[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung einer bestimmten Protease zur Verstärkung
der Bleichleistung von bestimmten Acylhydrazonen, beim Waschen von Textilien oder
Reinigen harter Oberfläche, und Wasch- und Reinigungsmittel, welche eine derartige
Protease und derartiges Acylhydrazon enthalten.
[0002] Herkömmliche Bleichmittel auf Basis von Aktivsauerstoff, auch in Gegenwart stöchiometrischer
Aktivatoren (wie zum Beispiel TAED, NOBS, DECOBS, DOBA) zeigen eine gute Leistung
bei Anwendungstemperaturen von 40°C und darüber. Bei niedrigen Temperaturen ist die
Bleichleistung jedoch eingeschränkt.
[0003] Eine Erhöhung der Bleichleistung durch Erhöhung der Bleichmittelmenge oder den Einsatz
besonders wirksamer Bleichmittel führt häufig zu einer Verminderung der Leistung der
eingesetzten Enzyme wie beispielsweise Protease und Lipase, was dann insbesondere
zu einer reduzierten Entfernung von protein- und fetthaltigen Anschmutzungen führt.
[0005] Überraschendeweise wurde gefunden, dass durch die Anwesenheit bestimmter Proteasen
die Bleichleistung derartiger Acylhydrazone noch verstärkt wird.
[0006] Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung einer Protease, ausgewählt aus
- a) Proteasen umfassend eine Aminosäuresequenz, die zu der in SEQ ID NO:1 angegebenen
Aminosäuresequenz über deren Gesamtlänge zu mindestens 98,5% und bevorzugt zu mindestens
99% identisch ist und in der Zählung gemäß SEQ ID NO:1 an der Position 193 die Aminosäure
V und/oder an der Position 211 die Aminosäure L aufweist,
- b) Proteasen umfassend eine Aminosäuresequenz, die zu der in SEQ ID NO:2 angegebenen
Aminosäuresequenz über deren Gesamtlänge zu mindestens 70% und zunehmend bevorzugt
zu mindestens 75%, 80%, 81%, 82%, 83%, 84%, 85%, 86%, 87%, 88%, 89%, 90%, 90,5%, 91%,
91,5%, 92%, 92,5%, 93%, 93,5%, 94%, 94,5%, 95%, 95,5%, 96%, 96,5%, 97%, 97,5%, 98%,
98,5% und 99% identisch ist und in der Zählung gemäß SEQ ID NO:2 an der Position 9
die Aminosäure R und/oder an der Position 15 die Aminosäure T und/oder an der Position
66 die Aminosäure A und/oder an der Position 212 die Aminosäure D und/oder an der
Position 239 die Aminosäure R aufweist, und
- c) deren Mischungen,
zur Verstärkung der Bleichleistung von Acylhydrazonen der allgemeinen Formel (I),

in der R1 für eine CF3 oder für eine C1-28-Alkyl-, C2-28-Alkenyl-, C2-22-Alkinyl-, C3-12-Cycloalkyl-, C3-12-Cycloalkenyl-, Phenyl-, Naphthyl-, C7-9-Aralkyl, C3-20-Heteroalkyl- oder C3-12-Cycloheteroalkylgruppe,
R2 und R3 unabhängig voneinander für Wasserstoff oder eine gegebenenfalls substituierte C1-28-Alkyl-, C2-28-Alkenyl-, C2-22-Alkinyl-, C3-12-Cycloalkyl-, C3-12-Cycloalkenyl-, C7-9-Aralkyl-, C3-28-Heteroalkyl-, C3-12-Cycloheteroalkyl-, C5-16-Heteroaralkyl-, Phenyl-, Naphthyl- oder Heteroarylgruppe oder R2 und R3 zusammen mit dem sie verbindenden Kohlenstoffatom für einen gegebenenfalls substituierten
5-, 6-, 7-, 8- oder 9-gliedrigen Ring, der gegebenenfalls Heteroatome enthalten kann,
und
R4 für Wasserstoff oder eine C1-28-Alkyl-, C2-28-Alkenyl-, C2-22-Alkinyl-, C3-12-Cycloalkyl-, C3-12-Cycloalkenyl-, C7-9-Aralkyl-, C3-20-Heteroalkyl-, C3-12-Cycloheteroalkyl-, C5-16-Heteroaralkylgruppe oder eine gegebenenfalls substituierte Phenyl- oder Naphthyl-
oder Heteroarylgruppe stehen, beim Waschen von Textilien oder der Reinigung harter
Oberflächen in Gegenwart persauerstoffhaltiger Wasch- oder Reinigungsmittel.
[0007] Die Acylhydrazone können in E- oder Z-Konfiguration vorliegen; wenn R
2 Wasserstoff ist, kann die Verbindung der allgemeinen Formel (I) in einer ihrer tautomeren
Formen oder als Mischung aus diesen vorliegen.
[0008] In den Verbindungen der allgemeinen Formel (I) ist R
2 vorzugsweise Wasserstoff. R
1 und/oder R
3 ist vorzugsweise eine mit einer elektronenziehenden Gruppe substituierte Methyl-,
Phenyl- oder Naphthylgruppe. R
4 ist vorzugsweise Wasserstoff. Als elektronenziehende Gruppe kommt vorzugsweise eine
Ammoniumgruppe in Frage, die gegebenenfalls Alkyl- oder Hydroxyalkylgruppen trägt
oder unter Einschluss des eine Alkylgruppe tragenden N-Atoms als gegebenenfalls weitere
Heteroatome tragende Heterocyloalkylgruppe ausgebildet ist.
[0009] Zu bevorzugten Ausgestaltungen der Verbindungen gemäß allgemeiner Formel (I) gehören
solche der allgemeinen Formel (II),
in der R1 für eine C1-4-Alkylgruppe, die einen Substituenten ausgewählt aus

trägt, in dem R10 für Wasserstoff oder eine C1-28-Alkyl-, C2-28-Alkenyl-, C2-22-Alkinyl-, C3-12-Cycloalkyl-, C3-12-Cycloalkenyl-, C7-9-Aralkyl-, C3-20-Heteroalkyl-, C3-12-Cycloheteroalkyl-, C5-16-Heteroaralkylgruppe und A- für das Anion einer organischen oder anorganischen Säure steht, R2 und R4 die für Formel (I) angegebenen Bedeutung haben und
R5, R6, R7 und R8 unabhängig voneinander für R1, Wasserstoff, Halogen, eine Hydroxy-, Amino-, eine gegebenenfalls substituierte N-mono-oder
di-C1-4-alkyl- oder C2-4-hydroxyalkyl-amino-, N-Phenyl- oder N-Naphthyl-amino-, C1-28-Alkyl-, C1-28-Alkoxy-, Phenoxy-, C2-28-Alkenyl-, C2-22-Alkinyl-, C3-12-Cycloalkyl-, C3-12-Cycloalkenyl-, C7-9-Aralkyl-, C3-20-Heteroalkyl-, C3-12-Cycloheteroalkyl-, C5-16-Heteroaralkyl-, Phenyl- oder Naphthylgruppe stehen, wobei die Substituenten ausgewählt
werden aus C1-4-Alkyl-, C1-4-Alkoxy-, Hydroxy-, Sulfo-, Sulfato-, Halogen-, Cyano-, Nitro-, Carboxy-, Phenyl-
, Phenoxy-, Naphthoxy-, Amino-, N-mono-oder di-C1-4-alkyl- oder C2-4-hydroxyalkyl-amino-, N-Phenyl- oder N-Naphthyl-aminogruppen, oder
R5 und R6 oder R6 und R7 oder R7 und R8 unter Ausbildung von 1, 2 oder 3 carbocyclischen oder O-, NR10- oder S-heterocyclischen, gegebenenfalls aromatischen und/oder gegebenenfalls C1-6-alkylsubstituierten Ringen miteinander verbunden sind.
[0010] Das Anion A
- ist vorzugsweise Carboxylat wie Lactat, Citrat, Tartrat oder Succinat, Perchlorat,
Tetrafluoroborat, Hexafluorophosphat, Alkylsulfonat, Alkylsulfat, Hydrogensulfat,
Sulfat, Dihydrogenphosphat, Hydrogenphosphat, Phosphat, Isocyanat, Rhodanid, Nitrat,
Fluorid, Chlorid, Bromid, Hydrogencarbonat oder Carbonat, wobei bei mehrwertigen Anionen
der Ladungsausgleich durch die Anwesenheit zusätzlicher Kationen wie Natrium- oder
Ammoniumionen erreicht werden kann.
[0011] Besonders bevorzugt ist das Acylhydrazon der Formel (III),

