[0001] Die Erfindung betrifft eine Ausgabevorrichtung zur Ausgabe eines bahnförmigen Flächenproduktes
von einer Rolle. Insbesondere umfasst die Ausgabevorrichtung ein Gehäuseteil, ein
Deckelteil und eine Fördereinheit.
[0002] Ausgabevorrichtungen dieser Art sind aus dem Stand der Technik allgemein bekannt.
Beispielsweise ist aus der
DE 36 90 545 T1 eine Ausgabevorrichtung für Rollen aus flexiblem Bandmaterial mit einer Trommel und
einer Schneidklinge bekannt. Die Schneidklinge ist verschiebbar innerhalb der Trommel
gelagert, um sich in einer Bahn zu bewegen, die parallel und versetzt zu einem Radius
der Trommel verläuft. Die Schneidklinge ist an einem Messerträger angeordnet, der
genau zwei Nocken aufweist, die in genau einer Nockenbahn verlaufen. Durch die Formgebung
der Nockenbahn bewegt sich die Schneidklinge parallel und versetzt zu einem Radius
der Trommel.
[0003] Die aus dem Stand der Technik bekannten Schneidvorrichtungen, insbesondere Schneidvorrichtungen,
deren Messer innerhalb der Zuführrolle beziehungsweise Trommel angeordnet sind, haben
den Nachteil, dass die Klinge in der Regel das Flächenprodukt eher zerreißt als einen
sauberen Schnitt ausführt. Auch stellt sich das Einsetzen von Produkten in die bekannte
Ausgabevorrichtung als etwas umständlich und nicht wartungsfreundlich dar.
[0004] EP 2 036 479 A1 beschreibt eine Ausgabevorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, für ein
wiederverwendbares langes und abschnittsweise zu benutzendes Handtuch auf einer Endlosrolle,
das gefaltet in einer Kassette der Ausgabevorrichtung vorliegt. Die benutzten Handtuchabschnitte
werden auf einer Rolle aufgerollt.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine verbesserte Ausgabevorrichtung zur Verfügung zu
stellen. Weiterhin ist die Aufgabe der Erfindung, die aus dem Stand der Technik bekannten
Nachteile zu umgehen.
[0006] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst mittels einer Ausgabevorrichtung nach Anspruch
1, wie beginnend auf Seite 23 dieser Erfindung im Detail beschrieben.
[0007] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind der Beschreibung, den Figuren sowie den
Unteransprüchen zu entnehmen. Die Einzelmerkmale der beschriebenen Ausgestaltungen
sind nicht auf diese beschränkt, sondern können untereinander und mit anderen Merkmalen
zur weiteren Ausgestaltungen verknüpft werden.
[0008] Ein Flächenprodukt oder flächenartiges Gebilde oder Flächengebilde ist vorzugsweise
bahnförmig ausgebildet und bevorzugt auf einer Rolle aufgerollt, die weiter bevorzugt
einen Rollenkern beziehungsweise eine Hülse aufweist. Das Flächenprodukt ist in einer
weiteren Ausgestaltung geprägt oder ungeprägt ausgeführt und kann eine oder mehrere
Lagen aufweisen. Weiterhin kann das Flächenprodukt gemäß einer weiteren Ausgestaltung
zumindest abschnittsweise perforiert oder unperforiert ausgestaltet sein. In einer
weiteren Ausgestaltung ist das Flächenprodukt vereinzelt eingesetzt und insbesondere
gefaltet, insbesondere längs gefaltet, beispielsweise in einer C- oder W oder V- oder
Z-Faltung, ausgeführt. Die Ausgabevorrichtung kann für die Ausgabe von Toilettenpapier,
Handtüchern, Kosmetiktüchern und/oder Wischtüchern beziehungsweise Reinigungstüchern
im Algemeinen verwendet werden. Ausgabevorrichtungen werden auch für die Ausgabe von
Reinigungsflüssigkeiten wie Desinfektionsmitteln oder Seifen oder sonstigen der Reinigung
und Pflege dienenden Lotionen beziehungsweise Flüssigkeiten verwendet. Andere Verwendungsmöglichkeiten
sind ebenfalls möglich.
[0009] Das flächenartigen Gebilde wird vorteilhafterweise hergestellt aus einem Tissue-Material,
Tissue-ähnlichem Material, Baumwollfasern und/oder Non-woven-Material. Insbesondere
sind im Sinne der vorliegenden Erfindung auch Ausgestaltungen vorgesehen, in denen
Kombinationen der genannten Materialien für die flächenartigen, gefalteten Gebilde
eingesetzt werden.
[0010] Besonders bevorzugt wird die erfindungsgemäße Ausgabevorrichtung eingesetzt zur Ausgabe
von aus Tissue-Material oder Tissue-ähnlichem Material hergestelltem Toilettenpapier
beziehungsweise einem oder mehreren Papierhandtüchern.
[0011] Die beanspruchten Ausgabevorrichtungen können beispielsweise als Handtuchspender
im häuslichen Gebrauch, besonders aber in öffentlich zugänglichen Sanitäranlagen verwendet
werden. Auf jeden Fall weist die erfindungsgemäße Ausgabevorrichtung eine Entnahmebeziehungsweise
Ausgabeöffnung, die von außen zugänglich und insbesondere nicht erst durch eine sonstige
Tätigkeit/Bewegung wie eine Öffnung einer Tür zur Verfügung gestellt wird, für das
Produkt auf. Weiter bevorzugt wird die erfindungsgemäße Ausgabevorrichtung an einer
Wand befestigt, bevorzugt über deren Rückwand.
[0012] Eine Ausgabevorrichtung für ein aufgewickeltes bahnförmiges Flächenprodukt umfasst
ein Gehäuseteil, ein Deckelteil und eine Fördereinheit. Die Fördereinheit umfasst
zumindest eine Trommel, wobei der Trommel eine Ladevorrichtung zugeordnet ist. Die
Ladevorrichtung umfasst zumindest einen Ladearm. In die Ausgabevorrichtung ist zumindest
eine Rolle mit einem bahnförmigen Flächenprodukt einbringbar, wobei das bahnförmige
Flächenprodukt zumindest abschnittsweise zwischen dem Ladearm und der Trommel anordbar
ist. Mittels des Ladearms ist zumindest in einer aktiven Position des Ladearms das
bahnförmige Flächenprodukt gegen die Trommel drückbar. Insbesondere ist das Flächenprodukt
so lange gegen die Trommel drückbar, bis die Trommel das bahnförmige Flächenprodukt
fördert.
[0013] Ferner umfasst die Fördereinheit neben einer Trommel eine Antriebseinheit. Die Antriebseinheit
treibt die Trommel vorzugsweise an. Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die Fördereinheit
ein System umfassend die Antriebseinheit und die Fördereinheit, wobei die Antriebseinheit
zumindest ein Betätigungsmittel, das mit einem Antriebstrang in Verbindung steht,
sowie weitere Bauteile, die zur Förderung des bahnförmigen Flächenproduktes vorgesehen
sind, umfasst. Erfindungsgemäß ist als Betätigungsmittel zur mechanischen Betätigung
der Antriebseinheit, weiter bevorzugt für einen Krafteintrag in die Antriebseinheit,
ausgestaltet.
[0014] Vorteil an der vorgeschlagenen Ausgabevorrichtung ist, dass das bahnförmige Flächenprodukt
nicht aufwendig zwischen einer Trommel und einer Andrückrolle eingefädelt werden muss.
Durch die vorgeschlagene Vorrichtung werden insbesondere Verletzungen wie zum Beispiel
Quetschungen der Finger verhindert, die bei einem solchen Einfädelvorgang vorkommen.
Die vorgeschlagene Ausgabevorrichtung weist eine vorteilhafte Ladevorrichtung insbesondere
mit einem Ladearm auf, wobei der Ladearm den Einfädelvorgang vornimmt. Das Flächenprodukt
muss lediglich zwischen den Ladearm und die Trommel positioniert werden. Vorteilhafterweise
kann der Ladearm derart von der Trommel wegbewegt werden, dass ein Einbringen der
neuen Rolle mit Flächenprodukt in die Ausgabevorrichtung zur Erreichung der Funktion
ausreicht, wobei das Flächenprodukt vorzugsweise bis zu einer bestimmten Stelle geführt
und dort hängen gelassen wird, ohne dieses aufwendig zwischen zwei Bauteile einzufädeln.
Weiter bevorzugt wird der Ladearm beim Öffnen der Ausgabevorrichtung, insbesondere
zur Beladung, von der Trommel wegbewegt.
[0015] Das bahnförmige Flächenprodukt kann insbesondere ein Toilettenpapier, ein Handtuch,
ein Kosmetiktuch und/oder ein Wischtuch sein. Andere Verwendungsmöglichkeiten sind
möglich. Das bahnförmige Flächenprodukt wird vorteilhafterweise herstellt aus Tissuematerial,
Tissue-ähnlichem Material, Baumwollfasern und/oder Nonwoven Material.
[0016] In einer Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass in die Ausgabevorrichtung eine erste
Rolle mit einem ersten bahnförmigen Flächenprodukt und eine zweite Rolle mit einem
zweiten bahnförmigen Flächenprodukt einbringbar ist. Das Einbringen der zweiten Rolle
hat den großen Vorteil, dass das Flächenprodukt jederzeit, insbesondere nachdem die
erste Rolle verbraucht ist, in der Ausgabevorrichtung vorrätig ist. Sollte die erste
Rolle verbraucht sein, ist die zweite Rolle noch vorrätig und kann sofort genutzt
werden. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung kann die zweite Rolle in die Ausgabevorrichtung
eingebracht werden, sobald die erste Rolle zumindest zu einem Teil aufgebraucht ist,
vorzugsweise wenn auf der ersten Rolle weniger als die Hälfte des bahnförmigen Flächenproduktes,
weiter bevorzugt weniger als ein Viertel des ursprünglich auf der Rolle vorhandenem
Flächenproduktes vorhanden ist, weiter bevorzugt wenn der Rollendurchmesser der ersten
Rolle kleiner als ein definierter Rollendurchmesser ist, vorzugsweise kleiner als
etwa 70 mm. In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass die zweite Rolle
in die Ausgabevorrichtung einbringbar ist, sobald das Flächenprodukt der ersten Rolle
von der Ausgabevorrichtung gefördert ist, das heißt insbesondere zwischen Trommel
und Andrückrolle eingefädelt ist.
[0017] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Ladevorrichtung
eine vorzugsweise mechanische Sensoreinheit zur Detektion vom Flächenprodukt auf der
Rolle und/oder auf der Trommel umfasst. Vorzugsweise kann die Sensoreinheit detektieren,
ob eine in die Ausgabevorrichtung eingebrachte Rolle verbraucht ist.
[0018] In einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass das erste bahnförmige Flächenprodukt
derart an der Sensoreinheit vorbeiführbar ist, dass die Sensoreinheit direkt oder
indirekt derart auf den Ladearm wirkt, dass dieser in einer inaktiven Position verbleibt.
Bei einem Spannungsverlust des ersten bahnförmigen Flächenproduktes, das insbesondere
bis zu diesem Zeitpunkt gefördert wird oder wenn die Sensoreinheit kein Flächenprodukt
auf der Trommel detektiert, wirkt die Sensoreinheit derart auf den Ladearm, dass dieser
in eine aktive Position verschwenkt. Vorzugsweise entlastet die Sensoreinheit den
Ladearm derart, dass dieser in eine aktive Position verschwenkt. Mittels des Ladearms
in der aktiven Position ist das zweite bahnförmige Flächenprodukt zumindest teilweise
gegen die Trommel drückbar.
[0019] Im Sinne der Erfindung ist unter der aktiven Position des Ladearmes die Stellung
oder Position zu verstehen, bei der der Ladearm das zweite bahnförmige Flächenprodukt
einfädelt beziehungsweise das zweite bahnförmige Flächenprodukt gegen die Trommel
drückt, insbesondere derart, dass es von der Trommel gefördert wird. Weiterhin ist
unter der inaktiven Position die Stellung oder Position zu verstehen, bei der der
Ladearm nicht einfädelnd auf das zweite bahnförmige Flächenprodukt wirkt.
[0020] Im Sinne der Erfindung ist unter dem ersten bahnförmigen Flächenprodukt ein Flächenprodukt
zu verstehen, das bereits in die Fördereinheit eingefädelt wurde und von dieser förderbar
ist. Das zweite bahnförmige Flächenprodukt ist im Sinne der Erfindung ein Flächenprodukt,
das insbesondere zur Reserve in die Ausgabevorrichtung eingebracht wird. Somit wird
das zweite bahnförmige Flächenprodukt so lange nicht in die Fördereinheit eingefädelt
beziehungsweise von dieser gefördert, solange das erste bahnförmige Flächenprodukt
noch nicht aufgebraucht ist. Vorteilhafterweise wird, sobald das erste bahnförmige
Flächenprodukt aufgebraucht ist, mittels der Ladevorrichtung das zweite bahnförmige
Flächenprodukt in die Fördereinheit eingefädelt und ist von dieser förderbar beziehungsweise
ausgebbar. Vorteilhafterweise kann aber bei der Erstbestückung der Ausgabevorrichtung
lediglich das zweite bahnförmige Flächenprodukt in die Ausgabevorrichtung eingebracht
werden, wobei zu diesem Zeitpunkt noch kein erstes, bereits gefördertes bahnförmiges
Flächenprodukt in der Ausgabevorrichtung vorhanden ist. Das neu eingebrachte zweite
bahnförmige Flächenprodukt wird sodann von der Ladevorrichtung automatisch eingefädelt,
so dass dieses ausgegeben werden kann. In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung
ist vorgesehen, dass der Ladearm ausschließlich dann in der aktiven Position ist,
wenn kein Flächenprodukt auf der Trommel ist beziehungsweise wenn kein Flächenprodukt
auf der Trommel detektiert wird.
[0021] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Sensoreinheit mindestens
einen Sensorfinger umfasst, der ein Flächenprodukt auf der Trommel detektiert.
[0022] Die Sensoreinheit ist gemäß einer Ausgestaltung ein schwenkbar gelagertes Bauteil.
Vorteilhaferweise weist die Sensoreinheit einen ersten sowie einen zweiten Arm auf.
Der erste Arm ragt in Richtung des Ladearms der Ladevorrichtung, während der zweite
Arm in Richtung der Trommel ragt. In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung ist
mindestens ein Sensorfinger am zweiten Arm der Sensoreinheit angeordnet. Der Sensorfinger
ist gemäß einer weiteren Variante mindestens einer Nut auf der Trommel zugeordnet.
Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Sensorfinger in die Nut eingreift, wenn kein
Flächenprodukt über die Trommel geführt ist. Wird hingegen ein Flächenprodukt über
die Trommel geführt, so hebt dieses den Sensorfinger aus der Nut heraus. Das Flächenprodukt
verdeckt somit im vorgesehenen Betriebszustand, wenn die Trommel das Flächenprodukt
fördert, die Nut.
[0023] Gemäß einer Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Sensoreinheit zwei, drei oder
mehr als drei Sensorfinger aufweist. Weiterhin ist gemäß einer Ausgestaltung vorgesehen,
dass die Trommel zumindest zwei, drei oder mehr als drei Nute aufweist, die insbesondere
jeweils einem Sensorfinger zugeordnet sind.
[0024] In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Sensoreinheit in eine erste Stellung
kippbar ist, wenn beispielsweise mittels des Flächenprodukts auf der Trommel der Sensorfinger
angehoben wird. Entsprechend sieht eine weitere Ausgestaltung vor, dass die Sensoreinheit
in eine zweite Stellung kippbar ist, wenn der Sensorfinger in die Nut eingreift. Vorteilhafterweise
ist in einer Ausgestaltung vorgesehen, dass mittels einer Feder ein Moment in Richtung
der zweiten Stellung auf die Sensoreinheit ausgeübt wird. In einer weiteren Variante
ist vorgesehen, dass über den ersten Arm das bahnförmige Flächenprodukt führbar ist.
Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, dass mittels des ersten bahnförmigen Flächenprodukt
eine Kraft auf den ersten Arm aufbringbar ist, so dass die Sensoreinheit in eine erste
Stellung kippt.
[0025] Gemäß einer anderen Variante wird das Flächenprodukt über den ersten Arm geführt,
insbesondere derart gespannt über den ersten Arm geführt, dass das Flächenprodukt
die Kraft auf den ersten Arm aufbringt. Hiermit wird eine alternative Variante aufgezeigt,
die den Sensorarm dazu veranlasst, in die erste Stellung zu kippen, die anzeigt, dass
bahnförmiges Material gefördert wird, wobei diese alternative Variante mit derjenigen
der Vorsehung mindestens eines Sensorfingers kombinierbar ist. In einer weiteren Variante
ist vorgesehen, dass die Sensoreinheit ohne Kraft auf den ersten Arm in eine zweite
Stellung kippt. Sobald beispielsweise die Spannung im bahnförmigen Flächenprodukt
signifikant nachlässt, und somit keine Kraft mehr auf den ersten Arm ausgeübt wird,
insbesondere wenn das bahnförmige Flächenprodukt von einem Rollenkern abreißt, wird
dem Sensorarm vermittelt, dass kein beziehungsweise nicht mehr genügend Flächenprodukt
vorhanden ist. Der Sensorarm kippt somit in die zweite Stellung und veranlasst den
Ladearm, Flächenprodukt von der zweiten Rolle einzufädeln.
[0026] Der Ladearm ist bevorzugt mit einer Kraft in Richtung Trommel beaufschlagt. Vorzugsweise
ist der Ladearm mit einer Federkraft beaufschlagt, die den Ladearm in eine aktive
Position drängt. Weiterhin bevorzugt ist der Ladearm mit zumindest einer Feder, vorzugsweise
zwei Federn, weiter bevorzugt mehr als zwei Federn versehen, die den Ladearm in Richtung
der aktiven Position drücken oder ziehen. Weiter bevorzugt ist die mindestens eine
Feder zumindest an dem Deckelteil befestigt. Die Sensoreinheit wird, beispielsweise
durch die Detektion von Flächenprodukt auf der Trommel mittels des Sensorfingers,
in die erste Stellung geschwenkt, so dass diese direkt oder indirekt entgegen der
Federkraft auf den Ladearm wirkt.
[0027] In einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass der Ladearm zumindest in einem
Querschnitt gesehen L-förmig ausgestaltet ist. Weiterhin ist eine Ausgestaltung vorgesehen,
bei der der Ladearm ein, zwei oder mehr L-förmige Vorsprünge aufweist. Insbesondere
ist in einer Ausgestaltung vorgesehen, dass die Andrückrolle eine Anzahl, insbesondere
zwei, bevorzugt drei, weiter bevorzugt vier, weiter bevorzugt mehr als vier Walzen
aufweist, die nebeneinander auf einer Achse angeordnet sind. Weiter vorteilhaft ist
zwischen den Walzen ein Abstand vorgesehen. In einer bevorzugten Ausgestaltung ist
vorgesehen, dass der Ladearm derart ausgestaltet ist, dass dieser zwischen die Walzen
beziehungsweise in Zwischenräume zwischen den Walzen der Andrückrolle eingreift. Das
einzufädelnde Flächenprodukt kann so sicher zwischen Andrückrolle und Trommel eingeführt
werden. Insbesondere ist vorgesehen, dass die Vorsprünge des Ladearmes zwischen die
Walzen in der aktiven Position eingreifen.
[0028] Der Ladearm, der vorzugsweise am Deckelteil angeordnet ist, ist in der Lage mittels
eines Kraftarms das Flächenpodukt in Richtung Trommel zu drücken. Bevorzugt ist der
Kraftarm kraftbeaufschlagt, insbesondere federkraftbeaufschlagt. Weiterhin bevorzugt
erstreckt sich der Ladearm entlang zumindest der Breite des in die Ausgabevorrichtung
einbringbaren Flächenprodukts beziehungsweise der Trommel, so dass das Flächenprodukt
mittels des Ladearms über die gesamte Breite der Trommel beziehungsweise des Flächenprodukt
an die Trommel andrückbar ist.
[0029] In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Sensoreinheit in der zweiten
Stellung den Ladearm derart entlastet, dass dieser in die aktive Position bewegbar
ist. Vorzugsweise ist der Ladearm mittels zumindest einer Feder in die aktive Position
führbar. Vorteilhafterweise übt die zumindest eine Feder ausreichend Kraft auf den
Ladearm aus, so dass der Ladearm das bahnförmige Flächenprodukt mit einer ausreichenden
Kraft an die Trommel drückt, so dass die insbesondere mit einer Gummierung für eine
Haftreibung versehene Trommel beziehungsweise der Trommelmantel bei einer Drehbewegung
desbeziehungsweise derselben das bahnförmige Flächenprodukt fördert. Vorzugsweise
fädelt der Ladearm des bahnförmigen Flächenprodukts zwischen einer Andrückrolle der
Fördereinheit und der Trommel ein.
[0030] Vorteilhafterweise ist der Ladearm derart angeordnet und/oder ausgeformt, dass dieser
das Flächenprodukt zwischen die Andrückrolle und die Trommel drückt.
[0031] In einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Sensoreinheit insbesondere
in der ersten Stellung über eine Steuereinheit auf den Ladearm wirkt.
[0032] Die Steuereinheit, die vorzugsweise direkt an der Sensoreinheit angeordnet ist, ist
vorzugsweise als Betätigungsmittel für den Ladearm ausgestaltet. Insbesondere betätigt
die Sensoreinheit die Steuereinheit, so dass der Ladearm ausgelenkt wird. Die Steuereinheit
ist vorzugsweise zwischen Sensoreinheit und Ladearm angeordnet, so dass diese eine
Kraftübertragung von der Sensoreinheit auf den Ladearm ermöglicht. Die Steuereinheit
betätigt den Ladearm insbesondere über einen Betätigungshebel, der mit dem Ladearm
verbunden ist beziehungsweise Teil des Ladearms ist. In einer Ausgestaltung ist der
Betätigungshebel Teil der Steuereinheit. Weiterhin ist vorteilhafterweise vorgesehen,
dass durch die Steuereinheit eine Hebelwirkung zwischen Sensoreinheit und Ladearm
ausgeübt wird. Die Steuereinheit kann gemäß einer weiteren Ausgestaltung derart ausgelegt
sein, dass beispielsweise durch die Hebelwirkung ein Weg verstärkt wird. Insbesondere
bedeutet dies, dass bei einem kleinen Ausschlag der Sensoreinheit, also einem kleinen
Schwenkweg beziehungsweise einem geringen Verschwenken der Sensoreinheit, die Steuereinheit
derart auf den Ladearm wirkt, dass der Ladearm weiter von der Trommel wegbewegt beziehungsweise
gedrückt wird, als es der Ausschlag der Sensoreinheit vermocht hätte. In einer weiteren
Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Steuereinheit mittels einer Hebelwirkung die
Kraft verstärkt, die von der Sensoreinheit ausgeübt wird. Vorzugsweise ist die Steuereinheit
derart ausgelegt, dass einerseits ausreichend Kraft auf den Ladearm ausgeübt wird,
um eine Auslenkung des Ladearms gegen eine Kraft, insbesondere Federkraft, in Richtung
einer aktiven Position zu bewirken. Weiter bevorzugt ist vorgesehen, dass die Steuereinheit
derart ausgelegt ist, dass der Ladearm ausreichend weit in die passive Position geführt
wird, so dass insbesondere das zweite bahnförmige Flächenprodukt nicht versehentlich
eingefädelt wird. Insbesondere soll ein versehentliches Einfädeln bei Erschütterungen
oder ähnlichen Vorfällen vermieden werden. Besonders bevorzugt ist die Steuereinheit
derart ausgelegt, dass sowohl eine ausreichende Kraft auf den Ladearm als auch eine
ausreichende Auslenkung des Ladearms erfolgt.
[0033] In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Ladearm an dem Deckelteil
gelagert ist. Dies hat den Vorteil, dass das einzufädelnde Flächenprodukt von der
Rolle lediglich ein Stück abgerollt werden muss, bis dieses in den Einflussbereich
des Ladearms hängt. Da der Ladearm an dem Deckelteil angeordnet ist, ist kein Fädeln
zwischen Ladearm und Trommel notwendig. Es reicht aus, das Deckelteil zu öffnen. Wird
der Deckel geschlossen, kann der Ladearm sofort, sollte kein Flächenprodukt mehr auf
der Trommel sein, gefördert werden oder das neu eingelegte Flächenprodukt in die Fördereinrichtung
einfädeln.
