[0001] Vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Überwachung
einer Gefahrensituation zwischen einer Arbeitsmaschine und einem Bediener der Arbeitsmaschine
sowie ein Überwachungssystem mit einer Fernsteuerung, einer Arbeitsmaschine und einer
Vorrichtung zur Gefahrensituationsüberwachung.
[0002] Aus dem Stand der Technik ist ein System mit einer Arbeitsmaschine und einer Fernsteuerung
bekannt, die die Arbeitsmaschine steuert bzw. kontrolliert. Die Verbindung zwischen
der Arbeitsmaschine und der Fernsteuerung kann drahtgebunden oder drahtlos, beispielsweise
als Funkverbindung (RF), Infrarotverbindung (IR) etc., ausgebildet sein. An der Arbeitsmaschine
sind Empfangseinheiten vorgesehen, welche Signale der Fernsteuerung empfangen und,
falls notwendig, aufbereiten. Die Signale werden mittels einer an der Arbeitsmaschine
vorgesehenen Empfangsauswerteeinheit ausgewertet. Je nach Art des empfangenen Steuersignals
reagiert die Arbeitsmaschine entsprechend beispielsweise mit Stopp, Abbiegen, Anfahren,
etc.
[0003] Die Fernsteuerung umfasst ein Sendemodul zur Ansteuerung einer Sendeeinheit. Die
Sendeeinheit kann Funk- oder IR-Signale etc. versenden. Weiterhin umfasst die Fernsteuerung
eine Steuereinheit und eine Bedieneinheit. Der Bediener der Fernsteuerung bewirkt,
dass über die Steuereinheit entsprechende Signale erzeugt werden, die über das Sendemodul
und die Sendeeinheit zur Arbeitsmaschine gelangen.
[0004] Zur Vermeidung von Unfällen, welche dadurch zustande kommen können, dass sich der
Bediener der Fernsteuerung zu nahe an der Arbeitsmaschine befindet, existieren bestimmte
Sicherheitssysteme. Bei einem derartigen Sicherheitssystem aus dem Stand der Technik
wird von der Fernsteuerung ein Signal ausgesendet, welches nur in unmittelbarer Nähe
der Arbeitsmaschine detektiert werden kann. Bei zu geringem Abstand zwischen Arbeitsmaschine
und Fernsteuerung wird die Arbeitsmaschine durch entsprechende, per Signal von der
Fernsteuerung an die Arbeitsmaschine übermittelte Befehle veranlasst, anzuhalten.
[0005] Weitere bekannte Sicherheitssysteme basieren auf RFID-Technologie. Dabei wird von
der Arbeitsmaschine (RFID-Lesegerät) ein "begrenztes" elektromagnetisches Feld (RF)
aufgebaut, welches eine Kennung (ID) aussendet. Diese Kennung wird beispielweise in
der Fernsteuerung (RFID-Transponder) erfasst und an die Arbeitsmaschine per Lastmodulation
oder Backscatter-Verfahren (passive RFID-Transponder) oder bei aktiven Funksystemen
auf speziellen Funk-Frequenzen zurückgesendet (RFID-Prinzip). Die Anwendung des RFID-Prinzips
ermöglicht, der Arbeitsmaschine die Information zu übermitteln, dass sich die Fernsteuerung
und damit auch der Bediener der Fernsteuerung im Nahbereich der Arbeitsmaschine befinden,
sich also eine Gefahrensituation ergibt und darauf entsprechend reagiert werden kann.
Die Gefahrensituation ist dadurch gekennzeichnet, dass sich die Arbeitsmaschine derart
nah an die Fernsteuerung angenähert hat bzw. sich weiterhin der Fernsteuerung annähert,
dass der Bediener der Fernsteuerung durch die Arbeitsmaschine gefährdet ist.
[0006] Aus dem Stand der Technik sind weitere Systeme bekannt, bei denen die Arbeitsmaschine
ein magnetisches Wechselfeld erzeugt, welches mittels der Fernsteuerung oder eines
anderen Empfängers detektiert wird, wobei in Folge der Auswertung des Wechselfelds
und Bestimmung der Feldstärke, welche einen Bezug zur Reichweite zwischen der Fernsteuerung
und der Arbeitsmaschine hat, ein Steuersignal zurück zur Arbeitsmaschine geschickt
wird, woraufhin die Arbeitsmaschine gestoppt wird.
[0007] Die Problematik im Stand der Technik besteht einerseits in der aufwendigen Ansteuerung
der Arbeitsmaschine, um dieselbe anzuhalten und das Verletzungsrisiko für den Bediener
zu reduzieren, und andererseits in der aufwendigen Aktivierung des Sicherheitssystems
zur Abschaltung der Arbeitsmaschine und in den eingeschränkten Kommunikationsmöglichkeiten
zwischen der Fernsteuerung und der Arbeitsmaschine.
