[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Transportsicherung für einen zu einem Spulkörper
mittenfrei in einem Behältnis eingespulten Draht, bestehend aus wenigstens einem innerhalb
des Behältnisses angeordneten beziehungsweise anordbaren beutelartigen Element. Dabei
wird als Spulkörper im Sinne der Erfindung ein mittenfrei in dem Behältnis eingespulter
Draht bezeichnet.
[0002] Es ist aus dem Stand der Technik bekannt, zum Transport von Schweißzusätzen, insbesondere
Schweißdrähten, diese als in einem Behältnis, vorzugsweise in einem Fass, angeordnete
Spulkörper zu transportieren. Dabei führt eine unsachgemäße Sicherung der Drähte bei
derartigen Draht-Fass-Gebinden immer wieder zu erheblichen Qualitätseinbußen, da die
verschiedenen Drahtlagen im Fass durch Transporterschütterungen verrutschen können.
Daraus resultieren insbesondere Schlaufenbildungen und Oberflächenbeschädigungen der
Drähte, wodurch Reklamationen entstehen können.
[0003] Ferner besteht bei der Verwendung vorgenannter Draht-Fass-Gebinde das Problem, dass
sich eine erhebliche Menge freier Luft im Fass befindet, welche zu einer mitunter
starken Oxidbildung auf dem sich in dem Fass befindenden und einen Spulkörper bildenden
Draht und somit zur Beschädigung der Oberfläche des Drahtes und/oder zu einer schlechteren
Verschweißbarkeit des Drahtes führen kann.
[0004] Aus dem Stand der Technik sind Sicherungssysteme bekannt, bei welchen beispielsweise
Gummibänder zum Einsatz kommen, welche ein Verrutschen der verschiedenen Lagen des
Drahtes verhindern sollen, aber dies nicht ausreichend können, so dass beim Abwickeln
des Drahtes Blockierungen desselben weitestgehend vermieden werden. Derartige Sicherungssysteme
haben jedoch den Nachteil, dass sie zum einen keine günstige Ausstattung eines Draht-Fass-Gebindes
ermöglichen und zum anderen einer schnellen und einfachen Inbetriebnahme des Draht-Fass-Gebindes
in der Produktion entgegenstehen, da derartige Sicherungssysteme entfernt werden müssen.
[0005] Vor diesem Hintergrund liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine
verbesserte Transportsicherung für einen in einem Fass mittenfrei eingespulten Draht
bereitzustellen, welche insbesondere eine schnelle und einfache Inbetriebnahme des
Draht-Fass-Gebindes in der Produktion ermöglicht und des Weiteren einen sicheren Transport
eines Draht-Fass-Gebindes erlaubt.
[0006] Zur technischen Lösung wird mit der vorliegenden Erfindung eine Transportsicherung
für einen zu einem Spulkörper mittenfrei in einem Behältnis, insbesondere in einem
Fass, eingespulten Draht vorgeschlagen, bestehend aus wenigstens einem innerhalb des
Wicklungsbereiches des Spulkörpers angeordneten beziehungsweise anordbaren beutelartigen
Element, welches sich im angeordneten Zustand entlang der Achse des Spulkörpers erstreckt,
wobei das wenigstens eine beutelartige Element wenigstens eine Einlassöffnung aufweist,
durch welche das wenigstens eine beutelartige Element mit einem, vorzugsweise unter
Überdruck stehenden, Gas oder Gasgemisch befüllbar ist.
[0007] Die Erfindung macht dabei insbesondere von der Erkenntnis Gebrauch, dass bei Einsatz
einer derartigen Transportsicherung ein zuverlässiger Transport eines Draht-Fass-Gebindes
ermöglicht wird, ohne dass dabei Drahtlagen im Fass durch Transporterschütterungen
verrutschen oder sich relativ gegeneinander bewegen, so dass Schlaufenbildungen, Oberflächenbeschädigungen,
Drahtverschlingungen und/oder Blockierungen des Drahtes ausgeschlossen werden können.
Ferner wird durch die Verwendung einer erfindungsgemäßen Transportsicherung eine schnelle
und einfache Inbetriebnahme des Draht-Fass-Gebindes in der Produktion erreicht, da
die erfindungsgemäße Transportsicherung einfach und rückstandslos vom Draht-Fass-Gebinde
entfernt werden kann.
