[0001] Die Erfindung betrifft eine Verpackung zum Lagern und/oder Transportieren von thermisch
empfindlichen Produkten, welche insbesondere als Kühlverpackung aber auch als Warmhalteverpackung
verwendet werden kann.
[0002] Aus der
US 5,857,612 ist eine Verpackung bekannt, die bei der dortigen Ausführungsform gemäß Fig. 25 einen
langgestreckten mittleren Umverpackungsbereich aufweist, der dünnwandig ausgebildet
ist und der an seinen offenen Enden mittels doppelwandiger Verpackungsdeckel verschlossen
werden kann. Diese Verpackung soll für besonders große Güter zur Anwendung kommen
und zielt darauf ab, durch die Doppelwandigkeit der Verpackungsdeckel das zu transportierende
Gut vor Beschädigungen zu schützen.
[0003] Diese Verpackung ist jedoch als Transportverpackung von thermisch empfindlichen Produkten
ungeeignet, da die Umverpackung lediglich in ihren Endbereichen von doppelwandigen
Verpackungsdeckeln verschlossen wird, wohingegen der Mittelbereich nur von der dünnwandigen
Umverpackung gebildet wird, und dementsprechend hier eine thermische Dämmung nicht
erreichbar ist.
[0004] Eine weitere Verpackung ist aus der
EP 2 514 680 A1 bekannt. Hierbei weist die als Kühlbox dienende Verpackung eine äußere Hülle und
eine einen Innenraum der Hülle allseitig umgebende Dämmeinrichtung (als Isolationsschicht
bezeichnet) auf. Die Dämmeinrichtung ist aus einer Vielzahl von einzelnen Isolationselementen
ausgebildet, welche jeweils aus einem faserigen Material bestehen. Ferner ist eines
der Isolationselementen durch einen Haltemechanismus gehalten. Allerdings birgt die
Verpackung den Nachteil, dass deren Herstellen und Zusammenstellen aufgrund der mehrteiligen
Isolationsschicht und des benötigten Haltemechanismus viele Schritte erfordern und
insofern zeitaufwändig sind. Zudem kann die faserige Zusammensetzung der Isolationselemente
keine optimale Isolation sicherstellen, da das Material in den Isolationselementen
nicht gleichmäßig angeordnet ist und die thermischen Eigenschaften des faserigen Materials
ortsabhängig sind.
[0005] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Verpackung vorzuschlagen, welche
einfacher, kostengünstiger und schneller herstellbar ist, und welche eine optimale
Dämmung ermöglicht.
[0006] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch eine Verpackung, insbesondere Kühlverpackung,
welche eine Umverpackung und eine einen Innenraum der Umverpackung allseitig umgebende
Dämmeinrichtung umfasst. Die Umverpackung weist einen Mantel mit einer Vorderwand,
einer Rückwand und Seitenwänden, welche die Vorderwand mit der Rückwand verbinden,
sowie eine Bodenwand und eine Deckenwand auf. Erfindungsgemäß weist die Dämmeinrichtung
eine deckenwand- und die bodenwandseitige Dämmeinlage auf, die separat herstellbare
Bauteile sind, und die in die Umverpackung auf deren Bodenwand und unter der Deckenwand
angeordnet werden können. Die Dämmeinrichtung der erfindungsgemäßen Verpackung weist
erfindungsgemäß ferner eine weitere in der Umverpackung positionierbare Dämmeinlage
auf, die einstückig oder mehrteilig ausgebildet sein kann und die seitenwandseitige
sowie vorder- und rückwandseitige Dämmwände umfasst. Wie gesagt, können diese vier
Dämmwände einstückig ausgebildet sein, oder, bei sehr großen Verpackungen, kann diese
Dämmeinlage auch in zwei Teile aufgeteilt werden, die jeweils eine Seitenwand und
die Rückwand bzw. eine Seitenwand und die Vorderwand umfassen und die separat in die
Umverpackung eingelegt werden können, um in diesem eingelegten Zustand die Dämmeinlage
zu bilden, die allseitig an den Seitenwänden, der Vorderwand und der Rückwand anliegt
und auf die bodenwandseitige Dämmeinlage aufgesetzt ist. Auf diese Anordnung kann
die deckenwandseitige Dämmeinlage aufgelegt werden, wobei die bodenwandseitige und
die deckenwandseitige Dämmeinlage ebenfalls Dämmwände bilden. Die erfindungsgemäße
Verpackung ist somit aus wenigen Elementen aufgebaut, was das Herstellungsverfahren
und das Zusammensetzen der Verpackung deutlich erleichtert. Außerdem kann als Dämmmaterial
für die Dämmwände ein einziges Material, wie vorzugsweise Wellpappe, verwendet werden,
das auch das Material der Umverpackung sein kann, so dass die erfindungsgemäße Verpackung
eine Einstoffverpackung darstellt, die wiederverwendbar und auf einfache und kostengünstige
Art und Weise, zusammen mit Altpapier recyclebar und kompostierbar ist.
