[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Brechbacke für einen Backenbrecher, die austauschbar
an einer bewegbaren Brecherschwinge oder an einem ruhenden Rahmenteil des Backenbrechers
anordbar ist, und wobei die Brechbacke eine aktive Brechbackenoberfläche aufweist,
mit der in den Backenbrecher eingebbares Brechgut gebrochen werden kann.
STAND DER TECHNIK
[0002] Die
US 3, 984, 058 A zeigt eine Brechbacke in Anordnung an einer Brecherschwinge eines Backenbrechers,
und die Brechbacke weist eine Brechbackenoberfläche auf, die eine Prismenstruktur
besitzt. Die Prismenstruktur wird durch die einteilige, massiv ausgebildete Brechbacke
mit einer Rillenoberfläche gebildet, wobei die Rillen etwa mit einem dreieckförmigen
Querschnitt nach innen zu einer Dreieckspitze hin zulaufen. Dadurch entsteht auf der
Oberseite der Brechbackenoberfläche eine Prismenstruktur mit oben liegenden Längskanten,
und es hat sich herausgestellt, dass eine in Höhenrichtung der Brechbacke ausgebildete
Prismenstruktur, beispielsweise aber auch eine Wellenstruktur, besondere Vorteile
bei der Brechbearbeitung von Brechgut ermöglicht.
[0003] Bei großen Backenbrechern können die Brechbacken eine Masse von mehreren Tonnen aufweisen.
Folglich besteht nicht mehr die Möglichkeit, die Brechbacke mit Muskelkraft, also
mit einer oder mit wenigen Personen, von der Brecherschwinge oder dem ruhenden Rahmenteil
des Backenbrechers zu lösen, beispielsweise um eine verschlissene Brechbacke gegen
eine neue Brechbacke auszutauschen.
[0004] Ein weiterer Nachteil konventioneller Brechbacken besteht darin, dass beim Austausch
einer verschlissenen Brechbacke eine große Masse an Stahl ausgetauscht werden muss,
wobei jedoch im Wesentlichen nur die aktive Brechbackenoberfläche verschlissen ist.
Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass die einteilige Brechbacke aus einem einzigen
Material ausgebildet werden muss, beispielsweise aus einem Manganstahl.
[0005] Die
DE 10 2012 108 932 A1 zeigt eine Brecherschwinge mit zwei an der Brecherschwinge angeordneten Brechbacken,
die an der Brecherschwinge verkeilt sind. Die Brechbacken sind übereinander angeordnet,
sodass eine erste Brechbacke im oberen Mündungsbereich des Brechraumes des Backenbrechers
angeordnet ist, in den das ungebrochene Brechgut eingegeben wird, und eine weitere
Brechbacke ist im unteren Bereich des Brechraumes angeordnet und bildet mit ihrer
unteren Kante den Austrittsbereich des gebrochenen Brechgutes. Dabei können jedoch
auch die einzelnen Brechbacken, die deutlich kleinere Abmessungen aufweist als die
Brecherschwinge selbst, nicht händisch ausgewechselt werden. Andere Beispiele von
Brechbacken sind in
DE 3722710 A1,
BE 1007376 A6,
GB 190909454,
CN 202028418 U und
JP S42 75 Y offenbart.
US 2851225 A offenbart eine Brechbacke gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
[0006] Aufgabe der Erfindung ist die Weiterbildung einer Brechbacke, mit der die vorstehend
aufgezeigten Nachteile überwunden werden können. Insbesondere soll die Möglichkeit
geschaffen werden, eine verschlissene Brechbacke beispielsweise im Rahmen einer Wartung
zu erneuern, ohne große Massen bewegen zu müssen. Die vorteilhafte Prismenstruktur
der Brechbackenoberfläche soll dabei möglichst erhalten bleiben. Insbesondere soll
die Möglichkeit erhalten bleiben, dass die Brechbacke auf konventionelle Weise an
der Brecherschwinge oder am Rahmenteil des Backenbrechers angeordnet werden kann.
