Gebiet der Erfindung
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein eine Verpackungsstruktur zum Aufbewahren
und Transportieren einer Mehrzahl von Behältern zur Aufbewahrung von Substanzen für
medizinische, pharmazeutische oder kosmetische Anwendungen, insbesondere von Fläschchen,
Ampullen oder Karpulen, und betrifft insbesondere ein Verfahren und eine Verpackungsstruktur,
womit eine hohe Packungsdichte der Behälter und eine einfache und kostengünstige Weiterverarbeitung
der Behälter realisiert werden kann.
Hintergrund der Erfindung
[0002] Als Behälter zur Aufbewahrung und Lagerung von medizinischen, pharmazeutischen oder
kosmetischen Präparaten mit Verabreichung in flüssiger Form, insbesondere in vordosierten
Mengen, werden in großem Umfang Medikamentenbehälter, wie beispielsweise Fläschchen,
Ampullen oder Karpulen, eingesetzt. Diese weisen generell eine zylindrische Form und
einen Boden oder unteren Rand auf, sodass die Behälter senkrecht und aufrecht auf
einer ebenen Unterlage abgelegt werden können. Solche Behälter können aus Kunststoffen
oder aus Glas hergestellt werden und sind kostengünstig in großen Mengen erhältlich.
Für eine möglichst wirtschaftliche Befüllung der Behälter unter sterilen Bedingungen
werden in zunehmendem Maße Konzepte eingesetzt, bei denen die Behälter gleich beim
Hersteller der Behälter in Transport- und Verpackungsbehälter steril verpackt werden,
die bei einem Pharmaunternehmen dann unter sterilen Bedingungen, insbesondere in einem
sog. Steriltunnel, ausgepackt und dann weiter verarbeitet werden.
[0003] Zu diesem Zweck sind aus dem Stand der Technik div. Transport- und Verpackungsbehälter
bekannt, in denen gleichzeitig eine Mehrzahl von Medikamentenbehältern in einer unregelmäßigen
oder regelmäßigen Anordnung, beispielsweise in einer Matrixanordnung entlang von Reihen
und sich rechtwinklig dazu erstreckenden Spalten, angeordnet sind. Die regelmäßige
Anordnung hat zwar Vorteile bei der automatisierten Weiterverarbeitung der Behälter,
da ein Glas-zu-Glas Kontakt der Behälter vermieden werden kann und die Behälter an
kontrollierten Positionen und in vorgegebener Anordnung an Bearbeitungsstationen übergeben
werden können, beispielsweise an Prozessautomaten, Roboter oder dergleichen. Die regelmäßige
Anordnung der Behälter hat jedoch auch Nachteile, insbesondere weil keine maximale
Packungsdichte (dichteste Packung) der Behälter erzielt werden kann.
[0004] US 8,118,167 B2 offenbart einen Transport- und Verpackungsbehälter und ein Verpackungskonzept, bei
dem die Weiterverarbeitung der Behälter stets in der Weise erfolgt, dass die Haltestruktur
zunächst aus dem Transport- und Verpackungsbehälter entnommen wird und die Behälter
anschließend aus der Haltestruktur entnommen und vereinzelt werden und auf einer Fördereinrichtung,
insbesondere einem Förderband, einzeln an die Bearbeitungsstationen übergeben und
dort weiterverarbeitet werden. Dies begrenzt die erzielbare Geschwindigkeit bei der
Weiterverarbeitung. Insbesondere bei der Vereinzelung der Behälter mit Hilfe von Zellenrädern
oder dergleichen kommt es immer wieder dazu, dass einzelne Behälter unkontrolliert
aneinanderstoßen, was zu einem unerwünschten Abrieb und in der Folge zu einer Verunreinigung
des Behälterinnenraums oder der Prozessanlage sowie zu einer Beeinträchtigung des
äußeren Erscheinungsbildes der Behälter führt, was unerwünscht ist.
[0005] GB 2478703 A offenbart eine Haltestruktur zum Halten einer Mehrzahl von Fläschchen für Anwendungen
in der Gas- oder Flüssigkeitschromatographie. Die Haltestruktur besteht aus zwei Platten,
in denen eine Mehrzahl von Aufnahmen zum Aufnehmen der Fläschchen darin ausgebildet
ist und die aufeinander zugeklappt werden können. Die Aufnahmen der beiden Platten
sind zueinander versetzt, sodass die Behälter ineinander geschachtelt angeordnet werden,
um die Packungsdichte zu verdoppeln, um jedoch in der aufgefalteten Stellung einen
guten Zugriff auf die Behälter zu ermöglichen.
[0006] US 20110132797 A1 offenbart einen Transportbehälter für Fläschchen für mikrobiologische Proben, der
aus einer Mehrzahl von kastenförmigen Segmenten besteht, die zusammengesteckt werden
können, um den Transportbehälter auszubilden. Die Fläschchen sind in muldenförmige
Aufnahmen auf der Oberseite eines jeweiligen Segments eingesteckt und sind beim Zusammenstecken
von zwei benachbarten Segmenten in einem von diesen ausgebildeten Aufnahmeraum angeordnet.
Allerdings sind Maßnahmen zur Abdichtung des Innenraums nicht offenbart.
[0007] FR 2595667 offenbart einen kastenförmigen Behälter, in dessen unteres Segment eine Mehrzahl
von Ampullen eingesteckt werden können, wobei das Segment durch einen aufsteckbaren
Deckel gegen die Umgebung abgeschlossen werden kann. Allerdings sind Maßnahmen zur
Abdichtung des Innenraums des Behälters nicht offenbart.
[0008] US 20090100802 A1 offenbart die Verwendung eines Trays, in dem mittels Ringen auf dem Boden oder auch
mittels eines Einsatzes mit Aufnahmen für die Behälter ein unmittelbarer Glas-zu-Glas
Kontakt der Behälter vermieden wird. Um einen Glas-zu-Glas Kontakt der Behälter weiterhin
zu vermeiden, wird ein den Transportbehälter einhüllender Schlauch verwendet, in dem
ein Unterdruck vorherrscht, sodass der Schlauch auch in Zwischenräume zwischen unmittelbar
benachbarten Behältern hinein gedrückt wird. Auch bei diesem Konzept kann jedoch keine
maximale Packungsdichte der Behälter in dem Transportbehälter realisiert werden.
[0009] Zwar werden bei diesen Verpackungsstrukturen wannenförmige Transportbehälter mit
den darin aufgenommenen Behältern in einen Schlauch eingeschweißt. Stets werden jedoch
die Behälter in den Transportbehälter entweder von oberhalb eingesteckt oder werden
die Behälter zunächst in eine plattenförmige Haltestruktur eingesetzt und diese dann
anschließend von oberhalb in den Transportbehälter eingesetzt. Beim Aufschieben der
Mehrzahl von Behältern auf den Boden des Unterteils dienen jedoch keine Seitenwände
eines auf die oberen Enden der Behälter aufgesetzten Oberteils oder Zwischenteils,
die senkrecht von dem Boden des Oberteils oder des Zwischenteils abragen, als Führungen.
Ferner ist nicht offenbart, dass zumindest eine Seitenwand des Unterteils geöffnet
ausgebildet ist oder die zumindest eine Seitenwand des Unterteils entfernt oder geöffnet
werden kann, sodass die Mehrzahl der Behälter gemeinsam mit dem auf die oberen Enden
der Behälter oder auf das Zwischenteil aufgesetzten Oberteil von einer ebenen Unterlage
auf den Boden des Unterteils aufgeschoben werden kann.
[0010] US 2003/010665 A1 offenbart eine Verpackungsstruktur, bei der die Behälter jeweils in einen Ablagekasten
(tray) eingeschoben werden. Dabei dienen jedoch die Seitenwände des Ablagekastens
selbst als Führungen, nicht aber Seitenwände eines Oberteils oder eines Zwischenteils,
das auf die oberen Enden der Behälter ausgesetzt ist. Ferner wird weder ein kastenförmiges
Oberteil noch ein kastenförmiges Zwischenteil auf die oberen Enden der Behälter ausgesetzt.
Vielmehr werden die Behälter durch eine Platte abgedeckt und anschließend wird die
Verpackungsstruktur in eine Folie eingeschweißt.
[0011] US 3 537 189 A offenbart eine Transportanordnung für eine vorübergehende Aufnahme von Fläschchen
(vials) bei der Gefriertrocknung. Die Transportanordnung umfasst ein Unterteil, einen
darin eingesetzten Rahmen ohne Boden sowie ein kastenförmiges Oberteil. Diese Transportanordnung
dient dazu, damit die Fläschchen mit Hilfe des Rahmens unmittelbar auf den Boden eines
Gefriertrockners geschoben werden können. Allerdings werden die Fläschchen in dieser
Transportanordnung nur vorübergehend aufgenommen, nicht aber darin verpackt.
[0012] US 3 243 049 A offenbart eine vergleichbare Transportanordnung, die ein Tray, das auf einer Seite
offen ausgebildet ist, und einen darin eingeschobenen Rahmen umfasst, der einen verschiebbaren
Querstab aufweist, der zum Klemmen der Fläschchen in dem Rahmen dient. Mit dem Rahmen
werden die Fläschchen gemeinsam in das Tray eingeschoben, um dann schließlich in den
Gefriertrockner geschoben zu werden.
Zusammenfassung der Erfindung
[0014] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein einfaches, kostengünstiges und zuverlässiges
Verfahren zum Verpacken von Behältern der vorgenannten Art bereitzustellen, womit
eine hohe Packungsdichte der Behälter und eine einfache und kostengünstige Weiterverarbeitung
der Behälter realisiert werden kann. Weiterhin soll eine entsprechende Verpackungsstruktur
für eine Mehrzahl von Behältern bereitgestellt werden, wobei die gleiche Verpackungsstruktur
bevorzugt für Behälter unterschiedlicher Geometrien und Abmessungen verwendbar sein
soll.
[0015] Diese Aufgaben werden durch ein Verfahren zum Verpacken von Behältern nach Anspruch
1 sowie durch eine Verpackungsstruktur nach Anspruch 10 gelöst. Weitere vorteilhafte
Ausführungsformen sind Gegenstand der rückbezogenen Unteransprüche.
[0016] Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum Verpacken einer Mehrzahl
von Behältern für Substanzen für medizinische, pharmazeutische oder kosmetische Anwendungen,
in einer Verpackungsstruktur, die ein Oberteil und ein Unterteil umfasst und die eine
kastenförmige Aufnahme ausbildet, in welcher die Behälter aufgenommen sind, wobei
die Behälter eine zylindrische Seitenwand und einen Boden oder einen unteren Rand
aufweisen, der sich senkrecht zu deren Seitenwand erstreckt, mit den Schritten: Anordnen
der Mehrzahl von Behältern unmittelbar auf einer ebenen Unterlage, sodass die Behälter
senkrecht auf der ebenen Unterlage abgestützt sind bzw. aufliegen; Aufsetzen des Oberteils
oder eines Zwischenteils auf die oberen Enden der Behälter, wobei das Oberteil bzw.
das Zwischenteil kastenförmig ist; Verschieben der Mehrzahl von Behältern von der
ebenen Unterlage auf einen Boden des Unterteils; und Versiegeln der Verpackungsstruktur
mit dem Ober- und Unterteil und den von diesen aufgenommenen Behältern durch Einbringen
in einen Schlauch oder in einen verschließbaren Beutel aus einem Kunststoffmaterial
oder mittels einer gasdurchlässigen Kunststofffolie; wobei Seitenwände des Ober- und/oder
Unterteils, die senkrecht von dem Boden des Unterteils und/oder des Oberteils abragen,
beim Einschieben der Mehrzahl von Behältern in das Ober- oder Unterteil als Führungen
dienen.
[0017] Die Verpackungsstruktur kann somit aus wenigen einfachen Teilen zusammengesetzt werden
und ist somit kostengünstig und einfach zu handhaben. Dabei können die Behälter durch
einfaches Verschieben auf einer Unterlage in die Verpackungsstruktur eingebracht werden,
ohne dass weitere aufwändige Zwischenschritte, wie beispielsweise eine Vereinzelung
oder ein Greifen der Behälter dazu erforderlich wäre. Dabei können Seitenwände des
Ober- und/oder Unterteils gleichzeitig als seitliche Führungen zum Führen der Behälter
beim Einschieben in das Ober- und/oder Unterteil verwendet werden, was automatisch
eine präzise Führung der Behälter in Entsprechung zu der späteren Verpackungsstruktur
ermöglicht und weiteren Aufwand bei der Handhabung der Behälter einsparen hilft.
[0018] Die Anordnung der Behälter in der Verpackungsstruktur kann insbesondere durch die
Geometrie des kastenförmigen Unter- und/oder Oberteils vorgegeben werden. Ist beispielsweise
eine rechteckförmige Anordnung einer Mehrzahl von Behälter in m Reihen und n Spalten,
die sich senkrecht dazu erstrecken, erwünscht, so muss, bei bekanntem Außendurchmesser
der Behälter die lichte Weite zwischen den Seitenwänden bzw. den vorderen und hinteren
Wänden des Unter- oder Oberteils einfach nur exakt dem m-fachen bzw. n-fachen des
maximalen Außendurchmessers der Behälter entsprechen, um eine spielfreie Lagerung
der Behälter ohne die Möglichkeit einer Bewegung der Behälter relativ zueinander und
relativ zu den Seitenwänden des Unter- oder Oberteils zu realisieren, wenn die Seitenwände
selbst aus einem nicht-elastischen Material ausgebildet sind. Entsprechend lässt sich
die Geometrie des kastenförmigen Unter- und/oder Oberteils auch vorgeben, wenn die
Behälter beispielsweise in einer hexagonal dichtesten Packung (hcp) in der Verpackungsstruktur
angeordnet werden sollen.
[0019] Weil möglicherweise offene Enden der Behälter an ihrem oberen und/oder unteren Ende
mittels des Ober- und/oder Unterteils oder mittels eines Zwischenteils unmittelbar
abgedeckt sind, können keine störenden Partikel in die Behälter während einer vorübergehenden
Lagerung oder Handhabung der Behälter oder während des Transports der Behälter in
der Verpackungsstruktur eindringen. Dabei kann es ausreichend sein, wenn das Zwischenteil
durch eine ebene Platte oder Folie ausgebildet ist. Zweckmäßig wird das Zwischenteil
jedoch zumindest abschnittsweise über senkrecht abragende Seitenwände verfügen, die
ein seitliches Abrutschen des Zwischenteils von den Behältern verhindern.
[0020] Weiterhin ist erfindungsgemäß auch eine sterile und keimfreie Verpackung der Behälter
in einfacher Weise möglich, indem die Verpackungsstruktur mit dem Ober- und Unterteil
und den von diesen aufgenommenen Behältern weiter durch Einbringen in einen sterilen
Schlauch oder verschließbaren Beutel aus einem Kunststoffmaterial oder mittels einer
gasdurchlässigen Kunststofffolie verpackt oder versiegelt wird. Die Verpackungsstruktur
lässt sich auch dann weiterhin rasch und kostengünstig schließen und wieder öffnen.