[0007] Ferner ergibt sich hierdurch der Vorteil, dass die Umverpackung auch ohne Dämmeinlage
als einfache Verpackungsbox verwendet werden kann, falls eine Dämmung nicht erforderlich
ist. Ferner ergibt sich der Vorteil, dass die Umverpackung beliebig mit den Elementen
der Dämmeinrichtung kombiniert werden kann, dass also entweder sämtliche zuvor beschriebene
Elemente der Dämmeinlage (bodenseitige Dämmwand, deckenseitige Dämmwand und seitenrückwand-
und vorderwandseitige Dämmwände) oder auch nur einzelne Elemente Verwendung finden
können, falls beispielsweise nur eine bodenseitige Dämmung oder nur eine umfangsseitige
Dämmung erforderlich sind, so dass nur die entsprechenden Elemente der Dämmeinrichtung
in die Umverpackung eingelegt werden müssen.
[0008] Die Unteransprüche haben vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung zum Inhalt.
[0009] So ist es erfindungsgemäß möglich, die Umverpackung als Verpackungsbox mit dünnwandigen
Begrenzungswänden auszubilden, die üblicherweise eine Bodenwand, zwei Seitenwände,
eine Rückwand und eine Vorderwand umfassen. Dieser Grundkörper kann mit einem ebenfalls
dünnwandigen Deckel versehen werden, oder der Deckel kann in zwei oder auch vier Teilbereiche
unterteilt werden. Ist die Umverpackung beispielsweise als rechteckige, quaderförmige
Verpackung ausgebildet, können zwei Deckelteile als klappbare Laschen an der die Längsseiten
bildenden Rückwand und Vorwand angebracht werden, während zwei weitere klappbare Deckellaschen
an den diese Wände verbindenden Seitenwänden angebracht werden können.
[0010] Sämtliche Wände einer derartigen Umverpackung können aus einem einzigen Material,
vorzugsweise Wellpappe, hergestellt sein.
[0011] Wie zuvor bereits ausgeführt, können auch die Dämmwände der Dämmeinrichtung jeweils
aus demselben Material wie die Umverpackung, also vorzugsweise Wellpappe, hergestellt
werden. Hierbei ist es möglich, die Dämmwände einlagig oder auch mehrlagig auszubilden,
je nach dem, welche Dämmwirkung erreicht werden soll.
[0012] Bei einer einlagigen Ausbildung der Dämmwände bedeutet dies, dass die Dämmwand jeweils
zwei äußere Begrenzungswände aufweist, die einen Innenraum begrenzen, in dem eine
zwischen diesen äußeren Begrenzungswänden angeordnete Mittelwand angeordnet ist. Hierdurch
werden zwei Teilräume geschaffen, in denen jeweils das Wellenprofil des Wellpappematerials
angeordnet ist. Dieses Wellenprofil hat üblicherweise einen sinusähnlichen Verlauf
und unterteilt dementsprechend den Raum zwischen einer der äußeren Begrenzungswände
und der Mittelwand in eine Vielzahl von mit Luft gefüllten Teilräumen. Ebenso unterteilt
das zweite Wellenprofil den Raum zwischen der Mittelwand und der zweiten äußeren Begrenzungswand
in eine Mehrzahl von voneinander getrennten Lufträumen. Bei einem rechteckigen Grundriss
der Verpackung verläuft das Wellenprofil üblicherweise parallel zur Längsachse der
jeweiligen Dämmwand. Dies trifft sowohl auf die bodenwandseitige Dämmeinlage wie deckenwandseitige
Dämmeinlage, wie auch die umfangsseitige Dämmeinlage zu. Eine andere Ausrichtung,
insbesondere im rechten Winkel zur Längsachse, ist ebenso möglich.
