[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Küchenarbeitsplatte mit einer durch mindestens
eine Ausnehmung zum Anbauen eines Unterbauelementes unterbrochenen Arbeitsfläche.
[0002] Die vorliegende Erfindung betrifft gleichermaßen ein Unterbauelement, insbesondere
Spüle, zum Anbauen an eine Küchenarbeitsplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 9, mit
mindestens einer Wandung.
[0003] Schließlich betrifft die vorliegende Erfindung eine Baugruppe bestehend aus einer
Küchenarbeitsplatte mit einer durch mindestens eine Ausnehmung zum Anbauen eines Unterbauelementes,
insbesondere Spüle, unterbrochenen Arbeitsfläche und einem an der Küchenarbeitsplatte
unterhalb befestigten Unterbauelement.
[0004] Küchenarbeitsplatten der vorgenannten Art werden häufig aus Naturstein, Quarzkomposit,
Keramik oder Dekton hergestellt und mit Unterbauelementen, in der Regel Spülen, versehen.
Dabei entsteht im Übergangsbereich zwischen der Spüle und der Küchenarbeitsplatte
im Stand der Technik eine V-förmige Fuge. Dies liegt zum einen daran, dass aufgrund
der Sprödigkeit der vorgenannten Werkstoffe für die Küchenarbeitsplatten Kanten abgefast
werden müssen, um eine saubere Kante, die den im Küchenbereich vorherrschenden ästhetischen
Anforderungen zu entsprechen, herzustellen. Zum anderen laufen die Spülen gemäß Stand
der Technik aufgrund deren Herstellung typischerweise im Tiefziehverfahren nach oben
abgerundet nach außen. Aus ästhetischen gleichermaßen wie aus hygienischen Gründen
muss die entstehende Fuge im Stand der Technik geschlossen werden. Dies erfolgt typischerweise
mit Silikon.
[0005] Nachteilig an den herkömmlichen Küchenarbeitsplatte, Unterbauelementen und Baugruppen
ist, dass zunächst die entstehende Silikon geschlossene Fuge häufig ästhetisch unerwünschter
ist. Darüber hinaus besteht das Problem, dass sich am Silikon Keime und Bakterien
festsetzen können. Schließlich sind Silikonfugen mit Nachteil Wartungsfugen, welche
wiederholend erneuert werden müssen. Da hingegen im Küchenbereich der Anspruch einer
absoluten Hygiene besteht, gleichzeitig jedoch ästhetische Gesichtspunkte eine große
Rolle spielen, liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zu Grunde, eine Küchenarbeitsplatte,
ein Unterbauelement sowie eine Baugruppe der eingangs genannten Art anzugeben, welche
in hygienischer wie ästhetischer Hinsicht verbessert sind und zudem wartungsarmer
sind.
[0006] Diese Aufgabe wird hinsichtlich der Küchenarbeitsplatte mit einer gattungsgemäßen
Küchenarbeitsplatte gelöst, welche eine eine Ausdehnung der Ausnehmung nach innen
begrenzende Kante aufweist, mit welcher eine Wandung des Unterbauelementes bündig
anordenbar ist. Dadurch, dass bei der erfindungsgemäßen Küchenarbeitsplatte die Wandung
beispielsweise der Spüle bündig an die Innenkante der Ausnehmung für das Spülbecken
bündig angeordnet werden kann, entfällt mit Vorteil eine Fuge. Entsprechend ist es
erfindungsgemäß nicht erforderlich, Silikon zu verwenden und die oben beschriebenen
Nachteile hinsichtlich Hygiene und ästhetische Anmutung können überraschend umgangen
werden.
[0007] In bevorzugter Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Küchenarbeitsplatte besteht diese
in einem Bereich der Ausnehmung zumindest abschnittweise aus Naturstein, Quarzkomposit,
Keramik, Dekton und/oder einem sprödbrüchigen Material. Die vorgenannten Materialien
sind aus ästhetischen Gründen besonders beliebt im Bereich hochwertiger Küchen. Gleichzeitig
ist eine fugenfreie Verbindung zwischen Spüle und Küchenarbeitsplatte bisher bei Küchenarbeitsplatten
aus den genannten Materialien nicht möglich gewesen, da die Sprödigkeit der Materialien
zu unsauberen Kanten führt, weswegen Abfasungen vorgenommen wurden, die eine Fuge
entstehen lassen.