[0007] Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Brechbacke für einen Backenbrecher gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1 in Verbindung mit den kennzeichnenden Merkmalen gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0008] Die Erfindung schließt die technische Lehre ein, dass die Brechbacke eine Grundplatte
zur Anordnung an der Brecherschwinge oder am ruhenden Rahmenteil aufweist, wobei an
der Grundplatte Brechelemente lösbar angeordnet sind und durch die die Brechbackenoberfläche
wenigstens teilweise gebildet wird.
[0009] Erfindungsgemäß wird eine Brechbacke geschaffen, die mehrteilig aufgebaut ist und
eine Grundplatte aufweist, die auch bei einem Service, insbesondere bei einer Erneuerung
einer verschlissenen Brechbackenoberfläche, an der Brecherschwinge oder am ruhenden
Rahmenteil verbleiben kann. Durch den einfachen Austausch kleinerer Brechelemente,
die aufgrund ihrer geringeren Masse gegebenenfalls auch mit Muskelkraft, d.h. händisch
bewegt werden können, kann die Brechbackenoberfläche erneuert werden. Durch die Ausgestaltung
der Brechbackenelemente kann dabei insbesondere eine Prismenstruktur oder eine Wellenstruktur
gebildet werden. Die Brechelemente sind stabförmig ausgebildet und parallel zueinander
an der Grundplatte zur Bildung der Brechbackenoberfläche angeordnet. Insbesondere
können die Brechelemente eine Prismenstruktur oder eine Wellenstruktur bilden. Unter
einem stabförmigen Brechelement wird jeder Körper verstanden, der eine Hauptachse
aufweist, in der sich der Körper erstreckt, wobei der Querschnitt, mit dem sich der
Körper entlang der Hauptachse erstreckt, frei gewählt werden kann und der Querschnitt
kann sich beispielsweise auch entlang der Hauptachse verändern. So kann das Brechelement
entlang der Hauptachse gleichförmig ausgebildet sein oder dieser kann sich beispielsweise
verjüngen.
[0010] Die Stabform beschreibt dabei einen Schlankheitsgrad der Brechelemente, die beispielsweise
mit einem Schlankheitswert von 1:3, bevorzugt von 1:5 und besonders bevorzugt von
1:10 ausgebildet sind, wodurch das Verhältnis von Durchmesser oder Querschnittshauptmaß
zur Länge angegeben ist.
[0011] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Brechbacke entsteht dadurch, dass für
die Bildung der Grundplatte ein anderer Werkstoff Verwendung finden kann als für die
Bildung der stabförmigen Brechelemente. Beispielsweise kann die Grundplatte aus einem
Manganstahl bestehen, während die stabförmigen Brechelemente aus einem XAR400 oder
aus einem XAR600 bestehen kann (Werkstoff Nr. 1.8735). Die Brechelemente können auch
aus einem Keramikmaterial ausgebildet sein oder dieses umfassen, wobei auch weitere
insbesondere harte und verschleißfeste Materialien Verwendung finden können.
[0012] Die stabförmigen Brechelemente bilden erfindungsgemäß verschleißlastige Austauschteile
der Brechbacke, und ist die Brechbacke verschlissen, können nur die stabförmigen Brechelemente
ausgetauscht werden, um die Brechbacke mit der gleichen Grundplatte wieder in einen
im Wesentlichen neuen Zustand zu versetzen. Dabei können die stabförmigen Elemente
einen Querschnitt aufweisen, der quadratisch oder beispielsweise rautenförmig ausgebildet
ist, sodass bei einem entsprechenden Einsetzen der stabförmigen Brechelemente die
Prismenstruktur gebildet werden kann. Auch ist es denkbar, dass die stabförmigen Brechelemente
rund ausgebildet sind und so an der Grundplatte befestigt werden, dass eine (Halb-)
Wellenstruktur entsteht.
