HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Gebiet der Erfindung
[0002] Die Erfindung betrifft ein System und ein Verfahren zur Analyse eines von einer Strahlführungsoptik
geführten Lichtstrahls. Die Erfindung ist insbesondere einsetzbar, um einen Lichtstrahl
(insbesondere einen Laserstrahl) z.B. in seiner Position und/oder in seinen Fokussiereigenschaften
zu analysieren und um Aufschluss sowohl über die geometrischen Strahlparameter als
auch über die Strahlqualität zu erlangen.
[0003] Die Erfindung ist insbesondere zur Analyse elektromagnetischer Strahlung geeignet,
wie sie z.B. in Laserplasmaquellen (etwa bei einer EUV-Quelle einer mikrolithographischen
Projektionsbelichtungsanlage) eingesetzt wird, jedoch nicht hierauf beschränkt. In
weiteren Anwendungen ist die Erfindung auch allgemein dazu geeignet, elektromagnetische
Strahlung, die zu beliebigen (insbesondere Mess-)Zwecken eingesetzt wird, zu analysieren.
Stand der Technik
[0004] Laserplasmaquellen werden z.B. zur Anwendung in der Lithographie eingesetzt. So erfolgt
etwa im Betrieb einer für den EUV-Bereich (z.B. bei Wellenlängen von z.B. etwa 13
nm oder etwa 7 nm) ausgelegten Projektionsbelichtungsanlage die Erzeugung des benötigten
EUV-Lichtes mittels einer auf einer Plasma-Anregung basierenden EUV-Lichtquelle, zu
der Fig. 14 einen beispielhaften herkömmlichen Aufbau zeigt.
[0005] Diese EUV-Lichtquelle weist zunächst einen (nicht gezeigten) Hochenergielaser z.B.
zur Erzeugung von Infrarotstrahlung 706 (z.B. CO
2-Laser mit einer Wellenlänge von λ≈ 10.6 µm) auf, welche über eine Fokussieroptik
fokussiert wird, durch eine in einem als Ellipsoid ausgebildeten Kollektorspiegel
710 vorhandene Öffnung 711 hindurchtritt und auf ein mittels einer Targetquelle 735
erzeugtes und einer Plasmazündungsposition 730 zugeführtes Targetmaterial 732 (z.B.
Zinntröpfchen) gelenkt wird. Die Infrarotstrahlung 706 heizt das in der Plasmazündungsposition
730 befindliche Targetmaterial 732 derart auf, dass dieses in einen Plasmazustand
übergeht und EUV-Strahlung abgibt. Diese EUV-Strahlung wird über den Kollektorspiegel
710 auf einen Zwischenfokus IF (= "Intermediate Focus") fokussiert und tritt durch
diesen in eine nachfolgende Beleuchtungseinrichtung, deren Umrandung 740 lediglich
angedeutet ist und die für den Lichteintritt eine freie Öffnung 741 aufweist, ein.
[0006] Von wesentlicher Bedeutung für die in einer EUV-Lichtquelle bzw. Laserplasmaquelle
erzielbare Dosisstabilität bzw. zeitliche Stabilität der EUV-Abstrahlcharakteristik
und die realisierbare EUV-Lichtausbeute ist dabei, dass die mit zunehmendem Lichtbedarf
sehr schnell (z.B. mit einer Injektionsrate im Bereich von 100 kHz bzw. in einem zeitlichen
Abstand von z.B. 10 µs) in die Laserplasmaquelle "einfliegenden" Zinntröpfchen individuell
hochgenau (z.B. mit einer Genauigkeit unterhalb von 1µm) und reproduzierbar von dem
das Tröpfchen zerstäubenden Laserstrahl getroffen werden. Dies erfordert im o.g. Aufbau
wiederum eine hochgenaue Einstellung der Tröpfchenposition sowie eine hochgenaue Nachführung
der z.B. vom CO
2-Laser erzeugten Infrarotstrahlung 706.
[0007] Sowohl die Bestimmung der Tröpfchenposition als auch die Bestimmung der Fokuslage
der entsprechend nachzuführenden Laserstrahlen können mit einer sogenannten Strahlpropagationskamera
erfolgen, wobei sowohl die Laserstrahlen in "Vorwärtsrichtung" (d.h. die Infrarotstrahlung
706 vor dem Auftreffen auf die jeweiligen Target-Tröpfchen) als auch die Laserstrahlen
in "Rückwärtsrichtung" (d.h. die von dem jeweiligen Target-Tröpfchen zurückreflektierte
Infrarotstrahlung 706) erfasst und die für die Laserstrahl- sowie Tröpfchenführung
benötigten Messdaten gewonnen werden.
[0008] Hierbei tritt in der Praxis u.a. das Problem auf, dass die von den Target-Tröpfchen
zurückreflektierte Infrarotstrahlung 706 vergleichsweise intensitätsschwach ist, was
eine exakte messtechnische Erfassung der Tröpfchenposition und damit auch die hochgenaue
Nachführung der vom CO
2-Laser erzeugten Infrarotstrahlung 706 erschwert. Zum Stand der Technik wird beispielhaft
auf
US 8,237,922 B2 und
US 5,329,350 verwiesen.
[0009] Fig. 13 dient zur Erläuterung eines möglichen herkömmlichen Ansatzes zur Lichtstrahlanalyse.
Dabei wird der zu analysierende Lichtstrahl mit einer Fokussier-Linse 10 auf einen
in deren bildseitiger Brennebene angeordneten Vier-Quadrantensensor 20 fokussiert,
welcher aus vier die Lichtintensität messenden Sensoren 21-24 zusammengesetzt ist,
wobei die Position des Lichtstrahls aus Verrechnung der mit diesen vier Sensoren 21-24
gemessenen Lichtintensitäten bestimmt wird.
[0010] Hierbei tritt jedoch bei der zuvor beschriebenen Anwendung der Analyse etwa der Infrarotstrahlung
in einer EUV-Lichtquelle bzw. Laserplasmaquelle in der Praxis das Problem auf, dass
der zu messende Lichtstrahl mit starken Variationen beaufschlagt ist, wobei sich insbesondere
die Divergenz des Lichtstrahls bei einem Defokus des Licht- bzw. Laserstrahls in Bezug
auf das Target-Tröpfchen sowie sich die Richtung des Lichtstrahls (entsprechend einem
"Pointing" des Strahls) ändern und wobei zudem auch ein laterales Verschieben des
Strahls auftritt.
[0011] US 4 037 959 A offenbart u.a eine Anordnung zur Echtzeit-Charakterisierung einer Laserquelle, wobei
die von einem Kollektor bzw. Empfänger ("Receiver") aufgenommene Strahlung u.a. über
Filter mit keilförmiger Geometrie bzw. linearem Transmissionsverlauf auf Detektoren
gelenkt wird, wobei der Strahl in eine Mehrzahl von Kanälen aufgeteilt wird und wobei
u.a. Amplitude und Pulsbreite sowie optische Frequenz der Strahlung bestimmt werden.
[0012] US 3 538 335 A offenbart u.a. ein Beleuchtungsregelungssystem zur Regelung der auf eine Photo-Oberfläche
durchgelassenen Lichtintensität mit einem vor einem Bildempfänger angeordneten variablen
Graufilter.
[0013] US 5 329 350 A offenbart u.a. ein System zur Messung von Laserstrahlparametern mit im Strahlengang
vor einer Messanordnung angeordneten Filtern von keilförmiger Geometrie, welche quer
zur Lichtausbreitungsrichtung beweglich angeordnet sind.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
[0014] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein System und ein Verfahren zur Analyse
eines von einer Strahlführungsoptik geführten Lichtstrahls bereitzustellen, welche
eine möglichst exakte Lichtstrahlanalyse (z.B. Strahlpositionsbestimmung) bei möglichst
geringer Sensitivität auf die vorstehend genannten parasitären Strahlvariationen ermöglichen.
[0015] Diese Aufgabe wird gemäß den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche gelöst.
[0016] Ein erfindungsgemäßes System zur Analyse eines von einer Strahlführungsoptik geführten
kollimierten Lichtstrahls weist auf:
- eine durch eine erste Fokussierlinse mit einer ersten Brennweite (f1) gebildete erste Fourier-Optik;
- eine Grauverlaufsfilter-Anordnung, welche bezogen auf den Strahlengang nach der ersten
Fokussierlinse im Abstand der ersten Brennweite (f1) angeordnet ist;
- eine durch eine zweite Fokussierlinse mit einer zweiten Brennweite (f2) gebildete zweite Fourier-Optik, welche bezogen auf den Strahlengang nach der Grauverlaufsfilter-Anordnung
im Abstand der zweiten Brennweite (f2) angeordnet ist; und
- eine Lichtintensitätssensor-Anordnung, welche bezogen auf den Strahlengang nach der
zweiten Fokussierlinse im Abstand der zweiten Brennweite (f2) angeordnet ist, wobei die Lichtintensitätssensor-Anordnung mindestens einen Lichtintensitätssensor
aufweist;
- wobei die Lichtintensitätssensor-Anordnung derart ausgestaltet ist, dass diese für
jeden Grauverlaufsfilter der Grauverlaufsfilter-Anordnung jeweils die durch diesen
Grauverlaufsfilter transmittierte Lichtintensität misst; und
- wobei die Grauverlaufsfilter-Anordnung einen ersten Grauverlaufsfilter mit linearem
Transmissionsverlauf in einer ersten Raumrichtung und einen zweiten Grauverlaufsfilter
mit linearem Transmissionsverlauf in einer von der ersten Raumrichtung verschiedenen
zweiten Raumrichtung aufweist, und/oder wobei die Grauverlaufsfilter-Anordnung wenigstens
einen Grauverlaufsfilter mit einem zumindest in einer vorbestimmten Raumrichtung parabelförmigen
Transmissionsverlauf aufweist.
[0017] Der Erfindung liegt insbesondere das Konzept zugrunde, einen Filter mit örtlich variierender
Transmission - welcher hier und im Folgenden kurz als "Grauverlaufsfilter" bezeichnet
wird - in der Fernfeldebene einer Strahlführungsoptik, insbesondere in einem sogenannten
"2f-2f'-Aufbau" wie etwa einem Kepler-Teleskop-Aufbau, zu platzieren und so zunächst
die den auf das System auftreffenden, zu analysierenden Lichtstrahl charakterisierende