[0008] Bei einer Küchenarbeitsplatte gemäß der Erfindung kann in einer bevorzugten Ausgestaltung
eine Flächennormale eines an die Kante angrenzenden Fasenbereichs in einem von 90°
verschiedenen Winkel zu einer Flächennormalen der Arbeitsfläche ausgerichtet sein.
Die auf diese Weise entstehende Fase definiert mit Vorteil eine die Ausdehnung der
Ausnehmung nach innen begrenzende Kante, mit welcher die Wandung, beispielsweise der
Spüle, bündig angeordnet werden kann. Die hierdurch gebildete Fase gestaltet ferner
die Küchenarbeitsplatte gemäß den Wünschen von den Kunden, die eine individuell angepasste
Kücheneinrichtung bevorzugen. Zusätzlich verringert die Fase erheblich das Verletzungsrisiko
während der Montage der Küchenarbeitsplatte, da nicht-gefaste Flächenkanten der zuvor
genannten Werkstoffe häufig sehr scharfkantig sind und zum Absplittern neigen.
[0009] Ist der zuvor beschriebene Winkel kleiner als 90°, besteht ein Vorteil dieser Ausgestaltung
darin, dass die funktionale Eigenschaft des Fasenbereichs dahingehend erweitert wird,
dass Flüssigkeiten von der Küchenarbeitsplatte in die Ausnehmung, die für eine Spüle
vorgesehen ist, ablaufen können. Somit kann der besonders für einige Natursteine kritischen
Bildung von Flecken vorgebeugt werden.
[0010] In bevorzugter Ausgestaltung kann bei einer erfindungsgemäßen Küchenarbeitsplatte
der Fasenbereich an die Arbeitsfläche angrenzend ausgestaltet sein. Im Querschnitt
erhält die erfindungsgemäße Küchenarbeitsplatte auf diese Weise eine Keilform, indem
sich von der Arbeitsfläche ausgehend eine Abflachung bis hin zu der die Ausdehnung
der Ausnehmung nach innen begrenzenden Kante erstreckt. Ein Verletzungsrisiko kann
zudem auch dann reduziert werden, wenn der Benutzer an einer erfindungsgemäßen Küchenarbeitsplatte
arbeitet.
[0011] Eine Küchenarbeitsplatte im Sinne der Erfindung kann so ausgestaltet sein, dass eine
Stärke der Küchenarbeitsplatte in der Umgebung der Ausnehmung kleiner ausgeformt ist
als außerhalb der Ausnehmung. Beispielsweise kann in einem ringförmig um die Ausnehmung
angeordneten Bereich durch Abfräsen eine Stufe in der Unterseite der Küchenarbeitsplatte
ausgeformt sein. Eine solche Reduktion der Stärke erlaubt es auch bei einer Küchenarbeitsplatte
mit großer Stärke, eine eine Ausdehnung der Ausnehmung nach innen begrenzende Kante
zu erzeugen, mit welcher eine Wandung des Unterbauelementes bündig anordenbar ist.
Zusätzlich verringert die erfindungsgemäße Reduktion der Plattenstärke die Fasenfläche,
was insbesondere bei großen Platten wünschenswert sein kann, wo aus ästhetischen Gründen
häufig kleine Fasenflächen bevorzugt sind.
[0012] In bevorzugter Ausgestaltung kann eine erfindungsgemäße Küchenarbeitsplatte derart
ausgestaltet sein, dass die Arbeitsfläche im Übergangsbereich von der Umgebung der
Ausnehmung zu dem Bereich außerhalb der der Umgebung der Ausnehmung stoßfrei ausgebildet
ist. Somit liegt eine durchgehend ebene Arbeitsfläche vor, die keine Stufen aufweist.