[0013] Soll die Dämmwirkung erhöht werden, kann auch eine Mehrzahl von zuvor beschriebenen
Dämmschichten aufeinandergelegt werden, wobei vorzugsweise einstückige Zuschnitte
verwendet werden, die im einfachsten Fall lediglich umgebogen und aneinander befestigt,
insbesondere verklebt, werden müssen, um einen doppelwandigen Aufbau zu erreichen.
[0014] Sollte die entsprechende Dämmwirkung noch nicht ausreichend sein, kann eine weitere
Anordnung, entweder aus einer einwandigen oder einer doppelwandigen Dämmwand auf die
erste Anordnung geklebt werden.
[0015] Dies trifft wiederum auf die bodenwandseitige, die deckenwandseitige, wie auch die
umfangsseitige Dämmeinlage der erfindungsgemäßen Dämmeinrichtung zu.
[0016] Neben dem üblicherweise sinusähnlichen Verlauf des Wellenprofils einer üblichen Wellpappe
ist es auch möglich, andere Profilverläufe vorzusehen, falls dies aus dämmtechnischen
Gründen vorteilhaft sei. Denkbar sind hierbei eine zickzackförmige Profileinlage oder
auch rechteckförmige Verläufe der Profileinlage.
[0017] Die umfangsseitige Dämmeinlage liegt vorzugsweise an der Vorderwand, der Rückwand
und den Seitenwänden an. Durch die passgenaue Anordnung der Dämmeinlage an den Innenseiten
des Mantels der Umverpackung dient die Dämmeinlage auch als eine Art Verstärkung der
Seitenwände sowie der Vorderwand und der Rückwand. Ferner ist eine exakte Positionierung
des zu transportierenden Produktes im Innenraum der Umverpackung möglich.
[0018] Ferner bevorzugt ist die Dämmeinlage aus einem einstückigen Dämmeinlagezuschnitt
ausgebildet, was zum einem schnellen und kostengünstigen Herstellen der Dämmeinlage
führt. Somit kann das gesamte Herstellverfahren der Verpackung grundsätzlich auf zwei
Schritte reduziert werden, durch welche die Umverpackung und die Dämmeinlage gefertigt
werden. Dabei ist nur eine Maschinenart, nämlich für das Ausbilden der Zuschnitte,
nötig, wodurch Kosten für zusätzliche Maschinen z.B. für die Bearbeitung von Dämmelementen
aus faserigem Material vermieden werden können.
[0019] Vorzugsweise ist der Dämmeinlagezuschnitt im Lagerungs- und Transportzustand zusammengefaltet.
Da der Dämmeinlagezuschnitt wenig Platz nimmt, kann ein großer Vorrat von Dämmeinlagen
für unterschiedliche Anwendungen angelegt werden.
[0020] Es kann ferner von Vorteil sein, wenn Kühlelemente in die Luftkammer der Deckenwand
und/oder der Bodenwand eingelegt sind. Dadurch kann die Temperatur des in der Verpackung
gelagerten Gutes auch unter sehr heißen Umgebungstemperaturen unverändert bleiben.
[0021] Vorzugsweise weist ferner die Umverpackung eine Deckplatte und/oder eine Bodenplatte
auf, wodurch im Endmontagezustand die Deckenwand und/oder die Bodenwand abgedeckt
sind. Die Deckplatte und/oder die Bodenplatte dienen als Schutz für die Deckenwand
und/oder die Bodenwand vor potentiellen Beschädigungen, die anderenfalls dazu führen
könnten, dass die Dämmungseigenschaften der Deckenwand und/oder der Bodenwand beeinträchtigt
werden.
[0022] In vorteilhafter Weise kann die Stärke der Deckenwand und/oder der Bodenwand durch
Änderung der Abmessungen der faltbaren Teile der ersten Lasche und/oder der zweiten
Lasche wählbar sein. So kann die erfindungsgemäße Verpackung durch einfache Konstruktionsänderungen
für unterschiedliche Anwendungen benutzt werden.