[0012] Proteasen sind Enzyme, welche die Hydrolyse von Amidbindungen in Protein-Substraten,
katalysieren. Die erfindungsgemäß eingesetzte Protease weist in der Zählung gemäß
SEQ ID NO:1 an der Position 193 vorzugsweise die Aminosäure V und an der Position
211 vorzugsweise die Aminosäure L auf, oder sie weist in der Zählung gemäß SEQ ID
NO:2 an der Position 9 die Aminosäure R, an der Position 15 die Aminosäure T, an der
Position 66 die Aminosäure A, an der Position 212 die Aminosäure D und/oder an der
Position 239 die Aminosäure R auf, wobei auch mehrere, zum Beispiel 2, 3, 4 oder 5,
derartige Proteasen eingesetzt werden können. Zusätzlich zu den oben unter a) und
b) genannten Proteasen können auch solche vom Subtilisin-Typ eingesetzt werden. Beispiele
hierfür sind die Subtilisine BPN' und Carlsberg, die Protease PB92, die Subtilisine
147 und 309, die Alkalische Protease aus Bacillus lentus, Subtilisin DY und die den
Subtilasen, nicht mehr jedoch den Subtilisinen im engeren Sinne zuzuordnenden Enzyme
Thermitase, Proteinase K und die Proteasen TW3 und TW7. Subtilisin Carlsberg ist in
weiterentwickelter Form unter dem Handelsnamen Alcalase
® von der Firma Novozymes A/S, Bagsvaerd, Dänemark, erhältlich. Die Subtilisine 147
und 309 werden unter den Handelsnamen Esperase
®, beziehungsweise Savinase
® von der Firma Novozymes vertrieben. Von der Protease aus Bacillus lentus DSM 5483
leiten sich die unter der Bezeichnung BLAP
® geführten Protease-Varianten ab. Weitere brauchbare Proteasen sind beispielsweise
die unter den Handelsnamen Durazym
®, Relase
®, Everlase
®, Nafizym
®, Natalase
® und Kannase
® von der Firma Novozymes, die unter den Handelsnamen, Purafect
®, Purafect
® OxP, Purafect
® Prime, Excellase
® und Properase
® von der Firma Genencor, das unter dem Handelsnamen Biotouch
® ROC 250 L von der Firma AB-Enzymes, Darmstadt, das unter dem Handelsnamen Protosol
® von der Firma Advanced Biochemicals Ltd., Thane, Indien, das unter dem Handelsnamen
Wuxi
® von der Firma Wuxi Snyder Bioproducts Ltd., China, die unter den Handelsnamen Proleather
® und Protease P
® von der Firma Amano Pharmaceuticals Ltd., Nagoya, Japan, das unter dem Handelsnamen
Biogent
® 900 G von der Firma Ishaan Bio Private Limited, Ahmedabad, Indien, und das unter
der Bezeichnung Proteinase K-16 von der Firma Kao Corp., Tokyo, Japan, erhältlichen
Enzyme. Besonders bevorzugt eingesetzt werden auch die Proteasen aus Bacillus gibsonii
und Bacillus pumilus, die offenbart sind in den internationalen Patentanmeldungen
WO2008/086916 und
WO2007/131656. Der erfindungsgemäße Effekt der Steigerung der Bleichleistung wird nicht beobachtet
beim Einsatz der Protease gemäß SEQ ID NO: 4.
[0013] Die Bestimmung der Identität von Nukleinsäure- oder Aminosäuresequenzen erfolgt durch
einen Sequenzvergleich. Dieser Sequenzvergleich basiert auf dem im Stand der Technik
etablierten und üblicherweise genutzten BLAST-Algorithmus (vgl. beispielsweise
Altschul, S.F., Gish, W., Miller, W., Myers, E.W. & Lipman, D.J. (1990) "Basic local
alignment search tool." J. Mol. Biol. 215:403-410, und
Altschul, Stephan F., Thomas L. Madden, Alejandro A. Schaffer, Jinghui Zhang, Hheng
Zhang, Webb Miller, and David J. Lipman (1997): "Gapped BLAST and PSI-BLAST: a new
generation of protein database search programs"; Nucleic Acids Res., 25, S.3389-3402) und geschieht prinzipiell dadurch, dass ähnliche Abfolgen von Nukleotiden oder Aminosäuren
in den Nukleinsäure- oder Aminosäuresequenzen einander zugeordnet werden. Eine tabellarische
Zuordnung der betreffenden Positionen wird als Alignment bezeichnet. Ein weiterer
im Stand der Technik verfügbarer Algorithmus ist der FASTA-Algorithmus. Sequenzvergleiche
(Alignments), insbesondere multiple Sequenzvergleiche, werden mit Computerprogrammen
erstellt. Häufig genutzt werden beispielsweise die Clustal-Serie (vgl. beispielsweise
Chenna et al. (2003): Multiple sequence alignment with the Clustal series of programs.
Nucleic Acid Research 31, 3497-3500), T-Coffee (vgl. beispielsweise
Notredame et al. (2000): T-Coffee: A novel method for multiple sequence alignments.
J. Mol. Biol. 302, 205-217) oder Programme, die auf diesen Programmen beziehungsweise Algorithmen basieren.
In der vorliegenden Patentanmeldung wurden alle Sequenzvergleiche (Alignments) mit
dem Computer-Programm Vector NTI
® Suite 10.3 (Invitrogen Corporation, 1600 Faraday Avenue, Carlsbad, Kalifornien, USA)
mit den vorgegebenen Standardparametern erstellt, dessen AlignX-Modul für die Sequenzvergleiche
auf ClustalW basiert.
[0014] Solch ein Vergleich erlaubt auch eine Aussage über die Ähnlichkeit der verglichenen
Sequenzen zueinander. Sie wird üblicherweise in Prozent Identität, das heißt dem Anteil
der identischen Nukleotide oder Aminosäurereste an denselben oder in einem Alignment
einander entsprechenden Positionen angegeben. Der weiter gefasste Begriff der Homologie
bezieht bei Aminosäuresequenzen konservierte Aminosäure-Austausche in die Betrachtung
mit ein, also Aminosäuren mit ähnlicher chemischer Aktivität, da diese innerhalb des
Proteins meist ähnliche chemische Aktivitäten ausüben. Daher kann die Ähnlichkeit
der verglichenen Sequenzen auch Prozent Homologie oder Prozent Ähnlichkeit angegeben
sein. Identitäts- und/oder Homologieangaben können über ganze Polypeptide oder Gene
oder nur über einzelne Bereiche getroffen werden. Homologe oder identische Bereiche
von verschiedenen Nukleinsäure- oder Aminosäuresequenzen sind daher durch Übereinstimmungen
in den Sequenzen definiert. Solche Bereiche weisen oftmals identische Funktionen auf.
Sie können klein sein und nur wenige Nukleotide oder Aminosäuren umfassen. Oftmals
üben solche kleinen Bereiche für die Gesamtaktivität des Proteins essentielle Funktionen
aus. Es kann daher sinnvoll sein, Sequenzübereinstimmungen nur auf einzelne, gegebenenfalls
kleine Bereiche zu beziehen. Soweit nicht anders angegeben beziehen sich Identitäts-
oder Homologieangaben in der vorliegenden Anmeldung aber auf die Gesamtlänge der jeweils
angegebenen Nukleinsäure- oder Aminosäuresäuresequenz.
[0015] Der auf aktives Protein bezogene Gewichtsanteil der Protease am Gesamtgewicht erfindungsgemäßer
Wasch- oder Reinigungsmittel beträgt vorzugsweise 0,005 bis 1,0 Gew.-%, insbesondere
0,01 bis 0,5 Gew.-% und besonders bevorzugt 0,02 bis 0,2 Gew.-%. Die Proteinkonzentration
kann mit Hilfe bekannter Methoden, zum Beispiel dem BCA-Verfahren (Bicinchoninsäure;
2,2'-Bichinolyl-4,4'-dicarbonsäure) oder dem Biuret-Verfahren (
A. G. Gornall, C. S. Bardawill und M.M. David, J. Biol. Chem., 177 (1948), S. 751-766) bestimmt werden. Die Bestimmung der Aktivproteinkonzentration erfolgte diesbezüglich
über eine Titration der aktiven Zentren unter Verwendung eines geeigneten irreversiblen
Inhibitors (für Proteasen beispielsweise Phenylmethylsulfonylfluorid (PMSF)) und Bestimmung
der Restaktivität (vgl.
M. Bender et al., J. Am. Chem. Soc. 88, 24 (1966), S. 5890-5913).
[0016] Die reinigungsaktiven Effekte der Protease bleiben in Gegenwart des gleichzeitig
anwesenden Acylhydrazons erhalten. Die reinigungsaktiven Effekte des Acylhydrazons
werden jedoch in Gegenwart gleichzeitig anwesender Protease verstärkt, wenn man die
Protease unter den oben genannten Enzymen auswählt. Der kombinierte Einsatz von derartiger
Protease und Acylhydrazon resultiert außerdem in einer größeren Anzahl verbessert
entfernter Anschmutzungen als die Summe verbessert entfernter Anschmutzungen bei Einsatz
der einzelnen der beiden Wirkstoffe, insbesondere bei niedrigen Waschtemperaturen
von zum Beispiel 40 °C und darunter, und schon bei Raumtemperatur.
[0017] Die Leistung von Verbindungen der allgemeinen Formel (I) kann gegebenenfalls durch
die Anwesenheit von Mangan-, Titan-, Cobalt-, Nickel- oder Kupferionen, vorzugsweise
Mn(II)-(III)-(IV)-(V), Cu(I)-(II)-(III), Fe(I)-(II)-(III)-(IV), Co(I)-(II)-(III),
Ni(I)-(II)-(III), Ti(II)-(III)-(IV) und besonders bevorzugt solchen ausgewählt aus
Mn(II)-(III)-(IV)-(V), Cu(I)-(II)-(III), Fe(I)-(II)-(III)-(IV) und Co(I)-(II)-(III),
weiter verstärkt werden; gewünschtenfalls kann das Acylhydrazon auch in Form von Komplexverbindungen
der genannten Metallzentralatome mit Liganden der allgemeinen Formel (I) und insbesondere
der allgemeinen Formel (II) eingesetzt werden. Ein bleichverstärkender Komplex, der
einen Liganden mit einem Gerüst gemäß Formel (I) aufweist, kann den entsprechenden
Liganden einmal oder auch mehrfach, insbesondere zweimal, aufweisen. Er kann ein-
oder gegebenenfalls zwei- oder mehrkernig sein. Er kann außerdem weitere Neutral-,
Anion- oder Kationliganden, wie beispielsweise H
2O, NH
3, CH
3OH, Acetylaceton, Terpyridin, organische Anionen, wie beispielsweise Citrat, Oxalat,
Tartrat, Formiat, ein C
2-18-Carboxylat, ein C
1-18-Alkylsulfat, insbesondere Methosulfat, oder ein entsprechendes Alkansulfonat, anorganische
Anionen, wie beispielsweise Halogenid, insbesondere Chlorid, Perchlorat, Tetrafluoroborat,
Hexafluorophosphat, Nitrat, Hydrogensulfat, Hydroxid oder Hydroperoxid. Er kann auch
verbrückende Liganden, wie beispielsweise Alkylendiamine, aufweisen.
[0018] Im Rahmen der erfindungsgemäßen Verwendung ist bevorzugt, wenn die Konzentration
der Verbindung gemäß Formel (I) in wässriger Flotte, wie sie beispielsweise in Waschmaschinen
oder Geschirrspülmaschinen zum Einsatz kommt, 0,5 µmol/l bis 500 µmol/l, insbesondere
5 µmol/l bis 100 µmol/l beträgt. Obengenannte komplexbildende Metallionen werden vorzugsweise
nicht absichtlich hinzugefügt, sie können aber aus möglichen Quellen für derartige
Metallionen, zu denen insbesondere das Leitungswasser, die Waschmaschine selbst, Anhaftungen
an Textilien und Anschmutzungen auf den Textilien zu rechnen sind, anwesend sein.
Gegebenenfalls kommen auch unabsichtlich mit anderen Waschmittelinhaltstoffen eingeschleppte
Metallionen in Frage. Bevorzugte Persauerstoffkonzentrationen (berechnet als H
2O
2) in der Flotte liegen im Bereich von 0,001 g/l bis 10 g/l, insbesondere von 0,1 g/l
bis 1 g/l und besonders bevorzugt von 0,2 g/l bis 0,5 g/l. Die erfindungsgemäße Verwendung
wird vorzugsweise bei Temperaturen im Bereich von 10 °C bis 95 °C, insbesondere 20
°C bis 40 °C und besonders bevorzugt bei Temperaturen unterhalb von 30 °C durchgeführt.
Die Wasserhärte des zur Zubereitung der wässrigen Flotte zum Einsatz kommenden Wassers
liegt vorzugsweise im Bereich von 0°dH bis 21°dH, insbesondere 0°dH bis 3°dH. In der
Waschflotte liegt die Wasserhärte vorzugsweise im Bereich von 0°dH bis 16°dH, insbesondere
0°dH bis 3°dH, was beispielsweise durch den Einsatz üblicher Buildermaterialien oder
Wasserenthärter erreicht werden kann. Die erfindungsgemäße Verwendung wird vorzugsweise
bei pH-Werten im Bereich von pH 5 bis pH 12, insbesondere von pH 7 bis pH 11 durchgeführt.
[0019] Die erfindungsgemäße Verwendung erfolgt vorzugsweise derart, dass man eine Persauerstoffverbindung
und ein Waschmittel, welches ein Acylhydrazon der allgemeinen Formel (I) und oben
genannte Protease enthält, im Rahmen eines maschinellen oder mit der Hand ausgeführten
Waschvorgangs auf ein verunreinigtes Textil einwirken lässt. Die erfindungsgemäße
Verwendung kann besonders einfach durch den Einsatz eines Waschmittels, das Persauerstoffverbindung,
die genannte Protease und eine Verbindung der Formel (I) oder gewünschtenfalls einen
durch Komplexbildung mit einem genannten Übergangsmetallion aus dieser zugänglichen
Bleichkatalysator enthält, bei der Wäsche reinigungsbedürftiger Textilien realisiert
werden. Alternativ kann die Persauerstoffverbindung und/oder die Verbindung der Formel