Hierdurch verbessert sich die Küchenarbeitsplatte in Hinblick auf hygienische Anforderungen,
da die beschriebene stoßfreie Gestaltung keine schwer zu reinigende Ecken und Kanten
aufweist.
[0013] Die Küchenarbeitsplatte gemäß der vorliegenden Erfindung kann in vorteilhafter Weise
so ausgestaltet werden, dass die der Arbeitsfläche entgegensetzte Fläche in der Umgebung
der Ausnehmung und/oder eine im Wesentlichen rechtwinklig zur Arbeitsfläche ausgerichtete
Stoßfläche zur Herstellung einer Klebeverbindung ausgeformt ist, insbesondere aufgeraut
ist. Folglich kann eine Spüle an die Unterseite der erfindungsgemäßen Küchenarbeitsplatte
durch beispielsweise einen Zwei-Komponenten-Klebstoff vorteilhaft angeklebt werden,
wobei die Spüle keine Fuge mit der Unterseite der erfindungsgemäßen Küchenarbeitsplatte
bildet. Eine durch Aufrauen vergrößerte und teilweise gereinigte Kontaktfläche verbessert
die Haftungseigenschaften der entsprechenden Klebeverbindung. Durch eine durch Abfräsen
zusätzlich erzeugte, im Wesentlichen rechtwinklige, Stoßfläche an der Unterseite der
erfindungsgemäßen Küchenarbeitsplatte kann eine weitere zum Kleben einer Spüle vorgesehene
Kontaktfläche erzeugt werden. Dadurch kann ein Hohlprofil zwischen die Außenseite
einer Spüle und der im Wesentlichen rechtwinkligen Stoßfläche an der Unterseite der
erfindungsgemäßen Küchenarbeitsplatte so einpasst und angeklebt werden, dass es die
Klebeverbindung der Spüle an ihrer Stirnfläche entlastet. Gemäß dieser erfindungsgemäßen
Ausgestaltung der Küchenarbeitsplatte kann ein Hohlprofil entweder an die Unterseite
der erfindungsgemäßen Küchenarbeitsplatte und/oder an die Stoßfläche ihrer Unterseite
geklebt werden, wobei es jeweils zusätzlich an die Spüle geklebt wird.
[0014] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird hinsichtlich des Unterbauelements
mit einem gattungsgemäßen Unterbauelement, insbesondere Spüle, gelöst, wobei eine
Stirnfläche der Wandung zum mit einer Kante der Küchenarbeitsplatte bündigen Anordnen
ausgestaltet ist, wobei die Stirnfläche vorzugsweise bei bestimmungsgemäßem Anbau
im Wesentlichen parallel zur Arbeitsfläche ausgerichtet ist. Eine so ausgestaltete
Spüle weist eine Stirnfläche auf, die der Form angepasst ist, die die Unterseite der
nach innen begrenzenden Kante in der Ausnehmung der erfindungsgemäßen Küchenarbeitsplatte
gestaltet. Die Bildung einer Fuge wird folglich vermieden. Die Unterseite der Kante
kann eben sein, sodass der zum Kleben vorgesehene Stirnbereich der Spüle gerade Kanten
aufweist. Eine erfindungsgemäße Spüle kann zum Beispiel ausgehend von einer Spüle
gemäß dem Stand der Technik, die in ihrem oberen Teil fertigungsbedingte Krümmungsradien
aufweist, hergestellt werden, indem ihr oberer Teil durch einen ebenen Schnitt abgetrennt
wird. Dies erlaubt es, die Spüle an die erfindungsgemäße Küchenarbeitsplatte fugenlos
zu montieren.