[0013] Mit besonderem Vorteil können die stabförmigen Brechelemente, die einen quadratischen
oder rautenförmigen Querschnitt aufweisen, mit einer oben liegenden Längskante an
der Grundplatte angeordnet werden. Hierzu kann die Grundplatte Aufnahmetaschen aufweisen,
in denen die stabförmigen Brechelemente einliegen. Sind die stabförmigen Brechelemente
beispielsweise mit einem quadratischen Querschnitt ausgebildet, können die Aufnahmetaschen
eine dreieckförmige längs ausgebildete Vertiefung bilden, und die quadratischen Brechelemente
können mit einer Kante nach unten in die Aufnahmetaschen eingesetzt werden und damit
liegen formschlüssig in diesen ein. Folglich entsteht eine oben liegende Längskante,
wobei mehrere stabförmige Brechelemente parallel zueinander an der Grundplatte befestigt
werden, sodass auch parallel zueinander mehrere obenliegende Längskanten gebildet
werden, wodurch im Ergebnis eine Brechbacke bereitgestellt wird, die eine Prismenstruktur
aufweist.
[0014] Zur Anordnung der stabförmigen Brechelemente sind erfindungsgemäß Klemmelemente vorgesehen,
die mittels Schraubelementen unter Bildung eines Formschlusses mit den stabförmigen
Brechelementen an der Grundplatte befestigt sind. Dabei können die Klemmelemente beispielsweise
Durchgangslöcher aufweisen, durch die die Schraubelemente hindurchgeführt werden,
und zwischen den Aufnahmetaschen in der Grundplatte können Gewindebohrungen eingebracht
sein, in die die Schraubelemente mit den Klemmelementen eingeschraubt werden können,
wenn die stabförmigen Brechelemente zuvor in die Aufnahmetaschen eingesetzt wurden.
So können die Brechelemente an der Grundplatte verklemmt werden, während diese in
ihren zugeordneten Aufnahmetaschen einliegen.
[0015] Mit weiterem Vorteil können sich die stabförmigen Brechelemente im Wesentlichen über
der gesamten Höhe der Grundplatte erstrecken. Erfindungsgemäß sind die Klemmelemente
zwischen den parallel zueinander an der Grundplatte angeordneten stabförmigen Brechelementen
angeordnet und klemmen diese über ihre Längskanten. Zusätzlich können auch an den
Endseiten der stabförmigen Brechelemente weitere Klemmelemente vorgesehen sein, die
die stabförmigen Brechelemente in der Grundplatte verkeilen. Unter einem Klemmen wird
vorliegend eine Befestigungsart mit einem Formschluss verstanden, insbesondere wie
dieser auch durch die Verwendung einer Klammer entsteht. Die Kraftschlussrichtung,
die vorliegend einer Kopfrichtung entspricht und damit orthogonal über der Ebene der
Grundplatte steht, teilt sich beim vorliegenden Klemmen auf Schrägen an den Brechelementen
auf, durch die eine auf die Brechelemente ausübbare Haltekraft verstärkt werden kann.
[0016] Gemäß einer abgewandelten Ausführungsform können die stabförmigen Brechelemente auch
eine Länge aufweisen, die nur einem Teil der gesamten Höhe der Grundplatte entspricht,
wobei zwei oder mehr stabförmige Brechelemente sich in einer gemeinsamen Längsrichtung
erstreckend an der Grundplatte angeordnet sind. Die Höhenrichtung der Grundplatte
entspricht dabei der Erstreckungsrichtung vom Zuführbereich des Brechgutes bis in
den unteren Brechspalt hinein, und stabförmige Brechelemente im unteren Bereich der
Brechbacke, die einem stärkeren Verschleiß ausgesetzt sind, können beispielsweise
häufiger ausgetauscht werden als stabförmige Brechelemente im oberen Mündungsbereich
des Brechraumes.
[0017] Zur Befestigung der verkürzten stabförmigen Brechelemente können Keilelemente vorgesehen
sein, die mittels Schraubelementen an der Grundplatte angeordnet werden und die die
in einer gemeinsamen Längsrichtung angeordneten stabförmigen Brechelemente über ihre
Endseiten an der Grundplatte halten. Beispielsweise kann die Grundplatte am oberen
und unteren Ende eine Hinterschneidung nach Art einer Schwalbenschwanzkontur aufweisen,
und die Keilelemente können sich zwischen den in einer gemeinsamen Längsrichtung angeordneten
Brechelementen befinden. Auch die Keilelemente können Durchgangsbohrungen aufweisen,
durch die die Schraubelemente hindurchgeführt werden und in der Grundplatte können
Gewindebohrungen vorgesehen sein, in die die Schraubelemente eingeschraubt werden.