[0008] Somit liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde, eine Vorrichtung und ein dazugehöriges
Verfahren zur Überwachung einer Gefahrensituation zwischen einer Arbeitsmaschine und
einem Bediener der Arbeitsmaschine bereit zu stellen, wobei eine Erkennung der Gefahrensituation
und ein daran anschließender Stopp der Arbeitsmaschine ohne aktive Rückmeldung an
die Arbeitsmaschine auskommen und welche auch bei Arbeitsmaschinen und Fernsteuerungen
einsetzbar sind, die mittels Infrarotdatenverbindung miteinander kommunizieren. Des
weiteren liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde, ein Überwachungssystem mit einer
Fernsteuerung, einer Arbeitsmaschine und einer Vorrichtung zur Gefahrensituationsüberwachung
zur Verfügung zu stellen.
[0009] Die Erfindung wird gemäß den Merkmalen der Ansprüche 1, 11 bzw. 15 gelöst.
[0010] Erfindungsgemäß ist eine Vorrichtung zur Überwachung einer Gefahrensituation zwischen
einer Arbeitsmaschine und einem Bediener der Arbeitsmaschine angegeben, wobei die
Vorrichtung eine Empfängerspulenanordnung und eine Sendespulenanordnung umfasst, wobei
die Sendespulenanordnung an der Arbeitsmaschine angeordnet und dazu ausgebildet ist,
ein Magnetfeld mit einer Arbeitsmaschinen spezifischen Kennung zu erzeugen, wobei
die Empfängerspulenanordnung, welche an einer Fernsteuerung des Bedieners zur Steuerung
der Arbeitsmaschine, an einem Helm und/oder einer Warnweste des Bedieners der Fernsteuerung
angeordnet oder in unmittelbarer Nähe zur Fernsteuerung und deren Bediener vorgesehen
und dazu ausgebildet ist, das Magnetfeld der Sendespulenanordnung zu empfangen, wobei
eine an der Fernsteuerung vorgesehene Empfängerauswerteeinheit dazu ausgebildet ist,
das Magnetfeld der Sendespulenanordnung auszuwerten, um den Abstand und/oder die Position
der Arbeitsmaschine relativ zur Empfängerspulenanordnung zu ermitteln, und wobei eine
Datenübertragungsverbindung, welche unter anderem zur Übermittlung von Steuerbefehlen
zur Ansteuerung der Arbeitsmaschine ausgebildet ist, zwischen einer Sendeeinheit der
Fernsteuerung und einer Empfängereinheit der Arbeitsmaschine dazu ausgebildet ist,
in Abhängigkeit der Position der Arbeitsmaschine, des Abstands der Arbeitsmaschine
relativ zur Empfängerspulenanordnung und/oder eines an der Arbeitsmaschine anliegenden
Steuerbefehls der Fernsteuerung fortzubestehen, wenn eine Gefahrensituation, wobei
die Arbeitsmaschine einen für den Bediener der Fernsteuerung gefährdenden Abstand
zur Empfängerspulenanordnung aufweist, nicht erkennbar ist, wobei die Datenübertragungsverbindung
weiterhin dazu ausgebildet ist, fortzubestehen, wenn eine derartige Gefahrensituation
erkennbar ist und der Abstand bzw. die Position der Arbeitsmaschine relativ zur Empfängerspulenanordnung
nicht verschärfend ist, d.h. sich die Arbeitsmaschine von der Empfängerspulenanordnung
entfernt, und wobei die Datenübertragungsverbindung ferner dazu ausgebildet ist, unterbrochen
zu werden, wenn eine derartige Gefahrensituation erkennbar ist und der Abstand und/oder
die Position der Arbeitsmaschine relativ zur Empfängerspulenanordnung verschärfend
ist, d.h. sich die Arbeitsmaschine auf die Empfängerspulenanordnung zubewegt, bzw.
wenn eine Situation vorliegt, wobei der Abstand bzw. die Position der Arbeitsmaschine
relativ zur Empfängerspulenanordnung unbekannt ist.
[0011] Erfindungsgemäß ist weiterhin ein Verfahren zur Überwachung einer Gefahrensituation
zwischen einer Arbeitsmaschine und einem Bediener der Arbeitsmaschine unter Anwendung
der besagten erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Überwachung der Gefahrensituation angegeben,
und zwar, mit den Verfahrensschritten: Bereitstellen der Vorrichtung zur Überwachung
der Gefahrensituation mit einer Sendespulenanordnung, welche an der Arbeitsmaschine
angeordnet ist, mit einer Empfängerspulenanordnung, welche an der Fernsteuerung des
Bedieners zur Steuerung der Arbeitsmaschine, an einem Helm und/oder einer Warnweste
des Bedieners der Fernsteuerung angeordnet oder in unmittelbarer Nähe zur Fernsteuerung
und deren Bediener vorgesehen ist, Erzeugen eines Magnetfelds mittels der Sendespulenanordnung,
Empfangen des Magnetfelds der Sendespulenanordnung mittels der Empfängerspulenanordnung
und Ermitteln des Abstands und/oder der Position der Arbeitsmaschine relativ zur Empfängerspulenanordnung
durch Auswerten des Magnetfelds der Sendespulenanordnung, wobei eine Datenübertragungsverbindung,
welche unter anderem Steuerbefehle zur Ansteuerung der Arbeitsmaschine übermittelt,
zwischen einer Sendeeinheit der Fernsteuerung und einer Empfängereinheit der Arbeitsmaschine
in Abhängigkeit der Position der Arbeitsmaschine, des Abstands der Arbeitsmaschine
relativ zur Fernsteuerung und/oder eines an der Arbeitsmaschine anliegenden Steuerbefehls
der Fernsteuerung fortbesteht, wenn eine Gefahrensituation, wobei die Arbeitsmaschine
einen für den Bediener der Fernsteuerung gefährdenden Abstand zur Empfängerspulenanordnung
aufweist, nicht erkennbar ist, wobei die Datenübertragungsverbindung fortbesteht,
wenn eine derartige Gefahrensituation erkennbar ist und der Abstand bzw. die Position
der Arbeitsmaschine relativ zur Empfängerspulenanordnung nicht verschärfend ist, d.h.
