[0001] Die Erfindung betrifft einen Anzug für ein Neugeborenes oder ein Frühgeborenes nach
dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Neugeborene, insbesondere Frühgeborene, benötigen eine Umwelt, welche Energie- und
Wasserhaushalte in ähnlicher Weise wie eine in-utero-Umgebung im Leib der Mutter aufrechterhält.
Störungen im Energie- und Wasserhaushalt führen zu einer erhöhten Mortalität und Morbidität,
reduzieren Wachstumsraten und weisen andere ungünstige Effekte auf.
[0003] Konventionelle Inkubatoren, Wärmelampen und beheizbare Matratzen bieten nicht die
Möglichkeit, einen vollen Zugang zum Neugeborenen für therapeutische oder pflegerische
Eingriffe zu ermöglichen und zur gleichen Zeit ein konstantes Klima für das Neugeborene
aufrechtzuerhalten.
[0004] Aus dem Stand der Technik sind bereits Anzüge für Neugeborene bekannt, in denen ein
Neugeborenes von einem folienartigen Material umgeben wird, um vor Kälte und Austrocknen
geschützt zu sein. In der Regel sind diese Anzüge im Wesentlichen quadratisch oder
rechteckförmig aufgebaut, mit einer Rückseite und einer Vorderseite, die an den Rändern
miteinander verbunden sind. Aus der Druckschrift
US 4,083,064 ist jedoch auch eine Ausführungsform beschrieben, die der Form eines Hemdes nachempfunden
ist.
[0005] Die verschiedenen Ausführungsformen aus dem Stand der Technik weisen eine hohe Steifigkeit,
die insbesondere bei PE-Material zu Faltenwurf führt, der beispielsweise über Druckstellen
eine Hautschädigung mit sich bringen kann. Ferner nachteilig ist eine gewisse Lautstärke
durch Knistern beim Einwickeln des Neugeborenen und ein mangelnder Zugriff auf das
Neugeborene von außen. Insbesondere unmittelbar nach der Geburt ist es entscheidend,
dass das Neugeborene schnell in eine Schutzumgebung kommt. Dies ist jedoch bei bekannten
Anzügen aufwendig, sodass wertvolle Sekunden verloren gehen.
[0006] Die Druckschrift
EP 2 543 269 A1 offenbart eine Neugeborenenhülle, die verschiedene kleinere Fenster aufweist, welche
mit einer entfernbaren Folie schließbar sind, um einen Zugriff von außen auf das Neugeborene
zu ermöglichen. Die Form dieser Art eines Anzuges ist im Wesentlichen quadratisch
mit einer Vorder- und Rückseite, wobei eine verschließbare Seitenlänge des Quadrates
vollständig offenbar ist, sodass hier ein Neugeborenes hineingelegt werden kann, während
eine benachbarte Seitenlänge des Quadrates in einem mittleren Bereich eine kleinere
Öffnung aufweist, durch die der Kopf des Neugeborenen hervorschauen kann. Nachteilig
bei dieser Ausführungsform ist, dass das Einführen des Neugeborenen sehr aufwendig
ist, wobei Verletzungen auftreten können.
[0007] Es ist demzufolge Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Anzug für ein Neugeborenes
oder ein Frühgeborenes bereitzustellen, der das aus dem Stand der Technik vorliegende
Verletzungsrisiko eliminiert, und der einfacher an ein Neugeborenes anlegbar ist.
Weiterhin soll ein Zugriff auf das Neugeborene von außen möglich bleiben.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Anzug für ein Neugeborenes aus einem
folienartigen Material gelöst. Der Anzugumfasst einen Rückenabschnitt zur Rückenunterlage,
einen Beinabschnitt als Beinunterlage sowie zwei Flügelelemente zum Umwickeln des
Brust-, Arm- und Bauchbereiches des Neugeborenen, wobei der Beinabschnitt angrenzend
zu dem Rückenabschnitt angeordnet ist und die beiden Flügelelemente armseitig angrenzend
zu dem Rückenabschnitt angeordnet sind. Kerngedanke der Erfindung ist, dass die Flügelelemente
so geformt sind, dass je ein Flügelelement sich armseitig von dem Rückenabschnitt
über einen Arm des Neugeborenen schlagen lässt, sodass dieser Arm mit der benachbarten
Schulter, der Bauchbereich und die Brust des Neugeborenen vollständig von diesem Flügelelement
bedeckt sind. Dies ist vorteilhaft, da durch die Bedeckung über das Umschlagen eine
besonders gute Anpassung an die Haut des Neugeborenen möglich ist. Es ist wesentlich
angenehmer, als bei den quadratischen Formen aus dem Stand der Technik. Dadurch, dass
die Größe beider Flügelelemente beim Umschlagen den Bauch- und den Brustbereich bedeckt,
ist es möglich, jeweils ein Flügelelement so über einen Arm und eine Schulter des
Neugeborenen zu schlagen, dass jeweils die andere Schulter und der andere Arm von
diesem Flügelelement nicht bedeckt ist. Dies ist vorteilhaft, da es auf diese Weise
möglich ist, das Neugeborene mit nur einem Flügelelement zu bedecken, sodass die andere
Seite zugänglich ist, wobei dennoch Brust- und Bauchbereich des Neugeborenen überdeckt
sind. Durch das doppelte Bedecken des Bauch- und Brustbereiches, wenn beide Flügelelemente
umgeschlagen sind, wird vorteilhaft ein besonders guter Halt der Flügelelemente ermöglicht,
ohne dass ein gesondertes Verschlusselement erforderlich wäre. Vorteilhaft ist auf
diese Weise auch eine sehr schnelle Bereitstellung einer Schutzumgebung für ein Neugeborenes
möglich. Innerhalb weniger Sekunden ist ein Neugeborenes auf dem Rückenabschnitt platziert
und mit zwei Handgriffen sind auch die Flügelelemente umgeschlagen. Dies ist bahnbrechend
im Vergleich zu bekannten Anzügen, bei denen noch ein Reißverschluss geschlossen oder
ein besonderer Einpackvorgang bewerkstelligt werden muss.
