[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Einstellung einer Betriebsart eines Sicherheitssystems
sowie ein Sicherheitssystem zur Durchführung des Verfahrens.
[0002] Ein derartiges Sicherheitssystem umfasst generell ein Steuerungssystem, das eine
Maschine steuert. Von der Maschine können Gefahren für Personen ausgehen. Als Sicherheitsmaßnahme
wird daher ein Gefahrenbereich an der Maschine überwacht. Ein wesentliches Sicherheitselement
bildet hierbei ein an das Steuerungssystem angeschlossenes Zugangssystem, mittels
dessen ein kontrollierter Zugang zu sicherheitsrelevanten Steuerungsfunktionen überwacht
wird. Ein derartiges Zugangssystem kann beispielsweise von einem elektronischen Schlüsselsystem
gebildet sein. Dieses elektronische Schlüsselsystem umfasst einen Schlüsseleinsatz
und wenigstens einen diesem zugeordneten Schlüssel. Der Schlüssel umfasst typischerweise
einen Transponder, in dem ein Code enthalten ist. Im Schlüsseleinsatz ist eine Erkennungseinrichtung
integriert, mittels derer berührungslos der Code im Schlüssel dann ausgelesen werden
kann, wenn der Schlüssel in einer Eingriffsstellung im Schlüsseleinsatz ist. Der Code
des Schlüssels kann ein Steuerungssignal für das Starten oder Stoppen der Maschine
enthalten. Weiterhin kann der Code Berechtigungsdaten oder prozessorientierte Informationen
wie Parameter für den Betrieb der Maschine enthalten.
[0003] Typischerweise ist der Gefahrenbereich der Maschine mit einer Schutzabdeckung oder
Umzäunung gesichert. In der Umzäunung befindet sich dann eine Schutztür. Abhängig
davon ob die Schutztür geschlossen ist oder nicht kann mit der Maschine in unterschiedlichen
Betriebsarten gearbeitet werden.
[0004] Bei derartigen Sicherheitssystemen sind generell mehrere Betriebsarten möglich. Eine
erste Betriebsart ist der Automatikbetrieb. In diesem Sicherheitsbetrieb darf sich
keine Person im Gefahrenbereich befinden und die Schutztür ist geschlossen. In diesem
Automatikbetrieb ist der Arbeitsbetrieb der Maschine uneingeschränkt freigegeben,
so dass mit dieser insbesondere auch Arbeitsvorgänge durchgeführt werden, die zu Gefährdungen
von Personen im Gefahrenbereich führen könnten. Zusätzlich sind weitere Betriebsarten
möglich, bei welchen die Sicherheitsüberwachung überbrückt ist. Bei derartigen Betriebsarten
kann beispielsweise durch entsprechende Codierungen von Schlüsseln befugten Personen
Zugang zum Gefahrenbereich gewährt werden, beispielsweise um dort Reparatur- oder
Installationsarbeiten durchzuführen. Je nach Betriebsart kann dann die Maschine komplett
angehalten oder in einem eingeschränkten Betriebsmodus, beispielsweise mit reduzierter
Geschwindigkeit, gefahren werden.
[0005] Ein Problem bei derartigen Sicherheitssystemen besteht darin, dass eine Umschaltung
der Betriebsart aufgrund gesetzlicher Bestimmungen auf befugte Personen beschränkt
werden muss. Zudem ist für die Umschaltung ein Sicherheitsniveau gefordert, dass nicht
mit beliebigen konventionellen Systemen erreicht werden kann sondern den Einsatz von
Sicherheitstechnik notwendig macht.
[0006] Bei einer ersten bekannten Betriebsartumschaltung wird die jeweilige Betriebsart
über einen oder mehrere Schlüsselschalter an der Maschine ausgewählt. Nachteilig hierbei
ist, dass die Schlüssel leicht kopiert werden können und die Kontrolle über den Zugang
nicht gewährleistet ist.
[0007] Bei einer zweiten bekannten Betriebsartumschaltung sind an der Maschine Tasten vorgesehen,
die mittels eines Schlüssels freigeschaltet werden können. Auch diese Lösung hat die
genannten Nachteile.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und ein Sicherheitssystem
bereitzustellen, mittels dessen bei geringem konstruktivem Aufwand eine sichere Betriebsarteinstellung
ermöglicht wird.
[0009] Zur Lösung dieser Aufgabe sind die Merkmale der unabhängigen Ansprüche vorgesehen.
Vorteilhafte Ausführungsformen und zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung sind
in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.
