[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Vorregelung von Heizkörpern
nach den Merkmalen der Oberbegriffe der Ansprüche 1 und 9.
[0002] Die vorliegende Erfindung gliedert sich in zwei Grundprinzipien der Vorregelung von
Heizkörpern, die erfindungsgemäß nicht wie aus dem Stand der Technik bekannt im Ventileinsatz,
sondern in der unmittelbar unter dem Heizkörper angeordneten Anschlussverschraubung,
einem Hahnblock integriert sind. Dabei umfasst die Erfindung die zwei an sich bekannten
Grundprinzipien der Vorregelung, die aber in die Anschlussverschraubungen (Hahnblöcke)
integriert werden, nämlich erstens das Prinzip der Vorregelung / Konstanthaltung des
am Ventil wirksamen Differenzdruckes (Differenzdruckregelung) und zweitens das Prinzip
der Begrenzung des über das Ventil zulässigen Heizfluid- bzw. Wasserstromes auf einen
einstellbaren Wert.
[0003] Die vorbekannten Verfahren und Bauformen weisen aber entweder einen fixen Differenzdruck
auf oder es gibt nur einen einstellbaren maximalen Heizfluid- bzw. Wasserstrom, unabhängig
vom Differenzdruck. Die Patentschrift
DE 102 11 533 B4 wiederum hat gar keinen geregelten Differenzdruck, sondern beschreibt, wie anhand
eines gemessenen Differenzdruckes ein maximal zulässiger Wasserstrom statisch eingestellt
wird. Ein einstellbarer dynamisch konstant gehaltener (geregelter) Differenzdruck
hat nämlich den Vorteil, in ungünstig gelegenen Anlagenteilen und bei sehr kleinen
erforderlichen Wasserströmen (z. B. sehr kleine Heizkörper) durch Einstellen eines
kleineren Differenzdruckes (kleiner als im Rest der Anlage) die Regelgüte an diesem
Heizkörper zu verbessern.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht deshalb darin ein Verfahren und eine
Vorrichtung vorzustellen, mit welchen die aus dem Stand der Technik bekannten Lehren
verbessert werden können.
[0004] Nach dem Prinzip der Differenzdruckregelung wird dazu in den Verbindungssteg eines
Hahnblockes eine Differenzdruckerfassung eingesetzt, z. B. in Form eines federbelasteten
Kolbens, oder einer Membran. Beide wirken dann über eine mechanische Verbindung zu
Elementen, die den Querschnitt des Wasserstromes variieren. Solcherart Elemente können
z. B. Kolbenschieber oder Klappen sein. Je nach Höhe der Druckdifferenz wird damit
ein im Weg des Wasserstromes am Vorlauf- und / oder Rücklaufanschluss des Hahnblockes
befindlicher Regelquerschnitt verändert. Bei steigender Druckdifferenz wird der Querschnitt
verengt, bei sinkendem Differenzdruck wird er erweitert. Eine Anpassung des Vorregel-Differenzdruckes
erfolgt beispielsweise durch Variation der Vorspannung der auf den Kolben wirkenden
Feder oder der der Membran.
[0005] Symmetrisch aufgebaute Anordnungen sind hierbei von Vorteil, da sie unabhängig davon,
welcher der Anschlüsse als Vorlauf, also der mit dem höheren Gesamtdruck und welcher
als Rücklauf, also der mit dem niedrigeren Gesamtdruck im Fluid, gewählt wird, gleichermaßen
funktionieren. Dies ist besonders wichtig bei der Eckausführung des Hahnblockes, bei
der horizontal aus der Wand kommende Rohre mit den vertikalen Anschlüssen am Heizkörper
verbunden werden müssen. Eine Festlegung der Anschlüsse bezüglich der Zuordnung Vorlauf
und Rücklauf würde zwei Ausführungsformen erforderlich machen, analoges gilt für die
Hahnblockausführung mit integriertem Ventil, bei der sich die Variantenzahl ebenfalls
verdoppeln würde.