[0034] Es wird weiterhin ein Verfahren zum Einfädeln eines auszugebenden Flächenproduktes
in eine Fördereinheit einer Ausgabevorrichtung vorgeschlagen, wobei die Ausgabevorrichtung
ein Gehäuseteil, ein Deckelteil und die Fördereinheit umfasst. Die Fördereinheit umfasst
des Weiteren eine Trommel, wobei der Trommel eine Ladevorrichtung zugeordnet ist und
die Ladevorrichtung mindestens einen Ladearm umfasst. Eine Rolle mit einem bahnförmigen
Flächenprodukt wird in die Ausgabevorrichtung eingebracht, so dass das bahnförmige
Flächenprodukt zwischen dem Ladearm und der Trommel angeordnet ist. Detektiert beispielsweise
die Sensoreinrichtung, dass kein Flächenprodukt mehr auf der Trommel vorhanden ist,
kippt diese in die zweite Stellung, wobei die Steuereinheit entlastet beziehungsweise
vom Ladearm bewegt und insbesondere zurückgezogen wird. Da der Ladearm nun entlastet
ist, wird dieser in die aktive Position gebracht und drückt das bahnförmige Flächenprodukt
gegen die Trommel. Vorzugsweise drückt der Ladearm das bahnförmige Flächenprodukt
derart gegen die Trommel, dass die Trommel das Flächenprodukt bei Drehung der Trommel
fördert.
[0035] In einer Ausgestaltung ist vorgesehen, dass eine erste Rolle mit einem ersten bahnförmigen
Flächenprodukt und eine zweite Rolle mit einem zweiten bahnförmigen Flächenprodukt
in die Ausgabevorrichtung eingebracht wird, so dass zumindest das zweite bahnförmige
Flächenprodukt zwischen dem Ladearm und der Trommel angeordnet wird. Vorzugsweise
wird die zweite Rolle mit dem zweiten Flächenprodukt eingebracht, wenn das erste Flächenprodukt
bereits eingefädelt ist.
[0036] In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Ladevorrichtung eine Sensoreinheit
aufweist, mittels der ein bahnförmiges Flächenprodukt auf der Trommel detektiert wird.
Insbesondere sieht eine Ausgestaltung vor, dass die Sensoreinheit mindestens einen
Sensorfinger umfasst, der mit mindestens einer Nut in der Trommel korrespondiert,
wobei ein Flächenprodukt auf der Trommel den Sensorfinger aus der Nut hebt. Der Sensorfinger
ist vorzugsweise derart gestaltet, dass ein neu eingefädeltes Flächenprodukt sich
zwischen den Sensorfinger und der Trommel schieben kann. Insbesondere ist eine Andrückrolle
derart angeordnet, dass das Flächenprodukt zwischen Trommel und Sensorfinger gefädelt
wird. Weiterhin ist die Kraft, die der Sensorfinger auf die Trommel beziehungsweise
auf die Nut der Trommel, weiterhin vorteilhafterweise auf das Flächenprodukt, was
sich zwischen Sensorfinger und Trommel befindet, ausübt, derart ausgewählt, dass das
Flächenprodukt nicht reißt, nicht blockiert und insbesondere nicht in die Nut eingedrückt
wird.
[0037] Gemäß einer Ausführungsform ist die Andrückrolle derart zur Trommel positioniert,
dass diese einen Abstand von etwa 0,01 mm bis etwa 1 mm aufweist. In einer weiter
bevorzugten Ausgestaltung ist die Andrückrolle derart ausgestaltet, dass diese direkt
auf der Trommel aufliegt oder aufliegen kann. Eine weitere Ausgestaltung sieht vor,
dass die Andrückrolle beweglich ausgestaltet ist. Vorzugsweise ist die Andrückrolle
mittels einer Kraft, vorzugsweise einer Federkraft, in Richtung der Trommel beaufschlagt.
Weiter bevorzugt kann die Andrückrolle vorzugsweise entgegen der Kraft bewegt werden,
vorzugsweise etwa 5 mm bis etwa 15 mm, weiter bevorzugt etwa 10 mm bis etwa 15 mm,
weiter bevorzugt etwa 11 mm bis etwa 12 mm. Durch die vorgenannten Ausführungsformen
wird ein gleichmäßiger Anpressdruck erzielt.
[0038] Bevorzugt weist die Andrückrolle einen Freiheitsgrad auf. Vorzugsweise ist der Freiheitsgrad
der Andrückrolle etwa 0° bis etwa 70°, bevorzugt etwa 30° bis etwa 60°, weiter bevorzugt
etwa 40° bis etwa 50° zu einer Radialen der Trommel geneigt. Weiter bevorzugt ist
der Freiheitsgrad der Andrückrolle etwa gleich zu einem Radius der Trommel geneigt
wie das zur Trommel hin geführte bahnförmige Flächenprodukt. Vorteil an den genannten
Ausführungsformen ist, dass ein Abriss des bahnförmigen Flächenproduktes vermieden
werden kann. Vorzugsweise erfolgt der Krafteintrag der Andrückrolle auf das bahnförmige
Flächenprodukt in Richtung des Freiheitsgrades.
[0039] In einer alternativen Ausgestaltung, die mit der Ausgestaltung mit mindestens einem
Sensorfinger kombinierbar ist, ist vorgesehen, dass das erste bahnförmige Flächenprodukt
derart gespannt über einen ersten Arm der Sensoreinheit geführt wird, dass die Sensoreinheit
direkt oder indirekt derart auf den Ladearm wirkt, dass dieser in einer inaktiven
Position verbleibt, bei der der Ladearm von der Trommel weggeschwenkt wird. Vorteilhafterweise
wird der Ladearm derart von der Trommel weggeschwenkt, dass dieser nicht auf das zweite
bahnförmige Flächenprodukt wirkt.
[0040] In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Sensoreinheit durch eine
Kraft, die durch das erste bahnförmige Flächenprodukt, das über den ersten Arm der
Sensoreinheit gespannt ist, auf den ersten Arm ausgeübt wird, in eine erste Stellung
gekippt wird. Vorteilhafterweise ist in einer weiteren Ausgestaltung vorgesehen, dass
die Sensoreinheit bei unbelastetem ersten Arm in eine zweite Stellung gekippt wird.
[0041] In einer weiteren Variante ist vorgesehen, dass bei einem Spannungsverlust des ersten
bahnförmigen Flächenproduktes, insbesondere bei Abriss des ersten bahnförmigen Flächenproduktes
vom Rollenkern beziehungsweise von der Hülse, auf welchem/r das bahnförmige Flächenprodukt
aufgewickelt ist, die Sensoreinheit den Ladearm entlastet, so dass dieser in eine
aktive Position geschwenkt wird, so dass das zweite bahnförmige Flächenprodukt mittels
des Ladearms zumindest teilweise an die Trommel gedrückt wird.
[0042] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass entweder die Sensoreinheit
durch das Belasten des ersten Armes durch das erste bahnförmige Flächenprodukt eine
Spannung im Flächenprodukt detektiert oder mittels mindestens eines Sensorfingers,
der mit mindestens einer Nut auf der Trommel korrespondiert, die Förderung des Flächenproduktes
auf der Trommel detektiert. Vorteilhaft an der Detektion mittels des Sensorfingers
ist, dass die Sensoreinheit respektive die Steuereinheit erst dann den Ladearm in
die aktive Position überführen lässt, wenn tatsächlich kein bahnförmiges Flächenprodukt
mehr auf der Trommel gefördert wird. Vorteilhaft an der Ausgestaltung, bei der mittels
der Spannung des bahnförmigen ersten Flächenproduktes eine Kraft auf den ersten Arm
ausgeübt wird, ist, dass das zweite bahnförmige Flächenprodukt bereits dann gefördert
wird, wenn sich noch Flächenprodukt auf der Trommel befindet. Dies kann von Vorteil
sein, wenn vermieden werden soll, dass ein Benutzer zu dem Fehlschluss kommen könnte,
die Ausgabevorrichtung sei leer. Jedoch wird bei dieser Ausgestaltung zumindest für
die Ausgabe des Restes des ersten Flächenproduktes nach diesem Spannungsabriss auch
das zweite Flächenprodukt mitausgegeben. In einer weiteren Variante wird vorgeschlagen,
diese beiden Detektionsverfahren zu kombinieren.
[0043] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass zumindest ein Führungsmittel,
insbesondere zumindest eine Rippe, an der Sensoreinheit vorgesehen ist. Vorzugsweise
sind eine Anzahl von Führungsmitteln an der Sensoreinheit vorgesehen. Insbesondere
sind die Führungsmittel derart ausgestaltet, dass sie das bahnförmige Flächenprodukt
auf der Trommel führen.
[0044] In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass mittels der Sensoreinheit
eine Steuereinheit ausgelenkt wird, die den Ladearm in eine inaktive Position bewegt.
Die Sensoreinheit wirkt mechanisch auf die Steuereinheit, die wiederum auf den Ladearm
wirkt. Die Steuereinheit ist gemäß einer Ausgestaltung derart ausgelegt, dass diese
mittels eines Hebelmechanismus die Kraft, die von der Sensoreinheit übertragen wird,
verstärkt oder den Weg, den die Sensoreinheit zurücklegt, vergrößert. Weiterhin kann
die Steuereinheit derart ausgelegt sein, dass die Bewegungsrichtung der von der Sensoreinheit
auf die Steuereinheit ausgeübten Kraft in ihrer Wirkrichtung verändert wird. Beispielsweise
ist vorgesehen, dass die Sensoreinheit kippt und somit ein Moment auf die Steuereinheit
ausübt. Die Steuereinheit ist ebenso wie die Sensoreinheit schwenkbar gelagert, bevorzugt
mit dieser verbunden, so dass durch Krafteinwirkung von der Sensoreinheit auf die
Steuereinheit eine Hebelwirkung eintritt, vorzugsweise eine Vergrößerung eines beschriebenen
Winkels der Sensoreinheit. In einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die
Kraft auf den Ladearm mittels der Hebelwirkung der Steuereinheit vergrößert wird.
Die Steuereinheit ist gemäß einer Ausgestaltung an der gleichen Achse wie die Sensoreinheit
gelagert. In einer weiteren Variante ist vorgesehen, dass die Steuereinheit mittels
einer Feder, insbesondere einer Torsionsfeder, kraftschlüssig mit der Sensoreinheit
verbunden ist.
[0045] Eine weitere Ausführungsform sieht vor, dass das bahnförmige Flächenprodukt bei Reduzierung
eines Rollendurchmessers D
R mittels einer Rollenführung auf zumindest den ersten Arm der Sensoreinheit gelegt
wird. Die Rollenführung ist gemäß einer Ausgestaltung derart ausgestaltet, dass diese
insbesondere in Abhängigkeit eines Rollendurchmessers die Rolle auf einer vorbestimmten
Bahn durch den Innenraum der Ausgabevorrichtung führt.
[0046] Insbesondere ist die Rollenführung dahin ausgelegt, dass, nachdem ein Verbrauch des
bahnförmigen Flächenprodukts von der Rolle erfolgt ist, die Rolle in eine Position
überführt wird, in der eine weitere Rolle in die Ausgabevorrichtung eingelegt werden
kann.
[0047] Eine weitere, alternative Ausgestaltung einer Ausgabevorrichtung zur Ausgabe eines
bahnförmigen Flächenprodukts von einer Rolle umfasst zumindest ein Gehäuseteil und
eine Rollenführung. Die Rollenführung umfasst zumindest eine erste Lauffläche und
eine zweite gegenüberliegende Lauffläche. Beide Laufflächen bilden im Betriebszustand
der Ausgabevorrichtung eine schiefe Ebene.
[0048] Im Sinne der Erfindung ist der Betriebszustand der Ausgabevorrichtung ein Zustand,
in dem die Ausgabevorrichtung für den Fachmann erkennbar aufrecht, beispielsweise
an einer Wand, aufgehängt ist.
[0049] In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Ebenen insbesondere derart
angeordnet sind, dass die Rolle mit abnehmendem Rollenmesser D
R die Laufflächen hinunterrutscht.
[0050] Die Ausgabevorrichtung kann gemäß einer Ausgestaltung eine Rolle mit bahnförmigem
Flächenprodukt aufnehmen, die kernlos oder mit Kern versehen ist. Eine kernlose Rolle
ist insbesondere eine Aufwicklung von Flächenprodukt, die nicht auf einem Kern beziehungsweise
einem Wickel oder einer Spule oder einer Hülse aufgerollt ist. Eine solche kernlose
Rolle weist gemäß einer Ausgestaltung Einsetzteile auf, die in insbesondere einen
Hohlraum der Rolle eingebracht sind. Diese Einsetzteile ragen, beispielsweise über
zylindrische Vorsprünge, über die Längsausdehnung der Rolle hinaus und können gemäß
einer weiteren Ausführungsform Abrollflächen aufweisen. Diese Abrollflächen sind insbesondere
dafür geeignet, auf den Laufflächen der Ausgabevorrichtung abzurollen. In einer weiteren
bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Rolle einen Rollenkern beziehungsweise
Hülse aufweist. Dieser Rollenkern beziehungsweise Hülse kann beispielsweise aus Kunststoff,
Pappe oder jeglichem anderen Material oder Materialgemisch ausgestaltet sein. In einer
weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass der Rollenkern beziehungsweise -hülse
ein oder mehrere Trennungen aufweist. Der Rollenkern kann insbesondere derart ausgestaltet
sein, dass dieser, sobald das bahnförmige Material von dem Rollenkern entfernt ist,
in mehrere Teile zerfällt. Diese Ausgestaltung nennt man im Fachjargon "split core".
Auch die Ausgestaltung der Rolle mit einem Rollenkern kann gemäß einer Ausgestaltung
derart ausgeführt sein, dass Einsetzteile insbesondere in den Rollenkern eingelassen
beziehungsweise eingesetzt, eingeklebt und/oder eingeklemmt sind. Gemäß einer weiteren
bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Einsetzteile, die beidseitig in
den Rollenkern beziehungsweise in die Rolle eingesetzt sind, sich in der Gestaltung
unterscheiden. Vorzugsweise ist vorgesehen, dass ein erstes Einsetzteil einen geringeren
Abrolldurchmesser, zur Verfügung gestellt beispielsweise durch die zylindrischen Vorsprünge,
als ein zweites Einsetzteil aufweist. Vorzugsweise ist die Ausgabevorrichtung derart
ausgestaltet, dass die Einsetzteile auf den Laufflächen derart ablaufen, abrollen
oder herunterrutschen können, ohne dass dabei die Rolle in der Ausgabevorrichtung
verkantet oder schräg abwickelt.
[0051] Vorteil an der Ausgestaltung mit zwei unterschiedlichen Laufflächen ist, dass produktionsseitig
vorgegeben werden kann, in welcher Orientierung die Rolle in die Ausgabevorrichtung
einsetzbar ist. Insbesondere ist vorgesehen, dass die erste Lauffläche derart ausgestaltet
ist, dass diese das zweite Einsetzteil nicht aufzunehmen vermag. Ein Einsetzen der
Rolle mit einer falschen Orientierung ist somit nicht möglich. Die Orientierung ist
insbesondere wichtig für das korrekte Einbringen des bahnförmigen Flächenprodukts
zwischen einer Trommel und einem Ladearm, wie dies vorstehend im Zusammenhang mit
der weiteren Erfindung erläutert ist. Auch ist in einer weiteren Ausgestaltung der
Ausgabevorrichtung ist die Orientierung des bahnförmigen Flächenprodukts wichtig,
um eine Verklemmung oder Verkantung des Flächenprodukts bei der Ausgabe zu vermeiden.
[0052] In einer weiteren Ausführungsform der Ausgabevorrichtung ist vorgesehen, dass die
Laufflächen zu einer Rückwand oder einer Begrenzungsvorrichtung hin geneigt sind.
Insbesondere ist die Begrenzungsvorrichtung der Rückwand zugeordnet beziehungsweise
an dieser angeordnet. Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die eingesetzte Rolle die
Laufflächen soweit herunter rollt beziehungsweise rutscht, bis ein Außenumfang der
Rolle gegen die Rückwand und/oder die Begrenzungsvorrichtung anliegt. Der Vorteil
an dieser Ausgestaltung ist, dass bei fortschreitendem Verbrauch des bahnförmigen
Flächenprodukts, der dazu führt, dass der Rollendurchmesser kleiner wird, die Rolle
zumindest bis zu einem festgelegten Rollendurchmesser stets an der Rückwand beziehungsweise
Begrenzungsvorrichtung anliegt. Dabei läuft das Einsatzteil beziehungsweise die Rolle
auf den Laufflächen herunter.
[0053] In einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Ausgabevorrichtung zumindest
eine Begrenzungsvorrichtung aufweist, die derart ausgestaltet ist, dass die in der
Rollenführung angeordnete Rolle durch die Begrenzungsvorrichtung und abhängig von
einem Rollendurchmesser am Herunterrutschen auf den Laufflächen gehindert wird. Die
Begrenzungsvorrichtung ist gemäß einer Ausgestaltung an der Rückwand des Gehäuses
angeordnet. Weiter vorteilhaft ist die Begrenzungsvorrichtung ein Teil der Rückwand
des Gehäuses. Weiter vorteilhaft ist die Begrenzungsvorrichtung derart ausgestaltet,
dass die Rolle auf ihr abgleiten kann. Weiter bevorzugt ist eine Ausgestaltung vorgesehen,
bei der die Begrenzungsvorrichtung derart ausgestaltet ist, dass diese die Rolle in
Abhängigkeit von dem Rollendurchmesser führt und/oder in Position hält.
[0054] Die Laufflächen sind insbesondere derart ausgebildet, dass ein Abrollen des Flächenproduktes
von der Rolle leicht möglich ist. Hierzu wird vorzugsweise ein Kunststoff gewählt,
der passend zu den Abrollflächen der Einsetzteile einen geringen Reibwiderstand aufweist.
Weiterhin ist gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung vorgesehen, dass die Begrenzungsvorrichtung
aus einem Material gefertigt oder mit einem Material beschichtet ist, das einen geringen
Reibwiderstand mit dem Flächenprodukt aufweist. Die Begrenzungsvorrichtung ist geometrisch
derart ausgestaltet, dass eine möglichst kleine Fläche gegen das Flächenprodukt drückt,
ohne dass ein zu starkes Einbeulen des Flächenproduktes durch die Begrenzungsvorrichtung
erfolgt. Vorzugsweise umfasst zumindest die Begrenzungsvorrichtung, zumindest eine
Oberfläche derselben, die der Rolle zugewandt ist, und/oder die Laufflächen ein Material
ausgewählt aus einer Gruppe umfassend Polyolefin, Polyoxymethylen (POM), ein Polystyrol
(PS) und/oder ein Polyethylen (PE).
[0055] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Rollenführung zumindest
einseitig einen Toleranzausgleich umfasst. Dies hat den Vorteil, dass bei einer unterschiedlichen
Längenausdehnung der einzelnen Rollen die jeweilige Rolle korrekt in die Ausgabevorrichtung
eingelegt werden kann.
[0056] Die Rollen sind produktionsbedingt mit Toleranzen versehen. Insbesondere sind Toleranzen
im Bereich der Länge der Rolle üblich. Weiterhin kommt es produktionsbedingt oft dazu,
dass bei Vorsehung von Einsetzteilen diese unterschiedlich weit in den Rollenkern
beziehungsweise in die Rolle hinein eingesetzt sind, so dass diese unterschiedlich
weit über die Rollenlänge hinausragen. Aus dem Stand der Technik ist allgemein bekannt,
eine starre Aufnahme für die Rollen vorzusehen. Dies hat sich als nachteilhaft erwiesen,
da die Rolle, sollte sie eine Längenausdehnung unterhalb eines nur gering bemessenen
Toleranzbereiches aufweisen, aus der Rollenführung und insbesondere von den Laufflächen
rutscht. Hierdurch kommt es zur Verkantung der Rolle innerhalb der Ausgabevorrichtung
und die Rolle kann nicht weiter genutzt werden, beziehungsweise die Ausgabevorrichtung
kann kein weiteres Flächenprodukt ausgeben.
[0057] Eine Variante sieht vor, dass der Toleranzbereich zumindest die zweite Lauffläche
umfasst, die in lateraler Ausrichtung ausstellbar ist. In lateraler Richtung ist insbesondere
in Längsrichtung der Rolle. Das heißt, der Toleranzbereich ist gemäß einer Ausgestaltung
derart ausgeführt, dass dieser, sollte die Rolle nicht die maximal zulässige Längenausdehnung
aufweisen, insbesondere weniger als die maximale vorgesehene Längenausdehnung aufweisen,
die zumindest zweite Lauffläche in Richtung der Rolle, das heißt in lateraler Richtung
der Ausgabevorrichtung, ausgestellt ist, so dass die Rolle noch auf beziehungsweise
die Abrollfläche der Einsetzteile noch auf den Laufflächen abrollen kann.
[0058] Eine Ausstellung in lateraler Richtung kann auch ein Neigen oder Kippen der Lauffläche,
insbesondere der zweiten Lauffläche, in Richtung der Rolle oder Gehäusemitte umfassen.
[0059] In einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Toleranzbereich federnd
gelagert ist. Insbesondere ist mindestens eine Blattfeder vorgesehen, die das Ausstellen
des Toleranzausgleiches beziehungsweise der zweiten Lauffläche bewirkt. In weiteren
Ausgestaltungen sind auch andere Federmechanismen, insbesondere zumindest eine Torsionsfeder
oder zumindest eine Schraubendruckfelder, vorgesehen. Gemäß einer weiteren Ausführungsform
ist vorgesehen, dass die Feder zumindest ein Material, ausgesucht aus einer Gruppe
umfassend ein Metall oder ein Kunststoff, insbesondere Polyoxymethylen (POM) aufweist.
[0060] In einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass der Toleranzausgleich an einer
seitlichen Wandung beispielsweise einer Seitenwand und/oder Einsatzwandung angelenkt
ist. Der Toleranzausgleich, der zumindest eine Lauffläche aufweist, kann als Klappe
oder wippenähnlich ausgestaltet sein. Dies erlaubt insbesondere beim Einlegen der
Rolle eine leichte Handhabung. Ist der Toleranzausgleich beispielsweise federnd gelagert,
wird dieser beim Einsetzen der Rolle vorzugsweise in seine der Gehäusemitte zugewandte
Position verschoben und dann die Rolle auf die Lauffläche des Toleranzausgleichs aufgelegt
und nachfolgend auf die gegenüberliegende Lauffläche aufgelegt. In Folge zum Beispiel
des Auflegens des gegenüberliegenden Einsetzteils in oder auf die gegenüberliegende
Lauffläche wird der Toleranzausgleich insbesondere mittels der Feder soweit ausgestellt,
dass die Abrollfläche des dem Toleranzausgleich zugeordneten Einsetzteils auf der
Lauffläche des Toleranzausgleiches abrollen kann. Insbesondere ist vorgesehen, dass
der Toleranzausgleich soweit ausgestellt wird, dass dieser zumindest teilweise an
der Rolle oder dessen Einsetzteil anliegt. Gemäß einer Ausgestaltung ist der Toleranzausgleich
derart ausgestaltet, dass dieser die Rolle bremst, insbesondere um eine optimale Spannung
des Flächenproduktes zu erzielen.
[0061] Weiter bevorzugt drückt das Einsetzteil und/oder eine Stirnseite der Rolle den Toleranzausgleich
in die optimale Position.
[0062] Weiterhin wird ein Verfahren zur Führung einer Rolle in einer Ausgabevorrichtung
vorgeschlagen. Eine Rolle mit einem bahnförmigen Flächenprodukt wird auf oder in einer
Rollenführung, die zumindest zwei Laufflächen umfasst, die eine schiefe Ebene bilden,
angeordnet. Die Rolle liegt zumindest teilweise auf den Laufflächen auf und wird in
Abhängigkeit von einem Rollendurchmesser D
R die Rollenführung entlanggeleitet. Insbesondere wird die Rolle derart an die Ausgabevorrichtung
eingelegt, dass die Einsetzteile beziehungsweise die Abrollflächen der Einsetzteile
der Rolle auf den Laufflächen aufliegen.