[0010] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Einstellung einer Betriebsart eines Sicherheitssystems,
umfassend ein Zugangssystem, welches an ein eine Maschine steuerndes Steuerungssystem
angeschlossen ist. Das Steuerungssystem weist eine Sicherheitssteuerung auf. Das Verfahren
umfasst folgende Verfahrensschritte:
- Zweikanaliges Auslesen von Signalen des Zugangssystems in das Steuerungssystem,
- Durchführen einer Gültigkeitsüberprüfung der Signale des Zugangssystems in dem Steuerungssystem,
- wobei das Steuerungssystem nur bei Vorliegen gültiger Signale des Zugangssystems die
Auswahl einer Betriebsart über die Eingabeeinheit freigibt,
- Durchführen einer Fehlerkontrolle der Auswahl der Betriebsart in der Sicherheitssteuerung,
- Umschalten auf die ausgewählte Betriebsart durch die Sicherheitssteuerung nach positiv
durchgeführter Fehlerkontrolle.
[0011] Weiterhin betrifft die Erfindung ein Sicherheitssystem zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens.
[0012] Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens beziehungsweise des erfindungsgemäßen
Sicherheitssystems besteht darin, dass ohne konstruktiven Zusatzaufwand eine fehlersichere
Einstellung der Betriebsart des Sicherheitssystems beziehungsweise der damit gesicherten
Maschine ermöglicht wird.
[0013] Für diese Betriebsarteinstellung können bereits am Sicherheitssystem standardmäßig
vorhandene Komponenten genutzt werden. Dies gilt insbesondere für die Eingabeeinheit,
die vorteilhaft in Form eines Touchscreens oder mittels sogenannten Softkeys ausgebildet
ist.
[0014] Die fehlersichere Auswahl und Einstellung einer Betriebsart wird insbesondere durch
Fehlerkontrollen des Steuerungssystems gewährleistet, wobei diese als wesentliche
Komponente eine Sicherheitssteuerung und besonders vorteilhaft eine nichtfehlersichere
Steuerung aufweist.
[0015] Durch diese Fehlerkontrollen werden die Komponenten des Sicherheitssystems getestet
und eventuelle Fehler aufgedeckt. Vorteilhaft hierbei ist, dass bei den Fehlerkontrollen
in den einzelnen Komponenten, insbesondere der Eingabeeinheit, der nichtfehlersicheren
Steuerung und Sicherheitssteuerung, synchrone Abläufe vorgesehen sind, wodurch parallele
Kanäle erhalten werden, durch deren Vergleich mit hoher Sicherheit auftretende Fehler
aufgedeckt werden können, und zwar im gesamten Sicherheitssystem, da bei den Fehlerkontrollen
alle Komponenten des Sicherheitssystems umfasst sind.
[0016] Ein wesentlicher Aspekt der Erfindung besteht darin, dass das Zugangssystem eine
zweikanalige, vorzugsweise diversitäre Ausgangsstruktur aufweist, so dass von dem
Zugangssystem zweikanalig Signale in das Steuerungssystem eingelesen werden. Durch
die Auswertung der Signale kann über die Sicherheitssteuerung kontrolliert werden,
ob das Steuerungssystem, insbesondere die nichtfehlersichere Steuerung, sowie das
Zugangssystem korrekt arbeiten.
[0017] Besonders vorteilhaft werden hierzu die Signale wenigstens eines Ausgangs des Zugangssystems
in der Sicherheitssteuerung für eine Gültigkeitsüberprüfung herangezogen.
[0018] Weiter vorteilhaft werden Signale eines Ausgangskanals des Zugangssystems in der
nichtfehlersicheren Steuerung ausgewertet, insbesondere derart, ob die Signale des
Ausgangskanals gültig sind, was beispielsweise anhand einer Prüfsummenberechnung der
Signale erfolgen kann. Die über den zweiten Ausgangskanal in die Sicherheitssteuerung
eingelesenen Signale werden dann vorteilhaft für eine Zeitüberwachung derart genutzt,
indem geprüft wird, ob die Signale des ersten Ausgangssignals in einem vorgegebenen
Zeitfenster eingelesen werden. Durch diese diversitäre zweikanalige Überwachungsstruktur
wird eine hohe Fehlersicherheit erreicht.
[0019] Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist das Zugangssystem
von einem elektronischen Schlüsselsystem, umfassend einen Schlüsseleinsatz und wenigstens
einen Schlüssel, gebildet. Das Zugangssystem weist einen Datenausgang auf, über welchen
Daten eines im Schlüsseleinsatz befindlichen Schlüssels in die nichtfehlersichere
Steuerung eingelesen werden. Das Zugangssystem weist einen Schaltausgang auf, über
welchen ein Schaltsignal, dessen Schaltzustände angeben, ob ein Schlüssel im Schlüsseleinsatz
vorhanden ist oder nicht, in die Sicherheitssteuerung eingelesen wird.
[0020] Dies stellt eine besonders zweckmäßige Ausgestaltung einer diversitären zweikanaligen
Ausgangsstruktur dar. Die nichtfehlersichere Steuerung, die keinen fehlersicheren
Aufbau aufweist, ist gut geeignet, größere Datenmengen wie die vom Schlüssel eingelesenen
Daten zu verarbeiten. Die Sicherheitssteuerung mit ihrem fehlersicheren Aufbau muss
demgegenüber nur eine erheblich reduzierte Datenmenge verarbeiten, da das über den
Schaltausgang des Zugangssystems eingelesene Schaltsignal ein binäres Signal ist.