[0009] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform besteht das folienartige Material
aus bevorzugt transparentem Kunststoff, besonders bevorzugt aus PE-Folie, PVC, Biopolymeren
oder Polyurethan, ganz besonders bevorzugt aus Polyurethan. Vorteilhaft wird dabei
eine Materialkomposition gewählt, die transparent ist, da Neugeborene, insbesondere
Frühgeborene, zu einem großen Teil noch visuell beobachtet und beurteilt werden. Daher
ist ein ungehinderter Blick auf die Haut des Neugeborenen notwendig. Weiterhin wird
die Anforderung an die Materialkomposition gestellt, dass dieses weitestgehend wasserdampfdicht
ist. Innerhalb des Anzuges bildet sich eine gesättigte Wasserdampfatmosphäre, die
das Austrocknen der Haut verhindert. Weiterhin sollte das Material bevorzugt sehr
dünn und leicht sein, sodass das Neugeborene nicht durch Gewicht beim Atmen oder in
seiner Bewegung gehindert wird. Dennoch sollte das Material vorteilhaft reißfest sein,
sodass pflegerische Maßnahmen keine Beschädigungen des Anzuges hervorrufen. Eine weitere
bevorzugte Anforderung ist eine sehr weiche Haptik, sodass sich kein scharfkantiger
Faltenwurf bildet, damit die Haut des Neugeborenen nicht beeinträchtigt wird, was
auch eine einfachere Lagerung des Neugeborenen ermöglicht. Dabei schmiegt sich das
Material leicht um den Körper. Weiterhin sollte das Material vorteilhaft durch optimierte
Formgebung mit beispielsweise Flügeln und Kapuze ein leichtes und schnelles Einwickeln
des Neugeborenen sowie Anpassung an den Körper ermöglichen. Weiterhin sollte das Material
bevorzugt knisterarm sein, sodass bei pflegerischen Maßnahmen durch das noch empfindliche
Gehör des Neugeborenen keine unnötigen Belastungen entstehen. Als ganz besonders vorteilhaft
hinsichtlich der genannten Merkmale hat sich eine dünne Polyurethanfolie erwiesen,
die bevorzugt nur einige Mikrometer beträgt. Zwar weist Polyurethan eine geringe Wasserdampfdurchlässigkeit
auf, weswegen dieses Material auch im Stand der Technik bislang keine relevante Verwendung
gefunden hat, ein Vergleich mit anderen Anzügen aus dem Stand der Technik hat jedoch
gezeigt, dass die Vorteile klar überwiegen. So fasst sich der erfindungsgemäße Anzug
weich an und schmiegt sich um den Körper, während andere Anzüge aus dem Stand der
Technik deutlich steifer sind und sich selbstständig wieder aufrichten. Der erfindungsgemäße
Anzug zeigt lediglich ein sehr leises Rascheln, während Anzüge aus dem Stand der Technik
ein lautes Rascheln und Knistern aufweisen.
[0010] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist der Beinabschnitt zusammen mit
einem Beinhüllenabschnitt als Taschenelement mit einer zum Rückenabschnitt gewandten
Öffnung zum Einführen der Beine des Neugeborenen ausgebildet.
[0011] Die Ausbildung eines Beinabschnittes zusammen mit einem Beinhüllenabschnitt als Taschenelement
erlaubt ein einfaches Platzieren des Neugeborenen. Gleichzeitig sind damit die Beine
des Neugeborenen direkt bedeckt und somit auch gegen die Umgebung geschützt. Vorteilhaft
sind die zwei Flügelelemente armseitig in einer Ebene mit dem Rückenabschnitt ausgebildet.
Dies ist vorteilhaft, da auf diese Weise die Flügelelemente kein Hindernis für das
Platzieren des Neugeborenen darstellen und dieser einfach mit den Beinen in das Taschenelement
eingeführt und mit dem Rücken auf den Rückenabschnitt gelegt werden kann. Auf diese
Weise ist ein anschließendes Umwickeln des Brust-, Arm- und Bauchbereiches des Neugeborenen
mittels der zwei Flügelelemente möglich.