(I) und/oder ein aus dieser zugänglicher Komplex und/oder die Protease auch separat
zu einer Waschflotte, welche ein Waschmittel ohne den jeweils genannten Inhaltstoff
aufweist, zugesetzt werden. Analoges gilt für Reinigungsmittel für harte Oberflächen
bei der erfindungsgemäßen Verwendung beispielsweise im Rahmen eines Geschirrspülverfahrens.
[0020] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist daher ein Wasch- oder Reinigungsmittel,
enthaltend ein persauerstoffhaltiges Bleichmittel, eine Verbindung der Formel (I)
und eine Protease, ausgewählt aus a) Proteasen umfassend eine Aminosäuresequenz, die
zu der in SEQ ID NO:1 angegebenen Aminosäuresequenz über deren Gesamtlänge zu mindestens
98,5% und bevorzugt zu mindestens 99% identisch ist und in der Zählung gemäß SEQ ID
NO:1 an der Position 193 die Aminosäure V und/oder an der Position 211 die Aminosäure
L aufweist, b) Proteasen umfassend eine Aminosäuresequenz, die zu der in SEQ ID NO:2
angegebenen Aminosäuresequenz über deren Gesamtlänge zu mindestens 70% und zunehmend
bevorzugt zu mindestens 75%, 80%, 81%, 82%, 83%, 84%, 85%, 86%, 87%, 88%, 89%, 90%,
90,5%, 91%, 91,5%, 92%, 92,5%, 93%, 93,5%, 94%, 94,5%, 95%, 95,5%, 96%, 96,5%, 97%,
97,5%, 98%, 98,5% und 99% identisch ist und in der Zählung gemäß SEQ ID NO:2 an der
Position 9 die Aminosäure R und/oder an der Position 15 die Aminosäure T und/oder
an der Position 66 die Aminosäure A und/oder an der Position 212 die Aminosäure D
und/oder an der Position 239 die Aminosäure R aufweist, und
c) deren Mischungen. Im Rahmen der Verwendung bevorzugte Ausführungsformen gelten
auch für die Kategorie der Wasch- oder Reinigungsmittel; insbesondere kann die Verbindung
der Formel (I) auch in der Form eines durch Komplexbildung mit einem genannten Übergangsmetallion
aus dieser zugänglichen Bleichkatalysators in dem Mittel enthalten sein.
[0021] Als weitere Enzyme einsetzbar sind beispielsweise Lipasen oder Cutinasen, insbesondere
wegen ihrer Triglycerid-spaltenden Aktivitäten, aber auch, um aus geeigneten Vorstufen
in situ Persäuren zu erzeugen. Hierzu gehören beispielsweise die ursprünglich aus
Humicola lanuginosa (Thermomyces lanuginosus) erhältlichen, beziehungsweise weiterentwickelten
Lipasen, insbesondere solche mit dem Aminosäureaustausch D96L. Des Weiteren sind beispielsweise
die Cutinasen einsetzbar, die ursprünglich aus Fusarium solani pisi und Humicola insolens
isoliert worden sind. Einsetzbar sind weiterhin Lipasen, beziehungsweise Cutinasen,
deren Ausgangsenzyme ursprünglich aus Pseudomonas mendocina und Fusarium solanii isoliert
worden sind.
[0022] Die erfindungsgemäßen Mittel können auch Cellulasen oder Hemicellulasen wie Mannanasen,
Xanthanlyasen, Pektinlyasen (=Pektinasen), Pektinesterasen, Pektatlyasen, Xyloglucanasen
(=Xylanasen), Pullulanasen oder β-Glucanasen enthalten.
[0023] Zur Erhöhung der bleichenden Wirkung können gewünschtenfalls Oxidoreduktasen, beispielsweise
Oxidasen, Oxygenasen, Katalasen, Peroxidasen, wie Halo-, Chloro-, Bromo-, Lignin-,
Glucose- oder Mangan-peroxidasen, Dioxygenasen oder Laccasen (Phenoloxidasen, Polyphenoloxidasen)
eingesetzt werden. Vorteilhafterweise werden zusätzlich vorzugsweise organische, besonders
bevorzugt aromatische, mit den Enzymen wechselwirkende Verbindungen zugegeben, um
die Aktivität der betreffenden Oxidoreduktasen zu verstärken (Enhancer) oder um bei
stark unterschiedlichen Redoxpotentialen zwischen den oxidierenden Enzymen und den
Anschmutzungen den Elektronenfluss zu gewährleisten (Mediatoren).
[0024] Mit besonderem Vorzug enthalten die erfindungsgemäßen Reinigungsmittel als weiteres
Enzym mindestens eine Amylase. Eine Amylase ist ein Enzym wie einleitend beschrieben.
Für Amylasen können synonyme Begriffe verwendet werden, beispielsweise 1,4-alpha-D-Glucan-Glucanohydrolase
oder Glycogenase. Erfindungsgemäß bevorzugte Amylasen sind α-Amylasen. Entscheidend
dafür, ob ein Enzym eine α-Amylase im Sinne der Erfindung ist, ist deren Fähigkeit
zur Hydrolyse von α(1-4)-Glykosidbindungen in der Amylose der Stärke.
[0025] Beispielhafte Amylasen sind die α-Amylasen aus Bacillus licheniformis, aus Bacillus
amyloliquefaciens oder aus Bacillus stearothermophilus sowie insbesondere auch deren
für den Einsatz in Wasch- oder Reinigungsmitteln verbesserte Weiterentwicklungen.
Das Enzym aus Bacillus licheniformis ist von dem Unternehmen Novozymes unter dem Namen
Termamyl
® und von dem Unternehmen Danisco/Genencor unter dem Namen Purastar
®ST erhältlich. Weiterentwicklungsprodukte dieser α-Amylase sind von dem Unternehmen
Novozymes unter den Handelsnamen Duramyl
® und Termamy
®ultra, von dem Unternehmen Danisco/Genencor unter dem Namen Purastar
®OxAm und von dem Unternehmen Daiwa Seiko Inc., Tokyo, Japan, als Keistase
® erhältlich. Die α-Amylase von Bacillus amyloliquefaciens wird von dem Unternehmen
Novozymes unter dem Namen BAN
® vertrieben, und abgeleitete Varianten von der α-Amylase aus Bacillus stearothermophilus
unter den Namen BSG
® und Novamyl
®, ebenfalls von dem Unternehmen Novozymes. Desweiteren sind für diesen Zweck die α-Amylase
aus Bacillus sp. A 7-7 (DSM 12368) und die Cyclodextrin-Glucanotransferase (CGTase)
aus Bacillus agaradherens (DSM 9948) hervorzuheben. Ebenso sind Fusionsprodukte aller
genannten Moleküle einsetzbar. Darüber hinaus sind die unter den Handelsnamen Fungamyl
® von dem Unternehmen Novozymes erhältlichen Weiterentwicklungen der α-Amylase aus
Aspergillus niger und A. oryzae geeignet. Weitere vorteilhaft einsetzbare Handelsprodukte
sind beispielsweise die Amylase-LT
® und Stainzyme
® oder Stainzyme ultra
® oder Stainzyme plus
®, letztere ebenfalls von dem Unternehmen Novozymes. Auch durch Punktmutationen erhältliche
Varianten dieser Enzyme können erfindungsgemäß eingesetzt werden. Besonders bevorzugte
Amylasen sind offenbart in den internationalen Offenlegungsschriften
WO 00/60060,
WO 03/002711,
WO 03/054177 und
WO07/079938.
[0026] Zusammenfassend sind bevorzugte erfindungsgemäße Reinigungsmittel dadurch gekennzeichnet,
dass als weiteres Enzym mindestens ein Enzym aus der Gruppe der Amylasen, Cellulasen,
Hemicellulasen, Mannanasen, Tannasen, Xylanasen, Xanthanasen, Xyloglucanasen, β-Glucosidasen,
Pektinasen, Carrageenasen, Perhydrolasen, Oxidasen, Oxidoreduktasen oder eine Lipase,
sowie deren Gemische, vorzugsweise aus der Gruppe der Amylasen eingesetzt wird. Der
auf aktives Protein bezogene Gewichtsanteil der weiteren Enzyme am Gesamtgewicht der
Wasch- und Reinigungsmittel beträgt vorzugsweise 0,0005 bis 1,0 Gew.-%, insbesondere
0,001 bis 0,5 Gew.-% und besonders bevorzugt 0,002 bis 0,2 Gew.-%.
[0027] Vorzugsweise ist in Wasch- oder Reinigungsmitteln 0,001 Gew.-% bis 5 Gew.-%, insbesondere
0,05 Gew.-% bis 0,15 Gew.-% und besonders bevorzugt 0,03 Gew.-% bis 0,09 Gew.-% der
Verbindung gemäß Formel (I) enthalten. Insbesondere wenn eine Verbindung der Formel
(I) enthalten ist, ist bevorzugt, dass das Mittel zusätzlich ein Mangan-, Titan-,
Cobalt-, Nickel- oder Kupfer-Salz und/oder einen Mangan-, Titan-, Cobalt-, Nickel-
oder Kupfer-Komplex ohne einen Liganden, welcher einer Verbindung gemäß Formel (I)
entspricht, enthält. Dann liegt das Molverhältnis des genannten Übergangsmetalls oder
der Summe der genannten Übergangsmetalle zu der Verbindung gemäß Formel (I) vorzugsweise
im Bereich von 0,001:1 bis 2:1, insbesondere 0,01:1 bis 1:1. In einer weiteren bevorzugten
Ausgestaltung der Mittel sind in diesen 0,05 Gew.-% bis 1 Gew.-%, insbesondere 0,1
Gew.-% bis 0,5 Gew.-% an bleichverstärkendem Komplex, der einen Liganden gemäß Formel
(I) aufweist, enthalten. Bevorzugtes Übergangsmetall ist Mn.
[0028] Als in den Mitteln enthaltene Persauerstoffverbindungen kommen insbesondere organische
Persäuren beziehungsweise persaure Salze organischer Säuren, wie Phthalimidopercapronsäure,
Perbenzoesäure oder Salze der Diperoxododecandisäure, andere Peroxo-Säuren oder peroxosaure
Salze, wie Alkalipersulfate oder -peroxodisulfate oder Caroate, oder Diacylperoxide
oder Tetraacyldiperoxide, Wasserstoffperoxid und unter den Waschbedingungen Wasserstoffperoxid
freisetzende Substanzen, wie Alkaliperborate, Alkalipercarbonate, Alkalipersilikate
und Harnstoffperhydrat, in Betracht. Wasserstoffperoxid kann dabei auch mit Hilfe
eines enzymatischen Systems, das heißt einer Oxidase und ihres Substrats, erzeugt
werden. Sofern feste Persauerstoffverbindungen eingesetzt werden sollen, können diese
in Form von Pulvern oder Granulaten verwendet werden, die auch in im Prinzip bekannter
Weise umhüllt sein können. Besonders bevorzugt wird Alkalipercarbonat, Alkaliperborat-Monohydrat,
Alkaliperborat-Tetrahydrat oder Wasserstoffperoxid in Form wässriger Lösungen, die
3 Gew.-% bis 10 Gew.-% Wasserstoffperoxid enthalten, eingesetzt. Vorzugsweise sind
Persauerstoffverbindungen in Mengen von bis zu 50 Gew.-%, insbesondere von 2 Gew.-%
bis 45 Gew.-% und besonders bevorzugt von 5 Gew.-% bis 20 Gew.-%, in den Mitteln vorhanden.
[0029] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird, insbesondere in Gegenwart
von H
2O
2 freisetzender Persauerstoffverbindung, ein üblicher Bleichaktivator zusammen mit
dem Acylhydrazon der allgemeinen Formel (I), der allgemeinen Formel (II) und insbesondere
der Formel (III) eingesetzt. In Waschmitteln sind derartige Bleichaktivatoren vorzugsweise
in Mengen von bis zu 10 Gew.-%, insbesondere von 1,5 Gew.-% bis 5 Gew.-% enthalten.
Vorzugsweise werden unter Perhydrolysebedingungen Peroxocarbonsäure ausbildende Verbindung
und Acylhydrazon in Molverhältnissen im Bereich von 4:1 bis 100:1, insbesondere von
25:1 bis 50:1 eingesetzt.
[0030] Als unter Perhydrolysebedingungen Peroxocarbonsäure-liefernde Verbindung können insbesondere
Verbindungen, die unter Perhydrolysebedingungen gegebenenfalls substituierte Perbenzoesäure
und/oder aliphatische Peroxocarbonsäuren mit 1 bis 12 C-Atomen, insbesondere 2 bis
4 C-Atomen ergeben, allein oder in Mischungen, eingesetzt werden. Geeignet sind Bleichaktivatoren,
die O- und/oder N-Acylgruppen insbesondere der genannten C-Atomzahl und/oder gegebenenfalls
substituierte Benzoylgruppen tragen. Bevorzugt sind mehrfach acylierte Alkylendiamine,
insbesondere Tetraacetylethylendiamin (TAED), acylierte Glykolurile, insbesondere
Tetraacetylglykoluril (TAGU), acylierte Triazinderivate, insbesondere 1,5-Diacetyl-2,4-dioxohexahydro-1,3,5-triazin
(DADHT), N-Acylimide, insbesondere N-Nonanoylsuccinimid (NOSI), acylierte Phenolsulfonate
oder -carboxylate beziehungsweise die Sulfon- oder Carbonsäuren von diesen, insbesondere
Nonanoyl- oder Isononanoyl- oder Lauroyloxybenzolsulfonat (NOBS beziehungsweise iso-NOBS
beziehungsweise LOBS) oder Decanoyloxybenzoat (DOBA), deren formale Kohlensäureesterderivate
wie 4-(2-Decanoyloxyethoxycarbonyloxy)-benzolsulfonat (DECOBS), acylierte mehrwertige
Alkohole, insbesondere Triacetin, Ethylenglykoldiacetat und 2,5-Diacetoxy-2,5-dihydrofuran
sowie acetyliertes Sorbitol und Mannitol und deren Mischungen (SORMAN), acylierte
Zuckerderivate, insbesondere Pentaacetylglukose (PAG), Pentaacetylfruktose, Tetraacetylxylose
und Octaacetyllactose, acetyliertes, gegebenenfalls N-alkyliertes Glucamin und Gluconolacton,
und/oder N-acylierte Lactame, beispielsweise N-Benzoylcaprolactam.
[0031] Zusätzlich oder alternativ zu den Verbindungen, die unter Perhydrolysebedingungen
Peroxocarbonsäuren bilden, können weitere bleichaktivierende Verbindungen, wie beispielsweise
Nitrile, aus denen sich unter Perhydrolysebedingungen Perimidsäuren bilden, vorhanden
sein. Dazu gehören insbesondere Aminoacetonitrilderivate mit quaterniertem Stickstoffatom
gemäß der Formel