Soweit die Sicherheitssteuerung weitere Daten des Zugangssystems von der nichtfehlersicheren
Steuerung zur Durchführung von Fehlerkontrollen benötigt, so werden diese in ein von
der Sicherheitssteuerung verarbeitbares Format gewandelt. Generell werden dabei nur
die für die Fehlerkontrolle erforderlichen Daten an die Sicherheitssteuerung gesendet,
so dass die Datenmenge geringen gehalten werden kann. Somit ergibt sich eine zweckmäßige
Arbeitsteilung für das Steuerungssystem derart, dass die nichtfehlersichere Steuerung
zum Bearbeiten größerer Datenmengen genutzt wird, während in der Sicherheitssteuerung
nur geringe Datenmengen verarbeitet werden müssen, so dass die Funktion der Sicherheitssteuerung
auf die durchzuführenden Fehlerkontrollen begrenzt werden kann.
[0021] Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird als erste
Gültigkeitsüberprüfung von Signalen des Zugangssystems bei Einlesen eines Schaltsignals,
dessen Schaltzustand einen im Schlüsseleinsatz befindlichen Schlüssel signalisiert,
in der Sicherheitssteuerung eine Zeiterwartung durch Öffnen eines Zeitintervalls gestartet.
In der Sicherheitssteuerung wird geprüft, ob innerhalb dieses Zeitintervalls Daten
des Schlüssels über den Datenausgang in die nichtfehlersichere Steuerung eingelesen
wurden. Als zweite Gültigkeitsüberprüfung wird eine Prüfsummenberechnung der vom Datenausgang
eingelesenen Daten des Schlüssels in der nichtfehlersicheren Steuerung durchgeführt.
[0022] Bei dieser Ausführungsform wird eine zweikanalige Überprüfungsstruktur realisiert,
da Fehlerkontrollen nicht nur in der Sicherheitssteuerung, sondern auch in der nichtfehlersicheren
Steuerung durchgeführt werden. Durch den synchronen Ablauf der Fehlerkontrollen und
deren gegenseitige Kontrollen wird eine umfangreiche Testung des Steuerungssystems
und des Zugangssystems realisiert.
[0023] Besonders vorteilhaft sendet die nichtfehlersichere Steuerung nach erfolgreicher
Gültigkeitsüberprüfung ein Autorisierungssignal an die Eingabeeinheit, wodurch Eingaben
an der Eingabeeinheit freigegeben werden.
[0024] Dies stellt eine zweckmäßige Arbeitsteilung innerhalb des Gesamtsystems deshalb dar,
da die nichtfehlersichere Steuerung als zur Verarbeitung größerer Datenmengen ausgebildete
Einheit den Datenverkehr mit der Eingabeeinheit übernimmt.
[0025] Besonders vorteilhaft ist die Eingabeeinheit von einem Touchscreen oder durch sogenannte
Softkeys gebildet.
[0026] Dies stellt eine besonders komfortable, einfach bedienbare Oberfläche für einen Benutzer
des Sicherheitssystems dar.
[0027] Obwohl die Eingabeeinheit und die zu deren Ansteuerung verwendete nichtfehlersichere
Steuerung selbst keinen fehlersicheren Aufbau aufweisen, wird über diese Struktur
eine fehlersichere Betriebsartauswahl gewährleistet. Dies beruht darauf, dass nicht
nur die nichtfehlersichere Steuerung, sondern auch die Eingabeeinheit in das Gesamtsystem
der Fehlerkontrolle integriert ist.
[0028] Eine erste Fehlerkontrolle besteht darin, dass eine Freigabe der Eingabeeinheit zur
Durchführung von Eingaben durch einen Nutzer erst dann erfolgt, wenn in dem Steuerungssystem,
insbesondere der nichtfehlersicheren Steuerung, die Gültigkeitsüberprüfung der vom
Datenausgang des Zugangssystems durchgeführten Prüfsummenberechnung erfolgreich war
und damit einfache Fehler auf dem nicht sicheren elektronischem Schlüssel erkannt
werden können sowie ein Schutz gegen das Kopieren eines Schlüssels realisiert ist.
[0029] Weiterhin wird in der nichtfehlersicheren Steuerung als Fehlerkontrolle geprüft,
ob die ausgewählte Betriebsart in einem zulässigen Bereich liegt.
[0030] Damit wird vom fehlersicheren Teil des Steuerungssystems direkt die Funktion der
Eingabeeinheit geprüft. Zweckmäßigerweise ist in der Sicherheitssteuerung hierzu eine
Liste zulässiger Eingaben hinterlegt. Diese Liste kann gegebenenfalls mit den vom
Zugangssystem eingelesenen Daten abgeglichen werden, beispielsweise derart, dass je
nach in den Daten enthaltener Zugriffsberechtigung nur noch eine Teilmenge der in
der Sicherheitssteuerung hinterlegten Betriebsarten als von der Eingabeeinheit auswählbar
markiert wird.