[0006] Zur Umsetzung des Prinzips der Begrenzung des Heizfluid- bzw. Wasserstromes wird
für die Begrenzung des Wasserstromes auf einen maximal zulässigen Wert beispielsweise
ein federbelasteter Regelkegel oder eine federbelastete Regelklappe als Regeleinheit
in einer bei geöffnetem Ventil durchströmten Regelgeometrie angeordnet. Bei steigendem
Wasserstrom wird die im Durchflussquerschnitt angeordnete Regeleinheit aus der Neutrallage
ausgelenkt. Steigt der Durchfluss bis auf den eingestellten maximal zulässigen Wert
an, ist die Regeleinheit soweit ausgelenkt, dass ein weiteres Ansteigen des Durchflusses
verhindert wird. Mittels Variation der Vorspannung der Feder, Variation der Distanz
zwischen Regeleinheit und Regelgeometrie oder Variation des Durchflusswiderstandes
der Regeleinheit kann auch hier eine Anpassung des maximal zulässigen Durchflusses
erfolgen.
[0007] Auch für dieses Prinzip gilt, dass symmetrisch aufgebaute Anordnungen von Vorteil
sind, da sie unabhängig von der Wahl, welcher der Anschlüsse als Vorlauf und welcher
als Rücklauf gewählt wird, gleichermaßen funktionieren.
Vorteil der beiden erfindungsgemäß umgesetzten Grundprinzipien ist die universelle
Anströmbarkeit. Die stetige Regelung des Differenzdruckes muss unabhängig davon, welcher
der beiden Anschlüsse des Hahnblockes als Vor- und welcher als Rücklaufanschluss gewählt
wird, gleichermaßen funktionieren. Hintergrund ist, dass die anzuschließenden Heizkörper
und Anschlussverschraubungen (Hahnblöcke) im Markt bezüglich der Positionierung von
Vor- und Rücklauf nicht einheitlich gestaltet sind. Nachfolgend soll die Erfindung
anhand von Ausführungsbeispielen zu den verschiedenen Ausführungsformen näher erläutert
werden.
[0008] In der Fig.1 ist eine Anschlussverschraubung in Form eines Hahnblocks1 mit einem
Thermostatventil 2 in einer Schnittdarstellung zu sehen. Die Anschlussstutzen für
den Vor- und Rücklauf zum Heiznetz sind mit 1.1 und 1.2 bezeichnet und die Anschlussstutzen
zur Verbindung mit dem Heizkörper (nicht dargestellt) sind mit den Bezugszeichen 1.3
und 1.4 versehen. Die Positionen von Vorlauf V und Rücklauf R sind frei wählbar und
damit nicht festgelegt. Ein Tausch der unter dem Heizkörper angeordneten Anschlussverschraubung
1 ist möglich. Im Verbindungssteg 1.5 ist eine Anordnung zur Differenzdruckregelung
integriert. Dazu ist im Verbindungssteg 1.5 zwischen Vor- und Rücklauf V, R eine fluiddichte
Membran 10 vorgesehen, die je nach Druckverhältnissen nach oder links, d.h. in beide
Richtungen auslenkbar ist. An der Membran 10 sind in Vorlauf V und Rücklauf R bewegliche
Regelschieber 11, 12 befestigt. Auf die Membran 10 wirken die Absolutdrücke von Vor-
und Rücklauf gleichermaßen. Die Membran 10 ist fluiddicht und verhindert, dass sich
die Fluidströme von Vor- zu Rücklauf ausgleichen. In der Ruheposition sind die Zuströmöffnungen
von den Regelschiebern 11,12 maximal frei gegeben. Es entsteht kein zusätzlicher Strömungswiderstand.
Ein gegenüber dem Absolutdruck der Rücklaufseite höherer Absolutdruck auf der Vorlaufseite
lenkt die Membran 10 in Richtung der Rücklaufseite aus und schiebt dabei den rücklaufseitigen
Regelschieber 11 in Richtung der Rücklaufseite R. Dabei wird die freie Rücklauf-Abströmöffnung
verkleinert, es entsteht ein zusätzlicher Strömungswiderstand. Um den resultierenden
Differenzdruck einstellen zu können, ist eine Längenverstellung der Schubstangen 13,
14, z. B. durch ein Recht-LinksGewinde, vorgesehen. Bei einem Tausch der Vorlauf-
mit der Rücklaufseite laufen die beschriebenen Vorgänge seitenverkehrt ab.