in der R
11 für -H, -CH
3, einen C
2-24-Alkyl- oder -Alkenylrest, einen substituierten C
1-24-Alkyl- oder C
2-24-Alkenylrest mit mindestens einem Substituenten aus der Gruppe -Cl, -Br, -OH, -NH
2, -CN und -N
(+)-CH
2-CN, einen Alkyl- oder Alkenylarylrest mit einer C
1-24-Alkylgruppe, oder für einen substituierten Alkyl- oder Alkenylarylrest mit mindestens
einer, vorzugsweise zwei, gegebenenfalls substituierten C
1-24-Alkylgruppe(n) und gegebenenfalls weiteren Substituenten am aromatischen Ring steht,
R
12 und R
13 unabhängig voneinander ausgewählt sind aus -CH
2-CN, -CH
3, -CH
2-CH
3, -CH
2-CH
2-CH
3, -CH(CH
3)-CH
3,-CH
2-OH, -CH
2-CH
2-OH, -CH(OH)-CH
3, -CH
2-CH
2-CH
2-OH, -CH
2-CH(OH)-CH
3, -CH(OH)-CH
2-CH
3, -(CH
2CH
2-O)
nH mit n = 1, 2, 3, 4, 5 oder 6, R
14 und R
15 unabhängig voneinander eine voranstehend für R
11, R
12 oder R
13 angegebene Bedeutung haben, wobei mindestens 2 der genannten Reste, insbesondere
R
12 und R
13, auch unter Einschluß des Stickstoffatoms und gegebenenfalls weiterer Heteroatome
ringschließend miteinander verknüpft sein können und dann vorzugsweise einen Morpholino-Ring
ausbilden, und X ein ladungsausgleichendes Anion, vorzugsweise ausgewählt aus Benzolsulfonat,
Toluolsulfonat, Cumolsulfonat, den C
9-15-Alkylbenzolsulfonaten, den C
1-20-Alkylsulfaten, den C
8-22-Carbonsäuremethylester-sulfonaten, Sulfat, Hydrogensulfat und deren Gemischen, ist,
können eingesetzt werden. Auch sauerstoffübertragende Sulfonimine können eingesetzt
werden.
[0032] Die Bleichaktivatoren können zur Vermeidung der Wechselwirkung mit den Persauerstoffverbindungen
bei der Lagerung in bekannter Weise mit Hüllsubstanzen überzogen beziehungsweise granuliert
worden sein, wobei mit Hilfe von Carboxymethylcellulose granuliertes Tetraacetylethylendiamin
mit mittleren Korngrößen von 0,01 mm bis 0,8 mm, granuliertes 1,5-Diacetyl-2,4-dioxohexahydro-1,3,5-triazin,
und/oder in Teilchenform konfektioniertes Trialkylammoniumacetonitril besonders bevorzugt
ist.
[0033] Zusätzlich zu der erfindungsgemäß zu verwendenden Kombination können auch übliche
die Bleiche aktivierende Übergangsmetallkomplexe eingesetzt werden. Diese werden vorzugsweise
unter den Cobalt-, Eisen-, Kupfer-, Titan-, Vanadium-, Mangan- und Rutheniumkomplexen
ausgewählt. Als Liganden in derartigen Übergangsmetallkomplexen kommen sowohl anorganische
als auch organische Verbindungen in Frage, zu denen neben Carboxylaten insbesondere
Verbindungen mit primären, sekundären und/oder tertiären Amin- und/oder Alkohol-Funktionen,
wie Pyridin, Pyridazin, Pyrimidin, Pyrazin, Imidazol, Pyrazol, Triazol, 2,2'-Bispyridylamin,
Tris-(2-pyridylmethyl)amin, 1,4,7-Triazacyclononan und dessen substituierte Derivate
wie 1,4,7-Trimethyl-1,4,7-triazacyclononan, 1,5,9-Triazacyclododecan und dessen substituierte
Derivate wie 1,5,9-Trimethyl-1,5,9-triazacyclododecan 1,4,8,11-Tetraazacyclotetradecan
und dessen substituierte Derivate wie 5,5,7,12,12,14-Hexamethyl-1,4,8,11-tetraazacyclotetradecan,
1,5,8,12-Tetraazabicyclo[6.6.2]hexadecan und dessen substituierte Derivate wie 5,12-Diethyl-1,5,8,12-tetraazabicyclo[6.6.2]hexadecan,
(Bis-((1-methylimidazol-2-yl)-methyl))-(2-pyridylmethyl)-amin, N,N'-(Bis-(1-methylimidazol-2-yl)-methyl)-ethylendiamin,
N-Bis-(2-benzimidazolylmethyl)-aminoethanol, 2,6-Bis-(bis-(2-benzimidazolylmethyl)aminomethyl)-4-methylphenol,
N,N,N',N'-Tetrakis-(2-benzimidazolylmethyl)-2-hydroxy-1,3-diaminopropan, 2,6-Bis-(bis-(2-pyridylmethyl)aminomethyl)-4-methylphenol,
1,3-Bis-(bis-(2-benzimidazolylmethyl)aminomethyl)-benzol, Sorbitol, Mannitol, Erythritol,
Adonitol, Inositol, Lactose, und gegebenenfalls substituierte Salene, Porphine und
Porphyrine gehören. Zu den anorganischen Neutralliganden gehören insbesondere Ammoniak
und Wasser. Falls nicht sämtliche Koordinationsstellen des Übergangsmetallzentralatoms
durch Neutralliganden besetzt sind, enthält der Komplex weitere, vorzugsweise anionische
und unter diesen insbesondere ein- oder zweizähnige Liganden. Zu diesen gehören insbesondere
die Halogenide wie Fluorid, Chlorid, Bromid und lodid, und die (NO
2)
--Gruppe, das heißt ein Nitro-Ligand oder ein Nitrito-Ligand. Die (NO
2)
--Gruppe kann an ein Übergangsmetall auch chelatbildend gebunden sein oder sie kann
zwei Übergangsmetallatome asymmetrisch oder η
1-O-verbrücken. Außer den genannten Liganden können die Übergangsmetallkomplexe noch
weitere, in der Regel einfacher aufgebaute Liganden, insbesondere ein- oder mehrwertige
Anionliganden, tragen. In Frage kommen beispielsweise Nitrat, Acetat, Trifluoracetat,
Formiat, Carbonat, Citrat, Oxalat, Perchlorat sowie komplexe Anionen wie Hexafluorophosphat.
Die Anionliganden sollen für den Ladungsausgleich zwischen Übergangsmetall-Zentralatom
und dem Ligandensystem sorgen. Auch die Anwesenheit von Oxo-Liganden, Peroxo-Liganden
und Imino-Liganden ist möglich. Insbesondere derartige Liganden können auch verbrückend
wirken, so daß mehrkernige Komplexe entstehen. Im Falle verbrückter, zweikerniger
Komplexe müssen nicht beide Metallatome im Komplex gleich sein. Auch der Einsatz zweikerniger
Komplexe, in denen die beiden Übergangsmetallzentralatome unterschiedliche Oxidationszahlen
aufweisen, ist möglich. Falls Anionliganden fehlen oder die Anwesenheit von Anionliganden
nicht zum Ladungsausgleich im Komplex führt, sind in den gemäß der Erfindung zu verwendenden
Übergangsmetallkomplex-Verbindungen anionische Gegenionen anwesend, die den kationischen
Übergangsmetall-Komplex neutralisieren. Zu diesen anionischen Gegenionen gehören insbesondere
Nitrat, Hydroxid, Hexafluorophosphat, Sulfat, Chlorat, Perchlorat, die Halogenide
wie Chlorid oder die Anionen von Carbonsäuren wie Formiat, Acetat, Oxalat, Benzoat
oder Citrat. Beispiele für einsetzbare Übergangsmetallkomplex-Verbindungen sind Mn(IV)
2(µ-O)
3(1,4,7-trimethyl-1,4,7-triazacyclononan)-di-hexafluorophosphat, [N,N'-Bis[(2-hydroxy-5-vinylphenyl)-methylen]-1,2-diaminocyclohexan]-mangan-(III)-chlorid,
[N,N'-Bis[(2-hydroxy-5-nitrophenyl)-methylen]-1,2-diaminocyclohexan]-mangan-(III)-acetat,
[N,N'-Bis[(2-hydroxyphenyl)-methylen]-1,2-phenylendiamin]-mangan-(III)-acetat, [N,N'-Bis[(2-hydroxyphenyl)-methylen]-1,2-diaminocyclohexan]-mangan-(III)-chlorid,
[N,N'-Bis[(2-hydroxyphenyl)-methylen]-1,2-diaminoethan]-mangan-(III)-chlorid, [N,N'-Bis[(2-hydroxy-5-sulfonatophenyl)-methylen]-1,2-diaminoethan]-mangan-(III)-chlorid,
Mangan-oxalatokomplexe, Nitropentammin-cobalt(III)-chlorid, Nitritopentammin-cobalt(III)-chlorid,
Hexammincobalt(III)-chlorid, Chloropentammin-cobalt(III)-chlorid sowie der Peroxo-Komplex
[(NH
3)
5Co-O-O-Co(NH
3)
5]Cl
4.
[0034] Persauerstoffverbindungen enthaltende Waschmittel, die als insbesondere pulverförmige
Feststoffe, in nachverdichteter Teilchenform, als homogene Lösungen oder Suspensionen
vorliegen können, können außer der erfindungsgemäß zu verwendenden Kombination aus
Protease und Verbindung gemäß Formel (I) sowie gegebenenfalls den genannten Bleichaktivatoren
und - katalysatoren im Prinzip alle bekannten und in derartigen Mitteln üblichen Inhaltsstoffe
enthalten. Die Mittel können insbesondere Buildersubstanzen, oberflächenaktive Tenside,
wassermischbare organische Lösungsmittel, weitere Enzyme, Sequestrierungsmittel, Elektrolyte,
pH-Regulatoren, Polymere mit Spezialeffekten, wie soil release-Polymere, Farbübertragungsinhibitoren,
Vergrauungsinhibitoren, knitterreduzierende polymere Wirkstoffe und formerhaltende
polymere Wirkstoffe, und weitere Hilfsstoffe, wie optische Aufheller, Schaumregulatoren,
Farb- und Duftstoffe, enthalten.
[0035] Ein Mittel kann zur weiteren Verstärkung der Desinfektionswirkung, beispielsweise
gegenüber speziellen Keimen, zusätzlich übliche antimikrobielle Wirkstoffe, wie beispielsweise
Alkohole, Aldehyde, Säuren, Carbonsäureester, Säureamide, Phenole und Phenolderivate,
Diphenyle, Diphenylalkane, Harnstoffderivate, an organische Gerüste gebundene O-Acetate
und O-Formale, Benzamidine, Isothiazoline, Phthalimidderivate, Pyridinderivate, Amine,
quaternäre Ammoniumverbindungen, Guanidine, amphotere Verbindungen, Chinoline, Benzimidazole,
IPBC, Dithiocarbamate, Metalle und Metallverbindungen, wie zum Beispiel Silber und
Silbersalze, Halogene, wie zum Beispiel Chlor, Iod und deren Verbindungen, weitere
Oxidationsmittel sowie anorganische Stickstoffverbindungen, enthalten. Derartige antimikrobielle
Zusatzstoffe sind vorzugsweise in Mengen bis zu 10 Gew.-%, insbesondere von 0,01 Gew.-%
bis 5 Gew.-%, jeweils bezogen auf gesamtes Mittel, enthalten; in bevorzugter Ausgestaltung
sind sie jedoch frei von solchen zusätzlichen Desinfektionswirkstoffen.
[0036] Die Mittel können ein oder mehrere Tenside enthalten, wobei insbesondere anionische
Tenside, nichtionische Tenside und deren Gemische in Frage kommen, aber auch kationische
und/oder amphotere Tenside enthalten sein können. Geeignete nichtionische Tenside
sind insbesondere Alkylglykoside und Ethoxylierungs- und/oder Propoxylierungsprodukte
von Alkylglykosiden oder linearen oder verzweigten Alkoholen mit jeweils 12 bis 18
C-Atomen im Alkylteil und 3 bis 20, vorzugsweise 4 bis 10 Alkylethergruppen. Weiterhin
sind entsprechende Ethoxylierungs- und/oder Propoxylierungsprodukte von N-Alkyl-aminen,
vicinalen Diolen, Fettsäureestern und Fettsäureamiden, die hinsichtlich des Alkylteils
den genannten langkettigen Alkoholderivaten entsprechen, sowie von Alkylphenolen mit
5 bis 12 C-Atomen im Alkylrest brauchbar.
[0037] Geeignete anionische Tenside sind insbesondere Seifen und solche, die Sulfat- oder
SulfonatGruppen mit bevorzugt Alkaliionen als Kationen enthalten. Verwendbare Seifen