[0015] In bevorzugter Ausgestaltung kann das die Erfindung betreffende Unterbauelement so
ausgestaltet sein, dass ein die Stirnfläche vergrößerndes Kontaktierungselement vorgesehen
ist, um die Berührungsfläche mit der Küchenarbeitsplatte zu vergrößern. Das Kontaktierungselement
kann beispielsweise aus einem Hohlprofil bestehen, dessen eine Seite an die Außenseite
einer Spüle und dessen andere Seite an der Unterseite der erfindungsgemäßen Küchenarbeitsplatte
geklebt wird. Dadurch wird die Klebeverbindung der Stirnfläche der Spüle zur Unterseite
der erfindungsgemäßen Küchenarbeitsplatte mechanisch entlastet, wodurch ein Abreißen
der Spüle von der erfindungsgemäßen Küchenarbeitsplatte vermieden werden kann. Da
die Wandung einer Spüle häufig sehr dünn ist und somit die entsprechende Kontaktfläche
zur Unterseite der erfindungsgemäßen Küchenarbeitsplatte klein ist, ist das im Rahmen
der Erfindung vorgesehene Kontaktierungselement vor allem dann wichtig, wenn die Spüle
mit Wasser und Geschirr befüllt ist. In diesem Fall wäre die Stirnfläche zu klein,
um mittels einer Klebeverbindung zuverlässig an der erfindungsgemäßen Küchenarbeitsplatte
befestigt werden zu können
[0016] Bei einem erfindungsgemäßen Unterbauelement kann das Kontaktierungselement in bevorzugter
Weise dahingehend ausgestaltet sein, dass es als Profilelement, insbesondere Winkelprofil,
ausgestaltet ist, wobei vorzugsweise eine erste Fläche an der Wandung befestigt ist
und eine zweite Fläche zum Kontaktieren mit der Küchenarbeitsplatte ausgestaltet ist.
Hierbei kann beispielsweise eine Flanke des Winkelprofils, wie es beispielsweise durch
Abkantung eines Blechs hergestellt werden kann, mit der Außenseite einer Spüle verbunden
sein, während die andere Flanke mit der Unterseite der erfindungsgemäßen Arbeitsplatte
verbunden werden kann. Da Profilelemente ein gängiges Produkt sind, ist die beschriebene
Ausgestaltung des Kontaktierungselements kostengünstig.
[0017] Das erfindungsgemäße Unterbauelement kann im Rahmen der Erfindung so ausgestaltet
sein, dass das Kontaktierungselement zum Kontaktieren der Stoßfläche und/oder der
der Arbeitsfläche entgegensetzten Fläche in der Umgebung der Ausnehmung ausgebildet
ist. So kann eine Seite eines Hohlprofils mit flachen Außenflächen an die Außenseite
einer Spüle mit Hilfe eines Zwei-Komponenten-Kleberstoff geklebt werden, während die
gegenüberliegende Fläche des Hohlprofil an die durch Abfräsen an der Unterseite der
erfindungsgemäßen Küchenarbeitsplatte erzeugte Stoßfläche entsprechend angeklebt werden
kann. Wird das eckige Hohlprofil entlang der Spülwandung soweit nach oben verschoben,
dass es die Unterseite der erfindungsgemäßen Küchenarbeitsplatte berührt, entsteht
eine weitere Kontaktfläche, mit der das an die Spüle geklebte Hohlprofil an die erfindungsgemäßen
Küchenarbeitsplatte angeklebt werden kann. Das Hohlprofil kann sowohl an die Stoßfläche
der erfindungsgemäßen Küchenarbeitsplatte und an ihre Unterseite geklebt werden, als
auch an die Stoßfläche der erfindungsgemäßen Küchenarbeitsplatte oder an ihre Unterseite,
wobei es jeweils zusätzlich an die Spüle geklebt wird.
[0018] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird hinsichtlich einer Baugruppe bestehend
aus einer Küchenarbeitsplatte mit einer durch mindestens eine Ausnehmung zum Anbauen
eines Unterbauelementes, insbesondere Spüle, unterbrochenen Arbeitsfläche und einem
an der Küchenarbeitsplatte unterhalb befestigten Unterbauelement, dadurch gelöst,
dass eine Stirnfläche der Wandung des Unterbauelementes mit einer eine Ausdehnung
der Ausnehmung nach innen begrenzenden Kante bündig angeordnet ist, wobei vorzugsweise
die Stirnfläche im Wesentlichen parallel zur Arbeitsfläche ausgerichtet ist. Indem
nach dieser Erfindung eine Spüle mit einer Küchenarbeitsplatte so zusammengesetzt
ist, dass die Innenseite der Wandung der Spüle mit einer eine Ausdehnung der Ausnehmung
nach innen begrenzenden Kante bündig angeordnet ist, sodass keine Fuge entsteht.