sich die Arbeitsmaschine von der Empfängerspulenanordnung entfernt, bzw., wobei die
Datenübertragungsverbindung unterbrochen wird, wenn eine derartige Gefahrensituation
erkennbar ist und der Abstand und/oder die Position der Arbeitsmaschine relativ zur
Empfängerspulenanordnung verschärfend ist, d.h. sich die Arbeitsmaschine auf die Empfängerspulenanordnung
zu bewegt, bzw. wenn eine Situation vorliegt, wobei der Abstand bzw. die Position
der Arbeitsmaschine relativ zur Empfängerspulenanordnung unbekannt ist.
[0012] Wird also aufgrund einer Unterbrechung der Signalverbindung kein Steuerbefehl auf
Seiten der Arbeitsmaschine empfangen, reagiert die Arbeitsmaschine mit Stopp, sodass
keine weitere Bewegung ausgeführt wird. Dies soll dem Schutz des Bedieners und der
Umgebung dienen.
[0013] Erfindungsgemäß ist weiterhin ein Überwachungssystem mit einer Arbeitsmaschine, einer
Fernsteuerung und einer Vorrichtung zur Überwachung einer Gefahrensituation zwischen
der Arbeitsmaschine und dem Bediener der Arbeitsmaschine angegeben.
[0014] Die Unteransprüche stellen zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung dar.
[0015] Zweckmäßigerweise sind die Parameter der Magnetfelder, unter anderem deren Frequenz,
Phase, Amplitude, veränderbar. In bevorzugter Weiterbildung können Magnetfelder mit
unterschiedlichen Parametern überlagert werden.
[0016] Zweckmäßigerweise sind in verschiedenen Abständen zur Empfängerspulenanordnung Gefahrenzonen
um die Empfängerspulenanordnung festgelegt, wobei der Arbeitsmaschine für jede der
Gefahrenzonen eine Sollgeschwindigkeit zugewiesen ist, so dass sich die Geschwindigkeit
der Arbeitsmaschine mit abnehmendem Abstand zur Empfängerspulenanordnung verringert
bzw. die Arbeitsmaschine gestoppt wird. D.h., dass die Geschwindigkeit der Arbeitsmaschine,
die sich in vergleichsweise großer Entfernung zur Empfängerspulenanordnung befindet
und sich dieser nähert, zunächst verlangsamt wird. Erst, wenn sich die Arbeitsmaschine
in vergleichsweise geringer Entfernung zur Empfängerspulenanordnung befindet, stoppt
die Arbeitsmaschine.
[0017] Zweckmäßigerweise ist die Istgeschwindigkeit der Arbeitsmaschine während des Eintritts
der Arbeitsmaschine in eine der Gefahrenzonen an die der jeweiligen Gefahrenzone zugewiesene
Sollgeschwindigkeit anpassbar, und zwar, durch Ansteuerung der Arbeitsmaschine mittels
eines Steuerbefehls. Dahingegen erfolgt der Stopp der Arbeitsmaschine erfindungsgemäß
ohne Steuerbefehl seitens der Fernsteuerung durch Unterbrechung der Datenübertragungsverbindung.
[0018] Zweckmäßigerweise ist die Datenübertragungsverbindung als Infrarot-Verbindung, als
Funkverbindung oder anderweitige drahtlose oder drahtgebundene Verbindung (US, CAN,
I
2C, etc.) ausgebildet. Die Verwendung von Datenübertragungsverbindungen verschiedenster
Art erlaubt den Einsatz von Arbeitsmaschinen und Fernsteuerungen unterschiedlicher
Hersteller sowie ortsunabhängigen, umgebungsunabhängigen und situationsunabhängigen
Einsatz.
[0019] Zweckmäßigerweise ist eine an der Fernsteuerung angeordnete Gefahrenanzeige, welche
als visuelle, akustische und/oder als Vibrationsanzeige ausgeführt ist, dazu ausgebildet,
dem Bediener der Fernsteuerung anzuzeigen, wenn ein Gefahrenbereich erkannt wird.
Diese zusätzliche Hinweisgebung gegenüber dem Bediener reduziert die Verletzungswahrscheinlichkeit
des Bedieners.
[0020] In zweckmäßiger Weiterbildung ist die an der Fernsteuerung angeordnete Gefahrenanzeige,
welche als visuelle, akustische und/oder als Vibrationsanzeige ausgeführt ist, ferner
dazu ausgebildet, dem Bediener der Fernsteuerung in Form von Warnstufen anzuzeigen,
in welcher der Gefahrenzonen sich die Arbeitsmaschine befindet. D.h., je geringer
der Abstand der Arbeitsmaschine zur Fernsteuerung ist, desto höher ist die an der
Fernsteuerung aktivierte Warnstufe und andersherum.
