[0001] Die Erfindung betrifft eine Lagereinrichtung für eine flächige Leuchte, insbesondere
für eine organische Leuchtdiode, umfassend eine Halterung zum Befestigen mindestens
einer flächigen Leuchte, wobei die Halterung eine Auflagefläche für die zumindest
eine flächige Leuchte aufweist. Die vorliegende Erfindung betrifft insbesondere flächige
Leuchten, die in Kraftfahrzeugscheinwerfern, z.B. in Hauptscheinwerfern oder Zusatzscheinwerfern,
eingesetzt werden.
[0002] Organische Leuchtdioden (OLEDs) eignen sich aufgrund ihrer homogenen Abstrahlcharakteristik,
der geringen Bauraumtiefe, der annähernd beliebigen Formgebung sowie der Möglichkeit
der Segmentierung für den Einsatz in Scheinwerfern für Kraftfahrzeuge und speziell
für den Einsatz als Signallichtfunktion. Darüber hinaus ermöglichen diese Leuchtmittel
die Umsetzung von kundenspezifischen Designwünschen bezüglich spezieller Leuchteindrücke
und zur Darstellung von Tiefeneffekten.
[0003] Herkömmliche OLEDs sind aus mehreren Schichten aufgebaut. Typischerweise weist eine
OLED eine Anode, eine leitfähige Polymerschicht, eine Licht-emittierende Polymerschicht
und eine Kathode auf. Diese werden zwischen zwei Substratplatten angeordnet, wobei
es sich hierbei häufig um Glasplatten handelt, die miteinander verklebt werden. Die
Verklebung der Glasplatten verhindert Umwelteinflüsse, welche die OLED funktionsuntüchtig
machen würden. Bei derartigen OLEDs und auch bei anderen zerbrechlichen flächigen
Leuchtmitteln, die z.B. in Kraftfahrzeugen eingesetzt werden, besteht jedoch bei Vibrationsbelastung
oder während der Montage bzw. des Einbaus die Gefahr eines Glasbruchs.
[0004] Halte- und Dämpfungsvorrichtungen für verschiedene Leuchtkörper und andere zerbrechliche
Körper sind aus dem Stand der Technik grundsätzlich bekannt.
[0005] Die
DE 10 2011084 814 A1 offenbart ein Halterungselement zum Halten mindestens einer flachen Flächenlichtlampe.
[0006] Die
EP 2 471 688 A1 beschreibt ein außenliegendes Montagebauteil für ein Fahrzeug, mit einem Lichtmodul,
welches zumindest ein nach außen, sichtbares Licht emittierendes Leuchtmittel aufweist.
[0007] Die
DE 10 2011 100 279 A1 offenbart Verfahren und Systeme für dynamische Beleuchtungssysteme, welche wenigstens
eine Lichtquelle enthalten, die vorzugsweise eine OLED oder wenigstens eine LED ist.
[0008] Die
DE 10 2008 034 529 A1 beschreibt ein Fahrzeuginnenausstattungsteil mit einer Auflageoberfläche, mindestens
einem Widerlager und mindestens einem Federelement aus Folienmaterial, das an dem
Widerlager anliegt.
[0009] Die
US 2010/0039355 A1 beschreibt eine Lautsprechervorrichtung mit einem visuellen Bildschirm, wobei die
Membran eines herkömmlichen Lautsprechers mit einer flexiblen OLED ersetzt ist. Die
Lautsprechervorrichtung weist eine Spule, einen Magneten und ein Dämpfelement sowie
einen elektrischen Stromkreis zur Ansteuerung des mit der OLED modifizierten Lautsprechers
auf.
[0010] Die
DE 10 2004 032 223 A1 offenbart eine audiovisuelle Anordnung mit einem flächigen, zur Darstellung von Bildinformationen
ausgebildeten Element, welches zur Lichtemission ansteuerbar ist.
[0011] Die
FR 2 287 356 A1 beschreibt eine Vorrichtung zum Schutz einer Windschutzscheibe, die einen elastischen
Schwingungsdämpfer zwischen der Windschutzscheibe und einer fixen Montagefläche im
Fahrzeug aufweist.