Information (z.B. eine zu bestimmende Positionsinformation des Lichtstrahls) in eine
reine Intensitätsinformation zu übersetzen. Das durch den Grauverlaufsfilter transmittierte
Licht wird sodann auf einem in der Nahfeldebene der Strahlführungsoptik angeordneten
Lichtintensitätssensor gesammelt, der ausschließlich die Intensität als Integral über
die Sensorfläche misst.
[0018] Durch diesen Ansatz wird insbesondere erreicht, dass die eingangs erwähnten parasitären
Strahlvariationen (wie z.B. Divergenzen etc.), welche beispielsweise im Betrieb einer
EUV-Lichtquelle bzw. Laserplasmaquelle auftreten, sich am Ort der Lichtintensitätssensor-Anordnung
nicht nennenswert auswirken. Dies ist insofern von großer Bedeutung, als die insbesondere
für den Anwendungsfall mit einer Wellenlänge des zu analysierenden Lichtstrahls im
langwelligen Infrarotbereich verfügbaren Intensitätssensoren (welche z.B. auf einem
Quecksilber-Cadmium-Tellurit-Materialsystem basieren können) infolge der auftretenden
Sättigung eine ausgeprägte nichtlineare Charakteristik aufweisen und zudem auch räumlich
inhomogen sind. Dabei erweist es sich erfindungsgemäß als besonders vorteilhaft, dass
das zu analysierende Licht aufgrund der Platzierung der Lichtintensitätssensor-Anordnung
im optischen Nahfeld (d.h. einer Pupillenebene mit in diesem Bereich kollimiertem
Lichtstrahl) hinreichend verdünnt bzw. maximal breit verteilt ist mit der Folge, dass
die vorstehend beschriebenen parasitären Strahlvariationen in dieser Nahfeldebene
nicht als Variationen auf der Lichtintensitätssensor-Anordnung durchschlagen bzw.
auf dem jeweiligen Lichtintensitätssensor nicht zur Geltung kommen oder zumindest
hinreichend stark unterdrückt werden.
[0019] Mit anderen Worten beinhaltet die Erfindung insbesondere das Konzept, eine Lichtstrahlanalyse
im langwelligen Infrarotbereich trotz der in diesem Wellenlängenbereich nur sehr begrenzt
verfügbaren Sensorik dadurch zu verwirklichen, dass die Verwendung eines allein die
Intensität messenden und in einer Nahfeldebene platzierten Lichtintensitätssensors
(bzw. einer Anordnung aus einer Mehrzahl solcher Lichtintensitätssensoren) mit dem
Einsatz eines Grauverlaufsfilters (bzw. einer Anordnung aus einer Mehrzahl von Grauverlaufsfiltern)
in der Feldebene bzw. Fernfeldebene kombiniert und so erreicht wird, dass die Positionsbestimmung
ohne die bereits diskutierten Störungen erfolgen kann, da die besagten Störungen in
der Nahfeldebene bzw. am Ort des Lichtintensitätssensors nicht mehr wirksam sind.
[0020] Unter Strahlführungsoptik wird im Sinne der vorliegenden Anmeldung ein optisches
System verstanden, welches dem eigentlichen zur Analyse dienenden System vorgelagert
ist und den zu analysierenden Lichtstrahl dem zur Analyse dienenden System von einem
übergeordneten, den Lichtstrahl erzeugenden bzw. definierenden System (z.B. einer
EUV-Lichtquelle oder einem materialbearbeitenden System) zuführt. Das übergeordnete
System weist in diesem Falle bereits wenigstens eine Nahfeldebene und wenigstens eine
Fernfeldebene auf, wobei die Strahlführungsoptik hierzu jeweils konjugierte Ebenen
(d.h. ebenfalls wenigstens eine Nahfeldebene und wenigstens eine Fernfeldebene) bereitstellt,
an welche das zur Analyse dienende System ankoppelt.
[0021] Als Nahfeld wird die Amplituden-/Intensitätsverteilung in einer Schnittebene senkrecht
zur Ausbreitungsrichtung im Regime des kollimierten (aufgeweiteten = nahezu divergenzfreien)
Strahls bezeichnet. Das Fernfeld hingegen entspricht der Amplituden-/Intensitätsverteilung
in einer taillen- bzw. fokusnahen Ebene senkrecht zur Strahlausbreitung im Regime
des fokussierten bzw. konvergenten Strahls. Die Erzeugung eines fokussierten Strahls
aus dem kollimierten Strahl und umgekehrt erfolgt üblicherweise über Fourier-Optiken.
Die Begriffe "Nahfeldebene" und "Fernfeldebene" werden hierbei analog zu den Begriffen
"Pupillenebene" bzw. "Feldebene" eines abbildenden optischen Systems verwendet.
[0022] Die Formulierungen, wonach die Grauverlaufsfilter-Anordnung in einer Fernfeldebene
der Strahlführungsoptik angeordnet ist und die Lichtintensitätssensor-Anordnung in
einer Nahfeldebene der Strahlführungsoptik angeordnet ist, sind jeweils so zu verstehen,
dass auch geringfügige Abweichungen von der exakten Anordnung in der betreffenden
Ebene umfasst sein sollen, insbesondere solange die Anordnung noch im jeweiligen Tiefenschärfebereich
erfolgt.
[0023] Gemäß einer Ausführungsform weist das System in einem Kepler-Teleskop-Aufbau eine
erste Fourier-Optik und eine zweite Fourier-Optik auf, wobei die Fernfeldebene der
Strahlführungsoptik sich bezogen auf den optischen Strahlengang zwischen der ersten
und zweiten Fourier-Optik befindet und wobei die Nahfeldebene der Strahlführungsoptik
sich bezogen auf den optischen Strahlengang nach der zweiten Fourier-Optik befindet.
[0024] Gemäß der Erfindung weist die Grauverlaufsfilter-Anordnung einen ersten Grauverlaufsfilter
mit linearem Transmissionsverlauf in einer ersten Raumrichtung und einen zweiten Grauverlaufsfilter
mit linearem Transmissionsverlauf in einer von der ersten Raumrichtung verschiedenen
zweiten Raumrichtung auf, und/oder der Grauverlaufsfilter weist einen zumindest in
einer vorbestimmten Raumrichtung parabelförmigen Transmissionsverlauf auf, um - wie
im Weiteren noch näher erläutert - alternativ oder zusätzlich zur Strahlposition die
Spotgröße des zu analysierenden Lichtstrahls zu bestimmen. Dabei kann insbesondere
die zweite Raumrichtung zur ersten Raumrichtung senkrecht sein, um etwa (für eine
Lichtausbreitungsrichtung entlang der z-Richtung im Koordinatensystem) sowohl die
x-Komponente als auch die y-Komponente der Strahlposition bestimmen zu können.
[0025] Insbesondere kann, wie im Weiteren noch detaillierter beschrieben, zur Bestimmung
der Strahlposition eine Grauverlaufsfilter-Anordnung aus drei Grauverlaufsfiltern
in Kombination mit einer Lichtintensitätssensor-Anordnung aus drei Lichtintensitätssensoren
eingesetzt werden, wobei (für eine Lichtausbreitungsrichtung entlang der z-Richtung
im Koordinatensystem) ein erster Grauverlaufsfilter einen in x-Richtung linearen Transmissionsverlauf,
ein zweiter Grauverlaufsfilter einen in y-Richtung linearen Transmissionsverlauf und
ein dritter der Grauverlaufsfilter zwecks Intensitätsnormierung einen konstanten Transmissionsverlauf
aufweist.
[0026] Gemäß einer Ausführungsform besitzt wenigstens ein Grauverlaufsfilter einen Transmissionsverlauf
mit rotationsparaboloidförmiger oder sattelförmiger Geometrie.
[0027] Gemäß einer Ausführungsform besitzt wenigstens ein Grauverlaufsfilter zur Ermöglichung
einer Intensitätsnormierung einen konstanten Transmissionsverlauf. Eine solche Intensitätsnormierung
ermöglicht es, etwaige Intensitätsschwankungen des Licht- bzw. Laserstrahls zu berücksichtigen
und von den von einer Positionsänderung des zu analysierenden Lichtstrahls herrührenden
Intensitätsschwankungen zu unterscheiden. Hierdurch wird dem Umstand Rechnung getragen,
dass Intensitätsschwankungen im zu analysierenden Lichtstrahl zu Schwankungen der
gemessenen Intensitätssignale und damit zu Verfälschungen der gewünschten Positionsinformation
führen können. Zur Elimination des Einflusses der Laserschwankungen kann somit ein
Referenzsignal gemessen werden, welches allein die integrale Intensität repräsentiert,
und die Signale zur Gewinnung der Strahlparameter des zu analysierenden Lichtstrahls
können auf dieses Referenzsignal normiert werden.
[0028] Die Erfindung ist jedoch nicht auf die Verwendung eines solchen (zusätzlichen) Grauverlaufsfilters
mit konstantem Transmissionsverlauf beschränkt, da die zur Intensitätsnormierung erforderliche
Intensitätsinformation des zu analysierenden Lichtstrahls grundsätzlich auch anderweitig
bereitgestellt werden kann.
[0029] Gemäß einer Ausführungsform weist die Grauverlaufsfilter-Anordnung ein Array aus
einer Mehrzahl von Grauverlaufsfiltern auf. Des Weiteren kann die Lichtintensitätssensor-Anordnung
ein Array aus einer Mehrzahl von Lichtintensitätssensoren aufweisen.
[0030] Gemäß einer Ausführungsform ist wenigstens ein Grauverlaufsfilter aus Binärstrukturen
gebildet, wobei die Strukturgrößen dieser Binärstrukturen kleiner als die Wellenlänge
des zu analysierenden Lichtstrahls sind. Unter der Bildung eines Grauverlaufsfilters
aus Binärstrukturen wird hierbei die Bildung aus Strukturen verstanden, welche für
die jeweils auftreffende, zu analysierende Strahlung entweder vollständig absorbierend
oder vollständig reflektierend sind. Mittels einer solchen Ausgestaltung kann erreicht
werden, dass gemittelt über einen bestimmten Bereich (etwa entsprechend der Spotgröße