[0021] Zweckmäßigerweise ist die Empfängerspulenanordnung dazu ausgebildet, Magnetfelder
mit Arbeitsmaschinen spezifischer Kennung und mit einer Notfallkennung, welche für
alle Arbeitsmaschinen identisch ist, von Sendespulenanordnungen mehrerer Arbeitsmaschinen
zu empfangen, wobei die Empfängerauswerteeinheit dazu ausgebildet ist, eine Gefahrensituation
bei Annäherung einer beliebigen Arbeitsmaschine durch Detektion der Notfallkennung
im Magnetfeld zu erkennen und bei Erkennen der Gefahrensituation die ermittelte magnetische
Feldstärke und Frequenzen als Broadcast-Signal an alle Fernbedienungen zu senden,
wobei das Broadcast-Signal die Arbeitsmaschinen spezifische Kennung der die Gefahrensituation
auslösenden Arbeitsmaschine umfasst. Eine Auswertung des Broadcast-Signals an den
Fernbedienungen, welche das Broadcast-Signal empfangen, führt auf Seite derjenigen
Fernbedienung, welche die die Gefahrensituation auslösende Arbeitsmaschine ansteuert,
zur Abschaltung des Steuersignals zum Stoppen der entsprechenden Arbeitsmaschine.
Um zuverlässig zu erkennen, dass es sich bei Annäherung eines Objekts um eine Arbeitsmaschine
handelt und, um Störfeldbeeinflussung zu reduzieren, umfasst das Magnetfeld jeder
Arbeitsmaschine in zweckmäßigerweise Weiterbildung zusätzlich zur Arbeitsmaschinen
spezifischen Kennung die besagte Notfallkennung in Form von Sequenzen bzw. Kodierungen,
die wie bei der Arbeitsmaschinen spezifischen Kennung im felderzeugenden Signal aufmoduliert
wird.
[0022] Zweckmäßigerweise kann das Broadcast-Signal unter Verwendung von drahtlosen Sensorknoten,
worüber mehrere Arbeitsmaschinen und mehrere Fernsteuerungen miteinander kommunizieren,
an andere Arbeitsmaschinen und Fernsteuerungen weitergegeben werden, um die Daten
des Abstands und/oder der Position der Arbeitsmaschine relativ zur Fernsteuerung mehreren
Fernsteuerungen bzw. Arbeitsmaschinen zwecks Überwachung von Gefahrensituationen zur
Verfügung zu stellen. Auch diese Weiterbildung erlaubt den Einsatz des erfindungsgemäßen
Überwachungssystems beispielsweise auf einer größeren Baustelle mit mehreren Arbeitsmaschinen,
auch wenn diese Arbeitsmaschinen mittels separater Fernsteuerungen kontrolliert werden
und unabhängig voneinander agieren.
[0023] In zweckmäßiger Weiterbildung ist die Sendespulenanordnung und/oder Empfängerspulenanordnung
als 3D-Spulenanordnung mit mehreren Sendespulen bzw. Empfängerspulen ausgebildet,
die orthogonal zueinander ausgerichtet sind. Eine 3D-Spulenanordnung dient dem Zweck,
Feldlinien aus allen drei Richtungen eines kartesischen Koordinatensystems zu empfangen
und Feldstärkemessungen aus besagten Richtungen durchzuführen. Mit der Verwendung
von 3D-Spulenanordnungen im Sender sowie im Empfänger wird eine exakte Ausrichtung
der Sendespulen in Richtung der Empfängerspulen und anders herum umgangen.
[0024] Zweckmäßigerweise ist die Arbeitsmaschine ein Erdverdichter bzw. eine Grabenwalze.
Dieser Art von Arbeitsmaschinen sind vergleichsweise häufig fahrerlos ausgeführt,
werden mittels Fernsteuerungen kontrolliert und erfordern das erfindungsgemäße Überwachungssystem
für Gefahrensituationen.
[0025] Zweckmäßigerweise wird die Datenübertragungsverbindung zwischen der Fernsteuerung
und der Arbeitsmaschine, wenn eine Gefahrensituation erkennbar ist und der Abstand
und/oder die Position der Arbeitsmaschine relativ zur Empfängerspulenanordnung nicht
verschärfend ist, d.h., sich die Arbeitsmaschine von der Empfängerspulenanordnung
entfernt, modifiziert und/oder ein zusätzlicher Steuerbefehl versendet.
[0026] Zweckmäßigerweise wird mittels der Fernsteuerung über eine Infrarot-Verbindung ein
Stopp-Befehl an die Arbeitsmaschine gesendet, wenn eine Gefahrensituation erkennbar
ist und der Abstand und/oder die Position der Arbeitsmaschine relativ zur Empfängerspulenanordnung
verschärfend ist, d.h., sich die Arbeitsmaschine auf die Empfängerspulenanordnung
zubewegt, bzw. wenn eine Situation vorliegt, wobei der Abstand bzw. die Position der
Arbeitsmaschine relativ zur Empfängerspulenanordnung unbekannt ist.