Bevorzugt ermöglich der Schlauch oder verschließbare Beutel oder die gasdurchlässige
Kunststofffolie dabei ein Sterilisieren der Behälter, während diese in der Verpackungsstruktur
aufgenommen sind. Zu diesem Zweck können in dem Ober- und/oder Unterteil an geeigneter
Stelle eine oder mehrere Durchbrechungen vorgesehen sein, durch die ein Gas zum Sterilisieren
der Behälter einströmen kann. Zum Versiegeln der Verpackungsstruktur kann die gasdurchlässige
Kunststofffolie auch gezielt nur unmittelbar auf diejenigen Bereiche der Verpackungsstruktur
aufgeklebt werden, die mit den Durchbrechungen versehen sind. Oder der Schlauch oder
verschließbare Beutel ist in der Art einer Haube aus einer gasdurchlässigen Kunststofffolie,
wie nachfolgend beschrieben, ausgebildet, die in geeigneter Weise mit dem von dem
Ober- und Unterteil gebildeten Gebilde verbunden wird, um das Verpackungsgebilde auszubilden.
[0021] Gemäß einer weiteren Ausführungsform werden das Oberteil und/oder das Unterteil so
ausgelegt und bereitgestellt, dass die Behälter in der kastenförmigen Aufnahme einander
unmittelbar berühren und sich nicht relativ zueinander bewegen können. Im Gegensatz
zum Stand der Technik, wonach aus hygienischen und auch ästhetischen Gründen eine
unmittelbare Berührung der Behälter durch aufwändige Haltestrukturen vermieden wird,
liegt gemäß der vorliegenden Erfindung eine unmittelbare Berührung der Behälter in
der kastenförmigen Aufnahme vor. Diese ist jedoch erfindungsgemäß in solcher Weise
realisiert, dass die Behälter sich ständig berühren und sich während der Aufbewahrung,
des Transports und der Handhabung der Verpackungsstruktur nicht relativ zu einander
verschieben können. Auf diese überraschend einfache Weise können auch gemäß der vorliegenden
Erfindung unerwünschte Kratzer und die Entstehung von Partikeln aufgrund von Materialabrieb
von den Seitenwänden der Behälter zuverlässig ausgeschlossen werden. Hierzu ist es
von Vorteil, wenn die Behälter eine zylindrische und glatte Seitenwand aufweisen,
ohne jegliche Vorsprünge in Umfangsrichtung.
[0022] Weil die Behälter einander in der Verpackungsstruktur unmittelbar berühren, kann
ferner eine größtmögliche Packungsdichte der Behälter realisiert werden was erhebliche
wirtschaftliche Vorteile bietet. Die Behälter können dabei, je nach Art und Weise
ihrer Positionierung auf dem Unterteil, in Reihen und sich senkrecht dazu erstreckenden
Spalten oder in sich diagonal erstreckenden Reihen auf dem Unterteil positioniert
werden. Die Behälter können jedoch auch grundsätzlich beliebige andere Anordnungen
einnehmen, insbesondere sog. dichteste Packungen, wie beispielsweise eine hexagonal
dichteste Packung (hcp) oder eine trigonal dichteste Packung (tcp). Diese dichtesten
Packungen können die Behälter auch automatisch beim Beladen der Verpackungsstruktur
einnehmen, etwa wenn diese in ein kastenförmiges Unter- oder Oberteil von einem Transportband
oder dergleichen eingeschoben werden, ohne dass es hierzu weiterer Positionierungsmittel
bedarf.
[0023] Gemäß einer weiteren Ausführungsform werden die Behälter durch Anordnen der Behälter
unmittelbar auf dem Boden des Unterteils oder auf einer ebenen Unterlage zwischen
zumindest drei Seitenwänden des Unterteils in einer Anordnung angeordnet, deren Form
in Draufsicht der Form der von der Verpackungsstruktur ausgebildeten kastenförmigen
Aufnahme entspricht. Sofern die Seitenwände des Unterteils noch nicht miteinander
verbunden sind, können diese in einem nächsten Schritt dann miteinander verbunden
werden, um die kastenförmige Aufnahme auszubilden. Anschließend kann auch das Oberteil
unmittelbar auf die oberen Enden der Behälter in der kastenförmigen Aufnahme des Unterteils
aufgesetzt werden, um die Verpackungsstruktur zu vervollständigen.
[0024] Alternativ werden die Behälter zwischen zumindest drei Seitenwänden einer Aufnahmelehre
so auf dem Unterteil oder einer ebenen Unterlage angeordnet, dass Geometrie und Anordnung
der Behälter durch die Seitenwände der Aufnahmelehre vorgegeben werden. Nach Entfernen
der Aufnahmelehre entsteht so entlang den Seitenrändern der Anordnung von Behältern
ein Zwischenraum, in welchen die Seitenwände des Oberteils beim Aufsetzen des Oberteils
auf die oberen Enden der Behälter eingreifen oder in welche ein Schieber zum Verschieben
der Behälter in die Verpackungsstruktur eingreifen kann.
[0025] Gemäß einer weiteren Ausführungsform können die Behälter auch mittels eines Schiebers,
der in Zwischenräume zwischen den Behältern eingreift, verschoben werden, beispielsweise
reihenweise mittels eines streifenförmigen Schiebers.
[0026] Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann das auf die oberen Enden der Behälter aufgesetzte
Oberteil, oder alternativ auch ein entsprechendes kastenförmiges Zwischenteil, dazu
verwendet werden, um die Behälter von einer ebenen Unterlage, auf der diese zunächst
geeignet abgelegt und angeordnet wurden, beispielsweise von einem Transportband oder
einer Ablagefläche, auf den Boden des Unterteils der Verpackungsstruktur zu schieben.
Beim Verschieben der Behälter bleiben die Geometrie und Anordnung der Behälter zuverlässig
erhalten.
[0027] Zum vorgenannten Einschieben der Behälter in das Unterteil ist es dabei von Vorteil,
wenn zumindest eine vordere und/oder hintere Seitenwand des Unterteils entfernt oder
zumindest soweit geöffnet werden kann, insbesondere heruntergeklappt oder seitlich
weggeklappt werden kann, dass die Oberseite des Bodens des Unterteils bündig mit der
Oberseite der seitlich angeordneten Ablagefläche abschließt, auf welcher die Behälter
zuvor in der gewünschten geometrischen Anordnung abgelegt wurden, insbesondere auf
einem seitlich angeordneten Transportband, von welchem die Behälter in das Unterteil
hinein geschoben werden.
[0028] Gemäß einer weiteren Ausführungsform können vordere Seitenlaschen des Unterteils
in einer aufgeklappten Stellung gesichert werden und eine vordere Seitenwand und/oder
hintere Seitenwand des Unterteils in einer heruntergeklappten Stellung gesichert werden,
wenn die Behälter auf den Boden des Unterteils geschoben werden. Dies lässt sich durch
geeignete Faltung von Materialbögen, aus welchen das Unterteil durch Falzen ausgebildet
wird, oder durch geeignete Form- oder Reibschlussgebilde an den vorderen Seitenlaschen
des Unterteils und der vorderen Seitenwand und/oder hinteren Seitenwand des Unterteils
erzielen. Somit können die Behälter ungehindert in das Unterteil eingeschoben werden,
da störende Seitenwände des Unterteils vorübergehend zurück gehalten werden können.
[0029] Gemäß einer weiteren Ausführungsform wird anstelle des kastenförmigen Oberteils zunächst
ein kastenförmiges Zwischenteil, das einen Boden und senkrecht von diesem abragende
Seitenwände aufweist, auf die oberen Enden der Behälter aufgesetzt und das kastenförmige
Oberteil zur Vervollständigung der Verpackungsstruktur erst abschließend auf das Zwischenteil
aufgesetzt. Das Zwischenteil verhindert dabei in jeder Phase der Handhabung der Behälter
zuverlässig ein Eindringen von Partikeln in die Behälter über Öffnungen an deren oberen
Enden und kann auch zum Verschieben der Behälter in der vorstehend beschriebenen Weise
verwendet werden.
[0030] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weisen der Boden des Oberteils und/oder des
Unterteils und/oder die Seitenwände des Oberteils und/oder des Unterteils Durchbrechungen
auf, die mittels einer gasdurchlässigen Kunststofffolie zu einem geeigneten Zeitpunkt
des Verfahrens verschlossen werden, insbesondere mittels eines Geflechts aus Kunststofffasern,
beispielsweise aus Polypropylen-Fasern (PP) oder mittels einer Tyvek®-Schutzfolie.
Diese gasdurchlässige Kunststofffolie kann auch nachträglich aufgesetzt werden, beispielsweise
auf Ränder der Durchbrechungen aufgeklebt werden. Somit ist eine sterile und keimfreie
Verpackung der Behälter in der Verpackungsstruktur ermöglicht. Eine Sterilisierung
der Behälter kann dabei auch in der Verpackungsstruktur erzielt werden, indem ein
Gas zur Sterilisierung der Behälter von außen durch die Kunststofffolie und über die
kastenförmige Aufnahme der Verpackungsstruktur in die Innenräume der Behälter einströmt.
Als Sterilisationsgas kann ein als ETO bezeichnetes Ethylenoxid eingesetzt werden.
Ethylenoxidgas tötet Bakterien, Viren und Pilze ab, und kann daher vorteilhaft zur
Begasung von hitzeempfindlichen Substanzen verwendet werden. Als alternatives Gas
kann Formaldehyd oder ein als VHP bezeichneter Wasserstoffperoxid-Dampf verwendet
werden. Wasserstoffperoxyd wirkt entkeimend, kann in vorteilhaft einfacher und kostengünstiger
Weise durch aktives Verdampfen einer wässrigen Wasserstoffperoxid-Lösung erzeugt werden
und so zum Sterilisieren des Außenbereiches des Beutels verwendet werden. Um eine
hohe biologische Dekontaminationsrate der Mikroorganismen zu erreichen, ist eine definierte
hohe Konzentration von >5% bis 50% erforderlich. Abschließend kann die Verpackungsstruktur
weiterhin in einen Schlauch eingeschweißt oder in einen verschließbaren Beutel eingebracht
werden.
[0031] Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann auf das Ober- oder Unterteil eine Haube
aus der gasdurchlässigen Kunststofffolie aufgesetzt wird, die umlaufend mit einem
Rand des Ober- oder Unterteils mittels einer Klebeverbindung oder Heißversiegelung
verbunden ist, wobei die gasdurchlässige Kunststofffolie insbesondere ein Geflecht
aus Kunststofffasern ist, beispielsweise aus Polypropylen-Fasern (PP) oder einer Tyvek®-Schutzfolie,
wie vorstehend ausgeführt.
[0032] Gemäß einer weiteren Ausführungsform können das Unterteil und das Oberteil lösbar
miteinander verbunden werden, insbesondere miteinander verrastet werden. Bei dieser
Ausführungsform können die Behälter auch ohne eine vordere und/oder hintere Seitenwand
des Unterteils oder Oberteils zuverlässig in der Verpackungsstruktur gehalten werden.
[0033] Gemäß einer weiteren Ausführungsform können das Unterteil und das Oberteil auch mittels
Formschluss oder Kraftschluss, insbesondere mittels Klemmung, miteinander lösbar verbunden
werden.
[0034] Zur lösbaren Verbindung können gemäß einer weiteren Ausführungsform Führungsgebilde
verwendet werden, die sich entlang von Seitenwänden des Unterteils in Längsrichtung
des Unterteils erstrecken und beim Einschieben des Unterteils in das Oberteil von
Seitenwänden des Oberteils geführt werden. Diese Führungsgebilde können insbesondere
im Profil rechteckförmig ausgebildet sein und von korrespondierend ausgebildeten Seitenwandabschnitten
des Oberteils form- oder kraftschlüssig aufgenommen werden, insbesondere geklemmt
werden.
[0035] Gemäß einem weiteren Gesichtspunkt der vorliegeden Erfindung wird eine entsprechend
ausgelegte Verpackungsstruktur bereitgestellt. Diese wird bevorzugt zur Aufbewahrung,
Lagerung, auch zur vorübergehenden Lagerung während einer Handhabung oder Verarbeitung
der Behälter, und zum Transport von Behältern für Substanzen für medizinische, pharmazeutische
oder kosmetische Anwendungen eingesetzt, insbesondere von Fläschchen, Ampullen oder
Karpulen.
[0036] Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann das Unterteil vorteilhafterweise aus einem
Material bestehen oder mit einer Gleitbeschichtung versehen sein, mit einem Reibungskoeffizient,
der gegenüber dem Material des Behälters, insbesondere gegenüber Glas, kleiner als
0,6 ist. Das Material oder die Gleitbeschichtung kann aus einem Polymer und einer
Haftvermittlerschicht bestehen. Bei einer solchen Ausführungsform können die Behälter
mit vorteilhaft geringem Kraftaufwand zuverlässig in die Verpackungsstruktur eingeschoben
werden.
[0037] Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind die Seitenwände des Unterteils und/oder
des Oberteils elastisch ausgebildet, sodass die Behälter in der kastenförmigen Aufnahme
gegeneinander vorgespannt aufgenommen werden und ein Verrutschen der Behälter relativ
zueinander und relativ zu den Seitenwänden des Unter- oder Oberteils in einfacher
Weise verhindert ist. Die Vorspannung der Behälter relativ zueinander kann durch die
Auslegung der Seitenwände des Unterteils und/oder des Oberteils durchaus schwach sein
und liegt in jedem Fall deutlich unterhalb einer maximalen Belastung, die zum Bruch
oder einer Beschädigung der Seitenwände der Behälter in der Verpackungsstruktur führen
würde. Die Abmessungen der Seitenwände des Unterteils und/oder des Oberteils können
dabei so bemessen sein, dass diese zum Einführen der Behälter in die von diesen ausgebildete
kastenförmige Aufnahme geringfügig geweitet werden müssen. Alternativ können die Seitenwände
auch erst nach dem Anordnen der Behälter in der gewünschten Anordnung mit elastischer
Verspannung miteinander verbunden werden, um die jeweilige kastenförmige Aufnahme
auszubilden. Hierzu können lösbare Verbindungsarten verwendet werden, wie beispielsweise
Falzen und Ineinanderstecken von Seitenwandabschnitten, aber auch unlösbare Verbindungsarten
verwendet werden, wie beispielsweise Niet- oder Klebeverbindungen.
[0038] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist ergänzend oder alternativ eine Einlage in
der kastenförmigen Aufnahme der Verpackungsstruktur aufgenommen, die zumindest abschnittsweise
elastisch ausgebildet ist, sodass die Behälter in der kastenförmigen Aufnahme in der
vorstehend beschriebenen Weise gegeneinander elastisch vorgespannt aufgenommen werden
und ein Verrutschen der Behälter relativ zueinander und relativ zu den Seitenwänden
des Unter- oder Oberteils verhindert ist.