[0009] In der Fig. 2 ist eine weitere Ausführungsform einer Anordnung zur doppelt wirkenden
Differenzdruckregelung dargestellt. Die Anschlussstutzen für den Vor- und Rücklauf
zum Heiznetz sind mit 1.1 und 1.2 bezeichnet und die Anschlussstutzen zur Verbindung
mit dem Heizkörper (nicht dargestellt) sind mit den Bezugszeichen 1.3 und 1.4 versehen.
Die Positionen von Vorlauf V und Rücklauf R sind frei wählbar und damit nicht festgelegt,
ein Tausch der unter dem Heizkörper angeordneten Anschlussverschraubung (Hahnblock
1) ist möglich. Im Verbindungsteg 1.5 zwischen Vor- und Rücklauf befindet sich eine
fluiddichte Membran 10', die je nach Druckverhältnissen in beide Richtungen auslenkbar
ist. An der Membran 10' sind in Vorlauf und Rücklauf bewegliche Schubstangen 13',
14' befestigt, die auf Regelklappen 11', 12' in den Fluidverbindungen 1.1, 1.2 zum
Heiznetz wirken. Auf die Membran 10' wirken die Absolutdrücke von Vor- und Rücklauf
gleichermaßen. Die Membran 10' ist fluiddicht und verhindert, dass sich die Fluidströme
von Vor- zu Rücklauf ausgleichen. In der Ruheposition sind die Zuströmöffnungen von
den Regelklappen 11', 12' maximal frei gegeben, es entsteht kein zusätzlicher Strömungswiderstand.
Ein gegenüber dem Absolutdruck der Rücklaufseite höherer Absolutdruck auf der Vorlaufseite
lenkt die Membran 10' in Richtung der Rücklaufseite aus und kippt dabei die rücklaufseitige
Regelklappe 11' auf die Strömungsöffnung der Rücklaufseite. Dabei wird die freie Rücklauf-Abströmöffnung
11' verkleinert, es entsteht ein zusätzlicher Strömungswiderstand. Um den resultierenden
Differenzdruck einstellen zu können, ist eine Verstellung des Anlenkpunktes der Schubstangen
13', 14', z. B. durch ein Excenterlager, möglich. Bei einem Tausch der Vorlauf- mit
der Rücklaufseite laufen die beschriebenen Vorgänge seitenverkehrt ab.
[0010] In der Fig. 3 ist eine weitere Ausführungsform einer Anordnung zur doppelt wirkenden
Differenzdruckregelung dargestellt. Die Anschlussstutzen für den Vor- und Rücklauf
zum Heiznetz sind mit 1.1 und 1.2 bezeichnet und die Anschlussstutzen zur Verbindung
mit dem Heizkörper (nicht dargestellt) sind mit den Bezugszeichen 1.3 und 1. 4 versehen.
Die Positionen von Vorlauf V und Rücklauf R sind frei wählbar und damit nicht festgelegt,
ein Tausch der unter dem Heizkörper angeordneten Anschlussverschraubung (Hahnblock
1) ist möglich. Der Verbindungssteg 1.5 zwischen Vor- und Rücklauf V, R ist fluiddicht
ausgeführt und hat keine weitere Funktion. An einer der Verbindungen 1.1, 1.2 zum
Heiznetz ist eine Regelklappe 20 zwischen zwei Federn 21, 22 befestigt. In der Ruheposition
befindet sich die Regelklappe 20 in der Mittelstellung, die Wasserströmung ist maximal
frei gegeben. Ein steigender Wasserstrom bei Vorlauf rechts lenkt die Regelklappe
20 aus der Mittelstellung heraus nach unten, der Durchfluss um die Regelklappe 20
herum wird begrenzt. Ist der Vorlauf links, erfolgt die Auslenkung entsprechend nach
oben, die Wirkung auf den zulässigen Wasserstrom ist gleich. Um die wirksame Durchflussbegrenzung
einstellen zu können, ist eine Verstellung des Abstandes zwischen dem Anlenkpunkt
der Regelklappe 20 und dem Anlagepunkt der Federn 21, 22 an der Regelklappe 20, z.