So kann das Keilelement beispielsweise Keilschrägen aufweisen, die mit angeschrägten
Endseiten der Brechelemente korrespondieren, und mit einem Keilelement können beispielsweise
zwei benachbarte Brechelemente an der Grundplatte verkeilt werden.
[0018] Die in Zusammenhang mit dem ersten Ausführungsbeispiel verwendeten Klemmelemente,
die zwischen den sich längs erstreckenden stabförmigen Brechelementen angeordnet werden
können um diese an der Grundplatte zu befestigen, können auch für verkürzt ausgeführte
Brechelemente verwendet werden, die in Zusammenhang mit dem zweiten Ausführungsbeispiel
beschrieben sind.
BEVORZUGTE AUSFÜHRUNGSBEISPIELE DER ERFINDUNG
[0019] Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen werden nachstehend gemeinsam mit der
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Figuren näher
dargestellt. Es zeigt:
- Figur 1
- ein Ausführungsbeispiel einer Brechbacke mit einer Grundplatte und beispielhaft drei
an der Grundplatte befestigten stabförmigen Brechelemente gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel,
- Figur 2
- eine Querschnittsansicht durch die Brechbacke gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel
in Figur 1,
- Figur 3
- ein Ausführungsbeispiel einer Brechbacke, das kein Teil der Erfindung darstellt, mit
einer Grundplatte und mit an dieser angeordneten stabförmigen Brechelementen, die
eine Länge aufweisen, die lediglich einem Teil der Höhe der Grundplatte entsprechen
und
- Figur 4
- eine Querschnittsansicht durch die Brechbacke gemäß Figur 3.
[0020] Figur 1 zeigt in einer perspektivischen Ansicht eine Brechbacke 1 gemäß einem ersten
Ausführungsbeispiel zur Anordnung an einer Brecherschwinge oder an einem ruhenden
Rahmenteil eines Backenbrechers. Die Brechbacke 1 weist eine Grundplatte 10 auf, und
auf der Brechbackenoberfläche befinden sich Aufnahmetaschen 13 zur Aufnahme von stabförmigen
Brechelementen 11. Die Brechelemente 11 weisen einen quadratischen Querschnitt auf
und die Aufnahmetaschen 13 sind so ausgeführt, dass die Brechelemente 11 mit einer
Kante des quadratischen Querschnitts nach unten einliegend in die Aufnahmetaschen
13 eingebracht werden können. Folglich entsteht eine Prismenstruktur auf der Brechbackenoberfläche
mit obenliegenden Längskanten 12 der Brechelemente 11.
[0021] Die Brechelemente 11 erstrecken sich im Wesentlichen über die gesamte Höhe der Grundplatte
10 und sind mit Klemmelementen 14 an der Grundplatte 10 befestigt. Durch die Klemmelemente
14 sind Schraubelemente 15 hindurchgeführt und in Gewindebohrungen 19 eingeschraubt,
die in der Grundplatte 10 eingebracht sind.
[0022] Die Klemmelemente 14 befinden sich zwischen den parallel verlaufenden Brechelementen
11, und beispielhaft sind vier Klemmelemente 14 über der gesamten Länge der Brechelemente
11 angeordnet. In nicht gezeigter Weise können die Brechelemente 11 dabei noch über
ihre Endseiten 18 an der Grundplatte 10 durch eine Hinterschneidung formschlüssig
verkeilt oder mit weiteren Klemmelementen befestigt sein.