[0008] Ferner macht sich die Erfindung die insbesondere durch Versuche gewonnene Erkenntnis
zunutze, dass ein in einem Fass ebenübergreifend, vorzugsweise radial, radien- und
ebenenübergreifend abgelegter Schweißdraht aufgrund der zwischen den Drähten der Drahtlagen
gegebenen Reibung und der nicht in konzentrischen Kreisen erfolgenden Drahtablage
seine Form behält, insbesondere ohne das hierzu die Drahtlagen zusammenhaltende Bänder
oder dergleichen Elemente erforderlich sind, wie dies beispielsweise bei tangential
lagengespulten Drahtkörpern oder sogenannten Coils der Fall ist, bei denen die Bänder
den Drahtkörper bzw. das Coil zusammenhalten.
[0009] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das wenigstens
eine beutelartige Element zur Vermeidung von aus Erschütterungen beim Transport resultierenden
Schlaufenbildungen und/oder Relativbewegungen des zu dem Spulkörper eingespulten Drahtes
ausgebildet ist. Vorteilhafterweise werden dabei auch Relativbewegungen des ebenenübergreifend
abgelegten Schweißdrahts verhindert. Dadurch wird erreicht, dass insbesondere beim
Abwickeln beziehungsweise Abziehen des Drahtes von beziehungsweise aus dem Fass keine
Blockierungen entstehen und ferner aus möglichen Schlaufenbildungen und/oder Relativbewegungen
resultierende Beschädigungen des Drahtes vermieden werden können.
[0010] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass
das wenigstens eine beutelartige Element zum Überragen der obersten auf dem Spulkörper
eingespulten Lagen des Drahtes ausgebildet ist. Ein derartiges Überragen durch das
wenigstens eine beutelartige Element kann vorzugsweise insbesondere dadurch erreicht
werden, dass das wenigstens eine beutelartige Element im Wesentlichen pilzförmig ausgebildet
ist.
[0011] Vorteilhafterweise ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass das wenigstens eine beutelartige
Element zur Vermeidung von Relativbewegungen von Lagen des in dem Fasskörper eingespulten
Drahtes ausgebildet ist. Dies wird dadurch erreicht, dass sich die Transportsicherung
an die Lagenform des in dem Fass angeordneten Drahtes anschmiegt und insbesondere
ein Verformen der einzelnen Drahtlagen verhindert.
[0012] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Transportsicherung ist
dabei vorgesehen, dass das wenigstens eine beutelartige Element zum Anliegen an den
inneren Wicklungen des in dem Fass eingespulten Drahtes ausgebildet ist, insbesondere
derart, dass keine Drahtschlaufen des aufgewickelten Drahtes in die Mitte des Spulkörpers
ragen. Dies wird insbesondere dadurch ermöglicht, dass die Transportsicherung innerhalb
des Wicklungsbereiches des Spulkörpers angeordnet ist, wobei sich die Transportsicherung
entlang der Achse des Fasses erstreckt und vom Fassboden bis zur obersten Drahtlage,
vorzugsweise über diese hinweg reicht. Dadurch wird dem in dem Fass eingespulten Draht
die Möglichkeit genommen, einen Platz in der Mitte entlang der Achse des Fasses beziehungsweise
des Spulkörpers einzunehmen.
[0013] Vorteilhafterweise ist bei der erfindungsgemäßen Transportsicherung vorgesehen, dass
das wenigstens eine beutelartige Element zur Verringerung des innerhalb des Wicklungsbereichs
des Spulkörpers entlang seiner Achse mit Luft gefüllten Volumens ausgebildet ist.
Dadurch wird erreicht, dass der Anteil der freien Luft im Draht-Fass-Gebinde minimiert
wird, so dass eine potenziell in der Luft vorhandene Feuchtigkeit von der Transportsicherung
aufgenommen werden kann und somit eine durch die Luftfeuchtigkeit bedingte Oxidbildung
auf dem Draht vermieden werden kann.
[0014] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Transportsicherung besteht das
wenigstens eine beutelartige Element aus einem Mehrkomponenten-Material, insbesondere
aus einem Bi-Material. Dadurch wird erreicht, dass das wenigstens eine beutelartige
Element zum einen die zum Vorhalten des Gases oder des Gasgemisches notwendige Dichtheit
aufweist und zum anderen keine hinsichtlich des als Spulkörper aufgewickelten Drahtes
möglicherweise unerwünschten Reaktionen hervorgerufen werden.