[0063] In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Rollenführung eine Begrenzungsvorrichtung
umfasst und die Rolle mittels der Begrenzungsvorrichtung gestützt wird. Weiterhin
ist in einer Ausgestaltung vorgesehen, dass die Rolle in Abhängigkeit vom Rollendurchmesser
D
R die Laufflächen heruntergeleitet wird beziehungsweise herunterrollt.
[0064] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Rolle nach Unterschreiten
eines bestimmten Rollendurchmessers D
R von den Laufflächen in eine Restrollenaufnahme überführt wird. Insbesondere ist vorgesehen,
dass die Laufflächen in Verbindung mit der Begrenzungsvorrichtung beziehungsweise
mit der Rückwand, gegen die der Außenumfang der Rolle in einer Ausgestaltung zumindest
anfangs angelehnt ist, derart ausgestaltet ist, dass nach Unterschreiten eines bestimmten
Rollendurchmessers die Rolle die Laufflächen verlässt, insbesondere von diesen herunterfällt,
insbesondere bis zu einer Restrollenaufnahme herunterfällt. Der bestimmte Rollendurchmesser
liegt gemäß einer Ausgestaltung in einem Bereich von etwa 60 mm bis etwa 75 mm, und
ist bevorzugt kleiner als etwa 75 mm, weiter bevorzugt kleiner als etwa 71 mm, weiter
bevorzugt kleiner als etwa 65 mm.
[0065] Wird im Rahmen der Erfindung der Begriff "etwa" oder" im Wesentlichen" insbesondere
für Werte und Wertebereiche verwendet, so ist darunter ein Toleranzbereich zu verstehen,
den der Fachmann auf diesem Gebiet für üblich erachtet. Insbesondere ist darunter
ein Toleranzbereich von +/- 20 %, bevorzugt +/-10 %, weiter bevorzugt +/- 5 % zu verstehen.
[0066] Die in die Aufnahmevorrichtung eingesetzte Rolle ist gemäß einer Ausgestaltung in
einem ersten Schritt auf den Laufflächen der Rollenführung angeordnet. Wird das bahnförmige
Flächenprodukt von der Rolle abgewickelt, rutscht die Rolle langsam die Laufflächen
herunter. Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung enden die Laufflächen in einem definierten
Abstand von der Rückwand beziehungsweise von der Begrenzungsvorrichtung. Unterschreitet
die Rolle einen Durchmesser vorzugsweise einen Radius, der dem Abstand zwischen einem
Ende der Laufflächen und der Begrenzungsvorrichtung entspricht, so fällt die Restrolle
durch die Lücke zwischen Laufflächen und Begrenzungsvorrichtung beziehungsweise Rückwand.
Insbesondere wenn ein Radius der Rolle zuzüglich dem Radius zumindest eines Einsetzteiles
oder einer Hülse kleiner als der Abstand zwischen einem Ende der Laufflächen und der
Begrenzungsvorrichtung ist, fällt die Restrolle durch die Lücke zwischen Laufflächen
und Begrenzungsvorrichtung beziehungsweise Rückwand. Die Restrolle beziehungsweise
Einsetzteile wird beziehungsweise werden vorzugsweise von einer Restrollenaufnahme
aufgefangen. Die Restrollenaufnahme ist gemäß einer Ausgestaltung eine strukturelle
Vorrichtung, beispielsweise mindestens ein Vorsprung, der einen Abstand zur Rückwand
aufweist, der vorzugsweise etwa 1 %, weiter bevorzugt etwa 5 %, weiter bevorzugt etwa
10 % größer ist als der Rollenkern- beziehungsweise Hülsendurchmesser einer Rolle,
die für die Ausgabevorrichtung zur Ausgabe vorgesehen ist.
[0067] In einer weiteren Variante ist vorgesehen, dass ein Rollenkern beziehungsweise eine
Hülse der Rolle, nachdem das bahnförmige Flächenprodukt von der Rolle entfernt wurde,
in eine Rollenkernaufnahme überführt wird. Wird die Restrolle weiter abgewickelt,
ist das Flächenprodukt auf der Rolle irgendwann verbraucht. Der Abstand zwischen Restrollenaufnahme
und Rückwand ist wie oben beschrieben in einer Ausgestaltung so bemessen, dass der
leere Rollenkern zwischen Rückwand und Restrollenaufnahme hindurchfallen kann. Unterhalb
der Restrollenaufnahme, insbesondere unterhalb der Ausgabevorrichtung, ist in einer
Ausgestaltung die Rollenkernaufnahme vorgesehen. Die Rollenkernaufnahme ist vorzugsweise
derart ausgestaltet, dass ein Benutzer oder ein Servicepersonal den leeren Rollenkern
beziehungsweise die Hülse, gegebenenfalls mit Einsetzteilen, oder nur die Einsetzteile
leicht, insbesondere ohne Öffnen des Deckels der Ausgabevorrichtung, dieser entnehmen
kann. In einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass der leere Rollenkern aus
der Ausgabevorrichtung herausfällt, insbesondere wenn keine Rollenkernaufnahme vorgesehen
ist. Weiter bevorzugt kann vorgesehen sein, einen Auffangbehälter insbesondere ein
Abfallbehälter, unter die Ausgabevorrichtung zu positionieren, in die der Rollenkern
hereinfallen kann.
[0068] In einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Rolle keinen Kern beziehungsweise
Hülse aufweist. In die Rolle eingeführte Einsetzteile fallen demnach nach dem Aufbrauchen
des Flächenprodukt in die Rollenkernaufnahme oder aus der Ausgabevorrichtung heraus.
Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, dass die Ausgabevorrichtung die Aufnahme von
Rollen mit split core, gegebenenfalls mit Einsetzteilen, vorsieht. Die Restrollenaufnahme
ist dann gemäß einer weiteren Ausgestaltung derart ausgeführt, dass die Rollenkernteile
und gegebenenfalls die Einsetzteile nach dem Verbrauchen des Flächenproduktes kollabieren
beziehungsweise auseinanderfallen. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist bei der
Ausgabevorrichtung für split cores oder bei kernlosen Rollen der Abstand der Restrollenaufnahme
beziehungsweise der mindestens eine strukturelle Vorsprung, der die Restrollenaufnahme
bildet, zu einem weiteren Bauteil insbesondere der Rückwand der Ausgabevorrichtung
kleiner als der Durchmesser des Rollenkerns. Insbesondere ist vorgesehen, dass kein
Abstand vorgesehen ist. Die Restrollenaufnahme ist gemäß einer Ausführungsform derart
ausgelegt, dass eine Lücke beziehungsweise eine Durchtrittsmöglichkeit des kollabierten
Rollenkerns insbesondere zwischen den Vorsprüngen gegeben ist.
[0069] Die Rollenführung, die insbesondere vorsieht, dass die Restrolle hinter der Fördereinrichtung
gelagert wird, macht es im Fall eines ungeplanten Abrisses des Flächenproduktes von
der Rolle notwendig, auf die Rolle zuzugreifen. Auch bei einer fehlerhaften Rolle
beziehungsweise fehlerhaften Aufwicklung des Flächenproduktes auf der Rolle oder zur
Reinigung der Ausgabevorrichtung ist es beizeiten notwendig, auf Einzelteile der Ausgabevorrichtung
zuzugreifen.
[0070] Erfindungsgemäß wird eine Ausgabevorrichtung zur Ausgabe eines bahnförmigen Flächenproduktes
umfassend ein Gehäuseteil, ein Deckelteil sowie eine Fördereinheit vorgeschlagen,
wobei die Fördereinheit mindestens eine Trommel, eine Antriebseinheit und ein Betätigungsmittel
zur mechanischen Betätigung der Antriebseinheit umfasst, wobei die Fördereinheit schwenkbar
an der Ausgabevorrichtung angeordnet ist.
[0071] Das Ausschwenken der Fördereinheit hat im Wartungsfall den Vorteil, dass ein Wartungspersonal
auf alle Seiten der Fördereinheit sowie auf jeden Bereich des Gehäuses Zugriff hat.
Eine Reinigung oder eine Fehlerbehebung ist somit leicht möglich.
[0072] In einer Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass die Fördereinheit zwischen einer
Betriebsposition und einer Wartungsposition schwenkbar ist. Die Betriebsposition ist
insbesondere eine Position, die beim regulären Betrieb, das heißt bei der Ausgabe
beziehungsweise zwischen den Ausgaben des Flächenproduktes eingenommen ist. Die Wartungsposition
hingegen ist vorzugsweise nur dem Wartungspersonal zugänglich, beziehungsweise das
Wartungspersonal kann die Fördereinheit in die Wartungsposition überführen. Hierzu
ist insbesondere das Öffnen des Deckels notwendig, der vorteilhafterweise mit einem
Verriegelungsmechanismus gesichert ist. In der Wartungsposition befindet sich die
Fördereinheit im Wesentlichen außerhalb der Ausgabevorrichtung, insbesondere im Wesentlichen
außerhalb des Gehäuses. Besonders vorteilhaft ist die Fördereinheit zur Überführung
in die Wartungsposition aus dem Gehäuse im Wesentlichen herausschwenkbar. Weiterhin
vorteilhaft ist vorgesehen, dass die Fördereinheit nach unten hin ausschwenkbar ist,
insbesondere von der Betriebsposition in die Wartungsposition nach unten ausschwenkbar
ist. In einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Fördereinheit um etwa
170° bis etwa 190°insbesondere um eine Längsachse verschwenkbar ist. Vorzugsweise
ist eine Schwenkachse der Fördereinheit im
[0073] Wesentlichen in einem unteren Gehäusebereich an der Ausgabevorrichtung angeordnet.
Weiterhin bevorzugt ist ein Scharnier im Wesentlichen in Deckelnähe, das heißt insbesondere
im Wesentlichen vorne an der Ausgabevorrichtung im unteren Gehäusebereich, angeordnet.
Insbesondere ist das Scharnier derart an der Ausgabevorrichtung angeordnet, dass die
Fördereinheit aus der Ausgabevorrichtung, insbesondere aus dem Gehäuse der Ausgabevorrichtung,
herausschwenkbar ist.
[0074] In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Fördereinheit zwischen
zwei Wandungen schwenkbar gelagert ist. Gemäß einer Ausgestaltung ist vorgesehen,
dass eine Wandung eine Einsatzwandung und/oder einer Gehäusewandung umfasst. Die Einsatzwandung
ist beispielsweise eine Wandung, an der zumindest eine Lauffläche realisiert ist.
In einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass das Lager beziehungsweise Scharnier
zur Ausschwenkung der Fördereinheit in oder an der Wandung angeordnet ist. Besonders
vorteilhaft ist vorgesehen, dass das Scharnier derart angeordnet ist, dass nach dem
Ausschwenken der Fördereinheit in die Wartungsposition sich diese im Wesentlichen
außerhalb des Gehäuses befindet.
[0075] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Fördereinheit mittels
mindestens einesRastmittels in der Betriebsposition gehalten ist. Weiterhin ist in
einer Ausgestaltung vorgesehen, dass das Rastmittel mindestens einen Stellhebel aufweist,
mittels dem das Rastmittel lösbar ist. Das Wartungspersonal kann den Stellhebel betätigen,
die Rastung somit lösen und die Fördereinheit in die Wartungsposition überführen.
[0076] In einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass das Rastmittel in der Betriebsposition
in mindestens einem Arretierungsmittel eingreift, das vorteilhafterweise an der Ausgabevorrichtung
insbesondere an zumindest einer Wandung angeordnet ist. Erfindungsgemäß ist vorgesehen,
dass die Fördereinheit mindestens eine Trommel und eine Antriebseinheit insbesondere
für die Trommel umfasst. Vorzugsweise sieht eine Ausführungsform vor, dass das Rastmittel
mittels des Stellhebels von dem Arretierungsmittel lösbar ist.
[0077] Eine weitere, alternative Ausgestaltung einer Ausgabevorrichtung zur Ausgabe von
Flächenabschnitten eines bahnförmigen Flächenprodukts von einer Rolle umfasst eine
Trommel und eine Schneidvorrichtung. Die Schneidvorrichtung umfasst einen in der Trommel
angeordneten Messerträger, der zumindest zwei Nocken umfasst. Weiterhin umfasst die
Schneidvorrichtung zumindest eine Nockenbahn. Die Trommel umfasst des Weiteren zumindest
zwei Nockenführungen, die auf einer Stirnseite der Trommel angeordnet sind. Die Trommel
umfasst des Weiteren eine Ausnehmung in einem Mantel für den Austritt zumindest eines
Teils zumindest eines Messers. Mindestens ein erster Nocken greift in die Nockenbahn
ein, um bei der Drehbewegung der Trommel um dessen Längsachse den Messerhalter derart
zu bewegen, dass das auf diesem angeordnete Messer zumindest teilweise durch die Ausnehmung
im Mantel tritt. Ein zweiter Nocken greift in mindestens eine Nockenführung der Trommel
ein, so dass bei einer Bewegung des Messerhalters insbesondere der zweite Nocken derart
geführt ist, dass der Messerhalter um eine Längsachse kippt. Vorzugsweise kippt der
Messerhalter um die Längsachse des ersten Nockens. Weiter bevorzugt kippt der Messerhalter
zumindest um eine Längsachse, die nicht mit einer Rotationsachse der Trommel übereinstimmt.
Längsachse der Nocken und Rotationsachse der Trommel sind bevorzugt koaxial zueinander
angeordnet.
[0078] Im Sinne der Erfindung ist die Bewegung des Messerträgers und insbesondere die radiale
Bewegung und die Kippbewegung relativ zur Trommel und insbesondere relativ zu einem
Fixpunkt auf dem Trommelmantel beschrieben. Bei Rotation der Trommel wird der Messerträger
um die Rotationsachse der Trommel bewegt und zusätzlich führt der Messerträger zumindest
eine weitere Bewegung und insbesondere eine Kippbewegung relativ zum Trommelmantel
aus.
[0079] In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Messerträger an jeweils gegenüberliegenden
Stirnseiten jeweils einen ersten Nocken und einen zweiten Nocken umfasst. Weiter bevorzugt
ist in einer Ausführungsform vorgesehen, dass die jeweiligen ersten und zweiten Nocken,
die in einer jeweils zugeordneten ersten und zweiten Nockenführung geführt sind, in
den korrespondierenden Stirnseiten der Trommel angeordnet sind. Eine weitere Ausgestaltung
sieht vor, dass die ersten Nocken in jeweils gegenüberliegende Nockenbahnen eingreifen.
Eine weitere Ausführungsform sieht vor, dass ein erster Nocken auf einer Seite des
Messerträgers beziehungsweise der Trommel in eine erste Nockenbahn und ein zweiter
Nocken auf der gegenüberliegenden Seite der Trommel in eine zweite Nockenbahn eingreift.
Die Nockenbahnen auf den beiden Seiten der Trommel können gleich oder unterschiedlich
ausgestaltet sein, so dass der Messerträger in der Trommel in einer Ausführungsform
nicht nur um die Achse des ersten Nockens kippt, sondern auch um eine weitere zu der
Längsachse des ersten Nockens senkrecht stehende Achse verschwenkt wird. In einer
weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Nockenführungen für die ersten Nocken
gleich oder unterschiedlich ausgestaltet sind, insbesondere gleich gerichtet oder
mit einem Winkel zueinander versehen sind. In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen,
dass die zweiten Nockenführungen, in die jeweils die zweiten Nocken eingreifen, gleich
oder unterschiedlich, insbesondere zueinander versetzt oder mit unterschiedlichen
Bahnverläufen ausgestaltet sind. Im Sinne der Erfindung ist unter "gleich" auch gespiegelt
zu verstehen.
[0080] Unter dem Begriff "Nocken" ist im Rahmen der vorgeschlagenen Erfindung jegliche Art
von Ausprägung zu verstehen, die insbesondere am Messerträger angeordnet ist und die
dazu in der Lage ist, in die Nockenführung und/oder die Nockenbahn einzugreifen. Insbesondere
versteht der Fachmann unter Nocken Stifte, die in einer Ausgestaltung stirnseitig
zumindest teilweise abgerundet sind. Eine Längsachse eines Nockens ist eine Achse
aus einer Schar paralleler Achsen durch den Nocken, die zu einer transversalen Bewegungsrichtung,
die insbesondere durch eine Nockenbahn vorgegeben wird, senkrecht stehen.
[0081] Vorteil der beschriebenen Ausgabevorrichtung ist, dass die Schneidvorrichtung das
auf der Trommel transportierte Flächenprodukt nicht, wie im Stand der Technik bekannt,
einfach durchreißt, sondern durch die Austritts- und gleichzeitige Kippbewegung vorzugsweise
die Längsachse des ersten Nockens beziehungsweise der ersten Nocken des Messers ein
Flächenprodukt geschnitten wird. Das Flächenprodukt wird sauber durchgeschnitten und
nicht gerissen. Selbst bei einer schnellen Abwicklung des Flächenprodukts über die
Trommel und einer damit verbundenen schnellen Schneidbewegung durch das Messer wird
ein sauberer Schnitt durchgeführt. Weiterhin vorteilhaft an der beschriebenen Ausgestaltung
der Ausgabevorrichtung mit Schneidvorrichtung ist, dass trotz der komplexen Bewegung
des Messers eine geringe Reibung durch die Betätigung des Messerhalters mittels der
Nocken und Nockenbahn erfolgt. Es bedarf somit keiner hohen Kräfte beziehungsweise
Momente, die Trommel zu drehen, beziehungsweise das Flächenprodukt aus der Ausgabevorrichtung
zu befördern. Dies unterstützt einen sauberen Schnitt. Das System ist zudem sehr robust,
was bedeutet, dass im Gegensatz zu den aus dem Stand der Technik bekannten Ausgabevorrichtungen
für Flächenprodukte ein Verklemmen des Messers bei der Ausgabe weitgehend verhindert
wird. Vorteilhaft ist weiterhin, dass das System sehr einfach aufgebaut ist und wenig
bewegliche Teile in der Schneidvorrichtung vorhanden sind. Zudem ist die vorgeschlagene
Ausgabevorrichtung fehlertolerant und kostengünstig herstellbar.
[0082] Gemäß einer Ausgestaltung ist vorgesehen, dass sich der erste Nocken durch eine erste
Nockenführung hindurch in eine erste Nockenbahn erstreckt. Vorzugsweise ist die zumindest
eine Nockenbahn der Stirnseite der Trommel zugeordnet. Weiterhin bevorzugt sind jeder
Stirnseite der Trommel jeweils mindestens eine Nockenbahn zugeordnet. Entsprechend
sind beidseitig des Messerhalters erste Nocken vorgesehen, die jeweils in eine zweite
Nockenbahn eingreifen. Bei der Drehung der Trommel um ihre Längsachse wird die Nocke,
die in die Nockenbahn eingreift, von der Nockenbahn geführt. Weiterhin wird die Nocke,
die in die Nockenbahn eingreift, von einer Nockenführung, die insbesondere als Ausnehmung,
weiter bevorzugt als radialer Schlitz in der Trommel ausgeführt ist, geführt. Die
Nockenbahn ist vorzugsweise derart ausgestaltet, dass sich der Messerträger in einem
bestimmten Bereich beziehungsweise bei einem bestimmten Drehwinkel der Trommel zumindest
teilweise radial zur Trommel bewegt. Durch die radiale Bewegung des Messerhalters
wird das Messer zumindest teilweise nach außerhalb der Trommel bewegt. Im Sinne der
Erfindung ist hier unter einer radialen Bewegung auch eine Bewegung, die insbesondere
parallel versetzt zu einem Radius beziehungsweise zu diesem parallel verläuft, zu
verstehen. Im weitesten Sinne ist eine radiale Bewegung eine Bewegung des Messerhalters
und insbesondere einer Schneidkante des Messers von innerhalb der Trommel in Richtung
des Trommelmantels und darüber hinaus.
[0083] In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass eine zweite Nocke zumindest
in eine zweite Nockenführung eingreift.
[0084] Die zweite Nockenführung ist vorzugsweise in einem Winkel zu der ersten Nockenführung
angeordnet, insbesondere sind die Nockenführungen in einem Winkel von etwa 5° bis
etwa 90°, bevorzugt etwa 20° bis etwa 60°, weiter bevorzugt etwa 30° bis etwa 45°,
zu einander angeordnet. Eine winklige Anordnung der Nockenführungen umfasst insbesondere
eine Anordnung zumindest von Nockenabschnitten der ersten und zweiten Nockenführung,
die jeweils eine Hauptachse umfassen, die sich schneiden. Weiterhin ist in einer Ausgestaltung
vorgesehen, dass die Nockenführungen versetzt zu einander, auf unterschiedlichen Radien
der Trommel, in einem Winkel zu einem Radius der Trommel und/oder versetzt zu einem
Radius der Trommel angeordnet sind. Beispielsweise können die Nockenführungen jeweils
Abschnitte umfassen, die parallel zueinander, auf parallelen Achsen oder auf der gleichen
Achse liegen und Abschnitte aufweisen, die winklig zueinander angeordnet sind.
[0085] In einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass der zweite Nocken sich durch
die zweite Nockenführung hindurch in eine zweite Nockenbahn erstreckt, die vorzugsweise
der Stirnseite der Trommel zugeordnet ist. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass
sich zwei Nockenbahnen teilweise überschneidend oder überkreuzend an den Stirnseiten
der Trommel befinden. Weiterhin sieht eine Ausgestaltung vor, dass sich eine erste
Nockenbahn an einer ersten Stirnseite der Trommel befindet und eine zweite Nockenbahn
an der zweiten Stirnseite der Trommel befindet, wobei gemäß einer ersten Ausgestaltung
vorgesehen ist, dass ein erster Nocken in die erste Nockenbahn und ein zweiter Nocken
in die zweite Nockenbahn eingreift. In einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen,
dass ein erster Nocken einer ersten Stirnseite der Trommel beziehungsweise des Messerträgers
in die erste Nockenbahn eingreift und ein erster Nocken der zweiten Stirnseite des
Messerträgers beziehungsweise der Trommel in die zweite Nockenbahn eingreift.
[0086] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, dass zumindest eine Nockenführung
zumindest eine Kurvenform beschreibt. Insbesondere beschreibt die zweite Nockenführung
zumindest abschnittsweise eine Kurvenform. Eine Kurvenform kann beispielsweise ein
Kreisbogen oder eine komplexe Kurve, beispielsweise wie ein Spline, sein. In einer
weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass zumindest eine Nockenführung, vorzugsweise
die zweite Nockenführung, einen gebogenen oder geschwungenen Verlauf aufweist. Weiterhin
bevorzugt ist gemäß einer Ausgestaltung vorgesehen, dass die Nockenführung eine schneidende
und/oder reißende Bewegung des Messerträgers und insbesondere der Schneidkante des
Messers erzwingt. Eine solche Bewegung hat sich als vorteilhaft gegenüber einem aus
dem Stand der Technik bekannten Durchstechen des Flächenmaterials erwiesen.
[0087] Gemäß einer Ausgestaltung weist der Messerhalter den ersten Nocken und den zweiten
Nocken an seinen jeweils beiden Stirnseiten auf. Durch die Anordnung der Nocken und
der vorteilhafterweise zueinander nicht parallel verlaufenden Nockenführungen wird
beim Ausstellen des Messerhalters beziehungsweise des Messers ein Kippmoment um die
Achse vorzugsweise der ersten Nocke, weiter bevorzugt zumindest der Nocke, die in
die Nockenbahn eingreift, erzeugt. Durch die verschiedenen Ausgestaltungen der Nockenführung
wird eine optimale Schneidbewegung des Messers erzeugt.
[0088] In einer weiteren Variante ist vorgesehen, dass die Trommel relativ zur Nockenbahn
drehbar gelagert ist. Die Trommel wird vorzugsweise zum Transport des Flächenprodukts
und weiterhin bevorzugt zur Ausgabe des Flächenprodukts aus der Ausgabevorrichtung
verwendet. Weiterhin bevorzugt ist das Flächenprodukt über die Trommel führbar.
[0089] Es wird weiterhin ein Verfahren zur Trennung eines bahnförmigen Flächenprodukts vorgeschlagen,
wobei das Flächenprodukt über eine Trommel geführt wird, in der ein Messerträger insbesondere
mit einem Messer angeordnet ist. Die Trommel weist eine Mantelfläche auf, die einen
Durchbruch für einen Durchtritt des Messers umfasst. Die Trommel wird zur Ausgabe
des Flächenprodukts gedreht. Während der Drehung wird der Messerträger derart bewegt,
dass das Messer aus der Trommel austritt, wobei eine erste Achse des Messerträgers,
insbesondere eine Längsachse eines ersten Nockens, im Wesentlichen radial zur Trommel
bewegt und der Messerträger während der radialen Bewegung um die erste Achse gekippt
wird.