[0039] Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind die Seitenwände des Unterteils und/oder
des Oberteils und/oder die vorgenannte Einlage zumindest abschnittsweise aus einem
thermoplastischen, duroplastischen oder elastomeren Kunststoff bereitgestellt, der
geschäumt ist oder als Hohlkammerplatte ausgebildet ist. Derartige Kunststoffmaterialien
sind kostengünstig erhältlich, einfach mit den gewünschten Abmessungen und elastischen
Eigenschaften herzustellen und zu verarbeiten und ermöglichen eine sterile, keimfreie
Verpackung der Behälter.
[0040] Gemäß einer weiteren Ausführungsform wird zur Vervollständigung der Verpackungsstruktur
auf das Ober- oder Unterteil eine Haube aus der gasdurchlässigen Kunststofffolie aufgesetzt,
die umlaufend mit einem Rand des Ober- oder Unterteils verbunden ist, insbesondere
mittels einer Klebeverbindung oder Heißversiegelung, wobei die gasdurchlässige Kunststofffolie
insbesondere ein Geflecht aus Kunststofffasern ist, beispielsweise aus Polypropylen-Fasern
(PP) oder einer Tyvek®-Schutzfolie, wie vorstehend ausgeführt. Über die gasdurchlässige
Kunststofffolie und entsprechende Öffnungen oder Durchbrechungen im Ober- oder Unterteil
und ggf. in dem vorgenannten Zwischenteil kann ein Gas zum Sterilisieren der in der
Verpackungsstruktur aufgenommenen Behälter einströmen.
Figurenübersicht
[0041] Nachfolgend wird die Erfindung in beispielhafter Weise und unter Bezugnahme auf die
beigefügten Zeichnungen beschrieben, woraus sich weitere Merkmale, Vorteile und zu
lösende Aufgaben ergeben werden. Es zeigen:
- Fig. 1a
- in einer schematischen Ansicht eine Verpackungsstruktur gemäß einer ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung vor ihrer Fertigstellung;
- Fig. 1b
- einen beispielhaften Behälter zur Verwendung in einer Verpackungsstruktur gemäß der
vorliegenden Erfindung;
- Fig. 2a-2d
- die Schritte zur Herstellung einer Verpackungsstruktur gemäß der Fig. 1a;
- Fig. 3a-3h
- die Schritte zur Herstellung einer Verpackungsstruktur gemäß einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 4a - 4c
- weitere Einzelheiten der Verpackungsstruktur gemäß den Figuren 3a-3h;
- Fig. 5a - 5f
- Einzelheiten beim Öffnen einer Verpackungsstruktur gemäß einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 6a - 6c
- die Schritte zur Herstellung einer Verpackungsstruktur gemäß einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 7a - 7d
- Einzelheiten einer Verpackungsstruktur gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung;
- Fig. 8a - 8c
- Einzelheiten von Verpackungsstrukturen gemäß weiteren Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung;
- Fig. 9
- eine Verpackungsstruktur gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 10a - 10d
- Einzelheiten einer Verpackungsstruktur gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung;
- Fig. 10e - 10g
- Einzelheiten einer Verpackungsstruktur nicht gemäß der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 11a - 11e
- Einzelheiten einer Verpackungsstruktur gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung;
- Fig. 12a - 12c
- Einzelheiten einer Verpackungsstruktur gemäß einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung; und
- Fig. 13
- ein schematisches Flussdiagramm eines Verfahrens zur Herstellung einer Verpackungsstruktur
gemäß der vorliegenden Erfindung.
[0042] In den Figuren bezeichnen identische Bezugszeichen identische oder im Wesentlichen
gleichwirkende Elemente oder Elementgruppen.
Ausführliche Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen
[0043] Die Fig. 1a zeigt eine Verpackungsstruktur gemäß einer ersten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung vor ihrer Fertigstellung in einer schematischen Ansicht. Die
Verpackungsstruktur 1 umfasst ein kastenförmiges Oberteil 10 und ein kastenförmiges
Unterteil 20, das in der Fig. 1a in einem noch nicht fertiggestellten Zustand dargestellt
ist. Das Oberteil 10 weist einen ebenen rechteckförmigen Boden 11 sowie zwei Seitenwände
12 und eine vordere und hintere Seitenwand 13 auf, die jeweils senkrecht von dem Boden
11 abragen. Das Unterteil 20 ist in entsprechender Weise ausgebildet und weist einen
ebenen rechteckförmigen Boden 21 sowie zwei Seitenwände 22 auf, die jeweils senkrecht
von dem Boden 21 abragen. Die vordere und hintere Seitenwand 23 ist gemäß der Fig.
1a noch heruntergeklappt und bildet mit den Boden 21 eine gemeinsame Ebene auf (ebene
Unterlage) und wird zur Ausbildung eines kastenförmigen Unterteils zu einem späteren
Zeitpunkt hoch geklappt.
[0044] Weil gemäß der Fig. 1a die vordere Seitenwand 23 heruntergeklappt ist, können die
Behälter 2 von einer Ablagefläche (nicht gezeigt), die bevorzugt bündig mit der Oberseite
des Bodens 21 und der heruntergeklappten, vorderen Seitenwand 23 abschließt, einfach
in das Unterteil 20 eingeschoben werden. Beim Einschieben der Behälter 2 in das Unterteil
20 dienen dabei die Seitenwände 22 als seitliche Führungen. Nachdem die Behälter im
Unterteil 20 angeordnet sind, werden die Seitenlaschen 26, die an den vorderen Enden
der Seitenwände 22 ausgebildet sind, und die vordere Seitenwand 23 umgeklappt und
miteinander verbunden, um eine vordere Seitenwand auszubilden, die ebenfalls senkrecht
vom Boden 21 des Unterteils 20 abragt. In diesem Zustand wird von den Seitenwänden
22 und der vorderen und hinteren Seitenwand 23 des Unterteils eine kastenförmige Aufnahme
ausgebildet, in welcher die Behälter 2 aufgenommen sind. Die Höhe der Seitenwände
22, 23 ist dabei geringer als die Höhe der Behälter 2.
[0045] Die Fig. 1b zeigt ein Fläschchen 2 als Beispiel für einen Behälter, für den eine
Verpackungsstruktur gemäß der vorliegenden Erfindung geeignet ist. Das Fläschchen
2 weist eine zylindrische Grundform auf, mit einer zylinderförmigen Seitenwand 4 mit
- im Rahmen der Toleranzen - konstantem Innen- und Außendurchmesser, die von einem
flach ausgebildeten Flaschenboden senkrecht abragt und nahe dem oberen offenen Ende
des Fläschchens in einen verengten Halsabschnitt 5 von vergleichsweise geringer axialer
Länge und anschließend in einen verbreiterten oberen Rand 6 übergeht, der einen größeren
Außendurchmesser aufweist als der zugeordnete Halsabschnitt 5 und zur Verbindung mit
einem Verschlusselement ausgelegt ist. Der Halsabschnitt 5 kann glattwandig ohne Außengewinde
ausgebildet sein oder mit einem Außengewinde zum Aufschrauben eines Verschlusselements
versehen sein. Beispielsweise kann in die Innenbohrung des Halsabschnitts 5 und des
oberen Rands 6 ein Stopfen (nicht dargestellt) eingeführt werden, dessen oberes Ende
mit dem oberen Rand 6 des Fläschchens gasdicht und geschützt gegen das Eindringen
von Verunreinigungen in das Fläschchen mit dem oberen Rand 6 verbunden ist, beispielsweise
durch Bördeln einer nicht dargestellten Metallschutzfolie. Derartige Fläschchen sind
radial symmetrisch und aus einem durchsichtigen oder aus einem eingefärbten Glas oder
auch durch Blasformen oder Kunststoff-Spritzgusstechniken aus einem geeigneten Kunststoffmaterial
ausgebildet, und können innenbeschichtet sein, so dass das Material des Fläschchens
möglichst wenig Verunreinigungen an die aufzunehmende Substanz abgibt.
[0046] Ein weiteres Beispiel für Medikamentenbehälter im Sinne der vorliegenden Anmeldung
stellen Ampullen, Karpulen oder Spritzen- oder Injektionsbehältnisse dar.
[0047] Im Sinne der vorliegenden Erfindung dienen derartige Behälter zur Aufbewahrung von
Substanzen oder Wirkstoffen für medizinische, pharmazeutische oder kosmetische Anwendungen,
die in einer oder auch mehrere Komponenten in fester oder flüssiger Form in dem Behälter
aufbewahrt werden sollen. Gerade bei Glasbehältern können Aufbewahrungsdauern viele
Jahre betragen, was insbesondere von der hydrolytischen Resistenz der verwendeten
Glassorte abhängt. Während nachfolgend Behälter offenbart werden, die zylindrisch
sind, sei darauf hingewiesen, dass die Behälter im Sinne der vorliegenden Erfindung
auch ein anderes Profil haben können, beispielsweise ein quadratisches, rechteckförmiges
oder vieleckiges Profil. Sofern Behälter 2 im Sinne der vorliegenden Erfindung nicht
einen im Wesentlichen flachen Boden 3 aufweisen, ist jedenfalls ein umlaufender Rand
auf einer Höhe des Behälters 2 ausgebildet, sodass die Behälter, wenn diese senkrecht
auf einer Ablagefläche abgestützt sind, auf der Ablagefläche verschoben werden können.
[0048] Gemäß der Fig. 1b erstreckt sich der Boden 3 oder der untere Rand der Seitenwand
4 exakt senkrecht zur Seitenwand 4 des Behälters 2, sodass die Behälter 2 exakt senkrecht
aufrecht auf dem Boden 21 des Unterteils 20 (vgl. Fig. 1a) angeordnet sind. Dies verhindert
auch dann, wenn die Behälter 2 gegeneinander vorgespannt bzw. geklemmt gehalten werden,
übergroße Kräfte auf die Seitenwände der Behälter, was zu Kratzern, Materialabrieb
oder gar einem Zerspringen der Behälter führen könnte.
[0049] Wie in der Fig. 1a gezeigt, sind die Behälter 2 in dem Unterteil 20 mit unmittelbarem
Wand-zu-Wand-Kontakt aufgenommen, sodass eine größtmögliche Packungsdichte erzielt
werden kann. Gemäß weiteren Ausführungsformen können zwischen sämtlichen Behältern
Einlagen vorgesehen sein, beispielsweise in Form von Trennwänden, die eine Berührung
von unmittelbar benachbarten Behältern in dem Unterteil bzw. in der späteren Verpackungsstruktur
verhindern. Gemäß weiteren Ausführungsformen können solche Trennwände auch als Trennstreifen
vorgesehen sein, die Reihen von Behältern voneinander trennen. Wie nachfolgend ausgeführt,
können derartige Trennwände oder Trennstreifen auch zum Verschieben von Behältern
auf einer ebenen Unterlage dienen.
[0050] Die Fig. 2a zeigt das Unterteil gemäß der Fig. 1a. Nach dem Einschieben der Behälter
2 in das Unterteil 20 und Schließen des Unterteils 20 durch Umklappen der vorderen
Seitenwand 23 und der Seitenlaschen 26 (in der Fig. 2b nicht gezeigt), wird gemäß
der Fig. 2b das kastenförmige Oberteil 10 auf die oberen Enden der Behälter 2 unmittelbar
aufgesetzt. Selbstverständlich kann dabei auch eine Zwischenlage, beispielsweise eine
dünne Kunststoffplatte oder Kunststofffolie, auf die oberen Enden der Behälter 2 aufgelegt
sein, bevor das Oberteil 10 aufgesetzt wird.
[0051] Auf diese Weise wird schließlich die in der Fig. 2c gezeigte Verpackungsstruktur
ausgebildet. Abschließend kann die so ausgebildete Verpackungsstruktur 1 in einen
Schlauch 9 aus einem Kunststoffmaterial eingeschlossen oder in einen verschließbaren
Beutel aus einem Kunststoffmaterial eingebracht werden, in welcher die Behälter steril
und keimfrei verpackt aufgenommen sind (vgl. Fig. 2d).
[0052] Die Behälter sind dabei bevorzugt spielfrei in dem Unterteil oder Oberteil der Verpackungsstruktur
1 aufgenommen, d.h. diese sind darin so aufgenommen, dass diese sich weder relativ
zueinander noch relativ zu den Seitenwänden oder Böden des Unter- und Oberteils bewegen
können. Hierzu ist nicht zwingend eine Klemmung (mechanische Vorspannung) der Behälter
in der kastenförmigen Aufnahme der Verpackungsstruktur 1 erforderlich. Vielmehr kann
die kastenförmige Aufnahme des Unterteils und/oder des Oberteils auch so exakt auf
die Anordnung der Behälter - bei Zugrundelegung einer unmittelbaren Wand-zu-Wand-Berührung
sämtlicher Behälter - abgestimmt sein, dass jegliche Relatiwerschiebung der Behälter
ausgeschlossen ist.
[0053] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform können die Behälter mit Klemmung (permanenter
mechanischer, elastischer Vorspannung gegeneinander) in der kastenförmige Aufnahme
des Unterteils und/oder des Oberteils aufgenommen sein. Hierzu kann eine elastische
Einlage in das Unterteil und/oder Oberteil eingebracht sein, welche die darin aufgenommenen
Behälter permanent gegeneinander vorspannt, sodass diese in der Verpackungsstruktur
geklemmt gehalten sind. Eine solche elastische Einlage kann sich beispielsweise in
der Art der in der Fig. 6a gezeigten streifenförmigen Einlage 38 entlang einer Seitenwand
der Unterteils und/oder des Oberteils erstrecken. Alternativ können die Seitenwände
des Unterteils und/oder des Oberteils zumindest abschnittsweise aus einem elastischen
Material ausgebildet sein, wobei die Seitenwände beim Einführen der Behälter in das
Unterteil und/oder Oberteil gedehnt oder gestreckt werden und die hierzu erforderliche
Kraft anschließend wieder freigegeben wird, sodass die Seitenwände danach trachten,
in ihre Ausgangslage zurückzukehren, und zwar solange, bis diese in Anlage mit der
im Unterteil und/oder Oberteil aufgenommenen Anordnung von Behältern gelangen und
diese geklemmt halten. Als weitere Alternative können zwischen sämtlichen Behältern
oder zwischen Reihen von Behältern Trennwände oder Trennstreifen als Einlage aus einem
elastischen Material eingebracht werden, welche die in der Verpackungsstruktur aufgenommenen
Behälter permanent gegeneinander vorspannt, sodass diese darin geklemmt gehalten sind.
[0054] Derartige Trennwände oder Trennstreifen können auch zum Verschieben der Behälter
beim Ausbilden der erfindungsgemäßen Verpackungsstruktur verwendet werden, beispielswiese
zum Verschieben ganzer Reihen von Behältern, wie nachfolgend ausgeführt.