[0015] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Transportsicherung ist
weiter vorgesehen, dass die Außenseite des wenigstens einen beutelartigen Elements
aus Papier und die Innenseite des wenigstens einen beutelartigen Elements aus Kunststoff
besteht. Eine derartige Zusammensetzung des wenigstens einen beutelartigen Elements
ermöglicht, dass das in dem wenigstens einem beutelartigen Element eingeschlossene
Gas oder Gasgemisch durch die aus Kunststoff bestehende Innenseite nicht heraustreten
kann und dass ferner die möglicherweise in dem Draht-Fass-Gebinde in der Luft vorhandenen
Feuchtigkeit von dem Papier der Außenseite des wenigstens einem beutelartigen Elements
aufgenommen werden kann.
[0016] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Transportsicherung
ist vorgesehen, dass das wenigstens eine beutelartige Element zur Entsorgung mit dem
Hausmüll geeignet ist. Dadurch wird eine mitunter aufwändige Entsorgung der Transportsicherung,
möglicherweise durch Spezialunternehmen, vermieden.
[0017] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Transportsicherung
ist vorgesehen, dass die wenigstens eine Einlassöffnung des wenigstens einen beutelartigen
Elements ein Ventil, vorzugsweise ein Einwegventil, ist. Dadurch wird ein geregeltes
Befüllen des wenigstens einen beutelartigen Elementes mit einem Gas oder einem Gasgemisch
ermöglicht, wobei das Ventil besonders vorzugsweise zum Anschluss eines Druckluftwerkzeugs
ausgebildet ist.
[0018] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Transportsicherung
ist das Ventil des wenigstens einen beutelartigen Elements ein Druckbegrenzungsventil.
Dadurch wird es ermöglicht, den maximal zulässigen Druck auf das wenigstens eine beutelartige
Element zu begrenzen beziehungsweise zu regulieren, so dass eine Absicherung gegen
einen zu hohen Druck zur Vermeidung etwaiger Schäden an der Transportsicherung sowie
dem zu transportierenden Draht erzielt wird.
[0019] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Transportsicherung
ist vorgesehen, dass in das Druckbegrenzungsventil zur Befüllung des wenigstens einen
beutelartigen Elements eine Befüllpistole einsteckbar ist, durch welche bei Erreichen
eines baulich festgelegten Drucks, vorzugsweise in einem Bereich von etwa 2 bis 3
bar, das Druckbegrenzungsventil zum Verschließen der Einlassöffnung geeignet ist.
[0020] In einer weiteren besonders vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Transportsicherung
ist die wenigstens eine Einlassöffnung des wenigstens einen beutelartigen Elements
über eine Schnellkupplung oder eine Verschraubung mit einem Gerät zur Befüllung des
wenigstens einen beutelartigen Elements der Transportsicherung mit dem Gas oder Gasgemisch
verbindbar, wobei eine Befüllung vorzugsweise mit einem Druckluftwerkzeug oder Druckluftschlauch
erfolgt.
[0021] In einer weiteren besonders vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Transportsicherung
weist die wenigstens eine Einlassöffnung des wenigstens einen beutelartigen Elements
einen Drehverschluss auf. Ein Drehverschluss eignet sich insbesondere zur stufenlosen
Regulierung des Zuflusses oder des Abflusses des Gases oder Gasgemisches in oder aus
dem wenigstens einen beutelartigen Element.
[0022] Vorteilhafterweise ist bei der erfindungsgemäßen Transportsicherung vorgesehen, dass
die wenigstens eine Einlassöffnung des wenigstens einen beutelartigen Elements an
einem Ende der Achse des Fasses, vorzugsweise im Bereich des oberen Endes des Fasses,
angeordnet ist. Eine derartige Anordnung der Einlassöffnung des wenigstens einen beutelartigen
Elements ermöglicht das einfache Befüllen mit einem Gas oder Gasgemisch, beispielsweise
mittels eines Druckluftwerkzeuges, falls sich die Transportsicherung bereits in einem
Spulkörper oder dergleichen befindet.
[0023] Gemäß einer anderen vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass
das wenigstens eine beutelartige Element wenigstens eine Auslassöffnung aufweist,
aus welcher das Gas oder Gasgemisch aus dem wenigstens einen beutelartigen Element
entleerbar ist. Die erfindungsgemäße Verwendung einer derartigen Auslassöffnung ist
insbesondere dann vorteilhaft, wenn die Transportsicherung nach dem Entfernen aus
dem Draht-Fass-Gebinde erneut verwendet und daher nicht zerstört werden soll. In einer
besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist dabei vorgesehen, dass die
Einlassöffnung des wenigstens einen beutelartigen Elementes gleichzeitig als Auslassöffnung
fungiert.