[0090] In einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass nach dem Trennen des Flächenprodukts
der Messerträger zurückschwenkt, so dass das Messer in die Trommel zurückgeführt wird.
Vorzugsweise wird der Messerträger mittels einer ersten in der ersten Nockenbahn geführten
Nocke zurückgeführt.
[0091] In einer weiteren Variante ist vorgesehen, dass eine Messerschneide des Messers,
das heißt die Außenkante des Messers, während des Austritts aus der Trommel eine Bewegung
durchgeführt, die eine zur Trommel radiale Bewegungskomponente, das heißt einen ersten
Vektor, der radial zur Trommel verläuft, und eine zweite Bewegungskomponente, das
heißt einen zweiten Vektor, der zur radialen Richtung einen Winkel aufweist, umfasst.
Bevorzugt liegt ein Winkel des zweiten Vektors beziehungsweise der zweiten Bewegungskomponente
zum Radius der Trommel in einem Bereich von etwa 5° bis etwa 90°, bevorzugt etwa 20°
bis etwa 60°, weiterhin bevorzugt etwa 30° bis etwa 45°. In einer weiteren Ausgestaltung
ist vorgesehen, dass der zweite Vektor einen Bogen beschreibt beziehungsweise die
zweite Bewegungskomponente während des Ausstellvorgangs das Messer zumindest einmal
seine Richtung ändert.
[0092] Der Begriff "im Wesentlichen" oder "etwa" im Sinne der vorliegenden Erfindung gibt
einen Toleranzbereich an, der für den Fachmann unter technischen Gesichtspunkten zu
vertreten ist, so dass das entsprechende Merkmal noch als solches zu erkennen ist.
Insbesondere ist darunter ein Toleranzbereich von +/- 20 %, bevorzugt +/-10 %, weiter
bevorzugt +/- 5 % zu verstehen. Erfindungsgemäß umfasst die Ausgabevorrichtung zur
Ausgabe eines bahnförmigen Flächenproduktes eine Fördereinheit mit mindestens einer
Trommel und einer Antriebseinheit. Die Antriebseinheit umfasst mindestens ein Betätigungsmittel
und mindestens einen damit verbundenen Antriebsstrang, der mit der Trommel verbunden
ist. In einer weiteren Ausgestaltung umfasst der Antriebsstrang mindestens einen Freilauf.
Vorteil der Ausgabevorrichtung mit Freilauf ist, dass die Trommel mittels des Betätigungsmittels
nur in eine Richtung angetrieben ist. Insbesondere beim Zurückstellen des Betätigungsmittels
wird durch den Freilauf verhindert, dass eine umgekehrte Drehung der Trommel erfolgt,
die beispielsweise ein Wiedereinziehen des bahnförmigen Flächenproduktes zur Folge
hätte.
[0093] In einer weiteren Ausgestaltung umfasst ein Freilauf unterschiedliche Freilaufarten
beziehungsweise Vorrichtungen, die einen Freilauf ermöglichen. Zumindest ist unter
einem Freilauf ein Klemmrollenfreilauf, ein Klemmkörperfreilauf, ein Zahnscheibenfreilauf
und/oder ein Schlingfederfreilauf zu verstehen. Weitere Freilaufmechanismen fallen
ebenfalls unter den Begriff "Freilauf", solange sie eine Drehung beziehungsweise einen
Antrieb der Trommel in nur eine Richtung ermöglichen.
[0094] In einer Ausgestaltung ist vorgesehen, dass der Antriebsstrang mindestens eine Zahnstange
umfasst, die dem Betätigungsmittel zugeordnet ist. In einer weiteren Ausgestaltung
ist vorgesehen, dass dem Betätigungsmittel zwei, drei oder mehr als drei Zahnstangen
zugeordnet sind, die in jeweils einem Antriebsstrang eingreifen. Die Zahnstange ist
insbesondere fest mit dem Betätigungsmittel verbunden oder einteilig mit diesem ausgestaltet.
[0095] In einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Zahnstange mit einem Ritzel
in Eingriff steht, das über einen Freilauf mit weiteren Komponenten des Antriebsstranges
verbunden ist. Insbesondere ist vorgesehen, dass das Betätigungsmittel zumindest zwei
Zahnstangen aufweist, die jeweils mit einem Ritzel in Eingriff stehen. Vorteilhafterweise
sind die beiden Ritzel über eine Welle miteinander verbunden. Insbesondere sind die
Ritzel Teil von jeweils einem Antriebsstrang. Vorzugsweise ist gemäß einer Ausgestaltung
vorgesehen, dass dem Betätigungsmittel mindestens zwei Antriebsstränge zugeordnet
sind, die jeweils die Trommel antreiben. Dies hat den Vorteil, dass, wenn die Antriebsstränge
beidseitig des Betätigungsmittels angeordnet sind, eine gleichmäßige Krafteintragung
an die Antriebsstränge und somit in die Trommel erfolgt.
[0096] In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass zumindest ein Antriebsstrang
einen Rückstellmechanismus umfasst, mittels dem die Trommel in eine Grundposition
gedreht wird. Die Grundposition ist insbesondere eine Position, in der das Messer
beziehungsweise der Messerträger in der Trommel in einer Position verbleibt, in der
das Messer nicht über den Trommelmantel hinausragt.
[0097] Verharrt die Trommel in der Grundposition, wird kein Flächenprodukt gefördert. Besonders
vorteilhaft ist vorgesehen, dass bei einem einmaligen Betätigen des Betätigungsmittels
die Trommel eine vollständige Umdrehung vollführt, wobei insbesondere der Rückstellmechanismus
dafür Sorge trägt, dass die Trommel eine vollständige Umdrehung vollführt, auch wenn
durch den Krafteintrag des Betätigungsmittels in den Antriebsstrang nur eine teilweise,
insbesondere etwa eine halbe, vorzugsweise mehr als eine halbe, weiter bevorzugt etwa
eine dreiviertel Umdrehung der Trommel ausgeführt wird.
[0098] Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, dass der Rückstellmechanismus zumindest eine
Feder umfasst. Vorzugsweise umfasst der Rückstellmechanismus zumindest eine Biegefelder
und zumindest ein Umlenkmittel. Eine Ausgestaltung sieht weiterhin vor, dass der Rückstellmechanismus
zumindest genau eine Biegefeder mit genau einem Umlenkmittel umfasst. Die Biegefeder
wird bei Betätigung des Betätigungsmittels beziehungsweise bei Drehung der Rolle ausgelenkt
beziehungsweise mittels des Umlenkmittels umgelenkt, so dass bei Erreichen einer definierten
Umdrehung der Trommel die verbleibende Drehung der Trommel bis zur Grundposition durch
die Rückstellkraft der Biegefeder erfolgt. Weiterhin sieht eine Ausgestaltung vor,
dass der Rückstellmechanismus zumindest zwei Federn umfasst, wovon weiter bevorzugt
zumindest eine Feder eine Biegefeder ist. In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen,
dass zumindest eine Feder eine andere Federsteifigkeit aufweist. Insbesondere ist
eine Feder dazu ausgelegt, eine einmal begonnene Rotation der Trommel zu Ende zu führen.
Weiterhin ist vorteilhaft vorgesehen, dass eine weitere Feder dazu ausgelegt ist,
die Rotationsbewegung zu bremsen. Vorteilhafterweise wird dadurch erreicht, dass etwa
eine vollständige Umdrehung der Trommel bei einmaligen Betätigen des Antriebstranges
vollzogen wird. In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Federn an unterschiedlichen
Seiten der Trommel angeordnet sind.
[0099] Gemäß einer Ausgestaltung vorgesehen, dass die Feder mit einem Ende an einem Hebel
angeordnet ist, der wiederum mit dem Antriebsstrang verbunden ist. Der Hebel ist gemäß
einer Ausgestaltung mit einem polygonalen Einsatzteil verbunden, das in eine entsprechende
Aufnahme im Antriebsstrang einsetzbar ist. Vorzugsweise ist das polygonale Einsatzteil
gleichmäßig, vorzugsweise sternförmig ausgestaltet. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil,
dass Federn mit unterschiedlichen Federkonstanten oder Federlängen, die insbesondere
auf Fertigungstoleranzen zurückzuführen sind, einsetzbar sind. Bei dem Zusammenbau
der Ausgabevorrichtung kann eine Vorspannung der Feder justiert werden, indem das
polygonale Einsetzteil entsprechend gedreht in die Aufnahme gesetzt wird. Weiterhin
ist gemäß einer Ausgestaltung vorgesehen, dass die Federn derart angeordnet sind,
dass eine erste Feder nach einer ersten Teilumdrehung der Trommel eine zweite Teilumdrehung
der Trommel bewirkt. Weiterhin ist in einer Ausgestaltung vorgesehen, dass zumindest
eine zweite Feder nach einer zweiten Teilumdrehung der Trommel eine dritte Teilumdrehung
der Trommel bewirkt. Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass die erste Teilumdrehung
und die zweite Teilumdrehung eine vollständige Umdrehung ergeben. In einer weiteren
Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die erste Teilumdrehung, die zweite Teilumdrehung
und die dritte Teilumdrehung eine vollständige Umdrehung der Trommel ergeben. Vorzugsweise
wirkt die erste Feder nach einer Teilumdrehung der Trommel von etwa 20° bis etwa 45°.
Weiter bevorzugt wirkt die zweite Feder nach einer Teilumdrehung von etwa 35° bis
etwa 90°. In einer weiterhin bevorzugten Ausgestaltung wirken die Federn in einem
Umdrehungsabstand von etwa 10° bis etwa 30°, vorzugsweise etwa 15° bis etwa 20°. Unter
Umdrehungsabstand ist im Sinne der Erfindung ein Umdrehungswinkel zu verstehen, um
den die Trommel bewegt wird, zwischen dem Wirken der ersten Feder und dem Wirken der
zweiten Feder. Beispielsweise wird die Trommel eine erste Teilumdrehung von etwa 30°
durch eine Betätigung eines Benutzers gedreht. Die erste Feder ist derart insbesondere
vorgespannt angeordnet, dass diese die Trommel nun um mindestens etwa 15° weiter dreht
- den Umdrehungsabstand, der in diesem Beispiel der zweiten Teilumdrehung entspricht.
Die zweite Feder ist beispielsweise derart angeordnet, dass diese bei einem Umdrehungswinkel
von etwa 45° wirkt und die Trommel etwa um weitere 315° dreht.
[0100] Eine weitere Ausführungsform sieht vor, dass der Antriebsstrang ein Klinkenrad und
eine Sperrklinke umfasst. Das Klinkenrad und die Sperrklinke wirken derart zusammen,
dass bei einer Drehung der Trommel ein Zurückdrehen der Trommel insbesondere durch
die Kraft der Biegefeder weitgehend verhindert wird.
[0101] Des Weiteren wird ein Verfahren zum Antrieb einer Trommel einer Ausgabevorrichtung
vorgeschlagen, wobei die Ausgabevorrichtung eine Fördereinheit mit zumindest einer
Trommel und einer Antriebseinheit umfasst. Dabei wird ein Betätigungsmittel der Antriebseinheit
betätigt und ein insbesondere über das Betätigungsmittel eingeleitetes Moment in den
Antriebsstrang auf die Trommel übertragen. Das Betätigungsmittel wird nach Betätigung
zurückgestellt, wobei mittels eines Freilaufs im Antriebsstrang eine Umkehr der Drehrichtung
der Trommel verhindert wird.
[0102] In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass mittels eines Rückstellmechanismus
die Trommel nach einer Betätigung des Betätigungsmittels in eine Grundposition überführt
wird.
[0103] In einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Rückstellmechanismus eine
Biegefeder und einen Umlenkmechanismus umfasst, wobei die Biegefelder einseitig an
der Trommel und/oder dem Antriebsstrang zugeordnet ist und bei einer Drehung der Trommel
und/oder einer Betätigung des Antriebsstranges die Biegefeder ausgelenkt wird. Nach
Überschreiten einer definierten Auslenkung der Biegefeder strebt die Biegefeder in
einen energiearmen Zustand zurück und die Trommel wird in eine Grundstellung überführt.
[0104] Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, dass der Trommel und/oder dem Antriebsmechanismus
ein Klinkenrad und eine in das Klinkenrad eingreifende Sperrklinke zugeordnet sind.
Das Klinkenrad und die Sperrklinke bewirken, vorzugsweise bei einer Auslenkung der
Biegefeder vor Überschreiten der definierten Auslenkung, dass die Trommel nur in eine
Drehrichtung gedreht wird.
[0105] Die vorliegende Erfindung betrifft weiterhin eine Ausgabevorrichtung umfassend ein
Deckelteil und ein Gehäuseteil und zwei Seitenwände, wobei die Ausgabevorrichtung
im Inneren des Gehäuseteils wenigstens einen Öffnungsarm aufweist, wobei der wenigstens
eine Öffnungsarm ein unteres Ende, ein oberes Ende und einen Schaft aufweist, und
der wenigstens eine Öffnungsarm einer der beiden Seitenwände zugeordnet ist und der
Schaft des wenigstens einen Öffnungsarms im Wesentlichen parallel zu einer der beiden
Seitenwände in einer unteren Halteposition, welche einem Deckelteil in Schließstellung
zugeordnet ist, angeordnet ist, und der wenigstens eine Öffnungsarm durch wenigstens
einen Führungsschacht derart führbar ist, dass der wenigstens eine Öffnungsarm in
eine obere Halteposition, welche einem Deckelteil in Offenstellung zugeordnet ist,
überführbar ist.
[0106] Durch ein Hochklappen des Deckelteils der Ausgabevorrichtung wird diese derart geöffnet,
dass ein Nachfüllen mit flächenartigen Produkten bequem möglich ist. So sind im Falle
der vorgeschlagenen Ausgabevorrichtung beim Nachfüllen keinerlei störende Teile vorhanden,
wie zum Beispiel zu den Seiten oder nach unten hin aufgeklappte Deckelteile.
[0107] Allerdings haben die Erfinder Probleme, welche mit dem Hochklappen des Deckels der
Ausgabevorrichtung verbunden sind, festgestellt. Auf das nach oben geklappte Deckelteil
wirkt im geöffneten Zustand der Ausgabevorrichtung eine Gewichtskraft, welche das
Deckelteil ungewollt herunterklappen lässt. Zudem können durch den Kraftstoß, welche
dadurch entsteht, dass das Deckelteil mit den Seitenwänden oder einem Boden der Ausgabevorrichtung
beim Schließen der Ausgabevorrichtung zusammentrifft, Materialschädigungen oder Verletzungen
beim Benutzer verursacht werden. Weiterhin muss beim Öffnen der Ausgabevorrichtung
die Gewichtskraft, welche auf das Deckelteil wirkt, überwunden werden, was zusätzlichen
Kraftaufwand in Form einer Hubkraft durch den Benutzer erfordert.
[0108] Gelöst wird das Problem dadurch, dass die Öffnungsarme in geöffneter Position des
Deckelteils sich sicher in einer Halteposition befinden, wodurch ein ungewolltes Nach-Unten-Klappen
des Deckelteils verhindert ist. Ein Haltemittel trägt zu einer Stabilisierung der
Rastposition und somit des geöffneten Zustands der Ausgabevorrichtung bei. Ferner
ist das Haltemittel bevorzugt derart ausgestaltet, dass zum Öffnen der Ausgabevorrichtung
ein geringerer Kraftaufwand notwendig ist als zum Schließen der Ausgabevorrichtung.
[0109] Bevorzugt weist die Ausgabevorrichtung wenigstens ein Haltemittel auf. Bevorzugt
ist das wenigstens eine Haltemittel wenigstens teilweise im Führungsschacht angeordnet.
Bevorzugt ist das wenigstens eine Haltemittel wenigstens einer Wand des Führungsschachts
zugeordnet.
[0110] Bevorzugt weist das wenigstens eine Haltemittel eine längliche Erstreckung L, eine
Tiefe, und eine Dicke auf. Bevorzugt weist das wenigstens eine Haltemittel eine längliche
Erstreckung L, eine Tiefe, eine Höhe und eine Dicke auf. Eine Höhe H ist bevorzugt
als maximale Höhe des Haltemittels definiert. Bevorzugt ist das Haltemittel teilweise
flächig ausgebildet. Bevorzugt ist das Haltemittel teilweise flächig ausgebildet aufweisend
eine Länge, eine Tiefe, und eine Dicke. Bevorzugt ist das Haltemittel in Richtung
einer Normalen einer oberen Fläche desselben elastisch ausgebildet. Bevorzugt weist
das Haltemittel in Richtung einer Normalen wenigstens einer oberen Fläche des Haltemittels
eine größere Elastizität auf als in wenigstens einer Richtung senkrecht zu der Normalen
der Fläche des Haltemittels.
[0111] Bevorzugt ist das Haltemittel derart ausgebildet, dass an wenigstens einer oberen
oder unteren Fläche des Haltemittels der Öffnungsarm entlang führbar ist und der Öffnungsarm
dabei in Kontakt mit der wenigstens einen oberen oder unteren Fläche des Haltemittels
führbar ist. Bevorzugt ist das Haltemittel derart ausgebildet, dass an einer oberen
oder unteren Fläche des Haltemittels der Öffnungsarm aufweisend wenigstens einen Vorsprung
vorbeiführbar ist und der wenigstens eine Vorsprung des Öffnungsarms wenigstens teilweise
in Kontakt mit der wenigstens einen Fläche des Haltmittels führbar ist.
[0112] Bevorzugt weist das Haltemittel wenigstens ein Segment auf. Im Zusammenhang der vorliegenden
Erfindung ist ein Segment bevorzugt ein Bereich des Haltemittels, der zwischen wenigstens
zwei ausgezeichneten Stellen des Haltmittels liegt. Bevorzugt weisen die ausgezeichneten
Stellen in wenigstens einer Raumrichtung ein Maximum, Minimum und/oder Wendepunkt
bzw. Sattelpunkt auf oder sind Anfangs- oder Endpunkte des Haltmittels.
[0113] Bevorzugt ist das wenigstens eine Segment flächig ausgebildet. Bevorzugt weist das
Haltemittel wenigstens zwei Segmente auf. Bevorzugt weist das Haltemittel wenigstens
zwei Segmente auf, die aneinander anschließen.
[0114] Bevorzugt weist das Haltemittel wenigstens ein Segment auf, das in Richtung einer
Normalen einer Oberfläche des Segmentes elastisch ausgebildet ist. Bevorzugt weist
das Haltemittel wenigstens ein Segment mit wenigstens einer Oberfläche auf, das in
Richtung einer Normalen der wenigstens einen Fläche eine größere Elastizität aufweist
als in wenigstens einer Richtung senkrecht zu einer Normalen der Fläche.
[0115] Bevorzugt ist das Haltemittel derart ausgebildet, dass an wenigstens einem Segment
des Haltemittels der Öffnungsarm entlangführbar und der Öffnungsarm dabei in Kontakt
mit dem Segment führbar ist. Bevorzugt ist das Haltemittel derart ausgebildet, dass
an einem Segment des Haltemittels der Öffnungsarm mit einem Vorsprung vorbeiführbar
ist und der Öffnungsarm dabei durch den wenigstens einen Vorsprung in Kontakt mit
dem wenigstens einen Segment führbar ist.
[0116] In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Haltemittel wenigstens ein Maximum
M auf. In einer weiteren Ausführungsform weist das Haltemittel wenigstens zwei Maxima
auf. Ein Maximum M kann in diesem Zusammenhang auch ein unstetiges Maximum sein, d.h.
ein Maximum M welches spitz ausgebildet ist.
[0117] Der Ausdruck Maximum M im Zusammenhang mit dem wenigstens einen Haltemittel ist über
ein streng mathematisches Verständnis hinausgehend zu verstehen. Ein Maximum M im
Sinne der Anmeldung muss nicht notwendigerweise entlang allen Raumrichtungen vorliegen,
sondern wenigstens entlang einer Raumrichtung.
[0118] Bevorzugt weist das Haltemittel wenigstens zwei Segmente auf, die derart aneinander
anschließen, dass ein Maximum M gebildet wird. Dem Maximum werden bevorzugt die beiden
Innenwinkel λ und λ' zugeordnet, wobei jeweils einer der beiden Winkel jeweils einem
der beiden das Maximum M bildenden Segmente zugeordnet ist.
[0119] In einer bevorzugten Ausführungsform nehmen λ' und λ zusammen einen Wert im linearenBereich
von etwa 20° bis etwa 140°, weiter bevorzugt einen Wert im Bereich von etwa 50° bis
etwa 140°, noch weiter bevorzugt von etwa 70° bis etwa 120°,an.
[0120] Bevorzugt nimmt der Winkel λ' einen Wert im Bereich von etwa 10° bis etwa 70°, weiter
bevorzugt einen Wert im Bereich von etwa 25° bis etwa 70°, noch weiter bevorzugt von
etwa 35° bis etwa 60°, an.
[0121] Bevorzugt nimmt der Winkel λ einen Wert im Bereich von etwa 10° bis etwa 70°, weiter
bevorzugt einen Wert im Bereich von etwa 25° bis etwa 70°, noch weiter bevorzugt von
etwa 35° bis etwa 60°, an.
[0122] Bevorzugt weist die Ausgabevorrichtung wenigstens zwei Haltemittel auf. In einer
Ausführungsform sind die zwei bevorzugt zumindest teilweise flächig ausgebildeten
Haltemittel der selben Wandung des Führungsschachts zugeordnet. In einer weiteren
Ausführungsform sind die zwei bevorzugt zumindest teilweise flächig ausgebildeten
Haltemittel zwei senkrecht zueinander angeordneten Wandungen des Führungsschachts
zugeordnet. In einer weiteren Ausführungsform sind die zwei bevorzugt zumindest teilweise
flächig ausgebildeten Haltemittel zwei senkrecht zueinander angeordneten Wandungen
des Führungsschachts zugeordnet.
[0123] Eine derartige Anordnung kann dahingehend als Grundeinheit angesehen werden, dass
mehrere solcher Grundeinheiten innerhalb eines Haltemittels miteinander verknüpfbar
sind. Die Verknüpfung solcher Grundeinheiten kann entweder unmittelbar oder mittelbar
durch weitere Segmente erfolgen. Die Grundeinheiten können gleich oder unterschiedlich
ausgebildet sein.
[0124] Das sichere Schließen der Ausgabevorrichtung wird bevorzugt durch wenigstens ein
Bremsmittel unterstützt. Durch das Bremsmittel wird das Herunterklappen des Deckelteils
verlangsamt und somit insbesondere Materialschädigungen verhindert, welche dadurch
entstehen, dass das Deckelteil mit den Seitenwänden oder dem Boden der Ausgabevorrichtung
in einem starken Kraftstoß zusammentrifft. Sofern der Benutzer mit seinen Gliedmaßen,
insbesondere mit seinen Fingern, sich noch zwischen Bodenbereich und Deckelteil oder
Seitenwänden und Deckelteil befindet, wird erreicht, dass die entsprechenden Gliedmaßen
des Benutzers nur eine verringerte Kraft durch das hinunterklappende Deckelteil erfahren.
[0125] Dieser Mechanismus wird bevorzugt durch eine gefederte Verbindung der Öffnungsarme
mit dem Deckelteil der Ausgabevorrichtung unterstützt, wodurch erreicht wird, dass
beim Herunterklappen des Deckelteils die auf das Deckelteils wirkende Kraft über die
Öffnungsarme abgefedert wird und die entsprechende Energie als Federenergie gespeichert
wird. Dies ist auch vorteilhaft beim Öffnen der Ausgabevorrichtung. In einer Ausführungsform
wird die gespeicherte Federenergie dazu verwendet, beim Hochklappen des Deckels die
notwendige Hubkraft aufzubringen.