des zu analysierenden Lichtstrahls) im Mittel effektive Transmissionswerte bzw. Grauwerte
zwischen Null und Eins erhalten werden, womit im Ergebnis ein gewünschter Transmissionsverlauf
(z.B. ein in einer vorbestimmten Raumrichtung linearer Transmissionsverlauf) mit hoher
Genauigkeit realisiert werden kann.
[0031] Hierdurch wird dem Umstand Rechnung getragen, dass bei dem erfindungsgemäßen Konzept
vergleichsweise hohe Anforderungen an die Güte des bzw. der eingesetzten Grauverlaufsfilter(s)
zu stellen sind, da diese die bei der Positionsmessung erzielte Genauigkeit unmittelbar
bestimmt und etwaige Transmissionsverlaufsschwankungen entsprechende Messfehler in
der Strahlanalyse zur Folge haben.
[0032] Gemäß einer Ausführungsform weist das System eine bezogen auf die Lichtausbreitungsrichtung
stromaufwärts der Grauverlaufsfilter-Anordnung angeordnete strahlaufspaltende Struktur
(z.B. ein optisches Gitter) zur Aufspaltung des zu analysierenden Lichtstrahls in
eine Mehrzahl von Teilstrahlen auf, wodurch der zu analysierende Lichtstrahl zunächst
in Teilstrahlen mit übereinstimmenden optischen Eigenschaften repliziert werden kann,
wobei diese Teilstrahlen dann durch die jeweils nachfolgenden Graufilter-Lichtintensitätssensor-Kombinationen
separat zur Ermittlung unterschiedlicher Strahlinformationen analysiert werden können.
In weiteren Ausgestaltungen kann die strahlaufspaltende Struktur auch ein oder mehrere
Prismen oder Spiegel aufweisen. Die strahlaufspaltende (z.B. diffraktive) Struktur
ist vorzugsweise in einer Nahfeldebene der Strahlführungsoptik angeordnet.
[0033] Gemäß einer Ausführungsform ist der zu analysierende Lichtstrahl ein Laserstrahl,
insbesondere ein Laserstrahl mit einer Wellenlänge im Infrarotbereich.
[0034] Die Erfindung betrifft weiter auch ein Verfahren zur Analyse eines von einer Strahlführungsoptik
geführten kollimierten Lichtstrahls
- wobei ein zu analysierender Lichtstrahl über eine durch eine erste Fokussierlinse
mit einer ersten Brennweite (f1) gebildete erste Fourier-Optik auf eine bezogen auf den Strahlengang nach der ersten
Fokussierlinse im Abstand der ersten Brennweite (f1) befindliche Grauverlaufsfilter-Anordnung fokussiert wird;
- wobei bezogen auf den Strahlengang nach der GrauverlaufsfilterAnordnung eine durch
eine zweite Fokussierlinse mit einer zweiten Brennweite (f2) gebildete zweite Fourier-Optik im Abstand der zweiten Brennweite (f2) angeordnet ist; und
- wobei eine Lichtintensitätssensor-Anordnung, welche bezogen auf den Strahlengang nach
der zweiten Fokussierlinse im Abstand der zweiten Brennweite (f2) angeordnet ist und mindestens einen Lichtintensitätssensor aufweist, für jeden Grauverlaufsfilter
der Grauverlaufsfilter-Anordnung jeweils die durch diesen Grauverlaufsfilter transmittierte
Lichtintensität misst;
- wobei die Grauverlaufsfilter-Anordnung einen ersten Grauverlaufsfilter mit linearem
Transmissionsverlauf in einer ersten Raumrichtung und einen zweiten Grauverlaufsfilter
mit linearem Transmissionsverlauf in einer von der ersten Raumrichtung verschiedenen
zweiten Raumrichtung aufweist, und/oder wobei die Grauverlaufsfilter-Anordnung wenigstens
einen Grauverlaufsfilter mit einem zumindest in einer vorbestimmten Raumrichtung parabelförmigen
Transmissionsverlauf aufweist.
[0035] Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung auch die Verwendung eines Grauverlaufsfilters
zur Lichtstrahlanalyse, insbesondere in einem System mit den vorstehend beschriebenen
Merkmalen, wobei der Grauverlaufsfilter aus Binärstrukturen gebildet ist, und wobei
die Strukturgrößen dieser Binärstrukturen kleiner sind als die Wellenlänge eines zu
analysierenden Lichtstrahls.
[0036] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind der Beschreibung sowie den Unteransprüchen
zu entnehmen.
[0037] Die Erfindung wird nachstehend anhand von in den beigefügten Abbildungen dargestellten
Ausführungsbeispielen näher erläutert.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0038] Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung zur Erläuterung des der vorliegenden Erfindung zugrundeliegenden
Prinzips;
- Figur 2-3
- schematische Darstellungen eines in einer Laserplasmaquelle sowohl zur Bestimmung
der Target-Tröpfchen-Position als auch zur Analyse der entsprechend nachzuführenden
Laserstrahlen möglichen prinzipiellen Aufbaus;
- Figur 4
- schematische Darstellungen zur Erläuterung unterschiedlicher im Rahmen der vorliegenden
Erfindung einsetzbarer Grauverlaufsfilter;
- Figur 5
- eine schematische Darstellung zur Erläuterung eines möglichen Aufbaus eines erfindungsgemäßen
Systems mit einer Grauverlaufsfilter-Anordnung in einer konkreten Ausführungsform;
- Figur 6-10
- schematische Darstellungen zur Erläuterung weiterer Ausführungsformen von im Rahmen
der vorliegenden Erfindung einsetzbaren Grauverlaufsfiltern;
- Figur 11-12
- schematische Darstellungen zur Erläuterung konkreter Ausführungsformen eines im Rahmen
der vorliegenden Erfindung einsetzbaren Grauverlaufsfilters mit Sublambda-Binärstrukturen;
- Figur 13
- eine schematische Darstellung zur Erläuterung eines herkömmlichen Ansatzes zur Strahlanalyse;
und
- Figur 14
- eine schematische Darstellung des prinzipiellen Aufbaus einer EUV-Lichtquelle gemäß
dem Stand der Technik.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
[0039] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung zur Erläuterung des der vorliegenden Erfindung
zugrundeliegenden Prinzips und des grundsätzlichen Aufbaus eines erfindungsgemäßen
Systems zur Strahlanalyse.
[0040] Gemäß Fig. 1 trifft ein kollimiertes Strahlenbündel zunächst entlang der z-Richtung
im eingezeichneten Koordinatensystem auf eine erste Fourier-Optik 110 und von dieser
fokussiert auf eine Grauverlaufsfilter-Anordnung 120, welche im optischen Strahlengang
in einer Fernfeldebene der Strahlführungsoptik (mitunter auch als "Raumfilterebene"
bezeichnet) angeordnet ist und in dem dargestellten Ausführungsbeispiel einen einzelnen
Grauverlaufsfilter 121 mit einem in y-Richtung linearen (und lediglich schematisch
durch einen Keil angedeuteten) Transmissionsverlauf aufweist. Die durch die Grauverlaufsfilter-Anordnung
120 bzw. den Grauverlaufsfilter 121 transmittierte Strahlung gelangt durch eine zweite
Fourier-Optik 130 auf eine in einer Nahfeldebene der Strahlführungsoptik angeordnete
Lichtintensitätssensor-Anordnung 140, welche im Ausführungsbeispiel einen einzelnen
Lichtintensitätssensor 141 aufweist, der einen über die gesamte Sensorfläche integrierten
Intensitätswert misst.
[0041] Die Erfindung ist hinsichtlich der Fourier-Optiken 110, 130 nicht auf eine konkrete
Ausgestaltung beschränkt, wobei insbesondere refraktive, diffraktive, diffraktivmultifokale
oder reflektive Ausführungen möglich sind. Gegebenenfalls kann die zweite Fourier-Optik
130 bei ausreichender Uniformität des Lichtintensitätssensors 141 auch entfallen.
[0042] Die Erfindung ist ferner hinsichtlich der Ausgestaltung der Lichtintensitätssensor-Anordnung
140 bzw. des Lichtintensitätssensors 141 nicht auf eine bestimmte Ausführung beschränkt,
wobei der Lichtintensitätssensor 141 z.B. photovoltaisch, photokonduktiv, pyro-elektromagnetisch
oder auch thermisch bzw. bolometrisch ausgestaltet sein kann.
[0043] Der bzw. die Grauverlaufsfilter 121 der Grauverlaufsfilter-Anordnung 120 kann bzw.
können hinsichtlich des Abschwächungsprinzips als Flächenabsorber oder Volumenabsorber
(z.B. Keil), ggf. auch rückreflektierend, ausgestaltet sein.
[0044] Die Anordnung des Grauverlaufsfilters 141 (gemäß Fig. 1 in der "Eingriffsebene" eines
Kepler-Teleskops) hat in vorteilhafter Weise zur Folge, dass für die Platzierung des
Lichtintensitätssensors 141 eine Nahfeldebene zugänglich wird, welche sich u.a. dadurch
auszeichnet, dass Form und Größe das dort vorliegenden "Intensitätsgebildes" bei korrekter
afokaler Verkopplung im optischen Strahlengang unabhängig von Strahlrichtung und Strahldivergenz
sind und zudem die Energie der elektromagnetischen Strahlung unter Vermeidung lokaler
Sättigungseffekte hinreichend verdünnt vorliegt. Infolgedessen werden sämtliche Hauptstörquellen
entweder - wie im Falle der Strahlrichtung und der Divergenz - eliminiert oder - wie
im Falle der Strahldezentrierung und der Variation der Strahlgröße - zumindest hinreichend
unterdrückt, so dass störende Artefakte des Lichtintensitätssensors (insbesondere
dessen räumliche Inhomogenität und Sättigung) nicht oder nur in wesentlich reduziertem
Maße zur Geltung kommen.
[0045] Durch die integrierende Wirkung der Lichtintensitätssensor-Anordnung 140 bzw. des
Lichtintensitätssensors 141 ergibt sich das von der Lichtintensitätssensor-Anordnung
140 gelieferte Sensorsignal
S zu