[0024] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Transportsicherung
verfügt das wenigstens eine mit einem Gas oder Gasgemisch befüllbare beutelartige
Element über eine Entleerungsvorrichtung. Diese ist derart ausgebildet, dass durch
Betätigung eines Auslösers, vorzugsweise eines Knopfes, das wenigstens eine beutelartige
Element mittels eines vorzugsweise spitzen Gegenstandes zerstörbar ist, so dass das
Gas oder Gasgemisch aus der auf diese Weise geschaffenen Entlastungsöffnung aus dem
wenigstens einen beutelartigen Element entweichen kann.
[0025] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Transportsicherung
verfügt das wenigstens eine mit einem Gas oder Gasgemisch befüllbare beutelartige
Element über eine Entleerungsvorrichtung. Dieses öffnet durch einen Mechanismus die
Einlassöffnung, so dass das Gas oder Gasgemisch aus dieser entweichen kann.
[0026] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Transportsicherung
ist vorgesehen, dass als Gasgemisch Luft vorgesehen ist. Luft eignet sich zur Verwendung
als Gasgemisch insbesondere aufgrund seiner im Vergleich zu anderen Gasgemischen günstigen
Beschaffbarkeit.
[0027] Versuche mit einer erfindungsgemäßen Transportsicherung haben ergeben, dass sich
durch den Einsatz derselben bei Draht-Fass-Gebinden für Schweißdrähte folgende Verbesserungen
gegenüber dem vorbekannten Stand der Technik ergeben:
- a) Sicherer Transport der Draht-Fass-Gebinde bzw. Fassspuleinheit vom Herstellwerk
bis zum Endverbraucher;
- b) kein Verrutschen von Drahtlagen im Fass durch TransportErschütterungen (derartige
Drahtlagen würden ansonsten zu einer Schlaufenbildung führen, die insbesondere aufgrund
von Blockierungen bzw. Verhakungen des Drahts zu Stillständen bei den den Draht insbesondere
als Schweißzusatz verwendenden Maschinen bzw. Geräten, insbesondere Schweißvorrichtungen,
führen können);
- c) Minimierung der freien Luft im Fass (ohne eine Minimierung der freien Luft im Fass
ist mehr freie Luft im Fass vorhanden und dementsprechend auch mehr Feuchtigkeit aus
der Luft; die dementsprechend erhöhte Feuchtigkeit im Fass führt insbesondere zu einer
Oxidbildung auf dem Schweißdraht im Fass);
- d) andere, insbesondere bisher bekannte und verwendete Sicherungssysteme für Schweißdrähte
in Draht-Fass-Gebinden, beispielsweise mit Gummibändern und Metallringen, Stahltraversen
und/oder dergleichen, die ein Verrutschen der verschiedenen Lagen des Drahtes verhindern
sollen, können bei der erfindungsgemäßen Transportsicherung entfallen;
- e) eine erfindungsgemäße Transportsicherung ist im Vergleich zu den bisher bekannten
Sicherungssystemen für Schweißdrähte in Draht-Fass-Gebinden wesentlich günstiger,
was insbesondere für Hersteller von Schweißdrähten in Draht-Fass-Gebinden vorteilhaft
ist;
- f) eine erfindungsgemäße Transportsicherung für Schweißdrähte in Draht-Fass-Gebinden
erlaubt vorteilhafterweise eine schnellere und einfachere Inbetriebnahme des Draht-Fass-Gebindes
in der Endanwendung beim Schweißen;
- g) es hat sich ferner gezeigt, dass die erfindungsgemäße Transportsicherung für Schweißdrähte
in Draht-Fass-Gebinden den Druck in dem beutelartigen Element für wenigstens sechs
bis acht Monate weitestgehend konstant hält.
[0028] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand
der in den Figuren der Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine Schnittdarstellung eines Fasses, in welches ein Draht mittenfrei zu einem Spulkörper
eingespult wird, wobei das Fass auf einem Rotationsteller platziert ist und wobei
dem Fass mittels eines Drahteinspulschwertes Draht zugeführt wird; und
- Fig. 2
- eine Schnittdarstellung eines Fasses, in welches ein Draht mittenfrei zu einem Spulkörper
eingespult ist, wobei sich eine aus einem beutelartigen Element bestehende Transportsicherung
entlang der Achse des Spulkörpers erstreckt.