[0031] Weiterhin wird zur Fehlerkontrolle einer ausgewählten Betriebsart diese auf die Eingabeeinheit
rückgelesen.
[0032] Durch dieses Rücklesen wird einerseits dem Benutzer die Möglichkeit gegeben, zu prüfen,
ob seine Eingabe korrekt war, beziehungsweise korrekt verarbeitet wurde. Weiterhin
erfolgt durch das Überprüfen des Rücklesens in der Sicherheitssteuerung eine weitere
Fehlerkontrolle der Eingabeeinheit und der diese steuerenden nichtfehlersicheren Steuerung.
[0033] Schließlich wird bei Aufdeckung eines Fehlers in dem Steuerungssystem eine Fehlerverrastung
erzeugt.
[0034] Damit ist das Konzept der Fehlerkontrolle zur Gewährleistung einer sicheren Auswahl
und einer sicheren Einstellung einer Betriebsart bei dem erfindungsgemäßen Sicherheitssystem
komplettiert. Wesentlich ist, dass unabhängig davon, wo und an welcher Stelle des
Sicherheitssystems ein Fehler aufgedeckt wird, sofort eine Fehlerverrastung erfolgt
und das Gesamtsystem somit in einen sicheren Zustand übergeht. Dabei ist weiterhin
wesentlich, dass im Sicherheitssystem bei Auftreten eines Fehlers nicht nur eine Fehlermeldung
erfolgt, sondern eine Fehlerverrastung. Fehlerverrastung in diesem Zusammenhang bedeutet,
dass bei Auftreten eines Fehlers die Prozedur für eine Betriebsartauswahl gestoppt
wird, bis eine spezifische, applikationsspezifisch vorgebbare Aktion durchgeführt
wurde, welche die Fehlerverrastung aufhebt.
[0035] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
- Figur 1:
- Schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Sicherheitssystems.
- Figur 2a-f:
- Ablaufdiagramm zur fehlersicheren Einstellung einer Betriebsart des Sicherheitssystems
gemäß Figur 1.
[0036] Figur 1 zeigt schematisch den Aufbau eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Sicherheitssystems 1. Das Sicherheitssystem 1 umfasst ein Steuerungssystem 2, das
den Betrieb einer Maschine 3 steuert. Das Steuerungssystem 2 umfasst dabei eine Sicherheitssteuerung
4, die von einer fehlersicheren SPS-Steuerung gebildet sein kann. Weiterhin umfasst
das Steuerungssystem 2 eine nichtfehlersichere Steuerung 5, die von einer nichtfehlersicheren
SPS-Steuerung gebildet ist.
[0037] Mit der vom Steuerungssystem 2 gesteuerten Maschine 3 werden Arbeitsprozesse durchgeführt,
die innerhalb eines Gefahrenbereichs um die Maschine 3 zu Gefährdungen von Personen
führen können. Zur Absicherung des Gefahrenbereichs ist dieser mit einer nicht dargestellten
Umzäunung oder Umhausung abgegrenzt. In der Umzäunung befindet sich eine ebenfalls
nicht dargestellte Schutztür, über welche Personen Zugang zum Gefahrenbereich erhalten
können.
[0038] Der Zugang zur Auswahl einer Betriebsart wird mittels eines Zugangssystems überwacht,
welches im vorliegenden Fall von einem elektronischen Schlüsselsystem 6 gebildet ist.
Dieses elektronische Schlüsselsystem 6 umfasst einen nicht dargestellten Schlüsseleinsatz
und wenigstens einen diesem zugeordneten, ebenfalls nicht dargestellten Schlüssel.
Der Schlüssel umfasst typischerweise einen Transponder, in dem ein Code enthalten
ist. Im Schlüsseleinsatz ist eine Erkennungseinrichtung integriert, mittels derer
berührungslos der Code im Schlüssel dann ausgelesen werden kann, wenn der Schlüssel
in einer Eingriffsstellung im Schlüsseleinsatz ist. Der Code des Schlüssels kann Berechtigungsdaten
sowie weitere prozessorientierte Informationen wie Parameter für den Betrieb der Maschine
3 enthalten.