[0027] Zweckmäßigerweise wird für die Ermittlung des Abstands und/oder der Position der
Arbeitsmaschine relativ zur Empfängerspulenanordnung die Intensität und/oder die Frequenz
des bzw. der Magnetfelder gemessen. Dies dient auch der Zuordnung der Arbeitsmaschine
zur Fernsteuerung, um beide Komponenten zu koppeln.
[0028] Die Erfindung weist insbesondere die folgenden Vorteile auf, dass die Unterbrechung
der Datenübertragungsverbindung bei Erkennung einer Gefahrensituation ein äußerst
sicheres Mittel ist, um ein Stehenbleiben bzw. einen Stopp der Arbeitsmaschine mangels
Befehlssignal der Fernsteuerung besonders zuverlässig zu bewirken. Zudem ist die Erfindung
bei jeder Art von Datenübertragungsverbindung einsetzbar, auch bei drahtgebundenen
Datenübertragungsverbindungen. Ferner wird mittels der Erfindung bei Erkennung einer
sich verschärfenden Gefahrensituation die Zeitdauer bis zum Stopp der Arbeitsmaschine
besonders stark verkürzt, da der Aufwand zur Erzeugung und Übermittlung eines Rückmeldesignals
zum Stoppen der Arbeitsmaschine entfällt. D.h., mit der Erfindung werden der Ansteuer-
und Kontrollaufwand auf Seiten der Fernsteuerung und insbesondere der Schaltungsaufwand
und die Schaltungskomplexität auf Seiten der Arbeitsmaschine verringert. Damit verringern
sich auch der Schaltungsaufwand und -komplexität bei Arbeitsmaschine und Fernsteuerung.
Darüber hinaus ist das erfindungsgemäße Überwachungssystem mit Fernsteuerung und Arbeitsmaschine
aufgrund reduziertem Kommunikationsaufwand bzw. mangels Kommunikationserfordernis
wegen Wegfall der Rückmeldung bei einer Gefahrensituation besonders wirksam gegen
Datenübertragungsfehler geschützt.
[0029] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.
[0030] Fig. 1 zeigt ein Überwachungssystem mit den Komponenten Arbeitsmaschine 6 und Fernsteuerung
14, welche die Arbeitsmaschine steuert bzw. kontrolliert. Die Arbeitsmaschine 6 und
die Fernsteuerung 14 kommunizieren über die Datenübertragungsverbindung 7, welche
im Ausführungsbeispiel eine drahtlose Datenübertragungsverbindung (beispielsweise
eine Funkverbindung (RF) und/oder Infrarotverbindung (IR)) ist.
[0031] Die Arbeitsmaschine 6 umfasst Empfangseinheiten 4, welche die Signale, insbesondere
Steuersignale, der Fernsteuerung 14 empfangen und aufbereiten. Die Signale werden
in einer Empfängerauswerteeinheit 5 der Arbeitsmaschine 6 ausgewertet. Die Arbeitsmaschine
6 reagiert entsprechend der Information, welche mittels der Steuersignale übertragen
wird, mit einer Reaktion, beispielsweise mit Stopp, Abbiegen, Anfahren, etc.
[0032] Des Weiteren ist an der Arbeitmaschine 6 eine Sendespulenanordnung 1 mit mindestens
einer beispielsweise einen Ferritkern aufweisenden Sendespule vorgesehen, welche ein
um die Arbeitsmaschine 6 gleichmäßig verteiltes magnetisches Feld 3 erzeugt. Das Magnetfeld
umfasst im vorliegenden Ausführungsbeispiel mehrere Einzelfelder. Zur Erzeugung der
Magnetfelder wird die Sendespulenanordnung 1 von einer Sendeeinheit 2 in der Arbeitsmaschine
6 entsprechend angesteuert. Die erzeugten magnetischen Felder umfassen beispielsweise
reine Sinussignale, welche nicht notwendigerweise auf der gleichen Frequenz liegen
müssen, aber auch modulierte Daten, wie beispielsweise die Arbeitsmaschinen spezifische
Kennung und/oder die Notfallkennung. Die magnetischen Felder können weitere Eigenschaften
aufweisen, beispielsweise Wobbelfrequenzen, wodurch sie von anderen magnetischen Feldern
eindeutig unterschieden werden können.
[0033] Die Frequenz der an der Arbeitsmaschine 6 erzeugten Magnetfelder wird unter Berücksichtigung
von Störeinflüssen, insbesondere durch andere Kommunikationsmittel, an der Arbeitsmaschine
6 festgelegt. Mit Hilfe der Frequenz des Magnetfelds erfolgt auch die Zuordnung der
Arbeitsmaschine 6 zur Fernsteuerung 14. Die Frequenzfestlegung erfolgt in einer Kopplungsphase
von Arbeitsmaschine 6 und Fernsteuerung 14.