[0055] Die Figuren 3a-3h zeigen die Schritte zur Herstellung einer Verpackungsstruktur gemäß
einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Die Fig. 3a zeigt eine
Aufnahmelehre 50, in welcher die Behälter in einer gewünschten Anordnung vorab angeordnet
werden sollen, bevor sie in dieser Anordnung in das Unter- oder Oberteil eingeschoben
oder darin aufgenommen werden. Zu diesem Zweck weist die Aufnahmelehre 50 gemäß der
Fig. 3a einen ebenen Boden 51 (ebene Unterlage) auf, von dem zwei zueinander parallele
Seitenwände 52 und eine Rückwand 53 jeweils senkrecht abragen. Gemeinsam bilden die
Seitenwände 52 und die Rückwand 53 eine kastenförmige Aufnahme mit einem offenen vorderen
Ende aus. In die Aufnahmelehre 50 ist ein U-förmiges Abstandelement eingesetzt, das
aus zwei zueinander parallelen Seitenwänden 60 und einer Rückwand 61 besteht.
[0056] Gemäß der Fig. 3b werden zwischen den Seitenwänden 60 des Abstandselements eine Mehrzahl
von Behältern 2 in der gewünschten Anordnung angeordnet. Dies kann durch Einschieben
der Behälter 2 über das offene vordere Ende der Aufnahmelehre 50 erfolgen, beispielsweise
von einer Ablagefläche, einem Transportbehälter oder einem Transportband.
[0057] Wie dem Fachmann ohne weiteres ersichtlich sein wird, ist der Boden 51 hierzu nicht
zwingend erforderlich. Vielmehr kann die Aufnahmelehre 50 auch auf einer ebenen Unterlage
(nicht gezeigt) angeordnet werden, auf der dann die Behälter verschoben werden.
[0058] Anschließend wird das U-förmige Abstandelement entfernt, wie in der Fig. 3c gezeigt.
In diesem Zustand verbleibt zwischen den Seitenwänden der äußersten Behälter 2 der
rechteckförmigen Anordnung von Behältern 2 und den Seitenwänden 52 sowie der Rückwand
53 der Aufnahmelehre 50 ein Spalt, dessen Breite der Dicke der Seitenwände 60 sowie
der Rückwand 61 des Abstandselements entspricht.
[0059] Gemäß der Fig. 3d wird anschließend ein kastenförmiges Oberteil 10 mit entsprechend
rechteckförmiger Grundfläche auf die oberen Enden der Behälter 2 aufgesetzt. Dabei
sollte die Wandstärke der Seitenwände des Oberteils 10 kleiner oder gleich der Dicke
der Seitenwände 60 sowie der Rückwand 61 des Abstandselements sein.
[0060] Wie in der Fig. 3e und Fig. 3f gezeigt, werden die Behälter mittels des Oberteils
10 aus der Aufnahmelehre 50 herausgeschoben, und zwar in den Bereich einer Einführöffnung
eines Unterteils 20, das - abweichend zu den vorstehenden Ausführungsformen - nicht
oben offen ausgebildet ist, sondern weiterhin eine obere Abdeckung 24 aufweist. Die
Fig. 3f zeigt einen Zustand, in dem das Oberteil 20 vollständig aus der Aufnahmelehre
50 herausgeschoben ist. Anschließend wird das Oberteil 10 über die Einführöffnung
in das Unterteil 20 eingeschoben (vgl. Seitenansicht gemäß der Fig. 3g), bis die Verpackungsstruktur
gemäß der Fig. 3h ausgebildet ist.
[0061] Bei dieser Vorgehensweise ist es von Vorteil, wenn die unteren Enden oder Böden der
Behälter stets auf einer ebenen Auflagefläche ohne Erhebungen verschoben werden. Dies
lässt sich entweder dadurch erreichen, dass die Aufnahmelehre 50 (vgl. Fig. 3a) und
das Unterteil 20 in einer Vertiefung aufgenommen sind, deren Tiefe so bemessen ist,
dass die Oberseite des Bodens 51 der Aufnahmelehre 50 (vgl. Fig. 3a) und des Unterteils
20 bündig mit angrenzenden Flächenabschnitten abschließt. Alternativ kann dies dadurch
erreicht werden, dass die Aufnahmelehre 50 (vgl. Fig. 3a) und das Unterteil 20 auf
einer Auflagefläche ruhen, wobei die Bereiche der Auflagefläche, die sich nicht unterhalb
der Aufnahmelehre 50 und des Unterteils 20 befinden, geringfügig erhöht ausgebildet
sind, nämlich um die Stärke des Bodens der Aufnahmelehre 50 und des Unterteils 20,
sodass die Behälter ohne Höhenversatz verschoben werden können. Ein problemloses Verschieben
sämtlicher Behälter kann auch durch die Ausbildung von rampenähnlich geneigten Übergangszonen
am vorderen Rand der Aufnahmelehre 50 sowie des Bodens 21 des Unterteils 20 erzielt
werden. Alternativ kann die Aufnahmelehre 50 auch ohne Boden ausgebildet sein.
[0062] Bei dieser Ausführungsform sind die Behälter in dem Oberteil 10 bevorzugt spielfrei
und mit unmittelbarem Wand-zu-Wand-Kontakt aufgenommen. Insbesondere können die Behälter
auch geklemmt in dem Oberteil 10 gehalten werden. In letztgenanntem Fall kann die
Klemmung der Behälter in dem Oberteil 10 insbesondere auch so ausgelegt sein, dass
das Oberteil gemeinsam mit den darin geklemmt aufgenommenen Behältern angehoben und
in ein Unterteil eingesetzt wird, anstatt dass das Oberteil 10 die Behälter verschiebt.
Grundsätzlich können die Behälter in der Verpackungsstruktur auch lose und mit seitlichem
Spiel aufgenommen sein.
[0063] Wie dem Fachmann ohne Weiteres ersichtlich sein wird, kann auch das vordere Ende
der Aufnahmelehre 50 (vgl. Fig. 3a) mittels einer aufrechten Seitenwand abgeschlossen
sein, sodass die Behälter dann nicht in die Aufnahmelehre 50 eingeschoben sondern
stattdessen von oben her eingesetzt werden müssen, was zwar aufwändiger ist, sich
beispielsweise mittels Greifarmen oder dergleichen realisieren lässt.
[0064] Die Figuren 4a - 4c zeigen weitere Einzelheiten der Verpackungsstruktur gemäß den
Figuren 3a-3h. Gemäß der Fig. 4a ist entlang dem vorderen Rand des Unterteils 20 ein
Dichtungselement 29 vorgesehen, was beispielsweise durch eine elastische Einlage aus
einem Gummi oder Kunststoff, die auch in 2K-Technik in den Boden 21 des Unterteils
20 eingespritzt sein kann, oder durch Ausbildung eines elastischen Dichtungselements
unmittelbar in dem Boden 21 des Unterteils 20 erreicht werden kann. Gemäß der Fig.
4c ist das Dichtungselement durch einen Wulst 29 realisiert, der vom Boden 21 einwärts
abragt. Beim Einschieben des Oberteils 10 in das Unterteil 20 muss somit ein elastischer
Widerstand überwunden werden.
[0065] Die Figuren 5a - 5f zeigen Einzelheiten des Öffnens einer Verpackungsstruktur gemäß
einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Wie in der Fig. 5b gezeigt,
ist ein kastenförmiges Zwischenteil 40 auf die oberen Enden der Behälter gesetzt,
das einen ebenen Boden 41 sowie senkrecht von diesem abragende Seitenwände 42 aufweist.
Dieses Zwischenteil 40 kann permanent auf den oberen Enden der Behälter aufliegen,
um ein Eindringen von Partikeln in die offenen Enden von Behältern auch dann noch
zu verhindern, wenn das Oberteil 10 abgenommen ist, wie in der Fig. 5c gezeigt. Die
Seitenwände 42 verhindern dabei ein versehentliches seitliches Abrutschen des Zwischenteils
40.
[0066] Gemäß der Fig. 5c wird die vordere Seitenwand 23 des Unterteils 20 herunter geklappt,
um ein Herausschieben der Behälter 2 durch Verschieben des Zwischenteils 40 zu ermöglichen.
Um ein störendes Zurückklappen der vorderen Seitenwand 23 zu verhindern, halten die
Seitenlaschen 26 des Unterteils 20 die vordere Seitenwand 23 niedergedrückt, und zwar
in einer Stellung, in der die vordere Seitenwand 23 mit der Ebene des Bodens 21 des
Unterteils 20 fluchtet. Wie in der Fig. 5d gezeigt, sind zu diesem Zweck in den Seitenlaschen
26 rechteckförmige Aussparungen 27 ausgebildet, in die rechteckförmige Vorsprünge
28 eingreifen, die korrespondierend am Seitenrand der vorderen Wand 23 ausgebildet
sind. In dieser Stellung kann das Zwischenteil 40 gemeinsam mit den darin aufgenommenen
Behältern 2 aus dem Unterteil 20 herausgeschoben werden, wie in der Fig. 5e gezeigt.
Abschließend wird durch Anheben des Oberteils 10 ein Zugriff auf die Behälter 2 zur
Behandlung oder Weiterverarbeitung ermöglicht.
[0067] Wie in den Figuren 6a-6c gezeigt, können die Behälter 2 anstatt mit Hilfe des in
den Figuren 5a-5e gezeigten Zwischenteils 40 auch mit Hilfe eines Schiebers 37 gemeinsam
aus dem Unterteil 20 herausgeschoben werden. Der in der Fig. 6a gezeigte streifenförmige
Schieber 37 erstreckt sich entlang der Rückwand 23 des Unterteils, wobei die vorderen
Enden eines als Verstelleinrichtung wirkenden Bügels 39 in Sacklöcher 38 in den Schieber
37 eingesetzt sind. Bei diesem streifenförmigen Schieber 37 kann es sich insbesondere
um eine elastische Einlage handeln, die aufgrund ihrer Elastizität die in dem kastenförmigen
Unterteil 20 aufgenommenen Behälter 2 gegeneinander vorspannt und permanent klemmt,
wie vorstehend ausgeführt. Damit die vordere Seitenwand 23 beim Herausschieben der
Behälter 2 aus dem Unterteil 20 gemäß der Fig. 6b nicht hochschnellt, wird diese von
den Seitenlaschen 26 niedergedrückt, wie vorstehend anhand der Fig. 5d beschrieben.
Schließlich wird der Zustand gemäß der Fig. 6c erreicht, in dem sämtliche Behälter
2 vollständig aus dem kastenförmigen Unterteil 20 herausgeschoben sind.
[0068] Alternativ können die Behälter 2 auch mittels einer streifenförmigen Platte reihenweise
oder auch einzeln aus dem kastenförmigen Unterteil 20 herausgeschoben werden. Bei
einer solchen streifenförmigen Platte kann es sich insbesondere auch um einen Trennstreifen
handeln, der in der Verpackungsstruktur eine Kollision von unmittelbar benachbarten
Behältern verhindert, wie vorstehend ausgeführt. Ein solcher Trennstreifen kann auch
aus einem elastischen Material bestehen, wie vorstehend ausgeführt.
[0069] Wie in der Fig. 7a gezeigt, kann ein kastenförmiges Unterteil 20, wie vorstehend
beschrieben, auch aus einem Materialbogen ausgestanzt und durch geeignetes Falzen
hergestellt werden. In der Fig. 7a sind die entsprechenden Falzlinien mit den Bezugszeichen
34a-34e bezeichnet. Durch Ausstanzen von Aussparungen 27 an den hinteren Seitenlaschen
31 und von Vorsprüngen 28 an der Rückwand 30 kann ein permanentes Niederdrücken der
Rückwand 30 realisiert werden, wie vorstehend anhand der Fig. 5d beschrieben. Bei
dieser Ausführungsform ist die vordere Seitenwand 23 gedoppelt ausgebildet, und zwar
durch Falzen entlang der Falzlinie 34e und Umklappen der gedoppelten Seitenwand 23a
in Richtung der Seitenwand 23. Durch Einstecken der Vorsprünge 33, die am oberen Rand
der gedoppelten Seitenwand 23a ausgebildet sind, in korrespondierend ausgebildete
Aussparungen 32 auf dem Boden 21 des Unterteils 20 kann die vordere Seitenwand 23
wahlweise hochgeklappt (zum Zurückhalten der Behälter) oder heruntergeklappt (zum
Hinein- oder Herausschieben der Behälter) werden. Im hochgeklappten Zustand sind dabei
die Seitenlaschen 26 in den Zwischenraum zwischen die vorderen Seitenwände 23, 23a
eingeschoben. Beim Hochklappen der vorderen Seitenwand und Rückwand des Unterteils
können diese dabei gedehnt werden, um die vorstehend beschriebene permanente Klemmung
der Behälter im Unterteil zu realisieren.
[0070] Die Fig. 7b erläutert nochmals das permanente Niederdrücken der vorderen Seitenwand
mittels ineinander greifender Vorsprünge 28 und Aussparungen, wobei die zum Einnehmen
und Auflösen dieser Stellung erforderlichen Bewegungen durch die Bewegungspfeile angedeutet
sind. Die Figuren 7c und 7d zeigen eine Alternative für das permanente Niederdrücken
der vorderen Seitenwand, wonach in der vorderen Seitenlasche 26 eine diagonale Falzlinie
34f verläuft, wobei die vordere Seitenwand 23 und die Seitenlaschen 26 miteinander
verbunden sind (vgl. Fig. 7d) und durch Eindrücken entlang der Falzlinie 34f und Verschwenken
der Seitenlaschen 26 um die Falzlinie 34d der Zustand gemäß der Fig. 7c mit hochgeklappter
vorderer Seitenwand 23 erzielt werden kann und bei umgekehrter Sequenz wieder der
geöffnete Zustand gemäß der Fig. 7d erreicht werden kann.
[0071] Die Fig. 8a zeigt eine dreiteilige Verpackungsstruktur, wie vorstehend beschrieben,
mit einem Unterteil 20, in welcher die Behälter aufgenommen sind, einem auf die oberen
Enden der Behälter aufgesetzten Zwischenteil 40 und einem auf das Zwischenteil 40
aufgesetzten Oberteil 10.
[0072] Die Fig. 8b zeigt eine weitere Ausführungsform, bei der die Behälter 2 zunächst auf
den Boden 21 des Unterteils 20 in einem Zustand angeordnet werden, in welchem die
vordere und hintere Seitenwand 23 noch nicht hochgeklappt ist. In diesem Zustand können
die Behälter 2 insbesondere über die offenen vorderen und hinteren Enden eingeschoben
werden. Anschließend wird das Oberteil 10 auf die oberen Enden der Behälter 2 aufgesetzt.
Gemäß der Fig. 8b sind im Boden 11 des Oberteils 10 Ausnehmungen ausgebildet, in die
beim Hochklappen der vorderen und hinteren Seitenwände 23 und beim weiteren Umklappen
der gedoppelten Seitenwände 23b die daran vorgesehenen zusätzlichen Seitenlaschen
26a eingesteckt werden. Auf diese Weise sind das Oberteil 10 und das Unterteil 20
durch eine Steckverbindung miteinander verbunden.