sind bevorzugt die Alkalisalze der gesättigten oder ungesättigten Fettsäuren mit 12
bis 18 C-Atomen. Derartige Fettsäuren können auch in nicht vollständig neutralisierter
Form eingesetzt werden. Zu den brauchbaren Tensiden des Sulfat-Typs gehören die Salze
der Schwefelsäurehalbester von Fettalkoholen mit 12 bis 18 C-Atomen und die Sulfatierungsprodukte
der genannten nichtionischen Tenside mit niedrigem Ethoxylierungsgrad. Zu den verwendbaren
Tensiden vom Sulfonat-Typ gehören lineare Alkylbenzolsulfonate mit 9 bis 14 C-Atomen
im Alkylteil, Alkansulfonate mit 12 bis 18 C-Atomen, sowie Olefinsulfonate mit 12
bis 18 C-Atomen, die bei der Umsetzung entsprechender Monoolefine mit Schwefeltrioxid
entstehen, sowie alpha-Sulfofettsäureester, die bei der Sulfonierung von Fettsäuremethyl-
oder -ethylestern entstehen.
[0038] Derartige Tenside sind in Waschmitteln in Mengenanteilen von vorzugsweise 5 Gew.-%
bis 50 Gew.-%, insbesondere von 8 Gew.-% bis 30 Gew.-%, enthalten,
[0039] Ein Waschmittel enthält vorzugsweise mindestens einen wasserlöslichen und/oder wasserunlöslichen,
organischen und/oder anorganischen Builder. Zu den wasserlöslichen organischen Buildersubstanzen
gehören Polycarbonsäuren, insbesondere Citronensäure und Zuckersäuren, monomere und
polymere Aminopolycarbonsäuren, insbesondere Glycindiessigsäure, Methylglycindiessigsäure,
Nitrilotriessigsäure, Iminodisuccinate wie Ethylendiamin-N,N'-dibernsteinsäure und
Hydroxyiminodisuccinate, Ethylendiamintetraessigsäure sowie Polyasparaginsäure, Polyphosphonsäuren,
insbesondere Aminotris(methylenphosphonsäure), Ethylendiamintetrakis(methylenphosphonsäure),
Lysintetra(methylenphosphosäure) und 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure, polymere
Hydroxyverbindungen wie Dextrin sowie polymere (Poly-)carbonsäuren, insbesondere durch
Oxidation von Polysacchariden zugängliche Polycarboxylate, polymere Acrylsäuren, Methacrylsäuren,
Maleinsäuren und Mischpolymere aus diesen, die auch geringe Anteile polymerisierbarer
Substanzen ohne Carbonsäurefunktionalität einpolymerisiert enthalten können. Die relative
mittlere Molekülmasse (hier und im Folgenden: Gewichtsmittel) der Homopolymeren ungesättigter
Carbonsäuren liegt im allgemeinen zwischen 5 000 g/mol und 200 000 g/mol, die der
Copolymeren zwischen 2 000 g/mol und 200 000 g/mol, vorzugsweise 50 000 g/mol bis
120 000 g/mol, jeweils bezogen auf freie Säure. Ein besonders bevorzugtes Acrylsäure-Maleinsäure-Copolymer
weist eine relative mittlere Molekülmasse von 50 000 bis 100 000 auf. Geeignete, wenn
auch weniger bevorzugte Verbindungen dieser Klasse sind Copolymere der Acrylsäure
oder Methacrylsäure mit Vinylethern, wie Vinylmethylethern, Vinylester, Ethylen, Propylen
und Styrol, in denen der Anteil der Säure mindestens 50 Gew.-% beträgt. Als wasserlösliche
organische Buildersubstanzen können auch Terpolymere eingesetzt werden, die als Monomere
zwei ungesättigte Säuren und/oder deren Salze sowie als drittes Monomer Vinylalkohol
und/ oder ein Vinylalkohol-Derivat oder ein Kohlenhydrat enthalten. Das erste saure
Monomer beziehungsweise dessen Salz leitet sich von einer monoethylenisch ungesättigten
C
3-C
8-Carbonsäure und vorzugsweise von einer C
3-C
4-Monocarbonsäure, insbesondere von (Meth)-acrylsäure ab. Das zweite saure Monomer
beziehungsweise dessen Salz kann ein Derivat einer C
4-C
8-Dicarbonsäure sein, wobei Maleinsäure besonders bevorzugt ist. Die dritte monomere
Einheit wird in diesem Fall von Vinylalkohol und/oder vorzugsweise einem veresterten
Vinylalkohol gebildet. Insbesondere sind Vinylalkohol-Derivate bevorzugt, welche einen
Ester aus kurzkettigen Carbonsäuren, beispielsweise von C
1-C
4-Carbonsäuren, mit Vinylalkohol darstellen. Bevorzugte Polymere enthalten dabei 60
Gew.-% bis 95 Gew.-%, insbesondere 70 Gew.-% bis 90 Gew.-% (Meth)acrylsäure bzw. (Meth)acrylat,
besonders bevorzugt Acrylsäure bzw. Acrylat, und Maleinsäure bzw. Maleinat sowie 5
Gew.-% bis 40 Gew.-%, vorzugsweise 10 Gew.-% bis 30 Gew.-% Vinylalkohol und/oder Vinylacetat.
Ganz besonders bevorzugt sind dabei Polymere, in denen das Gewichtsverhältnis von
(Meth)acrylsäure beziehungsweise (Meth)acrylat zu Maleinsäure beziehungsweise Maleinat
zwischen 1:1 und 4:1, vorzugsweise zwischen 2:1 und 3:1 und insbesondere 2:1 und 2,5:1
liegt. Dabei sind sowohl die Mengen als auch die Gewichtsverhältnisse auf die Säuren
bezogen. Das zweite saure Monomer beziehungsweise dessen Salz kann auch ein Derivat
einer Allylsulfonsäure sein, die in 2-Stellung mit einem Alkylrest, vorzugsweise mit
einem C
1-C
4-Alkylrest, oder einem aromatischen Rest, der sich vorzugsweise von Benzol oder Benzol-Derivaten
ableitet, substituiert ist. Bevorzugte Terpolymere enthalten dabei 40 Gew.-% bis 60
Gew.-%, insbesondere 45 bis 55 Gew.-% (Meth)acrylsäure beziehungsweise (Meth)acrylat,
besonders bevorzugt Acrylsäure beziehungsweise Acrylat, 10 Gew.-% bis 30 Gew.-%, vorzugsweise
15 Gew.-% bis 25 Gew.-% Methallylsulfonsäure bzw. Methallylsulfonat und als drittes
Monomer 15 Gew.-% bis 40 Gew.-%, vorzugsweise 20 Gew.-% bis 40 Gew.-% eines Kohlenhydrats.
Dieses Kohlenhydrat kann dabei beispielsweise ein Mono-, Di-, Oligo- oder Polysaccharid
sein, wobei Mono-, Di- oder Oligosaccharide bevorzugt sind. Besonders bevorzugt ist
Saccharose. Durch den Einsatz des dritten Monomers werden vermutlich Sollbruchstellen
in das Polymer eingebaut, die für die gute biologische Abbaubarkeit des Polymers verantwortlich
sind. Diese Terpolymere weisen im Allgemeinen eine relative mittlere Molekülmasse
zwischen 1 000 g/mol und 200 000 g/mol, vorzugsweise zwischen 200 g/mol und 50 000
g/mol auf. Weitere bevorzugte Copolymere sind solche, die als Monomere Acrolein und
Acrylsäure/Acrylsäuresalze beziehungsweise Vinylacetat aufweisen. Die organischen
Buildersubstanzen können, insbesondere zur Herstellung flüssiger Mittel, in Form wässriger
Lösungen, vorzugsweise in Form 30- bis 50-gewichtsprozentiger wässriger Lösungen eingesetzt
werden. Alle genannten Säuren werden in der Regel in Form ihrer wasserlöslichen Salze,
insbesondere ihre Alkalisalze, eingesetzt.
[0040] Derartige organische Buildersubstanzen können gewünschtenfalls in Mengen bis zu 40
Gew.-%, insbesondere bis zu 25 Gew.-% und vorzugsweise von 1 Gew.-% bis 8 Gew.-% enthalten
sein. Mengen nahe der genannten Obergrenze werden vorzugsweise in pastenförmigen oder
flüssigen, insbesondere wasserhaltigen, Mitteln eingesetzt.
[0041] Als wasserlösliche anorganische Buildermaterialien kommen insbesondere Polyphosphate,
vorzugsweise Natriumtriphosphat, in Betracht. Als wasserunlösliche anorganische Buildermaterialien
werden insbesondere kristalline oder amorphe, wasserdispergierbare Alkalialumosilikate,
in Mengen nicht über 25 Gew.-%, vorzugsweise von 3 Gew.-% bis 20 Gew.-% und insbesondere
in Mengen von 5 Gew.-% bis 15 Gew.-% eingesetzt. Unter diesen sind die kristallinen
Natriumalumosilikate in Waschmittelqualität, insbesondere Zeolith A, Zeolith P sowie
Zeolith MAP und gegebenenfalls Zeolith X, bevorzugt. Mengen nahe der genannten Obergrenze
werden vorzugsweise in festen, teilchenförmigen Mitteln eingesetzt. Geeignete Alumosilikate
weisen insbesondere keine Teilchen mit einer Korngröße über 30 µm auf und bestehen
vorzugsweise zu wenigstens 80 Gew.-% aus Teilchen mit einer Größe unter 10 µm. Ihr
Calciumbindevermögen liegt in der Regel im Bereich von 100 bis 200 mg CaO pro Gramm.
[0042] Zusätzlich oder alternativ zum genannten wasserunlöslichen Alumosilikat und Alkalicarbonat
können weitere wasserlösliche anorganische Buildermaterialien enthalten sein. Zu diesen
gehören neben den Polyphosphaten wie Natriumtriphosphat insbesondere die wasserlöslichen
kristallinen und/oder amorphen Alkalisilikat-Builder. Derartige wasserlösliche anorganische
Buildermaterialien sind in den Mitteln vorzugsweise in Mengen von 1 Gew.-% bis 20
Gew.-%, insbesondere von 5 Gew.-% bis 15 Gew.-% enthalten. Die als Buildermaterialien
brauchbaren Alkalisilikate weisen vorzugsweise ein molares Verhältnis von Alkalioxid
zu SiO
2 unter 0,95, insbesondere von 1:1,1 bis 1:12 auf und können amorph oder kristallin
vorliegen. Bevorzugte Alkalisilikate sind die Natriumsilikate, insbesondere die amorphen
Natriumsilikate, mit einem molaren Verhältnis Na
2O:SiO
2 von 1:2 bis 1:2,8. Als kristalline Silikate, die allein oder im Gemisch mit amorphen
Silikaten vorliegen können, werden vorzugsweise kristalline Schichtsilikate der allgemeinen
Formel Na
2Si
xO
2x+1 · y H
2O eingesetzt, in der x, das sogenannte Modul, eine Zahl von 1,9 bis 4 und y eine Zahl
von 0 bis 20 ist und bevorzugte Werte für x 2, 3 oder 4 sind. Bevorzugte kristalline
Schichtsilikate sind solche, bei denen x in der genannten allgemeinen Formel die Werte
2 oder 3 annimmt. Insbesondere sind sowohl β- als auch δ-Natriumdisitikate (Na
2Si
2O
5 · y H
2O) bevorzugt. Auch aus amorphen Alkalisilikaten hergestellte, praktisch wasserfreie
kristalline Alkalisilikate der obengenannten allgemeinen Formel, in der x eine Zahl
von 1,9 bis 2,1 bedeutet, können in den Mitteln eingesetzt werden. In einer weiteren
bevorzugten Ausführungsform wird ein kristallines Natriumschichtsilikat mit einem
Modul von 2 bis 3 eingesetzt, wie es aus Sand und Soda hergestellt werden kann. Natriumsilikate
mit einem Modul im Bereich von 1,9 bis 3,5 werden in einer weiteren Ausführungsform
eingesetzt. In einer bevorzugten Ausgestaltung solcher Mittel setzt man ein granulares
Compound aus Alkalisilikat und Alkalicarbonat ein, wie es zum Beispiel unter dem Namen
Nabion
® 15 im Handel erhältlich ist.