[0126] Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung ist unter dem Ausdruck "geschlossene
Ausgabevorrichtung" eine Ausgabevorrichtung mit geschlossenem oder auch verschlossenem
Deckelteil beziehungsweise Deckelteil in Schließstellung zu verstehen. Unter dem Ausdruck
"offene" oder auch "geöffnete Ausgabevorrichtung" ist eine Ausgabevorrichtung mit
geöffnetem Deckelteil beziehungsweise Deckelteil in Offenstellung zu verstehen. Bevorzugt
wird die Ausgabevorrichtung durch ein Hocklappen des Deckelteils geöffnet. Dabei bedeutet
der Ausdruck "Hocklappen" des Deckelteils bevorzugt eine Kombination von Dreh- und
Translationsbewegung des Deckelteils, weiter bevorzugt eine Translationsbewegung parallel
zur Rückwand der Ausgabevorrichtung und eine Drehbewegung um eine Achse, die bevorzugt
zwischen der Oberseite des Deckelteils und der Rückwand der Ausgabevorrichtung angeordnet
ist.
[0127] Ferner ist der Ausdruck geschlossene Ausgabevorrichtung im Zusammenhang mit der vorliegenden
Erfindung nicht nur auf jene Zustände der Ausgabevorrichtung beschränkt, in denen
das Deckelteil formschlüssig mit dem Gehäuseteil der Ausgabevorrichtung verbunden
ist, sondern umfasst auch einen solchen Zustand, in dem das Deckelteil heruntergeklappt
zumindest teilweise am Gehäuse der Ausgabevorrichtung zum Anliegen kommt.
[0128] Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung bezeichnet der Ausdruck "Innenseite
einer Seitenwand der Ausgabevorrichtung" den Teil der Seitenwand, welcher dem Inneren
des Gehäuseteils zugeordnet werden kann. Die "Außenseite einer Seitenwand der Ausgabevorrichtung"
bezeichnet hingegen die Seite der Seitenwand der Ausgabevorrichtung, welche in Kontakt
mit der Umgebung steht.
[0129] In einer Ausgestaltung umfasst die Ausgabevorrichtung wenigstens eine erste Einsatzwandung.
Bevorzugt ist die Einsatzwandung im Wesentlichen parallel zu der ersten und/oder zweiten
Seitenwand der Ausgabevorrichtung angeordnet.
[0130] In einer bevorzugten Ausgestaltung umfasst die Ausgabevorrichtung wenigstens eine
erste und eine zweite Einsatzwandung. Bevorzugt sind die wenigstens eine erste und
wenigstens eine zweite Einsatzwandung im Wesentlichen jeweils parallel zu der ersten
und zweiten Seitenwand der Ausgabevorrichtung angeordnet.
[0131] Die "Innenseite einer Einsatzwandung" bezeichnet im Zusammenhang mit der vorliegenden
Erfindung die Seite der Einsatzwandung, deren Flächennormalen von der Innenseite der
Seitenwand der Ausgabevorrichtung, welche bezüglich der betreffenden Einsatzwandung
näher beabstandet ist, im Wesentlichen wegzeigten.
[0132] Die "Außenseite einer Einsatzwandung" bezeichnet im Zusammenhang mit der vorliegenden
Erfindung die Seite der Einsatzwandung, deren Flächennormalen auf die Innenseite der
Seitenwand der Ausgabevorrichtung, welche bezüglich der betreffenden Einsatzwandung
näher beabstandet ist, im Wesentlichen hinzeigen.
[0133] Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung wird unter dem Begriff "Vorsprung"
ein Teil eines Elementes verstanden, welches wenigstens in einer Raumrichtung bezüglich
wenigstens eines anderen direkt angrenzenden Bereichs eines Elementes hervorsteht.
[0134] Soweit im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung davon die Rede ist, dass ein
bestimmtes Bauteil einem anderen Bauteil zugeordnet ist, insbesondere einer Wand oder
Wandung zugeordnet ist, ist hierunter zu verstehen, dass das entsprechende Bauteil
entweder unmittelbar an das andere Bauteil, insbesondere die Wand oder Wandung, angrenzt,
oder über dem Fachmann bekannte Verbindungsmittel mit dem anderen Bauteil, insbesondere
der Wand oder Wandung, verbunden ist oder lediglich eine räumliche Nähe zu dem anderen
Bauteil, insbesondere der Wand oder Wandung aufweist.
[0135] Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung wird unter dem Begriff "untere Halteposition"
eine Stellung des wenigstens einen Öffnungsarms verstanden, welche der Öffnungsarm
einnimmt, wenn die Ausgabevorrichtung in einem geschlossenen Zustand vorliegt. Bevorzugt
kann der Öffnungsarm ausgehend von der unteren Halteposition innerhalb der Ausgabevorrichtung
nicht weiter nach unten bewegt werden.
[0136] Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung wird unter dem Begriff "obere Halteposition"
eine Stellung des wenigstens einen Öffnungsarms verstanden, welche der Öffnungsarm
einnimmt, wenn die Ausgabevorrichtung in einem geöffneten Zustand vorliegt. Bevorzugt
kann der Öffnungsarm ausgehend von der oberen Halteposition innerhalb der Ausgabevorrichtung
nicht weiter nach oben bewegt werden.
[0137] Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung wird unter dem Begriff "Führungsschacht"
im Wesentlichen der Teil des Inneren der Ausgabevorrichtung verstanden, durch welchen
sich der wenigstens eine Öffnungsarm hindurchbewegt, wenn sich der wenigstens eine
Öffnungsarm zwischen der unteren und der obere Halteposition bewegt.
[0138] Der wenigstens eine Öffnungsarm weist drei Bereiche auf: einen mittleren als Schaft
bezeichneten Teil und jeweils zwei endständige Teile. Gemäß der Anordnung des wenigstens
einen Öffnungsarms im Inneren der Ausgabevorrichtung wird der erste der beiden endständigen
Teile des wenigstens einen Öffnungsarms als unteres Ende und der andere endständige
Teil als oberes Ende des wenigstens einen Öffnungsarms bezeichnet. Dabei entspricht
die Länge des Schafts etwa 50 % bis etwa 90 %, weiter bevorzugt etwa 60 % bis etwa
80 % und weiter bevorzugt etwa 75 % einer Gesamtlänge des Öffnungsarms . Weiter bevorzugt
ist der mittlere Teil des Öffnungsarms in einer Breite gegenüber den beiden Enden
verjüngt.
[0139] Der Begriff "im Wesentlichen" oder "etwa" im Sinne der vorliegenden Erfindung gibt
insbesondere für Werte oder Wertebereiche einen Toleranzbereich an, der für den Fachmann
unter technischen Gesichtspunkten zu vertreten ist, so dass das entsprechende Merkmal
noch als solches zu erkennen ist. Insbesondere ist darunter ein Toleranzbereich von
+/- 20 %, bevorzugt +/-10 %, weiter bevorzugt +/- 5 % zu verstehen.
[0140] Das obere Ende des Deckelteils ist mit dem Deckelteil der Ausgabevorrichtung drehbar
verbunden. Bevorzugt ist das obere Ende einen Deckelteils mit dem Deckelteil der Ausgabevorrichtung
drehbar federnd verbunden. Der Ausdruck "drehbar federnd verbunden" bedeutet im Zusammenhang
mit der vorliegenden Erfindung, dass die entsprechenden Bauteile derart miteinander
verbunden sind, dass die beiden Bauteile relativ zueinander wenigstens um eine Drehachse
wenigstens teilweise unter Aufbringen einer Kraft, bevorzugt Rückstellkraft, weiter
bevorzugt einer Federkraft, gegeneinander drehbar sind.
[0141] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist das obere Ende des wenigstens einen Öffnungsarms
drehbar federnd durch eine Spiralfeder, bevorzugt durch eine Drehfeder, mit dem Deckelteil
verbunden. Die Drehfeder hat in einer Ausgestaltung im Wesentlichen die gleiche Form
wie eine zylindrische Schraubenfeder und ist so ausgebildet, dass die Feder durch
ein Verdrehen um die Federachse belastet werden kann. Die Beanspruchung des Federdrahtes
ist bevorzugt eine Biegebeanspruchung. Bevorzugt ist die Drehfeder aus rundem Federstahldraht
gefertigt. Alternativ kann eine Spiralfeder verwendet werden.
[0142] In einer Ausführungsform wird die Drehfeder auf einem Bolzen geführt. Bevorzugt ist
die Feder derart ausgestaltet, dass genügend Spiel zwischen Bolzen und Feder vorhanden
ist. Bevorzugt beträgt der Durchmesser des Bolzens etwa 60 % bis etwa 95 %, weiter
bevorzugt etwa 80 % bis etwa 95 % und noch bevorzugter etwa 80 bis etwa 90 % des Innendurchmessers
der Feder. Die Verwendung eines Bolzens kann der Feder zusätzliche Stabilität verleihen
und ein Ausknicken der Feder verhindern.
[0143] Schenkellängen und -formen werden auf die gewünschte Führung von Öffnungsarm und
Deckelteil abgestimmt. Bevorzugt findet diese Abstimmung mit den anderen Teilen der
Ausgabevorrichtung statt, bevorzugt mit dem Haltemittel.
[0144] Die obere Halteposition ist bevorzugt so ausgestaltet, dass sich der untere Teil
des Öffnungsarms in die obere Halteposition einpassen kann. Bevorzugt entspricht das
Profil oder die Form der oberen Halteposition im Wesentlichen dem Profil oder der
Form des unteren Teils des Öffnungsarms. Hierdurch kann der Öffnungsarm stabil in
der oberen Halteposition gehalten werden.
[0145] In einer weiteren Ausführungsform weist die obere Halteposition ein Begrenzungsmittel
auf, welches die obere Halteposition wenigstens teilweise nach oben hin begrenzt.
Hierdurch kann der Öffnungsarm nicht weiter als bis zu der oberen Halteposition bewegt
werden und es wird vermieden, dass der Öffnungsarm den Führungsschacht verlässt.
[0146] Bevorzugt weist der wenigstens eine Öffnungsarm wenigstens einen Vorsprung auf.
[0147] Im Zusammenhang mit dem wenigstens einen Öffnungsarm ist das Merkmal "Vorsprung"
als ein Bereich des wenigstens einen Öffnungsarms aufzufassen, der in Bezug auf wenigstens
eine Raumrichtung eine Ausdehnung gegenüber den nicht als Vorsprung ausgebildeten
Bereichen des wenigstens einen Öffnungsarms aufweist.
[0148] Bevorzugt weist der wenigstens eine Öffnungsarm wenigstens einen ersten seitlichen
Vorsprung auf. Bevorzugt ist der weist der wenigstens eine Öffnungsarm wenigstens
einen ersten mittigen Vorsprung auf. Bevorzugt ist der weist der wenigstens eine Öffnungsarm
wenigstens einen ersten seitlichen und/oder wenigstens einen ersten mittigen Vorsprung
auf.
[0149] Im Zusammenhang mit dem wenigstens einen Vorsprung des wenigstens einen Öffnungsarms
ist das Merkmal "seitlich" bevorzugt als im Wesentlichen senkrecht zu wenigstens einer
Seitenwand der Ausgabevorrichtung zu verstehen. Im Zusammenhang mit dem wenigstens
einen Vorsprung des wenigstens einen Öffnungsarms ist das Merkmal "mittig" bevorzugt
als im Wesentlichen parallel zu wenigstens einer Seitenwand der Ausgabevorrichtung
zu verstehen.
[0150] Bevorzugt weist der wenigstens eine Öffnungsarm mit wenigstens einem ersten seitlichen
Vorsprung auf, welcher im Wesentlichen senkrecht aus dem Öffnungsarm hervor tritt.
Bevorzugt weist der wenigstens eine Öffnungsarm wenigstens einen ersten seitlichen
Vorsprung, der im Wesentlichen senkrecht aus dem Öffnungsarm hervor tritt, und weiter
bevorzugt eine im Wesentlichen abgerundete Teilstruktur aufweist, auf.
[0151] Bevorzugt weist der Öffnungsarm wenigstens einen ersten seitlichen Vorsprung an seinem
unteren Ende auf, welcher bevorzugt im Wesentlichen senkrecht aus dem unteren Ende
des Öffnungsarms hervor tritt. Besonders bevorzugt weist der erste seitliche Vorspruch
eine nockenartige Form auf, wobei vorzugsweise der erste seitliche Vorsprung weist
an einem Ende eine im Wesentlichen kreisrunde Teilstruktur auf, welche am anderen
Ende des Vorsprungs einen spitz zulaufenden Fortsatz ausbildet.
[0152] In einer weiteren Ausführungsform weist der Öffnungsarm einen zweiten seitlichen
Vorsprung an seinem unteren Ende auf, welcher bevorzugt im Wesentlichen senkrecht
aus dem unteren Ende des Öffnungsarms gegenüberliegend zum ersten seitlichen Vorsprung
hervor tritt. Besonders bevorzugt weist der zweite seitliche Vorsprung eine nockenartige
Form auf, die vorzugsweise entsprechend derjenigen des ersten seitlichen Vorsprungs
gebildet sein kann.
[0153] In einer weiteren Ausführungsform weist der Öffnungsarm einen mittleren, zwischen
erstem und zweitem seitlichen Vorsprung angeordneten Vorsprung auf, welcher bezüglich
einem ersten und einem zweiten seitlichen Vorsprung senkrecht angeordnet ist. Bevorzugt
ist der mittlere Vorsprung länglich in Längsrichtung des Öffnungsarms ausgeprägt.
[0154] Bevorzugt wird der Führungsschacht durch die Bewegung des wenigstens einen Führungsarms
von einer unteren in eine obere Halteposition definiert. Der Führungsschacht ist bevorzugt
als wenigstens dasjenige Volumen aufzufassen, in dem der Öffnungsarm geführt ist.
[0155] In einer Aufführungsform umfasst der Führungsschacht wenigstens eine Führungsschiene.
Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung bezeichnet der Ausdruck "Führungsschiene"
ein längliches Element umfassend wenigstens eine Führungsbahn, wobei die Führungsbahn
bevorzugt ein Steg oder eine Rille oder auch nur eine Teilfläche der Führungsschiene
ist, auf der der Öffnungsarm geführt ist. Die Führungsbewegung entlang der Führungsschiene
findet bevorzugt durch Rollen und besonders bevorzugt durch Gleiten statt.
[0156] Bevorzugt ist die Führungsbahn der Führungsschiene eine länglich ausgebildete Aussparung
oder Steg oder Kufe. Weiter bevorzugt ist die Führungsbahn der Führungsschiene eine
länglich ausgebildete Aussparung. Bevorzugt ist die Aussparung entweder als Rille/Nut
oder als Durchgang ausgebildet.
[0157] Bevorzugt ist die Führungsbahn derart ausgestaltet, dass ein Vorsprung des wenigstens
einen Öffnungsarms in die Führungsbahn eingreifen kann. Bevorzugt ist die Führungsbahn
derart ausgestaltet, dass der Öffnungsarm mit einem Vorsprung in die Führungsbahn
eingreifen kann und der Öffnungsarm zumindest teilweise entlang der Führungsbahn in
einer Richtung entlang einer Länge der Führungsbahn geführt werden kann. Bevorzugt
wird der Öffnungsarm dabei von einer unteren in eine obere Halteposition überführt.
[0158] Bevorzugt ist das Haltemittel teilweise flächig ausgebildet und eine obere Fläche
des Haltemittels im Wesentlichen senkrecht zu einer Länge der Führungsbahn angeordnet.
[0159] Bevorzugt ist die längliche Erstreckung L des Haltemittels im Wesentlichen parallel
zu einer länglichen Erstreckung L der Führungsbahn angeordnet. In einer bevorzugten
Ausführungsform greift ein seitlicher Vorsprung des wenigstens einen Führungsarms
in eine als Durchgang ausgebildete Führungsbahn ein. In einer weiteren Ausführungsform
greift ein mittlerer Vorsprung des wenigstens einen Führungsarms in eine als Rille
ausgebildete Führungsbahn ein.
[0160] Bevorzugt weist die Führungsschiene wenigstens einen ersten Wandabschnitt auf.
[0161] Sofern im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung der Ausdruck "Wandabschnitt"
im Zusammenhang mit einer Führungsschiene verwendet wird, ist als "Wandabschnitt"
derjenige Bereich zu verstehen, der die Führungsbahn von den weiteren Bereichen der
Führungsschiene abgrenzt und/oder die Führungsbahn definiert.
[0162] Bevorzugt weist die Führungsscheine wenigstens einen ersten und einen zweiten Wandabschnitt
auf. In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Führungsscheine wenigstens einen
ersten, einen zweiten und einen dritten Wandabschnitt auf. Bevorzugt weist die Führungsscheine
wenigstens einen Wandabschnitt auf, wobei der wenigstens eine Wandabschnitt wenigstens
eine Wandung aufweist.
[0163] Im Zusammenhang mit dem Wandabschnitt gemäß der vorliegenden Erfindung ist der Ausdruck
"Wandung" als ein oberflächig ausgebildeter Bereich des Wandabschnitts zu verstehen.
Bevorzugt ist als Wandung derjenige oberflächige Bereich des Wandabschnitts zu verstehen,
der die Führungsbahn von den weiteren Bereichen der Führungsschiene abgrenzt und/oder
die Führungsbahn definiert.
[0164] Bevorzugt führt der Öffnungsarm an der Wandung vorbei, bevorzugt mit einem Vorsprung,
wobei die Wandung bevorzugt derart ausgestaltet ist, dass eine Normale der Wandung
im Wesentlichen senkrecht zu der Bewegungsrichtung des Öffnungsarms ist.
[0165] Sofern die Führungsbahn als Durchgang ausgebildet ist, weist die Führungsscheine
wenigstens einen ersten und wenigstens einen zweiten Wandabschnitt auf, wobei der
wenigstens eine erste Wandabschnitt wenigstens eine Wandung aufweist und der wenigstens
eine zweite Wandabschnitt wenigstens eine Wandung aufweist. Wenigstens eine Wandung
des wenigstens einen ersten Wandabschnitts und wenigstens eine Wandung des wenigstens
einen zweiten Wandabschnitts definieren die als Durchgang ausgebildete Führungsbahn
und grenzen diese von den weiteren Bereichen der Führungsschiene ab.
[0166] Sofern die Führungsbahn als Rille ausgebildet ist, weist die Führungsscheine wenigstens
einen ersten, wenigstens einen zweiten und wenigstens einen dritten Wandabschnitt
auf, wobei der wenigstens eine erste Wandabschnitt wenigstens eine Wandung aufweist,
der wenigstens eine zweite Wandabschnitt wenigstens eine Wandung aufweist und der
wenigstens eine dritte Wandabschnitt wenigstens eine Wandung aufweist. Wenigstens
eine Wandung des wenigstens einen ersten Wandabschnitts und wenigstens eine Wandung
des wenigstens einen zweiten Wandabschnitts und wenigstens eine Wandung des wenigstens
einen dritten Wandabschnitts definieren die als Rille ausgebildete Führungsbahn und
grenzen diese von den weiteren Bereichen der Führungsschiene ab.
[0167] In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst der Führungsschacht wenigstens eine
erste und wenigstens eine zweite Führungsschiene. Bevorzugt ist der wenigstens eine
Öffnungsarm von der unteren Halteposition in die obere Halteposition wenigstens teilweise
entlang der wenigstens einen ersten und der wenigstens einen zweiten Führungsschiene
führbar.
[0168] Bevorzugt weist die wenigstens eine erste Führungsscheine und die wenigstens eine
zweite Führungsschiene jeweils wenigstens einen Wandabschnitt auf.
[0169] Bevorzugt weist die wenigstens eine erste Führungsscheine und die wenigstens eine
zweite Führungsschiene jeweils wenigstens einen Wandabschnitt auf, wobei der wenigstens
eine Wandabschnitt der wenigstens einen ersten Führungsschiene und der wenigste eine
Wandabschnitt der wenigstens einen zweiten Führungsschiene jeweils wenigstens eine
Wandung aufweisen.
[0170] Bevorzugt weist die wenigstens eine erste Führungsscheine und die wenigstens eine
zweite Führungsschiene jeweils wenigstens einen Wandabschnitt auf, wobei der wenigstens
eine Wandabschnitt der wenigstens einen ersten Führungsschiene und der wenigste eine
Wandabschnitt der wenigstens einen zweiten Führungsschiene jeweils wenigstens eine
Wandung aufweisen, deren Normalen jeweils zueinander im Wesentlichen senkrecht angeordnet
sind. In einer solchen Ausführungsform sind die Führungsschienen im Wesentlichen senkrecht
zueinander liegenden Wandungen des Führungsschachts zugeordnet.
[0171] In einer weiteren Ausführungsform weist die wenigstens eine erste Führungsscheine
und die wenigstens eine zweite Führungsschiene jeweils wenigstens einen Wandabschnitt
auf, wobei der wenigstens eine Wandabschnitt der wenigstens einen ersten Führungsschiene
und der wenigste eine Wandabschnitt der wenigstens einen zweiten Führungsschiene jeweils
wenigstens eine Wandung aufweisen, deren Normalen jeweils zueinander im Wesentlichen
antiparallel angeordnet sind. In einer solchen Ausführungsform sind die Führungsschienen
gegenüberliegenden Wandungen des Führungsschachts zugeordnet.
[0172] Bevorzugt weist die Ausgabevorrichtung wenigstens ein zumindest teilweise flächig
ausgebildetes Haltemittel und wenigstens eine Führungsschiene auf. Bevorzugt sind
das wenigstens eine Haltelement und die wenigstens eine Führungsschiene derselben
Wandung des Führungsschachts zugeordnet.
[0173] In einer Ausführungsform sind das wenigstens eine Haltelement und die wenigstens
eine Führungsschiene jeweils zwei im Wesentlichen senkrecht zueinander angeordneten
gedachten Wandungen des Führungsschachts zugeordnet.
[0174] In einer Ausführungsform sind das wenigstens eine Haltelement und die wenigstens
eine Führungsschiene jeweils zwei im Wesentlichen gegenüberliegend angeordneten Wandungen
des Führungsschachts zugeordnet.
[0175] In einer bevorzugten Aufführungsform umfasst der Führungsschacht wenigstens eine
Führungsschiene, wobei die Führungsschiene wenigstens einen ersten Wandabschnitt und
eine zweiten Wandabschnitt und eine zwischen erstem und zweitem Wandabschnitt angeordnete
Führungsrille umfasst.
[0176] In einer alternativen Ausführungsform umfasst die Führungsschiene wenigstens einen
mittleren Führungssteg als Führungsbahn und bevorzugt zwei bezüglich dem mittleren
Steg abgesenkte Wandabschnitte.
[0177] In einer Ausführungsform ist wenigstens ein Haltemittel derart in dem Führungsschacht
angeordnet, dass der wenigstens eine Öffnungsarm in der oberen Halteposition gehalten
wird.
[0178] Weiter bevorzugt hält das wenigstens eine Haltemittel den wenigstens einen Öffnungsarm
derart in der oberen Halteposition, dass es zu keiner Bewegung des Öffnungsarms aus
der oberen Halteposition durch den Führungsschacht in Richtung der unteren Halteposition
kommt, ausgelöst durch Kräfte, welche innerhalb der Ausgabevorrichtung und besonders
auf die Ausgabevorrichtung wirken, insbesondere die Gewichtskraft, und nicht vom Benutzer
durch gewolltes Herunterklappen des Deckelteil bewirkt werden.
[0179] Weiter bevorzugt hält das wenigstens eine Haltemittel den wenigstens einen Öffnungsarm
derart in der oberen Halteposition, dass selbst bei einer im Wesentlichen kurzen unbeabsichtigten
Berührung des Deckelteils durch den Benutzer es im Wesentlichen zu keiner Bewegung
des Öffnungsarms in Richtung der unteren Halteposition kommt. Insbesondere ist ein
Kraftaufwand, der von dem Benutzer auf das Deckelteil zum Herunterklappen aufgebracht
wird, größer etwa 10 N.
[0180] Bevorzugt ist das Haltemittel aus einem etwas elastisch verformbaren Material gebildet.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Haltemittel der Ausgabevorrichtung eine
Blattfeder bzw. wirkt wie eine solche.
[0181] Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung wird mit dem Ausdruck "Blattfeder"
ein Haltemittel bezeichnet, wobei das Haltemittel wenigstens in einer Richtung wenigstens
teilweise elastisch ausgebildet ist.
[0182] In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Blattfeder wenigstens drei zusammenhängende
Abschnitte auf. An einen ersten Bereich schließt sich ein zweiter Bereich unter einem
Winkel π an und an den zweiten Bereich schließt sich ein dritter Bereich unter einem
Winkel π' an, wobei die Winkel π' und π' einen unterschiedlichen Drehsinn aufweisen.