[0073] Die Fig. 8c zeigt eine weitere Ausführungsform, bei der in entsprechender Weise die
beiden längeren Seitenwände 22 durch zweimaliges Falzen gedoppelt ausgebildet sind,
jedoch keine vorderen und hinteren Seitenwände vorgesehen sind, da es ausreichend
ist, wenn die Behälter 2 mittels der Seitenwände 12, 13 des Oberteils 10 in der Verpackungsstruktur
zurück gehalten werden. Nach dem zweimaligen Falzen der Seitenwände 22 werden die
Seitenlaschen 26, die an deren vorderen Enden ausgebildet sind, in die Ausnehmungen
14 im Boden 11 des Oberteils 10 in der vorstehend anhand der Fig. 8b beschriebenen
Weise eingesteckt, um Oberteil 10 und Unterteil 20 unmittelbar miteinander zu verbinden.
[0074] Die Fig. 9 zeigt eine Verpackungsstruktur 1 gemäß einer weiteren Ausführungsform,
bei der die Seitenwände 22 des Unterteils 20 mit Durchbrechungen 22a und der Boden
11 des Oberteils 10 mit einer Gitterstruktur 11a aus eine Mehrzahl von sich kreuzenden
Stegen mit dazwischen ausgebildeten Durchbrechungen versehen sind. Diese Durchbrechungen
sind mit einer gasdurchlässigen Kunststofffolie verschlossen, insbesondere mittels
eines Geflechts aus Kunststofffasern, beispielsweise aus Polypropylen-Fasern (PP)
oder mittels einer Tyvek®-Schutzfolie. Diese gasdurchlässige Kunststofffolie kann
auch nachträglich aufgesetzt werden, beispielsweise auf Ränder der Durchbrechungen
aufgeklebt werden und ermöglicht eine sterile und keimfreie Verpackung der Behälter
in der Verpackungsstruktur. Eine Sterilisierung der Behälter kann dabei auch in der
Verpackungsstruktur erzielt werden, indem ein Gas zur Sterilisierung der Behälter
von außen durch die Kunststofffolie und über die kastenförmige Aufnahme der Verpackungsstruktur
in die Innenräume der Behälter 2 einströmt. Abschließend kann die Verpackungsstruktur
weiterhin in einen Schlauch eingeschweißt oder in einen verschließbaren Beutel eingebracht
werden (vgl. Fig. 2d) oder in einen sterilen Transport- und Verpackungsbehälter eingebracht
werden.
[0075] Die vorgenannten Durchbrechungen können grundsätzlich auch im Boden des Unterteils
vorgesehen sein, wobei die Behälter, bei einem geeigneten Raster der vorgenannten
Gitterstruktur 11a, auch weiterhin problemlos über den Boden in das Unterteil hinein
geschoben und aus diesem wieder heraus geschoben werden können.
[0076] Die Figuren 10a bis 10d zeigen Einzelheiten einer Verpackungsstruktur gemäß einer
weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Bei dieser Ausführungsform ist
das Oberteil 10 kastenförmig ausgebildet, mit einem Boden 11 und davon senkrecht abragenden
Seitenwänden 12 und 13, wobei entlang den beiden längeren Seitenwänden 12 ein Flansch
15 senkrecht abragt. Dieses Oberteil 10 ist bevorzugt als Thermo formteil aus einem
Kunststoff ausgebildet.
[0077] Das Unterteil 20 ist durch Falzen aus einer Kunststoffplatte ausgebildet, die einen
Boden 21 und zwei seitliche Klemmstege 200 aufweist, an deren Enden jeweils ein rechteckförmiger
Fortsatz 201 ausgebildet ist. Die Klemmstege 200 sind über ein Filmscharnier mit dem
Boden 21 verbunden und können somit umgeklappt werden. In den Eckbereichen des rechteckförmigen
Bodens 21 sind pilzförmige Vorsprünge 203 (oder Öffnungen) ausgebildet, die nach Umklappen
der seitlichen Klemmstege 200 in die korrespondierend ausgebildeten Öffnungen 202
(oder pilzförmigen Vorsprünge) der Fortsätze 201 eingreifen. Das Unterteil 20 ist
bevorzugt als Spritzgussteil aus einem Kunststoff ausgebildet. In dem durch gestrichelte
Linien angedeuteten Bereich 209 des Bodens 21 (oder auch in dem Oberteil 10) können
Durchbrechungen mit einer Gitterstruktur aus eine Mehrzahl von sich kreuzenden Stegen
ausgebildet sein, die mittels einer gasdurchlässigen Kunststofffolie verschlossen
werden können, insbesondere mittels eines Geflechts aus Kunststofffasern, und durch
die hindurch die Behälter in der Verpackungsstruktur durch Einströmen eines Gases
sterilisiert werden können, wie vorstehend ausgeführt.
[0078] Der Verpackungsprozess beginnt gemäß der Fig. 10b damit, dass die Behälter 2 in die
kastenförmige Aufnahme des Oberteils 10 eingebracht werden, beispielsweise indem die
Behälter 2 auf einer ebenen Unterlage mit hoher Packungsdichte angeordnet werden und
das kastenförmige Oberteil 10 über die Behälter 2 gestülpt wird, sodass sich die in
der Fig. 10b gezeigte Anordnung der Behälter 2 automatisch ergibt. Anschließend wird
das Oberteil 10 mit den darin aufgenommenen Behältern 2 auf den Boden 21 des Unterteils
20 aufgeschoben. Anschließend wird das Oberteil 10 mit dem Unterteil 20 verbunden,
insbesondere verrastet.
[0079] Hierzu können gemäß der Fig. 10c die seitlichen Klemmstege 200 des Unterteils 20
umgeklappt und die Vorsprünge 203 in die Öffnungen 202 der Fortsätze 201 eingedrückt
werden. Die umgeklappten Fortsätze 201, an denen die vordere bzw. hintere Seitenwand
13 des Oberteils anliegen, geben dabei die Lage des Unterteils 10 relativ zu dem Unterteil
20 präzise vor. Die Fixierung dieser Position erfolgt mittels der Klemmstege 201,
die den jeweiligen Flansch 15 (vgl. Fig. 10a) des Oberteils 10 klemmen, sowie durch
das Einrasten der Vorsprünge 203 in die Öffnungen der Fortsätze 201.
[0080] Zum Öffnen dieser Verpackungsstruktur 1 wird in umgekehrter Reihenfolge vorgegangen,
wobei der erste Schritt, nämlich das Lösen der pilzförmigen Vorsprünge 203 von den
Öffnungen der Fortsätze 201 und das Zurückschwenken der seitlichen Klemmstege 200
in der Fig. 10d dargestellt ist.
[0081] Die Figuren 10e bis 10g zeigen Einzelheiten einer weiteren Verpackungsstruktur, bei
der das Unterteil in dem Oberteil mittels Formschluss oder Klemmung fixiert ist. Gemäß
der Fig. 10e sind entlang den Seitenwänden 23 des Unterteils 20 Führungsschienen 205
ausgebildet, die im Profil rechteckförmig sind, was sich beispielsweise durch thermische
Umformung von Seitenabschnitten des Unterteils 20 einfach realisieren lässt. Zwischen
den Führungsschienen 205 und den Seitenwänden 23 sind flache Verbindungsstege 204
ausgebildet, deren Unterseiten gemeinsam mit dem unteren Rand des kastenförmigen Unterteils
20 bevorzugt in einer Ebene liegen.
[0082] Gemäß der Fig. 10e sind das vordere und hintere Ende des Oberteils 10 offen ausgebildet,
sodass das Unterteil 20 darin eingeschoben werden kann. Der Boden 11 des Oberteils
10 ist geschlossen ausgebildet, kann jedoch grundsätzlich auch mit Durchbrechungen
versehen sein, die mittels einer gasdurchlässigen Kunststofffolie abgedeckt werden
können, wie vorstehend beschrieben. Weiterhin sind die Randbereiche des Oberteils
10 korrespondierend zu den Führungsschienen 205 des Unterteils 20 ausgebildet, sodass
diese nach dem Einschieben des Unterteils 20 in das Oberteil 10 formschlüssig in den
Randbereichen des Oberteils 10 aufgenommen oder geklemmt werden können.
[0083] Dieser Zustand, in dem das Oberteil 10 formschlüssig in den Randbereichen des Oberteils
10 aufgenommen oder geklemmt ist, ist im rechten Bildteil II des stark vergrößerten
Teilschnitts gemäß der Fig. 10f dargestellt. Wie dargestellt, werden die Randbereiche
des Oberteils 10 von einer senkrechten Seitenwand 102, einem horizontalen Verbindungssteg
103 und einem vertikalen Verbindungssteg ausgebildet. In dem verrasteten oder geklemmten
Zustand II des Unterteils 20 erstreckt sich die Seitenwand 102 parallel und unter
geringem oder praktisch verschwindendem Abstand zur Seitenwand der Führungsschiene
205 und erstreckt sich der horizontale Verbindungssteg 103 parallel und unter geringem
oder praktisch verschwindendem Abstand zur Oberseite der Führungsschiene 205. Statt
einer Klemmung können weitere Formschlussgebilde in diesem Bereich vorgesehen sein,
beispielsweise Druckknöpfe oder formschlüssig miteinander zusammenwirkende Elemente,
beispielsweise Aussparungen und dazu korrespondierende Vorsprünge.
[0084] Um ein einfaches Einschieben des Unterteils 20 in das Oberteil 10 zu ermöglichen,
können die Randbereiche des Oberteils 10 gemäß dem linken Bildteil I der Fig. 10f
verstellt werden, beispielsweise, indem in den Randbereichen Falzlinien vorgesehen
sind, um die die Verbindungsstege und Seitenwände geschwenkt werden können. In dem
aufgeklappten bzw. geöffneten Zustand I, der im linken Bildteil der Fig. 10f dargestellt
ist, sind beispielsweise in den Übergangsbereichen zwischen den Stegen 100-> 104,
104-> 103 und 103->102 Falzlinien parallel zu den Seitenwänden 12 des Oberteils 10
vorgesehen, um die die zugeordneten Stege 103, 104, 100 aufwärts geschwenkt werden
können, um das Unterteil 20 von dem Oberteil 10 freizugeben oder ein Einschieben zu
ermöglichen. Damit der Zustand II gemäß der Fig. 10f stabil gehalten werden kann,
kann es von Vorteil sein, wenn die vorgenannten Seitenwandabschnitte des Oberteils
10 aufgrund ihrer Materialeigenschaften elastisch in die Stellung des Zustands II
vorgespannt sind. Oder weitere Formschlussgebilde in diesem Bereich, wie vorstehend
ausgeführt, fixieren den Zustand II.
[0085] Zur weiteren Abdichtung der Verpackungsstruktur kann gemäß dem vergrößerten Teilschnitt
nach einer weiteren Ausführungsform, wie in der Fig. 10g gezeigt, zwischen der Unterseite
des horizontalen Verbindungsstegs 204 des Unterteils 20 und dem Boden 11 des Oberteils
ein elastisches Dichtungselement 109 vorgesehen sein, was beispielsweise durch eine
elastische Einlage aus einem Gummi oder Kunststoff, die auch in 2K-Technik in dem
Boden 11 des Oberteils 10 eingespritzt sein kann, oder durch Ausbildung eines elastischen
Dichtungselements unmittelbar in dem Boden 11 des Oberteils 10 oder auf der Unterseite
des Verbindungsstegs 204 erreicht werden kann.
[0086] Eine solche Abdichtung zwischen Ober- und Unterteil kann selbstverständlich auch
bei allen anderen Ausführungsformen, die hierin beschrieben sind, an geeigneter Stelle
vorgesehen sein, um die Verpackungsstruktur gegen die Umgebung abzudichten, bevorzugt
steril abzudichten.
[0087] Die Figuren 11a bis 11d zeigen Einzelheiten einer Verpackungsstruktur gemäß einer
weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Das Unterteil 20 ist grundsätzlich
ähnlich wie nach der Fig. 1a ausgebildet. Dabei können in dem durch gestrichelte Linien
angedeuteten Bereich 209 grundsätzlich auch Durchbrechungen im Boden 21 vorgesehen
sein, die mittels einer gasdurchlässigen Kunststofffolie abgedeckt werden können,
wie vorstehend beschrieben. Das Unterteil 20 gemäß der Fig. 11a wird in ähnlicher
Weise wie nach der Fig. 8a zu einem kastenförmigen Unterteil gefaltet. Zu diesem Zweck
werden die vorderen Seitenwände 23 weiter auf der Höhe der Seitenwände 22 umgefalzt.
Beim Hochklappen der vorderen Seitenwände 23 werden die daran ausgebildeten Seitenlaschen
26 in den Zwischenraum zwischen der Innenseite der Seitenwände 22 und dem Oberteil
10 (vgl. Fig. 11b) eingeschoben. Beim Umklappen des vordersten Abschnitts 23b der
Seitenwand 23 werden die daran ausgebildeten Seitenlaschen 26b in Aussparungen 230
eingesteckt, die am oberen Rand der Seitenwände 22 ausgebildet sind.
[0088] Zum Ausbilden der Verpackungsstruktur 1 werden gemäß der Fig. 11b zunächst die Behälter
2 in den Innenraum des Unterteils 20 zwischen den Seitenwänden 22 in der gewünschten
Anordnung eingesetzt, wobei die vorderen Seitenwände 23, 23b noch heruntergeklappt
sind oder jedenfalls noch nicht die vorderen Seitenlaschen 26b in die Aussparungen
230 eingesteckt sind. Alternativ werden die Behälter 2 zunächst in das kastenförmige
Oberteil 10 eingesetzt und anschließend mit Hilfe des Oberteils 10 in den Innenraum
des Unterteils 20 eingeschoben. Anschließend werden die vorderen Seitenwände 23, 23b
in der vorstehend beschriebenen Weise umgeklappt und schließlich die vorderen Seitenlaschen
26b in die Aussparungen 230 eingesteckt. Eine solche Verpackungsstruktur 1 ist in
der Fig. 11c gezeigt. Bei dieser sichern die beiden vorderen Seitenwände 23b das Oberteil
10 in dem Unterteil 20. Dabei sind die oberen Enden der Behälter stets vom Boden 11
des Oberteils 10 bedeckt, sodass keine Verunreinigungen in das Innere der Behälter
eindringen können.
[0089] Zum Öffnen der Verpackungsstruktur 1 wird in umgekehrter Reihenfolge vorgegangen,
werden also zunächst die vorderen Seitenlaschen 26b (vgl. Fig. 11b) wieder aus den
Aussparungen 230 herausgezogen, dann die vorderen Seitenwände 23, 23b nach unten geklappt
und wird abschließend das Oberteil 10 entweder gemeinsam mit den Behältern 2 aus dem
Unterteil 20 geschoben oder das Oberteil 10 nach oben hin abgehoben, um die Behälter
2 zur weiteren Verarbeitung freizugeben.
[0090] Das Oberteil 10 ist bevorzugt als Thermo formteil aus einem Kunststoff ausgebildet.