[0023] Figur 2 zeigt eine Querschnittsansicht durch Brechbacke 1 gemäß Figur 1, und durch
die Querschnittsansicht werden mehrere Aufnahmetaschen 13 nebeneinander in der Grundplatte
10 sichtbar, die einen im Wesentlichen dreieckförmigen Querschnitt aufweisen. Dadurch
können die Brechelemente 11 in gezeigter Ausrichtung in die Aufnahmetaschen 13 eingesetzt
werden, sodass oben liegende Längskanten 12 der Brechelemente 11 eine Prismenstruktur
auf der Brechbackenoberfläche der Brechbacke 1 bilden. Anschließend werden die Klemmelemente
14 mit den durch die Klemmelemente 14 hindurchgeführten Schraubelementen 15 eingesetzt,
und die Klemmelemente 14 klemmen die Brechelemente 11 über ihre Seitenkanten, während
die Schraubelemente 15 in den Gewindebohrungen 19 eingeschraubt werden.
[0024] Figur 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Brechbacke 1, das kein Teil der Erfindung
darstellt, und an der Grundplatte 10 sind mehrere Brechelemente 11 angeordnet, die
eine Länge aufweisen, die kürzer ist als die Höhe der Grundplatte 10. Das Beispiel
zeigt drei in einer gemeinsamen Längsrichtung angeordnete stabförmige Brechelemente
11, wobei auf gleiche Weise wie bereits in Zusammenhang mit dem ersten Ausführungsbeispiel
beschrieben mehrere Brechelemente 11 parallel zueinander an der Grundplatte 10 angeordnet
werden. Dabei können die Brechelemente 11 mit Keilelementen an der Grundplatte 10
befestigt werden, indem die Keilelemente über Schraubelemente in Gewindebohrungen
19 verschraubt werden und die Keilelemente können die Brechelemente 11 über ihre Endseiten
18 formschlüssig mit der Grundplatte 10 verspannen, wie im Zusammenhang mit der folgenden
Figur 4 näher gezeigt.
[0025] Figur 4 zeigt eine Seitenansicht der Grundplatte 10 mit über dieser angeordneten
Brechelementen 11 zur Bildung der Brechbacke 1 gemäß dem Ausführungsbeispiel in Figur
3. Die verkürzt ausgeführten Brechelemente 11 erstrecken sich in einer gemeinsamen
Längsrichtung und sind hintereinander angeordnet, wobei die sich stirnseitig gegenüberliegenden
Endseiten 18 der Brechelemente 11 beabstandet zueinander angeordnet sind. Werden die
Brechelemente 11 in die Aufnahmetaschen 13 in der Grundplatte 10 eingesetzt, können
zunächst die äußeren Endseiten 18 in schwalbenschwanzförmigen Hinterschneidungen 20
der Grundplatte 10 formschlüssig eingesetzt werden. Anschließend werden die Keilelemente
16, in die Schraubelemente 17 bereits hineingeführt sind, zwischen die sich gegenüberliegenden
Endseiten 18 der Brechelemente 11 eingesetzt werden, und die Schraubelemente 17 werden
in den Gewindebohrungen 19 verschraubt. Dadurch erhalten die stabförmigen Brechelemente
11 eine formschlüssige Verbindung mit der Grundplatte 10, wobei zugleich eine Klemmung
durch die Keilelemente 16 erfolgt, die hinreichend groß ist, um trotz sehr großer
auf die Brechelemente 11 wirkender Kräfte die Brechelemente 11 sicher an der Grundplatte
10 zu befestigen.
[0026] Die Grundplatte 10 kann beispielsweise als Gussteil aus einem einfachen Stahlwerkstoff
hergestellt werden. Die Brechelemente 11 hingegen, die dem eigentlichen Verschleiß
beim Betrieb des Backenbrechers ausgesetzt sind, können aus einem höherfesten Stahl
ausgebildet sein, und Brechelemente 11, die höheren Belastungen ausgesetzt sind, beispielsweise
im unteren Bereich des Brechraumes mit einem verjüngten Brechspalt, können häufiger
ausgetauscht werden, als Brechelemente 11, die einer geringeren Belastung ausgesetzt
sind.