[0012] Auch der Beinabschnitt geht vorteilhaft in einer Folienebene in den Rückenabschnitt
über. Dies ist vorteilhaft, da das Neugeborene auf diese Weise auf einer glatten Oberfläche
zum Liegen kommt ohne Nähte. Vorteilhaft läuft der Taschenabschnitt von dem Neugeborenen
weg gerichtet zusammen. Auf diese Weise passt sich die Form ganz besonders gut einem
Beinbereich eines Neugeborenen an. Das Neugeborene hat sowohl eine Möglichkeit, die
Beine auszustrecken, als auch sie in einer herangezogenen schneidersitzähnlichen Position,
auch Fötusstellung genannt, bei sich zu behalten. Vorteilhaft weist der Beinabschnitt
an einer dem Neugeborenen zugewandten Seite seitlich abgerundete Taschenrandkurven
auf. Dies ist vorteilhaft, um eine Verletzungsgefahr des Neugeborenen zu vermeiden.
Besonders bevorzugt ist der Beinhüllenabschnitt von der Form her dem Beinabschnitt
nachempfunden. Auf diese Weise wird das Neugeborene vorteilhaft in einer Wasserdampfatmosphäre
zur Stabilisierung der Körperkerntemperatur zwischen Beinabschnitt und Beinhüllenabschnitt
untergebracht. Bevorzugt sind an den Seitenrändern zwischen Beinabschnitt und Beinhüllenabschnitt
Nähte angebracht. Dies ist vorteilhaft, da auf diese Weise ein Verrutschen des Beinhüllenabschnittes
durch einen Strampelvorgang des Neugeborenen verhindert wird. Bevorzugt sind die Nähte
an beiden Seitenrändern jeweils nur in einem Teilbereich der Gesamtlänge vorhanden,
besonders bevorzugt an einem dem Neugeborenen abgewandten Seitenrand angrenzend. Dies
ist vorteilhaft, da auf diese Weise trotz der seitlichen Verbindung zwischen Beinabschnitt
und Beinhüllenabschnitt ein Großteil des Beinhüllenabschnittes an den Seitenenden
frei und so der Körperform des Neugeborenen gut anpassbar bleibt.
[0013] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform umfasst der Anzug einen Kopfabschnitt
als Kopfunterlage des Neugeborenen, der angrenzend zu dem Rückenabschnitt angeordnet
ist. Dies ist vorteilhaft, da auf diese Weise auch der Kopf des Neugeborenen an seiner
Unterseite zur Liegefläche hin geschützt ist. Bevorzugt ist dieser Kopfabschnitt in
einer Folienebene mit dem Rückenabschnitt verbunden. Dies ist vorteilhaft, da auf
diese Weise ein besonders angenehmes Platzieren des Neugeborenen möglich ist. Dabei
ist denkbar, dass der Kopfabschnitt die Form eines Halbkreises aufweist, bei der die
Öffnung des Halbkreises dem Rückenabschnitt mittig zugewandt ist. Auf diese Weise
ist materialsparend eine besonders gute Anpassung an die Form des Neugeborenenkopfes
möglich. Der Rückenabschnitt steht vorteilhaft über dem Kopfabschnitt drüber, sodass
auch die Schultern des Neugeborenen besonders vorteilhaft platziert werden können.
Bevorzugt sind Schulterränder dabei als begrenzende Ränder des Rückenabschnittes parallel
zu einer Breitenrichtung des Neugeborenen ausgerichtet.
[0014] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist der Kopfabschnitt zusammen mit
einem Kopfhüllenabschnitt als Kapuzenelement mit einer zum Rückenabschnitt gewandten
Öffnung zum Einführen des Kopfes des Neugeborenen ausgebildet, bevorzugt derart, dass
das Gesicht des Neugeborenen unbedeckt ist. Dies ist besonders vorteilhaft, da auf
diese Weise der Kopf auch durch die Kapuzenform bedeckt werden kann, sodass hier ein
Verdunstungsschutz zur Stabilisierung der Körperkerntemperatur des Neugeborenen erwirkt
werden kann. Vorteilhaft sind der Kopfabschnitt und der Kopfhüllenabschnitt durch
eine Naht miteinander verbunden. Auf diese Weise ist es möglich, den Kopfabschnitt
in einer Folienebene in den Rückenabschnitt übergehen zu lassen und dennoch ein Kapuzenelement
auszubilden.
[0015] Vorteilhaft bleibt die Mund-Nasen-Region im Anzug unbedeckt. So wird ein ungehinderter
Zugang zu ihr und ein ungehinderter visueller Kontakt zu den Eltern ermöglicht. Der
Anzug ist aus einem Kunststoffmaterial gefertigt, das vorteilhaft undurchlässig für
Wasserdampf und geeignet ist für einen Langzeitkontakt mit der Haut des Neugeborenen.