B. durch ein Gewinde, möglich. Bei einem Tausch der Vorlauf- mit der Rücklaufseite
laufen die beschriebenen Vorgänge in anderer Richtung ab.
[0011] In der Fig. 4 ist eine weitere Ausführungsform einer Anordnung zur doppelt wirkenden
Differenzdruckregelung dargestellt. Die Anschlussstutzen für den Vor- und Rücklauf
zum Heiznetz sind mit 1.1 und 1.2 bezeichnet und die Anschlussstutzen zur Verbindung
mit dem Heizkörper (nicht dargestellt) sind mit den Bezugszeichen 1.3 und 1.4 versehen.
Die Positionen von Vorlauf V und Rücklauf R sind frei wählbar und damit nicht festgelegt,
ein Tausch der unter dem Heizkörper angeordneten Anschlussverschraubung (Hahnblock
1) ist möglich. Der Verbindungssteg 1.5 zwischen Vor- und Rücklauf V, R ist fluiddicht
ausgeführt und hat keine weitere Funktion.
An einer der Verbindungen 1.1, 1.2 zum Heiznetz ist in einer durchströmten Kartusche
30 ein Regeleinsatz 31 mit einem Doppelkegel 32 zwischen zwei Federn 33, 34 befestigt.
Der Strömungsweg geht am linken Anschluss des Hahnblockes 1 von oben kommend links
in die Kartusche 30, durch den Regelquerschnitt (Regelblende) 35 des Regeleinsatzes
31 hindurch und dann rechts aus der Kartusche 30 heraus nach unten. In der Ruheposition
befindet sich der Doppelkegel 32 in der Mittelstellung, dort befindet sich auch die
zweifach ausgeführte Regelblende 35, 35'. Die Wasserströmung ist in der Mittelstellung
maximal frei gegeben. Ein steigender Wasserstrom bei Vorlauf rechts lenkt den Doppelkegel
32 nach rechts aus der Mittelstellung heraus, der Durchfluss um den Doppelkegel 32
herum wird begrenzt. Ist der Vorlauf links, erfolgt die Auslenkung entsprechend nach
links, die Wirkung auf den zulässigen Wasserstrom ist gleich. Um die wirksame Durchflussbegrenzung
einstellen zu können, ist eine Verstellung des Abstandes zwischen den beiden Regelblenden
35,35', z. B. durch ein Links-Rechts-Gewinde, vorgesehen. Bei einem Tausch der Vorlaufmit
der Rücklaufseite laufen die beschriebenen Vorgänge in anderer Richtung ab.
[0012] In der Fig. 5 ist eine weitere Ausführungsform einer Anordnung zur doppelt wirkenden
Differenzdruckregelung dargestellt. Die Anschlussstutzen für den Vor- und Rücklauf
zum Heiznetz sind mit 1.1 und 1.2 bezeichnet und die Anschlussstutzen zur Verbindung
mit dem Heizkörper (nicht dargestellt) sind mit den Bezugszeichen 1.3 und 1.4 versehen.
Die Positionen von Vorlauf V und Rücklauf R sind frei wählbar und damit nicht festgelegt,
ein Tausch der unter dem Heizkörper angeordneten Anschlussverschraubung (Hahnblock
1) ist möglich.