[0039] Das elektronische Schlüsselsystem 6 weist, wie in Figur 1 dargestellt, eine diversitäre,
zweikanalige Ausgangsstruktur auf. Diese umfasst einen Datenausgang 7, über welchen
Daten des im Schlüsseleinsatz befindlichen Schlüssels ausgelesen werden können. Weiterhin
ist ein Schaltausgang LA vorgesehen, über welchen ein binäres Schaltsignal ausgelesen
werden kann. Die Schaltzustände des Schaltsignals geben an, ob ein Schlüssel in Eingriff
mit dem Schlüsseleinsatz ist oder nicht. Wie aus Figur 1 ersichtlich, wird das Schaltsignal
des elektronischen Schlüsselsystems 6 über einen Schalteingang SI in die Sicherheitssteuerung
4 eingelesen. Die Daten des Datenausgangs 7 werden dagegen über Busleitungen 8a eines
Bussystems in die nichtfehlersichere Steuerung 5 eingelesen. Wie Figur 1 weiter zeigt,
findet zwischen der Sicherheitssteuerung 4 und der nichtfehlersicheren Steuerung 5
über Leitungen 9a, 9b, 9c ein bidirektionaler Datenaustausch statt. Schließlich ist
über Busleitungen 8b des Bussystems eine Eingabeeinheit 10 an die nichtfehlersichere
Steuerung 5 angeschlossen und wird von dieser gesteuert.
[0040] Die Eingabeeinheit 10 ist im vorliegenden Fall von einem Touchscreen gebildet. Über
den Touchscreen können für den Betrieb des Sicherheitssystems 1 relevante Informationen
eingegeben werden.
[0041] Das Sicherheitssystem 1 gemäß Figur 1 kann in mehreren Betriebsarten betrieben werden.
Eine erste Betriebsart ist der Automatikbetrieb. In diesem Automatikbetrieb darf sich
keine Person im Gefahrenbereich befinden und die Schutztür ist geschlossen, so dass
ein Eindringen von Personen in den Gefahren verhindert ist. In diesem Automatikbetrieb
ist der Arbeitsbetrieb der Maschine 3 uneingeschränkt freigegeben, so dass mit dieser
insbesondere auch Arbeitsvorgänge durchgeführt werden, die zu Gefährdungen von Personen
im Gefahrenbereich führen könnten. Zusätzlich sind weitere Betriebsarten möglich,
bei welchen die Sicherheitsüberwachung überbrückt ist. Bei derartigen Betriebsarten
kann beispielsweise durch entsprechende Codierungen von Schlüsseln befugten Personen
Zugang zum Gefahrenbereich gewährt werden, beispielsweise um dort Reparatur- oder
Installationsarbeiten durchzuführen. Je nach Betriebsart kann dann die Maschine 3
komplett angehalten oder in einem eingeschränkten Betriebsmodus, beispielsweise mit
reduzierter Geschwindigkeit, gefahren werden.
[0042] Erfindungsgemäß kann über die Eingabeeinheit 10 eine fehlersichere Auswahl einer
Betriebsart vorgenommen werden. Die hierfür erforderlichen Verfahrensschritte sind
im Ablaufdiagramm der Figuren 2a - f zusammengefasst.
[0043] In einem ersten Schritt (Schritt Nr. 1 in Figur 2a) wird ein Schlüssel in den Schlüsseleinsatz
des elektronischen Schlüsselsystems 6 gesteckt, so dass der Schlüsseleinsatz berührungslos
die Daten des Schlüssels ausliest.
[0044] Durch das Einstecken des Schlüssels wird dann, wenn dieser vom Schlüsseleinsatz als
gültiger Schlüssel erkannt wird, der Schaltzustand des Schaltsignals am Schaltausgang
LA auf den Wert 1 gesetzt (Schritt Nr. 2). Dieses die Anwesenheit eines gültigen Schlüssels
signalisierende Schaltsignal wird über den Schalteingang SI in die Sicherheitssteuerung
4 eingelesen.
[0045] Die vom Schlüsseleinsatz gelesenen Daten des Schlüssels werden hinsichtlich ihres
Formats geprüft und dann, wenn diese Prüfung erfolgreich war, über den Datenausgang
7 eingelesen (Schritt Nr. 3).
[0046] Mit dem Setzen des Schaltsignals auf den Wert 1, welches in die Sicherheitssteuerung
4 eingelesen wird, wird in der Sicherheitssteuerung 4 kontrolliert, ob die am Datenausgang
7 ausgelesenen Daten innerhalb eines vorgegebenen Zeitintervalls in die nichtfehlersichere
Steuerung 5 eingelesen werden. Hierzu wird in der Sicherheitssteuerung 4 eine Zeiterwartung
gestartet (Schritt Nr. 4). Dabei wird ein Zeitintervall vorgegebener Länge geöffnet
und abgeprüft, ob innerhalb dieses Zeitintervalls die Daten des Schlüssels in die
nichtfehlersichere Steuerung 5 eingelesen werden.
[0047] Dieses Einlesen (Schritt Nr. 5) erfolgt über die Busleitungen 8a des Bussystems.
Dabei werden in bekannter Weise die Daten in einem festgelegten Eingangsbereich der
nichtfehlersicheren Steuerung 5 eingelesen und dann in einen festgelegten Datenbereich
der nichtfehlersicheren Steuerung 5 umkopiert.