[0043] Als in den Waschmitteln gegebenenfalls enthaltene Enzyme kommen insbesondere solche
aus der Klasse der Proteasen, Cutinasen, Amylasen, Pullulanasen, Xylanasen, Hemicellulasen,
Cellulasen, Peroxidasen sowie Oxidasen beziehungsweise deren Gemische in Frage, wobei
der Einsatz von Protease, Amylase und/oder Cellulase besonders bevorzugt ist. Der
Anteil beträgt vorzugsweise 0,2 Gew.-% bis 1,5 Gew.-%, insbesondere 0,5 Gew.-% bis
1 Gew.-%. Die Enzyme können in üblicher Weise an Trägerstoffen adsorbiert und/oder
in Hüllsubstanzen eingebettet sein oder als konzentrierte, möglichst wasserfreie Flüssigformulierungen
eingearbeitet werden.
[0044] Geeignete Vergrauungsinhibitoren beziehungsweise soil-release-Wirkstoffe sind Celluloseether,
wie Carboxymethylcellulose, Methylcellulose, Hydroxyalkylcellulosen und Cellulosemischether,
wie Methylhydroxyethylcellulose, Methylhydroxypropylcellulose und Methyl-Carboxymethylcellulose.
Vorzugsweise werden Natrium-Carboxymethylcellulose und deren Gemische mit Methylcellulose
eingesetzt. Zu den üblicherweise eingesetzten Soil-release-Wirkstoffen gehören Copolyester,
die Dicarbonsäureeinheiten, Alkylenglykoleinheiten und Polyalkylenglykoleinheiten
enthalten. Der Anteil an Vergrauungsinhibitoren und/oder soil-release-Wirkstoffen
in den Mitteln liegt im allgemeinen nicht über 2 Gew.-% und beträgt vorzugsweise 0,5
Gew.-% bis 1,5 Gew.-%.
[0045] Als optische Aufheller für insbesondere Textilien aus Cellulosefasern (zum Beispiel
Baumwolle) können in Waschmitteln beispielsweise Derivate der Diaminostilbendisulfonsäure
beziehungsweise deren Alkalimetallsalze enthalten sein. Geeignet sind zum Beispiel
Salze der 4,4'-Bis(2-anilino-4-morpholino-1,3,5-triazin-6-yl-amino)-stilben-2,2'-disulfonsäure
oder gleichartig aufgebaute Verbindungen, die anstelle der Morpholinogruppe eine Diethanolaminogruppe,
eine Methylaminogruppe oder eine 2-Methoxyethylaminogruppe tragen. Weiterhin können
Aufheller vom Typ des substituierten 4,4'-Distyryl-diphenyl anwesend sein, zum Beispiel
4,4'-Bis-(4-chlor-3-sulfostyryl)-diphenyl. Auch Gemische von Aufhellern können verwendet
werden. Für Polyamidfasern eignen sich besonders gut Aufheller vom Typ der 1,3-Diaryl-2-pyrazoline,
beispielsweise 1-(p-Sulfoamoylphenyl)-3-(p-chlorphenyl)-2-pyrazolin sowie gleichartig
aufgebaute Verbindungen. Der Gehalt des Mittels an optischen Aufhellern oder Aufhellergemischen
liegt im allgemeinen nicht über 1 Gew.-% und vorzugsweise im Bereich von 0,05 Gew.-%
bis 0,5 Gew.-%.
[0046] Zu den in Waschmitteln einsetzbaren üblichen Schaumregulatoren gehören beispielsweise
Polysiloxan-Kieselsäure-Gemische, wobei die darin enthaltene feinteilige Kieselsäure
vorzugsweise silaniert oder anderweitig hydrophobiert ist. Die Polysiloxane können
sowohl aus linearen Verbindungen wie auch aus vernetzten Polysiloxan-Harzen sowie
aus deren Gemischen bestehen. Weitere Entschäumer sind Paraffinkohlenwasserstoffe,
insbesondere Mikroparaffine und Paraffinwachse, deren Schmelzpunkt oberhalb 40 °C
liegt, gesättigte Fettsäuren beziehungsweise Seifen mit insbesondere 20 bis 22 C-Atomen,
zum Beispiel Natriumbehenat, und Alkalisalze von Phosphorsäuremono- und/oder -dialkylestern,
in denen die Alkylketten jeweils 12 bis 22 C-Atome aufweisen. Unter diesen wird bevorzugt
Natriummonoalkylphosphat und/oder -dialkylphosphat mit C
16- bis C
18-Alkylgruppen eingesetzt. Der Anteil der Schaumregulatoren kann vorzugsweise 0,2 Gew.-%
bis 2 Gew.-% betragen.
[0047] Die Mittel können Wasser als Lösungsmittel enthalten. Zu den in den Mitteln, insbesondere
wenn sie in flüssiger oder pastöser Form vorliegen, verwendbaren organischen Lösungsmitteln
gehören Alkohole mit 1 bis 4 C-Atomen, insbesondere Methanol, Ethanol, Isopropanol
und tert.-Butanol, Diole mit 2 bis 4 C-Atomen, insbesondere Ethylenglykol und Propylenglykol,
sowie deren Gemische und die aus den genannten Verbindungsklassen ableitbaren Ether.
Derartige wassermischbare Lösungsmittel sind in den Mitteln in Mengen von vorzugsweise
nicht über 20 Gew.-%, insbesondere von 1 Gew.-% bis 15 Gew.-%, vorhanden.
[0048] Zur Einstellung eines gewünschten, sich durch die Mischung der übrigen Komponenten
nicht von selbst ergebenden pH-Werts können die Mittel system- und umweltverträgliche
Säuren, insbesondere Citronensäure, Essigsäure, Weinsäure, Äpfelsäure, Milchsäure,
Glykolsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure und/oder Adipinsäure, aber auch Mineralsäuren,
insbesondere Schwefelsäure oder Alkalihydrogensulfate, oder Basen, insbesondere Ammonium-
oder Alkalihydroxide, enthalten. Derartige pH-Regulatoren sind vorzugsweise nicht
über 10 Gew.-%, insbesondere von 0,5 Gew.-% bis 6 Gew.-%, enthalten.
[0049] Die Herstellung fester Mittel bietet keine Schwierigkeiten und kann in im Prinzip
bekannter Weise, zum Beispiel durch Sprühtrocknen oder Granulation, erfolgen, wobei
thermisch empfindliche Inhaltsstoffe gegebenenfalls später getrennt zugesetzt werden.
[0050] Mittel in Form wässriger oder sonstige übliche Lösungsmittel enthaltender Lösungen
werden besonders vorteilhaft durch einfaches Mischen der Inhaltsstoffe, die in Substanz
oder als Lösung in einen automatischen Mischer gegeben werden können, hergestellt.
[0051] Die Mittel liegen vorzugsweise als pulverförmige, granulare oder tablettenförmige
Präparate vor, die in an sich bekannter Weise, beispielsweise durch Mischen, Granulieren,
Walzenkompaktieren und/oder durch Sprühtrocknung der thermisch belastbaren Komponenten
und Zumischen der empfindlicheren Komponenten, zu denen insbesondere Enzyme, Bleichmittel
und bleichaktivierende Wirkstoffe zu rechnen sind, hergestellt werden können. Zur
Herstellung von Mitteln mit erhöhtem Schüttgewicht, insbesondere im Bereich von 650
g/l bis 950 g/l, ist ein einen Extrusionsschritt aufweisendes Verfahren bevorzugt.
[0052] Zur Herstellung von Mitteln in Tablettenform geht man vorzugsweise derart vor, daß
man alle Bestandteile in einem Mischer miteinander vermischt und das Gemisch mittels
herkömmlicher Tablettenpressen, beispielsweise Exzenterpressen oder Rundläuferpressen,
mit Preßdrucken im Bereich von 200 · 10
5 Pa bis 1 500 · 10
5 Pa verpresst. Man erhält so problemlos bruchfeste und dennoch unter Anwendungsbedingungen
ausreichend schnell lösliche Tabletten mit Biegefestigkeit von normalerweise über
150 N. Vorzugsweise weist eine derart hergestellte Tablette ein Gewicht von 15 g bis
40 g, insbesondere von 20 g bis 30 g auf, bei einem Durchmesser von 35 mm bis 40 mm.
Beispiele
[0053] Ein proteasefreies und Acylhydrazon-haltiges pulverförmiges Waschmittel V1, die ansonsten
mit V1 identischen Protease-haltigen und acylhydrazonfreien Waschmittel V2, V3, V4
und V5 und die Protease- und Acylhydrazon-haltigen Waschmittel E1 und E2 mit den in
der nachfolgenden Tabelle 1 angegebenen Zusammensetzungen (Inhaltsstoffe in Gew.-%)
wurden bei 20 °C in Waschversuchen bei einer Dosierung von 67,5 g pro 17 l Wasser
in einer Miele
® W1935 Waschmaschine getestet. Zum Vergleich kamen Mittel V6 und V7 zum Einsatz, die
andere Proteasen enthielten und ansonsten in ihrer Zusammensetzung den Mitteln E1
und E2 entsprachen. Die Proteasen wurden in den Mitteln jeweils aktivitätsgleich eingesetzt.
Tabelle 1: Waschmittelzusammensetzungen
| Inhaltsstoff |
V1 |
V2 |
V3 |
V4 |
V5 |
E1 |
E2 |
V6 |
V7 |
| LAS - Na |
12 |
12 |
12 |
12 |
12 |
12 |
12 |
12 |
12 |
| Na-C12/18-Alkylsulfat |
3 |
3 |
3 |
3 |
3 |
3 |
3 |
3 |
3 |
| FA 7 EO |
3 |
3 |
3 |
3 |
3 |
3 |
3 |
3 |
3 |
| Na-C16/18-Seife |
0,5 |
0,5 |
0,5 |
0,5 |
0,5 |
0,5 |
0,5 |
0,5 |
0,5 |
| HEDP-Na4 |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
1 |
| Polyacrylat |
2 |
2 |
2 |
2 |
2 |
2 |
2 |
2 |
2 |
| Zeolith A |
20 |
20 |
20 |
20 |
20 |
20 |
20 |
20 |
20 |
| Na-Carboxymethylcellulose |
2 |
2 |
2 |
2 |
2 |
2 |
2 |
2 |
2 |
| Natriumpercarbonat |
20 |
20 |
20 |
20 |
20 |
20 |
20 |
20 |
20 |
| TAED |
10 |
10 |
10 |
10 |
10 |
10 |
10 |
10 |
10 |
| Acylhydrazon1) |
0,1 |
- |
- |
- |
- |
0,1 |
0,1 |
0,1 |
0,1 |
| Enzyme2) |
2 |
2 |
2 |
2 |
2 |
2 |
2 |
2 |
2 |
| Protease I3) |
- |
2 |
- |
- |
- |
2 |
- |
- |
- |
| Protease II4) |
- |
- |
2 |
- |
- |
- |
2 |
- |
- |
| Protease III5) |
- |
- |
- |
2 |
- |
- |
- |
2 |
- |
| Protease IV6) |
- |
- |
- |
- |
2 |
- |
- |
- |
2 |
| Natriumsulfat, Wasser |
auf 100 |
| 1) Morpholinium-4-(2-(2-((2-Hydroxyphenylmethyl)-methylen)-hydrazinyl)-2-oxoethyl)-4-methylchlorid |
| 2) Lipase/Amylase/Cellulase-Granulat |
| 3) Granulat mit Protease BLAP X wie beschrieben in Abschnitt [0045] der EP 2 395 071 A1 |
| 4) Granulat mit einer Protease gemäß SEQ ID NO: 3 |
| 5) Granulat mit Protease BLAP R wie beschrieben in Abschnitt [0045] der EP 2 395 071 A1 |
| 6) Granulat mit einer Protease gemäß SEQ ID NO: 4 |
[0054] Neben sauberer Füllwäsche kamen standardisierte Anschmutzungen von Tee auf Baumwolle
(A1), schwarzem Johannisbeersaft auf Baumwolle (A2) und Heidelbeersaft auf Baumwolle
(A3) zum Einsatz.
[0055] Es ergaben sich nach Trocknen folgende Werte für die Unterschiede der Weißgrade (dY-Wert)
im Vergleich der acylhydrazonfreien Mittel mit den entsprechenden acylhydrazonhaltigen
Mitteln
Tabelle 2: Waschleistungsunterschiede
| Anschmutzung |
Y(E1) - Y(V2) |
Y (E2) - Y(V3) |
Y(V6) - Y(V4) |
Y(V7) - Y(V5) |
| A1 |
2,0 |
1,5 |
1,0 |
1,1 |
| A2 |
1,2 |
1,0 |
0,0 |
0,6 |
| A3 |
1,1 |
0,6 |
0,4 |
0,1 |
SEQUENCE LISTING
[0056]
<110> Henkel AG & Co. KGaA
<120> Wasch- und Reinigungsmittel mit erhöhter Bleichleistung
<130> PT032614_PCT
<150> DE102014209241.8
<151> 2014-05-15
<160> 4
<170> PatentIn version 3.5
<210> 1
<211> 269
<212> PRT
<213> Bacillus lentus
<400> 1


