l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
les composants (5, 6, 7, 20) du boîtier sont traités en surface de manière à en augmenter
la dissipation de chaleur par rayonnement.
5. Tube (1, 1') interrupteur à vide suivant l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
les surfaces sont rendues rugueuses.
6. Tube (1, 1') interrupteur à vide suivant l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
les surfaces sont revêtues.
7. Tube (1, 1') interrupteur à vide suivant la revendication 6,
caractérisé en ce que
le matériau du revêtement comporte du chrome.
8. Tube (1, 1') interrupteur à vide suivant la revendication 6,
caractérisé en ce que
le matériau du revêtement comporte du ruthénium.
9. Tube (1, 1') interrupteur à vide suivant l'une des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que
à l'extérieur du boîtier (2) du tube (1, 1') interrupteur à vide, est disposé un élément
(19, 23) de refroidissement conduisant la chaleur et relié aux composants (5, 20)
du boîtier.
10. Procédé de fabrication d'un tube (1, 1') interrupteur à vide, qui comprend, avant
les stades de l'assemblage et du brasage étanche au vide d'un boîtier (2) avec des
parties (8, 9, 10 12) conduisant le courant, le stade :
- traitement de surface de parties (8, 9, 10, 12) conduisant le courant pour en augmenter
la dissipation de la chaleur par rayonnement, le traitement de surface étant réalisé
en rendant rugueux ou en revêtant la surface, dans lequel, en la rendant rugueuse
ou en la revêtant, on augmente la dissipation de chaleur par rayonnement des parties
(8, 9, 10, 12) de courant, parce que les propriétés de surface, par rapport à des
surfaces non-traitées, des parties (8, 9, 10, 12) conduisant le courant augmente par
agrandissement de la surface en la rendant rugueuse ou par l'utilisation d'un matériau
ayant des coefficients plus grands de dissipation de la chaleur par rayonnement.
11. Procédé suivant la revendication 10,
caractérisé en ce que
l'on effectue le stade de traitement de surface en la rendant rugueuse.
12. Procédé suivant la revendication 10,
caractérisé en ce que
l'on effectue le stade de traitement de surface par revêtement.


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