[0023] Nach einer bevorzugten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist die Stärke aller
Dämmwände der Dämmeinlage gleich. Dies hat zur Folge, dass alle Dämmwände denselben
oder einen sehr ähnlichen Wärmewiderstand haben.
[0024] Ferner sind die Umverpackung und die Dämmeinlage vorzugsweise aus Wellpappe und frei
von Kunstoff und/oder Aluminium hergestellt. Die Wellpappe bietet den Vorteil, dass
sie zum einen eine hohe Festigkeit und zum anderen gute Dämmungseigenschaften aufgrund
ihrer herstellungsbedingten Lufträume aufweist. Somit kann die Verpackung stabil ausgebildet
sein und einen zusätzlichen Schutz für die Temperatur des in der Verpackung gelagerten
Produktes aufweisen.
[0025] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform umfasst die erfindungsmäße Verpackung
einen Kalkulator, vorzugsweiße in Form einer vorprogrammierten Software, mit der es
dem Benutzer der erfindungsgemäßen Verpackung ermöglicht wird, zu berechnen, ob und
falls ja, welche Anzahl von Kühlpacks der Verpackung beizugeben sind, um das gewünschte
Kühlergebnis erreichen zu können.
[0026] Der erfindungsgemäße Kalkulator umfasst hierbei werksseitig vorgegebene und berücksichtigte
Parameter, die vorzugsweise in Abhängigkeit vom jeweiligen Benutzer definiert werden
können.
[0027] Ferner kann der Benutzer der Verpackung weitere Parameter in den Kalkulator eingeben,
die insbesondere vom jeweiligen Transport abhängen. Hierbei handelt sich insbesondere
um das Produktgewicht, das die erfindungsgemäße Verpackung aufzunehmen hat. Ferner
kann die Zeitdauer, die das Produkt in der erfindungsgemäßen Verpackung zu verbringen
hat, berücksichtigt werden. Diese Zeitdauer kann hierbei zum Beispiel aus einer Postleitzahl,
die dem Empfangsort der Verpackung entspricht, berechnet werden.
[0028] Schließlich kann als ein weiterer vom Kunden beziehungsweise Benutzer der Verpackung
einzugebener Parameter die Umgebungstemperatur während des Transportes berücksichtigt
werden. Um dies zu vereinfachen, kann diese Umgebungstemperatur ein Näherungswert
sein, der insbesondere von der jeweiligen Jahreszeit (als grobe Werte zum Beispiel
Winter oder Sommer) abhängt.
[0029] Bei einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform kann die Bodenwand und/oder
die Deckenwand der Umverpackung doppelwandig ausgebildet werden, falls besonders hohe
Kühlleistungen erreicht werden sollen. Die Doppelwandigkeit kann hier durch zwei beispielweise
mittel eines Abstandhalters auf Abstand gehaltene Wandelemente der Bodenwand und/oder
Deckenwand erreicht werden, die dann im montierten Zustand einen Luftraum umgeben,
der als weitere Dämmschicht dient.
[0030] Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich
aus nachfolgender Beschreibung von einem bevorzugten Ausführungsbeispiel anhand der
Zeichnung. Es zeigt:
- Fig. 1A bis 1D
- die Elemente einer erfindungsgemäßen Verpackung, umfassend eine Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Umverpackung, decken- und bodenwandseitige Dämmeinlagen (Fig. 1B,
1D) sowie eine umfangsseitige Dämmeinlage (Fig. 1C),
- Fig. 2
- einen Schnitt durch eine Dämmwand, repräsentativ für sämtliche Dämmwände der erfindungsgemäßen
Dämmeinrichtung, und
- Fig. 3
- eine Einlageplatte zur Abdeckung eines mittels der Dämmeinrichtung gedämmten, in der
Umverpackung zu transportierenden Produktes, um dieses lagezusichern.
[0031] Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf die Figuren 1 bis 3 eine Verpackung 1 gemäß
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung im Detail beschrieben.
Die als Box ausgebildete Verpackung 1 kann für den Transport oder die Lagerung von
temperaturempfindlichen Produkten benutzt werden.
[0032] Die Verpackung 1 weist eine Umverpackung 2 gemäß Fig. 1A und eine Dämmeinrichtung
10 gemäß Fig. 1B bis 1D auf. Ferner ist die Verpackung 1 aus Wellpappe hergestellt.