[0091] Die Figuren 11d und 11e zeigen eine weitere Ausführungsform, bei der das Unterteil
20 in der Art des Unterteils gemäß der Fig. 3e eine obere Abdeckung aufweist, die
zwei Öffnungen 240 aufweist, die einen bedingten Eingriff in den Innenraum des Unterteils
20 ermöglichen. Die vorderen Seitenwände 23 können heruntergeklappt werden. Zum Sichern
der Verpackungsstruktur werden nach dem Einschieben des in der Fig. 11e gezeigten
Oberteils 10 in das Unterteil die vorderen Seitenwände 23 hochgeklappt und dabei die
Seitenlaschen 26 in den Zwischenraum zwischen den Innenwänden 22 des Unterteils 20
(vgl. Fig. 11d) und den Seitenwänden 12 des Oberteils 10 eingeschoben.
[0092] Die Öffnungen 240 können mit einer Kunststofffolie, insbesondere einer gasdurchlässigen
Kunststofffolie, wie vorstehend ausgeführt, verschlossen werden, wodurch eine sterile
Verpackungsstruktur ausgebildet wird.
[0093] Selbstverständlich können Ober- und Unterteil 10, 20 zum Ausbilden der Verpackungsstruktur
auch umgekehrt angeordnet werden, sodass die Behälter 2 mit ihren vorderen Enden auf
dem Boden 11 des Oberteils 10 kopfüber aufliegen und das Oberteil 10 anschließend
in das Unterteil 20 eingeschoben wird. In der Orientierung gemäß der Fig. 11e kann
dagegen die Unterseite des Oberteils 10 auch zunächst um einen Zwischenboden (nicht
gezeigt) ergänzt werden, auf dem die Behälter 2 mit ihren unteren Enden abgestützt
sind und das Oberteil 10 dann in der Orientierung gemäß der Fig. 11e in das Unterteil
10 eingeschoben werden.
[0094] Anhand der Figuren 12a bis 12c wird nachfolgend eine Verpackungsstruktur gemäß einer
weiteren Ausführungsform beschrieben. Bei dieser Verpackungsstruktur ist das Unterteil
von einer ebenen Bodenplatte 70 ausgebildet, deren umlaufender Rand 71 erhöht ausgebildet
ist, wodurch eine zentrale, wannenförmige Vertiefung 72 zur Aufnahme des kastenförmigen
Oberteils 10 mit den darin aufgenommenen Behältern (nicht gezeigt) ausgebildet ist.
Die Höhe des umlaufenden Rands 71 entspricht der Dicke des Flansches 15 des Oberteils
10 oder ist größer als diese Dicke, sodass der Flansch 15 vollständig in der Vertiefung
72 aufgenommen werden kann, ohne von dem umlaufenden Rand 71 vorzustehen.
[0095] Zur Versiegelung bzw. sterilen Verpackung des Gebildes aus Bodenplatte 70 und Oberteil
10 dient eine kastenförmige Abdeckhaube 80, die einen Boden, eine umlaufende Seitenwand
81 und einen horizontalen Flansch 83 aufweist. Der vergrößerte Teilschnitt im linken
Bildteil I gemäß der Fig. 12c zeigt einen Randbereich dieser Verpackungsstruktur vor
dem Verschließen. Wie dargestellt, ist auf dem oberen Rand 71 umlaufend ein Klebe-
oder Haftmittelstreifen 73 ausgebildet. Wie im rechten Bildteil II der Fig. 12c dargestellt,
ist der Flansch 83 der Abdeckhaube 80 nach Eindrücken des Oberteils 10 in die wannenförmige
Aufnahme 72 der Bodenplatte 70 mittels des Klebe- oder Haftmittelstreifens 73 mit
dem oberen Rand 71 der Bodenplatte 70 verbunden. Zur Verklebung kann auch eine Heißversiegelung
eingesetzt werden, bewirkt durch eine thermische Behandlung des Randbereichs des Gebildes
nach Aufsetzen des Oberteils 10 auf die Bodenplatte 70 und Aufsetzen der Abdeckhaube
80. Die Fig. 12b zeigt die fertige Verpackungsstruktur.
[0096] Die Fig. 13 zeigt in einem schematischen Flussdiagramm die Schritte eines erfindungsgemäßen
Verfahrens zum Ausbilden und erneuten Öffnen einer Verpackungs struktur.
[0097] Zunächst wird in dem Schritt S1 die Mehrzahl von Behältern in das Ober- oder Unterteil
der Verpackungsstruktur eingebracht. Dies kann durch Anordnen einer Mehrzahl von Behältern
auf einer ebenen Unterlage und anschließendes Einschieben der Behälter in das Ober-
oder Unterteil erfolgen, wobei Seitenwände davon als Führungen dienen können, um die
Behälter automatisch in die gewünschte Anordnung zu führen. So kann beispielsweise
beim Einschieben der Behälter mittels eines Schiebers oder dergleichen automatisch
eine dichteste Packung erzielt werden. Alternativ können die Behälter in einem kastenförmigen
Ober- oder Unterteil angeordnet werden, beispielswiese durch Aufsetzen des Ober- oder
Unterteils, wobei die Seitenwände des Ober- oder Unterteils als Führungen für die
Behälter dienen, um die Anordnung der Behälter darin vorzugeben. Alternativ können
die Behälter grundsätzlich auch mittels beliebiger Transporteinrichtungen in das Ober-
oder Unterteil der Verpackungsstruktur eingebracht werden, insbesondere mit Hilfe
von Greifarmen oder Bandförderern.
[0098] Zum Einschieben der Behälter kann dabei das Ober- oder Unterteil verwendet werden,
in welches die Behälter zunächst eingesetzt werden. Die Behälter und/oder das diese
aufnehmende Ober- oder Unterteil können auch mittels eines Schiebers oder dergleichen
eingeschoben werden. Hierzu kann es von Vorteil sein, wenn in der Verpackungsstruktur
auch weiterhin ein Spalt zwischen dem Ober- und Unterteil bzw. einem Zwischenteil
verbleibt, was beispielsweise bei der Verpackungsstruktur gemäß der Fig. 5b der Fall
ist, da ein Schieber oder dergleichen diesen Spalt durchgreifen kann, um unmittelbar
auf die Behälter mechanisch einzuwirken.
[0099] Anschließend erfolgt in dem Schritt S3 das Schließen der Verpackungsstruktur. Zu
diesem Zweck kann das Ober- oder Unterteil mit den darin aufgenommenen Behältern in
das entsprechende Unter- oder Oberteil eingeschoben werden. Oder das Oberteil wird
einfach auf das Unterteil mit den darin aufgenommenen Behältern aufgesetzt und ggf.
weiter mit dem Unterteil verbunden, beispielsweise durch Einstecken von Laschen an
dem Ober- oder Unterteil in korrespondierende Öffnungen oder Ausnehmungen an dem Unter-
oder Oberteil. Diesem Schritt vorgelagert sein kann eine Prozessierung der Behälter
in einem Zwischenschritt S2, während diese in dem Ober- oder Unterteil der Verpackungsstruktur
aufgenommen sind, beispielsweise eine Wärmebehandlung, eine Sterilisierung oder ein
Befüllen der Behälter mit einer Substanz.
[0100] Schließlich kann die Verpackungsstruktur in dem Schritt S4 versiegelt werden, um
die Verpackungsstruktur zu vervollständigen, beispielsweise durch Einbringen in einen
Schlauch oder verschließbaren Beutel aus einem geeigneten sterilen Kunststoffmaterial
oder durch Aufsetzen und Verbinden einer Haube, wie vorstehend anhand der Figuren
12a bis 12c beschrieben.
[0101] Als weitere Verfahrensschritte können das Öffnen der Verpackungsstruktur im Schritt
S5 und eine weitere Prozessierung der Behälter im Schritt S6 folgen. Diese Schritte
können bei einem Abnehmer der Verpackungsstruktur ausgeführt werden, beispielswiese
bei einem Pharmahersteller.
[0102] Bei diesem Verfahren brauchen die Behälter, anders als nach dem Stand der Technik,
nicht gewendet zu werden, sondern diese können in derselben Orientierung transportiert
und weiter verarbeitet werden.
[0103] Weiterhin können die Behälter vorzugsweise partikelfrei aus der Verpackungsstruktur
herausgeschoben werden. Partikelfrei bedeutet dabei im Sinne der vorliegenden Anmeldung
insbesondere, dass keine Fremdpartikel mit einem Durchmesser größer als 20 µm in dem
Behälter vorhanden sind.
Bevorzugte Materialien und Herstellungsverfahren
[0104] Als elastische Einlagen, Trennwände oder Seitenwände zum Vorspannen der Behälter
gegeneinander bzw. zum elastischen Klemmen der Behälter in der Verpackungsstruktur,
wie vorstehend beschrieben, werden bevorzugt elastische geschäumte Kunststoffe verwendet,
insbesondere thermoplastische Schäume (z. B. PS-E, PP-E und PVC-E), elastomere Schäume
(z. B. PUR-Weichschaum, NBR) oder duroplastische Schäume (z. B. PUR-Hartschaum, PF).
[0105] Die Kunststoff-Schäume können insbesondere hergestellt werden durch Schaumextrusion,
einen Formteilprozess, durch ein Thermoplast-Schaumguss-Verfahren (TSG), oder bei
Verwendung von PUR-Schäumen auch durch kontinuierliches Bandschäumen, diskontinuierliches
RSG (Reaktionsschaumguss), RIM (Reaktion-Injektions- Moulding) bzw.
[0106] Niederdruck und Hochdruck-Verfahren oder RRIM (Reinforced Reaction Injection Moulding).
[0107] Jedenfalls das Ober- oder Unterteil, dass die Behälter geklemmt aufnimmt, ist zumindest
abschnittsweise aus einem thermoplastischen, duroplastischen oder elastomeren Kunststoff
ausgebildet, der eine gewisse Elastizität aufweist. Besonders bevorzugt ist für den
Einsatz das Material Akylux® vorgesehen, welches aus Polypropylen mit Hohlkammerplatten
besteht. Akylux® ist dauerhaft und wiederverwendbar, schimmel- und feuchtigkeitsfest,
für hygienische Anwendungen geeignet, da keine Faserbildung an der Oberfläche auftritt,
stoßabsorbierend, ausreichend steif, chemisch inaktiv, nicht toxisch (der Rohstoff
sowie die meisten Farben sind lebensmittelecht), 100% recyclingfähig, bedruckbar (beispielsweise
im Siebdruck oder Flexodruck), gammastrahlenfest (bei einer Belastung mit 25 kGy getestet),
erlaubt eine Sterilisation mit Ethylenoxid (Gas), lässt eine Wärmebehandlung zu (z.
B. 72 Std. zwischen 50 und 60 °C je nach Anwendungsbedingungen), hat einen ausreichend
hohen Erweichungspunkt (Vicat: 145 °C bei 10 N (ISO R 306)) und Schmelzpunkt (160-165
°C (DSC)).
[0108] Der Boden insbesondere des Unterteils oder der verwendeten ebenen Unterlage, auf
der die Behälter vorübergehend angeordnet werden, kann mit einer Gleitschicht beschichtet
sein, um das vorstehend beschriebene Einschieben des Oberteils mit den darin aufgenommenen
Behältern in das Unterteil zu erleichtern. Die Gleitschicht kann aus einem Polymer
und einer Haftvermittlerschicht bestehen. Die Gleitschicht sollte vorzugsweise mindestens
aus einer Mischung aus einem aromatischen Silan und einem aliphatischen Silan bestehen.
Weitere geeignete Materialien für das Unterteil sind beispielsweise Polyamid oder
Polyoxymethylen (POM).
[0109] Wie dem Fachmann beim Studium der vorstehenden Beschreibung ohne Weiteres ersichtlich
sein wird, können zahlreiche Abwandlungen und Modifikationen vorgenommen, ohne von
dem allgemeinen Lösungsgedanken und dem Schutzbereich der vorliegenden Erfindung,
wie in den beigefügten Patentansprüchen festgelegt, abzuweichen. Derartige Abwandlungen
und Modifikationen sollen deshalb vom Schutzbereich der vorliegenden Erfindung mit
umfasst sein.