[0016] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind die Flügelelemente der Form
nach den Flügeln eines Sperbers nachempfunden und weisen armseitig nach außen von
dem Rückenabschnitt zunächst eine zunehmende Kopf-Fuß-Erstreckung auf und laufen dann
jeweils zu einer Flügelspitze zusammen. Die zunächst zunehmende Form ermöglicht es,
von der Seite den gesamten Brust- und Bauchbereich des Neugeborenen zuzudecken, wobei
die nachfolgende zusammenlaufende Form zu einer Flügelspitze es vorteilhaft ermöglicht,
den jeweils gegenüberliegenden Arm eines Flügelelementes freizulassen. Ebenfalls wird
durch die zunächst zunehmende Form auch eine Abdeckung der Öffnung des Taschenelements
ermöglicht. Diese Form ist nicht beschränkend zu verstehen. So sind auch beliebige
andere Formen denkbar, die entsprechend wichtige Bereiche des Neugeborenen vorteilhaft
bedecken können, wozu runde Formen, eckige Formen als auch beliebige Musterformen
gehören.
[0017] Besonders bevorzugt sind die Maße der Kopf-Fuß-Erstreckung und der Seitenerstreckung
der Flügelelemente an die Größe des Neugeborenen angepasst. Der Verlauf des oberen
Randes des Flügelelements ist dabei bevorzugt zunächst als oberer Flügelrand angrenzend
zu dem Schulterrand ausgebildet, wobei dieser obere Flügelrand von dem Rückenabschnitt
nach außen sich annähernd in Richtung der Beine des Neugeborenen ausgerichtet, jedoch
nahezu parallel zu einer Seitenrichtung ist. Auf diese Weise wird beim Umschlagen
vorteilhaft eine Schulter des Neugeborenen bedeckt, während der obere Flügelrand danach
sich über einen Halsbereich des Neugeborenen legt, ohne die andere Schulter zu bedecken.
Der Vorteil hierbei liegt im abgerundeten oberen Flügelrand am Halsbereich. Dies ist
vorteilhaft, da auf diese Weise der gesamte Brustbereich des Neugeborenen bedeckt
wird. Demnach empfiehlt sich ebenfalls bevorzugt ein äußerer oberer Flügelrand, welcher
verstärkt nach außen in Richtung eines Beinbereiches des Neugeborenen gerichtet ist,
sodass beim Umschlagen dieser äußere obere Flügelrand sich entlang eines gegenüberliegenden
Armes des Neugeborenen legt, wobei dieser Arm von der Seite her frei bleibt. Somit
empfiehlt sich vorteilhaft eine Flügelspitze, die in einen unteren äußeren Flügelrand
übergeht, der vorteilhaft in einem umgeschlagenen Zustand unterhalb der Öffnung des
Taschenelementes verläuft. Darauf folgend befindet sich von außen nach innen gerichtet
vorteilhaft ein abgerundeter unterer Flügelrand, der in einen inneren unteren Flügelrand
übergeht, welcher sich beim Umschlagen entlang einer Seitenlinie des Taschenelementes
legt, sodass eine Öffnung des Taschenelementes vorteilhaft vollständig durch das Flügelelement
abgedeckt wird. Die gesamte Formbeschreibung ist bevorzugt nicht beschränkend zu verstehen.
[0018] Vorteilhaft ist durch die Formgebung mit Flügeln und Kapuze ein leichtes und schnelles
Einwickeln des Neugeborenen sowie eine Anpassung an den Körper möglich. Arme, Beine
bzw. Kopf können separat enthüllt werden, während der restliche Körper bedeckt bleibt.
[0019] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform umfasst der Anzug Umschlagelemente
zum optionalen zugänglichen Umwickeln der Beine des Neugeborenen, die armseitig an
dem Beinabschnitt angeordnet sind. Dies ist vorteilhaft, da es auf diese Weise möglich
ist, das Neugeborene oberhalb des Beinhüllenabschnittes zu platzieren und seinen Beinbereich
mit den Umschlagelementen zu bedecken. Auf diese Weise sind die Beine des Neugeborenen
von einer Unterseite her zugänglich. Ein zu dem Flügelelement angrenzender Rand eines
Umschlagelementes ist in seiner Form bevorzugt komplementär zu der Form eines unteren
Randes des Flügelelementes ausgebildet. Auf diese Weise lässt sich dies ganz besonders
leicht fertigen und schneiden. Ein Seitenrand ist dabei bevorzugt parallel zu einer
Kopf-Fuß-Erstreckung des Neugeborenen angeordnet, während ein unterer Rand besonders
vorteilhaft parallel zu einer Seitenbreitenrichtung des Neugeborenen verläuft. Auf
diese Weise lässt sich das Umschlagelement besonders vorteilhaft zur Innenseite über
das Taschenelement klappen und so ein Beinbereich des Neugeborenen bedecken.