[0048] Als erste Fehlerkontrolle erfolgt in der nichtfehlersicheren Steuerung 5 eine Berechnung
der Prüfsumme der Daten des Schlüssels (Schritt Nr. 6). Darauf wird geprüft, ob die
Prüfsumme in Ordnung ist, das heißt ob sie einem zulässigen Wert entspricht (Schritt
Nr. 7).
[0049] Als weitere Fehlerkontrolle wird in der Sicherheitssteuerung 4 geprüft, ob die Daten
des elektronischen Schlüsselsystems 6 innerhalb des die Zeiterwartung definierenden
Zeitintervalls in die nichtfehlersichere Steuerung 5 eingelesen werden. Da diese Daten
nur in die nichtfehlersichere Steuerung 5 eingelesen werden, wird nach in der nichtfehlersicheren
Steuerung 5 erfolgter Prüfsummenberechnung eine Berechtigungsstufe in der Variablen
mit dem symbolischen Namen Read-Authorization für die eingelesenen Daten vergeben
und in ein Merkerwort MW01 oder einen dementsprechenden Datenbereich eingeschrieben,
das von der nichtfehlersicheren Steuerung 5 an die Sicherheitssteuerung 4 gesendet
wird. Ein derartiges Merkerwort bildet ein von der Sicherheitssteuerung 4 lesbares
Datenformat. Anhand dieses Merkerworts MW01 erfolgt dann in der Sicherheitssteuerung
4 die Prüfung, ob die Daten des Schlüssels innerhalb der Zeiterwartung empfangen wurden
(Schritte Nr. 8 - 10).
[0050] Wird bei der Prüfsummenberechnung oder der Überwachung der Zeiterwartung ein Fehler
festgestellt, so erfolgt eine Verzweigung in eine Fehlerverrastung. Bei Verzweigen
in eine Fehlerverrastung wird die Betriebsartwahl sofort gestoppt und kann nur dann
fortgesetzt werden, wenn der Benutzer eine vorgegebene Aktion durchführt, beispielsweise
eine spezifische Eingabe am Touchscreen vornimmt.
[0051] Mit den vorgenannten Fehlerkontrollen kann kontrolliert werden, ob das elektronische
Schlüsselsystem 6 und das Steuerungssystem 2, insbesondere die nichtfehlersichere
Steuerung 5, korrekt arbeiten. Insbesondere kann auf diese Weise geprüft werden, ob
im Schlüsseleinsatz überhaupt ein Schlüssel vorhanden ist. Ist nämlich kein Schlüssel
im Schlüsseleinsatz vorhanden, werden keine Daten in die Sicherheitssteuerung 4 übertragen,
so dass dann die Prüfsumme den unzulässigen Wert Null annimmt, wodurch eine Verzweigung
in die Fehlerverrastung erfolgt.
[0052] Entspricht die Prüfsumme einem zulässigen Wert, so wird die Berechtigungsstufe von
der Sicherheitssteuerung 4 an die Eingabeeinheit 10 gesendet (Schritt Nr. 11), wodurch
die Eingabeeinheit 10 für die Auswahl einer Betriebsart freigegeben wird (Schritt
Nr. 12). In der Eingabeeinheit 10 wird hierzu vorteilhaft ein Bild aufgebaut, über
welches ein Benutzer eine Betriebsart auswählen kann.
[0053] Die vom Benutzer ausgewählte Betriebsart wird in der Eingabeeinheit 10 der Variablen
mit dem symbolischen Namen Select-MSO zugewiesen und dann an die nichtfehlersichere
Steuerung 5 gesendet. In der nichtfehlersicheren Steuerung 5 wird die gewählte Betriebsart
in das Merkerwort MW03 kopiert, das von der Sicherheitssteuerung 4 gelesen werden
kann. Dieses Merkerwort MW03 wird dann von der nichtfehlersicheren Steuerung 5 an
die Sicherheitssteuerung 4 gesendet (Schritt Nr. 14).
[0054] In der Sicherheitssteuerung 4 wird weiterhin abgefragt, ob von der nichtfehlersicheren
Steuerung 5 neue Daten übersendet werden. Dies wird in der Sicherheitssteuerung 4
dadurch festgestellt, dass im Merkerwort MW01 ein Wert ungleich Null erscheint (Schritt
Nr. 15).
[0055] Schließlich wird in den Schritten Nr. 16 und 17 in der Sicherheitssteuerung 4 geprüft,
ob im Merkerwort MW03 ein zulässiger Code erscheint, und damit, ob die gewählte Betriebsart
in einem zulässigen Bereich liegt (Schritte Nr. 16, 17).
[0056] Hierzu ist in der Sicherheitssteuerung 4 eine Liste zulässiger Betriebsarten hinterlegt.
Dann kann in der Sicherheitssteuerung 4 durch einen einfachen Vergleich des eingelesenen
Merkerworts MW03 mit der gespeicherten Liste ermittelt werden, ob eine zulässige Betriebsart
gewählt worden ist.