Es ist jedoch vorstellbar, auch andere Materialien zu benutzen. Wie aus der Fig. 1
ersichtlich ist, weist die Umverpackung 2 einen Mantel 3 mit einer Vorderwand 4, einer
Rückwand 5 und Seitenwänden 6, 7, welche die Vorderwand 4 mit der Rückwand 5 verbinden,
sowie eine Bodenwand 8 und eine klappbare Deckenwand 9 auf. Die Deckenwand 9 ist im
Beispielsfall einteilig ausgebildet. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel der
Fig. 1A ist die Bodenwand 8 ebenfalls einteilig ausgebildet. Im Rahmen der Erfindung
sind allerdings andere Kombinationen auch möglich. So können z.B. sowohl die Bodenwand
8 als auch die Deckenwand 9 beide mehrteilig oder einteilig ausgebildet sein. Die
in den Fig. 1B bis 1D gezeigte Dämmeinrichtung 10 umgibt allseitig einen in Fig. 1
dargestellten Innenraum 14' der Umverpackung 2 und schützt in die Verpackung 1 eingelegte
Güter dadurch sowohl thermisch als auch gegen Beschädigung.
[0033] Die Zusammenschau der Fig. 1B bis 1D veranschaulicht den Aufbau der Dämmeinrichtung
10.
[0034] Dementsprechend umfasst die Dämmeinrichtung 10 eine in Fig. 1B schematisch vereinfacht
dargestellte deckenseitige Dämmeinlage, eine in Fig. 1C vereinfacht dargestellte umfangsseitige
Dämmeinlage 12 und die in der Darstellung der Fig. 1B entsprechend dargestellte bodenseitige
Dämmeinlage 13 gemäß Fig. 1D.
[0035] Die Bauteile 11, 12 und 13 bilden dementsprechend von der Umverpackung 2 separat
herstellbare Bauteile, die natürlich in ihrer Dimensionierung an den jeweiligen Anwendungsfall
und die Dimensionen der Umverpackung 2 angepasst sind.
[0036] Die umfangsseitige Dämmeinlade gemäß Fig. 1C ist im Beispielsfalle einstückig ausgebildet.
Bei großen Ausführungsformen der Umverpackung 2 ist es jedoch vorteilhaft, diese Dämmeinlage
12 zweistückig auszubilden, wobei die Trennung entlang der schematisch vereinfacht
dargestellten Trennlinien/fugen T1 und T2 erfolgt.
[0037] Im Einzelnen weist die Dämmeinlage 12 eine vorderwandseitige Dämmwand 13, eine rückwandseitige
Dämmwand 14 und zwei seitenwandseitige Dämmwände 15 und 16 auf, die die Dämmwände
13 und 14 miteinander verbinden, so dass sich der aus Fig. 1C ersichtliche kastenartige
Aufbau der Dämmeinlage 12 ergibt. Wie zuvor erläutert, ist es möglich, diese einstückige
Dämmanlage 2 in zwei Teilbereiche zu unterteilen, beispielsweise entlang der Trennfugen
T1 und T2, so dass dann ein Bauteil die rückwandseitige Dämmwand 14 und die seitenwandseitige
Dämmwand 16 und das andere Bauteil die vorderwandseitige Dämmwand 13 und die zweite
seitenwandseitige Dämmwand 15 umfasst. Diese können dann als separate Teile in den
Innenraum 14 der Umverpackung eingelegt werden und bilden dann im Endmontagezustand
wieder den aus Fig. 1C ersichtlichen kastenartigen umfangsseitigen Dämmwandverbund.
[0038] Die deckenwandseitige Dämmeinlage 11 und die bodenwandseitige Dämmeinlage 13 sind
natürlich hinsichtlich Formgebung und Dimensionen ebenfalls an die Umverpackung 2
angepasst und identisch aufgebaut, was nachfolgend auch repräsentativ für die Dämmwände
13 bis 16 der umfangsseitigen Dämmeinlage 12 anhand der Fig. 2 erläutert werden wird.