[0012] Es ist eine Aufgabe der Erfindung eine vibrations- und schwingungsdämpfende Lagereinrichtung
für flächige Leuchten, insbesondere für organische Leuchtdioden, bereitzustellen,
welche die Gefahr eines Zerbrechens aufgrund von Vibrationsbelastungen oder während
der Montage bzw. des Einbaus der Leuchte verringert. Es ist insbesondere eine Aufgabe
der Erfindung eine vibrations- und schwingungsdämpfende Lagereinrichtung für flächige
Leuchten, die in Kraftfahrzeugscheinwerfern, z.B. in Hauptscheinwerfern oder Zusatzscheinwerfern,
eingesetzt werden, bereitzustellen.
[0013] Diese Aufgaben werden mittels einer Lagereinrichtung wie eingangs genannt gelöst,
welche erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet ist, dass die Halterung zumindest zwei
voneinander beabstandete und seitlich an der Auflagefläche angeformte oder als Anbauteil
angeordnete Halteelemente aufweist, welche eine Aufnahme ausbilden, wobei in jeder
Aufnahme je ein Polymerlager aus einem elastischen Polymermaterial aufgenommen ist,
wobei jedes Polymerlager eine normal zur Ebene der Auflagefläche angeordnete Durchgangsöffnung
aufweist, wobei die Lagereinrichtung Befestigungselemente umfasst, welche zum Befestigen
der Lagereinrichtung auf einem Untergrund jeweils durch die Durchgangsöffnungen der
Polymerlager geführt sind.
[0014] Dank der Erfindung ist eine Vibrationshemmung und Schwingungsdämpfung in X, Y und
Z-Richtung möglich. Bei der Montage der Lagereinrichtung im Untergrund erfolgt keine
Krafteinbringung und zudem wird die auf der Auflagefläche der Halterung befestigte
flächige Leuchte spannungsfrei gelagert, da die Polymerlager ein eventuelles Verziehen
ausgleichen. Ferner ist ein Serieneinsatz, der auch definierte Schraubpositionen und
Drehmomente erlaubt, möglich.
[0015] Der Begriff "flächige Leuchte" wie hierin verwendet bezieht sich auf Leuchten mit
flächigen Lichtkomponenten, insbesondere eine organische Leuchtdiode (OLED). Besonders
von Vorteil ist die Erfindung zum Befestigen von zerbrechlichen oder spannungsempfindlichen
flächigen Leuchten wie beispielsweise die eingangs erwähnten OLEDs, die zwischen zwei
miteinander verklebten Glasplatten liegen. Als weitere Beispiele für flächige Leuchten
sind ein Leuchtdioden(LED)-Array oder ein flächiger Lichtleiter zu nennen. Die leuchtende
Oberfläche der flächigen Leuchte, wie sie mit der erfindungsgemäßen Lagereinrichtung
befestigt wird, ist im Wesentlichen planar. Derartige Leuchten mit flächigen Lichtkomponenten
sowie deren Aufbau sind einem Fachmann auf dem Gebiet notorisch bekannt.
[0016] Die Halteelemente können entweder direkt an der Auflagefläche nach an sich bekannter
Art angeformt sein, z.B. mittels Anschweißen oder, vorzugsweise einstückig, durch
Mitformen bei der Herstellung der Halterung. Dadurch ist eine einfache, kostengünstige
und positionsgenaue Herstellung möglich. Die Halterung kann aus Metall gefertigt sein
oder ein Metall enthalten, z.B. kann die Halterung aus Aluminium, z.B. mittels Aluminium-Guss,
gefertigt sein oder eine Oberfläche aus Zink, z.B. mittels Zink-Druckguss hergestellt,
aufweisen. Ebenso ist es möglich, die Halterung aus Kunststoff, z.B. mittels Spritzguss,
herzustellen. Die Wahl des Materials, aus welchem die Halterung gefertigt ist, hängt
von der Art der flächigen Leuchte und der Umgebungstemperatur ab. Beispielsweise erwärmen
sich OLEDs selbst nur geringfügig, weshalb die Wahl des Materials hauptsächlich von
der Umgebungstemperatur abhängt. Eine Halterung für eine OLED, die im Randbereich
eines Scheinwerfers bei der Gehäuseöffnung montiert ist, würde mit Vorteil aus Metall
hergestellt sein. Im Scheinwerfer selbst wäre eine Halterung aus Kunststoff möglich,
wobei aus designtechnischen Gründen jedoch Metall bevorzugt wird.