Im Verbindungssteg 1.5 zwischen Vor- und Rücklauf V, R befindet sich eine fluiddichte
Membran 40, die je nach Druckverhältnissen in beide Richtungen auslenkbar ist. An
der Membran 40 ist eine bewegliche Schubstange 41 befestigt, die auf miteinander verbundene
Doppelkegel 42 einer Regeleinrichtung 43 in einer der Fluidverbindungen 1.1,1.2 zum
Heiznetz wirkt. Auf die Membran 40 wirken die Absolutdrücke von Vor- und Rücklauf
gleichermaßen. Die Membran 40 ist fluiddicht und verhindert, dass sich die Fluidströme
von Vor- zu Rücklauf ausgleichen. In der Ruheposition ist der Strömungsquerschnitt
an den Doppelkegeln 42 maximal frei gegeben, es entsteht kein zusätzlicher Strömungswiderstand.
Ein gegenüber dem Absolutdruck der Rücklaufseite höherer Absolutdruck auf der Vorlaufseite
lenkt die Membran 40 in Richtung der Rücklaufseite aus und schiebt dabei einen der
beiden Doppelkegel 42 vor die Strömungsöffnung. Dabei entsteht ein zusätzlicher Strömungswiderstand.
Um den resultierenden Differenzdruck einstellen zu können, ist eine Verstellung des
Abstandes zwischen den beiden Regelblenden 44, z. B. durch ein Links-Rechts-Gewinde,
vorgesehen, alternativ ist auch eine Verstellung des Abstandes beiden Doppelkegel
42 möglich. Bei einem Tausch der Vorlauf- mit der Rücklaufseite laufen die beschriebenen
Vorgänge seitenverkehrt ab.
[0013] In der Fig. 6 ist eine weitere Ausführungsform einer Anordnung zur doppelt wirkenden
Differenzdruckregelung dargestellt. Die Anschlussstutzen für den Vor- und Rücklauf
zum Heiznetz sind mit 1.1 und 1.2 bezeichnet und die Anschlussstutzen zur Verbindung
mit dem Heizkörper (nicht dargestellt) sind mit den Bezugszeichen 1.3 und 1.4 versehen.
Die Positionen von Vorlauf V und Rücklauf R sind frei wählbar und damit nicht festgelegt,
ein Tausch der unter dem Heizkörper angeordneten Anschlussverschraubung (Hahnblock
1) ist möglich. Im Verbindungssteg 1.5 sind die Regelschieber 50, 51 angeordnet, deren
Kolben über eine Schubstange 52 miteinander verbunden sind und so einen Doppelkolben
bilden. Die Verbindung (Verbindungssteg 1.5) zwischen Vor- und Rücklauf V, R ist fluiddicht,
aber beweglich ausgeführt, hier beispielhaft als Dichtringe oder Dichtlippen an den
beiden Regelkolben gezeigt. Zwischen den Kolben der Regelschieber 50, 51 und den Feder-Widerlagern
53, 53' sind die Federn 54, 54' angeordnet. Ein steigender Differenzdruck im rechten
Anschluss (bei Vorlauf rechts) schiebt den linken Kolben 50 nach links aus der Mittelstellung
heraus in den Strömungsweg, der nach oben wirksame Differenzdruck wird begrenzt. Ist
der Vorlauf links, erfolgt die Auslenkung entsprechend nach rechts, die Wirkung auf
den zulässigen Differenzdruck ist gleich. Um den wirksamen Differenzdruck einstellen
zu können, ist eine Verschiebung der mittig angeordneten Feder-Widerlager 53, 53',
vorgesehen. Bei einem Tausch der Vorlauf- mit der Rücklaufseite laufen die beschriebenen
Vorgänge in anderer Richtung ab.
[0014] In der Fig. 7 ist eine weitere Ausführungsform einer Anordnung zur doppelt wirkenden
Durchflussbegrenzung dargestellt. In der Figur ist ein Hahnblock 1 mit Ventil 2 in
einer Schnittdarstellung zu sehen. Die Anschlussstutzen für den Vor- und Rücklauf
zum Heiznetz sind mit 1.1 und 1.2 bezeichnet und die Anschlussstutzen zur Verbindung
mit dem Heizkörper (nicht dargestellt) sind mit den Bezugszeichen 1.3 und 1.4 versehen.
Die Position von Vorlauf und Rücklauf sind nicht festgelegt, ein Tausch ist möglich.