[0019] In bevorzugter Weise kann die erfindungsgemäße Baugruppe derart ausgestaltet sein,
dass das Unterbauelement an der Küchenarbeitsplatte stoffschlüssig, insbesondere mittels
einer Klebeverbindung, befestigt ist. Hierbei ist beispielsweise eine Spüle gemäß
der Erfindung mit der Unterseite der Arbeitsplatte mit Hilfe eines Zwei-Komponenten-Klebstoffs
verklebt, wobei die Innenseite der Spüle bündig mit der nach innen begrenzenden Kante
der Ausnehmung angeordnet ist. Da das Kleben keine zusätzlichen vorbereitenden Montagearbeiten
an der erfindungsgemäßen Küchenarbeitsplatt erfordert, liegt hierein ein Vorteil der
erfindungsgemäßen Baugruppe, indem sich der Montageaufwand als entsprechend einfach
gestaltet.
[0020] Eine weitere Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Baugruppe sieht vor, dass ein mit
dem Unterbauelement und der Küchenarbeitsplatte verbundenes Kontaktierungselement
vorgesehen ist, um das Unterbauelement an der Küchenarbeitsplatte zu befestigen. Als
Kontaktierungselement kann beispielsweise ein U-förmiges Profil verwendet werden,
das zum einen an eine Spüle und zum anderen an Flächen auf der Unterseite der erfindungsgemäßen
Küchenarbeitsplatte mit Hilfe eines Zwei-Komponenten-Klebstoffs geklebt ist, sodass
keine Fuge entsteht. Das in dieser Weise montierte U-förmige Profil entlastet die
Klebeverbindung zwischen der Stirnfläche der Spüle und der erfindungsgemäßen Küchenarbeitsplatte,
sodass die Spüle nicht abreißt, wenn sie befüllt wird.
[0021] Bei einer erfindungsgemäßen Baugruppe kann in bevorzugter Ausgestaltung die Küchenarbeitsplatte
nach einem der Ansprüche 1 bis 8 und/oder das Unterbauelement nach einem der Ansprüche
9 bis 12 ausgestaltet sein.
[0022] Die Erfindung wird in einer bevorzugten Ausführungsform unter Bezugnahme auf eine
Zeichnung beispielhaft beschrieben, wobei weitere vorteilhafte Einzelheiten den Figuren
der Zeichnung zu entnehmen sind. Funktionsmäßig gleiche Teile sind dabei mit denselben
Bezugszeichen versehen.
[0023] Die Figuren der Zeichnung zeigen im Einzelnen:
- Figur 1:
- einen Ausschnitt einer ersten Ausgestaltungsform einer erfindungsgemäßen Baugruppe
aus einer erfindungsgemäßen Küchenarbeitsplatte mit einer darunter angebrachten erfindungsgemäßen
Spüle in einer vertikalen Schnittansicht;
- Figur 2:
- einen Ausschnitt einer zweiten Ausgestaltungsform einer erfindungsgemäßen Baugruppe,
wobei die Darstellung jener gemäß Fig. 1 entspricht;
- Figur 3:
- einen vertikalen Schnitt durch eine dritte Ausgestaltungsform einer erfindungsgemäßen
Baugruppe;
- Figur 4:
- einen Schnitt entlang der Line IV- IV durch die erfindungsgemäße Baugruppe gemäß Fig.
3.
[0024] In der Fig. 1 ist eine erste Ausgestaltungsform einer erfindungsgemäßen Baugruppe
1 in einer vertikalen Schnittansicht zu erkennen. Die Baugruppe 1 gemäß Fig. 1 weist
eine Küchenarbeitsplatte 2 auf. Die Küchenarbeitsplatte 2 besteht aus einem Naturstein.