<210> 2
<211> 269
<212> PRT
<213> artificial
<220>
<223> Subtilisin 309
<400> 2


<210> 3
<211> 269
<212> PRT
<213> artificial
<220>
<223> Subtilisin 309 mutant
<400> 3


<210> 4
<211> 270
<212> PRT
<213> artificial
<220>
<223> Subtilisin 309 mutant
<400> 4


1. Verwendung einer Protease, ausgewählt aus
a) Proteasen umfassend eine Aminosäuresequenz, die zu der in SEQ ID NO:1 angegebenen
Aminosäuresequenz über deren Gesamtlänge zu mindestens 98,5% identisch ist und in
der Zählung gemäß SEQ ID NO:1 an der Position 193 die Aminosäure V und/oder an der
Position 211 die Aminosäure L aufweist,
b) Proteasen umfassend eine Aminosäuresequenz, die zu der in SEQ ID NO:2 angegebenen
Aminosäuresequenz über deren Gesamtlänge zu mindestens 70% identisch ist und in der
Zählung gemäß SEQ ID NO:2 an der Position 9 die Aminosäure R und/oder an der Position
15 die Aminosäure T und/oder an der Position 66 die Aminosäure A und/oder an der Position
212 die Aminosäure D und/oder an der Position 239 die Aminosäure R aufweist, und
c) deren Mischungen,
zur Verstärkung der Bleichleistung von Acylhydrazonen der allgemeinen Formel (I),

in der R1 für eine CF3 oder für eine C1-28-Alkyl-, C2-28-Alkenyl-, C2-22-Alkinyl-, C3-12-Cycloalkyl-, C3-12-Cycloalkenyl-, Phenyl-, Naphthyl-, C7-9-Aralkyl, C3-20-Heteroalkyl- oder C3-12-Cycloheteroalkylgruppe,
R2 und R3 unabhängig voneinander für Wasserstoff oder eine gegebenenfalls substituierte C1-28-Alkyl-, C2-28-Alkenyl-, C2-22-Alkinyl-, C3-12-Cycloalkyl-, C3-12-Cycloalkenyl-, C7-9-Aralkyl-, C3-28-Heteroalkyl-, C3-12-Cycloheteroalkyl-, C5-16-Heteroaralkyl-, Phenyl-, Naphthyl- oder Heteroarylgruppe oder R2 und R3 zusammen mit dem sie verbindenden Kohlenstoffatom für einen gegebenenfalls substituierten
5-, 6-, 7-, 8- oder 9-gliedrigen Ring, der gegebenenfalls Heteroatome enthalten kann,
und
R4 für Wasserstoff oder eine C1-28-Alkyl-, C2-28-Alkenyl-, C2-22-Alkinyl-, C3-12-Cycloalkyl-, C3-12-Cycloalkenyl-, C7-9-Aralkyl-, C3-20-Heteroalkyl-, C3-12-Cycloheteroalkyl-, C5-16-Heteroaralkylgruppe oder eine gegebenenfalls substituierte Phenyl- oder Naphthyl-
oder Heteroarylgruppe
stehen, beim Waschen von Textilien oder der Reinigung harter Oberflächen in Gegenwart
persauerstoffhaltiger Wasch- oder Reinigungsmittel.
2. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Konzentration der Verbindung gemäß Formel (I) in wässriger Flotte 0,5 µmol/l
bis 500 µmol/l, insbesondere 5 µmol/l bis 100 µmol/l beträgt.
3. Verwendung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Persauerstoffkonzentration (berechnet als H2O2) in der Flotte im Bereich von 0,001 g/l bis 10 g/l, insbesondere von 0,1 g/l bis
1 g/l liegt.
4. Wasch- oder Reinigungsmittel, enthaltend ein persauerstoffhaltiges Bleichmittel, eine
Protease, ausgewählt aus
a) Proteasen umfassend eine Aminosäuresequenz, die zu der in SEQ ID NO:1 angegebenen
Aminosäuresequenz über deren Gesamtlänge zu mindestens 98,5% identisch ist und in
der Zählung gemäß SEQ ID NO:1 an der Position 193 die Aminosäure V und/oder an der
Position 211 die Aminosäure L aufweist,
b) Proteasen umfassend eine Aminosäuresequenz, die zu der in SEQ ID NO:2 angegebenen
Aminosäuresequenz über deren Gesamtlänge zu mindestens 70% identisch ist und in der
Zählung gemäß SEQ ID NO:2 an der Position 9 die Aminosäure R und/oder an der Position
15 die Aminosäure T und/oder an der Position 66 die Aminosäure A und/oder an der Position
212 die Aminosäure D und/oder an der Position 239 die Aminosäure R aufweist, und
c) deren Mischungen,
und eine Verbindung der Formel (I)

in der R1 für eine CF3 oder für eine C1-28-Alkyl-, C2-28-Alkenyl-, C2-22-Alkinyl-, C3-12-Cycloalkyl-, C3-12-Cycloalkenyl-, Phenyl-, Naphthyl-, C7-9-Aralkyl, C3-20-Heteroalkyl- oder C3-12-Cycloheteroalkylgruppe,
R2 und R3 unabhängig voneinander für Wasserstoff oder eine gegebenenfalls substituierte C1-28-Alkyl-, C2-28-Alkenyl-, C2-22-Alkinyl-, C3-12-Cycloalkyl-, C3-12-Cycloalkenyl-, C7-9-Aralkyl-, C3-28-Heteroalkyl-, C3-12-Cycloheteroalkyl-, C5-16-Heteroaralkyl-, Phenyl-, Naphthyl- oder Heteroarylgruppe oder R2 und R3 zusammen mit dem sie verbindenden Kohlenstoffatom für einen gegebenenfalls substituierten
5-, 6-, 7-, 8- oder 9-gliedrigen Ring, der gegebenenfalls Heteroatome enthalten kann,
und
R4 für Wasserstoff oder eine C1-28-Alkyl-, C2-28-Alkenyl-, C2-22-Alkinyl-, C3-12-Cycloalkyl-, C3-12-Cycloalkenyl-, C7-9-Aralkyl-, C3-20-Heteroalkyl-, C3-12-Cycloheteroalkyl-, C5-16-Heteroaralkylgruppe oder eine gegebenenfalls substituierte Phenyl- oder Naphthyl-
oder Heteroarylgruppe
stehen.
5. Mittel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass es 0,001 Gew.-% bis 5 Gew.-%, insbesondere 0,05 Gew.-% bis 0,15 Gew.-% der Verbindung
gemäß Formel (I) enthält.
6. Mittel nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass es Protease in Mengen von 0,005 Gew.-% bis 1,0 Gew.-%, insbesondere 0,01 Gew.-% bis
0,5 Gew.-%, jeweils bezogen auf aktives Protein, enthält.
7. Mittel nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass es Persauerstoffverbindungen in Mengen von bis zu 50 Gew.-%, insbesondere von 2 Gew.-%
bis 45 Gew.-% enthält.
8. Mittel nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass es Bleichaktivatoren in Mengen von bis zu 10 Gew.-%, insbesondere von 1,5 Gew.-%
bis 5 Gew.-% enthält.
9. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 oder Mittel nach einem der Ansprüche 4
bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung der allgemeinen Formel (I) der allgemeinen Formel (II) entspricht,
in der R1 für eine C1-4-Alkylgruppe, die einen Substituenten ausgewählt aus

trägt, in dem R10 für Wasserstoff oder eine C1-28-Alkyl-, C2-28-Alkenyl-, C2-22-Alkinyl-, C3-12-Cycloalkyl-, C3-12-Cycloalkenyl-, C7-9-Aralkyl-, C3-20-Heteroalkyl-, C3-12-Cycloheteroalkyl-, C5-16-Heteroaralkylgruppe und A- für das Anion einer organischen oder anorganischen Säure steht, R2 und R4 die für Formel (I) angegebenen Bedeutung haben und
R5, R6, R7 und R8 unabhängig voneinander für R1, Wasserstoff, Halogen, eine Hydroxy-, Amino-, eine gegebenenfalls substituierte N-mono-oder
di-C1-4-alkyl- oder C2-4-hydroxyalkyl-amino-, N-Phenyl- oder N-Naphthyl-amino-, C1-28-Alkyl-, C1-28-Alkoxy-, Phenoxy-, C2-28-Alkenyl-, C2-22-Alkinyl-, C3-12-Cycloalkyl-, C3-12-Cycloalkenyl-, C7-9-Aralkyl-, C3-20-Heteroalkyl-, C3-12-Cycloheteroalkyl-, C5-16-Heteroaralkyl-, Phenyl- oder Naphthylgruppe stehen, wobei die Substituenten ausgewählt
werden aus C1-4-Alkyl-, C1-4-Alkoxy-, Hydroxy-, Sulfo-, Sulfato-, Halogen-, Cyano-, Nitro-, Carboxy-, Phenyl-,
Phenoxy-, Naphthoxy-, Amino-, N-mono-oder di-C1-4-alkyl- oder C2-4-hydroxyalkyl-amino-, N-Phenyl- oder N-Naphthyl-aminogruppen, oder
R5 und R6 oder R6 und R7 oder R7 und R8 unter Ausbildung von 1, 2 oder 3 carbocyclischen oder O-, NR10- oder S-heterocyclischen, gegebenenfalls aromatischen und/oder gegebenenfalls C1-6-alkylsubstituierten Ringen miteinander verbunden sind.
10. Verwendung oder Mittel nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Protease ausgewählt wird aus
a) Proteasen umfassend eine Aminosäuresequenz, die zu der in SEQ ID NO:1 angegebenen
Aminosäuresequenz über deren Gesamtlänge zu mindestens 99% identisch ist,
b) Proteasen umfassend eine Aminosäuresequenz, die zu der in SEQ ID NO:2 angegebenen
Aminosäuresequenz über deren Gesamtlänge zunehmend bevorzugt zu mindestens 75%, 80%,
81%, 82%, 83%, 84%, 85%, 86%, 87%, 88%, 89%, 90%, 90,5%, 91%, 91,5%, 92%, 92,5%, 93%,
93,5%, 94%, 94,5%, 95%, 95,5%, 96%, 96,5%, 97%, 97,5%, 98%, 98,5% und 99% identisch
ist, und
c) deren Mischungen.
1. The use of a protease, selected from
a) proteases comprising an amino acid sequence which is at least 98,5% identical to
the amino acid sequence specified in SEQ ID NO:1 over the entire length thereof and,
in the numbering according to SEQ ID NO:1, has the amino acid V at position 193 and/or
has the amino acid L at position 211,
b) proteases comprising an amino acid sequence which is at least 70% identical to
the amino acid sequence specified in SEQ ID NO:2 over the entire length thereof and,
in the numbering according to SEQ ID NO:2, has the amino acid R at position 9 and/or
has the amino acid T at position 15 and/or has the amino acid A at position 66 and/or
has the amino acid D at position 212 and/or has the amino acid R at position 239,
and
c) mixtures thereof,
for enhancing the bleaching performance of acylhydrazones of general formula (I),

in which R1 represents a CF3 or a C1-28 alkyl, C2-28 alkenyl, C2-22 alkynyl, C3-12 cycloalkyl, C3-12 cycloalkenyl, phenyl, naphthyl, C7-9 aralkyl, C3-20 heteroalkyl or C3-12 cycloheteroalkyl group,
R2 and R3 represent, independently of one another, hydrogen or an optionally substituted C1-28 alkyl, C2-28 alkenyl, C2-22 alkynyl, C3-12 cycloalkyl, C3-12 cycloalkenyl, C7-9 aralkyl, C3-28 heteroalkyl, C3-12 cycloheteroalkyl, C5-16 heteroaralkyl, phenyl, naphthyl or heteroaryl group, or R2 and R3, together with the carbon atom which binds them, represent an optionally substituted
5-, 6-, 7-, 8- or 9-membered ring which can optionally contain heteroatoms, and
R4 represents hydrogen or a C1-28 alkyl, C2-28 alkenyl, C2-22 alkynyl, C3-12 cycloalkyl, C3-12 cycloalkenyl, C7-9 aralkyl, C3-20 heteroalkyl, C3-12 cycloheteroalkyl, C5-16 heteroaralkyl group or an optionally substituted phenyl or naphthyl or heteroaryl
group, when washing textiles or cleaning hard surfaces in the presence of peroxygen-containing
washing or cleaning agents.
2. The use according to claim 1, characterized in that the concentration of the compound according to formula (I) in aqueous liquor is 0.5
µmol/l to 500 µmol/l, in particular 5 µmol/l to 100 µmol/l.
3. The use according to claim 1 or 2, characterized in that the peroxygen concentration (calculated as H2O2) in the liquor is in the range of from 0.001 g/l to 10 g/l, in particular from 0.1
g/l to 1 g/l.
4. A washing or cleaning agent containing a peroxygen-containing bleaching agent, a protease
selected from
a) proteases comprising an amino acid sequence which is at least 98,5% identical to
the amino acid sequence specified in SEQ ID NO:1 over the entire length thereof and,
in the numbering according to SEQ ID NO:1, has the amino acid V at position 193 and/or
has the amino acid L at position 211,
b) proteases comprising an amino acid sequence which is at least 70% identical to
the amino acid sequence specified in SEQ ID NO:2 over the entire length thereof and,
in the numbering according to SEQ ID NO:2, has the amino acid R at position 9 and/or
has the amino acid T at position 15 and/or has the amino acid A at position 66 and/or
has the amino acid D at position 212 and/or has the amino acid R at position 239,
and
c) mixtures thereof,
and at least one compound of formula (I)

in which R1 represents a CF3 or a C1-28 alkyl, C2-28 alkenyl, C2-22 alkynyl, C3-12 cycloalkyl, C3-12 cycloalkenyl, phenyl, naphthyl, C7-9 aralkyl, C3-20 heteroalkyl or C3-12 cycloheteroalkyl group,
R2 and R3 represent, independently of one another, hydrogen or an optionally substituted C1-28 alkyl, C2-28 alkenyl, C2-22 alkynyl, C3-12 cycloalkyl, C3-12 cycloalkenyl, C7-9 aralkyl, C3-28 heteroalkyl, C3-12 cycloheteroalkyl, C5-16 heteroaralkyl, phenyl, naphthyl or heteroaryl group, or R2 and R3, together with the carbon atom which binds them, represent an optionally substituted
5-, 6-, 7-, 8- or 9-membered ring which can optionally contain heteroatoms, and
R4 represents hydrogen or a C1-28 alkyl, C2-28 alkenyl, C2-22 alkynyl, C3-12 cycloalkyl, C3-12 cycloalkenyl, C7-9 aralkyl, C3-20 heteroalkyl, C3-12 cycloheteroalkyl, C5-16 heteroaralkyl group or an optionally substituted phenyl or naphthyl or heteroaryl
group.
5. The agent according to claim 4, characterized in that it contains 0.001 wt.% to 5 wt.%, in particular 0.05 wt.% to 0.15 wt.% of the compound
according to formula (I).
6. The agent according to claim 4 or 5, characterized in that it contains protease in amounts of from 0.005 wt.% to 1.0 wt.%, in particular from
0.01 wt.% to 0.5 wt.%, based on active protein in each case.
7. The agent according to one of claims 4 to 6, characterized in that it contains peroxygen compounds in amounts of up to 50 wt.%, in particular from 2
wt.% to 45 wt.%.
8. The agent according to one of claims 4 to 7, characterized in that it contains bleach activators in amounts of up to 10 wt.%, in particular from 1.5
wt.% to 5 wt.%.
9. The use according to one of claims 1 to 3 or the agent according to one of claims
4 to 8,
characterized in that the compound of general formula (I) corresponds to general formula (II),
in which R1 represents a C1-4 alkyl group which carries a substituent selected from