Bevorzugt sind die unterschiedlichen Bereiche durch Ausbildung einer abgerundeten
Verbindungskante miteinander verbunden.
[0183] Bevorzugt nimmt der Winkel π einen Wert im Bereich von etwa 150° bis etwa 175°, weiter
bevorzugt einen Wert im Bereich von etwa 155° bis etwa 170°, noch bevorzugter von
etwa 155° bis etwa 165° und noch weiter bevorzugt von etwa 160° an.
[0184] Bevorzugt nimmt der Winkel π' einen Wert im Bereich von etwa 10° bis etwa 70°, weiter
bevorzugt einen Wert im Bereich von etwa 20° bis etwa 65°, noch bevorzugter von etwa
30° bis etwa 55° und ganz besonders bevorzugt von etwa 50° an.
[0185] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist etwa 180° abzüglich von Winkel
n kleiner als Winkel π'.
[0186] In einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform weist der Winkel π einen Wert
von 155° bis etwa 165° auf und der Winkel π' einen Wert im Bereich von etwa 30° bis
etwa 55° auf, und weiter bevorzugt weist der Winkel π einen Wert von etwa 160° auf
und der Winkel π' einen Wert von etwa 50° auf.
[0187] In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Blattfeder aus einem Kunststoff gefertigt.
Bevorzugt ist die Blattfeder mit ihrem unteren Ende an der Ausgabevorrichtung angeordnet.
[0188] Weiter bevorzugt ist die Blattfeder mit der Ausgabevorrichtung durch Kraftschluss
und/oder Formschluss verbunden. Weiter bevorzugt ist die Blattfeder mit der Ausgabevorrichtung
durch eine Steckverbindung verbunden.
[0189] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Haltemittel neben einer Führungsbahn
angeordnet. Weiter bevorzugt ist das Haltemittel neben einer Führungsbahn angeordnet
und hält den Öffnungsarm in einer oberen Halteposition. Noch weiter bevorzugt ist
das Haltemittel neben einer Führungsbahn angeordnet und hält den Öffnungsarm in einer
oberen Halteposition durch Wechselwirkung eines seitlichen Vorsprungs des Öffnungsarms
mit dem Haltemittel. Dabei ist besonders bevorzugt der seitliche Vorsprung nockenartig
ausgebildet und kommt mit einer seiner länglichen Seiten auf dem Haltemittel, welches
bevorzugt wie oben beschrieben eine Blattfeder darstellt, zum Liegen.
[0190] Weiter bevorzugt ist der mittlere Teil des Öffnungsarms etwa um die Hälfte bezüglich
der Höhe gegenüber den Enden des Öffnungsarms verjüngt. Die entsprechende Aufweitung
der Enden des Öffnungsarms bezüglich des mittleren Teils des Öffnungsarms ermöglicht
am oberen Ende die stabile Verbindung des Öffnungsarms mit dem Deckelteil, während
am unteren Ende des Öffnungsarms die Aufweitung des Öffnungsarms in einer noch weiter
bevorzugten Ausführungsform durch wenigstens einen mittigen Vorsprung gebildet wird,
welcher in eine Rille einer Führungsschiene eingreift und somit dazu beiträgt, dass
der Öffnungsarm in einer gleichmäßigen Trajektorie entlang der Führungsschiene durch
den Führungsschacht geleitet werden kann. So finden keine unerwünschten Seitwärtsbewegungen
des Öffnungsarms statt. Insbesondere kann sich der Öffnungsarm dadurch nicht aus der
Führungsbahn herausbewegen, was unweigerlich zu einem Defekt des Öffnungsmechanismus
führen würde.
[0191] In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Ausgabevorrichtung wenigstens eine
Führungsschiene auf, wobei die Führungsschiene wenigstens ein Bremsmittel umfasst.
[0192] Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung umfasst der Ausdruck "Bremsmittel"
derartige Merkmale, welche bevorzugt im Führungsschacht der Ausgabevorrichtung angeordnet,
und derart ausgestaltet sind, dass, wenn die Ausgabevorrichtung von einem offenen
in einen geschlossenen Zustand überführt wird und der wenigstens eine erste Öffnungsarm
durch den Führungsschacht hinunter bewegt wird, die Öffnungsarmbewegung nicht gänzlich
abrupt, sondern durch das Bremsmittel verlangsamt wird.
[0193] In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Führungsschiene ein Bremsmittel,
umfassend zwischen der unteren Halteposition und der oberen Halteposition wenigstens
einen ersten Bereich mit einem erstem Abstand in einer bestimmten Richtung von einem
bestimmten Bauteil, bevorzugt von der Rückwand, und wenigstens einen zweiten Bereich
mit einem zweiten Abstand in einer bestimmten Richtung von dem bestimmten Bauteil,
bevorzugt von der Rückwand, wobei die beiden Bereiche durch einen Verbindungsstück,
d.h. einen Verbindungsbereich der Führungsschiene, miteinander verbunden sein können,
aber nicht notwendiger sein müssen.
[0194] Bevorzugt sind die Kanten, die an den Verbindungstellen zwischen den Bereichen des
Bremsmittels der Führungsschiene auftreten, abgerundet. Durch die abgerundeten Kanten
des Bremsmittels des Verbindungsbereichs kommt es insbesondere zu einem weniger abrupten
und somit weniger materialschädigenden Abbremsen durch das Verbindungsmittel.
[0195] Bevorzugt befindet sich das wenigstens eine erste Bremsmittel im Wesentlichen mittig
zwischen unterer und oberer Halteposition.
[0196] In einer Ausgestaltungsform ist das Bremsmittel auf einer Länge von etwa 5% bis etwa
30 %, bevorzugt etwa 10% bis etwa 15 % einer Gesamtlänge der Führungsschiene angeordnet.
Bevorzugt ist vorgehsehen, dass die Führungsschiene noch wenigstens ein weiteres Bremsmittel
aufweist, wobei das wenigstens eine weitere Bremsmittel auf einer Länge von etwa 50
% bis etwa 90 %, bevorzugt etwa 60 % bis etwa 80 % einer Gesamtlänge der Führungsschiene
angeordnet ist.
[0197] Durch ein zweites Bremsmittel im oberen Bereich der Führungsschiene kann ein abruptes,
materialschädigendes Abbremsen des Öffnungsarms beim Schließen der Ausgabevorrichtung
weiter vermindert werden.
[0198] In einer Ausgestaltung ist die Führungsschiene im Bereich des Bremsmittels teilweise
aus einem Material gefertigt, welches eine hohe Reibungswirkung aufweist. Bevorzugt
weist die Führungsschiene, insbesondere die Führungsrille oder der Führungssteg, eine
hohe Reibungswirkung in Zusammenwirkung mit dem wenigstens einen Öffnungsarm der Ausgabevorrichtung
auf. Bevorzugt ist insbesondere ein Verbindungsbereich des Bremsmittels aus einem
Material gefertigt, welches eine hohe Reibungswirkung aufweist, insbesondere eine
hohe Reibungswirkung in Zusammenwirkung mit dem Material des wenigstens einen Öffnungsarms
der Ausgabevorrichtung.
[0199] In weiteren Ausführungsformen ist vorgesehen, dass wenigstens eine Führungsschiene
mehrere Bremsmittel aufweist, wobei die mehreren Bremsmittel voneinander bevorzugt
äquidistant angeordnet sind, weiter bevorzugt wird der Abstand der Bremsmittel voneinander
mit zunehmender Länge derselben größer.
[0200] Durch die kleineren Abstände der Bremsmittel zueinander im Bereich der unteren Halteposition
wird bewirkt, dass unmittelbar bevor die Ausgabevorrichtung in den geschlossenen Zustand
überführt wird, das Herunterklappen des Deckelteils verlangsamt wird und somit insbesondere
Materialschädigungen verhindert werden können, welche dadurch entstehen, dass das
Deckelteil mit den Seitenwänden und gegebenenfalls einen Boden der Ausgabevorrichtung
zusammentrifft. Ebenfalls wird auf diese Weise erreicht, dass, sofern der Benutzer
mit seinen Gliedmaßen, insbesondere mit seinen Fingern noch zwischen Bodenbereich
und Deckelteil oder Seitenwänden und Deckelteil verbleibt, die entsprechenden Gliedmaßen
des Benutzers nur eine verringerte Kraft durch das hinunterklappende Deckelteil erfahren
und Verletzungen des Benutzers vermieden werden.
[0201] In einer weiteren Ausführungsform ist eine Ausgabevorrichtung vorgesehen, umfassend
wenigstens ein Verriegelungsmittel, umfassend ein Gehäuse und einen Gehäuseeinsatz,
wobei das Verriegelungsmittel wenigstens einen ersten Zustand und einen zweiten Zustand
aufweist, wobei das Verriegelungsmittel wenigstens einen ersten Zustand und einen
zweiten Zustand aufweist, wobei der wenigstens eine erste und eine zweite Zustand
des Verriegelungsmittels durch eine Drehung des Gehäuseeinsatzes in einer ersten Richtung
überführbar sind, und das Verriegelungsmittel wenigstens einen Fixierstift und wenigstens
ein Rückstellmittel aufweist, wobei das wenigstens eine Rückstellmittel im zweiten
Zustand wenigstens teilweise eine andere Orientierung bezüglich des wenigstens einen
Fixierstiftes aufweist als im ersten Zustand, und der wenigstens eine Fixierstift
im zweiten Zustand mit dem wenigstens einen Rückstellmittel in unmittelbarem Kontakt
steht. Die erfindungsgemäße Ausführungsform weist wenigstens ein Deckelteil und ein
Gehäuseteil auf.
[0202] Bevorzugt weist die Ausgabevorrichtung in einer Ausführungsform ein Deckelteil und
ein Gehäuseteil auf, wobei das Gehäuseteil eine Rückwand, zwei Seitenwände und einen
Boden umfasst und das das Deckelteil eine Vorderwand und einen Oberboden aufweist,
wobei der eine Vorderboden Vorderwand bevorzugt parallel in etwa zu der Rückwand ausgebildet
ist.
[0203] Bevorzugt weist die Ausgabevorrichtung in einer Ausführungsform ein Deckelteil und
ein Gehäuseteil auf, wobei das Gehäuseteil eine Rückwand und zwei Seitenwände umfasst
und das das Deckelteil eine Vorderwand und einen Oberboden aufweist.
[0204] Bevorzugt weist die Ausgabevorrichtung in einer Ausführungsform ein Deckelteil und
ein Gehäuseteil auf, wobei das Gehäuseteil eine Rückwand und zwei Seitenwände umfasst
und das das Deckelteil eine Vorderwand und einen Oberboden aufweist.
[0205] In einer weiteren Ausführungsform weist die Ausgabevorrichtung ein Deckelteil und
ein Gehäuseteil auf, wobei das Gehäuseteil eine Rückwand, einen Boden und zwei Seitenwände
und einen Oberboden umfasst und das das Deckelteil eine Vorderwand aufweist.
[0206] In einer weiteren Ausführungsform weist die Ausgabevorrichtung ein Deckelteil und
ein Gehäuseteil auf, wobei das Gehäuseteil eine Rückwand, einen Boden und zwei Seitenwände
und eine Vorderwand umfasst und das das Deckelteil einen Oberboden aufweist.
[0207] In einer weiteren Ausführungsform weist die Ausgabevorrichtung ein Deckelteil und
ein Gehäuseteil auf, wobei das Gehäuseteil eine Rückwand, einen Boden, eine erste
Seitenwand, eine Vorderwand und einen Oberboden umfasst und Deckelteil eine zweite
Seitenwand umfasst.
[0208] In einer weiteren Ausführungsform weist die Ausgabevorrichtung einen Boden mit einer
Entnahmeöffnung auf.
[0209] In einer bevorzugten Ausführungsform steht im ersten Zustand das wenigstens eine
Rückstellmittel nicht in Kontakt mit dem wenigstens einen Fixierstift.
[0210] In einer weiter bevorzugten Ausführungsform ist das wenigstens eine Rückstellmittel
elastisch ausgestaltet. Weiter bevorzugt umfasst das wenigstens eine Rückstellmittel
wenigstens ein elastisches Material, weiter bevorzugt wenigstens einen elastischen
Kunststoff.
[0211] In einer weiter bevorzugten Ausführungsform ist das wenigstens eine Rückstellmittel
mit wenigstens einem Führungsstift verbunden, und weiter bevorzugt zudem mit einer
zentralen Achse des Gehäuseeinsatzes.
[0212] In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Verriegelungsmittel, bevorzugt der
Gehäuseeinsatz, wenigstens ein Seitenwandteil auf, wobei das Seitenwandteil bevorzugt
nicht den gesamten Gehäuseeinsatz seitlich umgibt.
[0213] Bevorzugt geht eine den Gehäuseeinsatz umgebende Seitenwand des Gehäuseeinsatzes
durch eine Abstufung in das Seitenwandteil über, wobei das Seitenwandteil des Gehäuseeinsatzes
bevorzugt ein Spiel beziehungsweise einen Abstand von der Innenwand des Verriegelungsmittels
aufweist.
[0214] Weiter bevorzugt ist das Seitenwandteil elastisch ausgestaltet, wobei das Seitenwandteil
noch bevorzugter wenigstens ein elastisches Material, noch weiter bevorzugt wenigstens
einen elastischen Kunststoff umfasst.
[0215] In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Verriegelungsmittel, bevorzugt der
Gehäuseeinsatz, wenigstens ein Seitenwandteil, wobei das Seitenwandteil bevorzugt
nicht den gesamten Gehäuseeinsatz seitlich umgibt, und wenigstens einen ersten Blockiervorsprung,
bevorzugt wenigstens einen ersten und einen zweiten Blockiervorsprung auf. Bevorzugt
stehen der wenigstens eine erste und eine zweite Blockiervorsprung zur Innenwand des
Verriegelungsmittels hin von dem Seitenwandteil des Gehäuseeinsatzes ab.
[0216] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist das Verriegelungsmittel wenigstens
einen, bevorzugt zwei Vorsprünge an der Innenseite des Gehäuses auf. Bevorzugt ist
der Zwischenraum zwischen wenigstens einem ersten und wenigstens einem zweiten Blockiervorsprung
des Seitenwandteils derart ausgestaltet, dass der wenigstens eine an der Innenseite
des Gehäuses angeordnete Vorsprung in diesen Zwischenraum eingreifen kann. Besonders
bevorzugt ist das Seitenwandteil derart ausgestaltet, dass durch Drehung des Gehäuseeinsatzes
gegen das Gehäuse der Vorsprung an einem der Blockiervorsprünge sich vorbeibewegen
und in den Zwischenraum eingreifen kann. Besonders bevorzugt liegt ein Servicezustand
vor, wenn der wenigstens eine an der Innenseite des Gehäuses angeordnete Vorsprung
in den Zwischenraum zwischen wenigstens einem ersten und wenigstens einem zweiten
Blockiervorsprung des Seitenwandteils eingreift.
[0217] Ein derartiger Servicezustand ist besonders vorteilhaft, insbesondere wenn ein rascher
Zugriff auf das Innere des Gehäuseteils notwendig ist und die Betätigung des Verriegelungsmittels,
insbesondere die Betätigungsmittels mittels eines Schlüssels, vermieden werden soll.
[0218] So kann die Ausgabevorrichtung längere Zeit im Servicezustand betrieben werden, wobei
der Benutzer im Wesentlichen nicht wahrnimmt, dass die Ausgabevorrichtung durch Heraufklappen
des Deckelteils öffenbar ist. Der Servicezustand bietet somit dem Benutzer besondere
Effizienz und einfache Bedienbarkeit.
[0219] Der Verriegelungsmechanismus ermöglicht somit dem Benutzer der Ausgabevorrichtung,
sich auf das Umfeld, in welchem die Ausgabevorrichtung verwendet wird, als auch auf
besondere Umstände einzustellen. So könnte beispielsweise bei der privaten Nutzung
die Verwendung der Serviceposition vorteilhaft sein, während bei der Verwendung der
Ausgabevorrichtung in öffentlichen Sanitäranlagen, insbesondere bei stark frequentieren
Veranstaltungen, eine Verriegelung der Ausgabevorrichtung notwendig ist, um eine unerwünschte
Öffnung der Ausgabevorrichtung zu vermeiden.
[0220] Bevorzugt weist das Verriegelungsmittel zwei, weiter bevorzugt drei Zustände auf.
Bevorzugt ist wenigstens ein Führungsstift, bevorzugt zwei Führungsstifte, in wenigstens
zwei, bevorzugt in jedem der Zustände des Verriegelungsmittels, in unterschiedlichen
Positionen in einer bogenförmigen Aussparung im Verrieglungsmittel positioniert. Dabei
ragen die Führungsstifte über die eine äußere Kontur des Verriegelungsmittel hinaus.
[0221] Bevorzugt kann ein entriegelter Zustand und ein Servicezustand ineinander überführt
werden, weiter bevorzugt kann ein verriegelter und ein Servicezustand ineinander überführt
werden, noch weiter bevorzugt kann ein verriegelter Zustand und ein entriegelter Zustand
ineinander überführt werden.
[0222] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform können durch Betätigung des wenigstens
einen Verriegelungsmittels drei unterschiedliche Zustände der Ausgabevorrichtung in
einander überführt werden, bevorzugt umfassen diese Zustände einen entriegelten Zustand,
einen verriegelten Zustand und einen Servicezustand.
[0223] Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung bedeutet der Ausdruck "verriegelter
Zustand", dass das Deckelteil derart mit dem Gehäuseteil wechselwirkt, dass eine Öffnung
des Deckelteils, das heißt ein Nachobenklappen des Deckels, nicht möglich ist.
[0224] Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung bedeutet der Ausdruck "entriegelter
Zustand", dass das Deckelteil von einem Benutzer der Ausgabevorrichtung nach oben
geklappt werden kann.
[0225] Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung bedeutet der Ausdruck "Servicezustand",
dass das Deckelteil wie im entriegelten Zustand nach oben geklappt werden kann, aber
im Gegensatz zum entriegelten Zustand und in Übereinstimmung mit dem verriegelten
Zustand das Deckelteil unmittelbar bevorzugt formschlüssig in Kontakt mit den Seitenwänden
und dem Bodenbereich steht.
[0226] Vorteilhafterweise kann der beschriebene Verriegelungsmechanismus der erfindungsgemäßen
Ausgabevorrichtung in einer besonderen Ausführungsform derart benutzt werden, dass
der Benutzer durch Drehen des Verriegelungsmittels mittels eines Schlüssels die Ausgabevorrichtung
in einen entriegelten Zustand bringt und dann den Deckel der Ausgabevorrichtung hochklappt.
Das Verriegelungsmittel geht sodann spätestens nach Entfernen des Schlüssels von selbst
in eine Position zurück, welche dem verriegelten Zustand entspricht. Dies hat den
Vorteil, dass der Benutzer nach Benutzung, das heißt wenn er den Deckel der Ausgabevorrichtung
wieder nach unten klappt, nicht erneut das Verriegelungsmittel betätigen muss, da
sich dieses bereits in der gewünschten Position befindet.
[0227] Mittels Wechselwirkung der Führungsstifte mit einem geeigneten Verriegelungssystem
innerhalb der Ausgabevorrichtung, besonders bevorzugt einem Verriegelungsarm und einem
Eingreifvorsprung, können die unterschiedlichen Stellungen der Führungsstifte in unterschiedliche
Verriegelungszustände einer Ausgabevorrichtung übersetzt werden.
[0228] Dieses Verriegelungssystem ist besonders bevorzugt ein Verriegelungsarm. Bevorzugt
ist der Verriegelungsarm einer der Seitenwände zugeordnet und weiter bevorzugt drehbar
gelagert.
[0229] An einem Ende, bevorzugt einem der Vorderwand eines Deckelteils der Ausgabevorrichtung
zugeordneten Ende, weist der Verrieglungsarm eine hakenartige Struktur auf. In einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der Verriegelungsarm an einem der Rückwand
der Ausgabevorrichtung zugeordneten Ende, weist der Verrieglungsarm eine Feder auf,
wobei die Rückstellfeder bevorzugt mit einem Ende an einem der Rückwand des Ausgabevorrichtung
zugeordneten Bereich verbunden oder abstützend angeordnet ist.
[0230] In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Verriegelungsarm wenigstens einen
seitlichen Vorsprung, bevorzugt wenigstens zwei seitliche Vorsprünge auf, welche bevorzugt
an der Seite des Verriegelungsarms angeordnet sind, welche dem Verriegelungsmittel
zugeordnet werden kann. Weiter bevorzugt tritt wenigstens ein Führungsstift, bevorzugt
zwei Führungsstifte, mit wenigstens einem seitlichen Vorsprung, bevorzugt zwei seitlichen
Vorsprüngen des Verriegelungsarms, in Wechselwirkung.
[0231] Bevorzugt unterscheidet sich in einem Zustand des Verriegelungsmittels der Abstand
des wenigstens einen ersten seitlichen Vorsprungs bezüglich des wenigstens einen ersten
Führungsstiftes von einem Abstand des wenigstens einen zweiten seitlichen Vorsprungs
bezüglich des wenigstens einen zweiten Führungsstiftes. Dieser Unterschied der Abstände
ist vorzugsweise nicht größer als die Länge einer bogenförmigen Aussparung zur Führung
der Führungsstifte.
[0232] In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Ausgabevorrichtung wenigstens zwei
Verriegelungsarme auf, welche wenigstens durch ein drehbares Achselement miteinander
verbunden sind. Bevorzugt ist jeder der wenigstens zwei Verriegelungsarme jeweils
einer der beiden Seitenwände beziehungsweise einer entsprechenden Einsatzwandung der
Ausgabevorrichtung zugeordnet. Bevorzugt ist das Achselement im Wesentlichen senkrecht
zu den Seitenwänden beziehungsweise den Einsatzwandungen der Ausgabevorrichtung angeordnet.
[0233] In einer alternativen Ausführungsform ist das Verriegelungssystem ein Eingreifteil,
bevorzugt umfassend wenigstens zwei Arme, mit welchen der wenigstens eine erste und/oder
wenigstens eine zweite Führungsstift wechselwirken kann, vorgesehen. Bevorzugt weisen
diese Arme an einem Ende jeweils wenigstens einen Haken auf. Bevorzugt können die
zwei Arme mit wenigstens einem Eingreif- oder Aufnahmeelement wechselwirken, wobei
das Eingreif- oder Aufnahmeelement bevorzugt wenigstens zwei Eingreifmittel oder Eingreifstifte
aufweist.
[0234] In einer Ausführungsform ist das Eingreifteil und das Verriegelungsmittel über einen
Eingreifring, bevorzugt zwei, bevorzugt in Form von am Verriegelungsmittel angeordneten
Halbringen, verbunden. Bevorzugt greifen die Arme des Eingreifteils unter die Seitenränder
des Eingreifrings und bilden eine Klemmverbindung.
[0235] In einer Ausführungsform ist das Verriegelungsmittel einer der Seitenwände der Ausgabevorrichtung
zugeordnet. Alternativ kann das Verriegelungsmittel der an der Oberseite des Deckelteils
der Ausgabevorrichtung oder an Seiten des Deckelteils angeordnet sein. Durch die vorteilhafte
Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verriegelungsmittels kommen zahlreiche Möglichkeiten
für die Position des Verriegelungsmittels am Gehäuseteil beziehungsweise am Deckelteil
der Ausgabevorrichtung in Frage. Zudem ist das erfindungsgemäße Verriegelungsmittel
kompatibel mit verschiedensten Ausgabevorrichtungen unterschiedlicher Bauweise.
[0236] Weiter bevorzugt ist das Verriegelungsmittel an lediglich einer von beiden Seiten
der Ausgabevorrichtung angeordnet. Hierdurch werden vorteilhafterweise Herstellungskosten
reduziert und ein Bedienen bei der Wartung der Ausgabevorrichtung komfortabler.
[0237] Das Verriegelungsmittel weist ein Gehäuse und einen Gehäuseeinsatz auf. Bevorzugt
sind Gehäuse und Gehäuseeinsatz im Wesentlichen rund ausgebildet.