[0017] Alternativ dazu können die Halteelemente als Anbauteile an der Auflagefläche angeordnet
sein. Unter "Anbauteil" ist zu verstehen, dass das Halteelement als Zusatzteil seitlich
an der Auflagefläche aufgebracht ist. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn
die Auflagefläche aus einem anderen Material wie das Halteelement besteht.
[0018] Bei bestimmten Geometrien der flächigen Leuchte können zwei voneinander beabstandete
Haltelemente, d.h. zwei Lagerpunkte, ausreichend sein, wobei jedoch das Risiko einer
unerwünschten Drehmomentwirkung bestehen kann. Vorzugsweise sind daher zumindest drei
voneinander beabstandete Halteelemente, d.h. drei oder mehr Lagerpunkte, vorgesehen.
Ein Fachmann auf dem Gebiet ist dabei ohne weiteres in der Lage, entsprechend der
Geometrie der Auflagefläche, die ihrerseits durch die Geometrie und das Design der
flächigen Leuchte beeinflusst wird, die Anzahl und die Positionen der Haltelemente
sowie deren Abstand zueinander so zu wählen, dass eine mögliche Verspannung der Halterung
reduziert bzw. vermieden wird.
[0019] Bei einer spezifischen Variante ist die Auflagefläche im Wesentlichen viereckig ausgebildet,
wobei die Halterung genau drei Haltelemente aufweist, welche an oder benachbart zu
drei Ecken der viereckigen Auflagefläche angeordnet sind. Diese Variante zeichnet
sich dadurch aus, dass Verspannungen an der Halterung reduziert werden, eine ideale
Auflage für die flächige Leuchte gewährleistet und gleichzeitig eine freistehende
leuchtende Fläche demonstriert wird.
[0020] Die Polymerlager sind wie erwähnt aus einem elastischen Polymermaterial gefertigt,
wobei Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM) und Silikon als geeignete Polymere zu
nennen sind. Polymerlager, die im Handel und unter den Fachkreisen auch als Gummilager
bezeichnet werden, sind hinlänglich bekannt.
[0021] Als Befestigungselemente werden günstigerweise Schrauben verwendet. Um eine Rotation
am Polymerlager (Gummilager) zu vermeiden, ist es von Vorteil, wenn die Lagereinrichtung
zudem Hülsen als Schraubenauflage aufweist, wobei die Hülsen jeweils in die Durchgangsöffnungen
der Polymerlager eingesetzt sind, wobei die Schrauben jeweils durch die Hülsen geführt
sind. Um die Quetschung des Polymerlagers zu begrenzen, ist es von Vorteil, wenn die
Länge der Hülsen, wenn die Lageranordnung auf dem Untergrund verschraubt ist, kürzer
als die Länge der Durchgangsöffnungen der Polymerlager ist; auf diese Weise entsteht
zwischen dem Untergrund und jenem Hülsenende, das dem Untergrund zugewandt, ist ein
definierter Spalt.
[0022] Für eine bessere Kühlwirkung können bei einer vorteilhaften Weiterbildung an einer,
dem Untergrund zugewandten Unterfläche der Halterung zumindest bereichsweise Kühlrippen
ausgebildet sein.
[0023] Unter Berücksichtigung des Designs und der Dimensionierung der Halterung bzw. der
flächigen Leuchte, ist die Auflagefläche der Halterung derart ausgebildet, dass sie
eine Unterfläche der zumindest einen flächigen Leuchte zumindest bereichsweise überdeckt.
Ein Fachmann auf dem Gebiet ist dabei in der Lage, eine entsprechende Wahl zu treffen.
Zum Beispiel kann die Auflagefläche der Halterung bei einer Variante derart ausgebildet
sein, dass sie die Unterfläche der zumindest einen flächigen Leuchten vollständig
überdeckt. Bei dieser Variante wird die Sicht auf die Rückseite der flächigen Leuchte,
z.B. eine OLED, komplett durch den Halter verdeckt. Aus designtechnischen Gründen
kann aber bei anderen Varianten auch eine Freistellung am Halter vorgesehen sein,
wobei bei dieser Variante die Auflagefläche der Halterung vorzugsweise derart ausgebildet
ist, dass sie zumindest bereichsweise die Randflächen der Unterfläche der zumindest
einen flächigen Leuchte überdeckt.