[0020] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind die Umschlagelemente armseitig
von dem Beinabschnitt nach außen so weit ausgedehnt, dass sie sich beim Umschlagen
zur Mitte über den Beinhüllenabschnitt überlappen, sodass die Beine des Neugeborenen
auch in dem Zwischenraum zwischen Beinhüllenabschnitt und Umschlagelementen untergebracht
werden können und seitlich von außen zugänglich sind.
[0021] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform überlappen die Flügelelemente die
Umschlagelemente in umgeschlagenem Zustand, sodass Arm-, Schulter-, Brust-, Bauch-
und Beinbereiche des Neugeborenen auch bei Unterbringen der Beine in den Zwischenraum
zwischen Beinhüllenabschnitt und Umschlagelementen vollständig bedeckt sind. Die derartige
Ausgestaltung der Flügelelemente stellt den besonders vorteilhaften Charakter der
Erfindung besonders deutlich dar. Der Anzug erlaubt vielseitige Varianten der Anwendung
und Unterbringung des Neugeborenen. So sind Kombinationen der einzelnen Umschlagelemente
im bedeckten oder unbedeckten Zustand möglich, sodass gewisse Bereiche des Neugeborenen
zugänglich sind, ohne das Mikroklima der anderen Bereiche des Neugeborenen nachhaltig
zu stören.
[0022] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist eine Innenseite des Anzugs mit
physiologischen Mikroorganismen besiedelt. Die Haut von Neugeborenen und im Besonderen
von Frühgeborenen weist Unterschiede zu der von Reifgeborenen und Erwachsenen auf.
Sie ist noch unreif, wesentlich dünner in seiner Schichtung als normale Haut. Dadurch
verliert das Neugeborene wesentlich mehr Wasser über die Haut. Dieser transdermale
Wasserverlust beeinflusst ganz dramatisch den Wasserhaushalt und die Thermoregulation
des Neugeborenen. Zusätzlich bedingt die fehlende oder wenig ausgeprägte Epithelschicht
und deren Verhornung ein großes Verletzungsrisiko der Haut durch "Pflaster", Elektroden,
kantige Nähte oder Reibung. Diese verletzte Haut und auch die rasche Austrocknung
ohne entsprechende Reifung derselben bedingt Eintrittspforten für Bakterien und Keime.
Im Krankenhaus sind diese Keime meist pathogene Keime von oft hoher Resistenz gegen
Antibiotika.
[0023] Eine frühe bakterielle Besiedlung mit natürlichen Keimen spielt deshalb für das Neugeborene,
insbesondere für das Frühgeborene, eine besondere Rolle. Physiologischer Weise befindet
sich auf der Haut des Menschen, abhängig von der Körperregion, ein dichter Rasen aus
kommensalen Mikroorganismen, also Bakterien und auch Pilzen. Diese Mikroorganismen
existieren auf der menschlichen Haut, ohne ihr zu schaden, mehr noch, sie stellen
den natürlichen Säureschutzmantel her und gewährleisten einen natürlichen Schutz vor
pathogenen, also aggressiven und krank machenden Keimen.
[0024] Die Besiedlung durch physiologisch wirksame Mikroorganismen geschieht jedoch erst
in den ersten Tagen und Wochen des Lebens. Deshalb haben pathogene Keime in den ersten
Lebenstagen optimalere Möglichkeiten, die neugeborene Haut zu besiedeln und aufgrund
der leichten Verletzbarkeit der trockenen Haut einzudringen. Hinzu kommt, dass besonders
Frühgeborene auf einer Intensivstation aufgrund ihrer möglichen Begleiterkrankungen
eine aggressive Therapie mit Antibiotika benötigen, welche die natürliche Keimflora
stören und somit eine pathogene Besiedlung noch unterstützen können.
[0025] Eine Beschichtung der Innenseite des austauschbaren Kunststoffanzugs mit physiologischen
Bakterien, z. B. Keime seiner eigenen Mutter, welche es auch sonst im Laufe der Zeit
akquirieren würde, wäre dementsprechend eine sehr erfolgversprechende Möglichkeit,
den Aufbau der natürlichen Keimflora der Neugeborenenhaut zu unterstützen und zu beschleunigen
und somit Vorort lebensgefährlichen Infektionen der Haut zu schützen.
[0026] Ein besonderer Vorteil des Anzugs ist es, dass Rumpf, Kopf und Gliedmaßen des Neugeborenen
mit einem wasserundurchlässigen Anzug so umschlossen werden, dass die Wasserverdunstung
der eigenen Haut eine wasserdampfgesättigte Umgebung auffindet. Dadurch wird der evaporative
Wasserverlust der Haut, der bei unreifen Frühgeborenen in trockener Luft die Harn-Rate
übersteigen kann, vorteilhaft auf nahezu 0 reduziert. Dennoch wird gleichzeitig bevorzugt
ein voller Zugang zu den wichtigen Pflege-Regionen des Neugeborenen, wie Gesicht,
welches frei ist, und dem Genitalbereich, leicht zugänglich über Beineinschub, und
den Gliedmaßen, durch Aufschlagen des jeweiligen Flügels bzw. Umschlags, ermöglicht.