[0039] Dementsprechend ist in Fig. 2 repräsentativ für sämtliche Dämmwände der erfindungsgemäßen
Verpackung 1 die deckenseitige Dämmeinlage 11 dargestellt. Bei der in Fig. 2 dargestellten
Ausführungsform weist diese Dämmeinlage 11 vier Lagen L1 bis L4 auf, die aufeinander
aufliegen, wobei zur Verdeutlichung der Lagen L1 bis L4 in Fig. 2 zwischen diesen
Lagen Spalte eingezeichnet sind, die die Verdeutlichung der einzelnen Lagen L1 bis
L4 vereinfachen, wobei bei einem fertigen Produkt die Lagen L1 bis L4 jedoch zumindest
weitgehend spaltfrei aufeinander aufliegen.
[0040] Jede der Lagen ist identisch aufgebaut, so dass nachfolgend exemplarisch auf die
Lage L1 Bezug genommen wird.
[0041] Die Lage L1 weist dementsprechend äußere Begrenzungswände 18 und 19 auf, zwischen
denen eine Mittelwand 20 angeordnet ist. Die Wand 18 und 20 wird hierbei von einem
wellenförmig verlaufenden Abstandshalter 22 auf Abstand gehalten, während die Wand
19 von einem gleichartig ausgebildeten wellenförmigen Abstandshalter 21 zur Wand 20
auf Abstand gehalten wird. Die beiden Abstandshalter 21 und 20 verlaufen hierbei in
Längsrichtung L (s. Fig. 1B) der Dämmeinlage 11 und über ihre gesamte Breite B, die
ebenfalls aus Fig. 1B ersichtlich ist.
[0042] Die Lagen L1 und L2 sind über einen Biegebereich 23 aufeinander geklappt und in diesem
Zustand beispielsweise miteinander verklebt.
[0043] Dementsprechend sind die Lagen L3 und L4, die, wie die Lage L2 in ihrem inneren Aufbau
wie die Lage L1 aufgebaut sind, über einen Biegebereich 24 aufeinander geklappt, und
in diesem Zustand befestigt. Die sich daraus ergebenden Pakete L1/L2 und L3/L4 sind
bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform ebenfalls aneinander befestigt, z.B.
durch eine Verklebung.
[0044] Je nach dem, was für eine ausreichende Dämmwirkung ausreichend ist, ist es erfindungsgemäß
möglich, die Dämmwände der erfindungsgemäßen Verpackung 1 auch einlagig, zweilagig,
dreilagig oder vierlagig, oder in Extremfällen auch einer größeren Anzahl als vier
Lagen aufzubauen.
[0045] Die in Fig. 2 dargestellte besonders bevorzugte Ausführungsform verwendet für die
Lagen L1 bis L4 handelsübliche Wellpappe. Vom Prinzip her ist es jedoch auch möglich,
die Lagen L1 bis L4 unter Verwendung der genannten Wände 18, 19 und 20 mit andersgeformten
Abstandhaltern aufzubauen, wie beispielsweise mit zickzackförmig ausgebildeten Abstandshaltern
oder auch mit Rechteckprofilen.
[0046] In Fig. 3 ist als ein weiteres Merkmal der erfindungsgemäße Verpackung 1 eine Einlegeplatte
25 dargestellt, die randseitig mit Klapplaschen 26, 27, 28 und 29 versehen ist. In
den Klapplaschen 27 und 29 sind ferner Greiföffnungen 31 bzw. 30 angeordnet.
[0047] Diese Platte 25 kann nach dem Anordnen der bodenseitigen Dämmeinlage 13 und der umfangsseitigen
Dämmeinlage 12 im Innenraum 14' auf das im Innenraum 14' platzierte Produkt aufgedrückt
werden, wobei sich die Laschen 26 bis 29 umklappen und sich unter Aufbau einer leichten
Klemmkraft an die Innenwandbereiche der Wände 5 bis 8 der Umverpackung 2 anlegen,
um das im Innenraum 14' platzierte Produkt lagezusichern und um gegebenenfalls als
Auflagefläche für zusätzliche Kühlelemente zu dienen. Nach der Anordnung der Platte
25 im Innenraum 14' wird die deckenwandseitige Dämmeinlage 11 aufgelegt und der Deckel
9 verschlossen, so dass danach die Verpackung 1 im versandfertigen Zustand ist.