Bezugszeichenliste
[0110]
- 1
- Verpackungsstruktur
- 2
- Behälter
- 3
- Boden
- 4
- Seitenwand
- 5
- Hals / verengter Nackenabschnitt
- 6
- oberer Rand
- 7
- Befüllöffnung
- 9
- Schlauch oder Beutel aus Kunststoff
- 10
- Oberteil
- 100
- unterer Klemmsteg
- 101
- Seitenwand des seitlichen Fortsatzes
- 102
- Oberseite des seitlichen Fortsatzes
- 103
- oberer Klemmsteg
- 104
- Verbindungssteg
- 105
- Falzlinie
- 109
- Dichtungselement
- 11
- Boden
- 11a
- Gitterstruktur
- 12
- Seitenwand
- 13
- vordere Seitenwand
- 14
- Aussparung / Öffnung
- 15
- Flansch
- 16
- Rastvertiefung
- 17
- Führungsrille
- 20
- Unterteil
- 200
- Klemmsteg
- 201
- Anschlag
- 202
- Aussparung
- 203
- Vorsprung
- 204
- seitlicher Fortsatz
- 205
- seitliche Klemm- und Führungsschiene
- 209
- Bereich mit Durchbrechungen
- 21
- Boden
- 22
- Seitenwand
- 22a
- Durchbrechung
- 22b
- gedoppelte Seitenwand
- 23
- vordere Seitenwand oder Rückwand
- 23b
- gedoppelte vordere Seitenwand
- 230
- Aussparung / Öffnung
- 24
- obere Abdeckung
- 240
- Öffnung
- 25
- Einführöffnung
- 26
- vordere Seitenlasche
- 26a
- weitere Seitenlasche
- 27
- Aussparung
- 28
- Vorsprung
- 29
- Dichtungselement
- 30
- Rückwand
- 31
- hintere Seitenlasche
- 32
- Aussparung
- 33
- Vorsprung
- 34a-34f
- Falzlinien
- 35
- Lasche
- 37
- Elastische Einlage oder Schieber
- 38
- Sackloch, Bohrung
- 39
- Verstelleinrichtung
- 40
- Zwischenteil
- 41
- Boden
- 42
- Seitenwand
- 43
- vordere Wand
- 50
- Aufnahmelehre
- 51
- ebene Unterlage
- 52
- Seitenwand
- 53
- Rückwand
- 60
- Seitenwand von Abstandselement
- 61
- hintere Wand von Abstandselement
- 62
- Verstelleinrichtung
- 70
- Bodenplatte
- 71
- erhöhter Rand der Bodenplatte
- 72
- Aufnahme in Bodenplatte
- 73
- Klebe- oder Heißversiegelungsrand
- 80
- sterile Haube
- 81
- Seitenwand der Haube
- 82
- vordere Seitenwand der Haube
- 83
- Flansch / umlaufender Rand
1. Verfahren zum Verpacken einer Mehrzahl von Behältern (2) für Substanzen für medizinische,
pharmazeutische oder kosmetische Anwendungen in einer Verpackungsstruktur (1), die
ein Oberteil (10) und ein Unterteil (20) aufweist und die eine kastenförmige Aufnahme
ausbildet, in welcher die Behälter aufgenommen werden, wobei die Behälter eine zylindrische
Seitenwand (4) und einen Boden (3) oder einen unteren Rand aufweisen, der sich senkrecht
zu deren Seitenwand (4) erstreckt, mit den Schritten:
Anordnen der Mehrzahl von Behältern (2) unmittelbar auf einer ebenen Unterlage (51),
sodass die Behälter senkrecht auf der ebenen Unterlage (51) abgestützt sind;
Aufsetzen des Oberteils (10) oder eines Zwischenteils (40) auf die oberen Enden der
Behälter (2), wobei das Oberteil (10) bzw. das Zwischenteil (40) kastenförmig ist;
Verschieben der Mehrzahl von Behältern (2) von der ebenen Unterlage (51) auf einen
Boden (21) des Unterteils (20); und
Versiegeln der Verpackungsstruktur mit dem Ober- und Unterteil und den von diesen
aufgenommenen Behältern (2) durch Einbringen in einen Schlauch oder in einen verschließbaren
Beutel aus einem Kunststoffmaterial und Verschließen des Schlauchs oder verschließbaren
Beutels oder mittels einer gasdurchlässigen Kunststofffolie; wobei
Seitenwände (12, 13; 42, 43) des Oberteils (10) oder des Zwischenteils (40), die senkrecht
von dem Boden des Oberteils (10) oder des Zwischenteils (40) abragen, beim Aufschieben
der Mehrzahl von Behältern (2) auf den Boden des Unterteils (20) als Führungen dienen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Oberteil und/oder das Unterteil so ausgelegt
und bereitgestellt werden, dass die Behälter in der kastenförmigen Aufnahme einander
unmittelbar berühren und sich nicht relativ zueinander bewegen.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Behälter (2) zum Verschieben
auf den Boden des Unterteils auf der ebenen Unterlage zwischen zumindest drei Seitenwänden
(52, 53; 61, 62) einer Aufnahmelehre (50) in einer Anordnung angeordnet werden, deren
Form in Draufsicht der Form der von der Verpackungsstruktur ausgebildeten kastenförmigen
Aufnahme entspricht, und mittels der Aufnahmelehre (50) oder des auf die oberen Enden
der Behälter aufgesetzten Oberteils (10) oder des Zwischenteils (40), das einen Boden
(41) und senkrecht von diesem abragende Seitenwände (42, 43) aufweist, auf den Boden
(21) des Unterteils (20) geschoben werden, wobei die Behälter (2) durch Verschieben
auf der ebenen Unterlage zwischen die zumindest drei Seitenwände (52, 53; 61, 62)
der Aufnahmelehre (50) angeordnet werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei vordere Seitenlaschen (26) des Unterteils (20) in
einer aufgeklappten Stellung gesichert werden und eine vordere Seitenwand (23) und/oder
hintere Seitenwand (30) des Unterteils in einer heruntergeklappten Stellung gesichert
werden, wenn die Behälter auf den Boden (21) des Unterteils (20) geschoben werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Behälter auf der ebenen Unterlage mit
unmittelbarer Berührung miteinander angeordnet werden und nach Aufsetzen des kastenförmigen
Oberteils (10) oder des kastenförmigen Zwischenteils (40) auf die oberen Enden der
Behälter mit Hilfe des kastenförmigen Oberteils (10) oder Zwischenteils (40) in das
Unterteil (20) eingeschoben werden.
6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei das kastenförmige Zwischenteil (40) auf die oberen
Enden der Behälter (2) aufgesetzt wird, das kastenförmige Oberteil auf das Zwischenteil
aufgesetzt wird und das Oberteil und das Zwischenteil gemeinsam mit den Behältern
in das Unterteil (20) eingeschoben werden.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Boden des Oberteils (20)
und/oder des Unterteils (10) und/oder die Seitenwände des Oberteils (20) und/oder
des Unterteils (10) Durchbrechungen (24a, 22a) aufweisen, die mittels einer gasdurchlässigen
Kunststofffolie verschlossen sind, insbesondere einem Geflecht aus Kunststofffasern,
beispielsweise aus Polypropylen-Fasern (PP) oder einer Tyvek®-Schutzfolie.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 oder 7, wobei
das Unterteil (10) und das Oberteil (20) lösbar miteinander verbunden werden, insbesondere
miteinander verrastet werden, oder wobei
entlang von Seitenwänden (23) des Unterteils (20) Führungsgebilde (205) ausgebildet
sind, die sich in Längsrichtung des Unterteils (20) erstrecken und beim Einschieben
des Unterteils in das Oberteil (10) von Seitenwänden (102) des Oberteils (10) geführt
werden, wobei die Führungsgebilde bevorzugt von korrespondierend ausgebildeten Seitenwandabschnitten
(100, 102, 103) des Oberteils (10) form- oder kraftschlüssig aufgenommen werden, insbesondere
geklemmt werden.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Verpackungsstruktur weiterhin
geöffnet wird und die Behälter (2) in der Verpackungsstruktur partikelfrei aus dem
Unterteil (20) herausgeschoben werden, insbesondere durch Verschieben des Zwischenteils
(40), das auf die Behälter (2) aufgesetzt ist, oder mit Hilfe eines Schiebers (37).
10. Verpackungsstruktur (1) zum Verpacken einer Mehrzahl von Behältern (2) für Substanzen
für medizinische, pharmazeutische oder kosmetische Anwendungen, wobei die Behälter
eine zylindrische Seitenwand (4) und einen Boden (3) oder einen unteren Rand aufweisen,
der sich senkrecht zu deren Seitenwand (4) erstreckt, und wobei die Verpackungsstruktur
(1) eine kastenförmige Aufnahme ausbildet, in welcher die Behälter (2) aufgenommen
sind, mit
einem ebenen oder kastenförmigen Unterteil (20), wobei
die Mehrzahl von Behältern (2) unmittelbar auf einem Boden des Unterteils (20) und
senkrecht zu diesem angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Struktur ein kastenförmiges Oberteil (10) aufweist, das auf die oberen Enden
der Behälter (2) oder auf ein kastenförmiges Zwischenteil (40), das auf die oberen
Enden der Behälter (2) aufgesetzt ist, aufgesetzt ist,
dass die Lage der Behälter auf dem Unterteil mittels Seitenwänden (22, 23; 12, 13)
gesichert ist, die senkrecht von dem Boden des Unterteils (20) und/oder des Oberteils
(10) abragen, und
die Verpackungsstruktur (1) durch Einbringen in einen Schlauch oder verschließbaren
Beutel aus einem Kunststoffmaterial und Verschließen des Schlauchs oder verschließbaren
Beutels oder mittels einer gasdurchlässigen Kunststofffolie versiegelt ist,
wobei zumindest eine Seitenwand des Unterteils (20) geöffnet ausgebildet ist oder
die zumindest eine Seitenwand des Unterteils entfernt oder geöffnet werden kann, insbesondere
durch Herunterklappen oder seitliches Wegklappen, sodass die Mehrzahl der Behälter
gemeinsam mit dem auf die oberen Enden der Behälter oder auf das Zwischenteil (40)
aufgesetzten Oberteil (10) von einer ebenen Unterlage auf den Boden (21) des Unterteils
(20) aufschiebbar ist.
11. Verpackungsstruktur nach Anspruch 10, wobei das Oberteil (10) und/oder das Unterteil
(20) so ausgelegt ist bzw. sind, dass die Behälter (2) in der kastenförmigen Aufnahme
einander unmittelbar berühren und sich nicht relativ zueinander bewegen.
12. Verpackungsstruktur nach Anspruch 10 oder 11, wobei seitliche Ränder des Bodens des
Unterteils (20) und/oder des Oberteils (10) entlang von Falzlinien (34a-34f) umgefalzt
sind, um die Seitenwände (22, 23) des Unterteils (20) und/oder des Oberteils (10)
auszubilden.
13. Verpackungsstruktur nach Anspruch 12, wobei die vordere Seitenwand (23) und/oder hintere
Seitenwand (30) des Unterteils (20) doppelwandig ausgebildet ist und durch Einstecken
von Vorsprüngen (33), die entlang einem Rand der Seitenwand (23, 30) ausgebildet sind,
in korrespondierende Ausnehmungen am Boden (21) des Unterteils (20) ausgebildet ist,
oder
wobei vordere Seitenlaschen (26) des Unterteils (20) in eine aufgeklappte Stellung
aufklappbar und eine vordere Seitenwand (23) und/oder hintere Seitenwand (30) des
Unterteils in eine heruntergeklappte Stellung herunterklappbar sind, wobei an den
vorderen Laschen (26) Vorsprünge (28) und Aussparungen (27) ausgebildet sind, die
in einer aufgeklappten Stellung so formschlüssig ineinander greifen, um die Seitenlaschen
in der aufgeklappten Stellung und die vordere und/oder hintere Seitenwand in der heruntergeklappten
Stellung zu sichern.
14. Verpackungsstruktur nach einem der Ansprüche 10 bis 13, wobei der Boden des Oberteils
(10) und/oder des Unterteils (20) und/oder die Seitenwände des Oberteils (10) und/oder
des Unterteils (20) Durchbrechungen (24a, 22a) aufweisen, die mittels der gasdurchlässigen
Kunststofffolie verschlossen sind, insbesondere einem Geflecht aus Kunststofffasern,
beispielsweise aus Polypropylen-Fasern (PP) oder einer Tyvek®-Schutzfolie.
15. Verpackungsstruktur nach einem der Ansprüche 10 bis 14, wobei das Unterteil (10) und
das Oberteil (20) lösbar miteinander verbunden sind, insbesondere miteinander verrastet
sind, wobei entlang von Seitenwänden (23) des Unterteils (20) Führungsgebilde (205)
ausgebildet sind, die sich in Längsrichtung des Unterteils (20) erstrecken und beim
Einschieben des Unterteils in das Oberteil (10) von Seitenwänden (102) des Oberteils
(10) geführt werden, wobei die Führungsgebilde bevorzugt von korrespondierend ausgebildeten
Seitenwandabschnitten (100, 102, 103) des Oberteils (10) form- oder kraftschlüssig
aufgenommen sind, insbesondere geklemmt sind.
16. Verpackungsstruktur nach einem der Ansprüche 10 bis 15, wobei die Seitenwände (22,
23; 12, 13) des Unterteils (20) und/oder des Oberteils (10) und/oder eine Einlage
(37) in der kastenförmigen Aufnahme zumindest abschnittsweise elastisch sind, sodass
die Behälter in der kastenförmigen Aufnahme gegeneinander elastisch vorgespannt aufgenommen
sind und ein Verrutschen der Behälter relativ zueinander in der kastenförmigen Aufnahme
verhindert ist, wobei die Seitenwände (22, 23; 12, 13) des Unterteils (20) und/oder
des Oberteils (10) und/oder die Einlage (37) bevorzugt zumindest abschnittsweise aus
einem thermoplastischen, duroplastischen oder elastomeren Kunststoff ausgebildet sind,
der geschäumt ist oder als Hohlkammerplatte ausgebildet ist.
1. Method for packaging multiple containers (2) for substances for medical, pharmaceutical
or cosmetic uses in a packaging structure (1) which has an top part (10) and a bottom
part (20) and forms a box-shaped receptacle in which the containers can be held, wherein
the containers have a cylindrical side wall (4) and a bottom (3) or a lower edge which
extends perpendicularly to their side wall (4), with the steps:
arranging the multiple containers (2) directly on a flat base (51) in such a way that
the containers are supported perpendicularly to the flat base (51);
mounting the top part (10) or an intermediate part (40) on the upper ends of the containers
(2), wherein the top part (10) or the intermediate part (40) is box-shaped;
transferring the multiple containers (2) from the flat base (51) to a base (21) of
the bottom part (20); and
sealing the packaging structure with the top and bottom part and the containers (2)
held by these, by introducing it into a hose or into a sealable bag made of a synthetic
material and sealing the hose or sealable bag, or by means of a gas-permeable synthetic
film; wherein
side walls (12, 13; 42, 43) of the top part (10) or the intermediate part (40), which
come down vertically from the bottom of the top part (10) or the intermediate part
(40), serve as guides when the multiple containers (2) are slid onto the base of the
bottom part (20).
2. Method according to Claim 1, wherein the top part and/or the bottom part is designed
and prepared in such a way that the containers touch each other directly and do not
move in relation to each other in the box-shaped receptacle.
3. Method according to any of the previous claims, wherein the containers (2) to be transferred
to the base of the bottom part on the flat base are arranged between at least three
side walls (52, 53; 61, 62) of a positioning gauge (50) in a layout whose shape, viewed
from above, corresponds to the shape of the box-shaped receptacle formed by the packaging
structure, and are pushed by means of the positioning gauge (50) or the top part placed
on the upper ends of the containers (10) or the intermediate part (40) which has a
bottom (41) and side walls (42, 43) coming down perpendicularly to the bottom, onto
the base (21) of the bottom part (20), wherein the containers (2) are arranged by
shifting on the flat base between the at least three side walls (52, 53; 61, 62) of
the positioning gauge (50).
4. Method according to Claim 3, wherein the front side flaps (26) of the bottom part
(20) are secured so as to be folded upwards and one front side wall (23) and/or back
side wall (30) of the bottom part is secured in a folded down position when the containers
are pushed onto the base (21) of the bottom part (20).
5. Method according to Claim 1 or 2, wherein the containers are arranged on the flat
base in direct contact with each other and after the box-shaped top part (10) or the
box-shaped intermediate part (40) is placed on the upper ends of the containers, are
pushed into the bottom part (20) with the aid of the box-shaped top part (10) or intermediate
part (40).
6. Method according to Claim 5, wherein the box-shaped intermediate part (40) is placed
on the upper ends of the containers (2), the box-shaped top part is placed on the
intermediate part and the top part and the intermediate part are pushed into the bottom
part (20) together with the containers.
7. Method according to any of the previous claims, wherein the bottom of the top part
(10) and/or the base of the bottom part (20) and/or the side walls of the top part
(20) and/or the bottom part (20) have openings (24a, 22a), which are sealed by means
of a gas-permeable synthetic film, in particular a mesh of synthetic fibres, for example,
polypropylene (PP) fibres or a Tyvek® protective film.
8. Method according to either of Claims 6 or 7, wherein
the bottom part (20) and the top part (10) are detachably connected to each other,
in particular, interlocked, or wherein
guide structures (205) are constructed along side walls (23) of the bottom part (20),
extend along the length of the bottom part (20), and are guided by side walls (102)
of the top part (10) when the bottom part is pushed into the top part (10),
wherein the guide structures are preferably form- or force-fit into correspondingly
constructed sections in the side walls (100, 102, 103) of the top part (10), in particular
clamped into them.