[0029] Fig. 1 zeigt eine Schnittdarstellung eines Fasses 2, in welches ein Draht 5 mittenfrei
zu einem Spulkörper 3 eingespult wird. Dabei ist das Fass 2 auf einem Rotationsteller
8 platziert, welcher eine Rotationsbewegung 9 vollzieht. Mittels eines Drahteinspulschwertes
6, welches dazu ausgebildet ist, eine Vertikalbewegung 7 zu vollführen, wird dem Fass
2 ein Draht 5 zugeführt und auf diese Weise der Spulkörper 3 gebildet. Wie Fig. 1
zu entnehmen ist, bleibt entlang der Achse A ein freier Raum im Fass 2 bestehen, in
welchem sich mitunter feuchte Luft ansammeln kann und in welchen Lagen des Drahtes
5 verrutschen können.
[0030] Fig. 2 zeigt eine Schnittdarstellung eines Fasses 2, in welches ein Draht mittenfrei
zu einem Spulkörper 3 eingespult wurde. Eine erfindungsgemäße Transportsicherung T,
bestehend aus einem innerhalb des Wicklungsbereich des Spulkörpers 3 angeordneten
beutelartigen Element 1 erstreckt sich dabei entlang der Achse A des Spulkörpers 3
bzw. des Fasses 2. Die erfindungsgemäße Transportsicherung T ist dabei nach dem in
Fig. 1 gezeigten Einspulvorgang in das auf diese Weise hergestellte Draht-Fass-Gebinde
einzusetzen. Mittels einer Einlassöffnung 4 ist das beutelartige Element 1 mit einem
Gas oder Gasgemisch befüllbar.
[0031] Das beutelartige Element 1 nimmt den innerhalb des Wicklungsbereiches des Spulkörpers
3 verfügbaren Platz ein und schmiegt sich nach seiner Befüllung mit einem Gas oder
Gasgemisch durch die Einlassöffnung 4 von innen an den mittenfrei zu einem Spulkörper
3 aufgewickelten Draht 5 an. Dadurch wird sichergestellt, dass keine freien Schlaufen
des Drahtes 5 in die Mitte des Spulkörpers 3 ragen und ferner keine Bewegung der einzelnen
Lagen des Drahtes 5 ermöglicht wird. Auf diese Weise kann die mitunter am Draht 5
angebrachte Verkupferung vor Beschädigungen geschützt werden. Durch das innerhalb
des Wicklungsbereiches des Spulkörpers 3 angeordnete beutelartige Element 1 wird ferner
erreicht, dass es beim Abwickeln des mittenfrei auf dem Spulkörper 3 aufgewickelten
Drahtes 5 nicht zu Blockierungen desselben kommt. Durch die vorliegend vorgesehene
pilzförmige Erweiterung des in Fig. 2 oben dargestellten Endes bzw. Abschnitts des
beutelartigen Elements 1 wirkt darüber hinaus eine definierte Kraft in Längserstreckungsrichtung
der Achse des Spulkörpers 3 auf die Wicklungen des Spulkörpers 3 ein, die die Transportsicherung
weiter verbessert.
[0032] Zum Entfernen der erfindungsgemäßen Transportsicherung T aus dem Spulkörper 3 wird
das beutelartige Element 1 beispielsweise mit einem Messer angestochen und dadurch
zerstört, so dass das in dem beutelartigen Element 1 befindliche Gas oder Gasgemisch
entweichen kann. Anschließend kann die Transportsicherung T mit dem Hausmüll entsorgt
werden.
[0033] Die in den Figuren der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele und die im Zusammenhang
mit diesen erläuterten Ausführungsbeispiele dienen lediglich einer Erläuterung der
Erfindung und sind für diese nicht beschränkend.
Bezugszeichenliste:
[0034]
- T
- Transportsicherung
- 1
- beutelartiges Element
- 2
- Fass
- 3
- Spulkörper aus mittenfrei eingespultem Draht (5)
- 4
- Einlassöffnung
- 5
- Draht/Schweißdraht
- 6
- Drahteinspulschwert
- 7
- Bewegungsrichtung des Drahteinspulschwertes (6)
- 8
- Rotationsteller zum Einstellen des Fasses (2)
- 9
- Bewegungsrichtung des Rotationstellers (8)
- A
- Achse des Spulkörpers (3)
1. Transportsicherung (T) für einen zu einem Spulkörper (3) mittenfrei in einem Behältnis,
insbesondere in einem Fass (2), eingespulten Draht, bestehend aus wenigstens einem
innerhalb des Wicklungsbereiches des Spulkörpers (3) angeordneten beziehungsweise
anordbaren beutelartigen Element (1), welches sich im angeordneten Zustand entlang
der Achse (A) des Spulkörpers (3) erstreckt, wobei das wenigstens eine beutelartige
Element (1) wenigstens eine Einlassöffnung (4) aufweist, durch welche das beutelartige
Element (1) mit einem Gas oder Gasgemisch befüllbar ist.