Bereiche des Anzugs sind vorteilhaft derart konzipiert, dass sie einen visuellen und
mechanischen Zugang zum Neugeborenen ermöglichen, wie er für diagnostische und pflegerische
Maßnahmen benötigt wird. Weitere Vorteile und Zwecke sind der nachfolgenden Beschreibung
in Verbindung mit den Zeichnungen zu entnehmen. Dabei bilden sämtliche offenbarten
Merkmale in sinnvoller Kombination den Gegenstand der Erfindung, auch unabhängig von
ihrer Kombination in den einzelnen Figurenbeispielen. Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- eine aufgeklappte Ansicht des fertigen Anzuges;
- Fig. 2
- eine Seitenquerschnittsansicht des erfindungsgemäßen Anzuges;
- Fig. 3
- ein Neugeborenes mit seinen Beinen in dem Taschenelement und seinem Kopf in dem Kapuzenelement;
- Fig. 4
- Anzug mit Neugeborenem und umgeschlagenem Umschlagelement;
- Fig. 5
- Anzug mit Neugeborenem und zwei umgeschlagenen Umschlagelementen;
- Fig. 6
- Anzug mit Neugeborenem und zwei umgeschlagenen Umschlagelementen und einem umgeschlagenen
Flügelelement;
- Fig. 7
- Anzug mit umgeschlagenen Flügelelementen und umgeschlagenen Umschlagelementen;
- Fig. 8
- Anzug ohne Neugeborenes mit aufgetrennten Nähten in einer Folienebene;
- Fig. 9
- Anzug ohne Neugeborenes mit umgeschlagenen Umschlagelementen.
[0027] Fig. 1 zeigt einen Anzug 1 mit Rückenabschnitt 2, Flügelelementen 6, 8, mit Beinabschnitt
4 und Beinhüllenabschnitt 5 sowie mit Umschlagelementen 12, 14 und Kopfabschnitt 16.
Über dem Kopfabschnitt 16 ist weiterhin ein Kopfhüllenabschnitt 17 angeordnet, der
in dieser Ansicht nicht direkt von dem Kopfabschnitt 16 zu unterscheiden ist. Der
Beinhüllenabschnitt 5 formt zusammen mit dem Beinabschnitt 4 ein Taschenelement aus,
das eine Öffnung 10 umfasst, die zum Rückenabschnitt 2 hin gerichtet ist. Weiterhin
ist auf einer der Öffnung 10 abgewandten Seite des Taschenelementes eine Taschenknickstelle
45 vorzufinden, die an dieser Seite den Beinabschnitt 4 mit dem Beinhüllenabschnitt
5 verbindet. Seitlich zwischen Beinhüllenabschnitt 5 und Beinabschnitt 4 sind Taschennähte
18 angeordnet, die hier nicht entlang des gesamten Seitenrandes, sondern nur entlang
eines Teiles des Seitenrandes verlaufen, der dem Rückenabschnitt 2 abgewandt ist.
Der seitliche Taschenrand 103 geht dabei entlang einer seitlichen oberen Taschenrandkurve
101 in einen Randbereich der Öffnung 10 über. Dabei verjüngt sich eine Breite des
Beinhüllenabschnittes 5 von dem Rückenabschnitt 2 zu der davon abgewandten Seite entlang
des Seitenrandes 103. Die seitlich davon an dem Beinhüllenabschnitt 5 angeordneten
Umschlagelemente 12, 14 weisen jeweils an ihrem Seitenrand 122 eine in Kopf-Fuß-Richtung
verlaufende parallele Kante auf. Weiterhin weisen sie fußseitig des Neugeborenen einen
unteren Rand des Umschlagelementes 124 auf, der parallel zu einer Breitenrichtung
verläuft. Zum Rückenabschnitt 2 oder zum Flügelelement 6, 8 hin gerichtet ist eine
Randform eines Flügelelementes 12, 14 komplementär zu einer Randform des Flügelelementes
6, 8 ausgebildet. Der Kopfabschnitt 16 ist mit dem Kopfhüllenabschnitt 17 über eine
entlang einer halbkreisförmigen Form verlaufenden Kapuzennaht 161 verbunden. Der Kopfabschnitt
weist die Form eines Halbkreises auf, der mit seiner offenen Halbkreisseite zu dem
Rückenabschnitt 2 hin gerichtet ist. Der Rückenabschnitt 2 steht jedoch seitlich über
den Kopfabschnitt 16 über, sodass er in Breitenrichtung verlaufende Schulterränder
21, 23 aufweist. Die Flügelelemente 6, 8 sind armseitig benachbart zu dem Rückenabschnitt
2 angeordnet. Angrenzend zu den Schulterrändern 21, 23 folgen jeweils obere Flügelränder
63, 83 von dem Rückenabschnitt 2 armseitig nach außen gerichtet. Diese sind nicht