Die Küchenarbeitsplatte 2 weist an der Oberseite eine Arbeitsfläche 3 auf. Die Arbeitsfläche
3 der Küchenarbeitsplatte 2 ist in Richtung einer sich in der Fig. 1 rechts an den
dargestellten Ausschnitt anschließenden Ausnehmung 4 mit einer Fase 5 versehen. Die
Fase 5 der Küchenarbeitsplatte 2 endet an einer Kante 6. Die Kante 6 begrenzt die
Ausnehmung 4 in der Küchenarbeitsplatte 2 nach innen. Die Küchenarbeitsplatte 2 weist
eine Unterseite 7 auf. Die Unterseite 7 ist mit einer rechtwinkligen Stoßfläche 8
versehen. An die Stoßfläche 8 grenzt in Richtung der Ausnehmung 4 auf der Unterseite
7 eine Aussparung 19 an. Die Plattenstärke 18 im Bereich der Aussparung 19 ist kleiner
als die Plattenstärke 20 im Bereich außerhalb der Aussparung 19. Eine Umgebung 9b
der Küchenarbeitsplatte 2 um die Ausnehmung 4 herum ist durch den Übergang von der
kleineren Plattenstärke 18 zu den größeren Plattenstärke 20 definiert.
[0025] Die Baugruppe 1 in Fig. 1 weist ein Winkelprofil 10 auf, welches einen Schenkel mit
einer Anlegefläche 10a hat. Die Anlegefläche 10a ist mit der Fläche 9a an der Unterseite
7 der Küchenarbeitsplatte 2 mit Hilfe eines Zwei-Komponenten-Klebstoffs verklebt.
Eine Fläche 10b des zweiten Schenkels des Winkelprofils 10 ist mit einer Außenseite
11 einer Wandung 12 einer Spüle aus Edelstahl ebenfalls mit Hilfe eines Zwei-Komponenten-Klebstoffs
verklebt. Eine Innenseite 13 der Wandung 12 ist bündig mit der Kante 6 ausgerichtet,
ohne dass eine Fuge im Übergang zwischen der Wandung 12 der Spüle und der Kante 6
der Küchenarbeitsplatte 2 entsteht. Eine Stirnfläche 14 der Wandung 12 der Spüle ist
an die Fläche 9a der Küchenarbeitsplatte 2 wiederum mit Hilfe eines Zwei-Komponenten-Klebstoffs
verklebt, sodass keine Fuge vorhanden ist.
[0026] In der Fig. 2 ist eine zweite Ausgestaltungsform einer erfindungsgemäßen Baugruppe
21 dargestellt, wobei die Darstellung jener gemäß Fig. 1 entspricht. Die Küchenarbeitsplatte
22 der Baugruppe 21 weist im Unterschied zu der Küchenarbeitsplatte 2 eine ebene stufenfreie
Unterseite 15 auf, an die die Wandung 12 der Spüle und das Winkelprofil 10 aus Edelstahl
analog zu der in Fig. 1 gezeigten Situation geklebt sind. Die Küchenarbeitsplatte
22 weist also keine Aussparung auf, sodass die Plattenstärke 23 der Küchenarbeitsplatte
22 gleichbleibend ist. Im Übrigen entspricht der Aufbau der Baugruppe 21 jenem der
Baugruppe 1.
[0027] In der Fig. 3 ist ein vertikaler Schnitt durch eine dritte Ausgestaltungsform in
Form einer erfindungsgemäßen Baugruppe 24 zu erkennen, wobei die Darstellung jener
gemäß Fig. 1 entspricht. Eine Spüle 16 aus Edelstahl ist wie schon bei dem mit Bezugnahme
auf Fig. 1 erläuterten ersten Ausführungsbeispiel an die Fläche 9a der Unterseite
7 der Küchenarbeitsplatte 2 mit Hilfe eines Zwei-Komponenten-Klebstoffs verklebt.
Die Küchenarbeitsplatte 2 der Baugruppe 24 gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel weist
übereinstimmend mit der Küchenarbeitsplatte der Baugruppe 1 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel
eine Aussparung 19 auf. Ein rechtwinkliges Hohlprofil 17 aus Edelstahl ist mit der
Unterseite 7 der Küchenarbeitsplatte 2 mit Hilfe eines Zwei-Komponenten-Klebers verklebt.