[0024] Bei einer Weiterbildung umfasst jedes Haltelement zwei parallel zur Auflagefläche
verlaufende Schenkel, wobei die Schenkel eine Aufnahme ausbilden, in die das Polymerlager
einpressbar ist. Der Zusammenbau und die Montage der Lagereinrichtung gestalten sich
dadurch besonders einfach.
[0025] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung betrifft eine Leuchtenanordnung, die eine erfindungsgemäße
Lagereinrichtung wie hierin beschrieben sowie eine auf der Auflagefläche der Halterung
der Lagereinrichtung befestigte flächige Leuchte umfasst. Wie oben bereits im Detail
definiert, bezieht sich der Begriff "flächige Leuchte auf Leuchten mit flächigen Lichtkomponenten,
insbesondere eine organische Leuchtdiode (OLED). Die Erfindung ist besonders zum Befestigen
von zerbrechlichen oder spannungsempfindlichen flächigen Leuchten geeignet, wie beispielsweise
die eingangs erwähnten OLEDs, die zwischen zwei miteinander verklebten Glasplatten
liegen.
[0026] Die flächige Leuchte kann auf der Auflagefläche durch Kleben befestigt werden. Zusätzlich
oder alternativ zum Befestigen durch Kleben kann die flächige Leuchte auch mittels
einer Blende, beispielsweise einer rahmenförmigen Blende, auf der Auflagefläche befestigt
werden. Die Blende ermöglicht zudem eine Umrahmung der Leuchtfläche(n) der zumindest
einen flächigen Leuchte, wenn dies aus designtechnischen Gründen gewünscht ist.
[0027] Die vorliegende Erfindung ist besonders günstig für flächige Leuchten, die in Beleuchtungseinrichtungen
für Kraftfahrzeuge eingesetzt werden. Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist daher
eine Beleuchtungseinrichtung für ein Kraftfahrzeug, insbesondere ein Kraftfahrzeugscheinwerfer,
umfassend zumindest eine Lagereinrichtung bzw. eine Leuchtenanordnung wie hierin beschrieben.
Der Begriff "Beleuchtungseinrichtung für ein Kraftfahrzeug" umfasst alle Arten von
Kraftfahrzeugscheinwerfern, insbesondere Frontscheinwerfer und Heckleuchten.
[0028] Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines nicht einschränkenden Beispiels gemäß
der beiliegenden Zeichnung näher beschrieben, in der:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer Leuchtenanordnung gemäß der Erfindung im
zusammengebauten Zustand ist,
Fig. 2 eine Explosionsdarstellung der Leuchtenanordnung aus Fig. 1 ist,
Fig. 3 eine Draufsicht auf die Leuchtenanordnung aus Fig. 1 ist,
Fig. 4 ein Schnitt durch die Leuchtenanordnung aus Fig. 3 entlang der Schnittlinie
A-A ist,
Fig. 5 eine Unteransicht der Leuchtenanordnung aus Fig. 1 ist,
Fig. 6 eine Ansicht auf die Unterseite einer weiteren Ausführungsform einer Leuchtenanordnung
gemäß der Erfindung ist, und
Fig. 7 - Fig. 11 die Verfahrensschritte des Zusammenbaus der Leuchtenanordnung aus
Fig. 1 illustrieren.
[0029] Fig.1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Leuchtenanordnung 100 gemäß der Erfindung,
Eine Explosionsdarstellung der Leuchtenanordnung 100 ist in
Fig. 2 dargestellt.
Fig. 3 ist eine Draufsicht auf die Leuchtenanordnung 100 aus
Fig. 1 und
Fig. 4 zeigt einen Schnitt durch die Leuchtenanordnung 100 aus
Fig. 3 entlang der Schnittlinie A-A.