in which R10 represents hydrogen or a C1-28 alkyl, C2-28 alkenyl, C2-22 alkynyl, C3-12 cycloalkyl, C3-12 cycloalkenyl, C7-9 aralkyl, C3-20 heteroalkyl, C3-12 cycloheteroalkyl, C5-16 heteroaralkyl group and A- represents the anion of an organic or inorganic acid, R2 and R4 have the meaning specified for formula (I) and
R5, R6, R7 and R8 represent, independently of one another, R1, hydrogen, halogen, a hydroxy, amino, an optionally substituted N-mono or di-C1-4 alkyl or C2-4 hydroxyalkyl amino, N-phenyl or N-naphthyl amino, C1-28 alkyl, C1-28 alkoxy, phenoxy, C2-28 alkenyl, C2-22 alkynyl, C3-12 cycloalkyl, C3-12 cycloalkenyl, C7-9 aralkyl, C3-20 heteroalkyl, C3-12 cycloheteroalkyl, C5-16 heteroaralkyl, phenyl or naphthyl group, the substituents being selected from C1-4 alkyl, C1-4 alkoxy, hydroxy, sulfo, sulfato, halogen, cyano, nitro, carboxy, phenyl, phenoxy,
naphthoxy, amino, N-mono or di-C1-4 alkyl or C2-4 hydroxyalkyl amino, N-phenyl or N-naphthyl amino groups, or R5 and R6 or R6 and R7 or R7 and R8 are interconnected so as to form 1, 2 or 3 carbocyclic or O-, NR10- or S-heterocyclic, optionally aromatic and/or optionally C1-6 alkyl-substituted rings.
10. The use or agent according to one of the preceding claims,
characterized in that the protease is selected from
a) proteases comprising an amino acid sequence which is increasingly preferably at
least 99% identical to the amino acid sequence specified in SEQ ID NO:1 over the entire
length thereof,
b) proteases comprising an amino acid sequence which is increasingly preferably at
least 75%, 80%, 81%, 82%, 83%, 84%, 85%, 86%, 87%, 88%, 89%, 90%, 90.5%, 91%, 91.5%,
92%, 92.5%, 93%, 93.5%, 94%, 94.5%, 95%, 95.5%, 96%, 96.5%, 97%, 97.5%, 98%, 98.5%
and 99% identical to the amino acid sequence specified in SEQ ID NO:2 over the entire
length thereof, and
c) mixtures thereof.
1. Utilisation d'une protéase sélectionnée parmi
a) les protéases comprenant une séquence d'acides aminés qui est identique à raison
d'au moins 98,5 % à la séquence d'acides aminés donnée dans SEQ ID NO:1 sur toute
la longueur de celle-ci et qui a l'acide aminé V à la position 193 et/ou l'acide aminé
L à la position 211 dans le compte selon SEQ ID NO:1,
b) les protéases comprenant une séquence d'acides aminés qui est identique à raison
d'au moins 70 % à la séquence d'acides aminés donnée dans SEQ ID NO:2 sur toute sa
longueur et qui, dans le compte selon SEQ ID NO:2, a l'acide aminé R à la position
9 et/ou l'acide aminé T à la position 15 et/ou l'acide aminé A à la position 66 et/ou
l'acide aminé D à la position 212 et/ou l'acide aminé R à la position 239, et
c) leurs mélanges,
pour améliorer la performance de blanchiment des acylhydrazones de formule générale
(I),

dans laquelle R1 représente un groupe CF3 ou un groupe alkyle en C1-28, un groupe alcényle en C2-28, un groupe alcynyle en C2-22, un groupe cycloalkyle en C3-12, un groupe cycloalcényle en C3-12, un groupe phényle, un groupe naphtyle, un groupe aralkyle en C7-9, un groupe hétéroalkyle en C3-20 ou un groupe cyclohétéroalkyle en C3-12,
R2 et R3 représentent, indépendamment l'un de l'autre, l'hydrogène ou un groupe alkyle en
C1-28, un groupe alcényle en C2-28, un groupe alcynyle en C2-22, un groupe cycloalkyle en C3-12, un groupe cycloalcényle en C3-12, un groupe aralkyle en C7-9, un groupe hétéroalkyle en C3-28, un groupe cyclohétéroalkyle en C3-12, un groupe hétéroaralkyle en C5-16, un groupe phényle, un groupe naphtyle ou un groupe hétéroaryle éventuellement substitué,
ou bien R2 et R3 représentent, avec l'atome de carbone qui les relie, un noyau à 5, 6, 7, 8 ou 9 chaînons
éventuellement substitué, qui peut éventuellement contenir des hétéroatomes, et
R4 représente l'hydrogène ou un groupe alkyle en C1-28, un groupe alcényle en C2-28, un groupe alcynyle en C2-22, un groupe cycloalkyle en C3-12, un groupe cycloalcényle en C3-12, un groupe aralkyle en C7-9, un groupe hétéroalkyle en C3-20, un groupe cyclohétéroalkyle en C3-12, un groupe hétéroaralkyle en C5-16 ou un groupe phényle ou un groupe naphtyle ou un groupe hétéroaryle éventuellement
substitué, pour le nettoyage de textiles ou de surfaces dures en présence de détergents
ou de produits de nettoyage contenant de l'oxygène.
2. Utilisation selon la revendication 1, caractérisée en ce que la concentration du composé selon la formule (I) dans la liqueur aqueuse est de 0,5
µmol/l à 500 µmol/l, en particulier de 5 µmol/l à 100 µmol/l.
3. Utilisation selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la concentration en peroxygène (calculée comme H2O2) dans la liqueur est dans la plage de 0,001 g/l à 10 g/l, en particulier de 0,1 g/l
à 1 g/l.
4. Agent de lavage ou de nettoyage contenant un agent de blanchiment contenant du peroxygène,
une protéase choisie parmi
a) les protéases comprenant une séquence d'acides aminés qui est identique à raison
d'au moins 98,5 % à la séquence d'acides aminés donnée dans SEQ ID NO:1 sur toute
la longueur de celle-ci et qui a l'acide aminé V à la position 193 et/ou l'acide aminé
L à la position 211 dans le compte selon SEQ ID NO:1,
b) les protéases comprenant une séquence d'acides aminés qui est identique à raison
d'au moins 70 % à la séquence d'acides aminés donnée dans SEQ ID NO:2 sur toute sa
longueur et qui, dans le compte selon SEQ ID NO:2, a l'acide aminé R à la position
9 et/ou l'acide aminé T à la position 15 et/ou l'acide aminé A à la position 66 et/ou
l'acide aminé D à la position 212 et/ou l'acide aminé R à la position 239, et
c) leurs mélanges,
et un composé de formule (I)
dans laquelle R1 représente un groupe CF3 ou un groupe alkyle en C1-28, un groupe alcényle en C2-28, un groupe alcynyle en C2-22, un groupe cycloalkyle en C3-12, un groupe cycloalcényle en C3-12, un groupe phényle, un groupe naphtyle, un groupe aralkyle en C7-9, un groupe hétéroalkyle en C3-20 ou un groupe cyclohétéroalkyle en C3-12,
R2 et R3 représentent, indépendamment l'un de l'autre, l'hydrogène ou un groupe alkyle en
C1-28, un groupe alcényle en C2-28, un groupe alcynyle en C2-22, un groupe cycloalkyle en C3-12, un groupe cycloalcényle en C3-12, un groupe aralkyle en C7-9, un groupe hétéroalkyle en C3-28, un groupe cyclohétéroalkyle en C3-12, un groupe hétéroaralkyle en C5-16, un groupe phényle, un groupe naphtyle ou un groupe hétéroaryle éventuellement substitué,
ou R2 et R3 représentent, avec l'atome de carbone qui les relie, un noyau à 5, 6, 7, 8 ou 9 chaînons
éventuellement substitué, qui peut éventuellement contenir des hétéroatomes, et
R4 représente un atome d'hydrogène ou un groupe alkyle en C1-28, un groupe alcényle en C2-28, un groupe alcynyle en C2-22, un groupe cycloalkyle en C3-12, un groupe cycloalcényle en C3-12, un groupe aralkyle en C7-9, un groupe hétéroalkyle en C3-20, un groupe cyclohétéroalkyle en C3-12, un groupe hétéroaralkyle en C5-16 ou un groupe phényle ou un groupe naphtyle ou un groupe hétéroaryle éventuellement
substitué.
5. Agent selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'il contient 0,001 à 5 % en poids, en particulier 0,05 à 0,15 % en poids du composé
de formule (I).
6. Agent selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce qu'il contient une protéase dans des quantités de 0,005 % à 1,0 % en poids, en particulier
de 0,01 % à 0,5 % en poids, dans chaque cas par rapport à la protéine active.
7. Agent selon l'une quelconque des revendications 4 à 6, caractérisé en ce qu'il contient des composés peroxygénés dans des quantités allant jusqu'à 50 % en poids,
en particulier de 2 % à 45 % en poids.
8. Agent selon l'une quelconque des revendications 4 à 7, caractérisé en ce qu'il contient des activateurs de blanchiment dans des quantités allant jusqu'à 10 %
en poids, en particulier de 1,5 % à 5 % en poids.
9. Utilisation selon l'une quelconque des revendications 1 à 3 ou agent selon l'une quelconque
des revendications 4 à 8, caractérisé(e) en ce que le composé de formule générale
(I) correspond à la formule générale (II),
dans laquelle R1 est un groupe alkyle en C1-4 portant un substituant choisi parmi

dans lequel R10 est un hydrogène ou un groupe alkyle en C1-28, un groupe alcényle en C2-28, un groupe alcynyle en C2-22, un groupe cycloalkyle en C3-12, un groupe cycloalcényle en C3-12, un groupe aralkyle en C7-9, un groupe hétéroalkyle en C3-20, un groupe cyclohétéroalkyle en C3-12, un groupe hétéroaralkyle en C5-16 et A- est l'anion d'un acide organique ou inorganique, R2 et R4 sont tels que définis pour la formule (I) et
R5, R6, R7 et R8 représentent, indépendamment les uns des autres, R1, un atome d'hydrogène, un atome d'halogène, un groupe hydroxy, un groupe amino, un
groupe N-mono ou di-alkyle en C1-4 éventuellement substitué ou un groupe hydroxyalkyl-amino en C2-4, un groupe N-phényl ou un groupe N-naphtyl-amino, un groupe alkyle en C1-28, un groupe alcoxy en C1-28, un groupe phénoxy, un groupe alcényle en C2-28, un groupe alcynyle en C2-22, un groupe cycloalkyle en C3-12, un groupe cycloalcényle en C3-12, un groupe aralkyle en C7-9, un groupe hétéroalkyle en C3-20, un groupe cyclohétéroalkyle en C3-12, un groupe hétéroaralkyle en C5-16, un groupe phényle ou un groupe naphtyle, où les substituants sont choisis parmi
un groupe alkyle C1-4, un groupe alcoxy C1-4, un groupe hydroxy, un groupe sulfo, un groupe sulfato, un groupe halogéno, un groupe
cyano, un groupe nitro, un groupe carboxy, un groupe phényle, un groupe phénoxy, un
groupe naphtoxy, un groupe amino, un groupe N-mono ou di-alkyle en C1-4 ou un groupe hydroxyalkylamino en C2-4, un groupe N-phényle ou N-naphtylamino, ou R5 et R6 ou R6 et R7 ou R7 et R8 sont reliés entre eux pour former 1, 2 ou 3 noyaux carbocycliques ou un noyau O-,
un noyau NR10 ou un noyau S-hétérocyclique, éventuellement aromatiques et/ou éventuellement substitués
par un alkyle en C1-6.
10. Utilisation ou agent selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé(e)
en ce que la protéase est choisie parmi
a) les protéases comprenant une séquence d'acides aminés identique à la séquence présentée
dans SEQ ID NO:1 sur toute sa longueur, de préférence à raison d'au moins et 99 %,
b) les protéases comprenant une séquence d'acides aminés identique à la séquence présentée
dans SEQ ID NO:2 sur toute sa longueur, de préférence à raison d'au moins 75 %, 80
%, 81 %, 82 %, 83 %, 84 %, 85 %, 86 %, 87 %, 88 %, 89 %, 90 %, 90,5 %, 91 %, 91,5
%, 92 %, 92,5 %, 93 %, 93,5 %, 94 %, 94,5 %, 95 %, 95,5 %, 96 %, 96,5 %, 97 %, 97,5
%, 98 %, 98,5 % et 99 %, et
c) leurs mélanges.