ganz genau parallel zu einer Breitenrichtung, sondern weisen einen kleinen Winkel
hin zu einem Beinbereich des Neugeborenen auf. Nach dem oberen Flügelrand 63, 83 weiter
nach außen gerichtet folgt ein abgerundeter oberer Flügelrand 65, 85. Dieser dient
vor allem zum Überdecken der gegenüberliegenden Brust des Neugeborenen 3 im umgeschlagenen
Zustand. Weiter nach außen von dem abgerundeten oberen Flügelrand 65, 85 folgt ein
äußerer oberer Flügelrand 67, 87, bei dem die Flügelelemente 6, 8 in Kopf-Fuß-Erstreckung
zusammenlaufen zu jeweils einer Flügelspitze 9. An einer dem Beinabschnitt 4 zugewandten
Seite des Rückenabschnittes 2 grenzen ebenfalls in Breitenrichtung Ränder der Flügelelemente
6, 8 an. So münden an dem seitlichen oberen Taschenrand Kurven 101 des Beinhüllenabschnittes
5, nämlich jeweils eine untere Flügelrandkurve 77, 97 des Flügelelementes 6, 8. Diese
Kurve bewirkt eine kurze Verengung des jeweiligen Flügelelementes 6, 8 in Kopf-Fuß-Erstreckung,
wobei dann weiter nach außen gerichtet eine Verbreiterung erfolgt. Dabei gehen die
unteren Flügelrandkurven 77, 97 in einen inneren unteren Flügelrand 75, 95 über, der
wiederum bei seiner höchsten Verbreiterung in einen abgerundeten unteren Flügelrand
mündet. An dieser Stelle weisen die Flügelelemente 6, 8 zwischen abgerundetem unteren
Flügelrand 73, 93 und abgerundetem oberen Flügelrand 65, 85 eine größte Kopf-Fuß-Erstreckung
des jeweiligen Flügelelementes 6, 8 auf, um dann weiter nach außen gerichtet weiter
zusammenzulaufen. Dabei weisen die Flügelelemente 6, 8 jeweils einen äußeren unteren
Flügelrand 71, 91 auf, der wie die äußeren oberen Flügelränder 67, 87 in der Flügelspitze
9 mündet. Auf diese Weise laufen äußerer oberer Flügelrand 67, 87 und äußerer unterer
Flügelrand 71, 91 zu der Flügelspitze 9 zusammen.
[0028] Fig. 2 zeigt eine Seitenprofilansicht, bei der insbesondere die Ausbildung des Taschenelementes
mit dem Beinhüllenabschnitt 5 und die Ausbildung des Kapuzenelementes mit dem Kopfhüllenabschnitt
17 sichtbar werden.
[0029] Die Fig. 3 - 7 zeigen aufeinanderfolgend, wie ein Neugeborenes 3 in den Anzug 1 eingewickelt
werden kann. Dabei ist in Fig. 3 das Neugeborene 3 mit seinen Beinen innerhalb des
Taschenelementes unterhalb des Beinhüllenabschnittes 5 platziert, während der Kopf
in dem Kapuzenelement unterhalb des Kopfhüllenabschnittes 17 angeordnet ist. Ein Pfeil
deutet die Bewegung an, die notwendig ist, um zu der nächsten Figur 4 zu gelangen.
Dafür muss ein Umschlagelement 12 über die Beine geklappt werden. Hierbei ist es auch
möglich, dass das Neugeborene oberhalb des Beinhüllenabschnittes 5 angeordnet ist.
Im nächsten Schritt wird das zweite Umschlagelement 14 über die Beine geklappt, um
zu dem Bild in Fig. 5 zu gelangen. Unabhängig davon, ob die Beine des Neugeborenen
3 unterhalb oder oberhalb des Beinhüllenabschnittes 5 angeordnet sind, sind sie auf
diese Weise zumindest durch die Umschlagelemente 12, 14 bedeckt. Im nächsten Schritt
wird ein Flügelelement 8 umgeklappt, um zu Fig. 6 zu gelangen. Im nächsten Schritt
wird ein zweites Flügelelement 6 umgeklappt, um zum Bild in Fig. 7 zu gelangen.
[0030] Fig. 8 zeigt den Anzug 1 mit aufgetrennten Nähten, sodass sowohl der Beinhüllenabschnitt
5 als auch der Kopfhüllenabschnitt 17 in einem aufgeklappten Zustand vorliegen. Dabei
wird besonders die Funktion der Taschenknickstelle 45 deutlich. In Fig. 9 sind nochmal
die umgeschlagenen Umschlagelemente 12, 14 an dem Anzug 1 ohne Neugeborenes 3 dargestellt.
[0031] Sämtliche in den Anmeldungsunterlagen offenbarten Merkmale werden als erfindungswesentlich
beansprucht, sofern sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik
neu sind.