[0238] Der Gehäuseeinsatz umfasst eine bevorzugt zentral angeordnete Achse. Die zentral
angeordnete Achse umfasst bevorzugt an ihrem Ende wenigstens einen Haken, wobei der
Haken bevorzugt mit konzentrisch das Drehlager des Gehäuses umgebenden Vorsprüngen
zusammenwirkt und somit zu einer stabilen Verbindung von Gehäuseeinsatz und Gehäuse
beiträgt. Bevorzugt weist die zentral angeordnete Achse des Gehäuseeinsatzes zwei,
drei oder weiter bevorzugt vier Haken auf. Bevorzugt sind dabei solche Haken, welche
elastisch sind und somit leicht in die konzentrisch um das Drehlager angeordneten
Vorsprünge eingreifen.
[0239] Sowohl der Gehäuseeinsatz als auch das Gehäuse weisen eine im Wesentlichen zylindrische
Grundgeometrie auf, wobei der Zylinder eine zentral angeordnete ebenfalls zylinderförmige
Aussparung umfasst. Die zylinderförmige Aussparung bilden den Innenraum des Gehäuseeinsatzes
beziehungsweise des Gehäuses. Gehäuse und Gehäuseeinsatz sind dadurch zum Verriegelungsmittel
kombinierbar, in dem der Gehäuseeinsatz mit seiner offenen Seite, das heißt mit der
Seite umfassend die zylinderförmige Aussparung in die zylinderförmige Aussparung des
Gehäuses eingreift.
[0240] Bevorzugt ist der Durchmesser des Gehäuses größer als der Durchmesser des Gehäuseeinsatzes,
weiter bevorzugt nicht mehr als etwa 10 % und noch weiter bevorzugt nicht mehr als
etwa 5 % größer als der Durchmesser des Gehäuseeinsatzes.
[0241] Der Begriff "im Wesentlichen" oder "etwa" im Sinne der vorliegenden Erfindung gibt
insbesondere für Werte oder Wertebereiche einen Toleranzbereich an, der für den Fachmann
unter technischen Gesichtspunkten zu vertreten ist, so dass das entsprechende Merkmal
noch als solches zu erkennen ist. Insbesondere ist darunter ein Toleranzbereich von
+/- 5 %, bevorzugt +/-10 %, weiter bevorzugt +/- 20 % zu verstehen.
[0242] In einer Ausführungsform umfasst das Verriegelungsmittel wenigstens ein erstes Einbaumittel,
bevorzugt ist das Einbaumittel an der Wand des Gehäuses angeordnet. In einer weiteren
Ausführungsform umfasst das Verriegelungsmittel, bevorzugt das Gehäuse, zwei diametral
gegenüberliegende erste Einbaumittel. Bevorzugt sind hierfür an der entsprechenden
Stelle der Ausgabevorrichtung ebenfalls Einbaumittel angebracht, welche zu dem wenigstens
einen ersten Einbaumittel des Verriegelungsmittels korrespondierend ausgestaltet ist.
[0243] In einer weiteren Ausführungsform weist das Verriegelungsmittel, insbesondere das
Gehäuse, wenigstens ein zweites Einbaumittel auf, welches mit dem Deckelteil beziehungsweise
mit dem Gehäuseteil der Ausgabevorrichtung wechselwirken und dadurch das Verriegelungsmittel
an der Ausgabevorrichtung befestigt werden kann. Bevorzugt stellt das wenigstens eine
zweite Einbaumittel einen Vorsprung bezüglich der äußeren Seitenwand des Verriegelungsmittelgehäuses
dar und kann mittels dieses Vorsprungs mit entsprechenden Ausnehmungen an dem Deckelteil
beziehungsweise dem Gehäuseteil der Ausgabevorrichtung wechselwirken, insbesondere
in diese eingreifen. Bevorzugt weist das Gehäuse zwei diametral gegenüberliegende
zweite Einbaumittel auf. Weiter bevorzugt liegt das wenigstens eine zweite Einbaumittel
in einem Winkel von etwa 90° bezüglich der wenigstens eines ersten Einbaumittels vor.
[0244] In einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform weist das Gehäuse an seiner Seitenwand
äquidistant beabstandete Einbaumittel auf, wobei noch weiter bevorzugt die vier Verriegelungsmittel
zwei erste und zwei zweite Verriegelungsmittel umfassen, welche in alternierender
Reihenfolge angeordnet sind.
[0245] Bevorzugt weist die Seitenwand des Gehäuses einen Rand auf, wobei der Rand des Gehäuses
einen größeren Durchmesser aufweist als der Boden, beziehungsweise die Seitenwand
des Gehäuses. Der Rand steht somit von der Seitenwand hervor. Der vorstehende Rand
kann in einer bevorzugten Ausführungsform in ein entsprechend geformtes Element an
der Ausgabevorrichtung eingreifen und somit zusätzlich zu dem wenigstens einen ersten
und wenigstens einen zweiten Einbaumittel dazu dienen, dass Verriegelungsmittel an
dem Deckelteil beziehungsweise an dem Gehäuseteil der Ausgabevorrichtung zu befestigen.
[0246] Ganz besonders bevorzugt weist das Verriegelungsmittel somit drei Elemente, nämlich
das wenigstens eine erste Einbaumittel, das wenigstens eine zweite Einbaumittel sowie
den hervorstehenden Rand des Gehäuses auf, welche in vorteilhafter Weise zusammenwirken,
um dem eingebauten Verriegelungsmittel eine besondere Stabilität gegenüber Verschiebung
beziehungsweise Verdrehung gegenüber dem Gehäuseteil oder dem Deckelteil zu verleihen.
[0247] Das Gehäuse weist bevorzugt mindestens eine bogenförmige Aussparung auf, wobei weiter
bevorzugt die bogenförmige Aussparung im Wesentlichen unmittelbar an der inneren Seitenwand
des Gehäuses verläuft. In einer alternativen Ausführungsform kann die bogenförmige
Aussparung auch weiter von einer Innenfläche der Seitenwand des Gehäuses beabstandet
sein. In einer bevorzugten Ausführungsform weist die bogenförmige Aussparung eine
Abrundung an einem Ende, bevorzugt an beiden Enden auf. Weiter bevorzugt weisen die
Enden der bogenförmigen Aussparung eine halbkreisförmige Form auf, welche bevorzugt
im Wesentlichen der Form wenigstens eines des Querschnitts des wenigstens einen Führungsstiftes
angepasst sind. Auf diese Weise kann der Führungsstift bis ans Ende der bogenförmigen
Aussparung geführt. In einer weiteren Ausführungsform weist die bogenförmige Aussparung
eine Länge auf, welche einer Drehung einer Verbindungslinie zwischen bogenförmiger
Aussparung und Zentrum des Gehäuses von 90° entspricht auf.
[0248] In einer weiteren Ausführungsform weist die bogenförmige Aussparung eine Breite auf,
welche dem Durchmesser des wenigstens einen Führungsstiftes entspricht.
[0249] Bevorzugt weist der Fixierstift im Wesentlichen eine zylinder-förmige Grundgeometrie
aufweist. Weiter bevorzugt ist der Fixierstift bezüglich wenigstens einer der bogenförmigen
Aussparungen derart angeordnet, dass die Verbindungslinie zwischen dem Mittelpunkt
der bogenförmigen Aussparung, dem Zentrum des Gehäuses und dem Zentrum des Fixierstiftes
etwa 80° bis etwa 100°, weiter bevorzugt etwa 90° beträgt.
[0250] In einer weiteren Ausführungsform weist das Gehäuse bevorzugt ein Drehlager auf.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist das bevorzugte kreisrunde Drehlager von wenigstens
einem Vorsprung, bevorzugt einem bezüglich des Drehlagers konzentrisch angeordneten
Vorsprung, umgeben. Bevorzugt ist der Vorsprung derart ausgebildet, dass an einer
für das Drehlager vorgesehenen Achse angeordneten Eingreifhaken mit dem konzentrisch
angeordneten Vorsprung in Wechselwirkung treten können und die Achse somit in Achsrichtung
fixieren und mit dem Gehäuse verbinden. In weiteren Ausführungsformen weist der konzentrisch
angeordnete Vorsprung Ausnehmungen auf in welche derartige Eingreifarme eingreifen
können.
[0251] In einer weiteren Ausführungsform weist das Innere des Gehäuses wenigstens einen
Vorsprung, bevorzugt an der Innenfläche der Seitenwand des Gehäuses auf. Bevorzugt
weist das Gehäuse zwei im Wesentlichen an der Innenseite der Seitenwand anliegende
diametral gegenüberliegende Vorsprünge auf. Weiter bevorzugt weisen die Vorsprünge
im Wesentlichen eine quaderförmige Grundgestalt auf. Weiter bevorzugt ist der wenigstens
eine Vorsprung einteilig mit der Innenseite der Wand des Gehäuses verbunden.
[0252] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der wenigstens eine Vorsprung derart innerhalb
des Gehäuses angeordnet, dass die Verbindungslinie des Mittelpunkts der bogenförmigen
Aussparung mit dem Zentrum des Verriegelungsmittelgehäuses und dem wenigstens einen
Vorsprung einen Winkel von etwa 80° bis etwa 110° aufweist.
[0253] Bevorzugt ist das wenigstens eine Rückstellmittel länglich ausgestaltet, weiter bevorzugt
beträgt die Länge des wenigstens einen ersten Rückstellmittels etwa 40 % bis etwa
80 % des Durchmessers des Gehäuseeinsatzes, weiter bevorzugt etwa 50 % bis etwa 70
% und am besonders bevorzugt etwa 60 % des Durchmessers des Gehäuseeinsatzes.
[0254] Weiter bevorzugt weist das wenigstens eine Rückstellmittel eine Orientierung bezüglich
der Seitenwand des Gehäuseeinsatzes auf, welcher bevorzugt etwa 40° bis etwa 80°,
weiter bevorzugt etwa 50° bis etwa 70° und noch weiter bevorzugt etwa 60° aufweist.
[0255] Weiter bevorzugt ist das etwa eine Rückstellmittel mit der zentralen Achse des Gehäuseeinsatzes
durch ein Verbindungselement verbunden. Weiter bevorzugt ist sind das wenigstens eine
Rückstellmittel und das entsprechende Verbindungselement sowie die zentrale Achse
einteilig ausgestaltet.
[0256] In einer bevorzugten Ausführungsform weist das wenigstens eine Rückstellmittel einen
Abstand vom Boden des Gehäuseeinsatzes auf. In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst
das wenigstens eine Rückstellmittel einen Kunststoff, bevorzugt einen elastischen
Kunststoff, weiter bevorzugt ein Elastomer.
[0257] In einer weiteren Ausführungsform umfasst die Seitenwand des Gehäuseeinsatzes wenigstens
ein Seitenwandteil, wobei unter Ausbildung einer Abstufung bevorzugt das Seitenwandteil
in radialer Richtung nach innen bezüglich der Seitenwand eine Aussparung aufweist.
Bezüglich der Seitenwand des Verriegelungsgehäuses weist das Seitenwandteil somit
Spiel auf. Bevorzugt weist das Seitenwandteil wenigstens einen ersten Blockiervorsprung
auf welcher weiter bevorzugt derart ausgestaltet ist, dass sich dieser radial verjüngt.
In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Seitenwandteil wenigstens einen zweiten
Blockiervorsprung auf, welcher bevorzugt radial ausgestaltet ist und sich weiter bevorzugt
am Ende des Seitenwandteils befindet.
[0258] Das Gehäuseinnenteil weist bevorzugt wenigstens einen Führungsstift auf, wobei bevorzugt
der wenigstens eine Führungsstift eine zylinderförmige Grundgeometrie aufweist. Weiter
bevorzugt weist der wenigstens eine Führungsstift eine abgerundete Oberkante auf.
In einer weiteren Ausführungsform umfasst der wenigstens eine Führungsstift eine hohlzylindrige
Form.
[0259] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist der Gehäuseeinsatz eine zweizählige
Symmetrieachse, welche durch das Zentrum der zylinderartigen Grundgeometrie des Gehäuseeinsatzes
verläuft auf.
[0260] Bevorzugt findet das Überführen der unterschiedlichen Zustände, besonderes der unterschiedlichen
Verriegelungszustände, des Verriegelungsmittels durch die Drehbewegung des Gehäuseeinsatz
im Gehäuse statt. In einer bevorzugten Ausführungsform ist diese Drehbewegung durch
Verwendung eines Schlüssels durchführbar. In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst
das Schlüssel ein Haltemittel und ein daran angrenzendes Eingreifmittel. Der Benutzer
kann bei Entriegelung das Schlüsselmittel am Haltemittel festhalten und das Eingreifmittel
in die Aussparung des Verriegelungsmittels einführen. Bevorzugt ist das Eingreifmittel
länglich ausgestaltet und umfasst eine Querschnittsform welche zu den Enden hin bezüglich
der Mitte aufgeweitet ist.
[0261] Die vorgeschlagenen einzelnen Ausgestaltungen der Erfindung lassen sich vorteilhaft
miteinander kombinieren. Insbesondere ist gemäß einer Ausgestaltung vorgesehen, dass
eine Ausgabevorrichtung mit einer oben beschriebenen Ladevorrichtung eine oben beschriebene
Rollenführung, eine oben beschriebene schwenkbare Fördereinheit, eine oben beschriebene,
in einer Trommel angeordnete Schneidvorrichtung, eine oben beschriebene Antriebseinheit,
einen oben beschriebenen Öffnungsmechanismus mit einem Öffnungsarm und/oder einen
oben beschriebene Verriegelungsmechanismus umfasst. Insbesondere ist von Vorteil,
wenn eine Ausgabevorrichtung mit einer Ladevorrichtung ein Rollenführung umfasst,
die die Rolle, zumindest bis das Flächenprodukt eingefädelt ist, in einer dafür vorteilhaften
Position hält. Weiterhin vorteilhaft an dieser Kombination ist, dass eine weitere
Rolle in die Ausgabevorrichtung einbringbar ist, wenn die erste Rolle zumindest teilweise
aufgebraucht ist, so dass nach dem Verbrauch der ersten Rolle, das zweite Flächenprodukt
der zweiten Rolle zwischen Andrückrolle und Trommel einfädelbar ist.
[0262] In einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass eine Ausgabevorrichtung mit
einer oben beschriebene Rollenführung eine oben beschriebene schwenkbare Fördereinheit,
eine oben beschriebene, in einer Trommel angeordnete Schneidvorrichtung, eine oben
beschriebene Antriebseinheit, einen oben beschriebenen Öffnungsmechanismus mit einem
Öffnungsarm, einen oben beschriebenen Verriegelungsmechanismus und/oder eine oben
beschriebene Ladevorrichtung umfasst.
[0263] In einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass eine Ausgabevorrichtung mit
einer oben beschriebene schwenkbare Fördereinheit eine oben beschriebene Rollenführung,
eine oben beschriebene, in einer Trommel angeordnete Schneidvorrichtung, eine oben
beschriebene Antriebseinheit, einen oben beschriebenen Öffnungsmechanismus mit einem
Öffnungsarm, einen oben beschriebenen Verriegelungsmechanismus und/oder eine oben
beschriebene Ladevorrichtung umfasst. Vorteilhafterweise umfasst die Ausgabevorrichtung
mit der schwenkbaren Fördereinheit eine in der Trommel angeordnete Schneidvorrichtung.
Die Kombination der Bauteile erlaubt insbesondere ein leichtes Reinigen sowie eine
sichere und leichte Wartung der Schneidvorrichtung als auch der Ausgabevorrichtung
mit einer solchen Schneidvorrichtung.
[0264] In einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass eine Ausgabevorrichtung mit
einer oben beschriebenen, in einer Trommel angeordnete Schneidvorrichtung eine oben
beschriebene Rollenführung, eine oben beschriebene schwenkbare Fördereinheit, eine
oben beschriebene Antriebseinheit, einen oben beschriebenen Öffnungsmechanismus mit
einem Öffnungsarm, einen oben beschriebenen Verriegelungsmechanismus und/oder eine
oben beschriebene Ladevorrichtung umfasst. Vorteilhafterweise umfasst die Ausgabevorrichtung
mit der Schneidvorrichtung die Antriebseinheit, um insbesondere einen komfortablen
Antrieb zu gewährleisten. Weiterhin vorteilhaft an dieser Kombination ist, dass die
Schneidvorrichtung einen sauberen Schnitt ermöglicht, da der Freilauf den durchgängigen
Schneidvorgang begünstigt und ein unbeabsichtigtes zurückziehen des Messers, bevor
der Schneidvorgang beendet ist, vermieden wird.
[0265] In einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass eine Ausgabevorrichtung mit
einer oben beschriebenen Antriebseinheit eine oben beschriebene Rollenführung, eine
oben beschriebene, schwenkbare Fördereinheit, eine oben beschriebene in einer Trommel
angeordnete Schneidvorrichtung, einen oben beschriebenen Öffnungsmechanismus mit einem
Öffnungsarm, einen oben beschriebenen Verriegelungsmechanismus und/oder eine oben
beschriebenen Ladevorrichtung umfasst.
[0266] In einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass eine Ausgabevorrichtung mit
einem oben beschriebenen Öffnungsmechanismus mit einem Öffnungsarm eine oben beschriebene
Rollenführung, eine oben beschriebene schwenkbare Fördereinheit, eine oben beschriebene,
in einer Trommel angeordnete Schneidvorrichtung, eine oben beschriebene Antriebseinheit,
einen oben beschriebenen Verriegelungsmechanismus und/oder eine oben beschriebene
Ladevorrichtung umfasst. Vorteilhafterweise wirken Öffnungsmechanismus und Verriegelungsmechanismus
derart zusammen, dass ein Lösen eines Verriegelungsmittels ein zumindest teilweises
Öffnen mittels des Öffnungsmechanismus bewirkt.
[0267] In einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass eine Ausgabevorrichtung mit
einem oben beschriebenen Verriegelungsmechanismus eine oben beschriebene Rollenführung,
eine oben beschriebene schwenkbare Fördereinheit, eine oben beschriebene, in einer
Trommel angeordnete Schneidvorrichtung, ein oben beschriebene Antriebseinheit, einen
oben beschriebenen Öffnungsmechanismus mit einem Öffnungsarm und/oder eine oben beschriebene
Ladevorrichtung umfasst.
[0268] Weitere vorteilhafte Ausgestaltung gehen aus den nachfolgenden Zeichnungen hervor.
Die dort dargestellten Abbildungen sind jedoch nicht beschränkend auszulegen, vielmehr
können die dort beschriebenen Merkmale untereinander und mit den oben beschriebenen
Merkmalen zur weiteren Ausgestaltung kombiniert werden. Des Weiteren sei darauf verwiesen,
dass die in der Figurenbeschreibung angegebenen Bezugszeichen den Schutzbereich der
vorliegenden Erfindung nicht beschränken, sondern lediglich auf die in den Figuren
gezeigte Ausführungsbeispiele verweisen. Gleiche Teile oder Teile mit gleicher Funktion
weisen im Folgenden die gleichen Bezugszeichen auf. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Außenansicht einer Ausgabevorrichtung;
- Fig. 2
- die Ausgabevorrichtung aus Fig. 1 mit geöffnetem Deckel;
- Fig. 3
- die Ausgabevorrichtung aus Fig. 2 mit einem teilweise aufgebrauchten Flächenprodukt;
- Fig. 4
- die Ausgabevorrichtung mit der Rolle in einer Restrollenposition;
- Fig. 5
- die Ausgabevorrichtung mit einer ausgeklappten Fördereinheit;
- Fig. 6
- eine Schnittansicht der Ausgabevorrichtung;
- Fig. 7
- eine weitere Schnittansicht der Ausgabevorrichtung;
- Fig. 8
- eine Querschnittansicht der Ausgabevorrichtung mit Blick auf die Antriebseinheit;
- Fig. 9
- die Antriebseinheit;
- Fig. 10
- eine weitere Ansicht der Antriebseinheit;
- Fig. 11
- einen Längsschnitt durch eine Fördereinheit;
- Fig. 12
- eine Prinzipskizze zur Verdeutlichung der Messerträgerbewegung während des Betriebes
der Ausgabevorrichtung;
- Fig. 13
- eine Prinzipskizze zur Verdeutlichung der Messerträgerbewegung während des Betriebes
der Ausgabevorrichtung;
- Fig. 14
- eine Prinzipskizze zur Verdeutlichung der Messerträgerbewegung während des Betriebes
der Ausgabevorrichtung;
- Fig. 15
- einen Längsschnitt durch die Ausgabevorrichtung;
- Fig. 16
- einen weiteren Längsschnitt durch die Ausgabevorrichtung;
- Fig. 17
- einen weiteren Längsschnitt durch die Ausgabevorrichtung;
- Fig. 18
- einen weiteren Längsschnitt durch die Ausgabevorrichtung;
- Fig. 19
- eine Teilansicht der Ausgabevorrichtung mit geöffnetem Deckel;
- Fig. 20
- die Ansicht aus Fig. 19, bei der ein Toleranzausgleich in eine andere Position geschwenkt
ist;
- Fig. 21
- eine Prinzipskizze zur Verdeutlichung der Rollenführung der Ausgabevorrichtung;
- Fig. 22
- eine weitere Prinzipskizze zur Verdeutlichung der Rollenführung der Ausgabevorrichtung;
- Fig. 23
- eine weitere Prinzipskizze zur Verdeutlichung der Rollenführung der Ausgabevorrichtung;
- Fig. 24
- eine weitere Prinzipskizze zur Verdeutlichung der Rollenführung der Ausgabevorrichtung;
- Fig. 25
- eine Teilschnittansicht der Ausgabevorrichtung;
- Fig. 26
- eine Schnittansicht der Ausgabevorrichtung;
- Fig. 27
- eine weitere Teilschnittansicht der Ausgabevorrichtung;
- Fig. 28
- eine weitere Schnittansicht der Ausgabevorrichtung;
- Fig. 29
- eine Darstellung einer Ausgabevorrichtung mit einer anderen Papierführung;
- Fig. 30
- eine weitere Darstellung der Ausgabevorrichtung mit einer anderen Papierführung;
- Fig. 31
- eine weitere Darstellung der Ausgabevorrichtung mit einer anderen Papierführung;
- Fig. 32
- eine weitere Darstellung der Ausgabevorrichtung mit einer anderen Papierführung; und
- Fig. 33
- eine weitere Darstellung der Ausgabevorrichtung mit einer anderen Papierführung.
[0269] Fig. 1 zeigt eine Ausgabevorrichtung 10 mit einem Gehäuseteil 14 und einem an dem
Gehäuseteil angelenkten Deckelteil 12. Das Deckelteil 12 ist an dem Gehäuseteil 14
über ein Scharnier 13 an dem Gehäuseteil angelenkt. Wie der Fig. 1 zu entnehmen ist,
wird das Deckelteil 12 nach oben hin verschwenkt, um die Ausgabevorrichtung 10 zu
öffnen. Zur Sicherheit, um unbefugten Zugriff auf die Ausgabevorrichtung zu vermeiden,
ist ein Verriegelungsmittel 210 vorgesehen. Der Fig. 1 ist weiterhin zu entnehmen,
dass die Ausgabevorrichtung ein bahnförmiges Flächenprodukt 26 ausgibt.
[0270] Fig. 2 zeigt die Ausgabevorrichtung 10 mit geöffnetem Deckelteil 12. Zu erkennen
ist, dass das Deckelteil 12 mittels eines Öffnungsarms 110 in einer Offenstellung
gehalten ist. Der geöffnete Deckel 12 gibt den Blick in das Gehäuse 14 frei, in dem
eine Rolle 28 mit einem Flächenprodukt 26 angeordnet ist. Das Flächenprodukt 26 erstreckt
sich in eine Fördereinheit 30, die das Flächenprodukt 26 von der Rolle fördert und
ausgibt. Der Fig. 2 ist des Weiteren zu entnehmen, dass neben der Seitenwandung 18
und 20 des Gehäuses 14 auch noch Einsatzwandungen 40 und 42 vorgesehen sind. Diese
Einsatzwandungen 40 und 42 sind separate Bauteile, an denen insbesondere funktionelle
Teile integriert oder angeordnet sind. Eine Ausgestaltung, bei der die Einsatzwandungen
40 und 42 alle funktionellen Teile der Gehäuseseiten aufnehmen, erlaubt eine größere
Gestaltungsfreiheit der Seitenwände 18 und 20 des Gehäuses 14.