[0034] Auf der Seite der Fernsteuerung 14 dient eine Empfängerspulenanordnung 11 mit mindestens
einer Empfängerspule zum Empfang des an der Arbeitsmaschine 6 erzeugten magnetischen
Feldes. Im Ausführungsbeispiel ist die Empfängerspulenanordnung 11 direkt an der Fernsteuerung
14 vorgesehen. Sie kann aber auch separat zur Fernsteuerung, beispielsweise im Helm
und/oder in der Warnweste des Bedieners der Fernsteuerung, vorgesehen sein. Die Empfängerspulenanordnung
11 ist so ausgestaltet, dass das Magnetfeld aus allen Raumrichtungen empfangen werden
kann. Die Empfängerspulenanordnung 11 ist beispielsweise als 3D-Spulenanordnung ausgeführt.
Eine Empfängerauswerteeinheit 10, welche mit einer Steuereinheit 12 und einem Sendemodul
9 der Fernsteuerung 14 verbunden ist, an der Fernsteuerung 14 wertet das Magnetfeld
aus. Mittels der Empfängerauswerteeinheit 10 werden Feldstärke, Intensität, Frequenz,
Phase, Amplitude und weitere Parameter des Magnetfelds (z. B. Wobbelfrequenzen) ausgewertet.
Die Auswertung der Frequenzen des Magnetfelds dient unter anderem der Zuordnung der
Arbeitsmaschine zur Fernsteuerung. Die Magnetfeldauswertung kann auch die Differenzbildung
von Magnetfeldparametern umfassen.
[0035] Zur Ausführung des Verfahrens zur Überwachung der Gefahrensituation zwischen der
Arbeitsmaschine 6 und einem Bediener (in Fig. 1 nicht gezeigt) der Fernsteuerung 14,
worauf die Unterbrechnung der Datenübertragungsverbindung 7 Situations bedingt folgt,
sind die Position und/oder der Abstand sowie auch die Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit
der Arbeitsmaschine 6 in Relation zur Empfängerspulenanordnung 11 an der Fernsteuerung
14 sowie der an der Arbeitmaschine 6 anliegende Steuerbefehl der Fernsteuerung 14
auszuwerten. Die Erkennung des Abstands wird durch Messung des magnetischen Flusses
durchgeführt. Diese Messung erfolgt im niederfrequenten Bereich, beispielsweise bei
einigen 10 kHz, da Signalabschattungen hier kaum eine Rolle spielen. Da zumindest
die Arbeitsmaschine nicht positionsfixiert ist, sondern sich bei üblicher Verwendung
in Bewegung befindet, und somit eine exakte Ausrichtung der Sende- auf die Empfangsspulen
und anders herum nicht möglich ist, werden 3D-Spulenanordnungen zum Magnetfeldempfang
zur Erfassung des magnetischen Flusses und Schätzung des Abstands eingesetzt. Vergleichsweise
genaue Abstandsmessungen sind durch Schnittpunktbildung von Magnetfeldern mehrerer
Spulen möglich. Die Positionsbestimmung kann auch durch ein zusätzliches GPS-Modul
an der Arbeitmaschine (in Fig.1 nicht gezeigt) unterstützt werden.
[0036] Bei Detektion einer Gefahrensituation, wobei der Abstand und/oder die Position der
Arbeitsmaschine 6 in Bezug auf die Empfängerspulenanordnung 11 an der Fernsteuerung
14 verschärfend ist, muss die Information zum Stopp der Arbeitsmaschine 6 zur derselben
gelangen. Dies erfolgt erfindungsgemäß im Wege der Unterbrechung der Datenübertragungsverbindung
7, worüber die Arbeitsmaschine 6 im Normabetrieb Informationen zur Steuerung derselben
von der Fernsteuerung 14 erhält. D.h., das Steuersignal (IR, Funk, US, etc.) wird
auf Seiten der Fernsteuerung abgeschaltet.
[0037] Für den Fall, dass mehrere Fernbedienungen und/oder Arbeitsmaschinen in einer Umgebung
- beispielsweise auf einer größeren Baustelle - betrieben werden, sind die Magnetfelder
jeder Arbeitsmaschine mit einer für alle Arbeitsmaschinen identischen Notfallkennung
versehen. Die Notfallkennung im Magnetfeld dient der Unterscheidung der Arbeitsmaschinen
von anderen Quellen. Des weiteren ist die Fernbedienung dazu ausgebildet, bei Erkennung
einer Gefahrensituation durch Annäherung einer beliebigen Arbeitsmaschine auf der
Baustelle die ermittelte magnetische Feldstärke und Frequenzen als Broadcast-Signal
an alle Fernbedienungen zu senden, wobei das Broadcast-Signal die Kennung der die
Gefahrensituation auslösenden Arbeitsmaschine umfasst. Eine Auswertung des Broadcast-Signals
an den Fernbedienungen, welche das Broadcast-Signal empfangen, führt auf Seite derjenigen
Fernbedienung, welche die die Gefahrensituation auslösende Arbeitsmaschine ansteuert,
zur Abschaltung des Steuersignals und somit zum Stopp des betreffenden Arbeitsmaschine.