[0048] Neben der vorstehenden schriftlichen Beschreibung der Erfindung wird zu deren ergänzender
Offenbarung hiermit explizit auf die zeichnerische Darstellung der Erfindung in den
Fig. 1 bis 3 Bezug genommen.
Bezugszeichenliste
[0049]
- 1
- Verpackung
- 2
- Umverpackung
- 3
- Mantel
- 4
- Vorderwand
- 5
- Rückwand
- 6, 7
- Seitenwände
- 8
- Bodenwand
- 9
- Deckenwand / Deckel
- 10
- Dämmeinrichtung
- 11
- deckelseitige Dämmeinlage
- 12
- umfangsseitige Dämmeinlage
- 13
- bodenwandseitige Dämmeinlage
- 14-17
- Dämmwände
- 14'
- Innenraum
- 18, 19
- Außenwände
- 20
- Zwischenwand
- 21, 22
- Abstandshalter / Strömungsleitprofile
- 23, 24
- Biegebereiche
- 25
- Abdeckplatte / Einlegeplatte
- 26-29
- Laschen
- 30, 31
- Eingriffsöffnungen
- 32, 33
- Luftkammern
- L
- Längsachse
- B
- Breite
- L1-L4
- Lagen
- T1, T2
- Trennfugen
1. Verpackung (1), insbesondere Kühlverpackung,
- mit einer Umverpackung (2), die einen, einen Innenraum (14') begrenzenden, Mantel
(3) mit einer Vorderwand (4), einer Rückwand (5) und Seitenwänden (6, 7), welche die
Vorderwand (4) mit der Rückwand (5) verbinden, sowie eine Bodenwand (8) und eine Deckenwand
(9) aufweist; und
- mit einer in den Innenraum (14') der Umverpackung (2) angeordneten Dämmeinrichtung
(10);
dadurch gekennzeichnet:
- dass die Dämmeinrichtung (10) den Innenraum (14') der Umverpackung (2) allseitig umgibt,
und
- dass die Dämmeinrichtung (10) eine bodenwandseitige Dämmeinlage (13), eine umfangsseitige
Dämmeinlage (12) und eine deckenwandseitige Dämmeinlage (11) aufweist, die separat
herstellbare und im Innenraum (14') platzierbare Bauteile sind.
2. Verpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die umfangsseitige Dämmeinlage (12) an die Vorderwand (4), die Rückwand (5) und die
Seitenwände (6, 7) anlegbare Dämmwände (14-17) aufweist.
3. Verpackung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die umfangsseitige Dämmeinlage (12) einteilig ausgebildet ist.
4. Verpackung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die umfangsseitige Dämmeinlage (12) zweiteilig ausgebildet ist.
5. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die bodenwandseitige Dämmeinlage (13), die deckenwandseitige Dämmeinlage (11) und/oder
die Dämmwände (14-17) der umfangsseitigen Dämmeinlage (12) jeweils zumindest eine
Lage (L1) als Dämmwand aufweist, die Außenwände (18, 19) und eine zwischen diesen
angeordnete Mittelwand (20) aufweisen, die von Abstandshaltern (21 bzw. 22) auf Abstand
zueinander gehalten sind.
6. Verpackung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenwände (18, 19), die Mittelwand (20) und die Abstandshalter (21, 22) jeweils
Luftkammern (32 bzw. 33) begrenzen.
7. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die bodenseitige Dämmeinlage (13), die deckenwandseitige Dämmeinlage (11) und die
umfangsseitige Dämmeinlage (12) jeweils mehrlagige Dämmwände aufweisen, die aus einer
Mehrzahl von Lagen (L1-L4) aufgebaut sind.
8. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einlegeplatte (25) vorgesehen ist, die in der umfangsseitigen Dämmeinlage (12)
platzierbar ist.
9. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Material sämtlicher Bauteile der Verpackung dasselbe ist.
10. Verpackung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Material sämtlicher Bauteile der Umverpackung (2) und der Dämmeinrichtung (10)
Wellpappe, frei von Kunststoffen und/oder Aluminium, ist.
11. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, gekennzeichnet durch einen Kühlpack-Kalkulator.
12. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenwand (8) und/oder die Deckenwand (9) der Umverpackung (2) doppelwandig ausgebildet
ist und ein Luftpolster einschließt.