[0271] Fig. 3 zeigt die Ausgabevorrichtung 10 aus Fig. 2, wobei ein Großteil des bahnförmigen
Flächenproduktes 26 von der Rolle 28 abgewickelt wurde. Wie in dieser und der folgenden
Fig. 4 erkennbar ist, gleitet eine Längsachse der Rolle 28 in Abhängigkeit von deren
Durchmesser entlang eines vorbestimmten Weges durch das Gehäuseteil 14.
[0272] Fig. 4 zeigt unter anderem die Gehäuserückwand 16, in die Schlüssel 207 für das Verriegelungsmittel
210 derart eingelassen sind, dass diese von einem Benutzer leicht heraustrennbar sind.
[0273] Fig. 5 zeigt die Ausgabevorrichtung 10 ohne eingesetzte Rolle mit Flächenprodukt,
wobei eine Fördereinheit 30 in eine Wartungsposition ausgeklappt ist. Die Fördereinheit
30 umfasst eine Trommel 32 zur Förderung von Flächenprodukt, sowie eine mechanische
Sensoreinheit 506 mit einem ersten Arm 507 und einem zweiten Arm 508. Der zweite Arm
508 der Sensoreinheit 506 weist in der hier dargestellten Fig. 5 verdeckte Sensorfinger
auf, die in Nute 513 der Trommel 32 eingreifen.
[0274] Des Weiteren ist der Fig. 5 zu entnehmen, dass die Fördereinheit 30 an der Ausgabevorrichtung
10 angelenkt ist. In der hier gezeigten Ausführungsform ist die Anlenkung an den Einsatzwandungen
40 und 42 vorgenommen. Das heißt, es ist zwischen den Einsatzwandungen 40 und 42 sowie
der Fördereinheit 30 ein hier verdecktes Gelenk vorgesehen. Der Fördereinheit 30 weist
zudem Rastmittel 402, die mit Arretierungsmitteln 408 zusammenwirken, auf. Die Rastmittel
sind durch Betätigung des Stellhebels 406 von dem Arretierungsmittel 408 lösbar.
[0275] Fig. 6 zeigt einen Querschnitt durch die Ausgabevorrichtung 10, wobei deutlich zu
erkennen ist, dass in die Ausgabevorrichtung 10 eine erste Rolle 28.1 mit einem ersten
bahnförmigen Flächenprodukt 26.1 und eine zweite Rolle 28.2 mit einem zweiten bahnförmigen
Flächenprodukt 26.2 eingelegt sind. Die erste Rolle 28.1 ist bedingt durch ihren geringeren
Durchmesser bereits in einer Restrollenaufnahmeposition geglitten. Die zweite Rolle
28.2 ist bedingt durch die noch später erläuterte Rollenführung in Verbindung mit
ihrem Durchmesser noch oberhalb der ersten Rolle 28.1 angeordnet. Die Rolle liegt
mit ihrem Außenumfang an zumindest einer Begrenzungsvorrichtung 614 an.
[0276] Das bahnförmige Flächenprodukt 26.1 der Rolle 28.1 wird oberhalb einer Achse 830
und über den ersten Arm der Sensoreinheit 506 geführt. Das Flächenprodukt 26.1 verläuft
zwischen Andrückrolle 33 und Trommel 32. Mittels der Trommel 32 wird das Flächenprodukt
26.1 gefördert und aus der Ausgabevorrichtung 10 ausgegeben. Eine hier nicht weiter
dargestellte Schneidvorrichtung, die in der Trommel 32 angeordnet ist, portioniert
das bahnförmige Flächenprodukt 26.1 in einzelne Abschnitte.
[0277] Durch die erwähnte Führung der Rolle in Abhängigkeit von ihrem Durchmesser wird bei
einem bestimmten Rollendurchmesser der Rolle 28.1 ausreichend Platz in der Ausgabevorrichtung
10 frei, um eine zweite Rolle 28.2 in die Ausgabevorrichtung 10 zu platzieren. Eine
Ladevorrichtung, die die mechanische Sensoreinheit 506, eine Steuereinheit, die hier
nicht dargestellt ist, sowie einen Ladearm 520 umfasst, ermöglicht das automatische
Nachladen des Flächenproduktes 26.2 von der zweiten Rolle 28.2, sobald die Sensoreinheit
506 detektiert, dass kein Flächenprodukt 26.1 mehr auf der Trommel 32 vorhanden ist.
[0278] In Fig. 6 ist weiterhin zu sehen, dass Abstreifrippen 50 das Flächenprodukt 26.1
von der Trommel 32 abstreifen.
[0279] Fig. 7 zeigt den Längsschnitt aus Fig. 6, wobei die erste Rolle 28.1 mit dem ersten
bahnförmigen Flächenprodukt 26.1 entfernt ist, beispielsweise weil die erste Rolle
28.1 verbraucht wurde. Da kein Flächenprodukt 26.1 mehr auf der Trommel 32 geführt
wird, kann der Sensorfinger 512 in die Nut 513 auf der Trommel 32 eingreifen, wobei
die mechanische Sensoreinheit 506 mit dem Seitenarm 508 in Richtung der Trommel 32
kippt. Durch diese Kippbewegung der Sensoreinheit 506 wird der Ladearm 520 mittels
eines hier nicht dargestellten Federmechanismus dazu veranlasst, in Richtung der Trommel
32 auszustellen. Dabei wird das bahnförmige Flächenprodukt 26.2 von dem Ladearm 520
zwischen die Trommel 32 und die Andrückrolle 33 gedrückt. Bei Betätigung der Trommel
wird das Flächenprodukt 26.2 zwischen Andrückrolle 33 und Trommel 32 gezogen und der
Trommel 32 gefördert.
[0280] Fig. 8 zeigt unter anderem einen leeren Rollenkern 28.3, der in einer Rollenkernaufnahme
636 liegt. In den Rollenkern sind Einsetzteile 640 und 642 eingelassen, die jeweils
eine unterschiedliche geometrische Ausgestaltung haben. Insbesondere weist das erste
Einsetzteil 640 eine erste Abrollfläche 617 und das zweite Einsetzteil 642 und eine
zweite Abrollfläche 618 auf.
[0281] Fig. 8 zeigt des Weiteren auch ein Betätigungsmittel 702, das mit zwei Zahnstangen
704 verbunden ist. Die Zahnstangen sind Teil eines hier nicht im Detail zu erkennenden
Antriebsstranges 713, die einen Antrieb der Trommel 32 bewirken. Weiterhin ist der
Fig. 8 zu entnehmen, dass das Betätigungsmittel 702 mittels Rückstellfedern 706 nach
der Betätigung zurückstellbar ist.
[0282] Fig. 9 zeigt die Antriebseinheit 34 der Ausgabevorrichtung 10. Insbesondere ist zu
erkennen, dass ein Teil das Nachlademechanismus, insbesondere die mechanische Sensoreinheit
506 mit einer Steuereinheit 515 an der Antriebseinheit 34 angelenkt sind. Ebenfalls
zu erkennen ist, dass das Stellmittel 406 mitsamt dem Rastmittel 402 an der Antriebseinheit
34 angeordnet ist.
[0283] Die Antriebseinheit 34 umfasst ein Betätigungsmittel 702, das mit zwei Zahnstangen
704 starr verbunden ist. Eine Rückstellfeder 706 bewirkt ein Zurückstellen des Betätigungsmittels
702 nach der Betätigung, sprich nach dem Drücken des Betätigungsmittels 702 durch
einen Benutzter in eine hier gezeigte Ausgangsstellung. Drückt der Benutzer das Betätigungsmittel
702, so wird dieses verschoben, wobei die Zahnstangen mit einem Ritzel 708 zusammenwirken.
Die Ritzel 708 sind über eine Welle 710 zur Synchronisierung miteinander verbunden.
Das Ritzel 708, welches Teil des Antriebsstranges 713 ist, ist über einen Freilauf
712 mit einem zweiten Zahnrad 714 verbunden. Der Freilauf 712 sorgt dafür, dass das
zweite Zahnrad 714 bei Betätigung des Betätigungsmittels von dem Ritzel 708 mitgenommen
wird. Lässt der Benutzer von dem Betätigungsmittel 702 ab, stellen die Rückstellfedern
706 das Betätigungsmittel 702 zurück, wobei sich auch das Ritzel 708 in die entgegengesetzte
Richtung bewegt. Der Freilauf 712 zwischen dem Ritzel 708 und dem zweiten Zahnrad
714 bewirkt, dass sich bei dieser Zurückbewegung das zweite Zahnrad 714 nicht mitbewegt.
[0284] Momente, die auf das zweite Zahnrad 714 übertragen werden, werden in der gezeigte
Ausgestaltung über ein drittes Zahnrad 716 und ein viertes Zahnrad 718 auf ein der
Trommel 32 zugeordnetes Rad 720 übertragen. Das der Trommel 32 zugeordnete Rad 720
ist mittels einer Trommelkupplung 732 mit der hier nicht dargestellten Trommel 32
verbunden. In einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass zusätzlich oder alternativ
die Trommelkupplung 732 einen Freilauf aufweist, der eine Bewegung oder eine Rotation
der Trommel 32 nur in eine Richtung ermöglicht.
[0285] Ein Gelenk 412 ermöglicht das Herausschwenken der hier nicht vollständig dargestellten
Fördereinheit 30, deren Teil die Antriebseinheit 34 ist, aus der Ausgabevorrichtung
10 heraus.
[0286] Fig. 10 zeigt eine weitere Ansicht der Antriebseinheit 34 aus Fig. 9, bei der zu
erkennen ist, dass einseitig an der Antriebseinheit 34 ein Klinkenrad 728 sowie eine
darin eingreifende Sperrklinke 730 vorgesehen ist. Weiterhin ist der Fig. 10 zu entnehmen,
dass an dem Klinkenrad 728 beziehungsweise an dem Antriebsstrang 713 eine Biegefelder
724, die um ein Umlenkmittel 726 geführt ist, angeordnet ist. Wird die Trommel 32
respektive der Antriebsstrang 713 betätigt, dreht auch das Klinkenrad 728 mit, wobei
die Feder 724 weiter ausgelenkt wird. Es ist deutlich zu erkennen, dass, sobald die
Biegefeder 724 soweit ausgelenkt wird, dass eine definierte Umdrehung des Klinkenrades
728 beziehungsweise der Trommel 32 erfolgt ist, die Biegefelder 724 in einen energiearmen
Zustand strebt, wobei diese Bestrebung die Restumdrehung bis zu einer hier dargestellten
Grundstellung vornimmt. Durch den Freilauf 712 im Antriebsstrang 713 wird dies ermöglicht,
ohne dass das Betätigungsmittel 702 dabei bewegt wird. In dem Fall, bei dem durch
Betätigung des Betätigungsmittels 702 die oben angesprochene definierte Umdrehung,
bei der die Biegefelder 724 die Restumdrehung vollziehen kann, noch nicht vollzogen
ist, verhindert das Klinkenrad 728 mit der Sperrklinke 730 ein Zurückdrehen der Trommel
32. Ein zweites Betätigen des Betätigungsmittels 702 treibt dann die Trommel 32 beziehungsweise
den Antriebsstrang 713 genau von der Position an, beziehungsweise von dem Umdrehungswinkel
an, in der der Antriebsstrang 713 beziehungsweise die Trommel 32 von dem Klinkenrad
728 gehalten wird.
[0287] Fig. 11 zeigt eine Schnittansicht durch die Fördereinheit 30, wobei neben dem Antriebsstrang
713 mit der Zahnstange 704 und dem Freilauf 712 auch eine Nockenbahn 312 zu erkennen
ist. Deutlich zu sehen ist ein erster Nocken 308 eines hier nicht dargestellten Messerträgers,
der in die Nockenbahn 312 eingreift.
[0288] Fig. 12, Fig. 13 und Fig. 14 zeigen die Fördereinheit 30 der Ausgabevorrichtung 10
in einer schematischen Ansicht zur Erläuterung der Schneidvorrichtung 304. Die Schneidvorrichtung
304 weist einen Messerträger 306 und ein Messer 307 auf, der beweglich in der Trommel
32 gelagert ist. Der erste Nocken 308 und ein zweiter Nocken 310 sind an dem Messerträger
306 angeordnet. Der erste Nocken 308 greift in die Nockenbahn 312 ein, die einer Stirnseite
der Trommel 32 zugeordnet ist. Dreht sich die Trommel 32 um ihre Längsachse, die in
den Fig. senkrecht zur Bildebene ist, wird der erste Nocken 308 in der Nockenbahn
312 geführt, so dass das an dem Messerträger 306 angeordnete Messer 307 durch eine
Ausnehmung 324 im Mantel 320 der Trommel 32 hindurchtritt. Zur radialen Führung des
Messerträgers 306 beziehungsweise des Messers 307 ist eine erste Nockenführung 314
vorgesehen, durch die der erste Nocken 308 hindurchgreift. Die erste Nockenführung
314 ist auf der Stirnseite der Trommel 32 angeordnet. Wie in den Fig. 13 und 14 zu
sehen ist, wird der Messerträger 306 bei der Drehung der Trommel 32 entsprechend der
Führung der Nockenbahn 312 in Zusammenhang mit der Nockenführung 314 bewegt. Eine
zweite Nockenführung 316, die insbesondere an der Stirnseite der Trommel 32 angeordnet
ist, führt den zweiten Nocken 310. Durch die zur ersten Nockenführung 314 nicht parallel
laufende zweite Nockenführung 316 wird erreicht, dass der Messerträger 306 bei einer
umlaufenden Bewegung der Trommel 32 um eine Längsachse 322 des ersten Nockens 308,
die sich senkrecht zur Bildebene erstreckt, gekippt wird. Vorzugsweise, wie auch hier
dargestellt, verläuft die zweite Nockenführung 316 in einer gekrümmten Bahn. Die Bahn
ist derart ausgestaltet, dass das Messer 307, insbesondere eine Schneidkante 305 des
Messers 307, während der umlaufenden Bewegung der Trommel 32 zuerst eine Bewegung
parallel zur ersten Nockenführung 314 vollführt. Ist das Messer 307 zum Teil ausgestellt
und hat insbesondere schon Kontakt mit dem bahnförmigen Flächenprodukt, wird zu dieser
ersten Bewegungskomponente 326 eine zweite Bewegungskomponente 328 von der Schneidkante
305 des Messers 307 ausgeführt. Die beiden Bewegungskomponenten 326 und 328 sind exemplarisch
und skizzenhaft in der Fig. 13 angedeutet. Diese zusätzliche Bewegungsrichtung, die
durch die spezielle Kurvenführung der zweiten Nockenführung 316 erreicht wird, führt
zu einer schneidenden Bewegung, wobei das Flächenprodukt 26.1 nicht wie aus bei dem
Stand der Technik bekannten Schneidvorrichtungen schlicht durchgerissen oder durchgestoßen
wird, sondern ein sauberer Schnitt vollzogen wird.
[0289] Fig. 15 bis Fig. 18 zeigen weitere Schnittansichten der Ausgabevorrichtung 10, in
der einige Einzelteile gut zu erkennen sind.
[0290] Fig. 19 und 20 zeigen eine Teilansicht der Ausgabevorrichtung 10 mit geöffnetem Deckelteil
12. Deutlich zu erkennen ist, angeordnet in der zweiten Einsatzwandung 42, ein Toleranzausgleich
620 mit einer zweiten Lauffläche 612. Der Toleranzausgleich 620 ist an die zweite
Einsatzwandung 42 angelenkt und mittels einer Feder 622 kraftbeaufschlagt. Die Feder
622 lenkt den Toleranzausgleich 620 in eine in Richtung des Gehäuseinneren ausgestellte
Position aus. Fig. 19 zeigt den Toleranzausgleich 620 in der ausgestellten Position
und Fig. 20 zeigt den Toleranzausgleich 620 in der kraftbeaufschlagten Position. Eine
hier nicht dargestellte Rolle wird derart in die Ausgabevorrichtung 10 eingelegt,
dass die erste Abrollfläche 617 des ersten Einsatzteils 640, die hier nicht weiter
dargestellt sind, in die hier nicht sichtbare erste Lauffläche eingesetzt wird. Die
zweite Abrollfläche 618 wird auf die zweite Lauffläche 612, die auf dem Toleranzausgleich
620 angeordnet ist, derart gesetzt, dass der Toleranzausgleich 620 entsprechend der
Längsausdehnung der Rolle in Richtung des Gehäuseinneren soweit gekippt ist, dass
ein sicheres Laufen der Abrollflächen 617 und 618 auf den Laufflächen 610 und 612
ermöglicht wird. Bei eingesetzter Rolle drücken die Einsetzteile 640, 642 und/oder
eine Stirnseite der Rolle 28 auf den Toleranzausgleich 620, so dass dieser in der
optimalen Position gehalten ist.
[0291] Die Fig. 19 und Fig. 20 zeigen weiterhin eine Begrenzungsvorrichtung 614, die der
Rückwand 16 zugeordnet, beziehungsweise an dieser angeordnet ist. Eine in die Ausgabevorrichtung
eingesetzte insbesondere volle Rolle legt sich mit ihrem Außenumfang gegen diese Begrenzungsvorrichtung
614. Um ein leichtes Abrollen von Flächenprodukt von der Rolle zu ermöglichen, ist
diese Begrenzungsvorrichtung 614 aus einem möglichst glatten Werkstoff insbesondere
Kunststoff, bevorzugt Polyoxymethylen oder Metall, ausgestaltet. Weiterhin ist den
Fig. 19 und Fig. 20 die Sensoreinheit 506 mit den beiden Armen 507 und 508 zu entnehmen.
Die Sensoreinheit 506 wirkt über eine Steuereinheit 515, die Kraft und Weg der Sensoreinheit
506 zur Betätigung des Ladearmes, der hier nicht dargestellt ist, verstärkt.
[0292] Fig. 21 bis Fig. 24 zeigen jeweils schematische Schnittansichten der Ausgabevorrichtung
10, bei der der Weg der Rolle 28 durch die Ausgabevorrichtung 10 in Abhängigkeit von
ihrem Durchmesser D
R verdeutlicht wird. Fig. 21 zeigt eine neu eingesetzte Rolle 28, bei der schematisch
das Einsatzteil 40 mit der Abrollfläche 617 zu sehen ist. Die Rolle 28 weist einen
Durchmesser D
R auf und liegt mit der Abrollfläche 617 in beziehungsweise auf der Lauffläche 610
auf. Die Lauffläche 610 ist als Kanal ausgestaltet, der die Bewegung des Einsetzteiles
640 beziehungsweise der Rolle 28 begrenzt. Wird die Rolle 28 in die Lauffläche 610
eingesetzt, so bewegt sie sich ein Stück in Richtung Rückwand 16 der Aufnahmevorrichtung
10, bis diese mit ihrem Außenumfang an dem Begrenzungsteil 614 anliegt.
[0293] Dadurch, dass die Rolle 28 mit Verbrauch des Flächenproduktes in ihrem Durchmesser
D
R kleiner wird, rollt das Einsetzteil 640 der Rolle 28 über die Abrollfläche 617 auf
der ersten Lauffläche 610, die eine schiefe Ebene bildet, herunter. Dies ist in Fig.
22 verdeutlicht. Zu erkennen ist weiterhin, dass die erste Lauffläche 610 derart ausgestaltet
ist, dass wenn der Rollendurchmesser D
R unter einem bestimmten Wert liegt, die Rolle 28 bis zur Restrollenaufnahme 630 fällt.
Dieser Zustand ist in Fig. 23 zu sehen. Ist die Rolle 28 in die Position gefallen,
in der diese von der Restrollenaufnahme 630 gehalten wird, legt sich das bahnförmige
Flächenprodukt, welches hier in der Fig. nicht dargestellt ist, über den hier ebenfalls
nicht dargestellten ersten Arm der Sensoreinheit 506. Die Restrollenaufnahme 630 ist
derart ausgestaltet, dass diese einen Abstand von der Rückwand 16 aufweist, der in
etwa dem Durchmesser des Rollenkernes 29 entspricht, und der vorzugsweise etwas größer
als der Durchmesser des Rollenkerns 29 ist. Ist das Flächenprodukt auf der Rolle 28
verbraucht, fällt der Rollenkern 29 zwischen der Restrollenaufnahme 630 und der Rückwand
16 durch in die Rollenkernaufnahme 636. Dies ist in Fig. 24 gezeigt.
[0294] Fig. 25 bis 28 erläutern die Ladevorrichtung der Ausgabevorrichtung 10. Die Fig.
25 und Fig. 26 zeigen eine erste Rolle 28.1, die in einer hier nicht gezeigten Restrollenaufnahme
liegt, sowie eine zweite Rolle 28.2, die auf den hier nicht gezeigten Laufflächen
aufliegt. Fig. 25 ist eine perspektivische Teilschnittansicht, und Fig. 26 eine Schnittansicht.
[0295] In den Fig. 25 und Fig. 26 ist zu erkennen, dass der Sensorfinger 512 von dem bahnförmigen
Flächenprodukt 26.1, welches über die Rolle geführt wird, aus der Nut 513 der Trommel
32 herausgehoben ist. Die Sensoreinheit 506 wirkt sodann über die Steuereinheit 515
auf den Ladearm 520. Sensoreinheit 506 und Steuereinheit 515 sind im gleichen Drehlager
gelagert, wobei bei einem Kippen beziehungsweise Verschwenken der Sensoreinheit 506
die Steuereinheit 515 mitbewegt wird. Die Steuereinheit 515 wirkt auf den Ladearm
520 und verschwenkt diesen entgegen einer Kraft, die durch eine Feder 522 ausgeübt
wird, in Richtung des Deckelteils 12. Vorzugsweise sind mehrere Federn zwischen Deckelteil
12 und Ladearm 520 angeordnet, so dass der Ladearm 520 sich gleichmäßig bewegt.
[0296] Die Fig. 27 und Fig. 28 zeigen den Zustand der Ladevorrichtung bei fehlenden Flächenprodukt
auf der Trommel 32. Das Flächenprodukt 26.2 ist zwischen dem am Deckelteil 12 angeordneten
Ladearm 520 und der Trommel 32 lose eingelegt. Da kein Flächenprodukt auf der Trommel
32 vorhanden ist, greift der Sensorfinger 512 der Sensoreinrichtung 506 in die Nut
513 der Trommel 32 ein. Durch diesen Eingriff kippt der zweite Arm 508 der Sensoreinrichtung
506 in Richtung Trommel 32. Durch diese Kippbewegung wird auch die Steuereinheit 515
mitgenommen, die insbesondere mittels einer Torsionsfeder kraftschlüssig mit der Sensoreinheit
506 verbunden ist. Die Bewegung löst den Ladearm 520, der wiederum durch die Feder
522, die am Deckelteil 12 angeordnet ist, in Richtung der Trommel 32 schwenkt. Bei
dieser Schwenkbewegung wird das Flächenprodukt 26.2 der Rolle 28.2 an die Trommel
32 insbesondere zwischen Trommel 32 und Andrückrolle 33 gedrückt. Wird die Trommel
32 angetrieben beziehungsweise rotiert diese um ihre Längsachse, wird das Flächenprodukt
26.2 zwischen Andrückrolle 33 und Trommel 32 gezogen. Im Folgenden wird, da das Flächenprodukt
26.2 nun über die Trommel 32 gefördert wird, der Sensorfinger 512 wieder aus der Nut
513 herausgehoben, so dass der Ladearm 520 wieder in seine inaktive Stellung zurückgeschoben
wird. Hierdurch wird vermieden, dass der Ladearm 520 während des normalen Betriebes
auf die Trommel 32 und das Flächenprodukt 26.2 drückt und die Reibung und somit den
Kraftaufwand zur Betätigung der Ausgabevorrichtung 10 unnötig erhöht.
[0297] Fig. 29 bis Fig. 33 zeigen eine Ausführungsform der Ausgabevorrichtung 10 mit anderer
Führung des Flächenprodukts 26. Die Rolle 28 mit dem Flächenprodukt 26 wird in dieser
Ausführungsform mit einer Abrollrichtung nach hinten in die Ausgabevorrichtung 10
eingesetzt. Insbesondere entsprechen die Ausführungsformen der Ausgabevorrichtung
10 der Fig. 2 bis Fig. 4 den Ausführungsformen der Fig. 29 bis Fig. 31 und die Ausführungsformen
der Fig. 6 und 7 den Ausführungsformen der Fig. 32 und 33 jeweils mit entgegengesetzter
Abrollrichtung der Rolle 28 beziehungsweise der Rollen 28.1 und 28.2.