Das Hohlprofil 17 ist an der Unterseite 7 der Küchenarbeitsplatte 2 mit der Fläche
9a und der Stoßfläche 8 verklebt. Andererseits ist das Hohlprofil 17 mit der Außenseite
11 der Wandung 12 der Spüle 16 verklebt. Dadurch wirkt das Hohlprofil 17 als Kontaktierungselement
zwischen der Spüle 16 und der Küchenarbeitsplatte 2. Die durch die Aussparung 19 bedingte
Stoßfläche 8 dient dabei als zusätzliche Kontaktierungsfläche. Eine innere Ausdehnung
25 der Ausnehmung 4 ist durch die Kanten 6 der Küchenarbeitsplatte 2 bestimmt.
[0028] In der Fig. 4 ist ein Schnitt entlang der Line IV-IV in Blickrichtung der Pfeile
aus Fig. 3 durch die erfindungsgemäße Baugruppe 24 gemäß dem in Fig. 3 gezeigten dritten
Ausführungsbeispiel zu erkennen. Die Fig. 4 veranschaulicht, dass die Hohlprofile
17 miteinander auf Gehrung zugeschnitten und in den Bereich der Aussparung zwischen
der Stoßfläche 8 und der Außenseite 11 der Spüle 16 eingepasst und verklebt sind.
Die Unterseite 7 der Küchenarbeitsplatte 2 liegt außerhalb der Unterseite der Hohlprofile
17.
[0029] Somit sind anhand dreier Ausführungsbeispiel eine Spüle, eine Küchenarbeitsplatte
sowie eine Baugruppe vorgeschlagen, welche keine Fuge im Übergang zwischen der Spüle
und der Küchenarbeitsplatte aufweisen und daher besonders hygienisch und ästhetisch
ansprechend sind.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0030]
- 1
- Baugruppe
- 2
- Küchenarbeitsplatte
- 3
- Arbeitsfläche
- 4
- Ausnehmung
- 5
- Fase
- 6
- Kante
- 7
- Unterseite
- 8
- Stoßfläche
- 9
- Winkelprofil
- 9a
- Fläche
- 9b
- Umgebung
- 10
- Winkelprofil
- 10a
- Anlegefläche
- 10b
- Anlegefläche
- 11
- Außenseite
- 12
- Wandung
- 13
- Innenseite
- 14
- Stirnfläche
- 15
- Unterseite
- 16
- Spüle
- 17
- Hohlprofil
- 18
- Plattenstärke
- 19
- Aussparung
- 20
- Plattenstärke
- 21
- Baugruppe
- 22
- Küchenarbeitsplatte
- 23
- Plattenstärke
- 24
- Baugruppe
- 25
- Ausdehnung
1. Küchenarbeitsplatte (2, 22) mit einer durch mindestens eine Ausnehmung (4) zum Anbauen
eines Unterbauelementes (16) unterbrochenen Arbeitsfläche (3), dadurch gekennzeichnet, dass sie eine eine Ausdehnung (25) der Ausnehmung (4) nach innen begrenzende Kante (6)
aufweist, mit welcher eine Wandung (12) des Unterbauelementes (16) bündig anordenbar
ist.
2. Küchenarbeitsplatte (2, 22) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie in einem Bereich der Ausnehmung (4) zumindest Abschnittweise aus Naturstein,
Quarzkomposit, Keramik, Dekton® und/oder einem sprödbrüchigen Material besteht.
3. Küchenarbeitsplatte (2, 22) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Flächennormale eines an die Kante (6) angrenzenden Fasenbereichs (5) in einem
von 90° verschiedenen Winkel zu einer Flächennormalen der Arbeitsfläche (3) ausgerichtet
ist.
4. Küchenarbeitsplatte (2, 22) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel kleiner als 90° ist.
5. Küchenarbeitsplatte (2, 22) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Fasenbereich (5) an die Arbeitsfläche (3) angrenzend ausgestaltet ist.