1. Vorrichtung zur Überwachung einer Gefahrensituation zwischen einer Arbeitsmaschine
und einem Bediener der Arbeitsmaschine, mit einer Sendespulenanordnung, welche an
der Arbeitsmaschine angeordnet und dazu ausgebildet ist, ein Magnetfeld mit Arbeitsmaschinen
spezifischer Kennung zu erzeugen, mit einer Empfängerspulenanordnung, welche an einer
Fernsteuerung des Bedieners zur Steuerung der Arbeitsmaschine, an einem Helm und/oder
einer Warnweste des Bedieners der Fernsteuerung angeordnet oder in unmittelbarer Nähe
zur Fernsteuerung und deren Bediener vorgesehen und dazu ausgebildet ist, das Magnetfeld
der Sendespulenanordnung zu empfangen,
wobei eine der Empfängerspulenanordnung nachgeschaltete Empfängerauswerteeinheit dazu
ausgebildet ist, das Magnetfeld der Sendespulenanordnung auszuwerten, um den Abstand
und/oder die Position der Arbeitsmaschine relativ zur Empfängerspulenanordnung zu
ermitteln, und
wobei eine Datenübertragungsverbindung, welche unter anderem zur Übermittlung von
Steuerbefehlen zur Ansteuerung der Arbeitsmaschine ausgebildet ist, zwischen einer
Sendeeinheit der Fernsteuerung und einer Empfängereinheit der Arbeitsmaschine dazu
ausgebildet ist, in Abhängigkeit der Position der Arbeitsmaschine, des Abstands der
Arbeitsmaschine relativ zur Empfängerspulenanordnung und/oder eines an der Arbeitsmaschine
anliegenden Steuerbefehls der Fernsteuerung:
- fortzubestehen, wenn eine Gefahrensituation, wobei die Arbeitsmaschine einen für
den Bediener der Fernsteuerung gefährdenden Abstand zur Empfängerspulenanordnung aufweist,
nicht erkennbar ist,
- fortzubestehen, wenn eine derartige Gefahrensituation erkennbar ist und der Abstand
bzw. die Position der Arbeitsmaschine relativ zur Empfängerspulenanordnung nicht verschärfend
ist, d.h. sich die Arbeitsmaschine von der Empfängerspulenanordnung entfernt, bzw.
- unterbrochen zu werden, wenn eine derartige Gefahrensituation erkennbar ist und
der Abstand und/oder die Position der Arbeitsmaschine relativ zur Empfängerspulenanordnung
verschärfend ist, d.h. sich die Arbeitsmaschine auf die Empfängerspulenanordnung zubewegt,
bzw. wenn eine Situation vorliegt, wobei der Abstand bzw. die Position der Arbeitsmaschine
relativ zur Empfängerspulenanordnung unbekannt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
wobei in verschiedenen Abständen zur Empfängerspulenanordnung Gefahrenzonen um die
Empfängerspulenanordnung festgelegt sind, wobei der Arbeitsmaschine für jede der Gefahrenzonen
eine Sollgeschwindigkeit zugewiesen ist, um die Geschwindigkeit der Arbeitsmaschine
mit abnehmendem Abstand zur Empfängerspulenanordnung zu verringern bzw. die Arbeitsmaschine
zu stoppen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
wobei die Istgeschwindigkeit der Arbeitsmaschine bei Eintritt der Arbeitsmaschine
in eine der Gefahrenzonen durch Ansteuerung der Arbeitsmaschine mit einem Steuerbefehl
an die der jeweiligen Gefahrenzone zugewiesene Sollgeschwindigkeit anpassbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3,
wobei eine an der Fernsteuerung angeordnete Gefahrenanzeige, welche als visuelle,
akustische und/oder als Vibrationsanzeige ausgeführt ist, dazu ausgebildet ist, dem
Bediener der Fernsteuerung in Form von Warnstufen anzuzeigen, in welcher der Gefahrenzonen
sich die Arbeitsmaschine befindet.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
wobei eine an der Fernsteuerung angeordnete Gefahrenanzeige, welche als visuelle,
akustische und/oder als Vibrationsanzeige ausgeführt ist, dazu ausgebildet ist, dem
Bediener der Fernsteuerung anzuzeigen, wenn eine Gefahrensituation erkannt wird.
6. Vorrichtung nach einem Ansprüche 1 bis 5,
wobei die Datenübertragungsverbindung als Infrarot-Verbindung, als Funkverbindung
oder anderweitige drahtlose oder drahtgebundene Verbindung (US, CAN, I2C, etc.) ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
wobei die Empfängerspulenanordnung dazu ausgebildet ist, Magnetfelder mit Arbeitsmaschinen
spezifischer Kennung und mit einer Notfallkennung, welche für alle Arbeitsmaschinen
identisch ist, von Sendespulenanordnungen mehrerer Arbeitsmaschinen zu empfangen,
wobei die Empfängerauswerteeinheit dazu ausgebildet ist, eine Gefahrensituation bei
Annäherung einer beliebigen Arbeitsmaschine durch Detektion der Notfallkennung im
Magnetfeld zu erkennen und bei Erkennen der Gefahrensituation die ermittelte magnetische
Feldstärke und Frequenzen als Broadcast-Signal an alle Fernbedienungen zu senden,
wobei das Broadcast-Signal die Arbeitsmaschinen spezifische Kennung der die Gefahrensituation
auslösenden Arbeitsmaschine umfasst, wobei eine Auswertung des Broadcast-Signals an
den Fernbedienungen, welche das Broadcast-Signal empfangen, auf Seite derjenigen Fernbedienung,
welche die die Gefahrensituation auslösende Arbeitsmaschine ansteuert, zur Abschaltung
des Steuersignals führt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
wobei das Broadcast-Signal unter Verwendung von drahtlosen Sensorknoten, worüber mehrere
Arbeitsmaschinen und mehrere Fernsteuerungen miteinander kommunizieren, weitergegeben
wird.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
wobei die Sendespulenanordnung und/oder die Empfängerspulenanordnung als 3D-Spulenanordnung
mit mehreren Sendespulen bzw. Empfängerspulen ausgebildet ist, die orthogonal zueinander
ausgerichtet sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
wobei die Arbeitsmaschine ein Erdverdichter oder eine Grabenwalze ist.