[0030] Die in
Fig.1- 4 dargestellte Leuchtenanordnung 100 ist aus einer Lagereinrichtung 101 und einer organischen
Leuchte 102 (OLED 102) zusammengesetzt. Im gezeigten Beispiel handelt es sich um eine
zerbrechliche und spannungsempfindliche OLED 102, die eine nicht näher dargestellte
Sandwichstruktur nach an sich bekannter Art mit einer Anode, einer leitfähigen Polymerschicht,
einer Licht-emittierenden Polymerschicht und einer Kathode umfasst. Diese Sandwichstruktur
ist zwischen zwei Glasplatten, die miteinander verklebt sind, angeordnet. Die Verklebung
der Glasplatten verhindert Umwelteinflüsse, welche die OLED 102 funktionsuntüchtig
machen würden. Die OLED 102 besitzt insgesamt vier diskrete Leuchtsegmente 103. Einem
Fachmann wird jedoch einleuchten, dass OLEDs mit einem anderen Design und andere spannungsempfindliche
flächige Leuchten ebenfalls auf der Lagereinrichtung 101 befestigt werden können.
[0031] Die Lagereinrichtung 101 umfasst eine Halterung 104 mit einer planaren Auflagefläche
105 für die OLED 102. Die Halterung 104 umfasst ferner insgesamt drei voneinander
beabstandete seitlich an der Auflagefläche 105 angeformte Halteelemente 106, so dass
die Lagerung der OLED 102 an insgesamt drei Lagerpunkten erfolgt. Die Auflagefläche
105 ist viereckig ausgebildet und die Halteelemente 106 sind unmittelbar benachbart
zu drei Ecken der viereckigen Auflagefläche 105 angeformt. Die Haltelemente 106 umfassen
jeweils zwei parallel zur Auflagefläche 105 verlaufende Schenkel 106a und 106b, wobei
die Schenkel 106a, 106b eine kreisförmige Aufnahme 107 ausbilden. In jede Aufnahme
107 wird ein Polymerlager 108 eingepasst. Die Polymerlager 108 (in der Fachwelt auch
als Gummilager 108 bezeichnet) sind aus einem elastischen Polymermaterial, z.B. EPDK
oder Silikon, hergestellt. Die Polymerlager 108 besitzen im Wesentlichen eine Hohlzylinderform
mit einer Durchgangsöffnung 108a. Ferner weisen sie eine umlaufende Nut 108b auf (siehe
Fig. 4) auf, damit sie während der Montage bzw. während des Einbaus der Leuchtenanordnung
100 in z.B. einen Kraftfahrzeugscheinwerfer verliersicher in die Aufnahme 107 eingepasst
sind. Ferner umfasst die Lagereinrichtung 101 noch Befestigungselemente in Form von
Schrauben 109 mit einem Gewinde 109a, die zum Befestigen der Lagereinrichtung 101
(bzw. der gesamten Leuchtenanordnung 100) auf einem Untergrund 110 (durch die sockelartigen
Elemente 110 dargestellt) jeweils durch die Durchgangsöffnungen 108a der Polymerlager
108 geführt sind. Um eine Rotation am Polymerlager 108 zu verhindern sind noch Hülsen
111 vorgesehen, welche jeweils in die Durchgangsöffnungen 108a der Polymerlager 108
eingesetzt sind. Die Hülsen 111 besitzen an einem Ende einen umlaufenden Kragen 111a,
wodurch die Positionierung in den Durchgangsöffnungen 108a der Polymerlager 108 und
die Befestigung im Untergrund 110 erleichtert werden.
[0032] Bezug nehmend auf die Fig. 4, ist die Länge der Hülsen 111, wenn die Leuchtenanordnung
100 bzw. die Lagereinrichtung 101 auf dem Untergrund 110 verschraubt ist, kürzer als
die Länge der Durchgangsöffnungen 108a der Polymerlager 108, um die Quetschung des
Polymerlagers zu begrenzen; auf diese Weise entsteht zwischen dem Untergrund 110 und
jenem Hülsenende, das dem Untergrund zugewandt, ist ein definierter Spalt 113.
[0033] Die OLED 102 ist mit ihrer Unterfläche 102a auf der Auflagefläche 105 aufgeklebt.
Zusätzlich oder alternativ zum Befestigen durch Kleben kann die OLED auch mittels
einer nicht dargestellten Blende, beispielsweise einer rahmenförmigen Blende auf der
Auflagefläche 105 befestigt werden. Die Blende ermöglicht zudem eine Umrahmung der
Leuchtflächen 103 der OLED 102, wenn dies aus designtechnischen Gründen gewünscht
ist.