6. Küchenarbeitsplatte (2, 22) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Stärke der Küchenarbeitsplatte (2, 22) in einer Umgebung der Ausnehmung (9b)
kleiner ausgeformt ist als außerhalb der Umgebung der Ausnehmung (4).
7. Küchenarbeitsplatte (2, 22) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitsfläche (3) im Übergangsbereich von der Umgebung (9b) der Ausnehmung (4)
zu dem Bereich außerhalb der der Umgebung (9b) der Ausnehmung (4) stoßfrei ausgebildet
ist.
8. Küchenarbeitsplatte (2, 22) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die der Arbeitsfläche (3) entgegensetzte Fläche (7, 15) in der Umgebung (9b) der
Ausnehmung (4) und/oder eine im Wesentlichen rechtwinklig zur Arbeitsfläche (3) ausgerichtete
Stoßfläche (8) zur Herstellung einer Klebeverbindung ausgeformt ist, insbesondere
aufgeraut ist.
9. Unterbauelement (16), insbesondere Spüle (16), zum Anbauen an eine Küchenarbeitsplatte
(2, 22) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, mit mindestens einer Wandung (12), dadurch gekennzeichnet, dass eine Stirnfläche (14) der Wandung (12) zum mit einer Kante (6) der Küchenarbeitsplatte
(2) bündigen Anordnen ausgestaltet ist, wobei die Stirnfläche (14) vorzugsweise bei
bestimmungsgemäßem Anbau im Wesentlichen parallel zur Arbeitsfläche (3) ausgerichtet
ist.
10. Unterbauelement (16) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein die Stirnfläche (14) vergrößerndes Kontaktierungselement (10, 17) vorgesehen
ist, um die Berührungsfläche mit der Küchenarbeitspatte (2, 22) zu vergrößern.
11. Unterbauelement (16) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktierungselement (10, 17) als Profilelement, insbesondere Winkelprofil (10),
ausgestaltet ist, wobei vorzugsweise eine erste Fläche (10b) an der Wandung (12) befestigt
ist und eine zweite Fläche (10a) zum Kontaktieren mit der Küchenarbeitsplatte (2,
22) ausgestaltet ist.
12. Unterbauelement (16) nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Kontaktierungselement (10, 17) zum Kontaktieren der Stoßfläche (8) und/oder der
der Arbeitsfläche (3) entgegensetzten Fläche (7, 15) in der Umgebung der Ausnehmung
(4) ausgebildet ist.
13. Baugruppe (1, 21, 24) bestehend aus einer Küchenarbeitsplatte (2, 22) mit einer durch
mindestens eine Ausnehmung (4) zum Anbauen eines Unterbauelementes (16), insbesondere
Spüle (16), unterbrochenen Arbeitsfläche (3) und einem an der Küchenarbeitsplatte
(2, 22) unterhalb befestigten Unterbauelement (16), dadurch gekennzeichnet, dass eine Stirnfläche (14) der Wandung (12) des Unterbauelementes (16) mit einer eine
Ausdehnung (25) der Ausnehmung (4) nach innen begrenzenden Kante (6) bündig angeordnet
ist, wobei vorzugsweise die Stirnfläche (14) im Wesentlichen parallel zur Arbeitsfläche
(3) ausgerichtet ist.
14. Baugruppe (1, 21, 24) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Unterbauelement (16) an der Küchenarbeitsplatte (2, 22) stoffschlüssig, insbesondere
mittels einer Klebeverbindung, befestigt ist.
15. Baugruppe (1, 21, 24) nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass ein mit dem Unterbauelement und der Küchenarbeitsplatte (2, 22) verbundenes Kontaktierungselement
(10, 17) vorgesehen ist, um das Unterbauelement (16) an der Küchenarbeitsplatte (2)
zu befestigen.
16. Baugruppe (1, 21, 24) nach einem der Ansprüche 14 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, dass die Küchenarbeitsplatte (2, 22) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 und/oder das Unterbauelement
(16) nach einem der Ansprüche 9 bis 12 ausgestaltet ist.