11. Verfahren zur Überwachung einer Gefahrensituation zwischen einer Arbeitsmaschine und
einem Bediener der Arbeitsmaschine unter Verwendung einer Vorrichtung zur Überwachung
der Gefahrensituation gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10, mit den Verfahrensschritten:
- Bereitstellen der Vorrichtung zur Überwachung der Gefahrensituation mit einer Sendespulenanordnung,
welche an der Arbeitsmaschine angeordnet ist, mit einer Empfängerspulenanordnung,
welche an der Fernsteuerung des Bedieners zur Steuerung der Arbeitsmaschine, an einem
Helm und/oder einer Warnweste des Bedieners angeordnet oder in unmittelbarer Nähe
zur Fernsteuerung und deren Bediener vorgesehen ist,
- Erzeugen eines Magnetfelds mit Arbeitsmaschinen spezifischer Kennung mittels der
Sendespulenanordnung,
- Empfangen des Magnetfelds der Sendespulenanordnung mittels der Empfängerspulenanordnung,
- Ermitteln des Abstands und/oder der Position der Arbeitsmaschine relativ zur Empfängerspulenanordnung
durch Auswerten des Magnetfelds der Sendespulenanordnung,
- wobei eine Datenübertragungsverbindung, welche unter anderem Steuerbefehle der Fernsteuerung
zur Ansteuerung der Arbeitsmaschine übermittelt, zwischen einer Sendeeinheit der Fernsteuerung
und einer Empfängereinheit der Arbeitsmaschine in Abhängigkeit der Position der Arbeitsmaschine,
des Abstands der Arbeitsmaschine relativ zur Empfängerspulenanordnungund/oder eines
an der Arbeitsmaschine anliegenden Steuerbefehls der Fernsteuerung:
- fortbesteht, wenn eine Gefahrensituation, wobei die Arbeitsmaschine einen für den
Bediener der Fernsteuerung gefährdenden Abstand zur Empfängerspulenanordnung aufweist,
nicht erkennbar ist,
- fortbesteht, wenn eine derartige Gefahrensituation erkennbar ist und der Abstand
bzw. die Position der Arbeitsmaschine relativ zur Empfängerspulenanordnung nicht verschärfend
ist, d.h. sich die Arbeitsmaschine von der Empfängerspulenanordnung entfernt, bzw.
- unterbrochen wird, wenn eine derartige Gefahrensituation erkennbar ist und der Abstand
und/oder die Position der Arbeitsmaschine relativ zur Empfängerspulenanordnung verschärfend
ist, d.h. sich die Arbeitsmaschine auf die Empfängerspulenanordnung zu bewegt, bzw.
wenn eine Situation vorliegt, wobei der Abstand bzw. die Position der Arbeitsmaschine
relativ zur Empfängerspulenanordnung unbekannt ist.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
wobei,
wenn eine Gefahrensituation erkennbar ist und der Abstand und/oder die Position der
Arbeitsmaschine relativ zur Empfängerspulenanordnung nicht verschärfend ist, d.h.,
sich die Arbeitsmaschine von der Empfängerspulenanordnung entfernt,
die Datenübertragungsverbindung zwischen der Fernsteuerung und der Arbeitsmaschine
modifiziert und/oder ein zusätzlicher Steuerbefehl versendet wird.
13. Verfahren nach Anspruch 11,
wobei,
wenn eine Gefahrensituation erkennbar ist und der Abstand und/oder die Position der
Arbeitsmaschine relativ zur Empfängerspulenanordnung verschärfend ist, d.h., sich
die Arbeitsmaschine auf die Empfängerspulenanordnung zubewegt, bzw.
wenn eine Situation vorliegt, wobei der Abstand bzw. die Position der Arbeitsmaschine
relativ zur Empfängerspulenanordnung unbekannt ist,
ein Stopp-Befehl mittels der Fernsteuerung über eine Infrarot-Verbindung an die Arbeitsmaschine
gesendet wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13,
wobei zur Berechnung des Abstands und/oder der Position der Arbeitsmaschine relativ
zur Empfängerspulenanordnung die Intensität, Frequenz, Phase, Amplitude und weitere
Parameter des Magnetfelds ermittelt werden und/oder eine Differenzbildung von Magentfeldparametern
ausgeführt wird.
15. Überwachungssystem mit einer Arbeitsmaschine, einer Fernsteuerung und einer Vorrichtung
zur Überwachung einer Gefahrensituation zwischen der Arbeitsmaschine und einem Bediener
der Arbeitsmaschine gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10.