2. Transportsicherung (T) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine beutelartige Element (1) zur Vermeidung von aus Erschütterungen
beim Transport resultierenden Schlaufenbildungen und/oder Relativbewegungen des zu
dem Spulkörper (3) eingespulten Drahtes (5) ausgebildet ist.
3. Transportsicherung (T) nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine beutelartige Element (1) zum Überragen der obersten auf dem Spulkörper
(3) eingespulten Lagen des Drahtes (5) ausgebildet ist.
4. Transportsicherung (T) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das beutelartige Element (1) zur Vermeidung von Relativbewegungen von Lagen des in
dem Behältnis, insbesondere in dem Fass (2) eingespulten Drahtes (5) ausgebildet ist.
5. Transportsicherung (T) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine beutelartige Element (1) zum Anliegen an den inneren Wicklungen
des zu dem Spulkörper (3) eingespulten Drahtes (5) ausgebildet ist, insbesondere derart,
dass keine Drahtschlaufen des aufgewickelten Drahtes (5) in die Mitte des Spulkörpers
(3) ragen.
6. Transportsicherung (T) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine beutelartige Element (1) zur Verringerung des innerhalb des Wicklungsbereichs
des Spulkörpers (3), entlang seiner Achse (A) mit Luft gefüllten Volumens ausgebildet
ist.
7. Transportsicherung (T) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine beutelartige Element (1) aus einem Mehrkomponenten-Material,
insbesondere aus einem Bi-Material, besteht, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass
die Außenseite des wenigstens einen beutelartigen Elements (1) aus Papier und die
Innenseite des beutelartigen Elements (1) aus Kunststoff besteht.
8. Transportsicherung (T) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine beutelartige Element (1) zur Entsorgung mit dem Hausmüll geeignet
ist.
9. Transportsicherung (T) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Einlassöffnung (4) des wenigstens einen beutelartigen Elements
(1) ein Ventil, insbesondere ein Einwegventil, ist, wobei vorzugsweise vorgesehen
ist, dass das Ventil des wenigstens einen beutelartigen Elements (1) zum Anschluss
eines Druckluftwerkzeugs ausgebildet ist und/oder dass das Ventil des wenigstens einen
beutelartigen Elements (1) ein Druckbegrenzungsventil ist, wobei besonders vorzugsweise
vorgesehen ist, dass in das Druckbegrenzungsventil zur Befüllung des wenigstens einen
beutelartigen Elements (1) eine Befüllpistole einsteckbar ist, durch welche bei Erreichen
eines baulich festgelegten Drucks das Druckbegrenzungsventil zum Verschließen der
wenigstens einen Einlassöffnung (4) geeignet ist.
10. Transportsicherung (T) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Einlassöffnung (4) des wenigstens einen beutelartigen Elements
(1) über eine Schnellkupplung oder Verschraubung mit einem Druckluftwerkzeug oder
Druckluftschlauch verbindbar ist.
11. Transportsicherung (T) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Einlassöffnung (4) des wenigstens einen beutelartigen Elements
(1) einen Drehverschluss aufweist.
12. Transportsicherung (T) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Einlassöffnung (4) des wenigstens einen beutelartigen Elements
(1) an einem Ende der Achse (A) des Spulkörpers (3), vorzugsweise im Bereich des oberen
Endes des Spulkörpers (3), angeordnet ist.
13. Transportsicherung (T) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine beutelartige Element (1) wenigstens eine Auslassöffnung aufweist,
aus welcher das Gas oder Gasgemisch aus dem beutelartigen Element (1) entleerbar ist.
14. Transportsicherung (T) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Gas oder Gasgemisch aus dem wenigstens einen beutelartigen Element (1) durch
Betätigung eines Auslösers entleerbar ist.
15. Transportsicherung (T) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass durch Betätigung eines Auslösers das wenigstens eine beutelartige Element mittels
eines vorzugsweise spitzen Gegenstandes zerstörbar und das Gas oder Gasgemisch aus
der auf diese Weise geschaffenen Entlastungsöffnung aus dem wenigstens einen beutelartigen
Element entweichbar ist.