durch mit der Transmissionsfunktion
T(
x,y) gewichtete Integration über die im Fernfeld (Fourier-Ebene der Eingangslinse) vorliegende
Intensitätsverteilung
IFF(
x,y)
. Bei der Wahl der Integrationsgrenzen wird vorausgesetzt, dass die Intensität der
Strahlung bzw. des "Lichtgebildes" hinreichend schnell räumlich abfällt. Durch geeignete
Wahl des Transmissionsverlaufs
T(
x,y) können beispielsweise die Momente

der Lichtverteilung direkt messtechnisch zugänglich gemacht werden.
[0046] Vorstehend wurde das erfindungsgemäße Prinzip zunächst der Einfachheit halber für
einen Aufbau mit lediglich einem Paar aus einem Grauverlaufsfilter und einem Lichtintensitätssensor
beschrieben. Zur Bestimmung der (kompletten, d.h. in allen drei Raumrichtungen definierten)
Strahlposition des zu analysierenden Lichtstrahls kann, wie im Weiteren unter Bezugnahme
auf Fig. 5 beschrieben, eine Grauverlaufsfilter-Anordnung 520 aus drei Grauverlaufsfiltern
521-523 in Kombination mit einer Lichtintensitätssensor-Anordnung 540 aus drei Lichtintensitätssensoren
541-543 eingesetzt werden, wobei ein erster der Grauverlaufsfilter 521 einen bezogen
auf das eingezeichnete Koordinatensystem in y-Richtung linearen Transmissionsverlauf,
ein zweiter der Grauverlaufsfilter 523 einen in y-Richtung linearen Transmissionsverlauf
und ein dritter der Grauverlaufsfilter 522 zwecks Intensitätsnormierung einen konstanten
Transmissionsverlauf aufweist.
[0047] Des Weiteren besteht die Möglichkeit, auch z.B. die Spotgröße oder höhere Momente
der zu analysierenden Strahlung zu erfassen, wobei z.B. zur Spotgrößenbestimmung wie
noch detaillierter erläutert ein Grauverlaufsfilter mit parabelförmigem Transmissionsverlauf
eingesetzt werden kann.
[0048] Unter erneuter Bezugnahme auf Fig. 5 trifft ein kollimiertes Strahlenbündel zunächst
entlang der z-Richtung im eingezeichneten Koordinatensystem auf eine diffraktive Struktur
bzw. ein optisches Gitter 505, durch welches das Strahlenbündel in Teilstrahlen repliziert
wird, welche lediglich räumlich voneinander getrennt sind und im Übrigen zueinander
identische optische Strahleigenschaften aufweisen und. Gemäß Fig. 5 erfolgt diese
Replikation in den drei Beugungsordnungen "+1", "0" und "-1". Die Auslegung wird dabei
vorzugsweise gewählt, dass die Teilstrahlen mit maximalem Durchmesser
dmax beaufschlagt und mit der maximalen Lagevariation
rmax (jeweils bezogen auf die Fernfeldebene) derart getrennt werden, dass eine störende
Wechselwirkung infolge von Interferenzeffekten vermieden wird.
[0049] Entsprechend der durch das optische Gitter 505 erzielten Separation der Teilstrahlen
weist die Grauverlaufsfilter-Anordnung 520 eine (z.B. monolithische) Anordnung von
Grauverlaufsfiltern 521-523 (Graufilter-Array) auf, die wie in Fig. 5b in Draufsicht
angedeutet ausgelegt sein können. Des Weiteren sind gemäß Fig. 5a die ausgangsseitige
Fourier-Optik 130 sowie der Lichtintensitätssensor 140 von Fig. 1 durch eine (z.B.
ebenfalls monolithische) Anordnung von mehreren Fourier-Optiken (in Form eines Linsenarrays)
531-533 bzw. eine Anordnung von mehreren Lichtintensitätssensoren 541-543 ersetzt.
[0050] Im Folgenden werden die Signalerzeugung und die Bestimmung der gesuchten Positionsinformation
für die in Fig. 5 dargestellte Konfiguration zur Positionsmessung mit drei Grauverlaufsfiltern
521-523 ("Graufilterkanälen") beschrieben.
[0051] Der Transmissionsverlauf eines Grauverlaufsfilters mit linearem Transmissionsverlauf
wird dabei durch