9. Method according to any of the previous claims, wherein the packaging structure is
further opened and the containers (2) in the packaging structure are pushed out of
the bottom part (20) without particle contamination, particularly by moving the intermediate
part (40) which is on the containers (2), or with the aid of a slide (37).
10. Packaging structure (1) for packaging multiple containers (2) for substances for medical,
pharmaceutical or cosmetic uses, wherein the containers have a cylindrical side wall
(4) and a bottom (3) or a lower edge which extends perpendicular to their side wall
(4), and wherein the packaging structure (1) forms a box-shaped receptacle in which
the containers (2) are held, with
a flat or box-shaped bottom part (20), wherein
the multiple containers (2) are arranged directly on a base of the bottom part (20)
and perpendicular to it, and
the packaging structure (1) is sealed by introducing it into a hose or into a sealable
bag made of a synthetic material and sealing the hose or sealable bag, or by means
of a gas-permeable synthetic film,
characterised in that the structure has a box-shaped top part (10) which is placed on the upper ends of
the containers (2) or on a box-shaped intermediate part (40) which is placed on the
upper ends of the containers (2),
that the position of the containers on the bottom part is secured by means of side
walls (22, 23, 12, 13) which come up vertically from the base of the bottom part (20)
and/or come down vertically from the bottom of the top part (10),
wherein at least one side wall of the bottom part (20) is designed to be open or the
at least one side wall of the bottom part can be removed or opened, particularly by
folding down or to the side, so that the multiple containers can be pushed together
with the top part (10) placed on the upper ends of the containers or on the intermediate
part (40) from a flat base onto the base (21) of the bottom part (20).
11. Packaging structure according to Claim 10, wherein the top part (10) and/or the bottom
part (20) is/are designed in such a way that the containers (2) touch each other directly
and do not move in relation to each other in the box-shaped receptacle.
12. Packaging structure according to Claim 10 or 11, wherein side edges of the base of
the bottom part (20) and/or the bottom of the top part (10) are folded along fold
lines (34a-34f) to form the side walls (22, 23) of the bottom part (20) and/or the
top part (10).
13. Packaging structure according to Claim 12, wherein the front side wall (23) and/or
back side wall (30) of the bottom part (20) is designed as a double wall and is formed
by insertion of projected flanges (33) which are constructed along one edge of the
side wall (23, 30), into corresponding recesses in the base (21) of the bottom part
(20), or
wherein front side flaps (26) of the bottom part (20) can be folded up into an up
position and a front side wall (23) and/or back side wall (30 of the bottom part can
be folded down into a down position, wherein projected flanges (28) and recesses (27)
are constructed at the front flaps (26), which interlock in a form-fitted way so as
to secure the side flaps in the up-folded position and the front and/or back side
wall in the down-folded position.
14. Packaging structure according to any of Claims 10 to 13, wherein the bottom of the
top part (10) and/or the base of the bottom part (20) and/or the side walls of the
top part (10) and/or the bottom part (20) have openings (24a, 22a), which are sealed
by means of a gas-permeable synthetic film, in particular a mesh of synthetic fibres,
for example, polypropylene (PP) fibres or a Tyvek® protective film.
15. Packaging structure according to any of Claims 10 to 14, wherein the bottom part (10)
and the top part (20) are detachably connected to each other, in particular, interlocked,
wherein guide tructures (205) are constructed along side walls (23) of the bottom
part (20), extend along the length of the bottom part (20), and are guided by side
walls (102) of the top part (10) when the bottom part is pushed into the top part
(10), wherein the guide structures are preferably form- or force-fit into correspondingly
constructed cuts in the side walls (100, 102, 103) of the top part (10), in particular
jammed into them.
16. Packaging structure according to any of Claims 10 to 15, wherein the side walls (22,
23; 12, 13) of the bottom part (20) and/or the top part (10) and/or an insert (37)
in the box-shaped receptacle are elastic, at least in part, so that the containers
in the box-shaped receptacle are held together in elastic tension and slipping of
the containers relative to each other in the box-shaped receptacle is prevented, wherein
the side walls (22, 23; 12, 13) of the bottom part (20) and/or the top part (10) and/or
the insert (37) is/are preferable constructed, at least in part, of a thermoplastic,
duroplastic or elastomeric synthetic material, which is foamed or formed as a twin-walled
sheet.
1. Procédé d'emballage d'une pluralité de récipients (2) pour des substances destinées
à des applications médicales, pharmaceutiques ou cosmétiques dans une structure (1)
d'emballage qui présente une partie supérieure (10) et une partie inférieure (20),
et qui constitue un logement en forme de boîte, dans lequel sont logés les récipients,
les récipients présentant une paroi latérale cylindrique (4) et un fond (3) ou un
bord inférieur, qui s'étend perpendiculairement à leur paroi latérale (4), comprenant
les étapes suivantes consistant à :
disposer la pluralité de récipients (2) directement sur une base plane (51), de telle
sorte que les récipients soient calés perpendiculairement sur la base plane (51) ;
poser la partie supérieure (10) ou une partie intermédiaire (40) sur les extrémités
supérieures des récipients (2), la partie supérieure (10) ou la partie intermédiaire
(40) étant en forme de boîte ;
déplacer la pluralité de récipients (2) depuis la base plane (51) sur un fond (21)
de la partie inférieure (20) ; et
sceller la structure d'emballage comprenant la partie supérieure et la partie inférieure
et les récipients (2) logés dans ces dernières, par introduction dans un tube souple
ou dans un sachet refermable, fabriqué en plastique, et fermer le tube souple ou le
sachet refermable ou à l'aide d'une feuille plastique perméable aux gaz ;
les parois latérales (12, 13 ; 42, 43) de la partie supérieure (10) ou de la partie
intermédiaire (40), qui font saillie perpendiculairement à partir du fond de la partie
supérieure (10) ou de la partie intermédiaire (40), servant de guides lors de la poussée
de la pluralité de récipients (2) sur le fond de la partie inférieure (20).
2. Procédé selon la revendication 1, la partie supérieure et/ou la partie inférieure
étant conçues et obtenues de telle sorte que les récipients soient directement en
contact les uns avec les autres dans le logement en forme de boîte, et ne se déplaçant
pas les uns par rapport aux autres.
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes, les récipients (2) étant, pour
permettre leur poussée sur le fond de la partie inférieure, disposés sur la base plane
entre au moins trois parois latérales (52, 53 ; 61, 62) d'un gabarit (50), selon une
disposition dont la forme, en vue de dessus, correspond à la forme du logement en
forme de boîte formée par la structure d'emballage, et, à l'aide du gabarit (50) ou
de la partie supérieure (10) posée sur les extrémités supérieures des récipients ou
de la partie intermédiaire (40) qui présente un fond (41) et des parois latérales
(42, 43) faisant saillie perpendiculairement de ce dernier, sont poussés sur le fond
(21) de la partie inférieure (20), les récipients (2) étant, pour pouvoir être poussés
sur la base plane, disposés entre les au moins trois parois latérales (52, 53 ; 61,
62) du gabarit (50).
4. Procédé selon la revendication 3, dès pattes latérales avant (26) de la partie inférieure
(20) étant bloquées dans une position relevée, et une paroi latérale avant (23) et/ou
une paroi latérale arrière (30) de la partie inférieure sont bloquées dans une position
rabattue, quand les récipients sont poussés sur le fond (21) de la partie inférieure
(20).
5. Procédé selon la revendication 1 ou 2, les récipients étant disposés en contact direct
les uns avec les autres sur la base plane et, après pose de la partie supérieure (10)
en forme de boîte ou de la partie intermédiaire (40) en forme de boîte sur les extrémités
supérieures des récipients, sont insérés par poussée, à l'aide de la partie supérieure
(10) ou de la partie intermédiaire (40) en forme de boîte, dans la partie inférieure
(20).
6. Procédé selon la revendication 5, la partie intermédiaire (40) en forme de boîte étant
posée sur les extrémités supérieures des récipients (2), la partie supérieure en forme
de boîte étant posée sur la partie intermédiaire, et la partie supérieure et la partie
intermédiaire étant, conjointement avec les récipients, insérées par poussée dans
la partie inférieure (20).
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, le fond de la partie supérieure
(10) et/ou de la partie inférieure (20) et/ou les parois latérales de la partie supérieure
(20) et/ou de la partie inférieure (20) présentant des traversées (24a, 22a), qui
sont fermées à l'aide d'une feuille plastique perméable aux gaz, en particulier d'une
tresse de fibres plastiques, par exemple de fibres de polypropylène (PP), ou d'une
feuille de protection Tyvek®.
8. Procédé selon l'une des revendications 6 ou 7,
la partie inférieure (20) et la partie supérieure (10) étant assemblées l'une à l'autre
d'une manière amovible, en particulier sont encliquetées l'une à l'autre, ou
le long des parois latérales (23) de la partie inférieure (20) étant réalisées des
structures de guidage (205), qui s'étendent dans la direction longitudinale de la
partie inférieure (20) et qui, lors de l'insertion par poussée de la partie inférieure
dans la partie supérieure (10), sont guidées par les parois latérales (102) de la
partie supérieure (10),
les structures de guidage étant de préférence logées à force ou par liaison de complémentarité
de forme, en particulier serrées, par les segments (100, 102, 103) de paroi latérale,
réalisés d'une manière correspondante, de la partie supérieure (10).
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, l'ouverture de la structure d'emballage
se poursuivant, et les récipients (2) se trouvant dans la structure d'emballage sont,
sans particules, extraits de la partie inférieure (20), en particulier par déplacement
de la partie intermédiaire (40), qui est posée sur les récipients (2), ou à l'aide
d'un poussoir (37).
10. Structure d'emballage (1) pour l'emballage d'une pluralité de récipients (2) pour
des substances destinées à des applications médicales, pharmaceutiques ou cosmétiques,
les récipients présentant une paroi latérale cylindrique (4) et un fond (3) ou un
bord inférieur, qui s'étend perpendiculairement à leur paroi latérale (4), et la structure
d'emballage (1) réalisant un logement en forme de boîte, dans lequel sont logés les
récipients (2), comportant
une partie inférieure (20), plane ou en forme de boîte,
la pluralité de récipients (2) étant disposée directement sur un fond de la partie
inférieure (20) et perpendiculairement à ce dernier, et
la structure d'emballage (1) étant scellée par introduction dans un tube souple ou
dans un sachet refermable, fabriqué en plastique, et par fermeture du tube souple
ou du sachet refermable, ou à l'aide d'une feuille plastique perméable aux gaz,
caractérisée en ce que la structure présente une partie supérieure (10) en forme de boîte, qui est posée
sur les extrémités supérieures des récipients (2) ou sur une partie intermédiaire
(40) en forme de boîte, qui est posée sur les extrémités supérieures des récipients
(2),
en ce que la position des récipients sur la partie inférieure est bloquée à l'aide de parois
latérales (22, 23, 12, 13), qui font saillie perpendiculairement à partir du fond
de la partie inférieure (20) et/ou de la partie supérieure (10),
au moins une paroi latérale de la partie inférieure (20) étant réalisée ouverte, ou
l'au moins une paroi latérale de la partie inférieure pouvant être enlevée ou ouverte,
en particulier par rabattement ou escamotage latéral, de telle sorte que la pluralité
de récipients puisse, conjointement avec la partie supérieure (10), posée sur les
extrémités supérieures des récipients ou sur la partie intermédiaire (40), être poussés
de la base plane sur le fond (21) de la partie inférieure (20).
11. Structure d'emballage selon la revendication 10, la partie supérieure (10) et/ou la
partie inférieure (20) étant conçues de telle sorte que les récipients (2) soient
directement en contact les uns avec les autres dans le logement en forme de boîte,
et ne se déplacent pas les uns par rapport aux autres.
12. Structure d'emballage selon la revendication 10 ou 11, les bords latéraux du fond
de la partie inférieure (20) et/ou de la partie supérieure (10) sont repliés le long
de lignes de pliage (34a-34f), pour réaliser les parois latérales (22, 23) de la partie
inférieure (20) et/ou de la partie supérieure (10).
13. Structure d'emballage selon la revendication 12, la paroi latérale avant (23) et/ou
la paroi latérale arrière (30) de la partie inférieure (20) étant réalisées en double
paroi et, par insertion par glissement de saillies (23), qui sont réalisées le long
d'un bord de la paroi latérales (23, 30), sont réalisées dans des évidements correspondants
dans le fond (21) de la partie inférieure (20), ou
les pattes latérales avant (26) de la partie inférieure (20) pouvant être relevées
dans une position relevée, et une paroi latérale avant (23) et/ou une paroi latérale
arrière (30) de la partie inférieure pouvant être rabattues dans une position rabattue
; au niveau des pattes avant (26), des saillies (28) et des renfoncements (27) étant
réalisés, qui entrent en prise les uns avec les autres, en position relevée, par liaison
de complémentarité de forme visant à bloquer les pattes latérales dans la position
relevée et la paroi latérale avant et/ou la paroi latérale arrière dans la position
rabattue.
14. Structure d'emballage selon l'une des revendications 10 à 13, le fond de la partie
supérieure (10) et/ou de la partie inférieure (20) et/ou les parois latérales de la
partie supérieure (10) et/ou de la partie inférieure (20) présentant des traversées
(24a, 22a), qui sont fermées à l'aide de la feuille plastique perméable aux gaz, en
particulier d'une tresse de fibres plastiques, par exemple de fibres de polypropylène
(PP) ou d'une feuille de protection Tyvek®.
15. Structure d'emballage selon l'une des revendications 10 à 14, la partie inférieure
(10) et la partie supérieure (20) étant assemblées l'une à l'autre d'une manière amovible,
en particulier étant encliquetées l'une à l'autre ; le long des parois latérales (23)
de la partie inférieure (20) des structures de guidage (205) étant réalisées, qui
s'étendent dans la direction longitudinale de la partie inférieure (20) et qui, lors
de l'insertion par poussée de la partie inférieure dans la partie supérieure (10),
sont guidées par les parois latérales (102) de la partie supérieure (10), les structures
de guidage étant logées à force ou par liaison de complémentarité de forme,, en particulier
serrées, de préférence par des segments de paroi latérale (100, 102, 103) de la partie
supérieure (10), réalisés d'une manière correspondante.
16. Structure d'emballage selon l'une des revendications 10 à 15, les parois latérales
(22, 23 ; 12, 13) de la partie inférieure (20) et/ou de la partie supérieure (10)
et/ou une pièce d'insertion (37) étant, dans le logement en forme de boîte, élastiques
au moins à certains endroits, de telle sorte que les récipients soient logés dans
le logement en forme de boîte en étant serrés au préalable d'une manière élastique
les uns contre les autres, et un déplacement des récipients les uns par rapport aux
autres étant empêché dans le logement en forme de boîte, les parois latérales (22,
23 ; 12, 13) de la partie inférieure (20) et/ou de la partie supérieure (10) et/ou
la pièce d'insertion (37) étant de préférence réalisées au moins à certains endroits
en matière synthétique thermoplastique, thermodurcissable ou élastomère, qui est expansée
ou est réalisée sous forme d'une plaque alvéolaire.