Der Verbindungssteg 1.5 zwischen Vor- und Rücklauf ist fluiddicht ausgeführt und hat
keine weitere Funktion. An einer der Verbindungen 1.1, 1.2 zum Heiznetz ist in einer
durchströmten Kartusche 60, deren linke und rechte Begrenzungen als Fluid-Regelquerschnitt
ausgeführt sind, ein Regeleinsatz 61 mit doppelt ausgeführten Ventilsitzen 62, 63
zwischen zwei Federn 64, 65 befestigt. Der Strömungsweg geht am linken Anschluss des
Hahnblockes 1 von oben kommend links in die Kartusche 60, durch den Regelquerschnitt
hindurch und dann rechts aus der Kartusche heraus koaxial zum Rücklaufstutzen 1.1
nach unten. In der Ruheposition befindet sich der Regeleinsatz 61 in der Mittelstellung,
beide Regelquerschnitte sind frei. Die Wasserströmung ist in der Mittelstellung maximal
frei gegeben. Ein steigender Wasserstrom bei Vorlauf rechts lenkt den Regeleinsatz
61 nach rechts aus der Mittelstellung heraus, der Durchfluss wird begrenzt. Ist der
Vorlauf links, erfolgt die Auslenkung entsprechend nach links, die Wirkung auf den
zulässigen Wasserstrom ist gleich. Um die wirksame Durchflussbegrenzung einstellen
zu können, ist eine Verstellung des Abstandes zwischen den beiden Federauflagern,
z. B. durch ein Links-Rechts-Gewinde, vorgesehen. Damit wird die Regelcharakteristik,
also die Abhängigkeit der Auslenkung des Regeleinsatzes vom Wasserstrom, verändert.
Bei einem Tausch der Vorlauf- mit der Rücklaufseite laufen die beschriebenen Vorgänge
in anderer Richtung ab.
[0015] In der Fig. 8 wird eine weitere Ausführungsform einer Anordnung zur doppelt wirkenden
Durchflussbegrenzung gezeigt. In der Figur 8 sind ein Hahnblock 1 und ein Ventil 2
in einer Schnittdarstellung zu sehen. Die Anschlussstutzen für den Vor- und Rücklauf
zum Heiznetz sind mit 1.1 und 1.2 bezeichnet und die Anschlussstutzen zur Verbindung
mit dem Heizkörper (nicht dargestellt) sind mit den Bezugszeichen 1.3 und 1.4 versehen.
Die Position von Vorlauf und Rücklauf sind nicht festgelegt, ein Tausch ist möglich.
Der Verbindungssteg 1.5 zwischen Vor- und Rücklauf ist fluiddicht ausgeführt, wobei
darin ein Gelenk 70 angeordnet ist, das in beide Richtungen auslenkbar ist. An dem
Gelenk 70 sind in Vorlauf und Rücklauf bewegliche Stangen oder eine Wippe 71 befestigt,
die auf Regelkegel 72, 73 in den Fluidverbindungen 1.1, 1.2 zum Heiznetz wirken. Die
Wippe 71 ist beiderseits mit einer Feder 74, 74' ausgestattet. In der Ruheposition
befindet sich die Wippe 71 in der Mittelstellung, die Wasserströmung ist maximal frei
gegeben. Ein steigender Wasserstrom auf der Vorlaufseite lenkt die Wippe 71 in Richtung
der Rücklaufseite aus und kippt dabei den rücklaufenden Regelkegel 72 in die Strömungsöffnung
1.1 der Rücklaufseite. Der Durchfluss um den Regelkegel 72 wird begrenzt. Um die wirksame
Durchflussbegrenzung einstellen zu können, ist eine Verstellung der Federkraft zu
der Wippe z.B. durch ein Gewindestift vorgesehen. Dadurch wird der Abstand vom Regelkegel
zu der Strömungsöffnung eingestellt. Bei einem Tausch der Vorlauf- mit der Rücklaufseite
laufen die beschriebenen Vorgänge seitenverkehrt ab.