Bezugszeichenliste
[0027]
- 1
- Brechbacke
- 10
- Grundplatte
- 11
- Brechelement
- 12
- Längskante
- 13
- Aufnahmetasche
- 14
- Klemmelement
- 15
- Schraubelement
- 16
- Keilelement
- 17
- Schraubelement
- 18
- Endseite
- 19
- Gewindebohrung
- 20
- Hinterschneidung
1. Brechbacke (1) für einen Backenbrecher, die austauschbar an einer bewegbaren Brecherschwinge
oder an einem ruhenden Rahmenteil des Backenbrechers anordbar ist, und wobei die Brechbacke
eine aktive Brechbackenoberfläche aufweist, mit der in den Backenbrecher eingebbares
Brechgut gebrochen werden kann und wobei die Brechbacke (1) eine Grundplatte (10)
zur Anordnung an der Brecherschwinge oder am ruhenden Rahmenteil aufweist, wobei an
der Grundplatte (10) Brechelemente (11) lösbar angeordnet sind und durch die die Brechbackenoberfläche
wenigstens teilweise gebildet wird, und wobei die Brechelemente (11) stabförmig ausgebildet
und parallel zueinander an der Grundplatte (10) angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet, dass Klemmelemente (14) vorgesehen sind, die mittels Schraubelementen (15) unter Bildung
eines Formschlusses mit den Brechelementen (11) an der Grundplatte (10) befestigt
sind und wobei die Klemmelemente (14) zwischen den parallel zueinander an der Grundplatte
(10) angeordneten stabförmigen Brechelementen (11) angeordnet sind und diese über
ihre Längskanten (12) klemmen.
2. Brechbacke (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Brechelemente (11) eine Prismenstruktur oder eine Wellenstruktur bilden.
3. Brechbacke (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die stabförmigen Brechelemente (11) einen quadratischen oder rautenförmigen Querschnitt
aufweisen.
4. Brechbacke (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die stabförmigen Brechelemente (11) mit einer oben liegenden Längskante (12) an der
Grundplatte (10) angeordnet sind.
5. Brechbacke (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Grundplatte (10) Aufnahmetaschen (13) eingebracht sind, in denen die Brechelemente
(11) einliegen.
6. Brechbacke (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Brechelemente (11) formschlüssig an der Grundplatte (10) befestigt sind.
7. Brechbacke (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die stabförmigen Brechelemente (11) im Wesentlichen über der gesamten Höhe der
Grundplatte (10) erstrecken.
8. Brechbacke (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Brechelemente (11) eine Länge aufweisen, die einem Teil der gesamten Höhe der
Grundplatte (10) entspricht, wobei zwei oder mehr stabförmige Brechelemente (11) sich
in einer gemeinsamen Längsrichtung erstreckend an der Grundplatte (10) angeordnet
sind.
9. Brechbacke (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass Keilelemente (16) vorgesehen sind, die mittels Schraubelementen (17) an der Grundplatte
(10) angeordnet sind und die die in einer gemeinsamen Längsrichtung angeordneten stabförmigen
Brechelemente (11) über ihre Endseiten (18) an der Grundplatte (10) halten.
1. Crushing jaw (1) for a jaw crusher which can be interchangeably arranged on a movable
crusher rocker or on a stationary frame part of the jaw crusher, and wherein the crushing
jaw comprises an active crushing jaw surface by means of which material for crushing
which can be fed into the jaw crusher can be crushed, and wherein the crushing jaw
(1) comprises a base plate (10) for arranging on the crusher rocker or on the stationary
frame part, wherein crushing elements (11) are releasably arranged on the base plate
(10) and by means of which the crushing jaw surface is at least partially formed,
and wherein the crushing elements (11) have a bar-shaped design and are arranged parallel
to one another on the base plate (10),
characterized in that clamping elements (14) are provided which are fastened to the base plate (10) by
means of screw elements (15) with the formation of a form-fitting connection with
the crushing elements (11), and wherein the clamping elements (14) are arranged between
the bar-shaped crushing elements (11), which are arranged parallel to one another
on the base plate (10), and clamp them via their longitudinal edges (12).
2. Crushing jaw (1) according to Claim 1, characterized in that the crushing elements (11) form a prism structure or a corrugated structure.
3. Crushing jaw (1) according to Claim 1 or 2, characterized in that the bar-shaped crushing elements (11) comprise a square or rhomboid cross section.