[0034] Fig. 5 zeigt eine Unteransicht der Leuchtenanordnung 100 aus Fig. 1. Um eine verbesserte
Kühlwirkung zu erreichen, sind auf einer dem Untergrund 110 zugewandten Unterfläche
104a der Halterung 104 zumindest bereichsweise Kühlrippen 112 ausgebildet sind. Die
Kühlrippen 112 sind zweckmäßigerweise korrespondierend zur Auflagefläche 105 angeordnet,
um die von der OLED 102 abgegebene Wärme abzuleiten. Der Untergrund 110 ist daher
so beschaffen, dass die Kühlrippen 112 im montierten Zustand der Leuchtenanordnung
100 freiliegen. Im gezeigten Beispiel umfasst der Untergrund 110 zylinderförmige Sockel,
auf welchen die Leuchtenanordnung 100 montiert wird, wobei einem Fachmann einleuchten
wird, dass der Untergrund 110 auch anders gestaltet sein kann.
[0035] Wie aus den
Fig. 1-3 und
Fig. 5 gut erkennbar ist, ist die Auflagefläche 105 der Halterung 104 derart ausgebildet
bzw. dimensioniert, dass sie die Unterfläche der OLED 102 vollständig überdeckt. Die
Sicht auf die Unterseite 102a der OLED 102 ist daher vollständig durch die Halterung
104 bzw. deren Auflagefläche 105 verdeckt.
[0036] Fig. 6 zeigt eine alternative Ausführungsform einer Leuchteneinrichtung 200, bei welcher
die OLED 102 auf einer Lagereinrichtung 201 befestigt ist, bei welcher eine Freistellung
der Auflagefläche 205 der Halterung 204 vorgesehen ist. Die Halterung 204 bzw. deren
Auflagefläche 205 überdeckt zwei Randflächen der Unterfläche 102a der OLED 102 und
ist im Wesentlichen L-förmig. Auf der Unterseite 204a der Halterung 204 sind Kühlrippen
212 angeordnet. Die Kühlrippen 212 sind zweckmäßigerweise korrespondierend zur Auflagefläche
205 angeordnet, um die von der OLED 102 abgegebene Wärme abzuleiten. Die übrige Ausgestaltung
und Merkmale der Leuchteneinrichtung 200 entsprechen jener der Leuchteneinrichtung
100.
[0037] Fig. 7 bis
Fig. 11 illustrieren die Verfahrensschritte a) - e) des Zusammenbaus der in
Fig. 1-5 gezeigten Leuchtenanordnung 100 sowie die Montage der Leuchtenanordnung auf einem
Untergrund, wobei die Schritte wie folgt sind:
- a) Die OLED 102 wird mit ihrer Unterfläche 102a auf der Auflagefläche 105 der Halterung
104 aufgeklebt (Fig. 7).
- b) Die Polymerlager 108 werden in die jeweiligen Aufnahmen 107 der insgesamt drei
Halteelemente 106 durch seitliches Einpressen eingepasst (Fig. 8).
- c) Die Hülsen 111 werden in die Durchgangsöffnungen 108a der Polymerlager 108 eingesetzt
(Fig. 9).
- d) Die Schrauben 109 werden durch die Hülsen 111 geschraubt (Fig. 10).
- e) Die fertig zusammengesetzte Leuchtenanordnung 100 wird mittels der Schrauben 109
auf dem Untergrund 110 montiert (Fig. 11).
[0038] Da die Polymerlager 108 ein Verziehen ausgleichen, erfolgt bei der Montage der Leuchtenanordnung
100 im Untergrund keine Krafteinbringung und die auf der Auflagefläche 105 der Lagereinrichtung
101 befestigte OLED 102 wird daher spannungsfrei gelagert.
[0039] Die Erfindung kann in beliebiger dem Fachmann bekannter Weise abgeändert werden und
ist nicht auf die gezeigte Ausführungsform beschränkt. Auch können einzelne Aspekte
der Erfindung aufgegriffen und weitgehend miteinander kombiniert werden. Wesentlich
sind die der Erfindung zugrunde liegenden Gedanken, welche in Anbetracht dieser Lehre
durch einen Fachmann in mannigfaltiger Weise ausgeführt werden können und trotzdem
als solche aufrechterhalten bleiben.