parametrisiert. Darin bezeichnet
s die Lagekoordinate in Verlaufsrichtung,
s0 die Lage des Transmissionswertes ½ und
W die Breite der Zone des kompletten Anstiegs der Transmission vom Wert Null bis auf
den Wert Eins.
[0052] Damit ergeben sich die Signale
S1 bis
S3 der drei Messkanäle (entsprechend den drei Grauverlaufsfiltern 521-523 bzw. Lichtintensitätssensoren
541-543 der Konfiguration von Fig. 5) zu

[0053] Die Parameter
Wx und
Wy sowie
x0 und
y0 charakterisieren die beiden Grauverlaufsfilter 521, 523 mit linearem Transmissionsverlauf.
Die Parameter
η1 bis
η3 stehen für die Nachweisempfindlichkeiten der Kanäle, die aus unterschiedlichen Gründen
(z.B. Bauteilschwankungen etc.) variieren kann.
[0054] Durch Normierung auf ein Referenzsignal, welches hier durch einen uniformen Grauverlaufsfilter
522 mit konstantem Transmissionsverlauf (z.B. mit der Transmission ½) erhalten wird,
werden Energieschwankungen (Laserpulsschwankungen) eliminiert. Die beiden normierten
Signale enthalten dann die Schwerpunktinformation für den zu analysierenden Lichtstrahl
und lauten:

[0055] Die Auslegungsparameter können darin zu vier Effektiv-Parametern, zwei Offset-Werten
Cx und
Cy sowie zwei Gain-Werten
Gx und
Gy, zusammengefasst werden, welche beispielsweise durch Kalibration bestimmbar sind und
deshalb im Weiteren als Kalibrierparameter bezeichnet werden.
[0056] Durch Umstellung der Gleichung in Kenntnis der vier Kalibrierparameter ergeben sich
schließlich die Schwerpunktpositionen aus den Messsignalen zu

[0057] Die vorstehend unter Bezugnahme auf Fig. 1 bzw. Fig. 5 beschriebenen Systeme zur
Lichtstrahlanalyse können insbesondere in einer Laserplasmaquelle (wie z.B. derjenigen
in Fig. 14) sowohl zur Bestimmung der Target-Tröpfchen-Position als auch zur Analyse
der entsprechend nachzuführenden Laserstrahlen möglichen prinzipiellen Aufbaus eingesetzt
werden, wozu Fig. 2 eine schematische Darstellung eines möglichen, prinzipiellen Gesamtaufbaus
zeigt. Hierbei werden sowohl Laserstrahlen in "Vorwärtsrichtung" (vor dem Auftreffen
auf das jeweilige Target-Tröpfchen) als auch Laserstrahlen in "Rückwärtsrichtung"
(d.h. die von dem jeweiligen Target-Tröpfchen zurückreflektierte Infrarotstrahlung)
ausgewertet.
[0058] Gemäß Fig. 2 wird ein Teil des einfallenden Laserstrahls mit Gauß`schem Profil an
einem ersten teildurchlässigen Spiegel 203 ausgekoppelt und mit einer ersten Analyseeinheit
201, welche insbesondere ein System analog zu Fig. 1 oder Fig. 5 aufweisen kann, analysiert.
Der den teildurchlässigen Spiegel 203 sowie einen weiteren teildurchlässigen Spiegel
204 durchlaufende Teil des einfallenden Laserstrahls gelangt über eine Fokussieroptik
205 zu einem metallischen Target-(z.B. Zinn-) Tröpfchen 206, wo ein Teil des Laserstrahls
zurückreflektiert wird und über die Fokussieroptik 205 kollimiert zum teildurchlässigen
Spiegel 204 zurückgelangt. An dem teildurchlässigen Spiegel 204 wird wiederum ein
Teil des Laserstrahls zu einer zweiten Analyseeinheit 202 hin ausgekoppelt, welche
ebenfalls insbesondere ein System analog zu Fig. 1 oder Fig. 5 aufweisen kann. Des
Weiteren können (in Fig. 2 nicht eingezeichnete) Strahlfallen zum Auffangen des jeweils
nicht genutzten Anteils der auf den teildurchlässigen Spiegel 203 bzw. 204 auftreffenden
Strahlung vorgesehen sein.
[0059] Ein schematischer Strahlengang zur Analyse des Laserstrahls in "Rückwärtsrichtung"
ist in Fig. 3 dargestellt, wobei jeweils Feldebenen mit "F" und Pupillenebenen mit
"P" bezeichnet sind. "206" bezeichnet in Fig. 3 das metallische Target-Tröpfchen,
"350" ist eine afokale Teleskopgruppe, und "120" repräsentiert die anhand von Fig.
1 beschriebene Grauverlaufsfilter-Anordnung (mit nachfolgender, jedoch in Fig. 3 nicht
dargestellter zweiter Fourier-Optik und Lichtintensitätssensor-Anordnung). Eine Verschiebung
der Position des Target-Tröpfchens 206 hat eine Änderung des mit der Lichtintensitätssensor-Anordnung
erhaltenen Messergebnisses zur Folge.
[0060] Die Analyse der Laserstrahlen sowohl in "Vorwärtsrichtung" (Laserstrahl vor dem Auftreffen
auf das jeweilige Target-Tröpfchen 206, "Vorwärtsstrahl") als auch in "Rückwärtsrichtung"
(Laserstrahl nach Reflexion dem jeweiligen Target-Tröpfchen 206, "Rückwärtsstrahl")
erlaubt so eine Aussage über die relative Einstellung von Laserstrahl und Target-Tröpfchen
206 zueinander, wobei - unter erneuter Bezugnahme auf Fig. 1 - aus dem mit der ersten
Analyseeinheit 201 erhaltenen Ergebnis auf die Einstellung bzw. Fokuslage des Laserstrahls
und aus dem mit der zweiten Analyseeinheit 202 erhaltenen Ergebnis auf die Tröpfchenposition
geschlossen werden kann.
[0061] Im Weiteren werden zum Hintergrund einige Grundlagen der afokalen Abbildung erläutert.
Nach dem in der paraxialen Optik gebräuchlichen Transfermatrixformalismus (ABCD-Matrix)
ergibt sich die Abbildungsmatrix des verketteten Strahlengangs gemäß Fig. 3 durch
Multiplikation der Teilabschnittmatrizen entsprechend