4. Crushing jaw (1) according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the bar-shaped crushing elements (11) are arranged on the base plate (10) with a
longitudinal edge (12) situated at the top.
5. Crushing jaw (1) according to one of the preceding claims, characterized in that receiving pockets (13) in which the crushing elements (11) are located are incorporated
in the base plate (10).
6. Crushing jaw (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the crushing elements (11) are fastened to the base plate (10) in a form-fitting
manner.
7. Crushing jaw (1) according to one of the preceding claims, characterized in that the bar-shaped crushing elements (11) extend substantially over the entire height
of the base plate (10).
8. Crushing jaw (1) according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the crushing elements (11) comprise a length which corresponds to part of the entire
height of the base plate (10), wherein two or more bar-shaped crushing elements (11)
are arranged in a common longitudinal direction so as to extend on the base plate
(10).
9. Crushing jaw (1) according to Claim 8, characterized in that wedge elements (16) are provided which are arranged on the base plate (10) by means
of screw elements (17) and which retain the bar-shaped crushing elements (11), which
are arranged in a common longitudinal direction, via their end sides (18) on the base
plate (10).
1. Mâchoire de broyage (1) pour un broyeur à mâchoires, qui peut être disposée de manière
remplaçable sur une bielle oscillante de broyeur mobile ou sur une partie de cadre
immobile du broyeur à mâchoires, et la mâchoire de broyeur présentant une surface
de mâchoire de broyage active avec laquelle un produit à broyer introduit dans le
broyeur à mâchoires peut être broyé et la mâchoire de broyage (1) présentant une plaque
de base (10) devant être disposée sur la bielle oscillante de broyeur ou sur la partie
de cadre immobile, des éléments de broyage (11) étant disposés de manière détachable
sur la plaque de base (10) et formant au moins en partie la surface de mâchoire de
broyage, et les éléments de broyage (11) étant réalisés en forme de barre et étant
disposés parallèlement les uns aux autres sur la plaque de base (10),
caractérisée en ce que des éléments de serrage (14) sont prévus, lesquels sont fixés au moyen d'éléments
de vis (15) à la plaque de base (10) en formant un engagement par correspondance de
formes avec les éléments de broyage (11) et les éléments de serrage (14) étant disposés
entre les éléments de broyage (11) en forme de barre disposés parallèlement les uns
aux autres sur la plaque de base (10) et les serrant par le biais de leurs arêtes
longitudinales (12).
2. Mâchoire de broyage (1) selon la revendication 1, caractérisée en ce que les éléments de broyage (11) forment une structure prismatique ou une structure ondulée.
3. Mâchoire de broyage (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les éléments de broyage (11) en forme de barre présentent une section transversale
quadratique ou en losange.
4. Mâchoire de broyage (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que les éléments de broyage (11) en forme de barre sont disposés avec une arête longitudinale
située en haut (12) contre la plaque de base (10).
5. Mâchoire de broyage (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que des cavités de réception (13) sont pratiquées dans la plaque de base (10), dans lesquelles
s'insèrent les éléments de broyage (11).
6. Mâchoire de broyage (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que les éléments de broyage (11) sont fixés par engagement par correspondance de formes
sur la plaque de base (10).
7. Mâchoire de broyage (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que les éléments de broyage (11) en forme de barre s'étendent essentiellement sur toute
la hauteur de la plaque de base (10).
8. Mâchoire de broyage (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que les éléments de broyage (11) présentent une longueur qui correspond à une partie
de la hauteur totale de la plaque de base (10), deux ou plus de deux éléments de broyage
(11) en forme de barre étant disposés sur la plaque de base (10) en s'étendant dans
une direction longitudinale commune.
9. Mâchoire de broyage (1) selon la revendication 8, caractérisée en ce que des éléments de coins (16) sont prévus, lesquels sont disposés au moyen d'éléments
de vis (17) sur la plaque de base (10) et lesquels retiennent les éléments de broyage
(11) en forme de barre disposés dans une direction longitudinale commune par le biais
de leurs côtés d'extrémité (18) sur la plaque de base (10).