1. Lagereinrichtung (101, 201) für eine flächige Leuchte (102), umfassend eine Halterung
(104, 204) zum Befestigen mindestens einer flächigen Leuchte (102), wobei die Halterung
(104, 204) eine Auflagefläche (105, 205) für die zumindest eine flächige Leuchte (102)
aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Halterung (104, 204) zumindest zwei voneinander beabstandete und seitlich an der
Auflagefläche angeformte oder als Anbauteil angeordnete Halteelemente (106) aufweist,
welche eine Aufnahme (107) ausbilden, wobei in jeder Aufnahme (107) je ein Polymerlager
(108) aus einem elastischen Polymermaterial aufgenommen ist, wobei jedes Polymerlager
(108) eine normal zur Ebene der Auflagefläche (105,205) angeordnete Durchgangsöffnung
(108a) aufweist, wobei die Lagereinrichtung (101, 201) Befestigungselemente (109)
umfasst, welche zum Befestigen der Lagereinrichtung (101, 201) auf einem Untergrund
(110) jeweils durch die Durchgangsöffnungen (108a) der Polymerlager (108) geführt
sind.
2. Lagereinrichtung (101,201) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (104, 204) zumindest drei voneinander beabstandete Halteelemente (106)
aufweist.
3. Lagereinrichtung (101) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflagefläche (105) im Wesentlichen viereckig ausgebildet ist, wobei die Halterung
(104) genau drei Haltelemente (106) aufweist, welche an oder benachbart zu drei Ecken
der viereckigen Auflagefläche (105) angeordnet sind.
4. Lagereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Polymerlager (108) aus EPDM oder Silikon hergestellt sind.
5. Lagereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungselemente (109) Schrauben sind.
6. Lagereinrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch Hülsen (111), welche jeweils in die Durchgangsöffnungen (108a) der Polymerlager (108)
eingesetzt sind, wobei die Schrauben (109) jeweils durch die Hülsen (111) geführt sind.
7. Lagereinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der Hülsen (111), wenn die Lageranordnung (101) auf dem Untergrund (110)
verschraubt ist, kürzer als die Länge der Durchgangsöffnungen (108a) der Polymerlager
(108) ist.
8. Lagereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass an einer, dem Untergrund zugewandten Unterfläche (104a, 204a) der Halterung (104,204)
zumindest bereichsweise Kühlrippen (112, 212) ausgebildet sind.
9. Lagereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflagefläche (105, 205) der Halterung (104, 204) derart ausgebildet ist, dass
sie eine Unterfläche (102a) der zumindest einen flächigen Leuchte (102) zumindest
bereichsweise überdeckt.
10. Lagereinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflagefläche (105) der Halterung (104) derart ausgebildet ist, dass sie die
Unterfläche (102a) der zumindest einen flächigen Leuchte (102) vollständig überdeckt.
11. Lagereinrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflagefläche (205) der Halterung (204) derart ausgebildet ist, dass sie zumindest
bereichsweise die Randflächen der Unterfläche (102a) der zumindest einen flächigen
Leuchte (102) überdeckt.
12. Lagereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Haltelement (106) zwei parallel zur Auflagefläche verlaufende Schenkel (106a,
106b) umfasst, wobei die Schenkel eine Aufnahme (107) ausbilden, in die das Polymerlager
(108) einpressbar ist.
13. Leuchtenanordnung (100, 200) umfassend eine Lagereinrichtung (101,201) nach einem
der Ansprüche 1 bis 12 und eine auf der Auflagefläche (105,205) der Halterung (104,
204) der Lagereinrichtung befestigte flächige Leuchte (102).
14. Leuchtenanordnung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die flächige Leuchte (102) eine organische Leuchtdiode (OLED) ist.
15. Leuchtenanordnung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die flächige Leuchte (102) auf der Auflagefläche (105, 205) durch Kleben befestigt
ist.
16. Leuchtenanordnung nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die flächige Leuchte mittels einer Blende auf der Auflagefläche befestigt ist.
17. Beleuchtungseinrichtung für ein Kraftfahrzeug, insbesondere Kraftfahrzeugscheinwerfer,
umfassend zumindest eine Lagereinrichtung (101, 201) nach einem der Ansprüche 1 bis
12 bzw. zumindest eine Leuchtenanordnung (100, 200) nach einem der Ansprüche 13 bis
16.