[0057] Liegt keine zulässige Betriebsart vor, erfolgt eine Verzweigung in eine Fehlerverrastung.
[0058] Liegt jedoch eine zulässige Betriebsart vor, so wird in der Sicherheitssteuerung
4 die zulässige Betriebsart, das heißt der Inhalt des Merkerworts MW03 in das Merkerwort
MW05 kopiert, das dann an die nichtfehlersichere Steuerung 5 gesendet wird (Schritte
Nr. 18, 19).
[0059] Dieses Merkerwort MW05 wird dann von der nichtfehlersicheren Steuerung 5 an die Eingabeeinheit
10 gesendet. Dort wird die ausgewählte Betriebsart dem Benutzer angezeigt (Schritt
Nr. 20). Diese Anzeige erfolgt in einem anderen Bild als in dem Bild, in dem der Benutzer
die Betriebsartauswahl vorgenommen hat. Dies ist eine Voraussetzung für ein sicheres
Rücklesen der ausgewählten Betriebsart. Eine zweite Voraussetzung hierfür ist, dass
das Rücklesen, in eine Variable (hier MW05) erfolgt, die von der Variable für das
Einlesen der Betriebsart (hier MW03) verschieden ist.
[0060] Sobald dem Benutzer die ausgewählte Betriebsart durch das Rücklesen auf die Eingabeeinheit
10 angezeigt wurde, muss die Auswahl vom Benutzer durch eine Eingabe an der Eingabeeinheit
10 bestätigt werden (Schritt Nr. 21).
[0061] Bei einer negativen Bestätigung wird in der Eingabeeinheit 10 eine Fehlervariable
mit dem symbolischen Namen ErrorMS0 gesetzt, wodurch eine Verzweigung in eine Fehlerverrastung
erfolgt (Schritt Nr. 23).
[0062] Bei einer positiven Bestätigung wird in der Eingabeeinheit 10 eine Variable mit dem
symbolischen Namen SwitchMS0 gesetzt (Schritt Nr. 22) und über das Bussystem an die
nichtfehlersichere Steuerung 5 gesendet. Die so gewählte Betriebsart wird dann in
das Merkerwort MW07 kopiert und an die Sicherheitssteuerung 4 gesendet (Schritt Nr.
24).
[0063] In der Sicherheitssteuerung 4 erfolgt dann ein Vergleich, ob die ausgewählte Betriebsart
(enthalten im Merkerwort MW03) der bestätigten Betriebsart (enthalten im Merkerwort
MW07) entspricht (Schritt Nr. 25).
[0064] Sind diese Werte unterschiedlich, erfolgt eine Verzweigung in eine Fehlerverrastung.
[0065] Sind jedoch beide Werte identisch, führt die Sicherheitssteuerung 4 eine Umschaltung
auf die ausgewählte Betriebsart durch, wobei hierzu von der Sicherheitssteuerung 4
entsprechende Ausgänge des Steuerungssystems 2 gesetzt werden (Schritt Nr. 26).
[0066] Die gesamte beschriebene Kette wird ebenfalls durchlaufen, wenn der Schlüssel herausgezogen
wird. Hierbei müssen alle Variablen den Wert 0 annehmen. Der Ausgang LA muss zeitglich
zurückgesetzt werden. Somit wird durch Prüfung in der sicheren Steuerung 4 sichergestellt,
dass keine Werte in den nicht sicheren Teilen der Steuerung 5 sowie des Eingabesystems
10 gespeichert bleiben können. Damit erfolgt eine Funktionskontrolle aller Komponenten
des Sicherheitssystems 1.
Bezugszeichenliste
[0067]
- (1)
- Sicherheitssystem
- (2)
- Steuerungssystem
- (3)
- Maschine
- (4)
- Sicherheitssteuerung
- (5)
- nichtfehlersichere Steuerung
- (6)
- elektronisches Schlüsselsystem
- (7)
- Datenausgang
- (8a-b)
- Busleitung
- (9a-c)
- Leitung
- (10)
- Eingabeeinheit
- (LA)
- Schaltausgang
- (SI)
- Schalteingang
1. Verfahren zur Einstellung einer Betriebsart eines Sicherheitssystems (1), umfassend
ein Zugangssystem, welches an ein eine Maschine steuerndes Steuerungssystem (2) angeschlossen
ist, wobei das Steuerungssystem (2) eine Sicherheitssteuerung (4) aufweist,
gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
• Zweikanaliges Auslesen von Signalen des Zugangssystems in das Steuerungssystem (2)
• Durchführen einer Gültigkeitsüberprüfung der Signale des Zugangssystems in dem Steuerungssystem
(2)
• wobei das Steuerungssystem (2) nur bei Vorliegen gültiger Signale des Zugangssystems
die Auswahl einer Betriebsart über die Eingabeeinheit (10) freigibt.