[0062] Die objekt- und bildseitigen Brennweiten
f' und
f sowie der Teleskopabbildungsmaßstab
mag werden anhand von Fig. 3 deutlich (Objektraum gestrichen, Bildraum ungestrichen),
und die Positionen z' und z beziehen sich auf die Brennebene der jeweiligen Fourier-Optik.
Die Transfermatrix vermittelt die Transformation der durch die Strahlposition
x und den Strahlwinkel
u ≈ tan(
u) definierten Strahlvektoren zwischen Objektraum
ray' = (
x',
u') und Bildraum
ray = (
x,
u) gemäß

wobei

für den Abbildungsmaßstab der Fernfeldabbildung steht.
[0063] Eine scharfe Abbildung liegt vor, wenn alle von einem Objektpunkt ausgehenden Strahlen
unabhängig vom Strahlwinkel in einem Bildpunkt zusammengeführt werden. Entsprechend
lautet die Fokusbedingung

[0064] Daraus folgt unmittelbar die Abbildungsbedingung
z =
Mag2z'.
[0065] Es wird davon ausgegangen, dass ein von einem Objektpunkt am Ort (
x',
y', z') ausgehendes kegelförmiges Strahlenbündel von seinen Randstrahlen
eray' = (
x', u' +
θ ' sin(
ϕ),
y', v' +
θ ' cos(
ϕ)) objektseitig begrenzt wird, wobei
u' und
v' die Schwerstrahlwinkel und
θ ' den Öffnungs- bzw. Divergenzwinkel bezeichnen. Die Propagation des Strahlenbündels
durch die Abbildungsoptik mit dem Bildsensor an der Position z = 0 (in der Brennebene
der bildseitigen Fourier-Optik) lautet gemäß dem (um die Richtung senkrecht zur Ausbreitungsrichtung
erweiterten) Transfermatrixformalismus

[0067] Der Querbalken über dem Symbol zeigt dabei den Schwerstrahl an.
[0068] Grundsätzlich sind für das Strahlgrößenmaß wie auch für das Divergenzmaß fallabhängig
verschiedene Konventionen möglich und üblich. Auf dem Gebiet der Lasertechnik dienen
beispielsweise häufig die Momente

mit

als Grundlage einer Strahlgrößendefinition entsprechend

oder

[0069] Hierin bezeichnet
I(
x,y;z) die Lichtintensität für die gewählte Schnittebene.
[0070] Mit der Momentendefinition entsprechend Gleichung (2) ergeben sich der Schwerpunkt
(
x, y) und die Strahlgrößenparameter

wie folgt:

[0071] Bei der Analyse des Vorwärtsstrahls sowie des Rückwärtsstrahls in dem prinzipiellen
Aufbau von Fig. 2 ist zu beachten, dass nur der Vorwärtsstrahl idealisiert als "Gaußstrahl"
anzusehen ist, für welchen im Bereich des bildseitigen Fokus für die Strahlgröße w
als Funktion der Ausbreitungskoordinate z in guter Näherung

gilt, wobei
w0 die Taillengröße,
θ die Divergenz und
z0 die Taillenlage (Fokuslage) bezeichnen.
[0072] Im Weiteren wird noch kurz auf Probleme eingegangen, welche sich etwa im Falle der
Analyse des Rückwärtsstrahls in der zweiten Analyseeinheit 120 daraus ergeben, dass
der zu untersuchende Strahl kein idealer Gaußstrahl ist, sondern ein vergleichsweise
scharf begrenzter Strahl (im Weiteren auch als "Tophat-Strahl" bezeichnet). Im Falle
eines solchen scharf begrenzten Strahls ergibt sich im Fokus (Fernfeld) sowie im aberrationsfreien
Idealfall die Airy'sche Lichtverteilung

wobei

die charakteristische Länge,
P die gesamte durch das System transmittierte Leistung und
J1(
x) die Bessel-Funktion erster Ordnung bezeichnen. Aufgrund des asymptotischen Abfalls

in dieser Lichtverteilung sind jedoch die Momente entsprechend Gleichung (12) nicht
definiert. Das hieraus resultierende Problem einer Auswertung auch des "hart begrenzten"
Rückwärtsstrahls kann durch eine geeignete "künstliche" Apodisierung überwunden werden:
In einer Ausführungsform kann eine (im vorstehenden Sinne "weiche") Apodisation

durch Einbringen eines strukturierten Graufilters mit entsprechendem Profil in das
Nahfeld bzw. in eine Pupillenebene realisiert werden. Hierbei bezeichnen
u(
x,
y;
z) die Strahlamplitude (welche über
I(
x,
y;
z) = |
u(
x,
y;
z)|
2 die Intensität bestimmt) und
RNA den (die Öffnung bzw. numerische Apertur
NA definierenden) Aperturradius. Hierzu geeignet ist beispielsweise die erst ab den
zweiten Ableitungen unstetige Funktion

mit dem Beschneidungsradius
R im Bereich um
RNA.
[0073] Im Weiteren werden unterschiedliche mögliche Ausführungsformen bzw. Transmissionsverläufe
von gemäß der Erfindung einsetzbaren Grauverlaufsfiltern unter Bezugnahme auf Fig.
6ff detaillierter beschrieben.
[0074] Fig. 6a zeigt eine lineare Anordnung von drei Grauverlaufsfiltern 621-623, wie sie
im Aufbau von Fig. 5 verwendet wird. Fig. 6b zeigt eine (z.B. im Hinblick auf bestehende
Bauraumbeschränkungen) gefaltete 2-D-Anordnung aus vier Grauverlaufsfiltern (bzw.
"Kanälen"), welche über die Grauverlaufsfilter 621-623 von Fig. 6a hinaus einen zusätzlichen,
in seinem Transmissionsverlauf radialparabolischen Grauverlaufsfilter 625 (zum Zwecke
einer Spotgrößenmessung oder einer Justage) aufweist. Fig. 6c zeigt eine redundante
gefaltete 2-D-Anordnung, welche zusätzlich zu zwei Grauverlaufsfiltern 621, 623 mit
in x- bzw. y-Richtung linearem Transmissionsverlauf zwei Grauverlaufsfilter 626, 627
mit in hierzu diagonaler (45°-)Richtung linearem Transmissionsverlauf aufweist. In
Fig. 6c wird auf den Grauverlaufsfilter 622 mit konstantem Transmissionsverlauf verzichtet,
wobei vorausgesetzt wird, dass das Signal zur Intensitätsnormierung anderweitig verfügbar
ist. Fig. 7 illustriert die beliebige Anordnung von Grauverlaufsfiltern ausgehend
von einer linearen Anordnung zu einer 2D-Matrixanordnung.
[0075] Durch Verwendung von paarweise entgegengesetzten Grauverlaufsfiltern (bzw. "Keilverlaufsfiltern")
kann ebenfalls eine Energienormierung abgeleitet werden. Dies wird im Folgenden kurz
für die in Fig. 8a exemplarisch gezeigte Grauverlaufsfilter-Anordnung 821 dargelegt,
welche je zwei in positiver bzw. negativer x- bzw. y-Richtung lineare Transmissionsverläufe
zur Messung der Fokuslagekoordinaten eines zu charakterisierenden Laserstrahls aufweist.
[0076] Für das Ausführungsbeispiel von Fig. 8a ergeben sich die Sensorsignale zu:

[0077] Zur einfacheren Erläuterung des Prinzips wird für alle Grauverlaufsfilter ein einheitlicher
Gain-Wert G sowie eine einheitliche ("Keil-")Breite W des linearen Transmissionsverlaufs
vorausgesetzt. Die "Keilverschiebungen"
x1 und
y3 sind ebenfalls paarweise gleich gewählt.
I steht für die über das Lichtgebilde integrierte Gesamtintensität

[0078] Durch Addition und Differenzbildung ergibt sich

[0079] Die beiden Summensignale "S
1+S
2" und "S
3+S
4" ergeben gemäß dem Gleichungssystem (23) jeweils die Gesamtintensität. Diese kann
zur Normierung der beiden Differenzsignale herangezogen werden, um schließlich die
gewünschten Schwerpunktlagen zu extrahieren.
[0080] Grauverlaufsfilter zweiter Ordnung, welche einen parabolischen Transmissionsverlauf
besitzen, bieten die Möglichkeit, die zweiten Momente der Lichtverteilung und damit
die Größe des zu analysierenden Lichtstrahls (bzw. des "Lichtgebildes") zu messen.
Der Verlauf eines Grauverlaufsfilters mit parabolischem Transmissionsverlauf wird
durch die Transmissionsfunktion

parametrisiert. Darin bezeichnet
s die Lagekoordinate in Verlaufsrichtung,
s0 die Lage des Scheitels und W die Breite des Bereichs, über den der komplette Anstieg
des Transmissionskoeffizienten vom Wert Null auf den Wert Eins erfolgt.
[0081] Fig. 8b zeigt exemplarisch und schematisch eine Ausgestaltung einer Grauverlaufsfilter-Anordnung
822 mit fünf Grauverlaufsfiltern (bzw. "Messkanälen"), welche einen Grauverlaufsfilter
mit linearem Transmissionsverlauf in x-Richtung, einen Grauverlaufsfilter mit linearem
Transmissionsverlauf in y-Richtung, einen uniformen Grauverlaufsfilter mit konstantem
Transmissionsverlauf als Referenz, einen Grauverlaufsfilter mit in x-Richtung parabelförmigem
Transmissionsverlauf sowie einen Grauverlaufsfilter mit in y-Richtung parabelförmigem
Transmissionsverlauf aufweist. Für diese Auslegung ergeben sich die Signale
S1 bis
S5 zu:

[0082] Die Parameter
W1,
W2,
W4 und
W5 sowie
x1,
y2,
x4 und
y5 charakterisieren die vier Grauverlaufsfilter. Die Parameter
η1 bis
η5 stehen für die Detektionsempfindlichkeiten der Kanäle, deren Variation verschiedene
Ursachen (z.B. Bauteilschwankungen, usw.) haben kann. Durch Normierung auf das Referenzsignal,
das hier durch den uniformen Grauverlaufsfilter mit der Transmission ½ erhalten wird,
werden Energieschwankungen (Laserpulsschwankungen) eliminiert. Die vier normierten
Signale enthalten dann die Information über die Lichtverteilung und lauten:

[0083] Die Auslegungsparameter werden darin teilweise zu Effektiv-Parametern zusammengefasst.
Durch Kalibration oder anderweitig zu bestimmen bleiben dann die beiden Offset-Werte
C1 und
C2, die vier Gain-Werte
G1,
G2,
G4 und
G5 sowie die beiden Scheitellagen
x4 und
y5. Durch Umstellung der Gleichungen des Gleichungssystems (21) und in Kenntnis der
acht Kalibrierparameter ergibt sich schließlich die Strahllagen- und Strahlgrößeninformation
aus den Messsignalen entsprechend

[0084] Zusammenfassend bieten Grauverlaufsfilter zweiter Ordnung auch den messtechnischen
Zugang auf die Strahlgrößenparameter

und

.
[0085] Wenn lediglich die Strahlgröße

von Interesse ist, dann können ausgehend von der Ausführungsform von Fig. 8b die
beiden Grauverlaufsfilter mit parabelförmigem Transmissionsverlauf durch einen einzigen
Grauverlaufsfilter mit rotationsparaboloidförmigem Transmissionsverlauf zum Erhalt
einer Grauverlaufsfilter-Anordnung 823 gemäß Fig. 8c ersetzt werden. Die Signalgewinnung
ist gemäß dem vorstehend beschriebenen Schema entsprechend anzupassen.
[0086] Bei Verwendung räumlich verschobener parabelförmiger Transmissionsverläufe ist es
ferner möglich, einen Fokuspositions- und Fokusgrößensensor zu realisieren, der ohne
Verwendung von linearen Transmissionsverläufen auskommt. Eine beispielhafte Ausgestaltung
einer solchen Grauverlaufsfilter-Anordnung 824 ist in Fig. 8d gezeigt. Das Prinzip
basiert auf paarweise parabelförmigen Grauverlaufsfiltern, deren Scheitel paarweise
entgegengesetzt entlang der Verlaufsachse verschoben sind.
[0087] Für diese Auslegung ergeben sich die auf die Referenz normierten Signale zu:

[0088] Zur einfacheren Erläuterung des Prinzips wird für alle Grauverlaufsfilter (bzw. "Kanäle")
ein einheitlicher Gain-Wert G angenommen. Die Scheitel-Verschiebungen sind
x1 =
x0,
x2 =
-x0,
y4 =
y0 und
y5 = -
y0. Durch Summen- und Differenzbildung erhält man folgende Gleichungen, aus denen sich
in Kenntnis der Scheitelverschiebungen wiederum die Schwerpunktkoordinaten und die
Spotgrößen extrahieren lassen.

[0089] Das vorstehend beschriebene Schema kann zur Messung von Momenten höherer Ordnung
beliebig fortgesetzt werden. Die auf den Schwerpunkt bezogenen Momente

repräsentieren dabei die Formaspekte der Intensitätsverteilung (3. Momente: "Schiefe",
4. Momente: Wölbung bzw. "Kurtosis", ...).
[0090] Im Weiteren wird unter Bezugnahme auf Fig. 9a-c eine Ausführungsform einer Grauverlaufsfilter-Anordnung
920 unter Verwendung von vier Grauverlaufsfiltern 921-924 näher betrachtet. Dabei
weist die Grauverlaufsfilter-Anordnung 920 gemäß Fig. 9a einen ersten Grauverlaufsfilter
921 mit linearem Transmissionsverlauf in x-Richtung, einen zweiten Grauverlaufsfilter
922 mit linearem Transmissionsverlauf in y-Richtung, einen dritten Grauverlaufsfilter
923 mit konstantem Transmissionsverlauf als Referenz sowie einen vierten Grauverlaufsfilter
924 mit rotationsparaboloidförmigem Transmissionsverlauf auf, womit die Strahlparameter
x,
y und

nach Fokussierung messtechnisch zugänglich werden.
[0091] Die vollen Kreise in Fig. 9a symbolisieren die Linsen der auf die Grauverlaufsfilter-Anordnung
920 folgenden Linsen-Anordnung, und die gestrichelt gerundeten Quadrate symbolisieren
die Lichtintensitätssensoren der Lichtintensitätssensoren-Anordnung. Eine parasitäre
nullte Beugungsordnung sowie die höheren parasitären Beugungsordnung werden nicht
transmittiert.
[0092] Zur eingangs bereits beschriebenen Aufspaltung des zu analysierenden Lichtstrahls
wird ein 2D-Gitter benötigt, welches die Energie in die vier ersten diagonalen Beugungsordnungen
konzentriert. Hierzu kann ein in Fig. 9c angedeutetes hybrides (d.h. als kombiniertes
Amplituden-Phasen-DOE ausgestaltetes) binäres Gitter (Schachbrett-Gitterdesign) verwendet
werden, wie es in Fig. 9b-c dargestellt ist. Fig. 9b zeigt eine Elementarzelle des
auf eine Energiekonzentration in den ersten vier diagonalen Beugungsordnungen optimierten
hybriden Schachbrettgitters. Weiße Bereiche besitzen die Transmission 1 und haben
eine konstante Phase entsprechend dem im Feld angegebenen Wert. Fig. 9c zeigt die
Stärke der Beugungsordnung. Durch das spezielle Gitterdesign werden 89% der transmittierten
Energie in die vier ersten diagonalen Beugungsordnungen konzentriert. Insbesondere
treten für ein ideal gefertigtes Gitter weder die nullte noch sämtliche höheren Beugungsordnungen
auf.
[0093] Eine exemplarische Auslegung eines Grauverlaufsfilters 950 ist in Fig. 10 veranschaulicht.
Die die Auslegung bestimmenden Parameter sind:
- Radius smax des Intensitätsgebildes. Dieser wird maßgeblich durch die Grundeigenschaften des
Strahls (Öffnung, Divergenz) und seiner Variationen (Aberrationen, Fokusvariation,
usw.) bestimmt und ist derart zu definieren, dass benachbarte replizierte Intensitätsgebilde,
deren Begrenzungskreise sich gerade gegenseitig berühren, niemals während des Betriebes
störend überlagern oder gar interferieren.
- Radius θmax des Bereiches im Winkelraum, der die auftretenden (und zu messenden) Strahlrichtungsvariationen
beschränkt.
- Radius des Nutzbereichs im Fernfeld (=Verlaufsfilterebene) rmax. Entsprechend der in Abbildung 21 dargestellten Geometrie gilt rmax = θmax fFF + smax. Darin steht fFF für die Brennweite der Fokussierlinse.
- Breite des Keilverlaufs W, in dem die Transmission von 1 auf 0 abfällt, ist damit durch W = 2κ1 rmax gegeben. Die Wahl des Überlaufparameters κ1 (>1.5) hängt von den für die Justage oder die Systemeinrichtung benötigten Reserven
ab.
- Betrag des Beugungswinkels Δθ der ersten Ordnungen des replizierenden 2D-Schachbrettgitters wird durch den Abstand
der Verlaufsfilterzentren von der optischen Achse bestimmt, entsprechend

, κ2 > 0.5. Der Faktor

trägt der diagonalen Kanalanordnung Rechnung. Vorteilhafterweise wird die Auswirkung
einer parasitären nullten Ordnung durch einen Dunkelbereich von der Größe eines Graufilters
geblockt, was κ2 ≈ 1 entspricht.
[0094] Fig. 11a-c und Fig. 12a-d zeigen schematische Darstellungen zur Erläuterung konkreter
Ausführungsformen eines im Rahmen der vorliegenden Erfindung einsetzbaren Grauverlaufsfilters
mit binären Sub-Wellenlängenstrukturen. Durch diese Ausführungsformen wird dem Umstand
Rechnung getragen, dass bei dem erfindungsgemäßen Konzept vergleichsweise hohe Anforderungen
an die Güte des bzw. der eingesetzten Grauverlaufsfilter(s) zu stellen sind, da diese
die bei der Positionsmessung erzielte Genauigkeit unmittelbar bestimmt und etwaige
Transmissionsverlaufsschwankungen entsprechende Messfehler in der Strahlanalyse zur
Folge haben.
[0095] Bei typischen Abmessungen der gesamten Messeinrichtung und zur Erzielung hinreichend
hoher Empfindlichkeiten bei der Strahlrichtungsbestimmung sind i.d.R. steile Transmissionsvariationen
der eingesetzten Grauverlaufsfilter(s) über kurze Strecken erforderlich (z.B. typische
Transmissionsgradienten im Bereich von 0.2mm
-1 bis 5mm
-1). Bei typischen angestrebten "Genauigkeit vs. Messbereich"-Verhältnissen von 1:1000
(z.B.: Messbereich bei der Strahlwinkelbestimmung: ±1mrad bei Genauigkeit ±1µrad)
kann ferner z.B. gefordert sein, dass die Abweichung der lokalen Transmission nicht
größer ist als 1/1000 des gesamten Transmissionsbereichs.
[0096] Bei Realisierung der o.g. binären Sub-Wellenlängenstrukturen weist z.B. jeder Grauverlaufsfilter
ein planes, transmittierendes Substrat auf, auf welchem nicht transmittierende bzw.
lichtundurchlässige (d.h. entweder vollständig absorbierende oder vollständig reflektierende)
binäre Sub-Wellenlängenstrukturen aufgebracht sind. Lediglich beispielhaft kann ein
Grauverlaufsfilter etwa eine Größe von 1mm∗1mm aufweisen und mit einer Struktur aus
1000∗1000 Pixeln bedruckt sein, so dass sich etwa 1µm große Strukturelemente ergeben,
deren Größe somit deutlich unterhalb der beispielhaften Wellenlänge von etwa 10.6µm
eines zu analysierenden Lichtstrahls im langwelligen Infrarotbereich liegt.
[0097] Anders als bei Beugungsgittern (mit Strukturen etwa von der Größe der Wellenlänge
oder größer) besitzen solche Sub-Wellenlängenstrukturen eine Periode kleiner als die
Wellenlänge, was dazu führt, dass keine definierte Beugung auftritt (also quasi nur
die nullte Ordnung transmittiert wird). Die erfindungsgemäßen Binär-Strukturen werden
nun so angeordnet, dass gemittelt über einen bestimmten Bereich (etwa entsprechend
der Spotgröße des zu analysierenden Lichtstrahls) im Mittel effektive Transmissionswerte
bzw. Grauwerte zwischen Null und Eins erhalten werden.
[0098] Zur Vermeidung unerwünschter Periodizitäten (welche wiederum unerwünschte Beugungseffekte
zur Folge hätten) können grundsätzlich z.B. aus der Drucktechnik bekannte Verfahren
(z.B. Floyd-Steinberg-Algorithmus) angewendet werden. Ein solches Verfahren wurde
bei der in Fig. 11a-b gezeigten Ausführungsform angewendet. Dabei zeigt Fig. 11a den
realisierten Transmissionsverlauf (Grauverlauf) 961, und Fig. 11b zeigt die hierzu
verwendete Binär-Struktur 962. Wie aus der entsprechenden Fourier-Transformation 963
gemäß Fig. 11c ersichtlich, treten keine unerwünschten periodischen Strukturen auf.
[0099] Die lokale Mittelung, die nötig ist, um für die den Binär-Strukturen eine effektive
lokale Transmission
Teff zu erhalten, wird somit durch Integration über die endliche Strahlgröße realisiert:

[0100] Hierbei ist
l0(x,y) die eingehende Intensitätsverteilung und
T(x,y) die (binäre) Transmission des Grauverlaufsfilters. Um die geforderte Linearität des
Grauverlaufsfilters zu erreichen, muss eine hinreichend große Zahl von binären Strukturelementen
im Integrationsbereich des Strahls liegen. Um ein "Genauigkeit vs. Messbereich"-Verhältnis
von 1:1000 zu erreichen, kann der Stahl z.B. etwa 100∗100 Strukturelemente überdecken.
[0101] Gemäß Fig. 12b wandert etwa in einer Simulation für die in Fig. 12a gezeigte binäre
Sub-Wellenlängenstruktur eines Grauverlaufsfilters ein gaußförmiger Lichtspot von
links nach rechts, wobei sich in der Auftragung von Fig. 12c für die durch den Grauverlaufsfilter
transmittierte Lichtintensität eine sehr gute Linearität (insbesondere ohne unerwünschte
Granularitäten infolge der Strukturelemente) ergibt. Ein in Fig. 12d gezeigter, aus
den sehr geringen Abweichungen von der Linearität resultierender Positionsfehler liegt
deutlich unterhalb von 1µm über eine Strecke von etwa 600µm, so dass ein sehr gutes
Verhältnis von Messfehler zu Messbereich erhalten wird.
[0102] Wenn die Erfindung auch anhand spezieller Ausführungsformen beschrieben wurde, erschließen
sich für den Fachmann zahlreiche Variationen und alternative Ausführungsformen, z.B.
durch Kombination und/oder Austausch von Merkmalen einzelner Ausführungsformen. Dementsprechend
versteht es sich für den Fachmann, dass derartige Variationen und alternative Ausführungsformen
von der vorliegenden Erfindung mit umfasst sind, und die Reichweite der Erfindung
nur im Sinne der beigefügten Patentansprüche und deren Äquivalente beschränkt ist.
1. System zur Analyse eines von einer Strahlführungsoptik geführten kollimierten Lichtstrahls,
mit
• einer durch eine erste Fokussierlinse mit einer ersten Brennweite (f1) gebildeten ersten Fourier-Optik (110, 510);
• einer Grauverlaufsfilter-Anordnung (120, 520), welche bezogen auf den Strahlengang
nach der ersten Fokussierlinse im Abstand der ersten Brennweite (f1) angeordnet ist;
• einer durch eine zweite Fokussierlinse mit einer zweiten Brennweite (f2) gebildeten zweiten Fourier-Optik (130, 531, 532, 533), welche bezogen auf den Strahlengang
nach der Grauverlaufsfilter-Anordnung (120, 520) im Abstand der zweiten Brennweite
(f2) angeordnet ist; und
• einer Lichtintensitätssensor-Anordnung (140, 540), welche bezogen auf den Strahlengang
nach der zweiten Fokussierlinse im Abstand der zweiten Brennweite (f2) angeordnet ist, wobei die Lichtintensitätssensor-Anordnung (140, 540) mindestens
einen Lichtintensitätssensor (141, 541, 542, 543) aufweist;
• wobei die Lichtintensitätssensor-Anordnung (140, 540) derart ausgestaltet ist, dass
diese für jeden Grauverlaufsfilter (121, 521, 522, 523) der Grauverlaufsfilter-Anordnung
(120, 520) jeweils die durch diesen Grauverlaufsfilter transmittierte Lichtintensität
misst; und
• wobei die Grauverlaufsfilter-Anordnung einen ersten Grauverlaufsfilter (521) mit
linearem Transmissionsverlauf in einer ersten Raumrichtung und einen zweiten Grauverlaufsfilter
(523) mit linearem Transmissionsverlauf in einer von der ersten Raumrichtung verschiedenen
zweiten Raumrichtung aufweist, und/oder wobei die Grauverlaufsfilter-Anordnung wenigstens
einen Grauverlaufsfilter mit einem zumindest in einer vorbestimmten Raumrichtung parabelförmigen
Transmissionsverlauf aufweist.
2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Grauverlaufsfilter-Anordnung wenigstens einen Grauverlaufsfilter aufweist, welcher
einen Transmissionsverlauf mit rotationsparabolidförmiger oder sattelförmiger Geometrie
aufweist.
3. System nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Grauverlaufsfilter-Anordnung wenigstens einen Grauverlaufsfilter (522) aufweist,
welcher zur Ermöglichung einer Intensitätsnormierung einen konstanten Transmissionsverlauf
besitzt.
4. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Grauverlaufsfilter-Anordnung (520) ein Array aus einer Mehrzahl von Grauverlaufsfiltern
(521, 522, 523) aufweist.
5. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtintensitätssensor-Anordnung (540) ein Array aus einer Mehrzahl von Lichtintensitätssensoren
(541, 542, 543) aufweist.
6. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dieses eine bezogen auf die Lichtausbreitungsrichtung stromaufwärts der Grauverlaufsfilter-Anordnung
(520) angeordnete strahlaufspaltende Struktur (505) zur Aufspaltung des zu analysierenden
Lichtstrahls in eine Mehrzahl von Teilstrahlen aufweist.
7. System nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass diese strahlaufspaltende Struktur (505) bezogen auf den Strahlengang vor der ersten
Fokussierlinse im Abstand der ersten Brennweite (f1) angeordnet ist.
8. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Grauverlaufsfilter-Anordnung wenigstens einen Grauverlaufsfilter aufweist, welcher
aus Binärstrukturen gebildet ist, wobei die Strukturgrößen dieser Binärstrukturen
kleiner sind als die Wellenlänge des zu analysierenden Lichtstrahls.
9. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zu analysierende Lichtstrahl ein Laserstrahl, insbesondere ein Laserstrahl mit
einer Wellenlänge im Infrarotbereich, ist.
10. Verfahren zur Analyse eines von einer Strahlführungsoptik geführten kollimierten Lichtstrahls,
• wobei ein zu analysierender Lichtstrahl über eine durch eine erste Fokussierlinse
mit einer ersten Brennweite (f1) gebildete erste Fourier-Optik (110, 510) auf eine bezogen auf den Strahlengang nach
der ersten Fokussierlinse im Abstand der ersten Brennweite (f1) befindliche Grauverlaufsfilter-Anordnung (120, 520) fokussiert wird;
• wobei bezogen auf den Strahlengang nach der Grauverlaufsfilter-Anordnung (120, 520)
eine durch eine zweite Fokussierlinse mit einer zweiten Brennweite (f2) gebildete zweite Fourier-Optik (130, 531, 532, 533) im Abstand der zweiten Brennweite
(f2) angeordnet ist; und
• wobei eine Lichtintensitätssensor-Anordnung (140, 540), welche bezogen auf den Strahlengang
nach der zweiten Fokussierlinse im Abstand der zweiten Brennweite (f2) angeordnet ist und mindestens einen Lichtintensitätssensor (141, 541, 542, 543)
aufweist, für jeden Grauverlaufsfilter (121, 521, 522, 523) der Grauverlaufsfilter-Anordnung
(120, 520) jeweils die durch diesen Grauverlaufsfilter transmittierte Lichtintensität
misst;
• wobei die Grauverlaufsfilter-Anordnung einen ersten Grauverlaufsfilter (521) mit
linearem Transmissionsverlauf in einer ersten Raumrichtung und einen zweiten Grauverlaufsfilter
(523) mit linearem Transmissionsverlauf in einer von der ersten Raumrichtung verschiedenen
zweiten Raumrichtung aufweist, und/oder wobei die Grauverlaufsfilter-Anordnung wenigstens
einen Grauverlaufsfilter mit einem zumindest in einer vorbestimmten Raumrichtung parabelförmigen
Transmissionsverlauf aufweist.
11. Verwendung eines Grauverlaufsfilters in einem System nach einem der Ansprüche 1 bis
9, wobei der Grauverlaufsfilter aus Binärstrukturen gebildet ist, und wobei die Strukturgrößen
dieser Binärstrukturen kleiner sind als die Wellenlänge eines zu analysierenden Lichtstrahls.
12. Verwendung eines Grauverlaufsfilters nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der zu analysierende Lichtstrahl eine Wellenlänge im Infrarotbereich besitzt.
1. System for analysing a collimated light beam guided by a beam guiding optical unit,
comprising
• a first Fourier optical unit (110, 510) which is formed by a first focusing lens
element having a first focal length (f1);
• a graduated neutral density filter arrangement (120, 520) which in relation to the
beam path is arranged downstream of the first focusing lens element at the distance
of the first focal length (f1);
• a second Fourier optical unit (130, 531, 532, 533) which is formed by a second focusing
lens element having a second focal length (f2) and which in relation to the beam path is arranged downstream of the graduated neutral
density filter arrangement (120, 520) at the distance of the second focal length (f2); and
• a light intensity sensor arrangement (140, 540) which in relation to the beam path
is arranged downstream of the second focusing lens element at the distance of the
second focal length (f2), the light intensity sensor arrangement (140, 540) having at least one light intensity
sensor (141, 541, 542, 543) ;
• wherein the light intensity sensor arrangement (140, 540) is designed such that
it measures, for each graduated neutral density filter (121, 521, 522, 523) of the
graduated neutral density filter arrangement (120, 520), in each case the light intensity
transmitted by said graduated neutral density filter; and
• wherein the graduated neutral density filter arrangement has a first graduated neutral
density filter (521) with a linear transmission profile in a first spatial direction
and a second graduated neutral density filter (523) with a linear transmission profile
in a second spatial direction, which differs from the first spatial direction, and/or
wherein the graduated neutral density filter arrangement has at least one graduated
neutral density filter with a transmission profile that is parabolic at least in a
predetermined spatial direction.
2. System according to Claim 1, characterized in that the graduated neutral density filter arrangement has at least one graduated neutral
density filter with a transmission profile that has a geometry in the shape of a paraboloid
of revolution or a saddle-shaped geometry.
3. System according to Claim 1 or 2, characterized in that the graduated neutral density filter arrangement has at least one graduated neutral
density filter (522) with a constant transmission profile for enabling an intensity
normalization.
4. System according to any of the preceding claims, characterized in that the graduated neutral density filter arrangement (520) has an array composed of a
plurality of graduated neutral density filters (521, 522, 523) .
5. System according to any of the preceding claims, characterized in that the light intensity sensor arrangement (540) has an array composed of a plurality
of light intensity sensors (541, 542, 543).
6. System according to any of the preceding claims, characterized in that it has a beam-splitting structure (505) for splitting the light beam to be analysed
into a plurality of component beams, said structure in relation to the light propagation
direction being arranged upstream of the graduated neutral density filter arrangement
(520).
7. System according to Claim 6, characterized in that said beam-splitting structure (505) in relation to the beam path is arranged upstream
of the first focusing lens element at the distance of the first focal length (f1).
8. System according to any of the preceding claims, characterized in that the graduated neutral density filter arrangement has at least one graduated neutral
density filter which is formed from binary structures, with the structure dimensions
of said binary structures being smaller than the wavelength of the light beam to be
analysed.
9. System according to any of the preceding claims, characterized in that the light beam to be analysed is a laser beam, in particular a laser beam with a
wavelength in the infrared range.
10. Method for analysing a collimated light beam guided by a beam guiding optical unit,
• wherein a light beam to be analysed is focused by way of a first Fourier optical
unit (110, 510), which is formed by a first focusing lens element having a first focal
length (f1), on a graduated neutral density filter arrangement (120, 520) which in relation
to the beam path is situated downstream of the first focusing lens element at the
distance of the first focal length (f1);
• wherein a second Fourier optical unit (130, 531, 532, 533), which is formed by a
second focusing lens element having a second focal length (f2), in relation to the beam path is arranged downstream of the graduated neutral density
filter arrangement (120, 520) at the distance of the second focal length (f2); and
• wherein a light intensity sensor arrangement (140, 540), which in relation to the
beam path is arranged downstream of the second focusing lens element at the distance
of the second focal length (f2) and which has at least one light intensity sensor (141, 541, 542, 543), measures,
for each graduated neutral density filter (121, 521, 522, 523) of the graduated neutral
density filter arrangement (120, 520), in each case the light intensity transmitted
by this graduated neutral density filter;
• wherein the graduated neutral density filter arrangement has a first graduated neutral
density filter (521) with a linear transmission profile in a first spatial direction
and a second graduated neutral density filter (523) with a linear transmission profile
in a second spatial direction, which differs from the first spatial direction, and/or
wherein the graduated neutral density filter arrangement has at least one graduated
neutral density filter with a transmission profile that is parabolic at least in a
predetermined spatial direction.
11. Use of a graduated neutral density filter in a system according to any of Claims 1
to 9, wherein the graduated neutral density filter is formed from binary structures,
and wherein the structure dimensions of said binary structures are smaller than the
wavelength of a light beam to be analysed.
12. Use of a graduated neutral density filter according to Claim 11, characterized in that the light beam to be analysed has a wavelength in the infrared range.
1. Système permettant d'analyser un faisceau lumineux collimaté guidé par une optique
de guidage de faisceau, comprenant
• une première optique de Fourier (110, 510) formée par une première lentille de focalisation
ayant une première focale (f1) ;
• un agencement de filtre gradué neutre (120, 520) qui est disposé après la première
lentille de focalisation à la distance de la première focale (f1) par rapport à la trajectoire du faisceau ;
• une deuxième optique de Fourier (130, 531, 532, 533) formée par une deuxième lentille
de focalisation ayant une deuxième focale (f2) qui est disposée après l'agencement de filtre gradué neutre (120, 520) à la distance
de la deuxième focale (f2) par rapport à la trajectoire du faisceau ; et
• un agencement de capteur d'intensité de lumière (140, 540) qui est disposé après
la deuxième lentille de focalisation à la distance de la deuxième focale (f2) par rapport à la trajectoire du faisceau, dans lequel l'agencement de capteur d'intensité
de lumière (140, 540) présente au moins un capteur d'intensité de lumière (141, 541,
542, 543) ;
• dans lequel l'agencement de capteur d'intensité de lumière (140, 540) est configuré
de telle sorte qu'il mesure pour chaque filtre gradué neutre (121, 521, 522, 523)
de l'agencement de filtre gradué neutre (120, 520) respectivement l'intensité de lumière
transmise à travers ce filtre gradué neutre ; et
• dans lequel l'agencement de filtre gradué neutre présente un premier filtre gradué
neutre (521) ayant une courbe de transmission linéaire dans une première direction
spatiale et un deuxième filtre gradué neutre (523) ayant une courbe de transmission
linéaire dans une deuxième direction spatiale différente de la première direction
spatiale, et/ou dans lequel l'agencement de filtre gradué neutre présente au moins
un filtre gradué neutre ayant une courbe de transmission parabolique au moins dans
une direction spatiale prédéterminée.
2. Système selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'agencement de filtre gradué neutre présente au moins un filtre gradué neutre qui
présente une courbe de transmission ayant une géométrie en forme de paraboloïde de
révolution ou en forme de selle.
3. Système selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'agencement de filtre gradué neutre présente au moins un filtre gradué neutre (522)
qui dispose d'une courbe de transmission constante afin de permettre une normalisation
de l'intensité.
4. Système selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'agencement de filtre gradué neutre (520) présente un réseau d'une pluralité de
filtres gradués neutres (521, 522, 523).
5. Système selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'agencement de capteur d'intensité de lumière (540) présente un réseau d'une pluralité
de capteurs d'intensité de lumière (541, 542, 543).
6. Système selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il présente une structure (505) de séparation de faisceau, disposée en amont de l'agencement
de filtre gradué neutre (520) par rapport à la direction de propagation de la lumière,
afin de séparer le faisceau lumineux à analyser en une pluralité de faisceaux partiels.
7. Système selon la revendication 6, caractérisé en ce que cette structure de séparation de faisceau (505) est disposée devant la première lentille
de focalisation à la distance de la première focale (f1) par rapport à la trajectoire du faisceau.
8. Système selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'agencement de filtre gradué neutre présente au moins un filtre gradué neutre qui
est formé par des structures binaires, dans lequel les dimensions de structure de
ces structures binaires sont inférieures à la longueur d'onde du faisceau lumineux
à analyser.
9. Système selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le faisceau lumineux à analyser est un faisceau laser, en particulier un faisceau
laser ayant une longueur d'onde dans le domaine des infrarouges.
10. Procédé permettant d'analyser un faisceau lumineux collimaté guidé par une optique
de guidage de faisceau
• dans lequel un faisceau lumineux à analyser est focalisée par une première optique
de Fourier (110, 510) formée par une première lentille de focalisation ayant une première
focale (f1) sur un agencement de filtre gradué neutre (120, 520) se trouvant après la première
lentille de focalisation à la distance de la première focale (f1) par rapport à la trajectoire du faisceau ;
• dans lequel, par rapport à la trajectoire du faisceau, après l'agencement de filtre
gradué neutre (120, 520), une deuxième optique de Fourier (130, 531, 532, 533) formée
par une deuxième lentille de focalisation est disposée à la distance de la deuxième
focale (f2) ;
• dans lequel un agencement de capteur d'intensité de lumière (140, 540), qui est
disposé après la deuxième lentille de focalisation à la distance de la deuxième focale
(f2) par rapport à la trajectoire du faisceau et présente au moins un capteur d'intensité
de lumière (141, 541, 542, 543), mesure pour chaque filtre gradué neutre (121, 521,
522, 523), l'agencement de filtre gradué neutre (120, 520) respectivement l'intensité
de lumière transmise à travers ce filtre gradué neutre ;
• dans lequel l'agencement de filtre gradué neutre présente un premier filtre gradué
neutre (521) ayant une courbe de transmission linéaire dans une première direction
spatiale, et un deuxième filtre gradué neutre (523) ayant une courbe de transmission
linéaire dans une deuxième direction spatiale différente de la première direction
spatiale, et/ou dans lequel l'agencement de filtre gradué neutre présente au moins
un filtre gradué neutre ayant au moins une courbe de transmission parabolique dans
une direction spatiale prédéterminée.
11. Utilisation d'un filtre gradué neutre dans un système selon l'une quelconque des revendications
1 à 9, dans lequel le filtre gradué neutre est formé par des structures binaires,
et dans lequel les dimensions de structure de ces structures binaires sont inférieures
à la longueur d'onde d'un faisceau lumineux à analyser.
12. Utilisation d'un filtre gradué neutre selon la revendication 11, caractérisé en ce que le faisceau lumineux à analyser dispose d'une longueur d'onde dans le domaine des
infrarouges.