1. Verfahren zur Vorregelung von Heizkörpern, wobei eine Vorrichtung zur Vorregelung
in eine unter einen Heizkörper angeordnete Anschlussverschraubung in Form eines Hahnblocks
(1) montiert wird und wobei der Hahnblock (1) einen Verbindungssteg (1.5) aufweist,
in welchem eine Anordnung zur Differenzdruckregelung oder zur Begrenzung des zulässigen
Heizfluidstromes integriert ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Verbindungssteg (1.5) eine Einrichtung zur Differenzdruckregelung in Form eines
federbelasteten Kolbens oder einer Membran integriert wird, die über eine mechanische
Verbindung zu Elementen, die den Querschnitt des Heizfluidstromes variieren, wirken.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Elemente als Kolbenschieber oder Klappen ausgebildet sind und damit ein im Weg
des Heizfluidstromes am Vorlauf- und / oder Rücklaufanschluss des Hahnblockes (1)
befindlicher Regelquerschnitt verändert wird.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei steigender Druckdifferenz der Querschnitt verengt und bei sinkendem Differenzdruck
erweitert wird.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Anpassung des Vorregel-Differenzdruckes durch Variation der Vorspannung der
auf die Kolben wirkenden Federn oder der der Membran erfolgt.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Verbindungssteg (1.5) eine Einrichtung zur Begrenzung des Heizfluidstromes auf
einen maximal zulässigen Wert in Form eines federbelasteten Regelkegels oder einer
federbelasteten Regelklappe als Regeleinheit in einer bei geöffnetem Ventil (2) durchströmten
Regelgeometrie angeordnet wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass bei steigendem Heizfluidstrom die im Durchflussquerschnitt des Verbindungssteges
angeordnete Regeleinheit aus der Neutrallage ausgelenkt wird, wobei bei Anstieg des
Durchflusses auf den eingestellten maximal zulässigen Wert, die Regeleinheit soweit
ausgelenkt, dass ein weiteres Ansteigen des Durchflusses verhindert wird.
8. Verfahren nach den Ansprüchen 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass durch Variation der Vorspannung der Feder und/oder Variation der Distanz zwischen
Regeleinheit und Regelgeometrie und/oder Variation des Durchflusswiderstandes der
Regeleinheit eine Anpassung des maximal zulässigen Durchflusses erfolgt.
9. Vorrichtung zur Vorregelung von Heizkörpern, welche in eine unter einen Heizkörper
angeordnete Anschlussverschraubung in Form eines Hahnblocks (1) montiert ist, wobei
der Hahnblock (1) einen Verbindungssteg (1.5) aufweist, in welchem eine Anordnung
zur Differenzdruckregelung oder zur Begrenzung des zulässigen Heizfluidstromes integriert
ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass im Verbindungssteg eine Einrichtung zur Differenzdruckregelung in Form eines federbelasteten
Kolbens oder einer Membran angeordnet ist, die über eine mechanische Verbindung zu
Elementen, die den Querschnitt des Heizfluidstromes variieren, wirken.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Elemente als Kolbenschieber oder Klappen ausgebildet sind und damit ein im Weg
des Heizfluidstromes am Vorlauf- und / oder Rücklaufanschluss des Hahnblockes befindlicher
Regelquerschnitt verändert wird.
12. Vorrichtung nach den Ansprüchen 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorspannung der auf den Kolben wirkenden Feder oder der der Membran variierbar
ist und dadurch eine Anpassung des Vorregel-Differenzdruckes erfolgt.
13. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass im Verbindungssteg eine Einrichtung zur Begrenzung des Heizfluidstromes auf einen
maximal zulässigen Wert in Form eines federbelasteten Regelkegels oder einer federbelasteten
Regelklappe als Regeleinheit in einer bei geöffnetem Ventil durchströmten Regelgeometrie
angeordnet ist.
14. Vorrichtung nach den Ansprüchen 9 und 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine Anpassung des maximal zulässigen Durchflusses durch Variation der Vorspannung
der Feder und/oder Variation der Distanz zwischen Regeleinheit und Regelgeometrie
und/oder Variation des Durchflusswiderstandes der Regeleinheit erfolgt.