• Durchführen einer Fehlerkontrolle der Auswahl der Betriebsart in der Sicherheitssteuerung
(4)
• Umschalten auf die ausgewählte Betriebsart durch die Sicherheitssteuerung (4) nach positiv durchgeführter Fehlerkontrolle.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugangssystem eine diversitäre Ausgangsstruktur aufweist.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Signale wenigstens eines Ausgangs des Zugangssystems in der Sicherheitssteuerung
(4) für eine Gültigkeitsüberprüfung herangezogen werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitssystem (1) zusätzlich zu der Sicherheitssteuerung (4) eine nichtfehlersichere
Steuerung (5) aufweist, wobei die nichtfehlersichere Steuerung (5) die Eingabeeinheit
(10) steuert, und wobei die Signale eines ersten Ausgangs des Zugangssystems in die
nichtfehlersichere Steuerung (5) und die Signale des zweiten Ausgangs des Zugangssystems
in die Sicherheitssteuerung (4) eingelesen werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugangssystem von einem elektronischen Schlüsselsystem (6), umfassend einen Schlüsseleinsatz
und wenigstens einen Schlüssel, gebildet ist, dass das Zugangssystem einen Datenausgang
(7) aufweist, über welchen Daten eines im Schlüsseleinsatz befindlichen Schlüssels
in die nichtfehlersichere Steuerung (5) eingelesen werden, und dass das Zugangssystem
einen Schaltausgang (LA) aufweist, über welchen ein Schaltsignal, dessen Schaltzustände
angeben, ob ein Schlüssel im Schlüsseleinsatz vorhanden ist oder nicht, in die Sicherheitssteuerung
(4) eingelesen wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass als erste Gültigkeitsüberprüfung von Signalen des Zugangssystems bei Einlesen eines
Schaltsignals, dessen Schaltzustand einen im Schlüsseleinsatz befindlichen Schlüssel
signalisiert, in der Sicherheitssteuerung (4) eine Zeiterwartung durch Öffnen eines
Zeitintervalls gestartet wird, und dass in der Sicherheitssteuerung (4) geprüft wird,
ob innerhalb dieses Zeitintervalls Daten des Schlüssels über den Datenausgang (7)
in die nichtfehlersichere Steuerung (5) eingelesen wurden.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass als zweite Gültigkeitsüberprüfung eine Prüfsummenberechnung der vom Datenausgang
(7) eingelesenen Daten des Schlüssels in der nichtfehlersicheren Steuerung (5) durchgeführt
wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die nichtfehlersichere Steuerung (5) nach erfolgreicher Gültigkeitsüberprüfung ein
Autorisierungssignal an die Eingabeeinheit (10) sendet, wodurch Eingaben an der Eingabeeinheit
(10) freigegeben werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Eingabeeinheit (10) von einem Touchscreen gebildet ist.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass nach Empfang des Autorisierungssignals im Touchscreen ein Bild aufgebaut oder zugänglich
gemacht wird, in welchem eine Betriebsart ausgewählt werden kann.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass in der nichtfehlersicheren Steuerung (5) als Fehlerkontrolle geprüft wird, ob die
ausgewählte Betriebsart in einem zulässigen Bereich liegt.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zur Fehlerkontrolle einer ausgewählten Betriebsart diese auf die Eingabeeinheit (10)
rückgelesen wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die ausgewählte Betriebsart und die rückgelesene Betriebsart in unterschiedlichen
Bildern der Eingabeeinheit (10) angezeigt werden.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass bei Aufdeckung eines Fehlers in dem Steuerungssystem (2) eine Fehlerverrastung erzeugt
wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass bei Zielen eines Schlüssels aus dem Schlüsseleinsatz des Schlüsselsystems (6) eine
Funktionskontrolle aller Komponenten des Sicherheitssystems (1) durchgeführt wird.
16. Sicherheitssystem umfassend ein Zugangssystem, welches an ein eine Maschine steuerndes
Steuerungssystem (2) angeschlossen ist, wobei das Steuerungssystem (2) eine nichtfehlersichere
Steuerung (5) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugangssystem eine zweikanalige Ausgangsstruktur aufweist, welches ausgebildet
ist, Signale in das Steuerungssystem (2) auszulesen, dass das Steuerungssystem (2)
ausgebildet ist, eine Gültigkeitsüberprüfung der Signale des Zugangssystems durchzuführen,
wobei das Steuerungssystem (2) ausgebildet ist, die Auswahl einer Betriebsart über
die Eingabeeinheit (10) freizugeben, falls gültige Signale des Zugangssystems vorliegen,
dass die Sicherheitssteuerung (4) ausgebildet ist, eine Fehlerkontrolle der Auswahl
der Betriebsart durchzuführen, und dass die Sicherheitssteuerung (4) ausgebildet ist,
nach positiv durchgeführter Fehlerkontrolle eine Umschaltung auf die ausgewählte Betriebsart
vorzunehmen.