Bezugszeichenliste
[0032]
- 1
- Anzug
- 2
- Rückenabschnitt
- 3
- Neugeborenes
- 4
- Beinabschnitt
- 5
- Beinhüllenabschnitt
- 6,8
- Flügelelemente
- 9
- Flügelspitze
- 10
- Öffnung
- 12, 14
- Umschlagelemente
- 16
- Kopfabschnitt
- 17
- Kopfhüllenabschnitt
- 18
- Taschennaht
- 21,23
- Schulterrand
- 45
- Taschenknickstelle
- 63, 83
- innerer oberer Flügelrand
- 65, 85
- abgerundeter oberer Flügelrand
- 67, 87
- äußerer oberer Flügelrand
- 71, 91
- äußerer unterer Flügelrand
- 73, 93
- abgerundeter unterer Flügelrand
- 75, 95
- innerer unterer Flügelrand
- 77, 97
- untere Flügelrandkurve
- 101
- seitlicher oberer Taschenrandkurve
- 103
- seitlicher Taschenrand
- 122
- Seitenrand des Umschlagelementes
- 124
- unterer Rand des Umschlagelementes
- 142
- Seitenrand des Umschlagelementes
- 144
- unterer Rand des Umschlagelementes
- 161
- Kapuzennaht
1. Anzug (1) für ein Neugeborenes (3) aus einem folienartigen Material, umfassend einen
Rückenabschnitt (2) zur Rückenunterlage, einen Beinabschnitt (4) als Beinunterlage
sowie zwei Flügelelemente (6, 8) zum Umwickeln eines Brust-, Arm- und Bauchbereiches
des Neugeborenen (3), wobei der Beinabschnitt (4) angrenzend zu dem Rückenabschnitt
(2) angeordnet ist und die beiden Flügelelemente (6, 8) armseitig angrenzend zu dem
Rückenabschnitt (2) angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Flügelelemente (6, 8) so geformt sind, dass je ein Flügelelement (6, 8) sich armseitig
von dem Rückenabschnitt (2) über einen Arm des Neugeborenen (3) schlagen lässt, sodass
dieser Arm mit der benachbarten Schulter, der Bauchbereich und die Brust des Neugeborenen
(3) vollständig von diesem Flügelelement (6, 8) bedeckt sind.
2. Anzug (1) für ein Neugeborenes (3) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,dass
das folienartige Material aus bevorzugt transparentem Kunststoff besteht, besonders
bevorzugt aus PE-Folie, PVC, Biopolymoren oder Polyurethan, ganz besonders bevorzugt
aus Polyurethan.
3. Anzug (1) für ein Neugeborenes (3) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Beinabschnitt (4) zusammen mit einem Beinhüllenabschnitt (5) als Taschenelement
mit einer zum Rückenabschnitt (2) gewandten Öffnung (10) zum Einführen der Beine des
Neugeborenen (3) ausgebildet ist.
4. Anzug (1) für ein Neugeborenes (3) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, dass
der Anzug (1) einen Kopfabschnitt (16) als Kopfunterlage des Neugeborenen (3) umfasst,
der angrenzend zu dem Rückenabschnitt (2) angeordnet ist.
5. Anzug (1) für ein Neugeborenes (3) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,dass
der Kopfabschnitt (16) zusammen mit einem Kopfhüllenabschnitt (17) als Kapuzenelement
mit einer zum Rückenabschnitt (2) gewandten Öffnung zum Einführen des Kopfes des Neugeborenen
(3) ausgebildet ist, bevorzugt derart, dass das Gesicht des Neugeborenen (3) unbedeckt
ist.
6. Anzug (1) für ein Neugeborenes (3) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Flügelelemente (6, 8) in der Form den Flügeln eines Sperbers nachempfunden sind
und armseitig nach außen von dem Rückenabschnitt (2) zunächst eine zunehmende Kopf-Fuß-Erstreckung
aufweisen und dann jeweils zu einer Flügelspitze (9) zusammenlaufen.
7. Anzug (1) für ein Neugeborenes (3) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Anzug (1) Umschlagelemente (12, 14) zum optionalen zugänglichen Umwickeln der
Beine des Neugeborenen (3) umfasst, die armseitig an dem Beinabschnitt (4) angeordnet
sind.
8. Anzug (1) für ein Neugeborenes (3) wenigstens nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Umschlagelemente (12, 14) armseitig von dem Beinabschnitt (4) nach außen soweit
ausgedehnt sind, dass sie sich beim Umschlagen zur Mitte über dem Beinhüllenabschnitt
(5) überlappen, so dass die Beine des Neugeborenen (3) auch in dem Zwischenraum zwischen
Beinhüllenabschnitt (5) und Umschlagelementen (12, 14) untergebracht werden können
und fußseitig von außen zugänglich sind.
9. Anzug (1) für ein Neugeborenes (3) nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,dass
die Flügelelemente (6, 8) die Umschlagelemente (12, 14) in umgeschlagenem Zustand
überlappen, sodass Arm-, Schulter-, Brust-, Bauch- und Beinbereiche des Neugeborenen
(3) auch bei Unterbringung der Beine in dem Zwischenraum zwischen Beinhüllenabschnitt
(5) und Umschlagelementen (12, 14) vollständig bedeckt sind.
10. Anzug (1) für ein Neugeborenes nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Innenseite des Anzugs (1) mit physiologischen Mikroorganismen besiedelt ist.